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In dieser letzten Folge der „Christ Study Hour“ zum Buch Josua fordert Sprecher Daniel Moser die Zuhörer auf: „Wählt heute!“ Anhand der Geschichte von Nicholas Winton und biblischer Texte aus Josua 24 wird die Bedeutung einer bewussten, ehrlichen Entscheidung für Gott beleuchtet. Das Video ermutigt dazu, Gott trotz Schwächen und Zweifeln das Herz zu öffnen, um wahre Heilung, Freiheit und einen erfüllten Lebensweg zu finden.


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Serie: Christ Study Hour 2025 Q4: Das Buch Josua

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Transkript

[0:34] Hallo und ein herzliches Willkommen zur Christ Study Hour hier auf www.joelmedia.de. Schön, dass ihr wieder dabei seid zu unserer 13. und zugleich letzten Folge der CSH-Serie Josua. In diesem Quartal haben wir viele spannende Themen aus dem Buch Josua studiert, und heute wollen wir uns mit dem 13. Thema auf das Bibelgespräch am 27. Dezember vorbereiten. Dabei geht es um ein besonderes, herausforderndes und zugleich ermutigendes Thema, das uns zu einer Entscheidung ruft: Wählt heute! Lasst uns gemeinsam die Bibel lesen, hören und bewahren, was in Gottes Wort darüber geschrieben steht, denn die Zeit ist nahe. Doch bevor wir beginnen, wollen wir Gott einladen, uns seinen Heiligen Geist zu schenken, damit er uns in alle Wahrheit leitet. Wir wollen gemeinsam beten.

[1:25] Herr, unser Gott, wir loben und preisen dich und danken dir von Herzen, dass du uns wieder die Möglichkeit gibst, Herr, dein Wort zu hören, zu studieren, es aufzunehmen. Herr, wir möchten dich bitten, dass du uns deinen Heiligen Geist schenkst, so wie du es verheißen hast, dass du uns in aller Wahrheit leitest, Herr, dass wir das, was wir hören, nicht nur für uns annehmen, sondern auch anderen Menschen weitergeben, damit das Wort in uns Fleisch wird, damit es unter den Menschen wohnen kann. Ich bitte dich, Herr, segne uns jetzt, behüte uns und habe Lobpreis und Dank dafür in Jesu Namen. Amen.

[2:06] Im Jahre 1938, kurz vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, sah ein junger britischer Bankangestellter namens Nicholas Winton die verzweifelten Kinder in Prag in Tschechien. Sie waren jüdisch, bedroht, und ihre Familien konnten sie nicht schützen.

[2:22] Winton hätte wegschauen können, sich sagen können: "Ich bin nur ein Einzelner, ich kann nichts ändern." Doch er entschied sich anders. Er organisierte Rettungsaktionen, reiste, sprach mit Behörden, fand Pflegefamilien und sicherte Hunderte Kindern in Großbritannien. Insgesamt rettete er 669 Kinder, manchmal durch kleine, mutige Schritte, oft durch die Entscheidung: "Heute entscheide ich, dass ich helfe."

[2:52] Nach all den Jahren sprach Winton nicht über seine Rettungsaktion. Er wollte keine Aufmerksamkeit auf sich ziehen und stellte auch sein eigenes Handeln nicht in den Vordergrund. Nicht einmal seine Frau wusste darüber Bescheid. Doch die Kinder, deren Leben er gerettet hatte, blieben für immer ein unauslöschlicher Teil seiner Geschichte, ein stummes Zeugnis dafür, wie eine mutige Entscheidung Leben verändern kann.

[3:20] Erst Jahrzehnte später entdeckte seine Frau die Liste mit den Namen der Kinder. Sie war tief bewegt und lud ihn ins Fernsehen ein. Die Überraschung war überwältigend. Viele der geretteten Kinder, die jetzt inzwischen erwachsen geworden sind, saßen um ihn herum. Er wusste nichts davon. Sie hatten durch seine Entscheidung ein ganzes Leben bekommen. Sie hatten Chancen, Familien und eine Zukunft.

[3:49] Als es dann soweit war, hat die Sprecherin dann gesagt: "Wer hier in diesem Saal Wintons Leben verdankte?" Ihr könnt euch denken, wie das war, als sie alle aufgestanden sind und Winton sehr stark berührt davon war. Es ist eine sehr bewegende Geschichte, die man nachlesen kann in seinem Buch, das er geschrieben hat.

[4:07] Und dieser Moment zeigt eindrucksvoll, dass eine Entscheidung Folgen weit über unsere Vorstellungskraft hinaus haben kann. Wie bei Josua ruft Gott uns auch heute: "Wählt heute, wem ihr dienen wollt!" So heißt es in Josua 24,15. Es geht nicht um große Heldentaten oder perfekte Pläne. Es geht um ein Herz, das bereit ist zu handeln, treu zu sein und das Richtige zu wählen, auch wenn der Mut klein ist und die Folgen zunächst unsichtbar scheinen.

[4:41] Die Geschichte von Nicholas Winton ist eine lebendige Ermutigung: Eine einzige Entscheidung für das Richtige kann Leben verändern, oft weit über unsere eigene Vorstellung hinaus. Wie Winton einst die Entscheidung traf, aktiv zu helfen, so ruft Gott auch heute jeden von uns: "Wählt heute!" Josua fordert das Volk Israel auf, sich bewusst zu entscheiden, wem sie dienen, nicht nur äußerlich, sondern von Herzen.

[5:11] Unsere Entscheidungen haben Konsequenzen für uns selbst, für andere Menschen und für die Zukunft, die Gott gestalten will. So wie die Kinder von Winton ein Leben voller Chancen erhielten, schenkt Gott jedem, der sich ihm zuwendet, Leben, Heilung, Hoffnung und eine unvergängliche Nähe zu ihm. Und genau in diesem Punkt beginnt unser Bibelstudium zu Josua 24. Wir betrachten, wie Gott sein Volk geführt hat, wie er Treue fordert und schenkt und wie unsere Entscheidungen heute tiefes, lebendiges Zeugnis sein können, nicht nur für uns, sondern für die Menschen um uns herum.

[5:53] Wir möchten zum ersten Text kommen, den finden wir in Josua Kapitel 24, Verse 2 bis 13. Ich mache eine Zusammenfassung, um Zeit zu sparen. Josua erinnert das Volk Israel an die Treue und Führung Gottes durch die Generationen hindurch, angefangen von Abraham, Isaak, Jakob bis in die Gegenwart. Er zeigt ihnen, dass alles, was sie besitzen und erleben, nicht durch ihre eigene Stärke geschah, sondern durch Gottes Gnade und Eingreifen.

[6:21] Gott selbst war es, der sie geführt, beschützt und ihnen den Sieg über Feinde geschenkt hat. Dieser Rückblick soll ihr Herz demütig machen und sie daran erinnern, wie geduldig und liebevoll Gott mit seinem Volk umgeht. Josua macht deutlich: "Gott hat euch nicht vergessen. Ihr wart dabei, als er Geschichte schrieb, als er Wunder tat, als er euch durchgetragen hat."

[6:54] Und wer kennt, darf auch im eigenen Leben sehen, dass Gottes Hand selbst in dunklen Zeiten nie aufgehört hat zu wirken, um Heilung, Hoffnung und Neuanfang zu schenken. Gottes Geschichte mit Israel ist ein Spiegel für unser eigenes Leben. Dies zeigt, dass jede Generation in Gottes Plan eingebunden ist. Auch wenn wir uns manchmal unbedeutend fühlen, sind unsere Schritte Teil von etwas Größerem.

[7:23] Deine Entscheidung, dein Mut, deine Hingabe, alles kann Auswirkungen haben, die weit über das hinausgeht, was du siehst. Dieses Bewusstsein lädt uns ein, aufmerksam zu leben und zu erkennen, dass unser Alltag Teil von Gottes Wirken ist.

[7:44] Gottes Treue zeigt sich oft durch kleine, unscheinbare Momente, nicht nur in großen Wundern. Die Geschichte deines Lebens ist in Gottes Augen wertvoll, auch wenn du die Bedeutung mancher Ereignisse erst später erkennst. Erinnerungen an Gottes Eingreifen können dir Mut geben, heute Entscheidungen zu treffen, die du lange aufgeschoben hast. Dankbarkeit für vergangene Bewahrung, öffne das Herz, Gott auch in Gegenwart und Zukunft zu vertrauen.

[8:19] Dieser Rückblick zeigt dir ganz besonders: Gottes Handeln ist nicht nur Trost, sondern Geschichte. Er hat objektiv gehandelt, sichtbar, nachvollziehbar und vor allem real.

[8:39] Kannst du in einem Moment in deinem Leben erkennen, in dem Gott dich getragen hat? Vielleicht ohne dass du es damals gemerkt hast. Welche Last aus deiner Vergangenheit möchtest du heute Gott neu anvertrauen?

[8:57] Vergiss nicht, du bist Teil einer größeren Geschichte Gottes, der ganzen Weltgeschichte. Auch wenn sich dein Leben manchmal schmerzhaft, dunkel oder verworren anfühlt, Gott hat dich nicht erst im Moment gesehen. Gott hat dich nicht erst ein paar Tage später gesehen, als du zu ihm gebetet hast. Gott hat in deinem Leben gehandelt, noch bevor du selbst die Zusammenhänge verstanden hast. Und er lädt dich ein, diese Spuren bewusst wahrzunehmen.

[9:28] Du bist kein Zufall, so wie es viele sagen, kein Produkt des Zufalls. Nein, das bist du nicht. Du bist getragen und gewollt, auch wenn du es nicht spüren konntest und vielleicht bis heute nicht kannst. Ich weiß es nicht. Aber Gott sagt: "Ich habe dich nicht verlassen. Ich war da. Ich bin da und ich werde immer für dich da sein."

[9:56] Wenn Gott so treu war, wie wir es auch in der Bibel immer wieder sehen können, wenn er uns auch durch alles hindurch liebt und hält in unserem eigenen Leben, dann lädt er uns ein, ihm von Herzen zu antworten. Nicht mechanisch, auch nicht religiös irgendwie, sondern einfach ehrlich.

[10:18] Dann möchte ich zum zweiten Punkt kommen, den finden wir in Josua Kapitel 24, Verse 14 und 15. Dort heißt es: "So fürchtet nun den Herrn und dient ihm aufrichtig und in Wahrheit! Und tut die Götter von euch hinweg, denen eure Väter jenseits des Stromes und in Ägypten gedient haben, und dient dem Herrn! Wenn es euch aber nicht gefällt, dem Herrn zu dienen, so erwählt euch heute, wem ihr dienen wollt, den Göttern, denen eure Väter jenseits des Stromes gedient haben, oder den Göttern der Amoriter, in deren Land ihr wohnt. Ich aber und mein Haus, wir wollen dem Herrn dienen."

[10:58] Josua ruft das Volk auf, Gott mit einem aufrichtigen und wahrhaftigen Herzen zu dienen, ohne Doppelspiel oder Doppelleben, könnte man heute auch sagen, oder Masken, die aufgesetzt sind. Er erinnert sie daran, dass echte Treue zu Gott immer eine bewusste Abkehr von falschen Göttern des Lebens bedeutet, die unser Herz gefangen halten wollen. Das sehen wir im Alltag. Was nimmt dich alles gefangen? Sind es vielleicht Medien, Personen, Sorgen, Ängste, die Einsamkeit oder vielleicht auch sogar die Vergangenheit?

[11:44] Mit seinem persönlichen Bekenntnis von Josua: "Ich aber und mein Haus, wir wollen dem Herrn dienen", zeigt er, dass Glaube mit einer klaren, mutigen Entscheidung beginnt. Auch für uns heute gilt, wer in Aufrichtigkeit vor Gott steht, findet in seiner Nähe Heilung, Identität und einen neuen Anfang, selbst dort, wo das Herz gebrochen oder sogar zersplittert war.

[12:13] Schauen wir uns mal den Vers 14 genauer an. Josua ruft das Volk dazu auf: "So fürchtet nun den Herrn und dient ihm aufrichtig in Wahrheit und tut die Götter hinweg!" Auf dem ersten Blick klingt dieser Vers streng, wenn man so hört: "Fürchte den Herrn." Wenn man ihn aber genau betrachtet, ist dies eine zärtliche Einladung Gottes und nicht ein hartes Gebot.

[12:40] "Fürchte den Herrn" bedeutet hier nicht Angst vor einem autoritären Gott, sondern Geborgenheit unter Gottes Schutz. Es ist das Wissen: Gott ist größer als meine Verletzung, größer als meine Vergangenheit, größer als die Stimme, die mir sagt, ich sei nichts wert und ich werde das niemals schaffen. Diese Furcht ist die tiefe Ruhe eines Herzens, das spürt: "Bei Gott bin ich sicher, auch dann, wenn das Leben mich zerschlagen hat."

[13:12] "Dient ihm aufrichtig und in Wahrheit" meint nicht Leistungsdruck oder religiöse Perfektion. Ehrlichkeit vor Gott bedeutet, die Dinge beim Namen zu nennen, das Gute, das Schwierige und das, was verändert werden muss. Gott ruft dich nicht, wie gesagt, zu Perfektion, sondern zu Ehrlichkeit. Dies führt zu einem erfüllten Leben. Er möchte den Menschen, der du wirklich bist, nicht den, von dem du glaubst, du müsstest es sein.

[13:42] Und wenn Josua sagt: "Tut die fremden Götter hinweg!", dann meint er das: Gib das ab, was dich verletzt, gefangen hält, quält oder innerlich zerstört. Es ist Gottes liebevolle Bitte: "Lass mich dir das aus der Hand nehmen, was dich kaputt macht."

[14:08] So ist Josua 24,14 kein Druckvers, sondern eine heilende Einladung Gottes: "Komm in meine Nähe. Komm mit deiner Ehrlichkeit, komm mit deinem gebrochenen Herzen. Ich will dich befreien und heilen."

[14:26] Schauen wir uns Vers 15 an. "Wenn es euch aber nicht gefällt, dem Herrn zu dienen, so erwählt euch heute, wem ihr dienen wollt. Ich aber und mein Haus, wir wollen dem Herrn dienen." In diesem Vers führt Josua das Volk an einen entscheidenden Punkt. Es soll sich bewusst entscheiden, wem es sein Herz anvertraut. Er zwingt niemanden. Er stellt lebendig klar, dass echtes Leben mit Gott eine persönliche, freie Entscheidung braucht.

[14:54] Gott ruft nicht zu einer Pflichtreligion, sondern zu einer Beziehung. Eine Beziehung kann nur bestehen, wenn unser Herz klar ausgerichtet ist. Deshalb stellt Josua das Volk vor die Wahl, nicht um Druck auszuüben, sondern um deutlich zu machen: Ein unentschiedenes Herz bleibt immer unruhig.

[15:16] Das heißt, Gott lädt uns zu einer bewussten Entscheidung ein, nicht aus Zwang, sondern aus Liebe, denn Gott ist Liebe. So schreibt es Johannes in seinem Brief. Gott weiß, dass ein Herz, das zwischen ihm und anderen Bindungen schwankt, innerlich zerrissen bleibt. Er möchte uns vor diesem inneren Kampf schützen. Deshalb ruft er: "Wähle heute und nicht erst morgen oder irgendwann, nicht später, sondern in diesem Moment, jetzt, weil echte Klarheit Frieden schenkt!"

[15:52] Zweitens: Deine Entscheidung darf ehrlich und persönlich sein. Josua sagt: "Ich aber und mein Haus." Er spricht nicht für alle. Josua spricht hier nur für sich und sein Haus. Er spricht auch nicht: "Wir müssen alle jetzt Gott dienen." Das zeigt: Nur du selbst kannst diese Entscheidung treffen. Du musst sie nur ehrlich treffen. Gott nimmt auch das leise, vorsichtige, müde "Ja", sage ich mal, deines Herzens ernst.

[16:23] Drittens: Gott respektiert deinen Willen, auch wenn das manchmal wehtut. Josua stellt Alternativen vor, die alten Götter oder der lebendige Gott. Das zeigt, Gott manipuliert nicht. Er zwingt keine Hingabe. Er akzeptiert deine Freiheit, auch dann, wenn deine Entscheidung klein oder verletzlich ist.

[16:51] Und viertens: Ein entschlossenes Herz hat Kraft. Josuas Bekenntnis ist klar: "Ich aber und mein Haus." Das heißt: Wenn du eine Entscheidung für Gott triffst, so schwach sie dir vorkommt, kann sie dein Leben prägen und anderen Menschen Orientierung geben. Gott nimmt selbst das zögerliche "Ich will" und formt daraus Treue und Kraft.

[17:14] Gott ruft dich nicht, weil du stark bist, sondern weil er dich liebt. Er bittet dich nicht um Perfektion, sondern um dein Herz, das er erneuern kann. Die Entscheidung: "Ich will dir dienen" ist kein Versprechen eigener Stärke, sondern ein Ausdruck des Vertrauens: "Herr, ich gehöre dir. Bitte hilf mir, diesen Weg zu gehen."

[17:43] Aufrichtigkeit vor Gott bedeutet, dass du auch deine Zweifel und Fragen ehrlich zu ihm bringen darfst. Wahre Treue beginnt oft mit kleinen, unscheinbaren Schritten, die niemand sieht, außer dir und Gott. Ehrlichkeit mit sich selbst öffnet Türen zu echter Veränderung und innerer Klarheit.

[18:04] Wenn du dein Herz ehrlich öffnest, begegnet dir Gottes Annahme. Du musst nicht vortäuschen. In deiner Ehrlichkeit finden Heilung und neue Kraft ihren Anfang.

[18:18] Was bedeutet es für dich persönlich, Gott heute ehrlich zu begegnen? Welchen kleinen ersten Schritt kannst du heute tun, um ihm zu vertrauen?

[18:31] Gottes Ruf zur Aufrichtigkeit ist eine Einladung, ehrlich vor ihm zu stehen, ohne Schönreden, aber auch ohne Selbstverurteilung. Er bittet nicht darum, dass du funktionierst, lächelst oder so tust, als wäre alles gut. Er bittet dich nur um Wahrheit, um das ehrliche, verletzte, suchende Herz, das du hast.

[18:55] Wenn du ihm sagst: "Herr, ich bin schwach", dann antwortet er: "Ich weiß, deshalb bin ich hier, und in den Schwachen bin ich stark." Ehrlichkeit ist nicht das Ende deiner Beziehung zu Gott, sondern der Anfang von Heilung. Wer ehrlich vor Gott steht, wird frei. Frei, ihm zu dienen, nicht aus Pflicht, sondern aus Liebe, weil man erkannt hat, was Gott für dich getan hat.

[19:25] Wir kommen zum dritten Punkt, den finden wir in Josua Kapitel 24, Verse 16 bis 21. Da heißt es: Da antwortete das Volk und sprach: "Fern sei es von uns, dass wir den Herrn verlassen und anderen Göttern dienen! Denn der Herr, unser Gott, ist es, der uns und unsere Väter aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Knechtschaft herausgeführt hat. Und er hat vor unseren Augen diese großen Zeichen getan und uns behütet auf dem ganzen Weg, den wir gegangen sind und unter allen Völkern, durch deren Mitte wir hindurchgezogen sind. Und der Herr hat alle Völker vor uns her ausgetrieben. Ja, auch die Amoriter, die im Land wohnten. Auch wir wollen dem Herrn dienen, denn er ist unser Gott." Josua aber sprach zum Volk: "Ihr könnt dem Herrn nicht dienen, denn er ist ein heiliger Gott, ein eifersüchtiger Gott, der eure Übertretungen und Sünden nicht dulden wird. Wenn ihr den Herrn verlasst und fremden Göttern dient, so wird er sich von euch abwenden und euch Schlimmes antun und euch aufreiben, nachdem er euch Gutes getan hat." Da sprach das Volk zu Josua: "Nein, sondern wir wollen dem Herrn dienen!"

[20:42] Eine schöne Antwort. Das Volk antwortet auf Josuas Aufruf mit der klaren Entscheidung, dem Herrn dienen zu wollen, weil sie seine Macht und Treue in ihrem Leben erfahren haben. Doch Josua mahnt sie eindringlich, dass Gott heilig und eifersüchtig ist und keine geteilte Hingabe duldet. Wahre Nachfolge ist mehr als ein flüchtiges Versprechen. Er warnt sie, dass Untreue und Rückfall schwerwiegende Folgen haben, weil Gott echte Gemeinschaft sucht, nicht leere Worte. Das kann man heute in jeder Beziehung auch sehen. Sei es normal freundschaftlich oder vor allem in der Ehe. Da möchte man Treue haben und Ehrlichkeit. Und wenn nicht, kann dies oft, wenn es schiefläuft, zu schwerwiegenden Folgen führen.

[21:29] Und damit macht Josua auch deutlich, dass Glauben immer eine Herzenssache ist, die Ehrlichkeit und Tiefe verlangt. So ruft dieser Abschnitt jeden Menschen dazu auf, dich und mich: unsere Entscheidung für Gott nicht leichtfertig, sondern bewusst, ehrlich und aus Liebe zu Gott zu treffen. Im Wissen, dass Gott treu bleibt, selbst wenn unser Glaube schwach ist.

[21:57] Schauen wir uns den Vers 16 genauer an: "Fern sei es von uns, den Herrn zu verlassen!" Dieser Vers zeigt die bewusste Entscheidung des Volkes, Gott nicht zu verlassen. Er spricht zu unserem Herzen, zu unserem tiefsten inneren Bedürfnis nach Sicherheit und Halt. Wenn ich Gott verliere, verliere ich alles, was mein Herz trägt. Für Menschen, die sich einsam, schwach oder verlassen fühlen, ist dies ein tröstlicher Vers. Gott selbst pflanzt die Sehnsucht nach ihm in dein Herz, auch wenn du dich im Moment verloren fühlst. Er lädt uns ein, das Herz bewusst zu ihm zu wenden. Ein ernster Schritt, um Heilung und Geborgenheit zu erfahren.

[22:48] Vers 17: "Er hat uns und unsere Väter herausgeführt und uns bewahrt." Hier erinnert sich Israel an Gottes Treue und Bewahrung in der Vergangenheit. Dies bedeutet: Auch wenn wir das Gefühl haben, alleingelassen zu werden – was oft Satan uns einredet –, war Gott immer bei uns, hat uns beschützt, geführt und begleitet, oft ohne dass wir es bemerkt haben. Für verletzte und verzweifelte Herzen ist dies eine tiefe Ermutigung. Dein Leben ist nicht zufällig. Deine Geschichte ist gehalten. Jede Träne wurde von Gott gesehen. Gottes Treue wird zum Fundament, auf dem wir neue Schritte wagen können.

[23:33] Vers 18 heißt es: "Auch wir wollen dem Herrn dienen, denn er ist unser Gott." Dieses Versprechen des Volkes ist eine bewusste Entscheidung aus Vertrauen und Erfahrung der Liebe Gottes, die sie gesehen haben. Und dies bedeutet, du musst Gott nicht perfekt dienen oder alles wissen. Es reicht am Anfang, dein Herz ehrlich zu öffnen. Was hilft alles Wissen, wenn du es doch nicht tust?

[24:11] Für Menschen, die sich schwach oder unzulänglich fühlen, ist dies eine Einladung: Gott nimmt meine kleine, echte Entscheidung an, auch wenn ich noch unsicher bin. Wahre Hingabe beginnt mit der Bereitschaft zu sagen: "Herr, ich will dir gehören. Hilf mir, es zu leben", und Gott wird es tun. Vertraue darauf.

[24:37] Vers 19 heißt dann noch mal: "Ihr könnt dem Herrn nicht dienen, denn er ist ein heiliger Gott." Josua erinnert das Volk, dass Gott heilig ist und wir ohne seine Hilfe nicht aus eigener Kraft treu sein können. Und dies bedeutet, du bist nicht gezwungen, stark zu sein, um Gott zu gefallen. Menschen, die sich überfordert fühlen, können Trost finden. Gottes Maßstab ist nicht unsere Perfektion, sondern unser offenes Herz, das sich von ihm führen lässt. Gott lädt uns ein, unsere Schwächen in seine Hände zu legen, damit wahre Hingabe möglich ist. Was für ein wunderbares, schönes Bild von deinem liebenden Vater!

[25:28] Vers 20: "Wenn ihr den Herrn verlasst!" Hier wird eine Warnung ausgesprochen. Aber es ist auch eine schützende Einladung. Gott sagt: "Wenn du dich von mir löst, kehrst du zurück in deine alten Verletzungen und Bindungen, die dir schaden." Ist ja nichts anderes, als wenn man heute sagt: "Ich habe aufgehört mit Rauchen oder mit Alkohol zu trinken oder Drogen zu nehmen." Und wenn man dabei bleibt, ist man gesund, es geht einem gut. Wenn man wieder zurückfällt, nimmst du wieder den Schaden an, den du damals hattest. Es ist auch kein Drohvers, sondern ein liebevoller Hinweis, dass nur bei ihm wahre Heilung, Freiheit und Geborgenheit gefunden werden kann. Für Menschen mit Schmerz oder inneren Ketten – vielleicht gehörst du auch dazu – ist dies ein Ruf. Gott möchte dich bewahren und nicht bestrafen.

[26:27] Vers 21, da heißt es: "Nein, dem Herrn wollen wir dienen!" Das Volk antwortet mit einer klaren, aber schwachen und ehrlichen Entscheidung des Herzens. Dies, gesehen als ein "Ja" zu Gott, bedeutet bewusst zu wählen, wem das eigene Leben gehören soll. Eine Entscheidung, die reift und trägt. Selbst wenn du müde, verletzt oder unsicher bist, nimmt Gott deine Entscheidung ernst und beginnt in dir zu wirken. Es ist die Einladung, dass Heilung und Freiheit im Glauben nicht von Stärke abhängen, sondern von einem Herzen, das sich ihm anvertraut.

[27:16] Dienst für Gott wächst aus Freude, nicht aus Pflichtgefühl oder Erwartungen anderer. Freiheit bedeutet, dass du deine Schwächen annehmen darfst, ohne dass sie dich von Gottes Plan abhalten. Du musst nur ehrlich sein. Gottes Gegenwart gibt Freiheit, selbst wenn äußere Umstände unsicher oder belastend sind. Jeder kleine Akt des Dienens – ein Lächeln, ein Zuhören, ein Gebet – kann großen Einfluss haben. Am Ende werden wir es erfahren und staunen. Gottes Nähe befreit dich von dem Zwang, perfekt sein zu müssen. Aus seiner Liebe heraus kannst du Schritte wagen, die von Freiheit, Freude und Vertrauen getragen werden.

[28:08] Was fällt dir schwer, Gott anzuvertrauen? Was brauchst du heute von Gott? Trost, Kraft, vielleicht auch Ruhe?

[28:21] Du darfst Gott dienen, weil du frei bist, nicht weil du stark bist. Gott nimmt deine kleinen Schritte ernst und er trägt dich dort, wo du schwach bist. Sein Weg für dich ist kein Druck, sondern ein Ort der Geborgenheit. In Matthäus Kapitel 11, Vers 28, heißt es: "Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken." Andere Übersetzungen sagen: "Ich möchte euch Ruhe schenken." Dies sagt Jesus: Wir können das Versprechen wahrnehmen.

[29:02] Doch es gibt Hindernisse: Ein Herz kann nur einem Herrn gehören. Gott weiß, wie zerbrechlich wir sind, und er warnt uns, weil er uns liebt.

[29:15] Kommen wir zum nächsten Bibeltext in Josua Kapitel 24, Verse 22 bis 24. Da heißt es: "Da sprach Josua zum Volk: 'Ihr seid Zeugen gegen euch, dass ihr euch den Herrn erwählt habt, um ihm zu dienen.'" Und sie sprachen: "Wir sind Zeugen." "So tut nun!", sprach er, "die fremden Götter hinweg von euch, die in eurer Mitte sind, und neigt eure Herzen zu dem Herrn, dem Gott Israels!" Und das Volk sprach zu Josua: "Wir wollen dem Herrn dienen, unserem Gott, und seiner Stimme gehorchen."

[29:56] In diesen Versen warnt Josua das Volk Israel vor der Versuchung, Götzen zu dienen, und erinnert daran, dass ein Herz, das geteilt ist, niemals vollständige Ruhe findet. Das merken wir auch heute: Wenn irgendwas in uns ist, was wir wissen, was nicht richtig ist, haben wir keine Ruhe. Wir müssen das erst, ja, sage ich mal, ans Tageslicht bringen, darüber reden und Klarheit schenken, dann erst geht es uns besser.

[30:26] Gott fordert von uns Treue, weil nur in seiner Nähe Heilung, Frieden und Orientierung möglich ist. Woanders ist das nicht möglich, auch wenn die Welt heute etwas anderes erzählt, aber wir können darauf vertrauen, dass das, was Gott sagt, die Wahrheit ist. Es gibt viele Menschen, die Gottes wunderbaren Weg gegangen sind und gesagt haben: "Ja, diesen Weg möchte ich weitergehen."

[30:58] Wer sein Herz bewusst Gott übergibt, findet Sicherheit, Halt und eine tiefere Freiheit, als alle irdischen Mittel vermögen. Die Verse rufen dazu auf, heute die Entscheidung zu treffen, Gott treu zu dienen und darauf zu vertrauen, dass er jeden Schritt begleitet und beschützt. Wir merken: Es geht heute um die Entscheidung, und zwar heute, hier und jetzt, während du auch dieses Video siehst. Entscheide dich heute, denn morgen könnte es zu spät sein.

[31:34] Schauen wir uns Vers 22 an. Da sprach Josua zum Volk: "Ihr habt euch selbst verpflichtet, dem Herrn zu dienen." Dieser Vers macht deutlich: Das Volk hat eine bewusste Entscheidung getroffen, Gott zu dienen. Und dies bedeutet, Gott respektiert die Entscheidung des Herzens, und wir können selbst in kleinen Schritten "Ja" zu ihm sagen, auch wenn wir schwach sind.

[31:54] Für Menschen, die Angst vor Fehlern oder Schuld haben – davon gibt es eine ganze Menge –, ist dies eine Ermutigung. Dein Herz kann sich Gott zuwenden mit deiner Schwachheit, mit deinen Fehlern, und das zählt mehr als alles andere. Es ist ein Aufruf zur inneren Bindung an Gottes Liebe, nicht aus Zwang, sondern aus Vertrauen, weil wir wissen: Er ist die Liebe, er ist vollkommen, er ist ohne Fehler. Wohin sonst sollten wir gehen? Er hat ewiges Leben, er hat die Kraft, uns zu verändern. Was für ein wunderbares Versprechen! Lasst uns doch da zu ihm hingehen. Er wird alles neu machen, auch hier und jetzt, und auch vor allem in deinem Leben.

[32:43] Vers 23: "Und nun hebt die fremden Götter auf aus eurer Mitte und richtet euer Herz dem Herrn zu!" Hier fordert Josua auch wieder auf, alles abzulegen, was das Herz bindet, was es gefangen hält, was es fesselt. Das heißt: Dieser Schritt fordert uns heraus, ehrlich zu erkennen, welche inneren Abhängigkeiten unser Herz festhalten und Gottes Wahrheit bewusst über diese Bindungen zu stellen.

[33:10] Es ist kein Druck, sondern eine Einladung – und zwar eine Einladung Gottes: "Ich will dein Herz frei machen. Gib mir, was dich belastet, damit Heilung möglich ist." Für verletzte Menschen ist dies ein sanfter Ruf: "Du musst nicht alles allein tragen. Gott lädt dich ein, frei zu werden." Und Jesus sagt: "Wer den Sohn hat, der ist wirklich frei."

[33:39] Vers 24: "Und das Volk antwortete Josua: 'Wir wollen dem Herrn dienen!'" Die Antwort des Volkes ist eine ehrliche Entscheidung, so wie sie es vorher schon öfters gemacht haben. Man sieht: Es ist immer ein Wechsel, trotz aller Unsicherheiten. Die Entscheidung des Volkes zeigt: Wirkliche Treue beginnt dort, wo das Herz bereit wird, Gott den ersten Platz einzuräumen. Gott möchte nicht den zweiten, Gott möchte nicht den dritten oder vierten.

[34:07] Es ist interessant: Viele haben immer gefragt: "Warum ist Gott gierig? Warum möchte Gott unbedingt den ersten Platz in unserem Leben haben?" Wenn wir schauen, was Gott alles in unserem Leben oder für die Welt getan hat, dass er Mensch wurde, dass er für uns starb, dass er uns ewiges Leben schenkt – obwohl er auch hätte scheitern können, als er Mensch war, hätte passieren können. Doch Gott tat es alles für uns, und er starb für uns. Er nahm den Schmerz auf sich, auch die Ängste, die er hatte, als er vom Vater verlassen worden ist für eine kurze Zeit. Dies alles tat er. Er ist auferstanden. Wenn man das alles anschaut, dann kommt man eigentlich nur zu dem Schluss, zu sagen: "Du hast diesen Platz in meinem Herzen, und zwar diesen ersten Platz!"

[35:06] Gott beginnt dort zu wirken, wo wir bereit sind, unser Herz in seine Hände zu legen. Die Entscheidung selbst ist der erste Schritt zur Heilung. Wir müssen uns entscheiden, wem wir dienen wollen.

[35:27] Dinge, Menschen oder Gewohnheiten können vorübergehende Sicherheit geben, aber keine tiefe Erfüllung. Wie oft höre ich von Menschen: "Ja, wenn ich genügend Geld hätte, dann wäre ich glücklich." Es gibt viele Menschen, die reich sind, die Millionen haben, die nicht wissen, wohin mit ihrem Geld, und sich dann das Leben nehmen, weil sie trotzdem nicht glücklich sind. Wir finden nur tiefe Erfüllung in Jesus Christus. Ein geteiltes Herz wird niemals wirkliche Ruhe finden. Innere Einheit entsteht nur durch Gott.

[36:02] Das bewusste Loslassen schadet nicht, sondern schafft Raum für Gottes Handeln. Versuchungen sind Chancen, dein Vertrauen in Gottes Stärke zu üben, nicht Gelegenheiten zur Selbstkritik. Wenn du alles loslässt, was dich gefangen hält, füllt Gott die Leere mit seiner Gegenwart. So wird dein Herz frei, und du kannst in Sicherheit und innerer Ruhe leben. Dies braucht die Welt heutzutage mehr als denn je.

[36:40] Warum versuchst du manchmal, inneren Schmerz zu betäuben? Vielleicht durch Alkohol, durch Musik, vielleicht durch andere Menschen? Was wäre ein kleiner Schritt zurück in Gottes Arme für dich?

[37:02] Wenn wir innerlich wund sind, suchen wir oft etwas, das den Schmerz betäubt. Menschen, Rauschgift, Ablenkung, Kontrolle über Anstrengungen, z.B. bei der Arbeit – Workaholismus ist ein sehr ernstes Thema – oder auch diesen Rückzug, den viele Menschen machen. Doch diese Dinge geben vielleicht kurz eine Erleichterung, aber niemals vollkommene Heilung.

[37:29] Gott ruft dich nicht, um dir etwas zu verbieten, sondern um dir die Liebe zurückzugeben, die du verloren glaubst. Götzen versprechen viel – ich füge hinzu: Satan verspricht viel –, aber sie binden das Herz. Jesus dagegen befreit wirklich. Seine Freiheit ist nicht emotional, sondern real und tief. Wie ich vorher gesagt habe, in Johannes 8, Vers 36: "Wenn euch nun der Sohn frei machen wird, so seid ihr wirklich frei." Wahre Freiheit entsteht nicht, wenn wir weglaufen, sondern wenn wir heimkehren.

[38:15] Ein sehr schönes Bild vom verlorenen Sohn, was Jesus als Gleichnis verwendet. Wenn wir in Gottes Armen ruhen, dann kann unser Leben zu einem guten, würdigen Abschluss geführt werden, wie auch bei Josua.

[38:34] Josua 24, Verse 29 und 33. Da heißt es: "Und es geschah nach diesen Ereignissen, dass Josua, der Sohn Nuns, der Knecht des Herrn, starb, als er 110 Jahre alt war. Und man begrub ihn im Gebiet seines Erbteils in Timnat-Serach, das auf dem Bergland Ephraim liegt, nördlich von dem Berg Gaasch. Und Israel diente dem Herrn, solange Josua lebte und die Ältesten, welche Josua überlebten, die auch alle Werke des Herrn kannten, die er an Israel getan hatte. Und die Gebeine Josefs, welche die Kinder Israels aus Ägypten heraufgebracht hatten, begruben sie in Sichem, in dem Stück Land, das Jakob von den Kindern Hamors, des Vaters Sichems, über 100 Kesita gekauft hatte, und es wurde den Kindern Josefs zum Erbteil. Auch Eleasar, der Sohn Aarons, starb, und sie begruben ihn in Gibea, der Stadt seines Sohnes Pinhas, die ihm gegeben worden war im Bergland Ephraim."

[39:42] Josua starb im Alter von 110 Jahren, ein Zeichen für ein langes und erfülltes Leben, das ganz im Dienst Gottes stand. Sein Begräbnis in Timnat-Serach im Bergland Ephraim macht die historische Realität seines Lebens und Wirkens greifbar. Die Weitergabe der Leitung an die Ältesten, die alle Werke des Herrn kannten, zeigt die Kontinuität von Gottes Führung über Generationen hinweg.

[40:18] Und dies betrachtet erinnert uns daran: Ein gutes Lebensende hängt nicht von Leistungen oder Perfektion oder makellosem Erfolg ab, sondern von einem Herzen, das Gott treu blieb, und zwar bis ans Ende. Auch wenn Wege steinig waren oder Fehler passiert sind, wir gestolpert sind, Gottes Treue trägt das Leben bis zum letzten Tag. Dein Leben kann Spuren hinterlassen, die weit über dich selbst hinauswirken, wenn du deine Wege in Gottes Hände legst.

[40:58] Schauen wir uns Vers 29 an: "Und es geschah nach diesen Dingen, dass Josua, der Sohn Nuns, dem Herrn gedient hatte, starb im Alter von 110 Jahren." Dieser Vers zeigt das Ende eines Lebens, das Gott treu diente. Es betont nicht seine Leistung, sondern die beständige Gegenwart Gottes in seinem Leben – Gott in uns.

[41:21] Ein Leben muss nicht, wie gesagt, perfekt sein, um wertvoll zu sein. Entscheidend ist Gottes Gegenwart: Ist Gott gegenwärtig? Es gibt ein wunderschönes Lied, das heißt: "Gott ist gegenwärtig! Lasset uns anbeten!" Ein sehr schönes Lied. Auch wenn Wege schwer und voller Herausforderungen waren, kann Gottes Treue das Leben halten und zu einem guten Ende führen. Er ist der beste Führer, den wir je haben können.

[41:58] Für uns Menschen, für dich und für mich, ist das eine Ermutigung. Gott kann auch unsere Mühen, Fehler, Brüche zu einem sinnvollen, friedvollen Abschluss tragen. Es ist wunderbar, dass das Bild, das Fehler hat, das noch korrigiert werden muss, er dieser Maler ist, sage ich mal, der kommt, alles ausbessert und es so perfekt gestaltet, dass es am Ende vollkommen ist. Was für ein wunderbares Bild!

[42:26] Rückblickend zeigt sich, dass selbst schwierige Wege Teil eines größeren Planes waren. Frieden entsteht, wenn du Verantwortung für dich übergibst und Gott führen lässt, statt selbst alles kontrollieren zu wollen. Dein Leben hinterlässt Spuren, oft still, unsichtbar, aber von Gott gesehen und gewertet. Am Ende deines Weges wird alles, was du erlebt hast, von Gott gewürdigt. Dein Leben hinterlässt Spuren, findet Erfüllung und Ruhe in seiner Hand, und nichts, aber auch gar nichts, war umsonst.

[43:11] Welche Sehnsucht möchtest du Gott heute sagen? Was müsste er dir schenken, damit dein Herz heute, hier und jetzt Frieden findet, und zwar vollkommenen Frieden?

[43:27] Vielleicht war dein Herz lange müde. Vielleicht hast du gelernt, zu überleben, statt wirklich zu leben. Vielleicht hast du geweint, ohne dass jemand es sah. Aber Gott hat alles gesehen. Er sah jede Träne. Gott ruft dich. Er ruft dich heute nicht hart, nicht fordernd, sondern leise, sanft und vor allem mit Liebe. "Komm zu mir, ich kenne deinen Schmerz", sagt er. "Ich weiß, wie es dir geht. Ich war da, als du gefallen bist, und ich lasse dich nicht los, niemals." Darum wähle heute nicht den Weg der Selbstanklage, nicht den Weg der Einsamkeit, der Ängste, sondern den Weg in Gottes Arme. Sag es ruhig, flüsternd, müde, zerbrochen – so wie du bist. Sei einfach ehrlich. "Herr, ich komme zu dir. Halte mein Herz, heile, was ich nicht heilen kann. Bleib bei mir." Und er wird es tun. Ganz sicher, ganz sanft, ganz nah und vor allem ganz real. Und dies wünsche ich dir von Herzen. Gott sei mit dir. Amen.

[44:55] Herr, unser Gott, wir loben und preisen dich und danken dir von Herzen, dass du so ein wunderbarer und liebender Vater bist, dass du so viel für uns getan hast und noch tun wirst, dass du immer für uns da warst, dass du uns nie verlassen hast, sondern wir, wenn schon, dich verlassen haben, dass du jederzeit bereit warst und bereit bist, Herr, zu vergeben. Wir danken dir auch für das große Erlösungswerk, das du, Herr, für uns getan hast am Kreuz auf Golgatha. Danke für das große und unverdiente Geschenk, das aus Liebe geschah.

[45:32] Wir wollen dies alles betrachten und heute eine Entscheidung treffen, so wie du durch deinen Knecht Josua gesagt hast: "Wählt heute, wem ihr dienen wollt!" Und, Herr, wir wollen dir von Herzen dienen. Ich möchte dich bitten, dass jeder Zuschauer, der dich sieht, dass du ihn führst und leitest, dass du ihm hilfst, in welchen Problemen er auch gerade ist. Sei es Ängste, Nöte, sei es die Einsamkeit, sei es Verlust – ich weiß es nicht, egal welchen –, aber ich weiß, Herr, dass mein Erlöser lebt und ich weiß, dass du, Herr, alles zum Besten richten wirst. Sei bei ihnen. Begegne ihnen mit deiner Liebe, so wie du es auch bei mir getan hast oder auch bei Josua und all den anderen Helden, die in der Bibel geschrieben stehen.

[46:18] Ich möchte dich bitten, Herr, dass du uns segnest, dass du, Herr, uns weiterführst und leitest und dass du uns hilfst, Herr, diese Botschaft, dieses wunderbare Geschenk auch Menschen zu geben, die dich noch nicht kennen, die auch Hilfe benötigen, auf dass sie frei werden, denn du hast gesagt, dass du wirklich frei machst. Hilf uns, diese frohe Botschaft den Menschen zu verkündigen, auf dass du bald und endlich wiederkommen kannst, damit all der Schmerz, das Leid und die Sorge vorbei sind, dass es keine Tränen mehr geben wird, Herr, sondern nur noch Freude und Liebe und die Gemeinschaft mit dir von Angesicht zu Angesicht. Dies bitte ich, Herr, in dem teuren und kostbaren Namen Jesu Christi. Amen.


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