In dieser Folge der Christ Study Hour vertieft Mirjam Giebfried das Thema „Der Herr regiert“ anhand der Psalmen 8 und 97. Sie beleuchtet, wie Gottes Herrlichkeit in der Schöpfung sichtbar wird und welche Rolle dem Menschen als Verwalter der Erde zukommt. Die Sendung kontrastiert die Freude der Gerechten mit der Scham der Gottlosen im Angesicht von Gottes Gericht und ermutigt dazu, Gott zu lieben und das Böse zu hassen, um Teil der freudigen Gruppe zu sein.
CSH 2024 Q1 – Die Psalmen: 3. Der Herr regiert
Mirjam Giebfried · CSH 2024 Q1 - Die Psalmen ·Themen: Bibel, Bibelstudium, Galater, PsalmenWeitere Aufnahmen
Serie: CSH 2024 Q1 - Die Psalmen
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Transkript
[0:35] Hallo und herzlich willkommen zu unserer Christ Study Hour hier bei J-Media. Wir beschäftigen uns heute mit der Sabbatschule in der dritten Lektionswoche mit dem Thema „Der Herr regiert“. Und wir wollen weiter in den Psalmen studieren. Ich kann gleich voraus ankündigen, dass wir nicht jeden Text uns genau anschauen werden, aber dass wir einige Texte vertiefen wollen.
[1:05] Und bevor wir das tun, lasst uns gemeinsam beten. Unser Vater im Himmel, danke, dass wir weiter in den Psalmen lesen dürfen, dass wir sie auch studieren dürfen. Ja, das sind Texte, die so wertvoll sind, weil wir sie vergleichsweise leicht verstehen können. Aber lass uns nicht einfach nur an der Oberfläche darüber hinweggehen, sondern lass uns heute auch die wertvollen Schätze bergen, die du in dein Wort hineingelegt hast. Herr, wir bitten dich um den Heiligen Geist, dass er uns deine Schrift auslegt, so wie du es gemeint hast. Bitte, Herr, lass uns auch erkennen, was du persönlich uns zu sagen hast, wie du es für uns meinst. Und danke, dass du derjenige bist, der uns jetzt durch dieses Studium leiten möchte. Das beten wir im Namen Jesu. Amen.
[2:04] Das Thema „Der Herr regiert“ – das impliziert ja, dass wir Gott als einen Machthaber oder als einen König oder Herrscher sehen dürfen. Und die Frage, die sich uns stellt, ist: Wenn wir in Gott einen König sehen sollen, ist er dann ein guter König? Wie regiert er? Und welchen Platz nehmen wir in seinem Königreich ein?
[2:27] Lasst uns gleich zu Sonntag gehen, zu Psalm 8. Und am Sonntag waren zwei Psalmen angegeben: Psalm 8 und Psalm 100. Wir wollen uns heute genauer mit Psalm 8 beschäftigen. Dort heißt es in den ersten Versen: „Dem Vorsänger auf der Gittit. Ein Psalm Davids. Herr, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name auf der ganzen Erde, der du deine Hoheit über die Himmel gesetzt hast.“
[3:03] Bleiben wir mal bei diesem Vers 2. Es heißt hier: „Herr, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name auf der ganzen Erde.“ Und man könnte diesen Satz in Frage stellen, wenn man bedenkt, dass Gottes Name, dass Gott an sich doch oft auch verlästert wird oder sich Menschen über Gott lächerlich machen, über den Glauben lächerlich machen. Ist es wirklich so, dass Gottes Name auf der ganzen Erde herrlich ist?
[3:41] Wir können in „Der bessere Weg“, Seite 8, etwas lesen, was unseren Blick nicht auf die Menschen richtet, die so oft Gott verhöhnen, sondern auf einen anderen Teil dieser Schöpfung, der ja unendlich oder pausenlos, muss man sagen, Gott preist. Dort schreibt White in „Der bessere Weg“ auf Seite 8: „Die ganze Welt leidet an der unheilbaren Krankheit Sünde. Dennoch gibt es auf Erden nicht nur Leid und Elend. Wer die Natur aufmerksam betrachtet, entdeckt auch vieles, was tröstet und erfreut. Selbst Disteln tragen Blüten, und auf dornigen Stängeln wachsen wunderschöne Rosen. 'Gott ist die Liebe' – so steht es geschrieben auf jeder sich öffnenden Knospe, auf jedem Grashalm. Vögel singen ihre Lieder, Blumen erblühen in schier unschöpflicher Farbenpracht, Bäume prangen im üppigen Grün ihres Blätterschmucks, und sie alle verkünden: Es gibt einen Vater im Himmel, der uns liebt und für uns sorgt.“
[5:01] Auch wenn Gott in diesem Zitat nicht als Herrscher bezeichnet wird, so können wir doch sehen: Es ist Gottes Königreich, um das er sich kümmert. Und überall haben wir diese Botschaften versteckt: Gott ist Liebe, Gott liebt uns. Er ist wie ein Vater für uns, der für uns sorgt. Und das ist auf der gesamten Erde so. Überall, wo etwas wächst, überall, wo wir die Schöpfung betrachten können, sehen wir Gottes Liebe. Von daher stimmt auch dieser Vers tatsächlich: Herrlich ist Gottes Name auf der ganzen Erde.
[5:41] Dann geht es weiter, wo es heißt: „Aus dem Mund von Kindern und Säuglingen hast du ein Lob bereitet um deiner Bedränger willen, um den Feind und den Rachgierigen zum Schweigen zu bringen.“ Also auch David wusste damals schon, es gibt Menschen, die gegen Gott sind, die Feinde oder auch Rachgierige sind, also eher das Böse lieben, als Gott zu lieben.
[6:07] Der Vers 3 ist ganz spannend, denn das ist ein Vers, der nicht nur einmal in der Bibel auftaucht – zwar von den Versangaben schon, aber vom Inhalt her wird er zitiert. Und zwar von niemand Geringerem als Jesus höchstpersönlich. Lasst uns mal Matthäus 21 und dort Vers 16 anschauen.
[6:44] Ich sollte vielleicht in Vers 15 anfangen, wo es heißt: „Als aber die obersten Priester und die Schriftgelehrten die Wunder sahen, die er tat, und die Kinder, die im Tempel riefen und sprachen: 'Hosianna dem Sohn Davids!', da wurden sie entrüstet und sprachen zu ihm: 'Hörst du, was diese sagen?' Jesus aber sprach zu ihnen: 'Ja, habt ihr noch nie gelesen: Aus dem Mund der Unmündigen und Säuglinge hast du ein Lob bereitet?' Und er verließ sie, ging zur Stadt hinaus nach Betanien und übernachtete dort.“
[7:26] Jesus hat diesen Vers gebraucht, um den Juden zu antworten, die entrüstet waren, die gesagt haben: Ja, die Kinder und andere Menschen, die, an denen du Wunder getan hast, die loben dich. Was sagst du dazu? Und Jesu Antwort war: „Aus dem Mund der Unmündigen und Säuglinge hast du ein Lob bereitet.“ Das weist uns aber auf die schöne und dennoch auch traurige Wahrheit hin, dass es Menschen gibt, die Gott erkennen.
[8:05] Dass das Schöne: Man muss Unmündige oder Kinder – das sind ja keine Gelehrten, man muss kein besonderes IQ dazu haben. Aber es ist gleichzeitig auch traurig, weil andere, die auch hier Schriftgelehrte sind, es nicht erkannt haben. Man kann, obwohl man sonst viel Erkenntnis hat, so an Wissenschaften oder ja, sonst auch vielleicht Menschenkenntnis hat oder sonst etwas, trotzdem kann man daran vorbeigehen, Gott kennenzulernen. Und Gott weist uns aber auch darauf hin: Es ist besser, ihn kennenzulernen. Das ist, was dann wirklich zählt.
[9:04] Lasst uns zu Psalm 8 zurückkehren und dort weiterlesen in Vers 4: „Wenn ich deinen Himmel betrachte, das Werk deiner Finger, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast: Was ist der Mensch, dass du an ihn gedenkst, und der Sohn des Menschen, dass du auf ihn achtest?“
[9:23] Es ist interessant, es scheint fast so, als ob David diesen Psalm geschrieben hat, nachdem er mal in der Nacht gemacht hat. Denn erst einmal denkt er über die Natur nach, und jetzt kommt er dahin, dass er sich mehr Gedanken macht. Und er sagt, er hat Mond und Sterne gesehen, aber was ist der Mensch? Was ist der Mensch, dass du an ihn gedenkst, und der Sohn des Menschen, dass du auf ihn achtest? „Du hast ihn ein wenig niedriger gemacht als die Engel, mit Herrlichkeit und Ehre hast du ihn gekrönt. Du hast ihn zum Herrscher über die Werke deiner Hände gemacht. Alles hast du unter seine Füße gelegt: Schafe und Rinder, alles samt, dazu auch die Tiere des Feldes, die Vögel des Himmels und die Fische im Meer, alles, was die Pfade der Meere durchzieht. Herr, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name auf der ganzen Erde!“ Und zum Schluss wiederholt er noch einmal, was er bereits zu Beginn gesagt hat, dass Gottes Name herrlich auf der ganzen Erde ist.
[10:37] Vers 5, Vers 4, Entschuldigung: „Wenn ich deinen Himmel betrachte“, enthält eine Lektion für uns. Und zwar ist es hier ein bisschen ungünstig übersetzt mit dem „betrachte“. Klar, er muss erstmal den Himmel anschauen, aber in anderen Übersetzungen heißt es auch: „Wenn ich über die Himmel nachdenke.“ Wenn ich über die Himmel nachdenke, das Werk deiner Finger, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast, dann komme ich dahin zu denken: Was ist der Mensch?
[11:14] Auch wir dürfen, wenn wir in die Natur hinausgehen, darüber nachdenken. Und die Natur sollte uns dahin bringen, dass wir Gottes Herrlichkeit besser verstehen können, dass wir aber vielleicht auch demütig werden, so wie David es hier getan hat.
[11:39] Wisst ihr, manchmal ist es so, dass wir zwar in die Natur hinausgehen, weil wir wissen, es ist toll, ein bisschen frische Luft, einen Spaziergang zu machen, Sonnenlicht, Bewegung, vielleicht noch. Aber es kann trotzdem sein, dass wir mit unseren Sorgen hinausgehen und so wie Kain mit niedergeschlagenem, gesenkten Blick. Und dann sehen wir gar nicht, was Gott alles an Wundern in der Natur für uns bereit hält.
[12:11] Aber stattdessen ist hier ein David, der seinen Blick hebt, der die Himmel betrachtet, der vielleicht in die Ferne schaut. Wir können dazu mal aufschlagen Psalm 121, Verse 1 und 2. Da wird das noch sichtbar: Psalm 121, Verse 1 und 2: „Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen: Woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt von dem Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.“ Also, da ist ein Psalmist, der schaut in die Weite, der schaut auf.
[12:51] In Psalm 123, Vers 1 hätten wir das auch. Oder lasst uns zu Jesaja 40 und dort Vers 26 gehen. Da finden wir diese Aufforderung direkt. Jesaja 40 und dort Vers 26: „Hebt eure Augen auf zur Höhe und seht: Wer hat diese erschaffen? Er, der die der ihr Heer abgezählt herausgeführt hat. Er ruft sie alle mit Namen, so groß ist seine Macht und so stark ist er, dass nicht eines vermisst wird.“ Also, wir sollen unsere Augen aufheben, wir sollen wirklich auch bewusst um uns her schauen, was Gott für Wunder in der Schöpfung geschaffen hat.
[13:44] Und dann kommt David im Psalm 8 durch dieses Nachdenken, durch dieses Aufschauen dazu, dass er diese Frage stellt. Und die Frage klingt sehr demütig: „Was ist der Mensch, dass du an ihn gedenkst?“ Wie kann es sein, dass du den Menschen für so wertvoll erachtest, dass, obwohl du der Schöpfer des Universums bist, dich trotzdem um ihn kümmerst?
[14:12] Es ist interessant, im zweiten Satz heißt es: „Und was ist der Sohn des Menschen?“ Und ich weiß nicht, wie es euch geht, aber wenn ich diesen „Sohn des Menschen“, diesen Ausdruck höre, dann muss ich sofort an Jesus denken. Das ist die Bezeichnung, die so oft für Jesus benutzt wird. Was mir vorher aber selber noch gar nicht so bewusst war, ist, dass es eigentlich auch davon spricht, wie sehr sich Jesus erniedrigt hat, als er Mensch geworden ist.
[14:55] Dann geht es weiter und es heißt hier auch: „Du hast ihn ein wenig niedriger gemacht als die Engel.“ In Vers 6: „Du hast ihn zum Herrscher über die Werke deiner Hände gemacht.“ Wenn wir von Gott als Herrscher sprechen, dann ist es ein Herrscher, der die Macht nicht nur an sich reißt, sondern auch von seiner Macht oder von seiner Autorität gerne weitergibt. Und zwar hat er niemand anderen als uns damit anvertraut.
[15:25] Das können wir auch schon in 1. Mose 1, Vers 27 bis 29 lesen: „Und Gott schuf den Menschen in seinem Bild, im Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie. Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über alles Lebendige, das sich regt auf der Erde.“
[15:56] Ich glaube, das ist, was David hier im Kopf hatte, als er die Rinder aufzählt und die Fische im Meer und die Vögel unter dem Himmel. Er hat hier im Kopf, dass Gott, der Schöpfer, dem Menschen die Natur anvertraut hat. Und in Vers 29 heißt es dann: „Siehe, ich habe euch auch alles samentragende Gewächs gegeben, das auf der ganzen Erdoberfläche wächst, auch alle Bäume, an denen samentragende Früchte sind; sie sollen euch zu Nahrung dienen.“ Aber das grenzt auch noch mehr ab, wofür der Mensch eigentlich alles zuständig und verantwortlich ist.
[16:36] Das ist ungefähr so, wie – also, man kann da einen Vergleich ziehen: Wenn jemand, sagen wir, eine Lego-Stadt baut und dann sagt – also, er baut das alles fertig, er hat für alles einen Plan, hat alles so schön gemacht – und dann sagt er zu jemand anderem: „So, und du darfst jetzt damit spielen.“ Ich weiß nicht, wie ihr darüber denken würdet. Ich habe als Kind immer sehr gerne geschaut, dass meine Spielsachen nicht kaputt gemacht werden, dass auch meine Spielsachen gerne so verwendet werden, wie ich es mir gedacht habe. Aber Gott macht es so. Er hat die nach der Schöpfung, nachdem er die Tiere und die Pflanzen geschaffen hat, hat er trotzdem es in die Hände der Menschen übergeben, mit dem Risiko, dass sie die Umwelt zerstören könnten.
[17:44] Jetzt könnte man doch sagen: Ja, warum hat Gott das gemacht? Oder man sieht doch auch heute Umweltverschmutzung. Warum hat Gott da nicht das Zepter selbst behalten? Ein entscheidender Punkt dabei ist, dass in 1. Mose 1, Vers 27, haben wir gerade gelesen, steht: „Gott schuf den Menschen in seinem Bild.“ Bei der Schöpfung war der Mensch in dem Bild Gottes, und das hat ihn zusätzlich qualifiziert, auch zu herrschen oder verantwortlich zu sein, zuständig zu sein über die Schöpfung.
[18:23] Auch heute sollten wir versuchen, wieder dahin zu kommen, weil nur dann können wir auch wirklich das uns anvertraute Gut von Gott gut verwalten. Interessant ist auch noch, das habe ich bei White gefunden, dass sie sagt: „Der erste Mensch wurde als Gottes Stellvertreter über die niedrigeren Lebewesen gesetzt. Diese können Gottes unumschränkte Herrschaft nicht verstehen oder erkennen. Doch sie erhielten die Fähigkeit, den Menschen zu lieben und ihm zu dienen.“ Das ist interessant, also eigentlich sollte der Mensch so über die anderen Lebewesen herrschen, dass sie dadurch Gottes unumschränkte Herrschaft besser verstehen konnten.
[19:19] Der Psalmist sagt – sagt sie dann noch weiter: „Du hast ihn zum Herrn gemacht über deiner Hände Werk. Alles hast du unter seine Füße getan: die wilden Tiere, die Vögel unter dem Himmel und alles, was die Meere durchzieht.“ Dann sagt sie noch weiter – oder ja, in „Patriarchen und Propheten“: „Solange alle Geschöpfe die Gehorsamspflicht der Liebe anerkannten, herrschte im gesamten Weltall vollkommene Eintracht. Den Willen ihres Schöpfers zu erfüllen, bedeutete für die himmlische Schar Glück, seine Herrlichkeit widerzuspiegeln und sein Lob zu verkündigen. Freude! Und solange die Liebe zu Gott das Höchste für sie blieb, war die Liebe zueinander selbstlos und voller Vertrauen. Kein Missklang störte die himmlische Harmonie.“
[20:21] Also der Schlüssel dazu, dass der Mensch richtig über seine Umgebung herrschen kann, ist eigentlich der: Er die Liebe Gottes selbst hat. Und die Menschheitsgeschichte zeigt, dass wir die Liebe zu Gott verloren haben, weil sonst gäbe es mehr Harmonie auf dieser Welt.
[20:47] Lasst uns zum Montag übergehen, wo es hieß: „Der Herr regiert.“ Am Montag haben wir uns oder beschäftigen wir uns mit Psalm 97. Und er ist kurz genug, dass wir ihn kurz zusammen lesen können.
[21:07] Psalm 97: „Der Herr regiert als König! Es frohlocke die Erde, die vielen Länder sollen sich freuen. Wolken und Dunkel sind um ihn her; Gerechtigkeit und Recht sind die Grundfeste seines Thrones. Feuer geht vor ihm her und verbrennt seine Feinde ringsum. Seine Blitze erleuchten den Erdkreis; die Erde sieht es und erschrickt. Die Berge zerschmelzen wie Wachs vor dem Herrn, vor dem Herrscher der ganzen Erde. Die Himmel verkünden seine Gerechtigkeit, und alle Völker sehen seine Herrlichkeit. Schämen müssen sich alle, die den Götzenbildern dienen und sich wegen der nichtigen Götzen rühmen. Vor ihm werfen sich alle Götter nieder.“ Das hat man auch gesehen, zum Beispiel bei dem Gott Dagon damals in dem Tempel. Das ist es buchstäblich so gewesen. „Zion hört es und ist froh, und die Töchter Judas frohlocken um deiner Gerichte willen, oh Herr. Denn du, Herr, bist der Höchste über die ganze Erde, du bist hocherhaben über alle Götter. Die ihr den HERRN liebt, hasst das Böse! Er bewahrt die Seelen seiner Getreuen und rettet sie aus der Hand der Gottlosen. Licht wird dem Gerechten gesät und Freude den von Herzen Aufrichtigen. Freut euch an dem Herrn, ihr Gerechten, und preist seinen heiligen Namen!“
[22:46] Generell, wenn wir jetzt noch die nächsten Psalmen weiterlesen würden – Psalm 98, Psalm 99, Psalm 100 – dann würden wir sehen, die reden alle von Gottes majestätischer Herrlichkeit. Und zum einen wird immer wieder auch das Gericht mit reingebracht oder auch, dass es den Gottlosen schlechter ergehen wird. Aber zum anderen ist es oft auch eine triumphale und freudige Botschaft, dass Gott kommen wird.
[23:19] Wir sehen, es gibt diese zwei Gruppen, die sich gegenüberstehen. Die einen, wie wir hier in Vers 7 gelesen haben, müssen sich schämen, und die anderen, in Vers 8 und in Vers 12, die dürfen sich freuen. Das ist ungefähr so, wie wenn man eine Gerichtsverhandlung hat und es kommen zwei zu der Gerichtsverhandlung: Es gibt den Täter und es gibt das Opfer. Der Täter wird wahrscheinlich schon vorher zittern und wird Angst haben, ja, welches Urteil wird mir jetzt gesprochen, weil er weiß, er ist nicht im Recht, er weiß, er hat etwas angestellt und jetzt wird er dafür büßen müssen. Wohingegen das Opfer sich vielleicht auf die Gerichtsverhandlung freut, weil jetzt wird ihm endlich Recht gesprochen, jetzt werden die Fakten auf den Tisch gelegt, jetzt wird es Ruhe für seine Seele bekommen.
[24:33] Ich glaube auch, dass es ungefähr so ist mit Gottes Gericht. Es wird Menschen geben, die sich freuen werden, dass Gott jetzt Gerechtigkeit übt. Aber wie können wir zu dieser freudigen Gruppe gehören? In Vers 10 wird uns ein Tipp gegeben: „Die ihr den HERRN liebt, hasst das Böse! Er bewahrt die Seelen seiner Getreuen und rettet sie aus der Hand der Gottlosen.“ Es gibt hier zwei Ratschläge: „Die ihr den HERRN liebt“ – wir sollten Gott lieben – „hasst das Böse“ und das Böse hassen.
[25:13] Letztendlich ist das diese Frage, wo wir auch schon vorher gesehen haben: Richtig die Erde verwalten können die Menschen nur dann, wenn sie Gottes Liebe haben. Hier ist auch diese Frage: Liebst du Gott? Hast du Gefallen am Bösen? Das ist die nächste Frage. Oder meidest du das Böse? Bist du aufrichtig? Das ist, was wir in den darauffolgenden Versen, in Vers 11, uns fragen können: Zu welcher Gruppe gehöre ich?
[25:53] Und da geht's auch schon weiter mit Dienstag, wo es heißt: „Gott ist Richter.“ Auch hier beschäftigen wir uns mit dieser Gerichtssache. Lasst uns mal weiter vorblättern zu Psalm 75. Da lesen wir aber in Vers 4: „Mag die Erde wanken und alle ihre Bewohner – ich habe ihre Säulen festgestellt.“
[26:44] Darauf möchte ich kurz eingehen: Was wird es wohl bedeuten, dass Gott die Säulen der Erde festgestellt hat? Es heißt dann hier weiter: „Ich sprach zu den Übermütigen: Seid nicht übermütig! Und zu den Gottlosen: Erhebt nicht das Horn!“ Ich glaube, das bezieht sich also darauf, dass Gott Gesetzmäßigkeiten auf dieser Erde gegeben hat und dass er auch ein Gesetz hat, das unverrückbar ist.
[27:19] Auch hier jetzt in Psalm 75 – wir haben jetzt nicht die Zeit, das alles zu lesen – aber das sehen wir: Es ist von den Gottlosen die Rede, es ist von den Gerechten die Rede. Wir haben auch wieder diese zwei Parteien. Psalm 8, Verse 8 bis 10. Das ist vielleicht ein bisschen der klarere Text. Lasst uns den aufschlagen. Da sehen wir, was den Unterschied macht zwischen den zwei Parteien.
[27:58] Ah nee, das war nicht Psalm 8, das war... Psalm 8 hatten wir schon gelesen, da muss ich später noch mal schauen. Da hatten wir ganz kurz... ja, das habe ich mir wohl falsch aufgeschrieben.
[28:16] Dann lasst uns übergehen zu Psalm 25. Das ist auch wieder ein bisschen versteckt mit diesen zwei Gruppen von Menschen, aber wir können es heraussuchen.
[28:32] Und vor allen Dingen Psalm 25 schlüsselt uns auf, welchen gravierenden Unterschied es macht, wenn wir zu der zweiten Gruppe, zu den Gerechten, letztendlich gehören wollen.
[28:49] Schaut mit mir in Psalm 25. Dort sagt David auch wieder ab Vers 1: „Zu dir, o Herr, erhebe ich meine Seele. Mein Gott, ich vertraue auf dich. Lass mich nicht zu Schanden werden, dass meine Feinde nicht frohlocken über mich. Gar keiner wird zu Schanden, der auf dich harrt. Zu Schanden werden die, ohne Ursache treulos handeln.“
[29:16] Also David spricht hier von sich und er spricht von seinen Feinden. Und dann sagt er in Vers 3, dass keiner zu Schanden wird, der auf Gott harrt.
[29:28] Jetzt war David ein sündloser Mensch? Bedeutet es, dass wenn er auf Gott harrt, dass er schon tadellos und heilig war? Ich glaube nicht, denn wenn wir da ein bisschen weiter schauen, in Vers 11 bittet er Gott um Vergebung. Er sagt: „Um deines Namens willen, o Herr, vergib meine Schuld, denn sie ist groß.“
[30:02] Muss man David jetzt also zu den Sündern zählen oder zu den Gerechten? Ist David einer, der nicht zu Schanden wird, oder ist er einer, der zu Schanden wird, weil er ohne Ursache treulos handelt?
[30:26] Was macht hier den Unterschied? Diese Formulierung „die ohne Ursache treulos handeln“, die ist schon einmal wichtig, weil da handelt es sich offensichtlich um Menschen, die jetzt nicht aus der Not heraus gesündigt haben oder die vielleicht sogar unbewusst gesündigt haben, sondern sie hatten gar keinen richtigen Grund. Ähm, dieses Wort „reka“, das heißt auch leer, also einfach so aus dem Nichts heraus haben sie Sünde getan.
[31:04] Später finden wir auch noch eine genauere Beschreibung von den Feinden Davids in Vers 19, wo es dann heißt: „Sieh an meine Feinde, denn es sind viele, und sie hassen mich grimmig.“ Das waren auch Menschen, die jetzt nicht nur einfach einem anderen Land angehört haben und deswegen gegen David waren, sondern das waren auch Menschen, die von Hass erfüllt waren, was Gott absolut nicht möchte. Wir hatten vorhin über die Liebe Gottes gesprochen.
[31:40] Aber welche Eigenschaften hat dann David, dass er auf Gott und auf Gottes Vergebung vor allen Dingen vertrauen kann?
[31:51] Dieses auf Gott harren, das ist ein sehr altes Wort mittlerweile schon. Das heißt auch so viel wie auf Gott warten, sich nach Gott sehnen, auf Gott hoffen.
[32:06] In Vers 8 und 9 von Psalm 25 finden wir: „Der Herr ist gut und gerecht; darum weist er die Sünder auf den Weg. Er leitet die Elenden in Gerechtigkeit und lehrt die Elenden seinen Weg.“ Die Elenden oder die Sanftmütigen zeigt uns, das sind Menschen, die sich ihrer Bedürftigkeit Gott gegenüber bewusst sind.
[32:32] In Versen 10 bis 12 sehen wir, dass es Menschen sind, die Gottes Bund bewahren und Gott fürchten.
[32:39] Und obwohl David Sünde hatte, die vergeben werden musste, trotzdem war er so ein Mensch. Er war einer, der auf Gott gebaut hat, der auf Gott gehofft hat. Er war einer, der demütig vor Gott stand. Ihr erinnert euch an die Worte aus Psalm 8: „Was ist der Mensch?“
[33:10] David war einer, der Gottes Bund und seine Zeugnisse bewahrt hat. Und was genau das heißt, das würde ich euch als Hausaufgabe aufgeben. Das dürft ihr gerne auch mal studieren.
[33:22] Und ganz entscheidend in Vers 11 ist diese Handlung, dass er sagt: „Um deines Namens willen, o Herr, vergib meine Schuld, denn sie ist groß.“
[33:35] David ist einer, der nicht einfach nur seine Sünde schleifen lässt, sondern einer, der hingeht und sagt: „Herr, ich habe gesündigt. Denk nicht an meine Sünde, aber denke daran, wie barmherzig du bist, wie gütig du bist und vergib mir um deines Namens willen.“
[33:57] Lass uns weitergehen zum Mittwoch. Am Mittwoch haben wir uns unter anderem mit Psalm 94 beschäftigt.
[34:07] Wir wollen aber jetzt auch erst noch einmal Psalm 105 anschauen. Psalm 105 und dort die Verse 7 bis 10: „Er, der Herr, ist unser Gott. Auf der ganzen Erde gelten seine Rechtsurteile. Er gedenkt auf ewig an seinen Bund, an das Wort, das er ergehen ließ auf tausend Geschlechter hin, an den Bund, den er mit Abraham geschlossen, an seinen Eid, den er Isaak geschworen hat. Er stellte ihn auf für Jakob als Satzung, für Israel als ewigen Bund.“
[34:55] Hier ist von in Vers 7 von Rechtsurteilen die Rede, und was hier mit Rechtsurteilen übersetzt ist, es kann auch so viel wie Gericht bedeuten.
[35:07] „Er, der Herr, ist unser Gott. Auf der ganzen Erde gelten seine Rechtsurteile.“ Wie gesagt, das kann positiv oder aber auch negativ gesehen werden.
[35:18] Interessant ist, dass hier auch wieder die ganze Erde angesprochen wird. Und da gibt es einen Paralleltext, den finden wir in Jesaja 26. Denn daraus wird deutlich, dass Gott nicht einfach nur richtet, na ja, weil es jetzt gerade dran ist oder weil ihm die Ungerechtigkeit so dermaßen gegen den Strich gegangen ist, dass er jetzt mal Gericht halten muss, sondern Gott bezweckt auch mit seinem Gericht etwas, vor allen Dingen dann, wenn es noch kein endgültiges Gericht ist.
[35:59] Jesaja 26 und dort Vers 9: „Meine Seele verlangte nach dir in der Nacht, ja, mein Geist in mir suchte dich, denn sobald deine Gerichte die Erde treffen, lernen die Bewohner des Erdkreises Gerechtigkeit.“
[36:16] Das ist interessant. Ich habe mir gedacht, okay, wo sehen wir in der Bibel Gerichte Gottes und wo haben dann die Menschen Gerechtigkeit gelernt? Na ja, wenn man zum Beispiel an die Sintflut denkt, da haben die Menschen gesehen: „Gott ist wirklich gerecht. Er lässt nicht einfach immer nur alles weiterlaufen, wenn die Menschen so viel Übel tun, sondern Gott ist auch einer, der irgendwann diesem Übel ein Machtwort spricht.“
[36:55] Gerechtigkeit konnten auch Lot und seine Töchter lernen oder auch Abraham oder überhaupt die umliegenden Völker, als Sodom und Gomorra zerstört worden ist.
[37:10] Gerechtigkeit konnte auch zum Beispiel Rahab und ihre Familie lernen, als Jericho gefallen ist.
[37:17] Aber in all diesen Geschichten sehen wir nicht nur Gottes Gerechtigkeit, sondern wir sehen auch Gottes Gnade.
[37:25] Und der Psalm 85, Vers 11 drückt das so schön aus: „Gnade und Wahrheit sind einander begegnet, Gerechtigkeit und Friede haben sich geküsst.“
[37:47] Also mit Gottes Gnade geht auch seine Wahrheit einher, aber auch seine Gerechtigkeit und sein Friede. Das ist alles in Gott oder in Jesus miteinander vereint.
[38:01] Und so können wir Gottes Gerechtigkeit nicht von seiner Gnade trennen.
[38:10] Jetzt noch mal zurück zu Psalm 105 und dort zu Vers 8 bis 11.
[38:21] Psalm 105 und dort in Vers 8 bis 11, das hatten wir auch gelesen. Da geht es um den Bund, den Gott geschlossen hat.
[38:31] Und ich finde eine Sache hier ganz interessant. Es heißt: „Er stellte ihn auf für Jakob als Satzung“ in Vers 10.
[38:44] Eine Satzung, das ist ja Satzungen und Rechtssprüche oder Gebote, das ist also auch so eine Anweisung oder ein Gebot, wie wir es in der Bibel finden.
[38:57] Interessant ist aber, dass dieser Bund, von dem Gott hier spricht, gar keine richtig, so richtige Satzung für Jakob beinhaltete.
[39:10] Denn wenn man das ein bisschen genauer anschaut, dann sieht man, dass Gott den Abraham damals schon aufgetragen hatte, dass er durch das Land ziehen sollte, dass er das Land anschauen sollte und Gott ihm dann dieses Land geben wollte als Erbe für seine Familie.
[39:36] Und Jakob war jetzt dann eigentlich nur noch so ein Nutznieser, könnte man sagen, von dieser Verheißung.
[39:45] Das zeigt uns ein Prinzip auf: Wenn Gott der Richter ist und wenn Gott gleichzeitig der Herrscher ist, dann hat er die Autorität, uns Anweisungen zu geben.
[40:01] Aber Gott missbraucht diese Autorität nicht.
[40:06] Gott ist derjenige, der schon im Garten Eden das allererste Gebot gegeben hat. Und dieses Gebot hieß erst einmal, das könnt ihr dann gerne nachlesen in 1. Mose 2.
[40:27] Wo Gott sagt, es steht dort: „Und Gott gebot den Menschen: Du darfst von jedem Baum in diesem Garten essen, nur von dem Baum der Erkenntnis sollst du nicht essen.“
[40:43] Also ist alles, was Gottes Anweisungen betrifft, ist gut für uns.
[40:47] Das zum einen. Und zum anderen heißt es nicht unbedingt, dass Gott uns nur einschränken will, dass Gott uns nur Verbote geben will, dass wir jetzt in irgendwie eine Form reingepresst werden, sondern Gottes Gesetz beinhaltet auch, dass Gott uns ja einfach eine Erlaubnis gibt, dieses oder jenes zu tun, was für uns gut ist.
[41:15] Ich finde, das ist auch für uns wichtig zu betrachten, denn sonst wird Gott manchmal als so ein strenger Richter oder ein strenger und ungnädiger Herrscher angesehen.
[41:27] Lass uns mal noch weitergehen zum Donnerstag, dass wir den uns auch noch anschauen können.
[41:36] Am Donnerstag hieß es: „Deine Zeugnisse sind sehr zuverlässig.“
[41:39] Und das ist ein Thema, das ich nicht missen möchte und auch nicht vernachlässigen möchte, denn gerade die Psalmen sprechen so viel von Gottes Gesetz.
[41:55] In den Psalmen, es fängt schon im Psalm 1 an.
[41:59] Lass uns den vielleicht kurz aufschlagen. Psalm 1. Dort heißt es: „Wohl dem, der nicht wandelt nach dem Rat der Gottlosen, noch tritt auf den Weg der Sünder, noch sitzt, wo die Spötter sitzen, sondern seine Lust hat am Gesetz des Herrn und über sein Gesetz nachsinnt Tag und Nacht.“
[42:17] In den allerersten Versen dieses ganzen Psalmbuchs geht es schon um Gottes Gesetz.
[42:26] Und gerade David war einer, der sehr gerne von dem Gesetz Gottes gesprochen hat, viel mehr als wir es eigentlich heute in den Predigten hören oder sonst auch in den Bibelkreisen.
[42:37] Da wird Gottes Gesetz immer gerne so in eine Ecke gedrängt von Gesetzlichkeit.
[42:44] Aber in den Psalmen war es nicht so, auch sonst in der Bibel, aber besonders in den Psalmen sehe ich das, dass Gottes Gesetz einfach als etwas Positives und Wunderbares dargestellt wird.
[43:04] Da gehen wir jetzt mal zu Psalm 19, Vers 8, ein Vers, der auch in der Lektion angegeben war.
[43:13] Psalm 19, Vers 8: „Das Gesetz des Herrn ist vollkommen, es erquickt die Seele. Das Zeugnis des Herrn ist zuverlässig.“
[43:24] Was für eine wunderbare Beschreibung, oder?
[43:27] Also, wenn ich so von dem deutschen Gesetzbuch sprechen könnte, dann müssten wir in einem herrlichen Land leben.
[43:39] „Das Gesetz des Herrn ist vollkommen.“
[43:42] Heißt es noch genau in Psalm 19, das ist vielleicht noch gut zu erwähnen, heißt es am Anfang: „Die Himmel erzählen die Herrlichkeit Gottes und die Ausdehnung verkündigt das Werk seiner Hände.“
[43:59] Also Davids Psalm beginnt auch hier wieder mit der Schöpfung. Er betrachtet erstmal die Umgebung um sich herum, wenn man sich das so bildlich vorstellt, und dann in Vers 8 ist wie so ein Cut, wie so er wendet sich jetzt etwas anderem zu und redet von dem Gesetz des Herrn.
[44:24] Ich weiß nicht, ob er vielleicht die Gewohnheit hatte, dass er morgens erst einmal rausgegangen ist und sich dann Gottes Wort zugewendet hat.
[44:31] Also, ich kann es mir gut denken, wer weiß, wie es gewesen ist.
[44:37] Aber es zeigt uns noch etwas: Wenn wir wirklich über die Natur nachdenken, wie ich vorhin schon gesagt habe, wenn wir die Gesetzmäßigkeiten in der Natur sehen, die Ordnung in der Natur sehen, den Lobpreis in der Natur sehen, wie alles Gott dient,
[45:01] dann hilft es uns auch, die Gesetzmäßigkeiten und Gebote in Gottes Wort schätzen zu lernen.
[45:13] Es gibt hier noch einen Psalm, der aufgelistet war, der sehr kurz ist, deswegen können wir ihn ganz lesen. Psalm 93: „Der Herr regiert als König. Er hat sich mit Majestät bekleidet. Der Herr hat sich bekleidet, er hat sich umgürtet mit Macht. Auch der Erdkreis steht fest und wird nicht wanken.“
[45:33] Hier haben wir wieder diesen festen Erdkreis. „Dein Thron steht fest von Anbeginn. Von Ewigkeit her bist du. Die Wasserströme brausen, o Herr, die Wasserströme brausen stark, die Wasserströme schwellen mächtig an. Doch mächtiger als das Brausen großer Wasser, mächtiger als die Meereswogen ist der Herr in der Höhe. Deine Zeugnisse sind sehr zuverlässig. Deinem Haus gebührt Heiligkeit, o Herr, für alle Zeiten.“
[46:09] Hier beschreibt der Psalmist Gottes große Macht und auch seine Majestät.
[46:16] Aber wohin führt sein Gedankengang?
[46:19] Sein Gedankengang führt wieder zu den Zeugnissen oder zu dem Gesetz des Herrn.
[46:28] Wir haben einen Psalm, der voll von dem Gesetz Gottes ist.
[46:36] Es ist nicht unbeachtlich, dass dieser Psalm auch noch der längste des ganzen Buchs der Psalmen ist und auch der längste oder das längste Kapitel von der ganzen Bibel.
[46:54] Ihr wisst wahrscheinlich, Psalm 119 ist das.
[46:57] Ich musste wirklich nach Versen suchen im Psalm 119, wo gar nicht die Rede von Gottes Gesetz oder seinen Zeugnissen oder Satzungen oder wie man das nennen möchte, ist.
[47:09] Schaut mal mit mir Psalm 119, dort auch gleich in Vers 1 zum Beispiel: „Wohl denen, die im Weg untadelig sind, die wandeln nach dem Gesetz des Herrn.“
[47:22] Vers 10: „Von ganzem Herzen suche ich dich. Lass mich nicht abirren von deinen Geboten.“
[47:30] Vers 16, das ist jetzt nur mal exemplarisch, ihr könnt wirklich jeden einzelnen Vers eigentlich nehmen.
[47:34] „Ich habe meine Lust an deinen Anweisungen. Dein Wort vergesse ich nicht.“
[47:43] Vers 18: „Öffne mir die Augen, damit ich sehe die Wunder in deinem Gesetz.“
[47:46] Vers 24: „Ja, deine Zeugnisse sind meine Freunde, sind meine Freude, sie sind meine Ratgeber.“
[47:58] Das war Vers 24. Vers 40, Entschuldigung. „Siehe, ich sehne mich nach deinen Befehlen. Belebe mich durch deine Gerechtigkeit.“
[48:09] Und wenn wir jetzt noch weitergehen würden, wir können noch den Vers 165 lesen: „Großen Frieden haben die, dein Gesetz lieben und nichts bringt sie zu Fall.“
[48:27] Das ist eigentlich ein Psalm, der eine Lobeshymne ist die ganze Zeit durch über Gottes Gesetz.
[48:37] Die Frage, die sich mir gestellt hat und die ich gerne an euch weitergeben möchte, ist: Welche Bedeutung haben Gottes Gebote für mich?
[48:50] Welche Bedeutung haben Gottes Gebote für dich?
[48:56] Ist es so, dass du sie als eine Einschränkung wahrnimmst oder kannst du voll einstimmen in das, was David hier sagt?
[49:08] Kannst du auch genauso sagen, beziehungsweise der Psalmschreiber sagt das: „Wohl denen, die im Weg untadelig sind, die wandeln nach dem Gesetz des Herrn.“
[49:23] Hast du das selbst auch erlebt? Hast du deine Freude an Gottes Geboten?
[49:31] Lass uns noch einmal zu Psalm 1 gehen, der uns einen Rat gibt.
[49:39] Denn wenn das nicht so ist, wenn wir nicht sagen: „Oh ja, Bibelstudieren mag ich. Ah, die Zehn Gebote, ich kann sie nicht nur auswendig, sondern ich freue mich jedes Mal, wenn ich sie anwenden darf.“
[49:51] Wenn es uns nicht so geht, dann ist die Frage natürlich, was ist zu tun?
[49:59] Denn es ist doch schade, wenn man so griesgrämig die Bibel aufschlagen muss und ach, schon wieder eine Vorschrift.
[50:09] Gott möchte nicht, dass es so schwer auf uns lastet.
[50:15] Im Psalm 1 in den Versen 1 und 2, die wir vorhin gelesen haben, da heißt es ja: „Wohl dem, der nicht wandelt nach dem Rat der Gottlosen, noch tritt auf den Weg der Sünder, noch sitzt, wo die Spötter sitzen, sondern seine Lust hat am Gesetz des Herrn.“
[50:35] Es scheint fast so, als ob die Person, von der hier die Rede ist, halt das einfach in die Wiege gelegt bekommen hat oder einfach sie hat es jetzt von Gott geschenkt bekommen, eine Lust an seinem Gesetz zu haben.
[50:54] Aber lass uns nicht den ersten Teil vernachlässigen, wo es heißt: „Der nicht tritt auf den Weg der Sünder, noch sitzt, wo die Spötter sitzen, der nicht wandelt nach dem Rat der Gottlosen.“
[51:10] Ich glaube, wenn wir Gottes Gesetz wirklich lieben wollen, dann müssen wir uns damit beschäftigen.
[51:18] Dann müssen wir auch oder dann sollten wir auch darüber nachsinnen Tag und Nacht, wie es hier heißt.
[51:26] Also tagsüber, wenn wir unserer Arbeit nachgehen, dann dürfen wir über Gottes Wort nachsinnen.
[51:35] Abends, wenn wir schon im Bett liegen, kurz vor dem Einschlafen, dürfen wir über Gottes Wort, über sein Gesetz nachsinnen.
[51:44] Und das beinhaltet auch, dass wir das ein oder andere lassen sollten.
[51:51] Spreche da jetzt auch zu mir persönlich.
[51:58] Wenn wir sagen:
[52:01] „H, irgendwie geht's mir gerade noch nicht so, dass ich so viel Freude daran habe.“
[52:10] Ich merke, ich beschäftige mich auch nicht genug mit Gottes Wort und gerade mit den Psalmen solltest du dich jetzt wirklich beschäftigen, weil die sind eigentlich sehr leicht und eingängig.
[52:21] Ich verbringe vielleicht auch nicht so viel Zeit in der Natur und mache mir da nicht so viel Gedanken.
[52:30] Dann gilt es nicht nur das zu ändern, sondern dann ist es möglicherweise auch ein guter Rat an dich, manches andere wegzulassen.
[52:43] Vielleicht den Fernseher, vielleicht Freunde, die dir nicht gut tun, oder vielleicht ist es auch eine schlechte Gewohnheit, die dich bisher davon abgehalten hat, tiefer Gottes Wort zu studieren.
[53:05] Lass uns mal noch den Psalm 25 und dort Vers 10 anschauen.
[53:12] Der war auch angegeben für Donnerstag und der ist interessant, denn da heißt es: „Alle Pfade des Herrn sind Gnade und Wahrheit für die, welche seinen Bund und seine Zeugnisse bewahren.“
[53:29] Wie gesagt, studiert das gerne, was Gottes Bund und seine Zeugnisse sind.
[53:34] Aber dieser Vers, der klingt doch wie eine wunderbare Verheißung.
[53:41] Und trotzdem beinhaltet er auch etwas, worüber wir stolpern dürfen.
[53:48] „Alle Pfade des Herrn sind Gnade und Wahrheit.“
[53:54] Es gibt Menschen, die meinen, sie können tun und lassen, was sie wollen, Hauptsache, sie glauben, dass Jesus sie erlöst hat und dann ist doch alles gut.
[54:06] Aber wichtig ist an dieser Stelle, es sind die Pfade des Herrn, die lauter Gnade und Wahrheit sind für diejenigen, die seinen Bund und seine Zeugnisse bewahren.
[54:16] Also auch nicht für alle, weil wie wir gesehen haben, es gibt Menschen, die bewusst sich gegen Gott stellen und die werden sicherlich auch keine Freude an seinem Gesetz haben.
[54:28] Wir wollen aber nicht zu dieser Gruppe von Menschen gehören.
[54:35] Jetzt ist diese Frage auch: Trittst du auf den Weg der Sünder oder bleibst auf den Pfaden des Herrn?
[54:46] Bist du jemand, der sich fragt, was ist Gottes Wille für mich?
[54:49] Und dann ist es nämlich auch ganz verständlich, dass ein David, der so eine Frage gestellt hat, auch Gottes Gesetz mag, weil dann ist Gottes Gesetz, sein Wort, nur eine Anleitung für uns, eine Hilfestellung.
[55:06] Dann finden wir ja da den Rat, den wir suchen.
[55:14] Ich glaube, so dürfen wir mehr auf Gottes Gesetz schauen und dann ist Gott auch nicht mehr der Bösewicht, sondern dann ist Gott der Richter,
[55:22] der uns hilft, der uns Vergebung geschenkt hat und gleichzeitig uns auch angeleitet hat, was zu tun ist.
[55:31] Dann ist Gott auch nicht der Herrscher, der uns irgendwie beraubt oder vereinnahmt oder sonst etwas, sondern dann ist Gott der Herrscher, der uns zeigt, wie wir handeln dürfen.
[55:47] Der uns selbst ein gutes Vorbild ist.
[55:53] Im Psalm 25, Vers 10 heißt es: „Alle Pfade des Herrn sind Gnade und Wahrheit für die, welche seinen Bund und seine Zeugnisse bewahren.“
[56:04] Und diese Menschen, die werden dann auch erkennen, dass Gott ein guter Herrscher ist.
[56:16] Denn dann werden ihm alle seine Wege Gnade und Wahrheit sein.
[56:20] Und was will man mehr, als in der Gnade zu leben, als die Wahrheit zu haben?
[56:25] Das muss doch ein gutes Leben sein.
[56:28] Das ist das, was ich auch dir wünsche, dass du gerne zu Gott kommst, dass du Gott oder Gottes Charakter in der Natur siehst, dass du Gottes Charakter in seinem Gesetz siehst und ihn als einen fürsorglichen Herrscher, als einen liebevollen Vater, wie wir am Anfang bei Enwald gelesen haben, wahrnimmst.
[56:51] Lass uns jetzt noch gemeinsam...
[56:54] wahrnimmst. Lass uns jetzt noch gemeinsam beten.
[56:59] Unser Vater im Himmel, wie oft wurde das Bild von dir verzerrt, dass Menschen, die gehört haben, dass du mächtig bist, allmächtig, dass du ein Herrscher bist, ein schlechtes Bild von dir bekommen haben. Aber Vater, wir dürfen dich dafür loben, dass du ein guter und weiser und auch gnädiger Herrscher bist. Du willst das Beste für uns alle und ich danke dir, dass wir dein Wort haben, dass wir über dein Wort nachdenken dürfen, dass du uns auf deinem Weg leiten willst. Herr, lass uns das auch freudig annehmen. Lass uns gerne in deinem Herrschaftsgebiet stehen und lass uns auch das, was du uns anvertraut hast – ob es Wissen sei, ob es andere Menschen sein, ob es irgendein Gut ist – lass uns das auch zu deiner Ehre einsetzen. Herr, ich bitte dich, dass du uns heute hilfst, Entscheidungen zu treffen, die uns dazu bringen, dich noch mehr zu lieben und dein Gesetz noch mehr zu lieben. Danke, denn du allein kannst das bewirken und du wirst es tun, wenn wir offen und aufrichtig vor dir stehen. Danke, Herr, dass du uns verändern kannst im Namen Jesu. Amen.
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