In dieser Lektion der Christ Study Hour 2022 Q2 mit Monja Ströck geht es um das Buch Genesis, speziell um den Sündenfall. Die Predigt beleuchtet die tiefgreifenden Konsequenzen dieses Ereignisses, das als Wendepunkt der Weltgeschichte gilt. Es wird die ursprüngliche Harmonie der Schöpfung beschrieben, die durch den Ungehorsam Adams und Evas zerstört wurde. Dabei wird auch die Rolle Satans als Verführer und die Bedeutung der Wahl zwischen Gehorsam und Ungehorsam hervorgehoben.
Christ Study Hour 2022 Q2: Genesis – Das Buch vom Anfang: 2. Der Sündenfall
Monja Ströck · Christ Study Hour 2022 Q2: Genesis - Das Buch vom Anfang ·Themen: 1. Mose, 1. Timotheus, 2. Korinther, Bibel, Bibelstudium, Johannes, Offenbarung, RömerWeitere Aufnahmen
Serie: Christ Study Hour 2022 Q2: Genesis - Das Buch vom Anfang
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Transkript
[0:31] Ein herzliches Willkommen zur CSH, ein herzliches Willkommen an alle, die dieses Video anschauen. Wir sind in diesem Jahr im zweiten Quartal angekommen. Wir studieren heute die Lektion Nummer zwei und sind im Jahr 2022, aber wir beschäftigen uns mit dem dritten Kapitel der Bibel. Dieses Kapitel ist der Wendepunkt der ganzen Weltgeschichte, obwohl die Erde zu diesem Zeitpunkt noch ziemlich jung war. Das Kapitel beinhaltet auch das traurigste, schlimmste und katastrophalste Ereignis der ganzen Menschheit. Dieses Kapitel brachte in das Leben eines jeden Menschen eine 180-Grad-Wendung, obwohl es bis auf Adam und Eva zu dem damaligen Zeitpunkt noch keinen anderen Menschen gab. Aber gleichzeitig, neben all dem Schlimmen, was in diesem Kapitel passiert ist, zeigt es doch die größte Hoffnung. Und somit verbindet dieses Kapitel Leid mit Hoffnung. Und bevor wir richtig in die Bibel eintauchen, möchte ich noch mit euch beten. Vater im Himmel, ich danke dir, dass du unser Gott bist. Ich danke dir, dass du uns lieb hast und ich danke dir, dass wir in deinem Wort heute lesen dürfen. Ich bitte dich, dass du uns erfüllst mit deinem Heiligen Geist, dass wir immer tiefer dein Wort verstehen und dass es unser Leben verändert. Und dafür danke ich dir.
[2:16] Ihr alle wisst, worum es im dritten Kapitel der Bibel geht. Es sind Geschichten, die wir immer wieder hören, in der Kinder-Sabbat-Schule, schon bei Evangelisation, bei Bibelstunden, sie werden immer wieder durchgenommen. Und im Vordergrund steht die Tragik: Eva hat von dem verbotenen Baum gegessen, die Schlange hat sie verführt, Adam und Eva haben gesündigt und sie mussten den Garten Eden verlassen. Aber wenn wir heute dieses Kapitel studieren, wollen wir uns nicht an dem ganzen Schlechten aufhalten, sondern wir wollen bewusst den Blick darauf legen, welche große Liebe in diesem Kapitel gezeigt wird. Und wir fangen gleich schon mal an mit dem Kernvers. Wir steigen ein in 1. Mose 3 und dort Vers 15.
[3:05] 1. Mose 3, Vers 15: "Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen. Er wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen." Dieser Vers ist der erste Vers in der Bibel, der die Erlösung thematisiert. Es ist die erste Evangeliums-Verheißung. Es ist das erste Mal, dass Gott trotz des Sündenfalls einen Ausweg für uns alle geschaffen hat. Und in diesem Vers, mit der ganzen Geschichte im Hintergrund, die wir uns gleich noch genauer anschauen werden, können wir schon einiges über Gott lernen. Gott liebt den Menschen. Gott möchte Gemeinschaft mit dem Menschen haben. Und Gott tut alles ihm Mögliche, um den Menschen wieder in Harmonie mit ihm zu bringen. Und Gott gibt Versprechen, um uns diese Hoffnung zu bringen. Und lasst uns diese Gedanken im Hinterkopf haben, wenn wir jetzt in dieser Geschichte eintauchen.
[4:20] Das Setting davor war die Schöpfung. Sechs Tage hat es gebraucht, bis Gott die Welt erschaffen hat. Er sprach ein Wort, und sogleich geschah es. Und als Gott auf die Welt schaute und sie erblickte, sagte er, dass es gut war. Die Erde war wunderschön. Wenn wir bei allen Leid lesen, dann sagt sie, dass die Oberfläche abwechslungsreich gestaltet war. Es gab Berge, Hügel und Ebenen mit großen Flüssen und Seen. Es gab Gebirge, aber kein Gebirge hat es schroffe Felswände, wie das, was wir heute zum Teil sehen. Alles war mit üppigem Grün versehen. Es gab Sträucher und lieblichen Blumen, wohin man auch blickte. Die Luft war sehr rein. Es gab kein verwischtes Blatt, keine Unstimmigkeit und keine bedrohlichen Tiere. Es gab Bäume unterschiedlichster Art, und viele von ihnen hatten wohlschmeckende Früchte. Es gab Weinstöcke, und sie beschreibt, wie die Zweige sich so unter der Last der Trauben bogen, weil sie so voll waren mit diesen saftigen Früchten.
[5:36] Und in diese Schöpfung hat Gott den Menschen gesetzt. Er hat ihn als sein Ebenbild erschaffen. Erneut schreibt auch, wie der Mensch ein bisschen aussah. Sie schrieb, dass das Gesicht eine frische und gesunde Farbe gehabt und der Mensch strahlte vor Kraft und Lebensfreude.
[5:59] Aber der Mensch sollte nicht alleine bleiben, sondern Gott hat ihm noch eine Gefährtin zur Seite gestellt: Eva. Der Mensch sollte ein geselliges Wesen sein. Und sie brauchten keine Kleider, sondern ein Lichtgewand umgab die beiden, sowie auch bei den Engeln, aber nur solange sie gehorsam waren. Das werden wir nachher noch lesen. Und kaum war sie erschaffen, am sechsten Tag feierten sie den ersten Sabbat. Gott ruhte von seiner Arbeit und er genoss die Gemeinschaft mit Adam und Eva. Überall herrschte vollkommene Harmonie. Alles war im Einklang mit Gottes Willen. Der Verstand des Menschen war in der Lage, göttliche Gedanken zu erfassen und reine Empfindungen zu haben. Er war heilig und glücklich damit, Gottesbild zu tragen und seinem Willen gehorsam zu sein. Regelmäßig wandelte Gott im Garten und genoss die Gemeinschaft mit Adam und Eva, von Angesicht zu Angesicht. Gott war ihr Lehrer. Auch Engel besuchten die beiden.
[7:10] Alles war frei von Sünde. Gott hat den Menschen frei von Sünde geschaffen, aber er wollte, dass auf der Erde Geschöpfe lebten, die ein wenig niedriger waren als die Engel. Und er wollte, dass die Geschöpfe auf der Erde ihm freiwillig dienten. Deswegen musste der Gehorsam auf die Probe gestellt werden. Gott konnte nicht erlauben, dass die Erde von Wesen bewohnt wird, die sein Gesetz missachten. Und mit dieser Gehorsams-Probe gab Gott ihnen noch einen weiteren Beweis seiner Liebe. Liebe kann nur dann erfolgen, wenn sie freiwillig geschieht und nicht erzwungen wird. Gott wollte keine Marionetten. Er wollte Geschöpfe, die die Liebe freiwillig erwidern.
[8:06] Deswegen hat er in diesen Garten zwei besondere Bäume gestellt. Auf der einen Seite hat er den Baum des Lebens erschaffen. Er war mitten im Garten und übertraf alle Bäume an Pracht und Herrlichkeit. Zu wie es allen Leid schreibt, die Früchte seien aus wie Äpfel aus Gold und Silber. Und die Früchte hatten die Kraft, das Leben zu erhalten. Deswegen musste Adam und Eva immer wieder von dem Baum des Lebens essen, damit sie die Kraft des Lebens erhalten. Ohne dessen Frucht nimmt die Lebenskraft des Menschen langsam ab, bis sie irgendwann erlischt.
[8:46] Neben dem Baum des Lebens gab es aber noch einen zweiten Baum: den Baum der Erkenntnis. Dieser stand nicht so weit weg vom Baum des Lebens. Und dieser sollte der Prüfstein des Gehorsams werden. Von allen anderen Bäumen im Garten durften sie uneingeschränkt essen, so viel sie wollten, wann immer sie wollten. Aber nur von diesem einen Baum dürften sie nicht essen, sonst würden sie sterben.
[9:15] Und Gott wollte, dass sie den Versuchungen Satans ausgesetzt sind. Aber wenn sie die Prüfung bestanden haben, würden sie endgültig der Macht werden, hätte er sie endgültig davor bewahrt von den Versuchungen Satans. Und ich finde das Bild schön: Gott schafft einen wunderschönen Garten. Gott erschafft alles für Adam und Eva und er sagt: Von allem dürft ihr essen, dürft ihr euch daran freuen, und nur von einem Baum dürft ihr es nicht. Er macht alles zugänglich, bis auf einen einzigen Baum.
[9:59] Und jetzt tauchen wir in 1. Mose 3 ab. Vor diesem Hintergrund spielt sich 1. Mose 3 ab. Wir lesen mal den ersten Teilsatz von Vers 1: "Aber die Schlange war listiger als alle Tiere des Feldes, die Gott der Herr gemacht hatte." Hier haben wir noch jemand anderen, der in die Geschichte eintritt. Bisher hatten wir Adam und Eva, und jetzt kommt die Schlange noch dazu. Und Ellen White schreibt über die Schlange in dem Buch "Wie alles begann": Die Schlange war damals eines der klügsten und schönsten Geschöpfe auf der Erde. Sie besaß Flügel, und wenn sie durch die Lüfte flog, sah sie kreisend hell aus, denn ihre Farbe hatte die Leuchtkraft polierten Goldes. Sie ließ sich auf den reich beladenen Zweigen des verbotenen Baumes nieder und labte sich an seinen köstlichen Früchten. Sie war eine Erscheinung, die die Aufmerksamkeit eines Betrachters fesselte und mit Freude anzusehen war. So lauerte der Verderber im friedlichen Garten und wartete auf seine Beute.
[11:13] In Offenbarung 12, Vers 7 wird die Schlange auch nochmal erwähnt und in einen anderen Zusammenhang gebracht. Offenbarung 12, Verse 7 bis 9: Lasst uns diese Verse kurz aufschlagen. Offenbarung 12, Verse 7 bis 9: "Und es entstand ein Kampf im Himmel. Michael und seine Engel kämpften gegen den Drachen, und der Drache und seine Engel kämpften, aber sie siegten nicht. Und ihre Städte wurde nicht mehr im Himmel gefunden. Und so wurde der große Drache niedergeworfen, die alte Schlange, genannt der Teufel und der Satan, der den ganzen Erdkreis verführt. Er wurde auf die Erde hinabgeworfen, und seine Engel wurden mit ihnen hinabgeworfen."
[12:00] Also, hier wird in der Bibel selbst erwähnt, dass die Schlange den Satan darstellt. Satan wartet sich hier in der Form der Schlange auf Eva. Und wie wir gesehen haben, ist dies ein buchstäbliches Wesen und keine Metapher. Und wie wir in Offenbarung 12 auch gelesen haben, sehen wir, dass die Schlange der Feind Gottes ist.
[12:27] Eva war in ihre Arbeit vertieft, und man hatte sie gewarnt, dass sie sich nicht von ihrem Mann entfernen sollte. Aber sie merkte nicht, wie sie unbewusst bei der Arbeit sich von ihm immer weiter entfernt. Als sie aufgefallen ist, hat sie schon ein bisschen an die Gefahr gedacht, aber sie dachte von sich, sie sei stark genug. Kennen wir das von uns, dass wir nicht auch denken: Wir sind stark genug, wir schaffen das alleine, wir schaffen es vielleicht ohne Gott? So ging es Petrus auch, der Jesus sich nie vorstellen konnte, dass er Jesus einmal verleugnen würde. Und Eva, sie hat es auch von sich gedacht.
[13:15] Und stand auf einmal vor dem verbotenen Baum und betrachtete ihn mit Neugier. Das war die Gelegenheit für den Versucher. Und jetzt lesen wir weiter in dem Kapitel, 1. Mose 3, und dort den zweiten Teilsatz in Vers 1: "Und sie sprach zu der Frau: Sollte Gott wirklich gesagt haben, dass ihr von keinem Baum im Garten essen dürft?"
[13:41] War überrascht, auf einmal spricht diese Schlange mit ihr, und sie hat Worte gesprochen, die Eva noch kurz zuvor selbst gedacht hatte. Ellen White beschreibt, wie die Schlange Evas Schönheit lobte und ihr schmeichelte. Und Eva, sie dachte in diesem Moment nicht daran, dass die Schlange ein Mittel Satans sein könnte. Und hier ist auch wieder ein Punkt für uns: Oft sind Versuchungen in den kleinen Dingen versteckt, die im ersten Blick so attraktiv erscheinen.
[14:16] Jetzt sagen wir uns nochmal: Die Schlange hat gesagt: "Sollte Gott wirklich gesagt haben, dass sie von keinem Baum im Garten essen dürft?" Und wir haben uns gefreut, das Setting schon mal angeschaut, wie Gott den Garten Eden erschaffen hat und wie er ihn so wunderbar geschaffen hat. Und Adam und Eva gesagt hat: "Ich habe diesen ganzen Garten für euch geschaffen, und ihr dürft von allen Bäumen essen, bis auf einen Baum." Und das wollen wir wortwörtlich noch mal lesen in 1. Mose 2, Verse 16 und 17. Es steht einfach nur ein paar Verse davor. "Und Gott, der Herr, gebot den Menschen und sprach: Von jedem Baum des Gartens darfst du nach Belieben essen. Aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen sollst du nicht essen, denn an dem Tag, da du davon isst, musst du gewisslich sterben."
[15:09] Jetzt denken wir das kurz gegenüber: Was hat Gott gesagt und was hat Satan gesagt? Und von der Schlange: Gott sagt, du darfst von jedem Baum essen, aber nur von einem Baum davon sollst du nicht essen, sonst musst du sterben. Satan sagt: Hat Gott wirklich gesagt, von keinem Baum darfst du essen? Gott sagt von allen Bäumen, Satan von keinem Baum. Jetzt sehe die Motive dahinter: Gott sagt: "Ich kümmere mich um dich. Ich schränke dich nicht ein. Ich garantiere dir die Schönheit. Ich möchte, dass es dir gut geht, aber ich möchte, dass du mir freiwillig gehorchst." Und wenn wir jetzt Satans Motive schauen, dann spielt dahinter schon so ein bisschen was an: Gott enthält dir etwas vor. Gott könnt ihr nicht die schönen Sachen. Gott schränkt dich ein. Gott möchte nicht, dass es dir gut geht. Gott möchte Zwang.
[16:14] Und was wir hier schon sehen ist, dass Satan die Aussage Gottes verdreht. Er fragt zweifelnde Fragen, um die Aussagen Gottes zu verdrehen und in ein anderes Licht zu rücken. Lasst uns mal in Johannes 8 aufschlagen. Johannes 8 und dort Vers 44. Johannes 8:44: "Ihr habt den Teufel zum Vater, und was euer Vater begehrt, wollt ihr tun. Der war ein Menschenmörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit, denn Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus seinem Eigenen, denn er ist ein Lügner und der Vater derselben." Satan ist ein Lügner. Alles, was Satan sagt, ist falsch.
[17:09] Und auf der anderen Seite ist Gottes Eigenschaft die Wahrheit. Und da möchten wir auch zwei Verse uns anschauen. Der eine steht in 4. Mose 23, 19. 4. Mose 23, 19: "Gott ist nicht ein Mensch, dass er lüge." Gott kann nicht lügen. Und wir schlagen dazu noch einen zweiten Vers auf: Titus 1, Vers 2. Titus 1, Vers 2: "Aufgrund der Hoffnung des ewigen Lebens, dass Gott, der nicht lügen kann, vor ewigen Zeiten verheißen hat." Hier zeigen sich die zwei Extreme: Satan, der die Lüge verkörpert, der immer lügt. Und Gott, der die Wahrheit verkörpert und der immer die Wahrheit erzählt, weil er die Wahrheit ist.
[18:17] Schauen wir weiter, wie es in unserem Kapitel weitergeht. Wir gehen wieder zurück zu 1. Mose 3 und lesen dort die Verse 2 bis 3. "Da sprach die Frau zu der Schlange: Von der Frucht der Bäume im Garten dürfen wir essen, aber von der Frucht des Baumes, der in der Mitte des Gartens ist, hat Gott gesagt: Esst nicht davon und rührt sie auch nicht an, damit ihr nicht sterbt." Eva bezieht sich hier auf Gottes Wort und zitiert sie wörtlich.
[18:54] Aber die Schlange, 1. Mose 3, Vers 4: "Da sprach die Schlange zu der Frau: Keineswegs werdet ihr sterben, sondern Gott weiß, an dem Tag, da er davon isst, werden euch die Augen geöffnet, und ihr werdet sein wie Gott und erkennen, was gut und böse ist."
[19:17] Waren vorher die Lügen schon ein bisschen angeklungen, wird sie jetzt so richtig deutlich. Die Schlange stellt sich nicht offensichtlich als Feind Gottes dar. Sie zitiert das Wort, sie bezieht sich auf Gottes Wort. Und es macht den Anschein, als ob die Schlange Gott ersetzt hätte. In der ersten Frage gibt es so die zweifelnde Anmerkung: Eva könnte Gott missverstanden haben. Und in der zweiten Frage stellt die Schlange Gott es ab, sich in Frage und widerspricht. Was hat Gott gesagt? Wenn sie von dem verbotenen Baum isst? Wir haben es vorhin gelesen in 1. Mose 2, Vers 17: Gott hat gesagt: "Denn an dem Tag, da du davon isst, musst du gewisslich sterben." Er hat gesagt: Wenn du davon isst, ist der Tod gewiss. Und er hat ihm verboten, von der Frucht zu essen.
[20:18] Satan verdreht die Wahrheit wieder, weil er kann nur lügen. Satan sagt implizit: Nein, der Mensch ist unsterblich. "Keineswegs werdet ihr sterben" (1. Mose 3,4) und ermutigt sie zu essen, weil sie dann sein werden wie Gott. Wenn er sagt: "An dem Tag, da davon isst, werden euch die Augen geöffnet, und ihr werdet sein wie Gott und erkennen, was gut und böse ist." Ellen White beschreibt, dass die Schlange selbst von dem Baum gegessen hat und behauptet, dass sie dadurch die Sprachfähigkeit erlangt habe. Und sie ermutigt dazu, doch auch davon zu essen, um eine höhere Daseinsstufe zu erreichen. Sie behauptet, dass Gott die Frucht aus Eifersucht verboten habe, damit sie nicht die gleiche Gottähnlichkeit erlangten. Und sie meinte, dass Gottes Warnung nicht erfüllen würde, sondern sie nur einschüchtern soll.
[21:27] Und für uns deckte auch eine Warnung. Ellen White bleibt in dem Buch "Wie alles begann" auf die gleiche Weise arbeitet seit Anbeginn, seit den Tagen Adams, bis auf den heutigen Tag, und das mit großem Erfolg. Er verleitet die Menschen dazu, Gottes Liebe und Weisheit zu misstrauen. Ständig will er zur respektlosen Neugier anstacheln, zu einem ruhelosen, wissbegierigen Verlangen, in die Geheimnisse göttlicher Macht und Weisheit einzudringen. In ihrem Bemühen, herauszufinden, was in Gott, in seiner Weisheit, alles vorenthalten hat, übersieht eine Vielzahl von Menschen die wichtigen Wahrheiten, die er für ihre Erlösung offenbart hat. Satan verführt Menschen zum Ungehorsam, indem er sie zur Ansicht verleitet, dass vor ihnen ein weites Gebiet voll neuer Erkenntnisse liege. Aber das ist alles Täuschung. Von solchen Fortschrittsgedanken ermutigt, treten Menschen Gottes Gebote mit Füßen, schlagen Wege ein, die nur in Erniedrigung und in den Tod führen.
[22:29] Hier wird ein wichtiger Punkt angesprochen. Statt auf das zu sehen und über das zu grübeln, was man alles nicht hat, sollte man den Blick auf die Wahrheit richten, auf das, was wirklich stimmt. Und auf diesem Punkt gehen wir später noch mal genauer ein.
[22:49] Bemerkenswert ist auch die Tatsache, dass Satan hier behauptet, er habe von der verbotenen Frucht gegessen und es habe ihm viel Gutes gebracht. Jetzt lasst uns hinter diese Lüge schauen: Was ist die Wahrheit? Wir haben vorher schon Offenbarung 12 aufgeschlagen und gesehen, dass er aus dem Himmel geflogen ist. Er hat von der verbotenen Frucht gegessen, und es hat ihm nichts Gutes gebracht. Aber in diesem Punkt liegt er wieder. Er verschweigt die Wahrheit, um andere mit hineinzuziehen.
[23:30] Lasst uns zu Vers 6 gehen. 1. Mose 3, Vers 6: "Und die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre und dass er eine Lust für die Augen und ein begehrenswerter Baum wäre, weil er weise macht. Und sie nahm von seiner Frucht und aß, und sie gab davon auch ihrem Mann, der bei ihr war, und er aß."
[23:50] Auch hier beschreibt Ellen White so schön, wie die Schlange eine Frucht von dem Baum gepflückt hat und sie Eva in die Hände legte. Eva hat erst noch ein bisschen gezögert, aber Satan hat sie in ihre eigenen Worte erinnert, dass Gott in die Frucht verbunden, dass Gott ihnen verboten hat, die Frucht zu berühren. Und jetzt hatte sie sie in den Händen und merkte: Es ist nichts geschehen. Also behauptete er weiter: Wenn sie schon in den Händen halten kann, dann wird der Verzehr ihr auch nichts geschehen. Der Verzehr wird ihn nicht mehr schaden als die Berührung. Eva schaute sich die Frucht an und jetzt benutzt sie Gottes Sprache. Sie sagt: Sie sah, dass es gut war, das, was Gott bei der Schöpfung gemacht hat. Und jetzt war sie so weit, dass sie den Worten Gottes, da sie den Worten Satans glaubte und den Worten Gottes misstraute. Und danach aß sie die Frucht.
[24:51] Im ersten Moment schmeckten sie angenehm. Und als sie so aß, dachte sie: Jetzt hat sie die belebende Kraft. Und sie bildete sich ein, diese höhere Daseinsstufe zu erreichen. Die Angst ausgefallen. Sie pflückte und aß. Sie pflückte und aß. Und nach hier können wir sehen: Sünde ist oft auf den ersten Blick verlockend und anziehend. Und während man sie tut, hat man dieses Gefühl vielleicht auch noch. Aber erst danach erkennt man die wahren Folgen. Das, was bei Eva noch kommen wird.
[25:33] Ich möchte den Sündenfall aus dem Blickwinkel des Himmels kurz betrachten. Und dazu gibt es ein Zitat auch in "Wie alles begann" von Ellen White. Da schreibt sie...
[25:39] Alles begann von Ellen White. Da schreibt sie: "Der ganze Himmel war betrübt, wie der Mensch gefallen war. Die Welt, die Gott geschaffen hatte, war nun durch den Fluch der Sünde entstellt und von Wesen bewohnt, die zu Elend und Tod verdammt waren." Für die Übertretung des Gesetzes schien es kein Entrinnen zu geben. Die Lobgesänge der Engel verstummten im Himmel. Überall herrschte Trauer über das Unheil, das die Sünde angerichtet hatte.
[26:13] Ich weiß nicht, wie es den Engeln ging, als Eva die Frucht in den Händen hatte. Und ich könnte mir vorstellen, dass es Millionen Engel gegeben hätte, die am liebsten in diese Frucht aus der Hand geschlagen hätten, um sie davor zu retten. Geschweige denn Gott und Jesus selbst. Aber sie mussten sie ziehen lassen, weil sie wollten, dass sie sich freiwillig für den Gehorsam entschied.
[26:38] Und das ist die große Liebe, die Gott uns hier zeigt. Er möchte sie nicht beherrschen, er möchte mir nicht vorschreiben. Er möchte keine Marionette, sondern er möchte, dass sie freiwillig sich dafür entscheiden kann. Und er musste das Risiko eingehen, dass sie sich auch freiwillig dagegen entschieden hat.
[26:58] Eva hatte die Arme voll von den verbotenen Früchten und damit ließ sie zu. Adam war zuerst erstaunt, dann war er besorgt und dann war er traurig. Eva hat ihm alles erzählt und Adam hat sehr schnell gemerkt, dass es der Feind war, der Eva verführt hat, vor dem sie doch so gewarnt wurden.
[27:25] Und er hat sich an Gottes Wort gehalten. Er meinte, Eva müsse nun sterben. Und jetzt ist Eva zum Werkzeug Satans geworden. Sie drängte ihn zu essen und sie behauptete, dass sie keineswegs sterben würden, das, was die Schlange doch gesagt hat.
[27:43] Und ihr eigenes Empfinden, dass sie sich fühlt, als ob sie eine höhere Daseinsstufe erreicht hat, nahm sie als Beweis dafür. Sie spürt doch kein Missfallen Gottes, dann kann es doch auch nicht stimmen, dass sie sterben würde. Sie spürt eine anregende Kraft, das muss doch als Beweis genug dienen, dass die Frucht nicht so schlimm war, wie Gott es ihnen gesagt hat.
[28:08] Aber Adam dachte anders. Er dachte sehr klar und er hat begriffen, dass Eva Gottes Gebot übertreten hatte. Und jetzt begann ein Kampf in seinem Herzen, er rang mit sich. Er hat sich vorgeworfen, dass er von seiner Seite hat weichen lassen. Jetzt war es geschehen, sie hat von dieser Frucht gegessen und die Folge davon wäre, dass er von ihr getrennt würde.
[28:36] Dabei war doch die Gesellschaft mit ihr seine ganze Freude. Adam wusste, was er tut. Ihm war die Konsequenz seines Handelns bewusst, aber er hatte Angst, ihn zu verlieren. Und dabei hatte er die ganzen Segnungen aus den Augen verloren, die Gott ihm geschenkt hat.
[28:57] Er entschied sich dafür, das gleiche Schicksal wie Eva zu erleiden und mit ihr zu teilen. Wenn sie sterben musste, dann wollte er auch sterben. Und er nahm von der Frucht und erst ganz hastig und kurz dachte Adam auch, dass er eine höhere Daseinsstufe hatte, aber das hielt nicht lang.
[29:23] Doch dann kam der Gedanke: Er hat gesündigt und das erfüllt ihn mit Entsetzen. Die Luft war bis dahin angenehm warm und nun ist das Paar erschauert. Die Liebe war dahin, der Friede war dahin, die Harmonie. Sie spürten die Sünde und sie empfanden Angst vor der Zukunft. Sie fühlten sich innerlich entblößt.
[29:48] Das lesen wir auch weiter, wenn wir in 1. Mose 3 lesen, Vers 7. Da wurden ihnen beiden die Augen geöffnet und sie erkannten, dass sie nackt waren. Und sie banden sich Feigenblätter um und machten sich...
[30:02] ...Schulze. Vorher noch hatten sie das Licht gewandt, wie die Engel, aber es verschwand. Die Kleider hatten Gottes Gegenwart widergespiegelt und nun haben sie sie verloren. Sie wollten jetzt selbst etwas herstellen, um sich zu bedecken, weil sie jedoch unbekleidet nicht Gott und den heiligen Engeln vor die Augen treten konnte.
[30:26] Und so machten sie sich Kleider. Und dieses Wort "machten" wurde bisher nur für Gott verwendet. Und das ist ein interessanter Punkt. Adam und Eva versuchen nun nach der Sünde, Gott zu ersetzen und sie versuchten, ihre Sünden zu bedecken. Sie versuchten aus eigener Kraft das gleiche zu erlangen, dass sie vor dem Sündenfall hatten.
[30:47] Und das ist das erste Mal, dass Menschen versuchten, was ihre eigenen Taten, ihre Sünden zu bedecken. Und hier sehen wir, dass Sünde und aus eigener Kraft die Sünde doch wieder rückgängig zu machen, so ein...
[31:03] ...einander liegen. Und das hat sich nicht geändert. In Galater 2, Vers 16 lesen wir, was Paulus schreibt. Galater 2, Vers 16: "Doch weil wir erkannt haben, dass der Mensch nicht aus Werken des Gesetzes gerechtfertigt wird, sondern durch den Glauben an Jesus Christus, sind auch wir an Christus Jesus gläubig geworden, damit wir aus dem Glauben an Christus gerechtfertigt würden und nicht aus Werken des Gesetzes, weil das Werk des Gesetzes kein Fleisch gerechtfertigt wird."
[31:44] Also, wir sehen, so alt wie die Sünde ist, so alt ist auch der Gedanke, dass ich doch aus meiner Kraft die Sünde wieder rückgängig machen kann. Aber wie wir hier von Paulus lesen, der das viele Jahre später geschrieben hat, heißt es: "Aus Werken des Gesetzes wird kein Fleisch gerechtfertigt werden."
[32:10] Es begann der erste Streit. Adam machte Eva Vorwürfe und Satan triumphierte. Das war genau das, was er doch schaffen wollte. Es war ihm gelungen, Adam und Eva zu verführen.
[32:26] Und wenn man so mit sich ringt und ein schlechtes Gewissen hat, dann drückt man sich mit irgendwelchen Gedanken. Und so haben sich auch Adam und Eva damit beruhigt, dass Gott ihnen doch bisher so viele Liebesbeweise gezeigt hat und dass er sie doch bestimmt das eine Mal auch vergeben würde und nicht so hart bestrafen würde, wie er es doch gesagt hat.
[32:48] Aber lasst uns weiter schauen in 1. Mose 3, ab Vers 8. Gottes Gegenwart beim Garten spürbar. Als Adam und Eva noch unschuldig waren, haben sie sich daran gefreut. Aber nun flohen sie aus Angst und versuchten sich vor ihm zu verstecken.
[33:08] Das sind gerade die Verse, lesen 1. Mose 3, 8 bis 13. Und sie hörten die Stimme Gottes, des Herrn, der im Garten wandelte, als der Tag über war. Und der Mensch und seine Frau versteckten sich vor dem Angesicht Gottes, des Herrn, hinter den Bäumen des Gartens. Rief Gott, der Herr, den Menschen und sprach: "Wo bist du?" Und er antwortete: "Ich hörte deine Stimme im Garten und fürchtete mich, denn ich bin nackt, darum habe ich mich verborgen." Er sprach: "Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist? Hast du etwa von dem Baum gegessen, von dem ich dir geboten habe, du sollst nicht davon essen?"
[33:46] Da antwortete der Mensch: "Die Frau, die du mir zur Seite gegeben hast, die gab mir von dem Baum und ich aß." Sprach Gott, der Herr, zu der Frau: "Warum hast du das getan?" Die Frau antwortete: "Die Schlange hat mich verführt, da habe ich gegessen."
[34:07] Zuallererst haben sich Adam und Eva vor Gott versteckt. Und hier können wir wieder einen Punkt sehen: Sünde trennt uns von Gott, egal wie groß oder wie klein sie ist in unseren Augen. Sie trennt uns von Gott.
[34:23] Als Konsequenz der Sünde kommen Angst und Furcht vor Gott. Aber man sieht auch, vor Gott kann man sich nicht verstecken. Egal wohin man geht, vor Gott kann man sich nicht verstecken.
[34:36] Und hier können wir Gottes Liebe wiedersehen. Gott ging den beiden nach. Er suchte sie. Er fragte: "Wo seid ihr? Wo bist du?" Dort hat ein ehrliches Interesse an den Menschen. Gott liebte Adam und Eva noch genauso, ungeachtet dessen, was sie getan hatten. Gott liebt Adam und Eva, weil er sie erschaffen hat, weil er sie wollte.
[35:05] Und Gott lässt sich jetzt auch nicht fallen. Gott hätte allen Grund gehabt, mit dem Finger auf sie zu zeigen und sie so richtig anzuklagen. Er hätte ihnen eine Moralpredigt gehalten können. Er hätte sie vom Erdboden vertilgen können. Er hätte das alles tun können und er wäre recht gewesen.
[35:26] Aber er stellt Fragen, und das zum Wohl des Schuldigen. "Wo bist du? Was hast du gemacht? Hast du etwas von dem Baum gegessen?" Und hier sehen wir, dass Gott uns nicht anklagen möchte. Gott möchte nicht mit dem Finger auf uns zeigen und gesagt: "Du hast alles falsch gemacht."
[35:51] Sondern er möchte, dass wir mit Fragen erkennen, was wir getan haben und dass sie selbst unsere Schuld erkennen und das Geständnis machen. Und er hilft uns dabei zu erkennen, was wir getan haben und er führt uns zur Umkehr.
[36:08] Was macht der Mensch? Er schiebt die Schuld ab. "Die Frau, die du mir geschenkt hast, die Schlange, sie ist schuld."
[36:18] Und hier schreibt ein weiteres bemerkenswertes in dem Buch "Wie alles begann": Eben noch hatte er aus Liebe zu Eva Gottes Wohlgefallen, sein Heim im Paradies und ein ewiges, glückliches Leben aus freien Stücken aufgegeben. Doch nur nach seinem Sündenfall machte er seine Gefährten und sogar den Schöpfer selbst für seine Übertretung verantwortlich. So furchtbar ist die Macht der Sünde.
[36:46] Eva war auch nicht besser. "Die Schlange war schuld." Und indirekt impliziert es noch andere Fragen: "Warum hast du eigentlich die Schlange geschaffen? Warum hast du dir überhaupt erlaubt, den Garten zu betreten?" "Sie war es doch, die mir gesagt hat, ich solle davon essen."
[37:10] Keiner möchte Verantwortung für das Handeln übernehmen, und das ist bis heute geblieben. Und dabei hatten sowohl Adam als auch Eva die eigene Verantwortung und konnten sich selbst dafür oder dagegen entscheiden, weil sie nicht gezwungen wurden.
[37:31] Die Tat konnte nicht ungesehen bleiben. Es folgten Konsequenzen. Es gab...
[37:35] ...Folgen, die in den nächsten Versen beschrieben wurden. Zuerst wird mit der Schlange angefangen. Die Schlange hat Satan als Werkzeug gedient und wurde nun verflucht. Vorher war sie das schönste Geschöpf des Feldes gewesen, sie wurde am meisten bewundert. Und nun ist sie zum niedrigsten und verachteten geworden.
[38:00] Es wurde ein Lebewesen, das Menschen und Tiere fürchten und verabscheuen. Und das ist bis heute geblieben.
[38:08] Und dann kommt unser Merkels, 1. Mose 3, Vers 15. Und dieser Vers richtet sich an Satan selbst. Lasst sie noch mal lesen: 1. Mose 3, Vers 15. "Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen. Er wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen."
[38:36] Satan hat Adam und Eva getäuscht. Er hatte triumphiert über den Sieg. Aber hier schon klingt an, dass Gott größer ist als Satan und dass Gott Satan schlussendlich besiegen wird.
[38:50] Und auch dafür sieht man Gottes Liebe. Noch bevor er Adam und Eva die Folgen ihres Handelns aufzeigte, gab er ihnen Hoffnung. Er gab ihnen die Verheißung.
[39:05] Und so ist unser Gott. Und diese Verheißung bleibt über die Zeitalter bestehen. Lasst uns dazu ein paar Verse aufschlagen. Wir fangen an in Römer 16, Vers 20. Römer 16, Vers 20: "Der Gott des Friedens aber wird in kurzem den Satan unter euren Füßen zermalmen. Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit euch allen."
[39:33] Schreibt auch Paulus viele Jahre später, dass die endgültige Vernichtung Satans beim Jüngsten Gericht stattfindet. Und hier sehen wir auch, dass diese Hoffnung immer noch besteht.
[39:53] Hebräer 2, und dort Vers 14 und 15. "Da nun die Kinder an Fleisch und Blut Anteil haben, ist er gleichermaßen dessen teilhaftig geworden, damit er durch den Tod den, aus der Wirksamkeit setzte, der die Macht des Todes hatte, nämlich den Teufel."
[40:10] Jesu Kreuzestod hat er den Tod besiegt und gezeigt, dass er in diesem Kampf der Sieger ist.
[40:21] Und noch einen letzten Vers dazu in Offenbarung 12. Offenbarung 12, und dort Vers 14. "Und der Drache wurde zornig über die Frau und ging hin, um Krieg zu führen mit den Übrigen von ihrem Samen, welche die Gebote Gottes befolgen und das Zeugnis Jesu Christi haben."
[40:44] Hier sehen wir, der Kampf zwischen Gut und Böse bleibt bis zum Ende bestehen. Und er richtet sich gegen die Anhänger Jesu. Somit gilt uns auch die Verheißung immer noch.
[40:57] Und nachdem er ihnen diese Verheißung gegeben hat, hatte er erst die Folgen ihres Handelns aufgezeigt. Gottes Absicht war nicht, dass sie diese Erfahrung mit dem Bösen machen. Er hat sie deswegen großzügig mit guten...
[41:13] ...überhäuft. Aber der Mensch hätte sich anders entschieden.
[41:18] ...und wurde durch die Konsequenzen immer wieder daran erinnert.
[41:27] Schreibt auch ein Leben voller Mühsal und Sorgen, dass künftig das Los der Menschen war. Hatte ihn Gott aus Liebe verordnet? Es war eine Erziehungsmaßnahme, die wegen der Sünde erforderlich war, damit die Begierden und Leidenschaften im Zaum gehalten und Gewohnheiten der Selbstbeherrschung entwickelt wurden.
[41:46] All dies gehörte zu Gottes großen Plan, die Menschen aus Erniedrigung und Verderben zu retten.
[41:55] Auch die Natur sollte den Menschen das Wesen und die Folgen seiner Rebellion gegen Gott vor Augen halten. Und das alles nicht, um den Menschen anzuprangern, sondern um ihn immer wieder daran zu erinnern, wie böse die Sünde ist und wie heilig Gottes Gesetz ist.
[42:12] Ich glaube, wir können uns gar nicht vorstellen, welch tiefe Trauer Adam und Eva empfunden haben, als sie die erste welke Blume gesehen haben, als sie das erste fallende, vertrocknete Blatt hatten. Sie sahen darin ein Zeichen der Vergänglichkeit. Und sie haben unendlich getrauert. Das, was für uns heute normal ist, war für sie ein Zeichen der Vergänglichkeit, der Trauer. Das gab es davor nicht.
[42:45] Und ich glaube, wir können uns nicht vorstellen, wie sie über den ersten Tod eines Menschen getrauert haben.
[42:57] Es war Satans Plan, dass Adam und Eva durch den Ungehorsam zu Gott sein Missfallen zu ziehen. Aber er wollte, dass sie danach wieder vom Baum des Lebens essen. Und wir haben gesehen, der Baum des Lebens war dafür zuständig, dass Adam und Eva immer wieder die Lebenskraft bekam und das ewige Leben. Und der Baum der Erkenntnis, der war der Prüfstein des Gehorsams.
[43:21] Und er wollte, dass sie vom Baum der Erkenntnis essen, dass sie sich Sünde und Missfallen zu ziehen und danach wieder vom Baum des Lebens essen, damit die Sünde und das Elend ewig aufrechterhalten wird.
[43:36] Aber das war nicht Gottes Plan. Wir können am Ende des Kapitels lesen, dass Gott den Menschen aus dem Garten Eden geschickt hat. Er ließ den Baum des Lebens von Engeln bewachen, damit die Sünde nicht ewig hält. Gott möchte nicht einen Planeten mit Sünde, die für ewig dort herrscht.
[43:57] Die Widerstandskraft von Adam und Eva war durch die eine Sünde so geschwächt, dass sie nun noch weniger Kraft besitzen würden, der Sünde standhaft zu bleiben. Und deswegen mussten sie demütig und sehr traurig ihrem schönen Zuhause Lebewohl sagen. Sie gingen aus dem Garten fort, um die Erde zu bewohnen, die nun unter dem Fluch stand.
[44:23] Aber Gott hatte Mitleid mit ihnen und Gott versorgte sie mit Kleidung, damit sie vor Hitze und Kälte geschützt sind.
[44:32] Der Garten Eden blieb noch lange Zeit auf der Erde, und die Menschen konnten immer wieder dahin treten und ihr unschuldiges Zuhause noch sehen. Auch wenn der Eingang verschlossen war. Und Ellen White beschreibt, wie Adam und seine Söhne auf zu dem Tor zum Paradies kamen, um dort Gott anzubeten.
[44:52] Und erst als der Ungehorsam immer größer wurde auf der Erde und die Flut der Ungerechtigkeit die ganze Welt bedeckte und die Flut bei Noah heraufbeschwört, dann erst hat Gott den Garten von dieser Erde entfernt. Und während Gott uns in die ewige Heimat bringen wird, dann wird der Garten wiederhergestellt sein. Er wird noch schöner geschmückt werden als am Anfang.
[45:16] Und er beschreibt auch, dass Jesus momentan den Garten pflegt und für uns vorbereitet, und wir dann eines Tages wieder bei ihm in diesem Garten sein können. Alle, die Gottes Gebote gehalten haben, werden dann in unsterbliche Lebenskraft wieder unter dem Baum des Lebens stehen und von dessen Früchte essen.
[45:40] Gott hat eine große Barmherzigkeit. Und deswegen mussten Adam und Eva sich keine harten Prüfungen unterziehen. Sie durften von allen Bäumen essen, nur ein Baum war verboten. Aber dieses einfache Verbot, es hat die Sünde deswegen so schwerwiegend gemacht, weil wenn sie diese einfache Beschränkung der...
[46:02] ...nicht standhaft geblieben sind, dann hätten sie auch keine schweren Belastungen gemeistert. Wenn er zum Beispiel größere Verantwortung bekommen hätte.
[46:14] Wenn wir jetzt umkehren, und Adam hätte eine schwere Prüfung bekommen und hätte diese nicht gemeistert, dann hätten Menschen anfangen können, kleine Missetaten zu rechtfertigen, weil es ja nur eine geringfügige Sache ist.
[46:33] Und man könnte denken, dass Gottes mit den kleinen Dingen nicht so genau nimmt. Aber Gott hat gezeigt, dass egal wie groß die Sünde ist, auch ganz klein, ihm ist jede Sünde ein Gräuel.
[46:48] Jetzt haben wir uns in 1. Mose 3 eine Geschichte angeschaut, wie Menschen auf die Versuchung seitens reagiert haben. Und dieser hat ein negatives Ende genommen. Sie herrschen der Versuchung erlegen. Aber es gibt in der Bibel noch eine Geschichte, die ein Vorbild sein kann für siegreiches Überwinden. Und diese Geschichte möchte ich euch mit euch jetzt noch anschauen.
[47:15] Und ich glaube, dass ihr schon wisst, welche Geschichte sich handelt. Es handelt sich um die Versuchung Jesu. Es war nach seiner Taufe. Er hatte seinen Dienst auf der Erde begonnen. Die Taube kam von dem Himmel herab und hat verkündet: "Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe."
[47:36] Doch bevor er jetzt seinen Dienst auf der Erde antrat, ging er auf 40 Tage in die Wüste. Er betete und fastete. Er wollte alleine sein, um über seine Aufgabe nachzudenken. Und er wollte sich durch Beten und Fasten für den blutbefleckten Weg, der vor ihm lag, stärken.
[47:57] Und diese Chance hat Satan genutzt. Er hatte jetzt viele tausend Jahre Zeit gehabt, um sich zu überlegen, wie er Jesus versuchen konnte. Er hatte so die Hoffnung, dass Jesus fällt und der Erlösungsplan zunichte gemacht wird und dass Jesus die Menschen nicht erlöst und die Sünde ewig besteht.
[48:18] Als Jesus in der Wüste war, hungrig, alleine, trat Satan an Jesus heran. Und von Ellen White wissen wir, dass er in der Gestalt eines Engels, eines Lichtengels kam. Aber sein Sprach hat ihn verraten.
[48:36] Lasst uns mal gemeinsam Matthäus 4 aufschlagen. Matthäus 4, Vers 3: "Und der Versucher trat zu ihm und sprach: Wenn du Gottes Sohn bist, so sprich, dass diese Steine Brot werden."
[49:02] In diese Frage steckt wieder viel Zweifel drin, wie auch vorhin bei Adam und Eva. Sollte Gott wirklich gesagt haben: "Wenn du Gottes Sohn bist, dann..." Für uns ist es keine Versuchung, aus deinen Brüssel Brot zu machen. Aber für Jesus schon.
[49:19] Er hatte die schöpferische Macht in sich, mit der er die Welt erschaffen hat. Und nach 40 Tagen Fasten hatte er Hunger. Er war körperlich und mental geschwächt. Und für ihn wäre es eine Kleinigkeit gewesen, aus diesen Steinen Brot zu machen. Aber es war nicht seine Aufgabe, seine Göttlichkeit gegenüber Satan so zu beweisen und den Grund für seine Erniedrigung zu erklären.
[49:48] Und jetzt lasst uns anschauen, wie Jesus darauf reagiert hat. In Matthäus 4, Vers 4: "Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben: 'Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht.'"
[50:07] Ein weiterer Stationen-Sieg der Liebe. In jeder Versuchung war das Wort Gottes die Waffe seiner Verteidigung. Satan hatte von Christus ein Wunder als Zeichen...
[50:15] von Christus ein Wunder als Zeichen seiner Göttlichkeit verlangt, größer als
seiner Göttlichkeit verlangt, größer als alle Wunder ist das feste Vertrauen auf. Ein zu spricht der Herr, das war ein Zeichen, dass nicht angefochten werden konnte. Solange Christus diese Haltung einnahm, konnte ihm der Versucher nichts anhaben.
[50:32] Satan hat sich mit dieser Antwort nicht zufrieden gegeben. Wir können den folgenden Versen lesen, dass er noch zweimal an Jesus herantrat, an ihn herausforderte. Aber jedes Mal hat sich Jesus auf Gottes Wort berufen, jedes Mal hätte damit geantwortet: "Es steht geschrieben."
[50:58] Wir haben vor allem Verse gelesen, die uns gezeigt haben, dass Satan der Vater der Lüge ist, dass alles, was er sagt, falsch ist. Aber im Gegensatz dazu Gott die Wahrheit ist, dass er immer die Wahrheit verkörpert und gar nicht lügen kann. Und Gottes Willen teilte er uns in seinem Wort mit, und sein Wort ist ebenfalls die Wahrheit. Lasst uns dazu zwei Verse aufschlagen. Wir fangen an im Psalm 119, Vers 160.
[51:32] Psalm 119, Vers 160. So rum. Noch einmal Psalm 119, 160. "Die Summe deines Wortes ist Wahrheit, und jede Bestimmung deiner Gerechtigkeit bleibt ewiglich." Und der zweite Vers in Johannes 17, Vers 17: "Heilige sie in deiner Wahrheit, dein Wort ist Wahrheit."
[52:02] Sah dann, dass heute noch genauso aktiv wie damals. Und er hatte jetzt noch mal mehrere tausend Jahre Zeit, um die Menschen und das zu studieren und sich zu überlegen, wie er sie am besten verführen kann. Und ich glaube, dass Satan noch niemandem in der Form der Schlange oder des Engels begegnet ist. Und trotzdem sind wir täglich den vielen Versuchungen ausgesetzt.
[52:29] Und die meisten Versuchungen, denen wir ausgesetzt sind, sie laufen über unsere Gedanken. Es sind Gedanken, die nicht der Wahrheit entsprechen, die aber unsere Emotionen formen, die unsere Handlungen prägen und die erst mal keiner mitbekommt. Und wenn sich Gedanken immer wiederholt im Kopf drehen, dann festigen sie sich und irgendwann werden sie zu einem Glaubenssatz.
[52:59] Ich möchte ein paar Gedanken nennen. Es kann sein, dass es Gedanken gibt, von denen ihr denkt: "Völliger Quatsch!" Dann freut euch. Vielleicht gibt es aber auch Gedanken, bei denen ihr das im ersten Moment nicht denkt und erst beim Nachdenken merkt, dass sie Gottes Wort gar nicht entsprechen.
[53:15] Ich nenne ein paar Beispiele: "Jemand anderes ist schuld." "Du wirst nur so viel wert wie deine Leistung." "Das Leben sollte leicht sein." "Das Leben sollte fair sein." "Du musst alle meine Bedürfnisse erfüllen." "Du sollst sein wie ich, wenn ich es will." Stimmt es auch aus einer Mücke einen Elefanten machen? Alles persönlich nehmen. "Gottes Liebe muss man sich verdienen." "Gott wird mich vor allem Übel bewahren." "Alle meine Probleme werden durch meine Sünden verursacht." "Ein guter Christ ist nicht zornig, besorgt oder deprimiert."
[53:53] Das waren jetzt nur einige wenige Beispiele. Satan weiß genau, welche Lüge auf uns passt und auf welchem Fuß er uns am besten trifft. Und jetzt sollen uns ein paar Bibelverse anschauen, wie die Bibel uns zeigt, wie man mit so etwas umgeht.
[54:06] Seien wir starten in Johannes 8, Johannes 8, Vers 31 bis 32. Da sprach Jesus zu den Juden, die an ihn glaubten: "Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger, und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen."
[54:31] Der erste Punkt, den wir uns merken ist: Gottes Wahrheit macht uns frei. Gottes Wahrheit macht uns frei.
[54:41] Schauen wir uns den zweiten Vers an in Römer 12, 2. "Und passt euch nicht dieser Welt an, sondern lasst euch in eurem Wesen verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist."
[55:09] Das zweite, was wir uns merken: Wir müssen prüfen, was Gottes Wille ist. Wir müssen prüfen, was Gottes Wille ist.
[55:14] Der dritte Vers: Philipper 4, Vers 8. Und vielleicht können einige von euch auswendig: "Im Übrigen, ihr Brüder, alles, was wahrhaftig, was ehrenhaft, was gerecht, was rein, was liebenswert, was wohl lautet, was irgend eine Tugend oder etwas Lobenswertes ist, darauf seid bedacht."
[55:43] Dieser Vers sagt uns: Denkt über die guten Dinge nach. Denkt über die guten Dinge nach.
[55:52] Ein weiterer Vers: Zweiter Korinther 10, 5. Korinther 10, Vers 5: "Sodass wir Vernunftschlüsse zerstören und jede Höhe, die sich gegen die Erkenntnis Gottes erhebt, und jeden Gedanken gefangen nehmen zum Gehorsam gegen Christus."
[56:13] Dieser Vers zeigt uns, dass wir unsere falschen Gedanken gefangen nehmen sollen. Und ich möchte jetzt ein paar praktische Beispiele nehmen.
[56:22] Denke über deine Gedanken nach und schreib sie vielleicht auch auf. Entlarve in deinen Gedanken die Lügen, die sich eingeschlichen haben, indem du in der Bibel forschst, indem die Bibelstellen suchst, die zu diesen Gedanken passen und die die Wahrheit dem entgegenstellen, die die Wahrheit enthalten. Und dann formuliere Gedanken, die der Wahrheit entspricht, oder stelle ein Bibelvers, lerne ihn auswendig, denke über diesen Bibelvers nach.
[56:58] Und ich glaube, hier liegt ein großer Schlüssel. Denkt über Gottes Wort nach, sucht Verse, die genau zu eurer Situation passen. Und die Bibel ist voll von Versen, die in unterschiedlichen Situationen passen. Such dir deinen eigenen Vers und denke darüber nach, weil je öfter man über etwas nachdenkt, umso mehr festigt sich dies im Kopf und wird zu einem Glaubensgrundsatz.
[57:26] Deshalb lasst uns über gute Dinge nachdenken und so in das Bild Jesu verwandelt werden. Lasst uns nicht auf die Versuchungen schauen und überlegen, wie uns etwas enttäuschen könnte, sondern lasst uns auf die guten Dinge schauen und über Jesu Wort nachdenken.
[57:41] Entsprechend 4, Vers 23 steht: "Mehr als alles andere behüte dein Herz, denn von ihm geht das Leben aus." Lasst uns unser Herz behüten. Lasst uns zu Jesus in unseren starken Sturm laufen und in der Wahrheit in Sicherheit sein, wie es auch in Sprüche 18 ausgedrückt wird. Sprüche 18, 14: "Der Name des Herrn ist ein starker Turm, der Gerechte läuft dort hin und ist in Sicherheit."
[58:15] Ellen White schreibt einen schönen Vers in "Zeugnisse für die Gemeinde", Band 9: "Wenn Gottes Kinder sich auf Gottes Wort als ihre Verteidigung verlassen, kann Satan niemals einen Vorteil gewinnen." Wenn Gottes Kinder sich auf Gottes Wort als ihre Verteidigung verlassen, sagt er, niemals einen Vorteil gewinnen.
[58:33] Lasst uns zusammen beten. Vater im Himmel, ich danke dir, dass du uns dein Wort gegeben hast. Ich danke dir, dass dein Wort Wahrheit ist und dass alles, was darin steht, wahr ist. Danke, dass wir dann Wort lesen können, studieren können, dass wir darüber nachdenken können und dass es so praktisch zu uns spricht.
[58:57] Vater, ich möchte dich bitten, dass du uns hilfst, dass wir die Lügen in unserem Leben entlarven. Ich möchte dich bitten, dass du uns zu deiner Wahrheit führst, dass wir über deine Wahrheit nachdenken, dass sie uns frei macht und dass sie uns verändert. Und dafür danke ich dir. Amen.
[59:18] Vielen Dank fürs Zuschauen. Ich wünsche euch Gottes Segen bei der Vorbereitung auf das Bibelgespräch und Gottes Kraft beim Überwinden.
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