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Dieses Video, Teil der Serie „Gottes Mission – Meine Mission“, beleuchtet die biblische Geschichte von Esther und Mordechai. Sprecher Olaf Schröer zeigt auf, wie Gott sein Volk auch in fremden Kulturen als Licht gebraucht und dabei seine Mission erfüllt. Anhand von Beispielen aus dem Buch Daniel wird die Bedeutung von Treue und Gottes Eingreifen in schwierigen Zeiten hervorgehoben. Die Lektion regt dazu an, über die eigene Rolle in Gottes Plan nachzudenken und wann es Zeit ist zu sprechen oder zu schweigen.


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Serie: CSH 2023 Q4 -Gottes Mission - Meine Mission

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Transkript

[0:34] Herzlich willkommen zur Christ Study Hour! Und zwar haben wir dieses Viertel das Thema in unserer Bibelstudienbetrachtung: „Gottes Mission – Meine Mission“. Und wir sind jetzt beim Thema Nummer 12, Lektion Nummer 12. Das Thema lautet „Esther und Mordechai“. Und ich muss sagen, das ist immer eine meiner Lieblingsgeschichten gewesen als Kind, so die Geschichte von Esther. Und es ist interessant und spannend zu sehen, was Gott aber für uns hier auch für geistliche Lehren vorgesehen hat und was wir daraus lernen können, vor allen Dingen auch im Bezug auf Mission, denn was Gott für eine Mission für uns hat und mit uns hat, aber auch welche Mission er für uns vorgesehen hat, die wir weitergeben können. Bevor wir starten mit dem Thema, lade ich euch ein, dass wir gemeinsam zusammen beten.

[1:23] Himmlischer Vater, wir danken dir von ganzem Herzen. Wir danken dir, dass wir sehen dürfen, was du für uns getan hast, dass wir dich loben und preisen können. Herr, bist du der Schöpfer des Universums, der Schöpfer dieser Welt, und dass du dich um uns Menschen kümmerst, dass du uns Menschen liebst und dass du dich auch selbst hingegeben hast für uns Menschen. Wir danken dir für deine Mission, die wir sehen dürfen in deinem Wort, und dass du uns aufgetragen hast, Missionen weiterzugeben. Und wir möchten heute uns über Esther und Mordechai Gedanken machen, und wir bitten dich, dass du mit deinem Heiligen Geist unsere Gedanken lenkst, dass wir dein Wort verstehen und dass wir dadurch auch etwas für unser Leben, für unseren Alltag lernen können. In Jesu Namen, Amen.

[2:11] Ja, Esther und Mordechai, Lektion Nummer 12. Wir hatten die letzten beiden Themen ja über die Frage nachgedacht: Wie können wir Menschen erreichen, die unerreicht sind? Sowohl Gebiete, unerreichte Gebiete oder Volksstämme oder Nationen, oder auch Menschen in unserer Umgebung, in unserem Land, die unerreicht sind. Und natürlich ist jetzt dieses Thema Esther und Mordechai ein praktisches Beispiel aus der Bibel, nämlich wie wir Unerreichte erreichen können, oder besser gesagt, wie Gott etwas vorgesehen hat, um Türen zu öffnen für Missionen in heidnischen Ländern, in heidnischen Gebieten.

[2:55] Ja, die in dieser Lektion haben wir den Merktext Jesaja Kapitel 49 Vers 6 nach der Elberfelder Übersetzung: „So mache ich dich auch zum Licht der Nationen, dass meine Rettung reicht bis an die Enden der Erde.“ Das war eigentlich die Bestimmung, die Mission, die Gott Israel aufgetragen hat, nämlich dass sie ein Licht sein sollten für die Nationen, für die Völker rings umher. Das Problem war dann, dass sie zuerst immer wieder abgefallen sind, sich an die Heiden angepasst haben. Natürlich konnten sie dann kein Licht für die Heiden sein, wenn sie sich denen angepasst haben. Aber später haben sie dann eher das andersrum gemacht. Sie haben gesagt: „Wir sind jetzt Gottes auserwähltes Volk, wir dürfen auf keinen Fall uns wieder an die Heiden anpassen und wieder abfallen.“ Also haben sie sich dann abgeschottet und sich von den Heiden distanziert. Und das Problem war dann, waren sie immer noch kein Licht für die Heiden. Aber deswegen sind beide Strategien, beide Wege, nicht gut gewesen, sowohl die Anpassung als auch die Abschottung.

[3:54] Aber Gott hat seine Mittel und Wege gehabt, um trotzdem zum Ziel zu kommen. Und das war, dass er eben das Volk Israel nach Babylon hat wegführen lassen. Und dann waren sie zwangsläufig unter den Heiden vermischt in Babylon. Und da konnten sie dann ein Licht sein für die Nationen. In dieser Woche ist die Geschichte von Esther Mittelpunkt. Wir werden zwar auch ganz kurz noch den Daniel mit anschauen, weil er ja auch ein Licht für die Heiden war, für Babylon, nämlich im babylonischen Land. Aber hier haben wir die Geschichte Esther erstmal. Und diese Geschichte Esther ist eine Geschichte, die sehr herzerwärmend ist, eine Geschichte, ja, so viele Märchen beginnen so, ja, ein einfaches kleines Mädchen, was dann zur Königin wird und dann eine große Sache macht und und noch zwischendurch ein paar Schwierigkeiten, einen Kampf zwischen Gut und Böse darstellt und am Ende gewinnt das Gute. Aber natürlich ist es kein Märchen, sondern es ist Gottes Wirken in der Geschichte, während die Märchen, denke ich, immer ausgedachte Sachen sind. Aber es ist trotzdem spannend zu sehen, wie Gott wirkt und was Gott tut, nämlich dass der Kampf zwischen Gut und Böse hier dargestellt wird und wie Gott eingreift. Und wir können auch sehr gut sehen, was unsere Aufgabe ist und was Gottes Aufgabe ist, denn wir müssen immer den Teil tun, den Gott uns aufgetragen hat, aber Gott das machen lassen, was seine Arbeit ist. Und das können wir hier bei Esther und Mordechai sehr gut sehen.

[5:21] Es ist ein Beispiel auch für kulturübergreifende Mission, denn Medo-Persien, in dem Land, wo sie lebten, war eine war eine eine Kultur, die nicht ihre war. Und Esther und Mordechai lebten in diesem Land, und wie Gott jetzt die gebraucht hat in diesem fremden Land, in dieser fremden Kultur, dort ein Licht zu sein, das ist sehr spannend zu sehen. Und bis heute feiern die Juden diese Geschichte von Esther mit dem Purimfest. Und das Purimfest ist ein Gedenken an die Befreiung und an die Bewahrung Gottes der Juden zur Zeit von Esther.

[6:02] Genau, es erinnert an Gottes Bewahrung durch Königin Esther. Und zwar Esther und Mordechai, die beiden Hauptpersonen dieses Buches Esther, waren Juden. Sie waren ähm Mordechai wahrscheinlich vielleicht mitgekommen oder auch vielleicht sogar in Babylon geboren. Aber auf jeden Fall waren sie nicht zu Hause in ihrem Land, in Palästina, in Kanaan oder in Judäa. Und Esther ist ja so jung, dass sie wahrscheinlich in Babylon geboren wurde. Denn Babylon war ja erstmal die ähm ja, die Weltmacht gewesen, Nebukadnezar, der damals Jerusalem erobert hat, und ja, dass Gott es zugelassen hatte. Und ähm dann war es so, dass nach 70 Jahren Babylon unterging und Medo-Persien die Macht übernommen hat. Und dann hat der König Kyrus ähm die Juden den Juden erlaubt, wieder zurückzugehen. Nicht alle sind gegangen, nur ein ein kleiner Teil. Dann gab es eine zweite Möglichkeit zur Rückkehr ähm aus dem Exil nach Jerusalem und nach Judäa. Aber es war immer noch ein kleiner Teil. Aber Esther und Mordechai waren in dort in Susa in Persien geblieben. Sie lebten in Susa. Ob der Susa selbst direkt, weiß man nicht so genau, aber wenn Mordechai, er war ja ein ein Diener am Hofe des Königs, da hat er wohl auch in Susa gelebt. Und das war die Hauptstadt Persiens. Und sie waren nicht wieder zurückgekehrt mit vielen anderen Juden. Ähm eigentlich waren diejenigen, die zurückgekehrt waren, das waren eigentlich die Treuen. Warum? Weil Gott sein Volk auch gerade durch Sacharja sehr deutlich sie aufgefordert hat, Babylon zu verlassen, zurückzugehen in ihr Land, weil Gott schon wusste, dass es jetzt auch in dieser Zeit von Ahasveros oder Xerxes, wie er auch genannt wird, eine große Prüfung und eine sehr schwierige Situation geben würde. Aber die meisten sind nicht zurückgegangen.

[7:56] Ja, und wir wissen, Esther wird Königin, die Frau von Ahasveros, der auch Xerxes genannt wird. Und sie spielten eine wichtige Rolle im Plan Gottes. Doch darauf kommen wir gleich. Auf diese Geschichte erst einmal haben wir in unserer Betrachtung die Geschichte von Daniel. Denn Daniel hat Ähnliches erlebt wie auch die Esther. Aber beim Daniel ging es mehr immer um die persönliche Sache, nämlich dass er selbst treu geblieben ist und selbst von Gott gerettet worden ist, während das bei Esther eigentlich um das ganze Volk Gottes ging.

[8:31] Ja, wir haben Daniel 1, Daniel 3 und Daniel 6, drei Beispiele, wo wir Gottes Eingreifen und Daniels und seiner Freunde ihre Treue sehen können. In Daniel 1 finden wir Daniels Verschleppung, und er sollte ausgebildet werden im Hofe des Königs. Und sie haben neue Namen bekommen, er und seine drei Freunde. Und hier sehen wir das Entscheidende, wo sie mitgemacht haben und wo sie nicht mitgemacht haben. Es gab Dinge, die sie durchaus akzeptiert haben. Die neuen Namen, steht nirgendswo, dass sie das nicht angenommen hätten. Aber bei der Nahrung, da haben sie gesagt: „Nein, nämlich wir wollen Gott treu bleiben.“ In dem Moment, wo es heißt, es steht geschrieben, haben sie sich für Gottes Wort entschieden und sind Gott treu geblieben. Und in Daniel 1 Vers 8 ist es der Schlüsselvers in Kapitel 1. Da steht: „Und Daniel nahm sich vor an seinem Herzen, sich nicht zu verunreinigen durch die Speise des Königs.“

[9:20] Und so hat Gott ihm Gnade gegeben, dass der Kämmerer ihm geneigt gesonnen war, und dass sie nach 10 Tagen besser aussahen und dass sie dann das gute Essen essen durften und nach drei Jahren klüger waren als alle anderen. So sehen wir hier die Treue Daniels und Gottes Eingreifen, dass Gott das belohnt hat. Aber erst hat er sich entschieden, treu zu sein, und dann hat Gott die Türen geöffnet.

[9:43] So finden wir auch in Daniel 3 die Situation der drei Freunde Daniels im Feuerofen. Sie sollten anbeten, dass das Bild, dass der König hat aufrichten lassen. Sie haben es nicht getan, sie sind Gott treu geblieben. Der König hat sie in den Ofen werfen lassen, und sie sind bewahrt worden. Die wussten nicht, ob sie bewahrt werden oder nicht, aber Gott hat sie bewahrt.

[10:05] Aber ich denke, ganz entscheidend und ganz wichtig in diesem Zusammenhang ist ihre Aussage, die sie vor dem König tun, als er sie auffordert, bei der zweiten Gelegenheit doch niederzufallen. Da haben sie gesagt: „Unser Gott kann, wenn er will, uns aus deiner Hand retten, aber selbst wenn er es nicht tut, wollen wir dein Bild doch nicht anbeten. Unser Gott steht nämlich über dir. Nicht du entscheidest über Leben und Tod“, sagen sie, „nicht du entscheidest, ob wir jetzt im Feuerofen sterben müssen oder nicht, sondern Gott entscheidet. Unser Gott steht über dir, und wir sind in Gottes Hand und nicht in deiner Hand. Und selbst wenn wir sterben, dann hat Gott entschieden, dass wir sterben und nicht du.“ Und diese Aussage, dass ihr Gott über den König steht, hat ihn so wütend gemacht, dass er den Ofen noch sieben Mal heißer heizen ließ. Und das hier, ja, dadurch Gottes Eingreifen noch größer geworden ist.

[10:55] Ja, aber das ist etwas, was wir hier auch lernen können: Erstens, dass wir uns entscheiden sollen, Gott treu zu sein, egal was es kostet. Wenn es das Leben kostet, Gott segnet es. Und das Zweite ist, dass wir wissen dürfen: Wir sind niemals in der Hand der Feinde, wir sind immer in der Hand Gottes. Was mit uns geschieht, ob wir leben oder ob wir sterben, entscheidet nicht eine Krankheit, nicht irgendein Mensch, der uns was Böses tun will, sondern es entscheidet Gott. Wir sind in Gottes Hand, und was Gott will, das geschieht in uns im Leben. Gerade für die Endzeit, wenn noch mal eine Krise auf uns zukommt, müssen wir und dürfen wir wissen, dass wir in Gottes Hand sind.

[11:32] Und die dritte Geschichte, die wir haben hier, wo das Eingreifen Gottes sichtbar wird, ist Daniel in der Löwengrube. Das gleiche Muster wie in Daniel 3. Es geht um Anbetung. Daniel ist dem Gesetz, was Anbetung verbietet oder fordert, nicht treu. Und seine Widersacher verklagen ihn vor dem König, und er muss in die Löwengrube. Todesbefehl, kann man sagen. Die Freunde hatten einen Todesbefehl. Gott hat sie bewahrt im Feuerofen, und Daniel muss in die Löwengrube, und Gott bewahrt ihn auch dort. Und die Feinde von ihm kommen um ähm das ist eine Typologie auch für die Endzeit. Das ist am Ende auch ein ein Kampf geben wird zwischen Gut und Böse und dass es einen Todesbefehl geben wird, wo alle Gläubigen umgebracht werden sollen. Aber die Offenbarung sagt, dass dann nicht Gläubige umkommen, sondern dass Jesus wiederkommt an dem Tag und dass dann die Gläubigen errettet werden und dass die Gottlosen, die Feinde Gottes, an dem Tag umkommen werden. So sehen wir auch hier die Treue der Kinder Gottes und das Eingreifen Gottes.

[12:35] Und so sehen wir auch, dass Daniel und seine drei Freunde in einer fremden Kultur im Babylon durch Treue zu Gott ein Zeugnis gewesen sind. Hier steht nirgendswo, dass sie große Predigten gehalten haben oder viel verkündigt haben, sondern einfach nur durch ihre Treue, dadurch, dass sie das ausgelebt haben, was sie von Gott wussten, ist das Zeugnis stark gewesen. Und dadurch hat der König und durch den König auch das ganze Land dann von dem Gott Israels erfahren. Und ich denke, viele Menschen haben dadurch Gott kennengelernt. Wir sehen zum Beispiel, dass auch noch viele Jahrhunderte später, ungefähr 600 Jahre später, die Weisen aus dem Morgenland gekommen sind, um den König der Juden, um den Messias zu suchen, anzubeten. Woher wussten sie die Informationen und hatten sie die Informationen über den König Israels und über den Messias? Natürlich vom Daniel. Von daher können wir sehen, dass Daniel in Babylon damals einen großen Einfluss hatte und dann Einfluss auch so geltend gemacht hat, dass auch viele Menschen Gott kennengelernt haben und den Weg zu Gott gefunden haben.

[13:36] So, nun aber kommen wir zur Königin Esther. Das ist eine schöne Geschichte. Esther war auch in der Zeit Daniels, sie lebte in der Zeit Daniels. Allerdings war sie jünger. Als Babylon zu Ende ging, war Daniel schon ein alter Mann, und es auch kurz nachdem auch dann die Medo-Perser das Reich übernommen haben, ist er auch gestorben. Aber Esther war da noch eine junge Frau. Und wir lesen einmal die Geschichte. Ich werde nicht das ganze Buch vorlesen, das ist ein bisschen lang, aber so einige Verse werde ich hier vorlesen auch von der Geschichte, und dann werden wir uns darüber Gedanken machen.

[14:12] Esther Kapitel 2 Verse 1 bis 10. Dort heißt es: „Nach diesen Geschichten, als der Grimm des Königs Ahasveros sich gelegt hatte, dachte er an das, was Vaschti getan hatte und was über sie beschlossen war. Da sprachen die Männer des Königs, die ihm dienten: ‚Man suche dem König schöne Jungfrauen, und der König bestelle Männer in allen Ländern seines Königreichs, dass sie alle schönen Jungfrauen zusammenbringen auf das Schloss zu Susa ins Frauenhaus unter die Hand Hegais, Hegais des königlichen Kämmerers, des Hüters der Frauen, und dass man ihre Schönheit pflege. Und das Mädchen, das dem König gefällt, werde Königin an Vaschtis Statt.‘ Das gefiel dem König, und er tat so. Es war ein jüdischer Mann im Schloss zu Susa, der hieß Mordechai, ein Sohn Jairs, des Sohnes Schimis, des Sohnes Kisch, ein Benjaminiter, der mit weggeführt war von Jerusalem, als Jojachin, der König von Juda, durch Nebukadnezar, den König von Babel, in die Gefangenschaft geführt wurde. Und er war der Pflegevater der Hadassa, das ist Esther, eine Tochter seines Oheims, denn sie hatte weder Vater noch Mutter. Und sie war ein schönes und feines Mädchen. Und als ihr Vater und ihre Mutter starben, nahm sie Mordechai als Tochter an. Als nun das Gebot und Gesetz des Königs bekannt wurde und viele Jungfrauen zusammengebracht wurden auf das Schloss zu Susa unter die Hand Hegais, wurde auch Esther in des Königs Palast geholt unter die Hand Hegais, des Hüters der Frauen. Und das Mädchen gefiel Hegai, und sie fand Gunst bei ihm, und er beeilte sich, ihre Schönheit zu pflegen und ihr genügend Speise zu geben, und dazu sieben auserlesene Dienerinnen aus dem Palast des Königs. Und er brachte sie mit ihren Dienerinnen an den besten Ort im Frauenhaus. Aber Esther sagte ihm nichts von ihrem Volk und ihrer Herkunft, denn Mordechai hatte ihr geboten, sie solle es nicht sagen.“

[16:05] Ja, hier haben wir erstmal die Hintergründe an einem fremden Königshof. Ich werde jetzt so vorgehen, dass ich immer so, wie wir die Tage in der Betrachtung haben, das Schritt für Schritt auch mit euch dann weiter anschauen und studieren werde. Erstmal ist der König Ahasveros, und er sucht eine neue Königin. Seine Königin Vaschti war in Ungnade gefallen und verstoßen worden, und er brauchte eine neue Frau, eine neue Königin. Und wie ging er vor? Der Vorschlag kam von seinen Beratern, dass er die Jungfrauen des Landes, die schönen Jungfrauen, zusammensuchen sollte, und dass er sich dann da die beste aussuchen könnte. Ja, und unter denen war eben auch Esther. Und sie war eine Jüdin, und sie wurde auch hingebracht zum Palast. Natürlich war diese ganze Geschichte immer ein bisschen schwierig, denn diejenigen, steht nicht so ganz genau da, aber man kann daraus ableiten, was denn hier steht: diejenigen Jungfrauen, die nicht zur Königin gewählt wurden, die wurden dem Harem des Königs zugeteilt. Und das war natürlich nicht unbedingt das schöne Leben, was sich eine junge Frau vielleicht vorgestellt hat für ihr Leben. Auf jeden Fall wurde Esther auch dorthin gebracht. Und dann steht hier, dass sie ein Jahr Vorbereitungszeit hatte, bis sie zum König gebracht wurde. Also das ist schon ziemlich außergewöhnlich, ja, dass man erstmal ein Jahr ihre Schönheit pflegt. Ich weiß auch nicht, was man ein Jahr lang dran zu pflegen hat, aber es war damals so. Und interessant ist, Esther verschwieg, dass sie Jüdin war. Und das ist die erste Frage: Warum hat sie das verschwiegen?

[17:42] Vielleicht hatte sie Angst. Natürlich hat auch Mordechai ihr gesagt, sie soll das nicht sagen. Vielleicht hat Mordechai gedacht, wenn sie sagen würde, sie wäre Jüdin, dass dann der König sie überhaupt gar nicht haben wollte, denn sie war ja eigentlich eine Fremde, eine Ausländerin, und auch noch von einem Land, was vielleicht nicht so attraktiv war für den König. Auf jeden Fall hat sie es verschwiegen. Aber ich denke, wir können auch für uns daraus etwas lernen. Die waren in einem fremden Land, einer fremden, fremden Kultur.

[18:19] Und ich denke auch, wir sollten überlegen, wo wir reden und wo wir schweigen sollten. Es gibt Zeit zum Reden, es gibt auch Zeit zum Schweigen. Es gibt Situationen, wo wir nicht reden sollten. Auch Jesus hatte Situationen vor dem Hohen Rat, wo er geschwiegen hat, wo er nichts gesagt hat. Aber es gibt auch Situationen, wo wir reden sollen. Das werden wir dann auch sehen, dass der Mordechai an einem bestimmten Punkt offenbart hat, dass er Jude ist, wahrscheinlich vorher auch nicht. Aber wie können wir wissen, wann wir reden sollen und wann wir schweigen sollen? Ich glaube, das ist eine sehr schwierige Frage.

[19:05] Normalerweise schweigen wir dann, wenn wir Angst haben, dass wir Nachteile dadurch haben können. Aber das ist nicht die richtige Motivation, denn Angst ist immer ein schlechter Berater. Gerade manchmal ist es wichtig in Zeiten, wo man Angst vor Konsequenzen hat, dass man gerade dann sich zum Glauben bekennt, seinen Grundsätzen bekennt. Ich glaube, dass es wichtig ist, dass...

[19:33] Ich glaube, dass es wichtig ist, dass man sich von Gott führen lässt, dass der Heilige Geist einen innerlich dazu drängt zu sagen: „Jetzt rede!“ und „Jetzt schweige!“ Ich glaube, dass Esther auch hier, denke ich, von Gott so geführt war, dass sie geschwiegen hat. Denn wir wissen, Gott wollte, dass sie Königin wird und dass sie dann als Königin zu einem bestimmten Auftrag, zu einer bestimmten Zeit eine bestimmte Funktion hatte, um dann für Gottes Volk einzutreten und Gottes Volk zu retten. Natürlich hat sie nicht das Volk gerettet, sondern Gott, aber Gott hat es durch sie getan. Und Gott brauchte sie aber an der Stelle, und es könnte durchaus so sein, dass sie nicht Königin geworden wäre, wenn sie gesagt hätte, dass sie Jüdin ist. So hat Gott es so geführt, und ich denke, es war Gottes Wille.

[20:22] Ja, dann finden wir, dass Esther Königin wird, und das war natürlich, ja, für diese junge Frau war das schon was Außergewöhnliches. Ja, denn sie war vorher, ja, man kann sagen, sie war Waise. Vater, Mutter waren gestorben, und sie ist ohne Eltern aufgewachsen bei ihrem Cousin Mordechai und in einem fremden Land. Also die Umstände ihrer Kindheit waren nicht gut, waren nicht schön, aber Gott hat daraus etwas Besonderes gemacht. Ich denke da auch ähnlich wie bei Josef. Ja, Josef hatte auch, na, die Kindheit beim Vater war schön, aber dann, als er als Sklave ungefähr mit 17 Jahren nach Ägypten verkauft wurde und dann dort als Sklave arbeiten musste und dann im Gefängnis landete und viele Jahre im Gefängnis war. Schwere Jugendzeit hat Josef gehabt, aber Gott hat ihn dadurch vorbereitet, zweiter Mann nach dem Pharao zu werden und auch für Gottes Volk damals, für seine Verwandten, aber auch für die ganze Welt zum Segen zu werden. Und so hat Gott auch Esther vorbereitet durch ihren Glauben, durch ihre Standhaftigkeit. Sie war auch aus einfachen Verhältnissen, wurde Königin und konnte dann ein besonderes Werk für Gottes Volk tun.

[21:46] Gucken wir uns den nächsten Abschnitt an: Mordechais treues Zeugnis. Wir lesen Ester Kapitel 3, Verse 1 bis 6: „Nach diesen Geschichten erhob der König Ahasveros den Haman, den Sohn Hammedatas, den Agagiter, und machte ihn groß und setzte seinen Stuhl über alle Fürsten, die bei ihm waren. Und alle Großen des Königs, die im Tor des Königs waren, beugten die Knie und fielen vor Haman nieder, denn der König hatte es so geboten. Aber Mordechai beugte die Knie nicht und fiel nicht nieder. Da sprachen die Großen des Königs, die im Tor des Königs waren, zu Mordechai: ‚Warum übertrittst du des Königs Gebot?‘ Und als sie das täglich zu ihm sagten und er nicht auf sie hörte, sagten sie es Haman, damit sie sähen, ob solch ein Tun Mordechais bestehen würde, denn er hatte ihnen gesagt, dass er ein Jude sei. Und als Haman sah, dass Mordechai nicht die Knie beugte noch vor ihm niederfiel, wurde er voll Grimm. Aber es war ihm zu wenig, dass er nur an Mordechai die Hand legen sollte, denn sie hatten ihm gesagt, von welchem Volk Mordechai sei, sondern er trachtete danach, das Volk Mordechais, alle Juden, die im ganzen Königreich des Ahasveros waren, zu vertilgen.“

[22:58] Ja, hier haben wir also eine Situation, die jetzt sehr schwierig ist, die aus dem Ruder läuft, könnte man sagen. Ja, Haman kommt zur Macht, und Haman war natürlich jetzt nicht unbedingt in den Augen der Juden der ideale Kandidat dafür. Er ist ein Agagiter und damit ein Amalekiter, und die Amalekiter waren die Feinde Israels. Damals schon, als sie aus Ägypten gezogen waren, gab es Streit mit den Amalekitern und Krieg, und Gott hatte dann auch hinterher angeordnet, sie zu vernichten. Das heißt, die Amalekiter waren immer im Gegensatz und im Streit mit dem Volk Israel. Und jetzt ist also hier ein Feind der Juden, kann man sagen, ist jetzt zur Macht gekommen. Nämlich hier steht, dass der König Ahasveros Haman erhoben hat und dass er ihn über alle Fürsten setzte. Das heißt, mit anderen Worten, er war sozusagen der zweite Herrscher nach dem König. Natürlich war immer noch der König, der die Entscheidung getroffen. Da sehen wir nachher auch, als er das Gesetz machte, dann musste der König ihm seinen Siegelring geben, um das Gebot verabschieden zu können. Aber Haman hatte sehr viel Einfluss und war jetzt sozusagen der mächtigste Mann neben dem König im Reich, im Weltreich der Medern und Persern. Und der König hatte jetzt geboten, dass alle sich vor ihm verneigen sollten, ihm dadurch Ehre erweisen sollten. Aber Mordechai hat es nicht getan. Und welche Funktion Mordechai hatte in diesem Moment, wissen wir nicht. Irgendeine Aufgabe hatte er, er war irgendein Mitarbeiter am Hofe des Königs. Aber er hat sich nicht vor Haman gebeugt. Und hier sehen wir übrigens dann auch, dass er es auch begründet hat. Nämlich die anderen fragten ihn dann: „Warum machst du das nicht?“ Und dann hat er ihnen gesagt, dass er Jude ist und dass er nur Gott anbetet, dass er Gott treu ist und nicht vor Menschen niederfällt. Denn im zweiten Gebot steht ganz klar drin, dass wir kein Bild anbeten sollen, auch keine Menschen anbeten sollen, sondern nur Gott allein anbeten. Und hier sehen wir, denke ich, ein Prinzip, was wichtig ist. Natürlich sollen wir den Gesetzen des Staates Gehorsam leisten, aber wir sollen nur so lange Gehorsam leisten, bis Gesetze erlassen werden, die gegen Gottes Gebote sind. Wenn ein Gesetz erlassen wird, was religiösen Charakter hat und gegen Gottes Gebot ist, sollen wir Gott mehr gehorchen als Menschen. Und das hat Mordechai hier getan. Er hat auch nicht nur so getan, als ob er sich verbeugen würde, sondern er hat es ganz deutlich gezeigt: „Ich mache hier nicht mit!“ Und das ist wichtig, nämlich wenn wir, wenn wir entscheiden müssen um die Frage, was ist, ja, wie verhalten wir uns gerade, wenn es Schwierigkeiten gibt. Dann überlegen wir normalerweise, dass wir sagen: „Welche Folgen hat meine Entscheidung?“ Und normalerweise ist es doch gut, sich so die Gedanken zu machen: „Wenn ich mich so entscheide, welche Folgen hat das? Wenn ich mich so entscheide, welche Folgen hat das? Ist die Entscheidung damit richtig und gut?“ Aber wenn es um Gottes Gebote geht, dann gelten andere Prinzipien. Dann sollten wir nicht fragen nach den Folgen, sondern danach fragen, was ist Gottes Wille. Hätte Mordechai nach den Folgen gefragt, dann hätte er gesagt: „Na ja, wenn ich jetzt mich nicht niederwerfe, dann kann es sein, dass mich mein Kopf kostet. Das ist lebensgefährlich, und Gott will ja nicht, dass ich sterbe, also werde ich jetzt auch niederfallen, um mein Leben zu retten. Gott will ja nicht, dass ich sterbe.“ Deswegen, er hätte nach den Folgen gefragt, hätte er sich verbeugt. Aber er hat gesagt: „Nein, Gottes Wille ist entscheidend, und Gott will nicht, dass ich mich niederwerfe, nicht niederfalle vor Haman.“ Und dann ist es Folgendes: Wenn wir uns entscheiden, Gott treu zu sein, dann kommt Gott für die Folgen auf. Wir müssen bei vielen Entscheidungen manchmal damit rechnen, dass wir Opfer bringen, dass es nicht gut ausgeht für uns. Aber trotzdem ist Gott für die Folgen verantwortlich, und Gott wird dafür sorgen, und Gott wird es segnen. Das heißt nicht immer, dass wir nicht auf die negativen Konsequenzen einer Entscheidung auch tragen müssen. Aber Gott ist es trotzdem. Zum Beispiel, wenn jemand erkannt hat, dass der Sabbat Gottes Ruhetag ist und am Sabbat vielleicht arbeiten muss, und Gott ihm zeigt: „Sabbat ist der Tag, wo wir nicht arbeiten sollen, wo wir ruhen sollen und den Tag als einen Tag Gottes ehren sollen.“ Dann kann es sein, dass, wenn ich zum Arbeitgeber gehe und ihm sage, ich möchte am Samstag nicht mehr arbeiten, dass der Arbeitgeber sagt: „Ja, dann werden Sie entlassen.“ Das heißt, ich muss Opfer bringen. Das heißt, wenn ich mich entscheide: „Arbeite ich am Sabbat jetzt nicht mehr und werde vielleicht entlassen, oder arbeite ich weiter und halte den Sabbat halt nicht?“ Dann ist die Frage nicht die Frage: „Welche Folgen hat mein Handeln – entlassen werden oder weiterarbeiten?“, sondern: „Was ist Gottes Wille?“ Wenn ich Gottes Willen tue, kann es sein tatsächlich, dass ich entlassen werde. Aber auf der anderen Seite glaube ich auch, dass Gott dann treu ist und Treue segnet, unsere Treue segnet. Wenn wir uns entscheiden, Gott treu zu sein, dann gibt Gott auch, dass er die Türen öffnet und den Segen herabschüttet. Und so war es auch hier. Hier blieb Mordechai Gott treu. Er hat sich nicht verneigt, und er gibt Zeugnis von seinem Glauben. Er sagt, wer er ist und was er glaubt. Und es sieht danach aus, dass es tatsächlich durch seine Treue erstmal Probleme gibt und Schwierigkeiten gibt, und nicht nur für ihn selbst, sondern für das ganze Volk der Juden. Ja, Haman möchte alle Juden umbringen. Ja, er hat so einen Hass gegen die Juden, und zwar das sicherlich von seiner Amalekiter-Abstammung kommt das her, dass er nicht nur Mordechai selbst, sondern alle Juden umbringen möchte. Und er macht einen Plan, eine Verschwörung gegen die Juden, und er gibt dann noch Geld dem König, oder er bietet Geld an, um alle Juden umzubringen.

[28:52] Ja, und dann lesen wir in Ester Kapitel 3, Verse 7 bis 15: „Im ersten Monat, das ist der Monat Nisan, im Jahr des Königs Ahasveros, wurde das Pur, das ist das Los, geworfen vor Haman, von einem Tage zum anderen und von Monat zu Monat. Das Los fiel auf den dreizehnten Tag des zwölften Monats, das ist der Monat Adar. Und Haman sprach zum König Ahasveros: ‚Es gibt ein Volk, zerstreut und abgesondert unter allen Völkern in allen Ländern deines Königreichs, und ihr Gesetz ist anders als das aller Völker, und sie tun nicht nach des Königs Gesetzen. Es ziemt dem König nicht, sie gewähren zu lassen. Gefällt es dem König, so lasse er schreiben, dass man sie umbringe. So will ich zehntausend Zentner Silber darwägen in die Hand der Amtleute, dass man es bringe in die Schatzkammer des Königs.‘ Da tat der König seinen Ring von der Hand und gab ihn Haman, dem Sohn Hammedatas, dem Agagiter, dem Feind der Juden. Und der König sprach zu Haman: ‚Das Silber sei dir gegeben, dazu das Volk, dass du mit ihm tust, was dir gefällt.‘ Da rief man die Schreiber des Königs am dreizehnten Tag des ersten Monats, und es wurde geschrieben, wie Haman befahl, an die Fürsten des Königs und an die Statthalter hin und her in den Ländern und an die Obersten eines jeden Volkes in den Ländern hin und her, in der Schrift eines jeden Volks und in seiner Sprache, im Namen des Königs Ahasveros und mit des Königs Ring gesiegelt. Und die Schreiben wurden gesandt durch die Läufer in alle Länder des Königs, man solle vertilgen, töten und umbringen alle Juden, Jung und Alt, Kinder und Frauen, an einem Tag, nämlich am dreizehnten Tag des zwölften Monats, das ist der Monat Adar, und ihr Hab und Gut plündern. Eine Abschrift des Schreibens sollte als Gesetz erlassen werden in allen Ländern, um allen Völkern zu eröffnen, dass sie sich auf diesen Tag bereithalten sollten. Die Läufer gingen eilens aus nach des Königs Wort, und in die Festung Susa wurde das Gesetz angeschlagen. Und der König und Haman saßen und tranken, aber die Stadt Susa war bestürzt.“

[30:48] Ja, hier haben wir genau die Situation: Der Todeserlass wird verabschiedet. Es wird das Los geworfen, deswegen wird es auch Purimfest genannt, weil das hieß Pur, ja, und nach dem Los Pur, Purimfest. Und sie haben also losgeworfen. Das Los fiel auf den dreizehnten Tag des zwölften Monats, aber sie waren noch im ersten Monat. Ja, das heißt also, es waren noch elf Monate bis dahin. Es war noch ein bisschen Zeit. Gott hat es eigentlich so geführt, dass es nicht zu knapp geworden ist. Also, wenn es nur noch ein paar Tage gewesen wären, dann wäre es sehr schwierig gewesen, aber dadurch hatten sie ein bisschen Zeit, dass sie auch überlegen konnten und sich vorbereiten und beten konnten und Gott auch das Schicksal wenden konnte. Ja, aber übrigens, das ist genau das, was auch in der letzten Zeit in der Offenbarung steht, was uns auch irgendwann mal treffen wird. Die Offenbarung spricht davon, dass es einen Todeserlass geben wird, das ist der Kampf von Harmagedon, dass sie einen Tag festsetzen sollen. Offenbarung 13, Vers 15 spricht davon, dass sie einen Tag festsetzen, wo alle, die nicht das Bild des Tieres anbeten und die nicht das Malzeichen des Tieres annehmen, getötet werden sollten. Und es ist das, es wird auch weltweit Gültigkeit haben, genau wie hier auch in allen Ländern das gelten sollte und alle Länder damit betroffen sind und Gottes Volk überall umgebracht werden sollte. So wird es am Ende auch sein. Aber genauso wie Gott bei der Königin Esther zu Esters Zeit eingegriffen hat, wird Gott auch am Ende der Zeit eingreifen und Gottes Schicksal, das Schicksal des Volkes Gottes, wenden.

[32:24] Ja, gerade für einen Zeitpunkt wie diesen.

[32:28] Kommen wir zum nächsten Abschnitt. Natürlich gab es jetzt riesengroße Wehklagen und Probleme und Schwierigkeiten für die Juden. Die Juden haben diesen Befehl natürlich mitbekommen und gehört und waren entsetzt. Und erstmal, wenn man so etwas mitbekommen, dann denkt man erstmal, wenn es der König selbst unter seiner Unterschrift unter dem Dokument befohlen hat und die Gesetze der Medern und Persern waren unaufhebbar, dass, ja, dass es vorbei ist, menschlich gesehen keine Chance. Juden waren nur Vertriebene, das waren ja Flüchtlinge ohne Rechte, und sie waren in der Hand des Königs, in der Hand des Weltreiches. Aber sie hatten etwas anderes, nämlich das Gebet.

[33:14] Wir lesen jetzt Kapitel 4, wie es weitergeht, Kapitel 4, Verse 1 bis 17: „Als Mordechai alles erfuhr, was geschehen war, zerriss er seine Kleider und legte den Sack an und tat Asche aufs Haupt und ging hinaus mitten in die Stadt und schrie laut klagend und kam bis vor das Tor des Königs. Denn es durfte niemand in das Tor des Königs eintreten, der einen Sack anhatte. Und in allen Ländern, wohin des Königs Wort und Gebot gelangte, war ein großes Klagen unter den Juden, und viele fasteten, weinten, trugen Leid und lagen in Sack und Asche. Da kamen die Dienerinnen Esthers und ihre Kämmerer und erzählten ihr davon. Da erschrak die Königin sehr, und sie sandte Kleider, dass Mordechai sie anzöge und den Sack ablegte. Er aber nahm sie nicht an. Da rief Esther Hatach, einen von des Königs Kämmerern, der ihr diente, und gab ihm Befehl wegen Mordechai, um zu erfahren, was das sei und warum er so tue. Da ging Hatach hinaus zu Mordechai auf dem Platz der Stadt, der vor dem Tor des Königs war. Und Mordechai sagte ihm alles, was ihm begegnet war, auch die Summe des Silbers, das Haman versprochen hatte, in des Königs Schatzkammer dazu, wegen wenn die Juden vertilgt würden. Und gab ihm eine Abschrift des Gesetzes, das in Susa angeschlagen war, sie zu vertilgen, damit er es Esther zeigte und er ihr gebiete, dass sie zum König hineingehe und zu ihm flehe und bei ihm Fürbitte tue für ihr Volk. Und als Hatach hineinkam und Esther die Worte Mordechais sagte, sprach Esther zu Hatach und gebot ihm, Mordechai zu sagen: ‚Es wissen alle Großen des Königs und das Volk in den Ländern des Königs, dass jeder, der ungerufen zum König hineingeht in den inneren Hof, Mann oder Frau, nach dem Gesetz sterben muss, es sei denn, der König strecke das goldene Zepter gegen ihn aus, damit er am Leben bleibe. Ich aber bin nun seit dreißig Tagen nicht gerufen worden, zum König hineinzukommen.‘ Und als die Worte Mordechais Esther gesagt wurden, ließ Mordechai Esther antworten: ‚Denke nicht, dass du dein Leben errettest, weil du im Palast des Königs bist, du allein von allen Juden. Wenn du in dieser Zeit schweigen wirst, so wird eine Hilfe und Errettung von einem anderen Ort her den Juden erstehen. Du aber und deines Vaters Haus, ihr werdet umkommen. Und wer weiß, ob du nicht gerade um dieser Zeit willen zur königlichen Würde gekommen bist?‘ Esther ließ Mordechai antworten: ‚So geh hin und versammle alle Juden, die in Susa sind, und fastet für mich, dass ihr nicht esst und trinkt drei Tage lang, weder Tag noch Nacht. Auch ich und meine Dienerinnen wollen so fasten. Und dann will ich zum König hineingehen, entgegen dem Gesetz. Komme ich um, so komme ich um!‘ Mordechai ging hin und tat alles, was ihm Esther geboten hatte.“

[35:47] Ja, hier sehen wir jetzt, dass der Konflikt auf den Höhepunkt zugeht. Die Juden klagen, die Juden sind entsetzt, weil sie keinen Ausweg sehen, und sie rufen und beten und fasten zu Gott. Und Esther erfährt von dem Todesbefehl. Interessant ist, dass sie am Anfang da gar nicht davon wusste. Sie hat nur mitbekommen und gehört, dass Mordechai, ihr Verwandter, ihr Cousin, dort in Sack und Asche liegt. Und dann fragt sie: „Was ist denn los?“ Und er berichtet ihr alles. Das heißt, sie wusste gar nichts davon im Palast. Aber jetzt weiß sie davon, und Mordechai sagt ihr: „Du musst zum König und dafür bitten für unser Volk!“ Und sie sagt: „Es geht nicht, wenn ich ungerufen zum König gehe, dann muss ich sterben. Denn es gibt ein Gesetz der Meder und Perser, dass, wenn jemand nicht gerufen ist zum König und einfach von selbst kommt, dass er dann sterben muss.“ Und Mordechai ermutigt sie. Er ermutigt sie, für ihr Volk einzutreten, und Esther ist bereit. Interessant, was er ihr sagt. Er sagt: „Wer weiß, ob du nicht gerade um dieser Zeit willen zur königlichen Würde gekommen bist?“ Er stellt das, er stellt es als Frage, aber ich glaube, und wir sehen das ja im Nachhinein, dass das nicht die Frage war, sondern dass das eigentlich der Schlüssel war. Das ist der Schlüsselvers: Gott hat Esther um dieser Zeit willen zur Königin werden lassen. Und das ist manchmal so in unserem Leben. Manchmal kann es sein, dass wir Dinge erleben, wir wissen gar nicht warum. Es kann manchmal sein, dass Gott uns an Plätze stellt und wir wissen gar nicht warum, und wir denken vielleicht, wir sind fehl am Platz oder wir wissen gar nicht, was soll ich jetzt hier tun? Aber es kann sein, dass Gott uns irgendwo hinstellt, wo er weiß, dass wir vielleicht später, vielleicht ein, zwei Jahre später oder wer weiß, irgendwann genau eine bestimmte Aufgabe haben an dieser bestimmten Funktion, an diesem bestimmten Platz. Deswegen ist es immer gut, dass wir den Weg gehen, den Gott uns zeigt, dass wir uns von Gott führen lassen.

[37:51] zeigt, dass wir uns von Gott führen lassen, denn Gott weiß schon alles und Gottes Zeitplan ist phänomenal. Gott macht das immer so, dass es genau alles passt. Deswegen ist es immer gut, Gottes Plan zu folgen. Ester wusste nicht, warum sie Königin war, und sie hat sicherlich auch als Königin nicht irgendwo groß von ihrem Glauben erzählen können, vielleicht in ihren Freundinnen, ihren Dienerinnen, aber sonst war es schwierig.

[38:24] Aber wir sehen, Gott hat Ester als Königin berufen, damit sie in diesem Moment eintritt. Und dann ist es Folgendes: Wenn dieser Moment kommt, wo Gott einen besonderen Auftrag für uns hat, eine besondere Bestimmung für uns hat, dann ist es gut, wenn wir das erkennen und dann auch treu diese Bestimmung erfüllen.

[38:47] Ester hat es erkannt. Ester hat die Worte Mordechais angenommen und sie hat gesagt: „Ja, gut, auch wenn es mein Leben kostet, ich bin bereit, mein Leben für mein Volk, für Gottes Sache zu opfern.“ Sie wusste nicht, wenn sie zum König gehen würde, ob sie am Leben bleibt oder ob sie nicht am Leben bleibt. Und ihre Einstellung war: „Komme ich um, so komme ich um.“

[39:19] Und das zeigt Hingabe, Hingabe an Gott. Das zeigt Vertrauen in Gottes Macht, in Gottes Führung, in Gottes Liebe zu uns. Das Entscheidende ist nicht, wenn wir um gewisse Dinge beten, entscheidend ist nicht, wie schneide ich dabei ab, was kommt für mich dabei raus? Das Entscheidende ist: Dient es zur Gottes Ehre?

[39:51] Ich denke, als daran, als meine Frau so krank war und als sie nachher bettlägerig war und wusste, dass sie sterben würde, so die letzten Wochen, das hatte sie sich abgefunden, sie war bereit dazu. Und sie hat dann auch sich darauf gefreut sogar, weil sie wusste: „Wenn ich jetzt sterbe, der nächste Moment, den ich erlebe, ist Jesus zu sehen, wenn er wiederkommt.“

[40:17] Aber sie hat gefragt: „Warum muss ich jetzt noch leiden vorher? Wenn ich sowieso sterben muss, warum kann ich nicht gleich sterben?“ Und dann habe ich zu ihr gesagt: „Ja, erstens können wir unseren Geburtstag und auch unseren Sterbetag nicht selbst aussuchen. Und zweitens kann es sein, dass wir noch eine Aufgabe haben, solange wir leben auf dieser Erde.“ Und sie hatte noch eine Aufgabe: das Buch noch herauszubringen in der letzten Woche ihres Lebens.

[40:44] Und drittens habe ich zu ihr gesagt, dass dadurch, wie du das Leid und den Tod annimmst, dass du ein großer Segen für viele sein kannst, dass durch deinen starken Glauben, dein starkes Vertrauen zu Jesus, zu Gott, andere ermutigt werden und im Glauben gestärkt werden.

[41:04] Dann hat sie Folgendes gesagt, so sinngemäß: „Wenn es zu Gottes Ehre dient, dann bin ich auch bereit zu leiden.“ Und wir hatten auch vorher schon gebetet und auch Krankensalbung gemacht. Und wir haben immer gebetet: „Lieber Gott, egal, was geschieht, ob Astrid gesund wird oder ob sie sterben wird oder was auch geschieht, soll alles zu deiner Ehre geschehen. Denn nicht entscheidend ist, was uns passiert, sondern dass Gott geehrt wird und dass Gottes Sache und Gottes Werk und Gottes Liebe in allem sichtbar wird und Gottes Gott den ersten Platz gebührt.“

[41:40] Und so hat auch Ester das gesehen und gesagt. Sie hat gesagt: „Entscheidend ist nicht mein Leben, entscheidend ist, was Gott tut und dass Gottes Name geehrt wird und dass Gottes Volk gerettet wird. Deswegen: Komme ich um, so komme ich um.“

[41:59] Das zeigt genau dieses Vertrauen. Das Gleiche wie die drei Freunde, die in den Feuerofen gegangen sind. Entscheidend ist, dass wir nicht in der Hand der Feinde sind, nicht in der Hand Hamans oder des Königs oder wer auch immer. Wir sind in der Hand Gottes. Und wo Ester wusste: Gott entscheidet. Und aber wenn Gott entscheidet, dass ich sterben soll, dann sterbe ich. Ich bin bereit, auch für Gottes Sache zu sterben.

[42:24] Ja, und sie haben es aber auch vorbereitet. Sie haben drei Tage gebetet und gefastet. In Krisenzeiten lernt man Beten und Fasten. Und ich denke, wir sind in unserer Weltgeschichte an dem Punkt angekommen, wo wir in Krisenzeiten leben. Nicht nur die Coronakrise, es gibt auch viele andere Krisen, die auch in geistliche Krisen hineinmünden, Krisen innerhalb der Adventgemeinde.

[42:56] Und ich glaube, dass die Zeit gekommen ist, dass wir in diesen Krisenzeiten vermehrt beten und vermehrt auch fasten, dass wir fasten, dass Gott eingreift, dass Gott tut, dass Gott die Dinge wendet, dass Gott die Angriffe Satans, die wir überall sehen, zu seinem Besten, zum Besten seines Werkes gereichen lässt. Ich glaube, es ist die Zeit gekommen, dass wir mehr beten und fasten.

[43:27] Dann kommt das Purim-Wunder. Ester geht zum König. Wir kennen jetzt die Geschichte. Der König streckt ihr das Zepter entgegen. Gott gibt Gnade, Gott greift ein. Unsere Aufgabe ist es, Gott treu zu sein, zu erkennen, was Gottes Wille für unser Leben ist und da treu zu gehen. Und Gott hat Gelingen gegeben.

[43:52] Ester bekommt Gnade und Ester kann ihr Volk retten. Gott errettet sie und er rettet auch das Volk. Ester deckt Hamans Bosheit auf und Haman wird gerichtet. Er wird verurteilt, er wird an dem Galgen aufgehängt, den er selbst für Mordechai hat aufrichten lassen. Das ist auch so ein, ja, ein Schicksal, was man sehen kann, dass Gott sehr häufig das, was die bösen Menschen uns antun wollen, auf die selbst zurückfallen lässt. Und Gottes Volk wird befreit.

[44:26] Sie konnten das Urteil jetzt nicht wieder rückgängig machen, das Gesetz, meine ich. Denn die Gesetze der Meder und Perser waren unaufhebbar. Aber sie haben ein Gegengesetz erlassen. Übrigens hat sie ein zweites Mal ihr Leben gewagt. Sie ist ein zweites Mal zum König gegangen und hat darum gebeten, dass man ein Gegengesetz gegen diesen Todesbefehl erlassen sollte.

[44:49] Und dadurch ist Gottes Volk gerettet worden. Und da heißt es in Ester Kapitel 8, Vers 17: „Viele aus den Völkern im Lande wurden Juden.“ Das heißt, Gott hat hier so gewirkt und die Türen geöffnet und Gnade gegeben, dass viele Menschen diesen Segen Gottes für die Juden gesehen haben und sich diesem Gott auch angeschlossen haben. Ich denke, wenn sie Juden wurden, heißt es, sie wurden gläubig. Das heißt, sie haben den Gott Israels, den Gott Jahwe, angenommen für ihr Leben und sind auch zu Gottes Volk dazugekommen.

[45:22] Ja, so können wir sehen, dass durch die Treue Esters wir hier, dass sie ein Zeugnis sein konnte und auch in einer fremden Kultur für Gottes Werk und für Gottes Volk eintreten konnte, es retten konnte und viele Menschen dadurch auch Gott kennengelernt haben.

[45:38] Ellen White schreibt im Buch „Erziehung“, Seite 270: „Jede Familie und jede Schule, allen Eltern, Lehrenden und Kindern, auf die das Licht des Evangeliums geschienen hat, wird in dieser schwierigen Zeit dieselbe Frage gestellt, die in einem entscheidenden Moment der jüdischen Geschichte auch an Königin Ester gerichtet wurde: ‚Wer weiß, ob du nicht für eine Situation wie diese zur Königin wurdest?‘“

[46:07] Das heißt, auch wir sollen uns überlegen, dass wir in schwierigen Zeiten treu für Gottes Volk eintreten, dass wir in schwierigen Zeiten Gottes Bestimmung, Gottes Willen für unser Leben erkennen und in einem entscheidenden Moment bereit sind, treu zu sein.

[46:25] Aber Ester konnte nur deswegen Gott treu sein in dem Moment und Gottes Willen tun, weil sie vorher gelernt hatte, mit Gott zu leben und mit Gott in Beziehung zu sein.

[46:37] Ja, ein weiteres Zitat, und hier geht es eigentlich auch um ein sehr schönes Zitat um die Frage, was auch Gott für Frauen vorgesehen hat, wie auch Frauen im Dienst für Gott einen großen Dienst tun können und wichtige Aufgaben und Funktionen übernehmen können. „Daughters of God“, Seite 45, 46. Dort heißt es – das sind übrigens zwei Zitate, die auch am Freitagsabschnitt unserer Bibelbetrachtung enthalten sind, und ich denke, die sind es wert, hier zitiert zu werden:

[47:08] „In allen Zeiten wirkte Gott auf wunderbare Weise durch geweihte Frauen, die sich in seinem Werk mit Männern, die er als seine Vertreter erwählt hatte, vereinten. Er gebrauchte Frauen, um große und entscheidende Siege zu erringen. Mehr als einmal brachte er sie in Zeiten der Not an die Front und wirkte durch sie zur Rettung vieler Leben. Durch Königin Ester vollbrachte Gott eine mächtige Befreiung für sein Volk zu einer Zeit, als es schien, dass keine Macht sie retten konnte. Lösten Ester und die Frauen, die mit ihr verbunden waren, durch Fasten und Gebet und schnelles Handeln das Problem und brachten ihrem Volk Rettung. Ein Studium der Arbeit von Frauen in Verbindung mit der Sache Gottes in den Zeiten des Alten Testaments wird uns Lektionen lehren, die uns befähigen, Notlagen in der Arbeit heute zu begegnen. Wir sind vielleicht nicht in einer so kritischen und herausragenden Situation wie das Volk Gottes zur Zeit Esters, aber oft können bekehrte Frauen in bescheideneren Positionen eine wichtige Rolle spielen. Das haben viele getan und sind immer noch bereit, es zu tun.“

[48:10] Ich denke, das ist eine Ermutigung. Es gilt nicht nur für Frauen, auch für Männer, die vielleicht in niedrigeren Positionen sind, dass Gott für jeden von uns irgendetwas, einen Plan hat, etwas vorgesehen hat, dass wir im Werke Gottes. Manchmal denken wir, wir können ja nur so ein bisschen, nur so irgendwo ganz, ganz wenig tun. Aber das Entscheidende ist nicht, wie viel wir Gott tun, sondern dass wir mit ganzem Herzen bereit sind, das, was Gott uns vor die Füße legt, das auch zu tun, das anzupacken und da treu zu sein. Denn wer im Kleinen treu ist, der wird auch im Großen treu sein.

[48:44] Hier habe ich noch ein Zitat von Ellen White aus dem Buch „Patriarchen und Propheten“, das heißt heute „Macht und Ohnmacht“. Und dort heißt es im Bezug auf die Königin Ester und auch auf die letzte Zeit. „Patriarchen und Propheten“, Kapitel 47, über Königin Ester:

[49:03] „Die schweren Erfahrungen, die in den Tagen Esters Gottes Volk heimsuchten, waren nicht nur für jene Zeit kennzeichnend. Der Schreiber der Offenbarung, der die Jahrhunderte bis zum Ende aller Zeiten überblickte, erklärte: ‚Der Drache wurde zornig über die Frau und ging hin, zu kämpfen gegen die übrigen von ihrem Geschlecht, die Gottes Gebote halten und haben das Zeugnis Jesu.‘ (Offenbarung 12, Vers 17). Einige, die heute auf Erden leben, werden die Erfüllung dieser Aussage erleben. Derselbe Geist, der in der Vergangenheit Menschen dazu bewog, die wahre Gemeinde zu verfolgen, wird auch in Zukunft eine ähnliche Handlungsweise denen gegenüber veranlassen, die Gott die Treue halten. Schon jetzt werden Vorbereitungen für diesen letzten großen Kampf getroffen. Der Erlass, der schließlich gegen Gottes Volk der Übrigen ergehen wird, wird dem des Ahasveros gegen die Juden sehr ähneln. Heute sehen die Feinde der wahren Gemeinde in der kleinen Schar, die das Sabbatgebot hält, einen Mordechai am Tor. Dass Gottes Volk sein Gesetz ehrt, ist ein beständiger Vorwurf für jene, die die Furcht des Herrn verworfen haben und seinen Sabbat mit Füßen treten. Satan wird Empörung wecken gegen die Minderheit, die sich weigert, allgemein beliebige Bräuche und Überlieferungen anzunehmen. Männer von Rang und Würden werden sich mit Gesetzlosen und Niederträchtigen zusammentun, um sich gegen das Volk Gottes zu beraten. Reichtum, Begabung und Bildung werden es gemeinsam mit Verachtung überschütten. Herrscher, Geistliche und Kirchenglieder werden sich als Verfolger gegen es verschwören. Mündlich und schriftlich werden sie durch Prahlerei, Drohung und Spott seinen Glauben umzustoßen suchen. Menschen werden durch falsche Darstellungen und zornige Aufrufe die Leidenschaften der Bevölkerung aufpeitschen. Da sie gegen die Verteidiger des biblischen Sabbats kein ‚So sagt die Schrift‘ vorzubringen haben, werden sie zu Gesetzen der Unterdrückung greifen, um so den Mangel auszugleichen. Um sich Beliebtheit und Unterstützung zu sichern, werden die Gesetzgeber der Forderung nach den Sonntagsgesetzen nachgeben. Wer jedoch Gott fürchtet, kann eine Verordnung, die eines der zehn Gebote verletzt, nicht anerkennen. Auf diesem Schlachtfeld wird der letzte große Streit in der Auseinandersetzung zwischen Wahrheit und Irrtum ausgefochten werden. Und über den Ausgang werden wir nicht im Zweifel gelassen. Wie in den Tagen Esters und Mordechais wird der Herr auch heute seine Wahrheit und sein Volk schützen.“

[51:21] Hier ist eine schöne Parallele, dass wir in der Endzeit das Gleiche haben werden. Ja, das Sonntagsgesetz, was kommen wird. Es wird zuerst in den USA kommen und dann weltweit. Und dann wird es immer schärfer werden bis hin zum Todesbefehl. Und genauso wie damals wird es auch in der Endzeit Schwierigkeiten geben und Unterdrückung. Und genauso wie damals wird Gott aber, wenn wir Gott treu bleiben, am Ende für sein Volk mit uns den Sieg haben. Und Jesus will kommen, um uns zu befreien.

[51:47] Deswegen ist mein Aufruf: Lasst uns jetzt schon vorbereiten! Lasst uns jetzt Gott treu sein! Lebe jetzt mit Jesus! Und wenn du jetzt mit Jesus lebst, wirst du auch in der Zeit, wenn es Schwierigkeiten gibt, wenn Trübsal wiederkommt, stehen bleiben können. Gib Zeugnis von deinem Glauben, so wie Ester, so wie Mordechai, dass sie dort, wo sie waren, ein Segen gewesen sind für andere Menschen. Sei Gott treu, sei bereit, wenn Gott dich für eine besondere Situation führt. Sei bereit für diesen Moment, dass wir erkennen können, wann die Situation da ist, und dass wir dann, wenn es drauf ankommt, das tun, was Gott uns zeigt, das zur Ehre Gottes, zur Ehre seines Namens.

[52:39] Lasst uns zusammen beten. Himmlischer Vater, wir danken dir von ganzem Herzen. Wir danken dir für diese Geschichte von Ester und Mordechai, Herr, wie du sie gerufen hast, wie du ihr Leben geführt hast und wie du sie gebrauchen konntest im Dienst für dich, dass durch sie dein Name verherrlicht wurde, dass durch sie das ganze Volk gerettet wurde, aber vor allen Dingen auch, dass durch sie auch du und deine Botschaft und deine Wahrheit im ganzen medo-persischen Reich bekannt wurde und verkündigt wurde.

[53:15] Herr, wir bitten dich, gebrauche du uns auch im Dienst für dich. Herr, lass uns mit dir zusammenleben, lass uns Zeit haben, dass wir dir treu sind, dass wir auf dich schauen, dass wir dich in unserem Herzen haben und dass wir, wenn wir im Kleinen treu sind, auch in großen Dingen treu sein können. Ich bitte dich, Herr, dass du dieses Weltgeschehen lenkst, dass du uns noch Zeiten des Friedens geben möchtest, dass noch viele Menschen von dir hören, bevor es die Zeiten schwieriger werden. Aber bereite uns darauf vor. Hilf, dass wir den Mund auftun können und Zeugnis geben können, da, wo es wichtig ist, aber auch dort schweigen können, wo es angebracht ist.

[54:01] Herr, so bitten wir dich, dass du deinen Namen verherrlichst, dass du deine Wahrheit verkündigst, verkündigen lässt, und Herr, dass dein Wille geschehe auf dieser Erde. Ich bitte dich, dass du den Heiligen Geist ausgießen möchtest im besonderen Maße, dass durch den Heiligen Geist im Spätregen doch dein Werk beendet wird, dass viele Menschen bereit sind, überall, wo sie sind, Zeugnis zu geben und mitzuhelfen, dein Werk zu beenden. So segne du uns, bleibe du bei uns. In Jesu Namen, Amen.

[54:37] Ja, herzliche Einladung zu unserem nächsten Thema. Nächste Woche ist das Thema Lektion Nummer 13: „Das Ende der Mission Gottes“, das Ende dieses Viertels, das Ende der Mission Gottes. Ein spannendes Thema.


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