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Christopher Kramp beleuchtet in dieser neunten Folge der Serie „Vom Schatten zum Licht“ die Grundlage von Gottes Regierung. Er erklärt, wie das Evangelium die Gerechtigkeit und das Recht Gottes offenbart, die die Fundamente seines Thrones bilden. Anhand biblischer Texte wird gezeigt, dass Gottes Liebe und seine Bereitschaft, die Strafe für die Sünde selbst zu tragen, die unveränderliche Natur seines Gesetzes untermauern. Dies präsentiert Jesus als den besten König und Hirten des Universums.


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Serie: CSH 2024 Q2 - Vom Schatten zum Licht

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Transkript

[0:36] Hallo und herzlich willkommen zur Christ Study Hour hier auf www.joelmedia.de. Ein herzliches Willkommen gilt wie immer auch allen Zuschauern auf Das Wort. Die neunte Folge steht an unserer Serie über das biblische Konzept des Großen Kampfes, basierend auch auf dem Buch „Vom Schatten zum Licht“. Heute geht es um die Grundlage der Regierung Gottes, und wir bereiten uns damit vor auf das Bibelgespräch am 1. Juni. Wir führen thematisch-inhaltlich den Gedanken von letzter Woche weiter. Wir haben uns letzte Woche über das himmlische Heiligtum Gedanken gemacht, über die Tatsache, dass Jesus 1844 vom Heiligen in das Allerheiligste gegangen ist, dass er das Evangelium zum Abschluss bringt, dass dort auch ein Gericht stattfindet, dass dieser Große Versöhnungstag die Reinigung des Heiligtums von der Sünde, aber auch ein Werk in der Gemeinde der Reinigung und der Sühnung beinhaltet.

[1:47] Und wir wollen heute uns weitergehend Gedanken machen, insbesondere auch von dem Gedanken ausgehen, dass dort das Gericht stattfindet. Wollen heute sprechen über die Grundlage der Regierung Gottes, und dabei wird der Fokus natürlich auf das Gesetz Gottes gelegt. Wir haben letztes Mal schon gesehen, dass der neue Fokus auf das Gesetz Gottes in der Bundeslade in Offenbarung 11 Vers 19 darauf hinweist, dass die Vollendung des Evangeliums auch mit einer neuen Wiederherstellung der ganzen Autorität und der ganzen Bedeutung des Gesetzes Gottes im christlichen Glauben einhergeht. Und es geht also Gott darum, dass wir sein Gesetz besser verstehen. Wenn wir sein Gesetz verstehen, dann verstehen wir, wie er ist und wie er seine Regierung durchführt, wie sein Königreich regiert. Und das wollen wir heute ein bisschen besser verstehen. Wir wollen nicht einfach nur das Gesetz als ein Dokument von Regeln betrachten, sondern als das, was es wirklich ist: die Grundlage des Königreiches Gottes. Und wer könnte uns das besser erklären als Gott selbst, der versprochen hat, seinen Heiligen Geist zu senden, um uns mit seiner Liebe zu füllen und damit sein Gesetz in unser Herz geschrieben wird. Wir werden Gottes Gesetz nur dann richtig begreifen können, wenn es in unser Herz, in unser Gedenken eindringt. Und das kann nur der Heilige Geist. Und darum wollen wir ihn bitten, dass er jetzt unser Lehrer ist, dass er zu uns spricht. Er hat versprochen, dass er das gerne tun wird. Wir wollen gemeinsam beten.

[3:22] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du die Prinzipien und die Grundlagen deiner Regierung offenlegst. Danke, dass du kein absolutistischer Diktator bist, der alles nur für sich selbst haben möchte, der sich nicht um seine Untertanen schert, sondern genau das Gegenteil. Wir sehen am Kreuz von Golgatha, dass die Grundlage deiner Regierung selbstlose Liebe ist. So groß ist, dass wir sie eigentlich mit menschlichem Verstand nicht erfassen können. So werden wir auch nicht alles begreifen können, was heute über dieses Thema gesagt werden könnte. Wir wollen uns in dieses Thema hineinversenken, auch wenn wir dich nicht definieren und umfassen können, können wir uns doch an dich klammern, denn du umfasst uns und du definierst uns. Herr, wir möchten heute unsere Herzen öffnen, damit du durch deinen Heiligen Geist zu jedem Herzen sprechen kannst. Sei du unser Lehrer. Hab Dank dafür im Namen Jesu. Amen.

[4:27] Wir wollen beginnen. Matthäus 24 und dort Vers 14. Es heißt hier: „Und dieses Evangelium vom Reich wird in der ganzen Welt verkündigt werden zum Zeugnis für alle Heidenvölker, und dann wird das Ende kommen.“ Unsere Aufgabe am Ende der Zeit, kurz vor der Wiederkunft, besteht darin, nicht irgendeine Botschaft zu predigen, nicht irgendein Evangelium von all den vielen Evangelien, die heute durch die Welt geistern, sondern dieses Evangelium, und zwar das vom Königreich Gottes. Unsere Aufgabe ist es, die gute Nachricht von Gottes Königreich zu predigen, und ich glaube, dass wir das manchmal nicht so wirklich bisher richtig durchdrungen haben.

[5:18] In Markus 1 und dort Vers 14 und 15 sehen wir, dass es Jesus selbst war, der die gute Nachricht vom Königreich Gottes gepredigt hat. Da heißt es: „Nachdem aber Johannes gefangen genommen worden war, kam Jesus nach Galiläa und verkündigte das Evangelium vom Reich Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist nahe. Tut Buße und glaubt an das Evangelium.“ Jesus hat basierend auf der Prophetie des biblischen Propheten Daniels das Königreich Gottes gepredigt. Der Ruf zur Buße war verbunden mit der Botschaft, dass das Königreich Gottes nahe ist. Und Jesus hat diese Botschaft, dass das Königreich Gottes nahe ist, dass Gottes Reich sich ihnen nähert, als eine gute Botschaft, als eine frohe Botschaft bezeichnet.

[6:19] Biblisch gesehen ist die Rede von Gottes Königreich eine gute Nachricht. So sehen wir das auch in Jesaja 52 und dort Vers 7. „Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße des Freudenboten, der Frieden verkündigt, der gute Botschaft bringt, gute Botschaft ist das Evangelium, die gute Nachricht, der das Heil verkündigt, ja Heil, die Erlösungsbotschaft, der zu Zion sagt: Dein Gott herrscht als König.“ Hier finden wir also Boten, von denen es explizit heißt, dass sie eine gute Botschaft predigen, eine Heilsbotschaft. Wir würden sagen, sie predigen das Evangelium. Und wenn wir ihnen zuhören, was sie genau sagen, dann ist die Botschaft: Dein Gott herrscht als König.

[7:11] In der Bibel ist die Tatsache, dass Gott König ist, eine gute Nachricht, die gepredigt werden soll, die Jesus gepredigt hat. Und so finden wir in Psalm 97 und dort Vers 1 folgende Botschaft: „Der Herr regiert als König.“ Und jetzt kommt die Reaktion: „Es frohlocke die Erde, die vielen Länder sollen sich freuen.“ Es ist eine Botschaft für alle Länder der Erde. Kein Wunder, dass in Offenbarung 14 Vers 6 und 7 das Evangelium allen Völkern, Nationen, Stämmen und Sprachen gepredigt werden soll. Deswegen soll die Botschaft vom Reich Gottes in allen Enden verkündigt werden, dann wird das Ende kommen. Es ist eine gute Botschaft, eine Botschaft zum Freuen, zum Frohlocken. Wie schon gesagt, Offenbarung 14 Vers 6 bis 14 bereitet die ganze Welt vor auf die Wiederkunft Jesu. Es ist eine gute Botschaft. Und wenn wir in Offenbarung 14 dann diese Botschaft des ewigen Evangeliums anschauen, dann finden wir in Vers 14 als Folge dessen – wir wissen ja aus Matthäus 24, wenn Jesus sagte, wenn dieses Evangelium vom Reich Gottes gepredigt wird, dann wird das Ende kommen – dann finden wir hier in Offenbarung 14, dass als dieses ewige Evangelium allen Nationen, Völkern, Stämmen und Sprachen gepredigt wird, dass dann das Ende kommt. In Vers 14: „Und ich sah, und siehe, eine weiße Wolke, und auf der Wolke saß einer, der glich einem Sohn des Menschen. Er hatte auf seinem Haupt eine goldene Krone und in seiner Hand eine scharfe Sichel.“ Jesus kommt als König. Das ganze Evangelium bereitet diese Tatsache vor.

[9:04] Interessanterweise gibt es eine direkte Parallele dazu im Buch Daniel, in Daniel 7, wo über das Gericht gesprochen wird, das wir letzte Woche uns genauer auch angeschaut haben. In Daniel 7 und dort Vers 13 und 14 heißt es: „Ich sah in den Nachtgesichten, und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels, gleich einem Sohn des Menschen, und er gelangte bis zu dem Hochbetagten und wurde vor ihn gebracht. Und ihm wurde Herrschaft, Ehre und Königtum verliehen, und alle Völker, Stämme und Sprachen dienten ihm.“ Ist genau das, was wir in Offenbarung 14 finden. „Seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergeht, und sein Königtum wird nie zugrunde gehen.“ Und deswegen ist 1844 ebenfalls so bedeutsam. Nicht nur wird dort das Heiligtum gereinigt, nicht nur wird das Gericht stattfinden, sondern Jesus wird zum König gekrönt. Wenn Jesus wiederkommt auf den Wolken des Himmels, sehen wir in Offenbarung 14 Vers 14, dass er eine Krone trägt. Er wird nicht erst bei seiner Wiederkunft gekrönt oder nach seiner Wiederkunft, sondern vor seiner Wiederkunft. Und da er im Gericht gekrönt wird, folgt daraus biblisch ganz offensichtlich, ganz klar, dass das Gericht von Daniel 7 vor der Wiederkunft stattfindet. Es handelt sich um ein Vorwiederkunftsgericht, ein Untersuchungsgericht, das die Wiederkunft einleitet. Und weil in diesem Gericht Jesus zum König gekrönt wird, deswegen ist das eine gute Nachricht, das ewige Evangelium vom Reich Gottes.

[10:51] Vielleicht gehen wir noch ganz kurz zu Psalm 97 und noch einen Gedanken vorher einzuschieben, den wir jetzt gleich brauchen werden. Psalm 97 und dort Vers 2 finden wir die Antwort auf die Grundfrage unseres Themas diese Woche, nämlich: Was ist die Grundlage von Gottes Regierung? In Psalm 97 Vers 1 haben wir gesehen, dass Gott als König regiert und die ganze Erde sich freuen soll, die vielen Länder sollen sich freuen. Und dann wird die Grundlage seiner Regierung beschrieben und definiert: „Wolken und Dunkel sind um ihn her. Gerechtigkeit und Recht sind die Grundfeste seines Thrones.“ Also die gute Nachricht, dass die freudige Nachricht für alle Völker, das ewige Evangelium für Völker, Nationen, Stämme und Sprachen ist: Gott regiert als König. Und jetzt wird gesagt, was die Grundlage seiner Regierung ist, nämlich Gerechtigkeit und Recht.

[11:46] Und jetzt ist interessant, was das Evangelium tut. Die gute Nachricht hat nämlich einen ganz besonderen Zweck. In Römer 1 Vers 16 und 17 sagt Paulus: „Denn ich schäme mich des Evangeliums von Christus nicht, das ist die gute Nachricht, denn es ist Gottes Kraft zur Errettung für jeden, der glaubt, zuerst für den Juden, dann auch für den Griechen. Denn es wird darin geoffenbart die Gerechtigkeit Gottes aus Glauben zum Glauben, wie geschrieben steht: Der Gerechte wird aus Glauben leben.“ Das Evangelium offenbart diese Gerechtigkeit Gottes, die die Grundfeste nach Psalm 97 seines Thrones ist. Wenn wir also wissen wollen, worauf gründet sich die Regierung Gottes, müssen wir das Evangelium studieren. Das Evangelium offenbart die Grundfesten des Reiches Gottes. Es ist eine gute Nachricht, denn es handelt von der Regierung Gottes und offenbart dessen Grundlagen.

[12:47] Wie zeigt sich jetzt im Evangelium die Gerechtigkeit Gottes? Das ist eine wichtige Frage, denn das zeigt uns die Regierung Gottes, wie er sein gigantisches Königreich im Universum nach welchen Prinzipien er handelt. In Römer 3 und dort Vers 25 und 26 wird uns gezeigt, sagt uns Paulus, wie Gott seine Gerechtigkeit im Evangelium zeigt. In Römer 3 ab Vers 25 lesen wir: „Ihn [gemeint ist Jesus Christus] hat Gott zum Sühnopfer bestimmt, das wirksam wird durch den Glauben an sein Blut.“ Also Jesus für uns gestorben, und wenn wir an sein Blut glauben, ist dieses Opfer wirksam für uns. Dann wird es angewendet für uns, dann können wir es in Anspruch nehmen, „um seine Gerechtigkeit zu erweisen. Dieses Evangelium offenbart die Gerechtigkeit Gottes, und zwar, warum? Weil er die Sünden ungestraft ließ, die zuvor geschehen waren, als Gott Zurückhaltung übte, um seine Gerechtigkeit in der jetzigen Zeit zu erweisen, damit er selbst gerecht sei und zugleich den rechtfertige, der aus dem Glauben an Jesus ist.“

[14:01] Das Evangelium offenbart zwei entscheidende Dinge: Erstens, Gott ist gerecht in dem Sinne, dass er die Strafe für Übertretung nicht einfach ausfallen lässt. Er drückt nicht einfach ein paar Hühneraugen zu, sozusagen, sondern die Sünde findet ihre gerechte Strafe. Gott ändert sein Gesetz nicht. Das ist das Erste. Das Zweite ist: Er liebt uns so sehr und ist so voller Gnade und Güte, dass er uns die Strafe ersparen möchte. Da Gott die Strafe nicht ändern wird, nicht abschaffen wird, aber sie uns ersparen möchte, folgt daraus, dass er die Strafe tatsächlich ausführt, aber auf sich selbst nimmt. Und so ist er gerecht und kann mir vergeben. Er ist der König, der alle Schuld seiner Untertanen buchstäblich auf die eigene Kappe nimmt, auf sich selbst, und die Strafe, den Preis für mich und für dich bezahlt. Das ist die Grundlage der Regierung Gottes. Gott ist so gerecht, dass er niemals Sünde tolerieren wird, und er ist so liebevoll und so gütig und barmherzig, dass er lieber jede Sünde, und sei sie noch so abscheulich und noch so brutal und noch so abstoßend, lieber auf sich selbst nimmt, als dass wir damit alleine gelassen werden, obwohl wir sie zu verantworten haben. Das ist die Regierung Gottes.

[16:12] Das gesamte Evangelium von 1. Mose bis zur Offenbarung versucht in Bildern, Prophezeiungen, Geschichten, theologischen Abhandlungen, Gedichten, Liedern, in Gleichnissen auf tausende Art und Weisen diese beiden Grundgedanken zu verdeutlichen: Gott ist die Liebe. Gott ändert sich nicht. Jesus hat sich mit unseren Sünden identifiziert. In Jesaja 53 wird das ganz deutlich. Da heißt es ab Vers 5: „Doch er [Jesus] wurde um unserer Übertretung willen durchbohrt, wegen unserer Missetaten zerschlagen. Die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt worden.“ Gott hat die Strafe nicht abgeschafft. Er ist ganz gerecht. Jede Sünde hat ihre Strafe bekommen, von Golgatha, sodass jeder, der das glaubt, nicht mehr bestraft werden muss und nicht mehr bestraft werden wird. Durch seine Wunden bin ich geheilt worden, durch seine Wunden hast du Frieden.

[17:51] In diesem Königreich lebt es sich gut. Ist das nicht eine gute Nachricht, dass Gott König ist? Wenn das die Art und Weise ist, wie er umgeht mit seinen Untertanen, wenn das seine Herzenseinstellung zu seinen Untertanen ist, dann ist die Nachricht, dass er als König regiert, die beste Nachricht, die es gibt, denn niemand kann so gut sein, niemand kann besser sein als Gott. Man kann kein besserer König sein als Gott. Warum hat Jesus das getan? In Johannes 10, dort Vers 17 und 18, wird deutlich, dass er das ganz freiwillig getan hat. Johannes 10 Vers 17 und 18: „Darum liebt mich der Vater, weil ich mein Leben lasse, damit ich es wiedernehme. Niemand nimmt es von mir, sondern ich lasse es von mir aus. Ich habe Vollmacht, es zu lassen und habe Vollmacht, es wieder zu nehmen. Diesen Auftrag habe ich von meinem Vater empfangen.“ Jesus hat es freiwillig getan. Er ist nicht dazu bestimmt worden. Er war nicht einfach nur ein zwangsgezwungener Sündenbock, der jetzt nicht anders konnte. Er hat das freiwillig getan. Er wollte für mich sterben, weil er wollte, dass ich ewig lebe. Aber er wollte auch nicht sein Gesetz ändern, denn das würde bedeuten, dass wir nie mehr uns sicher sein können, ob Gott immer noch derselbe ist. Wenn Gott sein Gesetz ändern könnte und würde, dann wären wir nie sicher, ob er ewig die Liebe bleiben würde. Die Tatsache, dass Gott unveränderlich ist, dass bei ihm keine Veränderung und kein Wechsel stattfindet, ist für uns die Garantie, dass seine Eigenschaft der Liebe auch immer gleich bleiben werden bis in alle Ewigkeit. Und deswegen ist das Gesetz unveränderlich, weil Jesus bereit war, obwohl er es nicht musste, zu sterben. Ist er der beste König. In seinen eigenen Worten, Vers 11: „Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe.“ Lass mich eine Frage stellen: Wenn du Hirte wärst – heutzutage gibt es nicht mehr so viele Hirten, das Hirtenleben ist uns nicht mehr so aus dem Alltag vertraut, es gibt natürlich hier und da noch Hirten, aber es ist nicht mehr so präsent in der Gesellschaft wie es zur Zeit von Jesus gewesen ist – aber wir alle haben vielleicht so eine kleine Vorstellung davon, dass ein Hirte so eine Gruppe von Schafen hat und vielleicht Ziegen, vielleicht auch andere Tiere, aber hier geht's ja in Johannes 10 um die Schafe. Und wir alle wissen, dass es damals raue Bedingungen gab. Jakob spricht davon in 1. Mose, dass es kein schönes Leben als Hirte war. Wir alle wissen, es gab wilde Tiere. Ganz ehrlich, wenn du ein Hirte wärst, du hast vielleicht 40 Schafe, 50 Schafe, 100 Schafe, ich weiß nicht, und ein Löwe kommt, ein Bär, ein Wolf und reißt so ein schwaches Schaf irgendwo am Rand, nimmt es mit, ist noch nicht tot, würdest du hinterherlaufen, dein eigenes Leben riskieren, vielleicht von einem Löwen getötet werden, um ein Schaf zu retten, das nicht viel mehr macht den ganzen Tag als zu blöken und mit seinen kurzsichtigen Augen irgendwie vielleicht noch in die Irre zu laufen? Würdest du dein Leben riskieren für ein Schaf? Jesus hat sein Leben riskiert als König des Universums für mich und für dich. Er hat das riskiert, sein Leben gegeben, obwohl wir nur Schafe sind. Und der Unterschied zwischen uns und Schafen ist sehr viel geringer zwischen Jesus als Sohn Gottes und uns Menschen. Er ist der gute Hirte. Übrigens ist der Hirte im Alten Orient immer auch ein Bild des Königs gewesen. Könige im Alten Orient haben sich immer als die Hirten bezeichnet, sind die besten Hirten, die es gibt. Und dabei haben sie doch ihre Untertanen ziemlich ausgebeutet, Königreiche mit Gewalt erobert, Greueltaten begangen, und trotzdem nannten sie sich die Hirten. Aber Jesus, der wahre Hirte, der echte Hirte, der wirklich sein Leben gibt für andere, nicht um sich selbst zu erhöhen, sondern um andere zu retten.

[22:18] Jesus ist echt ein toller Erlöser. Ich könnte mir keinen besseren Erlöser vorstellen. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass Jesus wirklich rettet. Jesus ist ein echter Retter, ein echter Freund. In Römer Kapitel 5 und dort Vers 8, dort lesen wir in Römer 5 und dort Vers 8: „Gott aber beweist seine Liebe zu uns dadurch, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.“ Das Kreuz beweist die Liebe Gottes, belegt: Gott ist wirklich die Liebe. Dieser Gedanke, dass Gott die Liebe ist, den hat natürlich berühmterweise Johannes ausgedrückt in 1. Johannes 4 Vers 8 und Vers 16, als er sagte: „Gott ist Liebe.“ Gleich zweimal sagt er das in dem Kapitel. Gott ist Liebe. Und was das bedeutet, das hat Paulus uns näher erläutert in 1. Korinther 13 und dort ab Vers 4: „Die Liebe ist langmütig und gütig. Die Liebe beneidet nicht, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf, sie ist nicht unanständig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht an der Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit.“ Gottes Liebe besteht darin, zuerst an andere zu denken, anstatt an sich. Und genau das sehen wir, wenn die Gerechtigkeit Gottes offenbar wird. Er kann sein Gesetz nicht ändern, und er wird sein Gesetz nicht ändern, und er will sein Gesetz nicht ändern. Aber um die Ehre seines Gesetzes hochzuhalten, um die Gerechtigkeit aufrechtzuerhalten, ist er bereit, lieber selbst zu leiden, als dass andere leiden müssen. Er denkt zuerst an das Wohl von mir, von mir, als an sein eigenes Wohl. Das ist für uns so schwer zu begreifen am Anfang, weil wir so etwas gar nicht kennen, weder von uns noch von allen anderen Menschen um uns herum, dass jemand zuerst an mich denkt, anstatt an sich selbst. Und wer das erlebt, bei dem fängt das an zu dämmern, dass auch durch Gottes Kraft und seine Liebe wir auch so leben können, dass wir zuerst an andere denken und dann erst, und nicht zuerst an uns. Deswegen ist diese ganze Idee: „Du musst dich erst selbst lieben, damit du andere lieben kannst“, völliger Quatsch. Ist wirklich völliger Quatsch, total unbiblisch und steht auch nirgendwo in der Bibel. Es wird immer, wo Texte missbraucht und falsch umgedeutet. Der ganze Grundtenor ist: Gott liebt mich mehr als sich selbst, und weil er mich so sehr liebt und für alle meine Bedürfnisse sorgt, kann ich auch andere mehr lieben als mich selbst, weil ich ja weiß, dass...

[25:09] als mich selbst, weil ich ja weiß, dass Gott sich um mich kümmert. Das ist die biblische Botschaft. Wie oft stelle ich die Frage gerne und oft, und weil man sich dieser Sache nicht oft genug versichern kann. Paulus sagt ja immer wieder: "Dasselbe zu sagen macht mich nicht müde, bin ich lästig? Ich mache das gewiss." Wir müssen gefestigt sein in diesen immerwährenden Grundwahrheiten, weil wir sie im Alltag so dringend benötigen.

[25:36] Maleachi 3 Vers 6 sagt: "Denn ich, der Herr, verändere mich nicht. Deshalb seid ihr, die Kinder Jakobs, nicht zugrunde gegangen." Die Basis, dass wir nicht verloren gehen, besteht darin, dass Gott sich nicht ändert. Seine Liebe ist immer gleich. Seine Liebe ist gesetzmäßig. Deswegen sagt Jeremia 31 und dort Vers 3, dass Gott uns mit ewiger Liebe geliebt hat. "Von ferne her ist mir der Herr erschienen. Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Gnade." Mit ewiger Liebe. Gottes Liebe ist nicht sprunghaft wie unsere Liebe. Sie ist nicht emotional oder von Hormonen abhängig. Sie ist nicht von äußeren Umständen beeinflussbar. Sie ist ewig, sie ist konstant, weil Gott selbst die Liebe ist und weil Gott konstant ist und sich nicht ändert. Gottes Liebe ist gesetzmäßig, und deswegen ist eigentlich das, was wir das Gesetz Gottes nennen, eine Beschreibung der Tatsache, dass Gott immer die Liebe ist, dass er unter allen Umständen zuerst an andere denkt und nicht an sich selbst. Und deswegen ist echte Liebe, Liebe zu Gott und Liebe zum Nächsten, genau die Erfüllung dieses Gesetzes, weil genau darum geht es im Gesetz. Deswegen sagt der Paulus in Römer 13 und dort Vers 10: "Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe die Erfüllung des Gesetzes."

[27:12] Gottes Gesetz beschreibt die Tatsache, dass Gott selbst sein Reich immer so regiert, dass er unter allen Umständen und ausnahmslos immer zuerst an seine Geschöpfe und nicht an sich denkt. Das ist das Reich Gottes. Und das Kreuz Jesu beweist damit wie kein anderes Ereignis, dass Gottes Reich das beste vorstellbare Königreich ist. Und deswegen ist die Botschaft vom Königreich Gottes eine gute Nachricht, ein Evangelium. Und deswegen ist die Behauptung von Satan, man könne Gottes Regierung verbessern, durch das Kreuz endgültig und ein für allemal widerlegt.

[27:56] Denn Offenbarung 12 Vers 10 heißt: "Und ich hörte eine laute Stimme im Himmel sagen: Nun ist gekommen das Heil und die Macht und das Reich unseres Gottes und die Herrschaft seines Christus. Denn hinabgestürzt wurde der Verkläger unserer Brüder, der sie vor unserem Gott verklagte Tag und Nacht." Der die Etablierung des Königreiches Gottes durch das Kreuz von Jesus. Er sagt ja, das Reich Gottes ist nah herbeigekommen. Wenige Jahre zuvor in den Jahren, den drei Jahren zuvor. Die Etablierung des Königreiches Gottes hat es dem Satan unmöglich gemacht, im Himmel weiter gegen Gottes Regierung zu lästern und zu agitieren, weil es offensichtlich war. Man kann keinen besseren König haben als den, der sich selbst – der bereit ist, sich selbst mit den Sünden seiner Untertanen krönen zu lassen, um für diese Sünden einzustehen, also für sie zu bezahlen und die Strafe für sie zu erleiden.

[29:05] Nun, wenn die Liebe die Erfüllung des Gesetzes ist, das Gesetz, wie Jesus selbst sagt, aus diesen Prinzipien besteht: Gott zu lieben und den Nächsten wie sich selbst. Dort steht nicht: "Liebe dich erst selbst, damit du andere lieben kannst." Dort steht: "Liebe den Nächsten wie dich selbst." Behandle ihn so, als ob du selbst das wärst.

[29:26] In 5. Mose Kapitel 4 und dort Vers 13 wird uns etwas Interessantes über die Zehn Gebote genannt, die in der Bibel ja eigentlich so gut wie, glaube ich, nie "Zehn Gebote" genannt werden. Natürlich werden sie Gebote genannt, aber die Bezeichnung hier ist eine andere. In 5. Mose 4 Vers 13 heißt es: "Und er verkündigte euch seinen Bund, den er euch zu halten gebot, nämlich die zehn Worte. Und er schrieb sie auf zwei steinerne Tafeln." Das sind die Zehn Gebote. Ihre Bezeichnung ist eigentlich der Bund. Wenn die Bibel vom Bund redet, meint sie das, was wir die Zehn Gebote nennen. Im Alten Bund steht dieser Bund auf Steintafeln, außerhalb des Menschen. Und der Mensch, der im Alten Bund lebt, versucht diese guten, heiligen Gebote als Anforderung, als Messlatte aus eigener Kraft zu erfüllen und wird damit immer scheitern. Ich glaube, wir alle haben das erlebt, was Paulus in Römer 7 ab Vers 7 beschreibt. Gebote sind gut, aber sie aus eigener Kraft versucht zu halten, wird immer scheitern. Gott hat auch nie, nie sich das so gedacht, dass er Zehn Gebote aufstellt und uns jetzt bittet, mal ein bisschen sich anzustrengen, damit wir aus eigener Kraft diesem Standard entsprechen. Das war nie seine Idee. So funktioniert es nicht, und so war es auch noch nie im Himmel, auch vor dem Sündenfall nicht.

[30:54] In Jeremia 31 wird uns deutlich, wo der Bund eigentlich sein soll: nicht auf Steintafeln, obwohl diese Steintafeln die Wahrheit sagen und jeder Versuch, sie zu ändern, eine Gotteslästerung ist, keine Frage. Wir müssen für die Wahrheit dieser Zehn Gebote einstehen, aber uns muss bewusst sein, dass wenn es nur Wahrheiten auf Steintafeln sind oder Wahrheiten auf gedrucktem Papier, dass das noch nicht das ist, was Gott sich wünscht.

[31:29] In Jeremia 31, ab Vers 31 heißt es: "Siehe, es kommen Tage, spricht der Herr, da ich mit dem Haus Juda – Verzeihung, mit dem Haus Israel und mit dem Haus Juda einen neuen Bund schließen werde, nicht wie der Bund, den ich mit ihren Vätern schloss an dem Tag, da ich sie bei der Hand ergriff, um sie aus dem Land Ägypten rauszuführen; denn sie haben meinen Bund gebrochen, obwohl ich doch ihr Eheherr war, spricht der Herr." Und hier sehen wir, dass dieser Bund nicht einfach nur ein kühler, neutraler Vertrag ist, sondern ein Ehebund. Gott hat am Sinai einen Bund mit seinem Volk schließen wollen. Und auf den bezieht er sich. Am Sinai sind die Zehn Gebote gegeben worden. Jetzt sagt er, es wird ein neuer Bund sein. Und was ist jetzt anders als am Sinai? "Sondern das ist der Bund", Vers 33, "sondern das ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel nach jenen Tagen schließen werde, spricht der HERR. Ich will mein Gesetz in ihr Innerstes hineinlegen und es auf ihre Herzen schreiben. Ich will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein." Dasselbe Gesetz, dieselben Zehn Gebote.

[32:30] Der Bund soll im Herzen sein. Gott wünscht sich, dass die Grundlage seiner Regierung in unserem Herzen ist und nicht nur auf einem Blatt Papier, zu dem wir ja sagen. Macht einen großen Unterschied. Gott möchte, dass wir seine Regierung nicht nur intellektuell verstehen, sondern tatsächlich in unserem Leben erleben, dass wir uns mit seiner Regierung gedanklich, emotional, mit unserem ganzen Sein, ganzen Denken, Fühlen, Handeln, ganzem Herz und unserer ganzen Seele, wie es in 5. Mose 6 steht, uns damit identifizieren. Gleich mehr noch dazu.

[33:16] Und weil die Zehn Gebote der Bund sind und je nachdem, ob sie außerhalb von uns als Regeln verstanden werden, ist es dann der alte Bund, oder ob sie in unserem Herzen Frucht bringen können durch den Heiligen Geist, das ist der neue Bund. Weil das so ist, heißt ja die Lade, in der die Zehn Gebote aufbewahrt worden sind, die Bundeslade. Und deswegen ist doch Jesus, als er in Offenbarung 10, wie wir es letzte Woche studiert haben, vom Himmel herab kommt, symbolisch mit einer Botschaft, die deutlich macht, dass jetzt die letzte Phase des Evangeliums eingeleitet wird durch den Wechsel vom Heiligen ins Allerheiligste im Jahre 1844. Deswegen ist Jesus dort mit einem Regenbogen bekleidet gewesen, der das Symbol des Bundes ist. Und deswegen haben wir in Offenbarung den Regenbogen auf Offenbarung 4 um den Thron. Das ist der Bund.

[34:21] Das ist Gottes Regierung. 2. Mose 25 und dort Vers 21 und 22. Als diese Bundeslade gemacht wird, heißt es: "Und du sollst den Sühne-Deckel oben über die Lade legen und das Zeugnis, dass ich dir geben werde – das sind die Zehn Gebote, der Bund – in die Lade tun. Dort will ich mit dir zusammenkommen und mit dir reden von dem Sühnedeckel herab, zwischen den beiden Cherubim, die auf der Lade des Zeugnisses sind, über alles, was ich dir für die Kinder Israels befehlen will."

[35:04] Dort, wo das Gesetz Gottes ist und wo der Sühnedeckel ist – ein Symbol für die Versöhnung, ein Symbol für die Erlösung – wo das zusammenkommt, dort hat Gott seinen Sitz. Von dort spricht er. Und wenn wir uns wünschen, dass Gott in unserem Leben ist, wenn wir uns wünschen, dass er in unseren Familien ist, wenn wir uns wünschen, dass er in unseren Gemeinden ist, dann wollen wir ihm einen solchen Sitz bereiten, wo die Erlösung und der Gehorsam sich treffen. Wo sich die Erlösung durch Gottes Gnade und der Gehorsam durch Gottes Gnade, die Erlösung durch Gotteskraft und der Gehorsam durch Gotteskraft, wo die Erlösung durch Gottesschöpfung und der Gehorsam durch Gottes Schöpfung, die er schon, die Werke, die schon bereitet hat, wo das zusammenkommt. Wo das ist, da sitzt Gott, da wohnt er, das da ist sein Thron, da ist das Reich Gottes. Und deswegen kann das Reich Gottes in uns sein, wie Jesus beschrieben hat. Und wenn einmal auf der ganzen Welt nur noch Gottes Gnade, Liebe und Gerechtigkeit gelten und keine Sünde mehr vorhanden ist, die das bricht und trennt und trübt, dann ist das Reich Gottes auf der ganzen Welt ausgebreitet auf der neuen Erde. Das, was jetzt schon bei uns im Herzen sein kann.

[36:49] Schauen wir zu Matthäus 5 Vers 17 und 18. Jesus hat in der Bergpredigt sein Königreich erklärt. Das wird ganz deutlich, wenn man sich diese Bergpredigt genauer anschaut. Das beginnt ja gleich mit den ersten Gedanken, Vers 3 und 4: "Glückselig sind die geistlich Armen", in Matthäus 5, "denn ihrer ist das Reich der Himmel. Glückselig sind die Trauernden, denn sie sollen getröstet werden." Das war eine direkte Anspielung auf Jesaja 61 Vers 1 und 2, wo es um den Gesalbten, um den Messias geht und sein Reich. Die Anschuldigung der Pharisäer war, dass Jesus mit seiner Lehre das Gesetz Gottes in den Hintergrund rücken könnte und nicht mehr so ehren würde. Aber Jesus hat dem einen ganz deutlichen Riegel vorgeschoben und gezeigt, dass das Evangelium und das Gesetz in völliger Harmonie sind. Er sagt in Matthäus 5 Vers 17: "Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, um das Gesetz oder die Propheten aufzulösen. Ich bin nicht gekommen, um aufzulösen, sondern um zu erfüllen. Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergangen sind, wird nicht ein Buchstabe noch ein einziges Strichlein vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist." Weil Gott ewig ist und seine Liebe ewig ist und seine Gerechtigkeit ewig ist und seine Gnade ewig ist, ist auch sein Wort und sein Gesetz ewig.

[38:08] Die Bibel sagt uns, dass Gottes Gebote unveränderlich sind, in Psalm 111 Vers 7 und 8 könnt ihr dann selbst noch mal nachschlagen. Das finden wir an vielen Stellen. Gottes Gebote dürfen nicht verändert werden. Und der Versuch, es zu tun, wie das kleine Horn in Daniel 7 Vers 25 unternimmt, ist ein Zeichen seiner Gotteslästerung, seiner Rebellion.

[38:32] Was heißt das alles praktisch für uns? In Jakobus 2 Vers 12, den haben wir letzte Woche schon kurz uns angeschaut. In Jakobus 2 und dort Vers 12 sagt uns: "Redet und handelt als solche, die durch das Gesetz der Freiheit gerichtet werden sollen." Wir leben in der Zeit des Gerichts. Das haben wir jetzt in den letzten Wochen studiert. 1844 hat das Untersuchungsgericht, das die Wiederkunft einleitet, begonnen. Es ist eine frohe Botschaft, weil dort Jesus zum König gekrönt wird. Aber weil Jesus zum König gekrönt wird, müssen auch wir, die wir in seinem Königreich im Himmel und auf der neuen Erde leben wollen, die wir Könige und Priester sein wollen, wir müssen das Königtum Jesu verstehen und auch nach diesem Gesetz der Freiheit leben. Wir müssen es im Herzen haben. Wenn wir versuchen, dieses Gesetz der Freiheit aus eigener Kraft zu halten, werden wir im Gericht nicht bestehen können. Aber wenn es in unserem Herzen ist, dann wird unser Leben so sein, dass wir im Gericht bestehen können.

[39:47] Ebenfalls über den Gehorsam zu Gott im Kontext des Gerichtes spricht Salomo. Er hat ja ein sehr bewegtes und sehr dramatisches Leben gelebt, hat viel Lebenszeit vergeudet und ganz am Ende dann noch zu Gott zurückgefunden, Gott sei Dank. Und er macht dann folgende interessante Worte. Er sagt ab Vers 11 in Prediger 12: "Die Worte der Weisen sind wie Treiberstacheln und wie eingeschlagene Nägel, die gesammelten Aussprüche. Sie sind von einem einzigen Hirten gegeben." Gottes Wort ist auf den Punkt und ähm, es kommt direkt von unserem guten Hirten, von Gott. "Und über diese hinaus lass dich warnen, mein Sohn. Und des vielen Bücher Machens ist kein Ende, und viel Studieren ermüdet den Leib." Muss ich mir immer wieder sagen, dass es vieles andere gibt, was unsere Aufmerksamkeit erheischen möchte, aber das äh, es für uns ausreicht, wenn wir uns zunächst einmal völlig konzentrieren auf Gottes Wort. Es gibt viele interessante Dinge, durch die wir Gottes Wort auch noch besser verstehen können und mehr Licht dafür bekommen können, aber dürfen nicht außer Acht lassen, dass...

[41:06] Wir müssen diesen Rat beherzigen, denn er sagt dann hier: "Es ist wahr. Man kann immer weiter studieren und alles Mögliche studieren, und es irgendwann ermüdet das den Leib. Aber die Summe aller Lehre – und ich habe mittlerweile den Eindruck, dass er nicht einfach nur die Summe aller biblischen Lehre, sondern er meint die Summe all dessen, was ein Mensch überhaupt studieren kann. Wenn man es runterbricht, kommt das heraus: "Fürchte Gott und halte seine Gebote, denn das macht den ganzen Menschen aus." Das Wichtigste, was ein Mensch erkennen kann, ist, dass er Gott fürchten soll, dass er Gott anbeten soll und dass er Gottes Gebote hält. Ein Mensch ist dann ein ganzer Mensch, wenn er Gott ehrt, mit Gott lebt und aus Liebe seine Gebote hält. Jetzt kommt die Begründung: "Denn Gott wird jedes Werk vor ein Gericht bringen, samt allem Verborgenen, es sei gut oder böse." Und weil dieses Gericht jetzt seit 1844 tagt, hat dieser Gedanke hier eine besondere Dynamik, denn dieses Gericht findet jetzt statt. Es war immer wichtig, Gott zu fürchten, immer wichtig, seine Gebote zu halten, aber um wie viel mehr jetzt, wo genau dieses Gericht, von dem auch Jakobus spricht und viele andere biblische Autoren, direkt stattfindet.

[42:22] Was wünscht sich Gott? 5. Mose Kapitel 6. Bei all dem dürfen wir nie vergessen: Gott wünscht sich nicht einfach den erzwungenen Gehorsam eines Roboters. Er hat keine besondere Freude, wenn wir Zähne knirschend tun, was er sagt, einfach nur um irgendwie, ja, es getan zu haben. Was wünscht sich Gott? In 5. Mose 6 Vers 4 und 5 dort sagt er: "Höre, Israel! Der Herr ist unser Gott, der Herr allein. Und du sollst den Herrn, deinen Gott lieben mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele, mit deiner ganzen Kraft." Die Worte sprechen zu mir, zu dir auch, weil sie uns herausfordern und die Frage stellen: Dienen wir Gott wirklich mit ganzem Herzen, ganzer Seele und mit ganzer Kraft? Oder dienen wir ihm einfach nur, weil wir unsere Pflicht erfüllen wollen? Dienen wir ihm, weil wir keine Gegenargumente haben? Dienen wir ihm, weil es halt dran ist? Dienen wir ihm, weil wir ihn mit ganzem Herzen lieben, von ganzer Seele, leben wir mit ganzer Kraft? Ich möchte was sagen, lieber Freund, liebe Freundin, ich wünsche mir diese Liebe. Je mehr wir auf Gott schauen, sein Königreich verstehen, je mehr wir sehen, wie sehr er uns geliebt hat, mehr wird diese Liebe in uns wachsen. Diese Liebe können wir nicht selbst erzeugen, sie können wir nicht irgendwoher projizieren, so hervorproduzieren, wollte ich sagen. Diese Liebe entsteht, wenn wir Gottes Liebe verstehen und annehmen. Wenn Gottes Liebe annehmen, dann entsteht das hier.

[44:08] Und wie zeigen wir diese Liebe? Das, was Gott sich so sehr wünscht. Er wünscht sich von ganzem Herzen, dass wir ihn lieben. Wie zeigen wir ihm das? Und Johannes 5 – also Johannes hat wirklich eine ganze Menge verstanden von der Liebe Gottes. Er war es ja, der diesen Begriff, diese Formulierung geprägt hat: "Gott ist Liebe." In Johannes 5 Vers 3 sagt er, zeigt uns, wie das praktisch aussieht, Gott zu lieben: "Denn das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten, und seine Gebote sind nicht schwer." Für jemanden, der die Gebote von außen betrachtet, auf Steintafeln geschrieben, sind sie unmöglich zu halten. Er wird diesen Satz fast für eine Satire halten. Aber jemand, der die Gebote im Herzen hat, der weiß, dass Gott es dort bewirkt und dass Gott mit seinem Geist führt und dass Gott bewirkt, dass wir in seinen Rechtsbestimmungen wandeln und seine Gesetze halten, der wird zustimmen: "Ja, genau das habe ich auch erlebt." Gott will uns ja nicht quälen. Gott will uns so deutlich machen, dass wir ihn brauchen. Deswegen fordert er von uns etwas, das aus eigener Kraft unmöglich ist, damit wir verstehen, dass wenn es geschieht, es Gottes Gnade war.

[45:26] Deswegen wollen wir mit ihm kooperieren und wollen ihn einladen, damit wir ihm den Gehorsam schenken, den er sich wünscht, der Ausdruck echter Liebe ist. Jesus hat dasselbe gesagt in Johannes 14, Vers 15. Hat er das auf den Punkt gebracht. Er sagt in Vers 15 von Johannes 14: "Liebt ihr mich, so haltet meine Gebote." Ganz einfach auf den Punkt gebracht. Wenn wir Gottes Gebote nicht halten, nützt uns auch alles andere religiöse Tun nichts. Denn in Sprüche 28 steht und dort Vers 9: "Wer sein Ohr abwendet vom Hören auf das Gesetz, dessen Gebet sogar ist ein Gräuel." Ich kann also noch so viel beten, wenn ich mich gegen Gottes Gesetz wende, wenn ich mich davon abwende, wenn ich da in bewusster Sünde lebe und das nicht aufgeben möchte, dann brauche ich auch nicht beten. Das Einzige, was ich dann beten darf und kann und soll, ist, dass Gott mir vergibt und dass er mir Buße und Reue schenkt. Dieses Gebet wird Gott immer hören. Aber wenn ich einfach um Gesundheit und und und Segnung des Alltags bete, aber gleichzeitig in bewusster Rebellion lebe, wird Gott nicht antworten. Ein Gräuel.

[46:47] In Offenbarung 14 finden wir den Aufruf, den wir auch als Prediger schon kennen. In Vers 7 heißt es: "Der sprach mit lauter Stimme: Fürchtet Gott!" Wir kennen aus dem Buch Prediger, haben wir gerade gelesen, Kapitel 12 Vers 13: "Fürchte Gott und halte seine Gebote, denn Gott wird jedes Werk in ein Gericht bringen." Hier heißt es: "Fürchte Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichtes gekommen." Und dann wird ein besonderer Fokus gesetzt: "Und betet den an, der den Himmel und die Erde und das Meer und die Wasserquellen gemacht hat." Das Gebot, das in der Christenheit am meisten ignoriert worden ist, der siebente Tagsabbat, nachzulesen 2. Mose 20 Vers 8 bis 11, wird in den Fokus gerückt, denn dort ist ja genau die Begründung, die hier auch gegeben wird für den Sabbat vorhanden. In 2. Mose 20 und dort in Vers 11 heißt es: "Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darin ist, und er ruhte am siebten Tag. Darum hat der HERR den Sabbattag geheiligt."

[47:46] hat der Herr den Sabbattag gesegnet und geheiligt. 1. Mose. Warum beten wir Gott an? In Offenbarung 4, Vers 11 finden wir die eindeutige Antwort: Offenbarung 4, Vers 11: „Würdig bist du, oh Herr, zu empfangen den Ruhm und die Ehre und die Macht; denn du hast alle Dinge geschaffen, und durch deinen Willen sind sie und wurden sie geschaffen.“

[48:14] Geschaffen, weil Gott der Schöpfer ist, beten wir ihn an. Und natürlich, weil er der Neuschöpfer ist. Wir denken an 2. Korinther 5,17: „Ist jemand in Christus, eine neue Kreatur, eine neue Schöpfung.“ Offenbarung 5 macht diesen Punkt ja dann auch ab Vers 9 ganz deutlich. Weil Gott der Schöpfer, beten wir ihn an. Und der Sabbat ist Gottes Zeichen der Schöpfung.

[48:32] Wenn wir 1. Mose 2, Vers 1 bis 3 lesen, sehen wir, dass Gott mit dem Sabbat letztlich im höchsten Sinne die Schöpfung vollendet hat. Und so wurden der Himmel und die Erde vollendet samt ihrem ganzen Heer. Und Gott hatte am siebten Tag sein Werk vollendet. Das Hebräische könnte tatsächlich übersetzt werden: „Und Gott vollendete am siebten Tag sein Werk.“ Warum? Er hatte zwar physisch alles vollendet, aber Gott wollte mehr als so eine perfekte Welt. Er wollte Gemeinschaft mit der perfekten Welt. Das ist sozusagen die höchste Stufe der Vollendung. So kann man also, glaube ich persönlich, durchaus übersetzen: „Und Gott vollendete am siebten Tag sein Werk, das er gemacht hatte. Und er ruhte am siebten Tag von seinem ganzen Werk, das er gemacht hatte.“ Es ist diese Ruhe, die die letztendliche Vollendung ist. „Und Gott segnete den siebten Tag und heiligte ihn, denn an ihm ruhte er von seinem ganzen Werk, das Gott schuf, als er es machte.“

[49:35] Dieser Sabbat, der ein Zeichen der Schöpfung ist, ist auch ein Zeichen, dass Gott uns heiligt. In Hesekiel Kapitel 20 und dort Vers 12 und 20 heißt es: „Ich gab ihnen auch meine Sabbate, die ein Zeichen sein sollten zwischen mir und ihnen, damit sie erkennen sollten, dass ich der Herr es bin, der sie heiligt.“ Und dann Vers 20: „Und heiligt meine Sabbate, damit sie ein Zeichen sein zwischen mir und euch, damit ihr erkennt, dass ich der Herr, euer Gott, bin.“ Der Sabbat ist ein Zeichen des Bundes zwischen Gott und seinem Volk. Wir haben ja gesehen, dass der neue Bund darin besteht, dass wir sein Volk sind und er unser Gott ist. Das ist diese Idee, die immer mit dem Bund verbunden ist. Gott sagt: „Ich möchte euer Gott sein, ihr sollt mein Volk sein“, bis in Offenbarung 21, er dann mit seinem Zelt, mit dem neuen Jerusalem, bei uns wohnt und wir sind sein Volk und er ist unser Gott. Das Zeichen von diesem Bund, das Zeichen des Bundes, ist der Sabbat, denn der Sabbat gibt uns in einer besonderen Weise die Gelegenheit, mit ihm zu sein, uns mit ihm zu verbinden.

[50:43] Und heilig wird etwas dadurch, dass Gott nahe ist. Wir denken an den brennenden Dornbusch, als Mose sich ihm näherte und und und dann Gott zu ihm sprach, sagte Gott zu ihm: „Zieh deine Schuhe aus, deine Sandalen aus, denn der Ort, auf dem du stehst, ist heiliger Boden.“ Der Sand, der Wüstenstaub, auf dem die Sandalen von Mose standen, der hatte die gleiche chemische Zusammensetzung wie der Sand zwei Kilometer weiter, genauso staubig. Es war die Gegenwart Gottes, die diesen Staub heilig machte. Du und ich, wir Menschen sind aus Staub gemacht, und doch können wir genauso wie dieser Wüstenstaub am brennenden Dornbusch heilig sein, nicht indem wir eine neue Zusammensetzung bekommen, sondern indem Gott gegenwärtig ist in unserem Leben. Das macht uns heilig. Das geschieht, indem wir Zeit haben mit ihm. Gottes Gegenwart macht heilig.

[51:42] Und so wie Gott den Sabbat geheiligt hat, weil er nicht einfach nur das getan hat, sondern sich Zeit genommen hat für die Schöpfung, sie zu betrachten, sich an ihr zu freuen, diese Gemeinschaft hat den Tag geheiligt, so wird es auch die Gemeinschaft sein, die uns heiligt.

[52:01] Jeden Sabbat lernen wir eigentlich durch unsere Sabbatheiligung praktisch, wie Gott uns heiligt. Und es zeigt uns, wie Gott das eigentlich sich gedacht hat, dass die Dinge, die er uns gibt als Gebote, in Wirklichkeit eigentlich eine Hilfe sind für uns, das Evangelium immer besser zu verstehen. Niemand wird gerettet dadurch, dass er am Sabbat nicht arbeitet, aber wer am Sabbat den Sabbat hält, wie Gott es sich wünscht, der wird immer besser verstehen, wie die Heiligung wirklich funktioniert, ohne die ja niemand Gott sehen kann.

[52:42] Gott hat den Sabbat geheiligt, er ist geheiligt, und trotzdem haben viele, viele, viele Menschen keinen Segen vom Sabbat, denn sie glauben nicht, dass er geheiligt ist. Sie glauben nicht das, was Gott für diesen Tag getan hat, und so leben sie zwar am Sabbat, aber sie empfangen keinen Segen davon. So ist es, glaube ich, auch mit der Erlösung und der Heiligung. Jesus ist für alle Menschen am Kreuz gestorben, er ist bereit für alle Menschen einzutreten, aber die meisten Menschen glauben das nicht, sie leben nicht so. Und so geht dieser Segen, den Gott eigentlich schon sozusagen vorbereitet hat, die Werke, die er schon geschaffen hat, die gehen an ihnen vorbei. Aber wer den Sabbat hält, der erlebt plötzlich den Segen, der schon lange zuvor dort auf den Tag gelegt worden ist, praktisch für sein Leben. Und so ist es mit der Erlösung: Wer die Erlösung ernst nimmt, erlebt das, was Gott schon vor langer Zeit am Kreuz von Golgatha geschaffen hat, möglich gemacht hat, in seinem eigenen Leben plötzlich, weil er es für sich in Anspruch nimmt.

[53:40] So ist also jeder gehaltene Sabbat ein Fenster in die Erfahrung der Erlösung und damit ein Fenster in das Königreich Gottes, eine besondere Möglichkeit, das Königreich Gottes praktisch zu erleben.

[54:00] Und weil das Gesetz Gottes die Grundlage seiner Regierung ist, mit dem Sabbat als diesem besonderen Zeichen des Bundes, und weil der Satan gegen Gottes Regierung gekämpft hat – wir wissen, Offenbarung 12, Vers 7 heißt es, dass Michael gekämpft hat mit dem Drachen und der Drache gegen Michael gekämpft hat. Michael, ein Name von Jesus: „Wer so ist wie Gott.“ Weil der Satan gegen Gottes Regierung und seinen Charakter gekämpft hat, ist es nicht verwunderlich, dass der Satan am Ende der Zeit gegen die kämpfen wird, die Gottes Gebote halten. Vers 17: „Und der Drache wurde zornig über die Frau und ging hin, um Krieg zu führen mit den übrigen von ihrem Samen, welche die Gebote Gottes befolgen und das Zeugnis Jesu Christi haben.“ Satan kämpft gegen alle, die Gottes Gebote halten, denn in der Endzeit wird es Menschen geben, die Gottes Gesetz hochhalten. Es heißt in Offenbarung 14, Vers 12: „Hier ist das standhafte Ausharren der Heiligen; hier sind die, welche die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus bewahren.“

[55:02] Es wird am Ende – das macht die Bergpredigt deutlich – viele, viele aktive Christen, die oder, viele, besser gesagt, viele Menschen, die sich für aktive Christen halten, die vieles getan haben und dachten, dass Gott mit ihnen ist. In Matthäus 7 wird diese dramatische, traurige Geschichte von Jesus gesagt und erzählt. Es heißt Matthäus 7, Vers 21: „Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr!, wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern das Königreich, das Königreich Gottes, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut.“ Denn das Gesetz Gottes beschreibt ja sein Königreich. Man kann nicht im Reich Gottes leben und die Grundfeste seines Königreiches ignorieren. „Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Wundertaten vollbracht? Und dann werde ich ihnen bezeugen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Gesetzlosen!“

[55:59] Viele Menschen glauben, dass sie Christen sind, aber Jesus kennt sie nicht. Nun, Jesus weiß, wer sie sind, und er kennt ihr Herz besser als sie selbst, aber er hat keine Beziehung zu ihm, weil sie die Grundfeste seiner Regierung ignorieren, ändern wollen und das Ganze noch als christlich bezeichnen, indem sie glauben, dass man gegen Gottes Gesetz sein kann oder Gottes Gesetz nicht braucht oder Gottes Gesetz abschaffen kann oder verändern kann oder ans Kreuz genagelt ist. Jesus nennt sie die Gesetzlosen. Jesus sucht nach Menschen, die sein Königreich so sehr schätzen, dass sie sich für die Grundfeste seines Königreichs interessieren, nämlich seine Gerechtigkeit, die sich im Evangelium offenbart, dass er das Gesetz nicht ändert, aber lieber bereit ist, für uns zu sterben, als dass wir verloren gehen. Das ist seine Gerechtigkeit, und das ist das wahre Evangelium. Und das muss die ganze Welt erfahren, und vor den falschen Evangelien muss gewarnt werden.

[56:45] Denn viele Menschen glauben, dass sie Gott dienen und das ewige Evangelium predigen, obwohl sie mit dem Reich Gottes nicht in Übereinstimmung sind. In Offenbarung 14, Vers 8 wird gewarnt vor falschen Evangelien: „Und ein anderer Engel folgte ihm, die zweite Engelsbotschaft, der sprach: Gefallen, gefallen ist Babylon, die große Stadt, weil sie mit dem Glutwein ihrer Unzucht alle Völker getränkt hat.“ Wir haben heute nicht die Zeit, das ausführlich anzuschauen, aber vielleicht ganz kurz so viel: Traubensaft ist ein Symbol für das Blut Jesu, das Blut des Neuen Bundes. Das haben wir letztes Mal, letzte Woche uns angeschaut, Matthäus 26, Vers 28. Aber wenn dieser Traubensaft fermentiert wird, dann sieht er immer noch so aus wie Traubensaft, hat aber katastrophale, verwirrende Konsequenzen für das Gehirn, für das Herz, wie es die Bibel sagt. Und Sprüche 31, Vers 4 und 5 lesen wir, der ganz kurz zeigt, was dann fermentierter Wein, alkoholisierter, alkoholischer Wein für eine Folge hat auf das in Bezug auf das Gesetz Gottes. In Sprüche 31, Vers 4 und 5 heißt es: „Nicht den Königen, Lemuel, ziemt es sich für Könige, nicht Wein zu trinken, noch für Fürsten der Hang zu starkem Getränk, sie könnten über dem Trinken das vorgeschriebene Recht vergessen und die Rechtssache aller geringen Leute verdrehen.“ Wer Alkohol trinkt, versteht das Gesetz nicht mehr, das geschriebene Gesetz. Übertragen: Ein verdrehtes Evangelium, das äußerlich noch aussieht wie das wahre Evangelium, weil auch vom Blut Jesu die Rede ist, aber das verdreht ist, führt dazu, dass man das geschriebene Gesetz Gottes vergisst. Und 3. Mose 10 und dort Vers 9 und 10, 3. Mose 10 und dort Vers 9 und 10: „Du und deine Söhne – der Herr, Vers 8, der Herr aber redete mit Aaron und sprach: Du und deine Söhne mit dir sollen weder Wein noch berauschendes Getränk trinken, wenn ihr in die Stiftshütte geht, damit ihr nicht sterbt. Das ist eine ewige Ordnung für eure künftigen Geschlechter, damit ihr einen Unterschied macht zwischen dem Heiligen und dem Unheiligen, zwischen dem Unreinen und dem Reinen.“ Fermentierter Wein führt dazu, dass man zwischen heilig und profan nicht mehr unterscheidet.

[59:10] Der Wein Babylons ist ein falsches Evangelium. Die Kirchen sprechen vom Blut Jesu, das Vergebung der Sünden gibt. Der Wein sieht also rot aus wie Traubensaft. Doch behaupten sie, dass Gottes Gesetz verändert ist, unwichtig ist, abgeschafft – je nach Denomination – und für Christen nicht mehr entscheidend ist. Damit predigen sie zwar das Blut Jesu, aber nicht das Blut des Neuen Bundes, denn im neuen Bund wird das Gesetz Gottes ins Herz geschrieben. Sie predigen also einen anderen Jesus, ein anderes Blut, ein anderes Evangelium. Sie verfälschen das Evangelium und trennen das Gesetz Gottes von diesem Evangelium ab. Sie machen konkret keinen Unterschied zwischen dem heiligen Tag Gottes, dem Sabbat – Jesaja 58, Vers 13: „der heilige Tag des Herrn“ – und dem profanen ersten Tag der Woche, dem Sonntag. Alle Irrtümer Babylons entstammen diesem falschen Verständnis vom Evangelium. Was wir brauchen, ist nicht irgendein Evangelium, wir brauchen das Evangelium, das ewige Evangelium, das echte Evangelium, das Evangelium vom Königreich Gottes, das auf dem – das Königreich basiert auf dem Gesetz Gottes.

[1:00:21] Zum Ende wollen wir noch festhalten, dass in der Endzeit das große Thema Anbetung die letzten Ereignisse prägen wird. Offenbarung 13, Vers 8: „Und alle, die auf der Erde wohnen, werden es – das Tier (Papsttum werden wir noch ausführlich anschauen in kommenden Folgen) – werden es anbeten, deren Namen nicht geschrieben stehen im Buch des Lebens des Lammes, das geschlachtet worden ist von Grundlegung der Welt an.“ Mit anderen Worten, je nachdem, ob wir echte biblische Erlösung erlebt haben, also das wahre Evangelium des Bundes, des neuen Bundes und des Reiches erlebt haben, werden wir die wahre Anbetung praktizieren oder mit einem falschen Evangelium die falsche Anbetung. Es geht also nicht einfach nur um Anbetung, sondern die Anbetung ist die Frucht der Wurzel sozusagen, was in unserem Herzen ist, ob da das echte Evangelium ist oder ein falsches Evangelium.

[1:01:20] Deswegen ruft uns Offenbarung 14, Vers 7 zu wahrer Anbetung auf: „Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichtes kommt! Und betet den an, der den Himmel und die Erde und das Meer und die Wasserquellen gemacht hat.“ Das ewige Evangelium ruft zur wahren Anbetung auf und warnt gleichzeitig ausdrücklich, feierlich, mit ernstesten Worten vor falscher Anbetung in Vers 9 bis 11: „Und ein dritter Engel folgte ihm, der sprach mit lauter Stimme: Wenn jemand das Tier und sein Bild anbetet oder das Malzeichen auf seine Stirn oder auf seine Hand annimmt, so wird auch er von dem Glutwein Gottes trinken, der unvermischt eingeschenkt ist in dem Kelch seines Zornes; und er wird mit Feuer und Schwefel gepeinigt werden vor den heiligen Engeln und vor dem Lamm. Der Rauch ihrer Qual steigt auf von Ewigkeit zu Ewigkeit. Die das Tier und sein Bild anbeten, haben keine Ruhe Tag und Nacht, und wer das Malzeichen seines Namens annimmt.“

[1:02:09] Hier sind sogenannte christliche Mächte – wir werden sie noch ausführlicher identifizieren – der Vatikan, die Vereinigten Staaten von Amerika, die falsche Anbetung durchdrücken werden auf Grundlage eines falschen Evangeliums.

[1:02:25] In Offenbarung 12, Vers 7 haben wir gesehen, dass der Satan gegen Michael kämpft. Michael bedeutet: „Wer ist wie Gott?“ Satan kämpft im großen Kampf gegen die Wahrheit, wie Gott wirklich ist, dass er gerecht ist und die Liebe. Es geht um die Frage, ob Gott immer die Liebe ist und deswegen er der beste und einzig vollkommene König überhaupt ist, ob man Gottes Königreich verbessern müsse oder ob es ein ewig tragfähiges, perfektes Fundament ist, das nicht besser gemacht werden kann.

[1:02:55] Du hast heute die Möglichkeit, eine Entscheidung zu fällen. Du kannst heute dem zustimmen oder das in Zweifel ziehen. In Habakuk 2, Vers 4 steht, dass jeder von uns mit seiner Lebensentscheidung einen Beitrag letztlich leistet diesem großen Kampf. Wenn wir Gott das glauben, werden wir leben. Habakuk 2, Vers 4: „Siehe, der Vermessene – unaufrichtig ist seine Seele in ihm. Der Gerechte aber wird durch seinen Glauben leben.“ Wer Gott glaubt, wird ewig leben und die Gerechtigkeit Gottes in seiner Regierung sehen, verstehen und selbst erleben.

[1:03:33] Lieber Freund, liebe Freundin, liebe Zuseher, möchtest du im Reich Gottes leben? Möchtest du die Schönheit seines Charakters besser verstehen? Möchtest du das wahre, reinigende, kraftvolle Evangelium in deinem Leben erfahren? Möchtest du durch Gottes Heiligen Geist, seine Kraft, seine Gebote halten, weil du ihn mehr liebst als alles andere auf der Welt? Dein Wunsch: Ich möchte das heute neu für mich entscheiden. Lass uns gemeinsam beten.

[1:04:12] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du heute durch dein Wort zu uns gesprochen hast. Danke, dass wir deine Adventbotschaft, die du uns gegeben hast, immer tiefer und besser verstehen dürfen. Herr, danke, dass wir sehen können, dass es keinen besseren König gibt als dich und dass das wahre, ewige Evangelium deines Königreiches auf dem aufruht, auf dem basiert, was die Grundfeste deines Königreiches ist, nämlich deine ewig währende Liebe, die so gesetzmäßig ist, dass man sie als ein Gesetz bezeichnen kann, auf deinem Bund. Und Herr, wir möchten dich bitten, dass du durch deinen Heiligen Geist, dass du uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst, dass du uns alle Sünde vergibst, dass du uns reinigst von aller Ungerechtigkeit, wo immer wir gegen dich gefehlt haben, dass wir eine lebendige Beziehung zu dir haben, die Tag für Tag wächst, und dass du dein Gesetz durch deinen Heiligen Geist in unser Herz schreibst, dass wir mit Johannes sagen können, dass deine Gebote nicht schwer sind. Das wünschen wir uns im Namen Jesu. Amen.

[1:05:30] Damit verabschieden wir uns für heute. Wir sehen uns nächste Woche wieder und werden dann weiter diesem wunderbaren Thema studieren und Gottes Botschaft für diese Zeit besser kennenlernen. Gott segne euch und viel Freude im Studium der Adventbotschaft. Amen.


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