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Manuskript zur Sendung   >>>   CSH_2024_02_Lektion_7   <<<

Ronny Schreiber beleuchtet in dieser Folge der „Christ Study Hour“ die Hoffnung auf die Wiederkunft Jesu als zentrale Motivation für Christen. Er erklärt biblische Prophezeiungen zur zweiten Ankunft Christi, einschließlich einer besonderen Auferstehung, und betont, wie diese Hoffnung die Angst vor dem Tod überwindet und zu einem gottesfürchtigen Leben anspornt. Anhand des Beispiels von William Miller wird die Methode des Bibelstudiums „Vorschrift auf Vorschrift“ vorgestellt, um die Zeichen der Zeit zu erkennen und weltlichen Verführungen zu widerstehen.


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Serie: CSH 2024 Q2 - Vom Schatten zum Licht

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Transkript

[0:05] [Musik] [Applaus]

[0:35] Ein herzliches Willkommen zur Christ Study Hour! Wir sind im zweiten Quartal 2024 in der Lektion "Vom Schatten zum Licht". Wir beschäftigen uns mit dem siebten Thema, das heißt "Von Hoffnung motiviert", und wir bereiten uns vor auf das Sabbatschulgespräch am 18. Mai. Nun, unser Merkvers, den finden wir in Jesaja 25, Vers 9, und er heißt: "Und an jenem Tag wird man sagen: Seht, das ist unser Gott, auf den wir gehofft haben, dass er uns rette! Das ist der Herr, auf den wir gehofft haben. Nun lasst uns frohlocken und fröhlich sein in seiner Rettung!" Bevor wir beginnen, uns mit dem Thema auseinanderzusetzen, beten wir auch zusammen. Unser lieber himmlischer Vater, wir möchten Dir danken dafür, dass wir gemeinsam jetzt in Deinem Wort studieren dürfen. Und Herr, wir möchten Dich bitten, dass Dein Heiliger Geist jetzt bei uns ist, wie Du es verheißen hast, dass er unser Lehrer ist und dass er uns in alle Wahrheit hineinführt. Und dafür wollen wir Dir schon jetzt danken.

[1:41] Amen. Nun, "Von Hoffnung motiviert" – so heißt unser Thema. Und was motiviert uns Christen natürlich am meisten? Das ist wahrscheinlich das große Ereignis, auf das die Christenheit schon seit der Himmelfahrt Jesu wartet: auf die Wiederkunft des Herrn. Denn darin liegt unsere ganze Hoffnung. Denn wenn Christus wiederkommt, wissen wir, dass alles gewonnen ist für diejenigen, die ihr Leben auf ihn gebaut haben, auf den Felsen. Jesus hatte seinen Jüngern damals ein Versprechen gegeben. In Johannes 14, Verse 1 bis 3, können wir das lesen. Jesus sagte zu seinen Jüngern: "Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich! Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen. Wenn nicht, so hätte ich es euch gesagt. Ich gehe hin, um euch eine Stätte zu bereiten. Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin." Das war das große Versprechen von Jesus: "Ich gehe vor, ich werde euch eine Wohnung bereiten." Also, ich werde jetzt in den Himmel gehen, um dort für euch zu dienen, um alles vorzubereiten, damit ihr kommen könnt. Ich bereite im himmlischen Heiligtum quasi eure Herzen vor, ich mache euch bereit, um in die Wohnung zu kommen.

[2:59] Und auch Paulus macht später wieder deutlich, dass eigentlich die große Hoffnung noch viel mehr beinhaltet. Also, wenn Christus wiederkommt, wird ja sogar der Tod überwunden. Die Hoffnung der Wiederkunft ist also größer als die Angst vom Tod. Und das machte die damalige Gemeinde auch so stark. Sie waren ja Augenzeugen der Auferstehung Jesu, und sie wussten: Der Tod hat keine Macht mehr. Und Christus hatte ihnen versprochen: "Wenn ihr überwindet, werde ich euch auferwecken am letzten Tag."

[3:35] Paulus schreibt in seinem Brief an die Thessalonicher, im ersten Brief, Kapitel 4, Verse 13 bis 18: "Ich will euch aber, Brüder, nicht in Unwissenheit lassen über die Entschlafenen, damit ihr nicht traurig seid wie die anderen, die keine Hoffnung haben. Denn wenn wir glauben, dass Jesus gestorben und auferstanden ist, so wird Gott auch die Entschlafenen durch Jesus mit ihm führen. Denn das sagen wir euch in einem Wort des Herrn: Wir, die wir leben und bis zur Wiederkunft des Herrn übrig bleiben, werden den Entschlafenen nicht zuvorkommen. Denn der Herr selbst wird, wenn der Befehl ergeht und die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallt, vom Himmel herabkommen, und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen. Danach werden wir, die wir leben und übrig bleiben, zusammen mit ihm entrückt werden in Wolken zur Begegnung mit dem Herrn in die Luft. Und so werden wir bei dem Herrn sein alle Zeit. So tröstet nun einander mit diesen Worten!"

[4:30] Wie erbaulich! Also, ob nun jemand gestorben ist oder ob er noch am Leben ist, es spielt keine Rolle, solange er in Christus ist, ob er wach ist oder ob er ruht. Denn wenn Christus wiederkommt, wird da keiner dem anderen zuvorkommen, sondern Christus kommt mit dem Schall der Posaune, und er wird die Toten, die in ihm gestorben sind, aus den Gräbern hervorrufen und sie versammeln mit seiner übrig gebliebenen, noch lebenden Gemeinde. Diese Gemeinde ist also auf einmal riesengroß. Und so können wir heute auch schon sagen, dass wir ein Teil der Gemeinde aller Zeitalter sind und zu einem Zeitpunkt, nämlich am Auferstehungsmorgen, wenn Christus wiederkommt, da sind wir alle wieder zusammen, alle, die zu Jesus Christus gehören. Und das ist unsere große Hoffnung.

[5:22] An Titus schreibt Paulus, dass diese Hoffnung, die wir haben, dazu beiträgt, dass wir in die Lage versetzt werden, den weltlichen Begierden, wie er sie nennt, zu entfliehen. Denn das, was uns ja im Himmel erwartet, das ist so unendlich viel größer als das, was uns die Welt zu bieten hat, dass wenn wir auf das Himmelreich schauen, dass alles, was uns die Welt zu bieten hat, plötzlich ganz klein wird und seinen Charme verliert und seine Anziehungskraft. Also, den Himmel vor Augen zu haben, ist wichtig für einen Christen. Das motiviert uns und gibt uns Kraft. Und es ist so, als wenn man eine Weile rennt, vielleicht in einem Wettkampf, und man hat das Ziel schon vor Augen. Und wenn man das Ziel schon sieht, dann ist man motiviert, noch die letzten Kräfte zu sammeln und drauf zuzuhalten. Und wenn wir uns das Ziel vor Augen halten, wenn wir über den Himmel nachdenken, dann gibt uns das auch Kraft im Alltag, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Denn der Preis ist gewaltig. Das ist so, als wenn man vor verschiedenen Dingen steht, die man sich aussuchen kann, und eine Sache ist hübscher als die andere. Man wird zur hübscheren tendieren. Wenn die Welt euch also irgendwelche Dinge anbietet und euch versucht, auf den falschen Weg zu bringen, also Kompromisse vielleicht in eurem Glaubensleben zu machen, dann ruft euch das Himmelreich in Erinnerung und überlegt, welchen Schritt ihr gehen wollt, auf was ihr lieber zuhalten wollt: lieber auf den Himmel oder auf die weltlichen Dinge. Und das gibt uns dann Kraft.

[6:53] Paulus schreibt in Titus 2, Verse 11 bis 14: "Denn die Gnade Gottes ist erschienen, die heilbringend ist für alle Menschen. Sie nimmt uns in Zucht, damit wir die Gottlosigkeit und die weltlichen Begierden verleugnen und besonnen und gerecht und gottesfürchtig leben in der jetzigen Weltzeit, indem wir die glückselige Hoffnung erwarten und die Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Retters Jesus Christus, der sich selbst für uns hingegeben hat, um uns von aller Gesetzlosigkeit zu erlösen und für sich selbst ein Volk zum besonderen Eigentum zu reinigen, das eifrig ist, gute Werke zu tun." Das ist das, was die Hoffnung der Wiederkunft Jesu in uns macht. Und das ist auch das, was Christus gerne möchte. Er möchte uns reinigen von all den Befleckungen der Welt und der Sünde, und er möchte sich ein Volk vorbereiten, das durch gute Werke in dieser Welt leuchtet.

[7:53] Nun, was wissen wir eigentlich über diese Wiederkunft von Jesus? Und die Bibel schreibt ja alles darüber, also wie es sein wird, was da sein wird. Deutet sogar über die Zeichen der Zeit an, wann das sein wird. Nur Tag und Stunde wissen wir nicht, aber einiges kennen wir schon. Zum Beispiel Apostelgeschichte 1, Verse 9 bis 11. Da schreibt Lukas über Jesus: "Und als er dies gesagt hatte, wurde er vor ihren Augen emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn von ihren Augen weg. Und als sie unverwandt zum Himmel blickten, während er dahinfuhr, siehe da, standen zwei Männer in weißer Kleidung bei ihm, die sprachen: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr hier und seht zum Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg in den Himmel aufgenommen worden ist, wird in derselben Weise wiederkommen, wie ihr ihn habt in den Himmel auffahren sehen."

[8:48] Das ist schon mal ein Punkt, den wir hier wissen, denn die Engel haben es den Jüngern damals offenbart: Wie wird Christus wiederkommen? Genauso wie er in den Himmel gefahren ist. Nun, wie fuhr er denn in den Himmel? In einer Wolke. Wie wird er also wiederkommen? Er wird in einer Wolke wieder zurückkommen zur Erde, wenn die Zeit denn erfüllt ist.

[9:08] Übrigens, das wird niemandem verborgen bleiben, wenn Jesus Christus wiederkommt. Alle werden ihn sehen. Das können wir in Offenbarung 1, Vers 7, lesen, denn dort heißt es: "Siehe, er kommt mit den Wolken, und jedes Auge wird ihn sehen, auch die, welche ihn durchstochen haben, und es werden sich seinetwegen an die Brust schlagen alle Geschlechter der Erde. Ja, amen."

[9:36] Und jedes Auge wird ihn sehen, heißt es hier. Und dann noch ein besonderer Beisatz: "Auch die, welche ihn durchstochen haben." Ja, wie ist denn das denkbar, wenn Jesus Christus mit den Wolken des Himmels kommt? Ist doch niemand mehr von denen, die ihn damals durchstochen haben, noch am Leben. Die sind doch schon alle entschlafen und ruhen in den Gräbern. Es muss also die Möglichkeit bestehen, dass wenn Jesus Christus wiederkommt, vor der Auferstehung der Gerechten irgendwie noch eine besondere Auferstehung stattfindet. Übrigens, von dieser Auferstehung können wir in der Bibel lesen, in Daniel 12, Vers 2, wo es heißt: "Denn viele, die in der Erde schlafen, werden auferstehen, die einen zum ewigen Leben, die anderen zu ewiger Schmach und Schande."

[10:26] Also, es gibt eine Auferstehung, wo scheinbar irgendwie zwei Gruppen auferstehen. Und Ellen White spricht von denen, wir können es im Großen Kampf lesen. Ich zitiere mal aus dem Großen Kampf, Seite 637. Da spricht Ellen White erst von der guten Gruppe und sagt: "Alle, die im Glauben an die dritte Engelsbotschaft gestorben sind, kommen verklärt aus ihren Gräbern hervor, um mit denen, die Gottes Gesetz gehalten haben, den Friedensbund Gottes zu vernehmen." Also, die Leute, die unter der dritten Engelsbotschaft gestorben sind, also eine besondere Gruppe am Ende der Zeit, die wahrscheinlich als Märtyrer hingerichtet worden sind, und die werden hervorkommen und werden Christus sehen, wenn er kommt. Aber die einen zum ewigen Leben, aber die anderen stehen auf zu ewiger Schmach und Schande.

[11:17] Welche sind das? In dem Buch "Christus kommt bald" auf Seite 193 lesen wir von ihnen: "Jene, die den entscheidenden Anteil hatten bei der Ablehnung und Kreuzigung Christi, kommen hervor, um ihn zu sehen, wie es jene, die Christus zurückgewiesen haben, stehen auf und sehen die Gläubigen verherrlicht. Gerade zu dieser Zeit werden die Gläubigen in einem Augenblick verwandelt, und sie werden entrückt, um ihrem Herrn in der Luft zu begegnen. Dieselben, die ihm den Purpurmantel umlegten und die Dornenkrone auf sein Haupt drückten, und jene, die die Nägel durch seine Hände und Füße schlugen, blicken auf ihn und wehklagen."

[11:59] Das sind diejenigen, die auferstehen werden, die ihn damals zum Tode verurteilt haben, die ihn umgebracht haben, die ihn ausgeliefert haben, die ihn verspottet haben, die ihm damals die Dornenkrone aufgesetzt haben und den Purpurmantel umlegten. Sie haben ihn damals verhöhnt als König, haben ihn beleidigt, ihn geschlagen, bespuckt. Wenn er aber wiederkommt, kommt er wirklich sichtbar als König in seiner Herrlichkeit. Und dann werden diejenigen, die ihm das angetan haben, werden wehklagen, denn sie sehen, sie haben einen Fehler gemacht. Und es wird furchtbar für sie sein in dem Moment. Aber für all diejenigen, die ihr Leben auf den Felsen Jesus Christus gebaut haben, wird es die größte Freude sein, ihren Herrn kommen zu sehen, denn sie wissen, dass sie nun wirklich alles, aber auch wirklich alles gewonnen haben: das ewige Leben, ewige Freude und die Neue Erde.

[13:00] In der Wiederkunft des Herrn liegt das Heil aller Gläubigen. Darauf warten wir. Paulus hat damals in Hebräer 9, Vers 28, geschrieben: "So wird der Christus, nachdem er sich einmal zum Opfer dargebracht hat, um die Sünden vieler auf sich zu nehmen, zum zweiten Mal denen erscheinen, die auf ihn warten, nicht wegen der Sünde, sondern zum Heil."

[13:23] Wenn Christus wiederkommen wird für sein Volk, dann kommt er nicht, um ihre Sünden zu tadeln oder ihre Sünden zu richten, sondern dann kommt er ihnen zum Heil. Das wird bemerkenswert sein, wenn sich die Wolke nähern wird eines Tages und das Volk Gottes auf diese Wolke blickt und sie werden sagen: "Wer kann bestehen?" Aber dann sehen sie den Regenbogen auf dieser Wolke und hören die Stimme: "Meine Gnade ist ausreichend für euch!" Und dann wird ein Jubelgeschrei ausbrechen auf der Erde, wie es noch keins gegeben hat. Die Gläubigen wissen, sie sind gerettet in und durch Jesus Christus. Er hat alles getan für sie, und jetzt ruft er sie frei.

[14:07] Nun, der Tag des Herrn wird unerwartet kommen für all diejenigen, die in der Finsternis leben. Für diejenigen, die im Licht seines Wortes stehen, werden die Zeichen der Zeit, die sie kennen, sich nach und nach erfüllen. Und so wird man so ungefähr so eine Ahnung haben, wann die Wiederkunft des Herrn vor der Tür steht. Wir werden es nicht genau wissen bis ganz kurz vorher. Erst kurz vor der Wiederkunft, da werden wir wissen, wenn die Stimme Gottes wie so ein Donner, der um die Erde rollt, erklären wird Tag und Stunde seiner Wiederkunft. Aber da ist schon das Ende der Gnadenzeit, da ist schon alles entschieden, da sind wir in der großen Trübsal. Aber heute weiß kein Mensch und auch kein Engel, wann Jesus Christus genau wiederkommen wird.

[14:55] Paulus sagt im ersten Thessalonicher 5, Verse 2 bis 5: "Denn ihr wisst ja genau, dass der Tag des Herrn so kommen wird wie ein Dieb in der Nacht. Wenn sie nämlich sagen werden: Friede und Sicherheit!, dann wird sie das Verderben plötzlich überfallen wie die Wehen eine schwangere Frau, und sie werden nicht entfliehen. Ihr aber, Brüder, seid nicht in der Finsternis, dass euch der Tag wie ein Dieb überfallen könnte. Ihr alle seid Söhne des Lichts und Söhne des Tages. Wir gehören nicht der Nacht an noch der Finsternis."

[15:30] Also, der Herr wird kommen wie ein Dieb in der Nacht für all diejenigen, die nicht vorbereitet sind. Wir aber, sagt Paulus, sollen nicht in der Finsternis sein, denn wir sind ja Söhne des Lichts, wir sind ja Gottes Kinder. Und sein Licht zeigt uns so ein bisschen, wo wir in der Zeit stehen. Nun, sein Licht, es ist sein Wort. "Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg." Aber auch, wie wir später noch lesen werden, das prophetische Wort, explizit durch das prophetische Wort, können wir die Zeiten erkennen, in denen wir stehen, in denen wir leben. Und so hilft es uns zu verstehen, wo sind wir heute eigentlich angekommen?

[16:10] Es gibt auch einen interessanten Hinweis hier von Paulus. Er sagt: "Wenn sie sagen werden: Friede und Sicherheit!, dann wird das Verderben sie überfallen wie die Wehen eine schwangere Frau." Und das sehen wir mittlerweile schon in der Welt, immer wieder versuchen jetzt sozusagen Politiker aller Länder, fast aller Länder, durch Friede und Sicherheit die Welt zu formen. Also durch die Proklamation oder durch das Gerede von Friede und Sicherheit: "Für Friede und Sicherheit müssen wir Gesetze machen, die vielleicht gegen die Verfassung stehen oder gegen das Grundgesetz, aber wir tun das für Friede und Sicherheit. Für Friede und Sicherheit müssen wir halt die Verfassung der Länder mal außer Kraft setzen. Wir tun es ja für den Frieden und für die Sicherheit." Wir haben das zum Beispiel in der Zeit von Corona erlebt, wo Gesetze gemacht wurden für die Sicherheit der Menschen, die unsere Grundrechte einschränken, die Verfassung von Ländern aushebelten. Man sagte: "Das tun wir für die Sicherheit." Und das wird noch mal im großen Stil passieren. Man sagt: "Das tun wir für die Sicherheit und für den Frieden auf der Welt. Wir müssen die Religionsfreiheit soweit einschränken, dass alle Menschen sich in der Einheitsreligion, die gebildet wird, wiederfinden können, damit es keine religiösen Kriege auf der Welt gibt." Wir bauen also eine neue Ordnung auf. Und Paulus sagt: "Wenn sie das proklamieren werden, wenn sie das sagen werden, dann kommt das Ende." Und da geht es auch hin. Also, wir wissen auch aus Offenbarung 17, dass die zehn Könige, die am Ende da sein werden, ihre Macht dem Tier geben werden, also zum Kirchenstaatssystem. Und das wird am Ende mit einer Terrorherrschaft über die Welt regieren.

[18:01] Nun, interessant fand ich das Thema, dass wir uns am Dienstag angesehen haben. Am Dienstag ging es ja um William Miller und die Bibel. Nun, William Miller hatte ein bemerkenswertes Studium gemacht. William Miller war ja der Initiator der großen Miller-Bewegung im frühen 19. Jahrhundert. Und er hat irgendwann einmal damit begonnen, die Bibel zu studieren und hat sich gesagt: "Ich lese die mal von vorne bis hinten durch, also vom ersten Buch Mose bis zur Offenbarung. Und ich lese so lange, bis mir irgendwas seltsam vorkommt oder ich irgendwas nicht verstehe, wo ich irgendwo Fragen zu habe, die geklärt werden müssen. Und dann halte ich da an und dann suche ich so lange in der Bibel, bis ich Stellen finde, die mir das erklären." Also ganz im Sinne der Reformatoren: Sola Scriptura. Die Bibel soll die Bibel auslegen, also einzig die Bibel, keine menschliche Meinung, kein Priester, der sie mir erklärt, auch kein Papst, der sagt: "So und so muss es sein", sondern die Bibel soll sich selber auslegen. Und so hat William Miller angefangen, das Wort zu studieren.

[19:01] Und so ging er voran, Stück für Stück, Buch für Buch, und hat großartige Schätze gefunden in der Heiligen Schrift. In Jesaja 28, Vers 9 und 10, heißt es: "Wem soll er Erkenntnis beibringen, wem die Botschaft erläutern? Denen, die von der Milch entwöhnt, von den Brüsten abgesetzt sind? Weil sie sagen: Vorschrift auf Vorschrift, Vorschrift auf Vorschrift, Satzung auf Satzung, Satzung auf Satzung, hier ein wenig, da ein wenig." Nun, wem soll er Erkenntnis beibringen, wem die Botschaft erläutern? Na ja, so ein bisschen so, wie das hier steht, machen wir das. Also, Vorschrift auf Vorschrift, Satzung auf Satzung. Also, wir lesen Text für Text und gucken: Erklärt der Text, kommt dieses Wort da noch mal vor? Was bedeutet es in dem Zusammenhang? Also, ich vergleiche Text mit Text. Was hat Gott eigentlich gesagt? Wie meint er das da? Wie wird er das dann hier meinen? Die Texte dürfen sich auch nicht widersprechen in der ganzen Bibel. Also, alles muss irgendwie zusammenpassen. Man baut sich also so ein Mosaik aus lauter Puzzlesteinen. Wo finden wir diese Zusammenhänge noch mal oder vielleicht dieses spezielle Wort oder dieses Ereignis? Wie wird darüber berichtet? Wir suchen uns alle Berichte, die wir dazu haben, und puzzeln das dann zusammen und sagen: "Das muss die Wahrheit sein."

[20:26] Also, die Botschaft der Bibel erklärt sich selbst. In Sprüche 8, Vers 8 und 9, heißt es: "Alle Reden meines Mundes sind gerecht, es ist nichts Verkehrtes noch Verdrehtes darin. Den Verständigen sind sie alle klar, und wer Erkenntnis sucht, findet sie richtig." Wenn wir nach Erkenntnis suchen in der Bibel wie nach einem Schatz, dann werden wir auch fündig werden. Wir werden auch, also wie es heißt, die also in Gott macht nichts Falsches, nichts Verdrehtes oder Widersprüchliches, könnte man sagen, in seinem Wort. Der Verständige, der versteht das auch. Also, wenn wir mit verständigen Herzen darangehen, mit offener Gesinnung und mit dem Geist Jesu, dann werden wir erkennen: Da ist nichts Falsches, nichts Widersprüchliches drin. Wir werden finden, dass sich die Bibel selbst erklärt.

[21:13] dass sich die Bibel selbst erklärt und selbst auslegt. Wer ohne Verstand an die Bibel rangeht, den Heiligen Geist nicht bittet, sein Lehrer zu sein im Bibelstudium, der wird auf lauter Widersprüche stoßen und sagen: „Das kann alles nicht so sein.“ Ihm fehlt die Verbindung. Er kann den Text nicht mit dem anderen verbinden und so entstehen lauter Lücken in der biblischen Botschaft, die scheinbar unüberbrückbar sind. Nur im Geist Jesu werden diese Brücken überwunden und plötzlich ergibt sich ein vollkommen harmonisches Bild.

[21:42] Der Erfolg im Bibelstudium liegt nicht darin, wie intelligent wir sind oder wie viel Vorwissen wir haben, sondern darin, ob wir mit Christus zusammen studieren, ob wir den Heiligen Geist bitten, uns in die Schrift hineinzuführen. Denn Gott selbst möchte seine Jünger in die Tiefen der Schrift führen, dass sie nach tieferen und größeren Schätzen darin graben können. Und Gott freut sich, wenn wir Erkenntnisse sammeln und in ihm leben, dann bekommen wir neue Erkenntnisse.

[22:19] Christus selbst hat seinen Jüngern ja damals die Schriften oft erklärt. Die Gleichnisse, von denen er sprach, hat er ihnen oft separat noch mal ausgelegt, dass die Jünger dafür Verständnis bekommen. Vielen Menschen war es verborgen, deswegen redete Christus ja auch in Gleichnissen zu ihnen, damit sie sehen und nicht erkennen, damit sie hören, aber nicht verstehen. Seinen Jüngern aber hat er diese ganzen Sachen noch mal erklärt. Und so sind wir auch heute Jünger Jesu. Die Gleichnisse sind dieselben. Also wir lesen von diesen Gleichnissen. Die Welt hört diese Gleichnisse, die Menschen verstehen es aber nicht, weil sie es vielleicht nicht verstehen wollen. Und wir haben vielleicht Schwierigkeiten.

[23:00] Der Geist Gottes offenbart es uns, wie damals der Geist Gottes durch Jesus Christus den Jüngern die Botschaft offenbart hat. Jesus sagt in Johannes 16, Vers 13: „Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, so wird er euch in die ganze Wahrheit leiten, denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.“

[23:26] Der Heilige Geist ist ja der Autor der Bibel und gleichzeitig der einzig bevollmächtigte Ausleger. Also nur der Heilige Geist darf dieses Wort auslegen. Kein Mensch sollte sich anmaßen, der Ausleger und Interpretierer des Wortes Gottes zu sein, auch nicht, wenn er sich Papst nennt. Das Wort Gottes muss sich selbst auslegen.

[23:50] Ich zitiere aus dem zweiten Brief des Petrus, Kapitel 1, 19 bis 21: „Und so halten wir nun fest an dem völlig gewissen prophetischen Wort, und ihr tut gut daran, darauf zu achten als auf ein Licht, das an einem dunklen Ort scheint, bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in euren Herzen. Dabei sollt ihr vor allem das erkennen, dass keine Weissagung der Schrift von eigenmächtiger Deutung ist. Denn niemals wurde eine Weissagung durch menschlichen Willen hervorgebracht, sondern vom Heiligen Geist getrieben haben die heiligen Menschen Gottes geredet.“

[24:25] Es ist schön, dass Petrus uns das so sagt. Er selber hat ja auch zwei Bücher in der Bibel, also zwei Briefe, die er geschrieben hat, die dort abgedruckt sind. Und er selber sagt: „Niemals haben Menschen aus eigener Kraft gemacht. Vom Heiligen Geist getrieben haben sie diese Dinge aufgeschrieben.“ Und der Heilige Geist kann es dann auch erklären.

[24:47] Und auch bemerkenswert ist, dass Gott dieses Buch, diese Botschaft der Bibel, bis heute erhalten hat. Wie oft hat man versucht, die Bibel wegzunehmen, zu vernichten, außer Kraft zu setzen? Aber Gott bewahrt sein Wort, wie es auch die Bibel sagt.

[25:05] Und William Miller damals, er hatte die Bibel mit der Bibel ausgelegt. Immer mehr Erkenntnisse erlangte er nun auf diese Art und Weise des Schriftstudiums. Der Heilige Geist öffnete ihm Verständnis für wichtige Botschaften, die William Miller später verkünden sollte. Es ist immer der Heilige Geist, der Menschen dazu befähigt, das Wort Gottes in richtiger Weise zu verstehen.

[25:32] In Daniel 1, Vers 17 heißt es: „Die Daniel und seine drei Freunde, und Gott gab diesen vier jungen Männern Kenntnis und Verständnis für alle Schrift und Weisheit. Daniel aber machte er verständig in allen Gesichten und Träumen.“ Und wir wissen von diesen vier Männern, dass es wirklich Gottes Volk war. Sie waren Jünger Jesu. Und Gott der HERR segnete sie, und er gab ihnen Verständnis und Weisheit. Also sie verstanden, was dort geschrieben war. Sie verstanden nicht alles, sondern sie verstanden das, was der Heilige Geist ihnen geöffnet hatte.

[26:08] Aber durch den Heiligen Geist, durch die besondere Begabung, die Gott dem Daniel auch gegeben hatte, war der in der Lage, Gesichte und Träume zu verstehen. Also während kein Gelehrter am Hof von König Nebukadnezar die Träume von dem König deuten konnte, fiel es Daniel nicht schwer. Getrieben vom Heiligen Geist hat er die richtige Auslegung dieses verworrenen Traumes bekommen. Und so ist auch im Schriftstudium: Ohne den Heiligen Geist können ganz viele weise Leute darüber diskutieren, überlegen, was das bedeutet. Aber im Heiligen Geist bekommen wir das genaue Verständnis von dem Geschriebenen.

[26:47] Ich möchte noch mal Petrus zitieren aus 1. Petrus 1, Verse 10 und 11: „Wegen dieser Errettung haben die Propheten gesucht und nachgeforscht, die von der euch zuteilgewordenen Gnade geweissagt haben. Sie haben nachgeforscht, auf welche und was für eine Zeit der Geist des Christus in ihnen hindeutete, der die für Christus bestimmten Leiden und die darauf folgende Herrlichkeiten zuvor bezeugte.“

[27:21] Sogar die Propheten haben nachgeforscht. Sie haben gesucht in den Schriften. Wir wissen es auch von Daniel, dass Daniel da war in seinem Kummer und hat Jeremia gelesen. Also er hat versucht rauszufinden: „Wann sind denn diese 70 Wochen um?“ Und er war ein Prophet. Eigentlich würden wir denken: „Na ja, ihm ist ja alles geoffenbart. Gott spricht durch ihn.“ Aber selbst die Propheten mussten nachforschen und schauen: „Verhält es sich so? Ist das so richtig?“ Und sie haben versucht herauszufinden: „Wann wird denn Christus nun kommen? Was deutet denn auf ihn hin? Wie wird er sein?“ Sie haben die Leiden vorhergesagt, aber auch die Herrlichkeit.

[28:01] Nun, wenn schon die Propheten Gottes in den Schriften nach Erkenntnis forschen, wie viel mehr sollen wir darin unter Gebet nach der Wahrheit suchen? Die Worte Gottes zu lesen und im Herzen zu bewahren, das bringt den wahren Segen mit sich.

[28:24] Gerade in unserer Zeit sind wir dazu aufgerufen, das Wort Gottes gut zu studieren. Auch hat Christus uns für diese spezielle Zeit, in der wir leben, also am Ende des Endes der Zeit, die Schriften von Ellen White gegeben. Und sie hat gerade für uns, für die Zeit, in der wir leben, diese Botschaft geschrieben. Und diese Botschaft ist für uns von unermesslichem Wert. Durch die Schriften von Ellen White wird uns geholfen, die Schriftstellen, die auf unsere Zeit hindeuten, in der Bibel zu öffnen. Also sie ist wie so ein Schlüssel für viele verborgene Passagen. Und wer die Schriften von Ellen White mit der Bibel vergleicht, wird tiefe Erkenntnisse bekommen.

[29:08] Ich möchte Offenbarung 1, Verse 1 bis 3 lesen, also der Anfang der Offenbarung. Dort heißt es: „Offenbarung Jesu Christi, die Gott ihm gegeben hat, um seinen Knechten zu zeigen, was rasch geschehen soll. Und er hat sie bekannt gemacht und durch seinen Engel seinem Knecht Johannes gesandt, der das Wort Gottes und das Zeugnis Jesu Christi bezeugt hat und alles, was er sah. Glückselig ist, der die Worte der Weissagung liest und die sie hören und bewahren, was darin geschrieben steht, denn die Zeit ist nah.“

[29:43] Was für ein Segen, dass wir das Buch der Offenbarung haben! Für viele Menschen ist dieses Buch ein Buch mit sieben Siegeln. Da kommen sieben Siegel drin vor, das stimmt. Aber viele Menschen verstehen es nicht. Sie lesen es, und selbst Christen verstehen es oft nicht, weil ihnen die Anleitung zum Bibelstudium fehlt. Also Schrift mit Schrift auszulegen. Ganz besonders die Offenbarung ist ja ein biblisches Buch, das uns ganz viel Erkenntnis gibt über das, was passiert in Zukunft und über Jesus Christus. Aber um die Offenbarung zu verstehen, muss man das Alte Testament kennen, denn zwei Drittel der Stellen der Offenbarung sind einfach Zitate aus dem Alten Testament. Wenn man versteht, was dort geschrieben steht, dann kann man das mit Hilfe des Geistes in die Offenbarung einsortieren.

[30:37] Zum Beispiel liest man von den sieben Leuchtern oder von dem: „Der Vorhang des Tempels öffnete sich, die Lade seines Bundes wurde sichtbar.“ Das sind alles Dinge aus dem Alten Testament, die also ihre Bedeutung hatten in der Heiligtumslehre. Und die ist sehr, sehr hilfreich, um zu verstehen in der Offenbarung, wo wir denn sind.

[31:00] Nun, Zeitweissagungen gab es oft in der Bibel. Wir können einige finden. Die berühmteste vielleicht in den Adventgemeinden ist diese große von über 2300 Tagen in Daniel 8, Vers 14. Die wollen wir uns gleich mal genauer anschauen, damit wollen wir uns gleich beschäftigen.

[31:17] Gott hat ja allem seine Zeit gegeben. Und Gott hatte vorhergesagt, wann welches Ereignis eintritt. Gott kann das, denn Gott kennt das Ende schon von Anfang an. Also es ist so, als wir gucken in die Zukunft und alles ist für uns irgendwie dunkel, nur das Wort Gottes erleuchtet uns ein bisschen. Bei Gott ist es andersrum. Gott steht sozusagen am Ende und guckt in die Zukunft wie in die Vergangenheit. Also alles ist offen für ihn, und er sagt es, wem er will. Und nichts und niemand kann Gott daran hindern, dass diese Sachen so eintreten, wie er sie vorhergesagt hat. Er sprach, und es geschah.

[32:02] Nun, als Jesus auf Erden war, da hat er damals gesagt – wir lesen das in Markus 1, Vers 15: „Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist nah. Tut Buße und glaubt an das Evangelium.“ Christus sagte: „Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nah.“ Nun ist interessant, dass er davon spricht: „Die Zeit ist erfüllt“, denn tatsächlich erfüllten sich kurze Zeit später einige Zeiten. Also seine Kreuzigung, das, was vorhergesagt war, erfüllte sich. Aber es erfüllte sich auch dreieinhalb Jahre später dann das Ende der Gnadenzeit. Er sagt: „Tut Buße und glaubt an das Evangelium.“ Das Ende der Gnadenzeit für Israel rückt heran. Und das war oder das ist auch eine wichtige Botschaft für uns. Das ist eine ähnliche Botschaft, die an uns gerichtet ist: „Tut Buße, denn das Ende der Gnadenzeit liegt direkt vor euch.“ Wir wissen ja nicht, wann das Ende der Gnadenzeit kommt, aber Gott hat für alles seine festgesetzte Zeit.

[33:12] Nun, selbst die Geburt von Jesus Christus wurde vom Herrn angekündigt. In Galater 4, Vers 4 schreibt Paulus: „Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan.“ Also auch hier sagt Paulus: „Als die Zeit erfüllt war.“ Also Gott hatte dem irgendwie eine Zeitspanne beigemessen, und als diese erfüllt war, passierte das. Es ist immer so bei Gott. Also Gott gibt allen Dingen seine Zeit. Selbst den Menschen gibt er seine Zeit. Wenn diese Zeit erfüllt ist, dann tritt auch ein, was Gott gesagt hat.

[33:49] In Römer 5, Vers 6 sagt Paulus: „Denn Christus ist, als wir noch kraftlos waren, zur bestimmten Zeit für Gottlose gestorben.“ Eine bestimmte Zeit. Also jemand hat hier eine Zeit bestimmt, wann das sein soll, und das war Gott. Gott selber hat eine Zeit bestimmt, also eine bestimmte Zeit gegeben.

[34:11] Und so, wie Gott auch den Tod von Jesus vorherbestimmt hat, also wann das sein soll, so hat Gott auch die Zeit des Gerichts vorherbestimmt und über Jahrhunderte und Jahrtausende bewahrt. Nichts konnte diese festgesetzte Zeit irgendwie verändern. Das können wir lesen, wie schon angekündigt, in Daniel 8, Vers 14: „Er sprach zu mir: ‚Bis zu 2300 Abend und Morgen, dann wird das Heiligtum gerechtfertigt werden.‘“

[34:46] Und das ist eine Verheißung, die wir aus Daniel 8, Vers 14 kennen: 2300 Abend und Morgen. Benutzen wir jetzt das Jahrtag-Prinzip aus Hesekiel 4,6, wissen wir, dass wir hier von einer Zeitspanne sprechen von 2300 Jahren. Und es ist damit auch gleichzeitig die längste Zeitweissagung in der Bibel: 2300 Jahre.

[35:09] Nun, was sollte da passieren? „Das Heiligtum wird wieder gerechtfertigt oder gereinigt.“ Wir würden sagen, dass ein Gericht beginnt, und zwar eine Reinigung, also ein Wegnehmen der bekannten Sünden.

[35:23] Nun, da Gott nichts dem Zufall überlässt, eben auch nicht den Plan zur Lösung der Menschheit und zur Rettung dieser Erde, alles läuft genau nach Gottes Vorherbestimmung. Und als ein liebevoller Vater hat er uns diese Zeiten voraus angekündigt. Und niemand wusste lange Zeit, was es mit diesen 2300 Abend und Morgen auf sich hat, 2300 Jahre, weil man wusste nicht, wann sollen die denn beginnen. So standen sie einfach nur irgendwie so leer im Raum, eine Zeitspanne, die man nirgendswo einordnen konnte.

[35:58] Bis dann damals, das war vielleicht im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert, die Menschen anfingen, Daniel 8 mit Daniel 9 zu kombinieren, also die Bibel sich selbst auslegen zu lassen. Daniel 9 gab dann die Erklärung für Daniel 8.

[36:24] Wir lesen in Daniel 9, Vers 25 und 26: „So wisse und verstehe: Vom Erlass des Befehls zur Wiederherstellung und zum Aufbau bis zu dem Gesalbten, dem Fürsten, vergehen 7 Wochen und 62 Wochen. Straßen und Gräben werden wieder gebaut, und zwar in bedrängter Zeit. Und nach den 62 Wochen wird der Gesalbte ausgerottet werden, und ihm wird nichts zuteil werden. Die Stadt aber samt dem Heiligtum wird das Volk des zukünftigen Fürsten zerstören, und sie geht unter in der überströmenden Flut. Und bis ans Ende wird es Krieg geben, fest beschlossene Verwüstung.“

[37:03] Nun, lange Zeit wusste man nicht viel mit diesen Abschnitten anzufangen. Man deutete das schon auf Jesus Christus hin, aber man verband es selten mit Daniel 8. Aber als das begann, dann konnte man plötzlich merken: „Aha, wir haben einen Anfangszeitpunkt für die 2300 Abend und Morgen.“

[37:31] Denn in diesem Kapitel 9 heißt es: „70 Wochen sind eigentlich ‚hatatak‘, also abgeschnitten für dein Volk.“ Und diese 70 Wochen müssen irgendwo von abgeschnitten werden. Wovon werden die abgeschnitten? Nun, es gibt nur eine Zeitweissagung, und die finden wir in Kapitel 8, die so eine Länge hat, dass man da 70 Wochen einfach von abschneiden kann. 70 Wochen sind ja 490 Tage, also Jahre nach Hesekiel 4, Vers 6. Also kann man diese 490 Tage von den 2300 Tagen oder Jahren abschneiden. Und dann hat man plötzlich einen Anfangszeitpunkt.

[38:06] Und wir wissen auch wann, nämlich es heißt hier: „Vom Erlass des Befehls zur Wiederherstellung und zum Aufbau Jerusalems.“ Und das wissen wir, wenn wir also von dem Zeitpunkt jetzt ausgehen: Dieser Erlass, den finden wir in Esra 7, Verse 12 bis 16. Da wissen wir, dass Artaxerxes der Erste einen Erlass gegeben hat, die Stadt Jerusalem wieder aufzubauen. Und wir wissen auch, dass dieser Erlass im Herbst des Jahres 457 vor Christus gegeben wurde. Und damit haben wir jetzt auch einen Startpunkt für unsere 70 Wochen und den gleichen Startpunkt für unsere 2300 Abende und Morgen. Und das bringt uns direkt ins Jahr 1844.

[38:50] Da müssen wir nur darauf achten, dass wir hier mit dem Jahr Null nicht durcheinanderkommen. Das Jahr Null, das hat den Menschen immer ein bisschen Schwierigkeiten gemacht, weil man sozusagen das... Es gibt so zwei Möglichkeiten, Zeiten sich anzuschauen: Entweder macht man so astronomische Zeiten oder man macht historische Zeiten. Das Problem ist, wenn man historisch rechnet, gibt es kein Jahr Null. Also man geht von 1 vor Christus zu 1 nach Christus. Astronomisch gibt es ein Jahr Null. Und wenn wir rechnen, also wenn wir versuchen, so Zeiträume zu berechnen, müssen wir immer astronomisch rechnen. Wenn wir historisch rechnen und wir gehen über das Jahr Null drüber weg, wird uns immer irgendwie ein Jahr fehlen, also das Jahr Null, weil es in der historischen Zeitrechnung nicht existiert. Das könnt ihr euch im Skript, im Sendemanuskript, mal anschauen. Habe ich so ein paar Zeichnungen gemacht, dass man das vielleicht besser verstehen kann.

[39:52] Jedenfalls auch unsere Pioniere hatten das Problem, dass sie damals auf 1843 kamen, bis dann endlich der Fehler mit dem Jahr Null, also mit der historischen Zeitrechnung, erkannt wurde. Und so kam man dann schließlich doch auf das Jahr 1844 und wusste: „Da wird dann das Gericht gehalten.“ Also Gott hat diesen Zeitpunkt festgesetzt, und Gott wird auch dafür sorgen, dass dieser Zeitpunkt umgesetzt wird.

[40:19] Also 1844, das war der Zeitpunkt des Beginns des Gerichts. Und das hat am 22. Oktober 1844 begonnen und wird genauso lange gehen, wie Gott es festgesetzt hatte. Und dann wird das Ende kommen: Ende der Gnadenzeit, große Trübsal und dann die Wiederkunft Jesu. Und darauf freuen wir uns. Das ist unsere ganze Hoffnung, die wir haben.

[40:43] Wir wissen ja, wir gehen noch durch Trübsale hindurch. Und wie könnten wir durch diese Trübsale gehen, ohne eine Hoffnung zu haben, dass danach uns was Besseres erwartet? Als Mensch würden wir normal denken: „Na ja, wir arrangieren uns irgendwie mit dem, was um uns passiert. Wir machen hier vielleicht einen Kompromiss, um in Frieden leben zu können und Sicherheit zu haben. Wir werden uns da schon irgendwie so durchwursteln.“ So denken die Menschen, die keine Hoffnung haben, die darüber hinausgeht. Man versucht das Beste aus seiner jetzigen Situation zu machen. Aber das wollen wir nicht. Wir wollen das Beste aus unserer zukünftigen Situation machen. Und da hat man genau zwei Möglichkeiten: Entweder den ewigen Tod oder das ewige Leben. Und wir schauen auf das ewige Leben, und es gibt uns die Kraft und die Hoffnung, weiterzugehen, durch Trübsale durchzugehen und all die Gefahren, die uns noch erwarten, auch zu bestehen und zu überstehen.

[41:38] Diese Hoffnung, die wir haben, die nimmt uns sogar die Angst vor dem Tod, weil wir wissen: Selbst wenn wir sterben, wenn wir zur Ruhe gelegt werden, ist es ein Wort von Jesus Christus: „Der Tod ist überwunden.“ Und wir kommen wieder hervor. In Lazarus hat er gezeigt, dass Jesus treu ist und seine Freunde aus dem Grab herausruft. Und selbst wenn sie schon am Verwesen sind oder auch nichts mehr von ihnen da ist, ein Wort von Jesus Christus, und die Toten stehen auf, denn er hat den Tod überwunden, und der Tod kann seine Gefangenen nicht halten, wenn die Stimme Jesu Christi erklingt.

[42:12] Und so müssen wir heute sicher machen, dass wir zu Jesus Christus gehören, dass wir uns wirklich seine Freunde nennen können, so wie er damals seine Jünger auch genannt hat: „Ich nenne euch nicht mehr Knechte, sondern Freunde.“ Wenn auch du und ich ein Freund Jesu sind, dann dürfen wir wissen, dass Jesus Christus uns rufen wird und der Tod keine Macht mehr über uns hat, auch heute nicht.

[42:33] Und so konnte der Apostel Paulus damals sagen: „In Christus Jesus ist mein Leben, und Sterben ist mein Gewinn.“ Sollte ich das Leben abgeben, sollte ich das Leben verlieren auf dieser Erde, dann ruhe ich im Grab, und ich sehe nichts mehr von dem ganzen Leid, das hier auf der Erde passiert, die ganze Sünde, die alles kaputt gemacht hat. Ich ruhe in Frieden in Christus. Keiner kann mir das mehr nehmen. Das Nächste, was ich dann hören werde, ist die Stimme Jesu, die mich aus dem Grab ruft zur unendlichen Herrlichkeit. Das ist die Hoffnung, die wir Christen haben, und an dieser Hoffnung halten wir fest. Das haben schon unsere Vorväter gemacht. Die ersten Christen haben sich an dieser Hoffnung festgehalten und sind durch Leid und Trübsale gegangen. Auch wir, die wir am Ende der Zeit leben, werden das machen müssen. Die Hoffnung, die wir haben, muss...

[43:26] muss die Hoffnung, die wir haben, uns motivieren, weiterzugehen, Schritte in Jesus Christus zu machen, unser Leben verändern zu lassen, ein Segen zu sein für die Menschen um uns herum und so Schritt für Schritt durch unser kurzes Leben, das wir haben, auf das Himmelreich zuzugehen. Und dann wird Jesus Christus uns erlösen. Mögen wir alle dabei sein am großen Tag, am Auferstehungsmorgen.

[43:53] Amen. Wollen wir noch zusammen beten? Ja, unser lieber himmlischer Vater, wir möchten dir danken dafür, dass du die Weltgeschichte in deiner Hand hältst. Nichts geschieht, ohne dass du es weißt, und alles, was du vorhergesagt hast, wird eintreten. Wir danken dir dafür, dass du uns in deiner Schrift alles offenbart hast. Und wir möchten dich bitten, dass dein Heiliger Geist bei uns ist, dass wir die Zeichen der Zeit erkennen, ganz besonders in der Zeit, in der wir heute leben, dass wir verstehen, was um uns herum passiert, dass wir nicht im Dunkeln umhertappen, sondern dass dein Wort das Licht auf unserem Weg ist. Bitte hilf uns auch ein Licht für andere Menschen zu sein, dass wir auch ihnen diese Hoffnung weitergeben können, die in uns ist, damit auch sie das ewige Leben ergreifen, damit auch sie motiviert werden von dir und von deinem Wort und eine Hoffnung haben, die über diese Welt hinausgeht. Und dafür danken wir dir im Namen Jesu. Amen.

[44:47] Ihr Lieben, danke, dass wir dieses Thema studieren konnten. Es ist, glaube ich, ein wichtiges Thema und eins, das viel Freude macht. Wir legen euch das Sendemanuskript unten mit rein. Das könnt ihr dann, wenn ihr wollt, euch anschauen und dann könnt ihr noch mal die Sachen nachstudieren, ganz besonders den letzten Tag habe ich so viele kleine Zeichnungen gemacht, um das Ganze noch ein bisschen besser zu verstehen. Gottes Segen und bis zum nächsten Mal!


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