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In dieser Lektion der Cannstatt Study Hour 2014 Q2 mit dem Titel „Christus und Sein Gesetz“ untersucht Frank Schleipfenbauer die Beziehung zwischen dem Gesetz Gottes und dem Gesetz Christi. Es wird erörtert, ob die Zehn Gebote durch Christus aufgehoben wurden und wie Liebe, Gehorsam und Gnade im christlichen Glauben zusammenwirken. Die Betrachtung beleuchtet die Bedeutung des Gesetzes als Maßstab für das Gericht und die Rolle der Liebe als Erfüllung des Gesetzes Christi, wobei das Beispiel Jesu als ultimatives Vorbild dient.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2014 Q2: Christus und sein Gesetz

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zu einer weiteren Sabbatschul-Lektionswoche, die Woche Nummer 8 in diesem Quartal unter der Überschrift des Gesetzes Gottes und des Gesetzes Christi. Und ich begrüße alle sehr herzlich und wünsche euch Gottes Segen beim Studium, beim Zuhören, beim Zuschauen und begrüße damit auch alle, die jetzt über Joelmedia.de und Amazing Discoveries TV zugeschaltet sind. Das Gesetz Gottes und das Gesetz Christi. Warum diese Differenzierung? Ist es nach unserem Glauben nicht ausreichend zu sagen, das Gesetz Gottes und damit automatisch das Gesetz Christi? Manche sehen es etwas anders. Wir wollen dem nachgehen, welche Bedeutung Gott dem Gesetz für die heutige Zeit und auch für unsere Zukunft beimisst und wie Christus selber damit umgegangen ist und welche Botschaften er für uns hinterlassen hat. In Beispielen, in Aussagen, die wir in der Bibel finden, in Berichten. Wir wollen gleich einsteigen mit dem Merkvers dieser Woche, der gleich auch unsere Gedanken einsteigen lässt. Der steht in Johannes 15, Vers 10. Johannes Kapitel 15, Vers 10, in dem Christus sagt: „Wenn ihr meine Gebote haltet, so werdet ihr in meiner Liebe bleiben, wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe.“

[1:58] Also auch dort sagt er selbst, dass er uns ein Beispiel gegeben hat. Nun ist das ja zumindest nach meiner Erfahrung auch und nach der Erfahrung vieler, die ich kenne und immer wieder darüber spreche, leichter gesagt als getan, in seiner Liebe zu bleiben und diese Liebe festzuhalten, um sie anderen weiterzugeben. Und wir haben ja in der heutigen Welt leider auch immer mehr Beispiele, dass menschliche Gesetzgeber sich nicht an ihre eigenen Gesetze halten. Sei es Geschäftsführer oder Vorstände von Unternehmen, Behördenleiter oder aber auch Abgeordnete in unseren Parlamenten, im Bundestag oder in den Landesparlamenten. Selbst Rechtsanwälte und Staatsanwälte und Richter sind schon auf der Anklagebank gesessen und auch überführt worden, dass sie sich nicht an die Gesetze, die sie selber entweder mitschaffen haben oder zu setzen hatten, dass sie sich daran nicht gehalten haben und auch straffällig geworden sind. Was ist das für ein Gesetzgeber? Was sind das für Gesetzgeber, die sich an die Gesetze, die sie selbst eingeführt haben und nach außen in deren Prinzipien hochhalten, dass sie sich selbst daran nicht halten? Wie wäre das für uns, wenn unser himmlischer Vater, der uns Gesetze gegeben hat, sich an diese Gesetze selbst nicht halten würde? Er hätte beispielsweise seinen erklärten Gegner, der sich selbst zum Gegner erklärt hat, dieser Luzifer oder Satan, wie ihn die Bibel bezeichnet, hätte er mit seiner Schöpfermacht, mit der er das ganze Universum geschaffen hat, schon längst ausschalten können, ein für alle Mal, und wir hätten nicht mehr darunter zu leiden. Aber was wäre dann passiert? Wäre dann nicht zu Recht die Anklage da gewesen, dass sich der Schöpfer nicht an seine eigenen Gesetze hält?

[4:20] Anfang dieser Woche haben wir eine Überschrift, die heißt: „Das Gesetz und die Propheten“. Und ich weiß auch aus eigener Erfahrung, dass es manche Glaubensgeschwister in unserer Gemeinschaft gibt, die glauben und damit argumentieren, dass selbst die Zehn Gebote durch Christus und seinen Tod am Kreuz aufgehoben wurden. Ich habe mir oft darüber Gedanken gemacht: Kann das sein und welchen Sinn macht es, dass wir heute mit den Grundregeln, die Gott seinen Geschöpfen gegeben hat, für die Beziehung zu ihm, für die Beziehung untereinander, dass die heute anders gestaltet sind als zum Zeitpunkt der Schöpfung, als die ersten Menschen durch ihn ins Leben gerufen wurden oder in den ersten 1000 oder 2000 Jahren, über die ersten Generationen hinweg, dann bis hin in die Zeit des Mose? Welchen Sinn macht das? Gibt es so etwas wie einen Persilschein, wenn ich das so leger mal sagen darf, also eine Art Freibrief, dass die Gnade alles zudeckt? Und haben wir Gnade nötig, wenn es kein Gesetz gibt? Wie erkennen wir, dass wir gesündigt haben oder dass wir gegen Gesetze verstoßen haben, wenn es kein Gesetz gibt? Und wozu brauchen wir dann Gnade, wenn es keine Gesetzesverstöße gibt? Also das sind dann schon Fragen, die sich mir bei diesen Überlegungen stellen. Aber lasst uns das Wort lesen und zunächst mal in Matthäus Kapitel 5, den Vers 17. Matthäus 5, Vers 17. Dort sagt Christus: „Meint nicht, dass ich gekommen sei, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen. Ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen.“ Wir wissen ja, dass Gott keine überflüssigen Worte macht. Und wenn er in seinem geschriebenen Wort der Bibel etwas wiederholt, einmal oder mehrmals, dann hat auch die Tatsache, dass es eine Wiederholung gibt, eine Bedeutung. In der Regel, dass es ihm besonders wichtig ist, dass wir es nicht überlesen, dass wir es nicht vergessen. Und so lasst uns den Vers noch einmal anschauen: „Meint nicht, dass ich gekommen sei, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen.“ Das hätte ja vielleicht schon gereicht. Aber es wiederholt noch mal: „Ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen.“

[7:19] Und lasst uns ein paar Kapitel weiter in Matthäus 22, noch ein Wort dazu nehmen. Matthäus 22, den Vers 40 zunächst: „An diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.“ Also am Beginn des Verses 40 sehen wir ja, dass der Kontext davor sehr wichtig sein muss, damit wir auch wissen, an welchen zwei Geboten denn das ganze Gesetz und die Propheten hängen. So, lasst uns das mal gegenüberstellen oder in Verbindung nehmen, besser gesagt. Zwei Berichte, einmal diesen hier in Matthäus 22, aber zunächst gehen wir zurück in Kapitel 19. Matthäus Kapitel 19, ab Vers 16. Und wir haben dort den sogenannten reichen Jüngling oder auch überschrieben die Frage eines Reichen nach dem ewigen Leben. Matthäus 19, ab Vers 16: „Und siehe, einer trat herbei und sprach zu ihm: Lehrer, was soll ich Gutes tun, damit ich ewiges Leben habe? Er aber sprach zu ihm: Was fragst du mich über das Gute? Einer ist der Gute. Wenn du aber ins Leben hineinkommen willst, so halte die Gebote.“ Er spricht zu ihm: „Welche?“ Jesus aber sprach: „Diese: Du sollst nicht töten, du sollst nicht Ehe brechen, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsch Zeugnis geben. Ehre den Vater und die Mutter und du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ Der junge Mann spricht zu ihm: „All dies habe ich befolgt, was fehlt mir noch?“ Jesus sprach zu ihm: „Wenn du vollkommen sein willst, so geh hin, verkaufe deine Habe und gib den Erlös den Armen, und du wirst einen Schatz im Himmel haben und komm, folge mir nach.“ Als aber der junge Mann das hörte, ging er betrübt weg, denn er hatte viele Güter.“

[9:38] Lassen wir das zunächst mal so stehen und gehen mit diesen Gedanken wieder ins Kapitel 22 und lesen dort ab Vers 34. „Als aber die Pharisäer hörten, dass er, also Jesus, die Sadduzäer zum Schweigen gebracht hatte, versammelten sie sich miteinander.“ Denn hier hat die Feindschaft zwei Gruppen, die selbst gegeneinander argumentiert und gestritten haben, dann vereinigt gegen Christus. Vers 35: „Und es fragte einer von ihnen, ein Gesetzesgelehrter, und versuchte ihn und sprach zu Jesus: Lehrer, welches ist das größte Gebot im Gesetz? Er aber sprach zu ihm: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand. Dies ist das größte und erste Gebot. Das zweite aber ist ihm gleich: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. An diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.“

[10:57] Wie ist die Verbindung zwischen der Liebe zu Gott und der Liebe zum Nächsten? Wenn wir noch mal zu dem reichen Jüngling gehen, in Matthäus Kapitel 19, dann sehen wir, dass Jesus dort in seiner Aufforderung an den reichen Jüngling, als Antwort auf die Frage, was soll ich tun, was muss ich tun, um das ewige Leben zu haben, dass er dort eine bestimmte Reihenfolge hat. So lasst uns das noch mal anschauen. Er sagt ihm zunächst, er soll die Gebote halten und zählt bestimmte Gebote auf. Nämlich die Gebote, die wir aus den Zehn Geboten kennen, im letzten Teil, also im zweiten Teil der Gebote, die bekanntlich die Beziehung der Menschen untereinander regeln. Dann fragt der junge Mann, nachdem er gesagt hat: „Das habe ich alles getan, ich bin so erzogen worden, von Kind an habe ich das getan, was fehlt mir noch?“ Und dann sagt Jesus: „Wenn du vollkommen sein willst, also wenn du das ganze Gesetz halten möchtest, so geh hin, verkaufe deine Habe, gib den Erlös den Armen.“ Also wenn du diese Gebote tatsächlich hältst, nicht nur nach außen hin in Werken, sondern wenn die Werke dein innerstes Denken zeigen, nämlich die Entscheidung, dass ich gegen meine Gefühle meinen Besitz am liebsten für mich zu nutzen, als Opfer, das wehtut, einem Bedürftigen etwas gebe. Und Jesus verlangt hier von diesem reichen Jüngling sogar beispielhaft, dass er seine ganze Habe verkauft und den Erlös den Armen gibt. Dann ist das äußerliche Halten der Gebote auch auf dem Fundament der inneren Liebe und des Glaubens. Und dann treten auch die weiteren Folgen ein, die Jesus ihm hier nennt. Vers 21: „Gib den Erlös den Armen, und du im Sinne von und dann dadurch wirst du einen Schatz im Himmel haben und dann komm, folge mir nach.“

[12:57] Der Apostel Petrus hat in seinem zweiten Brief im ersten Kapitel, ja, ich will nicht despektierlich sein, aber so etwas wie eine Gebrauchsanweisung oder einen Fahrplan, so will ich es besser mal sagen, einen Fahrplan der Heiligung, also des Veränderungsprozesses, den Gott durch seinen Geist, durch seine Kraft in uns vollziehen möchte, gegeben. Wir finden es, wie gesagt, im zweiten Brief Petrus im Kapitel 1 und dort gibt es eine bestimmte Abfolge, eine Kette von Ursache und Wirkung, die sich fortsetzt. Dort heißt es ab Vers 3: „Da seine göttliche Kraft uns alles zum Leben und zur Gottseligkeit geschenkt hat, durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat, durch seine eigene Herrlichkeit und Tugend, also durch Christus, durch die er uns die kostbaren und größten Verheißungen geschenkt hat, damit ihr, also wir, durch sie, durch die Verheißungen Teilhaber der göttlichen Natur werden, die wir dem Verderben, das durch die Begierde in der Welt ist, entflohen sind.“ Und jetzt kommt diese Kette von Ursachen und Wirkung, der Prozess. Vers 5: „Eben deshalb wendet aber auch allen Fleiß auf und reicht in eurem Glauben die Tugend, in der Tugend aber die Erkenntnis, in der Erkenntnis aber die Enthaltsamkeit, also die Selbstdisziplin, die Selbstbeherrschung, in der Enthaltsamkeit aber das Ausharren, die Geduld, in der Geduld aber die Gottseligkeit, in der Gottseligkeit die Bruderliebe, in der Bruderliebe aber die Liebe.“

[15:05] Und wenn wir uns dort auf den Vers 7 konzentrieren, im Kontext unserer Sabbatschulbetrachtung hier jetzt mit dem reichen Jüngling und der Frage nach dem höchsten Gebot, dann ist das hier ein Synonym, eine völlige Parallele im Vers 7. Die Gottseligkeit, also die Gottesfurcht, der Respekt zu Gott, das Dankbarkeitsgefühl für das, was er für mich getan hat, das mich dazu bringt, aus Liebe und Dankbarkeit die Gebote halten zu wollen, in dem Wissen, es aus eigener Kraft nicht zu schaffen, dass durch diese Glaubensüberzeugung täglich erneuert durch die Gemeinschaft mit Christus im Wort die Gottseligkeit wird und daraus die Bruderliebe, Liebe deinen Nächsten wie dich selbst, und daraus die Liebe zu Gott vervollkommnet wird, so wie wir das in Vers 22 noch einmal lesen.

[16:05] Vers 22, Entschuldigung, Kapitel Matthäus, Kapitel 22, ab Vers 37: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand. Dies ist das größte und erste Gebot. Das zweite aber ist ihm gleich: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. An diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.“ Gehorsam ist ein Ausdruck der Liebe und beginnt jeden Tag neu mit unserer Entscheidung dazu. Wir können im Grunde genommen nicht mehr tun, aber das verlangt Gott von uns, das erwartet er, so wie er es auch sehr deutlich vom reichen Jüngling verlangt hat, mit unserem Verstand, unserem freien Willen, dem Glauben ihm zu folgen und jeden Morgen neu die Entscheidung zu treffen, dass er unseren Gehorsam vielfach verdient hat, aus Liebe und Dankbarkeit für das, was er uns getan hat. Und dass dann die verändernde Kraft des Heiligen Geistes, so wie wir es im zweiten Petrusbrief gerade gelesen haben, unsere Heiligung bewirkt. Und dann sind die Gebote für uns kein Müssen mehr und kein Sollen oder kein Nicht-Dürfen und Nicht-Sollen, sondern ein Wollen. Ein Wollen und ein Dürfen.

[17:47] Ein weiteres Kapitel in dieser Woche ist überschrieben mit „Die Regeln der Liebe“. Und da lesen wir noch einmal den Merkvers in Johannes 15, Vers 10, was dort die Grundlage ist. Johannes 15, Vers 10 noch einmal: „Wenn ihr meine Gebote haltet, sagt Christus, so werdet ihr in meiner Liebe bleiben.“ Ja, was ist eher da? Die Henne oder das Ei? Wenn wir uns als Sünder mit sündhafter Natur, die wir selbst entscheiden wollen, die wir nicht gehorchen wollen, nichts und niemand, die wir uns selbst verwirklichen wollen, die wir auch uns selbst im Vergleich zu unseren Mitmenschen an die erste Stelle stellen. Wenn wir uns im Glauben mit unserem Verstand entscheiden, seine Gebote halten zu wollen, dann werden wir in seine Liebe gezogen und werden wir dort bleiben. Das ist eine Verheißung, ein Versprechen, die nach Philipper 2 durch Gott gewirkt werden, durch den Heiligen Geist, das Wollen und das Vollbringen. Und Jesus nennt ja sein eigenes Beispiel: „Wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe.“

[19:14] Obwohl Jesus als Kind, als heranwachsendes Kind, heute würden wir sagen als Teenager im Alter von zwölf Jahren aufwärts, sehr schnell verstanden hat, wer er war, nämlich der Messias, der Sohn Gottes in Menschengestalt. Und dennoch, obwohl er diese Identität kannte und seine Position immer mehr verstand, auch die Position, die er freiwillig verlassen hatte als Gottes Sohn im Himmel, war er gerade ein plakatives Beispiel für den freiwilligen Gehorsam gegenüber seinen Eltern. Er hat sich dazu entschieden zu gehorchen, weil er die Stellung seiner menschlichen Eltern respektiert hat und daraus Liebe und Anerkennung für sie hatte. Wir können es nachlesen in Lukas Kapitel 2 in verschiedenen Versen, wenn wir dort über die Kindheit Jesu lesen, Verse 49 und 51. In der Wüste widerstand er dem Satan, der ihn dazu versuchen wollte, sich anbeten zu lassen. Stattdessen hat er selber als gehorsamer Sohn den Vater im Himmel angebetet und das auch anderen so nahegelegt.

[20:33] Lesen wir dazu noch ein anderes Wort im Neuen Testament, Philipper Kapitel 2. Dort ab Vers 5: „Da schreibt der Apostel Paulus an die Gemeinde: Habt diese Gesinnung, habt dieses Denken in euch, das auch in Christus Jesus war, der in Gestalt Gottes war und es nicht für einen Raub hielt, Gott gleich zu sein.“ Also er gab gerne seine Position und seine Identität als Gottessohn, als König des Himmels, als Herr der Heerscharen auf, ist freiwillig Mensch geworden und er hielt es nicht für einen Schaden, einen Raub, sondern er tat es aus Liebe, weil er wusste, dass wir ihn brauchen in dieser Aufgabe, so wie er es mit dem Vater von Ewigkeit an schon geplant hatte. Er hat sich nicht an seine Göttlichkeit geklammert, aber er machte sich selbst zu nichts, Vers 7, und nahm Knechtsgestalt an, indem er den Menschen gleich geworden ist und der Gestalt nach wie ein Mensch befunden, also körperlich, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja zum Tod am Kreuz. Darum hat Gott ihn auch hoch erhoben und ihm den Namen verliehen, der über jedem Namen ist, damit in dem Namen Jesu jedes Knie sich beuge, der himmlischen und irdischen und unterirdischen und jede Zunge bekenne, dass Jesus Christus Herr ist zur Ehre Gottes des Vaters. Wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden.“

[22:28] Der Name des Propheten Jeremia fällt mir dazu ein. Die Bedeutung ist: Gott erhöht und nicht wir uns selbst. Gehen wir noch mal zurück ins Johannesevangelium, ins Kapitel 13 in den Zusammenhang. Johannes 13, ab Vers 34: „Jesus, ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr einander liebt, damit wie ich euch geliebt habe, auch ihr einander liebt.“ Ein neues Gebot heißt es dann auch automatisch, dass die bisherigen alten Gebote nicht mehr gültig sind. Was ist denn das neue Gebot? Lesen wir noch mal den Vers 34: „Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr einander liebt, damit wie ich euch geliebt habe, auch ihr einander liebt. Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.“ Ist es nicht vielmehr so, dass das noch mal eine Bestätigung, Bekräftigung und auch eine Zusammenfassung dessen ist, was wir jetzt in den letzten 15 Minuten studiert haben? Was ist das höchste Gebot? Liebe Gott mit all deiner Kraft. Und das zweite kommt dem ersten gleich, ist also nicht weniger wichtig. Ist damit eins. Was ist hier das sogenannte neue Gebot, das gar kein neues ist? Dass ihr einander liebt, damit wie ich euch geliebt habe, auch ihr einander liebt. Und diese Liebe bekommen wir nach 2. Petrus, Kapitel 1. Dass wir uns dafür entscheiden und offen sind, um den Heiligen Geist bitten, der uns dann verändert, wenn wir uns jeden Morgen neu auf diesen Weg machen.

[24:37] Aber nicht zu unterschätzen die Bedeutung des Verses 35 hier in Johannes 13: „Daran, also dass wir uns untereinander lieben, werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid.“ Und noch mal die Bekräftigung: „Wenn ihr Liebe untereinander habt.“ Mir fiel der Begriff Markenzeichen ein oder Wappen oder Banner, Erkennungszeichen, Siegel. Das Markenzeichen der wahren Gotteskinder ist, dass sie Liebe untereinander haben. Und das hören nicht nur andere davon, wenn wir davon reden. Reden kann man viel. Und wir kennen vielleicht die Redewendung: „Hast du das nur gehört oder hast du das selber gesehen?“ Das Markenzeichen der Gotteskinder: Liebe untereinander.

[25:37] Johannes hat Briefe geschrieben, nicht nur das Evangelium. Gehen wir in den ersten Johannesbrief, dort Kapitel 3, erster Johannes Kapitel 3, ab Vers 16: „Hieran haben wir die Liebe erkannt, dass er für uns sein Leben hingegeben hat. Auch wir sind schuldig, für die Brüder das Leben hinzugeben. Wer aber irdischen Besitz hat und sieht seinen Bruder Mangel leiden und verschließt sein Herz vor ihm, wie bleibt die Liebe Gottes in ihm? Kinder, lasst uns nicht lieben mit Worten, noch mit der Zunge, sondern in Tat und Wahrheit.“ Wie oft benutzen wir die Redewendung: „Wir wollen Täter des Wortes sein und nicht Redner des Wortes.“ Und wir kommen am Ende der Wochenbetrachtung nochmal auf diesen Punkt zurück.

[26:37] Zunächst gehen wir einen Schritt weiter in die Zeit von Paulus, der hier den ersten Brief an die Gemeinde in Korinth geschrieben hat und in Kapitel 9 schreibt: „Ich bin allen alles geworden.“ Lass uns das lesen, erster Korinther Kapitel 9. Erster Korinther 9, ab Vers 19: „Denn obwohl ich allen gegenüber frei bin, habe ich mich allen zum Sklaven gemacht, damit ich so viele wie möglich gewinne. Und ich bin den Juden ein Jude geworden, damit ich die Juden gewinne. Denen, die unter Gesetz sind, wie einer unter Gesetz, obwohl ich selbst nicht unter Gesetz bin, damit ich die, welche unter Gesetz sind, gewinne. Denen, die ohne Gesetz sind, wie einer ohne Gesetz, obwohl ich nicht ohne Gesetz vor Gott bin, sondern unter dem Gesetz Christi, damit ich die, welche ohne Gesetz sind, gewinne. Den Schwachen bin ich ein Schwacher geworden, damit ich die Schwachen gewinne. Ich bin allen alles geworden, damit ich auf alle Weise einige rette.“

[28:00] Wir haben jetzt nicht die Zeit dazu und wollen uns auch nicht theologisch mit den ersten Versen hier auseinandersetzen, denen, die unter dem Gesetz sind und denen, die nicht unter dem Gesetz sind, obwohl es ein wichtiges Studium wäre, damit wir das Evangelium nicht falsch verstehen. Hier geht es im Kern darum, dass Paulus den Auftrag Gottes annimmt, alle zu retten, die sich retten lassen wollen. Alle, die im Glauben die Botschaft annehmen, dass ich Sünder bin, dass Christus freiwillig Mensch geworden ist, sündfrei gelebt hat, aber in menschlicher Natur mit allen Anfechtungen und noch viel mehr, die ich in meinem Leben habe, und dass er uns gezeigt hat, dass allein im Gehorsam dem Vater gegenüber es möglich ist, seine Liebe zu bekommen durch die Veränderung unseres Charakters. Paulus hat sich angepasst an kulturelle und soziale Unterschiede. Christus war sein Vorbild. Beide und auch andere Apostel haben mit Betrügern gegessen, haben mit Ehebrechern und Ehebrecherinnen Gemeinschaft gehabt, mit ihnen liebevoll gesprochen und sie aus der Sünde herausgeführt.

[29:18] Und wie übertragen wir das auf die heutige Zeit? Wir haben viele Millionen Geschwister in unserer Glaubensgemeinschaft rund um den Erdball. Und wenn wir noch nicht mal eine allzu weite Reise machen, selbst in Europa bleiben, dann finden wir im sogenannten Balkan andere Traditionen, andere Musik als hier und eine andere Weise zu essen, zu feiern, sich zu kleiden. Und es gibt so manchen Unterschied in sogenannten Weltanschauungen, in Grundregeln des menschlichen Zusammenseins und in der Kultur und Herkunft. Aber was ist der Maßstab? Welche Kultur ist richtig, welche ist falsch und ist das überhaupt der Punkt? Paulus hat sicher vorgemacht und Christus ohnehin, dass wir die Menschen dort abholen sollen, wo sie sich befinden, wenn Gott sie zu uns führt oder uns zu ihnen. Oft müssen wir uns von unserem Fleck weg bewegen, hin zu den Menschen, um sie dort abzuholen, wo sie sind. Und um die innere Situation eines Menschen zu verstehen, damit ich ihm auch in der richtigen Weise die Hand reichen kann, symbolisch gemeint und buchstäblich gemeint, muss ich etwas über ihn wissen. Das heißt, ich schaffe eine Beziehung, ich schaffe Vertrauen, indem ich mich für den anderen interessiere und wenn die Öffnung kommt, dann gehe ich auf seine persönlichen Bedürfnisse ein. Und ich nehme Verbindung auf in der jeweiligen Kultur und Art und Weise und auch in den sozialen Verhältnissen dessen, den ich vorfinde, wo Gott mich auch hinführt. Aber die Grenze ist dort, wo ich mich in etwas hineinbegeben würde, was dem Gesetz Gottes oder seinem Wort widerspricht. Da gibt es keine Kompromisse und die gab es auch bei Christus, bei Paulus, bei Petrus, bei Johannes und bei all den anderen nicht.

[31:22] Mir fällt die Jugendarbeit ein in unseren Gemeinden hier in Deutschland und in anderen Bereichen. Wir holen sie ab, da wo sie sind, das ist das Beste. Aber jemanden abzuholen, dort wo er sich befindet, wenn er sich auf der falschen Position befindet, heißt nicht, dass ich dort mit ihm bleibe, wo ich ihn abgeholt habe. Henoch hat die Menschen abgeholt im Tal, die, die sich von Gott entfernt haben, und er gehörte noch zu den sogenannten Gotteshöhen, die sich in den Bergen abgeschottet gehalten haben von den Einflüssen der Städte der Kainiter. Das Elend war vorprogrammiert, als immer mehr dieser sogenannten Gotteshöhen, also der Menschen, die Gott treu geblieben waren in den ersten Generationen, trotz der Verlockungen, als immer mehr von ihnen sich dann aus äußerlichen Begierden heraus mit den mittlerweile verdorben entwickelten Frauen in den Tälern eingelassen haben und sich dann durchmischt haben. Die gleichen Prinzipien finden wir im Kleinen vor, wenn wir mit Menschen arbeiten und ganz besonders auch in der Jugendarbeit. Die Jugend erwartet von uns, dass wir Orientierung sind, auch wenn sie es manchmal nicht zugeben.

[32:38] Ein weiteres Kapitel ist „Die Erfüllung des Gesetzes Christi“. Auch da wollen wir ein paar Bibelverse lesen, um in den Zusammenhang reinzukommen und die Woche weiter aufzubauen. Wir gehen zunächst in den Galaterbrief, Galater Kapitel 6, dort in Vers 2. Eine kurze Aussage, aber sehr prägnant und sehr mächtig vom Gehalt. Galater 6, Vers 2: „Einer trage des anderen Lasten und so werdet ihr das Gesetz des Christus erfüllen.“ Aber lasst uns doch ruhig den ganzen Abschnitt lesen. Der Beginn von Kapitel 6 im Galaterbrief: „Brüder, wenn auch ein Mensch von einem Fehltritt übereilt wird, so bringt ihr, die Geistlichen, einen solchen im Geist der Sanftmut wieder zurecht. Und dabei gib auf dich selbst Acht, dass nicht auch du versucht wirst. Einer trage des anderen Lasten und so werdet ihr das Gesetz des Christus erfüllen.“ Und wenn die Erfüllung des Gesetzes die Liebe ist, wie Paulus das an anderer Stelle sagt, dann erfüllen wir das Gesetz Christi, wenn wir den Nächsten lieben, wie uns selbst und ihn und seine Bedürfnisse höher stellen als unsere eigenen.

[34:13] Mit diesen Gedanken zurück in den Römerbrief. Römer, Kapitel 2. Römer, Kapitel 2, ab Vers 13: „Es sind nämlich nicht die Hörer des Gesetzes gerecht vor Gott, sondern die Täter des Gesetzes gerechtfertigt werden. Denn wenn Nationen, die kein Gesetz haben, von Natur dem Gesetz entsprechend handeln, so sind diese, die kein Gesetz haben, sich selbst eingesetzt. Sie beweisen, dass das Werk des Gesetzes in ihren Herzen geschrieben ist, in dem ihr Gewissen Zeugnis gibt und ihre Gedanken sich untereinander anklagen oder auch entschuldigen.“ Also unabhängig davon, ob ein Mensch bewusst die Bibel, das Evangelium kennt. Wer in Gottes Augen, beginnend mit seinen Gedanken und in der Folge in Worten und Taten, vor allen Dingen in den Werken, in den Taten, die hier genannt sind, wer dort das Gesetz auslebt, nämlich in der Liebe für den Nächsten, der so von Gott kommen kann, weil wir als sündhafte Naturen ohne den Einfluss des Heiligen Geistes keine Liebe für den Nächsten haben, sondern nur für uns selbst. So erfüllen wir das Gesetz Christi in der Bruderliebe und keiner ist besser. Wir haben Texte in Römer 3, in Römer 6, alle haben gesündigt.

[35:47] Lesen wir Römer 6, Vers 15, ein sehr wichtiger Vers, wenn es um das Verständnis der Gnade geht. Römer 6, Vers 15: „Was nun? Sollen wir sündigen, weil wir nicht unter Gesetz, sondern unter der Gnade sind? Auf keinen Fall.“ Also, es ist im Grunde genommen vom Wort her nicht möglich, zu argumentieren, dass Christus das Gesetz am Kreuz aufgehoben hat und nur noch die Gnade wirkt, denn wir brauchen keine Gnade, wenn es das Gesetz nicht gibt.

[36:29] Petrus hat sich selbst überschätzt. Er hat in den ersten Jahren, denen er Christus körperlich gefolgt ist und sicher das Richtige wollte und ihn auf seine Art geliebt hat, war er dennoch nicht bekehrt. Und wir haben die Aussagen Jesu selbst: „Wenn du dich dereinst bekehrst, dann und so weiter.“ Und wir haben in Johannes 21 dann die wirkliche Bekehrung des Petrus, dort am See nach der Wiederauferstehung Jesu, als er sehr beschämt und am Boden zerstört war und auch seine Autorität bei den anderen Jüngern verloren hatte und Jesus ihn wirklich zum zerschlagenen Herzen führt mit seinen drei Fragen: „Hast du mich mehr lieb als die anderen hier? Hast du mich wirklich lieb?“ Und Petrus am Ende nichts anderes zu sagen weiß, weil er ehrlichen Herzens war: „Herr, was soll ich dir sagen? Was soll ich dir über mich selbst sagen? Ich kenne mich doch selber gar nicht wirklich. Aber du“, und das sind die Worte, die wir dort lesen können, „du weißt alles.“ Und Christus verurteilt ihn nicht. Er schickt ihn nicht in die Wüste. Er wird nicht mit oder ohne Abfertigung entlassen und gemieden, sondern er setzt ihn jetzt erst recht, wo sein Herz zerbrochen ist und Petrus sich selbst erniedrigt hat, macht Christus seine Verheißung wahr: „Wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden“ und setzt ihn zum führenden Apostel ein. Und die anderen, die diese Unterredung mitverfolgt haben und diesen Bekehrungsvorgang miterleben durften, haben die Autorität des Petrus auch im Weiteren anerkannt als Bruder. So geht unser Gott mit uns um, wenn wir ihm Falsches antun. Und das tun wir immer dann, wenn wir Menschen Falsches antun.

[38:33] Letzter Abschnitt: „Das Gesetz und das Gericht.“ Lesen wir zunächst wieder im Johannes-Evangelium, Johannes Kapitel 5, den Vers 30, wo Jesus selbst sagt: „Ich kann nichts von mir selbst tun; so wie ich höre, richte ich, und mein Gericht ist gerecht, denn ich suche nicht meinen Willen, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.“ Christus sagt, er richtet so, wie ihn der Vater richten lässt. Er richtet im Geist des Vaters. Er lässt sich vom Vater führen. Er benutzt nicht seine eigene Göttlichkeit, sondern hat sie völlig abgelegt, freiwillig und hat nach den Maßstäben, allein nach den Maßstäben des Vaters angekündigt, zu richten.

[39:29] Gottes Gesetz ist ein Gesetz der Gnade, aber es ist ein Gesetz. Und so wie der Regenbogen entsteht, der bekanntlich sieben Farben hat, dadurch, dass Regen und Sonne in einem bestimmten Verhältnis und Winkel zueinander stehen gleichzeitig und dadurch etwas sehr Schönes geschieht, etwas Phänomenales, was auch noch mit einem großen Bund, den Christus damals dem Noah gegeben hat, stellvertretend für uns alle, für alle Zeiten. Und er hat gesagt: „Jedes Mal, wenn dieses mein Zeichen für euch in den Wolken des Himmels erscheint, dann denkt an diesen Bund, und ich werde auch an ihn denken, an den Bund, den ich mit euch geschlossen habe.“ Gericht und Gnade gehören zusammen. Das Gesetz Gottes ist der Maßstab und das Ende der Bewährungszeit kommt. In Offenbarung 22, Vers 11 können wir es lesen. Und Christus den Thron Gottes verlässt, das Allerheiligste verlässt im himmlischen Heiligtum, ist das Gericht beendet und dann ertönt eine Stimme: „Wer gut ist, sei fernerhin gut; wer böse ist, sei fernerhin böse.“ Dann gibt es keinen Wechsel mehr von der einen in die andere Gruppe. Und die erste Engelsbotschaft sagt uns ganz klar in Offenbarung 14, Vers 7: „Betet den Schöpfer an, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen.“ Wir wissen aus der Prophetie, dass am 22. Oktober 1844 das Vorwiederkunftsgericht, das Überprüfungsgericht über uns Menschen begonnen hat und zurzeit sich in der Schlussphase befindet. Wir können dazu Apostelgeschichte 17 lesen.

[41:34] Wir können uns aber auch jetzt einfach nur fragen, nochmal wiederholt, Johannes 5, Vers 30: „Was hat es mit mir zu tun? Ich kann nichts von mir selbst tun; so wie ich höre, richte ich, und mein Gericht ist gerecht. Denn ich suche nicht meinen Willen, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.“ Und wenn ich glaube, dass Christus mich zu den Menschen gesandt hat, als erstes zu meiner Familie und zu allen anderen und sagt, dass wir nicht richten sollen, weil wir dazu nicht in der Lage sind, sondern nur seine Regeln umsetzen im Glauben daran, dass er Menschen verändert durch seinen Geist, dann gilt es auch im Zusammenhang mit der sogenannten korrigierenden Seelsorge in Matthäus 18. Und deswegen lasst uns auch dort Sünde klar kennzeichnen und ansprechen und verdammen. Aber den Sünder lieben und das oberste Ziel muss sein, mit aller Kraft im Gebet, dem eigenen Verhalten, dem eigenen Gehorsam, den überführten Sünder zurückzugewinnen oder erstmals zu gewinnen. Dass er nicht nur einen Taufschein auf dem Papier hat, sondern einen festen Platz, wie es im Hebräer Gebet heißt, einen festen Anker mit seiner Seele hinter dem Vorhang am Thron Gottes.

[42:45] Zum Abschluss lasst uns noch zwei Verse im Zusammenhang lesen. Wir kommen gleich nochmal zurück in den Johannesbrief und machen einen kleinen Sprung nach vorne in Jakobus 2. Jakobus 2, Vers 10, dort lesen wir: „Denn wer das ganze Gesetz hält, aber in einem strauchelt, also in einem Teil des Gesetzes, in einem Gebot, ist aller Gebote schuldig geworden. Der, der sprach: Du sollst nicht Ehe brechen, sprach auch: Du sollst nicht töten. Wenn du nun nicht Ehe brichst, aber tötest, so bist du ein Gesetzesübertreter geworden.“ Redet so und handelt so wie solche, die durch das Gesetz der Freiheit gerichtet werden sollen. Wen der Sohn frei macht, den macht er wirklich frei. Frei von der Sünde und frei von den Folgen der Sünde.

[43:48] Und mit diesen Gedanken zurück ein letztes Mal jetzt für diese Betrachtung in das Johannesevangelium. Johannes Kapitel 12, Vers 48: „Wer mich verwirft und meine Worte nicht annimmt, hat den, der ihn richtet. Das Wort, das wir geredet haben, das wird ihn richten am letzten Tag.“ Wer mich verwirft und meine Worte nicht annimmt, hat den, der ihn richtet. Also der hat den Sohn. Wer den Sohn hat, hat den Vater. Wer den Sohn nicht hat, hat den Vater nicht. Das Wort, das wir geredet haben, Jesus, das wird ihn richten am letzten Tag. Also das Evangelium ist der Maßstab für das Gericht. Und wir können Christus danken, dass er so viel Klarheit geschenkt hat mit eigenem Beispiel, mit dem Beispiel seiner Nachfolger zu seinen Lebzeiten als Mensch. Und so wünscht er sich, dass er uns verändern und entwickeln kann, um uns eines zu geben: Wer gut ist, sei fernerhin gut. Dass wir auf dem Weg dorthin genauso ein Vorbild und Beispiel sind für andere Menschen, die wir noch zu ihm führen sollen. Und das ist mein Wunsch und mein Gebet für euch, für mich und für jeden anderen Menschen, der seine endgültige Entscheidung gegen Gott noch nicht getroffen hat. Ich freue mich, dass ihr am kommenden Sabbat in den Gruppen, in den euren Gemeinden auf der Grundlage dieser Betrachtung euch von Gott in den Gedanken führen lasst, dass ihr seine Verheißung annehmt, entweder einmal mehr oder erstmals. Und ich wünsche uns allen, dass wir Entscheidungen treffen und jeden Tag neu wieder darum bitten und bekräftigen, daran festzuhalten, den Weg weiterzugehen. Denn dann wird der Herr bald kommen und dieser Kampf hier wird ein Ende haben, den er sicher gewinnen wird. Die Frage ist, ob du und ich auf der Siegerseite oder auf der Verliererseite dabei sein werden. Und dazu unsere Entscheidung. Amen.

[46:02] Ich freue mich, dass ihr dabei seid, über Joelmedia.de oder über Amazing Discoveries und wünsche euch schon jetzt Gottes Segen für die Zeit nach dem kommenden Sabbat, wenn es in der neuen Sabbatschulwoche weiter um das Gesetz Gottes und um das Gesetz Christi geht. Und das ist der tiefere Eindruck, den wir in dieser Woche auch fortgesetzt haben auf der Basis der vergangenen Wochen, damit wir Gott und Christus immer näher kennenlernen und selber wieder das Gesetz ins Herz geschrieben bekommen.


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