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In dieser Predigt von Olaf Schröer geht es um die Verheißungen Gottes im Kontext der Corona-Krise. Der Sprecher betont, dass trotz der aktuellen Unsicherheit und Angst Gottes Hand die Kontrolle behält. Er ermutigt dazu, sich mehr auf Gottesliebe als auf die Sorgen um das Coronavirus zu konzentrieren und zeigt anhand biblischer Verheißungen, wie Gott in Zeiten der Not führt, bewahrt und hilft. Die Predigt beleuchtet sieben Bereiche von Gottes Verheißungen, darunter ewiges Leben, Gottesbewahrung, Führung, Hilfe, Gebet, Mission und die Wiederkunft Jesu, und lädt dazu ein, diese Verheißungen im Glauben anzunehmen und im Leben umzusetzen.


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Serie: Christus & Corona

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Transkript

[0:00] Ja, herzlich willkommen auch von meiner Seite an diesem schönen Sabbatmorgen. Es ist etwas ganz Besonderes, wenn man zusammen ist und doch nicht zusammen ist, wenn man Gottes Wort studiert und jeder bei sich zu Hause, getrennt voneinander, Gottes Wort sich betrachtet. Aber der Heilige Geist ist der gleiche, der überall wirkt, der uns verbindet. Natürlich ist der Sabbatmorgengottesdienst eigentlich auch eine Gelegenheit, nicht nur Gottes Wort zu studieren, sondern auch, dass wir Gemeinschaft untereinander pflegen. Aber ich denke, diese Zeit, wo die Gemeinschaft auch in den nächsten Wochen noch fehlen wird oder reduziert ist, dass man es umso mehr nutzen muss, um uns auch an allen Kanälen, die noch möglich sind, uns zu verbinden, zu kommunizieren und gemeinsam auch zu beten.

[0:54] Ja, ich habe eine Serie, die wir gerade in Leonberg begonnen haben, die nennt sich die Corona-Krise und die Bibel. Denn das Wort Corona-Krise steht zwar nicht in der Bibel drin, aber eine ganze Menge, was damit zu tun hat. Und von daher werden wir uns damit beschäftigen, über verschiedene Aspekte, zum Beispiel die Frage, die Corona-Krise und Gottes Gesundheitsgesetze, die Corona-Krise im Licht der biblischen Prophetie, die Corona-Krise und die neue Weltordnung und so weiter und so weiter. Und heute ist das Thema, Thema Nummer drei, die Corona-Krise und Gottes Verheißungen. Ich spare mir jetzt die ganzen Hintergründe der Corona-Geschichte. Erstens kennt ihr das besser als ich vielleicht, wenn ihr jeden Tag im Internet euch etwas anschaut oder in den Medien. Und zweitens ändern sich die Daten sowieso stündlich und täglich. Und was ich jetzt sage, wird in zwei Tagen schon wieder überholt. Deswegen entscheidend ist nicht, wie weit wir gerade sind in diesem Prozess des Coronavirus und der ganzen Einschränkungen und der ganzen Probleme, die damit zusammenhängen. Entscheidend ist, dass es eine Krise gibt, in der wir drinstecken. Und diese Krise, und ich bin überzeugt, die Krise steht erst am Anfang. Es wird noch weitergehen. Es wird noch heftiger werden. Wie stark, das weiß ich nicht. Das fängt auch davon ab, nicht nur was Menschen machen und tun und denken, sondern was Gott auch tut. Gott hat alles in seiner Hand und Gott wird seinen Plan zur Vollendung bringen, zum Ausdruck bringen. Und ich bin gespannt, was Gott tun wird. Ich denke auch, dass sicherlich auch diese Krise etwas ist, wo Satan wirkt. Satan wirkt durch Verwüstungen, durch Stürme, durch Naturkatastrophen und auch durch solche Seuchen und Krisen. Aber immer wenn Satan etwas tut, kann Gott die Angriffe Satans benutzen, um daraus etwas zu machen, was sein Werk wieder vorwärts bringt, was sein Werk wieder stärkt und ermutigt und auch, denke ich, eine Stufe mehr zur Wiederkunft Jesu bringt.

[3:06] Die Corona-Krise und Gottes Verheißungen. Die Menschen in unserer Gesellschaft sind momentan in Sorge. Ich denke, in Sorge ist vielleicht ein bisschen zu wenig gesagt. Angst macht sich breit und es gibt auch Panikreaktionen. Wie sieht es bei uns aus? Ich meine, solche Dinge, die wir jetzt erleben, haben wir vielleicht in unserem Leben noch nie erlebt. Ausgangssperren und keine Versammlungen mehr und Schule fällt aus und Homeoffice und zu Hause zu arbeiten und Gottesdienste können nicht mehr stattfinden. Und wir fragen uns, was kommt noch? Und wenn wir die Bilder sehen, wie hier vom Spiegel, ganz groß, letzten Sabbat, sind wir bereit? Ist nicht gerade sehr vertrauenserweckend, dieses Bild und diese Hintergründe, die hier beschrieben werden.

[4:11] Auf der anderen Seite habe ich Menschen kennengelernt, die sagen, doch, sowieso alles nicht so schlimm, die sehr gleichgültig sind, die sämtliche Hygienemaßnahmen als überflüssig halten und versuchen, so weiterzuleben, wie bisher. Ich denke, es gibt hier zwei Reaktionen, zwei Extremreaktionen, die beide problematisch sind. Ich denke, übersensibel und ängstlich und panisch zu reagieren ist nicht gut, denn Entscheidungen, die was Angst treffen, sind meistens falsche Entscheidungen. Auf der anderen Seite, das, was wir sehen, was auf uns zukommt und wenn wir denken, wenn es vielleicht nicht der Virus ist, dann können es vielleicht andere Dinge sein, die auf uns zukommen, die Reaktionen der Regierung und der Gesellschaft auf dieses Virus, die können schon Angst machen, die sollten wir schon ernst nehmen. Da können wir nicht einfach nur sagen, naja, es wird schon irgendwie alles werden. Deshalb, ich denke, Gleichgültigkeit ist genauso unangebracht wie die Panik. Und hier, denke ich, haben wir als Christen einen ganz großen Vorteil, denn wir haben einen Gott, an den wir glauben, dem wir vertrauen, wo wir wissen, er hält immer noch alles in seiner Hand. Er hält die Menschen in seiner Hand, er hält die Krise in seiner Hand und alles, was geschieht, geschieht immer noch, dass er es zulässt mit seiner Erlaubnis. Deswegen, wir sind nicht in der Hand eines Virus oder eines Feindes, wir sind immer in der Hand Gottes.

[5:46] Die Frage ist, das habe ich mir letzte Tage gestellt, worüber denken wir eigentlich mehr nach? Über den Coronavirus oder über Gottesliebe? Wie viele Stunden hast du in den letzten Tagen pro Tag im Internet und in den Medien verbracht, um zu wissen, was gerade wieder Neues in der Welt los ist? Wie viele Stunden hast du damit verbracht, in der Bibel zu lesen, was dort Neues drin steht, was in der Welt los ist? Und ich kann euch sagen, es ist eine Gefahr in dieser Geschichte und die Gefahr besteht darin, dass wir wie das Kaninchen auf die Schlange starren. Es ist eine gewisse Faszination, immer wieder zu sehen, was jetzt wieder kommt und was wieder sein wird, aber je mehr wir uns damit beschäftigen, desto mehr kriegt die Angst in unser Herz, desto größer wird diese ganze Krise in unserem Denken und erfasst uns. Wenn wir über Gottesliebe nachdenken, dann können wir sehen und merken, dass auch wenn Krisen da sind, natürlich müssen wir sie wahrnehmen, aber dass doch Gott derjenige ist, der die Kontrolle hat. In Krisenzeiten muss das Ziel immer größer sein als die Krise, denn die Krise, wenn wir auf die Krise schauen, dann haben wir vielleicht den Eindruck, dass unser Leben aus dem Gleichgewicht kommt. Wenn wir aber etwas sehen, was hinter der Krise steht, was danach kommt und was größer ist als die Krise, dann haben wir Vertrauen, dann wissen wir, darauf kann ich zusteuern. Was ist unser Ziel? Welches Ziel haben wir, was hinter der Krise steht, was über der Krise steht?

[7:37] Meine Lieben, die Krise, die wir jetzt haben, ist nur ein ganz, ganz kleiner Bruchteil von dem, was noch in der Endzeit an Krisen auf uns zukommt. Gott in seiner Gnade ist so gnädig, dass er die Krisen langsam beginnen lässt. Stellt euch vor, wir würden von unserem Wohlstand, den wir bis jetzt hatten, in den letzten Jahren und Jahrzehnten mit einem Schlag in die Endzeitgeschichte kommen. Das würde kein Mensch aushalten. Deswegen lässt er jetzt ein wenig schon die Krise, den Krisenmodus schon mal starten und hochfahren, dass wir aufwachen als Christen und damit die Menschen in der Gesellschaft wieder aufwachen. Meine Lieben, Gott tut noch mehr Dinge in der Endzeit, um die Menschen zum Aufrütteln zu bewegen und das beginnt jetzt. Aber das Ziel, was dahinter steht für uns, das ist die Wiederkunft Jesu. Denn Paulus sagt, dass diese Dinge, die geschehen, dass das wie die Wehen einer schwangeren Frau sind. Die Wehen, da hat man noch Zeit ein bisschen, bis die Geburt da ist. Aber wenn die Wehen kommen, dann weiß man, die Geburt ist das Ziel, das Kind, was kommt. Und so ist es auch jetzt. Die Dinge, die hier geschehen, das ist etwas, was die letzten Ereignisse einleiten könnte. Ich sage nicht, dass es sein muss, es könnte sein. Und dass dann das Ziel dahinter Jesu Wiederkunft ist.

[8:50] Meine Lieben, egal was kommt in der Zukunft, wir müssen immer das Ziel Jesu Wiederkunft im Auge behalten. Jesus sagt, wenn das anfängt zu geschehen, dann erhebt eure Häupte, weil sich eure Erlösung naht und das ist Jesu Wiederkunft. Wenn das anfängt zu geschehen, meine Lieben, es hat angefangen zu geschehen. Deswegen ist jetzt der Zeitpunkt, wo Jesus sagt, erhebt eure Häupte, schaut auf Jesus, schaut auf seine Wiederkunft. Und da haben wir wunderbare Verheißungen, die uns das leicht machen, die uns helfen, den Blick auf Jesu Wiederkunft zu richten. Und auf Gottes Verheißung und auf Gottes Schutz und auf Gottes Sicherheit und auf Gottes Hilfe in dieser Zeit. Krisenzeiten sind immer Zeiten, wo Gott eingreift, wo Gott mehr wirkt als sonst. Aber damit Gott wirken kann, müssen wir ihm auch Raum geben zum Wirken. Und wir geben ihm Raum zum Wirken, wenn wir seine Verheißungen, die er uns gibt, wenn wir sie in unserem Leben aufnehmen, annehmen und umsetzen.

[9:51] Ellen White sagt in der Review and Herald vom 22.09.1910: „Diejenigen, die die Verheißungen Gottes annehmen und durch den lebendigen Glauben danach handeln, werden das Licht des Himmels in ihrem Leben sehen.“ Die Verheißungen, die Gott uns in seinem Wort gibt, hat er uns gegeben, damit wir sie lesen und damit wir sie auf uns anwenden. Dass wir sie anwenden, annehmen und dass wir danach handeln. Das heißt, dass wir im Glauben das annehmen. Das bedeutet, dass ich überzeugt bin, dass Gott, was er hier sagt, dass er das ernst meint und dass er das erfüllt. Und dass Gott zu seinen Verheißungen steht. Und dass ich so handle, in der Überzeugung, das tut Gott, weil er seine Verheißungen immer erfüllt.

[10:43] Ich möchte mit euch heute Morgen sieben Bereiche an Verheißungen anschauen. Es ist nicht nur wichtig, über Verheißungen zu sprechen, sondern sie selbst zu lesen. Das möchte ich mir heute Morgen tun. Ich möchte das ein wenig interaktiv tun. Normalerweise, wenn ich predige, kann man ja mit den Zuhörern ein bisschen, weil man sieht sie und man sieht manchmal einen nicken oder manchmal einen einschlafen oder wie auch immer. Ich kann euch jetzt nicht sehen, ob ihr schlaft oder ob ihr nickt, aber das spielt auch keine Rolle. Aber ich möchte euch herausfordern, in dieser Predigt, dass ihr die Verheißungen, die wir jetzt lesen, dass ihr sie vielleicht aufschreibt, dass ihr eigene Verheißungen, die euch dazu einfallen, auch aufschreibt. Denn manchmal hört man die eine oder andere Verheißung und auf einmal kann der Heilige Geist uns eine andere Verheißung in den Kopf geben, die woanders steht, die vielleicht auch dazu passt. Und, dass ihr ab heute an jedem Tag, der kommt, zwei Verheißungen Gottes in ein Büchlein schreibt, aufschreibt. Erstens ist das Aufschreiben gut, weil das, was wir schreiben, nicht nur in den Computer tippen, sondern was wir schreiben, das prägt sich in unserem Gedächtnis viel mehr ein, als wenn wir nur irgendwelche Tasten drücken. Zweitens, wenn wir schreiben, können wir viel besser über den Text nachdenken und verinnerlichen, zu unserem eigenen machen. Und, dass wir so ein Büchlein anfangen mit Verheißungen Gottes. Und das brauchen wir unbedingt.

[12:08] Ich habe hier so ein Büchlein mitgebracht, das ist von meiner Frau, das hat sie schön so eingebunden. Und da hat sie dann Verheißungen Gottes aufgeschrieben. Immer den Bibeltext und dann den Text ausgeschrieben. Und dann kann man, wenn man mal schwierige Zeiten hat, wenn man Not hat, wie auch immer, kann man aufschlagen und dann kann der Heilige Geist einen genau auf die Verheißung blicken lassen, die einem dann wieder Kraft gibt. Und noch besser ist, wenn man dann auch anfängt, diese Verheißungen auswendig zu lernen. Denn das, was wir im Kopf haben, kann es niemand mehr nehmen. Und Verheißungen sind wirklich Versprechen Gottes, die ins Herz gehen. Und das brauchen wir. Denn in der letzten Zeit müssen wir nicht nur ein Wissen haben, was geschieht in der Prophetie, das ist auch wichtig, aber wir brauchen ein Vertrauen zu Jesus Christus. Das Vertrauen zu Jesus Christus haben wir nur, wenn wir seinen Verheißungen glauben, wenn wir seine Verheißungen ernst nehmen, wahrnehmen und in unserem Leben anwenden.

[13:02] Gut, ich habe jetzt sieben Bereiche, aus denen ich, es gibt natürlich noch viel mehr Bereiche, es gibt hunderte und tausende von Verheißungen in der Bibel, die können wir heute Morgen bei weitem nicht alle studieren. Aber ich möchte einige anschauen mit euch. Aus diesen sieben Bereichen: ewiges Leben, Gottesbewahrung, Gottesführung, Gotteshilfe in der Not, Gebet, sechstens Mission, siebentens Jesu Wiederkunft.

[13:16] Ewiges Leben. Johannes Kapitel 6, Vers 35 und 37. Übrigens, ich habe in diesem Bereich jetzt aus drei Quellen die Verheißungen. Natürlich die Bibel ist am wichtigsten und da haben wir auch die meisten Verheißungen. Ich habe auch einige Verheißungen Gottes aus Büchern von Ellen White. Da haben wir auch wunderbare Zitate, schöne Verheißungen, die können wir auch im Büchlein mit Zitaten uns anschaffen und anbeginnen zu schreiben, wo sie auch für die Endzeit gerade wunderbare Verheißungen für uns hat. Und drittens auch einiges von Hudson Taylor. Der hat auch wunderschöne Verheißungen und er war ein sehr gottesfürchtiger Mensch, der sehr eng mit Gott verbunden war und sehr viel an Verheißungen auch aus der Bibel heraus neu formuliert hat.

[14:10] Ewiges Leben. Johannes Kapitel 6, Vers 35 und 37. Jesus sagt: „Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern und wer an mich glaubt, den wird nimmer mehr dursten. Alles, was mir der Vater gibt, das kommt zu mir und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.“ Meine Lieben, es könnte sein, dass in den nächsten Wochen und Monaten das Brot knapp wird. Das Mehl ist schon kaum mehr zu kaufen in den Läden, es ist schon ausverkauft. Das geistliche Brot wird niemals knapp. Jesus Christus ist das Brot des Lebens. Sein Wort ist das Brot des Lebens. Denn die Bibel ist Wahrheit und Jesus ist die Wahrheit. Und wenn wir zu ihm kommen, dann werden wir satt. Und dieses Sattwerden brauchen wir. Geistlich satt zu werden. Er sagt, wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen. Eine Verheißung. Egal wie du bist, egal wer du bist, egal was du getan hast, egal wie deine Vergangenheit aussah, komm zu Jesus. Er wird dich nicht abweisen.

[15:21] Wir müssen nicht irgendetwas tun, bevor wir zu ihm kommen. Wir können gar nichts tun, bevor wir zu ihm kommen. Wir können auch nicht mal unsere Sünde bereuen, bevor wir zu ihm kommen. Wir können auch nicht unser Leben verbessern und verändern. Wir können erst zu Jesus kommen. Er lädt uns ein, dass wir zu ihm kommen, dass wir unser Leben ihm übergeben. Und wenn wir mit ihm verbunden sind, dann wird er unser Leben verändern, dann wird er in uns die Reue bringen, dann wird er uns, in uns ein neues Leben schaffen. Jesus lädt uns ein, dass wir zu ihm kommen und dass er uns dann das ewige Leben gibt. Ein irdisches Leben mit Fülle, mit Erfüllung und ein ewiges Leben.

[16:11] In 1. Johannes 1, Vers 9 sagt Johannes: „Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.“ Es gibt manche Verheißungen und manche Gebetsanliegen, die wir haben, da braucht es sehr viel Zeit, bis die Erfüllung sichtbar wird. Manche haben Jahre, Jahrzehnte lang gebetet, bevor sie eine Gebetserhöhung erlebt haben. Gerade bei wichtigen Gebeten manchmal. Aber deswegen soll man dran bleiben am Gebet. Aber es gibt ein Gebet, was Gott immer sofort erhört. Wenn wir von Herzen unsere Sünde bereuen, wenn wir sie Gott bekennen, dann vergibt Gott sofort nicht, weil wir es fühlen, nicht weil wir es wert sind, sondern weil er es versprochen hat. Er hat versprochen, wenn wir unsere Sünde bekennen, dann ist er treu und gerecht. Er ist immer treu und gerecht. Und gerecht meint an dieser Stelle nicht, dass Gott seine Gerechtigkeit zeigt, sondern gerecht heißt, dass er seinen Bund, seine Versprechen einlöst, dass er uns von unserer Sünde befreit, dass er uns vergibt, dass er die Sünde von uns wegnimmt. Und selbst, wenn wir es nicht spüren, wir dürfen ihn beim Wort nehmen. Wenn wir mit unserer Sünde zu ihm kommen, wenn wir sie bereuen und bekennen, vergibt er uns und er reinigt uns. Und reinigen heißt, dass er in uns einen Widerwillen gegen die Sünde einpflanzt, dass wir die Sünde nicht mehr tun wollen, dass wir sie mit Gottes Hilfe überwinden können.

[17:53] Und hier haben wir die schönste Verheißung der ganzen Bibel. Und ich lade euch ein, dass ihr mit dieser Verheißung anfangt, die neue Büchlein zu schreiben, weil das die wichtigste Verheißung der ganzen Bibel ist. Das ist der goldene Text der Bibel. Und wenn ihr nichts aus der Bibel kennt und wisst, diesen einen Bibeltext solltet ihr kennen. Den habe ich damals bei den Pfadfindern auswendig gelernt. Das war der erste Text, den wir lernen mussten. Das ist der berühmte Text in Johannes 3, Vers 16. Hier ist der ganze Erlösungsplan in einem Satz zusammengefasst: „Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“

[18:33] Jetzt könnte man eine ganze Stunde über diesen Text predigen, aber das lasse ich jetzt. Gott sagt uns, die Welt ist verloren. Jeder Mensch, der ohne Gott lebt, ist verloren. Gott sandte seinen Sohn in die Welt. Er ist für uns gestorben, damit wir, wenn wir an ihn glauben, wenn wir das annehmen, dass wir dann ewiges Leben haben. Deswegen meine Einladung, gib Jesus dein Leben. Glaube an ihn, vertraue ihm. In dem Moment hast du ewiges Leben. Das ewige Leben ist das Wichtigere als das irdische Leben.

[19:12] Hier ein Zitat von Ellen White dazu aus dem Buch Christ's Object Lessons, auf Deutsch auch die Übersetzung „Gleichnisse oder Bilder vom Reich Gottes“, Seite 205. Und hier ist ein Aufruf, den sie macht, an uns alle. Und vielleicht hörst du zum ersten Mal heute diesen Aufruf, vielleicht auch zum wiederholten Mal. Aber ich darf dich einladen, darüber nachzudenken und darauf zu antworten.

[19:33] „Welche Zusage haben wir doch? Gott ist bereit, bereuende Sünde aufzunehmen. Hast du, lieber Zuhörer, dich für deinen eigenen Weg entschieden? Hast du dich weit von Gott entfernt? Wolltest du von den Früchten der Übertretung genießen, um dann feststellen zu müssen, dass sie schon auf den Lippen zur Asche werden? Sitzt du vielleicht einsam und verlassen da, nachdem du alles verschwendet hast und deine Lebenspläne durchkreuzt, deine Hoffnungen zunichte wurden? Heute richtet sich die Stimme, die schon so lange zu deinem Herzen spricht und auf die du nie hören wolltest, klar und deutlich an dich. Auf, macht euch davon, Micha 2, Vers 10. Denn dieses Land ist kein Ruheort mehr, wegen der Unreinheit, die Verderben anrichtet, und zwar ein gewaltiges Verderben. Komm zurück in deines Vaters Haus, Jesaja 44, 22. Er lädt dich mit den Worten ein: ‚Kehre um zu mir, denn ich habe dich erlöst.‘ Höre nicht auf den Rat des Feindes, Jesus so lange fern zu bleiben, bis du dich gebessert hast oder bis du gut genug bist, um zu Gott zu kommen. Denn wenn du so lange wartest, wirst du nie kommen. Wenn Satan auf seine schmutzigen Kleider zeigt, dann wiederhole Jesu Verheißung: ‚Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen‘ (Johannes 6, 37). Sage dem Feind, dass Jesu Blut von aller Sünde reinmacht. Bete wie David: ‚Entsündige mich mit Isop, so werde ich rein. Wasche mich, so werde ich weißer als Schnee‘ (Psalm 51, Vers 9).“

[21:25] Ich darf dich einladen, heute Morgen Jesus sein Herz zu übergeben. Gerade wenn man diese Krise sieht, die Welt ist kein Ruheort mehr. Aber bei Jesus finden wir Ruhe, Frieden. Wir finden hier das, was das Herz braucht. Die Freude über alle Krisen und über alle Schwierigkeiten, Hindernisse dieser Welt und vor allen Dingen das ewige Leben.

[21:56] Philipper 1, Vers 6, eine weitere Verheißung. Paulus sagt: „Ich bin ganz sicher, dass Gott sein gutes Werk, das er bei euch begonnen hat, zu Ende führen wird, bis zu dem Tag, an dem Jesus Christus kommt.“ Gott hat in uns das gute Werk begonnen. Er hat den Glauben in uns verbracht. Er hat den Glauben in unser Herz hineingelegt. Kein Mensch kann von sich selber glauben. Und weil er den Glauben in uns hineingelegt hat, wird er uns auch den Glauben stärken und führen, bis zum Tag, an dem Jesus wiederkommt. Und da werden auch einige schwierige Tage dazwischen sein. Aber er ist die Garantie, dass wir durch diese Zeit sicher durchgehen können. Wir selbst können es nicht. Der Kampf in der Endzeit wird so auf einen Höhepunkt zulaufen, dass kein Mensch aus eigener Kraft das durchstehen könnte. Gott ist allmächtig. Und er wird es bis zum Ende führen. Sein Werk, aber auch uns persönlich. Jeden von uns.

[22:53] Der zweite Bereich. Gottes Bewahrung. Psalm 62, Verse 2 und 3: „Meine Seele ist still zu Gott, der mir hilft. Denn er ist mein Fels, meine Hilfe, mein Schutz, dass ich gewiss nicht fallen werde.“ Es gab viele große Glaubensmänner in der Bibel. Viele nicht, aber einige. Die waren so eng mit Gott verbunden und sind gefallen. Manche sind nur mal in Sünde gefallen, wie David. Aber es gab auch welche, die sind wirklich von Gott abgefallen. Salomo. Andere. Demas. Und hier sagt der Psalmist: „Herr, du hilfst mir. Du kannst dafür sorgen, dass ich nicht falle.“ Wir selbst können es nicht. Deswegen brauchen wir diese Abhängigkeit von Gott. Und wie bekommen wir die Abhängigkeit von Gott? Hier steht ein schönes Wort: „Meine Seele ist still zu Gott.“ Wann warst du zuletzt still vor Gott? Wann bist du in die stille Zeit gegangen?

[24:13] Meine Lieben, unsere Welt heute ist so voller Stimmen und voller Geräusche und Musik und Ablenkung. Jetzt in der Zeit der Corona-Krise, wenn wir mehr zu Hause sein werden, können wir die Zeit nutzen, um im Internet und Medien und Fernsehen mehr zu gucken. Natürlich können wir das. Aber ich lade dich ein, in die Stille zu gehen. In die Stille zu Gott. Gottes Stimme zu hören. Einfach im Gebet mit ihm verbunden zu sein. Sein Wort zu lesen. In die Natur rauszugehen und mit Gott zu reden. In die Stille zu gehen. Nur in der Stille können wir Gottes Wort hören. Und nur in der Stille können wir Vertrauen lernen zu Gott. Nur in der Stille können wir im Glauben wachsen.

[25:13] Römer 8, Verse 38 und 39: „Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes, noch irgendeine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.“ Satan versucht mit allen Mitteln, uns von Gott zu trennen, weil er genau weiß, wenn wir von Gott getrennt sind, dann können wir ruhig die religiösen äußeren Formalitäten weiter tun, weiterführen. Es nützt uns nichts. Aber niemand kann uns von Gott trennen. Es sei denn, wir selbst entscheiden uns dazu. Satan kann noch so viel Mächte und Gewalten und Engel aufbieten. Wenn wir in Gottes Hand sind, sind wir in seiner Hand sicher, weil Gott stärker ist. Weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges. Wir wissen nicht, was sich die Zukunft bringt. Wir wissen nur, dass Gott der Herr der Zukunft ist. Weder Hohes noch Tiefes. Manchmal können Schicksalsschläge Menschen aus der Bahn werfen. Manchmal können Kleinigkeiten uns von Gott Schritt für Schritt wegführen. Niemand, auch keine andere Kreatur, kann uns scheiden von der Liebe Gottes. Gott liebt uns immer. Deswegen ist es wichtig, dass wir jeden Morgen uns entscheiden, die Liebe Gottes in unser Herz hineinzulassen. Dass wir jeden Morgen unser Leben Gott übergeben und sagen: „Herr, ich möchte auch an diesem Tag wieder dein Kind sein. Führ du mich heute, dass alle meine Pläne in dir verankert sein. Führe du mich. Lass mich heute deinen Willen tun.“

[27:00] Gott bewahrt uns. Gott führt uns. Gott ist in uns und mit uns. Psalm 91. Wenn wir über Plagen und über Seuchen reden, dann muss dieser Psalm natürlich dabei sein. Der darf nicht fehlen. Ich lese einmal die Verse 1 bis 10: „Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt, der spricht zu dem Herrn: ‚Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe.‘ Denn er rettet dich vom Strick des Jägers und von der verderblichen Pest. Er wird dich mit seinen fittlichen Decken und Zuflucht wirst du haben unter seinen Flügeln. Seine Wahrheit ist Schirm und Schild, dass du nicht erschrecken musst vor dem Grauen der Nacht, vor dem Pfeil, der des Tages fliegt, vor der Pest, die im Finstern schleicht, vor der Seuche, die am Mittag Verderben bringt. Wenn nach tausend Fallen zu deiner Seite und zehntausend zu deiner Rechten, so wird er es doch dich nicht treffen. Ja, du wirst mit eigenen Augen sehen und schauen, wie den Gottlosen vergolten wird. Denn der Herr ist deine Zuversicht, der Höchste deine Zuflucht. Es wird dir kein Übel begegnen und keine Plage wird sich deinem Hause nahen.“

[28:11] Meine Lieben, und das ist eine Verheißung Gottes, aber ich muss euch enttäuschen, diese Verheißung gilt eigentlich erst ab der Zeit der Plagen. Und die haben wir noch nicht. Der Coronavirus ist keine Plage, bei weitem noch keine Plage. Wenn die Plagen kommen, und da haben wir ganz eindeutige Aussagen in der Offenbarung, die kommen nur über die Ungläubigen. Und die Gläubigen werden die Plagen nicht abbekommen, so wie auch beim Volk Israel die letzten sieben Plagen. Und da steht dann hier, wir werden sehen, wie den Frevler, den Gottlosen vergolten wird. Und die Gläubigen werden die Plage nicht treffen. Aber in der Zeit vorher können auch Gläubige krank werden. Ja, natürlich. Und auch Gläubige können am Coronavirus sterben, natürlich. Natürlich glauben wir, dass alles, was geschieht, Gottes Wille für uns ist. Dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen. Und wenn wir am Coronavirus sterben sollten, dann hat Gott es so bestimmt. Ob wir an einer Grippe sterben oder an einer anderen Sache sterben oder am Coronavirus ist nicht entscheidend. Entscheidend ist, dass alles, was in unserem Leben geschieht, Gott führt. Wir in Gottes Hand sind. Natürlich dürfen wir auch wissen, dass Gott uns beschützt und bewahrt. Keine Frage. Aber wir dürfen dem Sein noch nicht eins zu eins übertragen und sagen, ich werde garantiert nicht krank werden. Deswegen kann ich machen, was ich will. Nein, nein, wir dürfen Gott nicht herausfordern.

[29:42] Herr Lemaitre sagt in „The Desire of Ages“, Leben Jesu 328: „Er wird die Last von unseren müden Schultern nehmen. Er wird uns Ruhe geben. Auch die Last von Kummer und Sorgen wird ertragen. Er lädt uns ein, alle unsere Sorgen auf ihn zu werfen, denn er trägt uns auf seinem Herzen. Bist du verletzt worden? Er wird dich heilen. Der Herr zählt die Zahl der Sterne, aber er heilt auch die zerbrochenen Herzen und verbindet ihre Wunden.“ (247, 3 und 4) „Komm zu mir, lautet seine Einladung. Welche Ängste und Nöte dich auch belasten, vertraue ihm deinen Fall an. Dein Geist bekommt neue Kraft zum Durchhalten. Je mehr du dir deiner Schwachheit und Hilflosigkeit bewusst bist, desto stärker wirst du in seiner Kraft werden. Je schwerer deine Lasten, desto gesegneter der Friede, nachdem du sie auf den Lastenträger geworfen hast.“

[30:52] Der von Jesus angebotene Friede ist an bestimmte Bedingungen geknüpft. Doch sie sind uns klar genannt. Jeder kann sie erfüllen. Er sagt uns genau, wie wir zu seinem Frieden finden. Wir leben in einer wunderschönen Verheißung. Gott möchte uns Frieden geben. Er möchte uns die Last abnehmen. Er möchte uns bewahren, uns beschützen. Aber interessant ist, dass Ellen White hier sagt, jede Verheißung hat auch eine Bedingung. Und wichtig ist, wenn wir die Verheißung auf uns beziehen wollen, und das dürfen wir, dass wir auch immer bei jeder Verheißung fragen, was ist denn die Bedingung von der Verheißung? Die Bedingung ist hier, dass wir mit unserer Schwachheit und Hilflosigkeit zu ihm kommen. Dass wir nicht zu ihm kommen und sagen: „Lieber Gott, ich bin doch alles und ich kann doch alles und ich weiß doch alles“, so wie der Pharisäer, sondern dass wir kommen und sagen: „Herr, du bist alles und ich bin nichts. Ich brauche dich. Ohne dich kann ich nichts.“ Aber dass wir dann trotzdem unsere Lasten auf ihn werfen, dass wir sie abgeben und dass wir spüren, dass wir den inneren Frieden bekommen, weil er ihn uns gibt.

[32:07] Der innere Friede, den Gott gibt, ist ein Friede, der ist unabhängig von äußeren Umständen. Die Menschen dieser Welt können nur fröhlich sein, wenn die Umstände stimmen. Manche machen auch noch Corona-Partys. Das sind dann mehr so sarkastische Partys, denke ich. Aber Kinder Gottes können immer den Frieden im Herzen haben. Als der Daniel in der Löwengrube saß, hatte er Frieden im Herzen. Es gab keinen schlimmeren Ort als die Löwengrube. Schlimmer als der Tod. Und der König im Palast, der hatte keinen Frieden die ganze Nacht. Der hatte den schönsten Platz der Welt. Er war Weltherrscher. Er musste nur mit dem Finger schnippen und alle seine Wünsche wurden sofort erfüllt. Der beste Platz der Welt und er hatte keinen Frieden. Natürlich war er nicht schuld an der Geschichte, aber er hat sich übers Ohr hauen lassen. Aber der Daniel war am schlimmsten Platz der Welt und er hat seinen Frieden gehabt.

[33:12] Meine Lieben, egal wo du bist, egal wie die Umstände sind, wenn du deine Ängste und Nöte Jesus übergibst, gibt er dir seinen Frieden. Dieser Friede ist höher als alle Vernunft und höher als alle Weisheit dieser Welt.

[33:28] Es gibt auch eine schöne Verheißung, nicht nur eine. Es gibt Dutzende, Hunderte von Verheißungen für die Endzeit, die auf uns zukommt. Und hier eine Verheißung aus „Desire of Ages“, Leben Jesu 121: „In der letzten großen Auseinandersetzung im Kampf gegen Satan werden alle, die treu zu Gott stehen, erleben, dass sie von jeder irdischen Versorgung abgeschnitten sind.“ Meine Lieben, das ist noch ein bisschen mehr, als was wir jetzt erleben. Weil sie sich weigern, Gottes Gesetz zu brechen, um weltlichen Mächten zu gehorchen, wird ihnen verboten werden, zu kaufen oder zu verkaufen. Schließlich wird man beschließen, sie zu töten. (Offenbarung 13, 11 bis 17)

[34:11] Dem Gehorsamen aber gilt die Verheißung: „Der wird in der Höhe wohnen und Felsen werden seine Feste und Schutz sein. Sein Brot wird ihm gegeben, sein Wasser hat er gewiss.“ (Jesaja 33, 16) Diese Verheißung wird Gottes Kinder am Leben erhalten. Wunderschöne Verheißung. Hier steht, Brot und Wasser haben wir gewiss. Was wir zum Leben brauchen. Hier steht nicht Kaffee und Kuchen ist uns gewiss. Nein, wir werden nicht mit Kaffee und Kuchen in den Himmel gehen. Brot und Wasser. Und wenn wir jetzt schon darum klagen, dass wir kein Klopapier mehr haben, dann jammern wir auf einem unglaublich hohen Niveau. Es wird eine Zeit kommen, da sind wir froh, dass wir Brot und Wasser haben. Weil es andere Menschen nicht mehr haben. Weil viele Menschen sterben werden, in dieser letzten Zeit. Aber Gott wird uns versorgen und die Verheißungen sind da und Gott möchte uns jetzt darauf vorbereiten, dass wir auch mit weniger zurechtkommen, dass wir auch mit Brot und Wasser auskommen.

[35:14] Als ich in Mosambik war und Evangelisation gehalten habe, habe ich über die Endzeit gesprochen. Über diese Zeit, wo uns alles weggenommen wird und wo es schwierige Zeiten gibt. Und da sagten die Geschwister uns: „Für uns wird das kein großes Problem sein, wir haben sowieso nichts. Kann uns auch nichts weggenommen werden.“ Mein Lieber, unser Besitz, unser Besitz, den wir haben, kann uns in der Endzeit zu einem großen Ballast werden. Zu einem großen Brocken, der uns hindert, unseren Besitz loszulassen. Können wir jetzt lernen.

[35:54] Punkt 3: Gottes Führung. Verheißungen über Gottes Führung. 5. Mose 31, Vers 8: „Der Herr aber ist es, der selbst vor dir hergeht. Er wird mit dir sein und wird dich nicht aufgeben, noch dich verlassen. Fürchte dich nicht und erschreck nicht.“ Hat er dem Volk Israel gesagt. Das gilt auch für uns, dass Gott mit uns geht, dass er vor uns hergeht, dass er bei uns ist.

[36:23] Psalm 4, Vers 4: „Erkenne doch, dass der Herr seine Heiligen wunderbar führt. Der Herr hört, wenn ich ihn anrufe.“ Manchmal können wir erst im Nachhinein sehen, dass die Führung, die wir vorher erleben, wunderbar war. Manchmal denken wir in der Krise: „Warum kann Gott das zulassen? Warum ist das alles so?“ Aber wenn wir dann im Nachhinein sehen, dann sehen wir, Gott hat alles wunderbar gemacht. Ich hätte es besser selbst nicht besser machen können.

[36:43] Hudson Taylor, „Gott versagt nie“, Seite 25: „Gottes Liebe hat uns bisher erhalten und gesegnet. Sie ist unwandelbar, weil er unwandelbar ist. Wir wissen nicht, was die Zukunft bringen wird, aber wir kennen den, der gestern und heute und derselbe in Ewigkeit ist. Wir legen unsere Hand aufs Neue in die Seine und bitten: ‚Führe du uns.‘“ Gott führt uns und er kennt die Zukunft. Und weil er die Zukunft kennt, dürfen wir das auf seine Hand nehmen. Deswegen kann er jetzt schon in unserem Leben Dinge passieren lassen, weil er schon weiß, was nächste Woche, nächsten Monat, nächstes Jahr geschieht.

[37:25] Ministry of Feelings, 248: „Wir sollen nicht zulassen, dass die Zukunft mit ihren schweren Problemen und unbefriedigten Aussichten unser Herz schwächt. Das gilt gerade heute. Unsere Knie zittern und unsere Arme sinken lässt. Der Allmächtige sagt, Jesaja 27, Vers 5: ‚Es sei denn, dass man Schutz bei mir suchte, dass man Frieden mit mir machte. Ja, Frieden machte mit mir.‘ Wer sein Leben Gottes Führung anvertraut und ihm dient, wird nie in eine Situation kommen, für die Gott keine Vorsorge getroffen hat. In welche Lage wir als Täter seines Wortes auch kommen, wir haben einen Leiter, der uns den Weg weist. Welche Probleme uns auch zu schaffen machen, wir haben einen zuverlässigen Ratgeber. Ob wir Kummer haben, trauern oder einsam sind, wir haben einen mitfühlenden Freund, der uns versteht.“

[38:26] Ein wunderbares Zitat: „Wir werden nie in eine Situation kommen, für die Gott keine Vorsorge getroffen hat.“ Das dürfen wir glauben. Das dürfen wir leben. Da dürfen wir Gott vertrauen. Dass Gott in jeder Lage der Herr der Lage ist.

[38:40] Hudson Taylor: „Erwarte nicht, deinen Weg immer offen zu sehen, wenn du im Glauben wandeln willst.“ Die Israeliten in der Wüste wurden von Gott geführt. Sie wussten nicht, wann die Wolke sich erheben und das Zeichen zum Aufbruch geben werde. Wenn die Wolke sich erhob, wussten sie nicht, wohin oder wie weit sie gehen werde. So ist es mit uns.

[39:09] Meine Lieben, die Wolke hat damals die Israeliten geführt. Wenn die Wolke sich erhoben hat, war das Zeichen: „Ihr zusammenpacken.“ Gott hat nicht gesagt: „In drei Tagen wird die Wolke sich erheben.“ Nein, er hat immer nur in dem Moment, wenn eine Aktion notwendig war, hat sich die Wolke erhoben. Ich denke, sicherlich hat die Wolke ein paar Stunden gewartet, bis sie alles zusammengepackt hatten, bis sie losgezogen ist. Aber dann wussten sie auch nicht, in welche Richtung sie gehen sollten und auch nicht, wie weit sie gehen sollten. Erst als die Wolke sie wieder gesetzt hat, wussten sie: „Jetzt dürfen wir auch wieder.“ Meine Lieben, Gott führt uns immer Schritt für Schritt. Nicht schon Kilometer oder Monate oder Wochen im Voraus sagt er uns, was wir alles tun sollen, sondern er zeigt uns, was wir jetzt tun sollen, was jetzt dran ist. Und die Zukunft dürfen wir in Gottes Hand legen. Er wird auch in Zukunft uns führen, bei uns sein. Das Volk Israel hat 40 Jahre das lernen dürfen. Wir dürfen es auch lernen.

[39:58] Viertens: Gottes Hilfe in Not. Psalm 37, Vers 19: „Jetzt kommen wir zur Corona-Krise und da haben wir auch Not. Sie werden nicht zugrunde gehen in böser Zeit und in der Hungersnot werden sie genug haben.“ Psalm 37, Vers 19. Gott ist mit uns. Gott gibt uns das, was wir brauchen. Nicht zugrunde gehen heißt, dass wir nicht untergehen, dass Gott mit uns geht, uns Hilfe in der Not ist.

[40:32] Psalm 34, Vers 11: „Reiche müssen darben und hungern, aber die den Herrn suchen, haben keinen Mangel an irgendeinem Gut.“ Gott sorgt für seine Kinder. Als ich in Mosambik war, Mosambik war das ärmste Land der Welt, ist immer noch. Und da gibt es tausende von Menschen, die verhungern. Ich habe in der Gemeinde gefragt, wie sieht es in der Gemeinde aus und sie haben gesagt, sie haben noch, solange sie leben, noch keinen Adventisten gefunden, der verhungert ist. Weil wenn ein Kind Gottes betet: „Unser täglich Brot gibt uns heute“, dann meinen sie das so wie das Beten. Und Gott erhört das Gebet, er gibt das tägliche Brot. Wir haben einen guten Gott und wenn Gott für die Spatzen sorgt, dann sorgt er auch für uns.

[41:24] Psalm 37, Vers 25: „Ich bin jung gewesen und alt geworden und habe noch nie den Gerechten verlassen sehen und seine Kinder um Brot betteln.“ Interessant. Gott segnet. Gott hilft in der Not. Und gerade in der Not erleben wir die Hilfe Gottes noch viel mehr. Wenn alles glatt geht, machen wir weniger Erfahrungen mit Gott. Und wenn die Not kommt, dann machen wir viel mehr Erfahrungen, wird unser Glaube gestärkt.

[41:50] 1. Samuel 14, Vers 6b: „Es ist dem Herrn nicht schwer, durch viel oder wenig zu helfen.“ Das hat der Jonathan gesagt, als er mit seinem Waffenträger ganz allein die feindliche Armee angegriffen hat, ganz allein. „Es ist dem Herrn nicht schwer, durch viel oder wenig zu helfen.“ Gott braucht nicht das, was Menschen brauchen. Gott braucht nur einen Menschen, der sich auf ihn verlässt. Und ein einziger Mensch, der sich auf Gott verlässt, kann mehr erreichen als eine ganze Armee.

[42:30] 1. Johannes 5, Vers 19: „Wir wissen, dass wir von Gott sind und die ganze Welt liegt im Argen.“ Könnte man denken, das hat der Johannes gestern geschrieben. Die Welt liegt im Argen, aber wir wissen, wir wissen, dass wir von Gott sind. Das heißt, wenn wir von Gott sind, dann gehören wir zu ihm, dann sind wir seine Kinder. Wenn wir seine Kinder sind, dann sorgt er für uns, so wie auf dieser Erde jüdische Eltern für ihre Kinder sorgen.

[42:58] Hudson Taylor: „Ich denke gern an den, der drei Millionen Israeliten abends zu Bett gehen ließ, ohne dass sie eine Brotsame im Lager hatten für die Mahlzeiten am kommenden Morgen. Und dass sie nie aufstanden, ohne ein Frühstück zum Einsammeln bereit zu finden.“ Gott hat den Israeliten ganz praktisch beigebracht, was Vertrauen heißt. Sie gingen ins Bett und hatten nichts für den nächsten Morgen. Mein Lieber, wenn du nichts mehr hättest in deinem Kühlschrank, in deinem Vorratskammer für den nächsten Tag, würdest du dir Sorgen machen? Stimmt, denn wir sind es gewohnt, Vorrat zu haben. Das Volk Israel musste lernen, sich keine Sorgen zu machen. Darauf zu vertrauen, dass Gott am nächsten Morgen wieder das Manna fallen lässt. Gott erzieht uns, dass wir ihm vertrauen. Übrigens, das Volk Israel hat keinen einzigen Tag in der Wüste an Durst oder Hunger leiden müssen. Keinen Tag. Warum haben sie manchmal gemurrt? Sie haben gemurrt, weil sie den Eindruck hatten, unsere Vorräte gehen in ein paar Tagen zu Ende, unser Wasser geht am Ende zu Ende und dann haben wir nichts mehr. Dann fingen sie an zu murren, weil sie nicht vertrauten, dass Gott auch morgen noch für sie sorgen würde.

[44:21] Jesus hat es auch gesagt: „Trachtet zuerst nach seinem Reich, dann wird euch alles andere zufallen. Sorgt nicht für morgen, denn jeder Tag ist eine eigene Plage.“ Wir dürfen Gott vertrauen, dass er jeden Tag uns versorgt.

[44:41] Ellen White, „The Desire of Ages“, Leben Jesu 330: „Wer sich Sorgen macht, ist blind und kann Zukünftiges nicht erkennen. Doch Jesus sieht von Anfang an das Ende. Für jede Notlage hat er einen Ausweg bereit, der Erleichterung schafft.“ Jetzt kommt ein schöner Satz: „Unser himmlischer Vater hat tausend verschiedene Möglichkeiten, uns zu helfen, von denen wir nichts ahnen.“ Wer sich an den Grundsatz hält, den Dienst für Gott und Gottes Ehre an die erste Stelle zu setzen, wird erleben, dass Probleme verschwinden und sich seinen Füßen ein klarer Weg auftut. Manchmal sehen wir nur Berge von Schwierigkeiten. Wenn wir am Glauben vorwärts gehen, Gott hat tausend Möglichkeiten, uns zu helfen. Von diesen Möglichkeiten ahnen wir nichts, wissen wir nichts, vertrauen wir Gott.

[45:34] Hudson Taylor hat gesagt: „Der Glaube ist die einzige Macht, Berge zu versetzen, Schwierigkeiten zu besiegen, das Unmögliche möglich zu machen.“ Nicht wir können es, sondern Gott macht es. Und der Glaube heißt, dass wir auf Gott vertrauen, dass er das auch tut. Und nur wenn wir ihm vertrauen, kann er es auch tun. Wenn wir ihm nicht vertrauen, kann er es nicht tun.

[45:49] Ellen White, „Propheten und Könige“ 578: „Gott verfolgt ein Ziel, wenn er seinen Kindern Prüfungen schickt. Er führt sie nie anders, als sie selber es wollten, wenn sie bereits von Anfang an das Ende und die Herrlichkeit des Ziels sehen könnten, das sie erreichen werden.“ Gott führt uns so, wie wir uns selbst führen würden, wenn wir da oben sitzen würden. Genauso führt Gott uns. Deswegen dürfen wir ihm vertrauen, dass er keinen Fehler macht.

[46:19] Testimonies Band 1, 663: „Wenn Gott sieht, dass wir alles in unserer Macht Stehende tun, wird er uns helfen.“ Und hier sehen wir auch wieder, gerade in der Corona-Krise, dass wir auch das tun sollen, was wir können. Dass wir Hygienemaßnahmen einhalten, dass wir auch bestimmte Dinge einhalten, dass wir uns nicht anstecken. Keine Frage. Aber wenn wir das tun, was wir können, wird Gott uns helfen, geht Gott mit uns. Es ist Vermessenheit, zu sagen: „Ich mache nichts und ich lasse nur Gott alles machen.“ Vermessenheit bedeutet, ich will Gottes Verheißungen in Anspruch nehmen, ohne die Bedingungen zu erfüllen. Als Satan Jesus sagte: „Komm, spring doch runter hier, lass dich fallen von der Zinne des Tempels.“ Unseren Bibeltext zitiert, dass Gottes Engel ihn bewahren werden. Das war Vermessenheit. Er hätte Gott herausgefordert. Er wollte Gottes Verheißungen in Anspruch nehmen, er sollte Gottes Verheißungen in Anspruch nehmen, ohne die Bedingungen zu erfüllen, Gottes Wege zu gehen. So dürfen wir die Verheißungen in Anspruch nehmen, wenn wir auch Gott vertrauen. Wenn wir Gottes Werk an die erste Stelle setzen unseres Lebens. Wenn das Evangelium, wenn das Reich Gottes über allem anderen steht.

[47:36] Wir haben dieses Beispiel von Nebukadnezar und den drei Freunden im Feuerofen. Ich lese ein paar Verse aus Daniel 3, 14 bis 18: „Da fing Nebukadnezar an und sprach zu ihnen: ‚Wollt ihr, Schadrach, Meschach und Abednego, meinen Gott nicht ehren und das goldene Bild nicht anbeten, das ich habe aufrichten lassen? Wohl an, seid bereit, sobald ihr den Klang des Horns, der Flöte, der Zitter, der Harfe, der Leier und der Doppelflöte und alle anderen Instrumente hören werdet, zu fallen nieder und betet das Bild an, das ich habe aufrichten lassen. Werdet ihr es aber nicht anbeten, dann sollt ihr sofort in den glühenden Feuerofen geworfen werden. Lasst sehen, wer der Gott ist, der euch aus meiner Hand erretten könnte!‘ Da fingen an Schadrach, Meschach und Abednego und sprachen zum König Nebukadnezar: ‚Es ist nicht nötig, dass wir darauf antworten. Unser Gott, den wir verehren, kann uns erretten aus dem glühenden Ofen und auch aus deiner Hand, oh König, kann er erretten. Und wenn er es nicht tut, sollst du dennoch wissen, dass wir deinen Gott nicht ehren und das goldene Bild, das du hast aufrichten lassen, nicht anbeten werden.‘“ Wir wissen, wie die Geschichte ausgegangen ist. Sie sind reingeworfen worden und Gott hat sie bewahrt.

[48:43] Meine Lieben, dieser Glaube, dieser drei Männer, das ist der Glaube, den wir für die Endzeit brauchen. Der König sagt, ich übersetze mal, was er gesagt hat: „Ihr seid in meiner Hand. Ich kann machen mit euch, was ich will, denn ich bin der Herr. Und wenn ich sage, ihr müsst euch niederknien, dann müsst ihr euch niederknien. Wenn ihr es nicht macht, dann entscheide ich über Leben und Tod. Ihr müsst sterben.“ Und sie antworten: „Nein, so ist es nicht. Wir sind nicht in deiner Hand, wir sind in Gottes Hand. Denn unser Gott ist über dir. Und wenn unser Gott nicht will, dass wir sterben, dann sterben wir nicht. Es ist egal, was du machst und was du nicht machst. Und wenn unser Gott entscheidet, dass wir doch sterben sollen, dann sterben wir auch. Aber nicht, weil du es gemacht hast, sondern weil Gott es entschieden hat. In anderen Worten, wir sind nicht in deiner Hand, König, wir sind in Gottes Hand.“

[49:29] Und dieser Blick über das Menschliche hinaus in die göttliche Welt, den brauchen wir. Wir sind nicht in der Hand eines Coronavirus. Wir sind nicht in der Hand unserer Feinde in der Endzeit. Wir sind immer in der Hand Gottes. Und es geschieht nur das in unserem Leben, was Gott zulässt für unser Leben. Und nicht, was die Feinde denken und was die Feinde tun. Deswegen geht es darum, dass wir Gott gehorsam sind und Gott folgen und nicht das tun, was die Feinde wollen. Wir müssen immer diesen Blick haben. Gottes Hand ist das, worin wir uns befinden.

[49:59] Punkt 5: Gebet. Philipper 4, Verse 6 und 7: „Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagungen vor Gott kund werden. Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus.“ Meine Lieben, gerade Krisenzeiten sind Gebetszeiten, dass wir noch mehr Zeit uns nehmen, Gott im Gebet zu suchen. Und wenn wir beten, dann werden wir Erfahrungen machen.

[50:33] Epheser 3, Vers 20: „Gott aber kann viel mehr tun, als wir jemals von ihm erbitten oder uns auch nur vorstellen können. So groß ist seine Kraft, die in uns wirkt.“ Meine Lieben, unsere Bitten sind manchmal so klein. Gott denkt manchmal: „Warum bitten die eigentlich? Warum bitten die nicht um was anderes und viel mehr?“ Gott sieht manchmal unsere Kleinkariertheit und er möchte unseren Blick weiten. Gott kann mehr tun, als wir jemals von ihm erbitten können oder uns vorstellen können. Deswegen kann man manchmal beten: „Lieber Gott, ich habe jetzt einiges gebeten, aber deine Vorstellungen sind noch weit mehr. Und höre mein Gebet nach deinem Willen, nach deinen Vorstellungen, nicht nach meinen Vorstellungen.“ Wir müssen größer beten lernen. Gott will sein Werk beenden. Und unsere Gebete sind die Legitimation Gottes zu handeln. Durch unsere Gebete bewegen wir Gottes Arm. Wir sehen die Gebete Daniels, was das gewaltige Gebete waren, Daniel 9, Daniel 10. Und dieses Gebet von Daniel hat Gottes Arm bewegt für die Weltgeschichte. Und so dürfen wir auch beten, große Gebete sprechen, die Gottes Arm bewegen für die Weltgeschichte, für Gottes Werk, für die Endzeit, dass sein Werk beendet wird, für den Spätregen.

[52:07] Hudson Taylor, Seite 55: „Wir müssen größer denken lernen und größer beten, wenn wir gotteswürdig wandeln und den Kampf mit der furchtbaren Not der Welt wirklich aufnehmen wollen.“ Und Hudson Taylor wusste, was es heißt, größer denken und größer beten. Was hat er in China für Schwierigkeiten gehabt, im heidnischen Land als Missionar?

[52:23] Hudson Taylor sagt weiter: „Gott gibt seinen Heiligen Geist nicht denen, die sich danach sehnen, die von ihm erfüllt sein möchten. Er gibt seinen Heiligen Geist denen, die ihm gehorchen.“ Meine Lieben, wir beten schon länger um den Spätregen. Es ist doch gut, dass wir darum beten. Aber nur eine Sehnsucht zu haben, um dem Heiligen Geist erfüllt zu werden, reicht nicht. Sondern in der Apostelgeschichte 5 steht, dass Gott den Heiligen Geist denen gibt, die ihm gehorchen. Deswegen, wenn wir einfach das tun, was Gott sagt, dann können wir die Erfüllung unserer Gebete, dass Gott den Heiligen Geist gibt, schickt, auch selbst einen Schritt weiter bringen.

[53:09] Hudson Taylor sagt noch weiter: „Man ist immer gesichert, wenn man im Gehorsam gegen Gott handelt. Welche Gefahren auch scheinbar damit verbunden sein mögen.“ Manchmal fühlt Satan die Dinge so, dass wir denken, wenn wir gottgehorsam sind, dann müssen wir Nachteile in Kauf nehmen. Dann wird alles schief gehen. Meine Lieben, unsere Sache ist es, Gott zu gehorchen. Und Gottes Sache ist es, für die Folgen aufzukommen unseres Gehorsams. Es ist nicht unsere Sache. Es ist Gottes Sache, dass er für die Folgen sorgt. Deswegen soll man nicht daran denken, welche Folgen hat mein Handeln, sondern wir sollen fragen: „Was ist Gottes Wille und das tun.“ Und dann werden wir auf dem richtigen Weg sein. Da könnte ich jetzt viel Erfahrung erzählen, aber die Zeit geht zu Ende.

[53:50] Hudson Taylor noch ein Zitat: „Wenn wir dem Herrn gehorchen, liegt die Verantwortung auf ihm, nicht auf uns.“ Wir dürfen die Verantwortung abgeben. Wir gehorchen und Gott kommt für die Folgen auf.

[54:04] Die Mission. Punkt 6. 2. Korinther 10, Vers 4: „Denn die Waffen unseres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern mächtig im Dienst Gottes, Festungen zu zerstören.“ Gott möchte in dieser Welt wirken und Gott möchte die Festungen Satans zerstören. Wenn Gott den lauten Ruf erkündigen lässt durch uns, dann geht das nur durch die Waffen des Kampfes, die göttlich sind. Und das können wir nur im Gebet durch Gottes Kraft, in der Verbindung mit Gott.

[54:30] Apostelgeschichte 1, Vers 8: „Hier haben wir eine Verheißung, die wir in Anspruch nehmen dürfen, jeder von uns. Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis ans Ende der Erde.“ Hier sagt Gott nicht: „Ihr müsst meine Zeugen sein und strengt euch nur mal an, Zeugen zu sein und versucht es mal und macht Zeugenprogramme und macht Zeugenausbildungen.“ Er sagt: „Wenn der Heilige Geist auf euch kommt, dann werdet ihr meine Zeugen sein.“ Es ist eine Verheißung. Deswegen die Bedingung ist, wir werden vom Heiligen Geist erfüllt. Und wie werden wir erfüllt? Da können wir auch die ganze Stunde drüber reden. Aber dass wir im Gehorsam mit Gott leben, dass wir unser Leben Gott unterordnen, dass wir mit Jesus Verbindung haben und Gott wird uns einen Heiligen Geist geben und dann können die Wunder geschehen und dann kann unser Zeugnis Kraft haben und dann kann Gott große Dinge in uns und durch uns tun.

[55:41] Ich habe gemerkt, dass eine Gemeinde, die einig ist, die zusammenhält, die geistlich ist, die betet und wenn es nur wenige sind, kann mehr bewirken, als eine große Gemeinde, die lau ist, die Streit hat, wo nichts geschieht, die desinteressiert ist. Da passiert gar nichts. Da ist geistlicher Tod. Die schrumpft und da ist nur Niedergang. Aber eine kleine Gemeinde, die aktiv ist und die einig ist und wo Gottes Geist wirkt, da können Wunder geschehen. In Babylon gab es viele Juden, aber wir hören nur von diesen Vieren: Daniel und seine drei Freunde. Durch diese vier Personen ist Gottes Name in der ganzen damaligen Welt bekannt geworden.

[56:21] Ellen White schreibt in „Gospel Workers“ 265: „Manche sehen immer die negativen und entmutigenden Seiten und werden deshalb von Mutlosigkeit überwältigt.“ Geht es manchmal auch so? Wir missionieren und so wenig passiert. Sie vergessen dabei, dass der Himmel nur darauf wartet, sie zum Segen für diese Welt zu machen und dass der Herr Jesus ein Vorratshaus ist, das sich nie erschöpft und aus dem Menschen Kraft und Mut erhalten können. Es gibt keinen Grund für Verzweiflung und Bitterkeit. Der Herr führt uns und wir dürfen mutig vorangehen in der Gewissheit, dass er, wie schon in den vergangenen Jahren, auch jetzt bei uns sein wird. Deswegen sind Erfahrungen so wichtig, dass wir wissen, Gott hat uns geführt, dass wir vertrauen, Gott wird uns auch weiterhin führen. Wir sollen nicht negativ, entmutigt, von Missmut überwältigt sein, sondern wir dürfen in der Kraft Gottes vorwärts gehen, weil Gott sein Werk beendet und nicht wir. Natürlich benutzt er uns dazu, aber er hat die Verantwortung und er wird alle Hindernisse und alle Schwierigkeiten hinweg tun. Wir müssen nur den Weg gehen, den er uns zeigt.

[57:31] Hier mein schönes Zitat, das könnte ich immer wieder lesen. In dem Buch „Der große Kampf“ hieß es: „Diener Gottes mit heiligem Eifer glänzen im Angesicht, im Schatten zu Licht.“ Das ist ein bisschen anders, 558. „Diener Gottes, deren Gesichter von heiliger Hingabe strahlen, werden von Ort zu Ort eilen, um die dringende Botschaft zu verkündigen. Tausende von Stimmen werden die Warnung über die ganze Erde verbreiten. Wunder werden geschehen, Kranke geheilt, Zeichen und Wunder folgen den Gläubigen. Auch Satan wird Lügenwunder hervorbringen und sogar Feuer im Himmel auf die Erde fallen lassen vor den Menschen. Dadurch werden die Bewohner der Erde dazu veranlasst, sich endgültig zu entscheiden.“

[58:08] Meine Lieben, das ist eine Verheißung. Hier steht nicht: „Macht das.“ Hier steht: „Es ist eine Verheißung, das wird so sein.“ Meine Lieben, ich glaube, die Zeit ist da, dass sich diese Verheißung jetzt erfüllt. Ich denke, sie hat sich teilweise schon erfüllt. Auf der ganzen Welt, überall tausende von Menschen Gottes Wort weitersagen. Von heiliger Hingabe erfüllt. Und ich freue mich, wenn diese Zeit im lauten Ruf, im späteren lauten Ruf, wenn das noch stärker wird und noch größer wird. Was wir dann Erfahrungen machen werden, Wunder, die geschehen werden. Gott hat bereits begonnen, Wunder zu tun. Könnte ich jetzt wieder erzählen, aber das führt zu weit. Gott wird es noch mehr tun.

[58:51] Und der letzte Punkt: Jesu Wiederkunft. Das ist der schöne Ausblick. Johannes 14, Verse 1 bis 3: „Euer Herz erschrecke nicht, glaubt an Gott und glaubt an mich. In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich dann zu euch gesagt: Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten? Und wenn ich hingehe, euch die Stätte zu bereiten, so will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, damit ihr seid, wo ich bin.“ Jesus ist im Himmel und bereitet für uns eine Wohnung vor. Eine schöne Wohnung für unsere Bedürfnisse. Und er wird bald kommen. Er wird bald kommen, um uns mitzunehmen nach Hause in unsere himmlische Wohnung.

[59:32] Und im Buch „Vom Schatten zum Licht“ 587 lesen wir, wie das sein wird. Und diese Kapitel kann ich immer wieder lesen im Großen Kampf. Ich lade euch ein, dieses Buch wieder zur Hand zu nehmen, „Vom Schatten zum Licht“. Das zu lesen, gerade in der jetzigen Zeit, ist es wichtig.

[59:49] „Bald erscheint gegen Osten eine kleine schwarze Wolke, ungefähr halb so groß wie die Hand eines Mannes. Es ist die Wolke, die den Erlöser umgibt. Und sie erscheint aus der Ferne, wie in Dunkelheit gehüllt. Gottes Volk weiß, dies ist das Zeichen des Menschensohns. In ernstem Schweigen blicken alle auf diese Wolke, wie sie sich der Erde nähert und dabei zusehends heller und herrlicher wird, bis sie eine große, weiße Wolke ist, deren Unterseite wie verzehrendes Feuer aussieht und über welche der Regenbogen des Bundes schwebt. Jesus reitet ihr als mächtiger Sieger voraus. Er ist der Sieger im Himmel und auf Erden, der die Lebenden und die Toten richtet. Er heißt treu und wahrhaftig und errichtet und kämpft mit Gerechtigkeit. Und ihm folgt das Heer des Himmels auf weißen Pferden, angetan mit weißen, reinen Leinen.“ (Offenbarung 19, 11 und 14) „Mit dem Gesang himmlischer Melodien begleitet ihn eine riesige, unzählbare Menge von Engeln. Das Himmelszelt scheint von leuchtenden Gestalten bedeckt. Tausend mal tausende und zehntausend mal zehntausende. Keine menschliche Feder vermag diese Szene zu beschreiben. Kein Sterblicher kann diese Pracht erfassen.“

[1:01:05] Meine Lieben, Jesu Wiederkunft wird so gewaltig sein. Und wenn er kommt und zuerst werden wir nur die Wolke sehen und dann die ganzen Engel sehen und dann werden wir irgendwann ihn sehen, Jesus. Und er wird immer näher kommen und immer größer und immer herrlicher werden. Und wenn wir in seinen Augen, in seinem Angesicht sehen werden, dann werden wir den Eindruck haben, er schaut nur mich an. Und wir werden überwältigt sein von der Liebe, die aus seinem Angesicht strahlt. Und wenn er sagen wird: „Ihr Gesegneten des Vaters, erbt das Reich, kommt her in das Reich Gottes.“ Dann werden wir Glücksgefühle haben und jubeln. Und ich denke, es wird eine Freude sein, ein Tag sein, wie es keinen anderen Tag in der Weltgeschichte je gegeben hat.

[1:01:45] Meine Lieben, je größer unsere Liebe zu Jesus ist, desto größer wird unsere Liebe und unsere Sehnsucht zu sein, ihn zu sehen. Jesus liebt uns auch. Er liebt uns mehr, als wir ihn lieben können. Deshalb ersehnt er sich auch zu uns. Er sehnt sich danach, dass er kommt, um uns nach Hause zu holen. Wenn es nach ihm gehen würde, würde er lieber heute als morgen wiederkommen. Und weil da jemand ist, der mich liebt, weil da jemand ist, der sich nach mir sehnt, möchte ich dort sein. Ich bin gern dort, wo Menschen sind, die mich lieben. Deshalb möchte ich im Himmel sein bei Jesus, weil er mich liebt. Nicht, weil die Straßen aus Gold sind. Natürlich ist es auch schön. Aber dass da jemand ist, dessen Herz sich nach mir sehnt, war mir persönlich. Deshalb will ich dort sein.

[1:02:41] Offenbarung 21, Verse 1 bis 5. Wunderschöne Verheißungen. „Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde. Denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen und das Meer ist nicht mehr. Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus“

[1:03:03] dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann. Und ich hörte eine große Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und der Selbstgott wird mit ihnen ihr Gott sein. Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid, noch Geschrei, noch Schmerz wird mehr sein. Denn das Erste ist vergangen. Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er spricht: Schreibe! Denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss.

[1:03:41] Darüber dürfen wir nachdenken. Darüber dürfen wir in unserem Herzen uns sehnen, der Jesus zu sein, ohne Leid, ohne Tod, ohne Schmerz, ohne Coronavirus, ohne Sünde in der Gegenwart Gottes. Jesus kommt wieder. Wunderschöne Verheißungen dürfen eine Sehnsucht im Herzen haben.

[1:04:07] Ein letztes Zitat: Ellen White, "That I May Know Him", 202: Eigne dir Gottes Verheißungen an. Wenn dann Prüfungen und Schwierigkeiten kommen, werden dir diese Verheißungen himmlisch sprudelnde Trostquellen sein. Während du Gottes Wort studierst, wird es dir zu einer Quelle der Weisheit werden. Auf diese Weise isst du das Fleisch und trinkst das Blut des Sohnes Gottes (Johannes 6,56).

[1:04:38] Meine Lieben, ich lade euch ein, ein Verheißungsbüchlein zu beginnen. Schreibe dir jeden Tag zwei Verheißungen aus der Bibel in das kleine Büchlein hinein. Lerne sie auswendig, wenn es geht. Nimm dir Zeit für Gott, für die Stelle und vor allen Dingen wende die Verheißungen auf dich an.

[1:05:04] Schau, welche Bedingungen es gibt und nimm sie an im Glauben. Ich wünsche uns, dass wir jeden Tag mehr Vertrauen zu Jesus wachsen, dass wir jeden Tag mehr uns Jesus hingeben, dass wir jeden Tag mehr Liebe in unserem Herzen haben, dass wir jeden Tag mehr durch Jesus verwandelt werden, dass unsere Hoffnung, unsere Sehnsucht jeden Tag größer wird, Jesus zu sehen. Lasst uns zum Gebet aufstehen.

[1:05:34] Himmlischer Vater, wir danken dir von ganzem Herzen, dass du unser liebender Vater bist, dass wir Vater zu dir sagen dürfen. Wir danken dir, dass du uns in deinem Wort so viele wunderbare Verheißungen gegeben hast. Verheißungen, die uns zeigen, dass du uns liebst, dass du uns das ewige Leben schenkst, wenn wir unser Leben dir ganz übergeben. Ich bitte dich in diesem Moment für alle, die zuhören im Livestream und auch später das Video anschauen, dass doch jeder im Herzen diese Entscheidung treffen kann, dir sein Leben zu übergeben, dir zu vertrauen, deinen Tod für uns, für mich persönlich anzunehmen.

[1:06:21] Jesus, hab Dank, dass du versprochen hast, mit uns zu gehen, uns zu trösten und zu helfen in der Not, dass du uns führst, dass du uns Kraft gibst, dass wir im Glauben vorwärts gehen dürfen, dass wir im Gebet mit dir verbunden sein dürfen, dass wir wissen dürfen, dass du deinen Heiligen Geist uns schenkst, dass wir Zeugen sein können für dich. Und, Herr Jesus, dass wir wissen dürfen, dass du bald kommst. Und darauf warten wir und darauf freuen wir uns. Wir bitten dich, komm doch bald. Wir bitten dich, dass doch dein Werk schnell beendet werden kann, dass alle Menschen von dir hören, dass du bald kommen kannst, dass du deine Verheißungen erfüllen kannst, wo du versprochen hast, dass du wiederkommen wirst. So segne uns, bleibe bei uns, halte uns fest, lass uns treu bleiben bis zum letzten Tag. In deinem Namen, Herr Jesus. Amen.


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