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Manuskript zur Sendung   >>>   CSH_2023_04_Lektion_4

In dieser Lektion der Christ Study Hour wird die Bedeutung von Gottes Mission und der persönlichen Mission der Gläubigen beleuchtet. Anhand biblischer Beispiele wie Abraham und Elisa wird die Wichtigkeit von Gastfreundschaft, Nächstenliebe und Fürbitte für andere hervorgehoben. Die Lektion betont, dass die Liebe untereinander das Erkennungszeichen der Jünger Jesu ist und wie diese Liebe das Reich Gottes bereits auf Erden sichtbar macht.


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Serie: CSH 2023 Q4 -Gottes Mission - Meine Mission

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Transkript

[0:00] Ein herzliches Willkommen zur Christ Study Hour. Wir sind im vierten Quartal 2023 und wir sind in der Lektion Gottes Mission, meine Mission. Jetzt in Lektion 4 angekommen: Gottes Mission weitergeben, heißt es. Und das soll heute unser Thema sein.

Unser Merkvers, den finden wir in Johannes 13, Verse 34 und 35. Und dort heißt es: "Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr einander liebt, so wie ich euch geliebt habe. Auch ihr sollt einander lieben. Daran wird jeder Mann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt." Und das war von Jesus Christus ein großer Wunsch an seine Jünger und das Erkennungszeichen der Christen.

Nun wollen wir in die Lektion gemeinsam starten und das tun wir mit einem Gebet. Unser lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danken dafür, dass wir jetzt gemeinsam wieder studieren können. Und wir möchten dich bitten, dein Heiliger Geist unser Lehrer ist, dass er uns hilft, alle Texte in richtiger Weise zu verstehen. Bitte öffne du unser Herz und seinen Verstand. Im Namen Jesu. Amen.

[1:46] Beginnen wir mit dem Text im 1. Mose 18, Verse 1 bis 8. Wir hatten ja in der letzten Woche schon über Abraham gesprochen und wie Gott ihn berufen hat und wie seine Mission war, Gott zu folgen und wir auch für andere sich eingesetzt hat. Das wollen wir uns heute ein bisschen tiefer angucken. Und wir lesen die Geschichte von Abraham, also etwas weiter.

[2:06] 1. Mose 18, ich lese 1 bis 8. "Und der Herr erschien ihm bei den Terebinthen Mamres, während er am Eingang seines Zeltes saß, als der Tag am heißesten war. Und er hob seine Augen und schaute, siehe, da standen drei Männer ihm gegenüber. Und als er sie sah, eilte er ihnen entgegen vom Eingang seines Zeltes, beugte sich zur Erde nieder und sprach: Mein Herr, habe ich Gnade vor deinen Augen gefunden, so geh doch nicht vorüber an deinem Knecht. Man soll ein wenig Wasser bringen und wascht eure Füße und lasst euch nieder unter dem Baum. So will ich ein Bissen Brot bringen, dass ihr euer Herz stärkt. Danach mögt ihr weiterziehen, denn darum seid ihr bei eurem Knecht vorbeigekommen." Sie sprachen: "Tu uns, wie du gesagt hast."

[2:53] Und Abraham eilte in das Zelt zu Sarah und sprach: "Nimm rasch drei Maß Feinmehl, knete sie und backe Brotfladen." Abraham aber lief zu den Rindern und holte ein zartes und gutes Kalb und gab es dem Knecht, der eilte und bereitete es zu. Und er trug Butter und Milch auf und von dem Kalb, das er zubereitet hatte, und setzte es ihnen vor. Und er stand bei ihnen unter dem Baum, und sie aßen.

[3:19] Da sprachen sie zu ihm: "Wo ist deine Frau Sarah?" Er antwortete: "Drinnen im Zelt."

[3:27] Nun, die Geschichte von Abraham, diese bemerkenswerte Geschichte hier, wo er diese drei Wanderer sieht, diese drei Fremdlinge, die da auf ihn zukommen. Und wo man so sieht, welche Einstellung Abraham hat. Er wusste ja gar nicht, wer das da ist. Abraham war es gewöhnt, gastfrei zu sein. Da kommen drei Reisende und Abraham geht auf sie zu und sagt: "Bitte, bitte, also er wirft sich sogar vor ihn nieder und sagt: Bitte, bitte, geht nicht an meinem Zelt vorbei. Wenn es euch recht ist, bleibt doch hier und stärkt euch. Danach könnt ihr weiterziehen. Ich will euch was zu Essen bringen."

[4:06] Abraham Idee war jetzt: Ich möchte diese Gäste nicht einfach weggehen lassen, denn vielleicht ist die einzige Möglichkeit, dass ich sie sehe, und ich möchte doch etwas Zeit mit ihnen verbringen. Und so tatsächlich sucht er auch vom Besten, was er hat, um diese Gäste zu versorgen. Stell das mal in der heutigen Zeit vor. Abraham läuft also los und organisiert und managed alles und sagt: "Alle müssen jetzt mitarbeiten. Da sind drei Fremde gekommen und jetzt wird gemacht und was geschafft." Und Abraham geht wieder zu ihnen hin, bereitet dann alles vor. Der Hausherr selbst deckt alles ein, dass die drei Fremden dort essen können. Und es steht geschrieben: Abraham steht dann daneben.

[4:45] Also Abraham ist sozusagen ähm, ja, wie sagt man, er gesellt sich dazu, er unterhält seine Gäste, er ist dabei, er ist neugierig, er will wissen, wer ist das, wer sind diese drei Fremden? Das ist bemerkenswert. Also, was Abraham hier macht, muss ich vorstellen. Abraham war ein reicher Mann und er tut alles, um diese Fremdlinge, da von der er nicht weiß, wo die herkommen, zu bewirten und ihnen wirklich alle erdenkliche Freundlichkeit zukommen zu lassen.

[5:16] Nun, warum macht Abraham sowas? Nun, Abraham wollte, dass alle Menschen die Möglichkeit haben, Gottes Charakter zu sehen. Und wärst du da vorbeigekommen als Wanderer, hätte er das gleiche auch für dich gemacht. Und so war Abraham ist da ein Fremder, vielleicht kann ich mich um ihn kümmern, vielleicht kann ich zu ihm sein, vielleicht kann ich ihm was von Gott erzählen, vielleicht kann ich ihm zeigen, wie mein Gott ist. Und das war seine große Mission und auch seine Passion im Herzen.

[5:43] Und tatsächlich, diesen missionarischen Geist, den hat Abraham Zeit seines Lebens gehabt. Und eben für diesen missionarischen Geist, den hatte er wurde er dann ja auch gesegnet. Wir wissen ja, die Geschichte dann weitergeht. Gucken wir uns gleich noch an, durch diese Gastfreundschaft Ruth nun auch der Segen auf Abrahams Haus.

[6:04] Nun, ganz ähnliche Begebenheiten finden wir in der Bibel, ganz viele. Wir schauen uns gleich noch eine an. Ich möchte vorher, oder ne, wir können, wir können gleich mal reingucken. Ich möchte euch das mal zeigen mit die Geschichte von Elisa.

[6:19] Elisa, der viel gereist und viel unterwegs war, der hatte so eine kleine Schlafkammer bekommen von einer Witwe. Und das ist eine sehr beeindruckende Geschichte, denn die Witwe, die wollte sich um Elisa kümmern, wollte, dass es ihm gut geht. Und tatsächlich, sie hat sich einfach nur aus Nächstenliebe um diesen Propheten Elisa gekümmert. Ich meine, was hatte sie mit ihm zu tun? Er war ein Prophet in Israel. Aber diese Witwe versucht jetzt, dem Elisa das Leben irgendwie angenehmer zu machen, einfach aus Liebe, nicht weil sie irgendwas erwartet.

[6:56] Im Buch "Macht und Ohnmacht" von lesen wir auf Seite 162: "Die Hausherrin erkannte, dass Elisa ein heiliger Mann Gottes ist. Darum sagte sie zu ihrem Mann: Wir sollten ihm ein kleines Dachzimmer einrichten und ein Bett, ein Tisch, einen Stuhl und eine Lampe hinstellen, dass er dort wohnen kann, wenn er zu uns kommt." Elisa kam oft zu diesem Zufluchtsort, dankbar für dessen stillen Frieden. Und Gott gedachte der Freundlichkeit dieser Frau. Bislang war ihr Heim kinderlos gewesen. Nun belohnte der Herr ihre Gastfreundschaft und schenkte ihr einen Sohn, obwohl ihr Mann alt war.

[7:34] Nun, ganz ähnlich auch hier, wie bei Abraham, der so gastfreundlich gegenüber, in dem Fall Jesus und den Engeln war, war auch hier diese Witwe. Sie war Gast, sie war gastfreundlich, wobei sie gar keine Witwe zu dem Zeitpunkt war. Sie war gastfreundlich gegenüber Elisa. Und das wurde natürlich sofort belohnt.

[7:58] Dann, und es ist schön, dass wir das sehen können, dass Gott sich nicht ändert. Also, Gott ist derselbe, gestern, heute und auch in Ewigkeit. Er gibt immer wieder so Möglichkeiten, dass die Menschen die Chance haben, ihre Gastfreundschaft zu zeigen, also ihren Glauben läutern zu lassen, dass sie das Richtige tun können. Und Gott kann die Menschen dafür segnen. Er möchte ja so gerne segnen. Und so gibt ja immer wieder so Gelegenheiten und Möglichkeiten und Chancen.

[8:23] Wir wissen nicht, wann der Segen dann kommt, aber wir wissen, dass er kommt. Nun, in dem Buch "Propheten und Könige", Seite 92, schreibt White: "Gastfrei zu sein, vergesst nicht, denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt." Sie zitiert Hebräer 13. "Diese Worte haben im Laufe der Zeit nichts an Bedeutung eingebüßt. Immer noch schickt unser himmlischer Vater seinen Kindern Gelegenheiten, die nichts anderes als verborgene Segnungen sind. Wer diese Gelegenheiten benutzt, erlebt große Freude." Schön, oder? Gott versucht immer so kleine, ja, so Geschenke zu verteilen. Er möchte gerne sein Volk segnen, all die Menschen, die das Gute wollen. Und so gibt er immer Gelegenheiten, dass wir auch zeigen können, dass wir das machen, dass wir also, dass wir unseren Glauben in der Tat beweisen können. Darauf wartet Gott, dass er die Tore des Himmels öffnen kann zum Segen.

[9:21] Und bei Abraham ist das wunderschön, denn bei Abraham sehen wir ja, was für ein Segen das war. Also, er hat ja Jesus Christus selbst beherbergt, was ja ein Symbol ist für den Fremden, den wir aufnehmen in seinem Namen. Wir nehmen dann Christus selbst auf.

[9:37] Lesen wir ein bisschen weiter in der Geschichte von Abraham. Wir waren im 1. Mose 18 und lesen jetzt mal ab Vers 16 weiter. Das ist jetzt der Abschnitt, der ähm, der ist von Vers 16 bis Vers 33. Ich lese nur ein Stück davon, den Anfang und das Ende und lass den mittleren Teil weg, weil es sonst zu lange ist.

[10:02] 1. Mose 18, 16 bis 33. "Da brachen die Männer auf und wandten sich nach Sodom, und Abraham ging mit ihnen, um sie zu begleiten. Da sprach der Herr: Sollte ich Abraham verbergen, was ich tun will? Abraham soll doch gewiss zu einem großen und starken Volk werden, und alle Völker der Erde sollen in ihm gesegnet werden. Denn ich habe ihn erwählt, dass er seinen Kindern und seinem Haus nach ihm gebiete, den Weg des Herrn zu bewahren, indem sie Gerechtigkeit und Recht üben, damit der Herr auf Abraham kommen lasse, was er ihm verheißen hat."

[10:37] Und der Herr sprach: "Das Geschrei über Sodom und Gomorra ist groß, und ihre Sünde ist sehr schwer. Darum will ich herabsteigen und sehen, ob sie wirklich ganz nach dem Geschrei über sie getrieben haben, das vor mich gekommen ist, oder ob nicht. Ich will es wissen." Und die Männer wandten ihr Angesicht von dort und gingen nach Sodom. Aber Abraham blieb noch stehen vor dem Herrn.

[11:03] Und Abraham trat näher und sprach: "Willst du auch den Gerechten mit dem Gottlosen wegraffen?" Und dann kommt hier dieses Gespräch, das gucken wir uns später noch an, das Gespräch zwischen Gott und Abraham, wo Abraham dann versucht, vielleicht, wenn noch so und so viele Gerechte sind. Am Ende sagt er dann: "Und er sprach: Abraham, ach, zürne nicht, mein Herr, dass ich nur noch diesmal rede. Vielleicht finden sich zehn darin." Er sprach: "Ich will sie nicht verderben um der Zehn willen." Und der Herr ging hinweg, als er mit Abraham ausgeredet hatte. Abraham aber kehrte wieder an seinen Ort zurück.

[11:42] Nun, tatsächlich, wenn wir uns die Situation von damals vorstellen, da waren die Städte Sodom, Gomorra, Adama, Zeboim. Das waren furchtbare, schändliche Städte. Würden wir heute sagen, also da, Sprichwort wie Sodom und Gomorra. Und obwohl diese Städte so furchtbar waren und die Bewohner Sünder, scheint Abraham doch trotzdem einen Wert in diesen Menschen zu sehen. Er trägt Sorge um sie, er kümmert sich um sie, er bemüht sich. Abraham möchte, dass es diesen Menschen dort gut geht, dass sie doch Gott erkennen mögen.

[12:18] Und so fängt Abraham an, Fürbitte zu halten. Also, er versucht jetzt irgendwie zu veranlassen, dass diese Menschen nicht vernichtet werden. Nun, tatsächlich, ich vermute mal, dass Abraham die wenigsten dieser Menschen persönlich kannte, aber die Menschen allgemein lagen ihm am Herzen. Man kann sich den Charakter von Abraham so ein bisschen vorstellen, wie er war. Er war gastfrei, er sorgte sich um die Menschen in seiner Umgebung, er betete für sie.

[12:48] Abraham muss den Wert der Menschen erkannt haben, was aus Menschen werden könne, sollten sie den Ruf Gottes annehmen und im Herzen folgen. Ihre Sünden werden vergeben, ihr Leben wird verändert, sie bekommen einen neuen Charakter. Und Abraham muss gemerkt haben, dass aus dem Schlimmsten Fremden ein guter, gehorsamer Jünger Gottes sein kann, der wiederum von sich aus zum Segen für andere wird.

[13:20] Und so fängt Abraham an dort zu beten. Und diese Liebe, die Abraham hat, das ist eben auch die Liebe, die wir im Herzen haben sollen. Jesus Christus sagt in Johannes 13, Vers 35, und das war ja auch Teil unseres Merkverses: "Daran wird jeder Mann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt." Also, diese Liebe, die Abraham selbst zu Fremden hatte, das ist diese Liebe, die wir auch im Herzen haben sollen.

[13:49] Und wenn wir jetzt auch mit unseresgleichen zusammen sind, also mit Geschwistern in der Gemeinde, dann soll man diese Liebe auch sehen. Und wenn jemand von außen dazu kommt, dann wird er merken: "Huch, die haben ja alle diese Liebe im Herzen. Die sind ja alle, sag mal so, kleine Abrahams." Und das ist natürlich sehr, sehr anziehend. Denn genau daran, sagt Christus, wird jeder Mann erkennen, dass ihr zu mir gehört. Ihr seid also geistliche Kinder Gottes, ihr seid geistliche Kinder Abrahams auch.

[14:15] Und so können wir vielen der Geschichte von Abraham lernen über das Verhalten, das wir selbst an den Tag legen sollen. Und diese Liebe ist eine große Sache, die Abraham hatte, nicht nur zu Gott, sondern eben auch zu den Menschen. Und sogar, und das ist halt faszinierend, dass Abraham diese Liebe zu seinen Feinden hatte. Er fängt an für die Städte zu beten, die doch so ruchlos sind.

[14:39] Und tatsächlich, diese Mission gilt heute auch uns, an den Nachkommen Abrahams. Sollen die Menschen sehen, dass das Reich Gottes unter uns anfängt. Also, wir sollen den Menschen zeigen, wer Gott eigentlich ist. Wen haben die Menschen sonst? Und so können sie unter uns, wenn wir zusammenkommen, sehen, dass das irgendwie was Neues in der Gesellschaft ist. Diese Menschen leben in Liebe zusammen. Das ist genau das, was der Welt fehlt heute, diese Liebe untereinander. Die soll man aber in den Gemeinden sehen. Und wenn Gäste dazu kommen, tut alles, dass die Menschen diese Liebe sehen können, so wie die drei Wanderer das in Abraham gesehen haben.

[15:18] Diese Liebe, die ihm gegenüber aufgezeigt hat, dass wenn Gäste in unsere Gemeinden kommen oder zu euch nach Hause, dass sie sehen können, dass sie in Liebe angenommen sind. Das ist ein kleines Stückchen, dass sie dann erleben können vom Reich Gottes.

[15:31] Deswegen sagt Jesus: "Das Reich Gottes fängt mitten unter euch an, weil ihr diese Liebe im Herzen tragt, in Liebe lebt." Und Liebe ist ja das Gesetz Gottes, das Gesetz des Himmels. Und dann können die Menschen euch einfach beobachten, können diese Liebe genießen und können sehen, wie ihr untereinander seid und verstehen, das ist Gottes Reich. Und bekommen diese Sehnsucht im Herzen auch, dazu gehören zu wollen. Und das werden vielleicht dann die nächsten Missionare.

[15:58] Nun gucken wir ein bisschen tiefer in diese Geschichte von Abraham. Wir hatten gerade einen Teil übersprungen, dieser Teil, wo er mit Gott darum feilscht, so sagen darf, wie viele denn gerettet werden oder ob die Städte nun verschont werden oder nicht.

[16:12] 1. Mose 18, wir lesen jetzt Vers 23 bis 32. "Und Abraham trat näher und sprach: Willst du auch den Gerechten mit dem Gottlosen wegraffen? Vielleicht gibt es 50 Gerechte in der Stadt, willst du die wegraffen und den Ort verschonen um der 50 Gerechten willen, die darin sind? Das sei ferne von dir, dass du eine solche Sache tust und den Gerechten tötest mit dem Gottlosen, dass der Gerechte sei wie der Gottlose. Das sei ferne von dir! Sollte der Richter der ganzen Erde nicht gerecht richten?"

[16:46] Der Herr sprach: "Wenn ich 50 Gerechte in Sodom finde in der Stadt, so will ich um ihretwillen den ganzen Ort verschonen." Und Abraham antwortete und sprach: "Ach, sieh, ich habe es gewagt, mit dem Herrn zu reden, obwohl ich nur Staub und Asche bin. Vielleicht gibt es fünf weniger als 50 Gerechte darin. Willst du denn die ganze Stadt verderben um der fünf willen?" Er sprach: "Wenn ich darin 45 finde, so will ich sie nicht verderben."

[17:09] Und er fuhr weiter fort, mit ihm zu reden und sprach: "Vielleicht finden sich 40 darin." Er aber sprach: "Ich will ihnen nichts tun um der 40 willen." Und Abraham sprach: "Möge es mein Herr nicht erzürnen, wenn ich noch weiter rede. Vielleicht finden sich 30 darin." Er aber sprach: "Wenn ich 30 darin finde, so will ich ihnen nichts tun." Und er sprach: "Ach, siehe, ich habe es gewagt, mit meinem Herrn zu reden. Vielleicht finden sich 20 darin." Er antwortete: "Ich will sie nicht verderben um der 20 willen."

[17:38] Und er sprach: "Ach, zürne nicht, mein Herr, dass ich nur noch diesmal rede. Vielleicht finden sich zehn darin." Herr aber sprach: "Ich will sie nicht verderben um der Zehen willen."

[17:47] Es ist nicht interessant, dass Abraham versucht, mit Gott zu feilschen? Eigentlich wird deutlich, Gott sagt immer: "Ich will sie nicht verderben, wenn das noch so welche drin sind." Das ist nicht meine Idee. Ich verderbe diese Stadt nicht um der Gerechten willen. Und Abraham versucht hier zu handeln, versucht zu Gott so runterzufalschen. Man merkt aber, dass Gott sagt: "Also, Abraham, rennst offene Türen ein. Ich will das nicht tun. Ich werde die Stadt nicht vernichten, wenn da 50 Gerechte drin sind. Ich werde die Stadt nicht vernichten, wenn da selbst zehn Gerechte drin sind."

[18:16] Und es ist beeindruckend, was Abraham hier macht. Er hält eigentlich Fürbitte, würden wir sagen. Also, er spricht mit Gott und versucht zu sagen: "Bitte, Herr, da sind noch Menschen, vielleicht können noch welche gerettet werden. Tu es doch um deines Namens willen." Also, er beruft sich hier auf den Charakter Gottes selber, also der du gerecht bist, der du der Richter des ganzen Universums bist.

[18:41] Und es wird sehr deutlich, dass Abraham mit Gott redet wie mit einem Freund. Also, er wird ja auch Freund Gottes genannt. Und so ist er hier auch. Also, er kennt den Charakter Gottes, er redet mit ihm, er weiß genau, was er sagt. Er versucht Fürbitte einzulegen für die Menschen. Und er ruft sich immer wieder den Charakter Gottes auch in den Sinn. Gott ist gerecht, Gott ist der Richter der ganzen Welt. An Gott ist nichts Schlechtes. Er verdirbt den Gottlosen nicht mit dem Gerechten. Also, solange da noch Gerechte sind, Gott wird das nicht machen.

[19:16] Das sehen wir später in der Bibel ja dann auch, dass der Gottlose nicht vernichtet wurde, bevor nicht der letzte Gerechte rausgeholt wurde. Und wir sehen dann ja auch hier in der Geschichte später, dass Gott dort hineingeht nach Sodom oder seine Engel schickt und sie tatsächlich, obwohl da keine fünf Gerechte in der Stadt sind, die Gerechten erst noch retten, bevor die Stadt kaputt gemacht wird. Das ist für uns gut zu wissen. Also, so ist Gott.

[19:39] Ich möchte mal aus "Patriarchen und Propheten", Seite 118, ein Stück lesen: "Erbarmungsvolle Liebe zu untergehenden Menschen ermutigte Abraham zu seiner Bitte. Er verabscheute die Sünden jener verderbten Stadt, wünschte aber, dass die Sünder gerettet würden. Seine tiefe Anteilnahme an Sodom zeigte seine Sorge, die auch wir für unbußfertige haben sollten. Wir sollten die Sünde hassen, aber den Sünder bemitleiden und lieben."

[20:09] In unserer Umgebung gehen Menschen ebenso schrecklich und hoffnungslos zugrunde wie einst in Sodom. Täglich geht die Gnadenzeit für viele zu Ende, und stündlich verlassen einzeln den Bereich der Gnade Gottes. Wo sind die Wenden?

[20:21] der Gnade Gottes, wo sind die Wenden? Einladende Stimmen, die den Sünder bitten, seinem furchtbaren Schicksal zu entgehen. Wo sind die Hände, die ihn vom Tode zurückhalten wollen? Wo treten Menschen in Demut und standhaftem Glauben vor Gott für sie ein? Beeindruckend, oder? Wo treten Menschen in Demut und standhaftem Glauben vor Gott für sie ein? Da sind Menschen, die tun böse Dinge, aber diese Menschen sind vom Teufel verführt, das zu tun. Jetzt brauchen sie nicht einen Ankläger, der sagt: "Die sind böse, bitte Gott, vernichte die!" Sondern sie brauchen jemand, der für sie kämpft, weil sie ja schon vom Teufel übermannt sind. Jemand, der vor Gott für sie eintritt. Bitte Herr, rette noch, bitte tu noch was, bitte greif ein.

[21:07] Abraham ist darin nicht nur ein Vorbild für uns, sondern er ist der Vater all derer, die sich Christi Jünger nennen. Denn genauso, wie Abraham gehandelt hat und das, was seinen Charakter ausmachte, genauso sollen Jesu Jünger auch sein. Wir sollen diesen gleichen Charakter zeigen, wir sollen diese gleiche Liebe haben. Es ist so beeindruckend, diese Geschichte des Patriarchen zu lesen. Er war kein fehlerfreier Mann, aber er war ein Mann mit großer Liebe im Herzen und deswegen wurde er Freund Gottes genannt. Ist es nicht bei uns auch so, dass wir diese Liebe im Herzen tragen sollen und uns dann Freund Gottes nennen können und sogar genannt werden? Christus sagt zu seinen Jüngern: "Ich nenne euch nicht mehr Knechte, denn der Knecht weiß nicht, was ein Herr tut. Ich aber nenne euch Freunde." Wie konnte Jesus das sagen? Indem er an die Geschichte von Abraham zurückdachte. Gott fragte sich damals: "War ja, Jesus, sollte ich Abraham nicht das alles offenbaren, der doch der Stammvater aller ist?" Und so wurde er ein Freund. Jakobus sagt: Er wurde Freund Gottes genannt. Und so sagt Christus später auch zu seinen Jüngern: "Ich nenne euch nicht mehr Knechte, weil der Knecht nicht weiß, was der Herr tut. Ich nenne euch Freunde." Also ihr seid im gleichen Status wie Abraham. Und genau da möchte Jesus seine Jünger auch sehen.

[22:24] Wir sollen Freunde sein. Nun, Jakobus 5, Verse 16 bis 18 lesen wir: "Bekennt einander die Übertretung und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet. Das Gebet eines Gerechten vermag viel, wenn es ernstlich ist." Elia war ein Mensch von gleicher Art wie wir, und er betete inständig, dass es nicht regnen solle. Und es regnete drei Jahre und sechs Monate nicht im Land. Und er betete wiederum, da gab der Himmel Regen und die Erde brachte ihre Frucht. Es ist interessant, dass Jakobus hier was in Zusammenhang bringt. Er sagt zu uns: "Also dir und mir: Bekennt einander die Übertretung und betet füreinander." Nicht: "Bekennt einander die Übertretung und verurteilt euch dann oder erwischt einander bei Übertretung und zieht dann übereinander her." Er sagt: "Bekennt einander die Übertretung und dann betet füreinander." Also wir, unsere Gemeinde ist ja wie so ein Krankenhaus. Die Leute, die da sind, sind ja auch alle von der Sünde irgendwie angegriffen, infiziert, übermannt. Und jetzt sollen wir einander helfen, davon loszukommen, als die Sünde aus unserem Leben, aus unserem Herzen rauszuschmeißen. Und dafür beten wir füreinander. Bekennen einander auch die Sünden, haben Gebetsgruppen, kämpfen füreinander, miteinander.

[23:36] Und als Jakobus das sagt: "Betet füreinander, bekennt eure Übertretung", dann macht er jetzt so einen Vergleich und sagt: "Denkt an Elia." Denn er sagt: "Das Gebet des Gerechten vermag viel." Und er sagt hier: Elia war ein gerechter Mann. Er hat gebetet und es hat lange nicht geregnet. Dann dafür Regen gebetet und es fing an zu regnen. Es ist das, was wir hier lernen sollen. Jakobus möchte, dass du und ich das verstehen, dass wir nicht anders sind als Elia. Elia war als Prophet berufen, aber auch er hat ein Gebet zu Gott gesprochen, so wie wir auch zu Gott beten. Und das Gebet des Gerechten vermag viel, wenn es ernstlich ist. Interessant ist, dass in Jakobus 5 es hier heißt: Er war ein Mensch von gleicher Art wie wir und er betete inständig. Also er gab da wirklich seine Kraft rein. Er saß im Gebet vor Gott und flehte ihn an. Er betete inständig. Es war nicht nur einfach so eine Floskel oder so nebenbei. Sondern er betete inständig. Es lag ihm wirklich auf dem Herzen.

[24:40] Und so sollen wir auch sein. In unser mittwochsthema ging es um die Mission von Abraham und das gucken wir uns ein bisschen genauer an, indem wir in der Bibel weiterlesen, jetzt in Kapitel 19. Also 1. Mose Kapitel 19. Und ich lese jetzt nur die ersten drei Verse: "Und die zwei Engel kamen am Abend nach Sodom. Lot aber saß in Sodom unter dem Tor. Und als er sie sah, stand er auf, ging ihn entgegen und verneigte sich das Angesicht zur Erde. Gewand und sprach: Siehe, meine Herren, kehrt ein in das Haus eures Knechts und bleibt über Nacht und wascht eure Füße. So mögt ihr am Morgen früh aufstehen und euren Weg ziehen." Sie aber sprachen: "Nein, wir wollen im Freien übernachten." Er aber drang sehr in sie, da kehrten sie bei ihm ein und kamen in sein Haus. Und er bereitete ihnen ein Mahl und machte ungesäuerte Brotfladen und sie aßen."

[25:44] Also, als diese beiden Engel jetzt von Abraham aufgebrochen waren und sie gingen in der Richtung Sodom, und dann heißt es am Abend kamen sie dann in Sodom an. Und jetzt kommen sie durch dieses Tor. Und in diesem Tor saß eben auch Lot. Er muss also eine relativ hohe Stellung schon gehabt haben in der Stadt, wenn er da im Tor sitzt, denn da sitzen normalerweise die Fürsten, die Richter, die Menschen, die was zu sagen haben dort. War jetzt auch Lot. Er sieht diese Fremden jetzt in die Stadt kommen, die gleichen Fremden, die kurz zuvor bei Abraham waren. Und wie verhält sich Lot? Er verhält sich genauso wie Abraham. Er geht auf sie zu, sagt: "Ach, bitte, bleib doch bei mir." Also er fleht sie geradezu an, seine Gastfreundschaft anzunehmen. Und obwohl sie erst abwinken und sagen: "Nein, wir wollen hier schon im Freien übernachten." Lot wusste, was wie die Stadt konstelliert ist. Und er sagt: "Nein, auf gar keinen Fall, kommt zu mir, übernachtet bei mir, stärkt euch, wascht euch, und morgen könnt ihr weitergehen."

[26:46] Lot war sehr besorgt und sehr bemüht um diese Menschen. Kann man sich fragen, woher hat er das? Und warum war Lot genauso wie Abraham? Nun, war ein Neffe Abrahams. Das heißt, er konnte sich viel von Abraham abgucken. Er wusste, wie Abraham ist. Er kannte seinen Charakter. Und Abraham wandelte mit Gott. Und so wurde auch aus Lot ein gottesfürchtiger Mann. Auch wenn Lot noch viele Charakterfehler hatte und viele Entscheidungen auch noch falsch traf im Leben, trotzdem in dieser Stadt war Lot eine Perle, also mit seiner Gerechtigkeit und mit dem Versuch, das gut zu tun. War er der große Kontrast zu dem Rest von Sodom. Lot ging soweit, dass er sogar diese Menschen nicht nur in seiner Obhut, in seinen Schutz nahm, sondern dass er auch bereit war, sie zu verteidigen gegen den Mob, der gegen sie vorging. Sein Haus wurde belagert und Lot versucht nun die Wogen irgendwie zu besänftigen.

[27:56] Nun, auch aber wird in dieser Geschichte deutlich, dass Lot, der damals die Annehmlichkeiten der Stadt gewählt hat, jetzt merkt, dass er irgendwie was falsch gemacht hatte. Man muss verstehen, damals, als Abraham und Lot unterwegs waren und als diesen Streit zwischen den Hirten gab, da beschreibt Ellen White, wie damals Sodom ausgesehen hat. Und sie sagt: Sodom war wie der Garten Eden. Also es war eine Ebene. Heute ist ja ein tiefes Tal mit einem Toten Meer drin, aber es war eine Ebene und sie war grün und wunderschön. Alle möglichen Arten von Pflanzen, Blüten da und alle Früchte konnte man da genießen. Es war ein wunderschöner Platz zum Wohnen. Heute salzige Wüste, aber früher grüne Ebenen, soweit das Auge blickte, und die schönsten Früchte und Pflanzen da drin. Lot hatte damals sich entschieden, dahinzugehen. Da war diese Stadt, die war reich und da lebten die Menschen und er zog es vor, in die Stadt zu ziehen. Aber hier musste er jetzt merken, dass tatsächlich sein Leben von dieser Stadt geprägt war. Er war gar nicht in der Lage, ein einfaches und gottgefälliges Leben zu führen, weil der Einfluss der Stadt drückend war. Und die Stadt war so verdorben. Er musste sich um seine Kinder kümmern, die ihn nicht mehr wirklich ernst genommen haben. Seine Schwiegersöhne haben nicht mal auf seine Warnung gehört. Also man merkte schon, welchen Konflikten er stand.

[29:21] Abraham hingegen wählte die Einfachheit des Landlebens und dort hatte er die Zeit für Menschen zu beten. Dort konnte er nah sein. Lot hatte ständig Sorgen, Nöte und Probleme. Obwohl sie beide ein relativ ähnlichen Charakter hatten, hat doch Lot eine falsche Entscheidung getroffen am Anfang. War nun in dieser Stadt und diese Stadt wirkte sich ganz schlecht auf ihn aus. Aber Abrahams Einfluss war noch deutlich zu spüren. Und man kann sich auch vorstellen, dass Abraham immer noch für Lot gebetet hat.

[29:59] Nun, jedenfalls im weiteren Verlauf der Geschichte, wir merken ja dann, dass Lot all das verlieren sollte, was er dann Annehmlichkeiten hatte. Also die Entscheidung, die er getroffen hat, führt nicht dazu, dass er besonders reich, besonders gesegnet ist und besonders zufrieden. Ganz im Gegenteil, ihm wird alles genommen. Es war die falsche Entscheidung. Und nun wird er aufgefordert, mit seiner Frau und seinen Kindern zu fliehen. Seine Schwiegersöhne lachen ihn ja aus. Töchter kommen mit. Seine Frau und er und die vier, die fliehen jetzt. Also es waren nicht mal diese fünf Gerechten in der Stadt. Es war eigentlich war da Lot, dann war da eine Frau, die aber schon so sehr an der Stadt hing, dass sie sich trotz Warnung umdrehte, weil ihr Herz einfach zu dieser Stadt gehörte und sie mit dieser Stadt unterging.

[30:46] Und wir lesen mal weiter, wie es im 1. Mose 19, ab Vers 17 steht: "Und es geschah, als sie sie hinausgeführt hatten, da sprach einer: Rette deine Seele und schaue nicht zurück! Steh auch nicht still in dieser ganzen Umgegend! Rette dich ins Bergland, damit du nicht weggerafft wirst!" Aber Lot sprach zu ihm: "Ach nein, mein Herr! Siehe doch, dein Knecht hat vor deinen Augen Gnade gefunden, und du hast mir große Barmherzigkeit erwiesen, dass du meine Seele am Leben erhalten hast. Aber auf das Bergland kann ich mich nicht retten. Das Unglück könnte mich ereilen, so dass ich sterben müsste. Siehe, jene Stadt dort ist so nah, dass ich dahin fliehen könnte, und sie ist klein. Ach, lass mich dahin fliehen, ist sie nicht klein, nur dass meine Seele am Leben bleibt!" Da sprach er zu ihm: "Siehe, ich habe dich auch in dieser Sache erhört, dass ich die Stadt nicht zerstöre, von der du geredet hast. Eile, rette dich dorthin, denn ich kann nichts tun, bis du hineingekommen bist. Daher wird diese Stadt Zoar genannt."

[32:01] Bemerkenswert, Lot, der nun gerade aus Sodom gerettet war und schon ahnen kann, was da jetzt passiert. Den wird jetzt gesagt: "Du sollst aufs Bergland fliegen." Er sagt: "Ach, ich würde aber doch lieber in die Stadt. Vielleicht schaffe ich es nicht da hoch, und dann ereilt mich das Unglück. Lass mich doch in diese andere Stadt fliehen. Das ist eine ganz kleine Stadt, die ist ganz unbedeutend, das eigentlich ist ein Dorf. Lass mich nach lass mich in diese Stadt gehen." Und tatsächlich, er spricht mit Gott und sagt: "Ich kann nicht da das da raus aus den stehen, ich muss da irgendwie zumindest so ein Dorf haben." Und obwohl es nicht gut für ihn ist, und wir sehen das auch im weiteren Verlauf der Geschichte, lässt Gott sich drauf ein und sagt: "Okay, geh dahin. Ich werde die Stadt retten um deinetwillen. Die Stadt wird nicht verwüstet werden." Aber wie schlimm die Stadt war, also eigentlich ursprünglich im Plan zerstört zu werden. Wir können also erkennen, wie schlimm es da war.

[32:47] Und Lot, der jetzt gerade gerettet wurde aus der einen Stadt, der sucht sich jetzt die andere Stadt. Es ist eine kleinere Stadt als Sodom, aber sie stand eigentlich auch unter dem Gericht. Wie wurde jetzt verschont um des einen Gerechten willen, dass er dahin fliegen kann. Und Lot flieht. Er jetzt nun. Lot hat eigentlich aufgrund seiner Entscheidung nur Schwierigkeiten. Ganz im Gegensatz zu Abraham. Abraham konnte in seiner Lage für andere Menschen beten. Er war nicht von Sorgen überschüttet. Was hätte aus Lot werden können, wenn am Anfang nicht diese falsche Entscheidung getroffen hätte, in dieser sündigen Stadt zu leben? In dieser Stadt, er konnte nur noch er da war so viel Sorgen und so viel Nöte. Konnte noch für sich selbst beten. Und das merken wir hier auch auf diesem Berghang, der da aus Sodom rausflieht. Er sucht für sich selbst das Beste irgendwie. Er betet für seine Sorge. Was hätte aus ihm werden können, wenn er das Landleben dem Luxus der Stadt vorgezogen hätte? Wie viel Sorgen hätte er sich erspart und wie viel Gebete hätte er für andere sprechen können?

[34:00] Nun, wurde alles auf einen Schlag zerstört, was er sich aufgebaut hatte in den vielen Jahren. Nur sein eigenes Leben, das wurde noch verschont. Wir lesen ein bisschen weiter. Jetzt Lot kommt jetzt also nach Zoar. Und die Sonne ging auf über der Erde, als Lot nach Zoar kam. Da ließ der Herr Schwefel und Feuer regnen auf Sodom und Gomorra vom Herrn vom Himmel herab. Und er zerstörte die Städte und die ganze Umgebung und alle Einwohner der Städte und was auf dem Erdboden gewachsen war. Und Lots Frau schaute zurück hinter seinem Rücken, da wurde sie zu einer Salzsäule.

[34:35] Abraham aber begab sich früh am Morgen zu dem Ort, wo er von dem Herrn gestanden hatte, und er blickte hinab auf Sodom und Gomorra und auf das ganze Land jener Gegend und sah sich um und siehe, ein Rauch ging auf von dem Land, wie Rauch eines Schmelzofens. Und es geschah, als Gott die Städte in jener Ebene verderbte, da gedachte Gott an Abraham und er führte Lot mitten aus dem Verderben, als er die Städte verderbte, in denen Lot gewohnt hatte.

[35:07] Sehr bemerkenswert. Lot wurde aufgrund der ständigen Fürbitte von Abraham gerettet. Abrahams Fürbitte dafür gesorgt, dass Lot seinen Charakter nicht gänzlich zerstört wird in dieser Stadt. Das können wir uns auch mal merken, wenn wir Menschen haben, die so in schwierigen Kreisen sind, vielleicht unsere Kinder oder Menschen, die wir lieb haben, für die können wir beten. Oder wie Abraham, sogar für seine Feinde.

[35:35] Nun, Abraham hat es vorgezogen, nicht in die Stadt zu ziehen, sondern das Landleben zu haben. Und er war eher so von seinem Wirkungsgrad so wie Henoch vor der Flut. Also er lebte auf dem Land. Und er kannte aber die Menschen in der Stadt. Also er hat versucht, selbst Fremden, die vorbeikamen, das sagen, das die Rede sei mit Salz gewürzt, ihm das Evangelium mitzugeben, ihm die Liebe Gottes zu zeigen. Und so durch das einfache Leben, das Abraham gewählt hat, konnte er mehr zum Segen für die Menschen werden. Und so konnte er seiner Berufung viel mehr nachkommen.

[36:09] Das, was für Abraham gilt, das gilt heute auch für uns. Wenn wir in Städten oder Dörfern leben, haben wir oft mehr Sorgen, als wir hätten, wenn wir das Landleben suchen würden. Nun, Abraham konnte aber auch nicht immer alles verhindern, was Gott gemacht hat. Also er konnte nicht im Gebet, in der Fürbitte, Gottes Meinung, Gottes Willen verändern. Gott hat immer gerecht gehandelt. Er war immer gut. Abraham hat oft nicht verstanden, was der Weg ist, der zu gehen ist. Er meinte das Gute gewollt, aber was er immer gemacht hat, Abraham hat sich immer Gottes Willen unterstellt, egal ob er verstanden hat, wo es hinging oder nicht.

[36:58] Wir lesen noch mal den ersten Teil der Geschichte von Abraham. Das finden wir im 1. Mose 12 und dort die Verse 1 bis 9. "Der Herr hatte zu Abraham gesprochen: Geh hinaus aus deinem Land und aus deiner Verwandtschaft und aus dem Haus deines Vaters in das Land, das ich dir zeigen werde. Und ich will dich zu einem großen Volk machen und dich segnen und deinen Namen groß machen und du sollst ein Segen sein. Ich will segnen, die dich segnen, verfluchen, die dich verfluchen. Und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf der Erde." Da ging Abraham, wie der Herr zu ihm gesagt hatte. Und Lot ging mit ihm. Abraham aber war 75 Jahre alt, als er von Haran auszog. Und Abraham nahm seine Frau Sarai und Lot, den Sohn seines Bruders, samt all ihrer Habe, die sie erworben hatten, und den Seelen, die sie in Haran gewonnen hatten. Und sie zogen aus, um ins Land Kanaan zu gehen. Und sie kamen in das Land Kanaan. Und Abraham durchzog das Land bis zur Ortschaft Sichem, bis zur Terebinthe More. Damals aber waren die Kanaaniter im Land. Da erschien der Herr dem Abraham und sprach: "Deinem Samen will ich dieses Land geben." Und er baute dort dem Herrn, der ihm erschienen war, ein Altar. Von da zog er weiter auf das Bergland östlich von Bethel und schlug sein Zelt so auf, dass er Bethel im Westen und Ai im Osten hatte. Und er baute dort dem Herrn ein Altar und rief den Namen des Herrn an. Danach brach Abraham auf und zog immer weiter nach Süden."

[38:27] Und hier können wir den großen Glauben von Abraham erkennen. Also er zog aus, ur aus mit seiner Frau Sarai und auch mit dem Neffen Lot. Sie zogen in die Stadt Haran und irgendwann starb dort Terach, also sein Vater, dann in Haran. Und jetzt heißt es, er zog von dort aus mit seiner Frau, mit seinem Neffen und mit den Leuten, die er da gewonnen hatte. Also er hatte schon eine kleine Gemeinde von gläubigen Menschen. Also Abraham hat in Haran scheinbar Missionsarbeit gemacht. Also, denn es gab eine Gruppe, eine Sippschaft, die sich ihm angeschlossen hatte. Mit denen zog er jetzt los. Also das schien eine kleine Gemeinde zu sein, rechtgläubige Menschen, die den Herrn anbeteten. Und mit denen zog er jetzt durch das Land. Und wo er war, baute er ein Altar. Er wusste noch nicht, wo es hingeht. Er baute ein Altar, er betete dort. Und Gott sagt ihm: "Dieses Land, in dem jetzt die Kanaaniter wohnen, das habe ich dir gegeben." Abraham zieht weiter, baut ein woanders hin und baut da wieder ein Altar. Also wer immer kam aus der Umgebung guckt hat, wer ist denn das, der da in unserem Land ist, der hat gesehen, da steht ein Altar Gottes. Und so konnte Abraham überall Zeugnis geben von Gott. Er konnte zeigen, wer er ist. Er ist ein Kind Gottes und er hat das die Botschaft des Lebens. Und Menschen, die ihn gesehen haben, konnten ihn danach fragen. Überall, wo er war, war ein Altar, war ein Ort des Gebets. Egal in welche Stadt hat er gezogen ist, die Gemeinde ging irgendwohin und man erkannte sie als betende Gemeinde. Dort stand ein Altar und dort herrschte Liebe.

[40:07] In Abraham wurde es ja sehr deutlich. Abraham wusste nicht immer, was Gott mit ihm vorhatte. Vielleicht

[40:12] Gott mit ihm vorhatte. Vielleicht verstand er seine Wege auch manchmal nicht, aber das hat ihn nicht davon abgehalten, das zu tun, was Gott von ihm verlangte. Er hat seinen Willen immer dem Willen Gottes unterstellt. Und selbst wenn er mal auf falschem Wege war, Gott war ihn da denn Gott kannte sein Herz. Er suchte Christus, er suchte die Liebe.

[40:40] Nun, wenn wir auf Abraham schauen und sehen, wie sein Weg war, da müssen wir feststellen, dass Gott seine Treue immer belohnt hat. Egal, ob in Haran, wo er viel Gefolge bekommen hat, oder später vor ähm den verheißenen Sohn bekommen hat, oder als er ihn bewahrt hat vor den vorm Pharao. Also Gott war immer bei ihm. Abraham hat das Beste getan, was er tun konnte, und Gott hat ihn nicht verlassen, hat ihn immer wieder gesegnet. Und bei uns wird es genauso im Leben. Wir sind ja Abrahams Nachkommen, wenn wir das Gute tun und Christus den Menschen weitergeben mit der Hoffnung, die auch Abraham hatte, andere zu Jüngern zu machen, also andere zu Missionaren zu machen. Dann werden wir auch den Segen sehen.

[41:30] Und auch später, als die Hirten Lots und die Hirten von Abraham da in Streit gerieten, da hatte Abraham sein Erstwahlrecht an Lot abgegeben, an den jungen Neffen und sagte: "Du kannst wählen, wo du hingehen willst." Abraham wusste, dass der Herr ihm eines Tages das ganze Land geben würde, aber hier sagt er zu ihm: "Wähle du den Platz." Eigentlich hätte Abraham natürlich das Recht gehabt, weil er der Ältere war, aber er vertraute Gott. Er vertraute Gott, seine Verheißung wahr machen wird. Und so konnte er sagen: "Wähle du."

[42:04] Und auch uns ist ein Land verheißen, in das wir eines Tages gehen werden. Und indem wir auf dieses Land schauen, auf das verheißene Land, auf das neue Jerusalem, auf die neue Erde, indem wir dorthin schauen, wird es uns helfen, unsere Entscheidung hier auf Erden richtig zu treffen. So wie Abraham wusste: Eines Tages wird das Land mir gehören, das wird der Herr meinen Nachkommen geben. So konnte er viel leichter zu Lot sagen: "Wähle du dein Teil. Ich habe hier kein Erbe auf Erden, ich warte auf die Stadt, die da kommt."

[42:37] Jetzt muss man auch sagen, obwohl Abraham nicht wollte, dass Sodom, Gomorra und so zerstört werden, er hat sogar Fürbitte eingelegt für diese Städte und trotzdem sind diese Städte zerstört worden. Und wir können uns vorstellen, dass Abraham da sehr traurig drüber gewesen ist. Er war traurig über die Städte, er war traurig über die Sünde in diesen Städten und traurig über die Menschen, die von Sünde so infiziert waren. Das hat ihn nicht davon abgehalten, für diese Menschen zu beten. Aber auch als diese Städte zerstört worden sind, hat er das akzeptiert. Also er hat sich Gottes Willen unterstellt. Gott weiß es besser als er.

[43:19] Wir sagen manchmal: "Gott, warum hast du mein Gebet nicht erhört? Bist du gegen mich? Warum hörst du nicht, wenn ich mit dir rede? Warum achtest du nicht auf mein Wort? Bin ich dir nichts wert?" Das ist so wie bei Abraham. Abraham kannte Gott und man sieht, welche Liebe Gott hatte auch zu den Menschen. Natürlich, wenn da fünf sind, lass ich die Stadt am Leben, aber ich zerstöre die Stadt auch nicht, wenn da vier sind mit den Gerechten. Ich werde erst die Gerechten da rausholen. So ist Gott.

[43:47] Gott sucht das Beste. Er wollte nicht, dass die Sünde von Sodom, Gomorra und den umliegenden Städten das ganze Land infiziert und plötzlich alle Städte und alle Völker so kaputt sind. Und Abraham hatte eine besondere Mission. Seine Mission war es, den Völkern Gott vorzustellen. Wer Abraham sieht und wer seine Gemeinde sieht, also seine Sippe, der sollte verstehen, wer Gott ist. Wohin er kam, hat er ein Altar gebaut und Zeugnis gegeben. Abraham war ein Missionar. Er war vom ganzen Herzen missionarisch.

[44:26] Und nichts anderes wird heute von den Nachkommen Abrahams und damit von den Kindern Gottes verlangt. Lasst uns Zeugen des Höchsten sein, wo immer er uns hinsendet. Wir sind alle wie Abraham Pilger. Wir sind auf einem Weg in unser verheißenes Land. Und wo immer wir sind, wo immer Gott uns hinschickt, ob in Familie, ob in Städte, ob in größere Länder, in Institution, an einen Arbeitsplatz, wir sollen dort das sein, was Abraham ist.

[44:56] Vielleicht wechselst du nicht von Stadt zu Stadt, sondern von Arbeitsplatz zu Arbeitsplatz, mm, oder von Menschengruppe zu Menschengruppe. Also, wer weiß, was deine Mission ist, sozusagen, wo Gott dich hingestellt hat. Aber das Vorbild Abrahams gilt genauso. Egal, wo er war, er war ein Zeuge für Gott. Und egal, wo du bist, du sollst ein Zeuge sein. Und Gott, er hat ein Leben in der Hand, er wird dich führen und leiten.

[45:21] Und sei nicht zu traurig und sei nicht zu besorgt und zu verärgert, wenn du mal f... Der Gerechte fällt sieben Mal, aber er steht wieder auf. Das Wichtigste ist, dass wir uns an Gott festhalten, dass wir das Vertrauen zu Jesus nie brechen. So wie er Petrus aus dem Wasser gezogen hat, so zieht er uns auch wieder raus und schickt uns wieder los. Sei ein Menschenfischer.

[45:43] Und so wie Abraham Menschen gewonnen hat, die in der Mission weiterarbeiten sollen, so auch du und ich. Wir geben das Wort weiter, damit andere Menschen in unsere Fußstapfen treten und wieder andere Menschen gewinnen. So funktioniert das Reich Gottes hier auf Erden, bis Christus eines Tages wiederkommt, die Ernte einfährt und wir alle in ewiger Herrlichkeit und Seligkeit bei Gott sind, wenn es keine Sünde mehr gibt, kein Leid, kein Geschrei und kein Tod mehr. Darauf freue ich mich. Aber bis dahin ist noch einiges an Arbeit zu tun auf Erden. Und die Wiederkunft des Herrn ist nah, aber noch ist Gnadenzeit. Lass uns diese Gnadenzeit nutzen. Lasst uns die Zeit recht auskaufen.

[46:24] Beten wir noch zusammen. Unser lieber himmlischer Vater, wir möchten dir von Herzen dafür danken, dass du uns in deine Nachfolge gestellt hast, dass wir heute Menschen für dich erreichen dürfen, dass wir dein Wort weitergeben können, dass wir ein gutes Vorbild auf Erden sein können. Die Menschen werden uns erkennen an der Liebe, die wir haben. Und wir möchten dich bitten, Herr, gib du uns diese Liebe ins Herz. Egal, wo du uns hinsendest, ob an den Arbeitsplatz oder in Menschengruppen, in verschiedene Länder oder wo auch immer wir stehen, möchten wir dich bitten, Herr, dass du an unserer Seite bist, dass wir wie mit einem Freund mit dir reden können, dass wir verstehen, was dein Wille ist und dass wir deinen Willen den Menschen weitergeben können.

[47:05] Wir möchten dich bitten, Herr, dass dein Segen auf deiner weltweiten Gemeinde liegt, damit sie ein Licht ist, damit wir das die Wahrheit tun und das tun, was richtig und gut ist in deinen Augen. Bitte bewahre uns alle davor, als deine weltweite Gemeinde Böses zu tun, Fehler zu machen, sondern unser Licht soll leuchten, Herr, dass bevor du wiederkommst, noch eine Zahl an Menschen gewonnen wird. Und wir danken dir dafür, dass wir wissen dürfen, dass das auch dein Wille ist.

[47:37] Amen. Vielen Dank, ihr Lieben, dass wir zusammen studieren konnten. Wünsche euch Gottes Segen auch für das.
[47:55] [Musik]


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