[0:34] Hallo und herzlich willkommen zur Christ Study Hour hier auf www.jolmedia.de. Wie immer gilt auch unser herzliches Willkommen allen Zuschauern auf dem Sender Das Wort. Wir sind in unserer CSH Spezialserie über das Markusevangelium und deswegen eigentlich über Jesus, der das zentrale Thema dieses gesamtbiblischen Buches ist, wie letztlich Jesus das zentrale Thema aller biblischen Bücher ist. Das Markusevangelium ist ein besonders kompaktes Zeugnis über das Leben, Wirken, Handeln und Lehren von Jesus. Und wir wollen heute in der siebten Folge uns mit den Versen Kapitel 8 Vers 10 bis Kapitel 9 Vers 29 beschäftigen. Von den insgesamt 13 Folgen sind wir jetzt sozusagen im Zentrum des Buches angelangt. Es gibt einiges zu lernen, wie immer, wenn man sich mit Jesus und seinem Wort beschäftigt. Und wie immer brauchen wir dazu den Heiligen Geist, der diese Worte inspiriert hat und der bereitsteht, ihre Bedeutung uns verständlich zu machen und uns zu helfen, das, was wir lesen, auch tatsächlich in unserem Leben zu erleben und umzusetzen. In seiner Kraft wollen wir gemeinsam Gott einladen, dass er unser Studium leitet und segnet. Ich lade dich ein, dass wir jetzt ein kurzes Gebet sprechen.
[2:26] Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir zu dir kommen dürfen. Danke, dass wir dich Vater nennen dürfen und danke, dass dein Geist an unseren Herzen wirkt und in uns dein Gesetz schreibt, uns von Sünde überführt und von Gerechtigkeit und vom Gericht, dass dein Geist uns zu dir zieht, dass wir deine Worte verstehen können, dass wir dich besser kennenlernen können. Und Herr, wir möchten dich bitten, dass du uns eine echte Ehrfurcht vor deinem Wort schenkst, dass die Kraft hat, uns zur Erlösung weise zu machen, dass wir verstehen, wie du bist und verstehen, wie du uns retten möchtest. Wir möchten dich bitten, dass du unser Studium segnest, dass du in unseren Herzen wohnst, dass wir Gemeinschaft mit dir haben dürfen durch dein Wort. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[3:35] Wir beginnen in Markus Kapitel 8 und dort Vers 10. Wir haben das letzte Mal aufgehört mit der Speisung der 4000 in der Dekapolis, in einer Gegend, die größtenteils heidnisch gewesen ist. In Vers 10 bis 13 finden wir eine kurze Geschichte von Pharisäern, die nach einem Zeichen fragen. Ungefähr gleich lang ist die gleiche Geschichte auch in Matthäus 15 Vers 39 bis 16,4. In beiden Fällen folgt sie direkt auf die Speisung der 4000. Vers 10: „Und sogleich stieg er mit seinen Jüngern in das Schiff und kam in die Gegend von Dalmanuta.“ Diesmal gab es interessanterweise keine versuchte Königserhebung nach der Speisung der 4000, was im Wesentlichen daran gelegen haben wird, dass die Bewohner der Dekapolis ja gar keine, mehrheitlich gar keine Juden waren und kein Interesse daran hatten, Jesus zu einem irdischen König zu machen. Jesus steigt in das Schiff und sogleich – achten wir darauf wieder – ist er in das Boot gestiegen und er kommt in die Gegend von Dalmanuta, eine Bezeichnung für einen Ort, den es überhaupt nur an dieser Stelle gibt, weswegen es einigermaßen unklar ist, wo das genau gewesen ist. Es gibt ein paar Hypothesen, die wir jetzt hier im Einzelnen nicht weiter ausführen werden, aber die ihr im Sendmanuskript kurz nachlesen könnt. Das ist auf jeden Fall ein aramäischer Name. In Matthäus 15 Vers 39 haben wir eine weitergehende Information, dass es sich um Magdala gehandelt hat. Und Magdala ist an der Westseite des Sees Genezareth, also in Galiläa. Jesus also von der Dekapolis östlich des Sees Genezareth wieder zur Westseite gefahren. Es war diese Gegend die Heimat von Maria Magdalena. Das Wort kommt von Hebräisch-Aramäisch „Migdal“, der Turm. Und es ist aber die Gegend dort, also es geht nicht um die, es war nicht direkt in der Stadt Magdala, sondern in der Gegend und offensichtlich eine Gegend, die hier für Markus als die Gegend von Dalmanuta bekannt gewesen ist.
[5:51] Vers 11: „Und die Pharisäer gingen hinaus und fingen an, mit ihm zu streiten, indem sie von ihm ein Zeichen vom Himmel forderten, um ihn zu versuchen.“ Matthäus 16 Vers 1 ergänzt, dass diesmal auch erstmals Sadduzäer dabei waren. Das ist die erste Erwähnung von Sadduzäern in Konfrontation mit Jesus. Meistens sprechen die Evangelien ja von den Pharisäern. Interessanterweise sind dann später in der Apostelgeschichte vor allem die Sadduzäer diejenigen, die den Aposteln entgegenstehen. Sie gehen hin, um mit ihm zu streiten, und zwar, um ihn zu versuchen, so wie in der Wüste, als der Teufel Jesus versucht hat.
[6:38] Die Antwort von Jesus ist gegenüber Matthäus sehr viel kürzer. Dort in Matthäus hat Jesus noch bestimmte meteorologische Merksätze der Pharisäer bezüglich des Abendrots und des Morgenrots zitiert und dann gesagt, dass sie, dass die Pharisäer nicht in der Lage sind, die Zeichen der Zeit zu verstehen. Erwähnt dort auch noch, dass dieser Generation lediglich das Zeichen des Jonas gegeben wird. Markus hat dagegen als Besonderheit die Frage von Jesus, die wir jetzt hier lesen: „Und er seufzte in seinem Geist und sprach: Warum fordert dieses Geschlecht ein Zeichen? Wahrlich, ich sage euch, es wird diesem Geschlecht kein Zeichen gegeben werden.“ Wenn wir Gott nicht vertrauen, immer nur Zeichen haben wollen, dann ist das traurig für Jesus. Wenn wir kein Vertrauen zu Gott haben, sondern immer nur sichtbare Beweise haben wollen, dann offenbart das mangelnden Glauben. Jesus seufzte im Geist. Er ist betrübt über die Hartherzigkeit. Wir denken an die Geschichte in Markus 7 Vers 34 in der Dekapolis zurück, als Jesus geseufzt hat bei der Heilung des Taubstummen. „Effata, tu dich auf!“, weil seine Jünger nicht richtig zugehört haben. Jesus seufzt, wenn wir nicht offen sind für sein Wort. Wörtlich sagt er: „Wahrlich, ich sage euch, wenn diesem Geschlecht ein Zeichen gegeben werden wird.“ Das ist eine hebräische Schwurformel, die deutlich wird: Ich sozusagen, ich schwöre, es wird nicht geschehen. Jesus hat nicht nur geschworen, dass er jedem, der Gerechtigkeit sucht, retten, dass er jeden, der Gerechtigkeit sucht, retten will und kann. Er hat auch geschworen, dass denen, die die Botschaft und Gottes Wirken ignorieren, kein Zeichen zur Befriedigung ihrer Neugier gegeben werden wird. Jesus hat geschworen, uns zu retten, aber doch geschworen, dass er keine Zeichen nur zur Befriedigung der Neugier geben wird.
[8:47] Vers 13: „Und er ließ sie stehen, stieg wieder in das Schiff und fuhr ans jenseitige Ufer.“ Er lässt sie stehen. Und manchmal ist es vielleicht das Beste, wenn Menschen einfach nur streiten wollen, sie stehen zu lassen. Und das ist etwas, was auch ich lernen muss und was wir wahrscheinlich alle lernen müssen: zu erkennen, ob ein Gespräch wirklich gewinnbringend ist, ob es tatsächlich zur Ehre Gottes ist, ob Menschen bereit sind zu lernen oder ob es nur auf einen Streit hinausläuft. Jesus wollte nicht streiten. Er hat gemerkt, dass sie nicht wirklich offen sind, also hat er sie stehen lassen, fährt auf die andere Seite, aber nicht in die Dekapolis, wie wir sehen werden.
[9:33] Es gibt jetzt eine Unterredung in Markus 8 Vers 14 bis 21 mit den Jüngern über den Sauerteig der Pharisäer. Das findet direkt im Anschluss statt und ungefähr gleich lang wird es auch in Matthäus 16 Vers 5 bis 12 berichtet. Wir lesen in Vers 14: „Und sie hatten vergessen, Brote mitzunehmen, und hatten nur ein Brot bei sich im Schiff.“ Dieser Vers erklärt jetzt die Situation, damit das Nachfolgende verständlicher wird. Da gebot er ihnen, Vers 15, und sprach: „Seht euch vor, hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und vor dem Sauerteig des Herodes.“ In Matthäus 16 in der Parallelstelle werden in Vers 6 auch noch die Sadduzäer erwähnt, während die Herodianer, die Anhänger des Königs, hier nur bei Markus zusätzlich erwähnt werden. Sauerteig ist aus der Bibel gut bekannt. In 2. Mose 12 sollten Israeliten keinen Sauerteig verwenden am Tag des Passah. Es gab sogar eine Todesstrafe auf Sauerteig beim Passah. Nichts Gesäuertes sollte als Speisopfer in 3. Mose 2 Vers 11 dargebracht werden. Sauerteig war oft ein Bild für Bosheit und Schlechtigkeit. 1. Korinther 5 Vers 6 bis 8: „Ein Sauerteig durchsäuert den ganzen Teig.“ Es gibt auch die gegenteilige Bedeutung in Matthäus 13 Vers 33, wo es ein Bild für das Reich Gottes ist, aber auch dort geht es darum, dass es alles durchdringt. Sauerteig ist also etwas, das nicht für sich bleibt, sondern sich ausbreitet. Dies hier ist die allererste überlieferte Grundsatzwarnung, die Jesus vor den Pharisäern und Sadduzäern ausspricht. Das war ein Gebot von Jesus. Er gebot ihnen: „Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer.“
[11:40] Vers 16: „Und sie besprachen sich untereinander und sagten: Weil wir kein Brot haben.“ Das ist natürlich eine Übertreibung, sie hatten ein Brot. Vers 17: „Und als es Jesus merkte, sprach er zu ihnen: Was macht ihr euch Gedanken darüber, dass ihr kein Brot habt? Versteht ihr noch nicht und begreift ihr noch nicht? Habt ihr noch euer verhärtetes Herz?“ Immer noch zeigt ihr Unverständnis. Ein verhärtetes Herz schon nach dem ersten Wunder. Wir hatten das in Markus 6 Vers 52 gesehen, waren sie verhärtet gewesen. Sie hatten nicht mit dem nächsten Wunder gerechnet und waren entsprechend erstaunt gewesen. In Matthäus 15 hatte Jesus die Jünger Kleingläubige genannt. Sie hatten jetzt schon zwei riesige Wunder der Brotvermehrung erlebt und noch immer war ihnen nicht klar, dass Jesus jederzeit auch für sie alleine das hätte tun können. Wenn Jesus 5000 Männer satt machen kann und 4000 Männer plus Frauen und Kinder, dann noch 12 Apostel ohne Frauen und Kinder – die also, vielleicht war die eine oder andere Frau damit dabei, aber vermutlich nicht, wir wissen es nicht genau. Jedenfalls die Gruppe war viel kleiner. Jesus hätte doch für sie auf jeden Fall dasselbe auch machen können. Wie oft zweifeln wir, dass Jesus dasselbe Wunder, das er für unser Herz schon mehrmals getan hat, wieder tun kann? Lasst uns diesen Zweifel aufgeben. Lasst uns glauben, dass Jesus uns segnen kann und möchte.
[12:51] Vers 18 bis 20: „Habt Augen und seht nicht, Ohren und hört nicht? Und denkt ihr nicht daran, als ich die fünf Brote brach für die 5000, wie viele Körbe voll Brocken habt ihr aufgehoben?“ Sie sprachen: „Zwölf.“ „Als ich aber die sieben für die 4000 brach, wie viele Körbe voll Brocken habt ihr aufgehoben?“ Sie sprachen: „Sieben.“ „Habt Augen und seht nicht, Ohren und hört nicht?“ Das kennen wir aus Markus 4 Vers 10 bis 12. Jesus hatte sie eigentlich behandelt als Menschen, die geistliche Einsicht haben. Er hat ihnen die Erklärung der Gleichnisse dargelegt, anders als die Menge, die das gar nicht verstanden hat. Jetzt verhalten sie sich so, als hätten sie nie dazugelernt. In 5. Mose 29 ab Vers 1 lesen wir, dass die Israeliten vor dem Jordan noch kein verständiges Herz hatten. Sie hatten zwar viele Wunder gesehen, aber kein verständiges Herz. Kann es sein, dass wir auch viele Wunder Gottes in unserem Leben gesehen haben, aber kein verständiges Herz bekommen haben? Ich brauche ein verständiges Herz, du auch.
[14:09] Vers 21: „Und er sprach zu ihnen: Warum seid ihr denn so unverständig?“ Matthäus ergänzt noch eine ausführliche Erklärung, dass die Worte von Jesus sich tatsächlich auf die Lehre der Pharisäer und Sadduzäer bezogen hat.
[14:27] Wir kommen weiter zu Vers 22 bis 26. Es gibt hier eine Geschichte von der Heilung eines Blinden, die so wie die Heilung des Taubstummen in Markus 7 Vers 31 bis 37 sich so nur bei Markus findet. Und interessanterweise haben die beiden Geschichten interessante Gemeinsamkeiten. Vers 22: „Und er kommt nach Betsaida, und man bringt einen Blinden zu ihm und bittet ihn, dass er ihn anrühre.“ Sie, Heimat einiger Jünger. Dort sind viele Wunder geschehen, sagt Matthäus 11 Vers 21. War in der Nähe der Speisung der 5000. Der Vers ist sehr parallel zu Markus 7 Vers 32, damit zur Einleitung dessen, was bei der Heilung des Taubstummen passiert war. Und er nahm den Blinden bei der Hand und führte ihn vor das Dorf hinaus. So wie auch bei dem Taubstummen möchte er nicht, dass die Menge sieht, was er tut. Er spie ihm in die Augen, wieder den Speichel. Damals bei dem Taubstummen war der Speichel auf die Zunge gelangt, hier jetzt auf die Augen, weil er blind ist. Legt ihm die Hände auf und fragte ihn, ob er etwas sehe. Das ist eine deutliche Parallele zu Markus 7. Die Jünger müssen sich daran erinnert haben, dass Jesus schon wieder hier etwas mit seiner Spucke tut. Damals ging es um das Hören, jetzt geht es um das Sehen. Speichel ist ein Symbol für Schande. Jesaja 50 Vers 6 macht das ganz deutlich. Jesus will die Jünger etwas lehren. Er steht ja vor einer Schmach und Schande, die bevorsteht, aber die Jünger sind blind und taub dafür. Sie denken immer noch, er wird der König eines Weltreiches werden, das die Römer besiegt. Sie sind taub und stumm und blind für die Lehre der Erniedrigung, des Opfers, für die Lehre der Schmach und Schande, die der Messias erleben wird. Und wir sehen jetzt gleich, dass er daran geht, sie jetzt darauf vorzubereiten. Noch im selben Kapitel werden wir das gleich sehen. Aber bevor er ihnen das sagt, versucht er sie gedanklich darauf vorzubereiten, dass ihnen noch etwas fehlt, dass ihre Ohren nicht richtig geöffnet sind und dass sie nicht richtig sehen. Denn Vers 24 sehen wir: „Und er blickte auf und sprach: Ich sehe die Leute, als sehe ich wandelnde Bäume.“ Dieser Mann ist in Anführungsstrichen nur halb geheilt, eine Illustration für Menschen, die Jesus kennen, aber noch nicht ganz seine Kraft und Mission verstanden haben, so wie die Jünger zu diesem Zeitpunkt. Hierauf legte er noch einmal die Hände auf seine Augen und ließ den aufblicken, und er wurde wiederhergestellt und sah jedermann deutlich. Es brauchte zusätzliches Wirken von Jesus, so wie es jetzt ein zusätzliches Wirken von Jesus für die Jünger benötigte. Auch in Markus 7 war es eine besonders gründliche Heilung. Er hatte den Finger ins Ohr gesteckt und gesagt: „Effata, tu dich auf!“
[17:21] Vers 26: „Und er schickte ihn in sein Haus und sprach: Du sollst nicht ins Dorf hineingehen, noch es jemandem im Dorf sagen.“ Dieses Wunder war ebenfalls nicht für die Menge bestimmt. Es war für die Jünger bestimmt, die sich wundern sollten und sagen: „Warum benutzt Jesus seinen Speichel, ein Symbol für die Schande, für den Schmach?“ Sie sollten in dieser Heilung des Taubstummen und der Heilung des Blinden etwas über sich selbst lernen. Auch sie waren von ihrer Blindheit geheilt worden, aber sie sahen nicht deutlich. Sie sahen noch ziemlich unklar. Sie verstanden das Reich Gottes vielleicht in Umrissen, aber nicht wirklich im Kern dessen, was alles damit zusammenhängt. Sie brauchten eine tiefergehende Heilung, eine größere Offenbarung. Sie mussten noch mehr verstehen. Sie waren noch nicht vollständig geheilt. Kann das auch uns passieren, dass wir nur in Umrissen sehen, dass wir die Kraft Jesu noch nicht vollständig in unser Herz gelassen haben, dass wir zwar viele Wunder gesehen haben, viele Predigten gehört haben, unser Herz aber immer noch teilweise verstockt ist, unverständig, verhärtet, so wie bei den Jüngern? Lass uns heute Jesus bitten, dass er uns tiefer führt in seine Wahrheit.
[18:37] Vers 27 bis 30: Hier finden wir die Geschichte vom Bekenntnis des Petrus, so wie sie auch berühmterweise in Matthäus 16 Vers 13 bis 20 sich befindet. Die Fassung bei Markus ist deutlich gekürzt. In beiden Fällen folgt sie auf die Heilung des Blinden. „Und Jesus ging samt seinen Jüngern hinaus in die Dörfer bei Cäsarea Philippi. Und auf dem Weg fragte er seine Jünger und sprach zu ihnen: Für wen halten mich die Leute?“ Das entspricht Matthäus 16 Vers 13. Markus präzisiert, dass es sich hier um Dörfer gehandelt hat. Jesus verlässt sofort wieder Galiläa Richtung Norden, in die Richtung von Cäsarea Philippi. Das ist am Südende des Libanon im Gebiet des Tetrarchen Philippus, die ehemalige Nordspitze des Reiches Israel. Weitere Details zur Geschichte des Ortes könnt ihr hier im Sendmanuskript dann noch lesen. Aus Lukas 9 Vers 18 geht hervor, dass Jesus eigentlich zuvor alleine gebetet hatte. Sicherlich hat er auch hier wieder für seine Jünger gebetet. Er wollte ihnen nun eine entscheidende, für sie völlig überraschende Wahrheit offenbaren, nämlich seinen Leidensweg. Es war weniger als ein Jahr bis zur Kreuzigung. Er musste ihnen jetzt sagen, was auf sie zukommen würde.
[20:06] Vers 28: „Sie antworteten: Für Johannes den Täufer, und andere für Elia, andere aber für einen der Propheten.“ Matthäus 16 Vers 14 hat dann auch noch Jeremia explizit. Vers 29: „Und er sprach zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich?“ Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: „Du bist der Christus.“ Jesus will den Jüngern deutlich machen, dass sie schon mehr von ihm wissen als die Menge. Bei Markus gibt es nur diese kurze Antwort. Was wir wissen müssen ist, dass diese Erkenntnis keine spontane Eingebung ist. Es ist nicht das erste Mal, dass Petrus oder die Jünger das sagen. Schon in Matthäus 14 Vers 33 hatten sie ihn als Sohn Gottes angebetet. Schon in Johannes 1 Vers 49 hatte Nathanael Jesus als den Sohn Gottes und König Israels erkannt. Sie hatten ihn als den Messias schon von Anfang an erkannt. Fast dieselben Worte waren in Johannes 6 Vers 69 von Petrus nach der Speisung der 5000 gesagt worden. Also Petrus sagt hier nicht etwas Neues, sondern Jesus erinnert ihn. Er fordert ihn durch dieses Gespräch quasi auf, sich daran zu erinnern, was die Jünger schon von Anfang an erkannt haben: Jesus ist der Christus, er ist der Sohn Gottes. Das Nachfolgende, was er ihnen erklären möchte, soll nicht dazu führen, die Prophezeiung über den Leidensweg sollen nicht dazu führen, dass ihr Vertrauen in seine Göttlichkeit und in seine Messianität verlieren. Er ist der Messias. Er lässt ihn das sich noch mal in Erinnerung rufen. Sozusagen, sie sollen die gewonnene Erkenntnis festhalten, damit sie das Folgende ertragen können.
[22:05] Vers 30: „Und er gebot ihnen ernstlich, dass sie niemandem von ihm sagen sollen.“ Die ausführliche Antwort von Jesus, die so berühmte in Matthäus 16 Vers 17 bis 19 steht, fehlt bei Markus. Wir können nicht genau sagen, warum, aber es ist interessant, weil dort ja auch Jesus ganz besonders den Petrus angesprochen hat. Die Jünger sollen nicht sagen, dass Jesus der Messias ist. Jesus möchte den Rabbinern keinen Anstoß geben. Es ist das, was sie seit mehr als zwei Jahren, seit Johannes 1, glauben. Der Zeitpunkt aber ist noch nicht da, dass Jesus als König regiert. Sie müssen jetzt noch etwas anderes sehr Bedeutsames verstehen.
[22:50] Vers 31 bis 33: Die erste Leidensankündigung direkt nach dem Bekenntnis des Petrus und findet sich so fast identisch in Matthäus 16 Vers 20 bis 23. „Und er fing an, sie zu lehren: Der Sohn des Menschen müsse viel leiden und von den Ältesten und den obersten Priestern und Schriftgelehrten verworfen und getötet werden und nach drei Tagen wieder auferstehen.“ Dies ist die allererste Ankündigung seines Leidens. Vorher hat es symbolische Andeutungen gegeben. Johannes 2 berichtete davon, Johannes 3, Johannes 6 Vers 51. Es gibt verschiedene Elemente: Er sagt, dass er nach Jerusalem gehen wird, dass er durch die Obersten viel leiden wird, dass er sterben wird und nach drei Tagen auferstehen wird. Markus ergänzt im Vergleich zu Matthäus noch, dass er von den Obersten verworfen werden wird. Es gibt noch keine weiteren Details.
[23:39] Es gibt noch keine weiteren Details. Jesus geht schrittweise vor. Er wird im Verlauf der weiteren Leidensankündigungen, die noch kommen werden, weitere Details preisgeben. Jesus konnte selbst seinen besten Freunden nicht alles sofort darlegen, sie hätten es nicht alles verstanden.
[23:53] Vers 32: Und er redete das Wort ganz offen, das heißt ohne Rätsel. Da nahm Petrus ihn beiseite und fing an, ihm zu wehren. Es ist derselbe Petrus, der gerade in wenigen Sätzen zuvor Jesus als den Sohn Gottes korrekt identifiziert hat. Und wo Jesus in Matthäus (macht das sehr deutlich) ihm gesagt hat: Das hat dir nicht Fleisch und Blut geoffenbart. Das hast du nicht gelernt durch menschliche Tradition, nicht durch menschliches Studium. Das ist eine Erkenntnis, die Gott dir geschenkt hat. Und hier ist also ein Mensch, Petrus, der eine göttliche Wahrheit verstanden hat und richtig weitergibt, und im nächsten Moment zu einer Gefahr für das Evangelium wird.
[24:48] Ihm in Matthäus wird sogar ganz deutlich, was er ihm sagte: Hüte dich, schone dich selbst! Das ist eine Versuchung, die auf keinen Fall erfolgen sollte. Das Griechische ist dort eine sehr starke Verneinung, das sollte unter gar keinen Umständen passieren. Es heißt, er fing an, ihm zu wehren. Er wollte also noch mehr sagen. Es ist also, wir haben den Eindruck, er hat eine ganze Menge auf dem Herzen, wie er Jesus davon überreden will, dass das nicht passieren soll.
[25:19] Aber Vers 33 macht deutlich, dass Jesus das sofort unterbindet. Er wandte sich um und sah seine Jünger an und ermahnte den Petrus ernstlich und sprach: Weiche von mir, Satan! Er wandte sich also um und damit sozusagen weg von Petrus. Diese Worte „Weiche von mir, Satan“ erinnern uns an die dritte Versuchung in Matthäus 4, Vers 10. Satan hatte damals Jesus angeboten, nicht zu sterben, dass er nicht sterben braucht, dass er das Königreich so bekommen kann ohne zu leiden.
[25:53] Und Petrus hat es wohl gemeint. Er hatte beste Intentionen, er hat seinen Meister ja geliebt, aber hat nicht verstanden, dass durch sein weltliches Denken selbst seine gute Intention zu einer Versuchung für Jesus wurde. Wenn wir nicht geistlich denken, dann können selbst unsere guten Intentionen zu einer Gefahr für andere Menschen werden.
[26:22] Satan verstellt sich als ein Engel des Lichts. Seine These in 1. Mose 3, Vers 1 bis 6 war: Es gibt einen besseren Plan als Gottes Willen. Und hier versteckt er sich hinter einem der wichtigsten Jünger von Jesus. Wenn wir nicht geistlich denken, können wir Satan helfen, ohne es zu wollen.
[26:48] Weiche von mir, Satan, denn du denkst nicht göttlich, sondern menschlich. Petrus hatte kurz zuvor eine göttliche Wahrheit ausgesprochen, die Gott ihm gezeigt hatte. Aber das bedeutete nicht, dass automatisch alles, was er denkt, von Gott kommt. Auch die unangenehmen Dinge in unserem Leben gehören dazu, auch wenn sie uns nicht gefallen. Wenn sie von Gott kommen, wollen wir sie annehmen, wie Hiob 2, Vers 10 sagt.
[27:14] Markus 8, Vers 34 bis 38. Die nun folgenden Worte über Jesu, über die wahre Nachfolge finden sich auch in Matthäus 16, Vers 24 bis 27. Und die Abschnitte sind dort in etwa gleich. Und er rief die Volksmenge samt seinen Jüngern zu sich und sprach zu ihnen: Wer mir nachkommen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.
[27:41] Diese Botschaft ist nicht nur an die Jünger, sondern die ganze Volksmenge gerichtet. Das Kreuz war ein Folterinstrument für verachtete Verbrecher ohne römisches Bürgerrecht. Paulus sagt, dass bei der Taufe der alte Mensch gekreuzigt wird. Wenn wir mit ihm leiden, werden wir auch mit ihm verherrlicht. Er sagt in Galater 2, Vers 20: Ich bin mit Christus gekreuzigt, und jetzt lebe nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir. Was ich im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der sich hingegeben hat für mich. Christus anzugehören bedeutet, das Fleisch zu kreuzigen. Wer einen Menschen sah, der ein Kreuz trug, der wusste: Diesen Menschen sehe ich so nicht wieder.
[28:20] Die Kreuzigung des Ichs geschieht nicht aus eigener Kraft, sondern durch das Kreuz von Golgatha, an das ich glaube. Die Jünger sollen Jesus auch dann glauben, wenn er am Kreuz hängt. Und dadurch werden sie selbst ihr Kreuz auf sich nehmen.
[28:41] Wer Jesus nachfolgt, der glaubt nicht nur, dass Jesus am Kreuz von Golgatha gestorben ist, sondern er nimmt auch selbst ein Kreuz auf sich. Paulus will die Gemeinschaft der Leiden Christi erkennen (Philipper 3, Vers 10). 1. Petrus 4, Vers 1 spricht davon, dieselbe Gesinnung zu haben wie Jesus.
[29:09] Jesus nachzufolgen bedeutet, ihm auch in den Dingen nachzufolgen, die für unsere menschliche Natur unangenehm sind: das Kreuz auf sich zu nehmen. In Lukas 9, Vers 23 wird noch ergänzt, dass wir unser Kreuz täglich auf uns nehmen müssen. Jeden Tag gibt es Dinge, in denen wir unser Kreuz auf uns nehmen dürfen, können, in denen wir Jesus nachfolgen können, auch wenn es unangenehm ist für unser menschliches Empfinden. Unangenehm vielleicht für unseren Stolz, unangenehm für die Pläne, die wir gemacht haben. Das Kreuz auf sich nehmen ist echte Nachfolge.
[29:58] Vers 35: Denn wer sein Leben retten will, der wird es verlieren. Wer aber sein Leben verliert um meinetwillen und um des Evangeliums willen, der wird es retten. So stand es auch schon in Matthäus 10, Vers 39, als Jesus die zwölf Apostel auf die Missionsreise vorbereitet hat. Es war also ein Gedanke, der den Jüngern vertraut war. Sie sollten diesen Gedanken nun tiefer verstehen.
[30:25] Die besonderste Formulierung bei Markus ist: „um Jesu willen und um des Evangeliums willen“. Jesus und seine Botschaft sind eine Einheit. Wer für Jesus ist, der ist auch für seine Botschaft.
[30:33] Vers 36 und 37: Denn was wird es einem Menschen geholfen, wenn er die ganze Welt gewinnt und sein Leben verliert? Oder was kann ein Mensch als Lösegeld für sein Leben geben? Es würde den Juden ja nichts nützen, wenn sie die Weltherrschaft militärisch erringen würden mit dem Messias, den sie sich wünschen, wenn sie dann doch das ewige Leben verpassen würden. Lieber Freund, liebe Freundin, was sind die Pläne in deinem Leben? Ist dir bewusst, dass nichts von Dauer sein wird, wenn wir das ewige Leben verpassen?
[31:04] Jesus zeigt, dass die Pläne der Jünger, die sie gehabt haben, geistlich nicht durchdacht sind. Was nützt es ihnen, wenn sie die Römer vertreiben und für ein paar Jahre Minister des Königs sind, wenn sie dann sterben und das ewige Leben verpasst haben? Alexander der Große ist das beste Beispiel dafür, dass man die ganze Welt erobern kann und doch am Ende verloren gehen kann. Niemand kann mit seinem Reichtum Seelen retten (Psalm 49, Vers 7 bis 9).
[31:30] Vers 38: Denn wer sich meiner und meiner Worte schämt unter diesem ehebrecherischen und sündigen Geschlecht, dessen wird sich auch der Sohn des Menschen schämen, wenn er kommen wird in der Herrlichkeit seines Vaters mit den heiligen Engeln. Dieser Gedanke fand sich ebenfalls schon in Matthäus 10 und dort ab Vers 32 in der Instruktion für die Apostel vor ihrer ersten Missionsreise.
[31:58] Hier kommt jetzt noch ein neuer und wichtiger Gedanke dazu. Wir müssen uns nicht nur zu Jesus als Person, sondern auch zu seinem Wort bekennen. Paulus sagt, dass er sich für das Evangelium nicht geschämt hat. Die Lehre und die Kraft Jesu gehören zusammen, wie wir in Markus 1, Vers 21 bis 27 gesehen haben. Titus – Verzeihung – Timotheus soll sich für das Zeugnis Jesu nicht schämen, sondern mitleiden für das Evangelium.
[32:26] Jesus hat die Schande ertragen wegen der vor ihm liegenden Freude. Und interessanterweise sagt er hier in diesem ehebrecherischen und sündigen Geschlecht: Wenn wir bei so vielen Sündern uns für das Wort Gottes schämen, wie erwarten wir dann, dass Jesus vor den heiligen Engeln sich zu uns bekennen wird? Wenn Jesus sich zu mir bekennt vor sündlosen Engeln und vor Gott, dann kann ich mich auch zu seinem Wort bekennen und zu ihm in diesem sündigen und ehebrecherischen Geschlecht.
[33:09] Nun folgt die Geschichte von der Verklärung Jesu. Sie folgt chronologisch auf das Vorherige und findet sich auch in Matthäus 16, Vers 28 bis 17, Vers 13. Markus hat einige besondere Details, ansonsten ist sie ungefähr gleich lang die Geschichte.
[33:23] Wir lesen ab Vers 1: Und er sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch, es sind einige unter denen, die hier stehen, die den Tod nicht schmecken werden, bis sie das Reich Gottes in Kraft – Verzeihung – in Kraft haben kommen sehen. Jesus weiß, dass die Kreuzigung die Hoffnung der Jünger massiv beeinträchtigen wird. Er will deswegen ihren Glauben stärken. Einige von ihnen werden das Reich Gottes in Herrlichkeit sehen. Aber das bedeutet auch, dass andere, die hier stehen, einige der Jünger, in ihrem Leben die Herrlichkeit des Reiches Gottes vor ihrem Tod gar nicht sehen werden.
[33:53] Vers 2: Und nach sechs Tagen – so auch in Matthäus – nimmt Jesus den Petrus und den Jakobus und den Johannes zu sich und führt sie allein auf einen hohen Berg, und er wurde vor ihnen verklärt. Der Zusammenhang macht ganz deutlich: Vers 1 bezieht sich auf Vers 2. Sie sehen hier die Kraft Gottes, und deswegen sagt Petrus später auch in 2. Petrus 1, Vers 16, wenn er über die Wiederkunft predigt: Er hat keine klug ersonnenen Fabeln mitgeteilt, sondern er hat die Herrlichkeit Gottes gesehen auf dem Berg der Verklärung. Er macht deutlich, dass, was Jesus hier ihnen zeigt, ist die Herrlichkeit. Also er zeigt es andeutungsweise sozusagen, die bei der Wiederkunft Jesu zu sehen werden wird. Die drei Jünger Johannes, Petrus und Jakobus sollen wissen, dass Jesus wirklich Gott ist und wirklich der König der Könige. Diese drei waren schon in Markus 5, Vers 37 bei der Auferweckung des Mädchens dabei.
[34:54] Vers 3: Und es heißt, er wurde vor ihnen verklärt, und seine Kleider wurden glänzend weiß wie Schnee, wie kein Bleicher auf Erden sie weiß machen kann. Matthäus 17 ergänzt noch, dass das Angesicht leuchtete wie die Sonne, so wie auch in Offenbarung 1, Vers 16 und Offenbarung 10, Vers 1. Weiß wie Schnee, das ist das Kleid Gottes in Daniel 7, Vers 9. Das Kleid der Gerechtigkeit ist Gottes Kleid. Wir denken auch an das Lichtkleid, und Jesus zeigt hier, wie sein Inneres ist. Er zeigt uns das, was er uns anrechnen möchte. Kein Bleicher auf Erden kann so weiß machen, aber das Blut Jesu kann das. Wir können unsere dreckigen, schmutzigen, sündigen Kleider in das Blut von Jesu tauchen, und es wird weiß.
[35:39] Johannes sagt später in Vers 14 von Kapitel 1: Wir sahen seine Herrlichkeit als die Herrlichkeit eines Eingeborenen vom Vater. Und dann heißt es in Vers 4: Und es erschienen ihnen Elia mit Mose, die redeten mit Jesus. Es sind zwei der drei Menschen, die zu diesem Zeitpunkt im Himmel sind. Mose ist der erste, der von den Toten auferstanden ist. Elia ist lebendig in den Himmel aufgefahren. Beide sind mit der Messias-Erwartung verbunden.
[36:05] Ähm, Mose hatte gesagt in 5. Mose, dass Gott einen Propheten wie ihn senden wird. Maleachi 3, Vers 23 macht ja deutlich, dass zuerst der Prophet Elia gesendet werden sollte, bevor der Messias kommen wird. Mose steht für das Gesetz, Elia für die Propheten. Beide hatten eine große Gottesoffenbarung auf dem Berg.
[36:31] Und interessanterweise sehen wir hier eine Gebetserhörung nach 1500 Jahren. Mose hatte gebetet, dass er das Land Kanaan betreten darf, und er durfte nicht wegen der Sünde und all den Konsequenzen, die das hatte, damit das Volk nicht glaubte, dass er sie in das Land Kanaan gebracht hat. Gott hat ihn nicht nur auferweckt, er hat ihn nicht nur in das himmlische Kanaan gebracht und ihn dort 1500 Jahre schon leben lassen. Er hat ihn zu diesem Zeitpunkt, zu einem Zeitpunkt, wo es viel wichtiger war als bei der Eroberung Kanaans, hat er ihn tatsächlich das Land Kanaan betreten lassen. So ist unser Gott. Es hat zwar 1500 Jahre gewartet, gedauert, aber ich glaube, Mose war dankbar, dass er erst jetzt das Land Kanaan betreten durfte. Erst jetzt seinen Fuß auf den Berg setzen konnte, weil er jetzt nicht einfach nur das Land sah, sondern jetzt seinem Erlöser Mut machen durfte, den Weg der Erlösung weiterzugehen.
[37:33] In Lukas 9, Vers 30 bis 32 wird ergänzt, dass Elia und Mose mit Jesus über seinen Leidensweg in Jerusalem gesprochen haben. Und es wird auch ergänzt, dass die Jünger einen wesentlichen Teil des Gesprächs verschlafen haben. Als sie aufwachen, sehen sie die drei schon. Sie haben vieles verpasst.
[37:47] Wir lesen weiter in Vers 5: Und Petrus begann und sprach zu Jesus: Rabbi, es ist gut, dass wir hier sind. So lass uns drei Hütten bauen: dir eine und Mose eine und Elia eine. Er wusste nämlich nicht, was er sagen sollte, denn sie waren voller Furcht.
[38:03] Vers 7: Da kam eine Wolke, die überschattete sie, und aus der Wolke kam eine Stimme, die sprach: Das ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören! Matthäus 17, Vers 5 ist etwas ausführlicher, dort wird gesagt: „an dem ich Wohlgefallen habe“. Jesu Mission wird von Gott dem Vater bestätigt, so wie bei der Taufe. Eine mächtige Bestätigung, dass die Worte Jesu über seinen Leidensweg die volle Zustimmung und Unterstützung vom Vater hatten. Die Jünger sollten wissen, dass das, was passieren würde, Teil des Planes Gottes ist, ja, ein zentraler Aspekt dieses Planes Gottes.
[38:39] Matthäus ergänzt noch, dass die Jünger vor Furcht auf ihr Angesicht fielen und dann von Jesus ermutigt und gestärkt werden. Und dann heißt es in Vers 8: Und plötzlich, als sie umherblickten, sahen sie niemand mehr bei sich als Jesus allein. Plötzlich sind sie wieder mit Jesus alleine.
[38:56] Als sie aber vom Berg herabgingen, gebot er ihnen, niemandem zu erzählen, was sie gesehen hatten, bis der Sohn des Menschen aus den Toten auferstanden sei. So wie auch schon an anderer Stelle hat Jesus ihnen Dinge gesagt und gezeigt, die jetzt noch nicht verkündigt werden sollten, weil sie jetzt noch nicht verstanden werden würden. Die Menschen sollten erst sein Opfer am Kreuz verstehen, bevor sie dann die Herrlichkeiten des zukünftigen Reiches Gottes begreifen könnten.
[39:26] Die Auferstehung würde die Göttlichkeit beweisen, so macht das Römer 1, Vers 4 deutlich. Dann würde die Geschichte der Verklärung ihren richtigen Zeitpunkt haben. Das zeigt uns: Es gibt Wahrheiten, die müssen zum richtigen Zeitpunkt gesagt werden. Und wie oft haben wir vielleicht Wahrheiten hinausposaunt, ohne dass Menschen bereit waren, sie aufzunehmen? Das ist mir so gegangen und vielleicht dir auch schon. Lass uns davon lernen und lass uns das besser machen mit Gottes Hilfe.
[39:55] Vers 10: Und sie behielten das Wort bei sich und besprachen sich untereinander, was das Auferstehen aus den Toten bedeutet. Die drei versuchen zu verstehen, was meint Jesus, wenn er sagt, dass er von den Toten auferstehen würde.
[40:11] Es gibt Auslegungen, die sind zu buchstäblich, wir denken an Nikodemus oder Johannes 6. Aber es gibt Auslegungen, die sind zu allegorisch. Und die klaren Worte Jesu, er werde sterben und auferstehen, werden von den Jüngern nicht verstanden. Sie überlegen, was das geistlich bedeuten könnte, ohne auf die Idee zu kommen, dass Jesus tatsächlich sterben würde und tatsächlich auferstehen würde. In der griechischen Philosophie war eine Totenauferstehung lächerlich. Apostelgeschichte 17 macht das deutlich. Wie gehen wir mit Dingen um, die wir nicht verstehen? Die Antwort ist: Lass uns sie nicht abtun, sondern weiter drüber nachdenken.
[40:44] Vers 11: Und sie fragten ihn und sprachen: Warum sagen die Schriftgelehrten, dass zuvor Elia kommen müsste? Sie haben eine theologische Frage an Jesus, und solche theologischen Fragen sind bei Jesus am besten aufgehoben. Die Rabbiner hatten gelehrt: Elia kommt, dann der Messias in Herrlichkeit. Und jetzt sind die Jünger selbst noch verwirrt über das erste Kommen Jesu und das zweite Kommen Jesu. Und wir sehen, dass auch nach zweieinhalb Jahren mit Jesus der Einfluss der Lehre der Schriftgelehrten immer noch präsent ist, selbst bei seinen engsten Jüngern. Das zeigt uns, wie sehr Irrtum sich einprägt und wie langwierig es ist, die Wahrheit richtig zu erkennen. Lass uns nicht glauben, dass Menschen sofort ihre Meinung ändern, sondern lasst uns Stück für Stück die Wahrheit präsentieren, wie Menschen das fragen können, und dann sehen, wie Gott wirkt. Das möchte ich in meinem Leben lernen.
[41:36] Jesus hatte eigentlich schon über Johannes als den Elia gesprochen. Das scheinen sie wieder vergessen zu haben. Matthäus 11 macht das deutlich. Jesu Erklärung zeigt, dass nicht das buchstäbliche Erscheinen des realen Elia, wie in Maleachi gemeint ist, sondern dieselbe Botschaft mit derselben Wirkung. Johannes ist in der Kraft und im Geist des Elia erschienen.
[41:57] Vers 12 und 13: Er antwortete und sprach zu ihnen: Elia kommt wirklich zuvor und stellt alles wieder her, so wie es auch über den Sohn des Menschen geschrieben steht, dass er viel leiden und verachtet werden muss. Aber ich sage euch, dass Elia schon gekommen ist, und sie haben mit ihm gemacht, was sie wollten, wie über ihn geschrieben steht.
[42:17] Markus betont hier im Vergleich zu Matthäus noch besonders, dass all das, was geschehen ist und geschehen wird, Erfüllung biblischer Prophetie ist. Das Auftreten des dritten Elia ist prophetisch sicher, genauso wie die Kreuzigung Jesu. Die Kreuzigung Jesu war eine prophetische Erfüllung und doch für die Menschen damals eine Enttäuschung zunächst. Und so war das auch mit dem Aufkommen der Adventbewegung, dem dritten Elia, eine prophetische Erfüllung und trotzdem zunächst eine scheinbare Enttäuschung.
[42:46] Jesus verweist auf die Bibel, die ganz deutlich sagt, dass das Leiden des Messias vorhergesagt ist. Er möchte, dass sie der Bibel glauben und nicht den theologischen Konstrukten der Schriftgelehrten. Wenn Elia zukünftig ist und gleichzeitig schon gekommen ist, und wenn Elia der Vorläufer des Tages Gottes ist, dann muss dieser Tag sozusagen zweimal stattfinden. Er muss zwei Phasen haben. Elia ist gekommen und hat die Leidensphase des Reiches Gottes, die Leidensphase des Königs angekündigt. Es wird eine Phase der Herrlichkeit geben, wenn Jesus in Herrlichkeit wiederkommen wird, und davor wird es einen Elia geben, der das vorbereitet.
[43:37] Wir lesen weiter. Wir haben noch ein paar mehr Details zu Johannes im Sendemanuskript. Das könnt ihr dann euch persönlich noch mal anschauen und dann weiterstudieren.
[43:51] Wir lesen weiter ab Vers 14 bis 29: Die Heilung eines besessenen Knaben. Ist die Geschichte, die unmittelbar auf die Verklärung von Jesus folgt. Sie findet sich auch in Matthäus 17, Vers 14 bis 21. Markus hat den mit Abstand ausführlichsten Bericht. Lukas ist dann später in Lukas 9, 37 bis 43 auch relativ kurz.
[44:16] Und als er zu den Jüngern, Vers 14, kam, sah er eine große Volksmenge um sie her und Schriftgelehrte, die mit ihnen stritten. Haben wir schon wieder die streitenden Schriftgelehrten. Jesus hat sie gesehen, bevor sie ihn gesehen haben.
[44:30] Vers 15: Und die ganze Volksmenge geriet in gleiche Bewegung, als sie ihn sah, und sie liefen herzu und begrüßten ihn. Sobald sie ihn erkennen, laufen alle in Richtung Jesu. Und er fragte die Schriftgelehrten: Was streitet ihr euch mit ihnen?
[44:45] Jesus will den Streit beenden, er fragt nach der Ursache. Vers 17: Und einer aus der Menge antwortete und sprach: Meister, ich habe meinen Sohn zu dir gebracht, der hat einen sprachlosen Geist. Ist nicht die Antwort eines Schriftgelehrten, sondern die Antwort eines besorgten Vaters. Matthäus 17, Vers 15 sagt: „Er ist mondsüchtig“. Das ist die Morbus Lunaticus, die historische Bezeichnung der Römer, nicht die heutige Schlafwandkrankheit, sondern die Epilepsie. Die Kranken wurden oft damals verachtet. Aber weil hier steht, dass er einen sprachlosen Geist hat, wird deutlich, dass es durchaus auch eine – das ist eine Kombination von medizinischer Krankheit und okkulter Belastung gewesen ist. Und wo immer ihn der Geist ergreift, da wirft er ihn nieder, und er schäumt und knirscht mit seinen Zähnen und wird starr. Und ich habe deinen...
[45:35] und wird starr. Und ich habe deinen Jüngern gesagt, sie sollten ihn austreiben, aber sie konnten es nicht. Das sind Symptome der Epilepsie. Die Jünger können nicht helfen. Das wird in allen drei Berichten bei Matthäus, Markus und Lukas betont. Und das war der Grund für die Diskussion. Vers 19: Er beantwortete ihm und sprach: „Oh, du ungläubiges Geschlecht! Wie lange soll ich bei euch sein? Wie lange soll ich euch ertragen? Bringt ihn her zu mir.“ Diese Antwort bezieht sich auf 4. Mose 14, Vers 11 bis 27. Dort war es ebenfalls Unglaube und die Einstellung, dass ein Problem nicht gelöst werden kann. Es gab damals auch Attacken auf Gottes Mitarbeiter, als die Israeliten sich weigerten, das gelobte Land zu gehen. Sünde, die dazu führte, dass die erste Generation das gelobte Land nicht sehen konnte. Jesus merkt, es gibt einen ähnlichen Unglauben in seiner Zeit. Jesus hatte viele Wunder getan, so wie die Israeliten viele Wunder gesehen hatten.
[46:37] Jesus' Antwort zeigt, wie unser fortgesetzter Unglaube eine Wiederholung der Ereignisse aus Kadesch-Barnea ist. So wie die Israeliten damals, ähm, nicht glauben wollten, dass Gott ihnen den Sieg schenkt, obwohl sie so viele Wunder gesehen haben, gibt es hier auch Unglauben, und er ist genauso gefährlich. Und genauso gefährlich ist Unglaube auch heute in unserem Leben.
[46:59] Und sie brachten ihn zu ihm. Und sobald der Geist ihn sah, zerrte er ihn, und er fiel auf die Erde, wälzte sich und schäumte. Und er fragte seinen Vater: „Wie lange geht es ihm schon so?“ Er sprach: „Von Kindheit an.“ Jesus heilt ihn nicht sofort, sondern er stellt eine Frage, die er auch allein hätte beantworten können. Er tut dies zum Segen für alle Umstehenden. Dieses Problem ist sehr hartnäckig. Es hat bisher das ganze Leben des Sohnes geprägt. Langjährige Probleme scheinen ein größeres Hindernis darzustellen als spontan auftretende Probleme. So sehen wir das oft in unserem Leben. Gibt es in deinem Leben Probleme, die dein ganzes Leben geprägt haben? „Und er hat ihn oft ins Feuer und ins Wasser geworfen, um ihn umzubringen. Doch wenn du etwas kannst, so erbarme dich über uns und hilf uns!“ Wir sehen hier, es gibt eine klare okkulte Ursache, denn der Satan will den Jungen töten. „Wenn du etwas kannst…“ Der Aussätzige in Markus 1, Vers 4 hatte gefragt: „Wenn du willst.“ Dieser Mann fragt: „Wenn du kannst, erbarme dich über uns.“ Er identifiziert sich mit dem Leiden seines Sohnes, und seine Antwort drückt den Zweifel aus.
[48:04] Jesus aber sprach zu ihm: „Wenn du glauben kannst, alles ist möglich dem, der glaubt.“ Er bezieht sich auf die Worte des Vaters: „Wenn du glauben kannst.“ Glaube ist die Bedingung. Mit Glauben kann Gott alles für mich und für dich tun. Ohne Glauben ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen, Hebräer 11, Vers 6. Wir müssen an Gottes Existenz und an seine Kraft und seinen Willen, uns zu segnen, glauben. Wenn du glaubst, wörtlich: „Alle Dinge können sein für den Glaubenden.“
[48:28] Vers 24: „Und sogleich rief der Vater des Knaben mit Tränen und sprach: „Ich glaube, Herr, hilf mir loszukommen von meinem Unglauben.“ Nur Markus berichtet dieses berührende Detail. Sogleich rief der Vater. Lieber Freund, liebe Freundin, wenn du nicht glauben kannst, komm zu Jesus. Wenn du denkst, dass du nicht glauben kannst, komm zu Jesus und sag ihm von deinem Unglauben. Sag ihm von deinem Zweifeln und sag: „Rette mich von meinem Unglauben.“ Das tut Jesus, wenn er sieht, dass du gerettet werden möchtest, wird er alles für dich tun, damit du glauben kannst.
[49:08] Da nun Jesus eine Volksmenge herbeilaufen sah, befahl er dem unreinen Geist und sprach zu ihm: „Du sprachloser und tauber Geist, ich gebiete dir: Fahre aus von ihm und fahre nicht mehr in ihn hinein!“ Jesu Worte werden sogar von einem tauben Geist verstanden. Gottes Wort durchdringt alles. Er befreit ihn nicht nur, er befreit ihn dauerhaft. Er sagt nicht nur: „Fahre aus!“, sondern: „Fahre nicht mehr in ihn hinein!“ Das bedeutet nicht: „Einmal gerettet, immer gerettet“, aber es bedeutet, dass Jesus nicht nur die Kraft zur Befreiung, sondern auch die Kraft, den Zustand der Freiheit zu bewahren. Satan gibt nicht kampflos auf. Vers 26: „Da schrie und zerrte ihn heftig und fuhr aus, und er wurde wie tot, sodass viele sagten: „Er ist tot.“ Aber Satan ist besiegt. Aber Jesus ergriff ihn bei der Hand und richtete ihn auf, und er stand auf. So wie die Schwiegermutter von Petrus von Jesus bei der Hand ergriffen wird, der von der Hand Jesu ergriffen und ab dem Zeitpunkt gesund ist. So sagt es Matthäus 17, Vers 18.
[50:06] Und als er in ein Haus getreten war, fragten seine Jünger für sich allein: „Warum konnten wir nicht austreiben?“ Jesus ist wieder mit seinen Jüngern allein. Und so wie sie ihn nach der Bedeutung der Gleichnisse gefragt haben, fragen sie ihn jetzt: „Was war das Problem?“ Und Vers 29 gibt Jesus die Antwort. Und er sprach zu ihnen: „Diese Art kann durch nichts ausfahren außer durch Gebet und Fasten.“ Die Antwort von Jesus ist in Matthäus 17 noch etwas ausführlicher, aber auch hier ist der Kern deutlich: Wenn wir mit den Kräften Satans zu kämpfen haben, dann können wir das nicht auf die leichte Schulter nehmen. Gebet und Fasten zeigen, wie ernst die Sache ist. In Daniel 9, Vers 3 werden Gebet und Fasten verbunden mit Bibelstudium und Sündenbekenntnis. Wir dürfen die Auseinandersetzung mit Satans Kräften nicht auf die leichte Schulter nehmen, sondern wir müssen wirklich ernstlich und gründlich geistlich vorbereitet sein.
[51:10] Lieber Freund, liebe Freundin, wenn du für Jesus arbeitest, wenn du Menschen helfen willst, loszukommen von Süchten, Problemen, Gefangenschaften, welcher Art auch immer, dann wisse, dass es keine Nebensächlichkeit ist, kein Nebenjob, den man noch nebenbei aus dem Ärmel schüttelt, sondern wo immer es um das Evangelium geht, steht immer der große Kampf im Hintergrund. Wo immer wir für die Wahrheit einstehen, will Satan versuchen, es zu verhindern. Und deswegen müssen wir ernsthaft darauf vorbereitet sein. Man kann nicht Siege für das Evangelium gegen Satan und seine Helfer erringen, wenn man nicht wirklich dafür betet, wenn man nicht wirklich durch Gebet und Fasten, durch Bibelstudium und Sündenbekenntnis zeigt, dass es einem wirklich ernst ist.
[52:10] Ist es dir ernst mit Jesus? Wollen wir Jesus einladen in unser Herz? Wollen wir ihn einladen, uns tiefere Wahrheiten zuzuschenken, dass er uns ganz gesund macht, dass wir nicht nur in Umrissen ihm folgen, sondern klar erkennen, was das Evangelium bedeutet, dass wir auch die Botschaften, die wir vielleicht nicht gut verstehen können, trotzdem im Glauben annehmen, dass wir bereit sind, unser Kreuz auf uns zu nehmen und ihm nachzufolgen auch in dieser Welt, dass wir uns zu seinem Wort bekennen und zu ihm selbst, wissend, dass er der König der Könige, der Herr der Herrscher ist, und wissend, dass selbst wenn wir von Zweifeln geplagt sind, dass wenn wir zu Jesus kommen mit unseren Zweifeln, wenn wir von Sünde geplagt sind und zu Jesus kommen mit unseren Sünden, wenn wir von Unreinheit geplagt sind und zu Jesus kommen mit unserer Unreinheit, dass Jesus uns von der Unreinheit reinigt, dass er uns die Sünden vergibt, dass er uns den Zweifel nimmt und uns Glauben schenkt.
[53:22] Lieber Freund, liebe Freundin, Glauben ist nichts, etwas, was du mitbringst, um zu zeigen, wie toll du glaubst. Glauben ist ein Geschenk von Jesus. Das macht die Botschaft an Laodizea ganz deutlich in Offenbarung 3. Und dort Vers 18 sagt: „Ich rate dir, von mir Gold zu kaufen, im Feuer geläutert ist, damit du reich wirst, und weiße Kleider, damit du dich bekleidest und die Schande deiner Blöße nicht offenbar wirst, und salbe deine Augen mit Augensalbe, damit du sehen kannst.“ Das Gold ist ein Symbol für Glauben, geläutert im Feuer, Glauben, der durch die Liebe wirksam ist. Ein Geschenk, ein Geschenk Jesu. Vielleicht geht es dir heute wie dem Vater.
[54:11] Du kannst nicht verloren gehen, lieber Freund, liebe Freundin, hör mir gut zu: Du kannst nicht verloren gehen, wenn du mit diesen Worten: „Ich glaube, Herr, hilf mir loszukommen von meinem Unglauben!“ zu den Füßen Jesu niederfällst, wenn du mit diesen Worten im Herzen vor Jesus niederfällst, kannst du nicht verloren gehen. Du kannst nicht. Lass uns zu Jesus kommen.
[54:48] Wollen wir gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, deine Gnade und deine Güte reichen weiter als alles, was wir uns vorstellen können. Danke, dass du uns erhalten hast. Danke, dass du uns segnest und danke, dass du auch dort für uns wirkst, wo wir gezweifelt haben. Danke für deinen Segen, danke für deine Liebe, danke, dass du uns aufrecht erhältst. Herr, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass du auch in diesen Worten zu uns gesprochen hast. Schenk uns echten Glauben, der durch die Liebe wirksam wird. Und lass uns dein Evangelium so erkennen, wie es Wahrheit ist, wie es unser Herz reinigt. Und lass uns wirklich von tiefem Herzen Ernst machen mit dir. Lass uns die Entscheidung fällen, echte Christen zu sein, echte Jünger, echte Nachfolger, echte Studenten deines Wortes. Das wollen wir heute hier erneut entscheiden, erneut dir sagen und dich bitten, dass du uns segnest und dir danken, dass du es tust. Im Namen Jesu. Amen.
[56:22] Damit wollen wir uns für heute verabschieden. Wir sehen uns nächste Woche, wenn wir dann eben das Markus-Evangelium weiter studieren werden. Bis dann wünsche ich euch gottesreichen Segen im Studium des Evangeliums. Lernt Jesus immer besser kennen. Lest sein Wort und Gott mit euch. Amen.