In dieser Lektion der Christ Study Hour 2022 Q3, mit dem Titel „Im Schmelztiegel mit Christus: Im Schmelztiegel warten“, beleuchtet Jota Tziatziou die Bedeutung des Wartens und Ausharrens im christlichen Leben. Anhand biblischer Beispiele wie David und biblischer Lehren wird erklärt, wie Geduld und Vertrauen auf Gott zu innerer Stärke und einem Leben voller Kraft führen. Die Lektion betont, dass das Warten ein aktiver Zustand ist, der die Frucht des Geistes hervorbringt und uns befähigt, Gottes Willen zu tun und andere zu lieben.
Christ Study Hour 2022 Q3 – Im Schmelztigel mit Christus: 11. Im Schmelztiegel warten
Jota Tziatziou · Christ Study Hour 2022 Q3: Im Schmelztiegel mit Christus ·Themen: 1. Samuel, Bibel, Bibelstudium, Leben als Christ, Psalmen, RömerWeitere Aufnahmen
Serie: Christ Study Hour 2022 Q3: Im Schmelztiegel mit Christus
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Transkript
[0:31] Liebe Zuschauer, ich begrüße euch heute zu einem neuen Thema, Thema Nummer elf unseres Quartals, was sich nennt: "Im Schmelztiegel warten". Bevor wir mit der Betrachtung der Lektion beginnen, möchte ich ein Gebet sprechen. Lieber Gott, ich möchte dir danken von ganzem Herzen, dass du uns liebst und dass du uns viele Charaktereigenschaften zeigen möchtest. Dank, Herr, dass wir dich haben. Danke, dass du jetzt mit uns bist. So bitte führe und leite unsere Gedanken, verändere unser Herz durch deine Worte und habe Dank, dass wir uns auf dich verlassen können, dass du deine Versprechen hältst und dass du ein Gott bist, der immer und ständig da ist.
[1:41] Liebe Zuschauer, ich möchte euch einen Text verlesen. Doch bevor ich mit diesem Text starte, einen Text aus der Bibel, einen knappen Text, möchte ich eine Frage stellen, die jeder für sich zu Hause beantworten darf. Die Frage lautet: "Wie gewinne ich das Leben?" beziehungsweise: "Wie gewinne ich mein Leben?" Was habt ihr darauf geantwortet? Ich bin sehr neugierig und gespannt, das zu hören. Da war leider wird es nicht möglich sein, weil es ja keine Live-Sendung ist heute. Aber in der Sabbat-Schule, jetzt am Sabbat, freue ich mich auf die Antworten, sie dann doch zu hören. Und vielleicht, vermutlich, hat der eine oder andere so geantwortet: "Ich gewinne mein Leben, indem ich an Jesus Christus glaube." Das ist ein wahrer Satz, nicht mal und er stimmt so. Oder vielleicht hat jemand geantwortet: "Indem ich Jesus Christus vertraue, gewinne ich mein Leben." Die andere sagt vielleicht: "Ich gewinne mein Leben, indem ich Jesus liebe", und so weiter und so fort. Und dass das auch alles richtig ist, aber wir wissen eigentlich, unser Leben ist ein Geschenk von Gott. Doch Jesus zeigt uns den Weg und er sagt ganz knapp in Lukas 21, Vers 19, folgende Worte. Er gibt es diese Antwort zu dieser Frage. Schlagen wir uns die Bibel auf, Lukas 21, Vers 19. Ich schlage sie nicht auf, denn ich habe mir das alles hier schon notiert, aber dürft das gerne zu Hause tun: "Gewinnt euer Leben durch euer Ausharren." Hat jemand so geantwortet? Ich vermute nicht. Wer hätte denn diese Antwort erwartet? Und das ist das Schöne daran, dass es die Bibel immer wieder mit Antworten überrascht. Wenn wir sie aufmerksam lesen, können wir Schätze entdecken, Schätze, die man tief graben muss. Denn gewinnt euer Leben durchaus, sagen, sagt es doch mal jemanden auf der Straße oder erzählt doch mal euren Freund genau dieses. Was würde er sagen? Worüber würde man danach denken und sprechen?
[4:16] Also, es ist ein schönes Thema, es ist ein großes Thema. Es geht hier in der Lektion um den Schmelztiegel des Wartens. Und dieser Begriff des Wartens oder hier, wie hier auch ausgedrückt, des Ausharrens, stellt ja eine Haltung dar. Und wir werden uns Gedanken machen, damit wir erkennen, wie wichtig für einen Christen genau dieses Warten, dieses Ausharren ist. Was bedeutet es denn auszuharren? Welches Synonyme könnte man für dieses Wort einsetzen? Warten natürlich, ausharren, *makrothymia* genannt, aber auch durchhalten, nicht wahr? Aushalten etwas. Und so sehen wir, dass das Warten tatsächlich einen weiteren Schmelztiegel beschreibt, denn es ist schwierig, es schmerzt vielleicht und es strengt an, etwas auszuhalten, was unangenehm ist, was Ängste bereitet. Wir wissen aus der Geschichte der Christenheit, dass manche auch einem lebensgefährlichen Zustand ausgesetzt waren und sie haben ausgeharrt und trotz allem in Freude. Denn wenn das Wort Gottes vom Warten, vom Ausharren spricht, dann geht es darum, so zu warten, dass Gott dadurch geehrt wird. Wir finden im Neuen Testament einen Aufruf zur Ermutigung zum Ausharren der Anfechtungen von Petrus, welchen ich euch gerne vorlesen möchte und er mitlesen möchte. Schlägt bitte erste Petrusbrief, Kapitel 4, und dort den Vers 12 auf. Und wir lesen von Vers 12 bis 19, erster Petrus 4, das Thema dieses Abschnittes ist die Ermutigung zu standhaften Leiden um des Christus willen. Und Petrus spricht so zu seinen Geschwistern: "Geliebte, lasst euch durch die unter euch entstandene Feuerprobe nicht befremden, als widerfuhr euch etwas Fremdartiges, sondern in dem Maße, wie ihr Anteil habt an den Leiden des Christus, freut euch, damit ihr euch auch bei der Offenbarung seiner Herrlichkeit freuen könnt. Glückselig seid ihr, wenn ihr geschmäht werdet um des Namens des Christus willen, denn der Geist der Herrlichkeit, der Geist Gottes ruht auf euch. Bei ihnen ist er verlässt hat bei euch, aber verherrlicht. Keiner von euch soll daher als Mörder oder Dieb oder Übeltäter leiden, oder weil er sich in fremde Dinge mischt. Wenn er aber als Christ leidet, so soll er sich nicht schämen, sondern er soll Gott verherrlichen in dieser Sache. Denn die Zeit ist da, dass das Gericht beginnt beim Haus Gottes. Wenn aber zuerst bei uns, wie wird das Ende der Ära sein, die sich weigern, dem Evangelium Gottes zu glauben? Und wenn der Gerechte nur mit Not gerettet wird, wo wird sich der Gottlose und Sünder wiederfinden? Daher sollen auch die, welche nach dem Willen Gottes leiden, ihre Seelen ihm als dem treuen Schöpfer anvertrauen und dabei das Gute tun."
[7:50] Warten also im geistlichen Sinne heißt also auch Geduld bewahren und nicht aufgeben, Gutes zu tun. Es ist ein aktiver Zustand beziehungsweise eine aktive Haltung, die innerliche Charakterstärke ausdrückt. Eigentlich schon ein Widerspruch in sich, nicht wahr? Warten ist ja eigentlich, ihr, was passiert ist. Und wir haben hier aber ein aktives Warten, in dem wir Gutes tun. Und es ist schön zu erkennen, dass die Bibel, wenn sie spricht, dass wir ihre Worte auch geistlich verstehen müssen. Man kann alles nicht nur so buchstäblich Wort wirklich nehmen, sondern Warten ist eben ein Prinzip. Und das Ziel dieses Wartens und das Ziel dieses Ausharrens hat die Freude als Ende. Denn es schaut mal, was Sprüche 10, Vers 28 steht: "Das Warten der Gerechten führt zur Freude, aber die Hoffnung der Gottlosen wird zunichte." Und wenn wir einen Vers vorher lesen, so sehen wir, wie Warten und Gottesfurcht zusammengehören. Sprüche 10, Vers 27 lesen wir nämlich: "Die Furcht des Herrn verlängert das Leben, aber die Jahre der Gottlosen werden verkürzt." Und genauso meint, dass Jesus, wenn er sagt, dass das Leben gewonnen wird, werden soll durch Ausharren. Es muss ein Ausharren in einer Haltung der Gottesfurcht sein, der uns zum Gehorsam gegenüber Gottes Prinzipien führt. Und dann, wenn wir auf Gott hören und seinen Willen tun, erfüllt sich das folgende in unserem Leben wird gut zu und verinnerlicht euch die Worte, die ja hier in Jesaja 40, Vers 31 zu lesen sind. Jesaja 40, 31 ist der nächste Text und schlagt bitte die Bibel dazu auf. Und das ist einer meiner Lieblingsverse dieser Lektion. Musste nämlich folgendes: "Aber die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, das sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden", heißt es dort.
[10:03] Wenn wir also mit all unseren Handlungen zu Gott kommen und darauf warten, dass er sich unsere Probleme und Aufgaben annimmt, und wenn wir dabei nicht aufhören, Gutes zu tun, und die Sünde weiterhin hassen und sie nicht in unserem Leben akzeptieren, so erhalten wir von ihm erstaunliche Kräfte und sind unbesiegbar. Durchaus ausharren, durch Warten, also warten auf den Herrn, gewinnen wir unser Leben. Und was für ein Leben es ist! Ein Leben voller Kraft und Stärke.
[10:35] Da wusste, dass der David, der einst Goliath im Kampf besiegte und nicht nur sein Leben rettete, sondern das Leben eines ganzen Volkes, bevor er in den Kampf zog und mit Goliath zu kämpfen, wusste er, würde er ihn besiegen. Denn David verließ sich ja zu 100 Prozent auf den Herrn. In ihm, in seinem Leben, erfüllt sich das, genau das, was wir gelesen haben, Jesaja 40, Vers 31. Könnt ihr euch erinnern, wie seine Worte waren, als er in diesen legendären Kampf zog? Lasst uns diese Worte gemeinsam lesen. Und sie stehen in erster Samuel 17, ab Vers 45. "David aber sprach zu dem Philister: Du kommst zu mir mit Schwert und mit Speer und mit Wurfspieß. Ich aber komme zu dir im Namen des Herrn der Heerscharen, des Gottes der Schlachtreihen Israels, die du verhöhnst. An diesem heutigen Tag wird dich der Herr in meiner Hand ausliefern, und ich werde dich erschlagen und deinen Kopf von dir nehmen, und ich werde die Leichname des Heeres der Philister an diesem Tag den Vögeln unter dem Himmel und den wilden Tieren der Erde geben, damit die ganze Welt erkenne, dass Israel einen Gott hat. Und diese ganze Gemeinde soll erkennen, dass der Herr nicht durch Schwert oder Spieß errettet, denn der Kampf ist die Sache des Herrn, und er wird euch in unserer Hand geben."
[12:29] Dieser Text ist natürlich kein Text, in dem die Geduld, bzw. das Ausharren oder das Abwarten thematisiert wird. Nein, eher das Gegenteil davon. Damit kann es kaum erwarten, mit Goliath zu kämpfen. Und seine Worte zeigen sehr deutlich, dass wenn wir wissen, woher unsere Kraft und Stärke kommt, uns nichts im Wege stehen kann. Es geht hier in diesem Text um ein völliges Vertrauen auf Gott und darum, dass wir durch dieses Vertrauen und das Handeln demgemäß ein Zeugnis für die ganze Welt erstellen, das haben wir ja in Vers 46 gelesen. "Damit die ganze Erde erkenne, dass Israel einen Gott hat", heißt es.
[13:21] Ihr seht, liebe Zuhörer, unser Vertrauen schlägt Wellen und wirkt sich auf andere aus. Dein Vertrauen auf Gott soll dich, aber auch deine Geschwister im Glauben stärken. In Vers 47 mal gelesen: "Die ganze Gemeinde soll erkennen, dass der Herr nicht durch Schwert oder Spieß errettet." Und die ganze Welt soll dadurch errettet werden. Die ganze Welt soll in ihr sichtbar gemacht werden, wie unser Gott ist. Denn wer kennt sie nicht, die Geschichte von David und Goliath? Wirklich weltweit bekannt, nicht wahr? Und auch damals, als er sich ereignete, wurden Lieder über Lieder für den Helden David gesungen, dass sein Ruhm sich ganz schnell verbreite. Und mit diesen starken Charakter und mit diesem starken Glauben, dieses unbezwingbare Vertrauen auf Gott, denn auf den Herrn heißt ja Gott vertrauen, so könnte man das nämlich anders formulieren. Konnte David aus allen späteren Kämpfen seines Lebens siegreich hervorgehen. Er wusste, wann es Zeit ist zu handeln und wann es besser abzuwarten. David ließ sich nämlich vom Heiligen Geist leiten. So steht es im Wort, dort ist geschrieben. Schaut mal in erster Samuel 16, Vers 13, was dort verfasst ist. "Und der Geist des Herrn geriet über David von diesem Tag an und darüber hinaus." Und so empfing David die Frucht des Geistes.
[15:00] Und was ist denn diese Frucht? Wir haben ja ganz aufmerksam jetzt mitgelesen. Und es fällt uns auf, dass es eine Frucht ist und nicht mehrere Früchte. Ihr kennt den Text ja aus Galater 5, Vers 22. Dieser Text ist uns eigentlich gut bekannt und darin steht folgendes: "Die Frucht des Geistes, nicht die Früchte des Kreises, sondern die Frucht des Geistes, aber ich liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung." Es wird von einer Frucht gesprochen und diese ist in diesen verschiedenen Charaktereigenschaften ausgedrückt und natürlich auch unsere Charaktereigenschaft, die wir in dieser Woche zum Thema haben, die Langmut, auch ein anderes Wort für Warten oder für das Warten. Ja, Langmut ist sehr geduldig. Lang wird es eben ein geduldiges Warten. Auch diese eben wird hier angesprochen.
[16:19] Ja, und David, wir können sagen, ja, David hatte Geduld mit Saul. Er wusste, Gott hat einen Zeitplan und er selbst würde diesen zur Erfüllung bringen. Und deswegen unternahm nichts, um sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Nein, er legte nicht annähernd an, obwohl er ja viele Gelegenheiten dazu hatte. Gott prüfte ihn. Und auch so prüft uns Gott. Gott bringt uns in viele verschiedene Situationen unseres Lebens und er tut es, damit wir lernen, lernen, egal komme was wolle, auf ihn zu vertrauen. In erster Samuel 26, Vers 10 lesen wir nämlich genau dieses. Diese Gedanken Davids. David sagte nämlich so: "So wahr der Herr lebt, sicher wird ihn der Herr schlagen, wenn seine Zeit kommt." David war nicht nur geduldig, sondern er war ja auch freundlich. Die Güte und die Treue, die er sei, offenbarte, dass sein Leben verleitete ihn dazu, auch Selbstbeherrschung auszuüben. Der göttliche Friede hatte David beherrscht. Ganz im Gegenteil zu Saul, der diesen verlor und von Unbeherrschtheit geplagt wurde, bis dahin, dass er so neidisch war auf David und ihn umbringen wollte.
[17:59] Merkt, liebe Zuschauer, wenn wir eine dieser Geistesgaben ablehnen oder sie nicht erlernen wollen, so geschieht es, dass wir dadurch auch das Gesetz Gottes brechen. Der Ungeduldige Saul wurde zu einem, mehr da kann man sagen, er hat natürlich David dann nicht umbringen können, weil David unter dem Schutz Gottes stand. Aber er wollte es tun. Und all das, was das Gegenteil ist, eben von Liebe, Freude, Friede, Langmut, all das hat es so verinnerlicht. David hingegen hatte sich durch das Vertrauen, das er an Gott heute zeigen lassen, was es heißt, seinen Feind zu lieben und Freude zu haben, den Willen Gottes zu tun, auch in den lebensbedrohlichen Situationen. Und so können wir von diesem Glaubenshelden lernen, dass die Frucht des Geistes, die Geduld, oder anders ausgedrückt, das Ausharren mit all diesen weiteren Charaktereigenschaften in Verbindung steht, die in Galater 5, 22 genannt werden. Eine Charaktereigenschaft bedingt nämlich die andere. Es ist eine Frucht. Und mit dieser Frucht, die ja die Frucht des Heiligen Geistes ist, gewinnen wir unser Leben.
[19:23] "Gewinnt euer Leben durch Ausharren." Ja, das hat Jesus gesagt, und das haben wir gesehen, wie es am Leben und Wirken Davids in Erscheinung trat. Und so bekam David immer wieder neue Kraft, seine Aufgaben, die ja keine leichten waren, in Angriff zu nehmen. Er konnte sich Gottes Willen unterordnen und zeigte ja dadurch, dass er Gottesfurcht besaß. David war überaus gütig und er liebte die Wahrheit, die von Gott kommt. Und wenn wir von Gott als Gerechte befunden werden wollen, so tun wir gut daran, uns die Frucht der Güte anderen gegenüber als Charaktereigenschaft schenken zu lassen. Und das gegen jedermann, und vor allem gegen solche, die gemein zu uns sind. Das ist die Wahrheit, die uns das Leben ja gewinnen lässt.
[20:16] Lasst uns einen Text aufschlagen, der über die Güte und diese damit einhergehende Eigenschaften spricht, die gerade genannt wurden. In Epheser 5, Vers 9 steht folgendes: "Epheser 5, Vers 9: Die Frucht des Geistes besteht nämlich in lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit." Johannes 14, Vers 6 möchte ich euch auch gerne vorlesen. Eines 14, Vers 6, diesen Satz, den auch Jesus spricht: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich." Also, Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit, Kern zusammen, was ebenfalls Früchte sind des Heiligen Geistes. Und wenn dies alles sich erfüllt in unserem Leben, so steht uns nichts im Wege zwischen der Ewigkeit und uns. Denn wenn wir diese Schule Jesu beschreiten, lernen wir unsere Mitmenschen mit sanftmütigen Augen zu betrachten, mit Augen der Liebe. Und ich meine nicht nur die offensichtlich Bedürftigen unter uns, sondern alle Menschen, und erst recht unsere Brüder und Schwestern, und noch viel mehr diejenigen unter ihnen, die Fehler tun. Denn wie soll man denn erkennen, dass wir Jesu Jünger sind, durch die Geduld und die anhaltende Liebe, die wir untereinander haben? Das ist klar.
[21:46] Geduld öffnet viele Türen zum Herzen unserer Mitmenschen. Ungeduld schließt diese Türen. Machen wir, nehmen wir es uns doch mal vor, in der nächsten, in der nächsten Auseinandersetzung mit wem auch immer, dies ist, Geduld zu üben und warten wir ab, was dadurch geschieht. Durch die Geduld. Genau. Und wenn wir unseren Nächsten geduldig lieben, so können wir durch Gottes Kraft ganz viel, nämlich im Inneren des anderen bewirken. Geduld ist eine Kraft, eine Kraft Gottes, eine Frucht des Heiligen Geistes.
[22:30] Schaut mal, was der folgende Text nämlich sagt. Erster Petrus 4, Vers 8. Ich lese erster Petrus 4, Vers 8 vor: "Vor allem aber hat die innige Liebe untereinander, denn die Liebe wird eine Menge von Sünden zu decken." Ist das nicht eine gewaltige Aussage, die uns zeigt, welchen Stellenwert wir im Lösungsplan der Menschen um uns herum haben? Das Zudecken der Sünde gehört ja zum Lösungsplan, und dieses Thema führt uns zu Jesus. Er möchte uns damit sagen, dass wir verantwortlich sind für unseren Nächsten. Die Liebe ist Jesus, und er ist es, der ja diese Sünden zudeckt. Und wir haben die Aufgabe, in dieser Liebe zu haben. Und wenn wir dies tun, so sammeln wir, ihr Lieben, Jesus deckt die Sünden zu, das ist ganz klar, dass er das tut. Aber wir arbeiten mit ihm mit und wir tun genau dieses Werk der Erlösung als seine Mitarbeiter.
[23:40] Dass es eine gewaltige, eine eigentlich zu große Aufgabe und es versetzt mich in unheimliche... und Gottesfurcht, wenn ich das jetzt so bedenke hier. Denn wer kann, wer kann den raten als nur Gott allein? Ihr Leben und trotzdem ist so groß und wir so klein und trotzdem will er uns zu seinen Mitarbeitern, man zu seinen Nach. Und diese Gedanken, die führen uns zu einem weiteren Text aus der Lektion, die im Teil des Sonntags zu finden sind. In Römer 15, Vers 4 bis 5 lesen wir folgende Gedanken, folgende Worte. Und ich möchte diesen Text noch bis Vers 7 lesen. Wissen bei Römer 15, und wir lesen ab Vers 4: "Denn alles, was zuvor geschrieben worden ist, wurde zu unserer Belehrung zuvor geschrieben, damit wir durch das Ausharren den Trost der Schriften hoffnungsvoll fassen."
[24:51] Und jetzt kommt der Gott des Ausharrens und des Trostes. Aber gebe euch untereinander eines Sinnes zu sein, Christus Jesus gemäß, damit ihr einmütig mit einem Mund den Vater unseres Herrn Jesus Christus lobt. Darum nehmt einander an, gleich wie auch Christus uns angenommen hat zur Ehre Gottes. Fangen wir von unten an, den Text genauer zu betrachten. Hier im Vers 7 steht, dass wir Gott damit ehren, wenn wir uns gegenseitig annehmen. Damit dies geschieht, müssen wir uns von Gott etwas schenken lassen. Und was das ist, steht ja in Vers 5 und 6. Es ist ein gemeinsamer Sinn. Also, Jesus Christus ist ja unser Maßstab, und bei all unserem Handeln sollen wir uns allesamt nach ihm richten, um einmütig im Werk Gottes voranzuschreiten und seine Wahrheit zu verkündigen. Unser Gott ist ein Gott des Ausharrens, und das steht hier im 5. Und er ist gleichzeitig ein Gott des Trostes. Also, Ausharren und Trösten, diese zwei Begriffe werden hier zusammen genannt. Und sie werden als Charaktereigenschaften Gottes bezeichnet. Und deshalb, ihr Lieben, ist es so wichtig, dass wir genau dies an unseren Mitmenschen praktizieren. Gott möchte uns erziehen und er möchte zu Erkenntnissen führen, die uns ja das ewige Leben bieten. Deswegen ist die Schrift mit all ihren Texten, auch den älteren Texten, zur Belehrung geschrieben und gegeben, wie es ja hier in Vers 4 steht. Wir haben von Gott Prophezeiungen erhalten und wir warten auf diese Erfüllung der Prophezeiungen, geduldig. Ja.
[26:43] Aber indem wir warten, erhalten wir eine Hoffnung. Und was ist diese Hoffnung? Diese Hoffnung ist eigentlich ein ganz großes Thema für sich, und wir haben...
[26:54] großes Thema für sich. Und wir haben natürlich Hoffnung, das ewige Leben zu bekommen. Wir haben Hoffnung, dass sich gewisse Dinge ereignen, dass Jesus wieder kommt. Wir haben Hoffnung, dass unsere Lieben, unsere Verwandten, unsere Freunde, auch die, die Gott nicht kennen, dass sie mitkommen in die Ewigkeit. Wir haben Hoffnung auf Hoffnung für so viele Dinge auch im Kleinen.
[27:26] Hier steht: Jesus in uns ist das Geheimnis Gottes, das lesen wir in der Bibel. Und Jesus in uns ist die Hoffnung der Herrlichkeit. Es geht vielmehr in allem, was wir lesen, nicht nur abzuwarten, was von außen geschieht. Ja, das gehört dazu, aber in diesem Warten möchte Gott uns nach innen hin verändern. Jesu Charakter der Herrlichkeit wird in uns und dadurch für andere sichtbar. Und diese offenbart sich in dieser Welt. Keine Frage, in der Welt, in der das Leid dominiert, in der Schrecken, Kriege und ganz furchtbare andere Dinge überall herrschen. Ja, selbst wenn es friedlich um uns herum scheint, wissen wir, wie es zu Hause bei den Nachbarn ist. Ich weiß, seit der Corona-Krise hatten die Jugendämter allein hier in Waiblingen, in Stuttgart, so immens viel mehr Arbeit zu tun.
[28:36] Und wir leben in einer Welt, die nicht gut ist. Und das wissen wir ja selbst, wenn wir so einen Wohlfühlzustand haben, weil es uns gut geht, weil wir wohl haben. Zumal wir ja, weil alles läuft, wir gesund hinein. Ihr Lieben, die Wahrheit ist, dass in dieser Welt es noch einiges gibt, oder das heißt, einiges, unheimlich viel, was repariert werden soll. Aber das, was Gott in uns reparieren kann, schon jetzt ist seine Herrlichkeit sichtbar durch unser Leben.
[29:17] Auch, was wartest du denn in deinem Leben? David hat nämlich nur auf eins gewartet, und das lesen wir in Psalm 62, Vers 6. Schlag bitte die Bibel dazu auf: Psalm 62, Vers 6.
[29:34] "Nur auf Gott wartet still meine Seele, denn von ihm kommt meine Hoffnung." David hat einzig und allein auf Gott gewartet.
[29:44] Lieber Zuschauer, ich wünsche mir, dass sich für dich und mich in dem Leben dieses Warten als fruchtbar erweist. Und ich wünsche mir, dass du Lust hast am Herrn, denn genau dann, wenn du Lust hast am Herrn, wird er dir geben, was dein Herz begehrt. Psalm 137, Vers 4. Das geht, das bereitet zum selberlesen.
[30:12] Und ich möchte nun diese Betrachtung schließen mit Gedanken aus der Feder Ellen Whites, die es auf eine wunderbare, schöne Art und Weise versteht, geistlich so auszudrücken, dass es uns tief im Inneren dazu bewegt, intensiver über das Wort Gottes nachzudenken und Freude dabei zu haben. Ich lese ein Zitat aus dem Buch "Christi Gleichnisse", zu finden auf Seite 60.
[30:43] "Ein Ackermann wartet auf die köstliche Frucht der Erde und ist geduldig darüber, bis sie empfange den früheren und späten Regen." Jakobus 5, Vers 7. "So soll auch der Christ mit Geduld auf die in seinem Leben sich zeigende Frucht des Wortes Gottes warten." Oft erhöht Gott, wenn wir ihm um die Gaben des Heiligen Geistes bitten, unsere Gebete, indem er uns in Umstände bringt, welche diese Früchte entwickeln. Aber wir verstehen seine Absicht nicht, wundern uns deshalb darüber, werden niedergeschlagen oder erschreckt. Und doch kann niemand diese Gnaden-Gaben entwickeln, es sei denn durch Wachstum und Frucht bringen.
[31:30] Unsere Aufgabe ist es, das Wort Gottes anzunehmen, es festzuhalten und uns vollständig seiner Herrschaft unterwerfen. Dann wird es seinen Zweck uns erreichen. "Wer mich liebt", sagte Jesus, "der wird mein Wort halten, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen." Johannes 14, Vers 23.
[31:58] Die Kraft eines stärkeren, eines vollkommenen Willens wird uns regieren, weil wir eine lebendige Verbindung mit der Quelle aller ertragenen Kraft haben. Und wer will denn schon nicht einen stärkeren Willen haben? Ich war, waren diese so. Ich lese weiter den Schlussteil.
[32:17] In unserem göttlichen Leben werden wir unter die Oberherrschaft Jesu Christi gebracht werden. Das gewöhnliche Leben der Selbstsucht hört auf, denn Christus lebt in uns. Sein Charakter wird sich in unserer Natur offenbaren, und wir werden die Früchte des Heiligen Geistes darbringen, etliche 30, fertig, und etliche 60, fertig, und etliche hundert. Feld. Zitat zu Ende.
[32:46] So ist es, meine Lieben. So, und dann sind wir auch schon fertig mit der Betrachtung für heute. Ich wünsche euch wirklich allen eine schöne und fruchtbringende Gesprächsrunde am kommenden Sommer, die auch Herz und Gottes Wort, die euer Herz in Gottes Wort stärken wird und auch festigen wird. Tschüss, sage ich, und bis zum nächsten Mal. Und zum Abschluss, bitte, lass uns noch gemeinsam beten.
[33:21] Lieber Vater, wir haben heute gelesen, dass du ein Vater des Ausharrens bist und ein Vater des Trostes bist. Und ich möchte dir persönlich für mich, ich möchte danke sagen, dass du so viele Tage meines Lebens geduldig auf mich gewartet hast und es weiterhin tust. Und dass du Trost, dass er dort, wo wir fallen, dort, wo wir noch nicht das ergreifen können, was du für uns vorgesehen hast. Danke, lieber Gott, dass wir von Herrlichkeit zu Herrlichkeit verändert werden. Danke, lieber Gott, dass du uns zeigst, dass Geduld und Kraft verleiht, Kraft, die von dir kommt, vom Himmel für unser Leben hier. Mögest du unseren Charakter verändern, dir immer ähnlicher machen, und mögen wir geduldig all jene Aufgaben annehmen, die du für uns in dieser Zeit, aber auch in der zukünftigen Zeit vorgesehen hast. Habe Dank für alles, was du gibst und alles, was du auch noch zurückhältst.
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