Veröffentlicht am
489 Klicks

In dieser Lektion der Christ Study Hour wird die Geschichte von Josef aus dem Buch Genesis beleuchtet. Sprecher Clemens Kramp thematisiert Josefs frühe Jahre, die Bevorzugung durch seinen Vater und die daraus resultierenden Konflikte mit seinen Brüdern. Die Predigt geht auch auf die biblische Geschichte von Juda und Tamar ein und zieht Parallelen zur Bedeutung von Vergebung und dem Umgang mit Fehlern im Neuen Testament.


Weitere Aufnahmen

Serie: Christ Study Hour 2022 Q2: Genesis - Das Buch vom Anfang

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:34] Hallo und herzlich willkommen, ihr lieben Geschwister, bei einer neuen Ausgabe der Christ Study Hour. Wir wollen heute die Lektion 11 gemeinsam betrachten aus unserem Bibel-Schulmaterial. Und das Thema heißt: Josef, der Meister der Träume. Bevor wir einsteigen in das Bibelstudium und uns einiges anschauen, was uns hier die Lektion für diese Woche mitgegeben hat, möchte ich zum Anfang mit euch gemeinsam beten.

[1:04] Lieber Vater im Himmel, ich möchte dir von Herzen danke sagen. Danke, dass du unser Herr und Gott bist. Danke, dass du ein allmächtiger Gott bist. Lieber Vater, du möchtest uns auch segnen in diesem Bibelstudium. Öffne uns die Augen für die Dinge, die wichtig sind in unserem Leben, die du uns aus dem Leben von Josef zeigen möchtest, die wir auch transportieren dürfen in unseren Alltag. Ich danke dir dafür, dass du mit deinem Heiligen Geist mitten unter uns bist. In deinem Namen, Amen.

[1:40] Ihr Lieben, die Bibel berichtet uns von einem jungen Mann im ersten Buch Mose, der jung war und besonders schön. Die Bibel beschreibt, dass er ein Sohn unter vielen war, aber es war etwas anders mit ihm, denn er wurde mehr geliebt als die anderen. Er liebte es, den Unterweisungen seines Vaters zu lauschen, und er liebte es auch, dem Gott seines Vaters zu gehorchen. Von seinem Vater wurde er immer wieder mehr bedacht als seine Brüder. So bekam er eines Tages zum Beispiel ein prächtiges Gewand, das eigentlich nur Leute von Rang und Namen trugen. Man könnte sagen, dass dieser junge Mann ein bevorzugter junger Mann war. Er wurde quasi mit anderen Augen angesehen, denn er war der Sohn der geliebten Ehefrau des Vaters. Und ihr ahnt es und ihr wisst, dass vom Thema her, was wir heute studieren wollen, es der junge Josef ist, der 17-jährige Josef, von dem uns die Bibel in Kapitel 37 des ersten Buches Mose beschreibt und berichtet.

[2:50] Ganz am Anfang, an dieser Stelle, möchte ich eine Frage an dich dort draußen stellen: Hast du vielleicht schon ähnliches in deinem Leben erlebt? Hast du erlebt, dass du oder jemand anderes unberechtigterweise vielleicht bevorzugt worden ist?

[3:12] Die Folgen, die Josef in seinem jungen Leben spüren musste, diese Vorzüge im Familienkreis brachten durchaus Schwierigkeiten mit in seinem Leben. Er wurde von seinen Brüdern gehasst. Sie grüßten ihn nicht mehr. Durch das Erzählen seiner Träume oder, wenn wir später drauf kommen, noch und durch seine Reden wurde der Hass bei seinen Brüdern nur noch intensiver, größer. Und so war es, dass die Brüder immer mehr von Eifersucht erfüllt wurden. Josef hatte einen schweren Stand, er war verlacht bei seinen Brüdern, und eines Tages, und da kommen wir auch noch drauf, beschlossen sie sogar, ihn umzubringen.

[3:59] Ich möchte euch einladen, dass wir an dieser Stelle das Wort Gottes aufschlagen und dort, 1. Mose 37, und ab Vers 12 gemeinsam lesen.

[4:19] Als aber seine Brüder nach Sichem gegangen waren, um die Schafe ihres Vaters zu hüten, sprach Israel zu Josef: „Sieh doch, deine Brüder sind mit der Herde in Sichem. Komm, ich will dich zu ihnen senden.“ Er aber sprach: „Hier bin ich.“ Das sprach er zu ihm: „Geh doch hin und sieh, ob es gut steht um deine Brüder und um die Herde, und bring mir Bescheid.“ So sandte er ihn aus dem Tal Hebron, und er wanderte nach Sichem.

[4:52] Was geschehen? Die Brüder Josefs waren unterwegs, um Weideland zu suchen, und manchmal waren sie sogar monatelang vom eigenen Hause entfernt. Und wie ein guter Vater, sagt Vater Jakob, Josef, mir ist es wichtig zu wissen, wie geht es deinen Brüdern? Mach dich auf den Weg, schau nach dem Rechten. Und Josef, der gehorsame Sohn, tat genau dies.

[5:17] Und wir kennen die Begebenheit, wie es so weitergeht, und wir wissen, dass die Brüder, als Josef sie erblicken, nicht besonders erfreut sind. Sie sagen ihnen bereits von weitem: „Sieh da, der Träumer kommt!“ Sie waren nicht besonders erfreut, den Träumer zu erblicken.

[5:33] Wieso hat die Begrüßung der Brüder aus… Ihr Lieben, Josef wurde ergriffen von seinen Brüdern, ausgezogen und sogar in einen Brunnen geworfen. Sie ließen ihn dort unten hungrig zurück. Doch damit nicht genug, es war nicht das Ende von dem, was Josef zu erleiden hatte. Schließlich wurde er sogar verkauft an eine Karawane von Ismaeliten und später an den Potiphar. Als junger Mann in einem fremden Land, verraten und verkauft, könnte man sagen, dass hatte der junge Josef in jungen Jahren seines Lebens erlebt, mit seinen eigenen Brüdern, mit seinem Fleisch und Blut. Und wer von uns Schwestern und Brüdern hat sich hineindenken können in die Situation, die Josef hier erlebt hat, und wie schlimm sich das gefühlt haben muss?

[6:35] Das Wort Gottes bringt es sehr auf den Punkt, was die Brüder empfanden, als Josef von Fairness an. In Kapitel 37, Vers 18 lesen wir: „Als sie ihn nun aber sahen, ehe er in ihre Nähe kam, beschlossen sie, ihn umzubringen.“ Welche Eifersucht, welche ja, welche Dinge müssen die Brüder so sehr bewegt haben, ihr Herz stark gemacht haben, um diesen Entschluss zu fassen?

[7:07] Und dann lesen wir den Vers 23 und 24, was ich gerade schon auch zusammengefasst habe: „Und es geschah, als Josef zu seinen Brüdern kam, da zogen sie ihm das Gewand aus, den bunten Leibrock, den er trug.“ Wie mag sich Josef in der Situation gefühlt haben, so behandelt zu werden von seinen Brüdern? Und sie ergriffen ihn und warfen ihn in die Zisterne. Die Zisterne aber war leer und es war kein Wasser darin.

[7:35] Und dann Vers 27: „Und sie verkauften Josef den Ismaeliten und nicht selbst Hand anlegen, denn er ist unser Bruder, unser Fleisch.“ Und seine Brüder stimmten ihm zu.

[7:51] Was für Gefühle mag den Josef bewegt haben, all das mitbekommen zu haben und letztlich verkauft zu werden? Und überhaupt, welcher Zukunft durfte dieser junge Mann entgegen sehen? Schließlich, zu wissen, wir aus der Geschichte, wurde er Sklave beim Kämmerer des Pharao, weit weg von der eigenen Familie, weit weg von der eigenen Heimat, inmitten von Personenkreisen, ihr Lieben, mit einem äußerst lasterhaften Leben. Götzendienst war zur damaligen Zeit an jedem Ort die Tagesordnung.

[8:28] Und lass uns doch ein, dass wir einen weiteren Abschnitt im Wort Gottes zusammen lesen. Schlagt mit mir doch bitte 1. Mose 39 und dort die ersten sechs Verse auf.

[8:42] 1. Mose 39 und dort ab Vers 1: „Josef aber war nach Ägypten hinabgeführt worden, und Potiphar, ein Kämmerer des Pharao, der oberste der Leibwache, ein Ägypter, hatte ihn aus der Hand der Medaniter, die ihn dorthin gebracht hatten, gekauft.“

[9:01] Vers 2: „Und der Herr war mit Josef, und er war ein Mann, dem alles gelang, und so durfte er im Haus seines ägyptischen Herrn bleiben. Und als ein gebieter er sah, dass der Herr mit ihm war und dass der Herr in seiner Hand alles gelingen ließ, was er unternahm, da fand Josef Gnade in seinen Augen und durfte ihn bedienen, und er setzte ihn zum Aufseher über sein Haus und gab alles, was er hatte, in seiner Hand. Und von der Zeit an, da er ihn über sein Haus und über alle seine Güter gesetzt hatte, segnete der Herr das Haus des Ägypters um Josefs willen, und der Segen des Herrn war auf allem, was er hatte, im Haus und auf dem Feld.“

[9:43] Darüber hinaus ließ er alles, was er hatte, der Hand Josefs und kümmerte sich um gar nichts mehr als um das Brot, das er aß. Josef aber war von schöner Gestalt und gutem Aussehen.

[10:02] Wir lieben Geschwister, an dieser Stelle möchte ich einen Punkt machen. Und der Punkt lautet: Zum einen, Gott vergaß Josef nicht. Gott vergaß Josef nicht, auch obwohl Josef die Heimat verlassen musste, in ein ganz neues Umfeld kam, ein schwieriges Umfeld, ein Umfeld, in dem Sünde an der Tagesordnung war. Aber ich möchte heute auch diesen Punkt machen, ihr Lieben, Geschwister: Gott vergisst seine Geschöpfe nicht. Wenn wir als Kinder Gottes vielleicht leiden und Schwierigkeiten erleben, dann dürfen wir wissen, dass unser Gott, dein Gott, auch dir nahe ist.

[10:52] Was für ein Päckchen trägst du in deinem Alltag gerade mit dir? Ist es ein kleines Päckchen, es ist ein großer, gewaltiger Rucksack? Ein Rucksack vielleicht voller Probleme? Vielleicht hast du manche schlaflose Nächte hinter dir, liebe Schwestern, liebe Brüder. Vielleicht gibt es Dinge, die dir Sorgen bereiten, wenn du vielleicht auf deine heranwachsenden Kinder schaust, wenn du in deine Ehe schaust, vielleicht erlebst du schwierige Zeiten in deiner Nachbarschaft oder auf der Arbeit, vielleicht zu deiner Gemeinde Konflikte, die dir Mühe machen. Ich möchte dir heute sagen, und die Bibel möchte uns daran erinnern: Gott vergisst auch in schwierigsten Zeiten seine Kinder nicht. Er vergisst sich nicht. Er sieht dich und liebt dich und wartet auf dein Gebet.

[11:52] Gott möchte unseren Lebensweg an unserer Seite gehen. Er hat einen festen Plan mit uns.

[12:01] An dieser Stelle verlassen wir gleich die Geschichte von Josef für einen Moment. Wollen uns aber kurz noch einen Vers vor Augen führen, der das unterstreicht, was ich gerade gesagt habe. Dort heißt es in Psalm 32, Vers 8: „Ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen, auf dem du wandeln sollst; ich will dir raten, mein Auge auf dich richten.“

[12:32] Gott möchte uns den Lebensweg zeigen, der geeignet ist für dich und mich. Und ich ermutige dich und mich, dass wir darauf vertrauen.

[12:42] Wie eben schon angekündigt, nimmt uns die Lektionen dieser Woche ein Stück weit auch in eine andere Geschichte mit, in der Josef keine so starke Rolle spielt. Und das ist die Geschichte von Juda und Tamar. Das ist das Kapitel 38 im ersten Buch Mose, in das wir an dieser Stelle ein bisschen hineinschauen wollen. Und diese Geschichte, diese Begebenheit von Juda und Tamar ist so integriert in die Chronologie der Geschichte des Josefs, rund um den Verkauf von Josef.

[13:15] In diesem Abschnitt, Kapitel 38, das erste Buch Mose, berichtet uns die Bibel von einer bösen Tat, einer Tat, die in sich hatte, aber die letztlich in ein positives, mit der Erlösung verbundenes Ereignis verwandelt wird. Doch was ist konkret passiert? Wir wissen von Juda, dass er mit einer Kanaaniterin Frau drei Söhne bekommen hat, und die Söhne hießen Er, Onan und Schela. Und dem Vater Juda war es wichtig, dem erstgeborenen Sohn Er ebenfalls einer Kanaaniterin Frau zur Seite zu geben. Und das war die Tat.

[14:03] Und dem Juda war es auch wichtig, dass eine ordnungsgemäße Genealogie gewährleistet wurde, gewährleistet wird. Aus der Geschichte heraus und aus den Bibeltexten, und das sehen wir insbesondere in den Versen 7 und dann später auch in Vers 10, sehen wir, dass die ersten beiden Söhne getötet wurden. Sie taten Dinge, die Gott nicht gefallen haben. Und so war es, dass Juda der Tamar, die ja die Frau des ersten Sohnes war, der inzwischen verstorben war, den dritten Sohn versprochen hatte als Ehemann. Das war so Praxis.

[14:42] Und wir wollen einmal die Verse 11 bis 17 gemeinsam lesen und uns hineindenken in diese damalige Zeit. Dort heißt es in 1. Mose 38 ab Vers 11: „Da sprach Juda zu Tamar, der Frau seines Sohnes: Bleibe als Witwe im Haus deines Vaters, bis mein Sohn Schela erwachsen ist; denn er dachte: Vielleicht könnte er auch sterben wie seine Brüder.“ So ging Tamar hin und blieb im Haus ihres Vaters. Als nun viele Tage verflossen waren, starb die Tochter Schua, die Frau Judas. Und nachdem Juda ausgetrauert hatte, ging er hinauf zu seinen Schafherden, nachdem er und sein Freund Huja, Vers 13: „Da wurde Tamar berichtet: Siehe, dein Schwiegervater geht hinauf nach Timna, um seine Schafe zu scheren.“ Da legte sie die Witwenkleider ab, bedeckte sich mit einem Schleier und verhüllte sich und setzte sich ans Tor von Timna, am Weg nach Timna, denn sie sah, dass Schela erwachsen war und sie ihm nicht zur Frau gegeben wurde. Als nun Juda sie sah, glaubte er, sie sei eine Hure, denn sie hatte ihr Gesicht bedeckt. Und er bog zu ihr an den Weg und sprach: „Lass mich zu dir kommen“, denn er wusste nicht, dass sie die Frau seines Sohnes war. Sie antwortete: „Was willst du mir geben, wenn du zu mir kommst?“ Er sprach: „Ich will dir einen Ziegenbock von der Herde schicken.“ Sie antwortete: „So gib mir ein Pfand, bis du ihn mir schenkst.“

[16:30] Was war passiert? Die Bibel beschreibt uns an dieser Stelle, dass nachdem die Ehefrau von Juda stirbt, er sich die Gelegenheit sucht, um sich zu trösten mit einer anderen Frau. Und offensichtlich hatte Juda das Versprechen bezüglich der Vermählung zwischen Tamar, der Frau seines ersten Sohnes, der inzwischen verstorben war, und Schela, seinem dritten Sohn, vergessen. Und so entschließt sich Tamar, die Prostituierte zu spielen, um Juda zur Erfüllung des Versprechens letztlich zu zwingen.

[17:08] Und Juda in der Situation angekommen, erkennt Tamar nicht, und er hat auch kein Geld dabei. Und so bleibt ihm die Idee, als er erkennt, dass er nicht bezahlen kann für die Leistung, die er bekommt, und er verspricht eine Ziege aus seiner Herde ihr zukommen zu lassen. Aber das reicht der Tamar nicht, und sie möchte eine Art der Zahlungsgarantie haben und sagt: „Na ja, was ich von dir möchte, ist eine Zahlungsgarantie.“ Und sie bekommt letztlich seinen Siegelring und auch seinen Schnur und einen Stab.

[17:46] Was passiert, als die beiden miteinander geschlafen haben? Ist, dass ein Kind gezeugt wird. Tamar ist schwanger geworden, und Perez ist aus dieser Verbindung, aus diesem geschlechtlichen Umgang hervorgegangen.

[18:02] Später findet sich Tamar, so beschreibt es uns die Bibel, in der Situation wieder, dass sie von Juda beschuldigt wird, weil er hört, dass sie Hurerei betrieben haben soll. Wir lesen hier in Vers 25: „Und als man sie hinausführte, schickte sie zu ihrem Schwiegervater und ließ ihm sagen: Von dem Mann bin ich schwanger geworden, dem das gehört.“ Das war die Reaktion, die Tamar gezeigt hat, als sie von ihrem Schwiegervater quasi angeklagt worden ist, Hurerei betrieben haben zu wollen. Und sie sprach: „Erkenne doch!“ So heißt es weiter in Vers 25: „Erkenne doch, wem gehört dieser Siegelring und die Schnur und der Stab?“

[18:55] Und jetzt verstand Juda, und er erinnert sich, und er entschuldigt sich. So lesen wir in Vers 26: „Da erkannte es Juda und sprach: Sie ist gerechter als ich, denn ich habe sie nicht meinem Sohn Schela gegeben.“ Und er hatte hinfort keinen geschlechtlichen Umgang mehr mit ihr.

[19:22] Ich möchte euch so ein bisschen mitnehmen, was diese Begebenheit aus meiner Sicht auch für unser persönliches Leben bedeutet. Man könnte jetzt überlegen, was können wir daraus lernen? Warum ist uns diese Begegnung zwischen Juda und Tamar berichtet in der Bibel? Und ich möchte euch mitnehmen in einen neutestamentlichen Textabschnitt aus Matthäus 7, und dort die ersten fünf Verse.

[19:59] Dort lesen wir: „Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet; denn mit demselben Gericht, mit dem ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden, und mit demselben Maß, mit dem ihr anderen zumesst, wird auch euch zugemessen werden. Was siehst du aber den Splitter im Auge deines Bruders und den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht? Oder wie kannst du zu deinem Bruder sagen: ‚Halt, ich will den Splitter aus deinem Auge ziehen‘, und siehe, der Balken ist in deinem Auge? Vers 5: ‚Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge, und dann wirst du klar sehen, um den Splitter aus dem Auge deines Bruders zu ziehen.‘“

[20:50] Als ich mich mit diesem Abschnitt in 1. Mose 38 beschäftigt habe, ist mir dieses Wort, dieser Abschnitt aus dem Neuen Testament, diese Warnung vor dem Richten, so deutlich vor Augen gekommen. Weil ich glaube, die Bruderliebe, Schwester, ist es nicht auch manchmal genau unser Problem, dass wir selbst in unseren Gemeinden oder auch ja, dass wir, wenn wir als Christen unterwegs sind, dass wir so sehr sehen, was andere Menschen, was Geschwister verkehrt machen, wo sie verkehrt unterwegs sind, Entscheidungen getroffen haben, die man kritisieren kann. Wir sehen manchmal so schnell, wo andere Leute gefehlt haben und zeigen mit dem Finger auf sie und unterstützen vielleicht auch Initiativen, damit diese Personen zur Rechenschaft gezogen werden.

[21:40] Ich glaube, die Bibel sagt klar, und Gott möchte, dass wir keine Sünde tolerieren, dass wir über Fehlverhalten auch offen sprechen und Sünde nicht gutheißen und unter den Teppich kehren. Darum geht es nicht. Gleichzeitig ermutigt uns die Bibel, dass wir mit einem scharfen Blick Dinge beurteilen. Was meint, dass dieser Vers 5 uns eingeladen hat, darüber nachzudenken, unsere Augen zu betrachten, zunächst einmal in den Spiegel zu schauen und zu erkennen: Bin ich gut vorbereitet, um eine Operation am Auge des anderen vorzunehmen? Wie sieht es mit meinem Auge aus? Kann ich klar sehen? Bin ich neugierig unterwegs, oder habe ich vielleicht eine gewisse Sehschwäche aufgrund der Dinge, die mein eigenes Leben gerade belasten und beeinflussen?

[22:33] Die Bibel sagt: „Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge, und dann wirst du klar sehen, um den Splitter aus dem Auge deines Bruders zu ziehen.“ Für mich ist so eine praktische Lehre in diesem Text drin, die zusammenhängt mit 1. Mose 38 und der Tatsache, dass Juda sie quasi zur Rechenschaft gezogen hat, gesagt hat: „Wie kann das sein? Warum hast du Hurerei betrieben?“ Und das, obwohl er selber involviert war.

[23:04] Lasst uns Menschen, seine lieben Geschwister, die, wenn sie wahrnehmen, dass andere Geschwister Verfehlungen tun, falsche Entscheidungen treffen, dass wir ins Gebet gehen, unser Herz von dort prüfen lassen, unsere Gesinnung, unsere Motivation prüfen lassen, bevor wir Initiativen ergreifen, bzw. zunächst mit dem Bruder, mit der Schwester ins Gespräch kommen. Lasst uns sicher gehen, dass der Heilige Geist unser Herz zunächst durchleuchtet hat.

[23:43] Ich möchte mit euch zurückkehren in das Leben von Josef, denn unsere Lektion macht damit weiter, und es ist ein spannendes Leben. Es ist ein Mann, von dem wir viel lernen können. So ist mein Eindruck. Josef begegnet uns in dem Wort Gottes als ein Mann, der Gott sein Leben anvertraut, trotz der Erlebnisse und Erfahrungen. Trotz ja, er ist ja ein sehr junger Mann, und man könnte auch meinen, dass es ihm vielleicht besonders Mühe machen würde, diese Herausforderung, die er schon zu erleiden hat. Aber hier ist ein wertvolles Zitat, was ich mit euch teilen möchte. Da heißt es bei unserer Prophetin, daheim vom Vater: „Liebevoll umsorgt, fand er sich plötzlich als Sklave im Hause eines hochgestellten Ägypters wieder. Er erlebte, wie dieser Mann ihn zu achten begann und ihm schließlich uneingeschränkt vertraute. Seine Wissbegier, seine rasche Auffassungsgabe und sein Fleiß machten Josef sehr schnell zu einem gebildeten und auch einflussreichen Mann.“

[24:46] Ihr Lieben, wir wissen, wie die Geschichte so weitergeht. Wir wissen, dass Josef, als es eigentlich so richtig gut für ihn in Ägypten lief, plötzlich eine böse Intrige ihn wieder ins Verderben geschickt hat. Er war treu in der Versuchung, denn er weigerte sich, mit der Frau des Potiphar schlafen zu wollen. Denn Josef, ein Mann, ihr Lieben, der selbst im fernen Ägypten, selbst in einem Umfeld, wo Götzendienst, wo Sünde, wo all diese Dinge an der Tagesordnung waren, ein Mann war, der die positiven Dinge, der seinen Gott und die Gebote nicht vergessen hatte.

[25:34] Ein Weltmensch hätte vielleicht gesagt: „Naja, jetzt ist mir so viel Negatives widerfahren, jetzt wurde ich verschleppt als Sklave, jetzt habe ich das mit meiner Familie erlebt, zum einen die Bevorzugung und die daraus resultierenden negativen Erfahrungen mit meinen Brüdern. Meine Brüder haben mich ausgezogen, sie haben mich verkauft, sie sind nicht gut mit mir umgegangen, sie haben mich belächelt. Also auf meine Familie konnte ich schon mal nicht zählen. Und inwieweit kann ich jetzt auf Gott zählen, wenn ich ja, wenn ich als Sklave in ein fernes Land verschleppt werde?“ All diese Gedanken hätte vielleicht ein Weltmensch gehabt. Aber Josef, Josef war irgendwie anders. Josef hat sich…

[26:13] Josef war irgendwie anders. Josef hat sich nicht von Gott und der von Gott verlassen gefühlt. Ein Weltmensch hätte vielleicht gesagt, mehr aufgrund der vielen negativen Erfahrungen, die ich gemacht habe, ja, so ein bisschen Vergnügen mit der Frau des Politikers, die sich jetzt auch noch anbietet, das könnte ich mir doch können. Aber ihr Lieben, Josef war anders. Und als die Frau des Potifar, die Frau des Potifar sagte: "Leg dich zu mir", war Josef sehr klar. Josef vertraute, er erinnerte sich an die Gebote Gottes und er liebte seinen Gott.

[26:49] Selbst im fernen Ägypten, und wir steigen ein in das Kapitel 39, erster Mose 39, und dort die Verse 8 und 9. Wir wollen ein bisschen hineinzoomen in diese Begegnung. Wir fangen ab Vers 7 an. 1. Mose 39 ab 7: "Es geschah aber nach diesen Begebenheiten, dass die Frau des Herrn ihre Augen auf Josef warf und zu ihm sprach: Lege dich zu mir." Er aber weigerte sich und sprach zu der Frau seines Herrn: "Siehe, mein Herr verlässt sich auf mich und kümmert sich um nichts, was im Haus vorgeht. Und hat alles in meiner Hand gegeben, was ihm gehört. Es ist niemand Größer in diesem Haus als ich, und es gibt nichts, das er mir vorenthalten hätte, ausgenommen dich, weil du seine Frau bist. Wie sollte ich nun eine so große Missetat begehen und gegen Gott sündigen?"

[27:53] Ihr Lieben, wenn wir weiter lesen, dann wird uns deutlich, dass Josef ein Mann war, der täglich treu war, immer die Treue seinem Gott und dem Gesetz Gottes gegenüber ein tägliches Anliegen. So lesen wir in Vers 10: "Und obwohl sie ihm tag für Tag zuredete." Was bedeutet das? Das war keine einmalige Aktion, dass sie ihn eingeladen hat, mit ihm Sex zu haben. Josef hat erlebt, dass sie immer wieder ihm das Angebot gemacht hat, aber er hörte doch nicht auf sie. Heißt es in Vers 11: "Und er weigerte sich." Dass er sich zu ihr gelegt oder sich an ihr vergangen hatte. Josef war klar und treu in seiner Entscheidung.

[28:39] Josef hatte in seinem Elternhaus gelernt, Gott zu achten und zu lieben. Ihr Lieben, die Geschwister, ist es nicht etwas Besonderes, wenn Kinder in ihrem Elternhaus lernen, den Gott des Himmels, deinen und meinen Schöpfer, wirklich von Herzen zu lieben und ihn auch zu achten, sein Wort und seine Gebote liebt zu gewinnen und zu achten, komme was wolle, in guten Zeiten, aber auch in herausfordernden Zeiten, dort, wo es hart auf hart kommt, zu sagen: "Das ist mein Gott, an dem ich mich erinnere, der mich geführt und geleitet hat. Ich stehe fest und bleibe bei ihm, denn er segnet mich."

[29:26] Wir wissen von Josef, dass die Wahrheiten, die ihm sein Vater als heiliges Vermächtnis weitergegeben hatte, und aber auch die Erfahrung, die eigenen Erfahrungen, die Josef mit Gott in der Natur und auch in der Auseinandersetzung mit seinem Vater gemacht hatte, dass sie letztlich ihn zu einer zu einer starken Persönlichkeit mit festen Grundsätzen haben werden lassen, und das bereits in diesem jungen Alter.

[29:54] Wir wissen, wie die Geschichte weitergeht. Infolge dieser treuen Herzensentscheidung, die Josef getroffen hat, wurde er zu Unrecht ins Gefängnis geworfen. Er konnte sich nicht rechtfertigen, und die Hoffnung, jemals wieder das Licht der Freiheit zu erblicken, war sicherlich nicht groß. Aber auch hier macht uns die Bibel deutlich, wenn wir umblättern und weiter lesen, dass auch hier Gott mit Josef war. Ich lade euch ein, dass wir den Vers 21 gemeinsam lesen. 1. Mose 39, Vers 21: "Aber der Herr war mit Josef und verschaffte ihm Gunst und schenkte ihm Gnade vor den Augen des Kerkermeisters."

[30:39] Wenn das nicht wunderbare Worte sind. Aber der Herr war mit Josef, verschenkte sogar Gnade vor den Augen des Kerkermeisters. Wir wissen, dass Josef sogar die Verantwortung für die Gefangenen bekam. Erst 23 lesen wir dann: "Der Kerkermeister kümmerte sich nicht im Geringsten um irgendetwas, das Josef in die Hand nahm, denn der Herr war mit ihm, und der Herr ließ alles gelingen, was er tat."

[31:09] Wenn ich das so lese, gewinne ich nicht den Eindruck, dass Gott so ganz nah an seiner Seite war in dieser dunklen Stunde seines Lebens. Im Keller war es sicherlich nicht schön, nicht angenehm, nicht mich freundlich. Das war sicherlich eine bittere, dunkle Erfahrung, die Josef machen musste. Aber zu erleben und zu erfahren, dass der Gott des Himmels an seiner Seite ist, muss etwas Kostbares gewesen sein.

[31:39] Die biblische Lektion dieser Woche nimmt uns auch mit in die unerfreulichen Erfahrungen, die Josef obendrein gemacht hat, als er Kontakt mit dem Bäcker und mit dem Mundschenk hatte, ihnen die Träume gedeutet hat, aber der Oberste Mundschenk ihn letztlich vergessen hat. Wir lesen in Kapitel 40, Vers 23: "Die Worte aber: Der Oberste Mundschenk dachte nicht an Josef, sondern vergaß ihn."

[32:05] Und so möchte ich den Blick noch einmal richten auf diese Persönlichkeit Josef. Josef hätte doch nun wirklich allen Grund haben können, ihr Lieben, sauer, enttäuscht und für alle Zeit traurig zu sein über die ehemalige Vergangenheit, die zurückliegende Vergangenheit, aber auch die jüngste, die jüngsten Erfahrungen, die er gemacht hat. Sein aktuelles Leben war sicherlich kein erstrebenswertes. Nun saß er sogar im Gefängnis, ohne die Gewissheit, ihr Lieben, es jemals wieder verlassen zu dürfen.

[32:43] Mein Eindruck ist, so viele Menschen, hätten vielleicht sogar gläubige Menschen, ja, und so meine ich es eigentlich, hätten wahrscheinlich ihr Lieben, unserem Gott des Himmels abgesagt. Manch einer wäre vielleicht nicht bereit gewesen, das zu tragen und zu ertragen. So viel Unschönes, Gemeines, Einschneidendes, Dinge, die nicht leicht zu tragen sind. Früh wurde Josef, wie auch Daniel, aus seiner Familie herausgerissen und in ein heidnisches Land verschleppt als Sklave.

[33:16] Und dort war auch Josef Versuchungen ausgesetzt. Aber ihr Lieben, der Eindruck, der sich mehr hergibt, ist, dass das Wort Gottes uns deutlich macht: Josef, eine Persönlichkeit mit einem Charakter, der irgendwie jede Situation, in der er steckte, angenommen hat und ging beständig mit seinem Gott, koste es, was es wolle. Und darüber hinaus, ihr Lieben, habe ich auch den Eindruck, dass Josef ohne diesen festen Glauben an den Gott seiner Väter, der inzwischen auch sein persönlicher Gott geworden ist, geworden war, deshalb die größte Krise seines Lebens wahrscheinlich nicht hätte überstehen können. Den Verkauf als Sklave durch seine eigenen Brüder und so weiter. Und die jetzige Situation natürlich.

[34:12] Josef war entschlossen, fest entschlossen, Gott die Treue zu halten, trotz aller Umstände, die ihn umgaben. Man könnte sagen, Josef nahm seinen Gott mit nach Ägypten. Er liebte ihn, er hatte Ehrfurcht vor ihm. Es war sein Gott.

[34:37] Die Betrachtung lädt uns auch ein, über die Träume des Pharaos nachzudenken, und wir sind bei 1. Mose 41 angelangt. Es war circa zwei Jahre später, und der Pharao träumt nichts Ungewöhnliches, aber was er träumt, ihr Lieben, das war schon ungewöhnlich, und es würde uns wahrscheinlich auch wach werden lassen und vielleicht ein Stück weit beruhigt sein lassen. Der Pharao träumt von sieben hässlichen, mageren Kühen, die sieben wohlgenährte, schöne Kühe fressen. Aber nicht nur das, er träumt einen zweiten Traum, in dem sieben dünne Ähren sieben schwere, fette, volle Ähren verschlingen. Und der Pharao sagt auf, wacht auf und fragt sich: "Was hat das zu bedeuten?" Er ist beunruhigt und sucht eine mögliche Bedeutung.

[35:30] In diesem Zuge erinnert sich der Mundschenk an Josef und daran, dass Josef ihm den Traum gedeutet hat und dass die Traumdeutung Josefs im Leben des Mundschenks in Erfüllung gegangen ist. Und so ließ man Josef rufen, und ich lade euch ein, dass wir auch in diesem Kapitel hineinzoomen und uns Verse herausgreifen, die sehr deutlich werden lassen, was wir hier auch noch näher betrachten wollen. In Vers 15 heißt es also in 1. Mose 41, 15: "Und der Pharao sprach: Josef, ich habe einen Traum gehabt, aber es kann ihn niemand deuten. Nun habe ich von dir vernommen, dass du einen Traum zu deuten vermagst, wenn du ihn hörst."

[36:18] 16: "Josef antwortete dem Pharao und sprach: Das steht nicht bei mir. Gott wird verkündigen, was dem Pharao zum Wohl dient."

[36:37] Nachdem der Pharao die Träume erzählt, erklärt Josef schließlich durch die Hilfe Gottes, was die Träume zu bedeuten haben. Und er lässt den Pharao wissen, dass Gott etwas tun will. Er lässt ihn wissen, dass es sieben Jahre geben wird, die reich an Nahrung sein werden. Es werden gute Jahre sein. Aber daran anschließend wird es sieben dürftige Jahre geben, Jahre der Hungersnot.

[37:04] Und der Pharao sucht einen fähigen, weisen Mann. Er kennt ja, da kommt nach sieben guten Jahren ein Problem auf das Land. Er sucht einen Mann, der fähig ist und der weise ist und entscheidet sich dieser Josef. Dieser Josef solle China halte ich für geeignet, denn Josef besitzt offensichtlich die gewünschten Fähigkeiten. Die Bibel beschreibt uns, dass er die nötige Weisheit mitbringt.

[37:34] Und schließlich führt Josef über ganz Ägypten gesetzt bei allen Leid. Lesen wir folgenden interessanten Gedanken: Das einfache und naturnahe Leben als Hirtenjunge trug wesentlich dazu bei, dass sich Josefs geistige und körperliche Kräfte ungehindert entwickeln konnten.

[37:56] Und wieder wendete sich das Blatt. Der angebliche Verbrecher aus dem Gefängnis wurde aufgrund einer Notlage zum zum höchsten Staatsbeamten in Ägypten. Ihr Lieben, als Josef an den Hof des Pharaos berufen wurde, war Ägypten die Führungsmacht im Mittelmeerraum. In keinem anderen Land, lesen wir bei Ellen White, standen Kultur, Kunst, Wissenschaft und Wirtschaft in einer solchen Blüte wie dort. Und trotzdem wurde Josef, ein Sklave aus Kanaan, ja, quasi zum Innenminister berufen, weil er durch Gottes Führung eine drohende Katastrophe erkannte und ein schlüssiges Konzept zu deren Bewältigung vorgelegt hatte.

[38:42] Ihr Lieben, zusammenfassend könnte man sagen: Josef wurde aufgrund der erwarteten Hungersnot eingesetzt, Menschen zu speisen. Ist es nicht so? Und ich möchte euch fragen an dieser Stelle, weil es soll ja auch ein praktisches Thema, eine praktische Relevanz für unser Leben haben. Liebe Geschwister, sind nicht auch wir gerufen? Bist nicht auch du und bin ich auch ich gerufen, andere Menschen zu speisen?

[39:12] Ihr Lieben, Josefs Entscheidung war war deutlich, war klar. In Ägypten sollte Getreide in den guten Jahren für schlechte Jahre gespeichert werden. Sie sollte dieses Getreide sollte als Vorrat dienen für Zeit für die Zeiten der Hungersnot. Und das Ziel, das er ausgegeben wurde, war was sehr deutlich, unmissverständlich: Ägypten sollte gerettet werden, das Land sollte nicht zugrunde gehen. Das war der klare Auftrag, den Josef Schmidt bekam in seiner Funktion als Innenminister, wenn man so möchte.

[39:49] Liebe Geschwister, ist es nicht so, dass unser allmächtiger Gott im Himmel auch einen Traum hat? Hat nicht unser Vater im Himmel, ihr Lieben, einen Traum, indem es ebenso um die Rettung von Menschen geht?

[40:05] Ihr Lieben, Geschwister an den Bildschirmen, hat Gott nicht auch eine tiefe Sehnsucht, bei der menschlichen Hunger stillen möchte? Und geht es in diesem Traum Gottes nicht auch um Menschen, die letztlich ernährt werden müssen, damit sie für die Ewigkeit überleben können?

[40:27] Ihr Lieben, ich glaube, dass unser Vater im Himmel diese tiefe Sehnsucht hat. Er möchte dir und mir, aber nicht nur uns, das Leben in Fülle schenken. Gott liebt dich. Gott liebt aber auch die Menschen, die dich umgeben, die in deinem Umfeld leben. Gott liebt eine Frau, einen Mann. Gott liebt seine Kinder. Gott liebt seine Schwiegereltern, die du vielleicht schwierig findest. Gott liebt deine Geschwister, die Ecken und Kanten haben. Gott liebt jeden Menschen, den er in deinem Umfeld stellt, den er dir zuführt, damit du ein Vorbild sein kannst in ihrem Leben.

[41:10] Gott hat diese tiefe Sehnsucht, uns das Leben in Fülle zu schenken. Er sehnt sich danach, dass das die Beschreibungen aus Offenbarung, in denen es um die neue Erde geht, dass die wirklichkeit werden. Letztlich sehnt sich Gott danach, dass wir als seine Geschöpfe auf dieser Erde, die Botschaft der Versöhnung annehmen und an andere weitergeben. Und über diese Botschaft der Versöhnung, die auch Bestandteil des Lebens Josefs gewesen ist.

[41:39] Wenn wir in der nächsten Woche gemeinsam nachdenken, und ich lade euch ein, dann wieder mit dabei zu sein. Aber für den heutigen Tag und für den Abschluss dieser gemeinsamen Betrachtung möchte ich euch ja aufrufen, vier kleine Entscheidungen zu treffen in eurem Leben. Ich möchte euch ermutigen, euch von Gott erfüllen zu lassen. Die Bibel beschreibt uns, dass Gott gerne seinen Heiligen Geist gibt, wenn wir ihn darum bitten.

[42:10] Und so lesen wir in Lukas 11, Vers 13 eine Zusage Gottes, wo es heißt: "Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben versteht, wie viel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist denen geben, die ihn darum bitten." Möchte ist auch du in dieser neuen Woche, in diesen neuen Zeitabschnitt, der dir bevorsteht, dort bewusst darum bitten, seinen Heiligen Geist, den Heiligen Geist dir zu geben, damit er dein Herz erfüllt, damit du einen Unterschied ausmachen kannst in der Umgebung, in der Gott dich hineingestellt hat.

[42:52] Möchtest du damit verbunden, die Bitte an Gott richten und sagen: "Lieber Gott, ich wünsche mir so sehr, dass der Heilige Geist in meinem Leben ja spürbar wird, erfahrbar wird." Aber auch gerade dafür, und jetzt bin ich bei 1. Mose 38 und der Begebung mit Juda und Tamar und mit diesem Kontext, den wir geschlossen haben. Matthäus 7, wo wir gesehen haben, dass es nicht gut ist, wenn wir andere Leute richten, und dass wir versuchen, und wenn wir versuchen, ja, Probleme anzusprechen und selber die Balken ignorieren, die ihren unseren Augen sind.

[43:29] Das heißt, dieser zweite, auf die zweite Ermutigung an dich, möchte ich richten und möchte dich fragen: Möchtest du klar sehen? Darf der Heilige Geist hier die Dinge auch vor Augen führen, die in deinem Leben zunächst einmal korrigiert werden müssen, damit damit du klar siehst und auch anderen helfen kannst, wieder klar zu sehen?

[43:51] Darüber hinaus möchte ich dich und mich ermutigen, dass wir so eine klare, besondere Entscheidung treffen, wie Josef es tat. Egal, ob wir gerade vielleicht ja in einem schönen Ambiente leben, in einer schönen Wohnung, in einer schönen Umgebung, und es uns gut geht, und wir sagen: "Ja, wir sind Christen, wir sind Siebenten-Tags-Adventisten, wir stehen zu dem Wort Gottes und den Geboten." Und so mag es vielleicht auch Zeiten geben, wo wo es düsterer wird, schwieriger wird.

[44:20] Und als dritter Entscheidungsvorschlag für den heutigen Tag, möchte ich dich fragen: Möchtest du auch du ein Mensch sein, der sagt: "Ich möchte, ich möchte nicht sündigen. Ich liebe meinen Vater im Himmel. Ich sehe, was er alles gegeben und getan hat für mein Leben, für mein ewiges Leben. Mir ist nicht egal, was das, was er für zehn Gebote gegeben hat, sondern sie haben Bedeutung für mein Leben." Möchtest du das auch sagen und dich dafür entscheiden, Gott die Treue zu halten, wie Josef es tat?

[44:57] Zu guter Letzt möchte ich dich einladen, eine vierte Entscheidung zu treffen und bewusst die Menschen von Gott aufs Herz legen zu lassen, für die du beten kannst. Ich glaube, das Gebet in dieser Zeit, und wir haben heute nicht viel über das Gebet gesprochen, aber es ist so ein Schlüssel auch zu den Herzen von Menschen. Gott bereitet unser Herz vor, gerade auch mit Menschen, vielleicht ein Kontakt zu haben, die manchmal, wo es manchmal schwieriger ist. Aber er bereitet auch andere Herzen vor, und die Begegnung, die uns bevorsteht.

[45:25] Lasst uns Menschen sein, dass es so der vierte Aufruf, bewusst für andere Menschen zu beten in dieser Zeit, die zunehmend katastrophaler wird, wenn man sich die Weltlage anschaut. An dieser Stelle möchte ich mit einem Gebet gleich schließen und noch mal kurz die vier Punkte zusammenfassen. Lasst uns Menschen sein, die um den Heiligen Geist beten, um den Plan Gottes unserem Leben deutlich zu erkennen, aber auch gerade deswegen, und das war der zweite Punkt, um klar zu sehen, wo wir noch Veränderungen nötig haben, um dann auch anderen Menschen zu helfen.

[46:00] Punkt 3: Lasst uns Menschen sein, die wie Josef da zum Volk Gottes stehen, mit allem, was dazugehört, ohne Ausnahme. Und Punkt 4: Lasst uns ins Gebet gehen, nicht nur für uns selbst und unsere eigenen Anliegen, die wir so harmonisch, die auch gut sind, dass wir sie vor Gott bringen, sondern bewusst für andere Menschen. Gott mag Wege von Menschen kreuzen lassen, damit wir als Vorbilder, Christ als Vorbilder, anstatt Christi für andere Menschen zum Segen werden.

[46:32] Ich möchte einen Abschluss, die Lektion mit euch gemeinsam beten und lade durch ein, die Hände zu falten und auch eure Augen zu schließen.

[46:43] Lieber Herr Jesus Christus, ich möchte dir danke sagen, dass wir dein Wort haben. Ich möchte dir danke sagen, dass du uns so sehr liebst. Du sehnst dich nach der Ewigkeit mit uns, und du versprichst du uns, dass du bald kommen möchtest. Und wir glauben daran. Wir sehen die Dinge, die sich in dieser Welt bewegen, Herr, die vorangehen, und wir sehen die Puzzleteile, die immer mehr zusammenkommen. Jesus Christus, wir wollen dich bitten, dass wir in dieser Zeit, die an Herausforderungen sicherlich nicht abnehmen wird, Männer und Frauen sein können, wie Josef es war. Und das können wir nicht aus eigenem Antrieb, sondern das können wir, weil du, Herr Jesus, uns das Wollen und Vollbringen schenken möchtest. Und darum bitten wir dich heute. Du hast die Punkte gehört, die wir uns in unserem Herzen vorgenommen haben, und wir bitten dich, dass die Realität in unserem Leben werden durch dich, der du uns ja genau das schenken möchtest. So segne uns. Segne das ganze Joelmedia-Team, segne die lieben Geschwister dort draußen. Und ja, lass uns ein Segen sein in deinem Werk, für deine Gemeinde. Hayes, habe Dank dafür. In deinem Namen. Amen.

[47:57] Wir lieben und jetzt bleibt mir euch einzuladen zur nächsten Christ Study Hour in der kommenden Woche. Wir werden mit Josef weitermachen, das wird spannend bleiben und einige praktische Lehren auch für unseren Alltag mit sich bringen. Ich freue mich drauf. Gottes Segen die ihr in den nächsten Tagen begleitet. Amen.


Lizenz

Copyright ©2022 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.