In dieser Predigt geht David Nießner auf das Thema „Gaben für Jesus“ ein und erklärt, dass das Geben über den Zehnten hinausgeht und ein Ausdruck der Dankbarkeit für Gottes Segen ist. Er beleuchtet die Bedeutung von Großzügigkeit und Selbstlosigkeit und warnt vor Heuchelei und Geiz anhand der Geschichte von Ananias und Saphira. Die Predigt ermutigt dazu, Gott zu vertrauen und sich auf sein Reich zu konzentrieren, anstatt sich von weltlichen Sorgen leiten zu lassen.
CSH 2023 Q1 – Gottes Haushalter: 4. Gaben für Jesus
David Nießner · CSH 2023 Q1 – Gottes Haushalter ·Themen: 1. Chronik, 2. Korinther, 5. Mose, Bibel, Bibelstudium, Markus, PsalmenWeitere Aufnahmen
Serie: CSH 2023 Q1 – Gottes Haushalter
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Transkript
[0:34] Ein herzliches Willkommen an alle Zuschauer hier bei Joelmedia zur Kreis Studio. In dieser Woche werden wir heute das vierte Thema uns ansehen: Gaben für Jesus. Wir haben uns in der letzten Woche intensiv mit dem Zehnten beschäftigt und werden heute noch einen Schritt weitergehen und gucken, was wir mit den übrigen 90% machen, wenn wir den Zehnten bereits gegeben haben. Bevor wir aber dazu einsteigen, lasst uns zum Gebet das Haupt neigen.
[0:58] Himmlischer Vater, wir möchten dir von Herzen danken, dass du uns auch heute wieder die Möglichkeit gibst, in der Sabbat Schule zu lernen über das Gaben geben. Und wir bitten dich auch besonders für dieses Studium, dass du unseren Geist erleuchtest, dass du deine Worte in meinen Mund legst, dass du unsere Herzen öffnest und uns zeigst, wo du bei uns Veränderung bewirken möchtest und dass wir da auch willig sein werden, diese Schritte zu gehen. So danken wir dir für deine Bereitschaft und danken dir für das Studium, das vor uns liegt. In Jesu Namen. Amen.
[1:30] Wie bereits gesagt, haben wir uns in der letzten Woche intensiv mit dem Zehnten beschäftigt und da auch schon tiefe Erkenntnisse bekommen und gesehen, was für ein Segen da auch drin liegt, dass Gott eines der Versprechen dir dort gegeben hat, gesagt hat: Wenn wir ihm den Zehnten geben, sollen wir auch ihn prüfen, ob das, was er vorausgesagt hat, wahr ist. Aber es ist natürlich nicht nur der Zehnte, den wir geben. Jemand hat mal gesagt: Beim Zehnten geben geht es nicht darum, den 10% abzugeben, sondern 90% zu verwalten. Und genau darum geht es in dieser Woche, über den übrigen Teil, den Großteil der 90%, der mit dem Zehnten nichts mehr zu tun hat, was Gott primär nicht einfordert, was aber uns zur Großzügigkeit bewegen soll.
[2:16] Denn letzten Endes, wir werden es nachher auch noch lesen, im Psalm 50 gehört die ganze Welt Gott und es gibt nichts, was wir Gott zurückgeben können. Aber wir können dadurch sein Werk fördern und dadurch zum einen Selbstlosigkeit lernen und zum anderen Großzügigkeit an den Tag legen.
[2:33] Das Volk Gottes hat im ganzen biblischen Bereich immer Gaben gegeben, die über den Zehnten hinausgingen. Natürlich wurden Opfer gebracht, wenn Sünden begangen wurden, und die als Sündopfer. Aber es gab auch Dankopfer und Trankopfer, ganz viele Dinge, die sie gebracht haben, auch als der Tempel zur Zahlung muss Zeiten mir aufgebaut wurde oder die Stiftshütte in der Wüste errichtet wurde. Weiß das Volk Gottes, dass freiwillig Gaben gebracht hat und so Gottes Werk vorangetrieben hat.
[3:03] Und es ist im größeren Kontext, warum man diese Gaben gibt, einfach ein Dankesausdruck an den Segen, den Gott über den Zehnten hinausgegeben hat. Man kann dankbar sein für die Gesundheit oder für Wohlstand, auch sofern es nicht aus eigennützigen Gründen kommt. Und es sollte auch uns daran erinnern, dass wir Gaben nicht nur geben, um den Parkplatz der Gemeinde instand zu halten, was natürlich auch seine Berechtigung hat, aber das ist vielmehr darum geht als Dankbarkeit auf das Opfer Jesu Gaben zu geben.
[3:34] Denn die Bibel sagt in 1. Johannes 4, Vers 19: "Wir lieben ihn, weil er uns zuerst geliebt hat." Und das ist der einzige Grund, warum wir Dinge auch Gott zurückgeben. Und in dieser Woche werden wir uns anschauen, wie Gott uns helfen wird und wie Gott auch in seinem Wort Prinzipien vorgelegt hat, wie wir diese Gaben geben können, wie Gott darüber denkt und was er mit unserem Charakter auch macht.
[4:02] Wie bereits gesagt, ist unser Geben nur eine Antwort auf den Segen, den Gott gegeben hat. Wir können Gott per se ja nicht reicher machen. Und trotzdem sagt uns die Bibel in 2. Korinther 9, Verse 6 und 7: "Das aber bedenkt: Wer kärglich sät, der wird auch kärglich ernten, und wer reichlich sät, der wird auch im Segen ernten." Das kann man jetzt auf sehr, sehr viele Bereiche ausdehnen.
[4:29] Was dieser Vers bedeutet, zum einen natürlich auch für die Missionsarbeit. Wer wenig da rein investiert, nicht nur materiell, sondern auch vor allem zeitmäßig und von seinen eigenen Anstrengungen her, der wird auch wenig Frucht ernten von der Missionsarbeit. Aber genauso, wer auch in Gottes Werk Gaben gibt, materieller Art, wie auch natürlich, wenn man als Heiligtum denkt, von handwerklicher Art, wer wenig gibt, mit wenig erntet. Wer aber viel säht, heißt: "Wir haben Segen, säht, der wird auch im Segen ernten."
[4:59] Aber die Bedingung ist in Vers 7: "Jeder, wie es sich im Herzen vornimmt, nicht wiederwillig oder gezwungen, denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb." Es gibt definitiv Leute in der Gemeinde, und vielleicht sind wir auch schon mal in diese Falle getappt, die viel geben wollen, aber nicht unbedingt, weil sie Gottes Sache voranbringen wollen, sondern weil sie eine Art Pflicht fühlen und sich dabei aber nicht, obwohl fühlen. Jetzt, das Gefühl ist natürlich kein Maßstab drin, aber letzten Endes ist das ein wichtiger Punkt, den jeder vor Gott selber prüfen muss: Wenn ich etwas für Gottes Werke mache, mache ich das wirklich aus freien Herzen oder mache ich das, weil ich meine Motive vertuschen will?
[5:41] Wir möchten dazu mal einen ganz, ganz wichtigen Abschnitt im Buch "Das Wirken der Apostel" lesen und zwar in der Begebenheit mit Ananias und Saphira. Wir finden das in der Apostelgeschichte Kapitel 5. Und wir sehen vorher, im unmittelbaren Kontext, wie die Gemeinde, die junge Gemeinde, gerne und jeder alles gegeben hat, was er konnte, und den Nöten der anderen abzuhelfen. Und jeder, wie er es getan hat, nach der Ausschüttung des Heiligen Geistes, von ganzem Herzen.
[6:12] Und jetzt heißt es hier im "Wirken der Apostel" auf Seite 72, im ersten Abschnitt: "Ins schroffe Gegensatz zu dem Beispiel der Wohltätigkeit der Gläubigen stand das Verhalten von Ananias und Saphira. Ihre Erfahrung, von inspirierter Hand niedergeschrieben, ist ein dunkler Fleck in der Geschichte der Urgemeinde." Und liebe Geschwister, hat einen Grund, warum uns Gott das so detailliert und scheinbar so radikal auch überliefert hat.
[6:41] Gemeinsam mit anderen hatten diese vorgeblichen Jünger die Predigt des Evangeliums aus dem Munde der Apostel hören dürfen. Sie erlebten mit anderen Gläubigen das, auf das Gebet der Apostel hin, die Städte erbebte, in der sie versammelt waren, und sie wurden alle vom Heiligen Geist erfüllt. Sein Zitat aus der Apostelgeschichte 4, Vers 31: "Eine starke Gewissheit war über alle Anwesenden gekommen." Und Ananias und Saphira hatten unter dem Einfluss des Geistes Gottes gelobt, dem Herrn den Erlös aus dem Verkauf eines Grundstücks zu geben. Und das ist sehr gut, wenn der Heilige Geist uns zu etwas drängt und wir uns dessen bewusst sind. Dann ist es unsere Aufgabe, wenn wir dem Wirken nachgeben, dass auch umzusetzen.
[7:29] Bis hierhin war die Geschichte von Ananias gut.
[7:35] Später betrügen Ananias und Saphira den Heiligen Geist dadurch, dass sie den Regelungen des Geizes nachgaben. Und oftmals geht es uns doch auch so, wenn wir im Gottesdienst erfrischt werden von Gottes Gegenwart und wir etwas Gott geloben oder ein Versprechen ablegen, vielleicht sogar einen eine Art Bund mit Gott machen, sagen: "Herr, ich verspreche dir das und das." Und sobald dieser gefühlsmäßige Einfluss dann weg ist, kann es sein, dass uns dann der Satan mit Trieben und Neigungen, die wir haben, versucht zu stacheln und davon wieder abzubringen.
[8:07] Sie bedauerten ihr Versprechen und verloren bald den wohltuenden Einfluss des Segens, der ihre Herzen begeistert hatte, großes für die Sache Christi zu tun. Sie meinten, voreilig gewesen zu sein und ihren Entschluss noch einmal überlegen zu müssen. Das ist auch ein wichtiger Punkt, bei dem ich kurz einhaken möchte. Natürlich möchte Gott nicht, dass wir voreilig irgendwelche Dinge beschließen, die nicht Hand und Fuß haben, die von Gott nicht gebilligt sind. Aber auch hier ist die Sache, dass wir uns vor Gott ehrlich prüfen müssen und sagen: "Herr, kommt dieser Eindruck von dir oder kommt er von mir?"
[8:44] Wenn Gott uns zeigt, dass er von ihm kommt, dann ist das Beste, was wir machen können, in diesem Eindruck auch nachzugeben und danach zu handeln, damit wir nicht, wie Ananias und Saphira, diesen wohltuenden Einfluss des Segens verlieren, wie es hier heißt, der ihre Herzen begeistert hatte, großes für Christi Sache tun zu dürfen.
[9:04] Also besprachen sie die Angelegenheit miteinander und entschlossen sich, ihr Gelübde nicht zu erfüllen. Da sie aber bewussten, dass diejenigen, die sich von ihrem Besitz getrennt hatten und die Not der Brüder zu lindern, bei den Gläubigen hoch angesehen waren, schämten sie sich, ihre Brüder wissen zu lassen, dass ihre geizigen Herzen begehrten, was sie Gott feierlich geweiht hatten.
[9:28] Und das war ein Problem. Ist das ja aufkam. Sie haben gedacht, wir waren zuvor eilig, haben es zurückgezogen, aber haben sich gedacht, die, die viel geben, sind hoch angesehen, wollen auch hoch angesehen werden, aber unsere besitzt nicht aufgeben. Und hier hat war das auf einmal dann ein Problem, da das in eine, dass in eine Weggabelung gebracht hat, aus der sie so leicht nicht mehr rauskommen konnten.
[9:51] Deshalb entschlossen sie sich, ihren Besitz zwar zu verkaufen, dann aber nur so zu tun, als ob sie den ganzen Erlös der gemeinsamen Kasse zufließen ließen. In Wirklichkeit behielten sie einen großen Teil des Geldes für sich. So wollten sie ihren Lebensunterhalt auf Kosten der Gemeindekasse sichern und gleichzeitig die Hochachtung ihrer Geschwister gewinnen.
[10:14] Und hier ist ein Schritt, den sie gegangen sind, der zu einem traurigen Ende führt. Wenn wir die Geschichte weiterlesen in Apostelgeschichte 5, haben beide ihr irdisches und dem Geist der Weissagung nach auch ihr ewiges Leben verloren, weil sie die Hochachtung der Geschwister haben wollten, aber auch den Besitz nicht verlieren wollten.
[10:35] Und wenn wir uns das durch den Kopf gehen lassen und darüber studieren, dann werden wir recht schnell merken, dass es Problem nicht darin bestand, dass sie ihren Besitz nicht mehr geben wollten. Das Problem war, sie wollten ihn nicht geben, aber sie wollten ihn Anschein erwecken, dass sie ihn geben.
[10:50] Sicherlich hat es Gott auch betrübt, wenn sie gesagt hätten: "Wir wollen es nicht mehr geben." Aber das wäre ehrlich gewesen, und sie hätten dadurch womöglich ewiges Leben und auch hier irdisches Leben nicht verloren. Aber durch diese Heuchelei, dadurch, dass sie einen Anschein erwecken wollten, den sie nicht hatten, wie die 2. Korinther 9, Vers 7 sagt, dass sie keine fröhlichen Geber mehr waren, hat das in große Probleme sie gestürzt.
[11:14] Und das ist auch eine wichtige Lehre für uns, dass unsere Gaben einen Beweis sind, uns voll Gott zu weinen, unsere Bereitschaft, ihm unser Leben zu übergeben. Und es muss eine geistige Erfahrung sein. Man kann sagen, dass man Gott liebt, aber großzügig gab, großzügig Gaben helfen, wenn sie von Herzen kommen, dass diese Liebe offenbart wird.
[11:38] Und trotzdem müssen wir es dabei auch keine Gedanken machen, wenn wir im Falle von Ananias und Saphira wären, wenn uns Gott dazu drängt, alles, was wir haben, zu geben. Wobei viele von uns, denke ich, nicht noch nicht an dem Punkt sind, dass wir alles Gott übergeben können, wenn er das fordert, sondern dass Gott uns auch in seine Gnade in kleinen Schritten führt.
[11:56] Jeden Tag, wie Paulus sagt, den 1. Korinther, jeden Tag zu sterben, dem eigenen Ich abzusterben und immer mehr für Gottes Sache zu opfern.
[12:09] Aber Gott hat uns verheißen, und das ist auch ein wichtiger Punkt, den wir jetzt noch mal anführen möchten, dass wenn wir alles daran setzen, Gottes Sache voranzubringen, dass wir keinen Mangel leiden werden. Und das ist leider in unseren Köpfen oft so drin, dass wir denken, so wie Ananias und Saphira, wenn wir etwas geben, verlieren wir etwas, obwohl wir eigentlich nur gewinnen können dadurch. Weil den wohltuenden Einfluss des Segens, den der Heilige Geist gegeben hat, den hatten sie leider verloren.
[12:36] Und so heißt es Matthäus 6, Vers 31 bis 34: "Darum sollt ihr euch nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen, oder was werden wir trinken, oder womit werden wir uns kleiden? Oder wo werden wir wohnen, oder wo werden wir unseren Lebensunterhalt verdienen? Oder wie geht es weiter? Denn nach allen diesen Dingen trachten die Heiden."
[12:59] Ich weiß nicht, ob uns das bewusst ist, dass die Bibel sagt, dieses ständige Streben nach: "Ich muss essen, ich muss eine Wohnung haben, ich muss dieses", dass das eine Sache ist, nach der die Heiden trachten. Ich sage nicht, dass wir unnötig von der Hand in den Mund leben sollen. Aber diese ständige Sorge: "Was wird morgen sein? Wer wird für mich sorgen? Wo werde ich hingehen? Was werde ich essen? Wie wird das nächstes Jahr sein?" Das ist etwas, womit sich die Heiden beschäftigen, weil Jesus sagt: "Euer himmlischer Vater weiß, dass er das alles benötigt."
[13:31] Wir haben auf den Eindruck, dass wir Gott unsere ganzen Probleme vorlegen und denken, dass er nicht weiß, dass wir all das brauchen. Und darum ist es so gut, immer wieder diese Texte, diese Verheißungen vor uns vorzuführen. Gott weiß um all das. Er weiß, dass ein Mensch Bedürfnisse hat, die erfüllt werden müssen. Aber es sollte nicht unser erstes Bestreben sein, erst das zu erfüllen und dann die geistigen Dinge folgen zu lassen.
[13:57] Denn die Verheißung ist gegeben. Und ich frage mich oft, wie oft haben wir verstanden, was diese Verheißung wirklich bedeutet: "Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles hinzugefügt werden."
[14:15] Darum sollte ich nicht Sorgen um den morgigen Tag, denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Jedem Tag genügt seine eigene Plage. Wie Paulus sagt: "Jeden Tag dem ich absterben und sich keine Gedanken machen, wie wird es mal sein." Wenn denn Gott hat es in seiner Hand und wenn wir im Vertrauen an seiner Hand gehen, dann werden wir auch erfolgreich im himmlischen Sinne sein und Gott wird uns führen und Gott wird uns zeigen, wo wir hingehen sollen.
[14:49] Lass uns einen Schritt weiter gehen. In 5. Mose, Kapitel 16, Vers 17 sagt uns die Bibel, dass es noch weitere Dinge gibt, weitere Anteile, die gespendet werden können.
[15:07] "Sondern jeder mit dem, was er geben kann, je nachdem Segen, den der Herr, dein Gott, dir gegeben hat." Hier geht es um das Laubhüttenfest und Gott sagt in Vers 16, dass niemand vor Gott mit leeren Händen erscheinen soll, sondern jeder das, was er hat, solle Gott vorbringen. Und das ist zum einen eine Ermutigung, zum anderen auch eine wunderbare Verheißung, bei Gott nicht fordert, dass jeder so viel bringt, wie ein scheinbar reicher Mensch bringen kann. Jeder das, was er hat.
[15:39] Darauf werden wir auch noch gleich zurückkommen, bei der Witwe, die zwei Scherflein gegeben hat. Aber die Bibel sagt in Lukas 12, Vers 48: "Wem viel anvertraut ist, von dem wird man umso mehr fordern." Das bedeutet zum einen die Verpflichtung in geistiger Hinsicht, aber auch, wenn es um Gaben geht, die für das Werk eingesetzt werden sollen, dass Gott das, was er einem Menschen gegeben hat, auch für sein Werk zurückfordert.
[16:05] Aber wir werden dabei nicht unglücklich werden. Ananias und Saphira sind unglücklich geworden, weil der Geiz aufkam. Wenn wir aber von ganzem Herzen merken, dass Gott uns dazu drängt und es freiwillig geben, werden wir mehr bekommen, als wir zurückhalten können.
[16:23] Und nochmal ist die Frage: Wie könnten wir Gott all seine Segnungen zurückbezahlen? Und natürlich ist die Antwort offensichtlich: Wir könnten es nicht. Aber die Sache Gottes besteht darin, dass wir lernen, großzügig zu sein und dadurch Gottes Charakter weiterzugeben.
[16:36] Als Jesus seine Apostel ausgesandt hat, in Matthäus 10, hatte er zu ihnen auch gesagt: "Umsonst habt ihr es empfangen, umsonst gebt es auch."
[16:48] Weil dieses Gaben geben zur Entwicklung unseres Charakters beiträgt. Und wir sehen das, um noch mal auf das Beispiel zurückzukommen, bei Ananias und Saphira, sehr deutlich, dass sie das, was sie hatten, nur ungern weitergegeben haben. Die Charakter, obwohl Gott so stark gewirkt hat, sich so deformiert hat, dass sie ihr ewiges und ihr irdisches Leben verloren haben.
[17:11] Aufgrund von dieser Habsucht. Und das ist so eine entscheidende, wichtige und absolut grundlegende Lehre, die uns die Apostelgeschichte damit gibt, dass Gott jede Art von Habsucht hasst und verabscheut und dass wir damit dem Werk Gottes großen Schaden zufügen könnten.
[17:27] Und Gott musste damals um die Reinheit der Gemeinde zu bewahren, durchgreifen, damit diese Lehre für alle Zeitalter, solange die Erde besteht, nicht vergessen wird.
[17:38] Genau genommen ist es ja auch so, wir merken, dass ja auch selber, wenn wir Dinge für uns horten, dass wir dabei nicht wirklich glücklich werden, sondern wie die Bibel auch sagt: "Geben ist glücklicher als nehmen."
[17:52] Auch wenn es zum Gottesdienst kommt, zeigt uns die Bibel auch dort, dass wir Gaben im Gottesdienst geben sollen. Wenn auch gleich keine exakte Ordnung für einen Gottesdienst vorliegt in der Bibel, gibt es dennoch im Wesentlichen vier Bestandteile, die in jedem Gottesdienst da sind: Das ist das Studium oder auch die Predigt, die Wortverkündigung, das Gebet, eine gottesfürchtige Anbetung durch Musik und das Zehnten geben.
[18:18] In der israelitischen Kultur war es so, dass dreimal im Jahr die Männer vor allem mit ihren Familien in Jerusalem sich einfinden sollten für das Passahfest, das Pfingstfest und das Laubhüttenfest. Und dazu sollten sie die Gaben mitbringen, insbesondere beim Laubhüttenfest.
[18:36] Kurz gesagt, das alte Israel, da waren Gaben geben ein sehr zentraler Bestandteil des Gottesdienstes und nicht nur von geldlicher Art, sondern einfach auch von den Dingen, die man auf der Ernte eingefahren hat. Und dann wurden die Gaben in das Haus des Herrn gebracht, wurden dort gelagert und aufbewahrt und weitergegeben.
[19:01] Und ich denke, das ist auch eine sehr wichtige Lehre für uns ist, dass wenn wir die Gaben ins Haus Gottes bringen, am Sabbat, fängt gleich wir vielleicht nicht mehr damaligen Kulturleben, dass Gott das gleiche auch von uns fordert, damit wir es weitergeben können zur Abhilfe der Not unserer Geschwister.
[19:19] Möchte mit euch noch einen wichtigen Text anschauen im Psalm 50. Psalm 50 ist, man nennt es auch manchmal das Notfalltelefon, ist ein ganz berühmter Text. In Vers 15: "Und rufe mich an am Tag der Not, so will ich dich erretten." Aber sehr interessant, wenn man immer den Kontext dieses Verses anschaut, weil viele sich fragen: "Ich rufe Gott an in der Not, warum antwortete er mir nicht oder warum antwortet er nicht so, wie ich es erwartet habe?"
[19:50] Aber es ist auch in Bezug Gaben geben, könnten uns hier einige Lichter aufgehen. Und als ich das erste Mal den Kontext studiert habe von diesem Vers, ist mir klar geworden, dass auch diese Verheißung an Bedingungen geknüpft ist, die aber reichen Segen einbringen werden.
[20:04] Wenn man einfach bei Vers 1 anfängt zu lesen im Psalm 50, heißt es: "Der mächtige Gott, der Herr, er redet und ruft die Erde vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang." Hier wird schon mal das Bild gezeichnet, dass Gott von Osten bis nach Westen die ganze Erde überblickt. Dass er kommt, Vers 3, wie es heißt, er nicht schweigt, dass ein verzehrendes Feuer ist, dass ihm alles gehört.
[20:33] Und dann in Vers 9 ist es interessant, wenn es geht um die Opfer, die Israel bringen sollte. Ein Gott sagt: "Ich will keinen Stier aus deinem Haus nehmen, keine Böcke aus deinen Hürden, denn mir gehören alle Tiere des Waldes, das Vieh auf tausend Bergen. Ich kenne alle Vögel auf den Bergen und was sich auf den Bergen und was sich auf dem Feld..."
[20:49] auf den Bergen und was sich auf dem Feld trägt, das ist mir bekannt. Das Zeichen noch mal ganz schön auf alles, was für Gott bringen könnten, wird niemals uns dazu helfen, dass wir Gott befriedigen können. Oder Gott sagt: "Wow, du hast aber viel gegeben, wo hast du das denn her?" Weil alles, was wir geben, jede Gabe kommt von dem Herrn.
[21:07] Vers 12: Wenn ich hungrig wäre, es würde ich es dir nicht sagen, denn mir gehört der Erdkreis und was ihn erfüllt. Gott ist so gesehen nicht angewiesen auf unsere Gaben oder auf unsere Hilfe, weil ihm alles gehört.
[21:21] Vers 13 sagt: "Soll ich etwas Stierfleisch essen oder Blut von Böcken trinken?" Und das alles zeigt, dass Gott nicht angewiesen ist auf unser Gaben geben. Aber der gleiche Aspekt, den wir im zweiten Korinther 9 gefunden haben, den gleichen Aspekt, den wir in der Apostelgeschichte 5 gefunden haben, der kommt auch hier wieder zum Ausdruck: "Opfere Gott Dank und erfülle dem Höchsten deine Gelübde." Das sind die Opfer, die Gott gefallen, weil es von einem dankbaren Herzen kommt, weil es nicht einfach nur eine Gabe ist, sondern weil es von Herzen kommt.
[21:54] Gott hat uns mit materiellen Dingen gesegnet und wir geben ihm Dinge zurück, was aber nur unseren Dank ausdrückt. Und das ist in diesen beiden Bedingungen für Vers 15: "Opfere Gott Dank, danke dem Herrn." Und Opfern hat immer was mit etwas aufgeben, Selbstverleugnung zu tun.
[22:14] Und wenn wir von Gott unsere Verheißungen erfüllt sehen möchten, das ist ein ganz entscheidender Aspekt, dass wir uns vor Gott in den Staub legen, wenn wir ihn anbeten. Wir haben heutzutage in sogenannten Worship-Gottesdiensten, Anbetungsgottesdiensten, oftmals laute Musik und der Schlagzeug geschlagen und dann werden die Arme hochgerissen und Gott wird geforscht. Aber das hebräische Wort für Anbetung ist "hichter aber" und bedeutet "in den Staub legen". Wenn wir diese Haltung vor Gott haben, selbstverleugnend Gott anzubeten, wissen, dass wir Staub sind, dann haben wir die richtige Haltung anzubeten. Und dieses ganze "Workshippen", das ist nicht unbedingt das, was Gott als Anbetung versteht, was auch biblisch gesehen nicht wahre Anbetung ist.
[23:03] Natürlich darf man auch Gott mit Freude anbeten, muss nicht immer griesgrämig reinblicken, aber es ist etwas anderes, wie das, was dort praktiziert wird. Jedenfalls steht das hier in Vers 14 auch drin: "Gott Dank zu opfern" und dann als zweites: "dem Höchsten unsere Gelübde zu erfüllen."
[23:23] Und dann folgt Vers 15: "Rufe mich an am Tag der Not, so will ich dich hier retten, und du sollst mich hinterher ehren." Das heißt, wenn wir Gott anrufen, zum einen sollen wir in Selbstverleugnung vor ihnen kommen, wissen, dass er alles in der Hand hat, die ganze Welt ihm gehört und wir ihm keine Vorschriften machen müssen, weil er weiß, was wir brauchen. Und Gott, unsere Gelübde erfüllen bedeutet gehorsam sein, das, was wir Gott versprechen, einhalten.
[23:50] Und wenn wir ihn dann anrufen am Tag der Not, dann wird er uns hören und erretten. Und hinterher sollen wir ihn preisen dafür, sollen wir ihn ehren und sollen so sein Lob nach vorne bringen.
[24:05] Und diese Haltung ist so entscheidend. Wir haben uns jetzt viel Zeit darauf verwendet, aber das ist so entscheidend, dass wir das sehen, dass sich das durch die ganze Bibel durchzieht, dieses Freude von Herzen geben, das, was auch an Bedingungen geknüpft ist, aber trotzdem zu erleben, dass Gott dadurch seinen Segen eingibt. Wir haben es in der letzten Woche schon spezifisch auf den Zehnten dann studiert und haben dort gesehen, wenn wir Gott die Treue halten.
[24:26] Es gibt viele, viele Beispiele von Menschen, die das gemacht haben, die gesehen haben, dass Gott immer für sie gesorgt hat. Wenn ich an meinen eigenen Vater denke, dann hat er später, als er sich bekehrt hatte, gesagt: "Sobald er angefangen hat, den Zehnten zu geben, war sein Konto niemals leer." Wir haben in Armut gelebt, muss man dazu sagen, aber es gibt auch manchmal Situationen, wo man dann das Konto überzieht. Aber sobald man Gott in diesem einen Punkt treu war und sieht, wie Gott das segnet, dann ist das ein Ansporn auch in den weiteren Schritten, in den weiteren Gaben, die Gott vielleicht von uns einfordern würde, treu zu sein, weil wir sehen, dass er sich um sie, den Rest kümmert und wir keine Sorgen machen müssen.
[25:09] Und das, was rauskommt, denn manchmal kommen wir vielleicht an den Tag der Not, aber wenn wir Gott dankopfern, wenn wir Gott unsere Gelübde erfüllen, was auch bedeutet, den Zehnten zu geben oder andere Gaben zu geben und ihn dann anrufen, werden wir sehen, wir uns errettet.
[25:24] Und das ist so kostbar, diese Verheißungen sich vor Augen zu malen und Gott zu sehen, wie Gott uns segnet und zu sehen, was Treue bewirkt.
[25:38] In Jesu irdischem Leben gab es vielleicht sogar nur eine einzige Situation, wo Menschen Gaben gegeben haben, dass er besonders hervorgehoben hat, oder vielleicht überhaupt nur in dieser einen Situation es erwähnt hat. Es ist die Geschichte von der Witwe, die diese zwei Scherflein gegeben hat. Und wir wollen die auch einmal studieren in Markus Kapitel 12, Verse 41 bis 44.
[26:07] Es heißt in Markus 12 ab Vers 41: "Jesus setzte sich dem Opferkasten gegenüber und schaute zu, wie die Leute Geld in den Opferkasten legten und viele reiche legten viel ein." Es ist so interessant, wenn wir das Leben Jesu studieren, es gibt keine einzige Situation, kein einziges Handeln, kein einziges Wort, dass er gesprochen hat, das einfach so passiert ist.
[26:28] Das Leben Jesu, von Ellen White sagt uns, dass jede Handlung, die er getan hat, jedes Wort, das er gesprochen hat, seinen bestimmten Plan in dem Wirken Jesu hatte. Gott wusste, was er damit macht und auch Christus war in jeder Situation sich sicher, alles hat einen Zweck und alles, was wir in der Bibel finden, jedes Wort hat seine Bedeutung. Er setzt sich also hier dem Opferkasten gegenüber, nicht, weil ihm langweilig ist oder weil er müde ist, sondern weil er für uns, aber auch für die Jünger damals, eine wichtige Lehre mitgeben wollte.
[27:04] Und der zweite Teil, der zweite Teilsatz, genau genommen von Vers 41, sagt er noch: "Als Jesus gegenüber diesem Opferkasten saß, kamen viele reiche, die eine große Summe eingelegt haben."
[27:21] Und es kam eine arme Witwe, Vers 42, die legte zwei Scherflein ein. Das ist ein Groschen. Zwei Scherflein, wenn man es vielleicht heute umrechnet, sind wir ein bisschen schwierig, weil die Währung natürlich schwankt, aber man könnte so von ca. 50 Cent ausgehen, die sie da reinlegt.
[27:40] Da rief er Jesus seine Jünger zu sich und sprach zu ihnen: "Wahrlich, ich sage euch, diese arme Witwe hat mehr in den Opferkasten gelegt als alle, die eingelegt haben." Rein von der Zahl her gesehen, es ist natürlich absurd. Sie hat natürlich nicht mehr eingelegt, weil es heißt, viele reiche legten viel ein. Wie viel, weiß ich nicht. Wenn es umgerechnet 100 Euro wären, es ist viel. Manche haben vielleicht ein Tausender reingesteckt, aber sie hat 50 Cent gegeben und Jesus sagt, dass diese Witwe mehr gegeben hat als alle anderen, die eingelegt haben.
[28:16] Und der Grund ist Vers 44: "Und alle haben von ihrem Überfluss eingelegt. Diese aber hat von ihrer Armut alles eingelegt, was sie hatte, ihren ganzen Lebensunterhalt." Und das ist schon erstaunlich, dass diese Witwe bereit war, alles, was sie zu geben hatte, gegeben hat.
[28:35] Ich weiß nicht, ob jemand schon meine Situation war, wenn wir wirklich nichts mehr hatten, außer 50 Cent, ob wir dann willig sind, das auch noch alles wegzugeben. Vielleicht denken wir: "Naja, 5 Cent ist eh nicht viel, ob ich es habe oder nicht, ist nicht schlimm." Aber wenn man darauf angewiesen ist, ich weiß nicht, wer von uns da bereit wäre, 50 Cent auch noch wegzugeben, wenn das das einzige Mittel wäre, dass wir haben und vielleicht Essen kaufen zu können oder eine 0,5 Liter Wasserflasche.
[29:13] Aber Jesus verstand ihr Motiv. Sie glaubte, dass der Tempeldienst von Gott eingesetzt war und sie war bestrebt, ihr Äußerstes zu tun, um ihn zu unterstützen. Sie hat nach dem gehandelt, was Jesus selber gepredigt hat in Matthäus Kapitel 6, dass das Essen, die Kleidung, das Trinken nicht das primäre Ziel war, sehr zuerst die Ehre Gottes gesucht und hat sich auf die Verheißung verlassen, dass Gott für alles andere sorgen würde.
[29:44] Zitat: "Was sie konnte und ihr Handeln wurde für alle Zeit ein Denkmal zu ihrem Gedächtnis und ihre Freude in der Ewigkeit." Das ist so faszinierend. Stellt euch das mal vor, diese Frau damals hat kaum absehen können, genau wie Maria, die werden diese Lektion auch noch studieren, werden beim nächsten Mal dann konnte nicht absehen, dass ihre Handlung in Gottes Augen wert war. Jesus hat die einzige Mal, dass Gaben geben von einer Person herausgehoben, und diese arme Frau, die nicht viel hatte, die da vielleicht ganz beschämt zu dem Opferkasten kam und sich gedacht hat: "Was, wer wird mich schon sehen? Was, wer weiß, was sie gedacht hat?" Aber sie hat diese zwei Scherflein, diese 50 Cent, da reingegeben und es war für die ganze christliche Nachfolgezeit, diese 2000 Jahre von damals bis heute, eine wichtige Lehre für Gottes Volk.
[30:34] Und wie es hier heißt, wenn sie in der Ewigkeit auferstehen wird und sie sehen wird, was diese Tat in Gottes Augen wert war, wie viele andere es motiviert hat, das zu geben, was sie haben, auch wenn es nicht viel ist. Das wird ihre große Freude sein, denn es heißt hier: "Sie hat ihr Herz sprechen lassen, es kam von Herzen und nicht aus..."
[30:55] Ihre Gabe wurde nicht nach dem Wert der Münzen beurteilt, sondern gemäß der Liebe zu Gott und der Anteilnahme an seinem Werk, die sie zu ihrer Gabe veranlasst hatte. Und das ist genau das, warum Jesus sagt in Markus 12: "Sie hat mehr gegeben als alle anderen, weil sie aus Liebe zu Gottes Werk das gemacht hat, nicht wiederwillig oder aus Tradition."
[31:16] Jetzt kommt er wieder, das das Gaben-Körbchen muss wieder was reinschmeißen. Ich will dir nicht schlecht reden, ich glaube, dass alle Geschwister das auch von Herzen machen, aber sie hat das noch hinzugegeben. Und Gott hat an dem Maß der Liebe, die sie für Gottes Werk hatte, gesagt: "Sie hat weitaus mehr gegeben als alle anderen, weil ihre Tat war das Paradebeispiel für Jahrhunderte an Gaben geben."
[31:49] Das Schöne ist, dass im Himmel nicht unsere Gebete erhört werden, sondern dass im Himmel auch die Motivation unserer Gaben gegeben wird. Denn die Bibel sagt auch: "Wo unser Schatz ist, da wird unser Herz sein." Oder umgekehrt: "Wo unser Herz ist, wird unser Schatz sein."
[32:06] Wenn wir einmal zur Apostelgeschichte Kapitel 10 noch gehen, ist noch ein anderer wichtiger Aspekt, dass es auch für deutlich, dass Gebet und Gaben geben nicht getrennt werden kann, denn in der Bibel ist es etwas, was zusammengehört.
[32:25] Apostelgeschichte Kapitel 10 heißt es ab Vers 1: "In Cäsarea lebte aber ein Mann namens Kornelius, ein Hauptmann der Schar, die man die italische nannte. Der war fromm und gottesfürchtig seinem ganzen Haus und gab dem Volk viele Almosen und betete ohne Unterlass zu Gott." Das ist interessant, dass allein hier schon das Gaben geben mit dem Gebet in einem Vers zusammen genannt wird.
[32:48] Der sah um die neunte Stunde des Tages in einem Gesicht deutlich einen Engel Gottes zu ihm hereinkommen, der zu ihm sprach: "Kornelius!" Er blickte ihn an, erschrak und sprach: "Was ist, Herr?"
[33:01] Und der Engel sprach zu ihm: "Deine Gebete und deine Almosen sind hinaufgekommen vor Gott, so dass er ihrer gedacht hat." Und auch das ist für uns ein wichtiger Aspekt, dass das Gaben geben mit dem Gebet sehr eng zusammenhängt. Gott wird nicht einfach auf unsere Gaben geben schauen und sagen: "Gut gemacht", nur weil wir die Gabe gegeben haben, sondern das Gaben geben muss mit Gebet verbunden sein, dass wir auch wissen, wohin wir es geben können.
[33:31] Und dann, wie es hier heißt, wird im Himmel aufgezeichnet, wie wir gebetet haben, wie Kornelius ohne Unterlass und wohin wir die Gaben gegeben haben.
[33:41] Auch sehr interessant, wenn man das in Matthäus Kapitel 6 anschaut, dass es Gaben geben und das Gebet in der Bergpredigt direkt aufeinander folgt. Matthäus 6 sagt Jesus: "Das ist eine Warnung: Habt acht, dass ihr eure Almosen nicht vor den Leuten gebt, um von ihnen gesehen zu werden, sonst habt ihr keinen Lohn bei eurem Vater im Himmel." Das ist übrigens der Text, der bestätigt, dass Ananias und Saphira durch ihr geiziges Verhalten das ewige Leben auch verloren haben, weil sie von den Leuten gesehen werden wollten.
[34:16] Und Jesus sagt daraufhin: "So habt ihr keinen Lohn bei eurem Vater im Himmel." Das heißt nicht einen kleinen Lohn, sondern es heißt keinen Lohn.
[34:25] Wenn du nun Almosen gibst, sollst du nicht vor dir her Posaunen lassen, wie es dir Heuchler in Synagogen auf der Gasse tun, um von den Leuten gepriesen zu werden. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn schon empfangen.
[34:41] Wenn du aber Almosen gibst, so soll deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut, damit dein Almosen im Verborgenen ist und dein Vater, der ins Verborgene sieht, er wird es dir öffentlich vergelten.
[34:53] Und wie klar hat sich das im Leben von dieser armen Witwe offenbart. Ihre linke Hand, bildlich gesprochen, wusste nicht, dass die rechte die zwei Scherflein einwirft. Aber Gott, der uns Verborgene gesehen hat, der gesehen hat, was für eine Liebe zu Gottes Werk sie das macht, der hätte sie öffentlich vergolten für Jahrhunderte als Paradebeispiel für das wahre Gaben geben.
[35:14] Geben. Direkt auf das Gaben geben sagt Jesus: "Nun, und wenn du betest?" Das heißt auch, hier sehen wir, dass Gaben geben und das Gebet war nicht nur bei Kornelius eine Sache, sondern auch in der Bergpredigt.
[35:28] Und wenn du betest, sollst du nicht sein wie die Heuchler, denn sie stellen sich gerne in den Synagogen und an den Straßenecken auf und beten, um von den Leuten bemerkt zu werden. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn schon empfangen.
[35:45] Du aber, wenn du betest, geh in dein Kämmerlein und schließe deine Tür zu und betet seinem Vater, der im Verborgenen ist, und dein Vater, der ins Verborgene sieht, wird es dir hoffentlich vergelten.
[35:57] Genau das war das, was in Kornelius' Leben diese Frucht gebracht hat. Er hat nicht gebetet, um sich vor den Leuten gesehen zu werden. Und vielleicht denkt man heutzutage: "Naja, wir stellen uns ja nicht in den Synagogen oder in der Gemeinde auf und beten tolle Gebete." Aber vielleicht haben wir diese innere Haltung von einer Religiosität, die Gott nicht gefällt.
[36:19] Kornelius war stillen heimlich, als er gebetet hat zu Gott im Verborgenen. Und Gott, der auch hier ins Verborgene, sein Herz gesehen hat, hat diese Geschichte von Kornelius genommen, eine heidnische Hauptmann, und das auch als Paradebeispiel für sein Volk in den ganzen letzten beiden Jahrtausenden zu nehmen.
[36:40] Das ist faszinierend, welche Menschen Gott ehrt. Das sind die Menschen, die sich selber demütigen, die Gott im Staub anbeten und die sich nicht nach weltlicher Ehre ausstrecken.
[36:58] Wir haben noch eine andere Gabe, die uns überliefert wurde, die wir auch noch anschauen möchten, weil sie sehr wichtig ist, weil sie auch die Liebe im Herzen zeigt, die ein Mensch zu Christus hat und weil wir auch in dieser Geschichte sehen, wie andere Menschen darauf reagiert haben. Aber wir werden auch hier sehen, dass genau diese Handlung, die von diesem Menschen so klein wie möglich gehalten werden sollte, das Paradebeispiel von Gott zum Paradebeispiel von Gott gemacht wurde für das gesamte christliche Leben.
[37:29] Es ist eine wunderbare Geschichte und vielleicht könnt ihr euch schon denken, worum es geht. Wir finden diese Begebenheit in Johannes Kapitel 12.
[37:39] Johannes 12, das war die Salbung, die Maria Jesus erwiesen hat.
[37:50] Johannes 12, die Verse 2 bis 8. Aber lasst mich vorher noch ein paar Worte dazu sagen. Es gibt statistische Untersuchungen, wo nicht unbedingt jetzt im Gemeindekontext, sondern auch im weltlichen Kontext untersucht wurde, von was, von welchem Teil von ihrem Vermögen geben Leute Gaben, die im religiösen Kontext in Zehnten oder im weltlichen Kontext Spenden übertreffen. Und meistens ist es so, dass Menschen Gaben geben von dem, was sie flüssig haben, was liquide ist, das, was vielleicht auf dem Bankkonto schnell verfügbar ist. Aber der Großteil der nicht liquide ist, den man vielleicht in Immobilien investiert hat oder in Gartenanlagen, was auch immer, davon geben Menschen meistens nicht unbedingt, weil es nicht wollen, aber weil es vielleicht auch erstmal nicht im Blickfeld haben, dass auch das eine Gabe ist.
[38:43] Und dann sehen wir aber auch Menschen wie Maria, die gerade von dem, was sie scheinbar nicht haben oder nicht flüssig machen können, von da ihre Gabe geben. Und bei ihr war es im wahrsten Sinne des Wortes flüssig.
[38:55] Lesen wir Johannes 12, Verse 2 bis 8. "Sie machten ihm nun dort ein Gastmahl in Bethanien und Martha diente. Lazarus aber war einer von denen, die mit ihm zu Tisch saßen. Kurz zuvor hatte Jesus Lazarus auferweckt."
[39:17] Danach Maria einem Pfund echten, köstlichen Nardensalböls salbte Jesus die Füße. Und Evangelien berichten uns, dass sie an seinem Kopf angefangen hat und langsam das Öl nach unten getropft ist und dann sie auch die Füße noch gesalbt hat.
[39:32] Trocknet ist seine Füße mit ihren Haaren. Und sie wollte unbemerkt bleiben. Sie hat sich reingeschlichen, wollte nicht, dass es bemerkt wird, aber das Haus wurde erfüllt vom Geruch. Deshalb ist, wenn man so ein kostbares Öl hat und wenn es nur ganz wenig ist, es duftet sofort überall.
[39:56] Da sprach Judas, Simons Sohn, der Iskariot, einer seiner Jünger, der in der Nacht verriet: "Warum hat man dieses Salböl nicht für 300 Dinare verkauft und es den Armen gegeben?" Das sagte aber nicht, weil es sich um die Armen kümmerte, sondern weil er ein Dieb war und dem Beutel hatte und trug, was eingelegt wurde.
[40:16] Judas hatte das gleiche Problem wie Ananias und Saphira. Er wollte angesehen sein, er wollte hoch oben stehen, wollte aber den Besitz, den er hatte, nicht aufgeben. Und hier hat der leider nicht die Liebe gehabt zu Maria und auch zu Christus nicht, die er hätte haben sollen als Nachfolger Christi. Hat sich nicht um die Armen geschert, sondern es ging ihm rein um die 300 Dinare. 300 sind ungefähr ein Jahreseinkommen. Das ist schon eine Menge, wenn man das heutzutage umrechnet, weil sagen wir mal 2000 € Einkommen zum Schnitt, das ist schon eine ganze Menge, wenn es dann 24.000 € sind, die man hier einfach sag mal einfach als Gabe da bringt.
[41:02] Da sprach Jesus: "Lasst sie. Dies hat sie für den Tag meines Begräbnisses aufbewahrt, denn die Armen habt ihr alle Zeit bei euch, mich aber habt ihr nicht alle Zeit."
[41:12] Und was Jesus hier macht, ist, stellt ganz klar heraus, dass diese Gabe, die Maria gegeben hat, von Gott sehr hoch angesehen wurde, wenngleich Menschen sie abgewickelt haben. Und das ist ein Grund, hatte und ihn sogar, wie der Geist der Weissagung sagt, am Kreuz, als er da hin und diesen dieses Öl noch gerochen hat, in der Inhalt hat, dass es wenigstens eine Person gibt, die sein Opfer für wahrgenommen hat. Und das ist wirklich erstaunlich.
[41:42] Ich weiß nicht, genau wie es weiter ging, als Jesus dann vom Kreuz genommen wurde und ins Grab gelegt wurde und sein erster Atemzug, der dann genommen hat an diesem Sonntagmorgen und er das Öl gerochen hat. Und dass man das jetzt irgendwie Aufbau. Ich glaube, vielleicht hat er tatsächlich dieses Öl noch gerochen und wusste, sein Weg hat sich gelohnt. Und so hat er beständig bei sich diese Liebestat der Maria, als ihn alle Jünger verlassen hatten auf seinem Leidensweg und ganz bestimmt als ein gezielt auf diesen nassen Gras sich gebeugt hat und gerochen hat, dass es wenigstens eine
[42:15] gerochen hat, dass es wenigstens eine Person gibt, die dieses Opfer wertschätzt. Kurz nach dieser Begebenheit hat Judas Jesus dann für ungefähr ein Drittel von diesen 300 Silberlingen verraten. Genau das Gegenteil von dem gemacht, wozu Maria gekommen war. Das ist eine traurige, aber sehr wichtige Lehre auch für uns.
[42:43] Und ich möchte mit euch dazu noch ein Kapitel in "Erfahrung und Gesicht" lesen. Es ist ein kurzes Kapitel, aber es hat sehr wichtige Lehren drin, weil genau diese Begebenheit hier genommen wird, um viele Dinge für uns heutzutage zu demonstrieren, damit wir das ein bisschen greifbarer noch haben. "Erfahrung und Gesicht" ist Kapitel 31 und das ist überschrieben mit "Habsucht".
[43:11] Hier heißt es: "Und es hat höchste Relevanz für unsere heutige Zeit. Ich sah, dass Satan seinen Engeln gebot, ihre Fallstricke besonders für diejenigen zu legen, welche auf die Wiederkunft Christi warten und alle Gebote Gottes halten." Also sprich, für die Siebenten-Tags-Adventisten. Satan sagte seinen Engeln, dass die Kirchen eingeschlafen seien. Er wolle aber seine Macht und seine lügenhaften Wunder noch mehr ausdehnen und sie festhalten. Aber, sagte er, die Sekte der Sabbatisten, wir hassen die Siebenten-Tags-Adventisten. Sie wirken beständig gegen uns und nehmen uns unsere Untertanen weg, um das verhasste Gesetz Gottes zu halten. Geht und erfüllt diejenigen, und das ist, wo es jetzt sehr, sehr wichtig ist für uns, dass wir das uns zu Herzen nehmen und es nicht einfach nur beim Gehörten lassen, weil es höchste praktische Relevanz hat.
[44:05] Geht und erfüllt diejenigen, welche Ländereien und Geld besitzen, mit Sorgen. Das ist auch ein Grund, warum Gott, ich meine, Reichtum ist keine Sünde. Abraham war auch sehr reich, aber er hat erstens in einem Zelt geschlafen, nicht in einem Palast. Sie sagen nicht, dass Paläste falsch sind oder dass ein Haus falsch ist, wir alle in Zelten leben sollen, aber er war bescheiden. Ich denke, dass manche Luxusartikel auch heute nicht nötig sind, die wir haben.
[44:33] Aber es ist mit viel Sorgen verbunden. Und es heißt hier: Satan spricht hier: "Wenn ihr sie dahin bringen könnt, ihren Neigungen diesen Dingen zuzuwenden, dann können wir sie doch bekommen. Sie mögen bekennen, was sie wollen, aber lasst sie nur mehr Sorge tragen für ihr Gold als für den Fortschritt des Reiches Christi oder der Ausbreitung der Wahrheiten, die wir hassen. Führt ihr in die Welt in dem günstigsten Lichte vor, damit sie dieselben lieben und vergöttern."
[45:01] Wie bei Jesus auch wird Satan die Welt in einem so glänzenden Licht darstellen, dass wir denken, unsere einzige Sicherheit für den Great Reset, für Klaus Schwab, unsere einzige Sicherheit vor der Impfpflicht wird darin sein, auszuwandern oder uns irgendwo ein Stück Land zu kaufen, uns einzugeln, Essensvorräte für 80 Jahre anzulegen, übertrieben gesagt, und uns einzubauen. Und genau das ist der Fehler, den viele machen.
[45:25] Je mehr Mittel die Nachfolger Christi seinem Dienst weint, desto mehr werden sie uns erreicht schädigen, indem sie unsere Untertanen abwendig machen. Wenn sie Versammlungen an verschiedenen Orten festsetzen, so sind wir in Gefahr. Satan ist dann sehr wachsam, veranlasst womöglich Verwirrung und Störung. Wir haben das sicherlich schon oft gemerkt, wenn es bei Veranstaltungen zu sehr wichtigen, entscheidenden Themen kommt, dass meistens dann die Technik spinnt oder irgendjemand schreit oder irgendwas, irgendein Zwischenfall kommt auf. Und genau dann merken wir, dass der Satan am Wirken ist.
[46:02] Aber er macht nicht nur das. Und das ist jetzt eine Sache, wo wir wirklich alle aufgerufen sind, ernsthaft zu beten für jeden, der im Werk Gottes arbeitet. Zerstört ihre Liebe untereinander, macht ihre Prediger entmutigt und verzagt. Denn wir hassen sie. Geschwister, ich weiß nicht, ob ihr zufrieden seid mit euren Ortspredigern oder euren Gemeindeleitern oder Diakonen, was auch immer.
[46:26] Und sicherlich gibt es einige, die Fehler machen, die man auch korrigieren muss. Auch bevor wir anfangen, sie zu meckern, müssen wir für sie beten. Weil, auch wenn ich nicht als Ortsprediger gearbeitet habe oder viele von uns nicht wissen, wie es ist, als Diakon zu arbeiten, oder wie auch nicht verstehen können, wir es ist eine hohe, Anführungszeichen, hohe Position in Gottes Werk, ihnen zu haben. Wir können uns nicht vorstellen, wenn wir dem Glauben schenken, wie der Satan an diesen Menschen arbeitet, um sie zu Fall zu bringen und sie mit Sorgen zu überladen, Sorge um Sorge, und sie so verzweifelt zu machen, dass sie sich scheinbar nicht mehr aufmachen möchten in der ganzen Entmutigung, für Gott wirken zu können.
[47:08] Wenn dann Leute kommt, ihr noch drauf reinhaut, ohne genaue Umstände zu kennen, kann das Satan ein riesen Sieg verschaffen. Für diejenigen, welche Mittel haben, jede denkbare Entschuldigung vor dieselben nicht wegzugeben. Ja, ich muss dies, ich muss das, was auch immer die Entschuldigung sein mag, die nicht für Gottes Werk aufzugeben, kommt von Satan. Beherrscht, wenn ihr könnt, die Geldangelegenheiten und bringt ihre Prediger in Elend und Armut. Dies wird ihren Mut und Eifer schwächen.
[47:41] Kämpft um jeden Zoll Land, macht Habsucht und die Liebe zu irdischen Schätzen zu ihren herrschenden Charakterzügen. Solange diese Züge vorherrschen, werden Gnade und Heiligung zurückgesetzt. Und das ist das Problem, was mit Besitz einhergeht. Es ist nicht falsch, ein Garten zu haben, es ist nicht falsch, ein Haus zu haben auf dem Land, weil Gott auch genau dazu uns aufruft, aufs Land zu gehen. Aber wir dürfen das nicht als Sicherheit sehen vor den Krisen, die der Welt kommen. Weil dann, wie es heißt, wenn Gnade und Heiligung zurückgesetzt, bedrängt sie von allen Seiten und sie werden sicherlich unser werden, nicht allein sind wir dann ihrer sicher, sondern ihr verhasster Einfluss wird nicht andere auf den Weg zum Himmel führen.
[48:25] Wenn aber einige wirklich geben, so macht sie geizig, damit sie nur spärlich geben. Und das ist der gleiche Einfluss, der bei Hananias und Saphira gewirkt hat. Es heißt dann weiter: "Ich sah, dass Satan seine Pläne gut ausführt, wenn die Knechte Gottes lagerversammlungen sie spricht, die von Conferences festsetzen, so befinden sich Satan mit seinen Engeln auch auf dem Lagergrund in den Versammlungen, um das Werk zu hindern. Erst beständig dabei, den Gemütern von Gottes Volk allerlei Einflüsterungen zu machen."
[48:57] Um Geschwister, dass es auch so ein entscheidender Punkt, wenn es zu Konferenzen kommt, zu Veranstaltungen, unsere Gemeinschaft. Bevor wir anfangen zu meckern über diese, das, was passiert, wir müssen uns bewusst sein, dass gerade dort, weil es Gottes Endzeitfolges, weil Satan das Volk so schwächen will, dass gerade dann Dämonen vor Ort sind, die das alles zersprengen wollen. Und dann kommen Streitereien rein, und scheinbar ist kein Durchblick mehr da. Wir wissen nicht, was da im Hintergrund für ein großer, großer Kampf ist.
[49:36] Es heißt hier dann weiter, jetzt über die Begebenheit, die wir gerade in Lukas 12 gelesen haben, dass viele Adventisten im Gutes tun müde werden und vergessen das große Opfer, welches Jesus gebracht hat, um sie von der Macht Satans und den hoffnungslosen Elend zu erlösen. Satan zog aus der habsüchtigen, selbstsüchtigen Veranlagung Judas seinen Vorteil und verleitete ihn dazu zu murren, als Maria die kostbare Salbe auf Jesus ausgoss. Judas sah dies als eine große Verschwendung an, mein, umgerechnet 24.000 Euro.
[50:10] Ich weiß nicht, wer von uns das heute als Gabe für Gott sehen würde oder als große Verschwendung. Er fühlte aber keine Sorge für die Armen, sondern er fand das freigiebige Opfer für Jesus übertrieben. Verstehen wir, dass Jesus selbst für einen Menschen auf dieser Welt gekommen wäre, und manche sogar das als übertrieben ansehen.
[50:35] Judas schätzte seinen Meister gerade genug, um ihn für einige Silberstücke zu verkaufen. Und ich sah, und das ist jetzt der entscheidende Punkt hier, dass unter denen, die auf ihren Herrn warten, vorzugeben, auch manches sind wie Judas. Satan beherrscht sie, aber sie wissen es nicht. Gott kann nicht im Geringsten Habsucht oder Selbstsucht gutheißen, und er verabscheut die Gebete und Ermahnungen derjenigen, die diesen bösen Charakterzügen nachgeben.
[51:03] Ihr könnt dieses Kapitel gerne noch im Kontext weiter für euch studieren. Es ist enorm augenöffnend. Als ich das ganze Buch gelesen habe, haben sich mir so viele Dinge eröffnet. Und Geschwister, ich möchte hier diese Punkte noch ein bisschen zusammenfassen. Wir haben jetzt gesehen, dass Gott nicht nur den Zehnten als Gabe von uns fordert, sondern dass es manchmal auch Momente gibt, wo Gott uns drängt, für sein Werk Großes zu geben.
[51:31] Wir haben aber auch gesehen, dass oftmals dann der Versuch von Satan kommt und wir darauf anspringen, weil es die Neigung unserer Herzen ist, dass wir es dann wieder zurückziehen, denken, naja, wir waren zuvor eilig, wir müssen uns noch mal durchkalkulieren, ob das wirklich sinnvoll ist, so viel zu geben.
[51:50] Damit behindern wir zum einen Gottes Werk, zum anderen spielen wir Satan in die Karten und wissen es oft gar nicht. Und der Geist der Weisheit hat gesagt uns hier in "Erfahrung und Gesicht", dass viele unter Gottes Volk genauso geizig sind wie Judas. Und das ist eine heftige Aussage, weil wer von uns wird schon gerne mit Judas verglichen werden. Und trotzdem sagt uns die Bibel, natürlich, wir sollen klug mit dem umgehen, was wir haben, aber der Punkt ist, wenn Gott uns zu etwas drängt, dass wir nicht geizig oder widerwillig geben.
[52:19] Weil Gott all diese Dinge, die wir geben, von ganzem Herzen, wenn wir es wirklich Gott vollständig geben, Gott sieht das. Steht, ich habe mal vor einem Jungen gehört, der ähnlich wie die Witwe, ähnlich wie Maria gegeben hat, sehr viel. Er wurde getauft und hatte seine Taufe 200 Euro geschenkt bekommen, was auch nicht wenig ist. Aber er hat es genommen und was er gemacht hat, war, er hat dieses ganze Geld genommen, hatte es in einer Großstadt, wo er dann hingegangen ist, an Bedürftige Leute verschenkt, die wirklich bedürftig waren, nicht einfach so, sondern wirklich weitergegeben hat, ihm Essen gekauft hat, ihm Bücher gekauft.
[53:02] Und als seine Eltern das mitbekommen haben, haben sie ihm gesagt: "Wie konntest du nur vernünftig sein, das alles rauszuschmeißen?" Aber wisst ihr, was passiert ist? Ein Jahr später hat er den doppelten Betrag von Gott auf interessante Art und Weise wieder geschenkt bekommen. Das hat mir auch gezeigt, als ich das gehört habe, dass wir manchmal mit Maßen messen, die nicht göttlich sind. Wir sollen nicht verschwenderisch sein, aber für Gottes Werk gibt es keine Verschwendung, wenn es von ganzem Herzen kommt, weil Gott das Maß an Liebe, das wir für ihn haben, sieht und das beurteilen wird.
[53:40] Lasst uns abschließend mit einem Zitat aus dem Buch "Testimonies for the Church", Band 2, Seite 518, Zeugnisse für die Gemeinde auf Deutsch. "Der aufzeichnende Engel führt treu Buch über jede Gabe, die Gott geweiht und in die Schatzkammer eingelegt wird, und auch über das Endergebnis der so gegebenen Mittel. Das Auge Gottes nimmt jeden Cent, der seiner Sache gewidmet wird, Kenntnis. Ebenso wie die Bereitschaft oder das Zögern des Gebers. Jeder Cent, sagt sie, plus die Bereitschaft oder das Zögern, mit der wir geben, wird von den Engeln aufgezeichnet. Auch das Motiv des Gebers wird festgehalten."
[54:25] "Die aufopferungsvollen, Gottgeweihten Menschen, die Gott das zurückgeben, was ihm gehört, wie er es von ihnen erwartet, werden nach ihren Werken belohnt werden. Selbst wenn die auf diese Weise geweihten Mittel falsch eingesetzt werden, sodass sie den Zweck, den der Spender im Auge hatte, die Ehre Gottes und das Teil der Menschen, nicht erfüllen werden. Diejenigen, die das Opfer mit aufrichtigem Herzen und mit einem nur auf die Ehre Gottes gerichteten Augenmerk gebracht haben, ihren Lohn nicht einbüßen."
[54:55] Das bedeutet, weil es auch einige Geschwister gibt, die sagen: "An die Vereinigung werde ich meinen Zehnten nicht geben, die verschwenden ja nur alles." Es gibt sicherlich andere Möglichkeiten dann in solchen konkreten Fällen, aber dennoch sagt die Bibel, dass wir unsere Gaben Gott nicht vorenthalten sollen, nur weil es in diesem Kontext vielleicht falsch eingesetzt werden könnte. Erstens haben wir keinen vollen Einblick, was mit passiert, und zweitens, denkt an diese Witwe, sie hat in einen Tempeldienst ihr ganzes Vermögen gegeben, wo die Priester so korrupt waren, sie später Jesus umgebracht haben und völlig außer Acht gelassen hatten, was sie eigentlich tun sollen als Priester.
[55:37] Und wie gesagt, Gott hat genau das als Paradebeispiel genommen für ein von Herzen kommendes Geben, was das ganze Volk Gottes von diesem Zeitpunkt an ermutigt und gestärkt hat. Geschwister, nehmt diese Sachen mit ins Gebet, nicht nur als Floskel, sondern betet ernsthaft darum, dass Gott uns da, wo wir Veränderungen brauchen, Veränderungen schenkt, dass wir Gaben geben werden für Gott von Herzen, dass wir auch wie Cornelius beten, wofür wir es geben sollen, denn all das wird von Gott aufgezeichnet.
[56:10] Lasst uns nicht entmutigt werden und lasst uns besonders für diejenigen bitten und beten, die hoch in Gottes Werk stehen, weil wir uns kaum ausmalen können, wie hart der Satan ihnen arbeitet, um sie zu Fall zu bringen und dadurch andere zu verleiten. Wenn ihr Fragen habt, meldet euch gerne und nehmt diese Sachen als Studium, um weiterzuführen, wohin der Geist auch führt. Dann werden wir uns in der nächsten Woche sehen und weiter studieren in dem Thema über die Haushalteschaft, die wir Gott geben, und dann auch zu einem sehr wichtigen praktischen Thema kommen, über den Umgang mit Schulden und wie wir daraus kommen können. Wenn wir entschuldigen gefallen sind, bis dahin möge Gott euch segnen. Maranata. Amen.
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