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Manuskript zur Sendung >>>  CSH_Manuskript_2026 3rd Nr 3   <<<

In dieser Folge der Christ Study Hour Spezial tauchen wir tief in die Kapitel 4 bis 6 des 1. Korintherbriefs ein. Entdecke wichtige Lehren für dein persönliches Glaubensleben und das Gemeindeleben von heute, die auch Paulus‘ Gedanken zur Beurteilung von Aposteln und weiteren aktuellen Themen beleuchten. Lass dich von Christopher Kramp durch diese bedeutsamen Verse führen und gewinne neue Erkenntnisse für deinen Alltag.


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Serie: Christ Study Hour – Spezial 2026 - Q3: Die Korintherbriefe

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Transkript

[0:33] Hallo und herzlich willkommen zur Christudy Hour hier auf www.joelmedia.de. Wie immer möchten wir alle Zuschauer auf dem Sender das Wort auch ganz recht herzlich begrüßen zur mittlerweile dritten Folge unserer Spezialreihe, unser Spezialserie über die Korintherbriefe des Paulus. Letzte Woche haben wir uns die ersten drei ganz gewichtigen Kapitel des ersten Briefes angeschaut und werden thematisch weiter heute gehen mit Kapitel 4, 5 und 6, wo auch einige neue Themen angesprochen werden. Einige ganz interessante und wichtige Dinge, die wir heute lernen können für unser persönliches Glaubensleben und auch für das Gemeindeleben in unserer Zeit.

[1:26] Bevor wir uns dem Studium dieses so gewichtigen und so aktuellen Briefes widmen, wollen wir Gott einladen, dass er unser Studium segnet und dass wir von seinem Heiligen Geist in alle Wahrheit geführt werden.

[1:41] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass dein Wort uns echtes Licht schenkt, das uns hilft im Alltag, das uns hilft in der Gemeinde, dass uns hilft dein Licht zu sein in dieser Welt. Wir möchten dich bitten, dass wenn wir diese Verse im ersten Korintherbrief lesen, dass wir nicht nur aus historischem Interesse uns dafür interessieren, was Menschen damals erlebt haben, sondern dass wir uns wirklich ernsthaft fragen, was diese Worte für mich persönlich, für uns heute bedeuten, was Paulus uns schreiben würde, wie wir das alles, was wir lesen, auf unser Leben, auf unsere Situation anwenden können. Herr, führe uns dabei durch deinen Heiligen Geist. Schenk uns Klarheit, überführe uns durch deinen Heiligen Geist und schenk uns die Freude zu sehen, was du alles für uns vorbereitet hast, Herr. Wir wollen uns auf dich konzentrieren. Du sollst unser Lehrer sein und wir bitten das alles im Namen Jesu. Amen.

[2:41] In 1. Korinther Kapitel 4 ist Paulus ja inhaltlich immer noch in dem Thema, dass er in uns Kapitel 1, 2 und 3 beschäftigt hat, nämlich diese Frage nach der Beurteilung der Apostel. Die Korinther hatten angefangen, sich in Parteien aufzuspalten. Einige sagten, ich gehöre zu Apollos, andere zu Paulus, der nächste zu Käfers und so weiter. Und Paulus nimmt sich viel Zeit ihnen zu erklären, erstens, warum er zunächst einmal ganz einfach gepredigt hat und warum dann Apollos darauf aufgebaut hat, dass es keinen Grund gibt, die Mitarbeiter im Werk Gottes gegeneinander auszuspielen, miteinander zu vergleichen.

[3:27] Wir lesen jetzt in 1. Korinther Kapitel 4 und dort Vers 1. Paulus gibt jetzt einen konstruktiven Ratschlag, wie man mit Evangelisten, Missionaren, Pastoren aus Sicht eines Gemeindegliedes umgehen sollte, wie man sie betrachten sollte. Er sagt: "So soll man uns betrachten als Diener des Christus und Haushalter oder auch Verwalter des Geheimnisses Gottes."

[3:59] Missionare, Menschen, die das Evangelium auch vielleicht hauptberuflich verkündigen, sind einfach Diener Gottes. Sie dienen, sie sind betraut mit einer wichtigen Aufgabe. Sie sind Verwalter. Ihnen ist das Evangelium anvertraut worden. Wenn er sagt: "Haushalter des Geheimnisses Gottes", dann erinnert uns das in Offenbarung Kapitel 10 und dort in Vers 7, sondern in den Tagen der Stimme des siebten Engels, wenn er in die Posaune stoßen wird, soll das Geheimnis Gottes vollendet werden, wie er seinen Knechten den Propheten als Heilsbotschaft verkündet hat. Das Geheimnis Gottes ist das von den Propheten verkündigte Evangelium.

[4:43] Paulus spricht später in Kolosser 1, Vers 27 davon, wenn er sagt: "Ihnen wollte Gott bekannt machen, dass der Reichtum der Herrlichkeit dieses Geheimnisses unter den Heiden ist, nämlich Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit." Paulus sagt also, es gibt dieses Geheimnis Gottes, das Evangelium, Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit und ich und auch Apollos und all die anderen sind Verwalter dieses Evangeliums.

[5:05] Das griechische Wort "Oikonomos" kommt auch unser Ökonom her. Ist eigentlich ursprünglich im antiken Griechenland der sozusagen der Manager eines gesamten Haushaltes, in der Regel der Vater der Kernfamilie. Aber in der Zeit von Paulus hatte das Ganze sich schon etwas verschoben. Es bedeutet dann nicht den Hausherrn, den Hausvater, sondern eine angestellte Person oder eine Person, der man die Leitung des Hauses quasi stellvertretend anvertraut hat.

[5:40] Wir sehen hier z.B. in Lukas Kapitel 12 und dort Vers 42: "Der Herr aber sprach: Wer ist wohl der treue und kluge Haushalter, den der Herr über seine Dienerschaft setzen wird, damit er ihnen zur rechten Zeit die verordnete Speise gibt?" Das ist die Aufgabe eines Haushalters. Er wird vom Hausherrn eingesetzt, um dafür zu sorgen, dass alle anderen, die zum Haushalt gehören, entsprechend versorgt werden. Und das sind genau die Prediger, die Missionare, die Evangelisten. Sie bekommen von Gott den Auftrag zur rechten Zeit das zu predigen, was die Gemeinde und was die Menschen benötigen.

[6:20] In Galater Kapitel 4 Vers 2 lesen wir auch von diesem Verwalter. Galater 4 Vers 2: "Sondern er steht unter Vormündern und Verwaltern bis zu der vom Vater festgesetzten Zeit." Da geht's darum, dass die Verwalter zum Teil auch die Aufgabe hatten, die Kinder des Hausherrn heranzuziehen und für sie zuständig zu sein.

[6:47] In dieser Funktion ist im Zusammenhang Titus 1, Vers 7 sehr interessant, denn dort wird uns gesagt: "Denn ein Aufseher muss untadelig sein als ein Haushalter Gottes." Auch die Gemeindeleiter haben eine ganz ähnliche Funktion. Und sie werden hier biblisch genauso behandelt wie die Missionare, die Apostel, die reisenden Verkündiger.

[7:16] Interessant ist, dass es in der Gemeinde Korinth ja dann, wie wir in der ersten Folge gesehen haben, einen Verwalter gab, der in der Stadt, in der Kolonie Korinth, in der römischen Kolonie ein hoher Beamter gewesen ist. In Römer 16 und dort Vers 23 heißt es: "Es grüßt euch Gajus, der mich und die ganze Gemeinde beherbergt: Es grüßt euch Erastus, der Stadtverwalter." Und er war zwar nicht der Herr der ganzen Stadt, aber er war mit einer wichtigen Aufgabe betraut. Möglicherweise hatte er in der Finanzverwaltung ein leitendes Amt und das bedeutet eine hohe Verantwortung. Und in diesem Sinne sagt Paulus, sind wir Diener, aber auch Haushalter. Wir haben etwas zu verwalten, nämlich das Geheimnis Gottes, das Evangelium.

[8:07] Und dann macht er daraus eine interessante Ableitung, eine interessante Schlussfolgerung. Im übrigen wird von einem Haushalter nur verlangt, dass er treu erfunden wird. Jemand, der die Finanzen der Stadt beaufsichtigt, der muss nicht eloquent reden können, der muss keine hochfliegende Rhetorik benutzen, der muss aber ganz genau die Finanzen zusammenhalten und darf sie nicht veruntreuen.

[8:32] Paulus macht also deutlich, ihr setzt den falschen Maßstab an an einen Evangelisten, an einen Prediger, an einen Gemeindeleiter. Den soll man nicht danach bewerten, wie toll rhetorisch er reden kann, sondern man soll ihn danach bewerten, wie treu er das Evangelium Gottes, das ihm anvertraut ist, weitergibt.

[8:53] Dann sagt er weiter hier: "Mir aber ist es das geringste, dass ich von euch oder von einem menschlichen Gerichtstag beurteilt werde. Auch beurteile ich mich nicht selbst." Vers 4: "Denn ich bin mir nichts bewusst, aber damit bin ich nicht gerechtfertigt, sondern der Herr ist es, der mich beurteilt."

[9:15] Paulus kann aufrichtig sagen, ich kann mich nicht erinnern, irgendwie untreu gehandelt zu haben, euch wesentliche Dinge, die ihr hättet schon gleich am Anfang hören müssen, nicht gesagt zu haben. Ich habe wirklich mein Bestes gegeben, aber ich weiß natürlich auch, sagt Paulus, das ist noch keine endgültige Rechtfertigung. Es ist ja nicht ausgeschlossen, dass er unwissentlich Fehler gemacht hat. Gott wird das beurteilen. Und weil er weiß, dass Gott ihn beurteilt, weil Gott ihn auch beauftragt hat, ist es für ihn letztlich nicht entscheidend, dass Menschen oder vielleicht sogar Gerichte über ihn urteilen, weil er als letztenendlichen Richter nur Gott anerkennt.

[9:56] Vers 5.

[10:00] "Warum richtet nichts vor der Zeit, bis der Herr kommt, der auch das im Finstern verborgene ans Licht bringen und die Absichten der Herzen offenbar machen wird und dann wird jedem das Lob von Gott zu Teil werden."

[10:15] Aus dieser Situation leitet Paulus jetzt einen allgemeinen Ratschlag ab. Nicht nur in seinem Fall, sondern ganz grundsätzlich sagt er den Korinthern: Lasst das Richten, lasst das Beurteilen von Mitarbeitern Gottes. Wartet damit bis zur Wiederkunft Jesu. Denn nur Jesus kann wirklich einschätzen, welche Motive lagen einer bestimmten Tat zugrunde. Aus welchen Beweggründen hat jemand so geredet? Wir mögen denken, wow, das sind doch tolle Worte und das ist doch alles ganz biblisch, was die Person sagt und so mitreißend und so wunderbar. Wir wissen aber nicht, wie jemand wirklich gedacht und gefühlt und was seine Ambitionen gewesen sind. Wir können Menschen überschätzen und auch Menschen unterschätzen, aber Gott passiert das nicht, denn Gott sieht in das Herz.

[11:02] Paulus sagt also, wartet mit solchen Beurteilungen.

[11:09] Paulus ist aber nicht gegen das Richten im umfassendsten Sinne. Wir werden heute noch sehen, dass er später in 1. Korinther 6 Vers 3 die Christen in Korinth sogar ausdrücklich auffordert, über Fälle offener Sünde in der Gemeinde Gericht zu halten. Die Aussage hier in Korinther 4 Vers 5 ist also nicht allgemein im Sinne von du darfst niemals beurteilen, ob ein Mensch in Sünde lebt oder nicht. Es geht darum, dass man nicht Mitarbeiter Gottes gegeneinander ausspielt und jetzt so ein Ranking macht und sagt, aber der ist besser als der, weil das gefällt mir besser als dem. All das sagt Paulus sollten wir nicht tun.

[11:54] Interessant ist auch, dass Paulus natürlich damit einen Gedanken von Jesus aus der Bergpredigt aufgreift, der sagt in Matthäus 7 Vers 1 und 2: "Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet, denn mit demselben Gericht, mit dem ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden und mit demselben Maß, mit dem ihr anderen zumesst, wird auch euch zugemessen werden."

[12:17] Paulus warnt öfter davor, einfach so nach dem persönlichen Gutdünken zu richten. Das findet man im Römer öfter. Haben wir im Sendemanuskript ein paar Verse dazu hier aufgeschrieben.

[12:32] Es geht weiter in 1. Korinther 4, Vers 6. Paulus sagt: "Das aber meine Brüder habe ich auf mich und Apollos bezogen um euren Willen, damit ihr an uns lernt, in eurem Denken nicht über das hinauszugehen, was geschrieben steht, damit ihr euch nicht für den einen auf Kosten des anderen aufbläht." Also Paulus lässt keinen Zweifel daran. Alles, was er schreibt, dient dazu, die Korinther sollen etwas aus dieser Situation mit den verschiedenen Parteiungen, die einen, die sich zu Apollos halten, die anderen zu Paulus, sie sollen etwas daraus lernen.

[13:08] Dieser allgemeine Ratschlag aus Kapitel 5 ist natürlich auf diese konkrete Situation zu beziehen. Sie sollen Mitarbeiter Gottes nicht gegeneinander ausspielen. Sie sollen sich nicht über das erheben, was die, sie sollen nicht den biblischen Maßstab übertreten und überschreiten, sondern einfach bei dem bleiben, was geschrieben steht und nicht einen auflehnen auf Kosten des anderen. Und vielleicht geschieht das heute, dass wir unseren Lieblingsprediger höher schätzen als andere und dann vielleicht entstehen Parteien in der Gemeinde oder darüber hinaus.

[13:45] Vers 7. Paulus begründet wiederum seinen Punkt: "Denn wer gibt dir den Vorzug und was besitzt du, dass du nicht empfangen hast? Wenn du es aber empfangen hast, was rühmst du dich, als ob du es nicht empfangen hättest?"

[13:54] Das heißt, mit anderen Worten, selbst wenn wir der Meinung sind, wow, Apollos kann so toll reden, dann muss uns bewusst sein, Apollos kann nur deswegen so toll reden, weil Gott ihm dieses Geschenk gegeben hat. Und wenn wir sagen, aber Paulus kann so wunderbar argumentieren, dann ist es deswegen, weil Gott dem Paulus dieses Argument gegeben hat. Wir dürfen Menschen nicht auf ein Podest heben, wo Gott sie nicht hingehoben hat. Gott schenkt uns allen Gaben und Fähigkeiten. Manche sind vielleicht auf den ersten Blick sichtbar, manche sind scheinbar unscheinbar, aber in Wirklichkeit ist jede Gabe, die Gott gegeben hat, entscheidend und keine zu vernachlässigen.

[14:37] Und wir Menschen haben eine lange lange Geschichte, in der Gaben Gottes falsch einzuschätzen und falsch zu bewerten. Und der große Kampf im Himmel begann damit, dass Luzifer es aus den Augen, also nicht mehr drüber nachgedacht hat und das bewusst auch weggeblendet hat, dass alles, was er hatte, die Schönheit, die Weisheit, der Glanz, dass das alles ein Geschenk Gottes war. Das Hervorheben von Geschöpfen auf Kosten von anderen kommt alles aus diesem Gedankengang des Luzifer, der zu Satan wurde. Er sollte in der Gemeinde keinen Platz haben. Dieser Gedankengang, der eine ist besser als der andere, weil er kann das oder jenes oder solches. Wir sind zwar sehr anfällig dafür, aber wir müssen aus dem Korintherbrief lernen. Es reicht nicht nur zu sagen, ah ja, wir haben das auch. Wir müssen daraus lernen, denn Paulus macht das ganz deutlich. Er schreibt das nicht einfach nur, damit wir sagen, ah ja, okay, so ist es halt, sondern er möchte, dass wir daraus lernen, dass wir diese Fehler nicht ständig wiederholen. Nur dann haben wir den Korintherbrief verstanden, wenn wir tatsächlich auch durch Gotteskraft erkennen, dass wir das selbst zum Teil auch gemacht haben oder machen, dass wir es bereuen und in Gotteskraft sein lassen.

[15:52] Dann hat der Korintherbrief seine Wirkung erzeugt, die er haben soll.

[15:59] Vers 8.

[16:03] "Ihr seid schon satt geworden. Ihr seid schon reich geworden. Ihr seid ohne uns zur Herrschaft gelangt. Oh, dass ihr doch wirklich zur Herrschaft gelangt werdet, damit auch wir euch herrschen können."

[16:17] Im Kontext ist klar, das ist irgendwie sehr ironisch geschrieben, denn die Herrschaft, zu der wir gelangen als Christen, ist die Herrschaft, die uns nach der Wiederkunft gegeben wird. In Daniel Kapitel 7 und dort Vers 13 und 14. Daniel 7, Vers 13 und 14 sagt uns: "Ich sah in den Nachtgesichten und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels, gleich einem Sohn des Menschen, und er gelangte bis zu dem Hochbetagten und wurde vor ihn gebracht. Und ihm wurde Herrschaft, Ehre und Königtum verliehen, und alle Völker, Stämme und Sprachen dienten ihm. Seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergeht, und sein Königtum wird nie zugrunde gehen." Jesus wird zum König aller Könige. Und zwar, wenn wir den Kontext lesen in Daniel 7 ab Vers 9, im Gericht, im Gericht, das kurz vor der Wiederkunft stattfindet. Und wenn er dann als König der Könige gekrönt ist im Gericht und dann wiederkommt auf die Erde und sein Lohn mit ihm, die Offenbarung 22 sagt, dann lesen wir hier in Daniel 7, Vers 18: "Aber die Heiligen des Allerhöchsten werden die Königsherrschaft empfangen und sie werden die Königsherrschaft bis in Ewigkeit behalten." Ja, bis in alle Ewigkeit.

[17:32] Mit anderen Worten, wenn Jesus auf dieser Erde herrschen wird nach den 1000 Jahren, dann werden wir mit ihm herrschen. Wir werden ja auch schon während der 1000 Jahre im Himmel mit ihm herrschen und dann werden auch alle Fragen beantwortet. Dann wird auch jeder Mensch korrekt beurteilt. Mir scheint, Paulus möchte quasi sagen, während eigentlich Christen darauf warten, dass Jesus wiederkommt, um dann zu herrschen, dann wird jeder Fall offenbar werden. Seid ihr schon zur Herrschaft gelangt? Ihr lebt schon so, als ob ihr im Himmel seid. Ihr beurteilt schon und sagt, der ist gut, der ist nicht so gut. Natürlich ein ironischer Kommentar, aber der deutlich macht, die Korinther benehmen sich schon, als wäre die tatsächliche Königsherrschaft schon da.

[18:35] Interessant ist, wie er sagt: "Ihr seid schon reich geworden. Ihr seid ohne uns zur Herrschaft gelangt." Denn Paulus identifiziert sich mit diesem Denken nicht. Sie benehmen sich so, als ob das Gericht schon da wäre, aber bemerken nicht, dass Paulus eine solche Einstellung nicht hat. Und dann sagt er: "Oh, dass ihr doch wirklich zur Herrschaft gelangt werdet, damit auch wir mit euch herrschen könnten."

[19:05] Es gibt eine Herrschaft, die jetzt schon auf dieser Erde von Christen gefordert ist. Eine Herrschaft, die auch Paulus in seinem Leben ausgelebt hat. Keine Herrschaft, wo man Menschen jetzt beurteilt, weil die dazu notwendigen Informationen noch gar nicht da sind. Die werden wir erst im Millennium erhalten. Aber eine geistliche Herrschaft, eine Herrschaft, die auf diesem Prinzip basiert: Alles, was ich erhalten habe, ist eine Gabe von Gott. Herrschaft besteht nicht darin, mich zu erhöhen, sondern Herrschaft besteht darin zu geben und für andere da zu sein.

[19:58] Jesus hat diese Herrschaft beschrieben in Matthäus Kapitel 20 Vers 25 bis 28. Matthäus 20 ab Vers 25: "Aber Jesus rief sie zu sich und sprach: Ihr wisst, dass die Fürsten der Heidenvölker sie unterdrücken und dass die Großen Gewalt über sie ausüben. Unter euch aber soll es nicht so sein, sondern wer unter euch groß werden will, der sei euer Diener. Und wer unter euch der Erste sein will, der sei euer Knecht. Gleich wie der Sohn des Menschen nicht gekommen ist, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele."

[20:35] Die wahre geistliche Herrschaft besteht darin, dem anderen zu dienen. Aber wer dem anderen dient, wird nicht denken: Wow, ich bin intellektuell dir überlegen, weil ich habe mich mit antiker Philosophie beschäftigt und du nicht. Und deswegen bin ich jetzt weiser und größer. Und der Prediger gefällt mir besser, weil er kann besser reden und der ist mehr gebildet, hat drei Abschlüsse mehr als der andere. Das ist alles nicht die Herrschaft, wie Jesus sie ausgeübt hat auf dieser Erde.

[21:07] Die Korinther haben also das geistliche Prinzip geistlicher Herrschaft nicht verstanden, Könige und Priester zu sein. Und Paulus erklärt ihnen jetzt, was das wirklich bedeutet.

[21:19] In 1. Korinther 4, Vers 9. "Es scheint mir nämlich, dass Gott uns Apostel als die letzten hingestellt hat, gleichsam zum Tod bestimmt, denn wir sind der Welt ein Schauspiel geworden, sowohl Engeln als auch Menschen." Ein ganz berühmter Vers.

[21:40] Paulus hat eine ganz andere Einstellung zum Herrschen. Ihm ist bewusst, in seiner Aufgabe, die er ausführt, wird er von den Weltmenschen wie Abschaum behandelt. Das kommen wir werden wir gleich noch ganz deutlich sehen.

[21:57] Als Apostel, als Diener Jesu ist er sozusagen das unterste Glied in den Augen der Welt. Wenn also die Korinther den Wunsch haben, irgendwie in den Augen der Welt angesehen zu sein, mit der griechischen Philosophie irgendwie auf Augenhöhe wahrgenommen zu werden, dann haben sie nicht verstanden, worum es wirklich geht. Und weil sie es nicht verstanden haben, haben sie einen Prediger, der ihren Vorstellungen dann mehr entsprach, der Apollos mit seiner tollen rhetorischen Ausbildung, obwohl der das selbst ja gar nicht wollte, diese Spaltung, wie wir gesehen haben, haben sie diesen Apollos höher eingeschätzt. Aber das lag daran, dass sie eben nach äußerlichen weltlichen Maßstäben gehandelt haben und nicht nach echter geistlicher Erkenntnis.

[22:45] Das Schauspiel ist wörtlich "Theatron" und das ist nichts anderes als das Theater. Zweimal finden wir Apostelgeschichte 19 und dort Vers 29 und 31, das Theater, wo sich dort dann die Epheser treffen. Auch die Korinther kannten sich gut aus mit dem griechischen Theater. Es gab in Korinth auch ein Amphitheater, das wohl gegen Ende des ersten Jahrhunderts vor Christus gebaut worden ist. Die Überreste davon sind heute noch sichtbar, kann man heute noch in der Landschaft dort sehen. Nicht selten wurden todgeweihte Menschen in so einem Amphitheater in Kämpfen gegen wilde Tiere zur Schau gestellt. Und wenn man sich das vor Augen macht, so einem Amphitheater, wo alle zuschauen und dann Menschen, die dem Tode geweiht sind, in existenziellen Kämpfen gegen Tiere, Gladiatoren als quasi unterste Schicht der Gesellschaft, sich dort vor den Augen anderer abmühen mussten, dann ist das eigentlich genau das Bild, das Paulus hier verwendet.

[23:54] Er sagt: "Es scheint mir nämlich, dass Gott uns Apostel als die letzten hingestellt hat, gleich zum Tod bestimmt, denn wir sind der Welt ein Theater, ein Schauspiel geworden, sowohl Engeln als auch Menschen." Ein Leser in Korinth wird dabei unweigerlich an ein Amphitheater gedacht haben. Paulus und seine Mitarbeiter haben wirklich die schwersten Kämpfe auszufechten. Aus menschlicher Sicht sind sie verfolgt und werden oft bespuckt und geschlagen und sie sind die letzten, sie sind nicht angesehen wie berühmte Philosophen oder Feldherrn.

[24:30] Und das Ganze geschieht vor dem ganzen Universum, das zuschaut, sagt Paulus. Vom ganzen Universum scheinen wir nach weltlichen Maßstäben den niedrigsten, den niedrigsten Posten zu haben.

[24:43] Er sagt in Vers 10: "Wir sind Narren um des Christus willen, ihr aber seid klug in Christus. Wir schwach, ihr aber stark, ihr in Ehren, wir aber verachtet."

[24:54] Der Gedanke hier in Vers 10 ist, weil Paulus sich allein auf Christus beruft und nicht auf Philosophie und auf menschliche Weisheit, wird er von der Welt als töricht bezeichnet. So ist das in Athen gewesen. Er hat zwar dort versucht auch philosophische Zitate einzubauen und auch die Griechen dort zu erreichen, wo sie waren. Aber sobald er dann mit Christus kam und dem Evangelium, haben sie gedacht, ach du bist, haben sie angefangen zu lachen und zu spotten. Der Festus, der sagt zu Paulus später in der Apostelgeschichte 26: "Du bist von Sinnen. Das viele Studieren macht dich ganz verrückt."

[25:27] Also Paulus sagt, aus der Sicht der Welt sind wir wegen Jesus quasi Narren. Aber ihr, ihr in Korinth, ihr seid klug in Christus. Ihr haltet euch in eurem Christentum für überlegen. Ihr haltet euch für etwas Besseres als andere Prediger, als andere Christen nach weltlichen Maßstäben, sogar für Weise.

[25:53] Und Paulus konfrontiert das, er kontrastiert das mit seiner eigenen Erfahrung.

[25:59] Vers 11: "Bis zu dieser Stunde leiden wir Hunger und Durst und Blöße. Werden geschlagen und haben keine Bleibe."

[26:03] Paulus schreibt diesen Brief ja aus Ephesus und wir sehen dort, dass auch relativ gegen Ende seiner seines Daseins dort auch zu großen Schwierigkeiten kam, als sich dort die Volksmenge im Theater versammelt hat. Möglicherweise, aber das wäre jetzt Spekulation, hängen die beiden Ereignisse dort in Ephesus und die Abfassung des Briefes vielleicht so irgendwie zusammen, aber das können wir natürlich nicht wirklich beweisen, aber ist auf jeden Fall interessant und auffällig.

[26:34] Vers 12: "Und arbeiten mühsam mit unseren eigenen Händen." Das hat er tatsächlich auch in Korinth getan, wo er als Zeltmacher mit Priskilla und Aquila zusammen gewirkt hatte in der Apostelgeschichte 18 Vers 3.

[26:50] "Wenn wir geschmäht werden, segnen wir. Wenn wir Verfolgung leiden, halten wir stand." Trotz aller Anfechtung hat Paulus sich an das gehalten, was Jesus in der Bergpredigt uns alle gelehrt hat: "Segnet eure, also liebt eure Feinde, segnet die euch fluchen und so weiter und so fort."

[27:08] Vers 13: "Wenn wir gelästert werden, spenden wir Trost zum Keich." Das ist das, was man nach der Reinigung, wenn man etwas reinigt und dann ist der Schmutz übrig, wenn man diesen Schmutz wegschmeißt. Dieser Schmutz, das ist der Keich der Welt. Sind wir geworden zum Abschaum aller bis jetzt.

[27:27] Paulus hat letztlich eine sehr ernüchternde Botschaft für die Korinther. Sagt, wenn ihr wirklich Christus nachfolgt, werdet ihr von dieser Welt als töricht, als Abschaum, als minderwertig bezeichnet werden. Und wenn ihr aber versucht, in eurem Christentum nach den Maßstäben der Welt angesehen zu sein, wenn ihr versucht, das Christentum so zu biegen, dass ihr plötzlich auch als angesehene Philosophen geltet und angesehene Rhetoriker, dann verliert das Evangelium seine Kraft. Und das ist ein Punkt, der heute an Aktualität nichts verloren hat. Wir alle stehen in der Gefahr, du und ich, dass wir versuchen, das Evangelium irgendwie an den Zeitgeist anzupassen, um irgendwie mehr anerkannt zu sein. Aber das wahre Evangelium ist immer eine Kraft Gottes, die ein Leben ermöglicht und auch formt, das mit den weltlichen Maßstäben nicht übereinzubringen ist. Nun, wir sind in der Welt, aber wir sind nicht von der Welt. Wir wollen liebevoll zu allen Menschen sein und wir können nicht alles mitmachen, was sie machen. Und das wird immer dazu führen, auf der einen Seite natürlich, dass Menschen, die offen sind, das Licht des Evangeliums sehen und dadurch gewonnen werden. Aber Menschen, die nicht offen sind, werden das immer auslachen, werden das immer verspotten, werden dort auch mitunter gegen ankämpfen und es verfolgen.

[28:53] Er sagt: "Zum Keich der Welt sind wir geworden, zum Abschaum aller bis jetzt."

[28:57] Vers 14: "Nicht zu eurer Beschämung schreibe ich das, sondern ich ermahne euch als meine geliebten Kinder." Paulus möchte nicht, dass die Korinther jetzt irgendwie sich beschämen, aber er möchte, dass sie etwas lernen. Sie haben sich völlig verschätzt, sie haben die falschen Maßstäbe angesetzt, sie haben sich für großartig gehalten und haben gar nicht verstanden, worin echte geistliche Größe besteht.

[29:19] Denn natürlich ist das, was Paulus tut, viel höher einzuschätzen als die Selbstgenügsamkeit der weltlich weisen Korinther. Aber Paulus möchte nicht einfach eine Standpauke halten. Paulus ist ihr geistlicher Vater. Es kam ja manchmal vor, dass Kinder sich über ihre Eltern erheben, obwohl sie gar nicht richtig bemerken, welche Opfer ihre Eltern für sie gebracht haben und bringen. Und so geht es Paulus auch so ein bisschen. Die Korinther sind zwar von Paulus als Gemeinde gegründet worden, aber sie haben den wahren Wert, die wahren Opfer, die er gebracht hat, gar nicht richtig eingeschätzt.

[29:58] Vers 15: "Denn wenn ihr auch 10.000 Lehrmeister hättet in Christus, also das griechische mit "paidagogos", Erzieher von Kindern, auch wenn ihr 1000 Lehrer hättet wie Apollos und andere, so habt ihr doch nicht viele Väter, denn ich habe euch in Christus Jesus gezeugt durch das Evangelium."

[30:17] Es ist gut, wenn man verschiedene Lehrer hat und doch gibt es einen Menschen, der die, oder in dem Fall hier Paulus, der die Gemeinde überhaupt erstmal gegründet hat. Er sagt, ich bin euer Vater. Es gibt viele andere Lehrer, die für euch gewirkt haben. Es ist alles sehr gut und sehr wichtig und richtig, aber erinnert euch daran, dass ich der erste war. Paulus sagt, ich war der Pionier, ich bin euer geistlicher Vater.

[30:42] Dieses Bild von der geistlichen Vaterschaft, das ist dem Paulus ganz eigen. Das hat er öfter in seinen Briefen. Galater 4, Vers 9: "Meine Kinder, um die ich noch einmal Geburtswehen leide, bis Christus in euch Gestalt gewinne." Wenn wir wirklich vom Geist Jesu erfüllt sind, dann werden wir auch mitleiden, wenn Menschen, die wir zu Jesus gebracht haben, plötzlich vom Weg abkommen und sich irritieren lassen. Wir wünschen uns, dass sie wirklich bei dem guten Weg bleiben und in Jesus fest und an Jesus festhalten. Und jeder, der schon Menschen zur Taufe vorbereitet hat, der mit Menschen Liebesstunden gegeben hat, der mit Menschen in Hauskreisen gearbeitet hat, weiß, wie intensiv dieses Gefühl sein kann, wenn man merkt, da ziehen zwei Seiten an dem menschlichen Herz, da ist das Wirken des Evangeliums, der Satan zieht auch. Und oft betet man dann erst so richtig, wenn man merkt, dass dort es um Menschen geht, um Menschen, um ewiges Leben und dass man eine Verantwortung trägt, ihnen wirklich das Beste mitzugeben. So wie Eltern plötzlich überlegen, was kann ich tun für mein Kind? Ich kann es nicht zwingen, das und jenes zu tun am Ende, wenn es groß ist, aber ich kann versuchen, das Beste für mein Kind zu geben, damit es wirklich auf die gute Bahn kommt und dort bleibt.

[32:15] Vers 16: "So ermahne ich euch nun, werdet meine Nachahmer." Und das meint natürlich Nachahmer in dem, was die Verse vorher beschreiben. Er sagt: "Werdet echte geistliche Herrscher, die dienen, die ihre Zeit opfern, die ihre Energie opfern, die bereit sind, sich von der Welt als Abschaum bezeichnen zu lassen, um Menschenherzen zu gewinnen. Werdet in dieser Hinsicht meine Nachahmer." Immer wieder hat Paulus diesen Gedanken auch. Wir denken z.B. an den Philipperbrief, Philipper 3, Vers 17, wo er sagt: "Werdet meine Nachahmer, ihr Brüder, und seht auf diejenigen, die so wandeln, wie ihr uns zum Vorbild habt."

[32:55] Also Paulus meint damit nicht, dass er der einzige Maßstab für alle Menschen ist, aber er sagt, so wie ich euch das vorgelebt habe, wie es auch bei anderen Menschen seht, die genauso leben, ahmt das nach. Und wir müssen uns die Frage stellen. Ich muss mir die Frage stellen: Habe ich diese Einstellung von Paulus des Dienstes oder habe ich die der Korinther, dass ich so aus einer Komfortzone heraus einfach jetzt Freude habe, da ein Ranking aufzustellen, wer mir gefällt und wen ich dafür schlechter halte. Was ist meine Einstellung, wenn ich in die Gemeinde komme und über Gemeinde nachdenke?

[33:31] Vers 17: "Deshalb habe ich Timotheus zu euch gesandt, und der mein geliebtes und treues Kind im Herrn ist, der wird euch an meine Wege in Christus erinnern, wie ich überall in jeder Gemeinde lehre."

[33:42] Wir haben das erste Mal in der ersten Folge schon aus 2. Kor 7 Vers 6 und 7 abgeleitet, dass auch Titus nach Korinth gesandt worden ist. Ob beide gleichzeitig oder nacheinander ist aus diesen beiden Stellen nicht genau zu entnehmen. Da lassen wir das einfach erstmal so stehen. Aber wir wissen, dass Timotheus auch schon zuvor in Korinth gewesen ist, nämlich in Apostelgeschichte 18 Vers 5 wird das beschrieben, als Paulus dort gerade frisch zum ersten Mal gewesen ist und dort anfing zu gründen. Da kam auch Timotheus mit Silas dann etwas später hinterher.

[34:19] Und er hat jetzt den Auftrag, dem Timotheus gegeben, die Korinther daran zu erinnern, was sie von Paulus gehört haben und was sie bei Paulus gesehen haben, damit sie ihn auch nachahmen können.

[34:32] Vers 18: "Weil ich aber nicht selbst zu euch komme, haben sich etliche aufgebläht." Und dieses Wort "aufblähen" ist interessant. Das kommt dann in den Korintherbriefen eigentlich fast nur vor und in Kolosser Kapitel 2 und dort Vers 18.

[34:51] Kolosser 2 und dort Vers 18: "Lasst nicht zu, dass euch irgendjemand um den Kampfpreis bringt, indem er sich in Demut und Verehrung von Engeln gefällt und sich in Sachen einlässt, die er nicht gesehen hat, wobei er ohne Grund aufgeblasen ist von seiner fleischlichen Gesinnung." Also, wenn Paulus hier von einem Aufgeblasenen spricht, dann meint das so eine Arroganz, eine fleischliche Gesinnung.

[35:21] Vers 19: "Ich werde aber bald zu euch kommen, wenn der Herr will, und nicht die Worte der Aufgeblasenen kennenlernen, sondern die Kraft."

[35:30] Mit anderen Worten, wenn der Herr es führt, dann habe ich mir vorgenommen, ich komme nach Korinth und dann werde ich sehen, was wirklich dahinter steckt, was wirklich hinter diesen Worten steckt. Ob es mit einem christlichen Leben in Verbindung steht, ob es alles nur heiße Luft ist.

[35:42] Vers 20: "Denn das Reich Gottes besteht nicht in Worten, sondern in Kraft." Ein ganz toller Vers, der deutlich macht, es geht beim Evangelium nie um ein Lippenbekenntnis, nie um das richtige Nachsagen von theologischen Formeln, sondern immer um Lebensveränderung, um echte Kraft, die das Leben umgestaltet. Paulus sagt ja nicht umsonst am Anfang des Römerbriefes, Römer 1, Vers 16: "Ich schäme mich des Evangeliums von Christus nicht, denn es ist Gotteskraft zur Errettung für jeden, der glaubt, zuerst für den Juden, dann auch für den Griechen." Das Evangelium ist Gottes Kraft. Und das ist genau der Punkt, den Paulus hier ja schon auch in 1. Korinther 1 deutlich gemacht hat. Die Juden wollen ein Zeichen, die Griechen wollen Weisheit, aber wir predigen Christus, der Gottes Kraft ist.

[36:41] Vers 21 in Korinther 4.

[36:45] Vers 21: "Was wollt ihr? Was wollt ihr? Soll ich mit der Rute zu euch kommen oder in Liebe und dem Geist der Sanftmut?" Und man spürt richtig die innere Erregung auch des Paulus, der sagt: "Hey, ich bitte euch, das zu verstehen. Ich möchte nicht, dass wenn wir uns treffen, ich dann wirklich durchgreifen muss." Es kommt auf die Gläubigen jetzt an, wie sie mit diesem Brief und mit dieser Warnung und dem Tadel umgehen. Und Paulus macht deutlich, je nachdem, wie damit umgeht, gibt es verschiedene Konsequenzen auch für die Gemeinde.

[37:22] Und damit kommt er jetzt zu einem neuen Thema.

[37:25] Kapitel 5, Vers 1. "Überhaupt hört man von Unzucht unter euch und zwar von einer solchen Unzucht, die selbst unter den Heiden unerhört ist. Das nämlich einer die Frau seines Vaters hat."

[37:37] Ein anderer schwerer Missstand. Das eine ist, die Gemeinde ist gespalten in verschiedene Parteiungen. Das andere ist, da lebt jemand in der Gemeinde in "Good Standing", also angesehen in der Gemeinde und begeht Unzucht, lebt in einer Unzucht, die selbst bei den Griechen, die eine sehr freie Moralauffassung, was Sexualität betraf, gehabt haben, und auch hier ist interessant, dass er davon gehört hat. Er scheint auch diesmal informiert worden zu sein, auch wenn er in diesem Fall nicht sagt, von wem.

[38:09] Vers 2: "Und ihr seid aufgebläht und hättet doch eher Leid tragen sollen, damit der, welcher diese Tat begangen hat, aus eurer Mitte hinweggetan wird." Und jetzt verbindet Paulus diese beiden Themen. Im Grunde genommen ist er ja eigentlich auch gedanklich immer noch beim ersten Thema. Er sagt mit anderen Worten, statt euch über mich zu erheben und jetzt Apollos gegen Paulus auszuspielen und nach menschlicher Weisheit zu suchen, hättet ihr das naheliegende tun sollen. Ihr hättet diese Sünde in der Gemeinde adressieren sollen. Ihr hättet die Person ausschließen sollen.

[38:45] Gemeindezucht hätte angewandt werden sollen.

[38:51] Vers 3: "Denn ich als dem Leib nach abwesend, dem Geist nach aber anwesend, habe schon, als wäre ich anwesend, über den, der dies auf solche Weise begangen hat, beschlossen: Den Betreffenden im Namen unseres Herrn Jesus Christus und nachdem euer und mein Geist sich mit der Kraft unseres Herrn Jesus Christus vereinigt hat, dem Satan zu übergeben zum Verderben des Fleisches, damit der Geist gerettet werde am Tag des Herrn Jesus."

[39:13] Eine ganz interessante und für uns sehr instruktive, wichtige Passage. Paulus sagt hier deutlich: "Der Fall ist so drastisch, er ist so offensichtlich, dass er nicht einmal erst nach Korinth kommen muss und sich das alles anhören muss und dann die einzelnen Seiten anhören muss." Es ist so klar, dass er als Abwesender bereits sagt, der muss ausgeschlossen werden, da gibt es kein Hin und Her.

[39:40] Interessant ist jetzt aber, dass er in Vers 4 sagt, dass das Ganze im Namen unseres Herrn Jesus Christus geschehen soll. Es soll, es ist nicht seine Privatmeinung, sondern es soll im Namen Jesu sein. Und das ist auch in Vers 4 interessant. Er sagt: "Nachdem euer und mein Geist sich mit der Kraft unseres Herrn Jesus Christus vereinigt hat." Paulus wird nicht nach Korinth kommen und gegen den Willen der Gemeinde die Person ausschließen.

[40:07] Diese Entscheidung, so richtig und so wichtig sie ist, soll der Gemeinde nicht übergestülpt werden, nicht aufgedrückt werden, sondern die Gemeinde soll verstehen, dass das, was sie momentan duldet, nicht zu dulden ist. Sie soll diese Position, die Paulus hat, verstehen und dann im Geist des Evangeliums mittragen und dann soll diese Person auch tatsächlich ausgeschlossen werden. Das ist diese Formulierung: "Dem Satan zu übergeben." Und wir sehen auch an anderer Stelle bei Paulus, das bedeutet nicht, dass diese Person für alle Ewigkeiten jetzt unrettbar verloren ist, sondern es bedeutet, es ist einfach eine Redewendung auch, die bedeutet, er ist jetzt außerhalb der Gemeinschaft mit Christus. Er ist sozusagen wieder in dem auf dem Spielfeld Satans sozusagen, aber das bedeutet natürlich nicht, dass du dort bleiben musst.

[40:58] Schauen wir in Timotheus Kapitel 1 Vers 20.

[41:03] Timotheus 1 Vers 20: "Zu ihnen gehören Hymeneus und Alexander, die ich dem Satan übergeben habe, damit sie gezüchtigt werden und nicht mehr lästern."

[41:13] Also das Ziel ist, dass sie eine Veränderung in ihrem Leben erleben. Und auch das ist der Punkt hier in 1. Korinther Kapitel 5, denn Paulus sagt ganz deutlich, damit Vers 5, damit der Geist gerettet werde am Tag des Herrn Jesus. Mit anderen Worten, der Gemeindeausschluss ist nicht einfach eine Strafe, mit der man jemanden abstrafen will, sondern soll helfen, damit eine Person, die anders nicht zu erreichen ist, die in Predigten sitzt und nicht realisiert, dass sie diese Sünde aufgeben muss, die man mit guten Worten jetzt nicht mehr überzeugen kann, dieser Gemeindeausschluss soll der Person helfen. So geht es nicht weiter. Ich muss mich dieser Sache stellen. Ich muss diese Sünde aus meinem Leben entfernen. Ansonsten gehe ich wirklich verloren. So ist also der Gemeindeausschluss ein sicherlich ein trauriges, aber ein notwendiges Mittel, um Menschen noch einmal auf den Kurs bringen zu können, wenn sie es denn annehmen, wenn sie sich das zu Herzen nehmen, damit sie doch am Ende gerettet werden, wenn Jesus Christus wiederkommt. Gemeindeausschluss ist Gemeindezucht ist etwas, was zum Heil der Menschen dienen soll.

[42:23] Vers 6: "Euer Rühmen ist nicht gut." Und das bezieht sich natürlich auch wieder auf die ganze Sache Kapitel 1, 2, 3, 4, wo sie sich selbst rühmen ihrer Weisheit und etwas über den Paulus teilweise gespottet haben. Er sagt: "Euer Rühmen ist nicht gut." Wisst ihr nicht, dass ein wenig Sauerteig den ganzen Teig durchsäuert? Ihr denkt vielleicht, ihr seid so weise und so christlich und duldet hier schwere Sünde in eurer Mitte. Wisst ihr nicht, dass euch das alles irgendwann beeinflussen wird? Wisst ihr nicht, dass ihr durch die Sünde, die ihr duldet, selbst mit hineingezogen werdet in dieses schwarze Loch sozusagen?

[43:06] Denn er sagt, diese Sünde ist wie Sauerteig. Sie wird, wenn sie nicht entfernt wird, die gesamte Gemeinde durchsäuern. Es gibt also überhaupt keinen Grund, sich zu rühmen, wenn man so etwas duldet.

[43:23] Und ich frage mich, ob wir nicht auch manchmal in unserer Zeit genau in der Situation sind, dass wir uns gerade hier in Europa manchmal intellektueller Errungenschaften rühmen und dann vielleicht ein bisschen lächeln, wie andere in anderen Teilen der Welt ihren Glauben so kindlich ausleben und wir das alles ein bisschen philosophischer und wissenschaftlicher brauchen und da ein bisschen uns wohl und gleichzeitig aber schwere Sünde in unseren Gemeinden tolerieren. Könnte es sein, dass Paulus auch unseren Gemeinden in Europa so schreiben würde?

[44:01] Vers 7: "Das Bild mit dem Sauerteig, das Paulus verwendet hat, das führt jetzt fast automatisch zu der Anwendung, die jetzt kommt in Vers 7. Darum fegt den alten Sauerteig aus, damit ihr ein neuer Teig seid, da ihr ja ungesäuert seid. Denn unser Passalam ist der für uns geschlachtete Christus."

[44:19] Paulus macht hier einen ganz wichtigen Punkt. Er zeigt ganz deutlich, dass das Passafest ein Typus auf Jesus Christus ist. So wie das Passalam geschlachtet worden ist am 14. Nisan, am 14. Tag. Damals zur Zeit von Mose hieß der Monat noch Abib. Am 14. Tag des ersten Monats. Zwischen den Arbeiten, Abenden, so heißt es im Hebräischen, nach einigen Auslegern bedeutet das, dass es so am Nachmittag gewesen ist und dieses Blut an die Türpfosten gestrichen worden ist, damit die Israeliten an dem Abend noch frei wurden. So ist Jesus am 14. Nisan zwischen den Abenden sozusagen am Nachmittag für uns alle gestorben. Und wer sich zu diesem Blut öffentlich bekennt, wer dieses Blut symbolisch an seine Türpfosten streicht, der überwindet den Satan, der hat echte Erlösung, der wird frei aus der Knechtschaft der Sünde.

[45:17] Er sagt weiter in Vers 8: "So wollen wir denn nicht mit altem Sauerteig festfeiern, auch nicht mit Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit, sondern mit ungesäuerten Broten der Lauterkeit und Wahrheit."

[45:31] Es war übrigens den Israeliten bei Todesstrafe verboten, beim Passafest, beim Fest der ungesäuerten Brote gesäuertes Brot und Sauerteig zu haben. So, wenn es also den Israeliten bei Todesstrafe verboten ist, Sauerteig während dieses Festes zu dulden, dann ist der Punkt von Paulus ganz deutlich. Dann darf es auch in der Gemeinde, die sich auf den Antitypus des Passafestes beruft, die quasi das wahre Passalam für sich in Anspruch nimmt, dann darf es dort auch nicht den Sauerteig der Sünde geben, der sich dort ausbreiten darf und der einfach dort geduldet wird.

[46:12] Der Sauerteig ist im Passerkontext ein Symbol für Sünde und Bosheit. Ungesäuerte Brote stehen dagegen für Aufrichtigkeit, für Wahrhaftigkeit, die eine bekannte Sünde, die noch unvergeben ist, nicht einfach verdeckt, sondern die immer den Wunsch hat, dass Sünde beim Namen genannt wird, vergeben wird und bereinigt wird und dann auch gelassen wird.

[46:42] Vers 9: "Ich habe euch in dem Brief geschrieben, dass ihr keinen Umgang mit Unzüchtigen haben sollt." Wir haben schon darauf hingewiesen. Paulus hatte einen ersten Brief an die Korinther geschrieben, den wir leider nicht besitzen. Und dort hatte er deutlich gemacht: Unzüchtige sollen keine regulären Gemeindeglieder sein. Dieser Rat ist aber offensichtlich bisher nicht umgesetzt worden. Und Paulus macht noch mal ganz deutlich, was er damit meint.

[47:05] Vers 10: "Und zwar nicht mit den Unzüchtigen dieser Welt überhaupt oder den Habsüchtigen oder Räubern oder Götzendienern, sonst müsstet ihr ja aus der Welt hinausgehen." Also Paulus meint damit nicht, dass wir aus der Welt fliehen, dass wir niemals eine Person ansprechen dürfen, die außerdem noch unzüchtig ist oder anderweitig die zehn Gebote übertritt. Die Welt ist voller Sünder und die Menschen, die Gott nicht kennen und die gottlos handeln. Jesus hat in Johannes 17 in dem berühmten hohepriesterlichen Gebet folgende berühmte Worte gebetet. Vers 15 und 16: "Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie bewahrst von den Bösen. Sie sind nicht von der Welt, gleich wie auch ich nicht von der Welt bin." Wir sollen nicht aus der Welt ausgehen.

[47:53] Also, was meint er, wenn er sagt: "Keinen Umgang haben mit Unzüchtigen?"

[47:59] Vers 11: "Jetzt aber habe ich euch geschrieben, dass ihr keinen Umgang haben sollt mit jemand, der sich Bruder nennen lässt und dabei ein Unsüchtiger oder Habsüchtiger oder Götzendiener oder Lästerer oder Trunkenbold oder Räuber ist. Mit einem solchen sollt ihr nicht einmal essen."

[48:13] Paulus tut also hier in diesem zweiten Brief noch einmal das konkretisieren. Was er meint ist, wir sollen keinen Umgang haben mit Leuten, die das Christentum für sich in Anspruch nehmen, aber gleichzeitig offen gegen die zehn Gebote rebellieren und in offener Sünde leben. Heuchelei darf nicht von der Gemeinde geduldet werden.

[48:37] Vers 12: "Denn was gehen mich auch die an, die außerhalb der Gemeinde sind, dass ich sie richten sollte? Habt ihr nicht die zu richten, die welche drinnen sind?" Die Gemeindeglieder haben nicht die Aufgabe, das moralische Versagen von Nichtchristen zu beurteilen und ans Licht zu bringen. Das ist gar nicht ihre Aufgabe. Darum wird sich Gott kümmern. Das ist auch nicht unsere Aufgabe immer das zu tun, dass wir jetzt überall schauen, wo jemand irgendetwas Böses getan hat. Wenn er gar nicht überhaupt sich zu Christus bekennt, ist es ja nur selbstverständlich, dass Menschen, die es nicht zu Christus bekennen, böse Dinge tun. Als Gemeinde sollen wir in dieser Frage, wenn es um das Aufdecken und das Bereinigen von Sünde geht, wir sollen uns auf die Gemeinde konzentrieren.

[49:21] Vers 13: "Die aber außerhalb sind, richtet Gott. So tut den Bösen aus eurer Mitte weg." Paulus ruft ganz direkt zum Gemeindeausschluss der betreffenden Person auf.

[49:37] Und das zeigt uns, dass der Ratschlag aus Korinther 4 Vers 5 "Richtet nichts vor der Zeit" nicht bedeutet, dass man jetzt alle Sünde dulden sollte, weil ja niemand richten darf und es ist alles okay und Gott wird sich schon irgendwie darum kümmern. Menschen, die in der Gemeinde in offener Sünde leben und das nicht einsehen, sollen so der selbe Paulus im selben Brief, sie sollen aus der Gemeinde ausgeschlossen werden.

[50:10] Wie gesagt, in 1. Korinther 4, Vers 5 geht es darum, dass wir nicht Mitarbeiter, fleißige Mitarbeiter im Werk Gottes, wir Apollos und Paulus ranken, bewerten und dann gegeneinander ausspielen und da irgendwie uns anmaßen, da genau zu wissen, wer jetzt der Bessere ist und so. Da ist es gemeint. Und das sollen wir nicht tun. Aber Sünde, die offensichtlich Himmelschreiend ist, dass sogar Heiden sich fragen, was da los ist, die darf in der Gemeinde nicht geduldet werden.

[50:37] Korinther 6 und dort Vers 1.

[50:42] "Wie kann jemand von euch, der eine Beschwerde gegen einen anderen hat, sich bei den Ungerechten richten lassen, anstatt bei den Heiligen?" Es gibt noch ein weiteres Missstandsthema in Korinth. Gemeindeglieder verklagen sich gegenseitig vor weltlichen Gerichten und war das römische Rechtssystem, das ja dort auch in Korinth galt, ein sehr ausgeklügeltes. Die Römer haben die Rechtswissenschaft so richtig erfunden. Es gab natürlich auch schon Gerichte in den Kulturen davor, aber die Römer haben das mit dem Rechtssystem richtig durchdacht und sind da sehr weit gedrungen in ihrer Wissenschaft, wie man Recht spricht. Aber Paulus macht deutlich, interne Streitigkeiten sollen intern gelöst werden.

[51:20] Vers 2: "Wisst ihr nicht, dass die Heiligen die Welt richten werden? Wenn nun durch euch die Welt gerichtet werden soll, seid ihr dann unwürdig, über die allergeringsten Dinge zu entscheiden?" Ein interessantes Argument. Er sagt, wisst ihr nicht, dass die Gläubigen einmal und zwar das wissen wir aus Matthäus 20 Vers 4, einmal die ganze Welt richten werden. Sie werden die Urteile über all die Gottlosen bestätigen. Sie werden da Einblick bekommen in die Akten. Gott wird ihnen das zutrauen.

[51:53] Wenn das die Gläubigen einmal tun sollen, sollten sie dann nicht jetzt auch schon gemeindliche Probleme lösen können? Und dann spitzt er dasselbe Argument noch ein bisschen zu in Vers 3.

[52:02] "Wisst ihr nicht, dass wir Engel richten werden?" Das natürlich die gefallenen Engel gemeint, die ebenfalls während des Millenniums durch die Gläubigen ihr Strafmaß erhalten werden.

[52:14] "Wie viel mehr die Angelegenheiten dieses Lebens?"

[52:19] Vers 4: "Wenn ihr nun über Angelegenheiten dieses Lebens Entscheidungen zu treffen habt, so setzt ihr solche zu Richtern ein, die bei der Gemeinde nichts gelten." Also hält noch einmal deutlich den Fehler vor, dass sie Ungläubige zu Richtern machen über Gemeindestreitigkeiten.

[52:31] Vers 5 und 6: "Zur Beschämung sage ich es euch." Und diesmal interessanterweise sagt er: "Ich sag's euch zur Beschämung." In Kapitel 4, Vers 14 hat er noch gesagt: "Nicht zu eurer Beschämung schreibe ich das, sondern ich ermahne euch als meine geliebten Kinder." Aber dass sie vor weltlichen Gerichten sich gegenseitig mit Klagen überziehen, er sagt Paulus, dafür solltet ihr euch schämen. Das geht so nicht. Ich sage es euch zu eurer Beschämung.

[52:58] Und jetzt bringt ein interessantes Argument. Er sagt, also überlegt mal selbst, wenn ihr mit euren ganzen Streitigkeiten vor heidnische Gerichte geht von heidnische römische Richter, die dann entscheiden sollen, was bedeutet das dann? Er sagt in Vers 5: "Demnach ist also nicht ein einziger Weiser unter euch, der ein unparteiisches Urteil fällen könnte für seinen Bruder, sondern ein Bruder führt Rechtsstreit mit dem anderen und das vor Ungläubigen." Sagt also mit eurem Verhalten suggeriert er ja, es gibt nicht eine einzige unparteiische weise Person unter euch und das deswegen ja so kurios. Und Paulus spricht das nicht offen aus, aber wer den Brief aufmerksam liest, der kann die Punkte schon zusammensehen. Es ist ja so interessant, weil die Korinther ja gerade so sehr auf weltliche Weisheit aus waren und Paulus hier ganz subtil, ganz vorsichtig andeutet: Ihr wollt so sehr weise sein. Ja, ihr interessiert euch so für die weltliche Philosophie. Ihr lobt den Apollos für seine tolle Rhetorik und dann könnt ihr aber nicht einmal einen internen Gemeindestreit selbst klären. Was ist denn das für eine Weisheit, die ihr da haben wollt?

[54:11] Vers 7: "Es ist ja überhaupt schon ein Schaden unter euch, dass ihr Prozesse miteinander führt."

[54:16] Also Paulus geht noch einen Schritt weiter. Nicht nur, dass sie sich vor Heiden gegenseitig verklagen, sondern warum überhaupt Rechtsmittel einlegen? Warum lasst ihr euch nicht lieber Unrecht tun? Warum lasst ihr euch nicht lieber übervorteilen? Stattdessen übt ihr Unrecht und übervorteilt und dies gegenüber Brüdern. Stellt sich die Frage: Ist es nicht besser, Unrecht zu erleiden, als Unrecht zu tun?

[54:39] Tatsache ist, in Gerichtsprozessen geht es selten ohne gegenseitige, ja, also es geht selten ab, ohne dass man nicht auf beide Parteien irgendwo auch ungerechte Mittel einlegt, vielleicht dem anderen ein bisschen versuchen zu schaden. Gerichtsprozesse sind selten der Ort, wo sich die erlösende Liebe Jesu offenbart.

[55:06] Es gibt Fälle und es gibt natürlich Situationen, den Gerichtsprozessen notwendig sind, ist keine Frage. Im Alten Testament gibt's ja auch Gerichtsprozesse, die dort auch angeordnet sind in 2. Mose Kapitel 21. Also, das soll nicht heißen, dass Gerichtsprozesse an sich böse sind, aber die Frage ist, muss man mit jeder Kleinigkeit, denn aus Vers 2 wird ja deutlich, das ging ja jetzt nicht um Mord und Totschlag, sondern es ging zum Teil um sehr geringe Dinge, allergeringste Dinge. Muss man deswegen vor Gericht ziehen? Kann man vielleicht nicht auch mal es einstecken, dass man nicht so gut behandelt worden ist, statt jetzt vor Gericht dann möglichst Recht zu bekommen, was aber vielleicht auch bedeutet, im damaligen römischen Rechtssystem, das war nicht immer nur danach ausgelegt, dass die Wahrheit ans Licht kam. Da gab es auch viel Korruption. Da gab es, je nachdem um welche Dinge es ging, durchaus auch Folter bei der Befragung von Zeugen und so weiter. Also, das war eine zum Teil auch sehr, also musste viel Geld bezahlt werden. Das war eine auch eine zwielichtige Sache, so ein römischer Rechtsprozess teilweise.

[56:16] Wir lesen weiter. Vers 9.

[56:21] Vers 9 und 10: "Wisst ihr denn nicht, dass Ungerechte das Reich Gottes nicht erben werden? Irrt euch nicht. Weder Unsüchtige, noch Götzendiener, weder Ehebrecher, noch Weichlinge, noch Knabenschänder, weder Diebe, noch Habsüchtige, noch Trunkenbolde, noch Lästerer, noch Räuber werden das Reich Gottes erben."

[56:39] Paulus stellt etwas ganz deutlich klar, etwas was auch heute wieder ganz deutlich in unsere Gehirn und Herzen hinein muss. Wer in offene Sünde lebt und dabei bleibt, wird nicht gerettet werden. Es gibt heute immer wieder Theologen und Leute, die behaupten, na ja, wenn jemand sich als Christ bezeichnet, eine Christengemeinde geht und in Sünde lebt, kann das ja nicht so schlimm sein, weil er ja trotzdem dann gerettet ist. Und ja, die Sünde ist nicht so toll, aber das würde jetzt an seine Rettung nicht wirklich was ändern. Hauptsache, er hat nicht den Heiligen Geist völlig von sich weggetrieben. Nun, die Frage ist, wenn er in Sünde lebt und dabei bleibt, dann ist genau das das Zeichen dafür, dass er im Laufe der Zeit die Sünde gegen den Heiligen Geist begeht. Ganz egal, wie viel er an Lippenbekenntnissen vielleicht für Christus übrig hat. Bibel macht ganz deutlich, dass es am Ende der Zeit viele Christen gibt, die dem Lippenbekenntnis nach Christen sind.

[57:37] In Matthäus 7 und dort ab Vers 21: "Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr, wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut. Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Wundertaten vollbracht? Dann werde ich ihnen bezeugen: Ich habe euch nie gekannt. Weicht von mir, ihr Gesetzlosen, Täter der Gesetzlosigkeit der Sünde." Wer in der Sünde verharrt und diese Dinge tut, die beschrieben werden, kann das Reich Gottes nicht erben.

[58:15] Vers 11 in Korinther 6: "Und solche sind etliche von euch gewesen." Interessanterweise werden hier gerade in dieser Liste in Vers 9 und 10 noch viele Sünden sexueller Natur aufgeführt. Es war ja so, dass die griechische Kultur ja gerade auch auf diesem Gebiet der sexuellen Sünde sehr weitschweifig gewesen ist, sehr tolerant. Da gab es auch homosexuelle Dinge, da gab es pädophile Neigungen und Praktiken, die dort gesellschaftlich anerkannt waren. Und gerade in Korinth sind auch viele Nichtjuden Christen geworden und viele von denen hatten eine Vergangenheit in dem. Aber hast du Christus als Erlöser, dann ist das eben die Vergangenheit. Und die Vergangenheit definiert dich nicht, es definiert dich, was du mit Christus jetzt bist. Aber wer Christus behauptet und immer noch daran nimmt, der die Kraft des Evangeliums für sein Herz nicht angenommen.

[59:18] Paulus sagt in Vers 11: "Und solche sind etliche von euch gewesen, aber ihr seid abgewaschen, ihr seid geheiligt." Erinnern wir uns, dass er schon in Vers 2, im allerersten Anfang, Kapitel 1, sie als die Geheiligten bezeichnet, die Gemeinde in Korinth, die Geheiligten in Christus Jesus.

[59:35] Er sagt: "Und solche sind etliche von euch gewesen, aber ihr seid abgewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerechtfertigt worden in dem Namen des Herrn Jesus und in dem Geist unseres Gottes. Ihr seid abgewaschen, ihr seid geheiligt, euch ist vergeben worden."

[59:55] Paulus macht ganz deutlich auch im Römerbrief, wenn wir Vergebung, Rechtfertigung durch den Glauben erleben, dann sollen wir in der Sünde nicht weiterleben. So steht es deutlich im Römerbrief in Römer Kapitel 6 Vers 1. "Was wollen wir nun sagen? Sollen wir in der Sünde verharren, damit das Maß der Gnade voll wird? Das ferne. Wie sollten wir, die wir der Sünde gestorben sind, noch in ihr leben?"

[1:00:21] Und das ist der Punkt, den Paulus jetzt hier auch den Korinthern ganz deutlich macht. Und jetzt kommt ein interessanter Vers, der meiner persönlichen Meinung nach oft missverstanden wird.

[1:00:30] Vers 12: "Alles ist mir erlaubt, so sagt es die Schlachter, aber nicht alles ist nützlich. Alles ist mir erlaubt, aber ich will mich von nichts beherrschen lassen."

[1:00:36] Das nächste Vers wird immer wieder so verstanden, als ob man sagen würde, na ja, im Ende ist es halt eigentlich schon erlaubt, aber nicht so gut und deswegen lassen wir es. Aber erlaubt ist es eigentlich. Ich glaube das nicht. Das griechische Wort hier kann auch bedeuten, es ist mir alles möglich. Paulus wird ja unmöglich in den Versen vorher sagen, wer das tut, kann nicht gerettet werden, um dann im nächsten Vers sagen, ja, eigentlich ist es erlaubt, aber es ist halt nicht so toll.

[1:01:10] Ein anderes Beispiel, wo dieses Wort verwendet wird im Griechischen, ist 2. Korinther Kapitel 12 Vers 4. Und das hilft uns ein bisschen besser zu verstehen, was es meint. 2. Korinther 12, Vers 4: "Dass er in das Paradies entrückt wurde und unaussprechliche Worte hörte, die ein Mensch nicht sagen darf." Nun, wenn Paulus im Himmel sozusagen einer Vision oder er konnte selbst nicht genau beschreiben, was es gewesen ist, aber in einer Vision oder etwas ähnlichem himmlische Worte gehört hat, dann ist es ja keine Sünde. Es ist ja nicht unerlaubt, Dinge zu reden, die im Himmel geredet werden. Dinge im Himmel sind ja nicht böse oder unerlaubt, aber sie sind möglicherweise unaussprechlich. Es ist nicht möglich, das zu sagen.

[1:01:47] Es geht also weniger um die moralische Erlaubnis, das tun zu dürfen, sondern mehr um die Möglichkeit, die jemand als Mensch hat, das zu tun. Was Paulus also nicht sagt, ja, eigentlich ist es ja moralisch erlaubt, aber es ist am Ende nicht so gut für dich. Was er sagen will, ist glaube ich, nicht alles, was du als Mensch tun kannst, nicht alles, was in deiner Macht steht zu tun, ist gut für dich. Du hast vielleicht die Möglichkeit, einen Sklaven sexuell zu missbrauchen, weil es die Gesellschaft dir das ermöglicht, aber es ist nicht gut für dich. Du hast vielleicht die Möglichkeit, dich selbst zu befriedigen, weil die Gegebenheiten so sind, dass du das tun kannst, aber es ist nicht gut für dich. Es ist nicht geistlich. Du verlierst deine Freiheit in Christus. Du hast vielleicht die Möglichkeit, Pornografie anzuschauen, weil der Computer da ist und weil niemand zu du hast die Möglichkeit, aber es ist nicht gut für dich. Es ist nicht erlaubt. Es ist nicht von Gott gut geheißen. Es ist dir möglich, aber nicht alles, was du theoretisch tun kannst, solltest du tun. Denn wenn du es tust, verlierst du das ewige Leben.

[1:03:04] Vers 13: "Die Speisen sind für den Bauch und der Bauch für die Speisen. Gott aber wird diesen und jene wegtun. Der Leib aber ist nicht für die Unzucht, sondern für den Herrn und der Herr für den Leib."

[1:03:17] Jetzt kommt ein interessanter Vergleich. Paulus sagt: "Gott hat uns so geschaffen, dass unser unser Bauch braucht Nahrung und hat die Nahrung auch so geschaffen, dass sie vom Bauch, also heißt natürlich den inneren Organen im Bauch verwertet werden kann. Und übrigens das Essen und die Verdauung in der uns heute bekannten Form ist eine Sache dieser Welt. Im Himmel wird es das in dieser Form auf der neuen Erde nicht geben", sagt er. Und jetzt verwendet er dies als offenbar als Kontrast. Er sagt, die Speise und der Bauch, die gehören halt zueinander. Das ist aufeinander quasi abgestimmt. Aber der Körper und die Unzucht, die sexuelle Unmoral gehören nicht zueinander. Der Körper ist nicht für sexuelle Unzucht geschaffen. Für die Griechen war sexuelle Unmoral etwas fast Natürliches, was Selbstverständliches, etwas was zum Körper dazu gehört. Der Paul sagt: "Nein, nein, nein, nein, nein, nein. Das ist nicht selbstverständlich. Das sexuelle Unmoral ist nicht wie das Essen, was man einfach macht, weil es dazu gehört, sondern es ist etwas, was man nicht tun soll."

[1:04:18] Ist kein Grundbedürfnis wie essen und trinken.

[1:04:26] Vers 14: "Gott aber hat den Herrn auferweckt und wird auch uns auferwecken durch seine Kraft." Der Körper ist nicht für uns geschaffen, er ist für Jesus geschaffen und Jesus, der Mensch wurde und auferstand, wird auch uns ewiges Leben geben. Wir werden auch mit unserem Leib auferstehen.

[1:04:48] Wir haben Hoffnung auf ewiges Leben. Wir haben Hoffnung auf einen auferstandenen Körper.

[1:04:51] Vers 15: "Wisst ihr nicht, dass eure Leiber Glieder des Christus sind? Soll ich nun die Glieder des Christus nehmen und Hurenglieder daraus machen? Das sei ferne."

[1:05:02] Paulus erinnert die Korinther an etwas, was sie eigentlich schon wissen. Ihr Körper gehört ihrem Erlöser und deswegen ist Hurerei für einen Gläubigen undenkbar. Sie ist nicht moralisch erlaubt, nur halt nicht ganz so toll.

[1:05:17] Sie ist zwar physikalisch, physisch möglich für einen Menschen, aber sie ist, wenn er das tut, wenn er die Möglichkeit dazu hat und es tut, bricht er Gottes Gesetz und kann in dieser Form nicht in den Himmel kommen, denn Christus und Hurerei lassen sich nicht miteinander verbinden.

[1:05:41] Vers 16: „Oder wisst ihr nicht, dass wer einer Hure anhängt, ein Leib mit ihr ist? Denn es heißt: „Die zwei werden ein Fleisch sein.“ Das ist natürlich das berühmte Zitat aus 1. Mose 2, Vers 24. Dort geht es um die Ehe. Aber Paulus macht einen wichtigen Punkt: Die Einheit, die Intimität, diese besondere Einheit, die durch Sexualität entsteht, ist nicht auf die – also Sexualität ist von Gott für die Ehe bestimmt und durch die Sexualität soll eine besondere Einheit entstehen. Aber wenn man Sexualität auch außerhalb der Ehe ausübt, entsteht ebenfalls eine sehr tiefe Einheit, eine Bindung. Man kann also nicht einfach sexuelle Unmoral begehen und glauben, dass einem das nichts anhaben wird, dass man da irgendwie sich da, dass es nichts mit einem zu tun hat. Sexuelle Unmoral in jeder Form erzeugt eine starke Bindung. Und wenn man auf der einen Seite mit Jesus leben möchte, aber auf der anderen Seite in sexueller Unmoral verharrt und bleibt, dann bindet man sich an diese Unmoral.

[1:06:44] Wir können nicht gleichzeitig Christus angehören und uns mit sexueller Unmoral vereinen. Vers 17: „Wer aber dem Herrn anhängt, ist ein Geist mit ihm.“ Eine sehr interessante Textstelle. Paulus zieht hier einen Vergleich zwischen der körperlichen Intimität der Ehe und der geistlichen Intimität des Glaubens. Und sehen wir, wozu eigentlich, dass Sexualität nicht nur der Fortpflanzung dient, sondern auch als eine Illustration dient innerhalb der Ehe.

[1:07:15] Welche tiefe Freude und Intimität auch im Glaubensleben auf einer geistlichen Ebene, nicht auf einer körperlichen, auf einer geistlichen Ebene möglich ist für Menschen, die einen echten Bund mit Gott haben.

[1:07:31] Vers 18. Jetzt kommt der deutliche Aufruf: „Flieht die Unzucht.“ Jede Sünde, die ein Mensch sonst begeht, ist außerhalb des Leibes. Wer aber Unzucht verübt, sündigt an seinem eigenen Leib.

[1:07:44] Vers 19: „Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des in euch wohnenden Heiligen Geistes ist, den ihr von Gott empfangen habt und dass ihr nicht euch selbst gehört? Denn ihr seid teuer erkauft. Darum verherrlicht Gott in eurem Leib und in eurem Geist, die Gott gehören.“ Diese Thematik vom Tempel des Heiligen Geistes hatte Paulus schon in Korinther 3 angesprochen in Vers 16: „Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und dass der Geist Gottes in euch wohnt?“ Damals ging es um die Gemeinde als Ganzes. Jetzt geht es um den Gläubigen. Nicht nur das Kollektiv der Gemeinde ist ein Tempel für den Heiligen Geist. Auch jeder einzelne Gläubige ist selbst ein Tempel des Heiligen Geistes. Und was er tut, was er ist, was er trinkt, was er mit seinem Körper auch im Bereich der Sexualität macht, hat einen enormen Einfluss auf sein geistliches Leben und damit natürlich dann auch wieder auf die ganze Gemeinde, wie wir in 1. Korinther 5 gesehen haben. Wenn wir ein Tempel des Heiligen Geistes sind, dann gehören wir Gott.

[1:08:42] Gott hat einen unfassbar hohen Preis bezahlt in Jesus Christus. Petrus sagt uns in 1. Petrus Kapitel 1, Verse 18 und 19: „Denn ihr wisst ja, dass ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold losgekauft worden seid aus eurem nichtigen, von den Vätern überlieferten Wandel, sondern mit dem kostbaren Blut des Christus als eines makellosen und unbefleckten Lammes.“ Wir sind teuer erkauft. Und deswegen sagt Paulus: Sowohl mit eurem Körper als auch mit eurem Denken, geistlich, geistlich verherrlicht Jesus, verherrlicht Gott mit eurem ganzen Leben.

[1:09:22] Meine Entscheidung heute: Ich möchte Gott danken für die wunderbare Lösung in Jesus Christus. Ich möchte ihn mit meinem Körper und mit meinem Geist in allem verherrlichen. Ich möchte keinen Streit in der Gemeinde fördern, aber offene Sünde auch keineswegs unter den Teppich kehren. Ich möchte mich nicht über andere Geschwister stellen und ihre Arbeit irgendwie geringschätzig betrachten. Ich möchte Jesus nachfolgen und ein Tempel des Heiligen Geistes sein. Ist das auch dein Wunsch?

[1:09:52] Dann lass uns noch gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen für all die wichtigen Dinge, die uns dieser Korintherbrief, dieser erste Korintherbrief deutlich zeigt. Auch der zweite wird es ja tun. Möchte dir danke sagen für die Ermahnungen, für die Ratschläge, für die geistliche Wegweisung, die du uns gibst. Und ich möchte dich bitten, dass wir wirklich das zu Herzen nehmen, dass wir nachdenken, was das für unser christliches Leben im Alltag bedeutet und dass wir bereit sind, den Kurs zu ändern überall dort, wo wir falsch liegen, wo wir falsche Dinge tun und falsche Einstellung haben. Herr, wir möchten dich bitten, dass du uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst, dass wir mit unserem Körper und unserem Geist dich ehren und verherrlichen und dass die Welt sieht, dass die Kraft des Evangeliums in uns ist, nicht nur Worte, sondern die Kraft deines Reiches. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:10:51] Nächste Woche wollen wir uns dann mit Kapitel 7 und 8 beschäftigen. Auch das sehr interessante Kapitel, in die wir uns dann hineinwagen werden und dort versuchen werden zu verstehen, was Paulus uns alles unter Inspiration des Heiligen Geistes dort mitgibt. Bis dann wünsche ich euch Gottes reichen Segen und viel Freude im Studium seines Wortes.


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