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Manuskrip zur Sendung   >>> CSH_Manuskript_2024 2nd Nr 1<<<

Christopher Kramp eröffnet die Serie „Vom Schatten zum Licht“ mit einer Einführung in das biblische Thema des großen Kampfes zwischen Licht und Finsternis. Er beleuchtet die grundlegenden Eigenschaften Gottes – seine ewige, unveränderliche Liebe, Gerechtigkeit und Glückseligkeit – als Fundament des Universums und der Heilsgeschichte. Anhand biblischer Texte wird erklärt, wie Gottes Gesetz ein Ausdruck seiner Liebe ist und wie diese göttlichen Prinzipien die Basis seiner Herrschaft bilden, bevor die Rolle eines besonderen, perfekt geschaffenen Engels im Garten Eden thematisiert wird.


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Serie: CSH 2024 Q2 - Vom Schatten zum Licht

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Transkript

[0:35] Hallo und herzlich willkommen zur Christ Study Hour hier auf www.joelmedia.de. Ein herzliches Willkommen gilt wie immer auch allen Zuschauern auf dem Sender Das Wort. Wir möchten ein neues Thema beginnen, eine neue Serie der Christ Study Hour, in der es insbesondere um das biblische Motiv, das Thema des großen Kampfes zwischen Licht und Finsternis, zwischen Liebe und Sünde, zwischen Gott und Satan geht, basierend auf der Bibel und auch auf dem Weltbestseller "Vom Schatten zum Licht". Ein außergewöhnliches Buch, das jeder von uns zu Hause haben sollte, das jeder nicht nur zu Hause haben sollte, sondern auch gelesen haben sollte. Die einzelnen Folgen dieser Christ Study Hour werden über die nächsten drei Monate sich an einzelnen ausgewählten Kapiteln – meistens sind es mehrere Kapitel gleichzeitig – ein wenig auch orientieren. Und es lohnt sich sehr, jeweils auch in Vorbereitung auf das Bibelgespräch dann die jeweiligen Kapitel, die wir jeweils auch nennen werden, in diesem Buch "Vom Schatten zum Licht" selbst noch einmal gründlich nachzulesen und zu vertiefen.

[2:04] Heute wollen wir beginnen mit dem Thema, das chronologisch ganz am Anfang steht und deswegen auch diese Christ Study Hour zum Thema "Vom Schatten zum Licht" eröffnen wird, obwohl es in dem Buch dann auf den Seiten der Kapitel 29 und 30 behandelt wird. Weil dort dann, aufgrund der Art und Weise, wie das Buch geschrieben ist, dort ist zunächst einmal ein langer historischer Abriss, in dem wir dann in der nächsten Woche einsteigen werden, wird es dann auf einem der Höhepunkte des Buches eine Rückblende geben, die die Uranfänge der Geschichte und dieses großen Konfliktes darstellt. Das sind die Kapitel 29 und 30, und die sind auch als Begleitlektüre für unser Thema heute zu empfehlen, das den Titel trägt: "Der Krieg hinter allen Kriegen".

[2:55] Wir leben in einer Welt, die in den letzten Jahren wieder sehr stark vom Krieg geprägt worden ist, geschüttelt worden ist. Wir denken an den Ukrainekrieg, wir denken an die Auseinandersetzung zwischen den Palästinensern und Israelis im Gazastreifen. Wir denken an viele andere Konflikte, die zum Teil wieder in Vergessenheit geraten sind, wie das z.B. der Krieg in Armenien vor Kurzem gewesen ist, und andere Unruheherde. Und über die Jahrhunderte ist Krieg ein ganz prägendes Element der Weltgeschichte gewesen. Aber heute soll es nicht um einzelne Kriege gehen, die die Weltgeschichte beeinflusst haben. Heute soll es um den Krieg gehen, der nicht nur die allgemeine Weltgeschichte, sondern auch unser eigenes persönliches Leben auf einer ganz praktischen Ebene berührt, beeinflusst, bestimmt sogar. Und dieses Thema "Der Krieg hinter allen Kriegen" ist die Vorlage, oder ist das Thema, mit dem wir uns vorbereiten wollen auf das Bibelgespräch am 6. April. Bevor wir in diese Thematik hineintauchen, die ganz grundlegend ist, um überhaupt die wesentlichen Aussagen der Bibel richtig einordnen zu können, möchten wir Gott einladen, dass er unser Denken mit seinem Heiligen Geist erfüllt, dass wir verstehen, was er uns heute sagen möchte. Lasst uns gemeinsam beten.

[4:31] Lieber Vater im Himmel, wir möchten Dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass Du durch Dein Wort auch heute zu uns sprechen möchtest, dass Du in Deinem Wort uns gezeigt hast, was wirklich hinter den Kulissen dieser Weltgeschichte vor sich geht, dass wir den geistlichen Kampf, die Auseinandersetzung zwischen Gerechtigkeit und Sünde wirklich richtig verstehen können und damit den Täuschungen des Feindes entgehen und im Licht Deiner Wahrheit und Deiner Gerechtigkeit und Deiner Gnade im Alltag zu gehen. Herr, sei Du jetzt unser Lehrer. Hilf, dass wir Dein Wort gut verstehen, dass wir es richtig verstehen, dass die Dinge, die wir vielleicht schon kennen, sich tiefer in unser Herz hineinbohren, dass sie dort ganz fest verankert werden und dass wir auch neue Aspekte Deiner Liebe und Deines Wirkens in der Geschichte entdecken in Deinem Wort. Das bitten wir im Namen Jesu und danken Dir dafür. Danke, dass Du uns lieb hast. Amen.

[5:40] Wir wollen beginnen mit dem Text, der – oder nicht vielleicht – das Fundament der Heilsgeschichte ist, das Fundament unserer Existenz, das Fundament ja des gesamten Universums, denn dieser Text ist das Fundament der Herrschaft Gottes selbst. In 1. Johannes 4 und dort Vers 8. Dort lesen wir: "Wer nicht liebt, der hat Gott nicht erkannt, denn Gott ist Liebe."

[6:19] Weil es dem Johannes, der die Liebe Gottes durch Jesus persönlich so intensiv erlebt hat und ganz besonders mehr als alle anderen Jünger in eine freundschaftliche Beziehung zu dem Erlöser aufging, weil ihm das so wichtig gewesen ist, sehen wir, dass das immer wieder in dem Evangelium, das er geschrieben hat, und auch in den Briefen, die er schreibt, und letztlich auch in der Offenbarung immer wieder zum Vorschein kommt, hat er es wenige Verse später gleich noch mal betont. In Vers 16 heißt es: "Und wir haben die Liebe erkannt und geglaubt, die Gott zu uns hat. Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott, und Gott in ihm." Gottes Liebe ist ein unfassbar schönes und sehr weit gefächertes Thema. Wer sich dazu ein bisschen damit etwas intensiver beschäftigen möchte, was die Bibel unter Gottes Liebe versteht, dem können wir die Predigt zur Jahreslosung 2024 auf JOL Media empfehlen unter dem Titel "Alles bei euch soll in Liebe geschehen", wo es um dieses Thema geht aus dem 1. Korintherbrief und wo wir die Liebe Gottes biblisch so beleuchten, dass ich glaube, dass jeder verstehen kann, dass es dabei um etwas anderes handelt als das, was wir oft so landläufig als Liebe bezeichnen – etwas, das viel tiefer geht und viel wertvoller ist noch als pure menschliche Emotion, obwohl die auch wichtig ist und ihren Wert hat. Gott ist die Liebe.

[7:54] Und diese Liebe wird in der Bibel definiert in 1. Korinther Kapitel 13 und dort Vers 4 und 5. Dort heißt es: "Die Liebe ist langmütig und gütig. Die Liebe beneidet nicht, die Liebe pralt nicht, sie bläht sich nicht auf, sie ist nicht unanständig, sie sucht nicht das Ihre, beneidet nicht. Die Liebe pralt nicht, sie bläht sich nicht auf, sie ist nicht unanständig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu." Dann folgen noch zwei weitere Verse mit Attributen dieser Liebe. Und wenn man sich das genau anschaut, dann sieht man, dass vieles von dem nicht selbstverständlich ist für Menschen, die vielleicht den Eindruck haben, dass sie gut lieben oder immer wieder über Liebe nachdenken oder Liebe empfinden. Diese Liebe ist anders als das, was wir Menschen meistens so empfinden.

[8:52] Sie ist nicht ungeduldig, sie versucht sich nicht selbst in das Rampenlicht zu stellen. Insbesondere fällt mir auf, dass es heißt: "Sie sucht nicht das Ihre, sie ist nicht egoistisch." Eine solche reine Liebe finden wir bei Menschen allein erst einmal überhaupt gar nicht. Und die Menschen in der Antike, die versucht haben, sich Götter auszudenken, waren noch nie in der Lage, sich einen Gott vorzustellen, der so absolut selbstlos ist, weil sie immer aus ihrer eigenen Erfahrung dann sich Götterbilder geschaffen haben, sozusagen.

[9:35] Aber die Bibel offenbart ein Wesen, das so selbstlos ist, dass wir das nicht aus eigener Erfahrung, aus eigenem Erleben einfach so nachvollziehen können, sondern dass wir das glauben müssen, weil wir als in Sünde gefallene Menschen so etwas gar nicht von uns heraus produzieren können. Ich finde es einer der beeindruckendsten Beweise für die Inspiration der Bibel, dass Gott so vorgestellt wird, wie er hier vorgestellt wird. Das ist keine menschliche Erfindung. Ein Mensch hätte sich so etwas nicht ausdenken können. Es kommt von außen wie ein Lichtstrahl in unser dunkles Herz hinein.

[10:18] Gott denkt zuerst an mich, bevor an sich denkt, und er pralt nicht, und er versucht sich nicht selbst in den Mittelpunkt zu stellen. Er versucht sich nicht über mich zu heben, indem er mich herunterdrückt und sich selbst erhöht. Er hat Geduld mit mir, und er freut sich, wenn es mir gut geht. Er möchte nicht, dass ich unbedingt bestraft werde. Er möchte nicht das Böse zurechnen, und auch wenn ich untreu gewesen bin, gibt er nicht schnell auf. Er lässt sich nicht erbittern. So ist Gott, und Gott ist nicht nur so ab und zu, sondern Gott ist immer so.

[11:01] Ich werde nicht müde, das immer wieder zu betonen, weil es die absolute Grundlage der biblischen Lehre von Gott ist. In Maleachi 3 Vers 6 und auch in Jakobus 1 Vers 17 wird deutlich, dass Gott sich nicht ändert. Es heißt hier in Maleachi 3 Vers 6: "Denn ich, der Herr, verändere mich nicht. Deshalb seid ihr, die Kinder Jakobs, nicht zugrunde gegangen." Gott ist die Liebe, und er ist es immer. Das ist das Koordinatensystem, in dem sich jede andere biblische, jeder andere Aspekt, jede weitere Behauptung und Offenbarung über Gott sich einordnet. Gott ist die Liebe, und er ist immer. Gott will immer das Beste für mich.

[11:42] In Jeremia 31 und dort Vers 3 werden diese beiden Gedanken zusammengefasst auf einen Punkt gebracht, wenn es hier heißt in Vers 3 Jeremia 31: "Von ferne her ist mir der Herr erschienen. Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Gnade."

[12:06] Gott liebt dich, lieber Freund, liebe Freundin, und mich mit ewiger Liebe. Und weil diese Liebe unveränderlich ist, weil sie nicht von den Launen der Natur oder von Emotionswallungen Gottes abhängig ist, so wie oft das, was wir Liebe nennen, oft abhängig ist von Emotionswallungen und plötzlich mögen wir jemand mehr oder dann wieder weniger. Weil Gottes Liebe so konstant ist, kann man ohne Probleme sagen, dass Gottes Liebe gesetzmäßig funktioniert, so wie ein Naturgesetz. Unter allen Umständen, die darauf einwirken können, konstant bleibt. Weil es ein Gesetz ist, so ist Gottes Liebe unter allen Umständen, die in diesem Universum eintreten können, konstant.

[12:56] Und weil diese Liebe so gesetzmäßig ist, kann man sie auch Gesetz nennen. Deswegen sagt die Bibel in Römer 13 und dort Vers 10, nachdem die Zehn Gebote hier angesprochen worden sind in Vers 8 und 9: "Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe die Erfüllung des Gesetzes." Wenn die Liebe die Erfüllung des Gesetzes ist, dann kann man auch sagen, ist die Liebe der Inhalt des Gesetzes. Und dementsprechend, wie Jesus auch in Matthäus 22 deutlich gemacht hat, angesprochen auf die Frage, was das Wichtigste im Wort Gottes, im Gesetz Gottes ist, hat Jesus deutlich gemacht, dass an zwei Geboten das gesamte Gesetz – das ganze Gesetz, Verzeihung – und die Propheten zusammengefasst werden. Es heißt hier in Vers 37 bis 39: "Jesus sprach zu ihm: 'Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken. Das ist das erste und größte Gebot. Und das zweite ist ihm vergleichbar: 'Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.' " Vers 40: "An diesen zwei Geboten hängen das Gesetz – das ganze Gesetz, Verzeihung – und die Propheten." Das Gesetz Gottes wird definiert als Liebe. Gott liebt uns, und wir lieben ihn zurück. Und weil Gott alle Menschen liebt, sollen auch wir den Nächsten lieben. Liebe ist der Inhalt des Gesetzes, und deswegen ist das Gesetz so entscheidend, denn es beschreibt die unveränderliche, konstante Liebe Gottes, die zuerst an mich als an sich denkt.

[14:49] Die Bibel sagt noch mehr über Gott, und wir können hier aus Zeitgründen natürlich nicht alles im Einzelnen aufzählen. Wir wollen ein paar wesentliche Schlaglichter herausgreifen, die für das Verständnis des Themas vom großen Kampf zwischen Licht und Finsternis von essentieller Bedeutung sind. In Psalm 90 und dort Vers 2 heißt es in einem Psalm Moses: "Ehe die Berge wurden und Du die Erde und den Erdkreis hervorbrachtest, ja, von Ewigkeit zu Ewigkeit bist Du Gott." Gott ist ewig. Er hat schon immer existiert, und das gilt nicht nur für Gott den Vater, sondern auch für Gott den Sohn, wie es in Johannes 1 und dort Vers 1, 2 und 3 heißt: "Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, also im Anfang, am Anfang, als der erste – wenn wir zurückverfolgen die Zeit auf den frühstmöglichen Zeitpunkt, wenn das irgendwie möglich ist, dann müssen wir feststellen: Gott war schon da, und das Wort war auch schon da." Und wir wissen, dieses Wort aus Vers 14 ergibt sich, dass dieses Wort der Sohn Gottes, bevor er Mensch wurde und als Jesus Christus hier auf der Erde weilte. Das Wort war schon da seit Ewigkeit, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott." Jesus ist genauso im höchsten Sinne Gott, wie es Gott der Vater ist. Und es heißt in Vers 2: "Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ist durch dasselbe entstanden, und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist." Er, der Sohn Gottes, ist der Schöpfer von allem, was jemals in die Existenz gekommen ist.

[16:45] Wenn wir zurück zu den Psalmen gehen, dann finden wir in Psalm 97 diesen sehr bewegenden und eindrücklichen Gedanken. In Psalm 97 Vers 1: "Der Herr regiert als König. Es frohlocke die Erde, die vielen Länder sollen sich freuen." Gott existiert nicht einfach nur als Gott, er regiert, er regiert als König. Und das ist eine gute Nachricht, eine frohe Botschaft. Und wir werden sehen: wann immer in der Bibel frohe Botschaft gepredigt wird, ein Evangelium, hat das immer mit dem Reich, mit dem Königreich Gottes zu tun. Das hat immer mit der Königsherrschaft Gottes zu tun. Wann immer deutlich wird, dass Gott regiert, dann ist das eine frohe Botschaft. Lesen wir weiter in Vers 2: "Wolken und Dunkel sind um ihn her. Gerechtigkeit und Recht sind die Grundfeste seines Thrones." Gerechtigkeit und Recht – man könnte auch sagen: Gesetz. Das Gesetz Gottes, das seine Gerechtigkeit und insbesondere seine unverbrüchliche, unveränderliche, konstante Liebe definiert, dieses Gesetz ist die Grundlage, die Grundfeste seines Thrones. Mit anderen Worten: Gott regiert immer so, dass es mit dem Prinzip der Liebe in Übereinstimmung ist. Das heißt: in seiner Herrschaft denkt er nie zuerst an sich.

[18:29] Noch ein interessanter Aspekt über Gott in 1. Timotheus Kapitel 6, Verzeihung, 1. Timotheus Kapitel 6 und dort Vers 15 und 16. Hier heißt es über Gott den Vater: "Welcher zu seiner Zeit zeigen wird, der glückselige und allein Gewaltige, der König der Könige und der Herr der Herrschenden, der allein Unsterblichkeit hat, der in einem unzugänglichen Licht wohnt, den kein Mensch gesehen hat noch sehen kann. Ihm sei Ehre und ewige Macht. Amen."

[19:21] Hast du schon mal drüber nachgedacht, dass Gott der Glückselige ist? Das heißt, er ist der Glückliche. Vielleicht denken wir gar nicht so wirklich über diesen Gedanken nach. Wir wissen, Gott ist die Liebe, wir wissen, er ist gerecht, wir wissen, er ist allmächtig, allwissend, wir wissen, er ist heilig, aber ist uns bewusst, dass Gott glücklich ist? Er ist der Glückselige, und alles Glück dieser Welt und alles Glück des Universums hat seinen Ursprung in Gott. So wie es keine echte Liebe außerhalb von Gott gibt und keine echte Gerechtigkeit außerhalb von Gott gibt, gibt es auch kein echtes Glück außerhalb von Gott, denn er ist der Glückliche, und er allein hat Unsterblichkeit. Und deswegen gibt es auch keine Unsterblichkeit außerhalb von Gott. Er ist die Liebe, er ist die Gerechtigkeit, er ist das Glück, er ist das Leben. Jesus sagt ja später von sich: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben." Und dass wir leben, glücklich sind und Liebe empfinden können und Gerechtigkeit verstehen können, ist deswegen möglich, weil Gott uns diese Dinge schenkt, weil er uns daran Anteil haben lässt und uns darin erhält.

[20:57] In Kolosser Kapitel 1 und dort Vers 15 bis 17 heißt es über Jesus: "Dieser ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene, der über aller Schöpfung ist. Denn in ihm ist alles erschaffen worden, was im Himmel und was auf Erden ist. Das haben wir gerade schon in Johannes 1 Vers 3 gesehen. Das Sichtbare und das Unsichtbare, seien es Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Gewalten. Alles ist durch ihn und für ihn geschaffen, und er ist vor allem, und alles hat seinen Bestand in ihm." Wann immer es irgendwo geschaffene Wesen gegeben hat, sind sie durch den Sohn Gottes geschaffen worden und durch den Sohn Gottes erhalten worden und für ihn geschaffen worden. Gott haben wir gesehen, ist der Glückliche. Er ist in sich selbst glücklich, und deswegen ist der Ort, wo Gott wohnt, auch ein Ort, an dem es glücklich zugeht.

[22:03] In Hesekiel 28, Hesekiel 28 und dort Vers 13: "Das heißt es: 'In Eden, im Garten Gottes warst du.' " Der Garten Eden, das ist übersetzt 'der Garten der Wonne, der Garten der Glückseligkeit', könnte man sagen. Dort, wo Gott ist, dort ist Glück, denn Gott ist Licht, und dort, wo er ist, da ist Licht. Und Gott ist die Liebe, und wo er ist, da ist Liebe. Und Gottes Gerechtigkeit, und dort, wo er ist, dort herrscht Gerechtigkeit. So könnte man das weiter denken. Dort, wo Gott durch das Gesetz definiert wird, das Gesetz seine seine Wesenseigenschaften beschreibt, können wir sagen, dass da, wo Gott ist, auch sein Gesetz herrscht. Und hier heißt es in Eden, im Garten Gottes war – Verzeihung – in Eden, im Garten Gottes warst du mit allerlei Edelsteinen warst du bedeckt: mit Sardes, Topas, Diamant, Chrysolith, Onyx, Jaspis, Saphir, Karfunkel, Smaragd und mit Gold. Deine kunstvoll hergestellten Tamburine und Flöten waren bei dir. Am Tag deiner Erschaffung wurden sie bereitet. Gott hat intelligente Wesen geschaffen, damit sie dort bei ihm sind, damit sie mit ihm Gemeinschaft haben. Und einer von ihnen war ganz außergewöhnlich.

[23:29] In Vers 12 heißt es über ihn in Vers 12b: "Oh du Siegel der Vollendung, voller Weisheit und vollkommener Schönheit!" Er war so perfekt gemacht, wie Gott es überhaupt nur möglich war. Einer war ganz besonders, und seine Beschreibung, die wir gerade in Vers 13 gelesen haben, die erinnert in gewisser Weise an die Hohenpriester, die später auf der Erde die Aufgabe hatten, natürlich zwischen Gott und Menschen im Erlösungsplan zu vermitteln. Damals, als es noch keine Sünde gab im Himmel, brauchte es natürlich keinen Vermittler im Sinne des Erlösungsplanes. Es gab keine Sünde, deren Existenz erstmal beseitigt werden muss. Es gab keine Sünder, die wieder begnadigt werden mussten. Und doch ist diese Idee ja noch tiefer. Der Priester hat den Menschen gezeigt, symbolisch, wie Gott ist, und hat Menschen, die vielleicht nicht ganz so nah bei Gott waren wie er, zu Gott geführt. Könnte es sein, dass dieser Engel, von dem es heißt, dass er – das sehen wir gleich in Vers 14 – ein gesalbter, schützender Cherub war, das heißt in der unmittelbaren Gegenwart Gottes, dass er auch die Aufgabe hatte als jemand, der Gott besonders nah war, ihn besonders gut verstehen konnte, besonders viel von Gottes Liebe und Gerechtigkeit aufgesogen hat, dass seine Aufgabe war, auch anderen geschaffenen Wesen, anderen Engeln, so wie ein – in Anführungsstrichen – Hohepriester – wohlgemerkt ohne das ganze Problem der Sünde – einfach auf der Ebene der Offenbarung des Charakters Gottes dies weiterzugeben und zu vermitteln? Denn wann immer Gott Menschen

[25:07] vermitteln, denn wann immer Gott Menschen mit etwas beschenkt, dann deswegen, damit sie es weitergeben. Wann immer Gott uns Gaben und Fähigkeiten schenkt, dann damit sie zum Nutzen für andere sind. Gott hat diesen Engel nicht geschaffen, damit es einfach nur schön und weise ist, sondern er hat ihn geschaffen, schön und weise zu sein, um zu dienen, eine besondere Aufgabe zu erfüllen.

[25:29] Die Liebe Gottes weiterzugeben. Und offensichtlich war auch seine besondere Verantwortung für die himmlische Musik, die wir hier in Vers 13 damit in Verbindung bringen können. Denn in der Bibel hat geistliche Musik fast immer eine ganz direkte Verbindung zum himmlischen Heiligtum.

[25:51] Und in Vers 14 heißt es: "Du warst ein gesalbter, schützender Kerub. Ja, ich hatte dich dazu eingesetzt. Du warst auf dem heiligen Berg Gottes und du wandeltest mitten unter den feurigen Steinen."

[26:09] Das Wort "schützender" ist dasselbe Wort, das in Vers 13 bei "mit allerlei Edelstein warst du bedeckt" steht. Das Wort heißt "bedeckend, schirmend". Das ist eine sehr interessante Idee. Das hebräische Wort selbst ist gar nicht so einfach zu eruieren, aber es scheint sicher zu sein, dass Vers 13 und 14 von demselben Wort sprechen.

[26:28] So wie dieser besondere Engel in der direkten Gegenwart Gottes mit Edelsteinen bedeckt war, beschirmt war, sozusagen die an ihm waren, und ja, so war Gott selbst sozusagen beschirmt, bedeckt mit diesem Engel. Man könnte andersrum sagen: Dieser Engel war für Gott wie ein kostbarer Edelstein.

[27:04] Und seinen Namen finden wir in Jesaja 14, Vers 12: "Wie bist du vom Himmel herabgefallen, du Glanzstern, Sohn der Morgenröte!" Sein Name ist Helel. Das heißt im Hebräischen "der Leuchtende". Die lateinische Übersetzung der Bibel, die Vulgata, hat das dann als "der Lichtträger" auch sehr passend wiedergegeben, und das heißt auf Lateinisch dann Luzifer.

[27:30] Er war der Leuchtende, er war der Lichtbringer, er war derjenige, der Licht tragen sollte. Ja, von wo nach wo? Natürlich von Gott, der Quelle des Lichts, zu den anderen Engeln. Er sollte das Licht weitergeben. Er war sozusagen der oberste – in Anführungsstrichen – Missionar in dem Sinne, dass er den Charakter Gottes offenbaren sollte, erzählen sollte, weitergeben sollte. Natürlich nicht im Sinne, dass die Engel verloren waren oder dass die Welten irgendwie hätten gerettet werden müssen, aber im Sinne davon, dass Gott natürlich auch ungefallenen Welten – ähm, das auch anders gesagt – dass ungefallene Welten und Engel auch nicht alles auf einmal über Gott verstehen, ihn auch besser kennenlernen. Wir werden die ganze Ewigkeit mehr über Gott verstehen, über seinen Charakter. So war es damals auch, und es war seine Aufgabe, das Licht, die unveränderliche Liebe Gottes, zu vermitteln.

[28:34] Und dann steht in Hesekiel 28, Vers 15: "Du warst vollkommen in deinen Wegen vom Tag deiner Erschaffung an." Er war ein geschaffenes Wesen, nicht von Ewigkeit, keine Quelle des Nichts. "Du warst vollkommen in deinen Wegen vom Tag deiner Erschaffung an, bis Sünde in dir gefunden wurde." Ohne jeden Grund, ohne äußeren Anlass, ohne dass eine Schwierigkeit vorgelegen hätte, erfand Helel, Luzifer, die Sünde.

[29:08] Und was ist diese Sünde? Die einzige echte biblische Definition findet sich in 1. Johannes 3, Vers 4: "Jeder, der die Sünde tut, der tut auch die Gesetzlosigkeit, und die Sünde ist die Gesetzlosigkeit." Damit sind nicht nur Taten gemeint. Das griechische "anomia" meint: Das "a" vor einem Wort bedeutet immer das Gegenteil von. Ein Atheist ist jemand, der eben nicht Theist, der nicht an Gott glaubt, der nicht Theist ist. "Anomia" heißt, das ist das Gegenteil vom Gesetz, und zwar in Gedanken, in Worten, in Handlungen, in Intentionen, in allem, was den Menschen ausmacht. Wenn wir gegen Gottes Gesetz eingestellt sind, dann ist das Sünde. Es ist sozusagen das Minus-Vorzeichen vor dem Gesetz, das alles durcheinanderbringt, alles in das Gegenteil verkehrt.

[30:13] Und das hat der Satan erfunden, der Feind. In 1. Johannes 3, Vers 8 heißt es: "Wer die Sünde tut, der ist aus dem Teufel, denn der Teufel sündigt von Anfang an." Er ist der, der es erfunden hat. Aus Helel, dem Leuchtenden, wurde der Diabolos, der Durcheinanderwerfer. Aus Luzifer, dem Lichtbringer, dem Lichtträger, wurde der Satan, der Feind.

[30:48] Und weil er jetzt gegen das Gesetz war, war er gegen die Liebe Gottes, denn die Liebe Gottes ist der Inhalt des Gesetzes. Und die Liebe Gottes, haben wir gesehen, ist nicht selbst auf sich selbst bezogen, nicht egoistisch, sondern für den anderen da.

[31:10] Und deswegen verwundert es uns nicht, dass als er seinen Krieg beginnt – und er beginnt ihn zunächst in Gedanken, bevor diese Gedanken zu Worten werden und später zu Taten – er beginnt ihn mit diesem Gedanken, der bis dahin im Himmel unbekannt war, weil er gegen die Grundidee des Gesetzes Gottes verstößt.

[31:32] In Jesaja 14, Vers 13 heißt es: "Und doch hattest du dir in deinem Herzen vorgenommen: Ich will zum Himmel emporsteigen und meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen und mich niederlassen auf dem Versammlungsberg im äußersten Norden. Ich will emporfahren auf Wolkenhöhen, dem Allerhöchsten mich gleich machen." Ich, ich, ich, hinauf, hinauf, hinauf. Das ist die Einstellung des Satans.

[31:57] Damit beginnt der Krieg hinter allen Kriegen. Er glaubte nicht mehr, dass Gott das Beste für ihn will. Und weil er nicht mehr glaubte, dass Gott das Beste für ihn will, wollte er sich das nehmen, was scheinbar auch ohne Gott möglich wäre. Er glaubte plötzlich, dass es auch ohne Gott Gerechtigkeit geben könnte, dass es auch neben Gott Glück geben könnte, dass es auch getrennt von Gott echte Liebe geben könnte. Und das war eine furchtbare Täuschung.

[32:26] Er hatte bereits einen Thron. Alle Geschöpfe Gottes bekommen Anteil an der Königsherrschaft Gottes. Gott ist kein absolutistischer Monarch, der als Diktator auf seinem Thron sitzt und seine geschaffenen Wesen als Unterworfene behandelt. Er ist jemand, der jedem nach seinen Gaben und Fähigkeiten die Möglichkeit gibt, eingebunden zu werden in die Regierung Gottes selbst. Unbelebte Natur wie Sonne, Mond und Sterne sollen herrschen über den Tag und über die Nacht. Sie bekommen Anteil an der Regierung Gottes. Der Mensch als ein vernunftbegabtes Wesen geschaffen, sollte herrschen über die Tiere und die Fische und die Vögel im Meer und in der Luft. Und der Mensch sollte auch Anteil haben an der Regierung Gottes, am Königreich Gottes.

[33:17] Luzifer war ja ein Teil des Reiches Gottes, aber er war nicht mit seinem Platz zufrieden, obwohl es der höchste war, den ein geschaffenes Wesen umfassen konnte. Und daran zeigt sich die absolute Sinnlosigkeit dieses Gedankens, denn man konnte Luzifer nichts Besseres geben, als was ihm gegeben worden ist. Denn Gott gibt uns immer das Beste, was für uns gut ist.

[33:45] Aber weil Satan ihm das nicht glaubte, und schon im Himmel, lange bevor es einen Sündenfall gab und lange bevor der Erlösungsplan auf der Erde offenbart worden ist, war das Leben immer aus dem Glauben. Man muss Gott glauben, dass er so ist, wie er ist. Denn wenn man ihm nicht mehr glaubt, dann ist die Einheit gebrochen. Der Gerechte lebt tatsächlich auch im Himmel, auch der gerechte Engel lebt allein durch den Glauben.

[34:15] In Offenbarung 12, Vers 4, lesen wir über den Satan, der als Drache beschrieben wird. Das kann man in Vers 9 dann noch mal nachlesen. Da heißt es: "Und sein Schwanz zog den dritten Teil der Sterne des Himmels nach sich und warf sie auf die Erde." Die Sterne des Himmels sind ja ein Symbol für die Engel, das kommt aus Offenbarung 1, Vers 20. Und er verführt sie symbolisch durch den Schwanz. Und der Schwanz ist – kann man nachlesen in Jesaja 9, Vers 14 – ein Symbol für den Lügenpropheten.

[34:46] Ein Prophet ist jemand, der sagt: "So spricht der Herr." Ein wahrer Prophet sagt: "So spricht der Herr", und dann sagt er, was der Herr gesprochen hat. Ein Lügenprophet sagt: "So spricht der Herr", und sagt dann seine eigene Meinung, das, was vom Wort Gottes abweicht, eine Veränderung dessen, was Gott gesagt hat, eine Verführung.

[35:14] Luzifer hatte die Aufgabe, so scheint es mir aus dem biblischen Text ganz deutlich hervorzugehen, anderen Engeln zu zeigen, wie Gott ist. Und diese Funktion hat er missbraucht, um Lügen über Gott zu verbreiten.

[35:34] Was für eine feierliche Verantwortung haben wir, wenn wir für Gott sprechen, dass wir wirklich sagen, wie Gott ist und wirklich sein Wort weitergeben und nicht unsere eigenen Gedanken. Vielleicht können wir Menschen in die Irre führen, weil sie uns vielleicht vertrauen, so wie ein Drittel der Engel dem Luzifer, der zu Satan wurde, vertraut haben, weil sie bisher immer gehört hatten, dass er die Wahrheit gesagt hat.

[36:07] Wir können niemals einem Boten mehr vertrauen als Gott. Lasst uns niemals einen Prediger, Evangelisten, Gemeindeleiter, einen klugen Bibellehrer, wer immer es auch sein mag, niemals auf eine Stelle heben, wo wir nicht mehr direkt zu Gott kommen und mit ihm Gemeinschaft haben.

[36:28] Und so brach der Krieg im Himmel aus. Offenbarung 12, Vers 7 bis 9: "Und es entstand ein Kampf im Himmel: Michael und seine Engel kämpften gegen den Drachen. Und der Drache und seine Engel kämpften, aber sie siegten nicht, und ihre Stätte wurde nicht mehr im Himmel gefunden. Und so wurde der große Drache niedergeworfen, die alte Schlange, genannt der Teufel und der Satan, der den ganzen Erdkreis verführt. Er wurde auf die Erde hinabgeworfen, und seine Engel wurden mit ihm hinabgeworfen."

[36:59] Michael ist ein anderer Name für Jesus. Das wird ganz deutlich, wenn man sich Judas 9, 1. Thessalonicher 4, Vers 16, Johannes 5, Vers 25 und Daniel 12, Vers 1 anschaut. Der Name bedeutet: "Wer ist wie Gott?" Jesus selbst hat gekämpft, denn er ist König der Könige, und ein wahrer König kämpft für die Seinen.

[37:27] Wie wir gesehen haben, in 1. Mose 1 wird dann deutlich, dass Gott diese Welt schafft, um dem Universum zu zeigen, wie er ist. Und insbesondere macht er dazu den Menschen. Das heißt in 1. Mose 1, Vers 26: "Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen nach unserem Bild, uns ähnlich, nicht gleich, aber ähnlich. Wir sollen herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über das Vieh, über die ganze Erde, auch über alles Gewürm, das auf der Erde kriecht. Und Gott schuf den Menschen in seinem Bild, im Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie. Und Gott segnete sie und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan und herrscht über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels und über alles Lebendige, das sich regt auf der Erde."

[38:15] Wenn man die drei Verse zusammennimmt, sieht man: Der Mensch soll herrschen als ein Bild von Gott, indem er echte Liebe praktiziert.

[38:34] Der Mensch, zwei, die eins werden in der Liebe, herrschen über die Tiere als Bild für Gott, wo drei eins sind in vollkommener Liebe und vollkommen das gesamte Universum herrschen. Das Bild Gottes sollte dem gesamten Universum zeigen, wie Gott wirklich ist, nachdem er im großen Kampf im Himmel durch den Satan und seine verführten Engel so in Verläumdung gebracht worden ist.

[39:11] Und auch für den Menschen sollte die Existenz ein Leben des Glücks sein. Und deswegen schafft er für ihn ebenfalls einen Garten Eden. So wie im Himmel. In 1. Mose 2, Vers 15 heißt es: "Und Gott der Herr nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, damit er ihn bebaue und bewahre."

[39:33] Die Menschen konnten dieses Glück so lange genießen, solange sie sich frei dafür entscheiden. Das heißt in 1. Mose 2, Vers 16 und 17: "Und Gott der Herr gebot dem Menschen und sprach: Von jedem Baum des Gartens darfst du nach Belieben essen, aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen sollst du nicht essen; denn an dem Tag, da du davon isst, musst du gewisslich sterben."

[40:01] Wir haben eine Wahl, und das ist die fundamentale Wahl, vor der jeder Mensch steht. Die steht in 5. Mose 30, Vers 15: "Sieh, ich habe dir heute das Leben und das Gute vorgelegt, den Tod und das Böse." Wir können wählen zwischen Leben und Tod, zwischen Gut und Böse. Gott gibt uns diese zwei Möglichkeiten: Wollen wir existieren oder wollen wir nicht existieren? Aus Gottes Sicht ist es gut, wenn wir existieren. Er wünscht sich, dass wir leben, weil er hat uns ja das Leben geschenkt.

[40:30] Und wir sehen am Garten Eden, dass es nicht für Gott eine Sache so fifty-fifty war. Er hätte ja auch ohne Weiteres sagen können: "Die Hälfte der Bäume ist für euch, die Hälfte der Bäume ist verboten." So, dann ist es vielleicht gerecht. Er hätte auch sagen können: "Von diesem einen Baum kriegt ihr alles, was ihr braucht, alles andere ist verboten." Aber so ist Gott nicht. Gott wollte es so leicht wie möglich machen, weil er unbedingt möchte, dass wir leben. Aber er kann uns nicht zwingen, und deswegen muss es eine Wahl geben, deswegen muss es eine zweite Option geben. Er gibt uns genau diese beiden Dinge.

[40:59] Wir sagen manchmal, dass wir wählen können zwischen einem Leben mit Gott oder einem Leben ohne Gott, aber das stimmt nicht. Es gibt die Option "Leben ohne Gott" nicht, auch wenn wir das manchmal so umgangssprachlich sagen und wir auch damit was Bestimmtes meinen. Wenn wir es jetzt wirklich durchdenken, gibt es nicht die Option "Leben ohne Gott". Es gibt nur die Option "Leben oder Tod", denn alles Leben gibt es nur durch Jesus, von Jesus und mit Jesus und für Jesus. Er sagt: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben." Johannes 14, Vers 6.

[41:37] Und Satan behauptet, dass das nicht stimmt. Er sagt in 1. Mose 3, Vers 4: "Da sprach die Schlange zu der Frau: Keineswegs werdet ihr sterben!" Satan behauptet – Verzeihung – es gibt auch Leben neben dem Lebensgeber. Es gebe auch noch Glück neben dem Glückseligen. Es gebe auch Liebe außerhalb von dem, der die Liebe ist. Man könnte auch Gerechtigkeit finden außerhalb von dem, der die Gerechtigkeit ist, Freiheit außerhalb von dem, der die Freiheit ist. Und wir könnten ein Konzept nach dem anderen durchgehen. Und das war die Lüge. Man kann die Eigenschaften Gottes nicht von Gott trennen. Es gibt kein Glück außerhalb von ihm, es gibt keine Liebe außerhalb von ihm, es gibt kein Leben außerhalb von ihm.

[42:30] Um sein Ziel zu erreichen, hat Satan Fragezeichen hinter die Aussagen Gottes gemacht. 1. Mose 3, Vers 1: "Aber die Schlange war listiger als alle Tiere des Feldes, die Gott der Herr gemacht hatte, und sie sprach zu der Frau: Sollte Gott wirklich gesagt haben, dass ihr von keinem Baum im Garten essen dürft?" Man kann das Hebräische auch übersetzen: "Sollte Gott wirklich gesagt haben, dass ihr nicht von jedem Baum im Garten essen dürft?" Gott hat ja gesagt, ihr dürft zwar von jedem Baum essen bis auf diesen. Das heißt, ihr dürft nicht von allen Bäumen essen, nicht von allen, von den allermeisten. Aber in dieser Aussage hat der Satan ein Fragezeichen gemacht.

[43:09] Und das macht Satan seit dem Anbeginn des Krieges. Er macht hinter die klaren Aussagen Gottes ein Fragezeichen und untergräbt damit den Glauben, der uns bei Gott hält. Denn solange wir glauben, sind wir sicher, denn durch den Glauben leben wir.

[43:29] Satan wusste, dass solange Menschen glauben, werden sie Gott auch gehorsam sein. Und deswegen muss er den Glauben attackieren, damit sie auch nicht mehr gehorsam sind und sich von Gott trennen und sündigen.

[43:45] Und in 1. Mose 3, Vers 5 sehen wir, was ihn selbst umgetrieben hat. In Vers 5 heißt es: "Sondern Gott weiß, an dem Tag, da ihr davon esst, werden euch die Augen geöffnet und ihr werdet sein wie Gott und werdet erkennen, was gut und böse ist." Wir erinnern uns an Jesaja 14: Er wollte sich Gott gleich machen. Und die Idee hier in Vers 5 ist sehr perfide. Er behauptet, es gebe etwas Gutes, was Adam und Eva zu einer höheren Existenz verhelfen würde, und Gott weiß davon, aber sie nicht. Und insinuiert damit, dass es Dinge gibt, die gut für sie wären, von denen Gott weiß, es ihnen aber nicht sagt. Das heißt, der logische Schluss ist: Gott sagt ihnen nicht alles, was gut für sie ist. Er ist nicht die Liebe jedes Mal. Vielleicht hat er vieles Gutes für sie getan, aber er will nicht ihr Bestes.

[44:37] Und sobald wir aufhören zu glauben, dass Gott unser Bestes will, werden wir versuchen, uns auf anderen Wegen, getrennt von Gott, uns das vermeintlich Beste zu nehmen.

[44:48] Und so schaut sie auf den Baum und nicht mehr auf Gott. "Und die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre und dass er eine Lust für die Augen und ein begehrenswerter Baum wäre, weil er weise macht. Und sie nahm von seiner Frucht und aß und sie gab davon noch ihrem Mann, der bei ihr war, und er aß."

[45:07] In 1. Johannes 2 finden wir diese drei Prinzipien: die Augenlust, die Fleischeslust und den Hochmut des Lebens, den Stolz, der sich hier deutlich macht in diesem Vers noch einmal wieder. Und Johannes sagt uns Folgendes: Er definiert, dass das die Welt ist. In Vers 16: "Denn alles, was in der Welt ist, die Fleischeslust, die Augenlust und der Hochmut des Lebens" – ja, also dass der Baum gut aussah, dass die Frucht gut schmecken würde und dass man dadurch weise würde, so wie Gott, der Stolz – "ist nicht von dem Vater, sondern von der Welt."

[45:39] Und jetzt lesen wir Vers 15: "Habt nicht lieb die Welt noch was in der Welt ist. Wenn jemand die Welt lieb hat, so ist die Liebe des Vaters" – das heißt die Liebe Gottes – "nicht in ihm." Eva hat sich von der Liebe Gottes getrennt und damit von dem Gesetz, dessen Inhalt die Liebe Gottes ist. Und das ist die Sünde, die Gesetzlosigkeit, die von der Liebe getrennt.

[46:09] Und das hat nicht nur Eva getan, das haben wir alle getan, denn in Römer 3, Vers 23, lesen wir folgende Worte: "Denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten."

[46:24] Durch die Sünde kam der Tod in die Welt, das sagt Römer 5, Vers 12. Aber Gott gibt den Menschen nicht auf. Der Krieg hatte gerade erst begonnen. Gott würde den Menschen auf dieser Erde nicht einfach sich selbst überlassen.

[46:41] Wir lesen in 1. Mose 3, Vers 8, wie er in der Kühle des Abends dann in den Garten kommt und den Menschen zuruft. In 1. Mose 3, Vers 9: "Da rief Gott der Herr den Menschen und sprach: Wo bist du?" Und er versucht, den Menschen zurückzuholen, weil der Mensch ist nicht von alleine in der Lage, einen Schritt auf Gott zuzumachen. Aber Gott ist in der Lage, auf den Menschen Schritte zuzumachen. Er ist in der Lage, den Menschen herauszuholen aus der Gefangenschaft, aus der Knechtschaft der Sünde.

[47:12] In 1. Mose 3, Vers 15 sehen wir, was Gott – und ich glaube, hier spricht der Sohn Gottes, Jesus, denn er ist ja von Adam und Eva hier gesehen worden. Er sagt in Vers 15: "Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen. Er wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen." Dieser Vers wird auch das Protoevangelium genannt, das heißt das erste Evangelium. Es beginnt im Hebräischen mit dem Wort "Feindschaft". "Feindschaft will ich setzen." Gott beginnt die gute Nachricht damit, dass er kämpfen wird. Ein guter König kämpft für seine Untertanen.

[48:01] Wir haben gesehen, wenn Gott als König regiert, ist das eine gute...

[48:05] König regiert, ist das eine gute Nachricht. Die gute Nachricht besteht hier: Gott ist immer noch König über diese Welt. Er ist immer noch König über die Menschen. Auch wenn sie ihm untreu gewesen sind, will er für sie kämpfen und sie aus den Schlingen und aus den Fängen des Feindes zurückgewinnen. Er selbst wird Feindschaft setzen und er sagt dann, dass ein Same der Frau, das heißt ein Mensch, der Schlange den Kopf zertritt, den Satan zu besiegen. Das kann aber nicht die Aufgabe eines einzelnen Menschen sein, der nur Mensch ist. Dazu hat ein Mensch gar nicht die Kraft genug. Der Einzige, der den Satan besiegen kann, ist der König selbst. Wenn er also sagt, dass ein Mensch dem Satan den Kopf zertreten wird, dann sagt er damit bereits, dass, um diesen Krieg zu führen, er selbst Mensch werden wird.

[49:12] In Johannes 3 und dort Vers 16 lesen wir: „Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“ Lieber Freund, liebe Freundin, wenn du heute an Jesus glaubst, wenn du heute an sein Opfer für dich persönlich glaubst, wenn du weißt, dass er für dich gekämpft hat und immer noch kämpft, dass er am Kreuz von Golgatha für dich den Satan besiegt hat, wenn du das glaubst, dann hast du heute ewiges Leben.

[49:55] Denn er hat unsere Sünden getragen. In Johannes 1 Vers 29 heißt es: „Am folgenden Tag sieht Johannes – das ist der Täufer – Jesus auf sich zukommen und spricht: „Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt.“ Gehörst du zu dieser Welt? Lebst du auf diesem Planeten? Dann sind auch deine Sünden auf Jesus gewesen. Denn er hat nicht nur die Sünden der Reichen, nicht nur die Sünden der Armen, nicht nur die Sünden der Europäer, der Afrikaner oder der Australier genommen. Er hat die Sünden der Welt auf sich geladen. Und wenn du Teil dieser Menschheit auf diesem Planeten bist, dann hat er auch deine Sünde hinweggenommen. Glaubst du ihm das? Denn wenn du ihm das glaubst, bist du heute gerettet.

[50:49] 2. Korinther 5 und dort Vers 21 lesen wir: „Denn er – das ist Gott der Vater – hat den, der von keiner Sünde wusste – das ist Jesus, der sündlos auf dieser Welt gelebt hat – für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm zur Gerechtigkeit Gottes würden.“ Jesus hat die Sünden nicht nur von uns weggenommen, er hat sie selbst auf sich genommen. Es heißt in Jesaja 53, dass Gott alle unsere Schuld auf ihn geworfen hat, sodass, wenn wir auf das Kreuz blicken, sehen wir unsere Sünde. Das hat Mose deutlich gemacht, Gott durch Mose deutlich machen lassen, als in der Wüste in 4. Mose 21 Mose eine bronzene Schlange erhöhen sollte, als die Israeliten gerade von diesen giftigen Schlangen gebissen wurden und mit dem Tod bedroht waren. Sie sollten dort auf das Zeichen der Erlösung schauen, denn dort war das Problem, ihre Probleme, die ihnen den Tod bedrohten, waren dort schon gelöst. Die lebendigen Schlangen, die sie angriffen, waren dort schon tot. Und wer das glaubte und im Glauben dahinsah, wer wegsah von seinen Problemen und hinsah auf den Erlöser, der durfte erleben, dass Gott die Sünde von ihm genommen hat und ihm dafür die Gerechtigkeit Jesu schenkt, sein Leben, seine Verdienste, seinen Charakter.

[52:32] Und jetzt ist Jesus im himmlischen Heiligtum. In Hebräer 4 und dort Vers 15 und 16: „Denn wir haben nicht einen Hohen Priester, der kein Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten, sondern einen, der in allem versucht worden ist in ähnlicher Weise wie wir, doch ohne Sünde. So lasst uns nun mit Freimütigkeit zutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit erlangen und Gnade finden zu rechtzeitiger Hilfe.“ Möchtest du heute, lieber Freund, liebe Freundin, zu Jesus kommen? Möchtest du heute ihm, der weiß, wie es ist, in dieser Welt zu leben, alle deine Sorgen, alle deine Schwachheiten, alle deine Schuld, all das sagen und von ihm die Gnade bekommen, die Barmherzigkeit zur rechten Zeit, nämlich heute, da wir seine Stimme hören? Heute ist der Tag des Heils. Jesus kann uns nämlich vollkommen erretten. In Hebräer 7 Vers 25 steht: „Daher kann er auch diejenigen vollkommen erretten, die durch ihn zu Gott kommen, weil er für immer lebt, um für sie einzutreten.“ Jesus rettet nicht nur halb, nicht nur zehn, nicht 99%. Er rettet dich und mich vollkommen, wenn wir ihm das glauben.

[53:54] Und sein größtes Gebetsanliegen, das hat er in Johannes 17 ausgedrückt, noch auf Erden, damit seine Jünger schon einmal hören können, was er dann im Himmel für die nächsten Jahrhunderte beten würde und den Vater bitten würde. In Johannes 17 und dort Vers 24 sehen wir, was Jesus sich am meisten wünscht für mich und für dich: „Vater, ich will, dass, wo ich bin, auch die bei mir sein, die du mir gegeben hast.“ Vater, ich will, das ist sein Wunsch, das ist sein Gebetsanliegen. „Ich will, dass, wo ich bin, auch die bei mir sein, die du mir gegeben hast.“ Er denkt nicht zuerst an sich, er denkt zuerst an seine Jünger, „damit sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast; denn du hast mich geliebt vor Grundlegung der Welt.“ Die Herrlichkeit ist die Beziehung zwischen Gott Vater und Gott Sohn. Die Herrlichkeit Gottes besteht in ihrer Liebe, nicht in auftrumpfendem: „Ich bin größer als du“ und gebiete dir. Nein, in genau dieser Liebe, die in Johannes Vers 13 beschrieben wird, von der Johannes 4 sagt: „Gott ist die Liebe.“ Diese Herrlichkeit wünscht sich Jesus, dass wir sie sehen, dass wir sehen, dass das nicht nur eine Episode war, als er auf der Erde so gelebt hat, dass das nur ein ein ein Theaterstück war, sondern dass, so wie er auf der Erde gelebt hat, es im Himmel immer ist, nur nicht mehr in den Umständen einer sündenkranken Welt, sondern im Licht, in der Herrlichkeit, in dem Glück, dem ewigen Leben. Lieber Freund, liebe Freundin, ich möchte heute mein Leben neu auf die Seite von Jesus stellen, auf die Seite des Lichtes, auf die Seite des Guten, auf die Seite des Lebens, auf die Seite der Gerechtigkeit, der Gnade und der Erlösung. Du auch? Lasst uns zu Gott beten.

[56:16] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass du heute unser Lehrer gewesen bist, dass du durch dein Wort zu uns gesprochen hast, dass du unsere Herzen angerührt hast, dass wir neu mit neuen Augen, mit frischen Augen den Erlösungsplan und den großen Kampf verstehen können. Herr, tobt doch in unseren Herzen, um unsere Herzen, aber wir wollen, dass du heute und morgen und jeden weiteren Tag uneingeschränkt der König in unseren Herzen bist und dass wir wahre Lichtträger sind, dass wir aus der Nähe mit dir Licht und Herrlichkeit mitnehmen, um sie anderen weiterzugeben und sie zu dir zu führen, und zwar als solche, die nicht die Wahrheit verfälschen, so wie es dann der Satan getan hat, sondern die dich durch uns wirken lassen, weil wir dich als unseren König akzeptieren und nicht selbst herrschen wollen. Herr, wir danken dir, dass du uns zum Mittteilnehmen lässt an deiner Regierung. Herr, wir fühlen uns, wenn wir das wirklich durchdenken, fühlen wir uns unwürdig, aber du bist würdig, und dafür danken wir dir von ganzem Herzen. Danke, dass du König bist. Das ist wirklich eine gute Nachricht. Amen.

[57:49] Nächste Woche wollen wir mit dem Studium „Vom Schatten zum Licht“ fortfahren. Wir werden uns dann mit den ersten beiden Kapiteln des Buches beschäftigen und einen Blick insbesondere auf die Urgemeinde, die erste Generation der Christen werfen und sehen, wie der große Kampf sich auch in dieser Zeit dort abgespielt hat. Bis dahin wünsche euch Gottes reichen Segen und viel Freude im Studium seines Wortes und im täglichen Leben mit Jesus. Amen.


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