In dieser Predigt beginnt Rabea Kramp eine neue Serie über Gottes Mission und wie sie zu unserer persönlichen Mission wird. Sie beleuchtet die Ursprünge und die Bedeutung von Mission, beginnend mit Gottes Handeln bereits vor der Erschaffung der Welt. Der Fokus liegt auf Gottes Liebe als treibende Kraft hinter seiner Mission und wie diese sich durch die Geschichte zieht, von den Anfängen im Garten Eden bis hin zu den Verheißungen im Alten Testament.
CSH 2023 Q4 – Gottes Mission – Meine Mission: 1. Gottes Mission an uns, Teil I
Rabea Kramp · CSH 2023 Q4 -Gottes Mission - Meine Mission ·Themen: 1. Mose, 2. Mose, Bibel, Bibelstudium, Johannes, Matthäus, MissionWeitere Aufnahmen
Serie: CSH 2023 Q4 -Gottes Mission - Meine Mission
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Transkript
[0:35] Hallo, liebe Freunde, herzlich willkommen zur Christ Study Hour. Wir beginnen ein neues Quartal, das letzte dieses Jahres, und wir beschäftigen uns mit dem Kernthema unseres Daseinsberechtigung, unserer Gemeinde. Wir beschäftigen uns dieses Quartal mit Mission. Wir wollen darüber nachdenken in dieser ersten Christ Study Hour, was Gottes Mission an uns ganz persönlich ist und wie Gott uns erreicht, wie er zu unseren Herzen spricht, um dann in der nächsten Woche den Schwerpunkt darauf zu legen, wie wir anderen das Evangelium bringen können.
[1:22] Und ich habe euch schon gesagt, dieses Anliegen, dieses Thema ist das Wichtigste, dass wir als Gemeinde haben können. Denn was wäre Gemeinde, ohne dass wir andere Menschen mit dem Evangelium erreichen möchten? Gott hat es so geplant, Gott hat Gemeinde auch deswegen ins Leben gerufen, damit wir ein Licht sind für andere, damit sie Jesus finden können. Und wir wollen uns ganz persönlich dieses Quartal fragen, welche Rolle wir dabei spielen können, als Individuum, aber auch als ganze Gemeinde.
[1:59] Und wenn ihr in euren Lektionsheften schaut, dann gibt es dieses Quartal so kleine Herausforderungen am Ende der Woche. Das finde ich eine sehr gute Idee und vielleicht versuchen wir, dass wir nicht einfach nur den Text durchlesen, sondern dass wir ihn beherzigen, dass wir das umsetzen, was da steht. Und dass wir vielleicht tolle Wunder mit Jesus erleben, weil wir für Menschen beten, weil wir uns nach Menschen ausstrecken und uns um sie bemühen, damit auch sie die erlösende Botschaft vom Evangelium hören, verstehen und annehmen.
[2:38] Lass uns beten. Lieber Herr Jesus, wenn wir jetzt über das Thema Mission nachdenken dieses Quartal, hilft, dass wir nicht nur theoretisch über das Thema reden und verstehen, sondern dass wir ganz persönlich bei uns anfangen. Wie können wir Mission noch besser, noch effektiver, noch geisterfüllter leben, als einzelner Mensch, aber auch als Gruppe, als Gemeinde, als weltweite Gemeinde? Wie können wir dir noch besser dienen, indem wir anderen Menschen das Evangelium bringen? Denn wir wissen, dass nur dann das Ende kommt und du uns nach Hause holst. Daher ist dieser Auftrag der letzte und der wichtigste, den wir haben. Und wir danken dir dafür, dass du ihn uns anvertraust. Bitten dich aber auch, dass du uns ausrüstest, dass wir ihn auch bewältigen, mit deiner Hilfe. Amen.
[3:39] Habt ihr euch schon mal gefragt, woher Mission eigentlich kommt oder wann sie erfunden wurde? Wer war eigentlich der erste Missionar? Wenn man ein bisschen nachschaut, was Mission überhaupt bedeutet, die Definition von Mission, dann habe ich dort zwei Sachen gefunden, die mir gut gefallen haben. Zum einen habe ich gefunden, dass es ein ehrenvoller Auftrag ist und eine verpflichtende Aufgabe. Mission, das für uns ist es etwas Ehrenvolles, wo wir sagen: "Wow, ich darf Mission machen!" Und verpflichtend, wir uns diese Aufgabe so, dass wir wirklich Verantwortung dafür übernehmen.
[4:24] Eine zweite Definition sagt, es ist eine von einer Regierung mit besonderem diplomatischen Auftrag ins Ausland entsandte Person oder eine Gruppe von Personen. Wir würden wahrscheinlich beide diese Definition unterschreiben. Aber wenn wir sie auf Gott und die Gemeinde anwenden würden, klänge das so: Jesus hatte den ehrenvollen Auftrag, die Menschheit wieder zurückzugewinnen. Und so haben auch wir – und darüber wollen wir nächste Woche nachdenken – den ehrenvollen Auftrag, den Menschen das Evangelium zu bringen.
[5:07] Jesus wurde von der himmlischen Regierung, von dem Vater und dem Heiligen Geist und natürlich auch mit seiner Zustimmung, mit einem besonderen Auftrag beauftragt und auf die Erde gesandt. Wir müssen uns immer wieder deutlich machen, was Jesus eigentlich verloren hat, indem er diesen Schritt gegangen ist. Nicht nur, dass er gesagt hat: "Ich verlasse den Himmel für 30+ Jahre." Er hat auch ganz, ganz viel persönlich aufgegeben. Er ist Mensch geworden und bleibt in alle Ewigkeit in dieser menschlichen Gestalt. Er wusste, wenn ich auf die Erde gehe, werde ich viel leiden müssen. Ich werde in ärmlichen Verhältnissen groß. Ich werde nicht nur gemocht werden, so wie seit Ewigkeiten im Himmel, wo mich alle anbeten, mich alle besingen, mich alle lieben. Nein, ich werde in eine dunkle Welt gehen, wo ich verspottet und angespuckt werde und am Ende qualvoll am Kreuz sterben muss. Aber Jesus hat diesen Auftrag angenommen und er war sich nicht zu schade dafür.
[6:23] Aber begann die Mission Gottes erst mit der Menschwerdung Jesu? Streckte Gott nicht viel mehr am selben Tag, an dem die Menschheit in Sünde gefallen war, seinen rettenden Arm aus und suchte das erste Ehepaar im Garten Eden auf? Ich glaube, wir müssen uns ganz deutlich vor Augen führen, dass Gottes Mission nicht mal am Tag des Sündenfalls ihren Anfang nahm, sondern schon davor. Gott hat sich Mission vorgenommen, als noch alles in Ordnung war. Und das zeugt von Gottes Liebe.
[7:05] Mission wird da nötig, wo Einheit kaputt gegangen ist, wo Personen nicht mehr dieselben Ansichten teilen, wo nicht mehr dieselben Werte geteilt werden, wo in zwei Jahren geschehen ist. Und das sehen wir im Garten Eden, das sehen wir durch die ganze Bibel hindurch, das sehen wir in unserem eigenen persönlichen Leben. Gott hat sogar Mission begonnen, lange bevor die Welt geschaffen wurde. Als ein gewisser Luzifer in Sünde fiel, weil er auf sich selbst geschaut hat, da hat Gott seinen Arm nach ihm ausgestreckt. Er hat versucht, ihn zurückzugewinnen. Er hat mit ihm diskutiert, er hat ihn geliebt und auch all die Engel, die sich seiner – ja, seiner Revolte angeschlossen haben. Gott hat sich um diese Engel bemüht, er war missionarisch unterwegs.
[8:05] Und Mission basiert immer auf Liebe, auf dem Aufsuchen des anderen, der sich willentlich von mir entfremdet hat. Wenn Gott uns nicht lieben würde, dann hätte er sich die Mühe mit dem Erlösungsplan gar nicht gemacht. Die Liebe ist der Motor des Erlösungsplanes und die Liebe ist der Motor für die Mission Gottes an uns. Wir wollen heute mal ergründen, wie Gott diese Mission aus Liebe gestaltet hat, was es ihn gekostet hat und wie er dabei vorgegangen ist.
[8:43] Und wir haben einen ersten Text, ein sehr bekannten, 1. Mose 3, ab Vers 9. Wir haben hier die Folgen des Sündenfalls, so heißt die Überschrift. Und den Tag, an dem die Menschheit sich von Gott getrennt hat durch die Sünde, da rief Gott der Herr den Menschen und sprach: "Wo bist du?" Und der antwortete: "Ich hörte deine Stimme im Garten und fürchtete mich, denn ich bin nackt, darum habe ich mich verborgen." Das spricht er: "Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist? Hast du etwa von dem Baum gegessen, von dem ich dir geboten habe, du sollst nicht davon essen?" Da antwortete der Mensch: "Die Frau, die du mir zur Seite gegeben hast, die gab mir von dem Baum und ich aß." Da sprach Gott der Herr zur Frau: "Warum hast du das getan?" Die Frau antwortete: "Die Schlange hat mich verführt, da habe ich gegessen." Da sprach Gott der Herr zur Schlange: "Weil du dies getan hast, so sollst du verflucht sein mehr als alles Vieh und mehr als alle Tiere des Feldes. Auf deinem Bauch sollst du kriechen und Staub sollst du fressen, dein Leben lang. Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen. Er wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen."
[10:12] Diese Textstelle kennt ihr alle zu gut und gefühlt kommt sie in jedem zweiten Sabbatschulheft vor. Und wir wollen uns diese Textstelle ganz besonders unter dem Aspekt der Mission anschauen. Und vorher aber ein paar Sachen zusammenfassen. Wir stellen fest: Gott sucht den Menschen ganz persönlich auf. Er geht erst zu Adam, dann geht er zu Eva, dann geht er zur Schlange. Er nimmt sie nicht alle zusammen und sagt: "Was habt ihr getan?" Er geht zum Individuum und sucht das Gespräch.
[10:45] Und Gott gibt nicht auf, wenn wir nicht sofort antworten. Er sucht uns. Adam und Eva haben sich versteckt, sie hatten Angst, und er ist zu ihnen gegangen. Er hat sie – ja, er ist ihnen nachgegangen. Gott kommt auch ohne Vorwürfe zu uns. Er kommt nicht zu Adam und sagt: "Warum versteckst du dich? Warum hast du denn nicht Kleid verloren? Warum hast du so ein Feigenblatt an?" Er kommt ohne Vorwurf und hört sich unsere Version, unsere Geschichte an. Auch wenn wir ihn beschuldigen, so wie Adam und Eva es getan haben. Sie haben die Schuld verschoben, aber dann sagte Eva – was Eva sagt, die Schlange. Und Gott kommentiert das nicht. Gott hört sich alles an.
[11:28] Und Gott nimmt Adam und Eva erstmal so, wie sie sind, und möchte sie verstehen. Gott geht der Ursache auf den Grund und versucht, die Ursache aus dem Weg zu räumen, indem er die Schlange – ja, die Schlange zu Rechenschaft zieht und in Vers 15 dieses Miniaturevangelium ausspricht. Und der Schlange sagt: "Weil du das getan hast, wirst du sterben und wird das Gericht über dich gehen und wirst du zertreten werden." Gott hasst die Sünde, aber Gott liebt den Sünder.
[12:14] Wir können uns das gar nicht oft genug sagen. Auch wenn wir diesen Satz wahrscheinlich schon sehr oft in unserem Leben gesagt haben, können wir ihn doch oft nicht wirklich – oder leben wir ihn oft nicht aus, weil wir nicht trennen können zwischen der Sünde und dem Sünder. Oft kommt es in unseren Gemeinden vor, dass wir etwas verurteilen, was jemand getan hat, und die Person deswegen entsprechend behandeln, mit Abgrenzung, mit Distanzierung und ja, vielleicht sogar mit bösen Worten. Sie bedenken, bedenken, aber Gott möchte den Sünder annehmen. Er möchte ihn zurückgewinnen.
[12:59] Der Erlösungsplan, der hier in Vers 15 zum ersten Mal sich so schön entfaltet und ausgeführt wird, der stand schon lange vor Erschaffung der Welt fest. Wie können wir das wissen? Das fragt ihr euch vielleicht. In Offenbarung 13, Vers 8, und ich muss dazu sagen, dass die Schlachter hier eigentlich die beste Übersetzung bietet. Da finden wir den Beleg dafür, dass der Erlösungsplan vor der Erschaffung der Welt bereits gelegt war.
[13:28] Offenbarung 13,8 heißt es: "Und alle, die auf der Erde wohnen, werden es anbeten, deren Namen nicht geschrieben stehen im Buch des Lebens des Lammes, das geschlachtet worden ist von Grundlegung der Welt an." Also, unsere Namen stehen im Buch des Lebens. Und das Lamm wurde geschlachtet von Grundlegung der Welt an. Das Lamm war schon immer – das als Lamm vorhergesehen. Jesus war geplant als derjenige, der für die Menschen stirbt. Der Sohn Gottes, Gott selber, sollte für die Menschen sterben.
[14:08] Und Ellen White verbindet diesen Vers, Offenbarung 13, Vers 8, mit einer Aussage zusammen im Buch "Patriarchen und Propheten" auf Seite 63 im Englischen, wo sie ganz einfach sagt: "Der Plan der Erlösung wurde gelegt, bevor die Welt geschaffen wurde." Und begründet das mit Offenbarung 13, Vers 8, was deutlich macht, dass der Nachsatz "von Grundlegung der Welt an" sich auf das Lamm bezieht, dass dieses Lamm schon lange vor der Erschaffung der Menschen als Lamm vorhergesehen war.
[14:48] Was sagt uns das über Gott, dass er die Erde und ihre Bewohner erschaffen hat, obwohl er wusste, dass dies sein größtes Opfer bedeuten würde, nämlich selbst zu sterben? Heißt das nicht, dass Gott uns geliebt hat, bevor wir überhaupt geschaffen waren? Ihr kennt die Aussage aus dem Römerbrief, wo es heißt: "Und Römer 5, Vers 8: Gott beweist seine Liebe zu uns dadurch, dass Christus für uns gestorben ist, dass wir noch Sünder waren." Diese Aussage ist schon enorm, dass Jesus uns geliebt hat, als wir noch Sünder waren, als wir noch nichts von ihm wissen wollten, als wir gesagt haben: "Lass uns in Ruhe, wir wollen unserem schlechten Weg nachgehen, wir wollen böse Dinge tun."
[15:34] Aber eigentlich hat Gott uns schon geliebt, bevor wir überhaupt gelebt haben. Ja, bevor der erste Mensch überhaupt gelebt hat, ja, bevor die Welt überhaupt geschaffen wurde, vor dem ersten Schöpfungstag hat Gott dich und mich schon geliebt. Und deswegen hat er den Erlösungsplan – dachte der Vater, der Sohn und der Heilige Geist gemeinsam – damit die Menschen, die sie schaffen würden, eines Tages im Himmel sein könnten.
[16:10] Habt ihr euch schon mal Gedanken gemacht, was das Kreuz wäre ohne Gottes Mission an uns? Was das Kreuz bedeuten würde, ohne dass Gott seinen starken, helfenden Arm nach dir und mir ausstreckt? Seit den Tagen Adams hat Gott immer den Kontakt zu den Menschen gesucht. Die enge Verbindung zu Gott war ja zerstört worden, dadurch, dass der Mensch vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen gegessen hat. Der Mensch hat Gottes Gebot übertreten, und das Brechen des Gesetzes zieht die Trennung von Gott nach sich.
[16:55] Und Gott hat seit diesem Tag versucht, eine Brücke zu bauen zum Menschen, um diese Trennung zu überwinden. Und er hat immer wieder den Kontakt gesucht zu Abraham, zu Mose, zu Jesaja, Jeremia, zu Daniel, zu so vielen Menschen, Propheten, einfache Menschen, damit sie nicht vergessen, dass es Gott gibt, und dass er eines Tages selbst ganz persönlich kommen wird, um sie zu erlösen. Das war so wichtig, dass Gott sich immer wieder in Erinnerung bringt und Gott immer wieder Menschen erreicht, damit sie Zeugen sein können hier auf der Erde, damit sie anderen von Gott erzählen, damit das, was Gott Adam und Eva im Garten Eden erzählt hat, auch weitergegeben wird.
[17:51] Denn es gab ja lange keine schriftlichen Aufzeichnungen. Erst eine ganze Weile nach der Sintflut fing es an, dass Menschen angefangen haben, Schrift zu erfinden, Aufzeichnungen zu machen. Und durch die Sintflut wäre eh alles zerstört worden, oder ist deine zerstört worden, was vorher existiert hat. Und so mussten die Menschen lange Zeit mündlich tradieren, dass es Gott gab, dass Gott sie liebt, dass Gott wiederkommen würde, dass ein Erlöser geben würde.
[18:26] Und Gott musste sicherstellen, dass es immer wieder Menschen gab, die ihn kennen, die ihn wirklich gut kennen, die mit ihm leben, so wie hier noch, und die dann auch die wichtige Botschaft des Evangeliums, das ewige Evangelium, in die Welt tragen. Hätte Gott 4000 Jahre lang keine Mission betrieben, dann wäre Jesus wohl weder erwartet noch erkannt worden.
[18:59] Ja, es gab leider dennoch, trotz der 4000 Jahre Missionsbemühungen Gottes an uns, wenige Menschen im Volk Gottes, die den Erlöser tatsächlich erwartet haben. Und sie werden mit Namen genannt im Neuen Testament. Stattdessen gab es eine ganze Gruppe von Heiden aus dem Morgenland, die durch das Studieren heiliger Schriften und durch die Beobachtung des Sternenhimmels gesehen haben, dass die Prophezeiungen aus dem Alten Testament sich erfüllen, dass ein Stern am Himmel erscheinen wird, der heller sein wird als alle anderen, und der sie zum Erlöser weisen wird.
[19:46] Diese Heiden, die vom Heiligen Geist geleitet Gott erkannt haben und Gott gesucht haben, die haben den Erlöser auch gefunden. Denn die Bibel sagt: "Wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so werde ich mich von euch finden lassen." Sie hatten keinen, der ihnen von Gott erzählt hat, jedenfalls zu ihrer Zeit wahrscheinlich nicht. Es gab einen Daniel, der in Babylon gelebt hat, das war lange vorher, 600 Jahre vor der Geburt Jesu. Er hat vielleicht auch die heiligen Schriften ins Land Babylon, in die Bibliotheken gestellt und bekannt gemacht.
[20:28] Und diese Heiden waren innerlich und äußerlich vorbereitet auf den Erlöser. Gott hat immer seinen starken Arm für seine Geschöpfe ausgestreckt, um sie zu erreichen, um sie zu missionieren, vor allem dann, wenn seine Kinder in Schwierigkeiten steckten. Wie Jakob, der auf der Flucht war vor Esau, weil er ihm das Erstgeburtsrecht aus der Rippe gelockt hatte. Gott offenbarte sich dem Sünder Jakob mit der Himmelsleiter im Traum.
[21:07] Und wir lesen davon in 1. Mose 28, Vers 15. Und Gott sagt hier zu Jakob, der sich einfach hingelegt hat mit dem Kopf auf einem Stein in der Nähe von Haran: "Und siehe, ich bin mit dir und ich will dich behüten, überall, wo du hinziehst, und ich will dich wieder in dieses Land bringen, denn ich will dich nicht verlassen, bis ich vollbracht habe, was ich dir zugesagt habe."
[21:36] Dieser Vers und diese wenigen Aussagen sind sehr, sehr zentral. Wir versuchen mal, das ein bisschen zu strukturieren. Gott sagt eigentlich vier Dinge. Er sagt, er ist mit Jakob. Er sichert Jakob zu, dass er ihn behütet. Das ist nicht ganz unwichtig, wenn man so ganz alleine unterwegs ist in der Wüste, wo es auch gefährliche Tiere und gefährliche Banden und Räuber gab. Und er sagt: "Ich will dich zurück nach Hause bringen und ich will dich nicht verlassen, bis ich dich ans Ziel gebracht habe."
[22:10] Diese vier zentralen Aussagen sind eigentlich der Kernbestandteil von Gottes Mission. Gott sichert Jakob Nähe zu. Er sagt: "Jakob, ich bin bei dir, ich werde dich nicht verlassen." Und immer, wenn Gott einen Missionsauftrag gibt – und wir werden nächste Woche auch sehen, dass der Missionsauftrag in Matthäus 28 ganz, ganz ähnlich formuliert ist – dann sagt Gott: "Ich bin mit dir, ich bin in deiner Nähe, ich gebe dir Begleitung und ich gebe dir Hoffnung."
[22:45] In der Wüstenwanderung des Volkes Israel sehen wir genau dieselben Prinzipien. Diese vier Zusagen, die Gott macht, in der folgenden Feuersäule sah Gott: "Ich bin mit dem Volk Israel." Er ist selbst bei ihm und er beschützt sie in der Wüste, wie er als Jakob in der Wüste beschützt hat, vor wilden Tieren, vor Räubern, vor dem Zerschlissen von Kleidung und Schuhen. Und er versorgt sie sogar mit Nahrung. Aber Gott ist auch mit ihnen, indem er im Heiligtum, in der Stiftshütte, in ihrer Mitte wohnt.
[23:23] Und schließlich erfüllt er die Zusage und die Hoffnung des Volkes, dass er sie in das verheißene Land bringen wird. Also, wir sehen, dass diese Zusage Jakobs und das Wirken am Volk Israel während der Wüstenwanderung und später auch der Missionsauftrag ganz, ganz ähnliche Muster verfolgen. Gottes Mission kennt die Nähe. Und Gottes Mission besteht aus Nähe.
[23:55] Und vielleicht könnt ihr schon mal einmal für euch selber überlegen, was das für unsere Mission in unserer Gemeinde bedeutet, dass Mission ganz eng mit Nähe verknüpft ist.
[24:09] In 2. Mose 29, Vers 43 und 45, verheißt Gott seinem Volk in der Wüste genau diese Nähe. Und er sagt: "Ich werde dort zusammenkommen mit den Kindern Israels, und die Stiftshütte soll geheiligt werden durch meine Herrlichkeit." Und 45: "Und ich will in ihrer Mitte, in der Mitte der Kinder Israels wohnen, und ich will ihr Gott sein." Gott möchte präsent sein in deinem Leben und in meinem Leben. Er möchte uns nahe sein.
[24:44] Der Psalmist drückt es so aus im Psalm 69, Vers 19: "Nahe dich meiner Seele, erlöse sie." Der Psalmist hat dir etwas verstanden, nämlich, dass Nähe mit Erlösung zu tun hat, also mit dem Evangelium. Wir können Gott nicht nah sein, ohne erlöst zu sein. Und wir können andersrum auch nicht erlöst sein, ohne Gott nahe zu sein.
[25:16] In Gottes Nähe zu sein heißt, dass wir mit Gott eins sind, dass wir mit Gott im Reinen sind, dass nichts zwischen uns steht, dass wir keine Sünde tun, denn das bewirkt ja die Trennung von Gott. Erlöst zu sein heißt, Gott nahe zu sein. Und Gott nah zu sein heißt, erlöst zu sein.
[25:34] Paulus verbindet diese zwei Ideen in Epheser 2, Vers 13 und sagt: "Jetzt aber in Christus seid ihr, die einst fern wart, nahe gebracht worden durch das Blut des Christus." Auch Paulus verbindet die Nähe mit der Erlösung, mit dem Blut, mit dem Evangelium und sagt: Die Nähe und die...
[25:58] Evangelium und sagt die Nähe und die Erlösung, die gehören zusammen. Aber Gott braucht Platz, so wie das Volk Israel in seiner Mitte Platz gemacht hat für das Heiligtum, für die Stiftshütte in der Wüste. So möchte Gott auch im Zentrum deines und meines Lebens stehen.
[26:19] Und die Frage ist, welchen Platz und welchen Stellenwert geben wir Gott in unserem eigenen Leben, damit er diese Mission an uns auch vollbringen und praktizieren kann?
[26:29] Seit Jahrhunderten, Jahren eigentlich, muss man sagen, seit Jahrtausenden hatten die Frauen vor der Geburt Jesu gehofft, sie wären die Auserwählte, die den Erlöser der Welt in sich trägt. Schon Eva hatte diese Hoffnung, weil sie aus 1. Mose 3, Vers 15 diese Hoffnung geschöpft hat, dass der Erlöser kommen würde, der die Schlange zertritt. Aber es sollte noch 4000 Jahre dauern, bis der geboren wurde, der für die Menschheit sterben würde.
[27:09] Viele Prophezeiungen des Alten Testaments sollten sich erfüllen, die auf den Ort und den Umstand und die Zeit hinwiesen, in der der Erlöser geboren werden sollte.
[27:23] In Matthäus 1, wir gehen jetzt ins Neue Testament, in Matthäus 1 und dort ab Vers 18 können wir lesen, wie es dazu kam.
[27:39] Matthäus 1, Vers 18: „Die Geburt Jesu Christi aber geschah auf diese Weise: Als nämlich seine Mutter Maria mit Josef verlobt war, noch ehe sie zusammengekommen waren, ließ sie sich, dass sie vom Heiligen Geist schwanger geworden war.“ Hier hat sich die Prophezeiung erfüllt, dass eine Jungfrau schwanger werden würde, denn sie war noch nicht verheiratet.
[28:02] Aber Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie doch nicht der öffentlichen Schande preisgeben wollte, dachte, sie heimlich zu entlassen. Es war ja offensichtlich, dass sie noch nicht verheiratet waren und noch nicht zusammengekommen waren. Also von wem hätte Maria schwanger sein sollen?
[28:21] Während er aber dies im Sinn hatte, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum, der sprach: „Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria, deine Frau, zu dir zu nehmen; denn was in ihr gezeugt ist, das ist vom Heiligen Geist.“ Gott musste eingreifen. Gott musste Josef sagen: „Verlass Maria nicht, das Kind ist vom Heiligen Geist und es ist deine heilige Aufgabe an Marias Seite zu bleiben und für das Kind zu sorgen. Sie wird aber einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk erretten von ihren Sünden.“
[28:58] Jesus heißt ja eigentlich Jeschua, und der Name bedeutet „Gott ist Rettung“, also Gott ist der Erlöser, Gottes, der sein Volk rettet.
[29:06] Dies alles aber ist geschehen, damit erfüllt würde, was der Herr durch den Propheten geredet hat, der spricht: „Siehe, die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn gebären, und man wird ihm den Namen Emmanuel geben.“ Das heißt übersetzt: Gott mit uns.
[29:24] Und dieser Name „Gott mit uns“, der ist natürlich auch maßgeblich für diese Lektionswoche, denn wir reden ja über Gottes Mission an uns. Und wie könnte das geschehen, ohne dass Gott mit uns ist?
[29:41] Jesu Name ist der Ausdruck seines Auftrags, der Ausdruck der Mission, die er verfolgt. Denn seine Menschwerdung, das ist seine Auslandsmission gewesen, auf diese Erde zu kommen, um so zu werden wie wir, um uns ein sündloses Leben vorzuleben, damit er mit uns eines Tages dieses Leben tauschen kann.
[30:07] Diese Mission zur Erde, die hat Jesus alles abverlangt und die hat ihn für alle Ewigkeit verändert. Nicht nur, dass Gott Mensch wurde, unsere gefallene Natur annahm. Er war bereit, ein ganz, ganz einfaches, ärmliches Leben zu führen und am Ende ein qualvolles Tod am Kreuz zu sterben.
[30:33] Jesus ist nicht mit der Aussicht auf diese Erde gekommen, dass er willkommen geheißen wird, dass es ihm gut gehen wird, dass er alles haben wird, was er benötigt. Das kannte er erst im Himmel. Er ist gekommen in eine dunkle Welt, in der Gott nicht die erste Rolle im Leben der Menschen spielt.
[30:55] Und dieses Opfer, was Jesus hier gebracht hat, das zeigt dir und mir, wie wertvoll wir für Jesus sind und was unsere Erlösung ihn gekostet hat.
[31:06] Jesus ließ sich in seiner Mission von nichts ablenken. Sein ganzes Leben auf diese Erde lief ganz zielgerichtet auf diesen einen Tag zu, indem er sein Leben für seine Geschöpfe als Schuldopfer geben würde.
[31:21] Dieser Tag, an dem auf Golgatha starb für dich und mich, sein Herz gebrochen wurde, weil die Sünde so schwer auf ihm lastete, und er den letzten Lebensatem ausgehaucht hat.
[31:40] Es gab nicht einen Moment im Leben Jesu, indem er sich gehen ließ. Es gab nicht einen Moment, in dem er eine Versuchung erlag. Es gab nicht einen Tag, der verging ohne ernstliches Gebet um Führung und um Gottes Schutz. Nicht ein Gespräch mit einem Menschen, ohne dass er ihn durch seine Worte und seine Gegenwart gesegnet hätte.
[32:05] Jesus war disziplinierter als jeder Sportler, der sich auf die Olympischen Spiele vorbereitet. Seine Mission bestimmte jede Minute seines Lebens, jeden Gedanken und jedes Wort.
[32:23] Was können wir davon von Jesus lernen? Auch wir haben eine Mission. Wie richten wir unser Leben nach dieser Mission aus?
[32:38] Matthäus 20, Vers 28 macht Jesu Gesinnung deutlich. Er sagt: „Gleich wie der Sohn des Menschen nicht gekommen ist, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele.“ Jesus ist nicht gekommen als König auf diese Erde, um sich anbeten zu lassen. Jesus ist gekommen, um Füße zu waschen, um Kranke zu heilen, um Sünden zu vergeben, um Menschen zu trösten, Menschen auszubilden, ihnen das Evangelium zu bringen.
[33:12] Und so wichtig bist du ihm, dass er alles auf dieses eine Ziel ausgerichtet hat: ein sündloses Leben zu leben, um es dir anzubieten. Wenn du das Geschenk der Erlösung annehmen möchtest.
[33:27] Johannes der Täufer wusste, dass er der Wegbereiter des Messias sein würde. Und er sagte in Johannes 1, Vers 14 und 15, und dann Vers 17: „Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns.“ Er meint Jesus. „Und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit, das ist Eingeborenen vom Vater, von der Gnade und Wahrheit.“
[33:52] „Dieser war es, von dem ich sagte: Der nach mir kommt, ist vor mir gewesen; denn er war eher als ich.“ Johannes erkannte, dass Jesus von Gott gesandt war, dass Jesus Gott selbst war.
[34:05] „Niemand hat Gott je gesehen; der eingeborene Sohn, der im Schoß des Vaters ist, der hat Aufschluss über ihn gegeben.“
[34:15] Jesus kam auf die Erde, wurde Mensch, um uns Gott näher zu bringen, um uns näher zum Vater zu bringen. Jesus war die Brücke zwischen den gefallenen Menschen und dem heiligen Gott. Und dafür wurde Jesus Mensch und Gott in einer Person.
[34:39] Johannes der Täufer war Teil dieser Mission Gottes an uns, und er war der Wegbereiter, der die Herzen auf den Erlöser vorbereiten sollte. Auch Johannes' ganzes Leben war auf dieses eine Ziel ausgerichtet: den Messias, den Weg zu bahnen, das kommende Messias anzukündigen.
[35:00] Wir wissen, dass Johannes ein Nasiräer war und er wurde als Nasiräer erzogen und hatte gewisse Einschränkungen im Alltag. Die Menschen sollten an den Nasiräern erkennen, was es bedeutet, Gott geweiht zu sein, sein Leben der Sache Gottes zu weihen. Sie waren quasi wie ein Vorschatten auf den einen Nasiräer, nämlich Jesus, der als Messias kommen sollte.
[35:28] Und da verwundert das nicht, dass gerade der Prophet, der dem Messias vorausging, selber ein Nasiräer sein sollte.
[35:40] Die Mission hat also auch etwas mit Entbehrung zu tun, denn ein Nasiräer hat einiges geopfert. Und dann: Mission bedeutet Entbehrung und Opferbereitschaft. Und genau diese Dinge zeigen sich sowohl im Leben von Johannes dem Täufer als auch im Leben von Jesus, und das sehr deutlich.
[36:03] Welcher Vers der Bibel könnte das besser beschreiben als Johannes 3, Vers 16? Denn: „So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“
[36:19] Gott gab alles, seinen Sohn. Gott hat sich entäußert, damit du und ich erlöst sein können, damit uns die Schuld vergeben wird und wir rein vor Gott stehen können und wir ein geheiligtes Leben führen können, damit wir eines Tages mit Gott im Himmel leben dürfen.
[36:43] Gottes Liebe zu seinen Geschöpfen war und ist groß. Dass wir noch, und zwar so groß, dass wir noch im Himmel fortwährend davon lernen werden, immer mehr die Erlösung und den Erlösungsplan verstehen werden. Denn mit unserem beschränkten Denken, was wir hier auf der Erde haben, können wir die Erlösung und die Liebestat Jesu gar nicht vollkommen verstehen. Wir können sie gar nicht erfassen.
[37:14] Im Buch „Christus Jesus im Heiligtum“ auf Seite 3 im englischen heißt es: „Aber kein Mensch, wie geehrt er auch immer vom Himmel sein möge, hat jemals ein volles Verständnis des großen Erlösungsplanes erlangt.“
[37:30] Ein Daniel, obwohl er die großen Prophezeiungen bekommen hat, hat nicht vollständig den Erlösungsplan verstanden. Ein Mose, der Gott von Angesicht zu Angesicht gesehen hat, im Heiligtum gedient hat, hat den Erlösungsplan nicht vollständig verstanden. Ein Johannes, der Lieblingsjünger Jesu war, hatte den Erlösungsplan nicht vollständig verstanden. Und auch an Johannes dem Täufer, der dem Messias den Weg gebahnt hat, hat den Erlösungsplan nicht vollständig verstanden.
[38:10] Wie könnten wir, die wir heute leben in dieser Welt, den Erlösungsplan vollständig verstehen? Und wir dürfen uns darauf freuen auf diesen Tag, wenn wir im Himmel ankommen, in der goldenen Stadt, und dann eine Ewigkeit vor uns haben, in der wir jeden Tag Stück für Stück immer mehr verstehen können, was Jesus da eigentlich für uns gemacht hat, was er eigentlich für uns aufgegeben hat und was es auch den Vater gekostet hat, seinen Sohn zu geben für die Menschheit.
[38:47] Jesus ist jeden Tag um deine und um meine Erlösung bemüht. Jeden Tag streckt er seinen starken Arm nach uns aus und möchte uns vor Versuchung bewahren. Jeden Tag ist er ein Missionar, der versucht, Menschen zu gewinnen. Aber auch die bereits Erlösten brauchen jeden Tag Gottes Nähe und Gottes Trost.
[39:10] Und diesen Trost finden wir in einem wunderbaren Wort, was Johannes aufgeschrieben hat in Johannes 14, ab Vers 1: „Euer Herz erschrecke nicht; glaubt an Gott und glaubt an mich. Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen; wenn nicht, so hätte ich es euch gesagt. Ich gehe hin, um euch eine Stätte zu bereiten. Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin.“
[39:44] Gott hat in seinem Wort so wunderbare Verheißungen gegeben wie diese, so herrliche Ausblicke auf die Zukunft. Und er möchte mit seinem ganzen Sein, dass wir eines Tages bei ihm sind. Und er wartet heute, dass du dich für ihn entscheidest und dich ihm jeden Morgen neu übergibst.
[40:05] Ich möchte abschließend mit einem Zitat von Ellen White aus einem Material, das sie 1888 erstellt hat. Und wir wissen, dass das ein besonderes Jahr war, wo die Adventisten nachgedacht haben über die Rechtfertigungslehre und was Jesus für uns getan hat und was das für uns bedeutet. Da heißt es auf Seite 667: „Der Mensch arbeitet und kooperiert mit Gott. Die Gnade Gottes ist ständig am Werk mit dem Einverständnis des Handelnden, um einen Christus-ähnlichen Charakter zu formen.“
[40:48] Jesus kann nicht an uns wirken, ohne dass wir es wollen. Gott braucht unser Einverständnis, damit er in unserem Charakter wirken kann. Weiter heißt es in der göttlichen Anordnung: „Tut Gott nichts ohne die Mitwirkung des Menschen.“ Erzwingt niemand seinen Willen auf. Dieser muss dem Herrn übergeben werden.
[41:10] Wir können Gott nichts geben, außer unseren Willen. Wir können sagen: „Gott, ich übergebe dir meinen Willen und hilf mir dann, deinen Willen zu tun.“ Dieser Wille, der muss dem Herrn übergeben werden. Auch der Herr ist nicht in der Lage, sein göttliches Werk zu vollenden, ohne die Bereitschaft des Menschen, an sich arbeiten zu lassen.
[41:34] Der Töpfer kann nicht formen und gestalten, um das zu verfolgen, was ihm nie in die Hände gelegt wurde, ohne dass es ja in seinen Händen gelandet ist. Also stellen wir uns vor, ein Töpfer, der kein Ton in der Hand hat, der kann auch nichts formen. Und wenn wir uns Gott nicht in die Hände geben, kann Gott auch aus uns nichts machen. Er kann uns den Charakter nicht formen, wenn wir ihm unser Wollen und unseren Charakter nicht übergeben.
[42:07] Das christliche Leben ist ein Leben der täglichen Hingabe, der Unterwerfung und der ständigen Überwindung, wobei jeden Tag neue Siege errungen werden. Errungst du täglich Siege mit Gottes Hilfe, oder sind deine Siege sehr sporadisch? Nehmen wir das Kreuz eigentlich jeden Tag in Anspruch, um zu überwinden? Nehmen wir Gottes Kraft jeden Tag in Anspruch, damit wir Siege erringen?
[42:41] Das ist das Heranwachsen im Christus, wir können auch sagen Heiligung, das Formen des Lebens nach dem göttlichen Vorbild.
[42:52] Sind wir bereit, und das ist meine abschließende Frage an dich und mich: Sind wir bereit, den Gott der Mission täglich an uns arbeiten zu lassen und mit ihm zusammenzuarbeiten, damit er unseren Charakter formen kann und uns zu einem vollkommenen Christen machen kann?
[43:13] Lass uns darüber nachdenken, ganz persönlich, aber auch am Sabbat in eurer Sabbath-Gruppe. Lasst uns beten.
[43:23] Lieber Vater im Himmel, du zwingst uns deinen Willen nicht auf. Du kooperierst mit uns und du möchtest, dass wir uns dir ganz übergeben. Hilf, dass wir dies tun, dass wir nicht unseren eigenen Gedanken und Vorstellungen folgen, sondern dass wir uns unterordnen, weil wir wissen, dass du für uns immer den besten Plan hast und dass du es immer gut mit uns meinst. Dass wir nicht misstrauisch sind, sondern dass wir dir vertrauen, weil wir wissen, wenn du unser Leben in die Hand nimmst, wenn du es führst, dann kommen nicht nur wir ans Ziel, sondern wir nehmen auch noch ganz viele andere mit, die auch ans Ziel kommen werden. Und dafür danken wir dir in deinen Namen.
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