In dieser Predigt spricht Reinhold Biró darüber, wie wir als Christen das Werk Gottes vollenden können, besonders in herausfordernden Zeiten wie der Corona-Pandemie. Er beleuchtet die Eigenschaften von biblischen Persönlichkeiten wie Philippus, Stephanus, Apollos und Henoch, die uns als Vorbilder dienen. Die Botschaft betont die Wichtigkeit von biblischer Kenntnis, dem Wirken des Heiligen Geistes, der Bereitschaft zur Zusammenarbeit und einer tiefen persönlichen Beziehung zu Gott, um für die Herausforderungen der Endzeit gerüstet zu sein.
Christus & Corona – 4. Menschen, die das Werk vollenden
Reinhold Biró · Christus & CoronaWeitere Aufnahmen
Serie: Christus & Corona
-
0:0
-
0:0
-
0:0
Transkript
[0:00] Ich heiße euch alle herzlich willkommen heute Morgen zu unserer Predigt, zu unserem Gottesdienst. Die letzten Wochen haben in unserer Gemeinde große Veränderungen mit sich gebracht. Am Sabbatmorgen sind die Stühle hier in diesem Saal leer und trotzdem weiß ich, dass ihr da seid und mich hören könnt. Und vielleicht geht es euch genauso wie mir, vielleicht ein bisschen so wie mir. In den letzten Wochen habe ich mich besonders auf den Sabbat gefreut. Warum? Weil ich am Sabbat keine Nachrichten höre. Am Sabbat können wir mal was ganz anderes tun als das, womit wir uns die ganze Woche über beschäftigen. Wir dürfen am Sabbat an unseren Schöpfer denken. Wir dürfen mal abschalten. Wir dürfen in seiner Nähe uns aufhalten, ruhen und unsere ganze Aufmerksamkeit auf ihn richten. Wir können auftanken. Und an diesen Sabbat erinnern wir uns vielleicht auch wie an diesen herrlichen Sabbatmorgen, wenn wir hier raus gucken zum Fenster und die Sonne herrlich scheint. Vielleicht erinnern wir uns an den ersten Sabbat damals, als Gott gerade diese Welt erschaffen hatte, als sie frisch aus seiner Hand hervorging. So möchte Gott unsere Welt wieder herstellen. Auch daran wollen wir uns an diesen Sabbat heute erinnern.
[1:42] Jetzt in diesen Wochen neigen wir eigentlich dazu, unseren Blick auf uns selbst zu richten. Wir haben Angst. Unser Leben ist eingeschränkt. Wir wünschen uns, dass endlich wieder Normalität einkehrt. Aber sollten wir nach diesen ersten Wochen des Schocks nicht auch einmal kurz innehalten und uns mal fragen, was will Gott vielleicht uns sagen durch diese ganze Corona-Geschichte? Wie sieht eigentlich diese Corona-Krise aus der Perspektive Gottes aus? In diesem Abschnitt der Weltgeschichte, in der wir heute leben. In den letzten Wochen haben wir mehr denn je den Eindruck bekommen, in besonderen Zeiten zu leben. Wenn wir die Zeichen der Wiederkunft Jesu lesen in Matthäus 24, spricht Jesus auch von Seuchen. An die Nachrichten von Kriegen und von Erdbeben haben wir uns inzwischen schon gewöhnt. Jetzt kommt die Seuche dazu. Doch sagt Jesus, all das ist noch nicht das Ende. Das ist eigentlich der Anfang der Wehen. Heute Morgen wollen wir uns aber mit dem Zeichen beschäftigen und das Zeichen anschauen, von dem es heißt, dass es das letzte Zeichen ist. Wenn dieses Zeichen sich erfüllt, dann, so sagt Jesus, kommt er in den Wolken des Himmels wieder und wir werden bei ihm sein auf Ewigkeit. Und das Evangelium des Reiches, so heißt es, wird gepredigt werden auf dem ganzen Erdkreis, alle Nationen zu einem Zeugnis und dann wird das Ende kommen.
[3:32] Die Erfüllung dieses letzten Zeichens ist also auch von uns Menschen abhängig. Denn es heißt ja, das Evangelium wird verkündigt werden auf der ganzen Welt. Und wir fragen uns, wie kann das geschehen, dass wir so verkündigen auf der ganzen Welt? Und dann schauen wir etwas ungläubig auf uns selbst, auf unsere Gemeinde und wir fragen uns, was durch uns, wie können wir etwas dazu beitragen, dass dieser Riesenauftrag erfüllt wird und wir uns überkommen zu einer Art Gefühl der Ohnmacht. Wie können wir dazu beitragen, dass das Evangelium auf der ganzen Welt verkündigt wird? Vielleicht sollten wir unseren Blick mal von uns wegrichten auf diejenigen, die das genau schon einmal geschafft hatten. Schon einmal geschafft? Ja! Denn Paulus sagt selber in Kolosser Kapitel 1, Vers 23, das Evangelium, das in der ganzen Schöpfung unter dem Himmel gepredigt worden ist. Er sagt nicht, dass das in Zukunft sein wird, sondern er sagt, dass das schon geschehen ist. Mit anderen Worten, Paulus sagt, wir haben den Auftrag erfüllt, den uns Jesus gegeben hat, das Evangelium in alle Welt zu bringen. Zumindest hatten sie es in ihre damalige Welt hineingebracht, das Evangelium, in ihre etwas kleinere Welt, nach ihrer Vorstellung, dem römischen Reich, den Mittelmeerraum im Wesentlichen. Und vielleicht ist es uns eine Hilfe, wenn wir mal unseren Blick auf diese Leute richten und uns fragen, was waren das denn für Menschen, die es schon einmal geschafft haben, diesen Auftrag Jesu, zumindest in ihrem Rahmen, zu erfüllen. Wie konnten sie das schaffen?
[5:35] Einige dieser Menschen finden wir in der Apostelgeschichte. Zum Beispiel Philippus. Ein Engel des Herrn aber redete zu Philippus und sprach: Geh auf und geh nach Süden auf den Weg, der von Jerusalem nach Gaza hinab führt. Der ist öde. Und er stand auf und ging hin. Diese Leute waren solche, die der Stimme Gottes sofort gehorcht, ohne zu diskutieren. Es wird nicht gesagt, was der Philippus gerade gemacht hatte. Vielleicht hatte er gerade vor, nach dem Mittagessen ein Mittagsschläfchen zu halten. Und die Stimme erreicht ihn. Steh auf und geh. Und er geht. Philippus ist bereit für ein Abenteuer mit Gott. Und am Ende übergibt ein einflussreicher Mann sein Leben Jesus, der Kämmerer aus Äthiopien. Der Gehorsam von diesem Philippus zieht weite Kreise, sogar über die Jahrhunderte hinweg. Oder denken wir an Stephanus, von dem es heißt, dass er voller Gnade und Kraft war. Und sie konnten der Weisheit und dem Geist nicht widerstehen, womit er redete. Stephanus, der den Mut hatte, vor dem Hohen Rat sich hinzustellen und zu sagen: Ihr seid schuld, ihr widerstrebt alle Zeit dem Heiligen Geist. So wie eure Väter macht ihr es auch. Und alle schauten auf ihn gespannt und sahen sein Angesicht wie eines Engels Angesicht. Diese Leute, die es schon mal geschafft haben, das Evangelium der Welt zu bringen, waren Leute, auch wie Stephanus, die Mut hatten, die Wahrheit zu sagen und zu der Wahrheit zu stehen, auch wenn es einen hohen Preis kosten würde.
[7:32] Darüber hinaus gab es die vielen Namenlosen, die wir nicht wirklich mit Namen erwähnt finden in der Apostelgeschichte, die treu ihren Dienst taten. Denn habt ihr euch schon einmal gefragt, wer die Gemeinde in Antiochien gegründet hat? Oder wer hat die Gemeinde in Rom gegründet? Einen von diesen wollen wir uns heute ein bisschen näher anschauen. Wir wollen ihn uns mal genauer unter die Lupe nehmen. Und ich bin sicher, dass an diesem Mann der Auferstandene Jesus seine helle Freude hatte, wenn er aus dem Himmel auf ihn herabschaute und ihn sah, wie er arbeitete. Ich lade euch ein, mit mir Apostelgeschichte Kapitel 18 aufzuschlagen. Apostelgeschichte Kapitel 18, ab Vers 24 bis zum Ende des Kapitels. Und da lesen wir folgendes und ich lese nach der Elberfelder Übersetzung. Ein Jude aber mit Namen Apollos aus Alexandrien gebürtig, ein beredter Mann, der mächtig war in den Schriften, kam nach Ephesus. Dieser war im Weg des Herrn unterwiesen und brennend im Geist, redete und lehrte sorgfältig die Dinge von Jesus, obwohl er nur die Taufe des Johannes kannte. Und dieser fing an, freimütig in der Synagoge zu reden. Als aber Priscilla und Aquila ihn hörten, nahmen sie ihn zu sich und legten ihm den Weg Gottes genauer aus. Als er aber nach Achaia reisen wollte, schrieben die Brüder den Jüngern und ermahnten sie, ihn aufzunehmen. Dieser war, als er hinkam, den Glaubenden durch die Gnade sehr behilflich, denn kräftig widerlegte er die Juden öffentlich, indem er durch die Schriften bewies, dass Jesus der Christus sei.
[9:34] Das Thema der heutigen Predigt lautet: Wie können wir solche Menschen werden, durch die Gott sein Werk vollendet? Wenn wir hier von dem Apollos lesen, dann fällt eine Formulierung über diesen Apollos uns besonders ins Auge. Da heißt es, er war mächtig in den Schriften und er war brennend im Geist. Aber schauen wir uns zunächst einmal diese Formulierung an: Er war mächtig in den Schriften. Was bedeutet das? Nun, das bedeutet sicherlich zunächst, dass er sich im Alten Testament auskannte. Apollos konnte das, was er sagte, biblisch begründen. Das heißt aber auch, dass Gott Apollos benutzen konnte und ihn zusammenbringen konnte mit Menschen, die er Gott vorher dafür vorbereitet hatte. Und die Menschen konnten das Licht des Evangeliums durch Apollos erfahren und erkennen. Sie wurden befreit von Irrtum. Sie trafen ihre Entscheidung für Jesus. Wie wäre es, wenn wir solche Leute werden könnten wie dieser Apollos? Mächtig in den Schriften und brennend im Geist. Was für einen Unterschied würde das im Leben der Leute machen, die mit uns zusammenkommen würden? An Apollos begeistert mich, dass er ein wirksames Werkzeug war in der Hand Gottes. Weil Apollos gut ausgerüstet war, weil er gut vorbereitet war, konnte ihn Gott gebrauchen in den verschiedensten Situationen. Er konnte ihn in verschiedene Situationen hineinbringen. War er in Ephesus, konnte ihn Gott gebrauchen. War er in Korinth, konnte ihn Gott gebrauchen. Apollos erreichte die Menschen. Warum? Weil er vorbereitet war. Und weil er vorbereitet war, wusste Gott, wenn ich die Menschen mit diesem Mann in Berührung bringe, dann wird er ihnen genau das sagen, was ich gerne möchte, dass die Leute hören.
[12:00] Dahin sollten auch wir gelangen. Müssen wir jetzt alle große Redner werden wie der Apollos oder wie der Paulus? Durchaus nicht. Gott kann uns ja Zweiergespräche schenken oder Gespräche mit Leuten in irgendwelchen kleinen Gruppen, kleine Kreise, die uns zuhören. Das haben wir heute auch schon, oder nicht? Aber wie viel effektiver könnten wir sein, wenn wir uns vorher aus dem Wort Gottes so gestärkt hätten, dass Gott uns durch seinen Geist erinnern kann an die Botschaft, die dieser Mensch jetzt in diesem Augenblick hören muss. Wenn wir uns so gestärkt hätten mit Gottes Wort, dass der Herr uns die Zunge eines Jüngers gegeben hätte, damit wir erkennen, den Müden durch ein Wort aufzurichten, wie der Jesaja sagt. Und dass wir bereit sind, so wie Paulus sagt, das Wort zur Zeit oder zur Unzeit zu predigen.
[13:08] Wie können wir solche Leute werden? Mächtig in den Schriften? Nun, ich denke, so jemand wird man nicht von heute auf morgen. Wenn wir so jemand werden möchten, dann müssten wir zunächst einmal damit anfangen, unsere täglichen Bibellesegewohnheiten zu verändern. Was tust du zum Beispiel bei deiner Morgenandacht, wenn du auf eine Bibelstelle stößt, die du nicht verstehst? Gehst du darüber hinweg? Oder suchst du so lange und forscht nach, bis du eine befriedigende Antwort aus der Bibel gefunden hast? Oder sagst du, ach, das ist doch nicht so wichtig. Ich glaube es ja sowieso. Das wird schon stimmen, was da in der Lektion steht. Oder, na ja, das ist eines dieser Fragen, die für Theologen interessant sind. Das wird ja schon seine Richtigkeit haben. Die Frage, die du heute nicht beantworten kannst, stellt dir morgen dein Kind oder dein Nachbar. Und vielleicht stellt er es mit einer kritischeren Grundeinstellung, als du sie dir selber gestellt hättest. Deswegen wäre es nicht schlecht, in Ruhe mal eine Antwort zu finden auf diese Fragen. Eigentlich sollten wir uns freuen, wenn wir auf solche Bibelstellen stoßen, die wir nicht verstehen. Wir sollten sie alle sammeln, wir sollten sie alle auflisten und nach und nach abarbeiten, indem wir eine Stelle nach der anderen nehmen, gründlich in der Bibel studieren und nicht lockerlassen, bis wir nicht eine wirklich gut fundierte, biblisch belegte Antwort haben, die uns zufrieden stellt. So können wir in unserem Bibelwissen, in unserer Kenntnis wachsen. Paulus sagt: Strebe danach, dich Gott bewährt zur Verfügung zu stellen als ein Arbeiter. Strebe danach, dich Gott bewährt zur Verfügung zu stellen als ein Arbeiter. Das sagt er nicht nur dem Timotheus, das gilt auch für uns.
[15:18] Habt ihr euch schon einmal gefragt, wie es sein kann und wie es sein wird? Habt ihr euch schon einmal gefragt, wie es sein kann und wie es kommt, dass wir plötzlich so viel Zeit haben? Viel mehr Zeit als sonst. Leute müssen nicht mehr zur Arbeit, Schüler müssen nicht mehr zur Schule und das über Wochen. Das kommt auch sicher nicht von ungefähr und das kann doch kein Zufall sein, dass wir ausgerechnet in diesen interessanten Zeiten, in denen wir heute leben, in diesem Abschnitt der Weltgeschichte, in der wir leben, plötzlich von Gott Zeit geschenkt bekommen. So viel Zeit, wo doch sonst Zeit so kostbar ist und keiner von uns Zeit hat. Kann es sein, dass Gott uns Zeit schenken möchte, uns seinen Kindern? Dass wir unsere Beziehung jetzt zu ihm vertiefen. Dass wir uns fester gründen in seinem Wort. Kann es sein, dass er uns jetzt diese Zeit schenkt, weil er die Zukunft kennt und weil er weiß, in welchem Abschnitt der Weltgeschichte wir leben und was noch alles auf uns zukommt? Oder wie verhält es sich mit biblischer Prophetie? Nicht nur mit den Fragen, die ich nicht verstehe. Auf die legen wir doch als Adventisten so viel Wert. Ich habe mich sehr gefreut, im letzten Viertel, da haben wir alle das Buch Daniel studiert und ich konnte eine ganze Menge lernen. Und trotzdem gibt es offene Fragen, die immer noch da sind. Oder was ist mit der Offenbarung, die uns heute auch noch etwas zu sagen hat für unsere Zeit? Ellen White sagt: Wenn unser Volk nur halb wach wäre und sich vergegenwärtigen würde, wie nahe die Ereignisse sind, die in der Offenbarung geschildert werden, würde es eine Reformation in unseren Gemeinden geben.
[17:27] Oder was ist mit dem Bereich, den man in der Theologie Apologetik nennt, also zu deutsch die Verteidigung unseres Glaubens. Können wir anderen Christen erklären, was es mit dem Sabbat auf sich hat, oder mit der Wiederkunft, mit dem Zustand im Tod und noch anderen biblischen Lehren? Können wir ihnen anhand der Bibeltexte erklären, was wir glauben? Oder können wir anderen Christen weiterhelfen, wenn sie mit den ganz typischen Fragestellungen kommen, die uns ja eigentlich nicht unbekannt sind? Wenn das Gespräch auf den Heiligen Geist kommt und sie uns fragen: Wo sind die Wunder in eurer Kirche? Oder wenn sie uns sagen: Was denkst du darüber, welche Rolle das Israel Gottes aus dem Alten Testament in der Endzeitprophetie spielt? Oder wenn sie die Aussage Jesu zitieren: Damit wir alle eins sind, alle eins als christliche Kirche. Was haben wir dazu zu sagen? Gehen wir solchen Fragen aus dem Weg? Oder kommen uns die guten biblischen Argumente wie aus der Pistole geschossen in den Sinn und können wir den Leuten biblisch fundierte Antworten geben? Jesus sagt vom Heiligen Geist: Er wird euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. An was soll der Heilige Geist mich erinnern, wenn ich in den goldenen Tagen, in den goldenen entspannten Zeiten, die wir heute haben, nichts gelernt habe.
[19:07] Im Buch Maranatha auf Seite 127 sagt Ellen White: Jeder einzelne von uns muss wissen, was Wahrheit ist und muss darauf vorbereitet sein, Rechenschaft zu geben über die Hoffnung, die wir haben. Wir nähern uns der Zeit, um den Grund für seinen Glauben anzugeben. Wir werden in jedem Punkt angegriffen werden. Wir wollen ja unseren Glauben nicht einfach deshalb festhalten, weil er von unseren Vätern vererbt worden ist. Das Werk der Vorbereitung, sagt sie dann auf Seite 93, das Werk der Vorbereitung ist eine individuelle Arbeit. Wir werden nicht in Gruppen gerettet. Ihr Lieben, ich glaube, dass wir uns neu vergegenwärtigen müssen, was das heißt. Jeder von uns sollte wissen, was er glaubt und warum er das glaubt. Nicht einfach deswegen, weil ich das so gehört habe in meiner Gemeinde. Von den Waldensern wissen wir, dass sie große Teile der Heiligen Schrift auswendig gelernt haben. Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass wenn ich einen Bibelabschnitt anfange auswendig zu lernen, dass ich diesen Abschnitt viel, viel besser verstehe. Das hat mich unglaublich gewundert. Vielleicht sollten wir anfangen, die Offenbarung auswendig zu lernen. Zu Corona-Zeiten haben wir ja jetzt Zeit. Auf jeden Fall ist es besser, als im Internet die Zeit zu verbringen. Am Anfang fällt es einem vielleicht schwer, ich gebe es zu, Texte auswendig zu lernen. Aber ich kann euch versichern, je mehr ihr auswendig lernt, umso leichter fällt es euch. Zum Schluss macht es richtig Spaß. Es bringt Erfolgserlebnisse.
[21:03] Aber gehen wir zurück zum Apollos. Apollos war nicht nur mächtig in den Schriften, wir können noch mehr von ihm lernen. Und ich lade euch ein, mit mir 1. Korinther Kapitel 3 aufzuschlagen, Vers 5 ab bis Vers 9. 1. Korinther Kapitel 3, Vers 5. Was ist denn Apollos? Und was ist Paulus? Diener, durch die ihr gläubig geworden seid. Und zwar wie der Herr einem jeden gegeben hat. Ich habe gepflanzt. Apollos hat begossen. Gott aber hat das Wachstum gegeben. So ist weder der da pflanzt etwas, noch der da begießt, sondern Gott, der das Wachstum gibt. Der aber pflanzt und der begießt sind eins. Jeder aber wird seinen eigenen Lohn empfangen nach seiner eigenen Arbeit. Denn Gottes Mitarbeiter sind wir. Paulus sagt, Apollos und ich, wir sind Diener. Jeder dient mit der Gabe, die Gott ihm gegeben hat. Heute verstehen wir uns als Individualisten. Jeder ist sein eigener Chef. Vielleicht sollten wir lernen, wieder Diener zu werden. Im großen Stil. Wenn wir Leute sein wollen, durch die Gott sein Werk vollenden kann.
[22:36] Und Paulus fährt fort: Ich habe gepflanzt. Apollos hat begossen. Wenn wir Menschen sein wollen, durch die Gott sein Werk zum Abschluss bringen kann, dann müssen wir bereit sein zur Zusammenarbeit mit unseren Brüdern und Schwestern in unserer Gemeinde. Gott hat auch ihnen Gaben gegeben. Genauso wie mir. Und wir sind eigentlich nur dann stark. Und der Plan Gottes kann sich nur dann erfüllen, wenn diese Gaben zusammengeführt werden, nach dem Plan Gottes. Und zusammen wirken. Der Erfolg kommt durch das Zusammenspiel der Gaben. Jesu Jünger sind keine Einzelkämpfer. Der aber pflanzt und der begießt sind eins, sagt der Paulus. Er ist nicht etwas, noch der, der begießt, sondern Gott, der das Wachstum gibt. Und deswegen nennt er uns in diesem Abschnitt Mitarbeiter Gottes.
[23:45] Und schließlich lesen wir über diesen Apollos noch einen sehr wichtigen Sachverhalt. Eine ganz wichtige Eigenschaft des Apollos. Und da geht es los in 1. Korinther 1, 12. 1. Korinther 1, 12. 1. Korinther 1, 12, 13. Ich meine aber dies, so sagt Paulus der Gemeinde zu Korinth, dass jeder von euch sagt: Ich bin des Paulus, ich aber des Apollos, ich aber des Kephas, ich aber des Christus. Ist der Christus zerteilt? Ist etwa Paulus für euch gekreuzigt? Oder seid ihr auf des Paulus Namen getauft worden? Apollos kam und befestigte die Gemeinde in Korinth, die eigentlich der Paulus gegründet hatte. Was er nicht beabsichtigt hatte, war, dass manche begannen, ihn geradezu zu verehren, ja sogar Vergleiche anzustellen zwischen Paulus und Apollos. Und ihn, den Apollos sogar über den Paulus zu erheben.
[25:01] Ellen White kommentiert im Buch »Das Wirken der Apostel« auf Seite 279: Apollos war enttäuscht und bekümmert über die Uneinigkeit in der Gemeinde in Korinth. Er nutzte die ihm zuteil gewordene Bevorzugung nicht zu seinem Vorteil aus, sondern er verzüglich den Schauplatz des Streites. Später schreibt Paulus den Korinthern in 1. Korinther 16, Vers 12: Was aber den Bruder Apollos betrifft, so habe ich ihm vielfach zugeredet, dass er mit den Brüdern zu euch komme. Aber er war durchaus nicht willens, jetzt zu kommen. Doch wird er kommen, sobald er Gelegenheit findet. Ellen White kommentiert weiter: Zwischen Paulus und Apollos bestand vollkommene Übereinstimmung. Als Paulus ihn später aufforderte, Korinth wieder zu besuchen, lehnte er es ab. Erst als die Gemeinde nach sehr langer Zeit eine bessere geistliche Haltung angenommen hatte, arbeitete er erneut dort.
[26:19] Mitarbeiter Gottes, durch die Gott sein Werk vor der Wiederkunft beenden möchte, sind wie Apollos. Apollos war aufrichtig bemüht, alle Ehre seinem Herrn und Heiland Jesus zu geben, den er verkündete. Er war eher bereit, sich zurückzunehmen. Er war eher bereit, den Schauplatz des Streites sofort zu verlassen und alles zu tun, um Uneinigkeit aus dem Weg zu gehen und der Parteilichkeit, als dass er so etwas fördert. Apollos ist unser Vorbild, die Ehre unserem Herrn zu geben. Wir haben gesehen, Apollos war mächtig in den Schriften, aber konkret war das eingebettet in eine ganze Reihe von Eigenschaften von diesem Apollos. Dieses Mächtigsein in den Schriften beinhaltete auch, dass er ein Diener war. Er war bereit zur Zusammenarbeit mit anderen und vor allem gab er Gott die Ehre.
[27:34] Apollos, ein Mann, mächtig in den Schriften und brennend im Geist. Jetzt kommen wir zu der zweiten großen Aussage über diesen Apollos. Er war brennend im Geist, nicht nur mächtig in den Schriften. Was bedeutet das? Zunächst einmal heißt wörtlich dieser griechische Ausdruck nicht heiliger Geist, sondern einfach brennend in seinem, des Apollos Geists, in seiner Gesinnung, in seinem Denken. Wir können also sagen, Apollos war eifrig. Aber in zweiter Linie müssen wir natürlich fragen, wie kam es denn, dass der Apollos so eine eifrige Tätigkeit entfaltete, wenn nicht durch den Heiligen Geist? In Vers 27 heißt es ja in Apostelgeschichte 18: Dieser war durch die Gnade sehr behilflich. Durch die Gnade. Und im Vergleich dazu heißt es in Apostelgeschichte 4 von den ersten Christen: Große Gnade war auf ihnen allen. Und sie alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und redeten das Wort Gottes mit Freimütigkeit. Das heißt, beides Mal wird die Gnade erwähnt und das zweite Mal wird ausdrücklich gesagt, dass diese Gnade eigentlich das Ergebnis des Wirkens des Heiligen Geistes ist. Apollos musste also durch den Heiligen Geist verkündigt haben. Das geht gar nicht anders. Auch wenn er zunächst noch nicht alles wusste. Auch wenn er noch zunächst ein bisschen Nachhilfeunterricht kriegen musste von Aquila und Priscilla, weil er nur die Taufe des Johannes kannte und noch nicht alles wusste, was die anderen Christen inzwischen wussten.
[29:40] All diese Männer, von denen wir heute Morgen in der Apostelgeschichte gehört haben, der Philippus, der Stephanos, der Apollos, all die vielen Namenlosen wurden von derselben einen Kraft angetrieben. Vom Heiligen Geist, der ihre Worte und Taten motivierte. Das erinnert uns an einen anderen Mann, der mit Heiligen Geist so erfüllt war, dass Gott ihn als ersten lebenden Menschen zu sich in den Himmel aufnahm. Henoch. Henoch lebte und predigte Henoch lebte und predigte vor der Sintflut. Also ziemlich lange her. Jesus sagt uns aber, dass es vor der Wiederkunft auf unserer Erde so zugehen wird, wie vor der Sintflut. Von Henoch können wir also lernen, wie man einer Welt predigt und wie man in einer Welt lebt, wie vor der Sintflut.
[30:49] Im Buch Patriarchen und Propheten heißt es: Wie Henoch werden die Kinder Gottes nach Herzensreinheit und Übereinstimmung mit Gottes Willen streben. Sie werden die Welt vor der Wiederkunft des Herrn warnen. Hier steht ganz klar, wir werden tatsächlich in der Lage dazu sein, das Werk zu vollenden. Tatsächlich. Armselige Werkzeuge, die wir sind. Wann? Wenn wir diese Gesinnung haben, wie dieser Henoch und der Apollos und all die anderen. Apollos und Henoch waren beide erfüllt mit Heiligem Geist. Aber warum zitiere ich jetzt den Henoch? Die Endzeit angeht und sein Leben und Wirken angeht, noch ein paar Details mehr haben als von dem knappen Bericht vom Apollos. Aber ich glaube, dass beide eigentlich hier sehr kongruent gehen und dass ich nicht falsch liege, wenn ich glaube, dass der Apollos ähnlich gelebt hat, auch wie Henoch.
[32:07] Es gibt beim Henoch ein paar Details, die uns besonders betreffen, die vor der Wiederkunft leben. Auf Seite 63 heißt es da in dem Buch Wirken der Apostel: Er lebte ganz unter dem Einfluss von oben. Henoch war erfüllt vom Heiligen Geist. Auch wenn man zu der damaligen Zeit vielleicht noch nicht so viel gewusst hat wie wir heute in neutestamentlichen Zeiten. Er war nicht anders erfüllt vom Heiligen Geist als Apollos. Die Übereinstimmung mit dem Himmel erstrebte Henoch 300 Jahre lang. Ziemlich lange Zeit. In dieser Weise wandelte er mit Gott. Tag für Tag sehnte er sich mit Gott zu wandeln, bedeutet also nach Übereinstimmung mit Gott zu trachten. Täglich nach einer engeren Verbindung uns zu sehen mit ihm und nach ihm zu trachten. Er verbrachte viel Zeit in der Einsamkeit mit stillen Betrachtungen und Gebet. So wartete er vor dem Herrn und suchte nach einer klaren Erkenntnis seines Willens. So konnte der Heilige Geist immer mehr Raum bekommen in diesem Mann.
[33:37] Henoch wurde ein Prediger der Gerechtigkeit und verkündigte, was Gott ihm offenbart hatte. Er arbeitete auch in der Öffentlichkeit, um Gottes Botschaft allen zugänglich zu machen. Hier kommt ein weiterer Punkt hinzu. Was Gott ihm zeigte in dieser stillen Zweisamkeit, die er mit Gott hatte. Er wurde ein Mann, der in der Öffentlichkeit arbeitete, ein Prediger der Gerechtigkeit. Und vielleicht kommt jetzt das wichtigste Zitat, was den Henoch angeht, für uns. Mitten in einem Leben rastloser Arbeit hielt Henoch unverwandt an der Gemeinschaft mit Gott fest. Hin und wieder schloss er sich von aller Geselligkeit aus. Es hungerte und dürstete ihn nach der Erkenntnis Gottes. Vielleicht ist aus diesem Grund die Stille in unserer Zeit so angegriffen, weil wir da Gott kennenlernen und weil wir da unseren Hunger und Durst gestellt kriegen. Je enger die Verbindung mit Gott war, desto stärker empfand er seine Schwachheit und Unvollkommenheit.
[35:01] Ein weiterer wichtiger Punkt. Henoch war ein Mensch wie wir. Er war kein Übermensch, kein geistlicher Supermann. Das, was er wurde, das ist eine sehr ermutigende Erkenntnis, wie ich meine. Das bedeutet, auch wir haben die Chance, Leute zu werden wie dieser Henoch. Und zum Schluss vielleicht noch zwei kleine Details. So nebenbei. Henochs Zeitgenossen verspotteten ihn, weil er so töricht war, dass er sich nicht mehr auf die Erde konzentrierte. Aber sein Herz richtete sich auf ewige Schätze. Entdecken wir Parallelen zu unserer heutigen Zeit? Und dann vielleicht noch dieses letzte Zitat, was Henoch angeht. Nach Zeiten solcher inneren Gemeinschaft, wenn er von diesen Begegnungen mit Gott zurückkehrte, nahmen selbst die Gottlosen den Abglanz des Himmels mit Ehrfurcht an ihm wahr. Das wünschte ich mir. Dass die Menschen, wenn wir aus der Gemeinschaft mit Gott herauskommen, an unserem Wesen die Veränderung merken, an unserem Charakter, an unserer Art, wie wir mit ihnen umgehen. So wie es von den Jüngern damals hieß: Sie wussten, dass es einfache Leute waren, aber sie erkannten, dass sie mit Jesus zusammen gewesen waren. Woher? An ihrer Art und Weise.
[36:46] Henoch strebte nach Übereinstimmung mit dem Himmel. Wir kennen jetzt Henochs Geheimnis. Es ist kein Geheimnis mehr. Henochs Geheimnis kann unser Geheimnis werden, das Geheimnis unserer Kraft. Wie hat er das gemacht? Er strebte nach Übereinstimmung mit dem Himmel, nach täglicher, enger Verbindung mit Gott. Zweitens. Er verbrachte viel Zeit im Gebet und im Nachdenken, in der Stille. Und drittens. Er arbeitete in der Öffentlichkeit. Er gab weiter, was Gott ihm gegeben hatte. So wie eine Quelle immer frisch bleibt, weil sie das Wasser immer, was sie hervorsprudelt, anderen Leuten weitergibt, so sollen auch wir geistlich immer frisch bleiben und weitergeben, was Gott uns zeigt. Das Geheimnis der Kraft Henochs kann unser Geheimnis der Kraft werden. Es ist das Geheimnis der Kraft der Menschen, die in der Zeit vor der Wiederkunft Jesu leben. Und es ist möglich, dass Gott das Werk vollendet, sogar durch solche Leute, wie wir es sind. Unfassbar.
[38:01] Wenn wir auf uns schauen, verlieren wir allen Mut. Wenn wir auf Gott schauen, bekommen wir neuen Mut. Wir müssen nur nach Übereinstimmung mit ihm trachten. Dieser Lebensstil, diese Sehnsucht, die muss tiefe Wurzeln schlagen in unseren Herzen. Die Sehnsucht nach dem Heiligen Geist, nach der täglichen Verbindung mit Gott, muss täglich in uns wachsen. Wir leben in besonderen Zeiten. Wir erleben einschneidende Veränderungen, die in unserem Leben von heute auf morgen kommen können. Einfach so. Unsere Freiheiten können empfindlich eingeschränkt werden. Neue Gesetze können im Handumdrehen geschaffen werden. Und das alles, hat globale Ausmaße. Eigentlich etwas, was man sich vor ein paar Monaten noch gar nicht vorstellen konnte. Soll uns das Angst machen? Nein, ganz bestimmt nicht. Jesus sagt: Wenn aber diese Dinge anfangen zu geschehen, diese Wehen am Anfang, so blickt auf und hebt eure Häupte hoch, weil eure Erlösung naht. Wir leben in interessanten Zeiten. Aber lasst uns uns darüber freuen, weil Jesus vor der Tür steht. Weil das die Zeichen dafür sind, dass es nicht mehr lange dauert.
[39:37] Allerdings sollten wir vielleicht doch eines fürchten. Vielleicht sollten wir uns fürchten davor, dass wir vergessen. Wenn in ein paar Wochen, nämlich so hoffe ich, oder in ein paar Monaten endlich dieser ganze Corona-Spuk vorbei ist und alles wieder scheinbar zu seinem Alltag zurückkehrt, dann sollten wir nicht vergessen, welch eine hauchdünne Wand uns trennt von der weiteren Erfüllung biblischer Wahrheit. Von der weiteren Erfüllung biblischer Prophetie. Und wie schnell diese weiteren Schritte der biblischen Prophetie sich erfüllen können. Jetzt können wir uns das besser vorstellen als vielleicht noch vor ein paar Monaten. Wisst ihr, als 1990, 91 der Golfkrieg war, herrschte plötzlich bei vielen, auch bei vielen Adventisten, Weltuntergangsstimmung. Plötzlich begann man sich intensiver mit Prophetie zu beschäftigen. Und dann, als der Krieg vorbei war, gab es eine seltsame Veränderung. Wir lebten alle so weiter wie vorher. Das war vor 30 Jahren. Der 11. September rüttelte die Menschen auf. Und sie brachten Tatsache vor, dass sie nicht mehr in die Welt gehen konnten. Aber danach lebten die anderen, die meisten Menschen, sowohl Gläubige als auch Ungläubige, wir selber, so weiter wie vorher. Wir versuchten einfach, Normalität zu spielen. Das war vor 20 Jahren.
[41:25] Wenn die Corona-Krise vorbei ist, wenn die Welt nicht mehr gläubig ist, wenn die Corona-Krise vorbei ist, sollten wir nicht vergessen. Wir sollten nicht vergessen und nicht wieder die Verfolgung unserer bisherigen Ziele aufnehmen, so als wäre nichts geschehen. Diese Ziele, die wir bisher verfolgt haben, die haben sowieso uns schon viel zu viel Zeit gekostet, viel zu viel Aufmerksamkeit absorbiert, dass wir sie wieder einfach so aufnehmen könnten und so tun könnten, als wäre nichts geschehen. Kann es denn nicht sein, dass Gott diese Krise auch zugelassen hat, weil er einfach gesehen hat, dass wir so intensiv in unseren privaten Interessen gefangen sind? Kann es sein, dass er vielleicht uns ein bisschen aufrütteln wollte? Wegen Corona geht die Welt noch nicht unter, wenn es auch schlimme Folgen hat und ich will das nicht herabspielen. Es ist schrecklich, wenn man die Bilder von den Särgen im Fernsehen sieht. Aber wir sollten wach bleiben und wir sollten danach streben, so wie Paulus das formuliert, uns Gott zur Verfügung zu stellen als bewährte Arbeiter.
[42:55] Das ist genau das, was mich an Apollos so fasziniert. Und wir sollten solche Leute wie Apollos sein, mächtig in den Schriften. Und das kam nicht aus dem Himmel abgefallen auf ihn. Dieses Mächtigsein in den Schriften zeugte von einer intensiven Auseinandersetzung mit den heiligen Schriften und brennend durch den Heiligen Geist. Es ist an der Zeit, dass wir uns hohe Ziele setzen. Und dass wir unsere Lebensgewohnheiten ändern, dass wir sie anpassen an die Bedürfnisse unserer Zeit, in der wir leben. Möchtest du dir nicht vornehmen in diesen Wochen vielleicht eine zusätzliche Stunde zu dem, was du sowieso ohnehin an Andachtszeit mit Gott verbringst? Vielleicht eine zusätzliche Stunde am Tag damit zu verbringen, dich intensiver mit Gottes Wort zu beschäftigen. Vielleicht mal die Fragen zu studieren, die du bisher nicht verstanden hast. Und darauf Antworten zu suchen. Vielleicht Teile der Bibel auswendig zu lernen. Einzelne Texte, einzelne Abschnitte. Oder vielleicht mal in der biblischen Prophetie tiefer zu graben. Vielleicht habe ich dich auch unterschätzt. Vielleicht willst du lieber zwei Stunden investieren. Dann bin ich dir auch nicht böse. Aber ich glaube, dass wir diese Zeit nutzen sollten, die Gott uns schenkt. Momentan haben wir tatsächlich vielleicht für eine begrenzte, absehbare Zeit ein bisschen mehr Zeit als sonst. Lasst sie uns sinnvoll nutzen. Lasst sie uns nutzen, um uns fester zu gründen in seinem Wort.
[44:53] Und lasst uns dann auch nicht den Gehorsam und den Bereitwilligkeit des Philippus vergessen. Der aufstand und ging. Lasst uns ein bisschen von seiner Abenteuerlust, der Lust zum Abenteuer mit Gott auf uns abfärben. Dass wir einfach losgehen, auch wenn wir das Ende der Geschichte nicht wissen. Aber dass wir losgehen, weil Gott es uns sagt. Ich glaube, dass wir das lernen müssen. Ebenso lasst uns auch den Stephanus nicht vergessen mit seinem Mut, den Gott ihm geschenkt hat. Und lasst uns nicht die ganzen Leute vergessen, ohne die die Apostelgeschichte und dieses Werk gar nicht hätte vollbracht werden können. Es ist wirklich so, damals hat Jesus ein Heer von Mitarbeitern gebraucht. Heute, in der Zeit der Apostel, von den Gemeindegründern. Vielleicht können wir uns mit ihnen am ehesten identifizieren. Denn wer von uns will sich mit solchen Leuten schon gleichstellen wie den Paulus? Heute ist es nicht anders. Das Werk ist so groß. Und so wie Gott arbeitet, ist so gestaltet, dass er ein Heer von Mitarbeitern braucht. Weil Jesus immer, und das hat er uns vorgemacht, den persönlichen Kontakt zu den Menschen gesucht hat. Wir haben durch das Internet große Möglichkeiten, ja. Aber irgendwann landen die Menschen persönlich bei uns. Und wir sehen sie von Angesicht zu Angesicht. Und dann erst entscheidet sich, ob diese Menschen wirklich ihre Entscheidung festmachen und Jesus nachfolgen. Das können wir nicht überspringen. Und dafür brauchen wir nicht ein oder zwei oder zehn. Wir brauchen dafür hunderte, tausende. Eigentlich brauchen wir alle. Und wir brauchen alle, die dem Vater Jesus gehören, den Jesus gebrauchen möchte, das Werk zu vollenden. Jesus braucht ein Heer. Aber wichtiger als das, er braucht dich. Bist du dazu bereit?
[47:19] Willst du einer werden wie der Apollos? Mächtig in den Schriften und brennend im Geist? Gott wartet nur darauf, solche Leute aus uns zu machen. Apollos ist das nicht von sich aus geworden. Gott, der Heilige Geist, haben ihn zu dem gemacht, was er wurde. Und Gott kann das auch aus dir und aus mir heute ganz genauso machen. Gott segne uns. Amen.
[47:58] Unser lieber Herr Jesus Christus, unsere Herzen werden erwärmt, wenn wir die Berichte in der Bibel lesen von Menschen, die schwache, sündige Menschen waren, so wie wir uns das auch fühlen. Und was du gemacht hast aus diesen Menschen, das begeistert uns, Herr Jesus Christus. Wir möchten dir von Herzen danken, dass dein Heiliger Geist in der Lage ist, aus Menschen so jemanden zu machen wie den Apollos, wie den Stephanus, wie den Philippus und wie den Henoch. Wir möchten dir danken, Herr, dass das keine Übermenschen waren und wir möchten dir danken, dass dein Heiliger Geist heute noch in der Lage ist, solche Nachfolger zu machen. Schenk uns diese tiefe Sehnsucht nach Übereinstimmung mit dir in unsere Herzen. Schenk uns diese Lust auf das Abenteuer mit dir, dass wir uns auf deine Führung einlassen, dass wir dir vertrauen, dass was Gutes dabei rauskommt, wenn wir deine Pläne verfolgen und vielleicht noch nicht das Ende von Anfang an sehen, sondern nur den nächsten Schritt. Berühr du unsere Herzen, dass wir nicht wieder einschlafen, wenn wir merken, dass die Welt vielleicht doch noch nicht untergegangen ist nach ein paar Monaten. Wirke an unseren Herzen, dass wir nicht vergessen und wirken auf dich. Amen.
Lizenz
Copyright ©2020 Joel Media Ministry e.V.Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.