[0:34] Ein herzliches Willkommen zur Christ Study Hour. Schön, dass ihr wieder dabei seid und schön, dass wir gemeinsam studieren können. Wir wollen uns vorbereiten auf das Bibelgespräch am 21. Oktober. Unser Thema heute wird sein: Gottes Aufruf zur Mission. Das dritte in diesem vierten Quartal. Und unseren Merkvers, den finden wir in Apostelgeschichte 1, Vers 8. Ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist, und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem, in ganz Judäa, in Samaria und bis ans Ende der Erde. Mit dem Text wollen wir uns heute beschäftigen. Und bevor wir loslegen, uns die einzelnen Texte anzuschauen, beten wir noch gemeinsam. Unser lieber himmlischer Vater, wir möchten dir danken dafür, dass wir jetzt gemeinsam in deinem Wort studieren können. Wir möchten dich bitten, dass dein Heiliger Geist jetzt bei uns ist und dass du uns dein Wort öffnest und uns in alle Wahrheit führst. Im Namen Jesu. Amen.
[1:36] Wir wollen loslegen mit dem Text aus 1. Mose, dem Turmbau zu Babel. Mose 11, Verse 1 bis 9. Und die ganze Erde hatte eine einzige Sprache und dieselben Worte. Und es geschah, als sie nach Osten zogen, da fanden sie eine Ebene im Land Sinear und sie ließen sich dort nieder. Und sie sprachen zueinander: Wohl an, lasst uns Ziegel streichen und sie feuerfest brennen. Und sie verwendeten Ziegel statt Steine und Asphalt statt Mörtel. Und sie sprachen: Wohl an, lasst uns eine Stadt bauen und einen Turm, dessen Spitze bis an den Himmel reicht, dass wir uns einen Namen machen, damit wir ja nicht über die ganze Erde zerstreut werden. Da stieg der Herr herab, um die Stadt und den Turm anzusehen, den die Menschenkinder bauten. Und der Herr sprach: Siehe, sie sind ein Volk und sie sprechen alle eine Sprache. Und dies ist erst der Anfang ihres Tuns, und jetzt wird sie nichts davor zurückhalten, das zu tun, was sie sich vorgenommen haben. Wohl an, lasst uns hinabsteigen und dort ihre Sprache verwirren, damit keiner mehr die Sprache des anderen versteht. So zerstreute der Herr sie von dort über die ganze Erde. Und sie hörten auf, die Stadt zu bauen. Daher gab man ihr den Namen Babel, weil der Herr dort die Sprache der ganzen Erde verwirrte und sie von dort über die ganze Erde zerstreute.
[3:03] Damals also, unmittelbar nach der Sintflut, das sind wenige Generationen danach, ist dieser Nimrod aufgekommen. Die Bibel beschreibt ihn als einen gewaltigen Jäger vor dem Herrn. Und seine Idee war, nun die Menschen alle zu sammeln und zwar in einer Stadt, die er selbst gebaut hat, in dem Fall Babel. Er baut ja einige große Städte, auch von Ninive und Resen wissen wir, aber hier ging es um Babel. Denn in Babel sollte ein Turm gebaut werden, damit sich das Volk nicht ausbreitet. Die Idee, sie waren ja gerade, oder vor zwei Generationen waren sie gerade gelandet oben auf dem Araratgebirge mit der Arche. Und nun begann sich die Menschen zu mehren und einige sagten sich: Wir wollen gar nicht bei den hier bleiben, die sind so christlich, die sind so gott-treu. Wir wollen lieber uns unser eigenes Leben leben, wo nicht so behelligt werden und immer schlechtes Gewissen haben. Und so fanden sich Menschen und gründeten diese Stadt Babel. Und das war nicht alles, sie wollten dort diesen Turm bauen. Und die Absicht war, dass sie sich nicht zerstreuen über die ganze Erde, sondern dass sie immer zusammen bleiben. Und die hatten noch mehr vor. Wenn man Ellen White liest, dann kommt man da ein bisschen näher ran. Ellen White schreibt im Buch "Patriarchen und Propheten" auf Seite 96: Hier beschlossen sie, eine Stadt und in ihr einen Turm von solch gewaltiger Höhe zu bauen, dass er einmal die Bewunderung der Welt erregen sollte. Der Sinn dieses Unternehmens war, kleine, verstreute Ansiedlung zu verhindern. Gott hatte den Menschen geboten, sich über die ganze Erde auszubreiten, sie zu füllen und sich untertan zu machen. Aber die Erbauer von Babel wurden sich einig, beieinander zu bleiben und ein Reich zu gründen, das schließlich die ganze Welt umfassen sollte. Der bis in den Himmel aufstrebende, großartige Turm sollte als ein Denkmal der Macht und Weisheit seiner Erbauer gelten und ihren Ruhm bis zu den fernsten Geschlechtern weiterleben lassen.
[5:03] Nun, Gott sagte, die Menschen sollen sich verteilen auf der Erde. Und es ging eben um diese kleine Ansiedlung. Aber die Menschen, die Erbauer von Babel, die sagen: Auf keinen Fall, wir wollen eine große Stadt gründen. Und diese Stadt, die soll sozusagen unser Herrschaftssitz sein. Da wollen wir einen Turm bauen von so gewaltiger Höhe, dass die ganze Welt uns zujubelt. Und wir wollen Weltherrschaft. Also von hier aus soll sich alles über die ganze Welt ausbreiten. Also die Idee ist, die Menschen sollen zusammen sein, sie sollen unter einer Herrschaft sein und sie sollen dann die ganze Erde irgendwann füllen. Und das war das, wovor auch heute noch Menschen Angst haben, wenn Babylon Weltherrschaft erreicht. Nun, Gott ließ das nicht zu und er kam vom Himmel herab und hat das gestoppt, hat die Sprachen verwirrt und diesen Bau aufgehalten. Sonst hätten wir einer dritten Nachflutgeneration eine Weltherrschaft von Babylon gehabt, aus der wir nie wieder rausgekommen wären. Gott sagte ja, wenn wir jetzt nicht eingreifen, dann wird ihnen alles gelingen, was sie sich vorgenommen haben. Das war ihr Vorhaben. Wie wollten sie die Menschen zusammenziehen? Nun, im Buch "Christus ist Sieger" auf Seite 63 schreibt Ellen White: Sie meinten, sie könnten sich selbst retten, falls eine erneute Flut käme, denn sie wollten den Turm höher bauen als die Wasser der Sintflut gestiegen waren. Die ganze Welt würde sie deshalb ehren. Bevor sie den Turm vollendet hatten, war er bereits bewohnt. Die prächtig ausgestatteten Räume weihten sie ihren Götzen. Also man sieht hier schon, sie beteten Dämonen an. Sie hatten diesen Turm gebaut. Sie nahmen ja auch Asphalt statt Mörtel und sie nahmen gebrannte Ziegel statt Leben. Also die Idee war, das Ding ist wasserdicht. Sie bauten einen riesigen, wasserdichten Turm, der so hoch sein sollte, dass er die alten Flutmarken überragt. Also er wurde gebaut, als die Wasser in der Flut gestiegen sind. Das war ihre Idee: Wir bauen uns einen 100% sicheren Platz und alle Menschen sollen zu uns kommen und wer bei uns ist, wird gerettet werden. Das war ihre Idee. Sie wollten Macht konzentrieren, sie wollten alle zusammenbringen und dort würden sie mächtig sein und von da aus dann ihre Herrschaft ausweiten. Das ist genau das, was Gott nicht wollte. Also während sie sagten: Wir bleiben, wir zerstreuen uns nicht, wollte Gott, dass sich die Menschheit auf der ganzen Erde ausbreitet.
[7:36] Nun, auf der einen Seite verstehen wir vielleicht die Bewohner des damaligen Babel, die sagen: Unter uns ist es angenehm, unter uns ist es schön. Wir mögen es zusammen zu sein, das ist irgendwie so ein heimeliges Gefühl. In dem Fall wollten sie natürlich auch eine Herrschaft aufrichten. Aber uns geht es manchmal ganz ähnlich. Wir setzen auch manchmal viel Einsatz daran, so unter uns zu bleiben, in der Gemeinde, unter die Menschen, die wir kennen, unter Freunden und Geschwistern, anstatt nach Gottes Auftrag in die Welt hinauszugehen, uns ein bisschen aufzuteilen, damit wir viel schneller viel mehr Einfluss haben können. Da sind wir so ein bisschen wie die Menschen von Babel. Und wenn wir das machen, dann ist natürlich für den Teufel viel leichter, die Welt zu kontrollieren und auch die Gemeinden zu kontrollieren. Große Gemeinden, große Institutionen, wie damals z.B. das Krankenhaus in Battle Creek, die sind viel einfacher zu kontrollieren, wenn man die Führung übernimmt und dann hat man sich das ganze Werk. Und das war sowohl bei der Menschheitsgeschichte so. So sollte es gelingen, Babel, diesen Turm zu bauen, diese Stadt zu gründen und die Menschen alle ranzuziehen durch Nimrod, den gewaltigen Jäger vor dem Herrn. Dann werden alle Menschen zusammen und unter der Herrschaft Babylons. Und das kann vom Teufel sehr leicht manipuliert werden. Und Ellen White schrieb ja auch schon, sie fingen schon an, Götzen anzubeten. Das war nicht das, was Gott wollte. Wir laufen die gleiche Gefahr, wenn wir sagen: Wir konzentrieren uns und wir wir bauen immer nur so kleine Enklaven, wo wir alle zusammen wohnen und unsere Kirchen werden immer größer. Wir machen die ganzen kleinen Gemeindehäuser kaputt und ziehen die Kirchen zusammen und die werden immer größer und größer, bis da tausende Menschen reingehen. Dann haben wir nur noch wenige, aber die sind riesengroß, sind viel einfacher fremd zu kontrollieren. Der Teufel hat viel einfacher damit umzugehen als mit unzähligen kleinen Gemeinden.
[9:30] Nun, für uns ist es so, dass Gott sagt, wir sollen uns verteilen, wir sollen uns verstreuen. Denn wir sollen in die Mission gehen, wir sollen Menschen für Christus gewinnen. Wir sollen ein Evangelium einer sterbenden Welt bringen. Und das ist war ein bisschen überschrieben hier am Sonntag mit: Aus unserer Komfortzone herauskommen. Und das brauchen wir manchmal. Wir müssen manchmal aus unserer Komfortzone herauskommen. Wir müssen manchmal den Schutz dieser Gemeinschaft verlassen und selber unsere Erfahrung mit Gott machen, indem wir Menschen das Evangelium weitergeben. Wenn wir das tun, wird währenddessen unser Glaube geläutert, wie man Gold läutert. Also wir machen Erfahrung mit Gott, wir geben Zeugnis und empfangen auch Segen. Und dadurch wächst der Glaube. Wenn wir immer nur zusammen in unserer kleinen Gruppe sind, dann verändert sich nicht viel. Aber wenn wir in die Mission gehen und arbeiten, dann passiert was. Gott hat das manchmal, hat er seine Gemeinde dazu so ein bisschen zwingen müssen, das zu tun. Wir werden z.B. die erste Gemeinde, als Stephanus starb, es gab eine Verfolgung brach aus und die Christen mussten überhinfliehen und so das Evangelium überhingetragen. Gott macht manchmal sowas, dass er solche Dinge zulässt, damit sein Volk wieder verstreut wird und überall auf der Welt arbeiten kann. Denn sie haben ja einen Auftrag und zwar genau den gleichen Auftrag, den Gott damals auch schon dem Abraham gab.
[10:55] Wir können den Text mal lesen in 1. Mose 12. Finden wir ihn. Und dort die ersten drei Verse: Der Herr aber hatte zu Abraham gesprochen: Geh hinaus aus deinem Land und aus deiner Verwandtschaft und aus dem Haus deines Vaters in das Land, das ich dir zeigen werde. Und ich will dich zu einem großen Volk machen und dich segnen und deinen Namen groß machen, und du sollst ein Segen sein. Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen, und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf der Erde. Und das Heißung, die Abraham bekommen hat: Ich möchte dich segnen, du sollst ein Segen sein. In dir sollen alle Geschlechter der Erde gesegnet werden. Also Gott hatte was vor mit Abraham. Und was war denn diese große Aufgabe? Nun, Abraham sollte, dass die Botschaft von Gott, den Charakter von Gott, sein Wesen den Menschen nahbringen sollte. Sollte den Menschen zeigen, wer Gott ist. Er sollte also Menschenfischer sein, damals schon. Nun, auch wir heute nennen uns Abrahams Kinder, weil wir sozusagen aus der Abstammungslinie, aus dieser verheißenen Linie entstammen.
[12:08] Jetzt, woran werden eigentlich die Kinder der Verheißung erkannt? Woher wissen wir, dass wir Abrahams Nachkommen sind? In Johannes 8, Vers 39 steht: Sie, also die Juden, antworteten und sprachen zu ihm, zu Jesus: Abraham ist unser Vater. Jesus spricht zu ihnen: Wenn ihr Abrahams Kinder wärt, so würdet ihr Abrahams Werke tun. Also die Juden damals sagen: Hey, wir sind Abrahams Kinder. Und Christus guckt sie an und sagt: Nee, wenn ihr Abrahams wirklich Abrahams Kinder wärt, dann würdet ihr das tun, was Abraham getan hat. Also hier sieht man schon, es kommt nicht auf die fleischliche Linie an, sondern es kommt auf die geistliche Einstellung an. Bin ich ein geistliches Kind Abrahams oder nicht?
[12:56] Und was waren denn diese Werke von Abraham, von denen Jesus hier spricht? Wenn ihr Abrahams Kinder wärt, so würdet ihr seine Werke tun. In Hebräer 11, Verse 8 bis 10 lesen wir ein bisschen davon: Durch Glauben gehorchte Abraham, als er berufen wurde, nach dem Ort auszuziehen, den er als Erbteil empfangen sollte, und er zog aus, ohne zu wissen, wohin er kommen werde. Durch Glauben hielt er sich in dem Land der Verheißung auf wie in einem Fremden und wohnte in Zelten mit Isaak und Jakob, den Miterben derselben Verheißung. Denn er wartete auf die Stadt, die Grundfesten hat, deren Baumeister und Schöpfer Gott ist. Und Abraham hatte eine Berufung und er wusste, er will in ein Land fernab, also er möchte das verheißene Land und zeit seines Lebens hier auf Erden. Wir wissen, er lebte 175 Jahre, lebte er an Zelten, weil er sagt: Ich warte auf eine Stadt, die die Grundfesten hat. Ich warte auf ein etwas Besseres. Und so war sein Leben nicht konzentriert auf diese Welt, sondern auf das Zukünftige, das, was er noch nicht gesehen hatte. Er ging im Glauben darauf zu. Und so lebte er auch. Also so verhielt er sich gegenüber anderen Menschen, so verhielt er sich gegenüber Gott, so verhielt er sich gegenüber der Natur. Abraham ging im Glauben. Er lebte im Glauben und aus diesem Glauben sind dann auch seine Werke entsprungen.
[14:13] Jakobus 2, Verse 23 und 24: Dort lesen wir: Und so erfüllte sich die Schrift, die spricht: Abraham aber glaubte Gott, und das wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet, und er wurde ein Freund Gottes genannt. So seht ihr nun, dass der Mensch durch Werke gerechtfertigt wird und nicht durch den Glauben allein. Also er glaubte Gott, das, was er von ihm gehört hat, hat er im Glauben angenommen und hat auch danach gehandelt. Und so wurde er ein Freund Gottes genannt. Das können wir heute auch genauso wie Abraham damals. Wir können Gottes Verheißungen uns anschauen und können danach leben, können danach handeln, also können im Glauben vorangehen, würden wir sagen, also in den Wegen Jesu gehen und dann werden wir ein Freund Gottes genannt.
[15:13] Muss ein bisschen tiefer die Geschichte von Abraham angucken, dann ist es ganz bemerkenswert, wie Abraham damals den Ruf bekam, wie er dann auszog und wie dann ja, im Glauben auch mal gestolpert ist. Ich möchte es mal lesen, denn das kann jedem passieren, der Gott nachfolgt. Abraham war ein Freund Jesu, also er ist Gott gefolgt und er ist im Glauben ausgezogen, aber dann auch unterwegs gestrauchelt. Wir lesen 1. Mose 12, 10 bis 13: Da aber eine Hungersnot im Land herrschte, zog Abraham nach Ägypten hinab, um sich dort aufzuhalten, denn die Hungersnot lastete schwer auf dem Land. Und es geschah, als er sich Ägypten näherte, da sprach er zu seiner Frau Sarai: Siehe doch, ich weiß, dass du eine Frau von schöner Gestalt bist. Wenn ich dich nun die Ägypter sehen, so werden sie sagen: Das ist seine Frau, und sie werden mich töten und dich leben lassen. So sage doch, du seist meine Schwester, damit es mir um deinetwillen gut geht und meine Seele am Leben bleibt, um deinetwillen. Und es geschah, als Abraham nach Ägypten kam, da sahen die Ägypter, dass die Frau sehr schön war. Und als die Fürsten des Pharao sie sahen, priesen sie sie vor dem Pharao. Da wurde die Frau in das Haus des Pharaos gebracht, und es ging Abraham gut um ihretwillen, und er bekam Schafe, Rinder und Esel, Knechte und Mägde, Eselin und Kamele. Aber der Herr schlug den Pharao und sein Haus mit großen Plagen um Saris, der Frau Abrahams, willen. Da rief der Pharao Abraham und sprach: Was hast du mir da angetan? Warum hast du mir nicht mitgeteilt, dass sie deine Frau ist? Warum hast du gesagt, sie ist meine Schwester, sodass ich sie mir zur Frau nehmen wollte? Und nun, siehe, da ist deine Frau. Nimm sie und geh. Und der Pharao bestimmte seinetwegen Männer, die ihn und seiner Frau und allem, was er hatte, das Geleit gaben. Und Abraham zog mit seiner Frau und mit allem, was er hatte, auch mit Lot, von Ägypten hinauf in den Negev.
[17:30] Und was macht Abraham hier? Es ist eigentlich faszinierend, darüber nachzudenken, dass Abraham war kein junger Mann mehr, er war schon älter und auch seine Frau. Und da sind sie jetzt in Ägypten. Und trotz des Alters von Sarai wird sie erkannt von den Menschen, die dort leben. Und sie sagen: Wow, das ist aber eine hübsche Frau. Und Abraham wusste, dass er eine so hübsche Frau an seiner Seite hat. Und er sagt nicht, dass es mir schlecht geht um deinetwillen, nicht, dass der Pharao dich zur Frau haben will und mich deswegen umbringen lässt. Am besten, wir machen einen Trick, am besten, wir lügen, wir sagen einfach nicht die Wahrheit. Wir sagen, du bist meine Schwester. Und damit wollte Abraham jetzt durchkommen. Nun, tatsächlich, Abraham wurde gesegnet vom Pharao. Der Pharao ist ihm auf den Leim gegangen, würden wir sagen. Und Abraham hat viel Reichtümer durch diese Lüge bekommen. Aber auf der anderen Seite wurde der Pharao furchtbar geschlagen und Sarai war jetzt kurz davor, die Frau des Pharaos zu werden.
[18:33] Schau mal, was Ellen White dazu schreibt im Buch "Wie alles begann" auf Seite 113: In Ägypten zeigte Abraham, dass auch er nicht frei von menschlicher Schwäche und Unvollkommenheit war. Er verheimlichte, dass Sarah seine Frau war und verriet somit, dass er Gottes Fürsorge misstraute. Auf diese Weise offenbarte er einen Mangel an tiefem Vertrauen und dem Mut, die in seinem Leben so oft und ehrenwert an den Tag gelegt hatte. Gerade durch Abrahams Mangel an Vertrauen geriet Sara in große Gefahr. Der König Ägyptens, den man von ihrer Schönheit erzählt hatte, ließ sie in seinen Palast bringen und wollte sie zur Frau nehmen. Doch in seiner Güte beschützte der Herr Sara, indem er die königliche Familie mit Plagen heimsuchte.
[19:27] Nun, Gott guckte auf Sarai, dass sie nicht fremdgeht, dass sie nicht von dem Pharao als Frau angenommen wird, denn sie war ja Abrahams Frau. Trotz des Fehlers von Abraham war Gott treu. Also er hat trotzdem über sein Kind gewacht und er hat sogar dafür gesorgt, dass die Umstände so geschehen, dass Abraham da irgendwie wieder rauskommt. Aber es wird hier ein großer Fehler genannt, den er gemacht hat. Es war der falsche Platz, an dem er sich aufhielt. Nun, Abraham ist uns in vielen Dingen ein Vorbild und auch hier in dieser Geschichte ist Abraham uns ein Vorbild, aber hier kein gutes. Abraham hat gelogen, obwohl er es nicht hätte tun sollen.
[20:14] Nun, aus Abrahams Geschichte, wenn wir dort hinein gucken, dann sehen wir zum einen, dass Abraham Fehler gemacht hat. Aber zum anderen, dass Gott trotzdem ihn nicht aufgegeben hat. Er ist bei ihm geblieben, hat dafür gesorgt, dass alles wieder irgendwie zurecht kommt, auch wenn er jetzt im schlechten Standing sozusagen war beim Pharao. Der Pharao hat natürlich kein gutes Bild von ihm, dass er ihn so angelogen hat und dass diese Plagen über sein Haus gekommen sind. Steht nicht genau geschrieben, was da alles passiert ist, aber der Pharao wusste ganz genau, dass er belogen worden ist und dass es irgendwie ein großes Disaster gab in seinem Haus. Jedenfalls Gott hat auf Abraham trotzdem noch aufgepasst.
[20:54] Es war damals so, dass Belsazer, der König von Nebukadnezer, der König von Babylon, dass er damals von Daniel, dem Propheten, gesagt bekam, dass er hätte doch wissen sollen, was sein Großvater gemacht hat und er hätte besser handeln sollen. Nun, der König Belsazer, er wusste, dass er falsch gehandelt hat. Er kannte die...
[21:24] falsch gehandelt hat. Er kannte die Geschichte von seinem Großvater, hat aber trotzdem nicht darauf geachtet und ist den falschen Weg gegangen und wurde dafür verurteilt. Du bist auf der Waage gewogen worden und zu leicht befunden. Nun, sowas ähnliches geschieht auch mit uns.
[21:42] Bei der Geschichte von Abraham. Abraham, unser Vorvater, ist uns ein Vorbild, und wir kennen seine Geschichte. Wir sollen die Fehler, die er gemacht hat, nicht wiederholen. Also, die Lüge ist kein Feld, auf dem wir uns bewegen können. Betreten wir das Feld der Lüge, verlassen wir automatisch den Herrn, denn Gott ist Wahrheit und keine Lüge ist in ihm. Er würde nicht mit uns in die Lüge gehen. Er würde unsere Lüge auch nicht irgendwie schön reden.
[22:11] Der Teufel versucht uns auf die Art und Weise Fallen zu stellen, uns Angst zu machen, wie in dem Fall bei Abraham, damit Abraham hier ein Fehler macht, damit wir fallen. Das ist die Idee. Also wir verlieren unser Vertrauen in Gott aus Angst, vor wie z.B. vor Königen hier. Und das ist eine Taktik des Teufels, die in der ganzen Bibel immer wieder versucht hat, den Menschen Angst zu machen, damit sie ihr Vertrauen in Gott verlieren. Das sehen wir hier bei Abraham, und das sehen wir auch ganz am Ende der Bibel bei den Aposteln, wie sie bedroht worden sind, damit sie ihr Glauben aufgeben.
[22:49] Wir sollten niemals den Weg der Lüge wählen, denn dort sind wir schutzlos. Nun, ein W schreibt in das "Bessere Leben" auf Seite 59: "Alles Tun des Christen sollte so klar sein wie die Sonne. Die Wahrheit ist aus Gott, die Lüge in ihrer tausendfachen Gestalt stammt vom Teufel. Wer irgendwie vom festen Pfad der Wahrheit weicht, liefert sich der Gewalt des Bösen aus."
[23:15] Ist aber auch wirklich nicht so leicht immer die unverfälschte Wahrheit zu reden. Wir können die Wahrheit nicht reden, wenn wir sie nicht kennen. Wie oft hindern uns vorgefasste Meinungen, einseitiger Standpunkt, mangelhafte Kenntnis und irriges, falsches Verstehen der Angelegenheiten, mit denen wir es zu tun haben.
[23:33] Wir können die Wahrheit nicht reden, wenn unser Geist nicht dauernd unter der Führung dessen steht, der die Wahrheit ist. Ein ganz, ganz wichtiger Satz hier. Wir können die Wahrheit nicht reden, wenn unser Geist nicht dauernd unter der Führung dessen ist, der die Wahrheit ist.
[23:50] Also, wir müssen wirklich, so wie Abraham später ja auch, wir müssen ein Freund Gottes sein. Das heißt, wir müssen ihn in unseren Gedanken haben, wir müssen mit ihm reden. Das ist das, was unsere Gedanken reinigt. Das ist das, was uns auf den Pfad der Wahrheit, also auf den Pfad Jesu, zurückbringt. Denn wir sind ja Nachfolger Jesu.
[24:15] Wir sind ja Christen. Unser Mittwochstreff ging es um die Urgemeinde und um ihre Komfortzonen. Und da möchte ich mal reinlesen. Das ist was ganz Spannendes, was wir da lesen. Apostelgeschichte 10.
[24:27] Und ich lese hier die Verse 9 bis 15. Eine Geschichte, die Petrus damals wiederfahren ist. "Am folgenden Tag aber, als jene auf dem Weg waren und sich der Stadt näherten, stieg Petrus auf das Dach, um zu beten, etwa um die sechste Stunde. Da wurde er sehr hungrig und wollte essen. Während man aber etwas zubereitete, kam eine Verzückung über ihn, und er sah den Himmel geöffnet und ein Gefäß zu ihm herabkommen, wie ein großes leinendes Tuch, das an vier Enden gebunden war und auf die Erde niedergelassen wurde. Darin waren all die vierfüßigen Tiere der Erde und die Raubtiere und die kriechenden Tiere und die Vögel des Himmels. Und eine Stimme sprach zu ihm: Steh auf, Petrus, schlachte und iss! Petrus aber sprach: Keineswegs, Herr, denn ich habe noch nie etwas Gemeines oder Unreines gegessen. Und eine Stimme sprach wiederum zum zweiten Mal zu ihm: Was Gott gereinigt hat, das halte du nicht für gemein."
[25:32] Eine bemerkenswerte Geschichte. Wir lernen hier zum einen, dass Petrus in seinem ganzen Leben noch nie etwas Unreines gegessen hat, und es wird sich auch mit dieser Begebenheit hier nicht ändern. Aber diese Geschichte hat ja noch eine viel tiefere Bedeutung, also auch einen geistlichen Teil. Gott hat ihm etwas gezeigt, was für uns von größter missionarischer Bedeutung ist.
[25:56] Einige Verse später erklärt Petrus selber, was die Bedeutung dieses Gesichts ist, das er hatte. Also dieses Tuch, das damit all den unreinen Speisen kam. Ich lese Vers, also Apostelgeschichte 10, Vers 28 und 29. "Und er sprach zu ihnen: Ihr wisst, dass einem jüdischen Mann nicht erlaubt ist, mit einem Angehörigen eines anderen Volkes zu verkehren oder sich ihm zu nahen. Doch mir hat Gott gezeigt, dass ich keinen Menschen gemein oder unrein nennen soll. Darum bin ich auch ohne Wiederrede gekommen, als ich hergerufen wurde. Und nun frage ich: Aus welchem Grund habt ihr mich gerufen?"
[26:34] Nun, die Geschichte kennen wir. Es geht hier um den Hauptmann Cornelius. Hier Petrus war da auf diesem Dach und er bekam die Vision von Gott, die er erst nicht ganz verstanden hat. Und dann kamen Menschen zu ihm, Abgesandte von diesem Hauptmann und sagten, dass Petrus doch bitte mitkommen möge. Und Petrus, aufgrund von dem Gesicht, das er hatte, und der Aufforderung dieser Menschen, zog er jetzt mit.
[27:04] Und tatsächlich kam er denn da zu einem römischen Hauptmann mit seinem Gefolge. Also, man würde sagen, das sind Heiden, das sind unreine Menschen. Nun, Petrus jedenfalls geht jetzt in das Haus von Cornelius. Und im Wirken der Apostel, Seite 139 und Seite 140, lesen wir dann von Ellen White.
[27:25] "Nun verkündigte der Apostel diesen aufmerksamen Zuhörern Jesus Christus, sein Leben, seine Wundertaten, den Verrat, der in ihm geschah, und seine Kreuzigung, seine Auferstehung und Himmelfahrt und schließlich seinen Dienst im Himmel als Vertreter und Fürsprecher des Menschen."
[27:41] Als Petrus die Versammelten auf Jesus als die einzige Hoffnung des Sünders hinwies, verstand auch er selbst die Bedeutung des geschauten Gesichts noch besser, und sein Herz wurde gepackt von der Macht der Wahrheit, die er verkündete.
[27:55] Plötzlich wurde die Predigt durch das Herabkommen des Heiligen Geistes unterbrochen. Da Petrus noch diese Worte redete, fiel der Heilige Geist auf alle, die dem Wort zuhörten. Und die Gläubigen aus den Juden, die mit Petrus gekommen waren, entsetzten sich, dass auch auf die Heiden die Gabe des Heiligen Geistes ausgegossen ward. Denn sie hörten, dass sie in Zungen redeten und Gott hochpriesen.
[28:15] Da antwortete Petrus: "Mag auch jemand dem Wasser wehren, dass diese nicht getauft werden, den Heiligen Geist empfangen haben gleich wie auch wir?" Und befahl sie zu taufen im Namen Jesu Christi.
[28:27] So wurde das Evangelium denen gebracht, die Gäste und Fremdlinge waren, und machte sie zu Mitbürgern der Heiligen und Gottes Hausgenossen. Die Bekehrung des Cornelius und seiner Familie war die erstlingsfrucht einer Ernte, die eingebracht werden sollte. Von diesem Heim aus nahmen jener heidnischen Stadt ein großes Werk der Gnade seinen Anfang.
[28:51] So begann es damals. Petrus wurde aufgefordert: Geht zu den Heiden, geht zu den Unreinen und macht zu Jüngern alle Völker. Nun, Petrus hat es dann verstanden, als er gepredigt hat und merkte, wie das Wort aufgenommen wurde. Da konnte er Gott nur loben und preisen. Hat selber verstanden, was er da eigentlich auf dem Dach gesehen hat.
[29:09] Es war nicht der Aufruf, unreine Speise zu essen. Das sollte Petrus nicht tun. Es war der Aufruf, alle Menschen, egal woher sie kommen, nicht als unrein zu bezeichnen und sich ihnen gegenüber so zu verhalten. Petrus hatte ein großes Werk vor sich.
[29:29] Nun, dieses Werk, das Petrus damals begonnen hat, also die Heidenmission, dieses Werk gibt es heute immer noch. Auch wir, die wir einst Heiden waren und jetzt Christen sind, haben immer noch diesen Missionsbefehl: Mache zu Völkern zu Jüngern alle Völker. Und das sollen wir auch tun.
[29:46] Im Wirken der Apostel lese ich weiter auf Seite 140. White sagt: "Noch heute hält Gott unter hoch und niedrig gestellten Ausschau nach Menschen. Es gibt viele, die daher wie Cornelius mit seinem Werk in dieser Welt in Verbindung bringen möchte. Sie fühlen sich zu Gottes Volk hingezogen, sind aber fest an die Welt gebunden. Sie brauchen sittliche Entschlossenheit, um sich ganz auf die Seite Christi zu stellen."
[30:09] Um solche Menschen, die wegen ihrer Verantwortlichkeiten und Beziehungen in großer Gefahr stehen, sollte besonders gerungen werden. Also, die Idee ist immer noch da, so wie damals. Und das war ja, Cornelius war wirklich einer, der durch seine Beziehung, seine Verantwortlichkeiten, also seine besondere Stellung, ja, sehr, sehr schwer Christus anzunehmen, also sein ganzes Leben zu verändern und plötzlich dem Jesus von Nazareth zu folgen.
[30:31] Und so geht es vielen Menschen auch noch in der Welt. Die sind jetzt vielleicht kein römischer Hauptmann, der eine Gruppe oder Kohorte befehligt, sondern wir sind vielleicht Menschen in Geschäftsbereichen, in bestimmten Familienkreisen und Freundeskreisen, wo sie ihre Rolle haben und da eigentlich so nicht rauskommen, wo sie die Wahrheit hören und eigentlich doch gemacht sind, das Reich Gottes zu erben.
[30:56] Und eben zu den Menschen sind auch wir gesandt, und wir sollen sie nicht unrein nennen. Selbst die schlimmsten Menschen, die wir uns vorstellen können, die da vielleicht gerade böse Sachen machen, auch zu ihnen werden wir geschickt, um diese Menschen zu erreichen und sie zu retten für das Reich Gottes.
[31:18] Und das fing damals da an. Ellen White sagt, das ist eine Erstdingsfrucht. Und das ist die Erstdingsfrucht. Und später wissen wir, die Erstdingsfrucht, das war ja das erste Erntefest im ganzen jüdischen Kalender. Also da war ja das Passahfest und das Fest der ungesäuerten Brote. Und an dem ersten Tag der Woche nach dem Passah, das war dann die Erstlingsfrucht.
[31:39] Danach gab es noch zwei weitere Erntefeste. Das eine war Pfingsten, und dann das große ganz am Ende, das Laubhüttenfest. Auf das Laubhüttenfest, da warten wir noch drauf. Also das Laubhüttenfest ist ja symbolisch für die Heimkehr. Das ist das größte Erntefest im ganzen Kalender. Und diese große Ernte, die wird eines Tages kommen, wenn Christus wiederkommt.
[31:58] Er wird in die Wolken des Himmels kommen und er wird dann nicht selber die Erde betreten, sondern seine Engel aussenden. Und sie werden das auserwählte Volk von den vier Himmelsrichtungen sammeln und sie zusammenbringen. Und das ist die große Ernte. Bei Petrus wird es genannt, das die Früh-Ernte. Aber was, worauf wir hinarbeiten, ist die große Ernte ganz am Ende.
[32:21] Und so ist es auch so, dass einer sät, der andere erntet. Also der eine kultiviert, der andere macht. Der eine gibt die Botschaft, der andere kümmert sich und betet, ein anderer tauft ihn. Also so sind die Arbeiten verteilt, aber wir arbeiten alle im gleichen Weinberg. Und dafür, um Menschen zu erreichen.
[32:38] Denn wir sind ja Abrahams Nachkommenschaft, genau wie auch Petrus. Wir sollen ein Segen sein zu den Menschen und sollen der Welt Gottes Charakter offenbaren.
[32:49] Nun, ist es nicht so, dass wir immer wieder Abraham sozusagen sein buchstäbliches Heimatland verlassen müssen, um irgendwo anders hinzugehen? Was wir verlassen müssen, ist unsere geistliche Heimat als Erde. Wir müssen Kinder Gottes werden, also unseren Bereich in den Himmel verlagern. Aber mit der Arbeit, die können wir genauso gut vor unserer eigenen Haustür machen, wie auch woanders.
[33:21] Apostelgeschichte 1 Vers 8, da lesen wir unseren Merkvers: "Ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist, und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem, in ganz Judäa, in Samaria und bis ans Ende der Erde."
[33:44] Und tatsächlich, hier werden verschiedene Bereiche aufgezählt. Erst heißt Jerusalem, und Jerusalem war eine Stadt in Judäa. Und das Nachbarland von Judäa war Samaria. Und alles zusammen, die ganze Erde. Und so ist es bei uns auch.
[34:03] Wir sollen Zeugen sein in Jerusalem, also das ist bei dir zu Hause, in deiner Familie, bei deinen Freunden, bei den Menschen, die du kennst. Da sollst du Zeuge sein. Und du sollst Zeuge sein in deiner Gemeinde, also in Judäa, würden wir sagen, in deinem Land. Und du sollst Zeuge sein in Samaria, also Samaria, das wäre sozusagen das Ausland, da wo die bösen Heiden wohnen. Also auch da sollst du ein Zeuge sein.
[34:26] Auch dazu bist du berufen. Und bis ans Ende der Erde, also mit anderen Worten, egal wo Gott dich hinstellt, da du sein Kind bist, hast du auch einen Auftrag. Du hast den Auftrag Abrahams: "Ich will dich segnen, und du sollst ein Segen sein." Und das ist heute immer noch der Auftrag, der sich nie verändert.
[34:48] Nun, Paulus geht sogar noch ein Schrittchen weiter. Paulus sagt sogar, was wir eigentlich sind in der Welt, und egal ob in unserer Familie oder irgendwo anders, wo Gott uns hinschickt. Im zweiten Korinther 5 Vers 20, da sagt Paulus so: "Sind wir nun Botschafter für Christus, und zwar so, dass Gott selbst durch uns ermahnt."
[35:13] Also, Paulus sagt, ihr seid nicht nur einfach irgendwelche Berufenen, die irgendwas tun sollen. Nein, ganz, ganz im Gegenteil. Ihr seid das, was Abraham auch war. Abraham war ein Freund Gottes, und in ihm konnte man den Charakter Gottes sehen. Und das soll in uns auch so sein.
[35:27] Wenn wir in die Welt gehen, egal ob weit weg oder nur in unsere Familie und Umgebung und Freunde, man soll an uns den Charakter Gottes erkennen. Denn die Menschen, die uns sehen, sollen Christus sehen. Es geht nicht darum, dass wir uns verherrlichen, weil wir so einen guten Charakter haben, sondern es geht darum, dass dein guter Charakter Gott verherrlicht.
[35:48] Christus sagt doch: Ihr sollt ein Licht sein. Lasst euer Licht leuchten vor den Menschen, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen. Das ist die Idee.
[36:03] Die Werke, die auch Abraham hatte. Und was für Werke Abraham hatte. Wir haben schon paar angeguckt. Vor allem ging er immer im Glauben, also er folgte eigentlich immer den Spuren Gottes. Er versuchte den Charakter Gottes selber anzunehmen. Er war nicht immer vollkommen. Wir wissen, Abraham ist auch gefallen, aber ist wieder aufgestanden. Gott hat sich trotzdem um ihn gekümmert.
[36:19] Das ist für uns auch ganz wichtig, dass wir das wissen. Gott gibt uns nicht auf, nur weil wir mal fallen. Gott kümmert sich trotzdem um uns. Er wird uns helfen und wird uns weiterschicken und weiterführen.
[36:31] Die Idee ist, dass wir unseren Charakter verändern und dass unser Zeugnis den Charakter anderer Menschen verändert. Es hatte Abraham immer vorgehabt. Abraham wollte ein Licht sein, wo immer er war. Hat er seine Altäre gebaut und hat er versucht, Menschen zu Gott zu ziehen.
[36:49] Nun, viele Menschen kennen Christus nicht, aber sie kennen vielleicht dich. Und vielleicht bist du die einzige Verbindung zwischen diesen Menschen und Gott. Vielleicht bist du der Einzige, der für denjenigen betet. Vielleicht bist du der Einzige, der ihm vom Evangelium erzählt.
[37:05] Die Berufung, die du hast, ist nicht umsonst. Also, Gott macht keine Fehler. Als er dich berufen hatte, hatte er einen Plan mit dir. Als er dich berufen hatte, wusste er, wer deine Familie ist. Er wusste, wer deine Freunde, deine Kollegen sind. Gott wusste, in welche Länder er dich schickt. Gott wusste das alles im Voraus, und er hat dich berufen, damit du dort ein Licht bist, mit Gott dich überall hinschicken kann und auch eben die Menschen deiner Umgebung erreichen kann durch dich.
[37:31] Vielleicht bist du nicht derjenige, der eines Tages die Ernte einfährt. Vielleicht bist du aber derjenige, der die Saat sät, also das erste Körnchen Glaube, dass dann da irgendwann aufkeimt in den Herzen der Menschen, bis sie eines Tages gerettet werden und wir sie im neuen Jerusalem sehen können. Das ist unsere Berufung, und an der lasst uns festhalten.
[37:53] Wir wollen zum Abschluss dieses Themas noch gemeinsam beten. Unser lieber Vater im Himmel, möchten dir von Herzen dafür danken, dass wir deine Kinder sind. Herr, du hast uns in die Nachkommenschaft Abrahams berufen, damit auch wir ein Licht sind, dort, wo du uns hinsendest. Und lieber Vater, wir möchten dich bitten, dass dein Heiliger Geist in uns wohnt, damit dieses Licht in unserem Herzen ist und auch aus uns herausleuchtet, damit die Menschen uns wirklich deinen Charakter der Liebe erkennen können.
[38:26] Herr, wir möchten dich bitten, dass du die Arbeit, die wir tun, segnest, damit wir noch viele Menschen erreichen können und auch durch unser Zeugnis noch Menschen für dich gewonnen werden. Herr, hab Dank dafür, dass du uns nicht aufgibst, wenn wir auch mal straucheln, wenn wir mal fallen und Fehler machen. Du kümmerst dich um alles. Du kümmerst dich auch um uns. Manchmal wird unser Weg dadurch schwerer, aber wir sind nicht gottesfern dadurch, sondern du stehst trotzdem an unserer Seite und du gehst mit uns durch die Pfade unseres Lebens. Danke, Herr, dass du uns nicht aufgeben wirst bis ans Ende der Welt.
[39:01] Amen. Eben. Danke, dass wir dieses Thema zusammen machen konnten. Es ist Gottes Aufruf an dich und an mich. Er hat Abraham berufen, genauso wie er dich und mich berufen hat. Wir haben die gleiche Mission, wir haben den gleichen Weg zu gehen. Und es ist immer noch ein bisschen Gnadenzeit. Und solange noch Gnadenzeit ist, können noch Menschen gerufen werden und können sich auch noch Menschenherzen bekehren.
[39:21] Lass uns diese Zeit nutzen und die Zeit auskaufen, die wir haben, denn die Menschen müssen noch werden. Es gibt keinen anderen Weg außer in Jesus Christus. Und manche Menschen haben keinen anderen Zugang außer durch dich, der du ein Freund Jesu bist.
[39:38] Ich möchte euch herzlich einladen, auch nächste Woche wieder dabei zu sein, dann zum vierten Thema, wenn wir noch ein bisschen tiefer in die Geschichte auch von Abraham hineinschauen. Gottes Segen euch bis dahin.