In dieser Cannstatt Study Hour-Episode mit Frank Schleipfenbauer wird die Beziehung zwischen Christus und dem Gesetz Mose beleuchtet. Es wird untersucht, ob Christi Gesetz und das Gesetz Mose identisch sind und wie Jesus selbst das mosaische Gesetz in seinem Leben und seinen Lehren umsetzte. Die Lektion betont die Bedeutung des Gehorsams gegenüber Gottes Gesetz und wie Jesus durch sein Leben ein Vorbild für die Einhaltung dieser Gebote gab, selbst in Bezug auf Feste und Steuerzahlungen.
Christus und Sein Gesetz (CSH 2014/Q2): 2. Christus und das Gesetz Moses
Frank Schleipfenbauer · Cannstatt Study Hour 2014 Q2: Christus und sein GesetzWeitere Aufnahmen
Serie: Cannstatt Study Hour 2014 Q2: Christus und sein Gesetz
-
0:0
-
0:0
-
0:0
Transkript
[0:00] Hallo und herzlich willkommen wieder erneut in der Cannstatt Study Hour. Ich darf herzlich willkommen heißen zu einem weiteren Kapitel des Bibelstudiums in der Vorbereitung auf die Sabbatschule für den kommenden Sabbat. Und dazu möchte ich auch alle begrüßen, die über Amazing Discoveries und Joel Media TV zugeschaltet sind. Dass wir richtig geführt werden und auch das Wort bei uns so ankommt, wie Gott es für uns vorgesehen hat, lade ich ein zum Gebet, damit wir bestens vorbereitet sind. Lieber Vater im Himmel, Herr Jesus, wir danken dir, dass wir einmal mehr von dir lernen dürfen. Und in dieser Woche, wo es, Herr Jesus, darum geht, wie du mit deinem eigenen Gesetz in Menschengestalt umgegangen bist, uns zum Vorbild, zur Mahnung, zur Warnung und auch zur Ermutigung, hilf uns, dass wir die richtigen Dinge erkennen, dass wir richtige Entscheidungen treffen, so wie du es uns vorgemacht hast, damit wir eins ganz bei dir sein können und vorbereitet sind. Wir danken dir dafür, dass du bei uns sein wirst mit deiner Weisheit, durch deinen Geist, weil du es versprochen hast, wenn wir dich drum bitten. Amen.
[1:35] Ja, Christus und das Gesetz Mose. Wenn wir die Bibel richtig studieren, dann werden wir natürlich längst festgestellt haben, dass dieses Buch hier nicht nur Gottes Wort, also das Wort Christi, enthält, sondern dass es das Wort Gottes ist. Und lasst uns das einmal mehr überprüfen. Christus und das Gesetz Mose, Christi-Gesetz, das Gesetz Mose, ist das wirklich das Gleiche? Das wollen wir uns anschauen. Und als Merkvers für diese Woche haben wir überschrieben Johannes 5, Vers 46 und ich möchte gerne den Vers 47 dazunehmen. Wir lesen in Johannes Kapitel 5, Vers 46 und 47: „Denn wenn ihr Mose glaubtet, so würdet ihr mir glauben, denn er hat von mir geschrieben. Wenn ihr aber seinen Schriften nicht glaubt, wie werdet ihr meinen Worten glauben?“
[2:43] Die Situation, in der Jesus das den Juden sagt, ist die Situation des Beschuldigten, des Angeklagten. Er wurde von den pharisäisch denkenden Juden angeklagt, am Sabbat geheiligt zu haben und das sei mit dem Gesetz Mose nicht vereinbar. Und Jesus, der hier angeklagt wird, der Sabbat-Schänder, wie das öfters geschah in seinem Leben als Mensch, von Geschöpfen, die sich anscheinend angemaßt haben, die Dinge besser zu wissen, als der Schöpfer, den sie in ihm nicht erkennen wollten. Er belehrt sie hier und mahnt sie. Und er sagt in Vers 45 vorher noch: „Da ist einer, der euch verklagt, nämlich Mose.“ Also doch, Christi Gesetz ist gleich Mose Gesetz. Jesus war ein treuer Jude, wenn wir seinen gesamten Lebensweg als Mensch betrachten, und er war damit treu dem Gesetz Mose. Aber er war nicht treu denen, die diese Religion, die er ja selbst begründet hat, für ihre persönlichen Zwecke missbrauchen wollten.
[4:08] Und so schauen wir uns am Sonntag dieser Lektionswoche an, wie er von Geburt an, im Grunde genommen müsste man schon sagen, vor Geburt an ein Vorbild war, ein menschliches Vorbild, seine Göttlichkeit freiwillig abgelegt, ganz Mensch geworden, uns zum Vorbild und den damaligen Juden in seiner Zeit unter den religiösen Gesetzmäßigkeiten, die er selber als Schöpfer gelegt hat, wie er dem gehorsam war und sich selbst daran gehalten hat. Lasst uns dazu ein paar Texte lesen. Zunächst mal noch im Neuen Testament in Lukas Kapitel 2 und dort die Verse 21 bis 24. Lukas 2, 21 bis 24: „Und als acht Tage vollendet waren von seiner Geburt an, dass man ihn beschneiden sollte, da wurde sein Name Jesus genannt, der von dem Engel genannt worden war, ehe er im Mutterleib empfangen wurde. Und als die Tage ihrer Reinigung nach dem Gesetz Mose vollendet waren, brachten sie ihn nach Jerusalem hinauf, um ihn dem Herrn darzustellen, wie es im Gesetz des Herrn geschrieben steht: ‚Alle männliche Erstgeburt soll dem Herrn heilig heißen‘ und ein Schlachtopfer zu geben nach dem, was im Gesetz des Herrn gesagt ist, ein paar Turteltauben oder zwei junge Tauben.“
[5:40] So dieser kleine Menschensohn, acht Tage alt, wurde beschnitten wie alle anderen Söhne der israelitischen Eltern am achten Tage, so wie es das Gesetz des Mose vorsah. Als Zugehörigkeitszeichen zum Volk Gottes, zum Volk des Bundes. Denn dazu war ja dieses äußere Zeichen gegeben worden, das eine sehr, sehr tiefe Symbolik hat, wie man an anderer Stelle jetzt studieren könnte, nämlich gleichzusetzen ist der Beschneidung unseres Herzens, also der Unterwerfung unseres Denkens unter die Führung des Heiligen Geistes unseres Gottes. Aber hier sehen wir, dass der menschgewordene Gottessohn am achten Tag von seinen Eltern zur Erfüllung der Gesetze dargebracht wurde, mit der Beschneidung, anschließend im Tempel, die Darbringung.
[6:44] Und so wollen wir die Texte lesen, auf die sich das hier bezieht, im Alten Testament, nämlich im Gesetz Mose. 2. Mose 13, 2. Mose 13, Vers 2: „Danach redete der Herr zu Mose und sprach: Heilige mir alle Erstgeburt, alles, was zuerst den Mutterschoß durchbricht, unter den Söhnen Israel, unter den Menschen und unter dem Vieh, mir gehört es.“ Und dazu 3. Mose, Kapitel 12, 3. Mose 12, die Verse 1 bis 8: „Und der Herr redete zu Mose, rede zu den Söhnen Israel: Wenn eine Frau empfängt und ein männliches Kind gebiert, so wird sie sieben Tage lang unrein sein, wie in den Tagen der Absonderung ihres Unwohlseins.“ Ich überspringe einige Worte in Vers 3. „Und am achten Tag soll das Fleisch seiner Vorhaut beschnitten werden und sie soll 33 Tage im Blut der Reinigung daheim bleiben.“
[8:11] Wenn wir diesen Auszug nehmen aus dem Gesetz Mose und überprüfen in Lukas, Kapitel 2, inwieweit das Verhalten von Josef und Maria mit diesem neugeborenen Jesus zusammenpasst, dann werden wir völlige Deckungsgleichheit finden. Also seine Eltern, die sich von Gott führen ließen, die auch von Gott ausgesucht waren. Die Rede ist davon, in Gottes Wort, dass Josef ein rechtschaffender Mann war in Gottes Augen und Maria eine wahre Jungfrau, die in Gottes Augen Gefallen gefunden hatte. Dann hat Gott bewusst in diese Eltern, auch wenn sie Sünder waren wie wir, aber besonders in diese Eltern eine Hoffnung gelegt für die gesamte Menschheit, dadurch, dass er durch Christus selbst Mensch geworden ist in der jungfräulichen Schwangerschaft und Geburt. Und alle Dinge, die für alle anderen menschlichen Gotteskinder galten, sind auch hier erfüllt worden.
[9:19] Was ist unsere Lehre daraus? Sein ganzer Lebensweg, er als menschliches Vorbild hält sich von Säugling an an sein eigenes Gesetz, das er zuvor gegeben hatte. Und die Lehre für uns sollte sicher sein: Wenn wir seine Nachfolger sein wollen, wollen wir dann nicht genauso wie unser Vorbild seine Gesetze halten?
[9:44] Wir gehen zum Montag und damit noch mal in das Buch Johannes. Johannes Kapitel 5 und dort gleich zu Beginn. Dort heißt es: „Danach war ein Fest der Juden und Jesus ging hinauf nach Jerusalem.“ Wenn wir die Bibel studieren im Neuen Testament, dann werden wir überall dort, wo die Rede von den jüdischen Festen ist, die ja eine Gabe, ein Bestandteil des Gesetzes Mose waren, von Christus gegeben, dann werden wir sehen, dass auch Jesus sich an diese Feste gehalten hat, an diese Ordnung. Und diese Festordnung, sowohl was die Inhalte, die Bezeichnungen und auch die Reihenfolge des Ablaufs der Feste über das Jahr hinweg, haben eine tiefe Symbolik für den gesamten Erlösungsplan. Hier beispielhaft nur zwei genannt: Das Fest der ungesäuerten Brote, das sieben Tage lang ging, war nicht von ungefähr in der Reihenfolge vor dem Passafest, im Englischen auch Passover genannt, im Sinne von vorübergehend, weil nämlich der Gerichtsengel Gottes, der sein Urteil vollzogen hat, an allen Wohnungen und Häusern vorüberging, wo der Familienvater im Glauben an das Wort Gottes das Blut eines Opferlammes an die Türpfosten gestrichen hatte und sich alle im Haus aufgehalten haben, um sich vorzubereiten auf ganz bestimmte Art und Weise auf den Auszug aus Ägypten, aus dem Land der Gefangenschaft, symbolisch aus der Knechtschaft der Sünde.
[11:37] Und Jesus hielt diese Feste selbst. Lasst uns, was das Passafest und Jesus betrifft, etwas genauer anschauen. Aber zuvor noch ein Stichwort zu dem Verhalten der Israeliten in der ersten Passanacht, durch die das Fest entstanden ist, das immer wieder daran erinnern sollte, nämlich die Nacht der Vorbereitung des Auszuges aus Ägypten und auch die Nacht der Entscheidung für das gesamte Volk Gottes, für all die, die nach außen hin bekannt haben, zum Volk Gottes zu gehören, damals ja auch noch das genetische Volk Gottes, zu unterscheiden durch die Gerichtsandrohung und durch den Vollzug, wer wirklich im Glauben gerecht werden wollte und wer an seine eigenen Ideen mehr geglaubt hat als an die Vorgabe Gottes.
[12:40] Und das ist die große Symbolik, die wir auf uns übertragen müssen. Das ist das große Thema der Gerechtigkeit aus Glauben. Denn jeder, der ungerecht bleiben will, muss sterben. Und jeder, der gerecht werden möchte und glaubt und annimmt, dass er es aus eigener Kraft nicht kann, aber dass Gott es zu tun vermag, der wird ewig leben. Und das war genau das Unterscheidungsmerkmal auch in dieser ersten Passanacht. Wer nicht aus Glauben diese Rituale befolgte, genau so, wie der Gesetzgeber es gesagt hat, weil er es gesagt hat, auch in den Teilen, die vielleicht unverständlich waren zu dem Zeitpunkt, weil der Messias noch nicht gekommen war, jeder, der das nicht glauben wollte, musste sterben. Jede Erstgeburt im Lande. Und alle Familien, die das einfach im Glauben getan haben, im Vertrauen auf den Schöpfer, in Erinnerung an die Dinge, die er mit ihnen und Generationen vorher schon getan hatte, die Veränderung, die Segen, die Segnungen, den Schutz, den sie erfahren hatten, auch wenn das Leben sicher nicht leicht war, die blieben am Leben und konnten dieses Land der Gefangenschaft verlassen.
[13:59] Und das ist es, was wir übertragen müssen. Am Montag dieser Woche haben wir uns angeschaut, auch wiederum in Lukas Kapitel 2, ab Vers 41, die Teilnahme von Jesus im Alter von zwölf Jahren am Passafest in Jerusalem. Lukas 2, ab Vers 41: „Seine Eltern gingen alljährlich am Passafest nach Jerusalem. Und als er zwölf Jahre alt war, gingen sie hinauf nach der Gewohnheit des Festes.“ Wir wissen aus dem Neuen Testament nicht besonders viel über den Verlauf der Kindheit Jesu. Aber wenn wir über diese wenigen Worte, die uns das beschreiben, nachdenken und die Kontexte damit verbinden und das Leben Jesu insgesamt betrachten, dann sagen diese wenigen Worte doch wiederum sehr viel, auch als Lehre für uns, wenn wir Eltern oder Großeltern sind.
[15:18] Denn in Lukas 2, Vers 39 und 40 heißt es: „Als sie alles vollendet hatten, also als Maria und Josef, die Eltern des menschlichen Christus, alles vollendet hatten, was wir vorher ab Vers 21 schon betrachtet haben, nämlich den Ablauf von Geburt, acht Tage später Beschneidung, am 40. Tag die Darbringung im Tempel und all diese Dinge, als das alles vollendet war nach dem Gesetz des Herrn, kehrten sie nach Galiläa zurück in ihre Stadt Nazareth. Das Kind aber wuchs und erstarkte, erfüllt mit Weisheit und Gottes Gnade war auf ihm.“ So, warum war Gottes Gnade auf ihm, sodass das Kind körperlich kräftig und gesund war und auch im Geist gewachsen ist? Weil seine Eltern Gott gehorsam waren und Gott damit den damit verbundenen Segen, den damit versprochenen Segen, auch ausgießen konnte.
[16:29] Und verstärkt wird das Ganze mit dem Vers 52. Nachdem Jesus dort gesucht worden war von seinen Eltern drei Tage lang und sie ihn wiederfanden und er wieder bei ihnen war, heißt es in Vers 51: „Er ging mit ihnen hinab“, also von Jerusalem zurück nach Nazareth, „und er war ihnen untertan.“ Nur was hatte er vorher gesagt? In Vers 49, als er zu seinen Eltern gesprochen hat: „Was ist der Grund dafür, dass ihr mich gesucht habt? Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meines Vaters ist?“ Und anschließend ging er gehorsam mit seinen Eltern zurück nach Nazareth, nachdem er drei Tage gesucht von ihnen im Tempel verbracht hat, sie nicht vorher um Erlaubnis gefragt hat, sie nicht vorher informiert hat, sondern diese Entscheidung vom Vater geführt, vom himmlischen Vater geführt, getroffen hatte, dass er seinem himmlischen Vater mehr gehorchte als seinen irdischen Eltern.
[17:39] Paulus sagt im Neuen Testament: „Ihr Kinder seid gehorsam euren Eltern im Herrn.“ Wenn meine Eltern von mir etwas verlangen, was nicht Gott entspricht, was ihm widersprüchlich ist, womit ich seine Anordnung, seine Führung und sein Gesetz brechen und missachten müsste, dann darf ich meinen Eltern nicht gehorchen. Und deswegen ist es wichtig, dass unsere Kinder uns vertrauen können und gar nicht in diesen Konflikt kommen. Deswegen ist es so wichtig, dass wir als Eltern, Großeltern und auch als alle jungen und älteren Erwachsenen in der Gemeinde, die wir die Verantwortung von Gott für alle Kinder in unseren Gemeinden haben, wir selbst mit Gott im Reinen sind und ihm in Glauben, Vertrauen und Liebe gehorsam sein wollen, damit unsere Kinder in der Gemeinde erstens bei uns ein Vorbild haben und zweitens nicht in diesen Konflikt kommen, wenn sie dann langsam in ein entscheidungsfähiges Alter kommen.
[18:44] Und das schließt sich auch der Sinn mit dem Vers 52. „Jesus nahm zu an Weisheit und Alter und Gunst bei Gott und den Menschen.“ Und ich habe mir in meine Bibel geschrieben als Ergänzung dazu: „Durch den Gehorsam der Eltern von Gott gesegnet.“
[19:04] Der Höhepunkt im Festkalender des Volkes Israel, vom mosaischen Gesetz von Christus gegeben, war der große Versöhnungstag, Yom Kippur. Und alle von Jesus, von Christus selbst gegebenen Feste in der jährlichen Anordnung haben ihre Erfüllung in ihrem Schöpfer. Wir haben dort Lehren zu studieren. Denn wenn wir glauben, dass wir seit 1844 während des großen Versöhnungstages, während des tatsächlichen großen universellen Yom Kippur leben, wie wir in Offenbarung 14 ab Vers 6 lesen können in der ersten Engelsbotschaft: „Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen.“ Und wenn wir die Texte aus Daniel und Offenbarung miteinander verbinden, erkennen dürfen, dass der große Versöhnungstag offensichtlich schon sehr weit fortgeschritten sein muss und wir dem Abschluss dieses Gerichts immer näher kommen.
[20:29] Dann kommt gleich dieses damalige Symbol, während des jüdischen Festes Yom Kippur, die Woche vorher Prüfung eines jeden Herzens. Aufhören zu arbeiten, Gebet und Fasten, alle erkannten und auch nicht erkannten Sünden Gott zu Füßen legen in ehrlicher Reue und Bitte um Vergebung, um das ewige Leben zu bekommen und nicht sterben zu müssen. Das ist Gerechtigkeit aus Glauben. Denn sie haben es getan, weil es das Gesetz so vorsah, weil der Schöpfer es gesagt hat. Und so sollten auch wir das aus dem Glauben nehmen, weil es in Gottes Wort geschrieben steht. Dann werden wir es erleben.
[21:23] Noch einmal zurück zu dem zwölfjährigen Jesus im Tempel. Seine Eltern haben ihn drei Tage lang gesucht und auch das ein Symbol. Er war auch später dann, nach seinem Tod auf Golgatha, verschwunden, fast drei Tage, vom Freitagnachmittag zu Beginn des Sabbats. Den Sabbat überruhte er im Grab und erst am frühen Sonntagmorgen, so wie wir es aus dem Wort erkennen können, hat er das Grab verlassen, in der Kraft seiner Wiederauferstehung und wurde dann auch von anderen gesehen. Also die Bedingung ist, dass wir Eltern gehorsam sind. Die Verheißung, die Gott dann erfüllen wird, ist, dass unsere Kinder dann mit uns gesegnet werden.
[22:09] Wenn wir diesen Text in Lukas Kapitel 2 Vers 41 bis 52, dieses Passachfest und das Verhalten des zwölfjährigen Jesus und das, was er seinen Eltern gesagt hat und das, was über ihn gesagt ist, in seinem Heranwachsen geistig und körperlich, wenn wir das betrachten und uns vor dem Hintergrund einige Fragen stellen, dann werden wir auch zu wichtigen Erkenntnissen und Lehren kommen, die uns weiterhelfen. Eine Frage ist: Wie wichtig war den Juden das Fest? Offensichtlich sehr wichtig. Sie haben Aufwand getrieben. Sie sind von weit hergekommen. Sie haben lange, beschwerliche Fußmärsche auf sich genommen und Entbehrungen, sicher Hunger, Durst, Tagshitze, Nachts Kälte gehabt. Und wenn das Fest vorüber war, dann gab es ja den Weg zurück. Aber offensichtlich sind sie, die das im Glauben angetreten haben und nicht nur aus reiner Tradition, gesegnet worden und haben neue Kraft bekommen für das gesamte nachfolgende Jahr.
[23:19] Wie bezeichnend war die Situation im Tempel und die Suche während des Passach? Welchen Aufwand, welche Mühe machen wir uns, um tagtäglich Jesus zu suchen, bis wir ihn finden? Und wie weit nehmen wir sein Wort an? Denn von Maria, seiner leiblichen Mutter, können wir lesen, in Vers 51, nachdem Jesus gesagt hat: „Wusstet ihr denn nicht, dass ich in dem sein muss, was meines Vaters ist?“ Da denkt seine Mutter darüber nach, über seine Worte, denn es heißt dort: „Seine Mutter bewahrte alle diese Worte in ihrem Herzen.“ Das heißt, sie dachte viel und lange darüber nach. Wie viele Tage war er nicht zu finden? Die Symbolik haben wir angesprochen.
[24:15] Wir kommen dann zu den Erkenntnissen, dass wir Gott mehr gehorchen sollten als Menschen, dass wir unsere Prioritäten auch nach Gottes Prioritäten ausrichten und nicht nach den Prioritäten anderer Menschen, und wenn diese noch so begabt erscheinen. Und letztendlich, wenn ich meine Beziehung zu Jesus, zu meinem Schöpfer, der mir alles vorgemacht hat und mir auch heute seine Kraft geben möchte, wenn ich diese Beziehung jeden Morgen neu zur Priorität 1 mache, dann sind damit auch alle anderen Beziehungen zu Menschen und Dingen geregelt. In Matthäus 6 haben wir das zusammengefasst: „Trachtet aber zuerst nach dem Reich Gottes und“, ich formuliere es mit meinen Worten, „und ihr werdet von Gott alles bekommen, was aus seiner Sicht notwendig ist für das Leben, das er für euch vorgesehen hat.“ Und er hat für euch ein Leben vorgesehen, für dich, für mich, für jeden anderen auch, auch für unsere Kinder. Das Leben, was du individuell, was ich individuell brauche, um vorbereitet zu werden auf die ewige Gemeinschaft mit ihm und nicht vom Weg abzukommen. Auch das ist ein Teil der Gerechtigkeit aus Glauben.
[25:37] Am Mittwoch geht es mehr um, scheinbar zumindest, um ein materielles Thema. Wir sind dort in Matthäus Kapitel 17. Es geht um das liebe Geld, in dem Fall um die Steuerzahlung. Lesen wir Matthäus 17, ab Vers 24: „Als sie aber nach Kapernaum kamen, traten die Einnehmer der Doppeldrachmen zu Petrus und sprachen: Zahlt euer Lehrer nicht die Doppeldrachmen? Er sagt: Doch. Und als er in das Haus eintrat, kam Jesus ihm zuvor und sprach: Was meinst du, Simon, von wem erheben die Könige der Erde Zoll oder Steuer, von ihren Söhnen oder von den Fremden? Da er aber sagte: Von den Fremden, sprach Jesus zu ihm: Demnach sind die Söhne frei. Damit wir ihnen aber kein Ärgernis geben, geh an den See, wirf eine Angel aus und nimm den ersten Fisch, der heraufkommt, öffne sein Maul und du wirst einen Starter finden, den nimm und gib ihn für mich und für dich.“
[26:43] Eine große Lehre, die wir auch nur im Glauben annehmen können, weil zumindest geht es mir so, weil es unserem menschlichen Gerechtigkeitssinn wahrscheinlich widerstrebt, der möglicherweise auch mehr oder weniger von Eigennutz geprägt ist. Es geht um die Kopfsteuer für den Tempel, diese Doppeldrachme pro Kopf und um das Ergebnis vorwegzunehmen: Jesus lässt hier ein Wunder geschehen und lässt den Petrus zwei Doppeldrachmen, also für Jesus selbst und für ihn jeweils die entsprechende Kopfsteuer in einem ersten Fisch, den er dort fangen wird, entnehmen. Ein Wunder für sich, aber das ist gar nicht das, worauf es ankommt, sondern hier, wo es um das Gesetz geht und um das Einhalten der Gesetze von Menschen einerseits und des Gesetzes Gottes andererseits.
[27:56] In Wahrheit sagt Jesus, wir Söhne sind eigentlich frei davon, aber damit wir ihnen kein Ärgernis werden, damit wir Frieden haben, damit sie nicht denken, dass wir uns herausnehmen, etwas Besseres zu sein, ein bequemeres Leben zu haben oder uns auf Gott berufen, damit wir Vorteile vor anderen haben, zahlen wir es und zwar so, dass die anderen auch sehen, dass wir es zahlen. Wie sieht unser Alltag aus? Wie sehr ist uns bewusst, dass Menschen, die Jesus gar nicht oder nicht wirklich kennen, die uns aber beobachten, wie sehr ist uns bewusst, welchen Unterschied sie sehen zwischen dem, was wir sagen und dem, was wir tun, zwischen dem, was wir für uns in Anspruch nehmen möchten und dem, was sie an uns erleben. Und Verkündiger sind wir alle, denn wenn wir wirklich die Liebe Gottes an andere Menschen weitergeben, durch unser Verhalten an den Arbeitsplätzen, in den Schulen, zu Hause als Eltern gegenüber den Kindern und wo wir gehen und stehen, dann sorgt Gott dafür, weil er das für die anderen Menschen möchte, dass sie den Unterschied sehen zwischen uns und ihrem gottlosen und eigennützigen Verhalten, das wir durch seine Kraft ablegen können. Aber wollen wir das? Ist uns das bewusst? Sind wir bereit, auch vermeintlich die Nachteile in Kauf zu nehmen, die damit zusammenhängen, Geld wegzugeben, das wir vielleicht gerne woanders einsetzen würden?
[29:49] Auch hier sind wir wieder bei Matthäus 6: „Trachte zuerst nach dem Reich Gottes und er wird dir alles geben.“ Aber es kommt noch eine Steigerung hinzu, nämlich nach Maleachi, was den Zehnten betrifft und auch andere Gaben. Gott verspricht uns, wenn wir das Geschenk, dass wir 90 Prozent von dem, was er uns gibt, bei uns behalten dürfen und nur 10 Prozent pflichtbewusst und treu in sein Werk geben, dass er dann, so wie er sich selbst ausdrückt in seinem Wort, die Himmelstore öffnen wird und den Segen über uns ausschütten. Wie, wann und in welchem Maße genau, das ist Gerechtigkeit aus Glauben. Das sollten wir ihm überlassen und ich brauche da das Gebet genauso wie er. Aber haben wir nicht alles schon erlebt, große und kleine Segnungen, wenn wir ihm wirklich treu waren?
[30:43] So, wir sehen hier, der Schöpfer zahlt Steuern für seinen Tempel. Er zahlt Steuern für seinen Tempel, im Wissen, dass dieser bald zerstört wird. Er sorgt auch dafür, dass wir unsere Steuern bezahlen können, wenn wir ihm im Glauben gehorchen. Und wer sind wir, zu entscheiden, ob und wann wir Zehnten und Gaben geben?
[31:14] Am Donnerstag geht es um die zukünftige oder um die gegenwärtige Gültigkeit des Gesetzes. Und wir haben dort in Matthäus 5 ab Vers 17 ein Beispiel. Wir haben in Johannes 8 die Ehebrecherin. Wir haben in Matthäus 19 das Thema mit der Scheidung. Und wir sehen hier, dass Jesus sehr feinfühlig, einerseits konsequent, das von ihm selbst gegebene Gesetz, das er dort zur Einhaltung mahnt, dass er aber auf der anderen Seite zulässt, dass das, was Mose abgeändert hat, in Anspruch genommen wird, dass aus bestimmten Gründen, nämlich in diesem Fall des nachgewiesenen Ehebruchs, ein sogenannter Scheidebrief ausgestellt werden kann. Aber er weist gleichzeitig darauf hin, dass das, was Gott zusammengefügt hat, von Menschen nicht getrennt werden kann.
[32:19] Bei der Ehebrecherin in Johannes 8 geht es darum, dass doch diese Frau zu steinigen ist. Und Jesus widerspricht ihm auch nicht. Er hat selbst das Gesetz gegeben, dass Ehebruch mit Steinigung bestraft werden soll, damit diese tiefgreifende Sünde und diese Majestätsverletzung des von Gott gegebenen Eheprinzips als Symbol für Christus und die Gemeinde gar nicht, dass dieser Gesetzesbruch gar nicht weiter ausufert und dass sie reinbleiben im Unterschied zu anderen Völkern. Aber die Frage ist, wer das entscheidet und auf welchem Prinzip wer zu steinigen ist. Und so schreibt er Dinge in den Sand, die offensichtlich die Ankläger, wie wir die Geschichte aus dem Wort kennen, als ihre eigenen Sünden erkennen können, nachdem er gesagt hat: „Wer von euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein.“ Also es geht hier gar nicht darum, ob darauf diese Strafe stand, sondern es geht darum, wer das Urteil zutreffend sprechen kann und nach welchem Prinzip.
[33:39] Und dann ist noch zu prüfen, inwieweit das Prinzip der zwei oder drei Zeugen, das wir ja auch bei der korrigierenden Seelsorge in Matthäus 18 aus dem Alten Testament hier mit übernommen haben, durch Gottes Vorgabe, inwieweit das überhaupt erfüllt war. Also hüten wir uns davor, uns durch Fragmente herausgerissen aus Kontexten und auf punktuelle provozierende Fragen dort in theologische Streitdiskussionen verwickeln zu lassen, sondern betrachten wir den ganzen Sinn ohne eigene Interpretation. Die Bedeutung eines einzelnen Textes kann nicht in der Form ausgelegt werden, wenn sie Gottes gegebenen Prinzipien, die wir im ganzen Wort erkennen können, widersprechen. Dann müssen wir weiter studieren und uns prüfen lassen. Die Ankläger waren verschwunden. Also bleiben die Fragen: Wer bin ich aus eigener Sicht zu richten? Und die Vollmacht nach Matthäus 18 auf dem Prinzip der zwei oder drei Zeugen hat erstens den Sinn, den Sünder dazu zu bringen, von der Sünde zu lassen und die Vergangenheit in Ordnung zu bringen, um ihn zurückzugewinnen. Und zweitens hat diese Vollmacht nicht ein Einzelner, sondern die Gemeindeversammlung.
[35:00] Jesus, der König und wir, seine Kinder. Ich möchte diese Woche des Nachdenkens über Jesus und sein Gesetz, das im Gesetz Mose verankert wurde und er selber gesagt hat: „Es wird eher Himmel und Erde vergehen, bevor ein Tüpfelchen von dem Gesetz verändert wird.“ Und da, wo das Zeremonialgesetz zum Beispiel beendet wurde, durch seinen Tod, weil alles andere vorgeschaltete Symbolik war oder auch in anderen Punkten, da ergibt sich das aus seinem Wort und nicht aus unseren Ideen.
[35:51] Und ich möchte schließen mit einer menschlichen Geschichte, die sicher eine große Parallele hat. Der eine oder andere kennt sie vielleicht. Ein junger König am Hofe wurde darüber informiert, dass immer wieder wertvolle Dinge an seinem Königshof gestohlen wurden und verschwanden. Und es ärgerte ihn auch diese Ungerechtigkeit und dieser Gesetzesbruch. Denn er selbst hatte das Gesetz gegeben und darauf stand die Strafe der Züchtigung. Ein überführter Dieb sollte ausgepeitscht werden zur Abschreckung anderer und zur Strafe. Und so verstärkte er Wachen und sorgte dafür, dass die Wahrscheinlichkeit groß war, den Dieb zu finden. Und er wurde gefunden. Und ein Bote kam zu ihm in die Kammer und unter vier Augen berichtete er ihm, wer der Dieb war oder besser gesagt die Diebin, nämlich die alternde Mutter des Königs.
[36:54] Und nun rechneten fast alle damit, dass der König hier irgendwo versuchen wird, um das von ihm selbst gegebene Gesetz drum herum zu kommen, um seine Mutter zu verschonen. Und dann geschah Folgendes. Er sagte: „Das Urteil wird vollstreckt. Dem Gesetz muss Genüge getan werden. Das Gesetz gilt für alle. Denn nur dann haben wir Ordnung in der ganzen Gemeinschaft und Verlässlichkeit und Vertrauen auch in Zukunft.“ Und am Tag der Vollstreckung wurde die Mutter vorgeführt und sie hatte sicher große Angst, diese alte Frau und war körperlich vermutlich viel zu schwach, diese Strafe zu tragen. Und kurz vor der Vollstreckung stand der König auf und entblößte seinen Oberkörper und legte sich selbst auf die Vollstreckungsbank und wies den Vollstrecker an, ihm die Strafe zu geben, ihm die Peitschenhiebe anstelle seiner Mutter. Damit die Strafe erledigt war, das Gesetz aufrecht gehalten und die Ordnung beibehalten wurde, hat er das Leid, das seine Mutter hätte tragen müssen, nach dem Gesetz selbst auf sich genommen. Dies war ein menschlicher König, selbst noch Sünder.
[38:08] Wie viel größer ist die Ehrerbietung Gottes als Schöpfer seinen Geschöpfen gegenüber und die große Liebe und Gnade, dass er Mensch geworden ist, sich menschlichen, sündhaften Eltern als Embryo anvertraut hat und als Säugling und als Kind, um uns ins ewige Leben zu führen. Lass uns ihm danken und beten dafür. Herr Jesus, wir danken dir für dein Wort und für dein Gesetz, das in deinem Wort verankert ist. Schon von Beginn an in den Herzen der Menschen und später durch die Sünde notwendig geworden im Gesetz Mose auf den Steintafeln, die du selbst mit deinem Finger geschrieben hast, bis hin zu deinem Wort, das wir vollständig haben heute im Alten und im Neuen Testament. Wir danken dir, dass das ehrliche Studium deines Wortes uns verändern wird durch die Kraft des Heiligen Geistes, die du uns dazu versprochen hast. Wir bitten dich, dass du diesen Weg mit uns weiter gehst, damit wir einst ganz bei dir sind und das Gesetz vorher vollendet wieder in unser Herz geschrieben ist, so wie es am Anfang war. In Jesu Namen. Amen.
[39:19] Ich bedanke mich bei allen für die Aufmerksamkeit, für die Teilnahme. Ich wünsche euch Gottes Segen im weiteren und besonders für den kommenden Sabbat auch gesegnete Gespräche und Austausch ganz eng am Wort und nicht so sehr in menschlichen Diskussionen, dass wir auch durch die Sabbatschule von unserem Herrn verändert werden. Für die nächste Woche können wir uns auf ein weiteres interessantes Thema freuen. Da geht es um Christus und die religiösen Traditionen. Ich wünsche euch jetzt noch eine gesegnete Zeit.
Lizenz
Copyright ©2014 Joel Media Ministry e.V.Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.