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Joakim Hjörtland teilt in dieser Predigt seine persönliche Bekehrungsgeschichte und betont die transformative Kraft des Glaubens. Er spricht über die Bedeutung einer lebendigen Beziehung zu Gott, die über bloßes Wissen hinausgeht. Anhand von persönlichen Erlebnissen und biblischen Beispielen ermutigt er die Zuhörer, sich ganz für Gott zu entscheiden und seinen Plan für ihr Leben anzunehmen, um ein erfülltes und aufregendes christliches Leben zu führen.


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Serie: Chosen

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Transkript

[0:00] Guten Abend. Schönen guten Abend. Ich bin Joakim. Ich spreche nicht sehr gut Deutsch, aber ich freue mich, hier zu sein. Ich freue mich schon auf dieses Wochenende mit euch zusammen und meine Erfahrungen mit euch zu teilen. Und wenn ich etwas mit anderen teile, dann sind das Dinge, durch die ich selbst sehr gesegnet wurde. Und ich hoffe, dass sie auch für euch ein Segen sein werden. Und wie gesagt, ich komme aus Skandinavien. Und ich lebe in Norwegen und das ist ein Bild davon. Ein kleiner Ausschnitt von unserem Land.

[1:02] War schon jemand mal in Skandinavien? Ihr könnt uns gerne mal besuchen kommen dort, wenn Gott euch dort hinführt. Wünscht sich jemand, er wäre schon mal dort gewesen? Ich bin sehr froh, heute hier in Deutschland zu sein. Ich bewundere Deutschland als Land. Und in vielen Hinsichten ist Deutschland das mächtigste Land in Europa. Und es ist schön, hier zu sein.

[1:43] Und hier ist so ein bisschen die Punkte, wo wir durchgehen werden an diesem Abend. Ich werde meine Geschichte teilen, also meine Bekehrungsgeschichte. Und dann werde ich ein bisschen mehr so auf den Fokus legen, auf was mich wirklich dazu bewegt hat, mich zu bekehren. Dinge, die ich nach meiner Bekehrung getan habe. Und noch ein paar abschließende Gedanken.

[2:23] Und euch ist aufgefallen, als wir gesungen haben, da waren hier ganz viele Leute hier vorne, die geredet haben. Das ist eigentlich kein gutes Zeichen für so ein Treffen. Aber ich glaube, dass es ein gutes Zeichen ist, wenn wir ein bisschen tiefer darüber nachdenken. Denn ich bin sicher, dass wenn wir das Wort Gottes öffnen, das Wort Gottes ist nicht so sehr für unsere Information da, sondern vielmehr für unsere Transformation. Und ich möchte, dass wir dort etwas lernen, was unser Leben verändert. Heute Abend und an diesem Wochenende.

[3:29] Aber wir haben natürlich auch, wir wissen, dass es einen Feind gibt, der uns Steine in den Weg legen möchte. Also bevor wir weitergehen, möchte ich, dass wir beten, dass Gott uns führt und leitet an diesem Abend und an diesem Wochenende. Also, wer es möglich ist, darf dazu niederknien.

[4:03] Unser himmlischer Vater, wir danken dir, dass wir hier zusammenkommen können. Danke für deine Verheißung, dass da, wo zwei oder drei zusammenkommen, dass du auch dort mitten unter uns bist. Danke für die Verheißung deines Geistes. Wir bitten, dass dein guter Geist unseren Abend heute führt und uns an diesem Abend zeigt, was du möchtest, dass wir mit nach Hause nehmen, dass wir lernen. Wir beten dafür, dass Satan uns nicht daran hindern kann, das aufzunehmen und dass wir näher kommen an deinen Plan, den du für unser Leben hast. Danke, dass du uns führen wirst. Und wir bitten, dessen Namen Jesus. Amen.

[5:16] Wie viele von euch sind in einer Adventisten-Familie groß geworden? Oder christliche Familie? Okay, die meisten von uns. Ich auch. Und ich bin der fünften Generation Adventist. Und hier ist ein Bild von meiner Familie. Also ich hatte eine große Familie. Und wir waren drei von fünf Geschwistern. Ach so, ich verstehe, ich war der dritte von fünf Geschwistern.

[6:07] Also meine Eltern sind Physiotherapeuten. Aber sie sind auch Lehrer an einer Adventisten-Schule in Norwegen. Mein ältester Bruder ist ein Arzt. Und Nummer zwei ist ein Krankenpfleger, aber auch ein Grafikdesigner. Und im letzten Jahr war er auch sehr involviert im Dienst, wo er viel gelernt hat und beigebracht hat. Meine Schwester, sie ist eine Lehrerin, arbeitet auch an einer Adventisten-Schule in Norwegen.

[7:01] Und dieses Bild hier, es wurde vor ein paar Jahren aufgenommen. Und es war auf dem Cover einer nicht-adventistischen Zeitschrift in Norwegen. Und in dieser Ausgabe sprachen sie darüber, wie Adventisten länger leben als andere Gruppen. Der jüngste Bruder, Gabriel, ist nur ein bisschen größer geworden, als hier auf dem Bild. Jetzt ist er so ungefähr 1,98 Meter groß. Bald ist er 20. Das Bild ist aus Australien, vor circa einem Monat wurde es aufgenommen. Er ist immer zur Gemeinde gegangen. Er wurde letztes Jahr getauft. Oft war er Teil von dem Chor und war auch in der Gemeinde oft und hat dort teilgenommen. Aber er war nicht wirklich bekehrt.

[8:30] Er hätte selbst gesagt, dass die Beschreibung in 2. Timotheus 3, wo es um die Menschen in den letzten Tagen geht, dass die Menschen in den letzten Tagen die Vergnügen mehr lieben als Gott und sie eine Form der Gottseligkeit haben werden, aber seine Kraft verleugnen. Er würde sagen, so war er. Aber vor circa anderthalb Monaten ist er nach Australien gegangen, zu einer Missionsschule, zu Arise. Es war definitiv eine Gebetserhöhung, dass er dort ist. Vor ein paar Monaten wäre er nicht dazu bereit gewesen, dort hinzugehen. Aber als Familie haben wir viel für ihn gebetet. Gott hat alles geführt und er hatte eigentlich andere Pläne, aber letztendlich ist er in Australien gelandet. Und es ist schön zu sehen, wie Gott in seinem Leben gewirkt hat in den letzten Monaten. Und obwohl er erstmal nicht dorthin gehen wollte, liebte er es und jetzt liest er die Bibel und das gefällt ihm. Er geht zum Outreach und er ist sehr begeistert von den Erfahrungen, die er dort macht, von den Gebetserhöhungen, die er dort erlebt.

[10:39] Aber wie gesagt, ich möchte jetzt auch ohne weitere Einleitung meine Geschichte mit euch teilen. Als meine Schwester noch sehr jung war, hatte sie einen kleinen, ich glaube, man nennt ihn gestoppten Rabbit, in Englisch. Und sie liebte dieses Kuscheltier. Sein Name war Julius. Und sie hat Julius überallhin mit sich mitgenommen. Und obwohl dieses Kaninchen pink war, solange ich zurückdenken kann, hat es seine Farbe verloren. Es war nur noch grau und ohne Farbe und ausgeblichen. Sie liebte diesen Hasen.

[11:49] Und einmal, als sie so ungefähr vier Jahre alt war, da war ich ungefähr sieben, da haben wir so mit diesem Hasen gespielt. Vielleicht war das auch meine Idee, ich weiß nicht mehr genau. Auf jeden Fall haben wir den Hasen hin und her geworfen. Aber plötzlich war da ein Unfall. Also wir haben den so hin und her geworfen und dann blieb er plötzlich an der Lampe oben hängen. Und er kam dann die heiße Lampe ran und hat sich da verbrannt. Und ihr könnt euch denken, meine kleine Schwester, vier Jahre alt, fing an zu weinen. Aber ich war sieben Jahre alt und ich wollte sie irgendwie wieder aufbauen. Und ich habe dann zu ihr gesagt, wenn Jesus wiederkommt, dann wird er wieder heil werden. Ja, dann wird er wieder heil gemacht werden.

[13:14] Also kurz gesagt, solange ich zurückdenken kann, habe ich an Gott geglaubt. Ich bin mit der Sabbatschule aufgewachsen, mit Sojawürstchen, mit den Pfadfindern. So ziemlich jede Woche bin ich auch in der Gemeinde gewesen, noch bevor ich überhaupt laufen konnte. Und ich wusste auch so ein bisschen, was wir über die Bibel glauben. Ich kannte die Geschichten aus der Bibel. Bevor ich zehn Jahre war, da gibt es von Maxwell diese roten Bücher mit Geschichten für Kinder aus der Bibel. Vielleicht kennt ihr sie. Und ich hatte die alle gelesen und bevor ich 16 war, hatte ich den großen Kampf gelesen von Ellen White. Ich kannte den Sabbat. Ich wusste, was die Bibel über die Hölle lehrt. Daniel 2, die 70 Wochen. Die katholische Kirche in der Prophetie. Ich hatte viel Wissen angesammelt. Ich wusste alles, was wir in der Gemeinde besprochen haben.

[14:42] Aber trotz alldem kannte ich Gott nicht wirklich. Ich hatte keine lebendige, rettende Beziehung mit Christus. Ich sah wie ein Christ aus, aber ich war es nicht wirklich. Weißt du, Gott hat keine Enkelkinder. Er hat nur Kinder. Jesus sagt, du musst wiedergeboren werden. Niemand wird in das Königreich der Himmel kommen, wenn er nicht wiedergeboren wird. Er sagt es mehrere Male in Johannes 3. Jesus sagt auch in Johannes Kapitel 3, immer wieder, ihr müsst von neuem geboren werden, um das Himmelreich zu betreten. Und es ist logisch, dass niemand wiedergeboren wird, wenn er nicht wiedergeboren wird.

[15:42] Die Bibel sagt, dass wir alle gesündigt haben und der Lohn der Sünde ist der Tod. Du kannst in einem christlichen Heim geboren sein, aber keiner ist Christ, wenn er geboren wird. Wir können es vielleicht so sagen. In die Gemeinde zu gehen, macht dich nicht zum Christen. So wie auch in einer Garage zu stehen, dich nicht zu einem Auto macht. Und es ist wahr. Du kannst christliche Werte haben. Christliche Sprache. Ja, du kannst dir christliche Predigten anhören. Und trotzdem kein Christ sein.

[16:49] Christ sein ist nichts, was du in deinem Kopf hast, sondern es ist deine Lebensweise, die du in deinem Herzen hast. Du kannst aussehen wie ein Christ, reden wie ein Christ, dich geben wie ein Christ, aber trotzdem kein Christ sein. Obwohl du vielleicht selbst denkst, dass du Christ bist. So wie ich auch früher gedacht habe, ich wäre ein Christ.

[17:25] Kann mir jemand sagen, was in Johannes Kapitel 17 Vers 3 steht? Und das ist das ewige Leben, dass sie dich erkennen werden. Dass sie wissen, dass du der allein wahre Gott bist und den du gesandt hast, Jesus Christus. Also das Christentum geht nicht so sehr um Wissen, sondern um Kennen. Es geht nicht so sehr um christliche Rituale, aber es geht um eine echte Beziehung.

[18:38] Ein wahrer Christ ist jemand, der eine persönliche Beziehung zum Gott der Bibel hat. Ein wahrer Christ ist jemand, der Christus als seinen persönlichen Retter angenommen hat. Aber nicht nur das, sondern dass man auch Christus den Herrn seines Lebens macht.

[19:12] Und damit kommen wir dazu, wie es in meinem Leben geschehen ist. Obwohl ich in die Gemeinde ging, habe ich nicht viel Zeit damit verbracht, meine Bibel zu lesen. Ich wurde getauft, als ich 15 Jahre alt war. Und um diese Zeit habe ich angefangen, die Bibel ein bisschen mehr zu lesen. Und ich hatte mal ein bisschen ausgerechnet, wie lange würde es dauern, bis ich die ganze Bibel durchgelesen habe. Und ich dachte, okay, es ist eigentlich nicht so viel. Und ich habe mich dann entschlossen, die gesamte Bibel zu lesen. Und in einem Jahr habe ich dann die gesamte Bibel gelesen. Und als ich das gemacht habe, dann habe ich mich auch verschiedenen Gruppen angeschlossen, die Prophetie studiert haben und solche Dinge.

[20:18] Und als ich das getan habe, hat Gott wirklich angefangen, in meinem Leben zu wirken. Gott wurde plötzlich viel persönlicher und ich sah, wie Dinge sich verändert haben in meinem Leben. Wer von euch hat schon die gesamte Bibel gelesen? Gibt es Potenzial für mehr Hände beim nächsten Mal, wenn ich frage?

[20:50] Weiß jemand, was in Matthäus Kapitel 4 Vers 4 steht? Denn der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern aus jedem Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht. Der Mensch lebt aus jedem Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht. Und als Christen sollen wir aus jedem einzelnen Wort Gottes leben. Und damit wir das tun können, sollten wir nicht zumindest einmal jedes Wort gelesen haben? Also für mich ist das irgendwo sinnvoll. Und viele Muslime, die lesen den Koran und wissen auswendig, das ist ja wie ein schlankes Gesicht für alle Christen, die das nicht tun.

[21:51] Ja, kein Wunder, dass Leute, die zur Gemeinde kommen, immer noch einer Bekehrung bedürfen. Weiß jemand, wie lange dauert es ungefähr, die ganze Bibel zu lesen? Ihr könnt es auch schätzen, wenn ihr es nicht wisst. Was denkt ihr? Wie lange? Wie viele Stunden? Oder Tage? Welche Zeiteinheit ihr verwenden möchtet? 40 Stunden ist schon eine gute Schätzung. Es kommt auch so ein bisschen darauf an, wie schnell man liest. Aber mit durchschnittlicher Lesegeschwindigkeit kann man die Bibel in 54 Stunden durchlesen. Nur 54 Stunden.

[22:44] Und trotzdem gibt es viele Adventisten, die gehen jahrelang in die Gemeinde und haben die Bibel nicht einmal durchgelesen. 54 Stunden, das ist weniger, wie der Durchschnittsamerikaner vor dem Fernseher verbringt in nur einem Monat. Wenn du nur 15 Minuten am Tag liest, dann hast du die Bibel in einem Jahr durchgelesen. Also ich möchte euch ermutigen, die Bibel wenigstens einmal komplett durchgelesen zu haben. Und das nächste Mal, wenn ich in diese Gemeinde komme, werde ich euch fragen.

[23:31] Also wir müssen in das Wort eintauchen, jeden Tag. Und als ich das tat, hat Gott angefangen, in meinem Leben zu wirken. Und ich habe gesehen, wie Gott Dinge verändert hat. Wie ich meine Zeit verwendet habe. Meine Beziehung zu den Medien, zu der Unterhaltung, zur Musik. Meine Beziehung zu Essen, zu Kleidung und was auch immer. Alle möglichen Dinge, meine Ziele im Leben. Und Gott hat angefangen, diese Dinge in meinem Leben zu ändern. Und Dinge, die davor sehr wichtig für mich waren, haben ihre Bedeutung verloren. Und Dinge, die mich davor nicht so sehr interessiert haben, habe ich gelernt wertzuschätzen.

[24:45] Wenn ich 14 Jahre alt wäre, wenn ich in die Zukunft schauen könnte, wie ich als 18, 19 und 20 Jahre alt sein würde, wenn ich dann all diese Veränderungen gesehen hätte, die in meinem Leben noch stattfinden würden, hätte ich mich wahrscheinlich für das Leben entschieden, das ich damals noch als 14-Jähriger gelebt habe.

[25:24] Die Sache ist, wir haben einen Feind. Der ist ein Experte darin, die Welt in einem falschen Licht darzustellen. Er ist ein Experte darin, uns dahin zu führen, das Falsche zu tun und zu denken, dass es das Richtige ist. Er ist ein Experte darin, die guten Dinge für uns so darzustellen, als wären sie langweilig, als wäre das ein langweiliges Leben.

[26:07] Wisst ihr, was seine erste Lüge war im Garten Eden? Sollte Gott wirklich gesagt haben? Wir denken vielleicht erstmal an den Zustand der Toten, wo er sagt, ihr werdet sicherlich nicht sterben. Und das war eine Lüge, aber es ist eigentlich zusammen mit dem, vielleicht sogar vor dem, es ist eine indirekte Lüge, die da drin ist. Hat Gott wirklich gesagt, ihr könnt nicht von jedem Baum essen? Um sie dahin zu bringen, dass sie denken, dass sie von keinem Baum essen dürfen, obwohl es nur einer, nur ein Baum war ihnen verwehrt. Und dann hat er gesagt, nein, nein, wenn ihr von diesem Baum esst, dann werden eure Augen aufgetan. Ihr werdet sein wie Gott. Ihr werdet einen höheren Zustand, eine höhere Ebene des Daseins erreichen. Ihr verpasst etwas wirklich Gutes.

[27:29] Und das versucht er durch die ganze Geschichte hin, durch die Menschen Glauben zu machen, dass wenn wir uns ganz für Gott entscheiden, dass wir dann etwas verpassen. Aber das ist eine Lüge. Big Lie. Große Lüge.

[27:46] Lasst uns das Buch der Psalmen aufschlagen und wenn ihr die Bibel dabei habt, dann schlagt mit uns auf. Psalm 84. Vers 12, Psalm 84, Vers 12. Denn Gott, der Herr, ist Sonne und Schild. Der Herr gibt Gnade und Herrlichkeit. Nur weniges wird er denen, die aufrichtig wandeln, vorenthalten. Sagt es das? Nein. Was sagt es? Wer aufrichtig wandelt, dem versagt er nichts Gutes. Nichts wird er von uns vorenthalten.

[28:53] Und manchmal leben wir unser Leben so, als würde Gott noch etwas Gutes von uns vorenthalten, wenn wir unser Leben 100% nach ihm ausrichten würden. Aber das ist eine Lüge.

[29:16] Ich habe einen Freund, der ist noch ein Kind. Er hat eine schöne Flasche zu Hause gefunden. Das ist so etwas zum Reinigen. Es hat eine schöne Farbe. Es sah aus wie Saft. Und er möchte es trinken. Und er nimmt diese Flasche. Aber kurz bevor er es trinkt, kommt seine Mutter und nimmt sie schnell weg. Und er sagt, nein, nein, warum nimmst du das weg? Und er ist glücklich, dass seine Mutter kam und ihm das weggenommen hat.

[30:05] Und oft sind wir so wie dieser kleine Junge. Wir denken, wir wissen es besser als Gott. Wir denken, dass wenn Gott sagt, tu dies nicht und tu das nicht, dann denken wir, das ist toll. Und wir wollen das nicht tun, wozu er uns heißt, was er uns sagt. Und das ist eine große Lüge. Gott wird nichts Gutes denen vorenthalten, die ihm nachfolgen. Denen, die seinem Plan folgen, den er für unser Leben hat.

[30:54] Wenn ihr einen Wagen kauft, einen schönen Volkswagen oder einen Mercedes, wenn der Hersteller dieses Autos, wenn er euch sagt, dass es ein Diesel ist, dann würdet ihr es nicht... Ah, dann werdet ihr kein Benzin darin tanken, wenn es ein Diesel ist. Ihr vertraut darauf, dass derjenige, der dieses Auto hergestellt hat, dann wisst ihr am besten, was gut für dieses Auto ist.

[31:38] In ähnlicher Weise. Natürlich hat Gott uns geschaffen. Und er, der uns geschaffen hat, mit der Fähigkeit, Freude zu empfinden, mit unseren Geschmacksknospen, mit allem, was dazugehört, natürlich weiß er am besten, was gut für uns ist, in jedem Bereich unseres Lebens.

[32:08] Ein lebensveränderndes Ereignis geschah für mich hier an dieser Schule. Das ist hier der Schlafbereich. Das ist ein Internat. Die Studenten dort sind 16 bis 18 Jahre alt. Als ich 16 Jahre alt war, gab es eine Gebetswoche. Da war ein Missionar aus Südamerika, der dorthin kam. Er hatte ein paar sehr beeindruckende Predigten. Und mit viel Kraft hat er seine Geschichten aus der Mission dort erzählt. Wundergeschichten, Geschichten, wo Engel eingegriffen haben und die Menschen geschützt haben. Geschichten, die hier direkt aus dem Buch der Apostelgeschichte hätten stammen können.

[33:35] Und als ich das gehört habe, dachte ich mir, das habe ich noch nie in der Gemeinde gehört. Und er hat viele Aufrufe gemacht und hat uns dazu aufgerufen und inspiriert, und wir waren total begeistert und haben viele lebensverändernde Entscheidungen in dieser Woche getroffen. Wir waren wie, wir waren wie Jesaja und sagten: Herr, hier sind wir, sende uns. Und Gott hat wirklich gewirkt. Und er hat uns da auch wirklich gefordert. Er hat uns gesagt, wir leben in einem großen Kampf zwischen Gut und Böse. Und er hat uns ermutigt, all die Dinge, die in unserem Leben zwischen Gott und uns stehen, aus dem Weg zu räumen.

[34:39] Und gegen Ende dieser Woche fingen wir tatsächlich an, abzuschneiden, wegzutun, die zwischen Gott und uns standen. Ja, der Höhepunkt dieser Woche war der Sabbat, der letzte Tag. Und ich habe nie zuvor den Heiligen Geist so mächtig spüren, ja, gemerkt, dass der Heilige Geist so mächtig wirkt wie an diesem Tag. Ein Nichtadventist aus meiner Klasse stand auf und teilte mit uns, wie Gott in seinem Leben gewirkt hat. Ein Atheist aus meiner Klasse saß hinter mir und hatte Tränen in den Augen. Und am Ende dieser Veranstaltung konnten wir keinen einzigen finden, ohne Tränen in den Augen.

[35:57] Und sie haben so neben dem Pult vorne haben sie so einen Eimer hingetan. Und sie haben einen Aufruf gemacht, dass die Leute die Dinge aus ihrem Zimmer holen sollen, die sie aus ihrem Leben verbannen möchten. Und viele gingen dorthin und nahmen dann irgendwie Musik oder Computerspiele oder Filme. Und im Verlauf dieser Veranstaltung gingen sie dann dorthin und haben alles in diese Mülltonne geworfen. So ein bisschen wie in Ephesus, als sie da die Zauberbücher verbrannt haben.

[36:52] Und manchmal haben wir auch Dinge in unserem Leben, die an sich nicht schlecht sind. Aber das Schlechte daran ist, dass sie zwischen uns und dem Besten dazwischen kommen. Seht ihr, der größte Feind vom Besten ist das Gute.

[37:25] Und was damals passiert ist, als die Jugendlichen dann ihre Sachen vom Zimmer geholt haben, das war noch ein bisschen am Anfang in dieser Woche. Und eine der Personen fühlte plötzlich so etwas wie eine elektrische Kraft, die so durch seinen Körper ging. Und dieses Mädchen realisierte, dass diese Schmerzen in ihrem Rücken, die sie für Monate hatte, plötzlich weg waren. Gott wirkte mächtig und das war die kraftvollste Erweckung, die diese Schule erlebt hat in den letzten 20 oder mehr Jahren.

[38:26] Und es hat mich inspiriert, das radikale Gebet zu sprechen. Und was eigentlich daran besteht, dass man sich selbst Gott zur Verfügung stellt, dorthin zu gehen, wo er mich gehen heißt, und das zu tun, was er möchte, dass ich tue.

[38:53] Und ich möchte euch ein bisschen erzählen, was damals passiert ist in den Jahren danach. Also mit 17 habe ich angefangen, zu predigen, auch Bibelstunden anderen zu geben an dieser Schule. Und ich nahm dann auch Teil an organisierten Missionseinsätzen. Hat schon mal jemand was von IMPACT gehört? Es ist ein organisierter Missionseinsatz. Es ist ein Akronym. Das steht dafür, dass man Mitglieder inspiriert, denn die Wiederkunft Jesu zusammen zu verkündigen. Und es war ein großer Segen zu sehen, wie Gott durch diese Bewegung gewirkt hat. Ich könnte Stunden damit füllen, aber ich möchte es ein bisschen abkürzen.

[40:03] IMPACT hat damit angefangen, dass eine Gruppe von unerfahrenen, jungen Menschen als Missionsschule Madison und als Resultat eines Helikopterabsturzes, den ein Adventisten-Pastor in Norwegen hatte. Alle größten Zeitungen, Fernsehsendungen redeten über diesen Adventisten-Pastor, der aus dem Himmel fiel. Er hatte die Schutz der Engel. Und er sagte, Gott, warum? Aber durch Gottes Gnade, war er eigentlich unverletzt, nur wie ein Kratzer auf dem Kopf. Und er sagte, Gott, warum nimmst du dieses tolle Werkzeug? Du weißt, es hilft mir, mit all diesen Bergen zu reisen. Warum nimmst du es weg? Was soll ich jetzt tun? Und er hatte das Gefühl, dass Gott ihm dadurch geantwortet hat, indem er ihn zu diesem Zitat geführt hat. Dort steht, wie schnell könnte mit solch einer Armee von Arbeitern, wie sie unsere Jugend, wenn richtig ausgebildet, darstellen könnte, die Botschaft eines gekreuzigten, auferstandenen und bald wiederkommenden Erlösers in die ganze Welt getragen werden.

[42:01] Also Gott segnet einen in verschiedenen Arten und Weisen. Also diese Missionseinsätze, die dort organisiert wurden, da waren es 20 Leute, dann waren es 40, dann 60, dann 80, die teilgenommen haben. Und dann mehr als 100. Und dann haben sie in Schweden angefangen, dort Missionseinsätze zu machen, in Rumänien, in Dänemark, in Österreich, in Finnland, in Spanien, in Deutschland. Also es ist großartig, es ist schön zu sehen, wie Gott dort gewirkt hat. Wir hätten uns das nie vorstellen können, was Gott dort dadurch bewirken wollte.

[43:15] Und durch Gottes Gnade wurde der Helikopter ersetzt durch einen Bus, und wir nennen ihn den Prophetiebus. Und wenn wir hier diese Bilder anschauen, wir hatten da viele interessante Erfahrungen, als wir durch Norwegen mit diesem Bus gefahren sind. Also auf der Rückseite ist so eine Daniel-Statue abgebildet, und dort ist eine quasi Werbung für eine Bibel. Und manchmal waren dann Autos, die ganz nah dran fuhren, um das lesen zu können, was dort steht.

[44:11] Ich weiß nicht, was mit dem Busfahrer passiert ist, ob er am Schlafen war, oder ob er dort vergessen wurde. Also als er da mal halten wollte, ist er irgendwie zu nah auf dem Auto aufgefahren und hat es dann gerannt. Also da ist jemand den Bus drauf gefahren, und da war das Heckfenster dann so ein bisschen nicht mehr in Ordnung. Aber es hat funktioniert, wir sind weiter damit rumgefahren.

[45:01] Und es gab Jahre, da hatten wir Probleme mit den Bussen, weil wir hatten mehrere Busse dann gehabt. Und es kam auch vor, dass wir mal den Bus schieben mussten. Wir mussten dann 1500 km hochfahren und 1500 km wieder zurück für diesen Missionstrip. Und durch Gottes Gnade haben wir es geschafft, dort hinzukommen und wieder nach Hause zu kommen. Aber als der Mechaniker sich dann den Bus angeschaut hat, wenn er sah, was da alles für Probleme an dem Bus sind, da konnte er es nicht glauben. Er sagte, er hätte nicht mal in der Lage sein dürfen, den Bus zu starten, und jetzt hat er trotzdem da hin und wieder zurückgekommen. Also es war ein Segen zu sehen, wie Gott dort diese Wunder gewirkt hat.

[46:05] Und während dieser Zeit und den Missionseinsätzen finden wir auch die Zeit, wo wir in der Natur sein können. Und das hier ist so eine Plattform, und es ist ganz gerade, auf allen Seiten geht es dann nach unten. Und wir wollten hier ein Gruppenbild machen, und ihr seht hier, in dieser Herzform, seht ihr uns dort stehen. Und als wir dort standen und darauf warteten, dass das Bild geschossen wird, wir waren dann, komm, lass uns was singen. Und dann haben wir irgendwas gesungen. Und als wir dann dieses Lied angefangen haben zu singen, haben da Leute ihre Kameras rausgeholt. Bilder und Videos, viele Touristen. Und dann waren wir mit dem ersten Lied durch. Und dann hat jemand gesagt, hey, könnt ihr was singen? Und wir, klar. Und dann haben wir so fünf, sechs Lieder gesungen, dann hatten wir so ein kleines Konzertort auf diesem Berg. Manchmal ist es besser, zu den Leuten rauszugehen, weil man dann mehr zu sich bekommt.

[47:29] Auf diesem Impact-Einsatz kamen zwei Leute zu dieser Tür. Da gab es zwei Leute, und die haben dann an einer Tür geklopft. Und dieser Mann, den sie dort getroffen haben, der fing an, ihnen zu erzählen. Und er sagte, ja, so für einige Zeit, ich war Muslim. Für einige Zeit war ich dann Muslim. Aber er war so ein bisschen durcheinander, er wusste nicht genau, was er glauben soll. Und er sagte, ich habe Gott gesagt, ich bin verwirrt, ich bin das Leid. Bitte hilft mir jetzt zu verstehen, was ist wahr? Was ist wahr? Und so sprach er dieses Gebet. Er geht ins Bett, und um die Geschichte abzukürzen, in dieser Nacht hat er einen Traum. Und in dem Traum sieht er Jesus. Und er ist davon überzeugt, dass das die Antwort auf sein Gebet ist. Und als er dann aufsteht, gibt er seinem Leben Jesus und wird Christ.

[49:01] Und an diesem Tag, zwei Leute aus unserer Gruppe haben an seiner Tür geklopft. Und ihr könnt euch vorstellen, sie hatten ein tolles Gespräch, er hat ein paar Bücher dabehalten. Und sie haben dann die Mundwinkel bei den Ohren gehabt, sie waren super glücklich. Und Christus hat auch seine Jünger ausgesendet, und sie kamen zurück mit Freude. Und es ist so eine Freude, wenn man dieses Werk verrichtet, wenn man diese Arbeit tut, die man sonst nirgends findet.

[49:41] Und auch in diesem Jahr, da gab es eine Frau, sie kam zu der Gesundheitsausstellung, sie war auch nicht aus der Kirche. Und dann kam sie auch zu einigen unserer Treffen. Und dann meldete sie sich an für diesen Bibelfernkurs. Und für einige Zeit hatte sie dann auch eine Pause, aber je weiter sie dann studiert hatte, desto mehr war sie überzeugt von den Dingen, die sie lernte. Und eines Tages bekam sie dann diese Überzeugung darüber, was die Bibel über die Taufe lehrt. Und sie lebt draußen irgendwo auf dem Land in Norwegen. Und dann geht sie in ihr Badezimmer. Und dann geht sie in ihre Badewanne und sie tauft sich selbst. Sie folgte den Wahrheiten der Bibel so gut wie sie es nur konnte. Aber keine Sorge, letztes Jahr bei einem, was war es? Sie wurde getauft. Ja, sie wurde getauft. Ja, wurde sie dann tatsächlich getauft auch.

[51:13] Ja, und das sind nur ein paar Geschichten, um einfach zu sehen, wie Gott dort wirkt. Jemand hat es mal so gesagt, du brauchst Gott nicht, wenn du in deinem gemütlichen Sessel vor dem Fernseher sitzt. Wenn du rausgehst, dann brauchst du den Heiligen Geist. Und dann wirst du sehen, wie Gott lebendig wirkt und wie die Bibel lebendig wird. Dann wird das christliche Leben aufregend.

[51:55] Und das sind ein paar Zeugnisse der Teilnehmer dieser Missionseinsätze. Das möchten wir kurz vorlesen. Gott hat in meinem Leben so stark gewirkt und ich werde niemals vergessen, was er dort in meinem Leben für mich getan hat. Impact hat mein Leben verändert und ich würde gerne Impact zweimal im Jahr erleben. Impact hat mich gesegnet und mich komplett verändert. Österreich war für mich, Impact Österreich war für mich, Impact, Initiative, mega beeindruckend, Potenzial, aktivierend, cool, transformierend. Das war jetzt die Übersetzung aus dem Englischen und ich glaube, das ist ganz gut gelungen. Keine Worte, weder in Lettisch noch in Englisch, können die Wunder beschreiben, die in diesen zehn Tagen passiert sind.

[52:53] Also Impact ist eine der Dinge, wo ich viel Zeit mit verbracht habe und wenn wir mehr Zeit hätten, könnten wir viele Stunden lang verschiedene Geschichten erzählen. Es sind auch viele andere Dinge, mit denen ich mich beteiligt habe. Organisation von Konferenzen, Missionsreisen, ein Buch schreiben. Missionsreisen nach Peru, Kenia, Australien. Viele Segen. Und viele Dinge, die ich mir selbst nicht hätte vorstellen können.

[53:35] Als ich mit 17 angefangen habe, zu predigen, eine Person, die mich kannte, schon seitdem ich klein war, als ich hörte, dass ich in der Gemeinde predigen würde, war ihre Antwort: Und die Steine werden schreien. Ich hätte einen Fünf-Stunden-Test in der Schule bevorzugt, bevor ich das tue. Es geht nicht so sehr um die Fähigkeit, sondern mehr um die Willigkeit. Gott beruft nicht über die Qualifizierten, sondern er qualifiziert die Berufenen.

[54:39] Wusstet ihr, dass Faith ein Akronym ist, also das englische Wort für Glaube? Ich mag das gerne so zu sehen. Es steht für fantastische Abenteuer in der Treue zum Heiland. Und das ist es. Aber das passiert halt nicht, wenn man einfach nur so zur Gemeinde geht und sich hinsetzt, einfach in einem schönen Anzug. Das fängt erst an, wenn man eine persönliche Beziehung zu Gott gibt. Das beginnt, wenn man sein Leben ihm übergibt und seinem Dienst. Das beginnt, wenn das Leben am Ende deiner Komfortzone beginnt.

[55:41] In vielen Fällen würde ich sagen, ich lebe ein gutes Leben, eine gute Familie, gute Gesundheit. Ich war immer der Beste in meiner Klasse. Ich habe damals viel Sport gemacht. Ich war der Kapitän des Fußballteams. Und es war schön, Tore zu schießen. Das war mein Leben. Damals, als ich 17 Jahre alt war, hat Gott mein Leben radikal verändert. Er hat das weggenommen, aber er hat mir dafür etwas viel Besseres gegeben. Und das macht er immer. Wenn er etwas wegnimmt, dann gibt er etwas Besseres. Und was er oft tut, ist, dass er unseren Geschmack verändert. Wir fangen an, das zu mögen, was gut ist. Und wir kümmern uns dann vielleicht gar nicht mehr so sehr um die Dinge, die wir früher geliebt haben.

[57:07] Ich würde mein heutiges Leben nicht austauschen gegen irgendetwas anderes. Nicht gegen eine Million Euro. Oder ein wöchentliches Gehalt von einer Million Euro. Nicht dagegen, ein professioneller Fußballspieler zu werden. Das war damals mein großer Traum. Und nicht mal dann, wenn ich der beste Fußballspieler der ganzen Welt werden würde. Denn ich weiß, dass das Leben, zu dem mein Erlöser und mein Heiland mich führen möchte, das ist das beste Leben, das ich haben kann. Und ich weiß, dass das der Fall ist für jeden Einzelnen von uns. Und ich möchte, dass ihr lebt. Es ist das beste, das ihr je leben könnt.

[58:17] Eins meiner Lieblingszitate von Ellen White, es sagt, die, die Gott an erster und letzter und bester Stelle stellen, sind die glücklichsten Menschen auf der Welt. Die, die Gott an erster und letzter und bester Stelle setzen, sind die glücklichsten Menschen auf der Welt. Glaubt nicht der Lüge des Teufels, dass Gott gute Dinge von uns fernhält. Und es gibt ein anderes Zitat, das ich sehr mag. Sie sagt, es ist ein selbstloser Dienst, in einem selbstlosen Dienst ist wahre Freude zu finden.

[59:15] Wir sind gleich durch. Ich möchte jetzt noch eine Geschichte und dann kommen wir zum Ende. Also wenn jetzt jemand eingeschlafen ist, dann könnt ihr ihn gerne aufwecken. Und jetzt kommen wir so langsam zu dem Kern, zu dem Höhepunkt. Also es gibt die Geschichte von einer Kirche. Und die ganzen Leute sind zusammengekommen. Der Prediger, der ging dann vorne ans Pult. Und da war ein anderer Prediger, der zu Besuch war und er lud ihn nach vorne ein. Und dieser Gastprediger, der war ein älterer Mann. Und er erzählte dann die folgende Geschichte. Er erzählte die Geschichte von einem Vater und einem Sohn und dem Freund seines Sohnes. Und sie segelten dort an der pazifischen Küste auf dem Wasser. Aber als sie auf dem Boot draußen waren, auf dem Meer, dann kam ganz plötzlich ein starker Sturm. Und die Wellen wurden größer. Und das Boot ging hin und her. Und obwohl der Mann ein erfahrener Segler war, war dieser Sturm zu stark für ihn. All diese drei Menschen wurden in das Wasser geschwemmt. Das Boot drehte sich herum. Aber durch Gottes Gnade konnte der Vater wieder auf das Boot kommen. Er nahm diese Rettungsleine und musste jetzt die schwierigste und schmerzhafteste Entscheidung seines Lebens treffen.

[1:02:01] Er sah seinen Sohn auf der einen Seite des Bootes in eine Richtung driften und den Freund in die andere Richtung. Und er musste jetzt entscheiden, welchen dieser zwei Jungs rettet er. Und er dachte dann bei sich, und alles ging ganz, ganz schnell, und er dachte bei sich, mein Sohn ist ein Christ. Und er war ganz sicher, dass wenn er an diesem Tag sterben sollte, wird er eines Tages seinen Sohn im Himmel wiedersehen. Aber er wusste auch, dass der Freund kein Christ ist. Aber er dachte, vielleicht könnte er eines Tages Christ werden. Und er schrie zu seinem Sohn: Ich liebe dich, Sohn! Aber dann warf er die Rettungsleine dem Freund zu. Und durch die Gnade Gottes war er in der Lage, diesen Freund zu retten. Aber er war nicht in der Lage, seinen eigenen Sohn zu retten.

[1:03:31] Und dieser ältere Mann, er stand hier vorne am Pult und erzählte diese Geschichte der Gemeinde. Er sah ein paar junge Leute im hinteren Teil der Gemeinde. Zunächst schienen sie nicht so interessiert zu sein, aber dann merkte er, dass sie von dieser Geschichte gepackt werden. Und am Ende der Predigt sagte er dann zu der Versammlung: Wie groß ist die Liebe Gottes, dass er das Gleiche für uns getan hat. Ich flehe euch an, dass ihr sein Angebot der Errettung annehmt. Ich flehe euch an, nehmt diese Rettungsleine, die er euch heute zuwirft, nehmt sie. Nehmt ihn als euren Erretter und den Herrn eures Lebens an.

[1:04:37] Nachdem er diese Geschichte erzählt hat, geht er hin und setzt sich auf seinen Stuhl. Und direkt nach dem Ende des Gottesdienstes kommen diese zwei jungen Leute zu ihm. Und er sagte: Das war eine wundervolle Geschichte, die du dort geteilt hast. Aber wer würde so etwas tun? Niemand würde das tun. Und der ältere Mann dreht sich zu ihnen und sagt: Ich bin dieser Mann. Und der Prediger eurer Gemeinde ist der Junge, der gerettet wurde.

[1:05:29] Ich mag sehr die Worte Paulus. Er, der sogar seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern ihn für uns alle dahingegeben hat. Wie sollte er uns mit ihm nicht auch alles schenken? Natürlich wird uns unser Erlöser und unser Schöpfer uns dahin führen, dass wir das beste Leben führen, das wir können.

[1:06:03] Also mein Aufruf an euch heute ist es, Gott zu wählen, seinen Plan für dein Leben auszuüben, seinen großen Plan für dein Leben, ein heiliges Leben für ihn zu führen, alles für das christliche Leben hinzugeben, kein lauwarmer Christ zu sein. Es ist langweilig, ein lauwarmer Christ zu sein. Aber es ist aufregend, ein engagierter Christ zu sein. Die, die Gott an erster und letzter und bester Stelle setzen, sind die glücklichsten Menschen auf der Welt. Sie möchten Gott wählen und seinen Plan für ihr Leben. Ist das euer Wunsch? Würdet ihr eure Hand heben? Amen.

[1:07:11] Ich dachte jetzt, wenn wir den Abend abschließen, könnten wir ein paar Momente in kleinen Gruppen verbringen, drei oder vier, wo wir zusammen beten können. Und wenn ihr den Eindruck habt, dass ihr eine Entscheidung trefft, basierend auf dem, was ihr heute Abend gehört habt, dann können wir dafür beten, dass Gott dieses Wochenende segnet. Und dass er uns das Verständnis dafür schenkt, was er von uns möchte, dass wir mitnehmen von diesem Wochenende. Lass uns jetzt ein paar Minuten Zeit nehmen, um gemeinsam zu beten, und dann schließen wir das mit einem gemeinsamen Gebet.

[1:08:17] Himmlischer Vater, wir möchten dir danken für die große Liebe, die du für jeden von uns hast. Für deine Selbstaufopferung, dafür, dass du zu viel gegangen bist, um uns zu retten. Vergib uns bitte, wenn wir dich nicht gewählt haben. Hilf uns, alles aufzugeben, was uns von dir trennt, und dorthin zu gehen, und das zu tun, was du möchtest. Segne den Rest dieses Wochenendes. Gib das Nichts, dem im Wege steht, dass wir etwas tun müssen. Hilf uns, die Entscheidungen zu treffen, die du von uns möchtest, dass wir sie treffen. Hilf uns auch, zu verstehen, welchen Plan du für uns und unser Leben hast. Das ist unser Gebet, und wir danken dir. Im Namen Jesu. Amen.


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