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Manuskript: 02_2014_Lektion_13

In dieser Cannstatt Study Hour Lektion 13, „Das ewige Reich Christi und das Gesetz“, wird die Bedeutung des Gesetzes Gottes im Kontext des ewigen Reiches Christi beleuchtet. Der Vortrag beginnt mit der Schöpfung des Menschen im Ebenbild Gottes und seinem ursprünglichen Herrschaftsauftrag, der durch den Sündenfall verloren ging. Es wird erklärt, wie Satan die Herrschaft über die Welt erlangte und wie Gott durch den Samen der Frau einen Rettungsplan für die Menschheit schuf. Der Vortrag thematisiert den fortwährenden Kampf zwischen dem Samen der Schlange und dem Samen der Frau und wie Christus diesen Kampf auf Golgatha entschied. Weiterhin wird die Bedeutung des Reiches Gottes, das bereits im Herzen des Gläubigen beginnt, und das himmlische Bürgerrecht der Nachfolger Christi erläutert. Abschließend wird die Notwendigkeit betont, sich klar für Gott oder den Mammon zu entscheiden und das Gesetz Gottes im Herzen zu tragen, um Teil des ewigen Reiches Gottes zu werden.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2014 Q2: Christus und sein Gesetz

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour. Wir sind im zweiten Quartal 2014 mit unserer spannenden Lektion Christus und sein Gesetz. Diese Woche wollen wir uns beschäftigen mit der Lektion Nummer 13, und damit die letzte für dieses Quartal: Das ewige Reich Christi und das Gesetz. Und was es damit auf sich hat, wollen wir gleich gemeinsam von Text für Text studieren.

[0:41] Vorher möchte ich euch einladen, mit mir zu beten. Unser lieber Vater, wir danken dir dafür, dass wir die Möglichkeit haben, in deinem Wort zu studieren, dass wir die Möglichkeit haben, Stück für Stück immer mehr dich kennenzulernen. Wir möchten dich bitten, Herr, dass dein Heiliger Geist unsere Herzen erfüllt, damit wir wirklich dein Wort aufnehmen können, damit wir erkennen können, Herr, was du uns sagen möchtest mit dieser Lektion. Ich habe Dank dafür, im Namen des Herrn Jesus Christus. Amen.

[1:03] Das ewige Reich Gottes und das Gesetz, darum geht es. Und wir wollen am Anfang dieses Lektionsthemas auch einen Anfang der Bibel springen und im ersten Buch Mose uns einen Text angucken. Im ersten Buch Mose, wie alles begann. Wir sind gleich auch in Kapitel 1. 1. Mose, Kapitel 1. Und hier schauen wir uns die Verse 26 und 27 an. Und Gott sprach: „Lasst uns Menschen machen, nach unserem Bild, uns ähnlich. Sie sollen herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde und über alles Gewürm, das auf der Erde kriecht.“ Und Gott schuf den Menschen in seinem Bild. Im Bild Gottes schuf er ihn, als Mann und Frau schuf er sie.

[1:51] Und in Vers 28 heißt es: „Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über alles Lebendige, das sich regt auf der Erde.“ Die Idee: Gott erschafft hier den Menschen und erschafft den Menschen in seinem Ebenbilde. Das haben viele Leute drüber nachgedacht, was kann das bedeuten, im Ebenbild Gottes geschaffen zu sein. Aber vor allem: Gott sieht uns ähnlich und auch von seinem Charakterwesen ist er den Menschen ähnlich gestaltet, wie Gott selber ist. Gott selber ist ein Schöpfer und der Mensch wurde geschaffen als ein Schöpfer. Der Mensch hat schöpferische Gedanken, der Mensch ist ein Erfinder, er muss was hervorbringen, er muss was gestalten, was machen. So wie Gott selber Schöpfer ist, war es auch der Mensch. Und wie Gott König ist und König der Könige ist und regiert über sein Weltall, so setzt er hier den Menschen ein mit dem Plan: Er soll herrschen über das, was Gott hier auf der Welt schafft. Also über die Tiere, über die Vögel steht hier, über die Fische im Meer, über alles, was geschaffen wird. Der Mensch wird eingesetzt zum Herrscher über diese ganzen Dinge.

[3:05] Herrschen, interessanterweise, heißt hier nicht unterdrücken oder Tyrannei ausüben, sondern Herrschen meint hier, die Dinge zu pflegen, Dinge zu bewahren, sich um diese Dinge zu kümmern. Der Mensch wird hier dafür eingesetzt und so war der Mensch der Herrscher dieser Welt. Diesen Status sollte der Mensch auch so lange behalten, wie er von Gott abhängig ist, wie der König der Erde, der Mensch in dem Fall, vom König der Könige abhängig wird. Doch zu einem Zeitpunkt in der Geschichte, und wir wissen es, in 1. Mose 3 ist es beschrieben, dass es kam in Eden, dass die Schlange die Menschheit verführte, dass Satan die Menschen verführte, gegen Gottes Wort zu handeln. Also, dass sich der König dieser Welt nicht mehr dem König der Könige unterordnet, dass der Mensch sich nicht mehr auf das Wort Gottes hört, sondern durch diese Verführung, die wir lesen im 1. Mose 3, hat der Mensch sich plötzlich dem Wort Satans untergeordnet. Er sagt: „Esst ruhig davon, ihr werdet sein wie Gott, ihr werdet das Gute und das Böse erkennen, ihr werdet keinesfalls sterben.“

[4:11] Und der Mensch hatte die Wahl: auf das Wort Gottes zu vertrauen, er sagt: „Esst nicht von dem Baum“ oder sich dem Wort Satans unterzuordnen. Er sagt: „Esst von dem Baum, es wird euch besser gehen als vorher.“ Und der Mensch lässt sich auf diesen Schachzug Satans ein und verliert damit seine Herrschaft. Vorher war er Gott unterstellt, jetzt ist er plötzlich Satan unterstellt und verliert seine Herrschaft an den späteren Fürsten dieser Welt, der jetzt die Herrschaft übernimmt und auf der ganzen Welt breitet sich jetzt Satans Reich aus. Die ganze Welt fällt plötzlich unter die Sünde. Alles wird plötzlich nicht mehr so, wie Gott es gemacht hat am Anfang. Alles geht kaputt. Der Mensch verlor seine Macht, sein Herrschaftstum an Satan.

[4:54] Später lesen wir, das wurde in der Lektion auch beschrieben, in Hiob, hier vom ersten Kapitel, wie die Söhne Gottes zusammenkommen und unter ihnen war auch der Satan. Wie also die Herrscher zusammenkommen und unter ihnen war auch Satan als Stellvertreter, als Repräsentant für die Erde. Und so hat Satan die Macht übernommen. Die Bibel gibt ihm sogar einen Titel. Abgesehen von „Fürst dieser Welt“, ist eine spannende Bezeichnung im 2. Korinther 4, Vers 4. Im 2. Korinther 4 und hier Vers 4. Wir lesen ab Vers 3. 2. Korinther 4, Vers 3: „Wenn aber unser Evangelium verhüllt ist, so ist es bei denen verhüllt, die verloren gehen. Bei den Ungläubigen, denen der Gott dieser Weltzeit die Sinne verblendet hat, so dass ihnen das helle Licht des Evangeliums von der Herrlichkeit des Christus nicht aufleuchtet, welcher Gott es ebenbildet.“ Das Evangelium ist verloren, schreibt Paulus hier, bei den Leuten, denen der Gott dieser Weltzeit die Sinne verblendet hat. Der Gott dieser Weltzeit hat die Sinne schon von Eva damals verblendet, dass sie diese Frucht als gut ansah, dass sie sie begehrenswert fand, dass sie sie nahm, dass sie sie aß, dass sie sie weitergab. Und das ist der Gott dieser Weltzeit. Satan hat der Eva etwas schmackhaft gemacht, was eigentlich ihren Tod gefordert hat. Und hier wird der Gott dieser Weltzeit genannt, also der Überregent dieser Zeitspanne auf dieser Erde. Satan hat die Macht ergriffen.

[6:26] Jetzt hat Gott aber von Anfang an, weil er wusste, dass Satan diese Macht an sich greift und dass Satan der Herrscher dieser Erde wird, hat er einen Plan gehabt. Und auch im ersten Mose lesen wir hier ab Kapitel 3, Vers 14. Hier spricht Gott zu Satan, also zu der Schlange: „Weil du dies getan hast, so sollst du verflucht sein, mehr als alles Vieh und mehr als alle Tiere des Feldes. Auf deinem Bauch sollst du kriechen und Staub sollst du fressen dein Leben lang. Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen. Er wird dir den Kopf zertreten und du wirst ihn in die Ferse stechen.“

[7:13] Die Idee hier hinter ist, dass Gott gleich einen Rettungsplan für die Menschen hat. Dieser Rettungsplan sieht so aus, dass er sagt: Ich werde Feindschaft setzen zwischen dem Samen der Schlange und zwischen dem Samen der Frau. Der Samen der Frau, das ist nicht schwer zu erraten, ist Jesus Christus, der später herauskommt. Aber der Samen der Schlange, wer ist der Samen der Schlange, zwischen dem hier Feindschaft gesetzt wird? Wer sind diese beiden Kontrahenten? Wer kämpft hier eigentlich gegen Jesus Christus, der Samen der Schlange? Den gucken wir uns mal an in Matthäus 3, Vers 7.

[7:46] In Matthäus 3, Vers 7. Hier lesen wir die Geschichte von Johannes dem Täufer. Er verkündete nun, dass Christus kommt, und er rief die Menschen auf, Buße zu tun, umzukehren, ihr Leben zu verändern. Nun zu einer Zeit kamen einige Pharisäer und Sadduzäer in Jordan und wollten sich taufen lassen. Und es heißt in 3, Vers 7: „Als aber viele von den Pharisäern und Sadduzäern zu seiner Taufe kommen, sprach er zu ihnen: Schlangenbrut! Wer hat euch eingeredet, ihr könntet dem zukünftigen Zorn entfliehen? So bringt nun Früchte, die der Buße würdig sind. Und denkt nicht, bei euch selbst sagen zu können: Wir haben Abraham zum Vater! Denn ich sage euch: Gott vermag dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken.“

[8:46] Er nennt die Leute hier Schlangenbrut, also Schlangenbrut, sozusagen die Nachkommen oder der Samen der Schlange. Und er bezeichnet hier Pharisäer und Sadduzäer als Schlangenbrut, also Menschen, die heuchlerisch sind, die selbstgerecht sind, die sich sozusagen für gerettet halten, die sich für gerecht halten, die glauben aus ihrer eigenen Kraft, aus dem, was sie leisten, was sie darstellen vor der Welt, gerecht zu sein und zu den Geretteten zu zählen, zu Abrahams Samen zu gehören. Also eine heuchlerische Vorstellung, Selbstgerechtigkeit, das, was Satan ja auch in sich verkörpert, die Schlange, Selbstgerechtigkeit, Selbstherrlichkeit: Ich bin von niemandem abhängig, ich gehe meinen Weg selber. Diese Schlangenbrut sollte nun kämpfen gegen den Samen der Schlange, die selbstgerechte Welt gegen den Samen der Frau, gegen Jesus Christus.

[9:38] Und dieser Kampf wurde ausgetragen. Wir haben gelesen in ersten Mose 3, dass es heißt: „Er wird dir in die Ferse stechen, aber du wirst ihm den Kopf zertreten.“ Und hat Satan Christus in die Ferse gestochen? Hat Christus dem Satan den Kopf zertreten? Ja, hat er. Auf Golgatha ist es passiert.

[9:55] Als auf Golgatha Christus gekreuzigt wurde, wurden ihm die Fersen durchstochen, er wurde ans Kreuz geschlagen. Aber hat er dem Satan den Kopf zertreten? Stand er auf dem Kopf? Ja, Golgatha ist die Schädelstätte. Als Christus erhöht wurde auf der Schädelstätte, stand er auf dem Kopf Satans, symbolisch. Er hat die Sünde aus der Welt rausradiert, er hat das getragen, was die Menschheit nicht tragen konnte. Er hat die Sünde der Welt auf sich genommen, er hat Satans Macht vernichtet. Zu dem Zeitpunkt hat der Same der Frau den Samen der Schlange besiegt. Der Kampf ist noch fortwährend, den Kampf haben wir auch heute noch, aber der Sieg ist schon bei Christus.

[10:47] Deswegen war das Satan auch so ein großes Anliegen. Wir kennen das aus Matthäus 4, am Anfang des Weges von Christus, lange bevor Christus gekreuzigt wurde, dreieinhalb Jahre vorher, versucht Satan Christus zu verführen. Wir lesen es in Matthäus 4, hier kennen wir es, das sind die Verse 8 und 9 sind es. Es ist wiederum, nimmt ihn der Teufel mit auf einen sehr hohen Berg und zeigt ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit und spricht zu ihm: „Dieses alles will ich dir geben, wenn du niederfällst und mich anbetest.“

[11:18] Satan wollte Jesus Christus auf seine Seite ziehen. Er wollte, dass er angebetet wird, das wollte Satan von Anfang an. In Jesaja lesen wir, er wollte sich wie Sterne des Himmels erheben, er wollte der Oberste sein, er wollte seinen Thron in den äußersten Norden stellen, er wollte höher sein als die Engel, er wollte angebetet werden. Und die Idee verfolgte er auch heute noch. Satan möchte angebetet werden und nun kommt er zu Jesus Christus und sagt: „Weißt du was, ich gebe dir alle Reiche der Welt.“ Hätte er das machen können? Ja, er war der Herrscher dieser Weltzeit, oder die Bibel sagt, Paulus sagt, er war der Gott dieser Weltzeit. Das heißt, er hätte Christus diese ganzen Sachen geben können. Er forderte aber, dass Christus vor ihm niederfällt. Und Christus begegnet ihm in Vers 10: „Weiche, Satan! Denn es steht geschrieben: Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen.“ Er sagt: Ich bete dich nicht an, ich halte mich an das Wort Gottes. Und Satan muss nun von ihm weichen. Die Engel dienen ihm, heißt es dann weiter in der Geschichte.

[12:16] Satan hat versucht, seinen Herrschaftsbereich einzutauschen gegen die Anbetung. Satan möchte um jeden Preis angebetet werden. Aber wie wir die in der Geschichte weitergesehen haben, später auf Golgatha, hat Christus den Satan dann besiegt.

[12:26] Das ewige Reich Gottes, auf dieser Welt ein riesen Streitpunkt, weil die Welt erst zum Reich Gottes gehörte, dann unter Satans Herrschaft fiel und nun drunter und drüber geht die Sünde, um sich greift und eine Art Tohuwabohu entsteht, ein Durcheinander, von dem Durcheinanderwerfer verursacht. Nun, wenn diese Welt der Herrschaftsbereich Satans ist, also von einem gefallenen Fürsten, dann ist es interessant, dass auf dieser gefallenen Welt auch trotzdem das Reich Gottes schon beginnen kann.

[13:06] Wir schauen hierfür in Hebräer 11 und schauen uns an, was Paulus hier über Abraham schreibt. Hebräer 11. Denn Abraham, ohne Zweifel, das ist hier nicht zu vergeistlichen. Abraham lebte auf dieser Welt und wandelte auf dieser Welt, wie viele andere mit ihm. Und Vers, also Hebräer 11, Vers 8 bis 10 lesen wir: „Durch Glauben gehorchte Abraham, als er berufen wurde, nach dem Ort auszuziehen, den er als Erbteil empfangen sollte. Und er zog aus, ohne zu wissen, wohin er kommen werde. Durch Glauben hielt er sich in dem Land der Verheißung auf, wie in einem Fremden, und wohnte in Zelten mit Isaak und Jakob, den Miterben derselben Verheißung. Denn er wartete auf die Stadt, welche die Grundfesten hat, deren Baumeister und Schöpfer Gott ist.“

[13:56] Und das ist interessant, dass Abraham zwar in diesem Land der Verheißung lebte, aber sich auffiel, wie in einem fremden Land. Denn er wusste, es kommt was anderes. Er wusste, ich warte auf die Stadt, die da kommen soll, auf die Verheißung Gottes. Ich möchte wieder in Gottes Herrschaft leben. Auf dieser Welt habe ich nichts, woran ich mich festhalten kann. Auf dieser Welt möchte ich keine Wurzeln schlagen. Denn diese Welt wird vergehen mit allem, was drauf ist. Und das sind die schönsten Sachen, die größten Versuchungen, die werden alle im Feuer vergehen. Und Abraham wusste das. Und deswegen hat er auf dieser Welt 175 Jahre lang, nicht ganz, er ist irgendwann ausgezogen aus Ur, aber in der Zeit seines Lebens hat er keine feste Stadt hier gehabt. Er hat sich keinen Wohnort gebaut. Er hat in Zelten gelebt, Zeit seines Lebens. Und es war ein großes Symbol dafür: Ich möchte hier nicht bleiben, ich warte auf was anderes. Ich bin hier nur Gast, ich bin hier zu Besuch. Meine Stadt ist im Himmel.

[14:43] Was uns auch Paulus schreibt im Brief an die Philipper. Im Brief an die Philipper, Kapitel 3, Vers 20, schreibt Paulus: „Unser Bürgerrecht aber ist im Himmel, von woher wir auch den Herrn Jesus Christus erwarten als den Retter.“ Auch Paulus lebte wie Abraham. Er sagt: Mein Bürgerrecht ist im Himmel. Paulus war Jude und er war auch Römer. Aber er sagt: Mein Bürgerrecht ist im Himmel. Und vielleicht, ich weiß nicht, woher du kommst, der gerade zuschaust, vielleicht bist du wie ich ein deutscher Staatsbürger. Aber dann kann ich dir sagen: Egal, ob du Deutscher bist oder Europäer oder ob du zu dieser Welt gehörst, sobald du Christus annimmst, gehörst du zum Reich Gottes. Gehörst du, ist dein Bürgerrecht im Himmel.

[15:27] Wir lesen in Lukas 17, Lukas 17, Vers 21. Wir fangen bei Vers 20 an, das erklärt es ein bisschen. 17, Vers 20 und 21: „Als er, also Jesus, von den Pharisäern gefragt wurde, wann das Reich Gottes komme, antwortete er ihnen und sprach: Das Reich Gottes kommt nicht so, dass man es beobachten könnte. Man wird nicht sagen: Siehe hier! oder: Siehe dort! Denn siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch.“

[16:09] Je nach Übersetzung steht hier: es ist mitten unter euch oder es ist inwendig in euch. Es ist mitten unter euch. Das Reich Gottes fängt hier an. Wenn du Christus nachfolgst, dann fängt das Reich Gottes in dir an. Gottes Herrschaftsbereich zieht in dein Herz ein. Und wenn eine ganze Gemeinde Gott nachfolgt, dann merkt man unter den Geschwistern schon die Prinzipien des Reiches Gottes. Liebe herrscht zwischen den Menschen. Einer versucht nicht höher zu sein als der andere. Man versucht sie nicht gegenseitig zu unterdrücken. Es wird ein Leben der Heiligung angestrebt und das ist das Reich Gottes, das wir hier schon sehen können. Das ist das, was auch ein Zeugnis ist für die Menschen, die in unsere Gemeinden kommen oder die euer Leben sehen. Sie sehen das Reich Gottes schon in euch. Und so kann das Reich Gottes, die Herrlichkeit Gottes in dieser finsteren Welt schon erkannt werden, weil sie hier schon existiert. Das Reich Gottes kommt nicht mit einem großen Knall, mit einem großen Special-Effekt. Das Reich Gottes fängt in euch an, fängt in unseren Gemeinden an, fängt hier auf der Welt an, Stück für Stück.

[17:18] Ebenfalls Paulus schreibt in Kolosser 1 und wir lesen die Verse 13 und 14. Kolosser 1, Verse 13 und 14: „Er hat uns errettet aus der Herrschaft der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe, indem wir die Erlösung haben durch sein Blut, die Vergebung der Sünden.“ Paulus sagt: Er hat uns schon versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe. Das heißt, das hat Paulus geschrieben, als er natürlich noch hier auf der Welt war. Er sagt: Er hat mich schon versetzt in das Reich seiner Liebe, wie er schon an die Philipper geschrieben hat: Mein Bürgerrecht ist im Himmel. Das heißt, ich gehöre schon längst dazu. Ich lebe hier und ich führe den Auftrag Gottes aus und solange wie ich hier bin, wie ich auf dieser Welt bin, werde ich arbeiten im Weinberg des Herrn. Aber mein Bürgerrecht ist im Himmel. Ich bin hier nur zur Arbeit.

[18:15] Und weil Paulus so fest davon überzeugt war, sagt er sogar in Philipper 1, 21: „In Christus Jesus ist mein Leben, Sterben ist mein Gewinn.“ Ich bin hier zur Arbeit, selbst der Tod würde mir ein Gewinn sein. Selbst wenn die Leute mich umbringen, dann würde ich zur Ruhe gelegt werden und im nächsten Moment wäre ich zu Hause. Wenn Christus wiederkommt, wird er mich mit all den anderen Heiligen holen und wir werden in sein Reich einziehen. Paulus wusste, wo er hingehört. Er wusste, dass er eines Tages nach Hause kommt. Und ich finde das so schön. Ich wünsche mir diesen Glauben bei allen unseren Geschwistern, bei dir, bei mir, bei allen unseren Gemeinden, dass wir sagen: Wir wissen, wo unser Zuhause ist und wir leben in der Ordnung und in den Satzungen, in dem Gesetz unserer Heimat. Ich habe ein Bürgerrecht und ich halte mich an das Gesetz, das da gilt. Und es ist egal, ob ich hier in einem fremden Land lebe wie Abraham oder wie Paulus. Ich lebe hier, weil ich hänge in den Gesetzen meines Königs im Himmel. Und die möchte ich leben. Ich möchte, dass diese Gesetze immer im Herzen sind, damit die Menschen in mir das Gesetz Gottes sehen können, damit die Menschen in meinem Leben das Reich Gottes sehen können. Also als lebendiges Zeugnis fungieren für das ewige Reich Gottes, in dem dieses Gesetz gelten wird. Das Gesetz, das Gott hier schon in der Bibel in zehn Geboten ausgedrückt hat.

[19:37] Gott legt jedem Menschen diesen Weg vor. Wir lesen im fünften Buch Mose, und zwar im Kapitel 30. 5. Mose, Kapitel 30, Verse 19 und 20. Hier heißt es: „Ich nehme heute Himmel und Erde gegen euch zu Zeugen. Ich habe euch Leben und Tod, Segen und Fluch vorgelegt. So erwähle nun das Leben, damit du lebst, du und dein Same, indem du den Herrn, deinen Gott, liebst, seiner Stimme gehorchst und ihm anhängst. Denn das ist dein Leben und bedeutet Verlängerung deiner Tage, die du zubringen darfst in dem Land, das der Herr deinen Vätern Abraham, Isaak und Jakob zu geben geschworen hat.“

[20:28] Gott fleht hier an und sagt, dass du doch das Leben ergreifst. Du hast beide Wege hier. Du hast das Leben und du hast den Tod. Symbolisch, du hast den Baum des Lebens und du hast den Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen, dass du doch zur Frucht des Baumes das Leben greifst. Aber Gott legt den Menschen beide Wege vor. Genau das hat er gemacht bei Adam und Eva im Garten. Er hat beide Wege hingestellt, hat den Menschen aber gesagt: Hier sind beide Wege, nimm doch den. Also ess doch nicht von der Frucht dieses Baumes, geh doch den anderen Weg. Das macht Gott auch mit uns. Er legt uns auch beide Wege hin. Wir dürfen wählen, welchen wir gehen wollen, welchen Weg. Aber Gott bittet, dass du doch diesen Weg nimmst, dass du doch den guten Weg nimmst. Und Gott zu lieben ist eigentlich die Entscheidung, um die es hier geht. Denn das ist, was wir gelesen haben: „indem du deinen Gott, indem du den Herrn, deinen Gott, liebst, seiner Stimme gehorchst und so weiter.“

[21:28] Also Gott zu lieben ist die Entscheidung, die die Menschen treffen müssen. Gott zu lieben meint aber nach 1. Johannes 5, 3: „Das aber ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten, und sie sind nicht schwer.“ Die Liebe zu Gott drückt sich also im Halten seiner Gebote aus. Und das ist seit jeher so. Menschen, die die Liebe zu Gott haben, die wollen eins werden mit Gott. Die wollen ein Geist sein mit ihrem Herrn. Und dieser Geist wird in den Herzen verursachen, dass das Gesetz Gottes in den Herzen steht. Und durch diese Gesetze im Herzen wird klar, zu wem wir gehören. An diesen Gesetzen im Herzen wird jeder Mensch erkennen, dass wir Gottes Kinder sind. Heute schon und auch wenn die Welt, wie die Bibel sagt, immer weiter in Abfall geht. Wenn es immer weiter bergab geht mit der Welt, werden die Menschen an dem Gesetz in euren Herzen erkennen können, dass ihr zu eurem Vater im Himmel gehört und dass euer Bürgerrecht da ist und dass ihr eines Tages auch da sein werdet. Auch wenn ihr heute noch in der Fremde lebt, ist euer Bürgerrecht doch schon im Himmel.

[22:31] In Matthäus 6, Vers 24, das ist die Bergpredigt. Matthäus 6, Vers 24, sagt Jesus: „Niemand kann zwei Herren dienen, denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird dem einen anhängen und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.“ Ihr könnt nicht den weltlichen Interessen hinterhergehen und gleichzeitig Christen sein. Der Mammon ist das, was die Menschen hier verführt. Der Mammon ist das Geld, die wirtschaftlichen Interessen, das, was den Menschen hier an die Welt bindet. Der Mammon. Ihr könnt nicht dem Mammon dienen und Gott.

[23:12] Wie viele Christen haben das versucht in der Vergangenheit? Wie viele Christen haben versucht, diese Grätsche zu machen zwischen Gott und dem Mammon, die Jesus Christus sagt: Es geht nicht. Wenn ihr das eine haben wollt, müsst ihr das andere loslassen. Und es heißt sogar in der Geschichte vom reichen Jüngling, dass Jesus Christus hier sagt, wie schwer es doch ist, dass ein Reicher in das Reich der Himmel kommt. Wenn du zwischen dieser Entscheidung stehst: Was nimmst du an? Gott oder den Mammon? Nimmst du die Frucht des Lebens oder nimmst du die Frucht der Erkenntnis des Guten und des Bösen? Und Jesus sagt: Wir können nicht zwei Herren dienen. Unser Leben muss feilgerade ausgerichtet sein auf Gott. Was Gott uns geben wird, das sollen wir auch für ihn einsetzen. Und er verspricht, er wird uns versorgen. Und hier ist Glaube gefragt. Ob wir wirklich glauben, dass, wenn wir das machen, dass Gott wirklich nach seiner Verheißung wahr macht, indem er sagt: Sorgt euch nicht, ich kümmere mich um euch. Indem wir wirklich da, wo wir sehen, wir sind gebunden an die Welt, wir sind verwurzelt in der Welt, wir sind gefesselt an die Welt, ob wir diese Dinge wirklich aufgeben können. Und egal, was es ist, das kann unser Beruf sein, der uns vielleicht unser tägliches Brot gibt, wenn wir das glauben. Das kann ein Freundeskreis sein, das kann sogar unsere Familie sein, die uns vielleicht festhält, uns zwingt, irgendwas zu tun. Oder wir glauben in bester Absicht, irgendwas zu tun, aber es hält uns ab von Gott. Hier sagt Jesus: Ihr könnt nicht zwei Herren dienen. Trefft eine klare Entscheidung, folgt eurem Herrn.

[24:43] Wir lesen hierzu eine Geschichte in Erster Könige 17. Erster Könige 18. Wir lesen ab Vers 17. Hier ist eine Szene, wo Elia, der Prophet Gottes, auf dem Berg Karmel steht und mit den Baal-Propheten eine Auseinandersetzung hat. Die Baal-Propheten haben das ganze Volk verführt und Elia tritt nun auf und ruft das Volk, genau wie Johannes der Täufer, zu einer Entscheidung auf. Johannes der Täufer hat gesagt: Tut Buße und kehrt euch um. Das hat später übrigens auch Petrus gesagt: Tut Buße, denn jeder von euch lasse sich taufen. Und auch Elia ermahnt das Volk, sie sollen doch Buße tun. Sie sollen sich doch entscheiden, ob sie Gott dienen oder den Mammon, ob sie Gott dienen oder dem Baal.

[25:53] Wir lesen ab Vers 17: „Und als Ahab, der König damals, als Ahab den Elia sah, sprach Ahab zu ihm: Bist du da, der Israel ins Unglück bringt? Er aber sprach: Nicht ich bringe Israel ins Unglück, sondern du und das Haus deines Vaters, weil ihr die Gebote des Herrn verlassen habt und du den Baal nachgefolgt bist.“ Elia sagt: Ihr bringt das Volk ins Unglück, weil ihr die Gebote des Herrn vernachlässigt habt, weil ihr dem Baal nachgefolgt seid, die Gebote des Herrn vernachlässigt. Sie haben den Herrn verlassen.

[26:28] Vers 19: „Wohlan, so sende nun hin und versammle zu mir ganz Israel auf den Berg Karmel, dazu die 450 Propheten des Baal und die 400 Propheten der Aschera, die am Tisch der Isebel essen.“ So sandte Ahab Boten zu allen Kindern Israels und versammelte die Propheten auf den Berg Karmel. Hier ist davon berichtet, dass Ahab die Propheten versammelt. Das sind natürlich die Baal-Propheten gemeint, denn Elia war der letzte da im Land, der letzte Prophet, der darauf gesprochen hat. Elia stand für Gott und 450 Baal-Propheten standen für den Mammon, für den Götzendienst, für den Abfall im Volk.

[27:01] Jetzt heißt es in Vers 21: „Also das ganze Volk war jetzt versammelt. Da trat Elia vor das ganze Volk und sprach: Wie lange wollt ihr auf beiden Seiten hinken? Ist der Herr Gott, so folgt ihm nach. Ist es aber Baal, so folgt ihm.“ Elia macht einen Aufruf und sagt: Ihr müsst euch entscheiden, ihr könnt nicht zwei Göttern dienen. Damals war in Israel so eine Vermischung der Religionen. Sie haben irgendwie Baal gedient und sie haben irgendwie auch ihrem Gott gedient und es war eher so eine Art, ich würde es vielleicht als Jafé-Kult bezeichnen. Sie haben den einen Gott gehabt, aber haben daneben noch andere Götter gehabt, Aschera und Baal und wie sie alle damals geheißen haben. Sie haben sich mehreren Göttern zugewandt. Gott, Gott der Herr, der lebendige Gott war nicht der einzige Gott. Sie hatten jede Menge tote Götter dazu und Elia spricht nun und fordert das Volk auf und sagt: Ihr müsst euch entscheiden, ihr müsst eine Entscheidung treffen. Entweder ihr folgt ganz Baal, dann geht diesen Weg, nehmt von dem Baum der Erkenntnis des Guten das Böse, oder folgt Gott, nehmt die Frucht des Lebens. Aber es ist eure Wahl. Wenn ihr Gott folgt, bleibt in seinen Geboten. Seine Gebote sind ewig. Ihr habt sie verlassen. Wenn ihr Gott folgt, ich rufe euch heute dazu auf. Genauso wie Gott sagt: Ich lege vor euch den Weg des Lebens und den Weg des Todes. Ach, dass du doch diesen wählst. Und Elia macht den gleichen Aufruf.

[28:21] Und dieser gleiche Aufruf, der geht auch an unser Herz. Wo stehen wir im Leben? Welche Wege haben wir? Folgen wir Gott wirklich? Sind wir wirklich sein berufenes Volk? Sagen wir, folgen dem Herrn, wohin er auch geht und geben dafür die Dinge auf, die uns fesseln. Das Volk gibt die wahrscheinlich traurigste Antwort. In Vers 21, der letzte Teil: „Und das Volk erwiderte ihm kein Wort.“ Das Volk stand und hat nichts dazu gesagt. Da kommt der große Aufruf von Elia: Ihr müsst euch entscheiden für Gott oder für den Götzendienst. Das Volk traut sich keine Entscheidung zu fällen. Es wartet ab. Es erwidert kein Wort. Und wie oft ist es heute so, wenn Menschen vor dieser Entscheidung gestellt werden? Tut Buße und ändert euch. Geht einen geraden Weg. Versucht nicht mit einem Bein in der Welt zu stehen, mit dem anderen Bein Christ zu sein. Und wann hört das? Denkt kurz drüber nach und sagt: Na gut, da und da und da folge ich Gott nicht, obwohl ich es eigentlich will. Okay, kann nicht so schlimm sein. Aber hinkend werden wir in das Reich Gottes niemals hineinkommen. Wir müssen einen geraden Weg gehen. Das ist das, was Elia hier, wozu er auffordert, wozu auch später Johannes der Täufer auffordert. Diesen geraden Weg zu gehen, nicht zu hinken. Und das Volk erwidert nichts.

[29:36] Wie oft hast du den Aufruf schon gehört? Wie oft hat dich das Wort Gottes schon dahin gebracht, dass du bewegt wurdest in deinem Herzen, einen Weg aufzugeben, einen anderen Weg zu gehen, vielleicht einen Beruf aufzugeben, vielleicht ein Hobby aufzugeben, was auch immer. Wie oft gab es diesen Ruf schon in deinem Herzen und wie oft hast du dazu geschwiegen? Gott sagt: Ich lege vor, ich wähle doch den Weg des Lebens. Und das ist ganz entscheidend, wenn wir als Christen im Gesetz Gottes leben wollen, dass wir die Dinge aufgeben, die uns festhalten.

[30:09] Wir schauen ein bisschen weiter. Erster Korinther 6 lesen wir. Erster Korinther 6, 9 bis 11. Und hier sehen wir, dass es Paulus sehr, sehr ernst ist. Wir haben diesen Vers schon in der letzten Woche behandelt. Wir schauen ihn trotzdem nochmal an, weil das Thema wichtig ist. Erster Korinther 6, Vers 9 bis 11: „Paulus sagt hier: Wisst ihr denn nicht, dass Ungerechte das Reich Gottes nicht erben werden? Irrt euch nicht! Weder Unsüchtige, noch Götzendiener, weder Ehebrecher, noch Weichlinge, noch Knabenschänder, weder Diebe, noch Habsüchtige, noch Trunkenbolde, noch Lästerer, noch Räuber werden das Reich Gottes erben.“

[30:51] Er sagt: Irrt euch nicht, auch wenn Menschen das sagen. Gott wird über alles hinwegsehen. Er wird über alles den Mantel decken. Er wird euch die Leinwand der Gerechtigkeit anziehen, wenn ihr auch Trunkenbolde und Mörder und Ehebrecher und Unsüchtige und Weichlinge und was auch immer seid. Paulus sagt: Irrt euch nicht, wisst ihr denn nicht, dass es so nicht ist? Wisst ihr nicht, dass so ein Charakter in das Reich Gottes nicht hineinkommen kann? Der Charakter, der in Gottes Reich kommt, hat das Gesetz Gottes im Herzen.

[31:26] Und alle Welt, wir haben das in unserer Lektion auch betrachtet, in Jakobus 2, dass auch wir, die wir zu Christus gehören, am Gesetz gemessen werden. Das Gesetz, der Maßstab ist, der alles misst. Hier können wir gucken: Sind wir gerecht oder ungerecht? Wir gucken in das Gesetz hinein, was den Charakter Gottes widerspiegelt. Und schauen: Ist dieser Charakter in mir drin? Und wenn nicht, habe ich die Möglichkeit zu Gott zu kommen und sagen: Bitte verändere das in mir. Und auf dein Wort, weil du es verheißt, möchte ich neue Wege gehen. Ich möchte neue Wege gehen, von denen ich noch nicht weiß, wo sie hinführen. Ich habe nur deine Verheißung, dass du mein Leben retten wirst, dass du dich um mich sorgen wirst. Auf diese Verheißung hin gehe ich einen neuen Weg. Weil ich in das Gesetz hineingucke, der Maßstab, an dem die ganze Welt gemessen wird.

[32:15] Nun, wir schauen in Offenbarung. Offenbarung 22, ganz hinten, letztes Kapitel der Bibel. Offenbarung 22, Vers 14 und 15. Hier wird gezeigt, wer ein Anrecht an dem Baum des Lebens hat, an der Frucht des Lebens, an dem Weg des Lebens, an Christus. Offenbarung 22, Vers 14: „Glückselig sind die, die seine Gebote tun, damit sie Anrecht haben an den Baum des Lebens und durch die Tore in die Stadt eingehen können.“

[32:50] Johannes sagt hier: Glückselig sind diejenigen, die seine Gebote tun. Denn sie haben Anteil an dem Baum des Lebens. Das sind die, die den guten Weg gehen. Gott hat beide Wege vorgelegt. Den guten Weg gehen die, die seine Gebote tun. Draußen aber sind die Hunde und die Zauberer und die Unzüchtigen und die Mörder und die Götzendiener und jeder, der die Lüge liebt und tut. Hunde sind unreine Tiere. Draußen sind die, die unrein sind. Draußen sind die, die nicht im Gesetz Gottes sind. Das sind die Leute, die von dem Erbe der neuen Welt nichts haben werden.

[33:27] Es ist der Menschheit zugesagt und jeder kann es ergreifen, denn Gott legt jedem den Weg hin. Aber wir haben nur so lange Zeit, wie wir hier auf der Welt leben, zu sagen: Ich ergreife es oder ich trenne mich davon. Und vielleicht an dieser Stelle sei gesagt: Mach nicht den Fehler, ein geteiltes Herz zu haben. Mach nicht den Fehler, einen halben Weg zu gehen. Sei nicht lau. Es ist das Schlimmste, wenn jemand sagt, er folgt Christus, aber tut es eigentlich nicht, setzt es nicht um im Leben. Denn damit hat er wirklich alles verloren. Die Welt kann jemanden verführen und kann jemanden kleine Dinge geben. Und wenn ich nun sage, ich lehne Christus ab, dann gehe den Weg. Aber das ist der Weg des Todes. Aber schlimm ist zu sagen: Ich möchte in der Welt leben, aber ich möchte auch das ewige Leben von Christus haben und ich mache beides. Ich habe die ganze Zeit, wenn ich in der Welt lebe, wird der Geist Gottes in mir arbeiten und ich werde ständig ein schlechtes Gewissen haben. Der Geist Gottes versucht mich zu retten und ich kann diesen Weg nicht gehen und ich kann auch diesen anderen Weg nicht gehen. Und das ist ein Kampf. Und wie lange möchten wir das machen? Wie lange möchten wir das tun? Entweder ich gehe den Weg der Welt und ich weiß, es ist der Weg zum Tod, oder ich lasse den Weg der Welt und gehe den Weg zum Leben. Und das wird der Weg in die Ewigkeit sein. Aber ich muss mich entscheiden. Hinken auf beiden Seiten, beides zu versuchen, geht nicht.

[34:55] In meinem geistlichen Leben wird mich der Geist Gottes immer wieder ermahnen und wird mir sagen: Folge mir, folge mir, gehe diesen Weg. Ich habe was vor mit dir. Ich habe dich berufen, ich will dich hinausbringen aus der Welt. Ich möchte dich zu einem Licht machen. Andererseits versuche ich irgendwie wirtschaftliche Interessen vielleicht durchzusetzen, ihnen nachzugehen und werde immer das Gefühl haben, dass der Geist Gottes sagt: Du darfst das nicht, du darfst hier nicht lügen, du darfst nichts Falsches machen, du musst so und so sein. Und ich werde immer ein schlechtes Gewissen haben. Ich werde mich schämen, vor Menschen meinen Glauben zu bekennen. Ich werde mich schämen, das Gesetz Gottes im Herzen zu tragen. Ich versuche beides. Wie viele Menschen machen das? Und hier müssen wir ganz klar eine Linie setzen. Das heißt, die Leute, die vom Baum des Lebens die Frucht bekommen, sind die Menschen, die das Gebot halten. Das lesen wir auch in Offenbarung 14, Vers 12, die Menschen, die am Ende treu zu Gott stehen.

[35:45] Offenbarung 14, Vers 12: „Hier sind die, welche die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus bewahren.“ Das sind die Menschen, die am Ende gerettet werden. Das sind die Menschen, die am Ende in die Stadt eingehen werden. Das sind die Menschen, die am Ende ihren Schöpfer sehen werden, mit ihm sprechen können, die die Gebote bewahren. Und das ist so wichtig, dass wir das verstehen, dass die Gebote zu bewahren, die Gebote zu befolgen, eine Herzenseinstellung ist. Es ist nichts außerhalb, nichts, was ich nach außen hin so tue, als ob es so ist, sondern es ist etwas, was mein Herz verändern muss. Das ist das, was Gott ja auch machen möchte. Er möchte unsere Herzen verändern, damit wir eines Tages bei ihm sind. Er hat dich und mich ja geschaffen, damit er Gemeinschaft mit uns haben kann. Er hat uns ja nicht geschaffen für den Tod. Er hat uns geschaffen, damit wir gerettet werden. Und wenn du wirklich glaubst, dass Gott alles dafür getan hat, damit es möglich ist, dann triff die Entscheidung und geh genau diesen Weg. Verlass dich auf die Verheißung Gottes. Schau in die Bibel. Schau, was Gott verheißen hat, wenn wir ihm nachfolgen. Und geh diesen Weg.

[36:58] Wir lesen in Matthäus 5, also wieder eine Bergpredigt. Matthäus 5, Vers 14. Wir wissen ja, dass Christus einmal sagt: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern das Licht des Lebens haben.“ Christus sagt, er ist das Licht der Welt. In Matthäus 5, Vers 14 heißt es: „Ihr seid das Licht der Welt. Es kann eine Stadt, die auf einem Berg liegt, nicht verborgen bleiben. Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf den Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind. So soll euer Licht leuchten vor den Leuten, dass sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.“

[37:40] Die Idee ist: Gott möchte sein Licht in euch hineinlegen, damit ihr leuchtet vor der Welt, damit viele Menschen gerettet werden. Ihr sollt durch eure guten Werke, heißt es hier in Vers 16, eure guten Werke dafür sorgen, dass die Menschen, wenn sie diese Werke in euch sehen, dass sie Gott preisen. Dass sie in euch die Charakteränderung sehen, die Gott herbeigeführt hat und Gott im Himmel dafür preisen, dafür loben und preisen. Tun die Menschen das, wenn sie euer Leben sehen? Habt ihr euch von Gott so weit verändern lassen, dass die Menschen sagen: Es ist eine Neuschöpfung, es ist wunderbar? Das ist das, was Gott in euch tun möchte. Das ist das, was Gott jedem verspricht, der ihm nachfolgt, dem wirklich von Herzen nachfolgt, der Gott liebt, der also sein Gebot tut. Gott verspricht nicht nur: Ich werde dich versorgen. Er heißt auch: Ich werde dich zu einem Licht machen, ich werde dich hell leuchten lassen, damit viele Menschen durch dich gerettet werden. Es ist wunderbar, dass Gott uns hierfür gebrauchen möchte.

[38:42] Und auch Jakobus sagt in Jakobus 2, Vers 22, dass der Glaube durch die Werke vollkommen wird. Auch das tut Gott in uns. Unser Eintritt ins neue Jerusalem, ins Himmelreich ist davon abhängig, wie unser Herz ist, ob das Gesetz drinsteht oder nicht. Damit haben wir uns in den letzten Wochen so viel beschäftigt, wie wichtig dieses Gesetz ist. Aber es ist so immens wichtig zu verstehen, dass nur mit diesem Gesetz im Herzen wir in das Reich Gottes hineinkommen und dass später im Reich Gottes genau dieses Gesetz die Erfüllung von allem ist. Der Charakter, der ausgedrückt wird in diesem Gesetz, ist in allen Menschen drin, die später da sein werden.

[39:21] Entschuldigung. Wir lesen hierzu Jeremia 31. Jeremia 31 und hier Vers 31 bis 33. „Siehe, es kommen Tage, spricht der Herr, da ich mit dem Haus Israel und mit dem Haus Juda einen neuen Bund schließen werde. Nicht wie der Bund, den ich mit ihren Vätern schloss am Tag, da ich sie bei der Hand ergriff, um sie aus dem Land Ägypten herauszuführen. Denn sie haben meinen Bund gebrochen, obwohl ich doch ihr Eheherr war, spricht der Herr. Sondern das ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel nach jenen Tagen schließen werde, spricht der Herr: Ich will mein Gesetz in ihr Innerstes hineinlegen und es auf ihre Herzen schreiben. Und ich will ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein.“

[40:15] Das ist das, was Jesus Christus vorhat. Der neue Bund in uns, sein Gesetz in uns drin. Gottes Bund verändert unser Herz. Gottes Bund macht unser Herz dahingehend frei, dass wir nicht mehr in der Sünde hängen, sondern dass wir frei sind, ins ewige Leben einzugehen. Dass wir mit diesem neuen Herzen im neuen Jerusalem leben können. Denn Paulus hat gesagt: Es wird kein Sünder da reinkommen. Deswegen werden da nur Menschen sein, die das Gesetz Gottes im Herzen haben.

[40:43] Die Folge davon, wenn das passiert, wenn das Gesetz Gottes in unserem Herzen ist und eines Tages Gottes neue Welt anbricht, lesen wir in Daniel 7, Vers 27. Daniel 7, Vers 27: „Aber das Königreich, die Herrschaft und die Macht und die Königreiche unter dem ganzen Himmel wird dem Volk der Heiligen des Allerhöchsten gegeben werden. Sein Reich ist ein ewiges Reich und alle Mächte werden ihm dienen und gehorchen.“

[41:19] Die Königsherrschaft, das Königreich wird wieder zurückgegeben werden an die Menschen, nämlich an die Menschen, die Gottes Gesetz im Herzen tragen. Sie bekommen nun das Reich. Das heißt, die Macht Satans, die gebrochen wurde am Kreuz, wird nun gegeben werden wieder dem, der sie ursprünglich hatte, nämlich Abrahams Samen. Und nicht nur einfach Abrahams Samen, sondern den Samen des neuen, des zweiten Adams, den Samen des zweiten Adams, nämlich Christus. Und wenn wir Christus im Herzen tragen, dann wird uns die Herrschaft wieder zurückgegeben werden, die einst die Menschen hatten.

[42:01] Wir haben gesehen, dass die Übertretung des Gesetzes zum Tod führte, dass als die Menschen sich für den falschen Weg entschieden haben, dass der Tod in die Welt Einzug gehalten hat und dass alles plötzlich dem Tod unterworfen war. Die Menschen plötzlich, die Zellen verfielen, die Menschen alterten, die Menschen wurden durch das Altern gegen die Zellen kaputt und sie starben. Die Natur stirbt, die Tiere, die Pflanzen, alles geht kaputt und alles geht einen Weg ins Verderben. Ursprünglich nie so gedacht von Gott. Es sollte so nicht sein.

[42:41] In 1. Korinther 15, Vers 26, 1. Korinther 15, Vers 26, lesen wir: „Als letzter Feind wird der Tod besiegt.“ Jesus Christus wird als letzten Feind den Tod besiegen, der damals Einzug gehalten hat in die Schöpfung. Zu dem Zeitpunkt, als das passiert ist, Adam und Eva sündigen, Tod ist die unmittelbare Folge darauf. Jesus Christus wird jetzt sein Reich in den Herzen der Menschen, die diesen Weg gehen wollen, wiederherstellen, sie bereit machen, ins Himmelreich zu kommen, wird ihnen die Herrschaft wieder zurückgeben und den Tod besiegen, den Tod vernichten, den Tod in den Feuersee werfen. Es wird kein Tod mehr sein. Das ist das, was Jesus Christus jedem verspricht, der sein Gesetz im Herzen trägt.

[43:25] Er sagt in Offenbarung 21, Verse 1 bis 4: „Ich finde, das sind so wunderschöne Verse, ich lese sie so gerne und oft. Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde, denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen, und das Meer gibt es nicht mehr. Und ich, Johannes, sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabsteigen, zubereitet wie eine für ihren Mann geschmückte Braut. Und ich hörte eine laute Stimme aus dem Himmel sagen: Siehe, das Zelt Gottes bei den Menschen, und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott. Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein. Weder Leid, noch Geschrei, noch Schmerz wird mehr sein, denn das Erste ist vergangen.“

[44:10] Das Erste ist vergangen, jetzt beginnt etwas Neues. Jetzt beginnt das Ursprüngliche, das einmal da war. Als Adam und Eva das Gesetz Gottes noch am Herzen getragen haben, in einer vollkommenen Welt gelebt haben, unterbrochen wurde diese ganze Szenerie durch den Sündenfall, durch die Folge der Sünde, alles, was passiert ist. Und jetzt sagt Gott: Ich mache alles neu, denn der Tod ist nicht mehr da. Klar, er hat ihn ja auch in den Feuersee geworfen. Alles, was mit dem Tod verbunden war, was den Tod herbeigeführt hat, war die Sünde. All das ist im Feuersee kaputt gegangen, als die Erde kurz Zeit davor ein Feuer mehr war, ein feuriger Pfuhl, als die Erde gebrannt hat. Es ist alles untergegangen, was mit der Sünde verbunden war. Und etwas Neues beginnt. Ein neues Reich fängt an.

[44:51] Zwei Verse möchte ich noch mit euch lesen, beide aus Jesaja. Wir beginnen mit Jesaja 64 und hier Verse 3 bis 7. Jesaja 64 heißt: „Denn von Ewigkeit her hat man nie gehört, nie vernommen, hat kein Auge gesehen, dass außer dir ein Gott tätig war für die, welche auf ihn harren. Du kommst dem entgegen, der sich daran erfreut, Gerechtigkeit zu tun, denen, die auf deinen Wegen an dich gedenken. Doch siehe, du wurdest zornig, weil wir Sünde begingen und lange Zeit darin geblieben waren. Aber möchte uns doch geholfen werden. Wir sind ja allesamt geworden wie Unreine und alle unsere Gerechtigkeit wie ein beflecktes Kleid. Wir sind alle verwelkt wie die Blätter und unsere Sünden trugen uns fort wie der Wind. Und da war niemand, der deinen Namen anrief, der sich aufmachte, um dich zu ergreifen. Denn du hast dein Angesicht von uns verborgen und uns dahingegeben in die Gewalt unserer Missetaten. Nun aber bist du, Herr, unser Vater. Wir sind der Ton und du bist unser Töpfer. Wir alle sind das Werk deiner Hände.“

[46:04] Wir waren in Sünden und wir sind gefallen und Gott konnte kein Gefallen an uns haben. Nun aber, sagt Jesaja, sind wir wie Ton und du bist der Töpfer. Du veränderst unser Leben. Du gestaltest uns um. Das ist die wunderbare Nachricht, das Evangelium. Das, was Gott tun kann in jedem von unserem Leben. Er kann uns verändern. Er kann uns umformen und dem Ebenbilde, dem er Adam geschaffen hat, im Ebenbilde Gottes und Eva, das kann er in uns wieder hervorbringen. So kann er auch uns wieder gestalten, dass wir wieder den Charakter und das Ebenbild Gottes widerspiegeln. Denn dafür bist du gemacht. Du bist gemacht, um das Ebenbild Gottes zu sein. Du bist gemacht, um über diese Welt zu herrschen. Du bist gemacht, um den Charakter Gottes auszudrücken, um Gemeinschaft zu haben mit Gott. Dafür wurdest du erdacht. Dafür wurdest du gemacht. Und da möchte Gott dich wieder hin haben.

[46:55] Der Weg muss nicht in den Tod führen. Ergreife das Leben, solange es noch heute heißt. Ergreife das Leben, solange das Leben noch zum Greifen nahe ist. Denn es wird die Zeit geben, wo niemand mehr das Leben ergreifen kann, wo es alles zu spät sein wird. Aber heute, auch heute, wenn du seine Stimme hörst, verhärte dein Herz nicht. Greif zu. Gib Dinge auf. Nimm Dinge weg in deinem Leben, die dich hindern, den Weg mit Gott zu gehen. Und wenn ein Kampf entsteht in deinem Herzen und du genau weißt, ich muss das aufgeben. Was hindert dich? Gib es auf. Trau auf Gott, der gesagt hat: Ich sorge mich um dich. Ich sorge für dich. Ich bin bei dir. Ich gehe den Weg mit dir und ich werde dich in die Ewigkeit bringen. Ich werde dich gestalten und dich verändern. Ich werde dich wie Ton in meiner Hand machen.

[47:36] Lass uns den letzten Vers lesen. Jesaja 66, Verse 22 und 23. „Denn gleich wie der neue Himmel und die neue Erde, die ich mache, vor meinem Angesicht bleiben werden, spricht der Herr, so soll auch euer Same und euer Name bestehen bleiben. Und es wird geschehen, dass an jedem Neumond und an jedem Sabbat alles Fleisch sich einfinden wird, um vor mir anzubeten, spricht der Herr.“

[48:04] Er sagt, der neue Himmel und die neue Erde, das, was Gott schaffen wird, sein neues Reich, wird auf Ewigkeit Bestand haben. Es wird niemals vergehen. Und das Gleiche sagt er auch: Dein Name wird niemals vergehen. Dein Name wird ewig Bestand haben. Gott hat dich nicht gemacht, damit du stirbst. Gott hat dich gemacht, damit dein Name ewig Bestand hat, damit du ein Repräsentant deines Gottes im Himmel bist. Hier auf der Erde schon und später in der Ewigkeit. Niemals soll dein Name verlöschen. Niemals soll dein Leben ausgelöscht werden. Für alle Ewigkeit sollst du die Herrlichkeit des Himmels dein eigen nennen dürfen. Sollst du in deiner Heimat, bei deinem Vater, bei Gott sein.

[48:41] Und es ist so wichtig, dass wir hier auf der Erde schon verstehen, dass wenn wir das Himmelreich ergreifen wollen, wenn wir eines Tages da hineinkommen wollen, dass wir hier auf der Erde die Gesetze in unser Herz hineinschreiben lassen müssen. Denn zu unserem Tod werden wir keine Entscheidung mehr treffen können. Nach unserem Tod ist entschieden, wer wir sind. Unser Charakter ist fest. Und dann wird entschieden, ob wir in das Reich Gottes hineinpassen oder nicht. Und ergreifen können wir es nur mit der Kraft Gottes, die in uns als Töpfer wirkt und was verändert. Denn in seinem neuen Reich wird alles leben, in seinem Gesetz leben. Es sind alle Ewigkeit.

[49:16] Ich möchte abschließen, ich möchte diesen Vortrag beenden mit einem Zitat von Ellen White aus „Christus kommt bald“, Seite 167, Absatz 2. „Es ist etwas Ernstes zu sterben, aber es ist weitaus ernster zu leben. Jeder Gedanke, jedes Wort und jede Tat unseres Lebens wird uns wieder begegnen. Was wir in dieser Zeit unserer Vorbereitung aus uns machen, das müssen wir bis in alle Ewigkeit bleiben. Der Tod bedeutet eine Auflösung des Leibes, aber er ändert unseren Charakter nicht. Das Wiederkommen Christi gibt uns keinen anderen Charakter. Sein Kommen legt ihn aber für alle Zeit fest.“

[50:00] Solange wir noch Zeit haben, solange es noch heute heißt, lasst uns diesen Charakter Gottes ergreifen, lasst uns dieses Gesetz ergreifen und lasst ihn uns den Heiligen Geist bitten, dieses Gesetz in unser Herz zu schreiben, damit wir eines Tages in dieser wunderbaren neuen Welt leben können, die Gott uns verheißen hat. Lasst uns beten. Herr unser Gott, wir danken dir dafür, dass wir so viele wunderbare Verheißungen von dir haben, dass wir wissen können, dass du uns geschaffen hast, nicht damit wir sterben, sondern damit wir das ewige Leben haben, denn du liebst uns sehr. Du liebst uns so sehr, dass du dein eigenes Leben gegeben hast, damit wir alle Zeit bei dir sein können. Und du siehst, welche Kämpfe wir haben hier auf der Welt, welchen Versuchungen wir ausgesetzt sind und wie wir hin und her gerissen sind. Lieber Vater, wir bitten dich, dass dein Heiliger Geist in unser Herz einzieht, dass dein Heiliger Geist dein Gesetz in unsere Herzen hineinschreibt, damit wir in dieser Welt bestehen können und der Welt zeigen können, dass du ein gerechter, ein guter, gütiger Gott bist, dass dein Charakter in uns nach außen strahlt und viele Menschen zu deinem Himmelreich angezogen werden. Lieber Vater, wir danken dir dafür, dass du es in uns tun willst und dass wir für dich arbeiten dürfen. Dank dafür im Namen unseres Herrn Jesus Christus. Amen.

[51:06] Wir hatten den letzten Vortrag aus unserer Reihe „Das Gesetz Christi“ oder „Christus und sein Gesetz“, so hat es geheißen. Und während ein neues Quartal beginnt, es wird ein neues spannendes Thema aufkommen, nämlich „Wichtige Lehren von Jesus“. Und hier freue ich mich darauf, wenn wir gemeinsam nächste Woche starten werden. Was sagt Christus eigentlich über seinen Vater? Wie ist eigentlich Gott? Und wir werden Stück für Stück 13 spannende Lektionen, wichtige Lehren erarbeiten dürfen. Ich würde mich freuen, wenn ihr wieder dabei seid, wenn ihr wieder einschaltet und gemeinsam studiert. Gottes Segen euch dafür.


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