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In dieser ersten Lektion der Christ Study Hour 2025 Q1 beleuchtet Christopher Kramp das Thema „Gottes Liebe und Gerechtigkeit“, beginnend mit Gottes uneingeschränkter Liebe. Anhand der Geschichte Moses am Berg Sinai wird die entscheidende Bedeutung der persönlichen Gegenwart Gottes für unser Leben und unsere Erlösung hervorgehoben. Erfahre, wie Gottes Charakter von Güte und Liebe geprägt ist und wie wir durch Jesus eine tiefe Beziehung zu unserem himmlischen Vater aufbauen können.


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Serie: Christ Study Hour 2025 Q1: Gottes Liebe und Gerechtigkeit

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Transkript

[0:35] Hallo und herzlich willkommen zur Christ Study Hour hier auf Julmedia.de. Wie immer möchten wir alle Zuschauer auf dem Sender Das Wort ebenfalls recht herzlich begrüßen zur allerersten CSH in diesem neuen Jahr 2025.

[0:58] Ein neues Jahr liegt vor uns, ein neues Quartal liegt vor uns und ein Thema, das uns direkt in das Herz der biblischen Offenbarung führt, genau in die ganz großen wichtigen Themen, die unsere Erlösung betreffen, ja, die den ganzen großen Kampf zwischen Licht und Finsternis bestimmen. Es geht um ein Thema, nachdem wir im letzten Quartal das Johannesevangelium uns angeschaut haben. Es geht um ein Thema, das Johannes selbst einmal wirklich buchstäblich auf den Punkt gebracht hat, als er in 1. Johannes 4, Vers 8 und auch in Vers 16 schrieb: „Gott ist die Liebe.“

[1:48] Das Thema für die kommenden drei Monate, das wir uns vorgenommen haben, ist Gottes Liebe und Gerechtigkeit. Wir wollen den Charakter Gottes, sein Wesen besser verstehen. Wir wollen seine Liebe ergründen und sehen, wie seine Liebe und seine Gerechtigkeit untrennbar miteinander verbunden sind. Heute in dem ersten Thema, in der ersten Lektion, wollen wir uns insbesondere der Liebe Gottes zuwenden, und zwar der Tatsache, dass Gott alle Menschen uneingeschränkt liebt. Das Thema heißt deswegen: „Gott liebt uneingeschränkt.“ Und wir bereiten uns damit vor auf das Bibelgespräch am 4. Januar, damit wir dieses Thema wirklich so verstehen, wie Gott es sich wünscht, dass wir es nicht nur begreifen intellektuell, sondern dass wir die Liebe Gottes tatsächlich persönlich ergreifen, uns dafür entscheiden. Wir werden heute sehen, wie wichtig auch unsere persönliche Entscheidung für diese Sache ist, wie wichtig, dass wir uns dafür entscheiden, damit das in unserem Leben auch wirklich Realität wird.

[3:11] Deswegen möchten wir gemeinsam mit einem Gebet starten. Ich lade dich ein, lieber Freund, liebe Freundin, dass wir mit einem Gebet in das Studium beginnen. Lieber Vater im Himmel, ich möchte von Herzen Dank sagen, dass du uns die Kraft schenkst und uns mit einem Heiligen Geist erfüllst, sodass wir über dich und dein Wort nachdenken können. Jeder gute Gedanke, jedes wahre Wort, alles, was wir erfassen können, was uns näher zu dir bringt, ist ein Geschenk von dir. Und Herr, wir realisieren, dass ohne deine Hilfe wir nicht einen einzigen Satz der Bibel richtig verstehen können. Wir möchten dich bitten, dass du jetzt unser Lehrer bist, dass wir besser verstehen, begreifen und erfahren, was deine Liebe für uns persönlich wirklich bedeutet, dass wir darüber nicht nur theoretisch reden, sondern uns wirklich geliebt wissen und aus dieser Erfahrung heraus mit dir im Alltag leben. Ich möchte dich bitten, dass du zu jedem von uns heute sprichst, dass dein Wort unser Herz trifft und dass niemand dieses Video sieht, ohne gemerkt zu haben, dass deine Stimme auch an seinem, an ihrem Herzen geklopft hat. Herr, du hast gesagt, dass dein Wort nicht leer zurückkehren wird, ohne dass es ausführen wird, wozu du es gesandt hast. Und darum bitten wir dich jetzt, dass dein Wort nicht leer zurückkehrt, sondern dass es genau das tut, was du hineingelegt hast. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[5:00] Mose hatte eine Frage gestellt bekommen von niemand anderem als Gott höchstpersönlich. Gott hatte ihn gefragt in 2. Mose 33, Vers 14: „Soll ich selbst mitgehen und dich zur Ruhe führen?“ Die Israeliten waren gerade am Berg Sinai. Mose war vom Berg herabgekommen. Die Israeliten hatten sich schwer versündigt, sie hatten den Bund gebrochen, um das goldene Kalb tanzten sie. Und die Frage war jetzt: Wie geht es weiter? Wie geht es weiter mit dem Volk? Und wer geht weiter mit dem Volk? Gott schlug vor in 2. Mose 33, dass er einen Engel senden würde, der das Volk ins gelobte Land bringen würde. Er schlug das natürlich vor, um Mose zu testen. Würde es Mose und dem Volk ausreichen, das Ziel zu erreichen? Würde es ausreichen, wenn die Verheißungen, dass sie in das gelobte Land kommen würden, wenn sich diese erfüllen würden?

[6:12] Die Antwort von Mose ist beeindruckend. In 2. Mose 33, Vers 15 lesen wir: „Er, Mose, sprach zu ihm, zu Gott: Wenn du nicht selbst mitgehst, so führe uns nicht von hier hinauf.“ Mose wollte nicht einfach in das gelobte Land, er wollte mit Gott in das gelobte Land. Er wollte nicht einfach am Ziel ankommen, er wollte mit Gott am Ziel ankommen. Für ihn macht es einen entscheidenden Unterschied, ob Gott aus der Ferne quasi mit einem Joystick bewirkt, dass wir unser Ziel erreichen, oder ob er mitten bei uns ist. Lieber Freund, liebe Freundin, wenn wir jetzt das neue Jahr beginnen und begonnen haben, haben wir uns vielleicht viele Ziele gesetzt. Wir haben vielleicht Ziele in Anspruch genommen, vielleicht haben wir uns sogar gute Prinzipien aus der Bibel herausgegriffen, gesagt: „Das wollen wir in diesem Jahr erreichen.“ Wirst du zufrieden sein am Ende des Jahres 2025, wenn dein Ziel erreicht worden ist, oder ist es dir viel mehr wichtig, dass du es mit Gott in seiner Gegenwart erreichst?

[7:30] Wollen wir einfach Ziele erreichen, Aufgaben erledigen, Projekte bewältigen, oder wollen wir sie mit Gott zusammen erleben?

[7:46] Für Mose war es eine entscheidende Sache, ob Gott tatsächlich buchstäblich persönlich dabei ist. Die Gegenwart Gottes war für ihn keine nette Nebensache, sondern entscheidend, so sehr, dass als er die Wahl hat, er sagt dann: „Bleiben wir lieber hier bei dir am Berg, als dass wir alleine ohne dich ins gelobte Land gehen.“

[8:14] Mose wollte lieber mit Gott in der Wüste sein als ohne Gott im gelobten Land. Lieber mit Gott da, wo ich gerade bin, als ohne Gott am Ziel meiner Träume.

[8:33] Offensichtlich hat Mose aus eigener Erfahrung gewusst, was für ein unvorstellbarer, unbeschreiblicher Segen die Gegenwart Gottes bedeutet. In Vers 16 lesen wir: „Denn woran soll denn erkannt werden, dass ich Gnade gefunden habe vor deinen Augen, ich und dein Volk? Als daran, dass du mit uns gehst, sodass ich und dein Volk“, sagt er, „ausgezeichnet werden vor jedem Volk, das auf dem Erdboden ist.“ Mose stellt diese interessante Frage, sagt: „Woran soll man denn sonst erkennen, dass wir Gnade gefunden haben, dass du uns begnadigt hast, als daran, dass du bei uns bist?“

[10:04] Die Gegenwart Gottes ist der Beweis für die Gnade, die geschenkt wurde.

[10:12] Ist es nicht erstaunlich, dass derjenige, der auf diese Welt kam, um uns zu begnadigen, Jesus Christus, der unsere Sünden auf sich genommen hat, damit wir Gnade finden können, dass er den Namen bekam: Immanuel, Gott mit uns?

[10:34] Die Gegenwart Gottes in unserem Leben beweist, dass wir Gnade gefunden haben. Und diese Gegenwart macht uns zu einem besonderen Volk. Er sagt ja: „Wir sind dann ausgezeichnet, sodass ich und dein Volk“, sagt in Vers 16, „ausgezeichnet werden vor jedem Volk, das auf dem Erdboden ist.“ Es war nicht die Genetik, nicht ihre körperliche Stärke, nicht ihre Intelligenz, die die Israeliten auszeichnete, es war die Gegenwart Gottes. 2. Mose 19 und dort in Vers 4 bis 6, als Gott diesen Bund den Israeliten anbot, hat er genau das gesagt in Vers 4: „Ihr habt gesehen, was ich an den Ägyptern getan habe und wie ich euch auf Adlers Flügeln getragen und euch zu mir gebracht habe.“ Gott hat sie erlöst, damit sie bei ihm sind. Vers 5: „Wenn ihr nun wirklich meiner Stimme Gehör schenken und gehorchen werdet und meinen Bund bewahrt, so sollt ihr vor allen Völkern mein besonderes Eigentum sein, denn die ganze Erde gehört mir. Ihr aber sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein.“ Das sind die Worte, die du den Kindern Israels sagen solltest. Das Besondere war, dass sie bei Gott waren, dass sie auf seine Stimme hörten, dass sie hören sollten, dass sie seine Worte, seinen Bund bewahrten, dass sie ein heiliges Volk waren. Er, der heilig ist, der heilig, heilig, heilig ist, war die Quelle aller Heiligkeit. Durch seine Gegenwart würden auch sie heilig werden, so wie der Boden am brennenden Dornbusch heilig war durch die Gegenwart Gottes. Sie waren ein besonderes Volk, weil Gott gegenwärtig war.

[12:13] Lieber Freund, liebe Freundin, möchtest du ein besonderer Mensch sein? Dann lass Jesus in dein Leben. Es ist die Gegenwart Gottes in unserem Leben, die uns besonders macht. Es ist die Gegenwart Gottes in unserem Leben, das dazu führt, dass Gottes Gemeinde tatsächlich sein Volk ist. Es sind nicht nur theoretische Wahrheiten, die verstanden werden, es ist die Gegenwart Gottes, die Gottes Volk auszeichnet.

[12:52] 2. Mose 33, Vers 17: „Und der Herr sprach zu Mose: Auch dies, was du jetzt gesagt hast, will ich tun, denn du hast Gnade gefunden vor meinen Augen und ich kenne dich mit Namen.“ Was für eine interessante Formulierung! Gott sagt, dass wenn er uns kennt, wenn er sagt, dass er uns kennt. Nun, Gott kennt alle Menschen, er kennt das Innerste von jedem Menschen. Also, das ist es geht hier um eine besondere, ein besonderes Kennen. Es geht nicht um das Wissen. Gott weiß von allen Menschen alles. Aber hier gibt's eine besondere Beziehung, wenn er sagt, dass ich dich kenne, ich kenne dich mit Namen. Das heißt, wir sind uns ganz nahe.

[13:34] Er sagt in Vers 17: „Denn du hast Gnade gefunden vor meinen Augen und ich kenne dich mit Namen.“ In Matthäus 7, am Ende der Bergpredigt, spricht Jesus von Menschen, die denken, dass sie Gottes Volk sind, die sogar Zeichen und Wunder tun im Namen Jesu. Und Jesus muss ihnen sagen in Matthäus 7, Vers 23: „Und dann werde ich ihnen bezeugen: Ich habe euch nie gekannt. Weicht von mir, ihr Gesetzlosen!“

[14:41] Zu Mose, der die Gnade Gottes erfahren hat, sagte er: „Ich kenne dich mit Namen.“

[14:56] Vers 18, 2. Mose 33, Vers 18. Wir lesen weiter. Mose spricht jetzt zu Gott. Es heißt: „Er aber antwortete: So lass mich doch deine Herrlichkeit sehen!“ Mose möchte immer mehr von Gott verstehen. Er ist nicht zufrieden mit dem, was er schon erlebt hat. Er hat Gottes Stimme gehört vom Berg Sinai, er ist in der Nähe Gottes gewesen auf dem Berg. Er hat Zeichen und Wunder gesehen, aber er möchte Gott noch besser verstehen. Sagt: „Lass mich deine Herrlichkeit sehen.“ Wir denken an Johannes Kapitel 1, Vers 14. Johannes ruft dort aus, wir haben es ja im letzten Quartal studiert: „Und wir sahen seine Herrlichkeit, die Herrlichkeit als die Herrlichkeit eines Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“

[15:54] Mose sagt: „Lass mich deine Herrlichkeit sehen.“ Johannes sagt: „Wir haben diese Herrlichkeit gesehen, wir haben Jesus im Alltag beobachtet, wir haben mit ihm gesprochen, wir haben gesehen, wie Gott ist.“ Die Herrlichkeit Gottes beschreibt seinen Charakter. Das wird deutlich jetzt in der Antwort Gottes in Vers 19, 2. Mose 33, Vers 19: „Und der Herr sprach: Ich will alle meine Güte vor deinem Angesicht vorüberziehen lassen und will den Namen des Herrn vor dir ausrufen.“

[16:31] „Und wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig, und über wen ich mich erbarme, über den erbarme ich mich.“ Hast du schon einmal diese Frage dir gestellt, dass du einen Bibelvers gelesen hast, dass Gott vergibt, zum Beispiel in 1. Johannes 1, Vers 9: „Wenn wir uns zu Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.“ Und manchmal fragen wir uns vielleicht bewusst oder unbewusst: „Gilt das jetzt auch für mich? Gilt das auch, nachdem ich schon so oft gesündigt habe? Gilt das, dass ich, obwohl ich schon an diesem Punkt schon mal Vergebung bekommen habe und jetzt doch wieder rückfällig geworden bin, gilt das noch?“ Wenn du dir diese Frage stellst, schau auf Vers 19. Gott sagt hier: „Wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig, über wen ich mich erbarme, über den erbarme ich mich.“ Wenn Gott begnadigt, dann ist das kein Lippenbekenntnis. Er sagt nicht: „Ach, das wäre ein Geschwätz, nicht? Ja, ich vergeb dir, aber...“ Man weiß da nicht genau, ob er es wirklich vergeben hat. Wenn Gott vergibt, vergibt er wirklich. Wenn Gott sich erbarmt, erbarmt er sich wirklich. Wenn Gott gnädig ist, dann ist er wirklich gnädig.

[19:44] Wir können uns darauf verlassen. Und dann kommt er Mose so nah, so nahe, wie es für Mose möglich ist, ihn zu sehen und zu erleben. Er sagt in Vers 20: „Und er sprach weiter: Mein Angesicht kannst du nicht sehen, denn kein Mensch wird leben, der mich sieht.“ Da sprach der Herr: „Sieh, hier ist ein Ort bei mir in meiner Nähe, da sollst du auf dem Felsen stehen. Wenn dann meine Herrlichkeit vorübergeht, so stelle ich dich in die Felsenkluft und will dich mit meiner Hand so lange bedecken, bis ich vorübergegangen bin.“ Es ist ein Felsen bei ihm und er stellt Mose in die Felsenkluft und er bedeckt ihn, so dass, wenn er vorbeigeht, Mose so viel verstehen kann, wie es für Mose möglich ist zu verstehen. Gott möchte, dass wir ihm so nahe kommen, wie es möglich ist in dieser sündenkranken Welt. Ist die Möglichkeit nur eingeschränkt. Wir können Gott nicht so nah kommen, wie wir ihn einmal auf der neuen Erde sehen werden. Aber soweit es in dieser sündenkranken Welt für uns mit unserem sündigen Körper, mit unserem schwachen Körper, mit all dem, was wir getan haben, soweit es für uns möglich ist, so möchte Gott uns so nahe wie möglich zu ihm bringen, viel, viel näher, als wir glauben, dass es möglich ist.

[21:12] Jesus kam auf diese Welt, um genau das möglich zu machen. Johannes 1, Vers 18 sagt: „Niemand hat Gott je gesehen; der Eingeborene Sohn, der im Schoß des Vaters ist, der hat Aufschluss über ihn gegeben.“ Wir alle haben vielleicht schon die Geschichte gelesen in Johannes 14, als einer der Jünger fragt: „Kannst du uns den Vater zeigen?“ Und Jesus in Johannes 14, ab Vers 8, heißt es hier: „Philippus spricht zu ihm: Herr, zeige uns den Vater, so genügt es uns! Und Jesus antwortet dann in Vers 9: Jesus spricht zu ihm: So lange Zeit bin ich bei euch, und du hast mich noch nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen. Wie kannst du da sagen: Zeig uns Vater? Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch rede, rede ich nicht aus mir selbst, und der Vater, der in mir wohnt, der tut die Werke.“ Durch Jesus kommen wir so nah zu Gott, dem Vater, so nah, dass es nicht näher geht. Er selbst hat gesagt: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.“ Wenn wir Jesus wirklich unser Herz lässt, lernen wir Gott, den Vater, so gut kennen wie nie zuvor. Wir sind dann bei ihm. Durch Jesus kommt die Gegenwart Gottes in unser Leben und das macht den entscheidenden Unterschied in deinem und meinem Alltag heute, in dieser Woche, in diesem neuen Monat, in dem neuen Jahr, das vor uns liegt.

[22:59] In Hosea 14 und dort ab Vers 2 finden wir einen beeindruckenden Aufruf zur Umkehr. Hosea 14 ist eines der schönsten Kapitel der ganzen Bibel, eines der beeindruckendsten Kapitel. Hosea 14, ab Vers 2: „Kehre um, oh Israel, zu dem HERRN, deinem Gott, denn du bist zu Fall gekommen durch deine eigene Schuld.“ Gilt dieser Aufruf nicht auch uns heute, wenn wir zurückblicken auf das vergangene Jahr, wenn wir zurückblicken in die Vergangenheit? Können wir nicht alle tatsächlich mit einstimmen: „Ja, wir sind zu Fall gekommen durch unsere eigene Schuld.“ Ist es nicht Zeit, lieber Freund, liebe Freundin, dass wir uns zurück zu Gott bekehren? „Kehre um, oh Israel, zu dem HERRN, deinem Gott!“ Der Prophet Hosea lebte zur Zeit des Nordreich Israel, kurz bevor es für immer verloren ging. Hosea bringt noch einmal einen dieser unfassbar tiefgehenden Aufrufe zur Buße. Vers 3: „Nehmt Worte mit euch und kehrt um zum Herrn! Sprecht: Vergib alle Schuld und nimm es gut auf, dass wir dir das Opfer unserer Lippen bringen.“ Das wir schuldig sind, Gott möchte nicht einfach eine tote, formale Zeremonie. Er möchte, dass wir unsere Schuld einsehen, dass wir unsere Schuld bekennen, dass wir sie ihm vorlegen, und zwar alle unsere Schuld, nicht nur ein paar Dinge, sondern es heißt ja: „Vergib alle Schuld!“ Er möchte, dass wir ein Opfer der Lippen bringen.

[24:51] Erlösung geschieht nicht dadurch, dass wir ein Lamm schlachten, sondern Erlösung geschieht dadurch, dass wir mit unseren Zungen unsere Schuld bekennen und uns auf das Opfer beziehen, das Opfer durch unsere Worte in Anspruch nehmen, das Gott selbst für uns bereitet hat. Mögen unsere Lippen auf das Kreuz verweisen, dann bringen wir wirklich das Opfer unserer Lippen. Mögen unsere Worte unseren Glauben auf das Kreuz zeigen und mögen unsere Worte auf Jesus verweisen, unseren Erlöser. Das ist das Opfer der Lippen. Dann kann Gott uns vergeben, dann sind wir in seiner Nähe, dann kann er uns wiederherstellen. Vers 4 führt fort, Vers 4 in Hosea 14: „Assyrien wird uns nicht retten, wir wollen nicht mehr auf Rössern reiten und das Werk...“

[25:55] mehr auf Rossen reiten und das Werk unserer Hände nicht mehr unsere Götter nennen, denn bei dir findet der Verwaiste Barmherzigkeit. Als Hosea wirkte, war Assyrien die kommende Weltmacht. Assyrien war militärisch weit überlegen. Viele, nicht nur im Nordreich, schauten nach Assyrien als kulturell überlegen und wollten sich dort anpassen, wollten irgendwie versuchen, dort mitzumachen. Aber Assyrien war in Wirklichkeit eine Gefahr. Assyrien war es, das sie am Ende dann vernichtete. Echte Bekehrung führt dazu, dass wir uns von der Welt abwenden, dass wir erkennen, dass die großen weltlichen Prinzipien in dieser Welt uns nicht retten können.

[26:38] Damals waren Rosse das Neueste, die neueste Militärtechnologie. Man war stolz, wenn man Pferde hatte. Viele hatten keine Pferde. Der Rabschake wird später vor Jerusalem sagen: „Ich, der König Sanherib, stelle dir, Hiskia, 2000 Pferde, wenn du überhaupt Leute hast, die drauf sitzen können.“ Das war etwas Wertvolles, etwas, worauf man baute, so wie heute vielleicht auf Atomraketen oder auf Panzer.

[27:07] Aber wer sich bekehrt, wer das Opfer der Lippen bringt, wer umkehrt zu Gott, der weiß, dass man auf weltliche Macht nicht vertrauen kann und auch nicht muss, der nicht mehr die eigenen Werke vergöttert, so wie es die Heiden tun, sondern der zu Gott zurückkehrt. Denn bei Gott findet der Bedürftige das, was er braucht. Der Verwaiste findet Barmherzigkeit.

[27:38] Zu Gott umzukehren bedeutet, ihm zu vertrauen, weil wir erfahren haben, dass er im Gegensatz zu den assyrischen Königen, im Gegensatz zu den, zu den, zu den Mächten dieser Welt, er ist wirklich gut zu uns.

[27:54] Vers 5: „Ich will ihre Abtrünnigkeit heilen. Gerne will ich sie lieben, denn mein Zorn hat sich von ihnen abgewandt.“ Er möchte uns heilen. Er, er liebt uns. Er, er freut sich daran, wenn er uns Gutes tun kann.

[28:09] Ein anderer Prophet hat das so wunderbar ausgedrückt in Micha Kapitel 7 Vers 18. Wird diese Frage gestellt: „Wer ist ein Gott wie du, Micha muss sagen: Das, was Gott über sich offenbart, ist so anders als all das, was über die heidnischen Götzen erzählt wurde? Wer ist ein Gott wie du, der die Sünde vergibt und dem Überrest seines Erbteils die Übertretung erlässt, der seinen Zorn nicht alle Zeit festhält, sondern Lust an der Gnade hat?“

[28:37] Nein, Gott muss man nicht beknien. Man muss ihn nicht massieren und ihm zu sagen: „Jetzt aber, du könntest uns doch vielleicht bitte vergeben.“ Man muss ihn nicht umstimmen. Man muss nicht an ihm arbeiten, damit er endlich seine Meinung ändert. Er freut sich, wenn er dir vergeben kann. Er wartet darauf, dass er endlich auch dir zeigen kann, wie sehr er dich liebt. Du musst Gott nicht umstimmen. Er versucht vielmehr, dir zu zeigen, wie er ist. Er will dich umstimmen, damit du endlich ihm vertraust. Er freut sich, wenn er dir Gnade schenken kann. Du möchtest ihm Freude bereiten? Komm zu ihm, wie du bist. Gib ihm alles, alle deine Sünden, alle deine Sorgen, alle deine Schuld. Gib ihm alles, damit er alles reinwaschen kann. Du machst ihm die größte Freude, die du dir vorstellen kannst.

[29:31] Zurück zu Hosea 14. Er sagt in Vers 5: „Ich will ihre Abtrünnigkeit heilen, gerne will ich sie lieben.“ Setz deinen eigenen Namen ein, lieber Freund, liebe Freundin: „Ich will deine Abtrünnigkeit heilen, gerne will ich dich lieben.“ Das spricht Gott zu mir und zu dir, denn sein Zorn hat sich von uns abgewandt. Jesus ist am Kreuz von Golgatha gestorben. Er hat den Zorn Gottes gespürt. Er hat gerufen: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Der Zorn, der eigentlich gegen uns hätte gerichtet sein sollen, war auf ihn gerichtet. Der Zorn Gottes hat sich von uns abgewandt, wenn wir ihm das glauben, wenn wir das in Anspruch nehmen für uns persönlich.

[30:14] Vers 6: Diese Worte sind so unfassbar schön. Ich finde sie persönlich für mich sind es eine, eine der größten Lieblingspassagen der Bibel, gleich nach 5. Mose 30, Jeremia 32. Jesaja 8 ist auch so unglaublich schön.

[30:27] Vers 6: „Ich will für Israel sein wie der Tau. Es soll blühen wie eine Lilie und Wurzel schlagen wie der Libanon. Seine Schösslinge sollen sich ausbreiten. Es soll so schön werden wie ein Ölbaum und so guten Geruch geben wie der Libanon.“ Er spricht hier von dem Nordreich Israel, das so tief im Abfall drin ist. Wenn man die Geschichte der Könige liest, denkt man: „Geht es noch schlimmer?“ Das ist schon Generationen nach Ahab. Es geht eigentlich immer nur bergab. Und Gott sagt: „Es könnte so schön sein, wenn ihr zu mir kommt, dann werde ich sein für euch wie der Tau.“

[30:58] Nein, Gott ist nicht gewalttätig. Er versucht uns nicht irgendwie zu brechen. Es ist wie der Tau, der so glitzernd auf den Pflanzen liegt und der sie befeuchtet und ihr Wachstum befördert. Er sagt: „Israel soll blühen wie eine Lilie, Wurzel schlagen wie der Libanon.“ Im Libanon da wachsen die Zedernbäume, die mächtigsten Bäume damals im Alten Orient, berühmt sogar, dass Könige von weit her aus Assyrien, aus Babylon, weil diese Zedern so stark waren.

[31:31] So, wenn wir Bekehrung erleben, dann wird unser Charakter so schön wie eine Lilie. Dann können wir so stark werden wie die Zedern am Libanon. Dann breiten sich, breiten wir uns aus, so wie die Schösslinge sich hier ausbreiten. So schön wie der Ölbaum, so guten Geruch geben wie der Libanon. Das Zedernholz war berühmt für den guten Geruch. Manchmal wurde es in Palästen allein schon deswegen verwendet, weil dann die Paläste so gut rochen. Gibt unser Leben einen guten Geruch? Ist unser Leben schön? Blüht es? Breitet es sich aus? Dann ist Gottes Gnade in unserem Leben aktiv, wenn wir uns dafür entscheiden, Gottes Gnade in Anspruch zu nehmen, wenn wir uns umkehren, alle unsere Schuld ihm geben, einsehen, dass es unsere Schuld war und ihn um Vergebung bitten. Wird das in deinem und meinem Leben geschehen?

[32:28] Vers 8: „Die unter seinem Schatten wohnen, sollen wiederum Getreide hervorbringen und blühen wie der Weinstock und so berühmt werden wie der Wein vom Libanon.“ Es sah so aus, als ob Israel kurz vor der Vernichtung steht, aber Gott sagt: „Wenn ihr jetzt umkehrt, dann werdet ihr berühmt, dann werdet ihr schön, dann wird es noch einmal Frucht geben.“ Lieber Freund, liebe Freundin, vielleicht sieht es so aus für andere, vielleicht sogar für dich, als ob du kurz vor der, kurz vor dem Abgrund stehst, dass du eigentlich so gut wie hoffnungslos verloren bist.

[33:10] Aber wenn du umkehrst, dann wirst du nicht einfach nur daherkommen, der gerade so vielleicht noch der letzten Vernichtung entkommen ist und schwer gezeichnet ist. Gott stellt dich wieder her. Er macht dein Leben wieder schön, mehr als du dir vorstellen kannst. Ich habe das in meinem Leben erlebt. Ich weiß, dass das, was hier steht, die Wahrheit ist.

[33:42] Vers 9: „Ephraim wird sagen: Was soll ich künftig noch mit den Götzen zu schaffen haben?“ Ich – das ist jetzt Gott, der spricht: „Ich, ich habe ihn erhört und auf ihn geblickt.“ Und jetzt kommt wieder Ephraim, also ein, ein Bild für das Nordreich Israel, ein, ein Wort ist der der Hauptstämme des Nordreich gewesen: „Ich bin wie eine grünende Zypresse.“ Und dann wieder Gottes Kommentar dazu: „Es soll sich zeigen, dass deine Frucht von mir kommt.“

[34:12] Gottes Vergebung bewirkt, dass wir uns innerlich von den Götzen abwenden. Die Geschichte Israels ist zu oft eine Geschichte, wo sie aufgrund des Götzendienstes in Not geraten, dann zu Gott schreien, er ihnen hilft und sie dann sofort gleich wieder nach der erfahrenen Rettung oft wieder abfallen. Aber Gott möchte, dass wir diese Einstellung von Ephraim hier haben, wie Ephraim es hätte haben können.

[34:34] Vers 9: „Was soll ich künftig noch mit den Götzen zu schaffen haben? Warum brauche ich, ich brauche keine Götzen mehr. Ich habe ja Gott.“

[34:45] Gott wünscht sich nicht, dass wir die Götzen meiden, weil wir Angst haben, bestraft zu werden. Er wünscht sich, dass wir nicht nur die Götzen meiden, weil wir intellektuell sagen: „Ist aber eigentlich verkehrt“, sondern er wünscht sich, dass wir sagen können: „Was soll ich eigentlich noch mit diesen Götzen? Denn ich habe ja Gott, und er lässt mein Leben erblühen. Er lässt mein Leben schön sein. Er lässt mein Leben wieder einen guten Geruch geben. Was brauche ich die Götzen gar nicht mehr? Ich bin ja wie eine grünende Zypresse, seit ich zu Gott gekommen. Gott segnet mein Leben.“ Und dann sagt Gott: „Es soll sich zeigen, es soll sichtbar werden auch für andere, dass das, was in deinem Leben geschieht, mein Werk ist, dass deine Frucht von mir kommt.“

[35:30] Wir alle möchten Frucht bringen. Galater 5 Vers 22: „Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.“

[35:48] Menschen, die die Vergebung Gottes in Anspruch genommen haben, die zu Gott gekommen, sich bekehrt haben, obwohl sie so tief im Schlamm steckten wie das Nordreich Israel, Menschen, die geglaubt haben, dass Gott sie trotzdem, dass er ihnen gerne vergeben möchte, dass er Lust an der Gnade hat, die werden sehen, dass sie Liebe, Freude, Friede, Langmut, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung – das alles in ihrem Leben plötzlich wächst und es für sie und andere deutlich wird: Das ist Gott, der in ihnen wirkt. Es ist Gottes Gegenwart in ihrem Leben.

[36:38] Hosea 14 schließt mit dieser tief in unser Herz sich bohrenden Frage: „Wer ist so weise, dass er das einsieht und so klug, dass er das verstehe?“ Wer begreift, was Gott hier sagen möchte? Wer ist so klug? Wahre Klugheit, wahre Weisheit ist, wenn man das hier glaubt. „Denn die Wege des Herrn sind richtig, und die Gerechten wandeln darauf. Aber die Übertreter kommen auf ihnen zu Fall.“ Hier zeigt sich, dass egal wie tief wir gefallen sind, Gott kann und will uns retten. Egal wie dreckig unser Leben ist, Gott kann und will es wieder schön machen. Aber es zeigt sich, dass es nur funktioniert, wenn wir wollen, wenn wir es einsehen, wenn wir dem Ruf folgen, wenn wir diese Liebe in unser Herz lassen.

[37:35] Ja, Gott liebt uneingeschränkt. Du kannst nicht bewirken, dass Gott dich nicht mehr liebt. Du kannst aber deine Augen davor verschließen und deswegen diese Liebe verpassen, obwohl sie da ist, obwohl sie auf dich wirkt, sozusagen auf dich wirkt, wird sie dein Leben nur verändern, wenn du die Tür aufmachst, wenn du es einsiehst und wenn du dich dieser Liebe, dieser Gnade, dieser transformierenden Wiederherstellung auch auslieferst.

[38:25] Gott liebt uns. Er liebt uns, egal, was wir getan haben. Die Frage ist, ob wir davon profitieren wollen oder nicht.

[38:42] Er liebt uns nicht, weil wir etwas getan haben, denn er liebte uns schon, bevor es uns gab. Das wird deutlich, wenn wir ein paar Verse hier gemeinsam uns betrachten in Offenbarung 4.

[38:56] Und dort Vers 11 heißt es über Gott und seine schöpferische Macht. Offenbarung 4 Vers 11: „Würdig bist du, oh Herr, zu empfangen den Ruhm und die Ehre und die Macht, denn du hast alle Dinge geschaffen, und durch deinen Willen sind sie und wurden sie geschaffen.“ Gott hat alles gemacht.

[39:15] In Psalm 33 Vers 6 wird deutlich, dass Gott durch sein Wort alles in die Existenz gerufen hat. Er ist von keinem Geschöpf abhängig. Alle Geschöpfe sind von ihm abhängig.

[39:39] Und in Johannes 17 und dort Vers 24 lesen wir folgende Worte. Johannes 17 Vers 24: Jesus betet zu seinem Vater und er sagt hier diesem sehr berührenden Vers, Vers 24: „Vater, ich will, dass, wo ich bin, auch die bei mir sein, die du mir gegeben hast, damit sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast, denn du hast mich geliebt vor Grundlegung der Welt.“ Die Liebe Gottes ist nicht etwas, was erst entstand, als es eine Schöpfung gab, als es Geschöpfe gab, denen Gott Liebe zeigen konnte. Die Liebe Gottes gab es schon vor der Grundlegung der Welt. Gottes Liebe ist ewig. Er liebt nicht nur, weil es Geschöpfe gibt, er liebt auch schon vorher.

[40:36] Ja, er liebte uns, obwohl er bereits wusste, dass wir einmal von ihm abfallen würden.

[40:44] Offenbarung 13 Vers 8. Es heißt hier, es wird hier angedeutet in Vers 8: „Und alle, die auf der Erde wohnen, werden es anbeten, deren Namen – also es geht um das das Tier aus der, aus dem Meer hier – deren Namen nicht geschrieben stehen im Buch des Lebens des Lammes, das geschlachtet worden ist von Grundlegung der Welt an.“ Der Erlösungsplan war schon vor der Schöpfung bekannt. Gott hatte schon, bevor wir existierten, eine solche Liebe zu uns, dass er diesen Plan gefasst hat, dass wenn wir abfallen und sündigen, Jesus für uns sterben würde, damit wir die Möglichkeit haben, ewiges Leben doch noch zu erlangen.

[41:27] Das beweist, dass du Gottes Liebe niemals dir erarbeiten kannst, denn sie existierte schon, bevor du existiertest. Gottes Liebe war schon da, bevor du irgendetwas hättest tun können, um sie zu verdienen. Nein, sie war schon da.

[41:50] Warum fällt uns das so schwer, das zu glauben, dass Gott uns nicht liebt, weil wir etwas getan haben, sondern weil wir sind? Ja, er liebt uns sogar schon, bevor wir sind, wissen, was alles in sein Leben sein wird. Er liebt uns trotzdem. Lieber Freund, liebe Freundin, du kannst es auf den Kopf stellen, egal was du tust, egal was du machst, egal was du denkst, du wirst niemals den Knopf finden können, mit dem du die Liebe Gottes ausschalten kannst. Sie strahlt auf dich. Vielleicht machst du deine Augen zu und tust so, als ob es nicht da wäre. Vielleicht drehst du dich weg und versuchst ihr zu entfliehen, aber egal was du tust, sie ist schon da und sie strahlt dich an in der Hoffnung, dass du das annimmst, dass du das gibst.

[42:46] Ja, Gottes Liebe ist ewig, die war schon immer da. Er selbst sagt es genauso in Jeremia 31 und dort Vers 3.

[42:56] Jeremia 31 und dort Vers 3. Dort lesen wir diese berühmten Worte: „Von ferne her ist mir der Herr erschienen. Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt.“ Nein, mit ewiger Liebe hat er nicht nur die ganze Welt geliebt, nicht nur das ganze Universum und alle Engel. „Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Gnade.“

[43:23] Warum wirkt Gottes Geist an mir? Weil ich gutes Potenzial habe? Weil ich schon mal ein paar Dinge richtig gemacht habe? Weil ich nicht ganz so schlimm gesündigt habe wie andere? Nein, nein, nein. Warum wirkt Gottes Gnade an dir und an mir? Warum zieht er an uns? Weil er uns schon geliebt hat, bevor wir existierten. Er sagt ja: „Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt.“ Darum, deswegen, das ist der Grund: Weil ich dich schon immer geliebt habe, deswegen ziehe ich mit dem Heiligen Geist an dir, deswegen ziehe ich dich zu mir aus lauter Gnade. Du, du hast es nicht verdient, du kannst es nicht erarbeiten. Ich lieb dich trotzdem. „Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Gnade.“

[44:11] Johannes hat den Punkt wirklich getroffen, auf den Punkt gebracht, wie wir schon am Anfang gesagt haben, in 1. Johannes Kapitel 4 und dort Vers 8: „Wer nicht liebt, der hat Gott nicht erkannt, denn Gott ist Liebe.“ Wann immer es Gott gab, gab es Liebe.

[44:40] Als Gott seine Güte, seine Liebe – könnte man auch sagen seinen Charakter – an Mose vorbeiziehen lassen wollte, ging er selbst vorbei. Gott ist Liebe.

[44:53] Vers 16: „Und wir haben die Liebe erkannt und geglaubt, die Gott zu uns hat.“ Wir haben die Liebe erkannt und geglaubt, die Gott zu uns hat. „Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.“

[45:10] Wir haben ja angefangen mit der Frage: Möchten wir, dass Gott in unserem Leben gegenwärtig ist? Wir müssen uns öffnen für die uneingeschränkte Liebe Gottes. Und wer in der Liebe bleibt, der bleibt bei Gott, der bleibt in Gott und Gott in ihm. Das Geheimnis der Gegenwart Gottes in unserem Leben ist die Erkenntnis, dass Gott mich uneingeschränkt liebt und ich das annehme und glaube.

[45:48] Wenn du Gott in deinem Leben haben möchtest, dann glaube ihm, dass er dich uneingeschränkt liebt und das Beste für dich will. Nimm das an. Und wenn du in dieser Liebe bleibst, bleibst du in Gott. Denn wo wir glauben, dass Gott das Beste für uns will, da ist Gott gegenwärtig. Wenn wir glauben, dass Jesus am Kreuz von Golgatha für uns gestorben ist, wie Johannes 3 Vers 16 sagt: „Denn so auf diese Weise hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“ Dann haben wir Gottes Gegenwart und zwar für immer ewiges Leben.

[46:44] Gott ist immer derselbe. Maleachi Kapitel 3 und dort Vers 6. Maleachi 3 Vers 6: „Denn ich, der Herr, verändere mich nicht.“

[46:53] Einen ähnlichen Gedanken finden wir in Jakobus Kapitel 1, wo wir lesen können in Jakobus 1 und dort in Vers 17: „Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab von dem Vater der Lichter, bei dem keine Veränderung ist noch ein Schatten infolge Wechsel.“ Bei Gott gibt es keine Veränderung. Gott ist die... es gibt zwei entscheidende Aussagen, auf denen das gesamte biblische Gebäude sozusagen aufruht, zwei Aussagen, die letztlich das Urfundament von allem bilden, so würde ich sagen. Erstens: Gott ist Liebe, und zweitens: Gott ändert sich nicht. Alles andere, die Lehre von Gott, wie er ist, wer er ist, die Lehre der Erlösung, die Lehre der Schöpfung, vom Gesetz Gottes, was immer wir in der Bibel an Lehre finden, ruht auf diesem Urfundament: Gott ist die Liebe und er ändert sich nicht. Wir werden sehen, dass das das Geheimnis Gerechtigkeit in Gottes Regierung untrennbar miteinander verwoben sind. Gott ist die Liebe und er ändert sich nicht.

[48:41] Matthäus 22. In Matthäus 22 lesen wir am Anfang ein Gleichnis. Es ist das dritte Gleichnis in einer Reihe von drei Gleichnissen, die alle letztlich denselben Punkt machen, jeweils ein bisschen ausführlicher. Und Matthäus 22, 1 bis 14 ist das detailreichste dieser drei Gleichnisse. Es geht um ein Gleichnis, indem wir sehen können, dass obwohl Gottes Liebe unveränderlich ist, es doch eine Stellschraube gibt, die darüber entscheidet, ob die Liebe Gottes in unserem Leben das bewirken kann, was sie möchte oder nicht. Das ist unsere eigene Entscheidung. Jesus hat das in Vers 14 deutlich gemacht. Er sagt hier: „Denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwählt.“ Nicht alle, die den Ruf Gottes hören, nehmen ihn auch an. Nicht alle, die von der uneingeschränkten Liebe Gottes angestrahlt werden, öffnen sich auch dafür. Nicht alle, die von Gott geliebt werden, profitieren von dieser Liebe so, wie sie können.

[50:02] Erst Matthäus 22 lesen wir ab Vers 1: „Da begann Jesus und redete wieder in Gleichnissen zu ihnen und sprach: Das Reich der Himmel gleicht einem König, der für seinen Sohn das Hochzeitsfest veranstaltete.“ Gott bereitet eine Hochzeit für Jesus vor. Johannes sagt uns ist der Täufer. Er sagt in Johannes 3 und dort Vers 28 und 29 über Jesus, dass er der Bräutigam ist. „Ihr selbst bezeugt mir, dass ich gesagt habe: Nicht ich bin der Christus, sondern ich bin vor ihm hergesandt. Wer die Braut hat, der ist der Bräutigam. Der Freund des Bräutigams, aber, der da steht und ihn hört, ist hoch erfreut über die Stimme des Bräutigams. Diese meine Freude ist nun erfüllt.“ Jesus ist der Bräutigam. Wir alle sind eingeladen zu seiner Hochzeit.

[50:57] In Offenbarung 19 und dort ab Vers 7 heißt es: „Lasst uns fröhlich sein und jubeln und ihm die Ehre geben, denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und seine Frau hat sich bereit gemacht. Und es wurde ihr gegeben, sich in feine Leinwand zu kleiden, rein und glänzend, denn die feine Leinwand ist die Gerechtigkeit der Heiligen.“

[51:18] Leinwand ist die Gerechtigkeit der Heiligen. Und er sprach zu mir: Schreibe: Glückselig sind die, welche zum Hochzeitsmal des Lammes, also des Hochzeitsmales Jesu, berufen sind! Und er sprach zu mir: Dies sind die wahrhaftigen Worte Gottes. Lieber Freund, liebe Freundin, Gott der Vater lädt dich ein. Das sind nicht nur Worte, die sich Johannes ausgedacht hat, sondern Gott der Vater hat diese Einladung formuliert. Sie ist an dich gerichtet, lieber Freund, liebe Freundin. Du bist von Gott dem Vater eingeladen, beim Hochzeitsmal von Jesus dabei zu sein.

[51:56] Matthäus 22, Vers 3: Und er sandte seine Knechte aus, um die Geladenen zur Hochzeit zu rufen; aber sie wollten nicht kommen. Gott sandte seit Jahrtausenden Propheten, später Apostel, Menschen mit seiner Botschaft zu denen, die eingeladen waren, aber viele wollen nicht kommen. Das eine ist, dass man eine Einladung bekommt, das andere ist, dass man sie auch annimmt. Wer die Einladung zum Hochzeitsfest bei sich zu Hause auf den Schreibtisch stellt, aber nie hingeht, wird nicht satt werden. Man braucht diese Karte und man muss eingeladen sein, aber wenn man nicht geht, nützt auch die Einladung nichts. Lieber Freund, liebe Freundin, wir sind alle eingeladen. Gott liebt alle Menschen, aber werden wir gehen? Werden wir die Einladung in Anspruch nehmen?

[52:50] Vers 4: Da sandte er nochmals andere Knechte, weil Gott sich nicht damit genügt, uns einmal einzuladen. Er kommt immer und immer wieder. Die Gnade Gottes, seine Liebe, tut immer wieder wie Wellen an uns, an unserem Herzen heranpreschen, schlagen, um uns doch zu erweichen, um uns doch umzustimmen, um uns doch einzuladen.

[53:13] Er sandte nochmals andere Knechte und sprach: Sagt den Geladenen: Siehe, meine Mahlzeit habe ich bereitet, meine Ochsen und das Mastvieh sind geschlachtet, und alles ist bereit. Kommt zur Hochzeit! Lieber Freund, liebe Freundin, es ist alles bereit. Jesus ist für uns gestorben. Das Blut ist vergossen worden für jede Sünde, für jede Schuld. Egal wie tief du gefallen bist, egal wie dunkelrot deine Sünde ist, egal was los ist, es ist ausreichend gesorgt. Du kannst in weißen Gewändern vor Gott dem Vater stehen auf der neuen Erde, wenn du möchtest. Es ist bereit. Du musst es ihm glauben und in Anspruch nehmen. Komm zur Hochzeit!

[53:55] Vers 5: Sie aber achteten nicht darauf, sondern gingen hin, der eine auf seinen Acker, der andere zu seinem Gewerbe. Vers 6: Die übrigen aber ergriffen seine Knechte, misshandelten und töteten sie. Hast du die Einladung Gottes gehört? Willst du sie annehmen oder willst du sagen: Ich habe jetzt keine Zeit, ich muss erst mein Studium vollenden, dann habe ich später Zeit für Gott. Ich muss jetzt erstmal meine Kinder großziehen. Ich habe jetzt mit dem Beruf so viel zu tun. Ich bin gerade auf Weltreise. Ich habe später vielleicht Zeit.

[54:32] Bist du zu beschäftigt, um das Angebot Gottes in Anspruch zu nehmen? Lieber Freund, liebe Freundin, ich möchte mich heute neu dafür entscheiden, jetzt, wo das neue Jahr beginnt, das Angebot, die Einladung von Gott dem Vater, beim Hochzeitsmal dabei zu sein, nicht abzulehnen. Dabei zu sein, ist anzunehmen, dass Gott mich liebt von ganzem Herzen.

[54:53] Einige waren so ärgerlich über diese Botschaft, dass sie sogar die Knechte misshandelten, manche sogar töteten. Wie viele Knechte Gottes, wie viele Propheten und Apostel sind über die Jahrhunderte und Jahrtausende getötet worden, weil Menschen die Einladung der Liebe Gottes nicht annehmen wollten?

[55:24] In diesem Gleichnis sind es vor allem zunächst einmal die, die eine schriftliche Einladung bekommen haben, sozusagen die angesprochen werden. Das Gleichnis, wenn man den Kontext der ersten beiden Gleichnisse dazunimmt, die direkt davor am Ende von Kapitel 21 beschrieben werden, dann sehen wir, es geht hier zunächst einmal um das Volk Gottes des Alten Testamentes, das Volk Israel, das schriftlich durch die Tora, durch das Alte Testament, die Einladung erhalten hatte. Sie waren eingeladen, aber sie nahmen es nicht.

[56:03] So wie mit dem Weinberg, mit den Weingärtnern, die dann die Knechte töteten, weil sie den Weinberg für sich selbst haben wollten und keine Früchte bringen wollten.

[56:15] Und deswegen steht in Vers 7, Matthäus Kapitel 22, Vers 7: Als der König das hörte, wurde er zornig, sandte seine Heere aus und brachte diese Mörder um und zündete ihre Stadt an. Ein Hinweis auf das kommende Gericht, das das Volk Israel im ersten Jahrhundert erlebte, als 70 nach Christus die Stadt Jerusalem von den Römern zerstört worden ist.

[56:36] Aber Gottes Liebe ist nicht am Ende. Vers 8: Dann sprach er zu seinen Knechten: Die Hochzeit ist zwar bereit, aber die Geladenen waren nicht würdig. Darum geht hin an die Kreuzung der Straßen und ladet zur Hochzeit ein, so viele ihr findet.

[56:50] Die Einladung ergeht nun an alle Menschen. Matthäus 24,14: Dieses Evangelium vom Reich wird in der ganzen Welt verkündigt werden den Völkern zum Zeugnis. Das heißt, Vers 14, Verzeihung: Dieses Evangelium vom Reich wird in der ganzen Welt verkündigt werden zum Zeugnis für alle Heidenvölker, und dann wird das Ende kommen. Offenbarung 14, Vers 6 spricht von einem ewigen Evangelium, das allen Völkern, Nationen, Stämmen und Sprachen gepredigt werden soll.

[57:13] Gottes Liebe ist nicht auf ein Volk beschränkt. Das ist der eigentliche Punkt hier. Der Punkt von Jesus ist, dass einige schon eine besondere Einladung bekommen hatten, nicht mit dem Ziel, dass sie alleine dazu eingeladen waren, sondern natürlich, wenn wir das Alte Testament richtig lesen, wenn wir 2. Mose 19 richtig lesen, sie sollten ja Priester sein, sie sollten anderen davon erzählen, sie sollten diese Einladung ja weitergeben. Aber sie selbst nahmen diese Einladung nicht an und gaben sie auch nicht weiter.

[57:46] So hat Gott das Volk Israel aufhören lassen, Gottes Volk zu sein, wie in diesen Gleichnissen, vor allem auch in dem Gleichnis vorher in Matthäus 21, ganz deutlich wird, wo es heißt in Vers 43: Darum sage ich euch: Das Reich Gottes wird von euch genommen und einem Volk gegeben werden, das dessen Früchte bringt.

[58:08] Vers 10: Und jene Knechte gingen hinaus auf die Straßen und brachten alle zusammen, so viele sie fanden, Böse und Gute, und der Hochzeitssaal wurde voll von Gästen.

[58:17] Warum heißt es hier Böse und Gute? Ganz einfach, weil die Einladung an jeden ergeht, egal was er getan hat. Gott sucht sich nicht nur die Guten aus und sagt: Du darfst kommen, aber du nicht. Die Einladung gilt allen, egal ob wir in menschlichen Augen gut oder böse sind. Wir alle können umkehren, wir alle können verwandelt werden, wir alle können Vergebung unserer Sünden bekommen. Denn als Jesus für uns starb, waren wir alle böse.

[58:44] In Römer Kapitel 5 und dort Vers 8 heißt es: Gott aber beweist seine (ich in meinen Worten hinzugefügt in Klammern: uneingeschränkte) Liebe zu uns dadurch, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.

[59:01] Was bedeutet das, dass wir Sünder waren? Vers 10: Denn wenn wir mit Gott versöhnt worden sind durch den Tod seines Sohnes, als wir noch Feinde waren, wie viel mehr werden wir als Versöhnte gerettet werden durch sein Leben!

[59:13] Jesus ist für uns gestorben, als wir noch seine Gegner waren, als wir noch gar nicht gerettet werden wollten. Das wiederum zeigt, dass Gottes Liebe uneingeschränkt ist. Er sucht sich nicht nur die aus, die sowieso schon mal in Vorleistung gegangen sind, die schon mal Gutes bewiesen haben. Er stirbt für alle.

[59:34] Jesus starb für dich, ganz egal, ob du es jemals annehmen wirst oder nicht. Er starb für dich, und du wirst einmal – du wirst es einmal realisieren, dass er für dich starb und alle deine Schuld schon einmal bezahlt worden ist. Die Frage ist nur: Realisierst du es jetzt, wo du das in Anspruch nehmen kannst und deswegen ein ewiges Leben bekommen kannst, oder realisierst du es erst, wenn es zu spät ist, nach den tausend Jahren der Wiederkunft und dann nach den tausend Jahren, wenn du realisierst, du hast dieses Geschenk verspielt, ignoriert und dadurch verloren?

[1:00:16] Jesus ist für dich gestorben, obwohl du gegen ihn warst. Dieses Licht kannst du nicht ausmachen, es wird immer leuchten.

[1:00:30] Aber die Geschichte geht noch weiter in Matthäus 22 und dort Vers 11: Als aber der König hineinging, um sich die Gäste anzusehen, sah er dort einen Menschen, der kein hochzeitliches Gewand anhatte.

[1:00:51] Das Gewand ist nicht etwas, was die Gäste selbst mitbringen müssten, und wir haben hier keinen Fall von jemandem, der arm war und es sich nicht leisten konnte. Das Gewand wird bei der Einladung, so ist die orientalische Sitte gewesen, mitgeschenkt. Man bekommt nicht nur eine Karte, man bekommt auch das Gewand dazu.

[1:01:11] Hier hat jemand die Einladung angenommen, aber nicht das Geschenk, das mit ihm kam. Hier wollte jemand so bleiben, wie er ist. Aber die Einladung bedeutet, dass wir verändert werden, dass wir ein neues Gewand bekommen.

[1:01:26] Einladung ergeht an uns alle. Offenbarung 3, Vers 18 heißt es: Ich rate dir – Jesus steht vor unserer Tür und er sagt: Ich rate dir, von mir Gold zu kaufen, das im Feuer geläutert ist, damit du reich wirst, und weiße Kleider, damit du dich bekleidest und die Schande deiner Blöße nicht offenbar wird, und salbe deine Augen mit Augensalbe, damit du sehen kannst.

[1:01:50] Was ist das für ein Kleid, das er uns anbietet? Wir haben schon Offenbarung 19 gelesen, in Vers 8, wo es um die Frau geht, die sich bereitet hat. Es heißt hier: Und es wurde ihr gegeben, sich in feine Leinwand zu kleiden, rein und glänzend. Es wurde ihr gegeben, sie musste sich das nicht selbst kaufen, es wurde ihr gegeben. Denn die feine Leinwand ist die Gerechtigkeit der Heiligen.

[1:02:11] Gottes Gerechtigkeit in Jesus Christus wird uns zugerechnet und verliehen.

[1:02:24] Jesus ist für uns gestorben, damit seine Gerechtigkeit unsere gesamte Vergangenheit bedeckt, aber auch unsere Gegenwart und Zukunft formt und bestimmt. Seine Gerechtigkeit wird uns zugerechnet und verliehen. Wir müssen dieses Kleid auch wirklich anziehen.

[1:02:47] Jesaja Kapitel 61 und dort Vers 10: Ich freue mich sehr in dem Herrn, und meine Seele ist fröhlich in meinem Gott; denn er hat mir Kleider des Heils angezogen, mit dem Mantel der Gerechtigkeit mich bekleidet, wie ein Bräutigam sich den priesterlichen Kopfschmuck anlegt und wie eine Braut sich mit ihrem Geschmeide schmückt.

[1:03:12] Lieber Freund, liebe Freundin, du bist eingeladen, und Gott schenkt dir das Kleid dazu. Bitte zieh es an. Lasst es uns anziehen. Lasst uns Gott jeden Morgen bitten: Bekleide auch heute mit deiner Gerechtigkeit, dass ich nicht mit meiner eigenen Gerechtigkeit, mit meiner eigenen Werksgerechtigkeit durch den Tag gehe, sondern dass ich mit deinem Charakter bekleidet bin, deine Gerechtigkeit mich bekleidet. Wenn die Menschen mich sehen, sie deine Gerechtigkeit sehen, dein Heil, deine Gnade, deine Güte, deine uneingeschränkte Liebe.

[1:03:52] Denn das Kleid ist ja Ausdruck dessen, dass Jesus für uns am Kreuz gestorben ist. Die Frage ist nur: Tragen wir das so, dass Menschen uns – denn wenn Menschen uns sehen, sehen sie doch, was wir anziehen, oder sie sehen, was wir tragen. Tragen wir Gottes uneingeschränkte Liebe oder tragen wir doch unsere eigenen Gedanken, Pläne, Wünsche und erzählen manchmal von dem, was wir da theoretisch wissen, bei uns im Kleiderschrank hängt? Tragen wir Gottes uneingeschränkte Liebe im Alltag?

[1:04:27] Dieser eine Mann trug sie nicht. Der dachte, es reicht, wenn er einfach das Geschenk irgendwo verstaut, für später mal aufhebt. Aber das ist nicht das, worauf es ankommt, es auch wirklich zu tragen. Es ist ja geschenkt, was soll's? Man braucht ja wahrscheinlich dann – man wird ja sicherlich nicht deswegen verloren gehen, weil man es jetzt nicht trägt. Er hat sich sehr getäuscht.

[1:04:47] Gott schenkt uns nichts, damit wir es vergammeln lassen. Was immer Gott uns schenkt, das schenkt er uns, weil wir es brauchen.

[1:04:58] Matthäus 22 und dort Vers 12: Der König fragt ihn, und er sprach zu ihm: Freund – das war eine interessante Anrede, auch jetzt nennt er ihn noch Freund, obwohl dieser Mensch verloren gehen wird – Freund, wie bist du hier hereingekommen und hast doch kein hochzeitliches Gewand an? Er verstummte. Er weiß ganz genau, es gibt kein Argument. Er kann nicht sagen: Ich war zu arm, ich konnte es mir nicht leisten. Es war ihm geschenkt worden.

[1:05:24] Lieber Freund, liebe Freundin, wenn wir viel von der Erlösung reden, aber sie nicht in unserem Alltag, in unseren Charakter tatsächlich in Anspruch nehmen, wenn wir nicht für unsere Gedanken und Taten wirklich ernsthaft beten, dass die Gerechtigkeit Jesu unsere Gedanken bekleidet, unsere Worte bekleidet, unsere Taten bekleidet, wenn wir das nicht annehmen, dann werden wir einmal im Gericht kein Argument haben und sagen: Ich konnte ja nicht. Wir werden sehen, wir hätten gekonnt. Das Geschenk ist uns gemacht worden.

[1:05:58] Wir sollen es anziehen. Vers 13: Da sprach der König zu den Dienern: Bindet ihm Hände und Füße, führt ihn weg und werft ihn hinaus in die äußerste Finsternis! Da wird das Heulen und Zähneknirschen sein. Denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwählt.

[1:06:10] Viele haben von der uneingeschränkten Liebe Gottes gehört, viele haben von dem Kreuz Jesu Christi gehört, viele haben von dem Angebot in Offenbarung 3, Vers 18 gehört, aber wer hat es angenommen? Das ist die Frage.

[1:06:24] Lieber Freund, liebe Freundin, lass uns nicht dieses neue Jahr beginnen, ohne diese wichtige Grundsatzentscheidung, die wichtigste Entscheidung unseres Lebens, zu treffen beziehungsweise zu erneuern, neu zu treffen. Ich möchte Gottes uneingeschränkte Liebe in meine Herzenskammern hineinfluten lassen, und ich möchte das Gewand seiner Gerechtigkeit tragen. Es soll meine Gedanken bekleiden, es soll meine Worte bekleiden, es soll meine Taten bekleiden, sodass, wenn Menschen mich sehen, sie Jesu Wirken sehen.

[1:07:02] Ist es auch dein Wunsch? Es war der Wunsch von Paulus in Galater Kapitel 2 und dort Vers 20. Da sagt er diese berühmten Worte: Ich bin mit Christus gekreuzigt. Er sagt: Ich bin mit Christus gekreuzigt, und nun lebe ich aber nicht mehr ich selbst, sondern Christus lebt in mir.

[1:07:28] Ein anderes Bild dafür, dass wir mit der Gerechtigkeit Christi bekleidet sind. Christus lebt in mir. Was ich aber jetzt im Fleisch lebe – wir sind immer noch derselbe Mensch, immer noch dieselben Versuchungen – er sagt: Das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat.

[1:07:51] Paulus sagt: Ich habe verstanden, dass nicht mein Leben Gott umstimmt, sondern dass Gottes uneingeschränkte Liebe mich umstimmt, und dass, als er dort am Kreuz von Golgatha hing, er dort für mich hing. Und wenn ich das für mich persönlich, für meine Sünden, für meine falschen Worte, meine falschen Gedanken, meine falschen Motive, meine falschen Taten in Anspruch nehme, dann hängt ja mein Leben mit ihm dort.

[1:08:31] Ich bin mit Christus gekreuzigt. Dann schaue ich nicht mehr auf meine Probleme, ich schaue auf Christus, denn dort sind meine Probleme gelöst, besiegt, vergeben. Und ja, ich habe noch meinen Körper, aber jetzt lebe ich im Glauben, dass Jesus für mich gestorben ist, und diese Gerechtigkeit, die er bewirkt hat, die ziehe ich an. Und jetzt darf Jesus in mir leben, meine Gedanken formen, meine Worte formen, meine Taten formen. Die uneingeschränkte Liebe Gottes, die bis dahin nur bis zu meiner Herzenstür kam, die darf jetzt hinein, und sie verändert alles.

[1:09:31] So wie in Hosea 14 steht: Dann leuchten wir, dann blühen wir, dann duften wir, dann werden wir wieder fest wie die Zedern auf dem Libanon. Dann wollen wir von den Götzen nichts mehr wissen. Dann zeigt sich, dass die Frucht des Geistes von Gott kommt.

[1:09:59] Wollen wir heute so weise sein, dass wir das einsehen und von Herzen annehmen? Möge Gott deine Entscheidung segnen. Lass uns beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du unser Vater bist. Danke, dass du jetzt in den vergangenen Minuten so deutlich zu mir und zu uns gesprochen hast. Danke, dass dein Wort eine solche Kraft hat, und danke, dass du uns lieb hast.

[1:10:26] Wir haben verstanden, wir können es uns nicht erarbeiten. Es ist schon längst da, und wir fühlen uns wahrscheinlich unverdient geliebt, aber das ist es ja. Es ist wirklich unverdient, und du hast uns trotzdem lieb. Und deswegen können wir uns darauf verlassen, weil es nicht von unserer Leistung abhängig ist. Weil, wenn es unverdient ist, dann hängt es nicht von uns ab, und dann hängt es nicht von unserem Scheitern ab. Dann ist es trotzdem da. Auch wenn wir mal gescheitert sind, dann ist es trotzdem da. Dann ist es ein Fels, auf dem wir bauen können, weil du uns liebst, weil du uns gemacht hast.

[1:10:59] Und Herr, schenk mir, schenk mir persönlich und jedem, der dieses Video sieht, die Gewissheit Tag ein, Tag aus, dass du uns lieb hast, dass du alles für uns getan hast und tust und tun wirst, damit unser Leben zum Blühen kommt.

[1:11:20] Herr, wir wollen heute dich bitten, dass du uns mit deiner Gerechtigkeit bekleidest. Das bitten wir im Namen Jesu, der in unserem Leben regieren soll. Amen.

[1:11:37] Liebe Freunde, liebe Freundin, noch eine ganze Reihe von weiteren spannenden Themen warten auf uns, um in diesem Quartal, in diesen ersten drei Monaten des Jahres 2025, studiert zu werden. Nächste Woche geht es gleich weiter mit einem spannenden, wirklich interessanten Thema. Es wird um die Bundesliebe Gottes gehen. Seid dann gerne wieder dabei. Auf jeden Fall aber nehmt euch Zeit, Gottes Wort zu studieren, Jesus besser kennenzulernen und seine Liebe in unserem Herzen wirken zu lassen. Möge Gott euch segnen. Gott mit euch.

[1:12:24] [Musik] Amen.


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