In dieser Predigt von Mirjam Giebfried geht es um das Thema „Gottes Bund mit uns“ im Rahmen der Serie „Gottes Haushalter“. Sie beleuchtet die Bedeutung von Bündnissen, beginnend mit der Freundschaft zwischen David und Jonathan als Beispiel für tiefe Verbundenheit. Weiterhin wird die Frage nach der Bedingungslosigkeit der Erlösung thematisiert und wie Gott durch seine Bündnisse an unserem Leben teilhaben möchte. Die Predigt erklärt die biblischen Grundlagen von Gottes Bündnissen, insbesondere die Verheißungen und Bedingungen, die in 5. Mose 28 beschrieben sind, und wie diese auch heute noch Relevanz für unser Leben haben.
CSH 2023 Q1 – Gottes Haushalter: 2. Gottes Bund mit uns
Mirjam Giebfried · CSH 2023 Q1 – Gottes Haushalter ·Themen: 5. Mose, Bibel, Bibelstudium, Johannes, Maleachi, Matthäus, SprücheWeitere Aufnahmen
Serie: CSH 2023 Q1 – Gottes Haushalter
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Transkript
[0:34] Hallo und herzlich willkommen zu unserer Kreis Study. Schön, dass ihr euch das Video anschaut. Wir haben letzte Woche schon damit begonnen, "Haushalter Gottes" als Thema zu studieren, und heute soll es weitergehen. Wir haben dieses Mal als Thema "Gottes Bund mit uns". Das heißt, eigentlich im englischen Original "Gottes Bündnisse mit uns". Was das bedeutet, werden wir uns gleich noch anschauen. Ich lade euch aber ein, mit mir gemeinsam zu beten, bevor wir anfangen.
[1:15] Unser Vater im Himmel, danke, dass wir deine Haushalter sein dürfen. Du hast uns sehr viel anvertraut. Danke, Herr, dass wir die Wahrheit haben, dass wir Lehren von dir anvertraut bekommen haben, die unsere Weisheit übersteigen. Herr, wir bitten dich jetzt um den Heiligen Geist, dass er uns in deine Wahrheit leitet. Wenn wir dieses Thema durchgehen, dann lass unsere Herzen berührt werden und bitte, Herr, hilf uns, neue Entschlüsse zu fassen, dass wir dir noch treu dienen wollen. Im Namen Jesu beten wir. Amen.
[2:02] Der Merkvers oder der Merktext in 5. Mose 28, dort die ersten zwei Verse. Wir werden darauf zurückkommen, wenn es um Montag geht. Aber ganz grundsätzlich möchte ich mit euch drei Begebenheiten aufschlagen, die gar nicht in der Lektion erwähnt worden sind, obwohl es um Bund oder Bündnisse geht. Schaut mal mit mir in 1. Samuel. Es ist Samuel, ein Buch, wo uns die bekannte Geschichte von König David überliefert wird. Aber noch bevor er König wird, geschehen einige Ereignisse, und dazu gehört auch seine Freundschaft mit Jonathan.
[2:46] In 1. Samuel 18, Vers 3 lesen wir: "Jonathan aber und David machten einen Bund miteinander, denn er hatte ihn lieb wie seine eigene Seele." Jonathan, der Königssohn, freundet sich mit David an, und das führt sie dazu, einen Bund miteinander zu machen, weil sie einander sehr lieb hatten. Sie waren wirklich gute Freunde und Kameraden gewesen.
[3:20] In 1. Samuel 20 und dort Vers 16 heißt es wieder, dass sie einen Bund geschlossen haben. 1. Samuel 20, Vers 16: "So schloss Jonathan einen Bund mit dem Haus Davids für die Zeit, da der Herr Rache nehmen würde an den Feinden Davids." Also, sie haben wieder einen Bund geschlossen, und das dieses Mal nicht nur von Individuum zu Individuum, sondern auch zwischen ihren Familien.
[3:51] Und wenn wir dann noch etwas weiter blättern, dann finden wir in 1. Samuel 23, dort Vers 18: "Und sie machten beide einen Bund miteinander vor dem Herrn." Und David blieb in Horescha, Jonathan aber ging wieder heim.
[4:12] Die Beschreibung oder Erzählung von ihrer Freundschaft ist sehr beeindruckend, und ich glaube, es gibt kein vergleichbares Beispiel für so eine innige Freundschaft, wie David und Jonathan hatten. Aber warum bringe ich das? Sie haben öfters einen Bund miteinander geschlossen, aus der Freundschaft heraus. Und so glaube ich auch, dass Gottes Bund oder Bündnisse mit uns darauf beruhen, dass er unser Freund sein möchte.
[4:46] Er möchte, dass wir die Liebe, die er uns entgegenbringt, erwidern. Er möchte auch mit uns nach einem festeren Bund schließen, auch wenn es vielleicht schon einmal getan hat oder vielleicht mit der Familie unseren Vorfahren. Nein, Gott möchte einen Bund mit uns persönlich haben und er möchte diesen Bund auch immer wieder erneuern. Das wollen wir dieser Woche jetzt voranstellen.
[5:14] Lasst uns zu Sonntag kommen. Am Sonntag stellt sich die Frage: Wie ist das mit der Erlösung? Ist die Erlösung jetzt für alle gedacht? Ja oder nein? Ganz klar müssen wir sagen, Erlösung ist natürlich für alle gedacht. Das finden wir zum Beispiel ganz klassisch in Johannes 3. Was heißt das? Gott nicht möchte, dass auch nur ein Mensch verloren geht.
[5:40] Aber trotzdem ist das in der Lektion wird unterschieden zwischen den Bündnissen, die auf Bedingungen beruhen, und denjenigen, die es nicht tun. Trotzdem, ist Erlösung an Bedingungen geknüpft?
[5:58] Lasst uns mal 1. Johannes 5, Vers 13 aufschlagen. Erste Johannes 5 und dort Vers 13: "Dies habe ich euch geschrieben, die ihr glaubt an den Namen des Sohnes Gottes, damit ihr wisst, dass ihr ewiges Leben habt, und damit ihr auch weiterhin an den Namen des Sohnes Gottes glaubt."
[6:24] Die Formulierung hier ist ganz interessant. Er sagt, Johannes sagt, er schreibt einen Menschen, die einen Namen Gottes glauben. Aber er schreibt auch zu ihnen, dass sie an den Namen Gottes glauben. Und das erinnert mich an 2. Mose 33, Vers 13, wo Mose auch sagt: "Wenn ich nun Gnade in deinen Augen gefunden habe, dann lass mich Gnade in deinen Augen finden."
[6:51] Das zeigt uns, die Erfahrung der Erlösung ist nicht ist kein einmaliges Ereignis. Es ist auch nichts, was so ein schönes...
[7:12] Wir sollen diese Erfahrung immer wieder vertiefen, noch mehr vertiefen, noch ein stärkeren und festeren Glauben haben an Jesus. Auch wenn wir ihn bereits kennen.
[7:32] Lasst uns mal weitergehen, schon zur 5. Mose, weil hier genau dieser Erfahrung angesprochen wird, die Gott uns mit ihm schenken möchte. Gott sagt nicht: "Ihr könnt euer Leben hier führen und es geht mich nichts an." Sondern nein, Gott hatte ein Interesse daran und vor allem Gott möchte etwas zu unserem Guten mitwirken.
[7:56] Das ist ja so, wenn man zum Beispiel einen... es ist, man könnte fast sagen, ein bisschen Vitamin B, was wir im Leben haben, wenn wir eine Beziehung zu Gott haben. Denn wenn man zum Beispiel in eine Firma kommt, wo ein Freund arbeitet, dann wird man möglicherweise von ihm dort empfangen und man bekommt eine Führung oder etwas Ähnliches. Das bedeutet, man ist schon gut aufgehoben da. Ist jemand, der sich um einen sorgt.
[8:33] Und so ist das, wenn wir Gott kennen, dann ist, dann brauchen wir uns im Leben nicht alleine zu bestreiten, sondern da ist jemand, der sorgt sich um uns, der schaut danach, dass es uns so gut wie möglich geht. Und wir haben das schon letzte Woche angesprochen, weil Gott so viel mächtiger und größer ist als wir, haben wir eine gute Zukunft zu erwarten.
[9:03] Jetzt sehen wir aber in 5. Mose 28, dass die Segnungen, und da folgt gleich eine lange Liste, auch an Bedingungen geknüpft sind. Und die finden wir in 5. Mose 28 und dort gleich am Anfang. Dort heißt es: "Es wird aber geschehen, wenn du der Stimme des Herrn, deines Gottes, wirklich gehorchst und darauf achtest, alles seine Gebote zu tun, die ich dir heute gebiete, dann wird dich der Herr, dein Gott, als höchstes über alle Völker der Erde setzen."
[9:39] Also, was ist die Bedingung oder was sind die Bedingungen, die wir hier finden? Es heißt: "Wenn du der Stimme des Herrn, deines Gottes, wirklich gehorchst und darauf achtest, alles seine Gebote zu tun, die ich dir heute gebiete."
[9:58] Also, es ist so wichtig für uns, die Stimme Gottes zu hören und darauf zu hören. Und das war natürlich für das Volk Israel damals etwas leichter rein physikalisch gesehen, denn sie haben wirklich die Stimme Gottes hören können und hatten auch noch Mose, der zu ihnen gesprochen hat.
[10:22] Dennoch können wir auch heute Gottes Stimme hören. Es gibt verschiedene Arten und Weisen, wie Gott zu uns spricht, zum Beispiel durch andere Menschen oder aber auch durch gewisse Umstände. Gott kann auch unsere Gedanken leiten. Aber ich muss sagen, für mich persönlich ist die faszinierendste Art und Weise, wie Gott zu einem spricht, durch sein Wort in Verbindung damit, dass man ja, wie in einem Austausch mit Gott steht und ihn um etwas gebeten hat, zum Beispiel um etwas gefragt hat, und Gott gibt die Antwort durch sein Wort.
[11:06] Und Gott öffnet einem ganz ein ganz neues Verständnis von den Dingen, die um einen herum geschehen. Also, es geht darum, auf Gottes Stimme zu hören und sorgfältig, heißt es in manchen Übersetzungen, auf seine Gebote zu achten.
[11:29] 5. Mose 28 steht ja nicht umsonst am Ende des Buches 5. Mose. Das sind schon 27 Kapitel davor, und davor haben wir noch mehr Bücher von Mose. Und deswegen können wir auch sagen, die Israeliten hatten einen Anhaltspunkt, nachdem sie sich richten könnten. Gott hatte schon so viel zu ihnen gesagt, und jetzt ruft er sie lediglich dazu auf, das zu beherzigen, was ich schon wissen.
[12:06] Das beinhaltet auch eine Lehre für uns. Denn manchmal kann man ein bisschen verzagt werden, wenn man sieht, aha, die Bibel ist so voller Schätze und ich weiß, aber nur so wenig. Das ist nicht so schlimm. Richte dich nach dem, was du schon weißt. Beherzige da, wo du Gottes Stimme klar verstanden hast, setze es um.
[12:32] Es gibt immer wieder Punkte, wo wir uns vielleicht im Unklaren sind, wo konkrete Entscheidungen zu treffen sind und wir wissen nicht genau weiter. Aber selbst dann gilt für uns: Schau nach dem, was du schon erkannt hast. Und Gott wird nach dem Motto: "Wer über wenigen treu ist, den werde ich über mehr setzen." wird Gott auch noch mehr Erkenntnis schenken.
[13:01] Wenn wir also ähnlichen Segen erleben wollen wie Israel zur Zeit, in der es teurer, dann dürfen auch wir gerade das 5. Buch Mose beherzigen und studieren. Es gibt so viel, was wir daraus schöpfen können. Und deswegen hatten wir ja auch vor einiger Zeit das noch in der Sabbatschule. Ihr könnt euch gerne auch noch die alten Aufnahmen anschauen.
[13:33] Wenn Gott jetzt uns etwas aufträgt, und da können wir ganz allgemein auch wieder sagen, dann will er reichen Segen geben. Sein Auftrag hier in 5. Mose 28 ist nur ganz kurz. Gut, wie gesagt, vorher hat er schon einiges gebracht, aber jetzt führt Gott den Segen aus, den er schenken möchte.
[13:56] Und davon können wir auch entnehmen, wenn Gott uns etwas aufträgt, dann wartet ein geballter Segen auf uns. Und wir sind nicht nur diejenigen, die es ausführen sollen, sondern auch diejenigen, die am meisten dann davon profitieren.
[14:19] Ein Beispiel ist, wenn wir 5. Mose lesen, dann stoßen wir auch immer wieder auf Hinweise, dass man sich um Bedürftige kümmern sollte. Damals waren es insbesondere die Weisen und die Witwen. Jetzt könnte jemand kommen und sagen: "Naja, wir haben doch in Deutschland den Sozialstaat. Was soll ich mich um die Bedürftigen kümmern? Es kostet mir Zeit, es kostet mir Geld, das ist aufwendig." Und ja, ich sehe das nicht als notwendig an. Aber ihm entgeht dabei, dass Gott ihn durch diese Arbeit segnen möchte.
[14:54] Denn wenn Gott uns hier das aufgetragen hat, denn nicht um uns etwas wegzunehmen – ich meine, ich habe es schon einmal betont zu haben – sondern um uns noch größeren Segen zu schenken.
[15:07] Und was, welche Erfahrung ist beeindruckender als zu sehen, dass Gott etwas für ein geschafft hat, was man selbst niemals hätte tun können?
[15:18] Es werden dann verschiedene Lebensbereiche in 5. Mose 28 angesprochen. Ich lese erst, ja, ich lese einfach mal ab Vers 2, wo es dann heißt: "Und alle diese Segnungen werden über dich kommen und dich erreichen, wenn du der Stimme des Herrn, deines Gottes, gehorchst. Gesegnet sein wirst du in der Stadt und gesegnet sein auf dem Feld." Hier wird ein Kontrast aufgebaut zwischen der Stadt und dem Feld, oder Stadt und im Land, dort, wo man wohnt und dort, wo man arbeitet.
[15:52] Was übertragen einfach heißt: Egal wo wir sind, ob wir auf der Arbeit sind, ob wir zu Hause sind in der Familie, Gott möchte uns segnen. Und wenn wir wirklich Gottes Willen tun, dann wird er auch bereit sein, egal wo wir uns befinden, dort uns zu erreichen.
[16:17] Dann brauchen wir keine Angst zu haben. Naja, jetzt gehe ich aus dem Haus und geht dort wirklich mit mir? Ja, wir dürfen immer um Gottes Gegenwart bitten, aber wir dürfen uns auch dessen gewiss sein, denn er hat es hier versprochen.
[16:36] Das heißt, ein Beitrag gesegnet sein wird, die Frucht deines Leibes und die Frucht deines Landes, die Frucht deines Viehs, der Wurf deiner Rinder und die Zucht deiner Schafe. Gesegnet sein wird dein Korb und dein Backtrog. Gesegnet wirst du sein bei deinem Eingang und gesegnet bei deinem Ausgang.
[16:56] Es sind sehr schöne Bilder, die dem Alltag von damals entsprechen, und die uns auch zeigen, egal ob es uns persönlich angeht oder auch vielleicht unser näheres oder weiteres Umfeld, wie es hier jetzt war bei dem bei den Mitarbeitern oder auch bei dem Vieh. Deswegen Gottes Gut darauf, er bezieht sich nicht nur auf uns persönlich alleine, sondern wenn wir von Gott gesegnet sind, dann kann das auch sehr gute Folgen für unsere Familie haben, für unsere Gemeinde, für unsere Nachbarschaft, ja sogar für unser Land.
[17:40] Dessen dürfen wir uns bewusst sein und dementsprechend liegt es auch an uns hier eine Entscheidung zu fällen: Will ich auf die Stimme Gottes hören und seinen Segen in Anspruch nehmen, oder bin ich nicht dazu bereit? Dann bleibt aber auch viel Segen aus, und das möchte, sollte man sich nicht entgehen lassen.
[18:07] Gehen wir mal weiter zu Dienstag. Am Dienstag werden sehr viel weise Ratschläge gegeben. Entspricht hier drei. Und ich möchte einfach nur mit euch Verse 9 und 10 lesen. Was heißt: "Ehre den Herrn mit deinem Besitz und mit den Erstlingen all deines Einkommens, so werden sich deine Scheunen mit Überfluss füllen und deine Keltern von Most überlaufen."
[18:41] Das hier ist, darauf wird Bezug genommen, auch wenn es um den Zehnten geht. Vorher sind auch sehr wichtige Ratschläge, wie zum Beispiel auf Gott zu vertrauen, die zwar einfach klingen, aber es in sich haben. Denn ganz oft in unserem Leben kommen wir dahin, wo unser Vertrauen auf Gott in Frage gestellt wird. Und dann bekommen wir vielleicht Angst oder werden unsicher, was die Zukunft angeht. Oder wir sind undankbar, wenn wir zurückschauen, weil wir einfach nicht sehen, wie Gott für uns gesagt hat.
[19:23] Aber auch das Vertrauen ist sehr wichtig. Und um die Gebote geht es auch noch einmal. Aber gehen wir zu Vers 9 und 10. Es heißt: "Ehre den Herrn mit deinem Besitz und mit den Erstlingen all deines Einkommens, so werden sich deine Scheunen mit Überfluss füllen und deine Keltern von Most überlaufen."
[19:45] Da könnte man sich fragen: Ist das wirklich der Fall, dass jeder reich wird, der Gott ehrt? Die Geschichte zeigt, dass es nicht immer so war. Und der gleiche Mann, der die Sprüche aufgeschrieben hat, der schreibt auch im Prediger, dass er gesehen hat, dass sowohl Gerechte als auch Gottlose entweder ein gutes Leben haben, oder sie auch Übel trifft.
[20:21] Trotzdem liegt hier ein anderer Segen darauf, und mit diesem Segen dürfen wir rechnen. Wir dürfen aber auch die Bedingung, die hier widersteht, erfüllen. Was heißt: "Ehre den Herrn mit deinem ganzen, mit deinem Besitz."
[20:37] Bei allen weiten finden wir auch Auszüge, wo sie sagt: Nicht nur der Zehnte gehört Gott, sondern eigentlich gehört Gott alles, was wir besitzen. Und dementsprechend sollten wir auch damit umgehen.
[20:49] Ich habe das, glaube ich, schon einmal gesagt: Es gibt einen Eigentümer und es gibt einen Verwalter. Wir sind nur Verwalter bei dem, was auf der Erde auch in unsere Hand gerät, womit wir vielleicht umgehen können.
[21:11] Wir sollen Gott ehren mit dem, was wir haben. Denn für Gott, von Gott ist es gegeben und zur Ehre Gottes ist es wieder gedacht.
[21:26] Was den Zehnten angeht, darum geht es auch dann noch mehr am Mittwoch, aber auch nächste Woche werden wir uns ausführlicher damit beschäftigen. So muss ich sagen, das ist eine Sache, wo wir Gott, wir selbst dann auch sagte, Malachi 3, auf die Probe stellen dürfen. Wir dürfen diese Erfahrung machen.
[21:44] Vielleicht habt ihr sie schon unzählige Male gemacht und kennt uns dann auch davon berichten. Oder aber ihr habt es noch nicht ausprobiert. Aber der Zehnte ist auch wieder so eine Vertrauenssache. Vertraue ich Gott, dass er für mich sorgen wird, dass ich genug haben werde, auch wenn ich den Zehnten gebe?
[22:10] Dann darf ich große Erfahrungen damit machen, dass er immer den Zehnten gegeben hat, nicht nur von seinem Einkommen, sondern auch von dem Ertrag, von der Ernte im Garten.
[22:26] Und mein Opa hatte einen großen Litschibaum in Madagascar, der stand im Hof und ein prächtiger Baum, der sehr viel Ernte gebracht hat. Bis eines Jahres die Litschis verwurmt waren. Und Oma hat sie dann aufgemacht und angeschaut. Alle nicht brauchbar. Dieses Jahr keine gute Ernte.
[23:02] Und Opas saß da und wurde ganz ruhig. Er meinte dann: "Jetzt fällt es mir ein, ich habe letztes Jahr nicht..." Also, er hat dann immer den Ertrag geschätzt und davon den Zehnten gegeben. Und letztes Jahr hatte er also, das vorige Jahr logischerweise, hatte er vergessen.
[23:26] Das war jetzt nicht so für ihn, als ob Gott ein Strafgericht gebracht hätte oder sowas, nicht im geringsten Sinne. Aber es war eine Lektion für ihn, und er hat es sich gemerkt. Danach hat er nie wieder den Zehnten vergessen, und der Litschibaum hat wieder ordentlich getragen.
[23:48] Auch eine Schwester in der Gemeinde hat häufig gesagt: "Werde ich einmal nicht genug Geld haben und ich merke irgendwie, es sind so viel Kosten, die aufgekommen sind und das Geld zerrinnt mir sozusagen in den Händen", dann hat sie immer wieder nachgedacht und überlegt: "Kann es vielleicht sein, dass ich den Zehnten vergessen habe?"
[24:18] Jetzt finden wir, dass das Konzept mit den Gaben und den Zehnten nur hier in Sprüche? Nein, nein, wir finden es sehr viel häufiger, wenn es um den Heiligtumsdienst geht. Und ich lade euch ein, da mal mit mir 1. Mose 14, Vers 20 zum Beispiel aufzuschlagen.
[24:42] 1. Mose 14, Vers 20 geht es also, kommt das meines Erachtens das erste Mal vor, dass der Zehnte gegeben wird, und zwar hier von Abraham. Abraham sagt hier: "Und gelobt sei Gott, der Allerhöchste." Ah, ist es nicht Abraham, der hier spricht, sondern König Melchisedek.
[25:08] "Und gelobt sei Gott, der Allerhöchste, der deine Feinde in deine Hand gegeben hat." Und dann heißt es: "Und Abraham gab ihm den Zehnten von allem." Das ist ein kurzer Nachsatz, aber da steckt schon einiges drin. Den Abraham gibt hier den Zehnten von allem.
[25:28] Er sagt nicht: "Ja, das ist für Gott reserviert", sondern von dem, was er hat.
[25:36] Wir finden, wie schon angekündigt, auch wenn es um den Heiligtumsdienst an sich geht, den Zehnten zum Beispiel in 3. Mose 27. Und dort Vers 30.
[25:50] 3. Mose 27, Vers 30: "Alle Zehnten des Landes, sowohl von der Saat des Landes als auch von den Früchten der Bäume, gehören dem Herrn. Sie sind dem Herrn heilig."
[26:09] Vers 32 heißt dann: "Und was den ganzen Zehnten von Rindern und Schafen betrifft, von allem, was unter dem Hirtenstab hindurchgeht, soll jeweils das zehnte Tier dem Herrn heilig sein." Also, hier wird immer wieder betont, es soll der ganze Zehnte sein, nicht nur ein Teil, nicht nur stückweise. Gut, der Zehnte ist schon ein Teil von etwas, aber den sollen wir auch ganz bringen.
[26:36] 4. Mose 18, Vers 24 macht uns deutlich, was mit dem Zehnten geschehen. 18 und dort Vers 24.
[26:57] Da heißt es: "Denn den Zehnten der Kinder Israels, den sie dem Herrn als Hebopfer entrichten, habe ich den Leviten als Erbteil gegeben. Darum habe ich zu ihnen gesagt, dass sie kein Erbteil unter den Kindern Israels besitzen sollen."
[27:17] Also, Gott sagt, er gibt den Zehnten wieder an das Volk Levi, denn sie waren ja seine Priester hier auf der Erde. Der Stamm Levi, der war besonders, der hatte auch nicht so viel im Land wie die anderen Stämme, sondern sie haben hier in dem Fall den Zehnten bekommen.
[27:43] 5. Mose 12, Vers 6 zeigt uns, wohin die Israeliten den Zehnten bringen sollten.
[27:54] Ich lese mal ab Vers 4, um den Kontext klarer zu machen: "Es sollte im Herrn, euren Gott, nicht auf diese Weise dienen, sondern an dem Ort, den der Herr, euer Gott, aus allen euren Stämmen erwähnen wird, um seinen Namen dorthin zu setzen, damit er dort wohne. Da sollt ihr ihn suchen und dahin sollt du kommen. Dahin sollt ihr eure Brandopfer und eure Schlachtopfer bringen, eure Zehnten und das Hebopfer von eurer Hand und eure geliebten Opfer und eure freiwilligen Gaben und die Erstgeburt von euren Rindern und Schafen."
[28:32] Also, hier heißt es, dass Gott einen Ort bestimmt hat, ein besonderer Ort, wo unter anderem auch der Zehnte hingebracht werden soll.
[28:41] Das gibt uns schon den Hinweis, der Zehnte ist nicht einfach so einzusetzen, wie ja, wir belieben, sondern Gott ist...
[28:49] Gott ist derjenige, der ihn nicht nur einfordert, sondern der auch bestimmt, was damit passiert.
[29:04] 5. Mose 14, ein Blatt weiter, zwei Kapitel weiter, ist auch sehr interessant. Dort heißt es in Vers 22 und 23: "Du sollst alle Erträge deiner Saat getreu verzehnten." Da haben wir das wieder, das ganze Getreide, was auf dem Feld wächst, ja, für ja. Und das heißt: "Iss vor dem HERRN, deinem Gott, an dem Ort, den er erwählen wird, seinen Namen dort wohnen zu lassen, den Zehnten deines Korns, deines Mosts, deines Bös und die Erstgeborenen von deinen Rindern und Schafen, damit du lernst, den HERRN, deinen Gott, allezeit zu fürchten."
[29:51] Dieser letzte Satz ist gewichtig. Denn hier sagt Gott nicht einfach nur: "Bringt den Zehnten", sondern auch, was es bringt, den Zehnten abzugeben, zu bringen. Ja, und zwar heißt es: "Damit du lernst, den HERRN, deinen Gott, zu fürchten."
[30:12] Und man könnte es so leichtfertig sagen: "Ach, was der Zehnte? Na ja, gut, sie hatten das damals, aber heutzutage..." Wir pochen ja alle auf die dreifache Engelsbotschaft. Wie Adventisten hat es damit groß etwas zu tun? Ja, ganz direkt. Es heißt: "Damit du lernst, den HERRN, deinen Gott, zu fürchten."
[30:37] Und wir berufen uns immer darauf auf Offenbarung 14, Vers 7: "Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre." Eben hatten wir es von der Ehre, ja, auch von dem Fürchten. Das heißt, den Zehnten zu treu zu geben, ist auch Bestandteil dessen, die dreifache Engelsbotschaft zu erfüllen.
[31:02] Wenn wir es erkannt haben, dass das Gottes Wille ist, dann, warum sollten wir zögern, ihn auch zu tun? Aber jetzt haben wir nur aus den fünf Büchern Mose gelesen. Auch in anderen Büchern finden wir immer wieder das Konzept des Zehnten.
[31:20] Und zwar zum Beispiel in 2. Chronik 31, und dort Vers 6. 2. Chronik 31, und dort Vers 6. "Und auch die Kinder Israels und Judas, die in den Städten Judas wohnten, brachten den Zehnten von Rindern und Schafen und den Zehnten von den geheiligten Dingen, die dem HERRN, ihren Gott, geheiligt worden waren, und legten es haufenweise hin." Kannst auch in Fülle.
[31:51] Das ist jetzt schon einige Zeit nach Mose, und doch hat sich dieses System, könnte man sagen, bewährt gemacht, den Zehnten zu bringen.
[32:03] Das ist dann schon nach der Wegführung nach Babylon, nehme mir 12, und dort Vers 44. "Zu jeder Zeit wurden Männer über die Vorratskammern eingesetzt, die zur Aufbewahrung der Hebeopfer, der Erstlinge und der Zehnten dienten, damit sie darin von den Äckern der Städte die gesetzlichen Abgaben für die Priester und Leviten sammeln sollten." Den Juda hatte Freude an den Priestern und an den Leviten, die im Dienst standen.
[32:40] Hier gibt es wieder den Hinweis, dass die Leviten die Zehnten entgegengenommen haben.
[32:51] Auch in Nehemia 13, das können wir nachlesen. Vers 5 heißt es: "Diesen eine große Kammer eingeräumt, wohin man zuvor die Speiseopfer, den Weihrauch und die Geräte gelegt hatte, dazu die Zehnten vom Korn, Most und Öl, die Gebühr der Leviten, der Sänger und der Torhüter, dazu die Hebeopfer der Priester." Als auch hier zeigt es uns, es gab eine Kammer, und dort wurden diese heiligen Dinge, wozu der Zehnte gehört, abgelegt.
[33:29] Vers 12 heißt es dann: "Da brachte ganz Juda die Zehnten vom Korn, Most und Öl in die Vorratskammern." Also nicht nur bestimmte Leute, nicht nur diejenigen, die ja schon sehr weit im Glauben waren, nicht nur irgendwie die Ältesten oder so, sondern das ganze Volk. Das ist eine Verordnung, die Gott für uns alle, die wir gläubig sind, eingesetzt hat.
[35:57] Vielleicht noch einen Text im Neuen Testament in Lukas 11. Wird auch noch mal der Zehnte angesprochen in einem Kontext, wo man meinen könnte: "Ach, das haben ja Menschen gemacht, die wenig vorbildlich waren, die nicht so fromm waren."
[37:14] Nämlich niemand geringeres als die Pharisäer. Lukas 11, Vers 42: "Aber weh euch Pharisäern, dass ihr die Minze und die Raute und alles Gemüse verzehntet und das Recht und die Liebe Gottes umgeht." Aber jetzt kommt der entscheidende Satz bei der Sache.
[37:35] Auch wenn es hier angeprangert wird, dass die ja, die Pharisäer das so haarspalterisch sind. Dieses sollte man tun und jenes nicht lassen. Das heißt, es ist auch gut, den Zehnten zu bringen.
[37:58] Das war zwar etwas, womit sich viele gebürstet hatten, sowie auch der Pharisäer, der dann hinaufgeht zum Beten und sagte: "Ich faste mehrmals die Woche und ich bringe den Zehnten von allem." In dem Sinne war es schlecht, denn allein der Zehnte macht uns nicht vor Gott gut. Allein der Zehnte ist es nicht, ist nicht, was unseren Glauben ausmacht. Aber das eine sollte man tun und das andere nicht lassen.
[39:29] Und ich glaube, es gehört zu dieser ganzen Erfahrung dazu, dass wir den Zehnten bringen. Denn wie gesagt, das macht auch etwas mit uns. Das hilft uns nur noch eine bessere Einstellung zu haben, bessere Verwalter Gottes zu sein, besser vorbereitet zu sein, auch auf seinen Kommen. Immer dieses, diese ständige Erinnerung, dass das, was wir haben, auch unser Geld, nicht uns gehört, sondern Gott.
[39:59] Lass uns mal noch den Text angehen in Maleachi 3 und dort lesen wir Verse 7 bis 12. "Seit den Tagen eurer Väter seid ihr von meinen Satzungen abgewichen und habt sie nicht befolgt." Das ist hier Gottes Anklage an das Volk Israel. "Kehrt um zu mir, so will ich mich zu euch kehren", spricht der HERR der Herrscher.
[40:33] Also Gott gibt hier eine Aufforderung, aber auch gleichzeitig ein Versprechen. Und das ist so seine Art und Weise, es immer wieder zu machen. Er möchte von uns, dass wir unseren Teil tun, aber er ist auch toll darin, seinen Teil zu tun.
[40:49] Aber ihr fragt: "Worin sollen wir umkehren?" "Darf ein Mensch Gott berauben? Wie ihr mich beraubt?" "Aber ihr fragt: 'Worin haben wir dich beraubt?'" "In den Zehnten und den Abgaben."
[40:59] "Mit dem Fluch seid ihr verflucht worden, denn ihr habt mich nicht, denn ihr habt mich beraubt, ihr das ganze Volk." Es ist ein desolater Zustand des Volkes Israel, das ist hier nicht teuer an Gott gehandelt hat. Es hat den Bund gebrochen. Gott war treu gewesen, aber auch sein Segen hatte sich zurückgezogen. Denn Gott konnte ja nicht, also dieser Bund konnte ja nicht aufrechterhalten bleiben, dadurch, dass das Volk Israel hier abtrünnig gehandelt hatte.
[41:56] Aber Gott möchte ihn wiederherstellen. Und er sagt: "Bringt den Zehnten ganz in das Vorratshaus, damit Speise in meinem Haus sei, und prüft mich doch dadurch", spricht der HERR der Herrscher, "ob ich euch nicht die Fenster des Himmels öffnen und Segen in überreicher Fülle herabschütten werde."
[42:17] Und ich will für euch den Fresser schelten, dass er euch die Frucht der Erde nicht verdirbt und dass euch der Weinstock auf dem Feld nicht Frucht leer bleibt", spricht der HERR der Herrscher. "Und alle Heidenvölker werden euch glücklich preisen, denn ihr werdet ein Land des Wohlgefallens werden", spricht der HERR der Herrscher.
[42:40] Also Gott möchte etwas Neues aufbauen. Und auch wenn sie es in der Vergangenheit nicht getan haben, dann möchte Gott sie von nun an reichlicher segnen. Auch wenn du vielleicht bisher gedacht hast: "Na ja, der Zehnte, den habe ich noch nie gegeben, und es ging mir auch nicht schlecht", dann probiere es aus.
[43:05] Denn Gott möchte, dass du ihn da ganz anders erlebst. Es ist ja auch so, ihr habt das vielleicht beim Vorlesen gemerkt, so ein Dialog zwischen Gott und den Menschen. Und da werden schon die Antworten antizipiert. Was heißt: "Worin sollen wir umkehren?" "Worin haben wir dich beraubt?" Aber Gott spricht das ganz klar an. Gott nimmt hier kein Blatt vor den Mund, zu sagen: "Es ist der Zehnte, den ich..."
[43:43] Und wir sehen, die Beziehung ist irgendwie gebrochen. Aber wie gesagt, Gott möchte sie wiederherstellen und es gut machen und den Segen, weil er letztlich reichlich ist, nicht nur auf das Volk Israel geben, sondern selbst Ertrag des Feldes soll jetzt gesegnet sein, und selbst die Heidenvölker um das Volk herum sollen jetzt sehen, dass Gott Israel Gunst erweist.
[44:16] Das ist doch spannend. So wie wir mit Gottes Gütern umgehen, so hat es auch einen Einfluss auf unser Umfeld. Manch einer mag da sein, der kämpft in seiner Familie, weil er alleine da steht, weil die anderen nicht gläubig sind, nichts von Gott wissen wollen. Manch einer steht alleine am Arbeitsplatz und wird immer schief angeschaut, wenn er Freitag schon früher nach Hause geht oder ja, gewisse Dinge auch nicht mitmacht.
[44:56] Vielleicht hast du in der Schule zu tun oder in deinem Verwandtenkreis. Aber wenn du Gott treu bist, dann kann dir versichert sein, Gott wird sich auch zu dir wenden. Es heißt ja: "Kehrt um zu mir, so will ich mich zu euch kehren." Und dann kann Gott auch ganz anders an deinem Umfeld wirken.
[45:26] Kommen wir noch zu Donnerstag. Am Donnerstag haben wir Matthäus 6 und dort die Verse 25 bis 33 gelesen. Sehr schön, wie Gott klar macht: "Schau mal in die Natur, wenn ich für die Natur sorge, dann sorge ich mich doch auch für dich." Wenn ich schon den Vögel Nahrung gebe oder den Lilien, die im Blumenkleid, dann kann ich mich doch auch um dich, Menschenkind, sagen, für die er ja seinen Sohn gegeben hat, alles, was er hat.
[45:48] Aber das bedeutet trotzdem auch nicht, dass wir aufhören sollten zu planen oder auch zu arbeiten. Nein, wenn wir mit Gott zusammenarbeiten, dann kann auch viel größerer Segen entstehen. Und doch, was wir nicht tun sollen, ist uns Sorgen zu machen.
[46:31] Gott kann unsere Probleme lösen. Gott kann so viel mehr machen, als was in unserer Macht steht. Und seien wir ehrlich, wer von uns könnte sein Leben auch nur eine Spanne hinzufügen, wie es auch in der Bibel heißt? Das ist alles nicht in unserer Hand, aber es ist in Gottes Hand. Und das Sprichwort sagt dann: "An Gottes Segen ist alles gelegen."
[47:01] Lasst uns noch Jesaja 26 und dort Vers 3 aufschlagen. Jesaja 26, Vers 3: "Einem festen Herzen bewahrst du den Frieden, den Frieden, weil es auf dich vertraut." Hier haben wir wieder das Vertrauen, es Vertrauen, das fest gegründet sein sollte auf Gott. Und hier heißt es auch: Dieses Herz hat Frieden.
[47:30] Es gibt auch den Ratschlag in Jeremia 6, Vers 16, wo es dann heißt: "Tretet hin an die Wege und schaut und fragt nach den Pfaden der Vorzeit, welches der gute Weg ist, und wandelt darauf, so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen."
[47:51] Also Gott ist sehr daran interessiert, dass wir keine Sorgen haben, sondern dass wir Frieden haben im Herzen. Und das ist etwas, was vielleicht jeder Christ unterschreiben würde, aber was so schwer ist, teilweise wirklich im Alltag zu haben, diesen Frieden oder die Ruhe für die Seele.
[48:13] Dennoch dürfen wir lernen, auf Gott zu vertrauen. Schon in den kleinen Dingen des Alltags, wenn wir morgens aufstehen und im Gebet ihm alles bringen, was so tagsüber auf uns zukommt, dann können wir auch wirklich uns auch wirklich lernen, uns Gott immer mehr anzuvertrauen, keine Sorgen zu machen.
[48:37] Und wenn wir dann doch einmal etwas falsch gemacht haben, dann besteht Gottes Bund zu uns trotzdem, oder zumindest auch sein Angebot, wieder mit uns neu anzufangen. Das hatten wir gelesen in dem Text in 1. Johannes 1, Vers 9: "Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit."
[49:09] Auch wenn wir einmal gefallen sind, dann kann Gott uns doch wieder aufheben und kann uns auch diese Schuld und die Sünde selbst wegnehmen.
[49:20] In Micha 7 wird das auch noch einmal sehr schön ausgedrückt, wie das mit dieser Sünde ist, die uns ja eigentlich sonst von Gott trennt, die im Raum steht und nicht zulässt, dass wir diesen ganzen Segen und die Gemeinschaft mit Gott so erleben können.
[49:45] Micha 7, Verse 18 und 19: "Wer ist ein Gott wie du, der die Sünden vergibt und im Überrest seines Erbteils die Übertretung er lässt? Deshalb hält er nicht allezeit fest, sondern Lust hat an der Gnade. Er wird sich wieder über uns erbarmen, unsere Missetaten bezwingen. Ja, du wirst alle ihre Sünden in die Tiefe des Meeres werfen."
[50:13] "Du wirst Jakob Treue erweisen", Vers 20, "und Abraham Gnade üben, wie du unseren Vätern von den Tagen der Vorzeit her geschworen hast." Also dieser Bund, den Gott damals in der Bibel aufgerichtet hat, diesen möchte er ja auch mit uns machen. Es muss sich einen Bund Abraham sein, es kann auch ein Bund mit dir persönlich sein.
[50:33] Und Gott möchte diesen Bund immer wieder erneuern, um ja, dich seinen Segen auch in Fülle erleben lassen zu können. Wollen wir Gott dafür Dank sagen? Lasst uns gemeinsam beten.
[50:50] Unser Vater im Himmel, du bist ein treuer Gott. Und wie selten machen wir uns darüber Gedanken, wie leicht sind wir einfach nur unsere eigene Untreue, unsere Fehler. Aber du bist da und du möchtest wieder von vorne mit uns anfangen, auch wenn wir Sünde auf uns geladen haben.
[51:14] Vater, du schenkst uns deine Gebote uns nur zum Guten, weil das so eine lange Liste von Segen hast, die auf uns wartet. Und ich danke dir, dass wir einen Bund mit dir haben dürfen, dass wir dir dienen dürfen von ganzem Herzen, aus Liebe zu dir.
[51:40] Bitte lass unsere Freundschaft zwischen dir und uns ähnlich sein wie die zwischen David und Jonathan, dass sie auch immer wieder sich geschworen haben, wirklich Freunde zu bleiben.
[51:54] Danke Herr, dass du diese Treue nie brichst. Danke Herr, dass wir dich haben dürfen. Amen.
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