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In dieser Predigt von Christopher Kramp geht es um die Haltung von Christen gegenüber dem Staat, inspiriert durch die Begegnung Jesu mit Pontius Pilatus. Kramp beleuchtet, wie Jesus den Staat und seine Vertreter behandelte und leitet daraus Prinzipien für das Verhalten von Gläubigen ab. Die Predigt thematisiert die Bedeutung von Respekt gegenüber Individuen, auch wenn man mit deren politischen Handlungen nicht einverstanden ist, und betont die nicht-weltliche Natur des Reiches Gottes.


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Serie: Predigten

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Transkript

[0:03] Was für ein schöner Satz. Ich weiß nicht, wie es euch geht. Ich mag die Sache am meisten, wo die Sonne scheint. Und ihr wisst ja, der Sabbat ist wozu da? Was ist die Hauptfunktion des Sabbats? Sich zu erinnern an die Schöpfung Gottes. Und vielleicht habt ihr heute Nachmittag auch die Gelegenheit, vielleicht ein bisschen hinauszugehen, ein bisschen Natur zu genießen. Und allen Wettervorhersagen wahrscheinlich wird es, gemäß wird es heute Nachmittag sehr schön werden. Die Sonne scheint und ich weiß nicht, ob euch das mal aufgefallen ist, dass die Welt mit Sonnenschein sehr viel schöner aussieht als ohne, oder? Also man kann durch denselben Wald gehen, man kann durch dasselbe Feld gehen, wenn es bewölkt ist, sieht es nur halb so schön aus, oder trostlos. Wo immer die Sonne hingeht, macht sie alles schöner.

[1:01] Aber nicht nur das, die Sonne macht nicht nur alles schöner, sie bewirkt auch etwas ganz Substantielles in uns. Weiß eigentlich jemand von euch, warum es so wichtig ist, dass wir bei uns in unseren News-Programmen immer davon reden, dass wir genügend Sonne tanken sollen? Abgesehen davon, dass es irgendwie fröhlich macht, dass es wohl auch die Nerven entspannt, was ist eigentlich so der ganz praktische Gesundheitsnutzen, wenn wir ausreichend Sonne tanken? Was bewirkt die Sonne in uns? Jemand von euch? Vitamin D. Ganz genau. Also im Grunde genommen ist es wohl so, ich bin ja keine Ahnung, aber dass so ein Provitamin in uns dann durch die Sonne so umgewandelt wird, dass es etwas bewirken kann. Nämlich, wozu brauchen wir dieses Vitamin D? Einfach nur, dass wir einen hohen Vitamin-D-Spiegel haben. Was macht das Vitamin D in uns?

[2:04] Es ist für die Psyche gut. Genau. Und es ist für die Knochen wichtig. Jemand, der regelmäßig Sonne tankt und dadurch Vitamin D anhäuft, der hat bessere Knochen. Und Knochen wurden sind wozu? Darf die geben Festigkeit, die geben Stärke sein. Interessantes Bild. Die Sonne scheint auf uns und bewirkt manche Dinge, die man sehr leicht sieht. Oder sieht man, wenn jemand auf der Sonne gewesen ist? Ja, also man kann gar nicht wirklich, hätte ich nach Sonne gewesen sein, ohne dass man sieht. Also beim einen mehr, beim anderen weniger. Aber wenn die Sonne auf uns scheint, sieht man es. Aber es gibt viele Dinge, die man vielleicht gar nicht sieht, aber trotzdem ganz wichtig sind, die in uns passieren durch die Sonneneinstrahlung. Wird über lange Zeit, wenn unsere Knochen stabil und fest.

[2:56] Und die Bibel spricht von einer Sonne der Gerechtigkeit. Diese Sonne der Gerechtigkeit macht alles viel schöner, wenn unser Herz mit Jesus verbunden ist. Es das Leben schöner, oder dieselben Schwierigkeiten, dieselben Probleme sehen ganz anders aus, leben mit Jesus. Aber Jesus macht noch mehr. Jesus spektrums Bibel sagt in Psalm, in Jesaja 35. Und vielleicht kennt ihr diesen Ausspruch: "Stärkt die schlaffen Hände und macht fest die strauchelnden Knie." Sagt zu denen, die ein verzagtes Herz haben: "Seid tapfer und fürchtet euch nicht." Wenn die Sonne der Gerechtigkeit in unser Herz scheint, dann bekommen wir eine innere Stärke. Und so wie jeder, der Sonne ist, von seiner Hautfarbe schon zeigt, dass er Sonne gewesen ist, so ist jeder Mensch, der sich in die Sonne der Gerechtigkeit stellt, man kann gar nicht leugnen, dass man mit Jesus lebt.

[3:58] Wenn also heute Nachmittag draußen seid, dann dankt doch Gott ein wenig dafür, dass er die Sonne scheinen lässt und dass es die Sonne der Gerechtigkeit gibt, die unser Herz stärkt. Ich möchte heute mit euch nicht nur die Sonne sprechen. Ich möchte heute mit euch über ein Thema sprechen, das wirklich brisant ist. Ein Thema, von dem ich glaube, dass es eines der aktuellsten Themen ist, das man überhaupt in der Adventgemeinde heute ansprechen kann. Denn durch die Adventgemeinde geht ein Riss. Ein Riss, den es vor einem Jahr noch nicht so gab. Er hätte nicht von Theorie, die schon seit 20, 30 Jahren in der Gemeinde rumstunden. Ich rede von einer Entwicklung, die vielleicht ein halbes Jahr ist, ein dreiviertel Jahr ist und die insbesondere in den sozialen Medien wirklich zu heftigen Auseinandersetzungen führt.

[5:04] Seit wir die Corona-Krise haben, stellt sich eine Frage stärker als je zuvor: Wie steht der Christ zum Staat? Wie soll sich ein gläubiger Christ verhalten, wenn der Staat Dinge tut, die tatsächlich oder vermeintlich ungerecht sind? Und wenn ihr noch nicht mitbekommen habt, dass diese Frage die Christenheit momentan spaltet und auch in den Adventgemeinden für schwerste Diskussionen sorgt, dann seid ihr es vielleicht in der glücklichen Lage, irgendwo abgeschottet zu wohnen, mit seinen Geschwistern zu reden und auf jeden Fall kein Facebook und kein WhatsApp zu haben.

[5:56] Seit einem halben Jahr fluten die Fluten Adventisten die sozialen Medien mit Videos, mit Aufklärung, mit Fragen und Statements. Was alles am Staat falsch läuft. Und die Frage ist: Ist das richtig? Ist das falsch? Ist das zu viel? Ist das zu wenig? Wie müssen wir uns als gläubige Christen verhalten, wenn der Staat Dinge tut, die wir vielleicht nicht verstehen, die wir nicht gutheißen können? Gibt es irgendwo eine Grenze? Gibt es einen Mittelweg zwischen Kadavergehorsam und Rebellion? Und wenn ja, wo ist der Mittelweg? Oder was ist eigentlich unser Maßstab?

[6:41] Über die letzten Wochen und Monate hinweg ist mir persönlich aufgefallen, dass es eine erschreckende Unkenntnis gibt. Eine erschreckende Unkenntnis in unseren Gemeinden, was die Bibel zu diesem Thema lehrt. Und heute möchte ich nicht mit euch über Corona sprechen. Ich möchte nicht über politische Fragen sprechen. Eigentlich, obwohl ich mittlerweile schon in Gottesdiensten gewesen bin, wo es nach der Predigt beim Gespräch der Geschwister, wenn man ihm zugelaufen gelauscht hat, man mehr an einen FDP-Parteitag erinnert wurde als an einen Rabatt-Nachmittag. Und mir macht das große Sorgen, denn diese Bruchlinie geht nicht gemäß der alten Lager konservativ und liberal, quer durch alle theologischen Lager stellt sich diese Frage: Wie soll ich mich verhalten? Welche Einstellung sollte ich gegenüber dem Staat einnehmen?

[7:49] Und ihr braucht wenig wahrscheinlich nur wenig Fantasie, um zu wissen, dass diese Frage in der Endzeit immer mehr an Brisanz zunehmen wird. Wenn wir jetzt schon als Gemeinde keine einheitliche Position dazu haben, wie soll es werden, wenn Offenbarung 13 sich bis zum Buchstaben öffnet? Jemand hat einmal gesagt, meinte Lieblingsautorin Ellen White: "Wahre Religion ist die Imitation von Jesus." Und dessen würde ich heute nicht über Corona sprechen und nicht über Parteien. Ich möchte über Jesus sprechen. Wir wollen gemeinsam anhand der Bibel uns anschauen, wie stand Jesus zum Staat. Und wir wollen gemeinsam durch den Heiligen Geist die Position heute einnehmen, dass so wie Jesus geredet hat, so wie Jesus gedacht hat und so wie Jesus gehandelt hat, wir denken, handeln und reden wollen.

[8:49] Und bevor wir die Bibel aufschlagen, möchte ich euch einladen, dass wir gemeinsam niederknien und Gott bitten, dass er unser Studium führt. Wir sind nicht würdig vor dir zu erscheinen. Ich bin nicht würdig heute diese Predigt zu halten, aber Jesus ist würdig und wir kommen in seinem Namen. Und wir kommen mit dem Bewusstsein, dass er alles gegeben hat, damit wir heute hier vor dir treten, völlig treten dürfen. Vor den Knien können wir kommen mit Freimütigkeit, weil Jesus für uns eintritt, weil er uns mit seinem Kleid der Gerechtigkeit bekleidet. Und weil er versprochen hat, dass der Heilige Geist, den du senden möchtest, uns in alle Wahrheit führt. Herr, wir sehen, wie in dieser Welt, die immer verrückter zu werden scheint, wo Menschen immer orientierungsloser werden und wo die Orientierungslosigkeit auch immer mehr in unseren Gemeinden um sich greift. Wir sehen, wie dringend nötig, wie ein klares, ausgewogenes und biblisch christozentrisches Verständnis wir brauchen über jede Frage unseres Lebens.

[10:09] Und so bitten wir dich, dass du jetzt unser Lehrer bist. Wir bitten dich, dass deine Worte mit ihrer Kraft unsere Herzen erreichen, nicht nur wir, die wir heute hier sind, so noch alle, die jetzt live zuschauen oder später diese Predigt anschauen. Herr, sei du unser Lehrer. Wir wollen Jesus folgen, koste es, was es wolle. Das bieten wir in seinem Namen. Amen.

[10:39] Schlag mit mir auf Johannes Kapitel 18 und dort Vers 33. Johannes 18 und dort Vers 33. Johannes 18 Vers 33. Es heißt: "Nun ging Pilatus wieder ins Tor hinein und rief Jesus und fragte ihn: Bist du der König der Juden?"

[11:16] Hier standen die beiden Auge in Auge: Der römische Staat und das Reich Gottes. Hier trafen sie direkt aufeinander. Der Staat und unser Vorbild. Auf der einen Seite der Prokurator, äh, der Präfekt Pontius Pilatus, direkt dem Kaiser Tiberius verantwortlich, weil er von ihm eingesetzt war, der quasi Statthalter für diese so schwer zu regierende Provinz. Auf der anderen Seite der Sohn Gottes, von dem der Vater gesagt hat: "Ich habe meinen König eingesetzt auf Zion, meinem heiligen Berg", der das Reich Gottes repräsentiert.

[12:16] Auf der einen Seite Pontius Pilatus, der die militärische Verantwortung trug, der die Besatzungsmacht dort regierte. Auf der anderen Seite der König der Könige, der General der himmlischen Heere, der seine Herrlichkeit zurückgelassen hatte, um zwölf Fischer und Zöllner auszubilden als seine neue Gemeinde. Auf der einen Seite Pontius Pilatus, der verantwortlich war für das gesamte Steuerwesen, das den Juden allen Reichtum aus ihren Wohnungen und aus ihrem Besitz herauszog. Der verantwortlich war für die Münzprägung und der das Bild von Kaiser Tiberius auf die Münzen prägen ließ.

[13:11] Auf der anderen Seite Jesus, der gekommen war, nicht um zu nehmen, sondern um zu geben. Der gekommen war, um das Bild nicht von Tiberius, sondern das Bild seines Vaters auf die Menschen wieder aufzuprägen. Nach vielen Historikern war Pontius Pilatus ein schwieriger Mensch. Es sieht so aus, als dass er, als er nach Judäa kam, er sich vorgenommen hatte, den Kaiserkult mit Gewalt einzuführen. Er scherte sich wohl nicht allzu sehr um die religiösen Vorstellungen der Juden. Er wollte sie zwingen, dem Caesar und dem Augustus, die verstorben waren, zu huldigen.

[14:10] Und Pontius Pilatus hatte es ständig mit Demonstrationen zu tun. Die Juden hassen ihn, weil er war derjenige, der die Steuern verantwortete. Er war derjenige, der die Soldaten befehligte. Er war derjenige, der ihnen Götzendienst aufzwingen wollte. Und so gab es ständig in Jerusalem Demonstrationen, damals noch nicht über YouTube, aber die Leute versammelten sich, es gab Ausschreitungen und sie protestierten gegen diese Unrechtsregierung, gegen diesen römischen Staat, der ihnen die Freiheit nahm, das Geld aus der Tasche zog und sie zu Dingen zwang, die sie nicht wollten.

[14:58] Wusste Jesus an diesem Tag, als er vor Pontius Pilatus stand, als er vor dem römischen Staat Auge zu Auge stand, wusste Jesus, was Pontius Pilatus am Stecken hatte? Schaut gemeinsam, lasst euren Finger hier in Johannes 18. Wir werden da immer wieder darauf zurückkommen. In Lukas Kapitel 13 und dort Vers 1. Lukas 13 und dort Vers 1. Die Bibel sagt Lukas 13 Vers 1: "Es waren aber zur selben Zeit etliche eingetroffen, die ihm von den Galiläern berichteten, deren Blut Pilatus mit ihren Opfern vermischt hatte." Pilatus wollte nicht nur Götzenbilder einführen und den Kaiserkult. Pilatus zwang die Leute nicht nur zu Arbeiten, die sie nicht wollten. Er nahm ihnen nicht nur das Geld weg und trieb Steuern ein. Nein, Pilatus tötete Menschen. Klar, das war ein Mörder.

[16:06] Vor diesem Pilatus stand Jesus. Und wir lesen hier in dem Vers, dass Jesus davon wusste. Es gab zwar damals keine kein WhatsApp, man konnte die Videos nicht weiterleiten, aber es gab Menschen, die von A nach B gingen und die erzählten, was passiert. Weil Jesus wusste, wer Pontius Pilatus war.

[16:25] Zurück zu Johannes 18. Wie ging Jesus mit dem Vertreter des Staates um? Jede Frage, wie ein Christ sich gegenüber dem Staat verhalten muss, entzündet sich an Johannes 18. Denn hier steht Jesus, unser Vorbild, vor dem Staat schlechthin, dem Vertreter des römischen Imperiums. In Johannes 18 sehen wir, was Jesus tat, und wir wollen beginnen in Vers 34 mit dem ersten Punkt.

[17:05] In 34 steht: "Jesus antwortete ihm: Redest du das von dir selbst aus, oder haben es andere von mir gesagt?" Helft mir, was war der erste Punkt, den wir von Jesus lernen können in seinem Umgang mit der Staatsmacht? Was ist der Punkt hier in diesem Vers?

[17:37] Er fragt nach der persönlichen Meinung. Warum macht er das? Warum fragt Jesus den Pontius Pilatus nach dessen persönlicher Meinung?

[17:49] Er nimmt ihn ernst. Jesus sieht in Pontius Pilatus einen eigenständigen Menschen. Jesus sieht in Pontius Pilatus nicht nur den Repräsentanten des römischen Systems, für eines Panzers, Pilatus, nicht nur der Buhmann, der Sündenbock, der alles abbekommt, weil die Römer Suppe sind. Er sieht Pontius Pilatus als einen eigenständigen Menschen. Was wäre, wenn alle Christen, die mit der Flüchtlingspolitik nicht einverstanden sind, Angela Merkel als einen eigenständigen Menschen betrachten würden? Was wäre, wenn alle Christen, die sich vor einer Zwangs-Impfung fürchten, Jens Spahn als einen eigenständigen, individuellen Menschen betrachten würden? Was wäre, wenn alle mentalen Christen, alle Adventisten, die gegen die Corona-Regeln sind, wir sehr Christian Drosten, Christian Drosten als einen eigenständigen, persönlichen Menschen betrachten würden und nicht nur als den Sündenbock, an dem man alles abladen kann, was einem nicht passt?

[19:09] Jesus sagt: Kein Mensch nur als ein Symbol. Er sah in jedem Menschen einen individuellen Menschen, der allein vor Gott steht.

[19:27] Würden wir über Politiker so reden, wie wir es tun, wenn sie neben uns sitzen? Könnten wir die Videos, die wir über Politiker weiterleiten auf unseren sozialen Medien, die wir uns anschauen, mit Freude auch den Politikern selbst weiterleiten und ihnen dazu schreiben: "Übrigens, ich bin sieben Tage fort und ist..."

[19:56] Jesus sah den Menschen und nicht nur eine Folie für den eigenen Store. Das, das erste, was wir von Jesus lernen, egal, ob uns etwas gefällt oder nicht, ob wir mit einer Politik einverstanden sind oder nicht. Als Christ haben wir kein Recht, Menschen als Repräsentanten des Systems zu verabscheuen oder sie zu bekämpfen. Also es sind Menschen, für die Jesus gestorben ist.

[20:26] 36. Der nächste Punkt. Als Pilatus ihn fragt: "Nicht wahr, was hast du getan?" Lesen wir in Vers 36: "Jesus antwortete: Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Wäre mein Reich von dieser Welt, so hätten meine Diener gekämpft, damit ich den Juden nicht ausgeliefert würde. Nun aber ist mein Reich nicht von dieser Welt."

[20:48] Helfen mir, was ist der zweite Punkt, den wir von Jesus lernen können? Was können wir von Jesus lernen?

[21:06] Er mischt sich nicht in politische Fragen ein. Er sagt: Mein Reich ist nicht weltlich. Er sagt sogar, was passiert wäre, wenn es weltlich wäre. Was ihr passiert ist, sagt: "Meine Jünger hätten gekämpft, sie hätten Schwerter. Meine Jünger würden Widerstand leisten, wenn mein Reich weltlich wäre." Die Tatsache, dass sie nicht Widerstand leisten, ist ein Beweis, dass es nicht weltlich ist. Heißt also, wer Jesus folgt, leistet keinen bewaffneten Widerstand gegen die Obrigkeit. Das, was Jesus sagt, warum nicht, weil die Obrigkeit gut ist, sondern weil das Reich Gottes nicht von dieser Welt ist. Wer doch Widerstand leistet, beweist damit was? Wer Jesus folgt und gleichzeitig bewaffneten Widerstand leistet, wer beweist damit, dass er immer noch teilweise auf dieser Welt verhaftet ist, dass er immer noch weltlich denkt?

[22:11] Kennt ihr jemanden? Fällt euch spontan ein, der im Zuge dieser Geschichte bewiesen hatte, dass er Jesus folgte, aber trotzdem eigentlich noch mehr auf dieser Welt lebte? Petrus. Oder schaut mit mir, hast du den Finger hier zu Matthäus 26? Matthäus 26 und dort 51 und 52. Ihr kennt die Geschichte, als Jesus gefangen genommen worden ist. Da lesen wir hier in Vers 51: "Und siehe, einer von denen, die bei Jesus waren, streckte die Hand aus, zog sein Schwert, schlug den Knecht des Hohepriesters und hieb ihm ein Ohr ab." Das sprach Jesus zu ihm: "Stecke dein Schwert an seinen Platz, denn alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen."

[23:03] Offensichtlich hat Petrus hier noch sehr weltlich gedacht, oder er dachte, jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, wo man dem Einhalt gebieten muss. Ist es nicht interessant, dass derselbe Petrus, der so sehr gegen die Römer kämpfen wollte, kurze Zeit später, also umgeben war von römischen Soldaten, plötzlich eingeknickt ist und nicht mehr gegen die Römer gekämpft hat, sondern wen verleugnet hat? Jesus. Der bewaffnete Widerstand gegen die Staatsmacht war kein Akt des geistlichen Heldentums. Der bewaffnete Widerstand gegen die Staatsmacht war nur die Frucht von mangelndem Glauben an Jesus, der sich gezeigt hat, als er plötzlich in der Gefahr war.

[23:54] Vielleicht denken wir manchmal, dass wir durch starken Protest gegen den Staat beweisen, wie Endzeit 34 sind. Vielleicht gibt es manchmal unter uns und auch denen, die zuschauen, diese Idee: Wenn wir nur stark genug gegen den Staatschef und dann zeigen wir, wie unabhängig wir sind, dass uns der Staat nichts anhaben kann. Vielleicht ist es genau andersrum. Vielleicht beweist diese Einstellung, dass wenn die Sonntagsgesetzgebung kommen würde, wir einknicken würden, sowie bei Petrus.

[24:24] Petrus 4. Aber ihr wisst, und das ist so schön. Jesus hatte das vorhergesehen in Lukas 22 und dort Vers 31 und 32 heißt es: "Sprach aber der Herr: Simon, Simon, siehe, der Satan hat euch begehrt, um euch zu sichten wie den Weizen. Ich aber habe für dich gebetet, dass dein Glaube nicht aufhöre. Und wenn du einst umgekehrt bist, so stärke deine Brüder."

[24:53] Zwei Dinge sind heute wichtig. Das eine: Diese Einstellung, die der Petrus zum Staat hatte, ist gefährlich und nicht dem Willen Jesu entsprechend. Aber wenn ich diese Einstellung bei mir selbst erkenne, darf ich wissen, Jesus hat schon für mich gebetet. Wenn ich diese Einstellung bei mir selbst erkenne, darf ich wissen, Jesus ist für mich da. Er garantiert, dass wenn ich umkehre, ich wirklich bekehrt werde. Jesus möchte mir helfen. Und selbst wenn ich jetzt das noch nicht erkenne, wird Jesus weiter an mir arbeiten, so dass ich es, wenn ich in Träumen erkenne werde.

[25:36] Jesus betet für jeden, der meint, jetzt ein Held sein zu müssen. Aber vielleicht sagt jemand, der jetzt auch später die Predigt anschaut: "Aber Christopher, ich leiste keinen bewaffneten Widerstand. Ich habe kein Schwert, keine Pistole, nicht mal ein Messer, schon gar keine Kalaschnikow. Ich leite einfach nur Videos weiter. Ich Leute einfach WhatsApp-Nachrichten weiter. Was ist daran verkehrt?"

[26:02] Schaut mit mir in Matthäus Kapitel 5. In Matthäus Kapitel 5 und dort Vers 21 und 22. "Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht töten; wer tötet, der wird dem Gericht verfallen. Seien alle Juden waren sich einig, also töten, das kommt von sich in Frage. Vers 22: Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder ohne Ursache zürnt, wird dem Gericht gefallen sein. Wer aber zu seinem Bruder sagt: 'Racker', der mit dem Hohen Rat verfallen sein. Wer sagt: 'Du Narr', der wird dem höllischen Feuer verfallen sein."

[26:44] Vielleicht möchte ich noch die Frage stellen: Wer ist denn mein Bruder? Wer ist mein Nächster? Kennt die Antwort? Ich werde jetzt erst mal für euch vielleicht. Denken wir wie die Jünger: Wir leisten ja keinen bewaffneten Widerstand. Alles ist gut mit uns. Jesus sagt:

[27:05] Wer den Leiter vom RK II einen Dummkopf und einen Trottel nennt, der bricht das sechste Gebot. Wer einen Politiker beschimpft und Videos weiterleitet, die das tun, der bricht das sechste Gebot.

[27:29] Jesus sagt: Wer das Schwert nimmt, wird durch das Schwert umkommen. Ihr wisst vielleicht, dass das eine ganz enge zeitliche Dimension hat, eine prophetische Dimension. Denn es gab eine Macht in der Geschichte, die für sich in Anspruch genommen hat, den Glauben an Gott mit dem Schwert zu kombinieren. Helfen ja, welche Macht war das gewesen?

[27:46] helfen, ja, welche Macht war das gewesen, die der Meinung war, man kann den Glauben politisieren, man kann in dieser Welt politisch Einfluss nehmen und gleichzeitig sich zu Jesus bekennen? Welche Macht war das? Welche Macht hat den Glauben an Jesus mit politischer Einflussnahme auf Kaiser und Könige verbunden? Das war das päpstliche Rom. Und wir können nicht guten Gewissens vor dem päpstlichen Rom bahnen und dieselben Prinzipien wieder anwenden.

[28:18] Jesus sagt: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt.“ Jesus leistete keinen Widerstand. Er ließ sich abführen, obwohl er alle Macht im Himmel hatte. Er hat es ja sogar sehr deutlich gemacht, er hat sogar bis vor sich hat freiwillig abführen lassen, gezeigt, dass seine Gegenwart allein ausreichen würde, um alle zu Boden zu werfen. Aber Jesus ließ sich abführen.

[28:43] Punkt Nummer eins: Jesus sah in einem Staatsbediensteten einen persönlichen Menschen.

[28:50] Punkt Nummer zwei: Jesus sagte: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt.“ Deswegen leiste ich und meine wahren Jünger keinen Widerstand.

[29:00] 437 in Johannes 18. Der dritte Punkt, den wir von Jesus lernen können als Christ gegenüber der Obrigkeit.

[29:38] Den wir aus Vers 37 lernen können. Dies gab Zeugnis. Ja, was denkt die anderen? Was können wir aus diesem, was war Jesus wichtig hier?

[30:04] Er macht einen Aufruf. Ja, er sagt: „Ich habe, ich habe etwas für dich.“ Was denn? Das war ein wichtig, die Wahrheit. Jesus wollte, dass Pilatus die Wahrheit. Das steht, sein Anliegen war die Wahrheit.

[30:19] Und vielleicht sagt jemand jetzt: „Aber das doch auch mal Anliegen. Wir müssen die Wahrheit aufdecken, die Wahrheit über die Korruption. Wir müssen die Wahrheit über die Impfung aufdecken. Wir müssen die Wahrheit über die Migration aufdecken.“ Viele Menschen stehen heute, also nicht heute, heute, aber heute in dieser Zeit auf Demonstrationen und schreien: „Wahrheit, Wahrheit!“ Sie nennen sich vielleicht sogar „Wahrheitssucher“, die die Wahrheit erforschen wollen. Aber es suchen sie nach der Wahrheit, wie sie in Jesus ist. Nur weil Menschen schreien: „Wahrheit, Wahrheit!“, heißt es noch lange nicht, dass wir wirklich Wahrheit suchen.

[31:00] Was sagt Jesus? „Jeder, der aus der Wahrheit ist, hört meine Stimme.“ Wenn wir wissen wollen, ob die Menschen, die nach Wahrheit schreien, auch wirklich nach Wahrheit Interesse haben, dann schaut, wie sie sich zu Jesus stellen.

[31:15] Denn Jesus sagt: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.“

[31:23] Und ihr Lieben, mich schockiert es, dass in der deutschlandweiten Adventgemeinde und in Österreich, in der Schweiz und wo auch immer, immer mehr treue Geschwister sich völlig Theorien verschreiben, wo Jesus gar nicht vorkommt und die völlig Christus los sind. Ihr Lieben, das ist eine ernsthafte Gefahr. Jesus selbst ist die Wahrheit.

[31:58] In einem sehr, sehr entscheidenden Zitat sagt Ellen White: „Die Regierung unter der Jesus lebte, war korrupt und unterdrückend. Überall gab es schreiende Missbräuche, Zwang und Intoleranz und wirklich brutale Grausamkeit. Aber der Erlöser versuchte keine zivile Reformen, er attackierte keine nationalen Missstände, noch verurteilte er die nationalen Feinde. Er hat sich nicht in die Autorität und die Administration der Machthaber eingemischt.“

[32:42] Er sagt, sie, der unser Beispiel ist, oder war, hielt sich von irdischen Regierungen vertritt. Achtung, jetzt, jetzt entscheiden, warum nicht, weil ihm das Weh der Menschen gleichgültig war, sondern weil die Lösung nicht endlosen menschlichen, äußerlichen Maßnahmen bestand. Um effektiv zu sein, musste die Heilung die Menschen persönlich erreichen und musste ihr Herz wiederherstellen.

[33:14] Jesus hat sich nicht von irdischen Regierungen ferngehalten, weil ihm die Missbräuche egal waren. Er wusste, die Lösung würde niemals erreicht werden, wenn er mit den Piloten und den Pharisäern auf Demonstrationen gehen würde und rufen würde: „Wahrheit, Wahrheit, Wahrheit!“ Das würde nicht helfen. Und wenn es damals nicht half, wird es heute auch nicht helfen.

[33:42] Die einzige Lösung für die Probleme dieser Welt ist, dass Jesus das sündige Herz wiederherstellt. Mein Herz und dein Herz. Denn egal, ob wir politisch links oder rechts oder oben oder unten sind, grün, blau, gelb, rot, schwarz, violett, fast immer unsere Farbe ist es. Es sind alles, sind egal ob Republikaner oder Demokrat, Amerika. Wir sind alle Sünder. Wir uns, wenn wir uns politisieren lassen und genau das geschieht, geschieht in Amerika in einem Maße, es ist so erschreckend, ist das adventistische Missionswerke sich trennen, weil die ein Republikaner, die andere Demokraten sind. Und wenn ihr glaubt, das ist ganz weit weg, dann schaut mal, falls ihr habt ihr eure Facebook Accounts in den touristischen Gruppen, was dort los ist.

[34:52] Jesus, von ihm heißt es hier im nächsten Zitat: „Immer und immer wieder wurde Christus gefragt, legale und politische Fragen, also juristische und politische Fragen zu entscheiden.“ Also, das war etwas, womit er immer wieder konfrontiert wurde. Leute kamen und sagten: „Was denkst du über diese politische Frage? Was denkst du zu dieser Sache? Sollten wir die Steuern zahlen und nicht?“ Er erkennt diese Fragen immer und immer wieder sehr gefragt worden, aber er weigerte sich, in solchen zeitlichen, weltlichen Angelegenheiten sich einzumischen.

[35:24] Christus stand in unserer Welt als der Kopf eines großen geistlichen Königreichs, um das zu etablieren, das Königreich der Gerechtigkeit. Seine Lehre machte die veredelten und heiligen Prinzipien deutlich, die dieses Königreich regieren.

[35:47] Zurück zu Johannes. Wir haben schon drei Prinzipien gesehen: Jesus sah den Menschen im Regierungsbeamten. Jesus hat sich, hat, hat gesagt: „Ich lasse keinen Widerstand.“ „Mein Reich ist nicht von dieser Welt.“ Drittens: Dieses hat gesagt, es geht um die echte Wahrheit, die Wahrheit, wie sie in mir ist. Das Wahrsein eigentliches Anliegen.

[36:06] Kabel 19, Vers 1. Johannes 19 und dort Vers 1. Darauf nahm Pilatus Jesus und ließ ihn geißeln. Hat Jesus großen Nutzen davon gehabt, dass er dem Staat keinen Widerstand geleistet hat? Hat das Staat sich ihm gegenüber freundlich verhalten?

[36:34] Jesus wurde gefoltert, weil Pontius Pilatus als Repräsentant des Staates seine Macht missbrauchte. Und Jesus, nur für den Fall, dass jemand vielleicht innerlich jetzt anfängt, sich zu fragen: „Was sollen wir dann alles mit uns machen lassen? Sollen wir einfach naiv dem Staat glauben, was er uns sagt?“

[36:56] Jesus war nicht naiv. Jesus hat nicht einfach die Tagesschau eingeschaltet und im römischen Nachrichtensprecher alles geglaubt, was dort kam. Jesus wusste ganz genau, was in dieser Welt passiert mit mir.

[37:13] In Matthäus 20 und dort ab Vers 25. Jesus war kein Opfer der römischen Taktik. Agenda. Matthäus 20, Vers 25. Aber Jesus rief sie zu sich und sprach: „Ihr wisst, dass die Fürsten der Heidenvölker sie unterdrücken und dass die Großen Gewalt über sie ausüben.“ Musste Jesus, wie es in dieser Welt läuft, kannte Jesus die Tyrannei des römischen Systems? Kannte er die Bosheit der Satz? Er kannte er all die Sünden, die geschahen, auch auf Veranlassung der Obrigkeit. Er kannte sie ganz genau, besser als jeder andere.

[37:53] Was sagt er? 426: „Unter euch aber soll es nicht so sein, sondern wer unter euch groß werden will, der sei euer Diener. Und wer unter euch der Erste sein will, der sei nicht Sklave, wie der Sohn des Menschen nicht gekommen ist, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele.“

[38:19] Was setzt Jesus diesen brutalen Umständen in so einer Gesellschaft entgegen? Jesus versuchte nicht dagegen anzukämpfen. Er zeigte etwas komplett anderes.

[38:31] Jedes veränderte Herz, jedes wiederhergestellte durch den Geist Gottes, erneuerte Herz zeigt ein 180 Grad anderes Bild vom Leben. Nicht eins, wo unterdrückt wird, sondern wo man gerne dient.

[38:57] Und wir müssen uns schon die Frage stellen, ich muss mir die Frage stellen, ob wir dieses Prinzip, was hier steht, dass der, der am meisten dient, die höchste Position hat, ob wir das schon so wirklich verinnerlicht haben. Würde auch unsere Gemeinde nicht anders aussehen, wenn wir genau nach diesem Prinzip handeln würden, dass, wenn jeder, der etwas beeinflussen möchte, allen anderen am allermeisten dient? Die Gemeinde sollte zeigen, dass Dienst nicht degradiert ist, sondern das Zeichen wahrer Größe, weil Jesus selbst der größte Diener ist.

[39:36] Und deswegen konnte Jesus auch mit Überzeugung und Aufrichtigkeit ganz authentisch die Sünden der Pharisäer und Sadduzäer tadeln. Jesus hat diese Sünden nicht einfach stillschweigend akzeptiert. Zur angemessenen Zeit, im angemessenen Ton, mit Tränen in den Augen hat er gesagt: „Was hier geschieht, ist falsch.“ Hat die Menschen gewarnt vor der Leere der Pharisäer und der Sadduzäer.

[40:10] Als er später nach Pontius Pilatus zu Herodes kam und Herodes aus lauter Neugier von ihm Zeichen und Wunder sehen wollte, was hat Jesus ihm geantwortet?

[40:21] Als diese ihm geantwortet, dem Herodes, als dass jemand von euch... Das hat er auch mal mehrmals gesagt, sogar bis hin zu den Pharisäern, Sadduzäern. Dem Herodes hat er was geantwortet?

[40:36] Dem Herodes hat er was geantwortet? Gar nichts. Es stand der gesamten Verurteilung, wäre der Gesamtbeurteilung stand er da und hat nicht ein Wort gesprochen. Wissen Sie warum? Weil er deutlich machen wollte: „Ich weiß genau, du hast Johannes den Täufer getötet und du hast es nicht bereut.“

[41:00] Die Zeit ist für dich abgelaufen. Jesus nennt an einer Stelle sogar den Herodes einen „Fuchs“, weil er wusste, was war ein böser Mensch, der Herodes gewesen ist. Und waren vor ihm. Jesus wusste, was vor sich ging.

[41:21] Und deswegen ist die Alternative zu Widerstand nicht Kadavergehorsam, der einfach sagt: „Naja, alles, was mir zu Hilfe, das glaube ich so.“ Mein Jesus zeigt uns, was die echte Alternative ist. Eine genaue Beobachtung dessen, was geschieht, aber dort einsetzen, wo das eigentliche Problem ist, nämlich bei der Sünde.

[41:47] Dann glaubt mir, wenn alle diejenigen an die Macht kommen würden, die heute die Regierung kritisieren und heutzutage in Berlin gegen die Regierung demonstrieren, glaubt ihr, in unserem Land wird es besser gehen? Nein, das sind genau so Sünder wie die davor.

[42:08] Zurück zu Johannes, Johannes 19 und dort Vers 3. Als Jesus gegeißelt wird, heißt es hier: „Seid gegrüßt, du König!“ „Seid gegrüßt, du König der Juden!“ Und sie schlugen ihn ins Gesicht.

[42:25] Ich weiß nicht, ob das mal geschlagen worden bist. Vielleicht geht es den Brüdern da, er so, als den Schwestern, was ich nicht, aber vielleicht sind wir alle mal geschlagen worden.

[42:37] Müssen letztlich antworten. Aber ist es leicht zu ertragen, wenn man geschlagen wird? Das gar nicht so einfach, Sache, oder? Wenn man geschlagen wird, ist fast die unwiderstehliche Reaktion, man möchte irgendwie widerstehen, auf irgendeine Art und Weise genug tun bekommen. Was hat er denn, Jesus gelehrt in seinem eigenen, seinen eigenen Predigten? Was sollte man tun, wenn man geschlagen wird?

[43:14] Schaut mir Matthäus 5. Jesus hat in der Praxis, als er mit dem römischen Staat auf Augenhöhe in Konfrontationskurs war, hat er aus gelebt, was er selbst gelehrt hat. Jesus hat die Bergpredigt nicht nur gehalten, er hat sie gelebt. Und als er geschlagen wurde, hat er nicht zurück geflucht.

[43:38] In Matthäus 5 steht in Vers 38: „Ihr habt gehört, dass gesagt ist: Auge um Auge, Zahn um Zahn. Ich aber sage euch: Ihr sollt im Bösen nicht widerstehen.“

[43:47] Sondern wenn dich jemand auf deine rechte Backe schlägt, so biete ihm auch die linke. Die andere.

[44:00] Hat Jesus das ernst gemeint? Hat Jesus ernsthaft gemeint, dass wenn ich geschlagen werde und ich weiß, dass es unrecht ist, ihm eine andere Wange hinhalten?

[44:13] Ich habe schon oft gehört, dass gläubige Christen gefragt haben, und ich denke, seine für das menschliche Herz berechtigte Frage: „Ja, aber soll ich dann alles mit mir machen lassen? Soll ich mich einfach unterwerfen? Soll das Böse triumphieren?“

[44:29] Warum sagt Jesus, wenn du auf einer Backe geschlagen ist, und im Griechischen steht dort auf den Kiefer, das ist nicht hier so ein kleiner Klaps, das ist eine wirklich, wenn auf den Kiefer geschlagen ist, bietet den anderen Kiefer noch da.

[44:44] Sagt Jesus, was wahrscheinlich die wenigsten vermuten, die Jesus bezieht sich auf das Alte Testament und zwar auf eine Stelle in den Klageliedern. Schaut mal mit mir in die Klagelieder, Kapitel 3. Wer hätte gedacht, dass diese Stelle den Klageliedern erklärt oder klar gliedert?

[45:56] Kapitel 3 und dort Vers 26: „Gut ist's, schweigen zu warten auf die Rettung des Herrn. Es ist gut für einen Mann, das Joch zu tragen in seiner Jugend. Er sitze einsam und schweige, wenn er es ihm auferlegt. Er stecke seinen Mund in den Staub, vielleicht ist noch Hoffnung vorhanden.“

[45:41] Schlägt ihn jemand, so wie geht es weiter? So biete ihm die Wange da und lass dich mit Schmach setzen. Könnt ihr sehen, dass Jesus eigentlich sich auf diesem Festival zieht in den Klageliedern steht: „Wenn dich jemand schlägt, biete die andere Wange da.“ Jesus sagt in der Bergpredigt: „Ich sage euch, wenn dich jemand auf die rechte Backe schlägt, biete ihm die anderen.“

[45:58] Aber es hilft mir in Clark wieder. Warum kann jemand im Glauben seine andere Wange hin geben? Warum macht er das?

[46:08] Schaut 426: „Ein gutes Schweigens warten auf die, was? Auf die Rettung des Herrn.“ Jesus sagt nicht, dass einfach alles wird euch machen.

[46:22] Jesus sagt: „Zeigt durch euer Verhalten, dass ihr glaubt, dass Gott alles unter Kontrolle hat und dass er zu seiner Zeit euch retten wird.“

[46:35] Gebt die an. Verteidigt euch nicht selbst. Geht die andere Wange hin, weil ihr wisst, dass Jesus zur besten Zeit so euch retten wird, dass wir hinter sagen wird: „Das war die beste Option.“

[46:47] Jemand, der dieses Vertrauen auf Gott nicht hat, wird niemals eine Wange hinhalten können, weil er dann tatsächlich nur ausgenutzt wird.

[46:56] Jemand, der seine andere Wange hinhält, zeigt damit: „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt.“

[47:02] Ich weiß, dass der Richter der ganzen Welt, mein Freund, es der kann mit den drei Freunden von Daniel sagen: „Gott kann uns retten.“ Und wer nicht, wenn wir trotzdem Gott treu sein, weil wir wissen, dass er am Ende uns helfen wird oder zumindestens uns ewiges Leben geben wird.

[47:19] Und übrigens, was sagt dieser Abschnitt hier über die, über die Treue Gottes?

[47:26] Schaut mal in Vers 320: „Sie ist jeden Morgen neu die Barmherzigkeit und deine Treue ist groß.“ Jemand, der die andere Wange hinhält, weiß, dass Gottes Rettung nicht fern ist, sondern dass Gott jeden Tag auf und schaut. Und Jesus wusste, als er an das Kreuz ging, dass das der beste Weg war, den sein Vater für ihn finden konnte und dass er niemals so glücklich sein würde in der Ewigkeit, als wenn er jetzt diesen Weg gehen würde.

[47:58] Und deswegen hat er keinen Widerstand geleistet.

[48:03] Glaubst du persönlich, dass, wenn du Gott liebst, alle Dinge zum Besten sind? Gilt das nur für persönliche Angelegenheiten, oder gilt das auch für die Gesellschaft? Gilt es auch für die Dinge, die vielleicht der Staat uns tut? Wenn wir Jesus lieben, dürfen wir vertrauen, dass er alles in einer Kontrolle hat und wir nicht selbst zurückschlagen müssen.

[48:22] Aber warum hat dann das Alte Testament „Auge um Auge, Zahn um Zahn“? Ist es jetzt ein Widerspruch? Halten wir fest, dass wir gerade gesehen haben, steht schon im Alten Testament. Und das Alte Testament sagt immer und immer wieder, wie z.B. in 3. Mose 19.

[48:35] In 3. Mose 19 und dort Vers 18. Schaut mal, 3. Mose 19 und dort Vers 18. „Du sollst nicht...“

[48:47] „Du sollst nicht...“ „Du sollst nicht...“ „Du sollst nicht dich nicht rächen.“ Durfte man im Alten Testament sich rächen nach dem Motto: „Du hast mir ein Auge ausgeschlagen, dann schlagen wir uns eins aus.“ Schon im Alten Testament, schon bei den Geboten Mose war ganz deutlich: Ein Ich als einzige, als einzelner Gläubiger soll mich nicht rächen.

[49:17] Die Rache ist bei Gott. Gott sagt: „Rächt euch nicht, meine ist die Rache.“

[49:22] Was bedeutet also die Aussage „Auge um Auge, Zahn um Zahn“? Falls euch das mal gefragt habt, schaut mal mit mir in 2. Mose 21. Wenn du den Kontext anschaust, werdet ihr sehen, es geht gar nicht darum, dass ich jetzt irgendwie mich rächen.

[49:37] 2. Mose 21, dort Vers 22 heißt es: „Wenn Männer sich streiten und eine schwangere Frau stoßen, so dass eine Frühgeburt eintritt, aber sonst kein Schaden entsteht, so muss dem Schuldigen eine Geldstrafe auferlegt werden, wie sieht der Ehemann der Frau fest. Und er soll sie auf richterliche Entscheidungen hingeben. Wenn ein Schaden entsteht, so sollst du geben: Leben um Leben, Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Fuß, Brandmal um Brandmal.“

[50:07] Hier macht Gott deutlich, nach welchen Maßstäben die Richter in Israel inoffiziellen, in öffentlichen Verhandlungen urteilen sollen. Das sind, das ist quasi ein 1:1 Prinzip der Gesetzgebung. Hat nichts mit persönlicher Rache zu tun. Nichts damit, was jetzt sein, einen ein Gläubiger, dem Böses getan ist, jetzt selbst tun kann, sondern das hat etwas zu tun mit der, mit der Rechtsordnung Israels. Das ist, was unabhängige Gerichte dann beurteilen sollten.

[50:37] Aber zurück zu Matthäus 5, noch einmal ganz kurz. Jesus sagt nicht nur: „Halte die Attacke hin.“ Schaut mal in Matthäus 5 und dort Vers 40 und 41: „Und dem, der mit dir vor Gericht gehen und dein Hemd nehmen will, dem lass auch den Mantel.“

[50:58] Jesus sagt: „Vermeidet, so weit es an euch liegt, juristische Auseinandersetzungen.“ Wisst ihr, wo gegen das ein ganz tolles Mittel ist? Gegen Rechthaberei. Ihr wisst vielleicht, dass ganz viele Gerichts Fälle damit zu tun haben, dass Leute sich streiten über Nebensächlichkeiten. Die Pflanze wächst zehn Zentimeter über die Mauer. Nein, das gehört doch zu meinem Grundstück. Ja, hin und her. Nachbarn streiten sich über die belanglosen Sachen und keiner will auch nur einen Zentimeter nachrücken. Beide sind rechthaberisch. Es kommt vor Gericht.

[51:34] Jesus sagt: „Tut es gar nicht. Wenn dein Nachbar dich übervorteilt, das ist einfach durchlaufen. Geht ihm noch ein bisschen mehr mit.“ Ja, auf diese Art und Weise wirst du selten die Versuchung kommen, rechthaberisch zu sein.

[51:48] Und dass sie noch was steht mal fest 41: „Und wenn dich jemand nötig eine Meile...“

[52:00] Habt ihr gewusst, dass dieser Vers davon spricht, dass römische Soldaten, die eigentlich staatsrechtlich gar nicht im Land sein dürften, weil sie eine Besatzungsmacht war, dass die zu Menschen kommen sollten und sagen: „Ich nehme ich jetzt mit, gehen mit mir eine Meile.“ Tritt mir, dass uns jemand sagen hat, aber Moment mal, ich bin ein freier Mensch. Warum soll ich für dich tragen? Ja, du bringst mich zu etwas, was ich machen möchte.

[52:26] Was sagt Jesus? Nach Jerusalem, schließlich eine Demonstration an und kämpfe für das jüdische Grundgesetz. Sagte, dass ihr Lieben, sagt er, dass, wenn er das nicht sagt, warum tun wir das dann?

[52:43] „Wenn dich jemand nötig eine Meile weiß zu gehen, so geh mit ihm zwei.“ Ihr Lieben, ich glaube, niemand von uns, mich eingeschlossen, kann sagen, dass wir in den letzten Wochen, Monaten, Jahren unseres Lebens immer nach diesem Prinzip gehandelt haben. Aber eins können wir heute feststellen.

[52:59] Jesus spricht zu mir, und es spricht zu uns, und auch alle, die das jetzt live oder später zu schauen, werden wir müssen nach der Bergpredigt lesen, leben. Denn Jesus sagt: „Wer diese meine Worte hört und tut, der ist ein Mann, der sein Haus auf den Felsen baut.“ Wenn dann die Stimme kommt, der Endzeit, wenn dann der Regen platzt, wenn dann alles über das Haus kommt, dann bleibt es stehen. Niemand ist auf die Endzeit vorbereitet, nur weil er den Papst identifizieren kann.

[53:25] Wir müssen diese Prinzipien der.

[53:27] Wir müssen diese Prinzipien der Bergpredigt stehen umsetzen, dann sind wir auf die Endzeit vorbereitet.

[53:37] Zum Schluss, der letzte Punkt in Johannes 19. Einen Punkt haben wir noch auf den bisschen anschauen, und dann sind wir am Ende. Johannes 19, und dort Vers 10 und 11. Jesus, gepeinigt und gefoltert für nichts und wieder nichts. Mit der Bevölkerung gezeigt, und die wollen trotzdem, dass er umkommt. In Vers 10 heißt es: Da spricht Pilatus: Ihm redest du nicht mit mir? Weißt du nicht, dass ich Vollmacht habe, dich zu kreuzigen, und Vollmacht habe, dich frei zu lassen?

[54:11] Jetzt achtet auf die Worte Jesu. Jesus antwortete: Du hättest gar keine Vollmacht über mich, wenn sie dir nicht von oben her gegeben wäre. Darum hat der, welcher mich dir ausliefert, größere Schuld. Ob ihr es glaubt oder nicht.

[54:33] Als Jesus vor Pontius Pilatus stand, dem Repräsentanten der römischen Besatzungsmacht, sagte er: Deine Macht, die Obrigkeit, die du hast, ist von Gott gegeben. Kommt das bekannt vor? Dieser Satz, wer sagt auch, dass die Obrigkeit von Gott eingesetzt ist? Paulus schaut man im Römer 13, dort Vers 1 sagt Paulus, der sich das nicht selbst ausdenkt, sondern eher das Beispiel von Jesus vor Augen hat: Jedermann ordne sich den Obrigkeiten unter, die über ihn gesetzt sind. Denn es gibt keine Obrigkeit. Dort steht nicht die meisten Obrigkeiten, weil die einen Käse mögen. Es gibt keine Obrigkeit nicht von Gott wäre. Die bestehenden Obrigkeiten aber sind von Gott eingesetzt.

[55:21] Und ich höre schon den Widerspruch. Ich höre ihn schon, der sagt: Aber Moment mal, was war mit Adolf Hitler?

[55:45] Als Paulus den Römerbrief schreibt, war der Kaiser in Rom Nero. Jetzt die Frage an euch: Hat Gott Nero zum Kaiser gemacht? Oder noch besser gefragt: Wollte Gott, dass Nero Kaiser wird? Dann denkt mal nach. Wollte Gottes Plan, Gott im Himmel, gesagt: Wen könnte ich als nächsten Kaiser? Nero! Wer eine gute Wahl.

[56:17] Das ist der Punkt. Was die Bibel nichts sagt, ist, dass die Regierenden, dirigieren immer Gottes Lieblingswahl sind. Hier steht, dass die Obrigkeit von Gott eingesetzt ist, nicht der Kaiser. Denn es gibt Länder, die haben ja kein Kaiser. Es gibt Länder, die haben eine Demokratie. Es gibt Länder, da regiert einer, eine Monarchie oder sogar eine Diktatur. Es gibt Länder, da regieren einige wenige. Es gibt Länder, da regieren so theoretisch alle. Das ist etwas, was Menschen entscheiden.

[56:59] Was von Gott eingesetzt ist, ist die Amtsautorität, die jede Obrigkeit hat, egal ob sie von einem ausgeübt wird oder von zweien oder von von zehn. Besser erklären und zwar den anderen Beispiel. Wer von euch hat Eltern?

[57:15] Eltern. Okay. Die meisten von den Eltern, was sagt die Bibel über Eltern in den zehn Geboten? Das stand also, sollen wir sie ehren, weil sie gute Eltern sind. Was mache ich dann, wenn ich, wenn ich schlechte Eltern habe? Also, warum ehre ich sie? Weil sie Vater und Mutter sind. Gibt es Eltern, die ihre Rolle besser ausfüllen als andere? Gibt es Eltern, die wirklich gut sind und Eltern, die totale Katastrophe sind? Muss ich als Kind vielleicht dann später, wenn ich erkenne, dass meine Eltern Fehler machen, nicht von diesen Fehlern distanzieren? Und natürlich muss ich wohl nicht von den Fehlern distanzieren, aber soll ich sie trotzdem noch als Eltern in ihrer Funktion als Eltern respektieren?

[58:16] Wer wählt denn in unserem Land die Verantwortungs-Träger? So, dass nicht wir. Um es am Beispiel von Adolf Hitler ganz deutlich zu machen, dass Hitler an die Macht kam, war nicht Gottes Wunsch. Das war der Wunsch der Menschen, oder vieler Menschen, die an ihn gewählt.

[58:40] Aber die Autorität, die Amtsautorität einer Regierung, die der Paulus jetzt beschreibt, Verbrecher zu bestrafen, für die Organisation des Landes zu sorgen, die Steuern zu verwalten, die ist von Gott gegeben.

[58:53] Manche Menschen, manche Regierenden tun das gut. Die wenigsten. Die meisten missbrauchen ihre Funktionen immer noch. Ein Beispiel hat Gott eine Gemeinde ins Leben gerufen. Ja, dann hat er einen Plan mit der Gemeinde. Die Gemeinde ist die Gemeinde zu achten. Ist die Gemeinde auch dann zu achten, wenn sie voller Geschwister sind, die meilenweit davon entfernt sind, das zu tun, was Gott möchte? Sollte man den Geschwistern einfach dann alles imitieren? Nein. Aber die Gemeinde bleibt zu achten.

[59:30] Niemand hat mehr gelitten zur Zeit von Hitler als Jesus und jeder Gläubige. Hätte es schon lange vor der Wahl lesen sollen, was dieser Mann will. Davor warnen sollen. Aber hätte trotzdem seine Steuern zahlen sollen.

[59:51] Mit anderen Worten, Gott fordert von uns, dass wir uns der Obrigkeit unterordnen, so lange es nicht mit seinem Gebot, mit seinen Gesetzen widerspricht. Was passiert, wenn, wie im Fall von Hitler, Menschen verurteilt werden dürfen? Diesen Menschen helfen, denn wir müssen ihnen helfen. Was passiert, wenn im Fall der USA, Sklaven gehalten werden dürfen? Diese Menschen befreit werden. Ja, sie müssen befreit werden. Sünde darf niemals toleriert werden. Sünde muss seinem Namen genannt werden, und Sünde muss abgehakt werden, wenn es soweit wir das können.

[1:00:32] Aber nichts tut, nichtsdestotrotz bleibt der Staat, der Staat. Mal ganz ehrlich, wie viel Jahre gab es in der Weltgeschichte, wo Regierungen wirklich das getan, was Gott wollte? Wie wir danach gehen würden, dass wir nur den guten Regierung untertan sein wollen, dann würde ja auch Römer 13 zur Anwendung kommen. Nein, es ist genau die Einstellung, die Jesus vor Pontius Pilatus hatte.

[1:00:59] Genau diese Einstellung, die Paulus hier möchte. Paulus möchte nicht, dass Christen mit dem Hitlergruß in der Gemeinde stehen. Nein, das möchte er gar nicht. Ganz im Gegenteil, er möchte nicht, dass ein Mensch verehrt wird.

[1:01:08] Er möchte, schaut mal, was er möchte. In Vers 5, Vers 3 bis 5: Denn die Herrscher sind nicht wegen guter Werke zu fürchten, sondern wegen böser. Wenn du dich also vor der Obrigkeit nicht fürchten willst, so tue das Gute, dann wirst du Lob von ihr empfangen. Das ist zumindestens Gottes Plan.

[1:01:22] Leider passiert das nicht immer, denn sie ist Gottes Dienerin zu deinem Besten. Tust du aber Böses, so fürchte dich, denn sie trägt das Schwert nicht umsonst. Gottes Dienerin ist sie, eine Rächerin zum Zorn bricht an dem, der das Böse tut.

[1:01:35] West bis dir wer, wen Gott benutzt hat, um die Israeliten zu strafen. Im einen Zement, die Assyrer, die Babylonier. Als Gott sagte, bleibt in Babel und 70 Jahre lang gab es Menschen, die gesagt haben: Nicht, wir gehen sofort wieder zurück. Gott hat sie dafür getadelt. Nebukadnezar war ein Diener Gottes und gleichzeitig ein Diener Gottes, weil er das ausführte, was wohl für Gott ihn bestimmt hatte. Und gleichzeitig war ein Götzendiener, der noch geklärt werden musste.

[1:02:07] Was war die Haltung von Daniel gegenüber Nebukadnezar? Hat Daniel dem Mann gegenüber gestanden, der viele seiner Landsleute umgebracht, hat den Tempel zerstört, hat alles kaputt gemacht, hat die Stadt im gegenüber.

[1:02:29] So dass Nebukadnezar sich gekehrt hat. Wenn Daniel so vor dem Kaiser stehen konnte und von Darius und Vorkehrungen, nicht, wenn es also vor Kaiser stehen konnte, ohne hier könnten wir da nicht die gleiche Einstellung gegenüber Frau Merkel und Herrn Spahn, Herr Droste und wieder haben, um nur die zu nennen, die ständig in irgendwelchen Videos zugeschickt bekommen. Könnten wir nicht so leben und so handeln, dass.

[1:02:58] Sollten wir mal mit ihnen Kontakt kommen. Diese Menschen sagen werden: Das sind außergewöhnliche Menschen.

[1:03:04] Deswegen sagt Paulus hier in Vers 6: Deshalb zahlte ja auch Steuern, denn sie sind Gottes Diener, die eben dazu beständig tätig sind. Meinte, die römischen Steuern waren gerecht. Wisst ihr, wer reich genug war, um sich davon frei zu kaufen und sich Privilegien erarbeiten konnte, das Steuersystem war schon immer ungerecht.

[1:03:31] Trotzdem müssen wir bezahlen. Das ist jetzt keine Fußnote für alle, die mit den Rundfunkgebühren ein Problem haben.

[1:03:43] Jesus sagte Matthäus 22 über die Story. Kennt die Geschichte, aber wir müssen sie hier noch kurz erwähnen. In Matthäus 22 und dort Vers 15 bis 21. Da gehen die Pharisäer hin und zielten Rat, wie sie ihn in der Rede fangen können. Und sie sandten ihre Jünger, das Amt, den Herodianer.

[1:04:01] Sie sprachen: Meister, wir wissen, dass du wahrhaftig bist und den Weg Gottes sind Wahrheit lässt und auch niemand Rücksicht nimmst, denn du siehst die Personen der Menschen nicht an. Darum sagen uns: Was meinst du? Ist es erlaubt, dem Kaiser die Steuer zu geben oder nicht?

[1:04:13] Dafür Jesus ihre Bosheit erkannte, sprach er: Ihr Heuchler, was versucht ihr mich? Zeigt mir die Steuer-Münze. Er reichten sie ihm einen Denar und spricht zu ihnen: Wes ist dieses Bild und die Aufschrift? Sie antworteten: Des Kaisers.

[1:04:28] Das spricht er zu ihnen: Erkennt es so, gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist. Allen weit sagt er, er erklärte, dass weil sie unter dem Schutz der römischen Macht waren, ob sie das jetzt wollten oder nicht, sie auch dieser Macht die Unterstützung geben sollten, die diese Macht forderte, solange es nicht mit einer höheren Pflicht, also gegenüber Gott, in Konflikt stand.

[1:04:52] Wie ihr sehen könnt, haben wir nicht einen Vers angeschaut, sondern wann immer Jesus mit der Frage des Staates in Konflikt kam, dann immer er damit konfrontiert wurde, hat er eine eindeutig klare Position. Er weiß, vieles im Staat läuft falsch. Er weiß, es gibt viel Unterdrückung. Er möchte, dass die Gemeinde ganz anders ist.

[1:05:16] Aber er sagt ihnen: Leistet keinen Widerstand, sondern erreicht die Herzen. Das ist die konsequente Position von Jesus in allen Punkten. Es muss unsere Position werden.

[1:05:26] Ansonsten sind wir keine echten Christen. Wie endet die Geschichte? Schaut wir in Johannes 14, Johannes 19 und dort Vers 14 und 15. In Johannes 19, und dort Vers 14 und 15 lesen wir: Es war bei Rostock für das Passah, und zwar um die sechste Stunde. Und er sprach zu den Juden: Seht, da ist euer König! Sie aber schrien: Fort, fort, mit ihm! Kreuzige ihn!

[1:06:01] Pilatus spricht: In euren König soll ich kreuzigen? Die obersten Priester antworteten: Wir haben keinen König als nur den Kaiser.

[1:06:08] Das ist der vielleicht unglaublichste Fans in der ganzen Geschichte. Ihr wisst, wie die Juden zu den Römern standen, oder? Wir haben die, was haben die Juden über gedacht? Haben sie gehasst. Aber jetzt passt genau auf, wir sind fast am Ende.

[1:06:23] Diese Juden hatten solch einen Hass auf die Obrigkeit, dass sie irritiert waren, dass Jesus nicht mitgemacht hat. Die Römer, die die Juden waren irritiert über diesen Messias, der gar nicht gegen diese steuereintreibenden Römer vorgegangen ist. Selbst Johannes der Täufer, der größte aller Propheten, hatte damit zeitweise zu kämpfen.

[1:06:44] Und das zeigt uns auch, dass wir keine schlechten Christen sein müssen, um damit mal in Konflikt zu kommen. Selbst Johannes der Täufer konnte sich nicht erklären, warum Jesus nicht in die Römer vorgeht. Diese Juden, die Jesus deswegen ablehnten, weil er nicht gegen den Staat, gegen die, deswegen Jesus auf Distanz hielten, haben so einen Hass auf Jesus entwickelt, dass sie sich am Ende mit den Römern verbunden haben.

[1:07:14] Denn kein Prophet. Aber nach dem, was ich hier lese, mache ich mir große Sorgen über jeden, der jetzt meint, gegen den Staat vorgehen zu müssen und sich ärgert über andere, die auf das Vorbild von Jesus verweisen. Wenn ich diese Geschichte richtig lese, werden alle, die jetzt das Beispiel von Jesus ablehnen und auf eigene Faust gegen den Staat kämpfen, in der Endzeit wahrscheinlich sich eher mit dem Staat gegen die Übrigen verbinden.

[1:07:49] Und deswegen ist das Thema so wichtig und deswegen predige ich, dass euch auch, wenn ihr vielleicht jemand von euch sagt: Aber ich habe keine Worte, ich bin auf das vergeht, mich alles gar nichts an. Dieses Thema kommt, und es sieht so aus, als ob es stärker wird als schwächer.

[1:08:07] Und wenn wir heute alle hier gemeinsam rausgehen und uns entschieden haben, hierzu folgen, wenn ich der glücklichste Mensch auf der Welt.

[1:08:16] Vers 16. Darüber gab er ihnen Jesus, der mit er gekreuzigt werde. Sie nahmen aber Jesus und führten ihn weg.

[1:08:22] Weg. Ist er niemals in der ganzen Weltgeschichte ist irgendjemand so schlecht behandelt worden vom Staat wie Jesus? Niemand ist so ungerecht behandelt worden wie Jesus. Niemand kann sagen, ich bin unschuldig als Jesus und der Staat. Hatten wir schlecht es mit mir gemacht? Das Vorbild von Jesus kann nicht überboten werden.

[1:08:47] Wir können uns nur dem fügen, was hat Jesus gemacht, als er der einzige Mensch wird, er jemals sagen konnte: Ich habe niemals gesagt, habe er war der perfekte Untertan. Einen besseren Bürger hätte sich das römische Reich nicht mal träumen können. Er hat nicht mal das Bürgerrecht, weil das haben sie ihm gegeben. Er war der perfekte Bürger und trotzdem, was haben sie gemacht? Sie haben ihn grundlos ans Kreuz genagelt.

[1:09:08] Und was hat Jesus gemacht? In Lukas 23 lesen wir: Lukas 23 und 33. Und als sie an den Ort kamen, den man Schädelstätte nennt, kreuzigen sie dort ihn und die Übeltäter, den einen zur Rechten, den anderen zur Linken. Jesus aber sprach: Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.

[1:09:37] Sie teilten aber sein Gewand und warfen das Los. Niemals ist jemand ungerechter vom Staat behandelt worden als Jesus. Und Jesus hat für die Verantwortlichen gebetet. Können wir für die Verantwortlichen werden?

[1:09:51] Ich muss mir die Frage stellen. Ich habe im Zuge der Vorbereitung gemerkt, ich bete so gut wie nie für Menschen, die den Staat führen. Ich meine, wenn es hoch kommt, beten wir vielleicht ergibt nicht wahr sein mit den Regierenden, ja, dass die unser Land führen. Hat jemand von euch schon mal für Angela Merkel gebetet und dafür Christian Drosten?

[1:10:21] Wenn wir alle für diese Menschen so viel beten würden, wie wir über sie reden, dann wären wir dem Vorbild Jesu mehr.

[1:10:31] Was sagt die Bibel? Und damit enden jetzt. Müssen wir wirklich, Jesus kommt wieder. Wenn der Charakter Jesu sich in der ganzen Welt zeigt, und der Charakter Jesu, er zeigt sich nicht darin, dass ich nur Bibelverse auswendig kann und immer davon spreche, dass wir so machen.

[1:10:52] Der zeigt sich im realen Leben zum Beispiel gegenüber dem Staat. Es bringt doch gar nichts, wenn wir ständig Charaktervollkommenheit predigen und an ihnen den Staat werden. Wo sind wir denn da Jesus ähnlich geworden? Wir müssen Jesus ähnlich werden, auch in den Dingen, wo wir vielleicht denken: Um, das gefällt mir nicht so. Hatte da müssen wir es eben nicht.

[1:11:12] Dieses Thema hat die allergrößte Endzeit-Konsequenz. Denn die Herrlichkeit Gottes, sein Charakter soll die Erde erleuchten. Gott sehnt sich nach einer weltweiten Adventgemeinde, auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz, wo die Geschwister solch eine Einstellung zum Staat haben, wie Daniel, Diaz, Rabbi, Nemi, Mirja, wie Jesus. Und das andere sagen: Warum? Das ist die eigentliche Position, die man haben müsste.

[1:11:42] Als Jesus starb, gab es Menschen, die das erkannt haben. In 447 lesen wir: Als aber der Hauptmann sah, das was geschah, fürchtete er Gott und sprach: Wahrlich, dieser Mensch war gerecht.

[1:11:56] Ein Herz war erreicht worden, ein Mensch war gerettet worden. Lasst uns, ganz egal, ob wir mit diesem Thema bisher zu kämpfen hatten oder es nur am Rande wahrgenommen haben, lasst uns heute die Entscheidung fällen, in dieser Frage, die uns jetzt bewegt und in der Zukunft noch zunehmen wird, eindeutig die Position einzunehmen, die Jesus gehabt hat. Wir haben gesagt, wir wollen Jesus folgen.

[1:12:25] Von 144.000, dass sie folgen dem Lamm, nach wohin es auch geht. Lasst uns Jesus folgen im Umgang mit einem Staat, der Dinge tut, die wir vielleicht nicht verstehen, die vielleicht sogar verkehrt sind. Wir werden in der Zukunft mit einem Staat zu tun haben, der ganz schlimme Dinge tut, und dann müssen wir den Staat soliden, die Menschen, die den Staat führen, so lieben, wie Jesus.

[1:12:48] Der von euch möchte heute sagen: Ich möchte in dieser Frage Jesus folgen und ihn mir als mein Vorbild nehmen. Es ist euer Wunsch. Amen.


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