In dieser Lektion der Christ Study Hour 2022 Q3, mit dem Thema „Im Schmelztiegel mit Christus“, geht es um das Prinzip des Sterbens wie ein Samenkorn. Mirjam Giebfried beleuchtet, wie Jesus durch seine Erniedrigung und sein Opfer ein Vorbild für uns ist. Es wird erklärt, wie wichtig es ist, die eigene Gesinnung zu ändern und sich nicht von der Welt leiten zu lassen, sondern Gottes Willen zu erkennen und zu tun. Die Lektion betont die Bedeutung von Demut, Dienstbereitschaft und einem tiefen Vertrauen in Gott, um ein Leben zu führen, das Gott wohlgefällig ist.
Christ Study Hour 2022 Q3 – Im Schmelztigel mit Christus: 12. Sterben wie ein Samenkorn
Mirjam Giebfried · Christ Study Hour 2022 Q3: Im Schmelztiegel mit Christus ·Themen: 1. Samuel, Bibel, Bibelstudium, Leben als Christ, Philipper, Römer, SachariaWeitere Aufnahmen
Serie: Christ Study Hour 2022 Q3: Im Schmelztiegel mit Christus
-
0:0
-
0:0
-
0:0
Transkript
[0:34] Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge der Christ Study Hour, hier bei joelmedia.de. Wir sind heute mit dem Thema "Wie ein Samenkorn sterben". Es ist die Woche Nummer 12 unserer Lektion. Und bevor wir da gemeinsam eintauchen, lasst uns doch einmal beten.
[0:59] Lieber Vater im Himmel, wir brauchen dich. Herr, du bist es, der uns dein Wort eröffnet, du bist es, der uns Vorbilder gegeben hat in allem, was wir tun sollen. Und Herr, ich danke dir für die Lektion, die wir in den letzten Wochen studieren konnten. Bitte sei auch heute mit uns. Ich denke, du uns in besonderer Weise den Heiligen Geist. Lass uns nicht nur Neues erkennen, sondern er treibe uns dazu an, dass wir Täter deines Wortes werden, wie es ja Jakobus heißt. Ich danke dir, dass du das Wollen und das Vollbringen schenkst. Amen.
[1:47] Schlagt mit mir auf den Merksatz, aus dem auch das Thema abgeleitet ist, das wir diese Woche haben, in Johannes 12. Da lese ich ab Vers 23: Jesus aber antwortete ihnen und sprach: „Die Stunde ist gekommen, dass das Sohnes des Menschen verherrlicht werde. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, so bleibt es allein; wenn es aber stirbt, so bringt es viel Frucht. Wer sein Leben liebt, der wird es verlieren; wer aber sein Leben in dieser Welt hasst, wird es zum ewigen Leben bewahren. Wenn jemand mir dienen will, so folge mir nach, und wo ich bin, da soll auch mein Diener sein. Und wenn jemand mir dient, so wird ihn mein Vater ehren.“
[2:53] Ich denke, es ist wichtig, dass wir uns auch ein bisschen den größeren Kontext von diesen Versen anschauen. Denn hier sagt Jesus: „Wenn jemand sein Leben in dieser Welt nicht hasst“, das heißt, nicht weniger lieb hat als das ewige Leben, „dann wird er dieses Leben, an dem er jetzt noch so sehr hängt, einmal verlieren.“ Und wir kennen das große Ganze, das hier so, wenn er wiederkommt, auch Gewicht halten wird, dass die Gottlosen sterben werden einen Tod, wo die eigene Existenz einfach aufhört, und die Gerechten, die Gläubigen, aber ins ewige Leben hineingehen werden. Möge Gott uns helfen, dass wir zum Teil der Gläubigen gehören.
[3:48] Jetzt haben wir eben gesehen, wir müssen bereits sein, etwas aufzugeben. Wir müssen bereit sein, irdisches Leben für Gott an den Nagel zu hängen. Und um überhaupt so weit zu kommen, sollten wir uns hier zu Leben genauer ansehen. Am Sonntag ging es um Philipper 2 und dort die Verse 5 bis 9, wo von Jesus die Rede ist. Geht einmal mit mir zu Philipper 2. Dort heißt es: „Seid so gesinnt, wie es Christus Jesus auch war.“ Stellt sich doch die Frage: Was war Jesu Mindset? Was war seine Gesinnung, wie wir im Deutschen sagen?
[4:43] Es geht weiter: „Jesus, der, als er in der Gestalt Gottes war, nicht wie einen Raub festhielt, Gottgleich zu sein.“ Und wenn wir jetzt noch weiter lesen, werden wir sehen, dass Jesus verschiedene Stufen oder Stufen, könnte man sagen, durchgemacht hat. Von höchster Autorität und Macht bis hin zur größten Erniedrigung.
[5:18] Es fängt für ihn an, damit Gott gleich zu sein. Er hat es nicht wie einen Raub festgehalten, sagt hier Paulus, sondern er hat es von sich aus aufgegeben. So wie wenn man auch sein Leben aufgibt.
[5:30] Die Frage ist: Wie, wie war sein Stand, als er wie Gott war? Was, wie können wir uns das vorstellen? Können wir einmal zu Psalm 97 und dort Vers 7 gehen?
[6:01] Dort heißt es: „Fürchten müssen sich alle, die den Götzenbildern dienen und die sich wegen der nichtigen Götzen rühmen; vor ihm werfen sich alle Götter nieder.“ Wer es hier mit ihm gemeint, dass es Gott persönlich. Es gibt keinen, wir wissen, es gibt keine lebendigen Götter. Aber was der Psalmist hier austrägt, ist: Alle anderen, die man sonst so auf, zu dem man aufsieht, alle, die für einen sehr erfahrenen sind, nichts. Die müssen sich in den Staub werfen, wenn sie vor Gott treten würden.
[6:43] Und auch im Psalm 93, Vers 44 lesen wir doch: „Mächtiger als das draußen große Wasser, mächtiger als die Meereswogen, ist der Herr in der Höhe.“ Das ist so eine Macht, die Gott hat, die Jesus hatte, bevor er Mensch geworden ist. Und das sind Bilder. Ich weiß nicht, ob ich jemand vielleicht wohnt oder in der Nähe von Wasser, wenn ein Sturm aufkommt und die Wellen so richtig hochschlagen, dann ist da eine Kraft, die bewältigend ist. Aber Gottes Macht und Gottes Kraft ist sehr viel höher.
[7:26] Trotzdem hat Jesus es angenommen, für uns Menschen auf die Erde zu kommen, selbst ein Mensch zu werden. Und obwohl er diesen göttlichen Charakter seiner Schönheit niemals losgelassen hat, hatte doch seine überaus große Stärke aufgegeben.
[7:50] Wir hatten vor ein paar Wochen schon einmal den Text in Epheser 1 und ich lade euch ein, mit mir zu Fuß zu gehen, wo wir damals auch die Verse 18 bis 23 gelesen hatten. Ich lese einmal ab Vers 19: „Was auch die überwältigende Größe seiner Kraftwirkungen uns ist, die wir glauben, gemäß der Wirksamkeit der Macht seiner Stärke. Das wieder diese Macht ausgedrückt. Er hat die, hat er wirksam werden lassen in dem Christus, als er ihn aus den Toten auferweckt und ihn zu seiner Rechten setzte in den himmlischen Regionen, hoch über jedes Fürstentum und jede Gewalt, Macht und Herrschaft und jeden Namen, der genannt wird, nicht allein in dieser Weltzeit, sondern auch in der zukünftigen. Und er hat alles seinen Füßen unterworfen und ihn als Haupt über alles der Gemeinde gegeben.“
[9:00] Was hier ausgedrückt wird, ist, dass Gott Jesus wieder erhöht hat. Jesus wurde von Gott erhöht. Warum? Nicht, weil es eine besondere Vorstellung von Gott hatte, sondern weil das Gottes Prinzip ist. Wir können einmal schauen in Matthäus 23 und dort Vers 12.
[9:32] Und wenn wir dort Vers 12 lesen, da heißt es: „Wer sich aber selbst erhöht, der wird erniedrigt werden, und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden.“ Das ist ein Prinzip, ein Grundsatz bei Gott, den dürfen wir auswendig lernen, dürfen wir uns auch so aneignen, dass wir nicht unseren eigenen Vorteil suchen müssen, uns selbst unseren Namen pushen müssen, uns groß machen müssen. Sondern Gott sieht uns genau, erkennt die Intention unseres Herzens, und er weiß, wenn wir uns zurückstellen, dann kann er diese edle Charaktereigenschaft nutzen, diese Demut, von der man auch spricht, um uns wieder zu erhöhen.
[10:35] Wo es heißt: „Er stößt die Mächtigen von ihren Thronen und erhöht die Niedrigen.“ Das weiß auch Maria zu sagen, als sie Gott lobt. Also dieses Prinzip finden wir immer wieder in der Bibel. Jesus hat sich erniedrigt bis zum Tod.
[10:55] Und wir müssen das wirklich was es sacken lassen. Einer, der über dem Universum steht, für den unsere Erde weniger als ein Samenkorn auf dem großen, weiten Strand ist. So einer ist Mensch geworden und nicht nur Mensch, erste Geringste unter allen geworden, dadurch, dass er sich hat ans Kreuz schlagen lassen, dafür, dass er auch als Knecht, wie es in Philipper 2 heißt, den Menschen gedient hat.
[11:33] Und es gibt eine Begebenheit, wo ein Präsident einer Organisation, die „Navigators“ heißt, gefragt worden ist. Eine Organisation, die sehr viel Wert darauf legt, dass man wie ein Diener anderen gegenübertritt. Diese dienende Haltung, das bei euch sehr groß geschrieben. Und Lorenz Erni wurde gefragt: Woran kann man erkennen, dass man eine dienende Haltung hat? Seine Antwort lautete: „Sie kann es daran erkennen, wie sie sich verhalten, wenn sie wie ein Diener behandelt werden.“
[12:32] Bei Jesus können wir das ganz stark sehen. Da hat nicht gemurrt. Er hat sich, er hat nicht gesagt: „Hey, willst du überhaupt, mit wem ich es zu tun habe?“, als er von den Menschen verschmäht worden ist. Aber manchmal kommen wir uns selbst so vor, als ob wir sehr hilfsbereit sind, sehr freundlich. Nicht, glaube auch dieser Satz kann uns zum Prüfstein werden: Wie verhältst du dich, wenn du von jemandem schlecht behandelt wirst, wie ein Diener? Wenn jemand den befehlenden Ton mit dir redet, wie verhältst du dich dann?
[13:10] Lasst uns weitergehen zum Montag, wo es um Römer 12 und dort das wollen wir aufschlagen. In Römer 12 und dort die Verse 1 und 2. Da sagt Paulus: „Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, angesichts der Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer. Das sei ein vernünftiger Gottesdienst. Und passt euch nicht dieser Welt an, sondern lasst euch in eurem Wesen verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist.“
[14:07] Hier heißt es: „Durch die Gnade Gottes“ oder „Angesichts der Barmherzigkeit Gottes sollt ihr eure Leiber darbringen.“ Das heißt, wieder selbst, wenn wir uns Gott weinen, ist es nicht unser Werk, sondern Gott ist es, das angestoßen hat.
[14:27] In 1. Petrus 5 und dort Vers 23 macht Paulus klar, es geht auch nicht nur um den Leib, um den Körper, wie es hier heißt, sondern Gott, wenn er uns heilig möchte, auch unseren Geist und Seele, unser Herz, alles, was das sind, durch und durch heilig machen.
[14:53] „Ihr sollt ein wohlgefälliges, ein lebendiges und heiliges Opfer bringen.“ Wie können wir das tun? Im Hebräerbrief erfahren wir, dass wir dadurch, dass Jesus für uns gestorben ist, wie als wie ein lebendiges Opfer zu Gott gebracht werden kann.
[15:20] Aber wie wird ein Opfer zu einem wohlgefälligen Opfer für Gott? Da können wir mal aufschlagen, aber nicht schon im Römerbrief, sondern über 15 und dort Vers 16.
[15:40] Vers 16 heißt es: „Dass ich ein Diener Jesu Christi für die Heiden sein soll, der priesterliche Dienst am Evangelium Gottes, damit das Opfer der Heiden wohl annehmbar werde, geheiligt durch den Heiligen Geist.“ Durch den Heiligen Geist kann unser Leben wie ein vollgefälliges Opfer vor Gott werden.
[16:08] In Jesaja 56, Vers 7. Und dort Vers 7, das sind wir ja, wie es dazu kommen kann, dass das Opfer Gott nicht gefällt.
[16:32] Das ist doch ein anderer Text, als ich dachte, was doch von dem wohlgefälligen Opfer die Rede. Da sagt Gott: „Die will ich zu meinem heiligen Berg führen und sie in meinem Bethaus erfreuen. Ihre Brandopfer und Schlachtopfer sollen wohlgefällig sein.“ Also hier geht es doch um das wohlgefällige Opfer auf meinem Altar. Denn mein Haus soll ein Bethaus für alle Völker genannt werden.
[17:02] Wie passiert, dass das erfahren wir in Jesaja 6, wo es heißt: „Die Fremdlinge, die sich dem Herrn anschließen, um ihm zu dienen und den Namen des Herrn zu lieben, und um seine Knechte zu sein, und alle, die darauf achten, den Sabbat nicht zu entheiligen, und die an meinem Bund festhalten, die will ich zu meinem heiligen Berg führen, und deren Opfer wird wohlgefällig sein.“ Das heißt, es geht nicht um geniale logische Herkunft, es geht nicht so sehr um den Namen. Es geht darum, Gott zu dienen.
[17:39] Den Namen des Herrn zu lieben, das ist eigentlich Gottes Charakter zu lieben. Vorhaben nicht so sagen: „Ach, das ist ein böser Gott oder das gefällt mir nicht, was er sagt“, sondern Gott wirklich lieben zu lernen.
[17:58] Und dann auch als Knecht vor Gott zu kommen. Es geht auch um den Sabbat, dass dabei ist sie nicht außer Acht zu lassen. Der soll heilig gehalten werden, weil das die Beziehung zwischen Gott und uns Menschen eigentlich verschärft. Und einen Bund mit Gott festhalten.
[18:21] Wenn wir diese Dinge beherzigen, wenn wir wirklich nach Gott fragen, eine Beziehung zu ihm haben, durch Gebet, durch Bibelstudium, dadurch, dass wir den ständigen Austausch mit ihm stehen, dann kann auch unser Leben wie ein Wohlgeruch für den Herrn sein.
[18:43] Jetzt heißt es noch in Philipper 2, dass wir nicht der Welt gleich sein sollen. Das bedeutet nichts anderes als: Folg nicht einfach der Masse, mach nicht, was alle tun, sondern richte dich nach meinen Geboten.
[19:03] Und dazu finden wir auch eine Aussage in 2. Mose 23, Vers 42.
[19:16] Heißt es auch: „Du sollst nicht der Menge folgen zum Bösen und setz vor Gericht deine Aussagen nicht nach der Menge richten, um das Recht zu beugen.“ Wonach sagen wir uns dann richten?
[19:29] Die Bibel ist unser Maßstab. Danach, daran dürfen wir uns einer gewissen Schärfe, sagt Ellen White an einer Stelle, das ist unser Maßstab für Gerechtigkeit.
[19:41] Hier raus wissen wir auch, wie Gott ist, wie Gott denken würde, wie er handeln würde.
[19:50] Es heißt dann auch weiterhin im Philipper: „Werdet durch die Erneuerung oder durch die Erneuerung eures Geistes oder Verstandes verändert.“ Im Englischen ist es fast noch ein Wortspiel, weil es heißt: „Seid nicht der Welt gleich, konform.“ Und dann später heißt es: „Aber werdet durch die Erneuerung eures Geistes verändert.“ „Transformed.“
[20:25] Jetzt muss ich sagen, dass das ein Punkt ist, woran es oft scheitert. Es gibt Menschen, die erkennen, dass Gott Liebe ist, die erkennen, dass Gott gut ist, aber sie haben ein Problem damit, sich in ihrem Denken verändern zu lassen.
[20:49] Und so ging es mir, so ähnlich ging es mir, als ich entscheiden sollte, wo ich studieren würde. Damals dachte ich, ich weiß, was für mich gut ist, und ich habe immer gebetet, war mir doch nicht hundertprozentig sicher. Aber wenn die Umstände es erforderten, hat sich für mich ein Weg abgezeichnet, wo ich dachte, den soll ich gehen. Und es brauchte eine Predigt, er war mein Denken wie umgekehrt. Danach bin ich nach, also habe ich meinen Laptop ausgemacht und ich wusste, was Gottes Weg für mich war. Mein Tier, das war leicht. Ich hatte mich ja schon vorher so auf alles andere eingestellt. Ich hatte mir schon ausgemalt, wie es werden würde, wenn ich hier und da dort studieren würde. Und plötzlich hat sich mein Blick um 180 Grad gedreht, und ich wusste, es würde ein anderer Ort sein. Das ist nicht immer leicht, aber wir dürfen, wir sollen dafür offen sein, dass wir auch von Gott eine andere Sichtweise annehmen müssen.
[22:07] Es heißt jetzt noch, wenn wir noch einmal zu Philipper 2 zurückgehen, dann heißt es, dass ihr den guten, den wohlgefälligen – das ist tatsächlich das gleiche Wort wie vorher bei Gott – und vollkommenen Willen Gottes prüfen oder erkennen.
[22:32] Und das ist nicht zu unterschätzen, denn wenn wir Gottes Willen tun wollen, dann müssten wir uns im klaren Stil, egal was Gott uns als seinen Willen offenbart, es ist der gute Weg für uns. Das ist die beste Entscheidung, die wir treffen können.
[22:51] Oft hängen wir nämlich an unseren eigenen Vorstellungen, weil wir Gott nicht ganz vertrauen. Vielleicht hast du das auch schon in deine Erfahrungen bemerkt, dass du dachtest: „Na ja, das ist doch gut, das ist vielleicht der sichere Weg, damit habe ich schon Erfahrung. Das sind Menschen, denen ich vertrauen kann.“ Und du wolltest diesen Weg gehen. Aber selbst wenn Gott dich ins kalte Wasser wirft, wenn Gott sagt: „Versuch etwas Neues aus, vielleicht auch etwas, was mit einem Risiko verbunden ist.“ Wenn du klar erfahren hast, dass es Gottes Wille ist, dann geh diesen Weg.
[23:30] Vielleicht hast du mit dem Sabbat zu kämpfen oder mit dem Zehnten und du denkst dir: „Ja, aber wie soll ich dann den nächsten Monat über die Runden kommen?“ Aber dann sagt Gott: „Lies in meinem Wort.“ Und wenn du verstanden hast, du sollst den Sabbat, den siebten Tag der Woche halten, oder du sollst den Zehnten tatsächlich voller Fülle geben, so wie es in Maleachi heißt, dann zögere nicht. Zögere nicht, Gottes Willen zu tun, dann ist das der beste Weg, den du einschlagen kannst.
[24:09] Wir gehen weiter zu der Geschichte von Samuel, von der wir am Dienstag gelesen haben. Und vielleicht kennt ihr dieses Aha-Erlebnis, dass man Geschichten wahrscheinlich schon in und auswendig kennt, man meint es zumindest. Dann liest man sie neu, und es fällt einem doch einiges Neues auf.
[24:34] Wir finden die damalige Geschichte in 1. Samuel 2 und dort ab Vers 12. Und wir gehen das einmal ein bisschen durch und uns jetzt so lange darauf damit aufzuhalten. Und Vers 12 heißt es: „Aber die Söhne Elis waren Söhne Belials; sie kannten den Herrn nicht.“
[24:59] Wenn wir Gottes Stimme hören wollen, das sehen wir dann am Schluss. Samuel konnte sie hören. Die Söhne von Eli jedoch, Hofni und Pinhas, die haben im Gottes Stimme nicht bekannt. Wenn wir Gottes Stimme hören, waren da, stellt sich die Frage: Als wer stehst du vor Gott? Als wer kommst du vor Gott? Denn hier wird ein Kontrast aufgemacht zwischen Eli und Hanna, die vorher sagt in 1. Samuel 1, Vers 16: „Ich bin keine Tochter Belials.“ Hier heißt es: „Sie waren Söhne Belials.“ Und Hannas Gebet um ein Kind, wie wir wissen, wurde erhört.
[25:51] 2. Mose 5, Vers 2 ist könnt ihr gerne zuhause aufschlagen. Da gibt es noch jemanden, der Gott nicht kennt und der dann sagt: „Warum sollte ich Gott gehorsam sein?“
[26:03] Das zeigt uns, wenn wir jemanden nicht kennen, und das kennen wir aus dem Alltag. Wenn jetzt jemand auf der Straße zu allem sagen und würde: „Kasse, bitte zum Bäcker gehen und mir Brötchen und Brot besorgen“, dann werden wir uns erst mal umschauen und sagen: „Was willst du von mir? Warum soll ich zum Bäcker für dich gehen? Und wer bist du überhaupt?“ Also, wenn wir jemanden nicht kennen, dann fällt es uns schwer, ihm zu gehorchen. Und genau so ist es auch mit Gott.
[26:39] Wenn wir Gott nicht kennen, dann können wir nur schwer seinen Willen tun. In den Versen 13 bis 16 wird dann berichtet, was die Söhne Elis Schlimmes tun, dass dieses Opferfleisch, das ihnen nicht zusteht, schon vorzeitig aus dem Kessel nehmen, dass sie mehr nehmen als ihm zusteht. Sollte auch eine große Portion eigentlich dem zurückgegeben werden, damals, der es gebracht hatte. Und sie machen es zu ihrer Gewohnheit.
[27:16] Jetzt gibt es auch eine Geschichte, die ganz gut illustriert, wenn wir schlechten Gewohnheiten nachgehen, da ist es schwer, wieder davon loszukommen. Er gab es mal einen Lehrer, der ist mit seinem Schüler in den Wald gegangen und sie kamen an eine Stelle, wo vier unterschiedlich groß gewachsene Pflanzen standen. Das erste war so ein ganz kleiner Sprössling. Daneben stand eine Pflanze, die hatte schon mehrere Blätter entwickelt. Und daneben war noch ein, ja, ein junger grüner Baum. Und dann ein großer Baum. Und der Lehrer sagte zu dem Schüler: „Reiß mal an diesem kleinen Sprössling und schaue, ob du ihn ausreißen kannst.“ Der Schüler macht das und schob hat er schon diese kleine Pflanze in der Hand ausgerissen. Dann sagt der Lehrer: „Siehst du diese zweite Pflanze?“ Der Schüler sagt: „Ja, ich sehe sie.“ „Sieh mal an der mit den jungen Blättern, ob du sie ausreißen kannst.“ Und der Schüler zieht an dieser jungen Pflanze und siehe da, er hat sie mit samt kleinem Stamm und Wurzel in der Hand.
[28:44] Sagte der Lehrer: „Siehst du auch diese dritte Pflanze hier? Das ist schon ein junger Baum, der gerade noch grün ist, aber schon erste entwickelt hat, mit kleinen Zweigen und Blättern. Sieh mal an die.“ Und der Schüler packt diesen Baum und muss kräftig reißen, aber letztendlich schafft es doch, diese junge Pflanze.
[29:10] schaffte es doch diese junge Pflanze auszureißen. Und dann sagt der Lehrer: "Und jetzt versuche ich mal an diesem großen Baum hier." Und der Schüler packte den Baum am Ast und kann ihn gerade nur schütteln, denn schon so stark und so in der Erde verwurzelt. Da sagte der Lehrer: "Siehst du? Du hast es nicht hinbekommen bei dem großen Baum. Aber so ist es mit unseren schlechten Gewohnheiten. Wenn sie noch jung sind und noch nicht gut gehegt und gepflegt worden sind, dann können wir sie noch gut ausreißen. Aber wenn sie schon alt geworden sind, werden wir sie schon lange haben wachsen lassen, dann kann nur noch göttliche Macht dieses schlechte Gewohnheit entwurzeln."
[30:09] Es ist vielleicht gerade für Gärtner ein drastisches Bild, aber ich glaube, das bleibt uns im Gedächtnis. Wenn du schlechte Gewohnheiten hast, verfolg sie nicht. Tue es nicht.
[30:30] Interessant ist vielleicht auch noch so am Rande, dass Hophni und Phinehas das gar nicht selbst getan hatten, sondern sie hatten Diener. Und von Dienern von Priestern wissen wir erst wieder im Neuen Testament, wo die Pharisäer und die auch die schlechten Priester Diener hatten.
[30:49] In Vers 22 bis 25 merken wir dann, dass das Ausmaß der Sünde von Hophni und Phinehas umso beträchtlicher war, weil sie andere davon abschrecken, Gottesdienst zu machen. Also zum Opfern, zum Opfer zu kommen.
[31:12] Und da können wir vielleicht einmal Maleachi 2, Vers 7 aufschlagen.
[31:32] "Denn die Lippen des Priesters sollen die Erkenntnis bewahren, und aus seinem Mund soll man das Gesetz erfragen; denn er ist ein Bote des Herrn der Heerscharen."
[31:46] Vers 8: "Ja, ihr seid vom Weg abgewichen. Ihr seid schuld, dass viele im Gesetz zu Fall gekommen sind. Ihr habt den Bund mit Levi missbraucht", spricht der Herr der Heerscharen.
[31:55] Das hätte Gott auch genauso zu den Priestern sagen können: "Ihr habt den Bund des Herrn missbraucht. Ihr habt eure ein hohes Amt nicht gewürdigt." Und jetzt steckt mir sogar andere davon ab, zu mir zu kommen.
[32:17] Das ist ein Gotteseifer, fürchterlich. Das ist auch so ein bisschen wie Jesus, wie bei Jesus, der in Lukas 11, 52 dann zu den Pharisäern sagt: "Ihr habt uns den Schlüssel der Erkenntnis weggenommen. Ihr selbst seid nicht hineingegangen und welche hineingehen wollten, wie habt ihr daran gehindert?"
[32:38] Gott möge uns davor bewahren, dass wir durch unsere Sünde anderen daran hindern, in seinem Reich einzugehen.
[32:54] Was jetzt dann passiert in der Geschichte von Hophni und Phinehas, ist auch von Eli. Ein Prophet tritt auf. Und wer von uns kann sich erinnern, dass hier ein Prophet kommt? Und Eli schon einmal war. Der Prophet macht es zwar deutlich, was sie Schlechtes tun, aber er tut es trotzdem auf sanfte Art und Weise, denn er bringt sehr viele rhetorische Fragen. Und er sagt Eli voraus, was ein Treffen wird, wenn seine Söhne so weitermachen.
[33:36] Was ist dann Elis Reaktion darauf? Schaut mal mit mir in 1. Samuel 3, Vers 13 und 14, wo Gott dem Samuel berichtet, wie Eli reagiert hat.
[33:47] "Ich habe ihm gesagt, dass ich sein Haus auf ewig richten werde wegen der Sünde, von der wusste er. Er wusste davon, weil seine Söhne sich die Schuld zugezogen haben, und er hat ihnen nicht gewehrt. Und darum habe ich dem Haus Elis geschworen, dass die Schuld des Hauses Elis wirklich nicht gesühnt werden soll, weder durch Schlachtopfer noch durch Speisopfer." Hat nicht auf die Warnung von den Propheten, dem Mann Gottes gehört. Und er hat nicht streng genug mit seinen Söhnen gesprochen.
[34:26] Gott sagt: "Gefällt mir nicht, was er da tut. Ihr solltet anders handeln." Aber er war nicht strikt genug.
[34:40] Und das sehen wir, was ja, dass wir Gottes Warnungen beachten sollten.
[34:54] Wir haben jetzt gesehen, was wir nicht tun sollen, wenn wir Gottes Willen wissen wollen: Eben in Sünde verharren, schlechten Gewohnheiten freien Lauf zu lassen, auch zu nehmen, was uns nicht gehört – das gehört ja hier ab auch alles dazu. Einfach Gott nicht zu kennen, nicht zu fragen, wie er ist. Aber wie kommt es dann, dass Gott plötzlich mit Samuel redet?
[35:21] Ganz interessant ist, dass wir auch von Samuel lesen, dass er Gott noch nicht kannte. So heißt es im Kapitel 3 von 1. Samuel, dass zu dem Zeitpunkt, als Gott ihn zum ersten Mal ruft, sagen wir, die Stimme Gottes, noch gar nicht selbst gekannt hat. Und trotzdem redet Gott mit ihm. Trotzdem tut Gott Samuel seinen Willen kund.
[35:55] In 1. Samuel 3, Vers 1 heißt es: "Zu jener Zeit war das Wort des Herrn selten, es brach sich keine Offenbarung Bahn."
[36:06] Später in Vers 15 heißt es aber dann auch wieder am Ende: "Aber Samuel fürchtete sich, Eli die Offenbarung mitzuteilen."
[36:16] Also scheinbar war das eine Zeit, wo es wohl wenig Propheten aufgestanden sind. Wenig, deswegen, weil ja doch einer vorher schon gekommen war. Aber Gott sagt nicht: "Na ja, das ist jetzt gerade so." Sondern er offenbart sich Samuel, dem Kind, persönlich.
[36:41] Wie kann es dazu? Können wir wissen, wie das Samuel sehr anders war?
[36:45] In 1. Samuel 2, Vers 18 lesen wir davon, dass Samuel vor dem Herrn diente.
[36:58] In Vers 21 heißt es dann: "Der Knabe Samuel aber wuchs heran bei dem Herrn."
[37:03] Vers 26: "Aber der Knabe Samuel nahm immer mehr zu an Alter und an Kunst, sowohl bei dem Herrn als auch bei den Menschen."
[37:14] Und in Kapitel 3, Vers 1: "Der Knabe Samuel ist diente dem Herrn vor Eli."
[37:26] Das heißt, was machst du jetzt? Zeit, wo du Gottes Willen vielleicht noch nicht verstanden hast, dienst du Gott schon mit dem, was du weißt? Du magst ein Kind sein, du magst ein Kind des Glaubens sein, aber setzt du das, was du bisher schon von Gott erkannt hast, dann kann Gott auch zu dir reden. Dann kann Gott dir noch mehr Erkenntnis schenken. Dann kann Gott dir eine wichtige Aufgabe geben, so wie es mit Samuel gemacht hat. Aber wenn wir Gottes Ruf missachten, dann kann es einmal passieren, dass wenn eine Situation kommt, wo wir, wie Saul zum Beispiel, bevor er zu der Hexe von Endor gegangen ist, dass wir Gottes Rat brauchen, aber Gott nicht mehr mit uns spricht.
[38:28] Es hängt davon ab, wie wir gelernt haben, auf Gott zu hören. Und von Samuel, das sehen wir in Kapitel 3, Vers 4.
[38:35] 268 auch wieder Vers 16. Da fahren wir auch Samuel war sehr bereitwillig. Er sagt immer: "Hier bin ich, hier bin ich." Wenn er gerufen wird.
[38:55] Und was macht Samuel dann mit dem, was er von Gott erfahren hat? Davon lesen wir in Vers 9 und 10, dass obwohl er Angst hatte, zu Eli geht und Eli nichts verheimlicht.
[39:11] Wie gehst du damit um, wenn du etwas Neues von Gott gelernt hast? Lebst du es aus? Sagst du es anderen weiter, denjenigen, wo Gott dich geschickt hat? Tue das. Tue das.
[39:29] Denn in Vers 21 heißt es dann: "Das rundet das so schön ab. Und daher erschien weiterhin oder wieder in Silo, denn der Herr offenbarte sich dem Samuel in Silo durch das Wort des Herrn."
[39:45] Das ist so, als ob Samuel diese Probearbeit, die Probephase überstanden hätte, denn er hat treu Gottes Auftrag ausgeführt. Und jetzt kommt wieder und offenbart ihm wieder etwas.
[40:06] Wir müssen weitergehen und zwar lasst uns jetzt noch die Geschichte von Saul anschauen.
[40:11] Von Saul, der bedrängt war.
[40:18] Am Mittwoch lesen wir Abschnitte aus 1. Samuel 13. Und das nicht kurz die, die Kriegssituation hier, die militärische Situation erklären.
[40:37] Es war so, dass Saul und Jonathan sich aufgeteilt hatten. 2000 Mann blieben bei Saul, 1000 Mann zogen mit Jonathan nach Gibea. Und dort gab es ein Lager der Philister, das Jonathan besiegte mit seinen 1000 Mann. Daraufhin rüsten die Philister auf und ziehen nach Mizpas. Jetzt muss man wissen, also, wenn ihr so eine Landkarte habt, dann ist Silo, wo Samuel weilte, ungefähr hier. Gibea könnte man hier einordnen. Also hier war auch Gibea, dann im Saul.
[41:22] Mit seinen Männern. Und dann war Mizpas ungefähr so im Dreieck auf halber Strecke zwischen Silo und Gibea.
[41:42] Und das bedeutet, dass die Philister, wenn sie, dann sie sind, dann sie haben aufgerüstet und sind nach Mizpas gezogen, dass sie schon weiter ins Land hinein gezogen waren, als Saul und seine Männer.
[42:04] Jetzt in Gibea. Das bedeutet auch, dass sie schon ihren Fuß sozusagen im Land hatten. Und wenn wir jetzt vorher von 1000 und 2000 Mann gesprochen haben, wahrscheinlich fast so, dass sie sich dann alle noch bei Saul versammelt haben, dann ist das doch eine geringe Anzahl im Vergleich zu den Philistern, bei denen man von sage und schreibe 30.000 Wagen und ich glaube es waren 6000 Reiter gesprochen hat und vor allem Soldaten. Wir es wird in 1. Samuel beschrieben, wie Sand am Meer, also eine unzählbare große Menge an Soldaten, die kommen jetzt und lagern Mizpas.
[43:04] Und was passiert? Wartet. Das heißt, hier erwartet, dass bis sieben Tage vollendet waren und nichts geschieht. Scheinbar nichts geschieht. Er wartet, dass Samuel kommt, dass Samuel als starke Hilfe Gottes ihnen jetzt beisteht und den Sieg für sie erringt. Aber nichts geschieht.
[43:26] Nichts geschieht. Und so kommt dann auf die Idee: "Habe ich kann doch jetzt nicht einfach in den Krieg ziehen und gegen sie ankommen ist und sowieso in der Unterzahl. Ich werde jetzt hingehen und selbst opfern." Samuel können wir wahrscheinlich noch lange warten.
[43:48] Die Menschen hatten auch schon angefangen, vor lauter Angst, sich in Höhlen zu verstecken oder auch in den im Gebüsch. Einige waren schon weggezogen. Und so sei die Lage für Saul immer schlechter und schlechter aus. Und er fängt an, selbst zu opfern. Aber gerade in dem Moment, wo er sein Opfer dargebracht hat, kommt Samuel.
[44:19] Und so ist vielleicht erleichtert, wissen es nicht. Jedenfalls möchte hingehen und Samuel begrüßen. Aber Samuel tritt ihm mit den kühlen Worten entgegen:
[44:38] Vers 11: "Was hast du getan?"
[44:45] Daraufhin erklärt sich Saul, aber wir merken schon selbst, die beste Erklärung ist keine Entschuldigung dafür, gegen Gott ausgebildet gehandelt zu haben.
[44:53] "Was hast du getan?"
[44:59] Was können wir aus dieser Geschichte lernen? Wir lernen definitiv, dass Gott nie zu spät kommt. Auch wenn es so aussieht, als ob wir selbst tätig werden müssen, dann dürfen wir doch wissen, Gott kommt nicht zu spät. Wir dürfen auf Gott warten.
[45:19] Wir sehen das zum Beispiel in der Geschichte von Lazarus. Auch da dachte man, Jesus ist zu spät. Gut, sie konnten nicht mehr viel machen, als ihn zu beklagen. Aber Jesus kommt und sagt: "Ich bin nicht zu spät. Ich kann noch größere Wunder tun, als ihr dachtet."
[45:40] Vielleicht bist du jetzt gerade stehst du gerade für eine Entscheidung, wo es brenzlig wird, wo du merkst, mir rennt die Zeit davon, ich muss mich entscheiden. Wo du merkst, ich hab zwar gebetet, aber ich habe keine klare Antwort von Gott erhalten. Wo du bemerkst.
[46:00] Vielleicht sollte ich selbst etwas tun. Dann hör nicht auf diese Einflüsterungen von Satan, denn Gott kommt nicht zu spät. Gott kann dir seinen Willen kundtun. Er wird es tun, auch wenn du vielleicht denkst, jetzt ist die Zeit abgelaufen. War Gott macht nichts im Alleingang, sondern wartet auf Gott, dass er dir vorangeht.
[46:32] Fall noch zum Abschluss zu Donnerstag, kurz einen Blick auf Sacharja 4 werfen.
[46:45] In Sacharja 4 gibt's eine Aussage, die sehr, sehr wichtig ist. Und zwar steht sie in Vers 6. Aber zuvor, was ist so der Kontext? Sacharja wacht in der Nacht auf und er erhält eine Vision. In dieser Vision sieht er einen goldenen Leuchter und links und rechts daneben sieht er zwei Olivenbäume, und das Öl tropft von den Oliven, von den Olivenbäumen in diesen Leuchter.
[47:29] Was war der Kontext von Sacharjas Leben? Wir wissen, Sacharja und Haggai waren Propheten zur Zeit des Wiederaufbaus von Jerusalem. Und das war keine leichte Zeit, denn die Israeliten, die jetzt aus Babylonien zurückkamen, aus dem Exil zurückkamen, die hatten mit allerlei Schwierigkeiten zu kämpfen. Und Jerusalem war zerstört, diese Prachtstadt, in der eigentlich immer so der Stolz der Israeliten zuvor gewesen war. Die war zerstört, der Tempel, nichts war mehr ganz geblieben. Und Sacharja und Haggai sind beides Propheten, die immer wieder zur Ermutigung dieser Israeliten dienen sollten, die besonders von Gott gesandt worden sind.
[48:32] Jetzt lesen wir hier in Sacharja 4, Vers 6: "Er antwortete und sprach zu mir: Das ist das Wort des Herrn an Serubbabel. Trouble war sozusagen der Anführer der Gruppe, die jetzt nach Jerusalem wieder gezogen war."
[48:50] "Nicht durch Macht und nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist", spricht der Herr der Heerscharen.
[49:03] Nicht durch Macht, nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist. Und hier können wir den Bogen schlagen. Wir haben am Anfang gesehen, dass Jesus selbst die Macht und die Kraft Gottes hinter sich gelassen hat, um Mensch zu werden.
[49:23] Und er hat dadurch einen Sieg errungen, den Gottes Kraft, ja gut, natürlich, was durch Gottes Kraft. Aber die diese Herrlichkeit und Macht war nichts im Vergleich zu dem Sieg, den Jesus bei größter Erniedrigung am Kreuz erlangt hat. Und auch hier sagt Gott: "Jetzt wieder, lass die Macht, lass die Kraft, lass die militärische Macht und die Größe leichter Probleme außer Acht, sondern richte dich auf meinen Geist."
[50:04] Deswegen gibt es diese Vision, wo das Öl des Heiligen Geistes in den Leuchter fließen soll, dass der Leuchter wirklich gefüllt wird.
[50:17] Es war auch so zu dieser Zeit des Wiederaufbaus, da gab es Menschen, die Samariter, die kamen und den Israeliten zusätzliche Probleme bereitet haben. Und sie waren Menschen, die gesagt haben: "Lasst uns mitbauen, wir wollen mitbauen. Sie akzeptieren euren Glauben. Wir sprechen uns auch für die Anbetung eures Gottes aus. Lasst uns mitbauen, ein bisschen von dem Segen abhaben, die mit dem Tempeldienst verbunden ist."
[50:53] Und dazu schreibt Ellen G. White: "Propheten und Könige: Die Samariter sprachen sich für die Anbetung des wahren Gottes aus und drückten den Wunsch aus, an den Vorteilen und Segnungen, die mit dem Tempeldienst verbunden waren, teilhaben zu dürfen. 'Wir suchen euren Gott, so wie ihr es tut', behaupteten sie. 'Lasst uns mitbauen.'"
[51:21] Aber hätten die jüdischen Führer diese Unterstützung angenommen, hätten sie eine Tür für den Götzendienst geöffnet. Gott sei Dank nicht getan. Sie haben es abgelehnt.
[51:34] Wird es wichtig. Wir kannten die Unaufrichtigkeit der Samariter. Sie vernahmen, dass die Hilfe, die durch einen Bund mit diesen Männern gekommen wäre, wie nichts mehr im Vergleich zu den Segen, den Gott ihnen schenken würde, wenn sie Gottes klaren Anweisungen folgten.
[52:12] Am Donnerstag ist die Überschrift: Ersatz. Oder ja, dass wir uns einen Ersatz suchen. Und so oft ist es so, dass wir uns oft auf Menschen verlassen, dass wir uns auf Unterstützung, auf Hilfe verlassen, die von außen kommt, die auch sichtbar ist. Hier heißt es aber, dass die Männer erkannten, diese Hilfe von den Samaritern war wie nichts im Vergleich zu den Segen, den Gott ihnen schenken würde, wenn sie Gottes klaren Anweisungen folgen.
[52:46] Und hier komme ich darauf zurück, dass wir das umsetzen sollen, was wir schon erkannt haben. Wir dürfen Gott nicht loslassen.
[52:58] Sagt auch später noch wahrer Erfolg hängt von der Beständigkeit unserer Bundesbeziehung mit Gott ab. Wir brauchen keinen Ersatz. Ja, Gott kann uns durch Menschen helfen, aber auch dann kommt unsere Hilfe von Gott und der Dank gebührt Gott. Wenn wir nicht sagen können: "Gott sei Dank, dass er mir aus dieser Schwierigkeit herausgeholfen hat", dann müssen wir uns fragen: Habe ich vielleicht irgendwo übersehen, wo Gott meint, mir seine Hand ausgestreckt hat und ich habe sie vielleicht nicht ergriffen?
[53:42] Gott mag es, wenn wir ihn um Hilfe bitten. Und ich möchte euch zum Schluss noch eine Erfahrung mit auf den Weg geben, die wohl oder ein Vergleich, ein Vergleich muss ich eher sagen, der wohl krasseste und eindrücklichste für mich das für das Gebet war. Und zwar habe ich einen Freund, der hat ein Kind, das schwer behindert zur Welt gekommen ist.
[54:13] Das Kind kam auf die Welt und es konnte scheinbar nichts. Es konnte sich nicht bewegen, es konnte nicht essen, es konnte nicht reden. Es konnte nicht einmal alleine atmen ohne Beatmungsmaschine.
[54:35] Und es vergingen Jahre. Das Kind wuchs heran, aber es änderte sich nichts an dieser miserablen Situation. Die Eltern kümmerten sich fürsorglich, waren jeden Tag im Krankenhaus, besuchten ihr Kind, aber sahen eigentlich mit an, wie hier ein menschlich.
[54:59] Und ich ging auf den Vater zu und fragte ihn: "Was war das Schlimmste an dieser Situation für dich?" War es vielleicht, dass das Kind nichts essen konnte, dass das Kind sich nicht bewegen konnte, dass es nicht antworten konnte, wenn du mit ihm geredet hast?
[55:35] Der Vater schaute mich an und sagte: "Das Schlimmste war für mich, dass mein Kind nicht schreien konnte, dass ich es nie schreien gehört habe."
[55:44] Weißt du, sagt er, es gibt Eltern, die beschweren sich darüber, dass ihr Baby die ganze Nacht über schreit und sie nicht schlafen können. Aber ich wäre froh gewesen, ich hätte mein Kind einmal schreien gehört. Denn wie es seines, dass es ihm nicht gut ging, aber das konnte sich nicht ausdrücken.
[56:12] Und also, das so erzählte kam ihnen so. Oft geht es Gott genauso mit uns. Es ist, Gott weiß ja alles.
[56:24] Die Sauerstoffsättigungsgeräte und Puls-Messgeräte und alles Mögliche, die wir in den Krankenhäusern haben, es nichts dagegen im Vergleich zu dem, wie Gott uns kennt. Und wenn es uns schlecht geht, wenn wir leiden, dann sieht Gott das und er weiß es. Aber er sehnt sich danach, dass wir unseren Kummer, unsere Probleme und Sorgen vor ihm im Gebet ausdrücken, dass wir bei ihm die Hilfe suchen, wie es in Psalm 62, 8 heißt: "Wir sollen auf Gott vertrauen, wir sollen unser Herz vor ihm ausschütten."
[57:07] Und ja, das war's so, dieses Bild, das Gott mir damals gegeben hat, weil ich gesagt hatte: "Wenn ich irgendetwas beträgt, wenn irgendwo irgendeine Herausforderung vollsteht, bete, ich will dir helfen."
[57:27] Und so lasst uns jetzt auch diese Kreis da die aua schließen mit einem Gebet.
[57:39] "Vater im Himmel, ich danke dir, dass wir zu dir kommen dürfen. Herr, ich danke dir, dass du einen Plan für jeden von uns hast. Und selbst wenn wir auch eigene Pläne machen, wir tun gut daran, dass wir unser ganzes Leben hier unterstellen, dass es gerne, wenn wir zu dir kommen, auch wenn wir Nöten sind, dass wir mit dir reden, dass wir uns von dir etwas sagen lassen. Herr, und ich bitte dich, dass du uns wie Samuels sein lässt, dass wir bereit sind, deine Stimme zu hören, auch umzusetzen, was du uns gebietest. Herr, ich bitte dich, dass du uns auch wie in Sacharja sein lässt, die andere ermutigt durch das, was er von mir erfahren hat. Und auch wenn wir noch so manchen Schmelztiegel erleben werden, dann dürfen wir doch wissen, die Erfahrungen, die wir mit dir machen dürfen, dürfen eine Stärkung für uns ein anderes sein. Und ich danke dir dafür."
Lizenz
Copyright ©2022 Joel Media Ministry e.V.Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.