In dieser siebten Folge der Psalmen-Serie beleuchtet David Nießner die unermessliche Güte und Wahrheit Gottes, die „so weit der Himmel ist“. Anhand von Psalm 57, 136 und 51 wird gezeigt, wie Gottes Gnade den Menschen zur Erkenntnis seiner geistigen Armut führt und ihn zur tiefen Reue und einem veränderten Leben befähigt. Der Vortrag betont, dass Gottes Gnade nicht nur Vergebung schenkt, sondern auch zur Ablehnung von Sünde und einem gottesfürchtigen Wandel anleitet, um Gott in seiner Gerechtigkeit zu verherrlichen.
CSH 2024 Q1 – Die Psalmen: 7. Deine Güte reicht, so weit der Himmel ist
David Nießner · CSH 2024 Q1 - Die Psalmen ·Themen: Bibel, Bibelstudium, PsalmenWeitere Aufnahmen
Serie: CSH 2024 Q1 - Die Psalmen
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Transkript
[0:35] Deine Güte reicht, so weit der Himmel ist. Liebe Geschwister, ich möchte euch gerne begrüßen zur CSH in dieser Woche, dem Thema Nummer 7 in den Psalmen. Und auch in dieser Woche werden wir wieder kostbare Schätze aus dem Wort Gottes bergen. Bevor wir das aber machen, lasst uns gemeinsam beten, dass Gott uns hier führt und dass sein Name verherrlicht wird und dass das Studium auch eine Änderung in unserem Leben bewirkt. Himmlischer Vater, wir danken dir von ganzem Herzen, dass wir heute wieder dein Wort studieren dürfen, dass wir auch heute wieder die Psalmen tiefer ergründen können. Und ich bitte dich, Herr, dass du deine Worte in meinen Mund legst, nach Jeremia 1,9, und dass du aber auch deinen Geist schenkst, der uns in alle Wahrheit führen soll, und dass wir erkennen, Herr, was dieses Wort uns heute zu sagen hat, und dass es uns auch zu einer Änderung in unserem Leben führt. So danken wir dir, dass du uns dein Wort öffnen möchtest und dass wir das im Namen Jesu beten dürfen.
[1:35] Amen. Wenn wir die Psalmen lesen, dann merken wir sehr schnell, dass die Psalmschreiber, auch wir selbst, immer wieder an den Punkt kommen, wo wir merken: Egal, was wir Gott geben können als Dankbarkeit für das Opfer, das er für uns gebracht hat, egal, was wir auch uns erbeten im Gebet und was wir dann im Dienst Gott zurückgeben möchten, es ist immer zu wenig. Wir merken, dass wir Gott nichts zurückgeben können, weil ihm sowieso alles gehört, und dass seine Güte und seine Gnade und Barmherzigkeit uns gegenüber aber so weit reicht, wie der Himmel ist.
[2:07] Unser Text im Psalm 57 bringt genau das zum Ausdruck, weil es nämlich hier heißt: „Herr, ich will dir danken unter den Völkern, ich will dir Lob singen unter den Leuten, denn deine Güte reicht so weit der Himmel ist und deine Wahrheit so weit die Wolken gehen.“ Das ist ein interessanter Text, weil wenn wir darüber nachdenken, was Wahrheit ist, dann sehen wir, dass in Johannes 14,6 Jesus die Wahrheit ist. Johannes 17,17: Gottes Wort, also sprich die Bibel, die Wahrheit ist. Und laut Psalm 119,142 auch sein Gesetz die Wahrheit ist. Und hier in diesem schönen Parallelismus zeigt uns die Bibel: So weit wie der Himmel ist, ist Gottes Güte, und so weit wie die Wolken gehen – das ist auch ein Bild, damit wir es menschlich greifen können, bedeutet aber genau das Gleiche – genauso weit ist auch seine Wahrheit. Das heißt, Gottes Güte ist untrennbar von dem Wesen Christi, untrennbar von seinem Wort und untrennbar von seinem Gesetz. Das geht alles Hand in Hand. Und dementsprechend möchten wir uns heute anschauen, was es bedeutet, wenn Gottes Güte so weit geht. Wozu möchte uns Gottes Güte eigentlich bewegen? Und das ist ein wunderbares Studium. Lass uns einmal anfangen im Psalm 40,18.
[3:24] Wir lesen hier: „Bin ich auch elend und arm, für mich sorgt der Herr. Du bist meine Hilfe und mein Retter, mein Gott, säume nicht.“ Bin ich auch elend und arm, so sorgt der Herr für mich. Wir wollen auch jetzt der Frage nachgehen: Was bedeutet es, elend und arm zu sein? Es ist nicht nur damit gemeint, dass ein Mensch materiell arm ist, sondern vor allem, wenn er eine geistige Armut hat, wenn er seine Abhängigkeit von Gott spürt, und so wie es auch in den Seligpreisungen heißt, Matthäus 5,3: „Selig sind die geistlich Armen, denn ihrer ist das Reich der Himmel.“ Das ist das, wo uns die Psalmen hinführen möchten, zu erkennen, wo Gottes Güte uns eigentlich hinbringt. Lass uns einmal beginnen im Psalm 136.
[4:11] Und dort finden wir diese Phrase der Güte, wie sie immer wiederkehrt. Ich möchte mal einige Verse daraus lesen. Und wir sehen hier gleich, wenn wir das durchgehen, dass egal, was hier genannt wird, egal, welcher Grund da ist, um Gott zu preisen, es ist alles, weil seine Gnade ewiglich währt. Und wir, wie gesagt, wir wollen heute dem Gedanken nachgehen: Was ist eigentlich Gottes Gnade und wozu befähigt sie uns? Psalm 136, ab Vers 1: „Dankt dem Herrn, denn er ist gütig.“ Warum ist er gütig? „Denn seine Gnade währt ewiglich. Dankt dem Gott der Götter.“ Warum? „Denn seine Gnade währt ewiglich. Dankt dem Herrn der Herren.“ Denn seine Gnade währt ewiglich. „Ihm, der allein große Wunder tut.“ Denn seine Gnade währt ewiglich. „Der die Himmel in Weisheit erschuf.“ Denn seine Gnade währt ewiglich. „Der die Erde über den Wassern ausbreitete.“ Denn seine Gnade währt ewiglich. Und so geht das einige Texte hier durch, wo es die ganzen Taten preist, die Gott getan hat an seinem Volk Israel. Und dann ab Vers 23 lesen wir wieder: „Der in uns gedachte in unserer Niedrigkeit, unserer geistigen Armut.“ Warum? „Denn seine Gnade währt ewiglich. Und uns unseren Feinden entriss.“ Denn seine Gnade währt ewiglich. „Der allem Fleisch Speise gibt.“ Denn seine Gnade währt ewiglich. „Dankt dem Gott des Himmels.“ Denn seine Gnade währt ewiglich. Und ich denke, es ist sehr wichtig, dass wir diesen Text hier vor allem auch geistig verstehen. Vers 24: „Der uns unseren Feinden entriss.“ Was sind unsere Feinde? Wir haben keine politischen Feinde in dem Sinne, aber ich glaube, dass Gott uns auch entreißen möchte von den Feinden des Stolzes, der Selbstsucht, der Eigenliebe, der Bitterkeit, der Wut, all diese negativen Eigenschaften, die das Herz verbittern, das sind unsere Feinde. Vers 25: „Der allem Fleisch Speise gibt.“ Der jedem Menschen das Brot des Himmels bricht, damit die Menschen das Brot des Himmels essen können und sein Wort aufnehmen können. Denn seine Gnade währt ewiglich.
[6:26] Hätte Jesus damals, als die Menschheit in Sünde gefallen, nicht sich entschieden, sein Leben und seine Herrlichkeit niederzulegen im Himmel, um auf diese Welt zu kommen, wären wir niemals dort, wo wir heute sind. Wir lesen in „Erfahrungen und Gesichte“, Seite 138 bis 141, was geschehen ist, als dem Himmel bekannt wurde, dass die Menschheit in Sünde gefallen ist. Es heißt dort, dass der Himmel stumm war, jede Harfe hat aufgehört zu spielen. Die Engel waren tief traurig und haben sich gefragt: Wie geht es jetzt weiter mit diesem Menschengeschlecht? Und dann berichtet uns der Geist der Weissagung, dass Jesus mit dem Vater eine Unterredung hatte. Dreimal hat der Vater und der Sohn, haben sie miteinander gesprochen, und himmlisches Licht hat sie umstrahlt. Dreimal kamen der Vater und der Sohn zusammen, um darüber zu beraten: Wollen sie diesen Weg des Erlösungsplans der Menschen wirklich gehen? Und dann auf Seite 141 wird Ellen White in der Vision von einem Engel gefragt: „Glaubst du, dass der Vater seinen Sohn ohne Kampf dahingab?“ Und er sagt: „Nein, nein, es war selbst für den Gott im Himmel ein Kampf, ob er seinen geliebten Sohn für sie den Tod geben sollte oder die Menschheit verloren gehen lassen sollte.“ Wenn wir das einmal begriffen haben, dann merken wir, wozu Gott bereit war, wenn es hier heißt: „Der allem Fleisch Speise gibt.“ Der allem Fleisch, jedem Menschen das Brot des Lebens gibt, und es auf Golgatha gebrochen wurde. Denn seine Gnade währt ewiglich. Gottes Liebe für die Menschheit war so groß, dass er alles gegeben hat, was er geben konnte. Und wenn wir in Jesaja 5 schauen, dann finden wir dort eine schöne Beschreibung, wie Gott selbst sagt, dass er alles gegeben hat. Jesaja 5,4: „Der Weinberg ist ja ein Symbol für Gottes Volk. Was konnte man an meinem Weinberg noch weiter tun, das ich nicht getan habe?“, spricht Gott. Gott würde es niemals zulassen, dass irgend in der Ewigkeit jemand sagen könnte: „Du hättest doch mehr tun können für die Menschen.“ Gott hat alles gegeben, was er geben konnte, und es war ausreichend. Denn seine Gnade währt ewiglich.
[8:40] Lass uns einmal zurückgehen zu Psalm 51. Psalm 51, ein wunderbarer Psalm, der uns auch zeigt, wozu Gottes Gnade uns bewegen möchte. Wir lesen hier ab Vers 3. Das ist der Psalm, den David geschrieben hat, nachdem Nathan zu ihm kam, weil David mit Bathseba Ehebruch begangen hatte und auch noch Uria getötet hat, ihn töten hat lassen im Kampf, damit seine Sünde nicht aufgedeckt wird. Was schreibt er hier? „O Gott, sei mir gnädig nach deiner Güte, nach deiner Gnade, und tilge meine Übertretungen nach deiner großen Barmherzigkeit. Wasche mich völlig rein von meiner Schuld und reinige mich von meiner Sünde, denn ich erkenne meine Übertretungen und meine Sünde ist allezeit vor mir.“ Vers 6: „An dir allein habe ich gesündigt und getan, was böse ist in deinen Augen, damit du recht behältst, wenn du redest und rein dastehst, wenn du richtest.“ David war sich hier bewusst, dass das, was er getan hatte, Sünde war. Aber ich möchte euch noch etwas zeigen, was wirklich erstaunlich ist an diesem Psalm.
[9:58] Hier David schreibt in Vers 19: „Die Opfer, die Gott gefallen sind, sind ein zerbrochener Geist und ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz. Wirst du, o Gott, nicht verachten.“ Wenn wir in Vers 18 lesen, dann sehen wir, dass Gott an Schlachtopfern kein Wohlgefallen hat: „Und wollte ich sie dir geben, Brandopfer gefallen dir nicht“, schreibt er hier. Was meint er hiermit? David war sich bewusst, dass das, was er getan hatte, vor dem Gesetz Mose für ihn keine Gnade übrig lassen würde. Lass uns einmal zurückgehen zu 2. Mose 21,14.
[10:48] „Wenn aber jemand gegen seinen Nächsten frevelhaft handelt, sodass er ihn vorsätzlich umbringt, sogar von meinem Altar sollst du ihn wegholen, damit er stirbt.“ Das ist eine sehr deutliche Aussage, die Gott hier trifft. Er sagt: Wenn jemand anderen, seinen Bruder, vorsätzlich tötet, soll er getötet werden, unbedingt. Und David kannte dieses Gesetz. Ihm ist bewusst geworden, was er da getan hatte, als er Uria hat umbringen lassen. Und er erkennt: Ich bin vor Gottes Gesetz schuldig, ich muss eigentlich sterben.
[11:22] Wir lesen aber noch etwas in 3. Mose 20,10, weil das war die zweite Sache, die ja seiner Sünde an Uria vorausging. 3. Mose Kapitel 20 und dort Vers 10: „Wenn ein Mann mit einer Frau Ehebruch treibt, wenn er Ehebruch treibt mit der Frau seines Nächsten, so sollen beide, der Ehebrecher und die Ehebrecherin, unbedingt getötet werden.“ David kannte dieses Gesetz, und deswegen schreibt er hier und bittet: „Gott, sei mir gnädig nach deiner Güte. Ich weiß, dass ich deswegen den Tod verdient habe.“ Und er sagt deswegen in Vers 6: „An dir allein habe ich gesündigt.“ David ging es nicht darum, dass er ein Opfer bringt, so wie Saul zu Samuel kam und sagt: „Lass uns Opfer bringen, damit Gott wohlgestimmt wird.“ David wusste, dass er gegen Gott gesündigt hatte, und er wollte mit Gott wieder Frieden schaffen. Und deswegen sagt er – und das ist ebenfalls interessant – in Vers 6: „Damit du recht behältst, wenn du redest und du rein dastehst, wenn du richtest.“ Wie oft hat der Satan diese Anklage vorgebracht und flößt sie immer wieder in Menschen ein: „Gott ist ungerecht! Gott ist ungerecht!“ Das ist die Streitfrage im großen Kampf: Ist Gott wirklich gerecht?
[12:41] Lass uns einmal ins Buch Hiob gehen, denn wir sehen, dass es genau der Punkt ist, den der Satan auch hier Gott vorbringt, als Gott zeigt, dass es sehr wohl Menschen gibt, die sein Gesetz halten. Hiob 1,8: „Da sprach der Herr zum Satan: Hast du meinen Knecht Hiob beachtet? Denn seinesgleichen gibt es nicht auf Erden, einen so untadeligen und rechtschaffenen Mann, der Gott fürchtet und das Böse meidet.“ Satans Anklage war ja: „Gottes Gesetz kann gar nicht gehalten werden.“ Vers 9: „Der Satan aber antwortete dem Herrn und sprach: Ist Hiob umsonst gottesfürchtig?“ Das ist der Kernpunkt im großen Kampf: Kann man Gott überhaupt lieben? Ist man umsonst gottesfürchtig? Kann man Gott auch lieben, selbst wenn einem alles genommen wird, was man hat? Ist Gott gerecht? Und David wusste das, und er hat gemerkt, seine Sünde, die er hier begeht, ist nicht einfach eine Sünde, die er an sich selbst begangen hat oder gegen Menschen. Er hat an Gott gesündigt, und er sagt: „Wenn du redest, wenn du richtest, sollst du rein dastehen.“ David ging es nicht darum, dass er hier möglichst gut wegkommt. Er hat um Vergebung gebeten, aber nur, weil er mit Gott wieder in Harmonie leben wollte, nicht damit sein Ansehen wieder gehoben wird. Und David sagte: „Herr, wenn du richtest, wenn du ein Urteil sprichst, du sollst recht dastehen. Das ganze Universum soll bekennen: Gott ist gerecht! Satans Anklagen sollen falsch sein.“ Und das ist eine so tiefe und so wertvolle geistige Aussage, dass es einem nicht darum geht, dass nur ich wieder gut wegkomme nach meiner Sünde, sondern dass Gott gerechtfertigt dasteht.
[14:29] Psalm 51,7: „Siehe, in Schuld bin ich geboren, und in Sünde hat mich meine Mutter empfangen. Siehe, du verlangst nach Wahrheit im Innersten, so lass mich im Verborgenen Weisheit erkennen.“ David wollte nicht einfach nur Opfer darbringen, damit das wieder äußerlich gut ist. Er hat gesagt: „Du verlangst nach Wahrheit im Innern.“ Was haben wir vorhin gelesen in unserem Merktext, Psalm 57: „Deine Wahrheit geht so weit wie die Wolken.“ Es soll keine rein äußerliche Wahrheit sein, dass die Menschen sehen: „Ja, das ist richtig an und für sich“, sondern die Wahrheit, das Wesen Jesu, die Grundsätze des Wortes Gottes, die Grundsätze von Gottes Gesetz sollen uns am innersten sein. Deswegen sagt er in Vers 9: „Entsündige mich mit Ysop, so werde ich rein. Wasche mich, so werde ich weißer als Schnee.“ Das ist interessant, dass er hier das sagt: „Weißer als Schnee waschen mit Ysop.“ Er nimmt er nämlich direkt Bezug auf 3. Mose 14.
[15:28] Wir wollen auch einmal da zurückschauen. 3. Mose Kapitel 14.
[15:44] Und wir werden sehen, dass David nicht einfach so den Ysop hier erwähnt und sagt: „Dann werde ich weißer als Schnee“, sondern wir sehen in 3. Mose 14, ab Vers 2: „Dieses Gesetz gilt für den Aussätzigen am Tag seiner Reinigung: Er soll zu dem Priester gebracht werden.“ Wir sehen hier in Vers 9 im Psalm 51, dass der Aussatz, das Reinigen mit Ysop, ein Sinnbild für die Sünde ist. So wie der Aussatz den gesamten Menschen durchzieht, so soll auch die Sünde den Menschen durchziehen. Aber David möchte davon frei werden. Und wir werden dann weiter sehen in 3. Mose 14, wie es hier heißt, ab Vers 3: „Wenn ein Mensch mit Aussatz behaftet war, der Priester soll dafür hinaus aus dem Lager gehen. Wenn er nachsieht und findet, dass das Mal des Aussatzes an dem Aussätzigen heil geworden ist, so soll der Priester gebieten, dass man für den, der gereinigt werden soll, zwei lebendige Vögel bringt, die Opfer, die rein sind, und Zedernholz, Karmesin und Ysop. Und der Priester soll gebieten, dass man den einen Vogel schächtet in ein irdenes Geschirr über lebendigem Wasser. Den lebendigen Vogel aber soll man nehmen mit Zedernholz, dem Karmesin und Ysop, und es samt dem lebendigen Vogel in das Blut des Vogels tauchen, der über dem lebendigen Wasser geschächtet worden ist. Und er soll denjenigen siebenmal besprengen, der vom Aussatz gereinigt werden soll, und ihn so reinigen. Und den lebendigen Vogel soll er in das freie Feld fliegen lassen.“
[17:11] Daher kommt der Begriff die Reinigung mit Ysop, weil David wusste: Seine Sünde geht so tief und ist so ansteckend wie Aussatz. Aber der Ysop sollte dazu dienen, dass die Reinigung wieder vollzogen werden kann. Und deswegen wollte David, dass er so frei von seiner Sünde wird, die er begangen hat, wie ein Aussätziger von seinem Aussatz frei werden möchte. Was war sein Gebet? Vers 10: „Lass mich Freude und Wonne hören, damit meine Gebeine frohlocken, die du zerschlagen hast. Verbirg dein Angesicht vor meinen Sünden und tilge alle meine Missetaten.“ David hat nicht nur darum gebetet, dass Gott ihm vergibt, ja, so wie wir auch manchmal beten: „Vergib mir und bitte verbirg dich vor meinen Sünden.“ David hat gesagt: „Tilge alle meine Missetaten, mach sie weg!“ Er hat gesagt: „Gib mir ein neues Herz!“ Und das kommt gleich noch besser zum Ausdruck. Vers 12: „Erschaffe, o Gott, ein reines Herz und gib mir von Neuem einen festen Geist in meinem Inneren.“ Er sagt: „Ich will nicht nur, dass die Sünde vergeben ist, ich will, dass sie komplett aus meinem Wesen verschwindet. Verwirf mich nicht von deinem Angesicht und nimm nicht deinen Heiligen Geist von mir. Gib mir wieder die Freude an deinem Heil und stärke mich mit einem willigen Geist.“ David war sich bewusst, dass ein Mensch, der in Sünde lebt, wie er es auch selbst erfahren hatte, vielleicht erstmal Freude hat, aber auf lange Sicht an Gottes Wort kein Gefallen mehr hat, weil Gottes Geist sich zurückzieht von einem Menschen, der sich bewusst von ihm trennt. Und er sagt: „Ich will das nicht mehr! Bring mich zurück, schenk mir wieder die Freude an deinem Heil, nimm nicht deinen Geist von mir, stärke mich und mach mich willig.“ Und jetzt hat er gelernt aus seiner Situation. Vers 15: „Siehe, ich will die Abtrünnigen deine Wege lehren, dass sich die Sünder zu dir bekehren. Errette mich von Blutschuld, o Gott, du Gott meines Heils, so wird meine Zunge deine Gerechtigkeit jubelnd rühmen. Herr, tue meine Lippen auf, damit mein Mund dein Lob verkündige.“ David sagte: „Aus der Erfahrung, die ich gemacht habe, habe ich viel Leid mitgenommen, aber ich möchte daraus lernen und anderen zeigen, durch diesen Psalm zum Beispiel, dass sie nicht auf diese Wege gehen sollen, dass es sich nicht lohnt, sich von Gott zu trennen und Sünden zu tun, versuchen, sie selbst zu verbergen, weil es kommt zum Vorschein.“ Er sagt: „Ich möchte frei sein davon und dann die Abtrünnigen lehren, dass sie ebenso frei werden können.“ Gottes Gnade währt ewiglich.
[19:42] So haben wir es im Psalm 136 gelesen: „Seine Güte reicht so weit wie der Himmel ist.“ Aber wozu möchte uns Gottes Gnade und Güte eigentlich bewegen? Geht mit mir mal ins Neue Testament, in den Titusbrief.
[19:58] Und dort finden wir eine wundervolle Definition, was Gottes Gnade, seine Güte, bewirken wird, wozu Gott eigentlich Gnade gegeben hat, weil viele denken, wenn es um die Gnade Gottes geht, dass es nur darum geht, dass Gott die Sünden vergibt und weiter geht’s und wieder vergibt und weiter geht’s. Aber schaut mal hier in Titus 2, ab Vers 11.
[20:25] „Denn die Gnade Gottes ist erschienen, die heilbringend ist für alle Menschen.“ Die Bibel sagt hier, dass die Gnade Gottes erschienen ist für alle Menschen und jedem Menschen, der sie annimmt, Heil bringt. Aber was macht die Gnade? Und ich bin mir sicher, dass wir nicht sehr viele Predigten darüber gehört haben, wo es um Gnade ging, die diesen Inhalt gebracht hatten. Siehe, die Gnade Gottes nimmt uns in Zucht, das heißt, sie lehrt uns, wenn wir falsche Wege gehen, damit wir die Gottlosigkeit, die Sünde und die weltlichen Begierden verleugnen. Das heißt, wir wollen es erstmal nicht tun. Das ist das, was David sagt: „Nimm nicht deinen Geist von mir, gib mir ein neues Herz, stärke mich mit einem willigen Geist.“ Und besonnen und gerecht und gottesfürchtig leben in der jetzigen Weltzeit. Die Gnade Gottes ist nicht nur...
[21:18] Die Gnade Gottes ist nicht nur Vergebung. Die Gnade Gottes gibt uns eine neue Ausrichtung, ein neues Herz und hilft uns, beständig zu leben, so wie Gott es möchte und so wie es für uns auch heilsam ist. Wie es heißt in Vers 11, indem wir die glückselige Hoffnung erwarten und die Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Retters Jesus Christus, der sich selbst für uns hingegeben hat, um uns von aller Gesetzlosigkeit – nach 1. Johannes 3, Vers 4, ist Gesetzlosigkeit Sünde – der uns von aller Sünde erlöst und für sich selbst ein Volk zum besonderen Eigentum zu reinigen, das eifrig ist, gute Werke zu tun. Dazu ist die Gnade Gottes da, dass wir vollständig mit der Sünde brechen, aufhören, in der Sünde zu leben und beständig ein Leben führen, ein Leben, das unter der Kontrolle des Heiligen Geistes ist. Und Paulus sagt in Vers 15: „Dieses sollst du (über die Gnade Gottes) lehren und mit allem Nachdruck ermahnen und zurechtweisen. Niemand soll dich geringschätzen.“ Wenn wir über die Gnade Gottes sprechen, die ewiglich währt, ist das nicht nur die Vergebung. Laut diesem Bibeltext ist das, dass wir vollständig von der Sünde frei werden, dass Gott uns an diesen Punkt bringt, dass unser Leben in finaler Kontrolle vom Heiligen Geist regiert wird.
[22:42] Und das, ihr Lieben, wird uns aber dahin bringen, was Jesus in Johannes 15 sagte. Weil wir oft denken: „Oh, das ist so schwer, und werde ich dann überhaupt noch ein schönes Leben haben?“ Ihr Lieben, lasst uns einmal anschauen, wozu diese Gnade imstande ist. Johannes Kapitel 15. Wir lesen dort ab Vers 11. Das ist übrigens genau das Gleiche. In Johannes 15 geht es um den Weinstock und die Reben, dass die Reben ständig im Weinstock verwurzelt sind und dort ihre Kraft herholen. Und da Jesus, der Weinstock, ohne Sünde gelebt hat, werden wir von ihm niemals irgendetwas Sündhaftes bekommen. Wir werden beständig leben im Heiligen Geist, werden beständig leben, so wie Gott es möchte, ohne Sünde, so wie es für uns heilsam ist. Und jetzt schaut mal, Vers 11, was das Resultat davon sein wird: „Dies habe ich zu euch geredet, damit meine Freude in euch bleibe und eure Freude völlig werde.“ Vollkommene Freude verspricht Jesus für die, die dieses Geschenk der Gnade annehmen und beständig in ihm leben, die beständig darauf achten und beten, Herr, wie David: „Gib mir ein reines Herz, gib mir von Neuem einen festen Geist in meinem Inneren!“ Dann wird genau das eintreten, dass wir vollkommene Freude haben. Und ist es nicht das, was David auch schon erkannt hat? Vers 14: „Gib mir wieder die Freude an deinem Heil und stärke mich mit einem willigen Geist!“ Wenn wir es versäumen, dass die Gnade Gottes uns so umwandelt, haben wir nicht die Freude, sind nicht geistig stark und haben keinen willigen Geist, und wir sind unglücklich. Es ist nur zu unserem eigenen Vorteil.
[24:31] Und deswegen sagt David, dass Gott nicht einfach nur Schlachtopfer möchte im Sinne von: „Jetzt ist ein Opfer gebracht, und es geht weiter.“ Die Vergebung geht weiter. Er sagt in Vers 19: „Die Opfer, die Gott gefallen, sind ein zerbrochener Geist. Menschen, die sich ihrer geistigen Abhängigkeit von Gott bewusst sind und ihrer Schwäche. Ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, oh Gott, nicht verachten.“ Sondern Vers 20: „Gott würde wohltun an Zion nach deiner Gnade.“
[25:00] Es wird immer zu unserem Besten sein, wir werden Wohltaten von Gott erfahren, wenn wir diesen Weg einschlagen. Möchte ich an der Stelle eine Broschüre noch empfehlen, die es in sich hat: „Schritte zur persönlichen Erweckung“ von Helmut Haubeil. Da ist genau dieses Leben im Heiligen Geist, dieses Leben in der Gnade, dass man ständig von Gottes Geist empfängt, so wie David hier ein reines Herz zu bekommen, einen willigen Geist, wunderbar beschrieben. Sehr einfache, sehr praktische Schritte. Manche einer mag denken: „Das ist ja super einfach!“ Und das stimmt, es ist super einfach, aber es lohnt sich, weil dadurch das geistige Leben eine ganz neue Qualität bekommt, wenn man bewusst auch nach den Verheißungen betet, wie es hier heißt, dass Gott uns ein neues Herz gibt und dass wir wieder Freude an seinem Heil bekommen. Das möchte der Psalmschreiber und übrigens die ganze Bibel, haben wir auch gesehen, damit anstoßen, wenn sie sagen: „Denkt über die Gnade Gottes nach! Die Gnade Gottes währt ewiglich“, wie Psalm 136 sagt. Und das wird so oft wiederholt, dass wir uns die Frage stellen müssen: Warum? Warum die Gnade? Was ist mit der Gnade so entscheidend? Dass sie uns nämlich dahin bringt, wieder vollständig das zu tun, wozu Gott uns beabsichtigt hat.
[26:15] Psalm 130, unser nächster Psalm, den wir uns anschauen wollen. Auch hier möchten wir den gesamten Psalm lesen. Der ist etwas kürzer, sind acht Verse. Wir lesen ab Vers 2.
[26:32] „Herr, höre meine Stimme! Lass deine Ohren aufmerksam sein auf die Stimme meines Flehens! Wenn du, oh Herr, Sünden anrechnest, Herr, wer kann bestehen? Aber bei dir ist die Vergebung, damit man dich fürchte. Ich harre auf den Herrn, meine Seele harrt, und ich hoffe auf sein Wort. Meine Seele harrt auf den Herrn mehr als die Wächter auf den Morgen, mehr als die Wächter auf den Morgen. Israel, hoffe auf den Herrn! Denn bei dem Herrn ist die Gnade, und bei ihm ist Erlösung in Fülle. Ja, er wird Israel erlösen von allen seinen Sünden.“
[27:11] Das ist so ein wundervoller Text, weil hier noch mal genau das unterstrichen wird. Manchmal, wenn wir aus der Tiefe rufen und wir sagen: „Herr, höre auf mein Schreien!“, dann erkennen wir unsere geistige Abhängigkeit, unsere Schwachheit. Dann merken wir, dass wir ohne ihn wirklich nichts sind. In Johannes 15 sagt Jesus: „Ohne mich könnt ihr nichts tun.“ Und wir denken oft: „Ja, das stimmt, das stimmt, ja, ja.“ Aber verstehen wir, dass wir wirklich nichts tun können ohne ihn? Alles, was wir tun, muss von ihm geleitet sein, sonst werden wir keinen Erfolg haben. Wir gehen oft voran in der Mission in eigener Kraft, aber alles muss vom Heiligen Geist geführt werden. Jesus muss in all dem verherrlicht werden. Wenn wir es genau nehmen: Wenn Gott möchte, dass das Herz eines Menschen weiter schlägt, dann wird es schlagen. Wenn er es aber stoppen möchte, wird es stoppen. Wir erkennen oft nicht mal selbst die physischen Dinge, die wir für selbstverständlich hinnehmen – selbst bei gottlosen Leuten ist das keine Selbstverständlichkeit. Alles, was wir haben, was wir bekommen, wie Jakobus es sagt: „Jede gute Gabe kommt von oben herab, von dem Vater der Lichter.“ Ohne Jesus können wir wirklich nichts tun.
[28:18] Aber die Menschen, die wir hier im Psalm 130 [sehen], die ihre geistige Abhängigkeit von ihm merken, die sehen, dass wir in der Tiefe sitzen, dass wir in einem dunklen Loch sitzen ohne ihn. Das sind die, die bestehen können, das sind die, die auf Vergebung hoffen können. In Vers 3 heißt es dann: „Wenn die Sünden angerechnet werden...“ Wenn die Menschen das nicht erkennen, dass sie diese Vergebung brauchen, wenn Laodizea nicht erkennt, dass sie eigentlich arm und blind und nackt sind, dann können sie nicht bestehen. Aber bei Gottes Vergebung: Gott vergibt uns, dass wir ihn fürchten, dass wir ein gottesfürchtiges Leben leben können. Warum? Weil seine Gnade ewiglich währt. Und wozu möchte uns die Gnade bringen? Es heißt hier: „Bei ihm ist Erlösung in Fülle, ja, er wird Israel erlösen von allen Sünden.“ Davon möchte Gott uns wirklich freimachen: von jeder schlechten Charaktereigenschaft, von jedem bösen Blick, von jeder bösen Tat, von jeder bösen Mimik – all diese Dinge, die man so als leichtfertig kleine Sünden betrachtet. Das ist das, womit wir doch alle zu kämpfen haben, und davon will Gott uns vollständig frei machen.
[29:29] Vers 6 ist ein wichtiger Schlüssel: „Meine Seele harrt auf den Herrn mehr als die Wächter auf den Morgen.“ Die Wächter, die damals auf die Schafe aufgepasst hatten, haben natürlich gewartet: „Wann wird es endlich Morgen?“ Sie haben sich nach dem Morgen gesehnt, damit die Dunkelheit weicht und damit sie ihre Herde besser überblicken können, dass die Wölfe nicht mehr einfach so kommen können. Und genauso und noch mehr, sagt dieser Vers, sollen wir auf den Herrn harren, mehr als die Wächter auf den Morgen. Gott muss uns wichtiger sein als der Morgen, damit die Dunkelheit weichen kann, damit wir wieder geistige Kraft von ihm bekommen können.
[30:04] Wenn wir in das Johannesevangelium gehen, Kapitel 7, dann wird da auf schön poetische Weise, aber auf sehr eindrückliche Weise das ausgedrückt. Johannes 7 ab Vers 37: „Aber am letzten, dem großen Tag des Festes, stand Jesus auf, rief und sprach: Wenn jemand dürstet, der komme zu mir und trinke! Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus seinem Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.“ Das sagt er aber von dem Geist, den die empfangen, den die empfangen sollten, welche an ihn glauben; denn der Heilige Geist war noch nicht da, weil Jesus noch nicht verherrlicht war. Jesus sagt: „Jeden, der dürstet.“ Und ihr Lieben, manchmal haben wir keinen Durst mehr nach dem lebendigen Wasser. Wir denken, wir brauchen das nicht, wir denken, wir sind reich, aber wir erkennen nicht unsere Not. Aber Jesus sagt, wir brauchen diesen Durst nach dem lebendigen Wasser. Und Vers 39 sagt uns, das sprach er vom Heiligen Geist. Wenn wir nicht erkennen, dass wir vom Heiligen Geist abhängig sind und diesen Durst nicht haben, dann sind wir in der Gefahr, geistig zu vertrocknen. Deswegen sollte unser Gebet sein am Morgen: „Herr, ich dürste so nach dir, gib mir dieses lebendige Wasser!“ Weil Jesus verheißt, wie es hier in Vers 38 heißt: „Wer das trinkt, der wird es bekommen, und von ihm werden wieder Ströme des lebendigen Wassers ausgehen.“ Das heißt, Gott wird uns benutzen zur Errettung und zum Erreichen von anderen Menschen, die Jesus nicht kennen. Und deswegen sagt der Psalmschreiber hier: „Meine Seele harrt auf den Herrn mehr als die Wächter auf den Morgen.“ Lieber Bruder, liebe Schwester, haben wir diesen Durst nach dem Heiligen Geist, dass er unser Leben führt und bestimmt? Das ist die einzige Möglichkeit, um von unseren Sünden erlöst zu werden, wie es hier in Vers 8 [Psalm 130:8] heißt. Weil wer das anerkennt und sagt: „Herr, gib mir davon, verwandle mich um!“, der wird es auch bekommen.
[32:06] Bekommen. Ihr Lieben, wenn wir Psalm 103 lesen, dann merken wir auch, dass da noch mehr ist, als einfach nur anzuerkennen, was jetzt nicht gut gelaufen ist. Es ist ein sehr berühmter Text, wurden auch Lieder daraus geschrieben. Und es heißt hier in Psalm 103, die ersten beiden Verse: „Lobe den Herrn, meine Seele, und alles, was in mir ist, seinen heiligen Namen! Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat!“ Oft vergessen wir, wie er uns in der Vergangenheit geführt hat, und haben kein Bedürfnis mehr, nach vorne zu schreiten in die Zukunft, weil wir denken, das, was früher war, das reicht. Aber wir erkennen nicht, dass wir abhängig sind, jeden Tag vor ihn zu kommen. Vers 10 sagt uns nämlich, dass Gott nicht an uns gehandelt hat nach unseren Sünden. David hat das erkannt im Psalm 51. Er wusste, wenn Gott mit ihm so umgegangen wäre nach seinen Sünden, hätte er getötet werden müssen. Aber David hat tief bereut und er hat gesagt: „Herr, schaff mir ein neues, reines Herz, gib mir einen willigen und festen Geist!“ Und Gott hat nicht mit David so gehandelt, wie es seinen Missetaten entspricht.
[33:18] Entspricht Vers 11, Psalm 103: „Denn so hoch der Himmel über der Erde ist, so groß ist seine Gnade über denen, die ihn fürchten. Sofern der Osten vom Westen ist, hat er unsere Übertretungen von uns entfernt.“ Das ist wie so ein Echo von Psalm 57, unserem Einstiegstext: „So hoch wie der Himmel ist, so hoch ist Gottes Gnade über seinem Volk.“ Und wir haben gesehen, wozu diese Gnade uns führen möchte: dass wir der Sünde vollständig absagen, dass wir Kraft bekommen im Heiligen Geist und dass Jesus uns ganz neu führen kann.
[33:50] Lieber Bruder, liebe Schwester, es ist ein geniales Studium, was wir durch die Psalmen hier machen können, weil wir sehen, dass die Empfindungen der Psalmschreiber unseren eigenen manchmal sogar genau gleich sind. Aber wir sehen, dass Gott etwas ganz anderes vorhat, als mit uns nach unseren Sünden zu handeln. Wer nicht bereut, den wird eines Tages die Strafe für seine Sünde treffen. Und manchmal, so wie David das leider auch erlebt hat, müssen wir die Konsequenzen für unsere Übertretungen tragen. Aber Gott ist gnädig, seine Gnade währt ewiglich. Seine Gnade ist so hoch wie der Himmel über der Erde, und diese Gnade ist so groß. Das soll uns zeigen, dass Gott tausend Wege hat, wo wir nicht einen einzigen Weg sehen. Und mit diesen tausend Wegen hat Gott so viele Möglichkeiten, uns von der Sünde zu trennen, unser Wollen zu verändern und dann das Handeln folgen zu lassen, sodass wir geheiligte Menschen sein können, die unter der finalen Kontrolle des Heiligen Geistes leben, in einem Leben von Fülle und Zufriedenheit.
[34:50] Möchte euch zum Abschluss noch mal diese Broschüre ans Herz legen, weil sie sehr einfach das beschreibt: „Schritte zur persönlichen Erweckung“. Aber es ist so wichtig, und ich glaube, dass wir in einer Zeit leben, wo jeder einzelne Gläubige in der Gemeinde diese persönliche Erweckung braucht. Gott hat so viel vor, und er möchte seinen Geist ausgießen, dass noch viel mehr Menschen erkennen, wozu Gottes Gnade in der Lage ist. Aber es beginnt mit einer Reformation des Herzens in jedem Gläubigen. Und wenn das geschieht, werden wir sagen können wie David, dass Gott unseren Mund zu seinem Lob geöffnet hat und dass wir wieder Freude an seinem Heil haben.
[35:27] Wenn du den Eindruck hast, dass bei dir auch etwas schief hängt, dass irgendetwas noch nicht bekannt ist vor Gott, dass wir vielleicht die Freude an Gottes Heil verloren haben oder dass wir auch mit Sünde kämpfen und nicht frei werden, dass wir immer wieder hoffen, dass er uns vergibt, aber einfach nicht frei werden können davon – ist heute die beste Möglichkeit, das zu ändern. Gott hat seine Gnade gegeben, die die gesamte Erde bedeckt, und diese Gnade kann uns vollständig freimachen, sodass wir nicht mehr geplagt werden, sondern ein Leben in Freude und Harmonie leben dürfen. Lasst uns gemeinsam dafür beten und da, wo es möglich ist, auch niederknien, damit dieses Werk heute in uns beginnen kann.
[36:08] Himmlischer Vater, wir möchten dir von Herzen danken für das Studium in deinem Wort. Wir danken dir für die Gnade, die du uns gegeben hast. Herr, wir danken dir, dass deine Gnade nicht nur die Sünde vergibt und bedeckt, sondern dass deine Gnade unsere Sünde auch vollständig auslöschen kann. Herr, du kennst jedes Herz von jedem Zuschauer, und so bitten wir dich, dass du uns da, wo wir von dir getrennt sind, uns hilfst, diese Sünde anzuerkennen, vor dir zu bereuen, und dass wir wie David sagen möchten: „Herr, gib mir ein neues, reines Herz und einen willigen Geist, einen festen Geist in dir!“ Wir danken dir, Herr, dass du alles möglich gemacht hast, dass wir ein Leben ohne Sünde leben können und dass dieses Leben uns aber nicht zur Traurigkeit führt, sondern zu vollkommener Freude. Und so legen wir das vor dich. Wir danken dir, dass du uns freimachen möchtest und dass wir schon bekommen haben, wofür wir gebetet haben, nach 1. Johannes 5, weil wir es in deinem Willen gebeten haben. Im Namen Jesu. Amen.
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