[0:35] Hallo und herzlich willkommen zur Christ Study Hour hier auf www.joelmedia.de. Wie immer möchte ich alle Zuschauer auf dem Sender Das Wort ganz recht herzlich begrüßen zur mittlerweile sechsten Folge unserer Serie "Gottes Liebe und Gerechtigkeit".
[0:53] Wir machen uns anhand der Bibel Gedanken über die verschiedenen Facetten und Aspekte des Charakters unseres wunderbaren Gottes. Heute wollen wir uns vorbereiten auf das Bibelgespräch am 8. Februar. Das Thema ist wieder sehr interessant, es heißt "Gottes Liebe zur Gerechtigkeit".
[1:24] Wir haben ja in dem Oberthema, in dem Gesamtthema dieser CSH-Serie, beide Begriffe: Gottes Liebe und Gerechtigkeit. Und manchmal entsteht vielleicht auf den ersten Blick der Eindruck, dass das zwei verschiedene Dinge sind, die irgendwie in Balance gehalten werden müssen, dass man nicht zu sehr das eine gegen das andere betont. Wir werden heute sehen, dass die Verbindung zwischen den beiden tiefer ist als nur ein "es muss halt eine ausgewogene Balance sein". Wir werden sehen, dass Liebe und Gerechtigkeit auf das Engste verknüpft sind.
[2:02] Ja, dass Gott in seiner Liebe eine Liebe zur Gerechtigkeit hat. Gottes Liebe liebt Gerechtigkeit, und das wollen wir heute uns ein bisschen anschauen und unter die Lupe nehmen und die Bibeltexte entsprechend dazu befragen.
[2:22] Zuerst aber wollen wir Gott einladen, dass er zu uns spricht, dass sein Heiliger Geist unser Denken führt und leitet. Lasst uns gemeinsam beten.
[2:33] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass du durch dein Wort zu uns sprichst und uns zeigst und offenbarst, wie du wirklich bist. Herr, wir möchten nicht einem von uns selbst gemachten Bild von dir folgen, sondern dir so, wie du bist. Wir möchten deinem Wort vertrauen und lernen, was dein Wort über dich sagt, damit wir durch das Betrachten deines Charakters gerettet und verwandelt werden. Wir möchten dich bitten, dass du uns jetzt offenbarst, wie in deiner Liebe die Liebe und die Gerechtigkeit zusammengehören und untrennbar miteinander verbunden sind. Und wie wir das, was dich diesbezüglich auszeichnet, auch in unserem Herzen haben können. Herr, sei du jetzt unser Lehrer und hab Dank dafür. Amen.
[3:41] Wir beginnen unser Bibelstudium in Psalm 33, und dort Vers 4 und 5. Es geht in den ersten Versen darum, dass wir Gott Lob singen sollen: "Jaucht dem Herrn, ihr Gerechten!" in Vers 2. "Preist den Herrn mit der Laute! Lob singt!" Vers 3: "Singt ihm ein neues Lied! Spielt gut mit Jubelschall!"
[4:05] Warum? Vers 4 gibt uns den Grund: "Denn das Wort des Herrn ist wahrhaftig, und all sein Tun ist Treue. Er liebt Gerechtigkeit." Da kommt das Thema der heutigen Betrachtung her: "Er liebt Gerechtigkeit und Recht. Die Erde ist erfüllt von der Güte des Herrn."
[4:34] Die Bibel sagt uns, wir sollen Gott preisen und ihn loben, weil sein Wort wahrhaftig ist, weil alles, was er tut, von seiner Treue bestimmt ist. Und uns wird gesagt: "Er liebt Gerechtigkeit und Recht."
[4:58] Warum ist das so? Schauen wir in Psalm 11 und dort Vers 7. "Denn der Herr ist gerecht, er liebt Gerechtigkeit. Die Aufrichtigen werden sein Angesicht schauen."
[5:17] Gott liebt Gerechtigkeit, weil er selbst gerecht ist, weil Gerechtigkeit sein Wesen ausmacht. Liebt Gott die Gerechtigkeit? Übrigens beginnt auch dieser Vers, nur am Rande hier, mit einem "denn". Das heißt, auch hier wird ein Grund gegeben.
[5:41] Und wenn wir den Vers vorher lesen, stellen wir fest, was diese Gerechtigkeit auch bewirkt. Vers 6: "Er lässt Schlingen regnen über die Gottlosen, Feuer, Schwefel und Glutwind ist das Teil ihres Bechers."
[5:54] "Denn der Herr ist gerecht, er liebt Gerechtigkeit." Und wir sehen hier eine Verbindung zu dem Thema, das wir letzte Woche studiert haben, über den Zorn göttlicher Liebe. Weil seine Liebe Gerechtigkeit liebt, deswegen sorgt sie auch für ein gerechtes Gericht. Und deswegen werden auch die Gottlosen am Ende vernichtet werden, während die Aufrichtigen sein Angesicht schauen werden, wie es in Offenbarung Kapitel 22 steht, wo uns gesagt wird in Offenbarung 22 in Vers 4: "Und sie werden sein Angesicht sehen, und sein Name wird auf ihren Stirnen sein."
[6:40] Weil Gott gerecht ist und weil er Gerechtigkeit liebt, werden die Gottlosen mit Feuer vernichtet werden, wie es Offenbarung 20 uns sagt, wo es heißt in Offenbarung 20 und dort in Vers 11 am Ende: "Und es fiel Feuer von Gott aus dem Himmel herab und verzehrte sie."
[7:09] Und weil Gott gerecht ist und Gerechtigkeit liebt, deswegen werden die Aufrichtigen, die Erlösten, sein Angesicht schauen, wie es Offenbarung 22 sagt. Wir sehen also, dass seine Liebe zur Gerechtigkeit das Fundament ist, das am Ende bis in alle Ewigkeit den großen Kampf entscheiden wird und entschieden hat.
[7:30] Gott ist gerecht, er liebt Gerechtigkeit. Die Bibel sagt auch in Psalm 37 und dort Vers 28: "Denn der Herr hat das Recht lieb und verlässt seine Getreuen nicht. Sie werden ewiglich bewahrt, aber der Same der Gottlosen wird ausgerottet."
[7:57] Da haben wir wieder dieselbe Idee: Gott bewahrt die Gerechten, die durch seine Liebe und Gnade und Güte gerecht sind, die Getreuen. Aber die Gottlosen werden ausgerottet. Der Herr hat das Recht lieb, er liebt die Gerechtigkeit, die Geradlinigkeit, dass es tatsächlich auch rechtens zugeht.
[8:28] Ganz ähnlich drückt es Jesaja 61 aus mit einer weiteren Konkretisierung, um das noch deutlicher zu machen. Jesaja 61 und dort Vers 8. Dort sagt Gott ganz persönlich: "Denn ich, der Herr, liebe das Recht und hasse frevelhaften Raub. Ich werde ihnen ihren Lohn getreulich geben und einen ewigen Bund mit ihnen schließen."
[8:57] Gott gibt auch uns einmal den Lohn, jedem einzelnen, je nachdem, ob er das Evangelium angenommen oder verachtet hat. Der Herr liebt das Recht, und er hasst, wie es heißt, frevelhaften Raub. Mit anderen Worten, er hasst es, wenn das Recht, wenn das Gesetz gebrochen wird. Und hier sehen wir schon, der Raub ist ein Bruch der Zehn Gebote, dass wenn es hier um das Recht geht, es natürlich auch insbesondere um die Zehn Gebote, um sein Gesetz geht.
[9:37] Als Christen, oder anders gesagt, Christen lieben in der Regel Gottes Gnade und seine Güte und seine Liebe. Manchmal lieben sie das Gesetz weniger, um es mal vorsichtig auszudrücken. Aber der Herr, den sie zu lieben vorgeben, der liebt das Gesetz, weil bei Gott seine Liebe und sein Gesetz, die Liebe und die Gerechtigkeit, die Liebe und das Recht keine Widersprüche sind, sondern Gottes Charakter, der immer derselbe ist, vereint das, was wir Liebe und das, was wir Gerechtigkeit nennen.
[10:20] Da werden wir jetzt gleich noch mehr dazu sehen. Halten wir fest: Die Bibel macht ganz deutlich: Gott liebt das Recht, und er hasst, wenn das Recht gebrochen wird.
[10:33] Interessanterweise wird dasselbe von Jesus gesagt in Hebräer Kapitel 1. Hebräer Kapitel 1 und dort Vers 8 und 9. Gott der Vater spricht in Vers 8: "Aber von dem Sohn: Dein Thron, oh Gott, währt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Das Zepter deines Reiches ist ein Zepter des Rechts."
[10:56] Mit anderen Worten: Jesus selbst ist Gott, sitzt auf dem Thron des Universums in aller Ewigkeit und regiert sein Reich, das Reich Gottes, mit dem Recht. Und jetzt kommt Vers 9: "Du hast Gerechtigkeit geliebt und Gesetzlosigkeit gehasst."
[11:15] Hier ist es allgemeiner gehalten. In Jesaja hatten wir einen speziellen Fall, sozusagen als exemplarisches Beispiel, ja, nämlich den Raub. Hier wird allgemein von der Gesetzlosigkeit, das heißt von der Sünde, gesprochen. "Du hast Gerechtigkeit geliebt und Gesetzlosigkeit, das heißt Sünde, gehasst."
[11:36] "Darum, weil auch Jesus diese Eigenschaft hat, so wie Gott der Vater, dass er Gerechtigkeit liebt und Sünde hasst, darum hat dich, oh Gott, dein Gott gesalbt mit Freudenöl mehr als deine Gefährten."
[11:59] Jesus ist der Gesalbte, der Messias, der König der Könige, weil er Gerechtigkeit liebt und Sünde hasst. Er liebt den Sünder, aber er hasst die Sünde. Wenn Jesus nicht Sünde hassen würde, könnte er nicht König sein. Das ist die Idee in diesen Passagen.
[12:26] Und dort, wo Sünde toleriert wird, wo Sünde einfach ähm, wo über Sünde geschwiegen wird und so getan wird, als wäre sie nicht da, wo Sünde gutgeheißen wird, dort ist nicht das Reich Gottes. Denn dort, wo Jesus regiert, wo der Vater regiert, dort wird das Gesetz geliebt und die Sünde gehasst.
[12:53] Woran hat Gott Freude? Jeremia 9 und dort Vers 23. Jeremia Kapitel 9 und dort Vers 23. Dort heißt es – wir lesen ab Vers 22 des Kontextes willen: "So spricht der Herr: Der Weise rühme sich nicht seiner Weisheit, und der Starke rühme sich nicht seiner Stärke. Der Reiche rühme sich nicht seines Reichtums, sondern wer sich rühmen will, der rühme sich dessen, dass er Einsicht hat und mich erkennt, dass ich der Herr bin, der Barmherzigkeit, Recht und Gerechtigkeit übt auf Erden. Denn daran habe ich Wohlgefallen."
[13:47] Woran hat Gott Wohlgefallen? Er hat Wohlgefallen an Barmherzigkeit, an dem Recht, an Gerechtigkeit. Er hat Wohlgefallen, wenn Menschen ihn kennen und sich zu ihm bekennen, zu dem, der Barmherzigkeit, Recht und Gerechtigkeit übt.
[14:09] Freut sich Gott über Gehorsam, oder ist ihm Gehorsam unwichtig? 1. Samuel 15 und dort Vers 22. Samuel aber sprach zu Saul: "Hat der Herr dasselbe Wohlgefallen an Schlachtopfern und Brandopfern wie daran, dass man der Stimme des Herrn gehorcht?" Eine rhetorische Frage. "Siehe, Gehorsam ist besser als Schlachtopfer, und Folgsamkeit besser als das Fett von Widdern."
[14:45] Wenn du Gott eine richtig große Freude machen willst, wenn ihm so richtig zeigen willst, dass du ihn gern hast, ihm etwas zeigen möchtest, was ihm so richtig Wohlgefallen bereitet, dann sei ihm gehorsam. Ich glaube, das ist uns oft nicht so bewusst, wie sehr das Gott Freude macht, wenn wir ihm vertrauen und ihm kindlich einfach glauben, dass das, was er sagt, stimmt und wichtig ist und nötig ist unserem Leben. Daran hat er Wohlgefallen. Er hat mehr Wohlgefallen an unserem Gehorsam als an allen gottesdienstlichen Übungen, die wir bringen, all den Opfern, die wir da bringen, wenn wir gehorsam sind.
[15:27] Denn er liebt das Recht. Er liebt nicht nur sein Gesetz als abstrakte Idee, er liebt es auch, wenn sein Gesetz sich in unserem Leben zeigt. Er liebt es, wenn dieses Recht, auf dem sein Fundament, auf Verzeihung, auf dem seine Regierung fußt, wenn das sich auch in unserem Leben offenbart, weil er es dort hineinlegen kann. Daran freut er sich, denn es zeigt, dass seine Regierung auch in unserem Herzen das Sagen hat.
[16:02] Psalm 85 Vers 10. So oft werden Gottes Gnade und seine Gerechtigkeit gegeneinander ausgespielt, gespalten, wie man Atome versucht zu spalten, wie man Atome spaltet. Und dann betonen die einen die Gnade und die anderen die Gerechtigkeit, die einen die Güte, die anderen die Wahrheit. Aber Psalm 85 Vers 10 und 11 sagt uns Folgendes: "Gewiss ist seine Rettung denen nah, die ihn fürchten."
[16:31] Seine Rettung, das ist seine Erlösung. Er rettet uns, er ist unser Erretter. Das ewige Evangelium sagt: "Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre." "Gewiss ist seine Rettung denen nah, die ihn fürchten." Achtung: "Damit die Herrlichkeit in unserem Land wohne."
[17:19] Was ist die Herrlichkeit? Gnade und Wahrheit zusammen, Gerechtigkeit und Frieden zusammen. Damit also Gottes Herrlichkeit hier sozusagen sich ausbreiten darf. Und jetzt kommt Vers 11: "Gnade und Wahrheit sind einander begegnet, Gerechtigkeit und Friede haben sich geküsst."
[17:40] Wo sind sie sich begegnet? Einer, der Jesus ganz besonders gut kannte, Johannes, sagt: "Und wir sahen seine Herrlichkeit als die Herrlichkeit eines Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit."
[17:53] Hier steht in Psalm 85 Vers 10: "Gewiss ist seine Rettung", das heißt die Erlösung, "denen nah, die ihn fürchten, damit die Herrlichkeit in unserem Land wohne." Was ist die Herrlichkeit? Gnade und Wahrheit zusammen, Gerechtigkeit und Frieden zusammen.
[18:05] Es ist kein herrliches Evangelium, wenn Gott nur Gnade ist, aber das Gesetz beiseite tut. Das ist keine Herrlichkeit. Sondern die Herrlichkeit des Evangeliums besteht auch nicht darin, dass Gott einfach nur seine Gebote uns gibt und uns belohnt, wenn wir uns gut angestrengt haben. Nein, die Herrlichkeit des Evangeliums besteht darin, dass Gottes Liebe und seine Gerechtigkeit untrennbar miteinander verbunden sind, dass er uns so sehr liebt, dass er selbst den Preis bezahlt, damit er uns vergeben kann und gleichzeitig gerecht ist.
[18:42] Der Römerbrief, Verzeihung, der Römerbrief sagt das so wunderbar in Römer Kapitel 3 Vers 26: "Als Gott Zurückhaltung übte, um seine Gerechtigkeit in der jetzigen Zeit zu erweisen, damit er selbst gerecht sei und zugleich den rechtfertige, also dem Vergebung gibt, der aus dem Glauben an Jesus ist."
[19:09] In Jesus, durch sein Leben, durch sein Leiden und durch seinen Tod, seine Auferstehung, durch seinen priesterlichen Dienst im Himmel, durch all das sind Gnade und Wahrheit so eng miteinander verbunden, dass Gott dir und mir vergeben kann, uns Gnade schenken kann, ohne die Gerechtigkeit des Gesetzes aufgeben zu müssen.
[19:46] Das ist nur möglich durch Jesus. Und deswegen müssen wir immer Gnade und Wahrheit, Gerechtigkeit und Frieden, all diese Dinge zusammendenken. Am Kreuz sehen wir, dass sie untrennbar miteinander verbunden sind im Herzen Gottes.
[20:02] Wer das eine gegen das andere ausspielt, das eine haben will, aber das andere nicht, der versucht, das Herz Gottes zu teilen, und das ist unmöglich.
[20:20] Psalm 89 und dort Vers 15. Es heißt hier im Psalm 89 Vers 15: Wir treffen dort dieselben Begriffe wieder. "Recht und Gerechtigkeit sind die Grundfeste deines Thrones." Verzeihung, die Grundfeste deines Thrones. Das heißt, das Fundament seiner Regierung.
[20:43] Es geht weiter: "Gnade und Wahrheit gehen vor deinem Angesicht her." Nein, es ist nicht eine spätere Entwicklung, bei der Gott sich am Ende durchringt, jetzt Gnade und Wahrheit irgendwie miteinander zusammenzuschweißen, irgendwie das zusammenzukriegen am Kreuz. Nein, von Anfang an basiert Gottes Thron und seine Herrschaft auf der Harmonie dieser Prinzipien.
[21:17] Als Jesus am Kreuz von Golgatha stirbt, hat Gott sich nicht zu etwas Neuem durchgerungen, sondern er hat vor dem gesamten Universum offenbart, wie es schon immer ist, wie schon immer nach welchen Prinzipien er schon immer regiert. Das Kreuz offenbart den Thron.
[21:44] Gnade und Wahrheit sind schon immer die Eigenschaft Gottes gewesen. Gerechtigkeit und Recht waren schon immer das Fundament. Noch nie waren Wahrheit und Gnade, Gerechtigkeit und Liebe bei Gott getrennt. Sie waren schon immer verbunden, und der Erlösungsplan offenbart das, er zeigt das.
[22:15] Wenn also in Psalm 85 steht, dass Gnade und Wahrheit sich getroffen haben, sich Gerechtigkeit und Frieden geküsst haben, dann soll damit nicht ausgedrückt werden, dass bei Gott sie nicht zusammen gewesen wären, sondern es soll zeigen, dass aus unserer menschlichen Perspektive, die wir durch die Sünde diese Dinge teilen und trennen und einzelne Dinge betonen und andere vernachlässigen, das für uns sichtbar wurde am Kreuz, wie all diese Dinge zusammenkommen. Für Gott waren sie schon immer zusammen und werden auch für immer zusammen bleiben, denn das ist die Grundlage seiner Königsherrschaft.
[22:47] Psalm 97. Psalm 97 Vers 1 und 2. Ganz toller Psalm. Psalm 97 Vers 1 und 2: "Der Herr regiert als König. Es frohlocke die Erde, die vielen Länder sollen sich freuen. Wolken und Dunkel sind um ihn her. Gerechtigkeit und Recht sind die Grundfeste seines Thrones."
[23:11] Ohne Gerechtigkeit gibt es kein Reich Gottes. Ohne Gerechtigkeit regiert er nicht. Wir dürfen uns freuen, es ist eine gute Nachricht, ein Evangelium, dass Gott als König regiert. Wir müssen verstehen, worauf diese Herrschaft basiert. Sie basiert auf Gerechtigkeit.
[23:34] Und deswegen spricht Jesus, wenn er in Matthäus 24 von dem Evangelium spricht, nennt er es das Evangelium vom Reich Gottes. Matthäus 24 Vers 14: "Und dieses Evangelium vom Reich wird in der ganzen Welt verkündigt werden zum Zeugnis für alle Heidenvölker, und dann wird das Ende kommen."
[24:03] Wir predigen die gute Nachricht, die hier schon im Psalm 97 die ganze Erde frohlocken, zum Frohlocken bringen soll, das nämlich Gerechtigkeit und Recht das Fundament seines Thrones sind, dass Gnade und Wahrheit vor ihm hergehen und dass sich das im Leben von Jesus, der ja König über alle Könige ist, und am Kreuz von Golgatha in besonders klarem Profil sich das offenbart hat, dass Gott schon immer so war und immer so sein wird, dass Liebe und Gerechtigkeit bei ihm zusammengehören.
[24:41] Gott ist gut, er ist wirklich, wirklich gut. Schauen wir in 5. Mose 32, dem berühmten Lied des Mose. 5. Mose 32 und dort Vers 4. Es heißt in Vers 3: "Denn ich will den Namen des Herrn verkünden. Gebt unserem Gott die Ehre!"
[25:07] Wir denken an Offenbarung 14 Vers 6 und 7: "Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre." "Er ist der Fels, vollkommen ist sein Tun, ja, alle seine Wege sind gerecht. Ein Gott der Treue und ohne Falsch, gerecht und aufrichtig ist er."
[25:31] Gott ist vollkommen, Gott ist gerecht. Er ist treu, er ist ohne Hinterlist. Er sagt nicht das eine und meint das andere, versucht uns nicht irgendwo hinzumanipulieren. Er sagt uns, wie es ist, und gibt sein letztes Hemd für uns, buchstäblich. Auf ihn können wir uns verlassen. Er ist ein Fels.
[25:48] Wenn unser Haus auf ihm gebaut ist, dann können die Stürme auch der Endzeit uns nichts anhaben. Gott ist wirklich unser allergrößtes Bedürfnis, das Allergrößte, der allergrößte Schatz, den wir haben. Gott ist wirklich gut. Das habe ich in meinem Leben erlebt. Wir dürfen das in unserem Leben erleben.
[26:19] Psalm 92 sagt uns, dass er möchte, dass wir das nicht nur als eine theologische, theoretische Wahrheit abstrakt irgendwo abspeichern, sondern dass wir das selbst erleben. Psalm 92 ab Vers 13 bis 16. Psalm 92 ab Vers 13: "Der Gerechte wird sprossen wie ein Palmenbaum, er wird wachsen wie eine Zeder auf dem Libanon. Die gepflanzt sind im Haus des Herrn, sie werden gedeihen in den Vorhöfen unseres Gottes. Noch im Alter tragen sie Frucht, sind saftvoll und frisch, um zu verkünden, dass der Herr gerecht ist."
[27:01] "Er ist mein Fels, und kein Unrecht ist an ihm." Wir haben gelesen in 5. Mose 32 Vers 4, dass Gott ein Fels ist. Aber hier sagt der Psalmist in diesem Psalmlied für den Sabbat, er sagt nicht einfach nur: "Gott ist ein Fels", er sagt: "Gott ist mein Fels."
[27:22] Macht einen Unterschied, ob wir nur denken, dass Gott ein Fels ist, oder ob wir auf diesem Felsen stehen und sagen dürfen: "Gott ist mein Fels." Mein Leben wächst wie ein Palmenbaum, wie eine Zeder auf dem Libanon. Ich gedeihe im Tempel des Herrn. Noch im Alter wird die Frucht kraftvoll und saftvoll und frisch, damit ich anderen erklären kann, verkünden kann, dass Gott gerecht ist.
[27:59] Lieber Freund, liebe Freundin, Gott möchte seine Liebe, seine Güte, seine Gerechtigkeit in unserem Leben persönlich offenbaren, im Alltag. Gott ist gerecht. Das gilt nicht nur für unseren Alltag, das gilt auch für das Ende der Zeit.
[28:19] Psalm 9 und dort Vers 8 und 9: "Aber der Herr thront auf ewig, er hat seinen Thron aufgestellt zum Gericht. Ja, er wird den Erdkreis richten in Gerechtigkeit und den Völkern das Urteil sprechen, wie es recht ist."
[28:42] Wenn Gott richtet, dann wird es absolut gerecht zugehen. Wir finden das immer wieder. Wir haben im Sendemanuskript noch mehr Bibeltexte, die denselben Gedanken ausdrücken. In Psalm 94 und dort Vers 15, den wollen wir noch lesen. Psalm 94 Vers 15 heißt es: "Denn zur Gerechtigkeit kehrt das Gericht zurück, und alle von Herzen Aufrichtigen werden ihm folgen."
[29:11] Die Idee ist, dass das Gericht Gottes alle Gerechtigkeit wieder herstellen wird.
[29:22] Interessant ist nun, dass auch genau das von Jesus als dem Messias in Jesaja Kapitel 11 gesagt wird. Jesaja Kapitel 11 und dort lesen wir ab Vers 3 und 4. Jesaja 11: "Und er wird sein Wohlgefallen haben an der Furcht des Herrn. Er wird nicht nach dem Augenschein richten, noch nach dem Hörensagen Recht sprechen, sondern er"
[29:52] Er wird nicht nach dem Hörensagen Recht sprechen, sondern er wird die Armen mit Gerechtigkeit richten und den Elenden im Land ein unparteiisches Urteil sprechen. Er wird die Erde mit dem Stab seines Mundes schlagen und den Gesetzlosen mit dem Hauch seiner Lippen töten.
[30:12] Der Messias Jesus richtet mit Gerechtigkeit. Das Neue Testament sagt uns sogar, dass Gott einen Tag dafür festgesetzt hat. Paulus sagt das den erstaunten Zuhörern in Athen auf dem Areopag, Apostelgeschichte 17.
[30:33] Und dort Vers 30 und 31, oder 31 reicht. Er sagt: „Weil er, Gott, einen Tag festgesetzt hat, an dem er den Erdkreis in Gerechtigkeit richten wird durch einen Mann, den er dazu bestimmt hat und den er für alle beglaubigte, indem er ihn aus den Toten auferweckt hat.“ Das ist Jesus Christus.
[30:58] Es gibt ein Datum für das Gericht. Gott hat einen Tag festgesetzt, an dem Jesus diese Welt in Gerechtigkeit richten wird.
[31:09] Und worin besteht dieses gerechte Gericht Gottes? Schauen wir in den Römerbrief, in Römer Kapitel 2, Vers 5 und 6. Dort sagt der Paulus: „Aber aufgrund deiner Verstocktheit und deines unbußfertigen Herzens häufst du dir selbst Zorn auf für den Tag des Zorns.“
[31:27] Wir haben letzte Woche über den göttlichen Zorn, den Zorn göttlicher Liebe gesprochen, für den Tag des – Verzeihung – für den Tag des Zorns und der Offenbarung des gerechten Gerichtes Gottes. Gottes Gericht ist gerecht, und deswegen – das haben wir letztes Mal schon gesehen – sind so Dinge, die auch in der Bibel manchmal als Gericht bezeichnet werden, wie zum Beispiel, dass dann die Babylonier kommen und dass die Assyrer kommen und dass die Römer kommen. Das sind zwar in einem erweiterten Sinne auch Gerichte Gottes, weil Gott es zulässt und das sündige Volk jetzt sozusagen die Konsequenzen seines Handelns zu spüren bekommt, aber es ist nicht das gerechte Gericht Gottes.
[32:06] Es gibt ein gerechtes Gericht Gottes, wo der Tag des Zorns sich, der Tag des Zorns, wo Gott seinen Zorn offenbaren wird. Vers 6: „Der jedem vergelten wird nach seinen Werken.“
[32:22] Gottes gerechtes Gericht besteht nicht darin, mal alle Fünfe gerade sein zu lassen, sondern den Menschen nach ihren Werken zu vergelten.
[32:34] Es geht also tatsächlich gerecht zu im Gericht. Und bei diesem Gericht geht es nicht nur um die Dinge, die wir getan haben, sondern dasselbe Kapitel, Römer 2, sagt uns in Vers 16: „An dem Tag“, sagt Paulus, „da Gott das Verborgene der Menschen durch Jesus Christus richten wird nach meinem Evangelium.“
[33:00] Paulus zeigt zunächst einmal, dass das Gericht, das in der Zukunft von ihm ausgesagt stattfinden wird – er sagt ja in Apostelgeschichte 17, Vers 31, Gott hat einen Tag auserwählt, einen Tag festgesetzt –, dass dieses Gericht mit dem Evangelium, wie Paulus es im Römerbrief beschreibt, kompatibel ist.
[33:22] Ja, das gehört dazu, das Gericht, das zukünftige Gericht, das Gott halten wird. Das Gericht ist ein Teil dessen, was Paulus im Römerbrief als Evangelium und überhaupt in seinen Briefen als Evangelium beschreibt.
[33:36] Manchmal gibt es Leute, die behaupten, eine Botschaft vom Gericht, zum Beispiel einem Vorwiederkunftsgericht, würde das Evangelium schmälern. Paulus würde sagen: „Nein, nein, nein, nein, nein! Es ist doch Teil meines Evangeliums!“
[33:48] Es gehört zu meinem Evangelium. Gnade und Gerechtigkeit gehören zusammen, auch in der Evangeliumsverkündigung. Und wenn wir das Gericht beiseite lassen, wenn wir die wiederherstellende Gerechtigkeit Gottes beiseite lassen, dann haben wir das Evangelium verfälscht.
[34:03] Das ewige Evangelium, das allen Nationen, Völkern, Stämmen und Sprachen gepredigt werden soll, in Offenbarung 14 sagt doch: „Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen.“
[34:17] Das, was Paulus den Athenern als zukünftig angekündigt hat, was er hier den Römern als in der Zukunft liegend beschrieben hat, sagt Offenbarung 14, ist jetzt gekommen, noch vor der Wiederkunft, die in Offenbarung 14, Vers 14 beschrieben wird.
[34:32] Das Gericht ist Teil des Evangeliums.
[34:43] Dieses Gericht, das wird schon von Salomo beschrieben im Buch Prediger. Und dort lesen wir in Prediger 12, Vers 13 und 14.
[35:12] Lasst uns die Summe aller Lehre hören. Das, was hier steht, ist das, worauf es ankommt. Wir können so viel studieren, so viel lesen, so viel Bücher studieren, wie es in Vers 12 heißt. Und vielleicht geht's dir auch so wie mir, dass wir manchmal einfach so viel lesen wollen, so viel verstehen wollen, so viel erkunden wollen.
[35:26] Aber Salomo sagt uns: Am Ende zählt das hier, und darauf müssen wir uns konzentrieren. „Lasst uns die Summe aller Lehre hören: Fürchte Gott und halte seine Gebote, denn das macht den ganzen Menschen aus.“
[35:49] „Denn Gott wird jedes Werk vor ein Gericht bringen, samt allem Verborgenen, es sei gut oder böse.“
[36:01] Gott liebt das Recht. Lieben wir es auch?
[36:10] Gottes Gebote sind das Fundament seiner ewigen Regierung. Könnte es sein, dass sie auch das Fundament unserer Existenz sind? „Fürchte Gott und halte seine Gebote, denn das macht den ganzen Menschen aus.“
[36:24] Deswegen Gott nur Menschen ewig weiterleben lassen kann, die dieses Fundament ihrer Existenz, nämlich Gottes Wort, sein Gebot, seine Herrschaft anerkennen und ihm vertrauen, weil er das Beste für sie will.
[36:46] Einer der schönsten Psalmentexte, die ich persönlich finde, ist in Psalm 145.
[36:54] Und dort ab Vers 8, Psalm 145, ab Vers 8, ein Psalm Davids. Es heißt hier: „Gnädig und barmherzig ist der HERR, geduldig und von großer Güte.“
[37:15] Ja, er liebt die Gerechtigkeit, und er wünscht sich, dass wir durch den Glauben an ihn, sein Opfer, seine Gebote auch halten.
[37:31] Aber weil diese beiden Dinge zusammengehören, dürfen wir niemals die Gebote betrachten ohne die Gnade und Barmherzigkeit, die Gott der Herr hat.
[37:40] Er hat eine große Güte, er ist geduldig und gnädig und wirklich sehr barmherzig. Und diese Charaktereigenschaften gelten nicht nur für ein paar Auserwählte, nicht nur für die, die vorher schon durch Gehorsam sich dafür qualifiziert hätten.
[38:01] Nein, Vers 9: „Der Herr ist gütig gegen alle, und seine Barmherzigkeit waltet über allen seinen Werken.“
[38:15] Er ist für alle da. Vers 10 bis 12: „Alle deine Werke werden dich loben, oh Herr, und deine Getreuen dich preisen.“
[38:24] Von der Herrlichkeit deines Reiches, das auf Gerechtigkeit basiert, werden sie reden und von deiner Macht sprechen, dass sie den Menschenkindern seine mächtigen Taten verkünden und die prachtvolle Herrlichkeit seines Reiches.
[38:43] Der Erlösungsplan Gottes offenbart seine ganze Kraft, seine ganze Macht, seine ganze Herrlichkeit. Man wird davon erzählen wollen, weil es so unfassbar schön ist.
[38:57] Vers 13: „Dein Reich ist ein Reich für alle Ewigkeiten – Verzeihung – ja, für alle Ewigkeiten, und deine Herrschaft währt durch alle Geschlechter.“
[39:08] Gottes Königreich ist ewig. Die Prinzipien seiner Regierung, die Gnade und die Wahrheit, die Gerechtigkeit und die Liebe, sie sind ohne Ende, weil sie sein Königreich ausmachen.
[39:25] Und sein Königreich ist ein Reich für alle Ewigkeiten. Was bedeutet das konkret? Es bedeutet, dass Gott nicht ab und zu ein bisschen gnädig ist, um sozusagen ein bisschen von seinem hohen Maßstab etwas abzusehen, sondern es bedeutet, dass wann immer, wo immer er regiert, seine Gerechtigkeit und seine Barmherzigkeit, seine Liebe und seine Wahrheit präsent sind.
[39:57] Praktisch heißt das für uns im Alltag, in Vers 14: „Der Herr stützt alle Strauchelnden und richtet alle auf, die gebeugt sind.“
[44:12] In allem, was er tut, ist er gerecht und gnädig.
[44:19] Und lieber Freund, liebe Freundin, wenn du dir wünschst, dass das dein Leben prägt, dann lies noch Vers 18.
[44:29] Der Herr, der gnädig und gerecht ist in allem, was er tut, in allen seinen Werken, auf allen seinen Wegen, dieser Herr ist nah allen, die ihn anrufen, allen, die ihn in Wahrheit anrufen.
[44:48] Mit anderen Worten, wenn du zu Gott aufrichtig betest, dann spielt es keine Rolle, wie lang das Gebet war, wie gut es formuliert war. Das Einzige, was zählt, ist, dass du es wirklich aufrichtig gemeint hast. Dann ist Gott mit seiner Gnade und Gerechtigkeit dir und mir heute hier nahe.
[45:20] Und nichts ist so schön und nichts ist so heilsam und nichts ist so unbeschreiblich wie seine Liebe.
[45:45] Amen. Maleachi 3 und dort Vers 6 bringt uns einen wichtigen Gedanken, den wir hier noch bedenken wollen.
[46:08] Maleachi Kapitel 3 und dort Vers 6: „Denn ich, der Herr, verändere mich nicht. Deshalb seid ihr, die Kinder Jakobs, nicht zugrunde gegangen.“
[46:17] Gott ändert sich nie, er bleibt immer derselbe. Jakobus 1, Vers 17 sagt uns, dass bei ihm keinerlei Veränderung ist.
[46:27] Und das ist so wunderbar, denn es heißt, dass wir uns auf ihn immer verlassen können. Auch wenn wir uns auf uns selbst nicht verlassen konnten, auf ihn können wir uns verlassen.
[46:35] 2. Timotheus 2, Vers 13: „Wenn wir untreu sind, so bleibt er doch treu, er kann sich selbst nicht verleugnen.“
[46:44] 4. Mose 23, Vers 19: „Gott lügt nicht.“
[46:52] Wir können seinem Wort wirklich vertrauen. Titus Kapitel 1, Vers 2: „Aufgrund der Hoffnung des ewigen Lebens, das Gott, der nicht lügen kann“ – das Griechische sagt: „der nicht lügende Gott“ – „er ist das Gegenteil, *ap-seudes*.“
[47:05] Pseudes ist die Lüge. A, das A wie bei Atheist, der, der, der nicht an Gott glaubt. Apseudes ist das Gegenteil von der Lüge. Gott ist das Gegenteil von Trug, Täuschung und Lüge. Er lügt nicht.
[47:24] Und weil wir Menschen das manchmal so schwer begreifen, ist er bereit, sogar ein bisschen noch deutlicher, ein bisschen viel auf uns zuzugehen, um uns extra noch mal zu illustrieren.
[47:35] In Hebräer 6 und dort Vers 17 und 18 wird deutlich, was damit gemeint ist. Es heißt hier, darum Hebräer 6, Vers 17 und 18: „Darum hat Gott, als er den Erben der Verheißung in noch stärkerem Maße beweisen wollte, wie unabänderlich sein Ratschluss ist, sich mit einem Eid verbürgt, damit wir durch zwei unabänderliche Handlungen, in denen Gott unmöglich lügen konnte, eine starke Ermutigung haben, wir, die wir unsere Zuflucht dazu genommen haben, die dargebotene Hoffnung zu ergreifen.“
[48:07] Gott sagt: „Ich lüge nie.“ Er lügt auch nie. Aber weil wir manchmal vielleicht Zweifel haben oder weil wir Dinge uns nicht vorstellen können, kommt Gott zu uns herab und sagt: „Pass auf, ich schwöre dir, ich schwöre dir, was hier steht, ist dir – ich schwöre dir, ich habe dich lieb, ich schwöre dir, ich bin gerecht, ich schwöre dir, ich bin gnädig, ich schwöre dir, du kannst ewiges Leben haben, wenn du mir glaubst.“
[48:30] Er schwört es uns, damit wir, die wir schwache Menschen sind und mit Zweifeln zu kämpfen haben, damit wir uns daran festhalten: Gott hat es geschworen, es ist definitiv, absolut, fundamental sicher. Darauf kannst du dein Lebenshaus bauen.
[49:01] Was bedeutet es also, wenn in der Bibel gesagt wird, dass Gott etwas bereut? Wir haben einige Texte im Sendemanuskript, die wir anschauen können, wo deutlich wird, dass Gott manchmal eine Sache bereut.
[49:13] Er bereut ein Unheil zum Beispiel. Und um das kurz zu verstehen, müssen wir Jeremia 18 lesen.
[49:33] Jeremia 18 und dort ab Vers 1: „Das Wort, das an Jeremia von Seiten des Herrn ergangen, lautet folgendermaßen: Er soll dann in den zum Töpfer gehen und sich anschauen, wie ein Töpfer das Gefäß macht.“
[49:49] Und es heißt: „Und ich ging in das Haus des Töpfers hin, und siehe, da fertigt er gerade ein Werkstück auf der Scheibe an. Aber das Gefäß, das er aus Ton machte, verdarb in der Hand des Töpfers. Da fing er von Neuem an und machte daraus ein anderes Gefäß, wie es in den Augen des Töpfers richtig war.“
[50:04] „Da erging das Wort des Herrn an mich folgendermaßen: 'Kann ich mit euch nicht genauso umgehen wie dieser Töpfer, du Haus Israel?', spricht der HERR. 'Siehe, wie der Ton in der Hand des Töpfers, so seid ihr in meiner Hand, Haus Israel.'“
[50:17] „'Einmal rede ich über ein Volk oder ein Königreich, dass ich es ausrotten, verderben und zugrunde richten will. Wenn aber jenes Volk, über das ich geredet habe, von seiner Bosheit umkehrt, dann reut mich auch das Unheil, dass ich über sie zu bringen gedachte.'“
[50:32] „'Anderes Mal rede ich über ein Volk oder Königreich, dass ich es bauen oder pflanzen will. Wenn es aber das tut, was böse ist in meinen Augen und auf meine Stimme nicht hört, so reut mich auch das Gute, dass ich mir vorgenommen hatte, ihnen zu tun.'“
[50:44] Die Bibel macht deutlich in Samuel 15, Vers 29: „Gott bereut nicht so wie ein Mensch.“
[50:51] So wie sein Zorn nicht vergleichbar ist mit dem menschlichen Zorn, wie wir letzte Woche gesehen haben, so ist auch seine Reue etwas anderes als unsere menschliche Reue.
[51:00] Es heißt in Samuel 15, Vers 29: „Auch lügt der Ruhm Israels nicht, es reut ihn auch nicht, denn er ist kein Mensch, dass er etwas bereuen müsste.“
[51:11] Menschliche Reue sieht einen Fehler ein und muss etwas korrigieren. Was ist also die göttliche Reue?
[51:17] Wir sehen, dass wenn Gott einen Plan hat, weil er zum Beispiel ein Volk für seine Bosheit bestrafen möchte, ändert er seinen Plan, wenn durch die Umkehr und Buße des Volkes die Bedingung, das heißt der Abfall und die Rebellion für den ursprünglichen Plan, nicht mehr vorhanden ist.
[51:37] Also der Plan hängt an einer Bedingung, und wenn die Bedingung nicht mehr da ist, ändert Gott seinen Plan.
[51:41] Genauso gilt: Wenn Gott sich vorgenommen hat, ein Volk zu segnen, ändert er seinen Plan, wenn die Bedingung für den Segen, nämlich der Gehorsam, nicht da ist.
[51:51] Die Sintflut war eine solche Planänderung. Gott hatte ursprünglich nicht vor, die Erde im Wasser zu verderben, aber die Bedingung, die eigentlich notwendig war, damit 1. Mose 1 und 2 immer so weitergegangen wären, die war nicht da, und Gott konnte das Volk, die Menschen, nicht so segnen, wie er wollte. Er musste seinen Plan ändern.
[52:10] Auf der anderen Seite ist die Geschichte von Jona, die wir letztes Mal schon angesprochen hatten, eine Planänderung, so wie es Jeremia 18, Vers 7 und 8 sagt.
[52:26] Gott hatte angesichts des Unglaubens und der Gottlosigkeit geplant, Ninive zu vernichten. Weil diese aber sich bekehrten, war die ursprüngliche Bedingung für den ursprünglichen Plan nicht mehr da, und es kommt zu einer Planänderung.
[52:40] Wir sehen also, dass unsere Entscheidung für oder gegen Gott ganz weitreichende Konsequenzen hat.
[52:48] Gott ist gerecht, und er gibt jedem das, was er letztendlich durch sein Leben und seine Taten und seine Worte ausgedrückt haben möchte.
[53:00] Wir enden heute mit Matthäus Kapitel 5, mit der Liebe, die Gott hat.
[53:10] Wir haben gesehen, er hat eine Liebe zur Gerechtigkeit. Wir sehen hier, seine Liebe ist auch prinzipiell.
[53:19] Sie ist nicht mal da und mal nicht da. So wie er Gerechtigkeit liebt, so ist auch seine Liebe Gesetz. So wie er das Gesetz liebt, so ist auch seine Liebe gesetzmäßig und nicht abhängig von äußeren Umständen.
[53:33] Matthäus 5, Vers 43 und 48. Wir haben gesehen, dass ob wir gesegnet werden oder Fluch erleben, hängt von unserer Entscheidung ab, aber Gott liebt uns immer.
[53:40] Wir haben ja auch gesehen, dass auch wenn er zornig ist, es ist immer noch in völliger Harmonie mit seiner Liebe. Seine Liebe gilt immer.
[53:49] Matthäus 5, ab Vers 43: „Ihr habt gehört, dass gesagt ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen.“
[53:54] Das war die Tradition, wie es heute auch von vielen noch geglaubt wird. „Ich aber sage euch“, Jesus sagt: „Liebt eure Feinde, segnet die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen und bittet für die, welche euch beleidigen und verfolgen, damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel seid.“
[54:16] „Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt es regnen über Gerechte und Ungerechte.“
[54:26] Jesus stellt klar: Wahre Kinder Gottes lieben wie Gott jeden Menschen, unabhängig davon, wie dieser Mensch sich zu uns stellt.
[54:38] Das heißt, göttliche Liebe ist keine Belohnung für gutes Verhalten, sondern göttliche Liebe ist ein unveränderliches Grundprinzip, das für jeden gilt und auch durch böses Verhalten nicht ausgelöscht werden kann.
[54:52] Hoheslied 8, Vers 7 sagt: „Große Wasser können die Liebe nicht auslöschen.“
[55:02] Gottes Liebe ist wie ein Gesetz, dieses Fundament seiner Regierung. Das kann niemand durch seine Boshaftigkeit außer Kraft setzen. Es wird immer da sein.
[55:12] Ob wir davon profitieren oder nicht, das hängt davon ab, ob wir es glauben oder nicht, das ist eine andere Frage, aber da sein ist es, da ist es immer.
[55:24] Gottes Liebe ist keine Belohnung. Gottes Liebe ist ein Prinzip.
[55:31] Vers 46, 47, die praktische Anwendung für uns: „Denn wenn ihr die liebt, die euch lieben, was habt ihr für einen Lohn? Tun nicht auch die Zöllner dasselbe? Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr Besonderes? Machen es nicht auch die Zöllner ebenso?“
[55:45] Liebe, die nur manchen Menschen gilt, ist nichts Außergewöhnliches. Das gibt es auch bei jedem Ungläubigen, jeder Religion, in jeder Konfession. Das ist nichts Besonderes.
[55:57] Das, was Gottesliebe auszeichnet, ist das, was ein Mensch niemals von alleine produzieren könnte, nämlich die göttliche Liebe, die gesetzmäßig für alle gilt.
[56:12] Es ist die unterschiedslose Liebe zu allen, unabhängig davon, wie man behandelt wird, die ein wahres Gotteskind von allen anderen Menschen unterscheidet.
[56:23] Und jetzt kommt der Aufruf, Vers 48: „Darum sollt ihr vollkommen sein, gleich wie euer Vater im Himmel vollkommen ist.“
[56:35] Der Kontext zeigt uns diese wahre, diese wahre Charaktervollkommenheit.
[56:37] Diese wahre Charaktervollkommenheit zeichnet sich dadurch aus, alle Menschen zu lieben, wie Gott sie liebt. Und Lukas 6 ergänzt als Parallelvers in Vers 36: „Darum seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist, stützt die Strauchelnden und er gibt allen das, was sie brauchen.“ So sollen wir sein. Seine Liebe in uns soll weiterfließen. Das ist die Liebe, die Gott hat, und diese Liebe wird immer Gerechtigkeit lieben. Wer so liebt, wird das Gesetz lieben und halten.
[57:22] Bist du Gott dankbar für seine Liebe, seine Gnade, seine Wahrheit und Gerechtigkeit? Ich bin Gott von Herzen so dankbar, dass sein Erlösungsplan so wunderbar ist. Ich bin froh, dass bei ihm Erbarmen und Recht keine Widersprüche sind, sondern sich durch den Opfertod Jesu als völlige Einheit offenbar gemacht worden sind. Ich bin dankbar, dass er immer zu seinem Wort steht, auch wenn ich gefallen bin, dass seine Gerechtigkeit sich in Liebe und Erbarmen zeigt und dass er seine Pläne nicht blind durchzieht, sondern unsere persönliche Entscheidung respektiert. Ich möchte heute seine unveränderliche Liebe zu allen Menschen auch in meinem Herzen haben. Du auch.
[58:09] Möge Gott unsere Entscheidung segnen. Wollen wir noch gemeinsam beten? Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass du durch dein Wort zu uns gesprochen hast, und danke, dass die Schönheit deines Charakters uns, mir und uns heute noch deutlicher vor Augen stehen durfte. Es gibt noch so viel zu entdecken über dich, Herr. Wir danken dir, dass du so bist. Psalm 145 beschreibt das. Das ist so wertvoll, so heilsam. Und Herr, wir danken dir für deine besondere Nähe. Bleibe du bei uns, erfülle uns mit diesem Heiligen Geist, der diese Dinge in unserem Herzen wachsen lässt. Und hab Dank, dass du uns lieb hast, dass du Liebe und Gerechtigkeit bist. Im Namen Jesu beten wir. Amen.
[59:05] Damit verabschieden wir uns auch heute. Ich wünsche euch von Herzen, dass ihr jeden Tag diesen wunderbaren Gott in eurem persönlichen Alltag erlebt. Wir sehen uns nächste Woche. Nächste Woche wird es weitergehen mit einem weiteren Studium über unseren wunderbaren Gott. Bis dahin wünsche ich euch Gottes reichen Segen und viel Freude in seinem Wort. Amen.