[0:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour hier auf joelmedia.de. Ich begrüße alle recht herzlich, die jetzt auch zuschauen auf ADTV. Seid herzlich willkommen, und ich freue mich, dass wir gemeinsam eine weitere Lektion uns anschauen dürfen, ganz speziell jetzt in dieser Woche: Christus und der Sabbat. Und falls heute Sabbat ist und ihr schaut euch gerade diese Aufzeichnung an, sage ich einen gesegneten Sabbat. Bevor wir aber einsteigen und uns mit dem Wort Gottes beschäftigen, lasst uns vorher noch ein kurzes Gebet sprechen. Lieber Vater im Himmel, Herr, wir kommen zu dir aus Dankbarkeit, weil wir dein Wort haben, das uns lehrt, das uns in die Wahrheit führt durch deinen Geist. Und wir bitten dich jetzt auch: Herr, wir möchten über den Sabbat sprechen, wir möchten Gedanken von dir bekommen über den Sabbat, der so reichhaltig ist, der uns so viel erzählen kann. Herr, führe du uns durch die Wahrheit, mach uns klar und deutlich, was der Sabbat für dich und für uns bedeuten soll. Wir danken dir, dass du uns all das Mögliche gibst, was wir brauchen, damit wir alle Erkenntnis in Fülle haben können. Wir danken dies und bitten es in deinem Namen, Herr Jesus. Amen.
[1:33] Nun, wenn wir über den Sabbat sprechen, und als Adventisten haben wir den Sabbat sozusagen vererbt bekommen als die Endzeitgemeinde. Und ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich bekomme so in mancherlei Gemeinden oder auch Aussagen von verschiedenen Leuten immer verschiedene Perspektiven über den Sabbat, wie der Sabbat gelebt wird, wie er gehalten wird, was man am Sabbat alles macht. Und es erfreut mich auf der einen Seite, Dinge zu hören, wo ich merke, dass Menschen sich wirklich mit dem Sabbat beschäftigen, auch Gemeinden sich wirklich mit dem Sabbat als solches beschäftigen. Aber auf der anderen Seite ist es doch erschütterlich, wie viele Menschen den Sabbat als einen normalen Ruhetag bezeichnen, wo sie doch ihre Geschäfte nachgehen, nach dem Gottesdienst aufstehen und dann ins Café sitzen, sich ein Fußballspiel anschauen. Man sieht, dass selbst auch innerhalb der Adventbewegung es noch ziemlich viele Unklarheiten gibt über den Sabbat. Aber dafür haben wir auch das Wort Gottes, das uns genau zeigt, was der Sabbat überhaupt ist. Und Christus ist uns auch darin ein Vorbild. Und wir wollen auch schauen, was Christus selbst zu dem Sabbat sagt. Und vielleicht schauen wir uns erst einmal an, was Christus letzten Endes als Schöpfer und im Zusammenhang mit dem Sabbat für uns ist. Allein schon in der Aussage in Epheser 1, Vers 23 heißt es, dass er derjenige ist, der in ihm, wo in ihm alles erfüllt wird. Oder zum Beispiel auch in Kolosser 3, Vers 11, wo was mit in Bezug auf das Gesetz Jesu, auf das Gesetz Gottes und somit auch den Sabbat hier sagt: „Weder Grieche noch Jude ist, weder Beschneidung noch Unbeschnittenheit, noch Barbar, Skythe, Knecht, Freier, sondern alles und in allem Christus.“ Christus ist der Schöpfer dieser Erde und des ganzen Universums. Und im ganzen Universum herrscht das einheitliche göttliche Gesetz, die zehn Gebote, eingeschlossen auch der Sabbat. Und der Sabbat wird universal gehalten. Gott ist ein Gott, der sich nicht ändert. Gott ist derselbe damals, heute und in Ewigkeit. Es gibt nichts Neues unter der Sonne. Und somit sehen wir auch, wenn wir auch hierzu den Kolosserbrief aufschlagen in Kolosser 1 und da die Verse 15 bis 17 lesen: „Dieser Christus ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene, der über aller Schöpfung ist, denn in ihm ist alles geschaffen worden, was im Himmel und was auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, seien es Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Gewalten, alles ist durch ihn und für ihn geschaffen.“
[4:32] Christus hat den Sabbat erschaffen. Und dieses Gesetz, dieses Gebot ist nicht einfach nur in Steintafeln geschrieben, sondern Gott möchte durch seinen Heiligen Geist dieses Gebot in unsere Herzen schreiben, dass wir es befolgen. Wir werden auch noch später noch genauer eingehen, wenn es um die Heiligung des Sabbats geht. Ich habe auch noch ein Vers in Hebräer 1 noch mit im Manuskript beigefügt, in Hebräer 1, die Verse 1 bis 3, wo es heißt: „Nachdem Gott in vergangenen Zeiten vielfältig und auf vielerlei Weise zu den Vätern geredet hat durch die Propheten, hat er in den letzten Tagen zu uns geredet durch seinen Sohn. Ihn hat er eingesetzt zum Erben von allem, durch ihn hat er auch die Welten, plural, geschaffen. Dieser ist die Ausstrahlung seiner Herrlichkeit und der Ausdruck seines Wesens und trägt alle Dinge durch das Wort seiner Kraft. Er hat sich, nachdem er die Reinigung von unseren Sünden durch sich selbst vollbracht hat, zu Rechten der Majestät in die Höhe gesetzt.“ Christus tritt ein für uns im Himmel. Und der Maßstab des Richtens sind die zehn Gebote. Das Gericht, das über alle Menschen ergeht, wird gemessen anhand den zehn Geboten. Und nur Gott kann in die Herzen der Menschen blicken und richtet auch nach dem, was der Mensch wusste und wie er danach gehandelt hat.
[5:57] Nun, dieses Gesetz spiegelt auch den Charakter Gottes wider, vor allem aber auch und gerade der Sabbat. Und wenn wir auch hierzu, und wir kennen ja den Schöpfungsbericht in 1. Mose Kapitel 2, die Verse 1 bis 3, sehen wir deutlich, wie besonders dieser Tag gemacht wurde. „1. Mose Kapitel 2, die Verse 1 bis 3: So wurde der Himmel und die Erde vollendet samt ihrem ganzen Heer. Und Gott hatte am siebten Tag sein Werk vollendet, das er gemacht hatte. Und er ruhte am siebten Tag von seinem ganzen Werk, das er gemacht hatte. Und Gott segnete den siebten Tag und heiligte ihn. Denn an ihm ruhte er von seinem ganzen Werk, das Gott schuf, als er machte.“ Frage: Muss Gott sich ausruhen von seiner Arbeit? Wohl eher nicht, denn Gott muss es ja nur aussprechen und es geschieht. Gott hat diesen Tag selbst als Vorbild genommen, um uns zu zeigen, dass wir sechs Tage Zeit haben zu arbeiten, unsere Werke zu tun, unsere Arbeiten zu verrichten. Aber ein Tag in der Woche soll gesondert sein, abgesondert sein, anders sein, anders als die anderen Tage. Denn in keinem anderen Schöpfungstag ist hier irgendetwas von Heiligung oder besonderen Segen ausgesprochen. Und das sollte uns zu denken geben, gerade wir, die wir als Adventisten den Sabbat halten und heiligen sollten. Und somit spiegelt das Sittengesetz den Charakter Gottes wider. Es ist ewig, es ist unveränderlich und sein Wesen ist dadurch auch sichtbar, nämlich die Liebe. Und das sagt uns auch der Vers in Römer 13, Vers 10. „Römer 13, Vers 10 sagt uns hierbei: Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe die Erfüllung des Gesetzes.“ Und wenn Gott ganz besonders hier uns zeigen möchte, dass er die Liebe ist und der Sabbat auch die Liebe dadurch zum Ausdruck bringen soll, dass wir Gott in seinem Wesen erkennen können, wie er wirklich ist, die Ruhe haben, die Zeit haben, dies für uns zu lernen, zu studieren, umzusetzen in unserem Leben, weil Gott uns die Kraft versprochen hat, die er uns geben möchte, damit wir es einhalten können. Denn von uns aus, sagt die Bibel, können wir wie viel tun? Nichts. Nur durch Christus ist es möglich, dass wir den Sabbat verstehen, erkennen und heiligen.
[8:40] Ja, selbst Gott gab Adam und Eva im Garten Eden den Sabbat, wo es in des Menschen Sinn geschrieben wurde. Er gab es nochmals auf dem Berg Sinai, geschrieben auf zwei Steintafeln. Lasst uns hierzu auch einen Vers lesen in Jakobus 4, wo es hier nochmal deutlich wird. In Jakobus 4, vielleicht kennt ihr den Vers schon, Jakobus 4, Vers 12, wo es heißt: „Einer nur ist der Gesetzgeber, der die Macht hat zu retten und zu verderben. Wer bist du, dass du den anderen richtest?“ Wer sind wir, dass wir über das Gesetz Gottes richten? Wer sind wir, dass wir bestimmen, wie der Sabbat für uns sein soll? Denn der Sabbat ist für den Menschen gemacht, nicht der Mensch für den Sabbat. Und somit müssen wir uns schon ernsthaft auch die Frage stellen und uns selbst beleuchten, ob wir uns selbst dadurch auch erhöhen, vielleicht, weil wir selber bestimmen, wie der Sabbat für uns sein soll.
[9:50] Jesus selbst erklärt in der Bergpredigt, wie das Gesetz erfüllt werden kann. In Matthäus 5, in Matthäus 5, Vers 17 und 18 lesen wir: „Matthäus 5, Vers 17 und 18: Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen sei, um das Gesetz oder die Propheten aufzulösen. Ich bin nicht gekommen, um aufzulösen, sondern um zu erfüllen. Denn wahrlich, ich sage euch, bis Himmel und Erde vergangen sind, wird nicht ein Buchstabe, noch ein einziges Strichlein vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist, bis die Zeit der Menschen auf dieser Erde abgelaufen ist. Die Gnadenzeit, das Gericht, nachdem dann die neue Erde entstehen kann. Bis dahin wird sich nichts ändern. Es bleibt alles.“ Von Anfang an, seit Adam und Eva das Gesetz bekommen haben, es verstanden haben, es umgesetzt haben mit Gott, diesen Tag geheiligt haben gemeinsam, bis hin über die ganze Menschheitsgeschichte, fast 6.000 Jahre, ist dieses Gesetz geblieben. Jesus selbst bezog seinen Ruhetag in das Gebot mit ein. Dies ist dieser wöchentliche Sabbat, der von Gott mein Sabbat genannt wurde. Das können wir in 2. Mose 20 lesen. Ihr kennt es ja in den 10 Geboten, wo es nochmal ganz deutlich zum Ausdruck kommt. 2. Mose 20, Verse 8 bis 11. Dort heißt es, und übrigens auch da interessant, wie dieses Gebot beginnt: Nicht „Du sollst“, „Du sollst“, sondern „Gedenke“. Denke darüber nach. Mir kam dabei der Sinn, wie im Psalm 1 der Psalmist folgendes über das Gesetz sagt. Und das fand ich hochinteressant. Das ist so eine innere Einstellung, die Gott uns auch von dem Sabbat verlangt. Es sagt hier: „Wohl dem, nicht wandelt nach dem Rat der Gottlosen“, im Psalm 1, Abvers 1. „Wohl dem, der nicht wandelt nach dem Rat der Gottlosen, noch tritt auf dem Weg der Sünder, noch sitzt, wo er später sitzen würde, sondern seine Lust hat am Gesetz des Herrn und über sein Gesetz nachsinnt, gedenkt, nachdenkt, Tag und Nacht.“ Denkst du, wenn der Sabbat vorbei ist, schon an den nächsten Tag deiner Arbeit, was du alles zu verrichten hast, oder denkst du vielleicht schon an den nächsten Sabbat? Denn von Sabbat zu Sabbat, so möchte Gott, dass wir von Sabbat zu Sabbat eine Heiligung erleben, dass wir wachsen, dass wir erkennen, was wir in dieser Woche erlebt haben, wie wir unter dem Gesetz aus Liebe zu ihm gelebt haben und was uns noch fehlt, wo Gott uns noch verändern muss, dass wir die Ruhe haben, am Sabbat darüber nachzudenken. Das ist das, was Gott möchte, darüber nachsinnen.
[12:48] „Gedenke an den Sabbat-Tag und heilige ihn.“ Das Denken der Heiligung schwingt hier schon mit, wo Gott sagt: „Vergiss nicht, dass dieser Tag heilig ist.“ Und Gott sagt: „Ich bin heilig, also sollt auch ihr heilig sein.“ Und dieser Sabbat-Tag, dieser Ruhetag, dieser Tag der Ruhe soll dazu dienen. „Sechs Tage sollst du arbeiten, all deine Werke tun, aber am siebten Tag ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes, da sollst du kein Werk tun. Weder du noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Vieh, noch dein Fremdling, der innerhalb deiner Tore lebt. Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darin ist. Und er ruhte am siebten Tag. Darum, nach seinem Vorbild, darum hat der Herr den Sabbat gesegnet und geheiligt.“ Und hier sehen wir es nochmal deutlich. Er wiederholt sozusagen seinen Schöpfungsbericht, als er diesen Tag geschaffen hatte: Segnung und Heiligung.
[13:47] Natürlich gibt es auch diese zeremoniellen, symbolischen Sabbate, wie wir sie kennen aus Kolosser 2, Vers 16 und 17. Wir können ihn kurz mal aufschlagen. Das ist so ein Text, der so oft missverstanden wird, vor allem dann, wenn man nicht den Sabbat genau studiert, wo es dann um den Schatten des Sabbats geht. In Kolosser Kapitel 2, Vers 16 und 17, wo es dann heißt: „Lasst euch von niemandem richten wegen Speise oder Trank oder wegen Feiertage oder Neumonde oder Sabbate, die doch nur ein Schatten der Dinge sind, die kommen sollen, wovon aber der Christus das Wesen hat.“ Und das ist die eigentliche Aussage in diesem Vers. Christus ist das Wesen. Er symbolisiert es. Er lebt es. Er ist es. Alles ist zu ihm und durch ihn und für ihn geschaffen worden. Und deswegen sollte man aufpassen. Denn den Sabbat wurde gegeben bei der Schöpfung. Wir haben es gelesen in 2. Mose. Jesus selbst hat den Sabbat gehalten in Lukas 4, Vers 16. Paulus hat es gehalten. Wir können sogar hier eine Aussage lesen in Apostelgeschichte 13, dass es nicht einfach nur ein Schatten war, denn manchmal wurden ja auch damals Sabbate einfach nur Feiertage genannt, so wie wir zum Beispiel jetzt den 1. Mai haben, der ein Ruhetag ist, ein Sabbat. Aber das ist nicht der Sabbat, der siebte Tag der Woche, von dem dieser Text eigentlich reden sollte. Und daher sehen wir auch ganz klar, dass sowohl im Alten Testament bei der Schöpfung, Jesus selbst und auch die Apostel den Sabbat, den siebten Tag der Woche, gehalten haben, gemäß der Schrift.
[15:46] Und ja, genau, in Apostelgeschichte 13, Vers 42 bis 44. Apostelgeschichte 13, Vers 42 bis 44: „Als aber die Juden aus der Synagoge gegangen waren, es ist Sabbat, baten die Heiden darum, dass ihnen diese Worte auch am nächsten Sabbat verkündigt würden. Nachdem aber die Synagogenversammlungen sich aufgelöst hatten, folgten viele Juden und Gottesfürchtigen, Proselyten, in Paulus und Barnabas nach, die zu ihm redeten und sie ermahnten, bei der Gnade Gottes zu bleiben. Am folgenden Sabbat aber versammelten sich fast die ganze Stadt, um das Wort Gottes zu hören.“ Hier sehen wir also, dass selbst nach Jesu, unmittelbar nach der Zeit Jesu, die Juden wie die Heiden, somit auch, wie wir gelesen haben, Paulus und Barnabas, den Sabbat gehalten haben, das Wort Gottes verkündigt haben, die anderen es gehört haben, verstanden haben, was der Sabbat eigentlich bedeutet.
[16:47] Und Jesus selbst hielt den Sabbat. Lukas 4, Vers 16 hatte ich angesprochen. Und auch hier sagt Jesus etwas ganz Prägnantes. „Lukas 4, Vers 16: Und er kam nach Nazareth, wo er erzogen worden war, und ging nach seiner Gewohnheit am Sabbattag in die Synagoge und stand auf, um vorzulesen.“ Jesus selbst sagt in Markus 2, Vers 27, 28, dass er der Herr des Sabbats ist. Er ist der Herr, er ist der Schöpfer, er ist der Herrscher über diesen Tag. Und das sollte uns eigentlich zu denken geben, was es für uns bedeutet, wenn Jesus Christus selbst Vorbild ist, nicht nur als Schöpfer von diesem Tag, sondern dass er es auch selbst tut, was er sagt. Frage: Wenn wir als Adventisten den Sabbat kennen und davon sprechen, wie gehen wir dann nach unserer Kenntnis diesem Beispiel nach? Ist für uns Sabbat eine Gewohnheit geworden? Keine Gewohnheit im Sinne von, wir gehen, um unser Gewissen zu beruhigen, nur weil wir es ja wissen, dass Sabbat der richtige Tag ist, am Sabbat in die Gemeinde. Aber wie beginnen wir schon den Sabbat? Wir wissen, dass der Sabbat, dass der Tag laut dem Schöpfungsbericht mit dem Abend beginnt. Wie erlebst du für dich den Sabbat, wenn er beginnt, am Freitagabend, wenn die Sonne untergeht? Wartest du sehnsüchtig auf den Sabbat, dass du Ruhe hast, mit deinem Schöpfer in Einklang zu treten, mit ihm zu sprechen, dass der Geist Gottes in deiner Ruhephase, wenn dein Denken zur Ruhe kommt, dass der Geist Gottes zu dir sprechen kann und sagen kann: „Lass uns doch gemeinsam die Woche betrachten, was alles passiert ist, wo du mit mir gegangen bist, wo du dich von mir entfernt hast.“ Erleben wir das heute noch? In diesem Trubel dieser Zeit haben wir einen inneren Frieden, haben wir nicht nur einen äußerlichen Sabbat, sondern auch einen inneren Sabbat. Gott segnete und heiligte den Sabbat. Und interessant ist, dass Segnung und Heiligung das gleiche Anliegen des Evangeliums sind. Und da zeigt sich doch auch schon, wie in der Menschheitsgeschichte alles auf diesen Punkt, auf diesen Höhepunkt drauf zuläuft, wenn wir vor allem aus Daniel Offenbarung wissen, dass es zwei Mächte geben wird, die vor allem über einen Tag sich äußerlich kennzeichnen werden: Wer den Sabbat hält und wer den Sonntag hält. Aber Heiligung und Segnung liegt nur auf diesen einen Tag. Und es wird ein Prüfungsstein und eine Prüfung für alle Gläubigen sein, die den Sabbat erkannt haben. Wenn das Sonntagsgesetz kommt, sollten wir viel, viel Segnungen und Heiligung und vor allem Erfahrung mit dem Sabbat gemacht haben, nämlich genauso, wie Gott möchte, dass wir es erleben, dass wir die Prüfungen bestehen können. Wenn die Frage kommt: Hältst du den Sabbat, sogar unter dem größten Druck, der auf dir lasten wird? Wirst du den Sabbat halten? Und ich sage euch, Geschwister, wir werden diesen Sabbat nur halten können, wenn wir eine enge Verbindung mit Christus haben, weil er unser Vorbild ist.
[20:31] Und auch in diesem Zusammenhang lesen wir mal in Ezekiel 20 eine interessante Aussage zu diesem Punkt, den ich unterstreichen möchte. In Ezekiel 20, Verse 12 zuerst, hier heißt es: „Ich gab ihnen auch meine Sabbate, die ein Zeichen sein sollen zwischen mir und ihnen, damit sie erkennen sollen, Erkenntnis, erkennen sollen, dass ich der Herr bin, der sie heiligt.“ Lasst uns noch den Vers 20 dazu lesen. Und vielleicht Vers 19: „Ich bin der Herr, ich, der Herr, bin euer Gott. Wandelt in meinen Satzungen, befolgt meine Rechtsbestimmungen und tut sie.“ Nicht nur, um unser Gewissen zu beruhigen, wir tun sie aus Liebe zu Gott, weil wir ihn erkannt haben. Nicht aus dem Wissen heraus allein, sondern das, was wir verinnerlicht haben. „Und heiligt meine Sabbate, damit sie ein Zeichen sind zwischen mir und euch, damit ihr erkennt, dass ich der Herr euer Gott bin.“
[21:50] Interessant ist, dass Laodicea in Offenbarung Kapitel 3 ein Problem hat, das Jesus ganz klar beschreibt. Laodicea hat ein Problem. Es glaubt, es hat alles, es weiß alles. Aber was es fehlt, ist nicht nur das Gold, der geläuterte Glaube, sondern die Augensalbe. Und die Augensalbe ist so wichtig für uns, dass wir Gott erkennen, dass unsere Augen gereinigt werden, unser geistliches Auge, dass wir Gott wahrlich so erkennen, wie er möchte, dass wir leben. Und Gott heiligt sein Volk in dem Maße, wie es seinen Sabbat heiligt. Und das ist, finde ich, vor allem müssen wir genau in diesem Zusammenhang auch sehen, denn man kann es nicht trennen. Der Mensch allein kann sich nicht einfach von sich aus absetzen und sagen: „Nur weil ich erkannt habe, dass Sabbat der Ruhetag ist, gestalte ich meinen Sabbat so, wie ich es für mich erkannt habe.“ Nein, Heiligung, Segnung ist von dem Maße abhängig, wie Gott es uns geben möchte, von dem Maße abhängig, wie wir es heiligen, diesen Tag.
[23:04] Das Sabbatgebot enthält die Kennzeichen der Siege Gottes. Sein Name steht drin, also Schöpfer. Gott ist sein Name, Schöpfer ist sein Amt, Himmel und Erde sein Herrschaftsbereich. Selbst nach dem Erlösungsakt blieb Jesus in seinem Grab zum Beispiel. Er hielt den Sabbat. Er starb am Freitag, ruhte am Sabbat und er wachte zum Leben am Sonntag. Er hielt den Sabbat für uns zum Beispiel sogar in seinem Tod. Das sollte uns zu denken geben, dass selbst in dieser schwierigen Zeit für die Jünger Jesu, in der sehr, sehr schwierigen Zeit, Christus selbst treu blieb. Wie ist es denn mit uns, wenn es um Leben und Tod geht, in unserem persönlichen Leben? Wie treu sind wir da zu Gott, zu seinen Satzungen, zu seinen Geboten? Und das Zeichen, das wir gelesen haben in Hesekiel 20, sehen wir auch in Offenbarung 7. Das Zeichen und die Versiegelung seiner Lösen vor seinem Kommen. Offenbarung 7, Verse 1 bis 3. Wir kennen eigentlich diesen Text fast schon auswendig von den Auserwählten der 144.000, was es heißt. „Und danach sah ich vier Engel an den vier Enden der Erde stehen, die hielten die Winde der Erde fest, damit kein Wind wehe über die Erde, noch über das Meer, noch über irgendeinen Baum. Und ich sah einen anderen Engel, der von Sonnenaufgang heraufstieg, der hatte das Siegel des lebendigen Gottes. Und er ruft mit lauter Stimme den vier Engeln zu, denen es gegeben war, der Erde und dem Meer Schaden zu fügen. Und er sprach: Schädigt die Erde nicht, noch das Meer, noch die Bäume, bis wir die Knechte unseres Gottes an ihren Stirnen versiegelt haben.“
[24:56] Vielleicht lesen wir auch dazu noch kurz zweite Mose, eine auch hier sehr interessante Vers, zweite Mose 31, Vers 17. Ein wunderbarer Vers. Und wir sehen schon auch, wie hier die Verknüpfung mit altem und neuem Testament hier zusammenkommen. Dass Gott, ein Gott ist damals, heute und in Ewigkeit. Es heißt hier: „2. Mose 31, Vers 17: Es ist ein ewiges Zeichen, es spricht hier vom Sabbatgebot. Es ist ein ewiges Zeichen zwischen mir und den Kindern Israels. Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht, aber am siebten Tag ruhte er und erquickte sich.“ Frage: Wo habt ihr diesen Ausdruck „Erquickung“ schon mal gehört? Es ist nicht so, dass Jesus gesagt hat: „Kommt her, alle zu mir, die ihr von Sonntag bis Freitag mühselig und beladen seid, erwartet den Sabbat, damit ich euch Ruhe gebe, damit ich euch erquicke, damit ihr auftanken könnt, damit ihr gegründet seid im Wort Gottes, dass ihr die Kraft von dort bekommt, die er euch geben kann.“
[26:19] Der Sabbat ist ein Zeichen der Treue. Und wir kennen die Treuen der Heiligen in Offenbarung 12, Vers 17. Das müsste jetzt schon bei euch klingen, wenn es um Offenbarung 12 geht. Das ist eigentlich unser Motto-Vers der Adventisten sozusagen. In Offenbarung 12, Vers 17. Entschuldigt, da habe ich mich jetzt selbst vertan. Zuerst einmal Offenbarung 12, Vers 17 über das Zeichen der Treue: „Und der Drache wurde zornig über die Frau und ging hin, um Krieg zu führen mit den übrigen von ihren Samen, welche die Gebote Gottes befolgen und das Zeugnis Jesu Christi haben.“ Offenbarung 14, Vers 12. Das ist auch dieser eigene Vers, den wir als unser Motto-Vers haben. Hier ist das standhafte Ausharren der Heiligen. Hier haben wir wieder das Wort Heiligung, heiligen, die hier sind, welche die Gebote Gottes und den Glauben, den Glauben, den Jesus hat, denselben Glauben bewahren. Keinen anderen Glauben. Den Glauben, den Jesus hat, haben auch die Heiligen.
[27:48] Offenbarung 22, Vers 14. Wo es heißt: „Glückselig sind die, die seine Gebote tun, damit sie Anrecht haben an den Baum des Lebens und durch die Tore in die Stadt eingehen können.“ Niemand wird in die Tore eingehen können, es sei denn, wir sind gereinigt von unseren Sünden, weil wir aus Liebe zu Christus und durch seine Kraft und Herrlichkeit das Gesetz erfüllen, weil wir verstanden haben, was Heiligung bedeutet, weil wir wissen, dass der Sabbat speziell die Heiligung hervorhebt. Nutzen wir diese Gelegenheit Sabbat für Sabbat, um die Heiligung zu erleben, die Gott uns geben möchte.
[28:28] In Matthäus 11, Vers 28 lesen wir, dass es eine Zeit der Ruhe ist. Matthäus Kapitel 28, Entschuldigung, Matthäus Kapitel 11, Matthäus Kapitel 11, Vers 28: „Wir haben es gelesen. Kommt her zu mir alle, die ihr ermüdet und beladen seid, so will ich euch erquicken. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig. So werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.“ Wie werden wir Ruhe finden für unsere Seelen? So, dass wir das Joch Jesu auf uns nehmen. Das bedeutet Ruhe von der Sünde und Frieden für die Seele. Denken wir am Sabbat auch über unsere Sünden nach, die wir begangen haben? Wie wir mit jeder Sünde, die wir begangen haben, einen weiteren Hammerschlag auf den Nagel drauf gesetzt haben, dass die Hand Jesu durchbohrt?
[29:42] Der Sabbat ist ein Symbol und eine Prophezeiung der neuen Erde, wo völlige Ruhe sein wird und Sünde und Sünder fehlen werden. Selbst auf der neuen Erde, sagt Jesaja Kapitel 66, Verse 22 und 23, wird es auf der neuen Erde diesen Sabbat-Tag geben. Wir können auch hier lesen zum Beispiel Hebräer 4. Auch hier sehen wir diese wunderbare Verknüpfung im Alten und Neuen Testament, wie sich hier diese Verse gegenseitig unterstützen. Hebräer 4, Vers 7 bis 11: „So bestimmt er wiederum einen Tag, ein Heute, in dem er nach so langer Zeit durch David sagt, wie es gesagt worden ist: Heute, wenn ihr seine Stimme hört, so verstockt eure Herzen nicht. Denn wenn Josua sie zur Ruhe gebracht hätte, so würde nicht danach von einem anderen Tag gesprochen. Also bleibt dem Volk Gottes noch eine Sabbatruhe vorbehalten. Jesaja 66. Denn wer in seine Ruhe eingegangen ist, der ruht auch selbst von seinen Werken, gleich wie Gott von den Seinen.“ So wollen wir, und das ist der Aufruf, den hier Paulus auch an uns macht: „So wollen wir denn eifrig bestrebt sein, in jene Ruhe einzugehen, damit nicht jemand als ein gleiches Beispiel des Unglaubens zu Fall kommt.“ Und ich sage euch, ihr Lieben, dieser Vers, wenn wir ihn genau studieren, wo Gott uns ganz klar sagt, wenn wir nicht eifrig bestrebt sind, nach dieser Ruhe, die Gott uns damit gezeigt hat, wie wir Ruhe halten können, wie wir erquickt werden können, wie wir Heilungen erfahren, wie wir darum nicht bemüht sind, wird jemand, der es nicht tut, zum Unglauben kommen, wird zu Fall kommen. Vor allem dann, wenn es darum geht, zur Wahrheit einzustehen, das Zeichen zu setzen und zu sagen: „Ja, ich halte den Sabbat.“ Egal, welche Konsequenzen es auch nach sich zieht, wenn ich meinen Job verliere, wenn ich kein Geld mehr bekommen kann, wenn ich nicht mehr einkaufen gehen kann, ich werde nicht mehr dazu stehen.
[32:02] Der Sabbat ist ein prophetischer Hinweis auf die tausend Jahre, in denen die Erde, die sich in einem chaotischen und leblosen Zustand während dieser Zeit befindet, die vernachlässigten Sabbate nachholen und ruhen wird. So wie das Land Kanaan 70 Jahre lang während der babylonischen Gefangenschaft der Juden ruhte. Das können wir zum Beispiel auch in 3. Mose Vers 26, Vers 34 lesen. Ihr habt es dann auch hier im Manuskript. Und oftmals hat man sich gefragt: Wer gehört denn der Sabbat den Juden? Frage: War Adam und Eva jüdisch? Wohl eher nicht, oder? Der Sabbat gehört nicht nur den Juden, sondern auch den Heiden. Und das begreift Jesus auch in Markus Kapitel 2, Vers 27.
[32:49] In Markus Kapitel 2, Vers 27: „Und er sprach zu ihnen: Der Sabbat wurde um des Menschen willen geschaffen.“ Mensch heißt nicht Jude. Die Juden waren das Volk, das als auserwähltes Volk diesen Tag erhalten haben, weil sie Gott kannten. Aber der Sabbat wurde eigentlich um des Menschen willen geschaffen, nicht der Mensch um des Sabbatswillen. Abraham war der Vater aller wahren Gläubigen und seine Nachkommen feierten den Sabbat. Das können wir lesen in 1. Mose 26, Vers 5.
[33:38] Lasst uns vielleicht doch nochmal die Verse Jesaja 56, Vers 2 lesen, wo es darum geht, dass der Sabbat nicht nur den Juden, sondern auch den Heiden gehört. In Jesaja 56, dort die Verse 2 und Vers 6: „Wohl dem Menschen, der dies tut und dem Menschenkind, das daran festhält, der den Sabbat hält und ihn nicht zu entweihen und seine Hand davor bewahrt, irgendetwas Böses zu tun.“ Vers 6: „Und die Fremdlinge, die sich dem Herrn anschließen, um ihn zu dienen und den Namen des Herrn zu lieben und um seine Knechte zu sein und alle, die darauf achten, den Sabbat nicht zu entheiligen und die an meinem Bund festhalten.“ Das ist so eine wunderbare Aussage und das ist so klar und deutlich, wie Gott hier sagt: Wenn wir die Knechte unseres Herrn sind, sind wir keine Fremdlinge. Wir sind ein auserwähltes Volk, von Gott gewollt.
[34:56] Und das Interessante ist, dass auch da Gott uns zeigen möchte. Gott hat einen Willen, ganz klar, was sein Gesetz betrifft, aber er hat auch einen Wunsch, und dieser Wunsch ist, dass alle Menschen den Sabbat erkennen, dass die Botschaft des Evangeliums hinausgeht in die Welt und die Sabbatbotschaft genauso eine Kernaussage ist, dass sie verstehen, wer hinter dem Sabbat steht. Denn dadurch erkennen sie erst ihren Schöpfer und dadurch erkennen wir erst unsere Nichtigkeit, die Abhängigkeit von ihm. Denn alles Leben kommt nur von ihm. Jeder Atemzug, den wir tun, ist ein Gedanke von Gott. Und das bei sieben Milliarden Menschen. Gott hat viel zu tun, aber es ist nichts für ihn, denn er ist der Schöpfer des ganzen Universums. Er kennt jedes Haar auf dem Haupt aller Menschen.
[36:02] Wir bleiben in Jesaja, gehen mal zu Kapitel 58, Verse 12 und 13. Dort hatte ich noch einen Gedanken gehabt, der sehr, sehr wichtig ist, auch zu der Zeit damals wie auch heute, wo Gott uns hier etwas zeigen möchte. In Jesaja 58, Vers 12 und 13: „Und die aus dir hervorgehen, werden die Trümmer der Vorzeit wieder aufbauen. Du wirst die Grundmauer früherer Geschlechter wieder aufrichten und man wird dich nennen: der die Breschen vermauert und die Straßen wiederherstellt, damit man dort wohnen kann.“ „Wenn du am Sabbat deinen Fuß zurückhältst“, unterstreicht euch diesen Vers, Vers 13: „Wenn du am Sabbat deinen Fuß zurückhältst, dass du nicht an meinem heiligen Tag das tust, was dir gefällt, wenn du den Sabbat deine Lust nennst und den heiligen Tag des Herrn ehrenwert, wenn du ihn ehrst, so dass du nicht deine Gänge erledigst und nicht dein Geschäft treibst, noch nichtige Worte redest.“ Vers 14: „Dann wirst du an dem Herrn deine Lust haben.“ Seht ihr, was hier steht? Lust des Sabbats ist gleichzeitig Lust an dem Herrn. Seht ihr, wie das miteinander verknüpft ist? Wenn ich Lust habe am Sabbat, bedeutet es, ich begegne meinem Herrn und habe gleichzeitig Lust am Herrn, mit ihm zusammen zu sein. Und ich will dich über die Höhen des Landes führen und dich speisen mit der Erbe deines Vaters Jakob. Ja, der Mund des Herrn hat es verheißen.“
[38:00] Ihr Lieben, vielleicht lesen wir manchmal einfach nur so über den Vers drüber, aber da steckt noch so viel mehr drin. Die Wiederherstellung des Sabbats und die Anweisung, wie man den Tag des Herrn erhalten soll, wird hier beschrieben. Nichts sollte geduldet werden, was die heilige Gemeinschaft unserer Seele mit Gott stören könnte. Dies gilt für alle Zeiten, besonders am Sabbat.
[38:16] Wenn wir schon in diesem Gedanken sind, dann lasst uns dazu noch Johannes 14 aufschlagen. Johannes Kapitel 14, auch ein wunderbarer Gedanke. Johannes 14, Vers 21 und 23: Jesus spricht hier: „Wer meine Gebote festhält und sie befolgt, der ist es, der mich liebt.“ Liebst du Jesus? Möchtest du verstehen, was Jesus mit dem Sabbat meint, mit seinem Gebot? „Wer aber mich liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.“ Vers 23: „Jesus antwortete ihm.“ Jesus antwortet zu Judas, der hier spricht in Vers 22: „Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort befolgen.“ Das ist die logische Konsequenz. Und wir wissen, dass Gott die Liebe ist und dass der Mensch von sich aus nicht lieben kann. Also bleibt uns nur der Sabbat, wo wir die Ruhe haben können, um Liebe zu erfahren, die in uns hineinströmt durch die Kraft des Geistes, die überströmt, damit andere, was überströmt, auch andere davon profitieren können, dass sie Gottes Liebe erkennen können in dir und in mir. Und mein Vater wird ihn lieben und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen.“ Darf Gott in dir wohnen, in deinen Gedanken, in deinen Entscheidungen, in deinem Leben, jeden Tag, ganz besonders am Sabbat? Das können wir auch in Johannes 15, Vers 10 im Prinzip das Gleiche lesen: „Wenn ihr meine Gebote haltet, so bleibt ihr in meiner Liebe, gleichwie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe geblieben bin.“
[40:22] Ihr Lieben, wir können uns nicht darum herumreden, wie wir Sabbat verstehen und für uns so umsetzen, wie wir es haben wollen. Es hängt zu viel davon ab: unser ewiges Leben, unsere Gemeinschaft mit Gott. Die tiefe Bedeutung des Sabbats im Plan der Erlösung wollen wir uns noch ganz kurz anschauen in den letzten fünf Minuten. Die Anordnungen Christi haben eine doppelte Bedeutung. So ist zum Beispiel die Taufe gleichzusetzen mit dem Tod des alten Menschen bezüglich unseres alten Lebens. Für unser zukünftiges Leben besagt es jedoch, dass ein neuer Mensch geboren wird, uns ein neues Leben und ein neues Leben beginnt. Das Abendmahl erinnert an das Kreuz Christi und deutet hin auf das zweite Kommen des Herrn Jesus. Die erste Heirat im Garten Eden rückte die Vereinigung von Mann und Frau aus. Das war ebenso eine Prophezeiung auf Jesus, in der sein Vater verließ und Mensch wurde, damit er sich durch sein Leben und sein Leben und sein Tod eine Frau erlösen konnte, nämlich seine Gemeinde. Das lesen wir in Epheser 5, Vers 31 und 32. Der Sabbat hat gleicherweise einen doppelten Wortsinn. Er bedeutet zuerst einmal geistliche und körperliche Ruhe, aber ebenso weist der Sabbat in prophetischer Hinsicht auf die neue Erde hin, wo es ewige Ruhe, Harmonie und enge Gemeinschaft mit der Dreieinigkeit geben wird. Jesus, der Schöpfer, wusste schon vor der Schöpfung von dem Fall des Menschen, dem großen Abfall der Menschen, der Zerstörung dieser Erde und der Erschaffung einer neuen Erde, wo der Sabbat hochgeachtet werden wird. Dies ist der Plan. Dies ist das Ziel, auf das die ganze Schöpfung zu eilt. Möchtest du da dabei sein? Möchtest du dieses Ziel vor Augen haben? Eilst du mit einem Eifer dorthin, dieses Ziel zu gelangen, mit der Kraft des Heiligen Geistes zu erleben, was Sabbat bedeutet? Jetzt hier in Vorbereitung auf die tausend Jahre und in Vorbereitung auf die neue Erde, wo Harmonie, ewige Ruhe und enge Gemeinschaft mit der Dreieinigkeit es geben wird.
[42:59] Lass uns zum Abschluss noch vielleicht zwei, drei Texte lesen. Den ersten, den ich mit euch anschauen möchte, ist Hebräer Kapitel 4, den hatten wir schon gelesen. Entschuldigt, Jesaja Kapitel 26, Jesaja Kapitel 26, Verse 2 und 3. Hier ist das Loblied der Erlösten zur Verherrlichung Gottes. „Jesaja 26, Vers 2 und 3: Öffnet die Tore, damit ein gerechtes Volk einzieht, das Treue bewahrt.“ Diese Tore im Himmel, diese Perlentore werden geöffnet, damit das Volk der Gerechten einziehen kann. „Einem festen Herzen bewahrst du den Frieden, den Frieden, weil es auf dich vertraut.“ Gott vertraut auf dich, dass du die Entscheidung triffst, bereit zu sein für seine Wiederkunft.
[44:13] Offenbarung 2, der letzte Vers. Offenbarung 2, Vers 14, sagt uns hier, dass es schreibt an die Gemeinde von Pergamos, aber ich habe ein Weniges gegen dich, dass du dort solches hast, die an der Lehre Bileams festhalten, der den Balak lehrte, einen Anstoß zur Sünde für die Kinder Israels zu legen, sodass sie Götzenopfer aßen und Unzucht trieben.“ Hier sehen wir den krassen Unterschied zu dem, was wir in Jesaja gelesen haben. Es gibt nur diese zwei Möglichkeiten. Entweder wir nehmen die Lehre Jesu an, erleben sie, erfahren sie, vertrauen auf die Verheißung, die Gott uns gegeben hat, nehmen sie an, lassen es zu in unserem Leben, heiligen uns dadurch, weil Gott uns diese Möglichkeit gibt. Oder wir sehen an dem Beispiel der Gemeinde von Pergamos, wenn wir an anderen Lehren festhalten, vor allem unseren Lehren festhalten, die wir uns selbst zusammenschmieden, dass dies zum Götzenopfer führt und zur Unzucht. Unzucht heißt eigentlich nichts anderes, als dass man Dinge tut, die wider dem Gesetz stehen. Möchtest du eine Heiligung am Sabbat erleben oder verrennst du dich in eine Unzucht, die du dir selbst zuzuschreiben hast am Ende?
[45:53] Wie möchtest du in einer Gemeinde sein, die den Sabbat erlebt? Wie sollte die Gemeinde einen Sabbat erleben? Sollte nicht auch da die Gemeinde von Sabbat zu Sabbat eine Heiligung erfahren? Das sind wichtige Gedanken, über die wir uns ernsthaft darüber Gedanken machen müssen, wie wir unseren Sabbat erleben, wie wir ihn halten, wie wir näher dadurch zu Christus kommen. Und ich bin Gott dankbar dafür, dass er uns alles gibt, was wir dazu brauchen, um den Sabbat nicht nur zu erkennen, sondern ihn so zu erleben, dass wir wirklich an uns erkennen können, wie Gott in uns wirkt, wie wir dadurch eine Heiligkeit, einen Prozess der Heiligung erfahren und wie Gott uns zur Seite steht, um das zu erfahren. Und das ist mein Wunsch an euch, dass ihr diese Entscheidung trefft, dabei zu sein, auf das Ziel hin zuzugehen, wo auch die gesamte Schöpfung hinzueilt, das Gott vorbereitet hat. Das ist mein Wunsch an euch und ich wünsche euch bei diesem Studium, und es gibt sicherlich noch viel, viel mehr und ihr könnt auch noch auf joelmedia.de noch weitere Themen oder weitere Sendungen zum Thema Sabbat noch anschauen. Ich wünsche euch auf jeden Fall, dass ihr diese Entscheidung trefft für Gott und dass ihr den Sabbat noch besser kennenlernt, dass wir alle den Sabbat noch besser kennenlernen. Denn für mich gilt das Gleiche wie für dich.
[47:29] So möchte ich noch zum Abschluss ein kurzes Gebet sprechen und Gott einladen, dass er uns beisteht. Lieber Vater im Himmel, wir sind dir so dankbar für dein Wort. Wir sind dir so dankbar für diese Klarheit, für diesen Sabbat-Tag, den du uns gegeben hast, der für uns gemacht wurde. Du selbst hast ihn als Vorbild gehalten und nach diesem Vorbild wollen wir leben. Herr Jesus, bitte schenke uns diese Augensalbe, die wir brauchen, dass wir dich besser erkennen, dass wir erkennen, was du mit dem Sabbat meinst, wie du es meinst, wie du selbst möchtest, dass wir den Sabbat halten, wie deine Gemeinde diesen Sabbat, die Sabbate halten soll, Woche für Woche für Woche. Hilf, dass es nicht nur einfach eine Tradition wird oder eine Gewohnheit, die unser Gewissen beruhigt. Nein, Herr, hilf uns, dass wir den Sabbat von Anfang beim Sonnenuntergang bis Sonnenuntergang heiligen. Es ist dein Wunsch, dass wir ihn heiligen und so bitte ich dich, Herr, hilf, dass wir deinen Wunsch entsprechen. Schenke uns Kraft und einen starken Willen, dies tun zu wollen. Bitte segne uns an diesem Sabbat-Tag und ab herzlichen Dank, dass du uns schon so viel Segnungen bereithältst für all die Sabbate, die noch kommen werden. Wir danken es und bitten es in deinem Namen, Herr Jesus. Amen.