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In dieser Predigt von David Nießner aus der Serie „CSH 2023 Q1 – Gottes Haushalter“ geht es um den biblischen Umgang mit Schulden. Es wird erklärt, warum Schulden aus biblischer Sicht negativ betrachtet werden und welche Prinzipien helfen können, aus finanziellen Schwierigkeiten herauszukommen. Die Predigt beleuchtet sowohl die Ursachen von Schulden als auch die Verheißungen Gottes für diejenigen, die ihm gehorchen und seine Gebote halten.


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Serie: CSH 2023 Q1 – Gottes Haushalter

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Transkript

[0:34] Ein herzliches Willkommen an unsere Zuschauer zur Kreis Study Hour bei eurem Joelmedia. In dieser Woche mit dem Thema "Umgang mit Schulden". Wir haben in diesem Quartal ein sehr, sehr spannendes Thema über die Haushalterschaft, die wir in die wir eintreten dürfen, die Gott in Eden gegeben hat und die wir auch jetzt in den letzten Tagen der Erdgeschichte fortführen dürfen und nach biblischen Vorbild ausführen sollen. Bevor wir zum Thema einsteigen, lasst uns noch beten und das Ganze unter Gottes Segen stellen, damit auch jeder weiß, wenn er in der Gemeinde in der Sabbatschule teilnimmt oder sie leitet, wohin der Geist speziell führen soll.

[1:12] Himmlischer Vater, wir möchten dir von Herzen danken, dass wir auch heute wieder dein Wort studieren dürfen über das Thema "Umgang mit Schulden". Wir bitten dich, weil das auch ein sehr, sehr aktuelles Thema ist, dass du uns Weisheit gibst und dass du jedem, der sich auch für die Sabbatschule vorbereitet, besonders Weisheit gibst, wo du ihnen speziell hinführst, wenn wir in den Gemeinden dieses Thema studieren. Möglichst uns helfen, von Schulden freizukommen und möglichst uns helfen, Herr, dein Wort zu erheben und dadurch Klugheit in Weisheit zu erlangen. Das bitten wir und danken dir in Jesu Namen.

[1:50] Eine Definition von Schulden lautet, dass man heute von dem lebt, was man in der Zukunft zu verdienen hofft. Es fand ich eine sehr interessante Definition, dass man heute von dem lebt, was noch nicht da ist, aber wo man hofft, dass es mal kommt. Die Bibel lehrt uns sehr eindeutig, es gibt genau genommen mindestens 26 Hinweise in der Heiligen Schrift über Schulden, und alles sind durchweg negativ. Und das sollte uns schon zeigen, dass die Bibel nicht im Geringsten auch nur den Anschein erweckt, dass Schulden machen ein für Gottes Volk erstrebenswertes Ziel ist.

[2:32] Paulus hat in Römer 13,7 und 8 gesagt: "So gebt nun jedem, was ihr schuldig seid: Steuert ihm die Steuer gebührt, Zoll dem, der die Zollgebühr, Furcht ihm die Furcht gebührt, Ehre dem, die Ehre gebührt. Seid niemandem etwas schuldig, außer dass ihr euch untereinander liebt." Das ist interessant, was er hier sagt, weil es geht natürlich in erster Linie jetzt um finanzielle Schulden, aber er sagt, dass wir niemandem etwas schuldig sein sollen. Selbst wenn wir Leute nicht mit dem nötigen Respekt behandeln, die den Respekt in Gottes Augen verdient haben, dass wir selbst darin keine Schulden haben sollen.

[3:09] Und es gibt noch einen weiteren Aspekt, wo wir schuldig sein sollen, wie Paulus hier andeutet: "Außer, dass ihr euch untereinander liebt." Das sollen wir einander schuldig sein.

[3:24] In 1. Johannes Kapitel 2 und dort in Vers 6 lesen wir: "Wer sagt, dass er in ihm bleibt, der ist verpflichtet." Übersetzt Schlachter, aber das Wort, das hier für "verpflichtet" steht, übersetzt wird, kann auch "schuldig" bedeuten. Es heißt ja: Wer sagt, dass er in ihm bleibt, wer sagt, dass er ein Nachfolger Christi ist, der ist verpflichtet oder der ist schuldig, auch selbst so zu wandeln, wie jener gewandelt ist. Und das ist ein ganz, ganz entscheidender Punkt, den ich gern voranstellen möchte, dass das einzige schuldig sein sollen, auch wenn man das vielleicht nicht jetzt als schuldig sein so klar sieht, wie Paulus es sagt, ist einander zu lieben und so zu wandeln, wie Christus gewandelt ist. Das sind wir unserem Herrn im Himmel schuldig, dass wir nach bestem Wissen und Gewissen leben und im Glauben vorangehen.

[4:24] Aber ansonsten gibt es nichts, worin wir Schulden machen sollen, weder im Dienst gegeneinander, noch jemandem Ehre zu erweisen, dem die Ehre gebührt, noch Steuern zu hinterziehen, noch sonstige finanzielle Abhängigkeiten zu schaffen. Es war nie Gottes Absicht für sein Volk, dass Schulden gemacht werden.

[4:46] Liebe Geschwister, ich möchte euch gerne eine Sache noch ans Herz legen. Wenn man das Alte Testament, besonders die fünf Bücher Mose, studiert und vielleicht sogar gerade die Bücher, wo Mose am meisten Anweisungen für das Leben untereinander gibt, das wäre 3., 4. und vor allem 5. Mose. Das sind so viele wertvolle Details für ein praktisches Leben in einer Gesellschaft, die auch heute umsetzbar sind. Und ich glaube, dass viel Unwissenheit unter Gottes Volk herrscht, weil wir diese alten Prinzipien, die aber so wichtig sind, vergessen haben. Deswegen es lohnt sich, diese Bücher noch einmal zu studieren und zu gucken, was können wir da heute für unser Leben übernehmen.

[5:30] Natürlich haben wir keine Sklaven mehr, das ist mir auch klar, aber es gibt dennoch sehr wichtige Prinzipien, die wir daraus nehmen können. Zum Beispiel hat Gott in 5. Mose 28 verheißen. Ab Vers 1 lesen wir: "Es wird aber geschehen, wenn du der Stimme des Herrn, deines Gottes, wirklich gehorchst und darauf achtest, alle seine Gebote zu tun, die ich dir heute gebiete, dann wird dich der Herr, dein Gott, als Höchsten über alle Völker der Erde setzen."

[6:02] Und das ist nicht nur eine Verheißung, die für Israel galt als etablierte Nation. Das ist auch eine Verheißung, die für Gottes Volk heute gilt. Lasst uns das mal im Buch Jesaja nachlesen, damit wir sehen, dass es eine Verheißung ist, die universell ist für jeden, der sich Gott hingibt und sich entscheidet, Gott von ganzem Herzen zu dienen.

[6:28] Jesaja Kapitel 60, für die ersten drei Verse: "Mache dich auf und werde Licht, denn dein Licht kommt und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir." Das bedeutet, lass dein Licht leuchten durch die guten Taten. Jesus sagt, dass sie euren Vater im Himmel preisen. Matthäus 5: "Denn siehe, Finsternis bedeckt die Erde und tiefes Dunkel die Völker, aber über dir geht auf der Herr und seine Herrlichkeit erscheint über dir."

[6:57] Wenn wir das tun, wozu Gott uns aufgerufen hat, im praktischen Dienst am Nächsten zu dienen, dann heißt es hier, dass die Herrlichkeit Gottes über seinem Volk aufgehen wird. Und Vers 3 ist die Verheißung, dann die Erfüllung der Verheißung: "Die Heidenvölker werden zu deinem Licht kommen und Könige zu dem Glanz, über die aufgeht."

[7:19] Geschwister, was Gott dem Volk Israel als Verheißung gegeben hat für den Gehorsam, ist auch eine Verheißung, die für uns gilt. Wenn wir unser Licht leuchten lassen und nach ganzer Erkenntnis leben und handeln, wird über uns die Herrlichkeit Gottes aufgehen und Heidenvölker werden zu uns kommen, nicht weil wir so tolle Menschen sind, aber weil sie Gottes Herrlichkeit sehen, was sie merken, diese Menschen haben etwas, was wir nicht haben, was wir auch haben wollen. Und Jesaja sagt sogar voraus, dass selbst Könige, Staatsoberhäupter, vielleicht sogar der deutsche Bundeskanzler dann zu den Adventisten kommen wird und sagen wird: "Erzählt mir mehr." Das ist ein wunderbarer Ansporn, dass wir diese Dinge, die Gott uns gegeben hat, praktisch am Nächsten zu dienen, durch medizinische Missionsarbeit, durch einfach Zuwendung, was da alles möglich wäre. Das ist unfassbar, aber das ist jetzt nicht unser Hauptthema.

[8:19] 5. Mose 28 sagt aber als Bedingung: "Wenn du wirklich der Stimme des Herrn, deines Gottes, gehorchst, nicht halb, sondern ganz, und alle seine Gebote tust, auch hier nicht ein paar, sondern alle Gebote." Und Vers 2: "Und alle diese Segnungen werden über dich kommen und dich erreichen, wenn du der Stimme des Herrn, deines Gottes, gehorchst." Und dann werden die Segnungen aufgezählt. Eine wichtige Segnung ist in Vers 12: "Der Herr wird dir den Himmel, seinen Schatz, auftun, um dein Land mit Regen zu versorgen zu seiner Zeit und alle Werke deiner Hände zu segnen." Und du wirst vielen Völkern leihen, aber du wirst nichts ausleihen müssen.

[9:07] Es ist unfassbar, diese wichtigen Prinzipien, Geschwister. Wenn wir Gott beim Wort nehmen, werden sie sich erfüllen. Wenn wir Gott vollständig untergeordnet sind, im Gehorsam sind. Er sagt: "Viele werden von dir leihen, aber du wirst für niemanden etwas leihen müssen, weil Gott für alles sorgen wird." Und das ist so unglaublich unfassbar. Es sollte, glaube ich, sein, dass wenn Gott das verheißt, dass das auch Realität werden kann.

[9:42] Wenn wir das nicht sehen in der Realität, wenn es nicht erfüllt ist in der Realität, dann ist nicht Gottes Wort schuld. Es gibt hier eine wunderbare Aussage im Leben, Jesus sagt, der 108, was übrigens keine neue Theologie ist, die Ellen White hier aufstellt. Sie zitierte nämlich Matthäus 4, Vers 4: "Von jeglichem Wort, das durch den Mund Gottes geht." Sie zitiert Jesus, und Jesus hat Mose zitiert. Das ist auch eine Verheißung, die aus dem Alten Testament kommt, dass wir aus jedem Wort leben, das durch Gottes Mund geht. Es war Jesu Waffe in der Wüste mit Satan. Und der Geist der Weissagung sagt, wenn Versuchungen an uns herantreten, sollen wir nicht auf die äußeren Umstände oder auf unsere Schwächen blicken, sondern auf die Macht des Wortes, dessen ganze Kraft uns gehört.

[10:33] Und unmittelbar davor sagt sie: "Jede Verheißung in Gottes Wort gehört uns." Jede Verheißung. Es ist keine neue Theologie, sondern jede Verheißung, die gegeben wird, ist für uns.

[10:44] Auch dass wir anderen leihen, aber selber nicht leihen werden, vorausgesetzt, wir werden Gott wirklich gehorchen und ihm in allem treu sein. Dann werden wir sehen, wenn wir seinen Plan folgen, besonders für diese letzte Zeit, wenn wir uns einen Garten zulegen, um es mal ganz praktisch zu machen, um uns selber versorgen zu können. Wenn wir anfangen werden, unserem Nächsten zu dienen in der Nachbarschaft, im Bekanntenkreis, einfach ein Ohr zu geben, ihnen zuzuhören, weil die Menschen so zerstört innerlich sind, ihnen einfach die Hand auszustrecken, eine Freude zu machen. Und wir werden sehen, wie die Herzen aufgehen werden, wie Gott sie vorbereitet und wie langsam diese Herrlichkeit Gottes über uns aufgehen wird.

[11:30] Aber warum kommen Menschen überhaupt in Schulden? Es gibt, denke ich mal, drei Hauptgründe, wie sie auf die Lektion anführt, wie man in finanzielle Schwierigkeiten gerät. Der erste Grund ist einfach blanke Unwissenheit, weil man nicht gebildet ist, also nicht dumm ist, aber einfach in diesem Punkt nicht gebildet ist, mit Geld umzugehen und auch die biblischen Prinzipien, wie man Haushalt betreibt, wie man seine eigene kleine Familienwirtschaft betreibt, dass das einfach fehlt, dass man das Geldmanagement nicht im Blick hat.

[12:04] Oder ein falsches Verständnis hat davon. Das zweite für finanzielle Schwierigkeiten ist Gier oder Selbstsucht, dass man auf bestimmte Reize der Werbung reagiert und sich Dinge zulegt, die man gar nicht braucht und die Kreditkarte ständig überzieht, obwohl man eigentlich weiß, dass man sich das gar nicht leisten kann. Und dann irgendwann der Zeitpunkt kommt, wo auf einmal das ganze Kartenhaus zusammenfällt und man dann sogar denkt, Wissen zu Abend in Zehnten zu geben und dann in den großen finanziellen Löchern steckt, ohne die Verheißungen Gottes über den Zehnten, die wir vor zwei Wochen studiert haben, zu kennen, oder auch was wir letzte Woche studiert haben, Matthäus 6,33, dass wenn wir Gottes Reich an die erste Stelle stellen, dass dann diese, dass Gott für alles andere sorgen würde und uns diese Probleme eigentlich nicht tangieren zu brauchen.

[12:57] Der dritte Grund ist persönliches Unglück, wenn man zum Beispiel schwer krank wird und nicht ausreichend versichert ist, sondern ein Unfall hat, Autounfall, oder das Haus brennt ab, irgendwas, und man plötzlich konfrontiert ist mit einem Berg an Problemen finanzieller Art, die man aus eigener Tasche nicht mehr bewältigen kann. Und egal, ob man es selber verschuldet ist oder ob es Fremdverschuldung war, gibt es Möglichkeiten, wie uns die Bibel hier heraus hilft.

[13:28] Lasst uns aber noch mal einen wichtigen Merkvers dazu lesen, bevor wir da jetzt im praktischen Schritte eintauchen. Im ersten Brief an Timotheus Kapitel 6, was der Apostel Paulus seinem jungen Mitgefährten hier als Ratschlag mitgibt. Auch hier sehen wir, dass die Bibel sehr praktische Ratschläge gibt und es gut tut, das Alte Testament noch mal zu studieren, aber auch im Neuen Testament zu schauen, in solchen konkreten Fällen.

[13:57] Erste Timotheus 6, Verse 6 bis 9: "Es ist allerdings die Gottesfurcht eine große Bereicherung, wenn sie mit Genügsamkeit verbunden wird. Denn wir haben nichts in die Welt hinein gebracht, und es ist klar, dass wir auch nichts hinausbringen können. Wenn wir aber Nahrung und Kleidung haben, soll uns das genügen. Denn die, welche reich werden wollen, fallen in Versuchungen und Fallstricke und viele törichte und schädliche Begierden, welche die Menschen in Untergang und Verderben stürzen."

[14:31] Deswegen vielleicht ist nicht jeder, der in einem finanziellen Loch steckt und da herauszukommen, aber vielleicht kennen wir Leute darin stecken, die wir ermutigen können. Und mit diesen Versen noch darauf hinweisen, dass Genügsamkeit ein sehr, sehr entscheidender Faktor ist, da wieder rauszukommen.

[14:46] Wir sind zwar materielle Wesen und unsere sündige Natur neigt sich zu materiellen Dingen. Ich meine, werden nicht schon mal davon geträumt, reich zu werden im Lotto? Und wenn man auch sagen muss, ist nichts Falsches daran, hart zu arbeiten, aber um einen guten Lebensunterhalt zu verdienen. Aber es ist ein sehr großes Problem, wenn man dann in diesen Dingen Sicherheit sucht, gerade in diesen Zeiten, wenn man denkt, wenn ich ein Haus habe, weit ab vom Schuss, mit eigener Quelle, mit eigener Stromversorgung, mit großem Garten, großen Essensvorrat, was auch alles ist, was Gott uns aufträgt, dass wir suchen sollen, kann es dennoch sein, dass wir darauf unsere Sicherheit stützen? Und das kann dann ein Problem werden, wenn wir denken, das haben wir jetzt, kann es nicht mehr passieren, und die Abhängigkeit von göttlichen Ratschlüssen vergessen.

[15:42] Lasst uns noch mal zwei Texte lesen, wo wir auch wichtige Prinzipien ableiten können, die auf unterschiedliche Weise ausgedrückt werden. Das eine finden wir in Matthäus 6 und dort Vers 24: "Ein jeder nun, der diese meine Worte hört und sie tut, den will ich mit einem klugen Mann vergleichen, der sein Haus auf den Felsen baute." Und ich denke, das ist gerade bei finanziellen Löchern, entschuldigen, Löchern, wenn man darin steckt, sehr wichtig, genau auf diese Worte zu hören, die Gottes Wort uns vorgibt, dass wir auf Felsen bauen und nicht auf den nächsten Sanddünen und dann wieder noch weiter abzurutschen.

[16:31] Denn die Bibel macht das immer wieder deutlich, auch im 1. Johannes 2, Vers 15: "Habt nicht lieb die Welt, noch das, was in der Welt ist. Wenn jemand die Welt lieb hat und darin seine Sicherheit sucht, so ist die Liebe des Vaters nicht in ihm." Und das müssen wir als Fundament sehen für alle Schritte, die wir eingehen wollen. Wollen wir Gottes Ratschlag befolgen, auch wenn es manchmal gegen unser Ich geht, oder wollen wir nach Ratschlägen gehen, die die Welt uns gibt?

[17:01] Denn wir dürfen eines nicht vergessen, bei all dem, wenn wir Schulden wieder rauskommen wollen, dass die gesamte Welt Gott gehört. Wenn wir uns auf Wohnungssuche begeben, wenn wir uns auf irgendeine Suche begeben, um irgendwelche Nöte zu verlassen, dann müssen wir uns nicht davon abhängig machen, was Immoscout oder was die Banken sagen, sondern wir dürfen uns daran erinnern, dass die gesamte Welt Gott gehört, dass er derjenige ist, der diese Gaben auch verwaltet und der über alles einen Überblick hat.

[17:34] Psalm 50 hatten wir in der letzten Woche schon studiert. Und hier heißt es ab Vers 7: "Höre, mein Volk, so will ich reden." Und oftmals hören wir nicht, wollen nicht hören. Aber es gibt da zwei Dinge in unserem Kopf, die so entscheidend sind, wenn wir Gottes Stimme hören wollen. "Höre, mein Volk, so will ich reden. Israel, ich lege gegen dich Zeugnis ab. Ich bin dein Gott, ich bin Gott. Deine Opfer wegen will ich dich nicht tadeln, sind doch deine Brandopfer stets vor mir. Ich will keinen Stier aus deinem Haus nehmen, keine Böcke aus deinen Hürden, denn mir gehören alle Tiere des Waldes, das Vieh auf tausend Bergen. Ich kenne alle Vögel auf den Bergen und was ich auf dem Feld trägt, ist mir bekannt. Wenn ich hungrig wäre, sie würde ich es dir nicht sagen, denn mir gehört der Erdkreis und was ihn erfüllt."

[18:27] Geschwister, egal, ob wir in Schulden jetzt stecken oder ob wir andere Kandidatinnen sind, lasst es ihnen wenigstens zu Beginn, auch wenn sie vielleicht nicht gleich offen sind für alles, diese Ermutigung geben, dass Gott der gesamte Erdkreis gehört und dass ihm nichts entgeht über unseren Zustand, dass er derjenige ist, der alles geben kann, was wir brauchen, um daraus zu kommen, dass er alle Schwierigkeiten beseitigen kann.

[18:52] Sollte ich etwas dir Fleisch essen oder Blut vom Betten trinken? Wir kennen Psalm 50 vielleicht als Notfalltelefon Gottes. Vers 15 sagt nämlich: "Rufe mich an am Tag der Not, so will ich dich erretten." Und das wird oft zitiert, aber wir kennen den Kontext davon gar nicht. Der Kontext ist nämlich genau das, was wir gerade gelesen hatten, dass Gott die gesamte Welt gehört. Und die Bedingung, dass Gott uns hört und rettet am Tag der Not, ist Vers 14: "Opfere Gott Dank." Opfern hat immer etwas damit zu tun, wo man etwas aufgibt. "Und erfülle dem Höchsten deine Gelübde." Was heißt das? Das, was wir Gott geschworen haben, wenn wir auch eine Gabe geben möchten, dass wir sagen: "Ja, ich gebe es dir, ich gebe dir den Zehnten, auch wenn ich in Not bin." Gelübde erfüllen bedeutet aber auch treu sein, wenn wir sagen: "Herr, ich möchte dir dienen." Ist das ein Gelübde? Das bedeutet, dass wir uns treu für Gott beugen und diesen Weg mit Gott gehen. Und dann, wenn wir ihn anrufen am Tag der Not, wenn wir in Schulden stecken, was auch immer die Schulden sein mögen, so will ich dich erretten. Und hinterher sollst du mich preisen.

[20:02] Das ist so ermutigend, dass wir uns immer gegenwärtig machen, dass Gott alles in der Hand hat. Und wenn wir ihm unsere Gelübde erfüllen, wenn wir ihm treu sind und wir ihn anrufen, er alles dann für uns auch regeln wird, denn Gott gehört die Erde und nichts ist ihm unbekannt.

[20:22] Ab jetzt die Frage: Wie wird man schuldenfrei? Das ist natürlich von Fall zu Fall in Details unterschiedlich, aber es gibt Grundprinzipien, die wir gerne anschauen möchten, wie wir diese Abwärtsspirale verlassen können.

[20:39] Ein ganz wichtiges Prinzip, um überhaupt nicht erst hineinzukommen, finden wir in Sprüche 22, Vers 7: "Der Reiche herrscht über die Armen, und wer borgt, ist der Knecht des Gläubigers." Wir hatten gelesen, 5. Mose 28,12: Wenn wir Gott treu sind, er uns segnen wird, dass wir vielen leihen werden, aber selber nichts leihen müssen.

[21:05] Wie kann man jetzt also so einem unglücklichen Phänomen entkommen? Die Voraussetzung, damit Gott die Schleusen des Himmels öffnet, wie es Maleachi sagt, und die Tore des Himmels öffnet, um den Segen herabzuschütten, um uns helfen zu können, daraus zu kommen, ist, dass wir Gott den Zehnten geben. Man könnte viele, viele Erfahrungen davon erzählen. Wahrscheinlich habt ihr auch schon welche gehört, dass wenn Leute, auch wenn sie kein Geld hatten, den Zehnten gegeben hatten, auf einmal innerhalb weniger Tage, manchmal Wochen, hängt von Fall zu Fall ab, aber das hier auf einmal nicht mehr in dieser finanziellen Abhängigkeit von anderen waren. Und keiner weiß warum, aber die Bibel weiß warum, weil Gott seine Versprechen einhält.

[21:55] Jedenfalls, der erste Schritt, um nicht mehr in Schulden zu stecken, wird sein, sich einfach gesagt, nicht weiter zu verschulden, nicht noch mehr draufzulegen auf einen Kredit, den man nimmt, nicht noch mehr einzukaufen, wenn man weiß, wenn ich in dieses Geschäft gehe, werde ich mir noch mal 500 Schuhe kaufen.

[22:11] werde ich mir noch mal 500 Schuhe kaufen, dass man das ausklammert. Und das ist ein ganz radikaler Schluss, den man im Gedanken fassen muss und Gebet vor Gott bringen muss, dass man sagt: Herr, hilf mir, einen Cut zu machen. Denn nur da, wo ein Bach ständig weiterfließt, kannst du den Überschwemmung kommen. Aber wenn man das Wasser klappt, dann ist schon mal der erste Schritt getan, um in diesem Hamsterrad nicht länger laufen zu müssen.

[22:37] Der zweite Schritt ist, mit Gott einen Bund zu schließen, dass wenn Gott uns segnet, wir sagen: Und wie es auch so tun werden, alles, was in unserer Macht steht, diese Schulden so schnell wie möglich zurückzuzahlen. Wenn Gott uns dann Mittel gibt, materieller oder finanzieller Art, dass das, was wir bekommen, wir dafür aufwenden, wo wir am dringendsten die Schulden abbezahlen müssen.

[23:01] Und der Schritt Nummer drei ist der praktische Teil, wo man eine Liste macht mit seinen Schulden von der größten bis zur kleinsten Summe in absteigender Reihenfolge und dass man dann monatlich für jede Schulden, je nach Priorität, das, was Gott einem als Geld gibt, nach und nach zurückzahlen. Man wird merken, und viele Familien haben das festgestellt, wenn Gott auf so unerwartete Weise segnet, dass es dann noch unerwarteter weitergeht und die Schulden nach und nach zurückgehen werden.

[23:31] Denn die Bibel warnt an so vielen Stellen, zum Beispiel auch Hebräer 13, Vers 5, dass die Geldgier nicht das Leben bestimmen soll, dass diese Verbindung gekappt werden muss und Gott einen Bund gemacht werden muss, dass Gott uns da heraushelfen kann.

[23:51] Eine andere sehr typische Methode, um schnell reich zu werden oder um schnell an Dinge zu kommen, die man haben möchte, sind Bürgschaften. Und ob man es wahr haben will oder nicht, die Bibel warnt davor, dass man sich für irgendetwas oder für irgendjemand verbirgt, per Handschlag, bei Vertrag oder per Versprechen. Wenn man sich dann in eine Abhängigkeit stürzt, die einen selber den Ruin bringen kann.

[24:14] Auch hier ist das Buch der Sprüche so wertvoll. Salomo war wahrhaftig der weiseste Mensch auf Erden, weil das Buch der Sprüche so eine Fülle an Weisheit hat und uns gerade in solchen Fällen so viel Ratschläge geben kann. Ich Sprüche Kapitel 6, Verse 1 bis 5: "Mein Sohn, hast du dich für deinen Nächsten verbürgt, für einen Fremden dich durch Handschlag verpflichtet? Bist du durch ein mündliches Versprechen gebunden, gefangen durch die Worte deines Mundes? So tue doch das, mein Sohn, rette dich, denn du bist in die Hand deines Nächsten geraten. Darum geh hin, wirf dich vor ihm nieder und bestimme deine nächsten. Gönne deinen Augen keinen Schlaf und deinen Lidern kein Schlummer. Rette dich aus der Hand wie eine Gazelle und wie ein Vogel aus der Hand des Vogelstellers."

[25:08] Wenn wir den Fehler gemacht haben, für jemanden zu bürgen, der selber vielleicht sich etwas kaufen möchte, aber nicht die Mittel dazu hat, aber weiß, dass wir die Mittel dazu haben und wir darauf eingegangen sind, rät uns die Bibel so schnell wie möglich da wieder rauszukommen, bzw. nach dem Ratschlag, Zahlung muss gar nicht erst da hineinzukommen. Weil wenn es dazu kommt, dass dem, für den wir uns verbürgen, ehrlich zahlungsfähig sein kann, dann können wir ein sehr großes Problem bekommen und dann müssen wir für alles aufkommen, was er verschuldet hat.

[25:43] Und dieses Thema ist in Sprüche sehr, sehr brisant. Sprüche 17, Vers 18 heißt es: "Sogar ein unvernünftiger Mensch ist, wer sich durch Handschlag verpflichtet und gegenüber seinem Nächsten Bürgschaft leistet." Das heißt, die Bibel bezeichnet Bürgschaft als Unvernunft. Und auch wenn das in der Welt einen anderen Stellenwert vielleicht hat, ist es doch Gottes Wort, das sagt, dass es unvernünftig ist, so etwas zu tun.

[26:11] Ich Sprüche 22, Vers 26: "Sei nicht unter denen, die sich mit Handschlag verpflichten, die sich für Schulden verbürgen. Denn wenn du nicht bezahlen kannst, warum soll man dir dann dein Bett wegnehmen?" Wenn es dann tatsächlich dann zu einem Knall kommt, sage ich mal, und man nicht zahlen kann, weil es vielleicht die Summe übersteigt oder andere Schwierigkeiten hinzukam, kann es sein, dass Zwangspfändungen das nächste Mittel sein werden und auf einmal hat man selber nicht so eine, selber abhängig von anderen, nur durch einen unklaren Schritt.

[26:47] Das heißt, wenn jemand auf euch zukommt, auch wenn es nur scheinbar kleine Bitten sind, Bürgschaften müssen biblisch gesehen ausgeschlagen werden, weil es nicht gut ist, so ein Schritt für einen anderen zu gehen. Dass man jemanden hilft, ist keine Frage, aber per Vertrag oder per Versprechen, per Gelübde das zu machen, das bindet uns und das ist ein Problem.

[27:17] In Sprüche 28, Vers 20 wird auch eine wichtige Warnung ausgesprochen. Sprüche 28, Vers 20: "Ein ehrlicher Mann ist reich an Segnungen. Wer aber schnell reich werden will, bleibt nicht unschuldig."

[27:36] Denn Vers 22: "Wer nach Reichtum jagt, ist ein habgieriger Mann und er weiß nicht, dass Mangel über ihn kommen wird." Das ist sehr, sehr interessant, was Salomo hier sagt. Dass heutzutage, wie damals, es Menschen gibt, die schnell auf kurzem Wege reich werden wollen. Und da gibt es so viele Ansätze. Es gibt Seminare, wo das angeboten wird, wie wird man am schnellsten am reichsten. Und Menschen wissen nicht, dass sie erstens nur der Habgier nachjagen oder lassen sich das gar nicht bewusst.

[28:04] Und oftmals ist es so, dass die, die sehr schnell sehr reich werden, genauso schnell wieder abstürzen, weil sie nie gelernt haben, mit Geld richtig umzugehen. Ich möchte euch da mal eine Erfahrung erzählen, die wir vor kurzem machen durften, bzw. ein Lehrer, den ich damit nehmen konnte, als wir im November in der Toskana-Wüste waren auf Missionseinsatz von der MSM Missionsschule aus. Ist mir sehr schnell, sehr klar geworden, dass der Standard in Afrika, besonders in der Toskana-Wüste, sehr, sehr niedrig ist. Die Leute haben fast nichts.

[28:38] Die Frauen dort zum Beispiel, die basteln zwei Monate lang aus Palmblättern Matten, auf denen man sitzen kann. Die sind so mit 50 breit und 2,50 m lang, ca. Machen das zwei Monate, verkaufen das für umgerechnet 1,50 €. Und dadurch erhalten sie sich ihr Leben. Sie sind noch nicht unglücklich, sie sind sehr dankbare Menschen, sehr zufriedene Menschen, sehr ruhige Menschen. Ist einfach ein anderes Leben, als sie es nicht gewohnt sind.

[29:10] Ein großes Problem aber ist, wenn man da als reiche Europäer mit viel Geld hinkommt. Denn Nikola Tauber, der da jetzt schon einige Jahre Missionsarbeit leistet, hat er auch im Vorfeld uns ein bisschen davon berichtet, weil es da auch Hungersnöte gab, weil der Regen ausblieb und eine Heuschreckenplage kam. Und ich hatte mich dann gefragt, warum nicht so viel wie möglich dort spenden, um den Leuten das dann zu geben in Hilfe, in Form von vielleicht Essen oder sonstigen Dingen, was da eben anfällt.

[29:43] Und der Nikola hat dann gesagt, dass es nicht klug ist, was sie damit nicht umgehen können. Und ich hatte mich am Anfang gefragt, warum, wenn man viel hat, kann man doch auch viel geben. Aber als ich dann dort war und so ein bisschen die Mentalität nach ein paar Tagen besser verstehen konnte von den Leuten und sehen konnte, wie sie leben und wie sie mit verschiedenen Sachen einfach umgehen, dass mir eins ganz, ganz, ganz deutlich klar geworden ist: Der Rat, den Nikola gegeben hatte oder gesagt hatte, dass man da lieber kleine Summen und öfter gibt, als ein riesen Batzen an Geld, dass das viel besser ist für die Leute.

[30:20] Weil wenn sie monatlich zwei, drei Euro verdienen und dann auf einmal nur 50 € hätten pro Monat, die könnten damit überhaupt nicht umgehen. Und das habe ich da gesehen, die können mit sowas nicht umgehen, wenn sie so ein riesen Berg an Geld sehen, was für uns Taschengeld ist, aber in ihrem Verhältnis viel, können die Menschen damit nicht umgehen.

[30:43] Und das im Kleinen passiert auch vielen Leuten, die schnell sehr reich werden, durch Online-Geschäft, auch wenn sie legal sind, oder durch den Lottogewinn. Die denken, jetzt geht das Leben los, steigen auf. Auf einmal merken sie, es ist alles weg. Die ganzen Freunde sind weg und dann geht's volle Kanne nach unten, weil diese Habgier, wie Salomo es ja auch sagt, weil im Reichtum nachjagt, deshalb habgieriger Mensch und er weiß nicht, dass Mangel über ihn kommen wird.

[31:17] Und er rät deswegen ab: Ein ehrlicher Mann, der ist reich an Segnungen, reich an Weisheit, die Gott gibt. Aber wer schnell reich werden will, da bleibt nicht unschuldig, weil er in eine Spirale eintritt, aus der ein Mensch ohne Gottes Hilfe nicht mehr rauskommen kann.

[31:30] Und das ist auch eine wichtige Lehre für junge Leute, die man ihnen mitgeben kann, oder auch vielleicht den jungen Leuten zuschauen. Dieser Gedanke, schnell reich zu werden, überhaupt das als Maßstab zu setzen, viel Geld zu verdienen, das kann einem oft das Genick kosten, weil Gott nicht möchte, dass wir sehr schnell dieser viel Geld kommen. Wir werden definitiv abstürzen, wir werden höchstwahrscheinlich, wenn ich sogar fast sicher, auch vergessen, was es bedeutet, für seinen Lebensunterhalt zu arbeiten. Und wir werden wichtige Lehren, die daraus resultieren, niemals lernen können, weil wir denken, es fliegt uns ja eher alles zu. Und dadurch werden wir faul, blind und verhärten uns geistig. Das ist ein sehr, sehr heikles, aber enorm wichtiges Thema.

[32:27] Gerade für junge Leute natürlich. Paulus schreibt an Timotheus, wir hatten das gerade schon angerissen, in 1. Timotheus 6 ab Vers 6 bis 9. Wir lesen Vers 9 und 10: "Denn die, welche reich werden wollen, fallen in Versuchung und Fallstricke und viele törichte und schädliche Begierden, welche die Menschen in Untergang und Verderben stürzen." Paulus sagt, und unter Inspiration des Geistes Gottes, genau dasselbe, was Salomo gesagt hat.

[32:56] Denn die Geldgier ist eine Wurzel alles Bösen. Das ist auch noch mal wichtig festzuhalten. Die Bibel sagt nicht, dass Geld die Wurzel eines Bösen ist. Geld ist wichtig, hat seinen Stellenwert, wird auch benötigt in der heutigen Welt. Aber die Gier nach Geld ist die Wurzel alles Bösen.

[33:15] Diese Gier, mehr zu haben, sie ging die gleiche Gier, die auch Satan haben wollte. Er wollte vielleicht nicht 3 Millionen auf dem Konto haben, aber er hatte eine Gier, er wollte reicher sein an Ehre und Macht als Gott. Und das war die Wurzel alles Bösen.

[33:33] Etliche, die sich ihr hingegeben haben, sind vom Glauben abgefallen. Das ist der große Knackpunkt. Wenn wir schnell reich werden wollen, als junge gläubige Menschen, kann es sein, dass wir erstens alles wieder verlieren, zweitens wichtige Lehren nicht erkennen, nicht lernen, für unseren Lebensunterhalt selber sorgen zu können und vom Glauben abfallen, sogar und dadurch sich selber viele Schmerzen zu verursachen.

[33:57] Deswegen: Finger weg von Bürgschaften, Finger weg von irgendwelchen Methoden, um möglichst schnell, möglichst reich zu werden und diese ganzen Tragödien zu vermeiden, dass wir nicht uns selber viel Schmerzen zufügen.

[34:17] Lass uns noch mal das fünfte Buch Mose gehen, Kapitel 15. Dort und wieder aus dem Alten Testament, diese wertvollen und ja, göttlich genialen Prinzipien lernen über Zinsen. Wie besagten 5. Mose 15, Verse 1 bis 5: "Am Ende von sieben Jahren sollst du einen Schuldenerlass anordnen." Das ist auch schon konträr zu heutigen Schulden-Erlassen, weil manche Schulden, wie hier, über 40, 50, 60 Jahre abzahlen müssen.

[34:54] Dies ist aber die Ordnung des Erlasses: Jeder Schuldner soll das Darlehen seiner Hand erlassen, dass er seinem Nächsten geliehen hat. Er soll seinen Nächsten oder seinen Bruder nicht bedrängen, denn man hat einen Schuldenerlass des Herrn ausgerufen.

[35:09] Jetzt sage ich nicht, dass wenn wir diesen, wenn wir hier seine Schulden haben und da drin stecken, dass wir dann, wie wir auch hier weiter lesen werden, nach sieben Jahren aufhören zu zahlen. Wir haben uns ja den verpflichtet und die Bibel sagt, wir sollen auch den Banken nicht schuldig sein oder was auch immer wir geliehen haben. Aber Gott hatte einen anderen Plan mit dem Schulden-Erlass.

[35:31] Wenn Leute nämlich in sich Schulden nehmen wollten oder ein Kredit nehmen wollten, damals hat Gott gesagt: Jeder Schuldner soll das Darlehen seiner Hand erlassen, dass es am nächsten geliehen hat, nach einem gewissen Zeitraum, nach sieben Jahren, damit die Menschen nicht in vergleichsweise, also auf Lebenszeit bezogen, ewige Abhängigkeit sind.

[35:55] Man soll seinen Bruder nicht bedrängen. Vers 3: "Ein Fremden kannst du bedrängen, aber was du bei deinem Bruder ausstehen hast, das soll deine Hand erlassen." Es sollte zwar unter euch gar kein Armer sein, denn der Herr wird dich reichlich segnen in dem Land, das der Herr, dein Gott, dir zum Erbe gibt, damit du es im Besitz nimmst, vorausgesetzt, dass du der Stimme des Herrn, deines Gottes, eifrig gehorchst und alle diese Gebote bewahrst und tust, die ich dir heute gebiete." Vers 6: "Denn der Herr, dein Gott, wird dich segnen, wie er es dir verheißen hat."

[36:35] Also Gott hatte im Sinne, dass die Schulden, die man hat, die Zinsen oder das Darlehen, wie es hier gesagt wird, nach sieben Jahren erlassen wird. Und im idealen Kontext, dann im idealen Umfeld unter Gottes Folgen, nach sieben Jahren dem ein Ende gemacht wird und die Geschwister untereinander nicht in diesen Abhängigkeiten stecken.

[36:57] Trotzdem sagt uns die Bibel, dass wir alles Menschenmögliche tun sollen, um Schulden zu vermeiden. Und auch hier, wenn wir in so einem Haufen drin stecken, wenn wir diesen Schritt gegangen sind, sollen wir nicht einfach das abbrechen, weil das wäre dann wiederum eine andere Form von stehlen, weil die anderen immer noch etwas von uns zurückfordern können. Aber die Bibel zeigt uns trotzdem ganz deutlich, dass es nicht Gottes Absicht war, sich zu verbürgen, schnell zu Geld zu kommen oder überhaupt in Schulden zu geraten, weil man da immer von Menschen abhängig werden wird. Und ich liebe auf den Herrn zu verlassen, der wirklich Wunder wirken kann, weil ihm die ganze Erde gehört.

[37:41] Der Geist, der Geist der Sagung hat uns auch deutlich offenbart, dass Gott in diesen letzten Tagen sein Volk aus den Städten raus auf das Land bringen möchte. Und viele machen sich Gedanken, wie das vonstatten gehen soll. Viele denken sich vielleicht, muss ich trotzdem einen Kredit aufnehmen, um dann möglichst schnell aufs Land zu gehen. Aber auch hier ist guter Rat sehr heilsam.

[38:01] Es gab einige Begebenheiten, wo der Geist der Weissagung auch gewarnt hat, Battle Creek zu verlassen. Die Hintergründe sind jetzt zweitrangig, aber es geht ums Prinzip. Und trotzdem, obwohl gesagt wurde, Battle Creek schnell wie möglich zu verlassen, hier ist es nicht überstürzt, diesen Schritt zu gehen, dass man nicht ein Fehltritt macht und dann noch größere Probleme hat.

[38:24] Und anderes Prinzip, das auch im Geiste weiß irgendwann mal erwähnt wurde, ist, wenn man erkennt oder um Gottes Führung betet, dass man ein bestimmtes Objekt kaufen soll, das ein Zeichen von Gott ist, dass dieser Preis sehr weit runtergesetzt wird vom Verkäufer. Ist noch mal ein ganzes Thema für sich, aber da können uns auch von Gott leiten lassen, wenn wir den Geist der Weissagung und auch die alten Prinzipien im fünften Buch Mose, in den gesamten Mose-Büchern studieren, dass Gott uns zeigen kann, welchen Schritt wir als nächstes gehen sollen, um nicht in diese Abhängigkeiten zu geraten.

[38:57] Genau genommen finden wir dieses drei Schritte Prinzip, um aus Schulden rauszukommen, auch im Geist der Weissagung. Das wurde abgedruckt in "Gottesgaben verwalten", Seite 256 und stammt aus einem Brief, den Ellen White 1877 an eine Person geschrieben hat, die auch in Schulden war.

[39:15] Sie sagt hier: Erstens, sei entschlossen, keine weiteren Schulden mehr zu machen. Versage dir lieber tausend Dinge, als dein Schulden als den Schulden zu geraten. Das war dein Lebensweg, Schulden zu machen. Meide sie wie die Pest.

[39:33] Zweitens: Schließe einen feierlichen Bund mit Gott, dass du deine Schulden durch seinen Segen zurückzahlen wirst und dann niemanden mehr etwas schuldig wirst, selbst wenn du von der Haferbrei und Brot leben musst. Schwanke nicht, lasse dich nicht entmutigen und gehe nicht zurück. Übel Verzicht, überwinde deine Esslust, spare deine Sense und zahle deine Schulden zurück.

[40:01] Das ist wahrscheinlich auch einer der schwersten Schritte dann, wenn man wirklich Verzicht üben muss und in Dingen zurücktreten muss, die früher gegangen und gäbe waren. Aber es ist der einzige Weg, um diese Schulden zu verlassen.

[40:12] Und der dritte Schritt: Trage ich so schnell wie möglich ab. Wenn du wieder als freier Mann da stehst und niemanden mehr etwas schuldest, wirst du einen großen Sieg errungen haben.

[40:29] Geschwister, wenn wir zusätzliche Hilfe brauchen, um daraus zu kommen, dann können wir durch einen Haushaltsplan, indem wir einfach die Einnahme, die Ausgaben aufschreiben. Für manche vielleicht sehr altbacken, aber trotzdem sehr, sehr hilfreich. Sie können wir dann dadurch sehen, wo wir ausgeben. Und manchmal werden sie sogar erschrecken, für was für unnütze Dinge und wie viel wir dafür ausgeben. Aber das ist der erste Schritt, um in finanzieller Haushalt das schafft, vorangehen zu können, wachsen zu können und Gott wirklich zu verherrlichen.

[40:57] Gott hat uns zu wertvolle Prinzipien gegeben und wir sollen sie beherzigen. Wir sollen, wenn wir entschulden oder jemanden kennen, diese drei Schritte gehen: Keine weiteren Schulden machen, ein Bund mit Gott schließen, dass wenn er uns segnet, wir alles zurückzahlen und so schnell wie möglich davon wieder wegkommen zu können.

[41:18] Da hat Gottes Wort uns auch deutlich davor gewarnt, dass wir nicht Bürgschaften eingehen sollen, was sie uns wieder abhängig machen von anderen Leuten. Und Gottes Wort zeigt uns auch, dass es nicht seine Absicht war, lange in solchen Verträgen drin zu stecken, sondern dass er uns da frei herausholen möchte.

[41:41] Liebe Geschwister, wenn wir treue Haushalte werden wollen, dann ist es gut, wenn wir diese Schritte praktisch umsetzen. Und wenn wir das tun, werden wir auch sehen, wie Gott das ganze segnet. Denn vergessen wir nicht, 5. Mose 28, Vers 12 sagt uns, wenn wir dem Wort Gottes treu sind in allem, wenn wir Gott unsere Gelübde erfüllen, wenn wir alle seine Satzungen befolgen und wenn wir tun, was Ernst gesagt hat, in Lebensführung, Familienplanung, in Arbeit, für sein Werk, das viele von uns leiden werden, aber wir nicht von ihnen. Und die Herrlichkeit, die Gott aufgehen lassen möchte, laut Jesaja 60, über seinem Volk aufgehen wird. Und viele sagen werden: "Das will ich auch haben, was ihr habt."

[42:21] Diese geistige Erfülltheit und diese Erkenntnis, die wir bekommen haben, was Gottes Wort...

[42:29] Ich schließe. Ich möchte euch gerne einladen, dass wir diese Dinge auch vor Gott ins Gebet bringen. Ich weiß nicht, wo jeder von uns steht, aber es ist doch so, dass Gott uns helfen möchte zu wachsen und dass wir in diesen Punkten, wenn wir Probleme haben, sie überwinden, um siegreich sein zu können und Zeugnis für andere geben zu können.

[42:52] Lasst uns gemeinsam beten und Gott das vorlegen. Himmlischer Vater, wir danken dir für die Erkenntnis, die du gegeben hast aus deinem Wort. Wir möchten dir danken, dass du uns gezeigt hast, dass es nicht klug ist, Schulden zu machen. Und wir bitten dich, aber wenn wir entschuldigen stecken, dass du uns hilfst mit diesen drei Schritten, so schnell wie möglich da wieder rauszukommen, dass wir andere ermutigen und ihnen helfen können, die gleichen Schritte zu gehen.

[43:16] Und wir bitten dich auch, dass du uns bewahrst, überhaupt erst Darlehen aufzunehmen, die wir nicht zurückzahlen können, und dass uns auch bewahrst, Bürgschaften einzugehen, was uns in eine Abhängigkeit...

[43:26] einzugehen, was uns in eine Abhängigkeit von Leuten treiben würde, wo wir vielleicht wieder rauskommen werden. Herr, hilf uns auch vernünftig zu denken im Umgang mit Geld, dass es nicht unser Ansehen ist, möglichst schnell möglichst reich zu werden, sondern Hilfe und Schätze im Himmel zu sammeln und nicht auf dieser Erde, wo Motten und Rost nicht eindringen und sie nicht fressen.

[43:46] Wir danken dir, Herr, für deine Bereitschaft. In Jesu Namen, Amen.

[43:51] Nächste Woche werden wir uns das Gegenteil von irdischen Schätzen anschauen. Wir werden uns anschauen, wie wir himmlische Schätze uns aneignen können. Wir werden auch ein Beispiel aus der Bibel lernen, wie Leute, die etwas verloren haben, es gewonnen haben und was wir daraus lernen und ziehen können. Bis dahin möge Gott euch segnen. Maranatha. Amen.


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