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In diesem Vortrag von Eugen Hartwich geht es um die Frage, was wir über unsere Zukunft wissen sollten, besonders in Zeiten von Krisen und Veränderungen wie der Corona-Pandemie. Anhand biblischer Beispiele aus dem Buch 1. Mose und dem Lukasevangelium wird beleuchtet, wie Menschen in der Vergangenheit mit Unsicherheit und Bedrohung umgingen. Der Vortrag betont die Bedeutung von Vertrauen auf Gott, die Hoffnung auf den Erlöser und die Notwendigkeit, sich klar für Gottes Weg zu entscheiden, anstatt sich von falschen Systemen verführen zu lassen. Es wird eine Botschaft der Hoffnung und des Glaubens vermittelt, die uns auch in unsicheren Zeiten Halt geben kann.


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Serie: Christus & Corona

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Transkript

[0:00] Liebe Geschwister, liebe Freunde der Adventgemeinde, ich grüße euch aus der Adventgemeinde Stuttgart-Wangen. Das letzte Mal, dass ich hier war, sah es etwas anders aus. Kinder waren anwesend, der Saal war gefüllt. Irgendwas hat sich verändert, oder? Ich glaube, das habt ihr auch mitbekommen. Und wir werden sicherlich auch noch einige Worte darüber sprechen.

[0:29] Ich möchte zuallererst dem lieben Gott danken, dass wir diesen Tag erleben können. In Zeiten wie diesen merkt man, dass es nicht selbstverständlich ist, dass wir alles haben. Plötzlich merkt man, es fehlen Dinge und man ist abhängig. Man merkt, wie fragil alles ist und deshalb möchte ich zuallererst dem lieben Gott danken. Danken, dass wir diesen Tag erleben dürfen, danken für den Sabbat, danken für sein Wort.

[1:02] Ich möchte auch der Gemeinde Stuttgart-Wangen danken, dass wir hier sein dürfen, dass wir diese Aufnahmen hier durchführen können. Das kleine Team habt ihr hier sicherlich schon gesehen, aber es gibt noch zwei Personen, die ihr noch nicht gesehen habt, und bei denen möchte ich mich auch bedanken. Das sind unsere lieben Techniker, Lukas und Thomas. Ihr habt vielen Dank. Ihr steht hier nicht vorne, aber ihr macht einen unglaublichen Dienst. Habt Dank.

[1:31] Besonders in Zeiten wie diesen merken wir, wie wichtig die Technik ist und wie hilfreich das ist, dass wir auch diese Möglichkeiten heutzutage haben und das nutzen können. Wann warst du das letzte Mal in einer Adventgemeinde? Wann hast du das letzte Mal einen Gottesdienst besucht? Mir war es am 7. März in Krailsheim. Die Gemeinde war voll, es war schön, es war herzlich. Wir haben eine schöne Zeit erlebt und ich zehre heute davon.

[2:01] Von heute auf morgen hat sich, wie gesagt, alles verändert. Auch manche Dinge können wir nicht mehr einkaufen oder sind momentan nicht vorhanden. Wir merken, die Welt war gestern anders als heute. Und ich glaube, sagen zu dürfen, morgen wird die Welt wieder anders aussehen. Keinem ist es entgangen, dass die Welt sich innerhalb kurzer Zeit dramatisch verändert hat. Eine Pandemie, so sagt man, hält die Welt in Atem. Es zeigt uns einmal mehr, wie zerbrechlich das Leben geworden ist.

[2:55] Viele Menschen fragen sich auch: Ist das der Anfang vom Ende? Was kommt noch auf uns zu, auf der politischen, auf der religiösen und der wirtschaftlichen Ebene? Das sind wichtige Fragen. Aber es gibt noch eine andere Frage, die genauso wichtig ist. Diese persönliche Frage: Was erwartet mich in der nahen Zukunft? Was erwartet mich in der nahen Zukunft? Was sollte ich über meine Zukunft wissen?

[3:30] Und so lade ich euch ein, eure Bibel zur Hand zu nehmen und Lukas 2 aufzuschlagen. Lukas, Kapitel 2. Eine ähnliche Situation erlebte auch Simeon. Wirklich? Erlebte eine ähnliche Situation wie wir? Gab es damals auch den Virus Covid-19? Nein, sicherlich nicht. Die Gesellschaft hat sich nicht damit auseinandergesetzt. Aber es ging um etwas anderes. Er war nicht von diesem Virus bedroht, sondern von etwas, das viel, viel schlimmer war: von den Folgen des Sündenfalls.

[4:22] Er war alt, betagt und befand sich in seinem letzten Lebensabschnitt. Er war bedroht von dem, was uns alle erwartet, früher oder später. Er war bedroht von dem Tod. Und so saß er da, denn er hatte etwas, auf was er wartete. Etwas, was tief in seinem Herzen war: Wann wird der Messias kommen?

[4:58] Und das ist interessant, wenn wir das so ein bisschen auf unsere Situation übertragen. Da ist jemand, und ihm ist bewusst, er befindet sich in einer Situation, in einem ganz besonderen Abschnitt der Weltgeschichte, in seinem persönlichen Abschnitt. Und er weiß, er hat nicht mehr viel Zeit. Ist das nicht eine Parallele für uns? Auch wir befinden uns in einem besonderen Abschnitt der Weltgeschichte und können somit sagen, die Welt und auch wir, wir haben nicht mehr viel Zeit. Das ist das, was die Bibel sagt: Wir befinden uns im letzten Abschnitt der Weltgeschichte. Und er weiß, das, was auf ihn wartet, ist der Tod. Eigentlich Hoffnungslosigkeit.

[5:46] Viele Menschen wissen, dass auf sie auch diese Erkrankung wartet, die wie ein Feind, wie ein unsichtbarer Feind da draußen ist und man weiß nicht, werde ich erwischt oder nicht. Viele sind besorgt und verunsichert. Aber es ist interessant, in dieser Zeit, in dieser schrecklichen Zeit, richtet er seinen Blick auf den Messias und bringt etwas mit, was unglaublich wichtig ist: Geduld. Er sitzt da und wartet.

[6:19] Und ich möchte euch einladen, dass wir diesen Abschnitt lesen in Lukas 2, Vers 25. Lukas 2, Vers 25. Und da heißt es: "Und siehe, ein Mann war in Jerusalem mit Namen Simeon. Und dieser Mann war fromm und gottesfürchtig und wartete auf den Trost Israels. Und der Heilige Geist war mit ihm. Und ihm war ein Wort zuteil geworden von dem Heiligen Geist: Er sollte den Tod nicht sehen, er habe denn zuvor den Christus des Herrn gesehen. Und er kam auf Anregen des Geistes in den Tempel. Und als die Eltern das Kind Jesus in den Tempel brachten und ihm zu tun, wie es braucht ist nach dem Gesetz, dann nahm er ihn auf seine Arme und lobte Gott und sprach: Herr, nun lässt du deinen Diener in Frieden fahren, wie du gesagt hast. Denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen."

[7:23] Ist das nicht interessant? Das ist der Simeon, ein alter Mann. Aber er hat etwas, was viele um ihn herum nicht hatten. Er hat sich mit etwas beschäftigt, und das hat ihm in dieser Krisensituation, das, was er persönlich erlebt hat, einen unglaublichen Halt, eine unglaubliche Kraft gegeben, eine unglaubliche Hoffnung. Und von ihm möchte ich heute lernen. Was hatte er denn gewusst? Was hat er denn beobachtet, was viele um ihn herum nicht beobachtet und nicht beachtet hatten?

[7:55] Als Hebräer, als Jude kannte er das Alte Testament sicherlich gut. Er kannte den Bericht aus 1. Mose, Kapitel 1, wie dort in der Bibel der Schöpfungsbericht beschrieben wird, wie Gott alles geschaffen hat und sich als der große Schöpfer offenbart. Er kannte auch das zweite Kapitel, wo dann detailliert das Paradies beschrieben wird. Gott hat Adam und Eva gemacht und ihnen Freiheit, Frieden und alles gegeben, was das Herz begehrt. Dort waren noch zwei Bäume: der Baum des Lebens und der Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen.

[8:40] Er hat auch gewusst, was Gott dem Ehepaar aufgetragen hat. Sorgfältig hat er sicherlich auch das dritte Kapitel gelesen. Ich frage mich, wie es ihm so ergangen ist, als er das erste Mal diese hebräischen Worte gelesen hat, die ganz detailliert den Sündenfall beschrieben haben. Was ist bei ihm passiert? Oder wie ging es dir, als du das erste Mal gelesen hast und dir gedacht hast: Mensch, wir hätten noch im Paradies sein können.

[9:14] Aber es gibt ein Vers, und ich bin mir ganz sicher, dass dieser Vers das Fundament seiner Hoffnung war. Es war eine Verheißung, die erste Verheißung schlechthin, das Protoevangelium, das erste Evangelium, was die Bibel uns mitgibt in 1. Mose Kapitel 3, Vers 15.

[9:33] Und dort nach dem Sündenfall tritt Gott auf als Freund und gleichzeitig aber auch als Richter. Und er spricht zum Paar, zu Adam und Eva, aber er spricht auch zur Schlange. Alle sind versammelt, und diese Worte gibt er weiter. Da heißt es in 1. Mose 3, Vers 15: "Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, und zwischen deinem Nachkommen und ihrem Nachkommen. Der soll dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen."

[10:14] Fassen wir mal ganz kurz zusammen, damit wir das Bild komplett haben. Gott steht hier und spricht zu der Schlange auf der einen Seite und zu der Frau auf der anderen Seite. Und er sagt, dass es zwischen der Schlange und zwischen der Frau Feindschaft geben wird. Um das deutlich zu machen: Es wird Feindschaft geben. Es wird zwei Linien geben, zwei Parteien. Nicht drei, nicht vier, zwei Parteien. Ich sage mal spaßeshalber: Es wird keine Schweiz geben, die neutral ist. Nein, es gibt zwei Parteien.

[10:52] Und aus diesen Parteien heißt es, gibt es Nachkommen. Die Schlange wird Nachkommen haben, und hier geht es nicht um biologische Nachkommen, sondern um geistliche Nachkommen: Menschen, die sich für das Leben, für den Weg der Schlange entscheiden. Und es wird Nachkommen bei der Frau geben, die für das Volk Gottes steht, und sie werden sich für den Weg Gottes entscheiden. Aber das Entscheidende kommt zum Schluss: Aus dem Nachkommen der Frau soll der kommen, der... Es wird uns hier nicht offenbart, wer es ist, aber wenn wir die Bibel weiterlesen, wissen wir es: Es ist der Messias, der versprochene Heiland, der Retter dieser Welt, der dem Volk Gottes versprochen worden ist.

[11:38] Und er wird die Schlange, den Urheber der Sünde, vernichten. Aber nicht ohne Schmerz. Die Schlange wird in die Ferse stechen. Und mit diesem Evangelium, mit dieser Verheißung lebt Simeon. Und ich glaube, auch wir sollten mit dieser Verheißung leben. Und wissen, es gibt zwei Parteien auf dieser Welt.

[12:09] Und wenn wir uns die Frage stellen: Wieso passiert all das Schreckliche auf dieser Welt, all die Probleme? Die Antwort, wie die Bibel das offenbart: aufgrund des Sündenfalls. Und du erfährst Leid. Und du erfährst die Probleme in dieser Welt, weil es einen Sündenfall gab. Weil die Menschen sich gegen Gott entschieden haben. Und heute können wir die Folgen sehen. Ich denke, auch ganz aktuell: die Pandemie, die Krankheit. Gott hat sie nicht erschaffen. Es ist die Folge des Sündenfalls. Aber wir haben eine Hoffnung: Der Messias kommt.

[12:46] Und mit dieser Hoffnung lebten Simeon und Lars. Die nächsten Seiten. Er hat gelesen, wie sich das vierte Kapitel entfaltete, wie plötzlich Kain und Abel auf die Bühne kommen. Und er beobachtete, was wird hier passieren. Gott hat ihnen offenbart, wie der Erlösung aussehen wird. Beiden hat er das offenbart und einen Messias verheißen. Und symbolisch durch das Lamm, als er das Opfersystem eingeführt hat, sollte deutlich werden, dass in naher Zukunft der Messias kommen wird. Und er wird für deine und meine Sünden sterben. Und dann kann Gott dir und mir vergeben. Und das, was ich heute den Kindern versucht habe zu illustrieren, das wird er für uns sichtbar machen. Er wird es uns schenken: das ewige Leben, dass wir wieder zurück in das Paradies können, dort, wo Adam und Eva gelebt haben.

[13:49] Aber dann liest Simeon schreckliche Dinge. Und das verwirrt ihn. Plötzlich merken wir, wie Kain die Seiten wechselt. Er ist sicherlich wie Abel in einem gläubigen Elternhaus aufgewachsen. Das ist ein Fakt. Aber plötzlich merken wir, wie Abel bei Gott bleibt und die Erlösung aus Glauben, wie Gott das offenbart hat, annimmt und so opfert, während Kain die Seiten wechselt. Und das ist ganz wichtig, dass wir das sehen: Die Seite der Schlange ist nicht die Linie der Ungläubigen per se. Denn Kain war gläubig. Kann ich das so sagen? Er war gläubig. Er hat gewusst, dass es einen Gott gibt. Er hat sogar geopfert. Und das ist ganz wichtig, dass wir das sehen.

[14:46] Die Linie der Schlange wird uns dargestellt als eine Linie, die genauso glaubt, aber die einen anderen Schwerpunkt legt, die die Erlösung verkehrt, verdreht und auf sich selbst konzentriert. Die Werke reinbringt. Und Kain hat hier ausgesucht. Gott sagt: Das ist der Weg der Erlösung. Während Kain sagt: Nein, ich suche mir das aus, wie es mir passt.

[15:16] Und ist das nicht ein interessanter Parallel auch für unsere Zeit? Man könnte meinen, Kain war der postmoderne Mensch. Und die postmoderne Zeit, in der wir leben, hat viele Vorteile. Und das möchte ich auch betonen. Es ist wichtig, dass wir das sehen, dass wir diese besondere Freiheit auch genießen können. Entscheidungen zu treffen, ist keine Frage. Das ist ein großes Privileg. Aber gleichzeitig offenbart die Bibel auch, dass es Grenzen gibt, besonders wenn es um Erlösung geht. Und da können wir uns den Weg der Erlösung nicht aussuchen. Den gibt Gott vor, weil es um Begegnung geht. Wie kann ich Gott begegnen? Gott gibt den Weg vor. Möchtest du Gott sehen? Er hat den Weg geschrieben, wie du zu ihm kommen kannst, weil er ist auf dem Weg zu dir. Aber Kain wollte einen anderen Weg nehmen. Und Gott spricht mit ihm und macht ihm Dinge klar. Aber hier wird die Feindschaft sichtbar. Und hier wird sichtbar, wie die Schlange versucht, die Linie der Gläubigen zu zerstören.

[16:23] Ist es dir aufgefallen, dass die Schlange einen bewussten Weg wählt? Und wir werden in der Bibel sehen, dass es eigentlich nur zwei Wege gibt. Und der erste Weg ist Gewalt. Vielleicht wundert ihr euch, wieso es weltweit nicht nur die Pandemie gibt, aber auch die größte Christenverfolgung aller Zeiten. Es rückt dann so in den Hintergrund, weil die Gesellschaft sich momentan mit anderen Dingen beschäftigt. Aber momentan werden Christen unterdrückt. Mit Gewalt. Ist es uns bewusst? Merken wir das? Das ist die Taktik des Teufels. Sie war damals so und sie wird auch bis zum Ende so bleiben.

[17:07] Und hier sehen wir, wie Kain dann gewalttätig wird und gegen seinen eigenen Bruder vorgeht und ihn totschlägt. Simeon hat sich sicherlich nicht gefreut. Aber es gab einen, der sich im Hintergrund unglaublich gefreut hat und gelacht hat: die Schlange selbst. Denn der Teufel wusste: Jetzt hat er gewonnen. Denn es gibt jetzt keine Nachfolger in der Linie der Gläubigen. Von wo aus soll denn der Messias kommen? Kein Messias, keine Rettung. Und somit gewinnt der Teufel gegen Gott. Das ist so die Vorstellung, die der Teufel wahrscheinlich in dem Moment hatte und freute sich unglaublich.

[17:59] Dann offenbart uns die Bibel, wie es mit Kain weitergeht und auch mit der Nachkommenschaft. In 1. Mose Kapitel 4, Vers 17 werden uns die Nachkommen Cains offenbart. Und man nennt es in der Bibel die Genealogien. Und vielleicht wird der eine sagen: Das ist aber sehr langweilig. Möchte ich ermutigen, einen Blick in die Genealogien zu werfen und ganz bewusst sie mal heute mit mir zu lesen. Ich springe in 1. Mose Kapitel 4, Vers 23. Wir lesen sozusagen den letzten Abschnitt und dort heißt es: "Und Lamech, Vers 23: Und Lamech sprach zu seinen Frauen Ada und Silla: Hört meine Rede, ihr Frauen Lamechs. Merkt auf, was ich sage: Einen Mann erschlug ich für meine Wunden und einen Jüngling für meine Beule. Kain soll siebenmal gerecht werden, aber Lamech 77-mal."

[19:05] Und hier wird Punkt gemacht. Hier geht es nicht mehr weiter. Wenn wir versuchen, die Seiten zu blättern, so merken wir, damit ist hier Schluss. Aber Kain hat doch viel mehr Nachkommen gehabt. Die Linie der Ungläubigen oder die Linie der falschen Religion, die geht doch weiter, die Linie der Schlange. Wieso macht Gott hier Schluss?

[19:32] Lass uns nochmal hier genauer reinschauen. Was ist hier passiert? Gott nimmt diese Generation ganz bewusst in den Fokus und will etwas zeigen. Was passiert, wenn eine bestimmte Generation, eine bestimmte Genealogie, die sich ohne Gott entwickelt, wohin wird sie ankommen? Wie wird ihre Zukunft sein?

[20:00] Ich weiß nicht, wie es dir geht. Mir sind zwei Dinge aufgefallen. Erstens: Lamech sprach zu seinen Frauen, plural. Die Polygamie wird eingeführt. Das ist nicht interessant, dass jedes Mal, wenn die Menschheit sich von Gott entfernt, das nicht lange dauert und der Teufel nimmt dann ganz bewusst etwas in Angriff: das Bild Gottes. Denn wie schuf Gott den Menschen? Nach seinem Bild. Als Mann und als Frau. Das ist das, was das Bild Gottes ausmacht, und nichts wird vom Teufel so sehr angegriffen wie das Bild Gottes. Das war damals so und das ist heute genauso.

[20:49] Und ich möchte euch noch einen besonderen Blick hier offenbaren. Lass uns mal kurz durchzählen, welche Generation das ist. Die Generation der Schlange fängt mit Kain an. Denn Adam gehörte ja zu der Generation der Gläubigen. Und wir haben hier ab Vers 17: Kain. Und Kain kannte seine Frau, und sie war schwanger und gebar Henoch. Und ab Vers 18: Henoch aber zeugte Irad, und Irad zeugte Mechujael, und Mechujael zeugte Metuschael, und Metuschael zeugte Lamech. Sechs Generationen.

[21:32] Ist es nicht interessant, dass Gott genau hier aufhört? Bei der sechsten Generation. Er hätte auch noch weiter erzählen können, wie sich das Leben entwickelt hat. Aber es war genug, um etwas deutlich zu machen, dass die Zahl, die die Bibel ja auch als die Zahl des Menschen bezeichnet, die Zahl sechs, eine besondere Rolle spielt. Und hier aufzeigt: Es dauert sechs Generationen, und die Menschheit ist so weit von Gott entfernt. Erleben wir das auch heute?

[22:02] Ja, die Welt befindet sich momentan im Griff einer Pandemie, und sie bedroht unser Leben. Aber gleichzeitig erleben wir auch in unserer Gesellschaft, dass noch etwas anderes bedroht wird: das, was Gott uns als ein Geschenk mitgegeben hat: die Familie, die Ehe. Merken wir das, dass das bedroht ist? Dass das Bild Gottes verdreht wird? Hier lesen wir, dass die Polygamie eingeführt wurde. Was erleben wir momentan? Die Familie und das Partnerschaftsverhältnis wird genauso heute verdreht. Wir erleben, dass Gesellschaft und auch Kirchen homosexuelle Praktiken akzeptieren und auch ihren Segen dafür geben.

[23:00] Und ich möchte etwas deutlich machen: Als Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten sind wir von Gott aufgerufen, alle Menschen zu lieben. Alle. Und ich glaube, dass in den letzten Jahren und Jahrzehnten wir hier zu kurz gekommen sind. Dass wir hier noch viel zu lernen haben. Es gab sicherlich genug Situationen, wo wir Menschen, die anders waren, weil sie in einer anderen Partnerschaft leben, dass wir ihnen nicht freundlich begegnet sind, nicht mit Wertschätzung. Von Jesus können wir lernen, dass er alle Menschen liebevoll behandelt hat. Alle Menschen. Und ich persönlich möchte dazu lernen: Wie kann ich das noch besser machen? Wie kann ich anderen Menschen, die durch die Herausforderung des Sündenfalls mit verschiedenen Umständen zu leben haben, wie kann ich ihnen noch besser begegnen? Das möchte ich persönlich lernen. Und wo ich zu kurz gekommen bin, möchte ich mich entschuldigen.

[24:06] Aber gleichzeitig möchte ich auch das, was die Bibel über die Ehe und die Partnerschaft klärt, hochhalten. Möchte ich hochhalten, gerade in diesen Zeiten, wo die Gesellschaft und leider auch viele Kirchen das nicht mehr klar definieren. Die Bibel sagt, dass die Ehe die Norm ist zwischen einem Mann und einer Frau. Möchte ich uns ermutigen, dass wir dabei bleiben. Das, was die Bibel sagt, das, was Gott sagt. Und das verkündigen und auch praktizieren. Möchte ich dazu einladen.

[24:45] Aber es gibt hier noch einen anderen Punkt. Ist da euch aufgefallen? Da heißt es, dass Lamech zu seinen Frauen spricht und sagt: "Einen Mann erschlug ich für meine Wunden und einen Jüngling für meine Beule." Ist das nicht interessant, dass Kain ein neues Gerechtigkeitssystem einführt? Eigentlich ist Gott derjenige, der sagt, was man darf und was man nicht darf. Gott präsentiert sein Gesetz. Aber Lamech präsentiert etwas ganz anderes. Er wird zur Norm. Er wird zum Maßstab und definiert, wer bestraft wird und wie stark er bestraft wird. Er braucht Gott nicht. Er ist der eigene Gesetzgeber. Ist es uns aufgefallen?

[25:47] Gleichzeitig sagt die Bibel, dass in der letzten Zeit eine Wiederholung von dem sein wird, was wir hier lesen. Offenbarung 13 berichtet uns, dass auch eine Linie, die sich als gläubig ausgibt, das erste Tier, ein religiöses System, mit dem Tier aus der Erde, auch ein religiöses System, aber ein staatliches System, sich zusammentun wird, um Gesetze zu erlassen, die scheinbar den Gesetzen Gottes ähnlich sind, aber doch anders sind. Sie werden zu den eigenen Gesetzgebern und beseitigen Gott damit. Ist es nicht interessant, dass dann auch die Zahl 666 wieder in den Vordergrund kommt?

[26:40] Wir leben in spannenden Zeiten. Das, was wir damals im Alten Testament lesen, wiederholt sich. Wie sagt Salomo: Es gibt nichts Neues unter der Sonne. Nichts Neues. Das, was mal war, wird wieder kommen. Und der Teufel benutzt sich den alten Taktiken aus der Vergangenheit.

[27:04] Jetzt könnten wir natürlich hier aufhören und lamentieren: Die Welt ist furchtbar geworden zur Zeit von Lamech, und es gibt keine Hoffnung. Wie schön ist es, dass ich eine Seite weiterblättern kann und dort über Seth lese. Dort wird uns das Geschlechtsregister von Adam offenbart, also von der Linie der Gläubigen. Seth wird geboren. Und somit gibt es wieder Hoffnung, nicht nur für Simeon, sondern auch für uns.

[27:41] Und auch hier lade ich euch ein, dass wir das Geschlechtsregister, die Genealogien in 1. Mose Kapitel 5, kurz, aber gemeinsam durchgehen. Es wird so viel Spannendes offenbart. Auch hier können wir lesen und zählen. Lade euch ein. Wenn wir zum Beispiel in Vers 3 beginnen, da heißt es: "Adam war 130 Jahre alt und zeugte einen Sohn im Gleichnis nach seinem Bild und nannte ihn Seth." Also Adam, dann Seth. Und wen zeugte Seth? Enosch. Und wen zeugte Enosch? Kenan. Und Kenan zeugte Mahalalel. Und Mahalalel zeugte Jered. Und Jered zeugte Henoch.

[28:40] Die siebte Generation, die eigentlich, weil sie ja damals so alt geworden sind, zeitgleich mit Lamech zusammenlebte. Während diese Generation sich sehr weit von Gott entwickelte und sich entfernte, merken wir hier, wie Enosch etwas Besonderes suchte. Und da heißt es über ihn, ab Vers 22: "Und Enosch wandelte mit Gott." Und nachdem er mit Tushalech gezeugt hatte, lebte er 300 Jahre und zeugte Söhne und Töchter. Da sein ganzes Alter war 365 Jahre. Und weil er mit Gott wandelte, nahm ihn Gott hinweg, und er war nicht mehr gesehen.

[29:26] Ihr Lieben, wie war Enosch? Enosch war ein Mensch, der ein großes Verlangen hatte. Aber ich möchte von Anfang an das ganz klar artikulieren: Enosch war nicht sündenlos. Die Bibel sagt, es gibt keinen Menschen, der vor Gott bestehen kann. Keinen. Auch Enosch nicht. Aber Enosch hatte etwas in sich: Er vertraute auf das Opfer von dem zukünftigen Messias. Er wartete auf den Erlöser und wusste, er wird kommen und wird mir meine Schuld vergeben. Wir nennen das Rechtfertigen aus dem Glauben. Er klammerte sich an Christus und hatte aber auch so diesen Wunsch, zu werden wie Jesus Christus.

[30:23] Hast du auch diesen Wunsch, zu sein wie Jesus Christus? Die Bibel schreibt, dass er mit Gott wandelte. Und das ist ein guter Begriff, ein gutes Bild. Er verbrachte Zeit mit Gott.

[30:42] Was können wir aus dieser Genealogie, aus diesem Geschlechtsregister hier lernen? Viel für unsere Zeit. Wir sind eingeladen, die Gemeinschaft mit Gott zu suchen. Das Gebet, das Bibelstudium. Genauso wie Enosch, sollte es uns bewusst sein, dass wir in einer besonderen Zeit leben.

[31:12] Ellen White schreibt in dem Buch "Die Engel" auf Seite 61: "Enosch repräsentierte die Menschen, die am Ende auf Erden leben und nicht sterben, sondern verwandelt und in den Himmel aufgenommen werden. Er ist wie die Menschen, die mitten in den Gefahren der letzten Tage leben, aber dem allgemeinen Sittenverfall, der Unredlichkeit und Bosheit widerstehen und von alldem unberührt bleiben."

[31:39] Sehen wir auch hier die Parallele? Auch in der letzten Zeit gibt es eine besondere Gruppe, die so sein wird wie Enosch. Und lass uns das hier festhalten: Diese Gruppe, die Jesus lebendig bei der Wiederkunft sehen wird, ist keine Gruppe, die sagen kann: Wir haben es selber geschafft, weil wir so gut sind, weil wir so viel gebetet haben oder so viel die Bibel gelesen haben. Darum geht es nicht. Auch die letzte Gruppe, die Jesus lebendig wiedersehen wird, wird erlöst, weil sie auf den Erlöser vertraut hat, weil sie sich am Erlöser festgeklammert hat. Das ist das Entscheidende.

[32:21] Möchte ich einladen, dass wir hier das im Blick und im Fokus haben. So war Enosch. Im Neuen Testament in Judas heißt es ja auch, dass Enosch, der siebte von Adam, nach Adam, er auch eine besondere Botschaft des Gerichts predigte. Ich lade dich auch ein, diese besondere Botschaft des Gerichts zu predigen. Eine gute Botschaft, weil eine Gerichtsbotschaft ist eine gute Botschaft. Sie ist mit der Gnadenbotschaft geht sie einher.

[32:50] Ich möchte es deutlich machen, dass wir vorsichtig sein sollten bei all denen, die nur eine Gerichtsbotschaft predigen, nur das, was Gott als Strafe anordnet. In der ganzen Bibel finden wir, dass Gott, wenn er Strafe ankündigt, auch eine Gnadenbotschaft mitgibt. Und gleichzeitig warne ich auch vor denen, die nur Gnade hören wollen, nur die Gnadenbotschaft predigen wollen.

[33:26] Auch für unsere Zukunft in den nächsten Jahren und Jahrzehnten haben wir nur Gutes zu erwarten. Lasst uns hier nicht uns gegenseitig irre führen. Die Bibel nennt klare Fakten. In Matthäus 24, auch in der Offenbarung, selbst in Daniel Kapitel 12, die Bibel beschreibt ganz deutlich, dass es eine große Trübsalszeit über diese Erde kommen wird, wie sie es noch nie gab. Ich denke, es ist fair, einfach nur die Fakten zu nennen, wie Jesus das getan hat. Es wird eine schwierige Zeit auf uns zukommen.

[34:01] Und hier in dieser Gerichtsbotschaft bringt Gott auch eine Gnadenbotschaft. Wie ich das versucht habe, heute auch den Kindern deutlich zu machen: Es gibt auch Erlösung, es gibt auch das Versprechen des ewigen Lebens, es gibt auch die Zusage des Schutzes und des Friedens. Gott lässt uns nicht allein, auch Jesus lässt uns nicht allein. Er hat es versprochen, bei uns zu sein, wie lange? Bis ans Ende der Welt.

[34:25] Und diese Botschaft predigte Henoch: eine Gerichts- und eine Gnadenbotschaft in einem. Ich möchte euch einladen, dass wir auch wie Henoch diese Gerichts- und Gnadenbotschaft predigen, so wie sie in Offenbarung 14 beschrieben ist, die dreifache Engelsbotschaft. Sie ist heute wichtiger denn je, wichtiger denn je.

[34:53] Simeon blätterte weiter. Und er kam zum nächsten Kapitel und merkte plötzlich, da passiert etwas. Da verändert sich etwas. Da kommen die Gottessöhne und Menschentöchter werden hier beschrieben. Und es ist nichts anderes, als dass die Bibel hier aufzeigt, dass der Teufel einen neuen Versuch startet, durch die Linie der Ungläubigen oder der verkehrten Religion, die Linie der Gläubigen zu zerstören, damit wer nicht kommen kann? Der Messias.

[35:26] Und schaut mal, wie er das macht. Ich lese nach der Elberfelder: 1. Mose, Kapitel 6, Verse 1-4. "Und das geschah, als die Menschen begannen, sich zu vermehren auf der Fläche des Erdbodens und ihnen Töchter geboren wurden. Da sahen die Söhne Gottes die Töchter der Menschen, dass sie gut waren. Und sie nahmen sich von ihnen allen zu Frauen, welche sie wollten. Da sprach der Herr: Mein Geist soll nicht ewig im Menschen bleiben, da er auch Fleisch ist. Deine Tage sollen 120 Jahre betragen. In jenen Tagen waren die Riesen auf der Erde. Und auch danach, als die Söhne Gottes zu den Töchtern der Menschen eingingen und sie ihren Kindern gebaren, das sind die Helden, die in der Vorzeit waren, die berühmten Männer."

[36:17] Fassen Sie es mir noch mal kurz zusammen. Die Bibel beschreibt, dass jetzt auf dieser Bühne Personen auf die Bühne kommen und die Bibel wirft jetzt einen Blick auf sie. Da sind die Menschentöchter. Gab es damals auch Menschensöhne? Keine Frage. Aber jetzt geht es hier erstmal um die Menschentöchter. Und auf der anderen Seite die Gottessöhne. Auch hier die Frage: Gab es damals auch Gottestöchter? Natürlich. Aber jetzt spielen eben die Gottessöhne eine bestimmte Rolle.

[36:54] Und schaut mal, was hier passiert. Und das Hebräische macht es etwas deutlich, etwas ganz Wichtiges. Der Teufel hat es nicht geschafft, den Messias aufzuhalten. Entschuldigung. Die Linie der Gläubigen zu zerstören. Durch Gewalt hat er es nicht geschafft. Also probiert er eine ganz andere Taktik: durch Verführung.

[37:21] Wie macht er das? Die Gottessöhne sehen, dass das, was Gott eigentlich nicht wollte, dass es gut ist. Und sie bewerten und sagen: Das ist gut. Und nehmen sich zu Frauen, welche Gott wollte? Nein. Welche sie wollten. Wer die hebräische Sprache aufmerksam liest, wird hier etwas feststellen, dass das, was hier passiert, wieder eine Wiederholung ist von dem, was in 1. Mose Kapitel 3 passiert ist: der Sündenfall.

[38:00] Die Gottessöhne sehen, genauso wie Eva sieht und genauso wie Eva etwas als gut bewertet, bewerten auch die Gottessöhne etwas als gut. Und dann nimmt Eva die Frucht, und auch die Gottessöhne nehmen diese Menschentöchter zu Frauen. Es ist eine Wiederholung des Sündenfalls. Die hebräische Sprache macht das ziemlich deutlich.

[38:30] Hier können wir etwas lernen. Etwas Besonderes, etwas Wichtiges. Und ich hoffe, dass wir den lieben Gott hier auch wirklich gut verstehen. Er möchte uns nichts wegnehmen. Er möchte uns nichts, er möchte uns nur das Beste geben. Er möchte etwas, das gut für uns ist. Und hier geht er jetzt darauf ein und macht deutlich, dass es nicht Gottes Wunsch ist, dass gläubige Menschen sich mit ungläubigen Menschen vermischen, in einer Beziehung vermischen.

[39:08] Wir können viel davon lernen. Denn wohin führt diese Vermischung? Wohin führte sie? Wie viele Personen sind denn dann noch übrig geblieben bei der Linie der Gläubigen? Wie viele Personen? Wenn wir es genau lesen, den Text, dann merken wir, am Ende waren nur noch acht Personen. Wenn wir das auf uns übertragen, von all den Milliarden Menschen, die heute leben, wären nur noch acht Personen, die sich zu Gott halten würden. Und die Gefahr ist ganz klar: Es wird immer weniger. Und wenn es immer weniger wird, was passiert dann? Dann wird die Linie der Gläubigen aufhören zu existieren. Und wer kann nicht mehr kommen? Der Messias. Dein und mein Erlöser. Er kann nicht mehr kommen.

[40:04] Und das ist das Furchtbare. Simeon las das und hat es sicherlich verstanden, dass Gott dann die Sinnflut bringt. Ist nicht eine reine Gerichtsbotschaft. Es ist auch eine Gnadenbotschaft für dich und mich und auch für die Menschen damals, weil sie wurden nochmal aufgeweckt. Sie sollten nochmal aufgeweckt werden, um es ihnen deutlich zu machen: Achtung, die Welt geht dem Untergang entgegen. Und der Einzige, der noch diese Welt retten kann, ist der zukünftige Messias. Und dafür braucht es er jetzt eine Arche, die die Linie der Gläubigen bestehen kann.

[40:42] Eine unglaubliche Parallele für unsere Zeit, oder? Auch wir, auch wir leben in einer besonderen Zeit. Und ich möchte das nochmal deutlich formulieren: Die Bibel vergleicht die Tage Noahs mit unserer Zeit. Wir leben in den letzten Tagen der Weltgeschichte. Und ich glaube, es ist wichtig, dass wir das ganz bewusst nicht nur auf der Zunge zergehen lassen, sondern vor allem in unserem Herzen. Es geht hier um alles. Es geht um deine und meine Zukunft.

[41:14] Jetzt ist die Zeit, auf die Botschaft, die Gott uns in dieser Zeit sendet, ganz bewusst zu achten. Was ist das für eine Zeit? Es ist eine Zeit, wo eine klare Botschaft verkündigt wird. Und die Botschaft ist eigentlich auch die Botschaft, die zur Zeit von Kain und Abel verkündigt worden ist. Es ist eine Botschaft, die auch zur Zeit von Noah verkündigt worden ist, dass es einen Weg der Rettung gibt. Und dieser Weg wird in der ersten Engelsbotschaft beschrieben. Es ist der Weg, wie man gerettet wird. Und sie wird ganz bewusst genannt. Und es gibt auch eine Botschaft, wie man verloren geht. Die zweite und die dritte Engelsbotschaft zeigen das auf.

[41:56] Es gibt einen Weg, das ist der Weg der Ungläubigen, der Linie der Ungläubigen. Dieser Weg führt in die ewige Verdammnis. Gott möchte Menschen retten, so wie er damals die Menschen retten wollte, möchte er sie auch heute retten. Er möchte dich und mich retten. Deshalb schickt er diese wichtige Botschaft. Und er will uns etwas deutlich machen.

[42:20] Auf der persönlichen Ebene sollten wir darauf achten, dass wir keine Beziehung, ich möchte es positiv formulieren: Gott ermutigt uns, dass wir eine Beziehung mit gläubigen Menschen eingehen, wenn wir heiraten wollen. Er möchte uns ermutigen. Gott möchte uns ermutigen. Aber es gibt auch noch eine andere Botschaft, die hier deutlich werden soll. Als Freikirche sind wir hier in dieser letzten Zeit aufgerufen, keine Verbindung mit Babylon einzugehen. Keine Verbindung durch Verträge mit Babylon einzugehen.

[43:00] Und bei allem Respekt zu anderen religiösen Entitäten, ich habe Hochachtung vor allen Menschen, warnt uns Gott, dass dadurch diese wichtige Botschaft, die Gott der Linie der Gläubigen mitgegeben hat, auch in der letzten Zeit gibt es eine Linie der Gläubigen, die eine besondere Botschaft haben, soll diese besondere Botschaft nicht vermischt werden mit einem Religionssystem, das eigentlich kein auf diese Welt gebracht hat, ein falsches Glaubenssystem.

[43:35] Fällt es uns auf, dass dieses religiöse babylonische System immer mehr an Macht gewinnt und dass immer mehr durch die großen schrecklichen Ereignisse in der Welt es immer klarer wird, dass hier eine Vereinigung mit Babylon immer mehr gefordert wird? Wir lieben, wir dürfen uns dieser Versuchung nicht unterliegen. Wir haben eine besondere Botschaft.

[44:08] Deshalb bin ich so dankbar, dass das Alte Testament uns immer wieder etwas offenbart. Bis zum Messias, bis zum Neuen Testament, bis Jesus wiederkommt, erleben wir, wie das Volk Gottes entweder von der Schlange durch Gewalt vernichtet wird oder auf der anderen Seite durch Verführung vernichtet wird. Immer diese zwei Wege. Gott sei Dank gibt es immer wieder Personen, die durch die Gnade Gottes Jesus treu bleiben, dem Messias treu bleiben.

[44:45] Und so gehört auch Simeon zu dieser Gruppe. Er wartet bis zum Schluss. Er ist Jesus in den letzten Tagen seiner persönlichen Geschichte, seines Lebens, ist er Jesus treu? Ist er dem Messias treu und geduldig? Glaubt er daran? Er verkündigt diese Botschaft. Und er wartet auf die Erfüllung dieser Verheißung, dass der Messias, der in 1. Mose Kapitel 3, Vers 15 vorhergesagt worden, dass er bald kommt.

[45:18] Und er schaut auf seine Hände und merkt, er wird immer älter und immer schwächer. Er möchte diese Hoffnung nicht aufgeben. Und dann ist es soweit. Der Heilige Geist sagt ihm, dass er den Tod nicht schmecken wird. Er wird ihn zuvor, den Heiland, den Erlöser sehen.

[45:43] Wisst ihr, dass das genau so eine Botschaft für uns ist? Diejenigen, die auf der Linie der Gläubigen, sich auf diesem Weg befinden, bei Christus sind, die haben die gleiche Botschaft wie Simeon erhalten. Wir lieben, wir werden den Tod nicht sehen, wir werden Christus sehen. Und ich rede nicht, die Bibel spricht nicht vom ersten Tod, sondern vom zweiten. Die Bibel sagt, der erste Tod, wenn Christus nicht wiederkommt, wir werden den ersten Tod erleben. Aber das ist wie ein Schlaf. Der richtige Tod, der ewige Tod, das ist der zweite Tod.

[46:22] Und so verheißt uns die Bibel, diesen Tod werden wir nicht sehen, sondern wir werden wen sehen? Den Heiland, den Messias, unseren Erlöser. Das ist eine unglaubliche Botschaft.

[46:37] Simeon ist alt und er weiß, dass er bald sterben wird. Eigentlich müsste er irgendwo sitzen und ein ganz trauriges Leben führen, weil diese Gewissheit, diese Erkenntnis: Ich werde bald sterben, macht diese Erkenntnis Freude sicherlich nicht. Aber bei Simeon ist etwas anders. Er hat einen inneren Frieden.

[47:03] Ich möchte euch von einer Begebenheit erzählen. Ich habe in dem Dienst als Pastor einige Menschen besucht, die kurz vor dem Sterben waren. Und deine Schwester, eine ältere Schwester, die ich besucht habe, sie lag, sie war zu Hause. Sie wurde aus dem Krankenhaus entlassen und sollte zu Hause sterben. Ich habe sie besucht und wir haben Zeit miteinander verbracht. Ich habe diese Bibel dabei gehabt und ihr aus dieser Bibel Verse von der neuen Erde vorgelesen. Ihr hättet ihren inneren Frieden sehen sollen, ihren inneren Frieden spüren sollen. Es war unglaublich. Sie hatte die Augen geschlossen und hörte ganz bewusst auf die Verse, die uns die Bibel mitgibt, die ich ihr vorgelesen hatte. Und als ich fertig war, öffnete sie die Augen und es war ein unglaublicher Frieden, eine unglaubliche Freude.

[48:18] Ihr Lieben, mir ist etwas ganz klar, etwas ganz bewusst. Wenn Jesus Christus nicht vorherkommt, werde auch ich irgendwann mal auf diesem Totenbett sein, auch du. Und wir werden uns auf etwas vorbereiten, was in den nächsten Tagen oder Wochen oder Monaten vielleicht passieren wird: das Ende, der Tod, das scheinbare Ende.

[48:52] Aber Simeon wusste etwas, als er das Jesuskind in den Armen hielt. Er wusste, dass das der Heiland war. Und er wusste, dass sein Erlöser sich als letzter über diesen Staub dieser Erde erheben wird. Und er wusste, dass er dann all die Toten auferwecken wird. Und diese Verheißung hatte die und mir auch mitgegeben. Das ist nicht unglaublich, das zu wissen?

[49:28] Ja, unser Leben kann durch die Pandemie, diese Krankheit, die momentan da draußen ist, kann sein, dass unser Leben dadurch gefährdet wird und wir vielleicht sterben. Aber wir können auch an einer anderen Erkrankung oder an einem anderen Schicksalsschlag sterben. Ihr Lieben, wir haben eine unglaubliche Verheißung, einen unglaublichen Halt. Es gibt einen Erlöser. Und er hat versprochen, das zweite Mal wiederzukommen. Und er wird bald kommen.

[50:03] Und ich glaube von ganzem Herzen daran, dass wir uns in dieser letzten Phase der Weltgeschichte befinden. Ellen White fasst das so zusammen in diesem Buch "Christus kommt bald" auf Seite 9. Sie fasst das so zusammen: "Die Katastrophen zu Wasser und zu Land, die gesellschaftlichen Unruhen, die Warnungen vor einem Krieg verheißen nichts Gutes. Sie sind Vorboten bevorstehender Ereignisse von gewaltigem Ausmaß. Die Mächte des Bösen sind dabei, ihre Kräfte zu verbinden und sich zusammenzuschließen. Sie stärken sich für die letzte große Krise. Große Veränderungen werden bald in unserer Welt stattfinden. Und die letzten Entwicklungen werden sehr schnell vor sich gehen."

[50:53] Wir stellen uns die Frage: Was kommt auf uns zu? Was sollten wir über unsere Zukunft wissen? Das ist das, was wir über unsere Zukunft wissen sollten. Das, was wir gehört haben. Aber zwischen all den herausfordernden Situationen, die noch auf uns zukommen, die Krisen, die auf uns noch warten, gibt es etwas, was Simeon uns hier mitgeben möchte: diesen Glauben und dieses Festhalten an Christus. Denn Krisen werden kommen und gehen, aber Christus bleibt. Heute und in alle Ewigkeit.

[51:33] Und so ermutige ich dich: Halte dich an Christus fest. Dann hast du für die Zukunft nichts zu befürchten. Gott segne dich. Amen.

[51:45] Ich möchte euch noch einladen, dass wir gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir leben in einer besonderen Zeit. Und umso wichtiger ist es, dass wir das erkennen. Dass wir merken, dass wir uns in einem großen Konflikt, in einer großen Auseinandersetzung befinden. Hier geht es um alles, um das ewige Leben von Menschen. Herr, ich staune immer wieder, wie groß deine Liebe zu uns ist. Was du alles für uns tust. Wie du uns mit den täglichen Dingen versorgst, die wir zum Leben brauchen. Und gerade in dieser Zeit der Krise merken wir, wenn etwas fehlt, wie gut wir es hatten. Hab Dank, dass du ein guter Gott bist. Hab Dank für all die guten Gaben, die du uns geschenkt hast. Und hab Dank auch für die größte Gabe: für Jesus Christus. Danke, dass wir aus der Schrift erkannt haben, dass er unser Ziel und unsere Hoffnung und auch der Sinn unseres Lebens ist.

[52:55] Du bist unser Vater und wir haben auch diese Sehnsucht, dich zu sehen. Wir sind auch überzeugt, dass es bald geschehen wird. Du hast es versprochen und dein Wort ist wahr. Persönlich sehne ich mich danach, dein Angesicht zu sehen, so wie du es beschrieben hast in Offenbarung 22, dass wir dein Angesicht sehen werden. Herr, dieser Moment wird kommen, und wir werden dich umarmen und dir dafür danken, was du für uns getan hast. Dir danken für die Vergebung unserer Schuld. Dir danken, dass unser Charakter dir ähnlich geworden ist, dass wir dir nacheifern können. Wir werden dir danken, dass wir die Ewigkeit mit dir und mit den lieben Menschen verbringen können. Und auch werden wir dir danken, dass du die Toten, die von uns genommen worden sind, dass du sie auferweckt hast. Ich glaube, wir können das uns jetzt noch nicht vorstellen, aber es wird eine besondere Zeit.

[53:59] Und so bitte ich dich um deinen Schutz und Frieden, dass wir in den nächsten Tagen und Wochen und Monaten und Jahren und bis in alle Ewigkeit diese enge Beziehung zu dir suchen und uns nicht von dir trennen. Denn wir haben alles zu gewinnen oder alles zu verlieren. Und wir wollen in der Zukunft bei dir sein. Bewahre uns in deinem Namen. Amen.


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