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In dieser Lektion der Kreis Study Hour mit Mirjam Giebfried geht es darum, Schätze im Himmel zu sammeln. Anhand biblischer Vorbilder wie Noah und Abraham wird beleuchtet, wie wichtig es ist, Gott zu vertrauen und seinen Willen zu tun. Die Sprecherin ermutigt dazu, Gottes Führung im Alltag zu erkennen und sich auf die himmlischen Verheißungen zu konzentrieren.


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Serie: CSH 2023 Q1 – Gottes Haushalter

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Transkript

[0:34] Hallo und ein herzliches Willkommen zu unserer Kreis Study Hour. Wir sind in Woche 7 angekommen mit dem Thema "Schätze im Himmel sammeln". Das Thema hatten wir schon ganz am Anfang an einem Donnerstag angeschnitten, aber heute wird es um viele Menschen gehen, die uns entweder Vorbild oder auch zu Warnung geworden sind.

[1:08] Doch bevor wir uns ihre Geschichten anschauen, lasst uns gemeinsam Gott einladen und beten. Unser Vater im Himmel, ich danke dir für die Vorbilder, die du uns gegeben hast. Danke ich Herr auch für dein Wort, das uns Richtschnur ist. Hier heute heißt das Thema "Schätze im Himmel sammeln" und auch wir wollen Schätze im Himmel sammeln. Aber lass uns vor allem diesen Schatz im Himmel haben, dass wir dich haben, dass wir Jesus haben, der auf uns wartet, der uns mit offenen Armen empfängt, wenn es dann soweit ist. Hier, ich bitte dich jetzt um den Heiligen Geist, dass du ja meine Lippen selbst, dass du die Worte führst und auch unsere Gedanken lenkst und uns noch zu tieferem Studium und Nachdenken motivierst. Im Namen Jesus, Amen.

[2:02] Noch bevor wir mit Sonntag einsteigen, ein Wort zu dem Vorwort, sozusagen zu dem Text, den wir am Sabbat Nachmittag finden. Und zwar wird dort Matthäus 6, Vers 21 zitiert. Und ich lade euch ein, den mal mit mir aufzuschlagen. Matthäus 6, der ist 21. Dort heißt es: "Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein." Und es wird dann in dem Lektionheft kommentiert, dass das, worin wir unser Geld investieren, uns persönlich wichtig wird und am Herzen liegt.

[2:48] Jetzt kann man das hinterfragen, denn es gibt auch Situationen, wo Menschen gerade das sich zu Nutzen gemacht haben, um es wieder anderen vorzuhalten. Ich gebe euch ein Beispiel: Wenn zum Beispiel eine Mutter ihrem Sohn eine Waschmaschine geschenkt hat, nur als Beispiel, dann kann es sein, dass sie später mal in einem Streit kommt und sagt: "Du undankbares Stück, ich habe dir damals eine Waschmaschine gekauft, und was ist dein Dank dafür?" Oder es gibt auch diese Sache, dass ein Freund vielleicht etwas wie einen anderen bezahlt und eine Woche später kommt und sagt: "Du schuldest mir noch etwas." Ist das dann dieses Herz, das man da hinein investiert, bzw. herausbekommen hat?

[3:44] So oft gehen wir leider auch mit Gott so um, dass wir meinen, wir haben etwas für Gott gegeben und jetzt muss er uns im Gegenzug dies und das geben, als ob Gott uns irgendetwas schuldig wäre. Ich glaube nicht, dass das der richtige Ansatz ist. Und doch stimmt dieser Satz, wie er da steht: "Wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein." Da ist auch dein Herz. Die Frage ist: Investieren wir gerne etwas für Gottes Sache? Steckt auch unser Herz darin? Gehen wir gerne zum Gottesdienst? Gehen wir gerne zur Bibelstunde? Lesen wir gerne morgens in der Bibel zur Andacht und auch abends freuen wir uns auf die Zeit mit Gott? Ist da unser Herz dabei? Ist es wie ein Schatz für uns oder einfach nur ein paar graue Seiten?

[4:42] Bei nur weiß jedenfalls so, dass er gerne mit Gott Zeit verbracht hat. Und ich lade euch ein, dass wir für den Sonntag zu erste Mose 6 gehen.

[5:01] In erste Mose 6 lesen wir ab Vers 5: "Als aber der Herr sah, dass die Bosheit des Menschen sehr groß war auf der Erde und alles Trachten der Gedanken seines Herzens alle Zeit nur böse, da reute es den Herrn, dass er den Menschen geschaffen hatte auf der Erde, und es betrübte ihn in seinem Herzen." Wir lesen dann aber auch in Vers 8: "Nur aber fand Gnade in den Augen des Herrn." Warum? In Vers 9 heißt es: "Dies ist die Geschichte Noahs, nur ein gerechter Mann war untadelig unter seinen Zeitgenossen. Noah wandelte mit Gott." Also, wenn er mit Gott wandelte, dann heißt es, dass er viel Zeit mit Gott verbracht hat, dass er gerne Gemeinschaft mit Gott hatte.

[5:54] Ich finde das ganz interessant: In Vers 5 heißt es ja, als aber der Herr sah, dass die Bosheit des Menschen sehr groß war auf der Erde. Und in Vers 8 heißt es dann: "Nur aber fand Gnade in den Augen des Herrn." Oder vor den Augen des Herrn. Hier geht es um Gottes Augen. Es geht darum, dass Gott auf uns schaut. Und man richtet seinen Blick ja nur dann auf etwas, wenn man auch ein Interesse daran hat, wenn da etwas vor sich geht, was man mitverfolgen möchte.

[6:24] Auch in Vers 12 heißt es dann: "Und Gott sah die Erde an und siehe, sie war verderbt, denn alles Fleisch hat es einen Weg verderbt auf der Erde." Die Frage stellt sich aber: Nur was sieht Gott, wenn er auf die Erde schaut oder auf das Menschenleben? Bei Noah hat er einen tadellosen Mann gesehen. Wenn Gott um Noah herumgeblickt hat, dann war das sehr viel Gottlosigkeit und Verderben.

[6:59] Dieser Gedanke, dass Gott auf uns Menschen schaut, passt ja auch zu unserem Jahresmotto, das wir in erste Mose 16 finden. Und ich möchte einen kurzen Exkurs mit euch dahin machen. Erste Mose 16. In Vers 13 sagt dann Hager: "Du bist der Gott, der mich sieht." Und dann heißt es weiter: "In dem sie sprach: Habe ich hier nicht dem nachgesehen, der mich sieht?" Die Situation ist so, dass Hager vor Sarai geflohen war, weil Sarah sie schwerer behandelt hat. Und jetzt findet sie der Engel des Herrn neben einem Brunnen und fragt sie: "Hager, woher kommst du und wo willst du hingehen?" Das sind Fragen, die Gott uns aufstellen könnte: Woher kommst du und wo willst du hingehen?

[8:01] Dann sagt ihr der Engel was zu tun ist. Sie soll zurück zu Sarah gehen, das da rein gehen und sich ihr unterordnen. Und danach segnet der Engel Hager und das ungeborene Kind. Das sind alles Handlungen, die Gott auch später in den weiteren Geschichten, die wir uns nach anschauen werden, auch wiederholen wird.

[8:31] Dieser Satz: "Du bist ein Gott, der mich sieht." Der kann unterschiedlich übersetzt werden. Ich habe drei Übersetzungen gefunden. Einmal hieß es hier: "Ja, habe ich hier nicht dem nachgesehen, der mich sieht?" Habe ich Gott nicht gesehen? Ganz ehrlich kann man auch übersetzen: "Habe ich hier nicht gesehen, der mir nachschaute?" Die es ein bisschen anders hervorbringt. Und zwar heißt es da: "Habe ich auch hier nach dem geschaut, der mich sieht?" Und diese Frage ist: Man kann denn... Sie heißt übersetzt: "Gott sieht mich, aber habe ich auch nach Gott geschaut?"

[9:20] Hast du den erlebt, der nach dir schaut? Und hast du auch Gott gesucht? Kannst du mit Überzeugung sagen, dass du Gottes Sorge und sein Suchen nach dir erlebt hast? Hast du dich wirklich nach dem umgesehen, dessen Wohlwollen der Blick auf dir ruht, die ganze Zeit? Und hast du dich auch schon gefragt, wie Gott dich jetzt im Moment sieht? All das sind Fragen, die wir uns gerne stellen dürfen.

[9:59] Aber zurück zu erste Mose 6 und zu Noah. Was unterscheidet Noah von den anderen Menschen um ihn herum? Wir hatten es schon gelesen, aber wollen es noch einmal aufdröseln. Und zwar in Vers 4, 8, 9 heißt es: "Noah fand Gnade vor dem Herrn." Dann heißt es auch noch, dass Noah gerecht war und untadelig unter seinen Zeitgenossen. Das impliziert, dass er sich nicht von ihren Sünden hat mitreißen lassen, sondern dass er sich gewehrt hat und nicht mitgemacht hat. Und dann heißt es ja noch: "Noah wandelte mit Gott."

[10:39] Ich wünsche dir auch, wenn Gott dich anschaut, dass Gott einen gerechten Menschen sieht, einen Menschen, der tadellos ist, einen Menschen, der Gnade vor ihm findet, einen Menschen, der nicht böse Dinge mitmacht, sondern sich dagegen wendet.

[11:02] Und was hat sein Leben, wie das von Noah, zur Folge? In den Versen 13 und dann den Folgen der ... noch merken wir, Gott redet mit Noah. Aber was redet er mit ihm? Wir können das so interpretieren: Gott macht erst einmal eine Bestandsaufnahme, als er sagt: "Noah, wie er die Dinge jetzt im Moment sieht." Das ist ganz interessant, weil später geht Gott auch immer wieder so vorher sagt den Propheten, wie er gerade die Gemeinde Gottes sieht, auch in der Offenbarung, zum Beispiel bei den Sendschreiben, sagt Gott immer wieder: "Das und das ist so und so." In meinen Augen, es ist ja interessant für uns zu wissen, was Gott über das Geschehen um uns herum denkt.

[12:01] Also, Gott macht eine Bestandsaufnahme. Was macht er noch? Er teilt Noah seinen Plan mit. Das finden wir in dem Vers 13 zum Beispiel, wo Gott dann sagt: "Ich will es dann der Erde vertilgen." Also, er sagt hier schon etwas über die Zukunft voraus. Und er sagt auch Noah, welchen Plan, welche Rolle Noah in Gottes Plan spielen sollte.

[12:28] Also, diese drei Punkte sind wichtig: Gott sagt einmal, wie er selbst über die gegenwärtige Lage denkt. Er sagt auch, was er machen möchte, seinen Plan. Und er sagt, welche Rolle der Einzelne in seinem Plan spielt.

[12:53] Welche Rolle haben wir heute in Gottes Plan zu spielen? Wenn wir, wenn auch wir ein Leben nach Gottes Willen führen wollen, so wie Noah, wenn wir gerne Zeit mit Gott verbringen, dann wird auch Gott uns genau das sagen: Was ist deine Rolle? Was ist deine Aufgabe jetzt, dort, wo du bist?

[13:21] Wir dürfen dann erkennen, in welche Lage sich unsere Welt befindet, aber auch unsere Familie, vielleicht unsere Gemeinde. Und dann wird Gott uns auch konkret sagen, was zu tun ist.

[13:39] Wichtig ist dann Vers 22: "Und Noah machte es so. Er machte alles genau so, wie es ihm Gott geboten hatte." Sind wir auch bereit, dann zu tun oder zu lassen, was Gott uns aufgetragen hat?

[13:54] Ich behaupte, das geschieht nicht alles einfach so über Nacht. Wir wissen, dass Noah nicht nur bereit war, 120 Jahre lang zu predigen und 120 Jahre lang an der Arche zu bauen, sondern er tat es auch. Und diese Zeit hat ihn dazu gebracht, immer noch mehr Gott zu vertrauen, noch besser Gott kennenzulernen und dann auch später die Zeit in der Arche und danach zu überstehen.

[14:27] Es ist nämlich leicht, ich sage das deswegen zu sagen: "Ja, ich würde dies und das für Jesus tun." Und wenn es dann darauf ankäme, dann würde ich so handeln. Aber ob wir es wirklich tun in dem Moment, kann eine andere Frage sein. Da gibt es eine Geschichte in der ein Prediger zu seinem Freund kam, und der Freund war Bauer. Und er sagte Prediger zu seinem Freund: "Du, wenn du 100 Pferde hättest, würdest du mir 50 davon abgeben?" Das sagt der Freund: "Ja, mit Sicherheit." Dann fragt der Prediger: "Wenn du 100 Kühe hättest, würdest du mir 50 davon abgeben?" Darauf erwidert der Prediger: "Wenn du zwei Schafe hättest, würdest du mir eins geben?" Und da entgegnet ihm der Bauer: "Hör auf, bring das nicht auf den Tisch, lass es weg. Du weißt, dass ich zwei Schafe habe."

[15:46] Also, hier hat sich das Blatt gewendet, weil es plötzlich um etwas geht, was real ist.

[15:56] Bist du bereit, Gottes Willen zu tun und ihm zu folgen, was auch immer das für dein Leben bedeutet? Bei Noah sehen wir, er war bereit. Wenn wir jetzt weitergehen zu Abram, ab später Abraham, aber damals noch Abram, der Vater der Treuen, wir im Titel genannt wird, dann merken wir auch, er war bereit, viel für Gott zu tun. Und dazu lasst uns erste Mose 12, die Verse 1 bis 3 lesen.

[16:27] 12, 1 bis 3. "Der Herr aber hatte zu Abram gesprochen: Geh hinaus aus deinem Land und aus deiner Verwandtschaft und aus dem Haus deines Vaters in das Land, das ich dir zeigen werde. Und ich will dich zu einem großen Volk machen und dich segnen und deinen Namen groß machen, und du sollst ein Segen sein. Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen, und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf der Erde."

[17:07] Das klingt vom Aufbau her ähnlich wie das, was Gott zu Noah gesagt hatte. Gott sagt auch hier wieder: Jetzt fehlt die Bestandsaufnahme zwar, und wir haben auch die ein bisschen eine andere Reihenfolge, aber Gott sagt, was er tun will und welche Rolle Abram hier spielt. Er sagt zu Abraham konkret: "Geh hinaus aus dem Haus deines Vaters in ein Land, das ich dir zeigen werde." Und dann sagte, was er tun will: "Ich will dich zu einem großen Volk machen und dich segnen und deinen Namen groß machen, und du sollst ein Segen sein."

[17:52] Und dann lesen wir im Patriarchen und Propheten dazu, von allen Seiten lockte ihn als Abram der Götzendienst, aber vergeblich treu unter treulosen rein geblieben. Bei dem herrschenden Abfall hielt er unerschütterlich an der Anbetung des einen wahren Gottes fest. "Der Herr ist nahe allen, die ihn anrufen, allen, die ernstlich anrufen." (Psalm 145, Vers 18). Gott ließ Abraham seine Absicht wissen und schenkte ihm Erkenntnis über sein Gesetz und die Erlösung durch Christus.

[18:34] Also, wir merken, wenn wir im Alltag das schon im Kleinen beherzigen, Gott nachzufolgen und ja, gerne Gottes Willen zu tun, dann wird Gott uns auch in den großen Herausforderungen des Lebens helfen.

[18:53] Der Abraham war einer, der sich schon im Alltag dagegen gewendet hatte, den Götzendienst anderer mitzumachen. Und dann, wenn ihn Gott ruft, ist der März bereit, auch zu gehen, wohin Gott ihn lenkt.

[19:09] Wir finden das in der Lektion war auch Lukas 16, Vers 10 angegeben, aber wir finden das auch noch in anderen Wortlaut in Matthäus 25, Vers 21. Das ist nach dem Gleichnis von den anvertrauten Talenten. Und das sagt dann der Herr zu einem treuen Knecht: "Recht so, du guter und treuer Knecht, du bist über wenigem treu gewesen, ich will dich über vieles setzen. Geh hinein zur Freude deines Herrn." Also, er wird von ihm gelobt. Er hat sozusagen Gnade vor ihm gefunden, so wie Noah es auch getan hat. Und Abraham dann auch.

[19:56] Jetzt war noch der war noch die Verse in Hebräer 11 angegeben, und auch das wollen wir gemeinsam angehen.

[20:08] In Hebräer 11 steht ab Vers 8: "Durch Glauben gehorchte Abraham, als er berufen wurde, nach dem Ort auszuziehen, den er als Erbteil empfangen sollte, und er zog aus, ohne zu wissen, wohin er kommen werde." Also, hier wird es noch einmal zusammengefasst, wie Gott Abraham berufen hat und Abraham durch den Glauben bereit war, auf diesem Ruf zu folgen.

[20:37] Es wird noch einmal erwähnt, dass vorher hat ja Gott gesagt: "In das Land, das ich dir zeigen werde." Hier heißt es jetzt: Er wusste nicht, wohin er kommen sollte. Und das ist vielleicht auch noch wichtig zu unterstreichen. Vorhin hatte ich gesagt, dass Gott seinen Freunden, so wie Noah und Abraham, gerne zeigt, welchen Plan er hat. Das bedeutet aber nicht, dass Gott den umfassenden Plan zeigt. Gott zeigt uns so viel, wie wir wissen müssen, so viel, wie wir brauchen, aber nicht immer ganz ins Detail und nicht immer ganz bis ans Ende. Abraham wusste nicht, wo genau Gott ihn hinführen würde, aber er wusste, dass er Gottes Stimme folgen konnte.

[21:31] Das Volk Israel hat ja auch keine kein Routenplaner bekommen für die 40 Jahre Wüste. Aber Gott hat sie immer geführt. Und auch so dürfen wir jeden Schritt mit Gott gehen, auch wenn wir vielleicht nicht das Ende von Anfang an sehen.

[21:54] In "Den Fußspuren des großen Arztes" heißt es: "Gott führt seine Kinder niemals anders, als sie wünschten, geführt zu werden, wenn sie das Ende vom Anfang her sehen und die Herrlichkeit wahrnehmen könnten, die daraus erwächst, dass sie als Mitarbeiter Gottes seine Pläne erfüllen." Also, wir dürfen uns nur einer Sache sicher sein, dass Gottes Plan für uns, auch wenn wir ihn vielleicht noch nicht durchschauen, der allerbeste für uns ist.

[22:25] In den Versen 9 und 10 heißt es dann, dass er auf eine Stadt wartete, welche die Grundfesten hat, deren Baumeister und Schöpfer Gott ist. Und wenn wir dann in Vers 16 schauen, dann steht da: "Darum schämt sich Gott ihrer nicht, ihr Gott, sondern ihr Gott genannt zu werden, denn er hat ihnen eine Stadt bereitet." Das ist doch schön, oder? In Vers 9 heißt es noch: "Sie haben auf diese Stadt gewartet." Und in Vers 16 wird bestätigt: Gott hat diese Stadt für sie vorbereitet. Also, es ist nicht eine unerfüllte Hoffnung, sondern Gott hat selbst die ganze Zeit im Verborgenen daran gearbeitet.

[23:17] Und Vers 11 geht es dann um Sarah. Und Sarah hat ausgemacht, dass sie den für treu achtete, der es verheißen hatte, ihr ein Kind zu schenken. Sie hat ihn für treu erachtet.

[23:35] Das ist eine fundamentale Sache, denn wie oft mangelt es uns an Vertrauen zu Gott? Ich habe vor kurzem eine Erfahrung gemacht, die war sehr klein, aber sie hat mir dann auch wieder in einer größeren Sache geholfen, wieder nach diesen Prinzip von Lukas 16, Vers 10. Und zwar war ich einkaufen und im Laden wollte ich gerne Himbeeren kaufen fürs Müsli am Morgen. Und habe aber gesehen, es war nur noch eine Schachtel da und die war nicht wirklich gut. Und es habe ich so in meinem Inneren gedacht: "Ich hätte aber doch gerne Himbeeren zum Frühstück gehabt, aber was soll ich die nehmen?" Und zwar habe ich gebetet und gesagt: "Ja, du weißt, zeige ich jetzt die Himbeeren kaufen, oder soll ich sie nicht kaufen?" Aber irgendetwas sagt mir: "Du, lass sie da." Also habe ich sie da gelassen und habe es eigentlich wieder vergessen, bis ein Tag später ich zum Bibelkreis oder ja, zum es war genauer gesagt, das Offenbarungsseminar gekommen bin. Und kurz vor dem Gehen drückt mir ein Bruder eine Tüte in die Hand. So was sagte: "Nur für dich." Okay. Ich habe diese Tüte aufgemacht und da waren Himbeeren drin. Und ich weiß nicht... Doch, ich weiß, wer dahinter steckt: Gott hat es gemacht, weil er genau wusste, dass ich nach einem Tag vorher im Laden gebetet hatte. Der Bruder hatte selbst Himbeeren, viele Himbeeren gehabt und sie mir gegeben.

[25:26] Und das zeigt doch wieder, wie sehr Gott auch in diesen allerkleinsten Dingen, das wäre wirklich nicht notwendig gewesen in dem in diesem Fall, dass Gott für uns sorgt. Und als ich dann später ja mir so Gedanken gemacht habe und auch Sorgen gemacht habe, hat mich Gott wieder darauf hingewiesen und gesagt: "Also, wenn ich sogar für deine Himbeeren sorgen kann, dann kann ich auch für die nächsten Wochen und Monate für dich sorgen. Da brauchst du dir keinen Kopf zu machen."

[26:06] Wenn ja, wenn wir solche Erfahrungen machen, wie Gott in diesen kleinsten Dingen für uns sorgt, dann kommt mir manchmal der Gedanke: Ach, Gott trägt uns ja auf Händen. Es ist so viel besser das Leben mit ihm. Und manchmal habe ich dann schon so aus dem aus Spaß gesagt: "Ja, du musst aufpassen, dass du dein Kind nicht so sehr verwöhnst." Aber was ich aus der Bibel lerne ist, dass all das nur ein Vorgeschmack auf den Segen ist, den Gott noch bereithält.

[26:43] Denn auch in Hebräer 11 lesen wir in Vers 13: "Diese alle sind im Glauben gestorben, ohne das Verheißene empfangen zu haben, sondern sie haben es nur von Ferne gesehen und waren davon überzeugt und haben es willkommen geheißen und bekannt, dass sie Fremdlinge und Wanderer ohne Bürgerrecht sind auf Erden." Als es, sie haben es nur von Ferne gesehen, steht hier. Und doch hatte Abrahams so viel Besitz, dass er sich von dort trennen musste. Abraham hatte sehr viele Freunde oder Menschen, die ihm wohlgesonnen waren. Und doch hatte auch Abraham schon zu Lebzeiten mehrere Kinder, später dann auch noch mit Kultura. Also, er ist schon reich gesegnet worden in dieser Zeit. Und doch, was nur eine Kostprobe von dem Segen, den Gott in Fülle für ihn bereithält.

[27:47] Es war jetzt auch noch zweite Korinther 4, Vers 18 angegeben, aber ich würde gerne lieber mit euch zu Kolosser 3, Vers 2 gehen.

[27:57] Denn im Kolosser 3, Vers 2, da steht ein kurzer Satz, der es in sich hat: "Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist." Nächstes Wörtchen: "trachten". Das... ja, ist ein vielleicht etwas altertümliches Wort, das bedeutet eigentlich auf Griechisch "phroneo" und kann übersetzt werden mit "in etwas weise oder verständig sein", eine Meinung über etwas haben, denken oder seine Gedanken darauf richten, suchen.

[28:39] seine Gedanken darauf richten, suchen oder sich darum bemühen. Also, wir haben jetzt von dem gesprochen, dass so viel Segen noch im Himmel auf uns wartet, oder auch auf Abraham wartet, auch auf Noah wartet. Und hier werden wir aufgerufen, uns schon genau über das Gedanken zu machen. Gott hat uns ja schon von der himmlischen Herrlichkeit erzählt. Hier ist das war ja einer, der immer von Gott erzählt hat, von also von seinem himmlischen Vater und auch von dem Reich der Himmel. Gerade wenn es so viele Gleichnisse gebracht hat über das Königreich der Himmel. Wir sollen wirklich uns jetzt schon Gedanken darum machen und so auch diese Schätze im Himmel jetzt schon wertschätzen.

[29:31] Einer, der sich da wahrscheinlich recht wenig Gedanken gemacht hat, war Lot. Lots schlechte Entscheidungen ist die Überschrift von Dienstag. Und da zitiere ich aus der Lektion, ein Verfassertext, wo es heißt: Um Streit zwischen den Viehhirten zu vermeiden, bot Abraham Lot die Wahl, wo erleben wollte. Das war eben, weil die Herden so groß geworden sind. Und da hätte Streit, noch mehr Streit aufkommen können zwischen den Hirten. Natürlich hätte Lot Abraham, dem älteren, den Vortritt lassen sollen, denn er verdankt es seinem Wohlstand der Verbindung mit ihm. Er zeigte jedoch keine Dankbarkeit gegenüber seinem Wohltäter und wollte selbstsüchtig das Land haben, dass er für das bestmögliche hielt.

[30:29] Seien wir einmal ehrlich, wie leicht passiert es uns, dass wir das Beste für uns beanspruchen und für Gott nur das geben, was halt übrig bleibt. Vor einigen Wochen hatten wir auch in der Lektion 5. Mose 6, Vers 5, und wir können den noch einmal gemeinsam lesen. 5. Mose 6, Vers 5: „Und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft.“ Und im Neuen Testament kommt dann auch noch dazu: „mit deinem ganzen Verstand.“

[31:09] Aber seien wir ehrlich, wofür schlägt mein Herz? Meine besten Kräfte, wofür gebe ich die? Das Gebot in 5. Mose 6, Vers 5, ist nicht damit erfüllt, dass ich den ganzen Tag auf der Arbeit bin, dann meinem Hobby nachgehe und wenn ich dann noch Zeit und Lust habe, dann gehe ich zum Bibelkreis. Das Gebot ist auch nicht so gemeint, dass sich morgens erst einmal meine ganzen Aufgaben verrichte, wenn ich aufgestanden bin und dann, wenn ich noch fünf Minuten Zeit habe, dann lese ich noch einen Vers aus der Bibel. Was sind meine besten Kräfte? Was bedeutet mein ganzes Herz, meine ganze Seele?

[32:05] Es ist nicht so, dass wir Gott an erster Stelle setzen sollten. „Trachtet zuerst nach dem Reich der Himmel.“ Oder auch mal Verstand, womit beschäftigt er sich? Manchmal hört man Menschen sagen: „Oh, ich habe schon so viel im Kopf und jetzt soll ich mir mich auch da noch in diesen Bibeltext rein vertiefen, der so schwer verständlich ist. Ach, ich schaue mir lieber eine Predigt auf YouTube an, die wird schön zerstückelt und erklärt.“ Und dann habe ich das ja auch. Das ist nicht gemeint, zumindest verstehe ich den Text hier nicht.

[32:48] Aber zurück zu Lot. Lot war eben einer, der sehr selbstsüchtig war und an sich gedacht hat. Was war sein Motiv, die Jordan-Ebene zu wählen, als Abraham ihm die Wahl lässt? Wir lesen in 1. Mose 13, die Verse 10 und 11, davon, dass er die Jordan-Ebene gesehen hat und er hat gesehen, wie bewässert sie war, wie die Pflanzen da fast paradiesisch gewachsen sind. Und natürlich wollte er dieses Stück Land haben, im Vergleich zu den Bergen, wo nicht so viel ist und wo schwer ist auf dem Boden zu bearbeiten.

[33:36] Da lesen wir in „Patriarchen und Propheten“: Obwohl Lot seinen Wohlstand Abraham mit verdankte, brachte er das in keiner Weise zum Ausdruck. Die Höflichkeit hätte hier verlangt, dass Abraham die Wahl überließ. Stattdessen nahm er in seiner Selbstsucht alle Vorteile wahr. Und später kommentiert sie noch: Wie wenig sah er die Folgen seiner eigennützigen Wahl voraus. Eigennutz und Selbstsucht sind keine gute Basis, um eine Entscheidung zu treffen. Ja, wir dürfen uns Gedanken machen, welche Option günstig ist, aber wichtig ist oder sehr viel besser ist, wenn wir Gott die Wahl überlassen.

[34:30] Abraham wird von ihnen weiter dann als einer mit einer vornehmen, selbstlosen Gesinnung beschrieben. Und dazu passt 1. Korinther, Verse 23 und 24. 1. Korinther 10, Verse 23 und 24: „Es ist mir alles erlaubt, aber es ist nicht alles nützlich. Es ist mir alles erlaubt, aber es erbaut nicht alles. Niemand suche das Seine, sondern jeder das andere.“ Sagt Paulus hier in 1. Korinther 10.

[35:07] Niemand suche das Seine, jemand schaue auf seinen eigenen Profit, sondern dass es anderen... Dann ist das, oder ja, dieses Prinzip sehen wir ja bei Abraham auch. Später dann, als Abraham mit Gott über Sodom verhandelt, da geht es nicht um ihn selbst, da geht es um das Leben von Lot und seiner Familie. Und Abraham ringt für sie.

[35:47] Lasst uns noch weitergehen zum Mittwoch. Am Mittwoch ging es um einen Mann, der Gott sehr eindrücklich erlebt hat und dennoch immer wieder seine Kämpfe auch hatte. Schauen wir mal in 1. Mose 32. In 1. Mose 32 finden wir Jakob am... Jakob. Es gibt wohlgemerkt vorher schon die Begebenheit in Bethel, wo Jakob die Himmelsleiter sieht. Das war auf der Reise zu Laban hin nach Haran, Aram. Und jetzt befindet sich aber Jakob auf der Rückkehr von dort wieder zu seinem Vaterhaus. Und er weiß, die Begegnung mit Esau, seinem Bruder, steht noch bevor.

[36:47] In 1. Mose 32 und dort ab Vers 22 heißt es: „Und das Geschenk zog vor ihm hinüber. Er aber blieb in jener Nacht im Lager. Er stand aber noch in derselben Nacht auf und nahm seine beiden Frauen und seine beiden Mägde samt seinen 11 Kindern und überschritt mit ihnen die Furt. Und er nahm sie und führte sie bei den Fluss und ließ alles, was er hatte, hinübergehen. Jakob aber blieb allein zurück.“

[37:21] Da rang ein Mann mit ihm bis die Morgenröte anbrach. Und einen weit beschreibt das sehr bildlich, wie Jakob in dieser Nacht niederkniet und mit Gott im Gebet ringt. Und Gott sagt, dass er glaubt, Gott kann noch das Herz von Esau ändern. Das Jakob keine Gefahr fürchten muss. Und dann beschreibt es weit auch ihren „Patriarchen und Propheten“, wie er von hinten angerührt wird und Jakob erschrickt, fährt hoch und denkt: „Da ist dein Feind, den ihr bezwingen müsst.“

[38:11] Das ist ganz interessant, denn Jakob hatte vorher noch bei Gott verweilt. Er hat das so enge Gemeinschaft mit Gott im Stillen, ja, im stillen Gebet. Es war wie eine Zwiesprache zwischen Gott und ihm. Und jetzt plötzlich scheint das, als ob Jakob alleine gegen diesen Mann ringt. War Gott gelassen in diesem Moment? Wo hat Jakob Gott gelassen, als er ringt? Aber dieser Kampf geht lautlos. Vorsicht! Und schon ganz erschöpft im Morgengrauen wird dann Jakob an der Hüfte angerührt und er merkt, da ist so eine übernatürliche Kraft. Das ist kein Mensch, mit dem er ringt. Nein, er ist auf Jesus getroffen.

[39:13] Aber was zeichnet Jakob aus? Es ist doch dieser Satz in Vers 27: „Und der Mann sprach: Lass mich gehen, denn die Morgenröte bricht an.“ Jakob aber sprach: „Ich lasse dich nicht, es sei denn, du segnest mich.“ Jakob hatte schon den Segen von seinem Vater empfangen, aber der Segen reicht ihm nicht. Und er hält daran fest und er sagt: „Ich lasse dich nicht gehen, weil jetzt weiß ich, dass du Gott bist, dass du mich segnen kannst und ich möchte deinen Segen noch viel mehr erfahren.“

[39:54] Wie oft haben wir mit Gott gerungen? Es gibt vielleicht Situationen im Leben, die sehr ernüchternd sind und wo wir uns dann so fühlen wie ein Hiob. „Wofür meinen wir, jetzt müssen wir nur noch einstecken und wir müssen es halt so hinnehmen?“ Aber hast du um Gottes Segen gerungen? Wir werden auch immer wieder dazu aufgerufen, mit Verheißungen zu beten. Und gerade das ist besonders wichtig, denn im Glauben dürfen wir diese Verheißungen dann in Anspruch nehmen und sagen: „Hier, du hast mir doch gesagt, du wirst zum Beispiel bis ans Ende der Welt mit mir bleiben.“ Oder: „Herr, du hast gesagt, eine Verheißung, die ich oft in großer Verzweiflung in Anspruch genommen habe, ist: Jesus, du bist doch derjenige, der den glimmenden Docht nicht ehrlich löschen lässt, der nicht das geknickte Rohr zerbricht. Also baue mich wieder auf.“

[40:58] Du siehst, wie geknickt ich jetzt schon bin. Baue mich wieder auf. Hier sagt er: „Ich lasse dich nicht, es sei denn, dein Segen ist an mir ausgeführt.“ Lasst auch uns mit Gott ringen, gerade dann, wenn wir uns seiner Gegenwart nicht so bewusst sind.

[41:22] In Jesaja 50, Vers 10, gibt es genau diese... Ja, das ist Szene, dass Menschen sich nicht Gottes Segnung bewusst sind. Jesaja 50, Vers 10, wird die Frage aufgeworfen: „Wer unter euch fürchtet den Herrn, der gehorchte Stimme seines Knechtes?“ Also, es sind schon Menschen, die Gott nachfragen, aber wenn er im Finstern wandeln, ihm kein Licht scheint, so vertraue er auf den Namen des Herrn und halte sich an seinen Gott. Auch dann, wenn es dunkel für uns aussieht, wenn wir nicht die Nähe Gottes spüren, dann dürfen wir uns an Gott festhalten. Das ist, was hier steht.

[42:12] Am Donnerstag ging es dann um Mose. Und zwar war Mose einer, der ein aus meiner Sicht sehr bewundernswertes Leben geführt hat. Wir machen uns oft Gedanken, weil wir auch viel von Mose überliefert bekommen haben, über ja, die Zeit des Volkes Israels in der Wüste oder auch der Auszug aus Ägypten mit den Plagen, die vorangegangen sind. Und wir bewundern doch Mose' Demut und auch seine Geduld mit dem Volk Israel, wie er sich für sie einsetzt. Aber all das hat doch auch schon gewissermaßen in seinen Jugendjahren begonnen.

[42:58] Denn Mose' Geschichte beginnt ja so, dass in Ägypten die hebräischen Kinder umgebracht werden sollen, die Jungen. Und Mose wird dann versteckt von seiner Familie, dann wird er später in ein Körbchen gelegt und die Tochter des Pharao findet ihn. Er darf dann wieder zu seiner Mama nach Hause gehen, denn es erbrachte jemanden, der für sie sorgt. Eine arme und ungefähr bis er 12 Jahre ist, verbringt er da Zeit mit ihr. In dieser Zeit lehrt ihm Jochebed sehr viel vom Glauben der Hebräer. Und ihre Lektionen sind so prägend, dass Mose später sie auch noch behält und ausführt, wenn er in dem halbnissen, gottlosen Ägypten ist.

[44:08] Ich lese mal aus „Patriarchen und Propheten“: Nach den ägyptischen Gesetzen mussten alle Inhaber des Pharaonen-Throns Mitglieder der Priesterkaste werden. Ein absolutes No-Go für viele von uns heute. Und als der mutmaßliche Erbe musste auch Mose in die Geheimnisse der Staatsreligion eingeführt werden. Die, wohlgemerkt, hieß Spaß. Diese Aufgabe fiel den Priestern zu, aber obwohl er ein eifrig und unermüdlich Lernender war, ließ er sich nicht dazu bewegen, an der Anbetung der Götter teilzunehmen. Obwohl man ihm den Verlust der Krone androhte und ihn warnte, dass die Prinzessin ihn verstoßen würde, wenn er bei dem Glauben der Hebräer bliebe, blieb er unerschütterlich bei seinem Entschluss, nur den einen Gott, den Schöpfer des Himmels und der Erden, zu ehren.

[45:09] Er suchte Priester und Anbeter zu überzeugen und zeigte ihnen die Torheit abergläubischer Verehrung toter Dinge. Niemand konnte seine Beweisgründe widerlegen oder gar seinen Sinn ändern. Doch duldete man zu dieser Zeit solche Festigkeiten noch mit Rücksicht auf die hohe Stellung und die Kunst, die er bei König und Volk genoss, als es sie haben es eine Zeit lang mit sich machen lassen. Aber was Mose hier tat, war schon ein Affront gegen die ägyptische Religion und gegen die Priester, die er um sich hatte.

[45:44] Er hat weiterhin an dem Glauben der Hebräer festgehalten. Und man dachte: „Wie kann er nur?“ Dann wird Hebräer 11 zitiert, was wir auch in der Lektion angegeben hatten: „Durch den Glauben folgte Mose, als er groß war, nicht mehr ein Sohn heißen der Tochter des Pharao, sondern wollte viel lieber mit dem Volk Gottes Ungemach leiden als den vergänglichen Genuss der Sünde haben.“ Und achtete die sprachchristliche größeren Reichtum als die Schätze Ägyptens, denn er sah hin auf die Belohnung.

[46:21] Und er steckt sehr, sehr viel drin in diesen Versen in Hebräer 11, Verse 24 bis 26. Denn Mose wollte lieber Schmach und Ungemach leiden. Was für eine komische Idee! Wie kann ich jemand lieber leiden als auf dem Königsthron zu sitzen? Aber die Geschichte von Mose geht ja noch weiter.

[46:54] Mose war durchaus fähig, eine vorrangige Stellung unter den Großen der Erde einzunehmen, am Hof des berühmtesten Königreichs zu glänzen und das mit Machtfülle zu regieren. Durch seine geistige Bedeutung zeichnete er sich vor den großen Männern aller Zeiten aus. Als Geschichtsschreiber, Dichter, weltweiter Heerführer und Gesetzgeber suchte er seinesgleichen. Was es heißt, es gab keinen Mann wie Mose in dem Reich. Schon von der Stellung her nicht, aber auch nicht von der Ausbildung, auch nicht von seinem Intellekt. Diese Sache mit dem Gesetzgeber erinnert mich an eine Predigt, die ich von Mark Sinnley gehört habe, wo er sagt: Mose hätte ein Gesetzgeber im ägyptischen Reich sein können. Er hätte Gesetze herausgeben können, die gut für das Volk Israel gewesen wären. Aber er entschied sich dagegen. Und Gott machte ihn zum Herausgeber des göttlichen Gesetzes am Sinai. Es war nicht so schön.

[48:09] Doch obwohl sich ihm die allergrößten Möglichkeiten boten, hatte er die sittliche Kraft, die verlockenden Aussichten auf Reichtum, Macht und Ruhm zu verschmähen. Sondern er wollte viel lieber mit dem Volk Gottes Ungemach leiden als den vergänglichen Genuss der Sünde haben. Mose war über die endgültige Belohnung der demütigen, gehorsamen Diener Gottes belehrt worden. Und im Vergleich dazu, Versand irischer Gewinn in die ihm zuvor in die ihm zukommende Bedeutungslosigkeit.

[48:46] Pharaos prächtigen Palast und den Königsthron stellte man ihm als wohl lockenden Anreiz hin. Aber Mose wusste auch, dass an den stolzen Höfen sündliche Vergnügungen wohnten, die den Menschen Gott vergessen ließen. Und jetzt kommt ein so schöner Satz: Er schaute über Palast und Königskrone hinaus auf die hohen Ehrungen, die den Heiligen des Höchsten in einem Königreich ohne Sünde verliehen werden.

[49:18] Als auch Mose hatte das vor Augen, was ihn erwarten würde, wenn er jetzt diese Erde, diese diesen irdischen Prunk, Reichtum und vor allem dieses Sündhaftigkeit hinter sich lässt. Ich lese das noch mal: „Er schaute über Palast und Königskrone hinaus auf die hohen Ehrungen, die den Heiligen des Höchsten in einem Königreich ohne Sünde verliehen werden.“ Worauf schaust du? Beherzigst du Kolosser 3, Vers 2: „Nachdem zu trachten, nicht was vor Augen ist, sondern nach dem Himmlischen.“

[50:02] All die Menschen, die wir heute betrachtet haben, die haben ein Leben geführt, dass sie schon hier auf dieser Erde Gott gegeben haben. Und ich glaube, was sich so stark auszeichnet, ist, dass sie mit Gott gewandelt sind, dass sie Gottes Willen getan haben und diese Freundschaft mit Gott hatten, die sich darin gezeigt hat, dass Gott ihnen seinen Plan gegeben hat und sie auch seinen Plan ausgeführt haben.

[50:37] Wenn das Thema diese Woche „Schätze im Himmel sammeln“ heißt, dann merken wir jetzt auch durch die ganzen Beispiele, die wir hatten, dass wir Schätze nicht dadurch sammeln durch irgendwie irgendwelche oder sonst etwas, sondern einfach in unserem Leben, wie wir hier leben. Das macht einen gewaltigen Eindruck auf die Zukunft, die uns im Himmel erwartet.

[51:05] Wie sieht es mit deinem Leben aus? Hast du es Gott übergeben? Hast du dein Leben so Gott übergeben, dass dieser Schatz von einem Segen und vor allem an der Gemeinschaft mit Gott auf dich wartet, dass du dich jetzt schon danach sehnst? Ich wünsche es dir. Lass uns jetzt noch zum Schluss gemeinsam beten.

[51:34] Unser Vater im Himmel, wir haben jetzt auch davon gehört, dass der Segen, den du uns heute schon schenkst, nur so ein Stück davon ist, was du für uns bereithältst, wenn wir einmal bei dir sein dürfen. Vater, ich danke dir für die gewaltige Veränderung, die du im Leben von Mose bewirkt hast, aber auch von Abraham, auch von Jakob. Wir wollen nicht dieses selbstsüchtige Leben führen, so wie Lot zeitweise getan hat. Bitte bewahre uns vor Selbstsucht und Eigennutz und schenke uns ein Herz, dass da ist, wo du es haben möchtest, dass da ist, wo wir nach dem Himmlischen trachten können, wo wir Gemeinschaft mit dir haben dürfen. Das bitte ich im Namen Jesu. Amen.


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