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In dieser Folge der CSH-Serie „Analogien, Bilder, Symbole – biblische Texte verstehen“ beleuchtet Daniel Moser die Prophetie aus Daniel Kapitel 2. Er interpretiert Nebukadnezars Traum vom Standbild als eine historische Abfolge von Weltreichen und deren moralischen Verfall. Der Vortrag betont die Bedeutung des „Steins“ als Symbol für Gottes ewiges Reich und die Wiederkunft Christi, die durch die weltweite Verkündigung des Evangeliums vorbereitet wird. Eine Parallele zur Geschichte des Stephanus in Apostelgeschichte 7 unterstreicht die Notwendigkeit, Gottes Wahrheit auch angesichts von Widerstand zu verkünden.


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Serie: Analogien Bilder Symbole - biblische Texte verstehen

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Transkript

[0:34] Hallo und ein herzliches Willkommen zur CSH hier auf www.joelmedia.de. Schön, dass ihr wieder mit dabei seid zu unserer vorletzten Folge der CSH Serie Analogien, Bilder, Symbole, biblische Texte verstehen. Heute wollen wir uns mit dem 12. Thema Vorläufer auf das Bibelgespräch am 21. Juli vorbereiten. Doch bevor wir dies tun, wollen wir Gott einladen, dass er unsere Herzen leitet und seinen Geist schenkt, und dazu wollen wir gemeinsam beten.

[1:13] Herr Jesus Christus, wir loben und preisen dich und danken dir für die Zeit, die du uns auch jetzt wieder gibst. Wir möchten dich bitten, Herr, dass du all das Böse jetzt fernhältst, dass du zu uns sprichst durch deinen Geist. Sei du mitten unter uns, wie du es verheißen hast, wo zwei oder drei in deinem Namen versammelt sind, da möchtest du mitten unter ihnen sein. So, lege deine Worte in meinen Mund und berühre die Herzen derer, die das jetzt anhören. Und hilf uns, Herr, dass wir das, was wir hören, auch in die Tat umsetzen, auf dass du bald wiederkommen kannst in deinem Namen. Amen.

[1:55] Im Jahre 1944 wurde im Konzentrationslager Buchenwald ein jüdischer Junge namens Eli Wiesel gefangen gehalten. Eines Nachts blickte er zum Himmel hinauf und fragte einen älteren Mitgefangenen: "Glaubst du, dass Gott weiß, was hier geschieht?" Der Mann antwortete: "Gott weiß, aber er schweigt." Diese scheinbare Stille war für viele ein Grund zu zweifeln. Doch Jahre später, als Eli Wiesel als Überlebender zurückblickte, sagte er: "Ich habe gelernt, auch wenn Gott manchmal schweigt, so lenkt er dennoch die Geschichte. Und sein Schweigen ist nicht Abwesenheit, sondern Vorbereitung."

[2:43] Diese Geschichte bringt uns mitten in das Thema. Wie zeigt die Bibel durch Prophetie, Bilder, Symbole, mit dem Schwerpunkt heute Vorläufer, dass Gott alles in seinen Händen hält, selbst wenn es nicht so scheint?

[2:58] Lasst uns gemeinsam den ersten Text lesen. Wir finden ihn im Alten Testament in dem Propheten Daniel, dort Kapitel 2, die Verse 31 bis 35.

[3:09] Da heißt es: "Du, oh König, schautest und siehe, ein gewaltiges Standbild. Dieses Bild war gewaltig und sein Glanz außergewöhnlich. Er stand vor dir, und sein Anblick war furchterregend. Das Haupt dieses Bildes war aus gediegenem Gold, seine Brust und seine Arme aus Silber, sein Bauch und seine Lenden aus Erz, seine Oberschenkel aus Eisen, seine Füße teils aus Eisen und teils aus Ton. Du sahst zu, bis sich ein Stein losriss, ohne zu tun von Menschenhänden, und das Bild an seinen Füßen traf, die aus Eisen und Ton waren, und sie zermalmte. Da wurde Eisen, Ton, Erz, Silber und Gold miteinander zermalmt, und sie wurden wie Spreu auf den Sommer-Tennen. Und der Wind verwehte sie, sodass keine Spur mehr von ihnen zu finden war. Der Stein aber, der das Bild zertrümmert hatte, wurde zu einem großen Berg und erfüllte die ganze Erde."

[4:08] Hier sprach der Prophet Daniel zu dem babylonischen König Nebukadnezar, der einen Traum gehabt hatte und nicht wusste, was er zu bedeuten hatte. Er hat seine Wahrsager und Weisen alle gefragt, doch keiner konnte ihn deuten, denn sie haben nach seiner Deutung verlangt, haben gesagt: "Was hast du geträumt, oh König? Dann möchten wir die Deutung sagen." Doch er wusste den Traum nicht. Daraufhin ließ er einen Befehl ergehen, dass alle getötet werden sollen. Alle Weisen, auch Daniel war darunter. Er bat um eine Frist, und Gott gab ihm durch eine Vision dann das Gesicht, was es zu bedeuten hatte.

[4:46] Nebukadnezar, der König von Babylon, was sah er? Ein gewaltiges Standbild aus fünf Teilen: Kopf aus Gold, Brust und Arme aus Silber, Bauch und Lenden aus Bronze, Beine aus Eisen, Füße teils aus Eisen und teils aus Ton. Dann kam ein Stein, ohne zu tun von Menschenhand, traf das Bild an den Füßen, zermalmte es, und es wurde zu einem großen Berg, der die ganze Erde erfüllte.

[5:14] Hier könnten wir uns jetzt fragen, was hat das alles zu bedeuten? Wir könnten unsere eigene Meinung hineintun und sagen, das ist das, das ist das. Doch wir wollen selbst die Bibel fragen. Und die Bibel natürlich legt sich selber aus.

[5:31] Wir brauchen gar nicht weit zu forschen. Schon im Vers 36 geht es natürlich dann weiter, wo Daniel dann auch die Deutung erklärt. Verse 36 bis 45 lese ich jetzt vor. Das ist der Traum. Das sagte Daniel jetzt zu Nebukadnezar: "Nun wollen wir dem König auch seine Deutung verkünden. Du, König, bist ein König der Könige, dem der Gott des Himmels das Königtum, die Macht, die Stärke und die Ehre gegeben hat. Und überall, wo Menschenkinder wohnen, Tiere des Feldes und Vögel des Himmels, hat er sie in deine Hand gegeben und dich zum Herrscher über sie alle gemacht. Du bist das Haupt aus Gold. Nach dir aber wird ein anderes Reich aufkommen, geringer als du, und ein nachfolgendes drittes Königreich, das ehern wird über die ganze Erde herrschen. Und ein viertes Königreich wird sein, so stark wie Eisen. Eben wie Eisen alles zermalmt und zertrümmert und wie Eisen alles zerschmettert, so wird es auch jene alle zermalmen und zerschmettern. Dass du aber die Füße und Zehen teils aus Töpferton und teils aus Eisen bestehen gesehen hast, bedeutet, dass das Königreich gespalten sein wird, aber es wird etwas von der Festigkeit des Eisens in ihm bleiben, gerade so wie du das Eisen mit lehmigem Ton vermengt gesehen hast. Und wie die Zehen seiner Füße teils aus Eisen und teils aus Ton waren, so wird auch das Reich zum Teil stark und zum Teil zerbrechlich sein. Dass du aber Eisen mit Tonerde vermengt gesehen hast, bedeutet, dass sie sich zwar mit Menschensamen vermischen, aber doch nicht aneinander haften werden, wie sich ja Eisen mit Ton nicht vermischt. Aber in den Tagen jener Könige wird der Gott des Himmels ein Königreich aufrichten, das in Ewigkeit nicht untergehen wird, und sein Reich wird keinem anderen Volk überlassen werden. Es wird alle jene Königreiche zermalmen und ihnen ein Ende machen. Es selbst aber wird in Ewigkeit bestehen, ganz so wie du gesehen hast, dass sich von dem Berg ein Stein ohne zu tun von Menschenhänden losriss und das Eisen, das Erz, den Ton, das Silber und das Gold zermalmte."

[7:38] "Der große Gott hat den König wissen lassen, was nach diesem geschehen soll. Und der Traum ist zuverlässig und seine Deutung steht fest."

[7:50] Hier wissen wir jetzt ganz klar, was es alles zu bedeuten hat. Daniel sagt zu König Nebukadnezar: "Du, oh König, bist das goldene Haupt." In Vers 38.

[8:02] Also Babylon steht für das goldene Haupt, für das Gold. Babylon regierte im Jahre 605 bis 539.

[8:12] Nebukadnezars Babylon: prachtvoll, mächtig, aber nur zeitlich begrenzt. Danach folgte ein anderes Reich. Mit Kenntnis der Geschichte: Danach kamen die Medo-Perser und besiegten Babylon, 539 bis 331. Militärisch stark, aber weniger prachtvoll. Vers 39.

[8:32] Nach Medo-Persien gab es ein nächstes Reich. Es waren die Griechen, Symbol auch für Alexander den Großen und seine rasche Expansion.

[8:40] Die Griechen herrschten, also Griechenland herrschte 331 bis 168 vor Christus.

[8:50] Danach kam Eisen.

[8:53] Eisen: Nach der Zeit von Griechen kamen die Römer, kam Rom im Jahre 168 vor Christus bis im Jahre 476 nach Christus. Stärker als alle vorherigen Reiche, brutal und zerschmetternd. Es passt perfekt zur Beschreibung der römischen Herrschaft.

[9:14] Danach sehen wir Eisen und Ton, ein zerteiltes Reich. Wir wissen, dass nach Rom durch die Völkerwanderung diese zehn Stämme, wo dann danach sich aufgebaut haben, sich gegründet haben, dass es dann später auch Europa wurde, 476 bis heute. Teils stark, teils zerbrechlich, Europa nach dem Fall Roms. Trotz vieler Versuche, z.B. Heiratsbündnisse, politische Vereinigungen, bleibt es dennoch geteilt. Das lesen wir in Vers 41 bis 43.

[9:47] Hier ist auch interessant: Eisen plus Ton. Hier haben wir gesehen, Gold, Silber, Bronze und Eisen, alles Metalle. Ton ist kein Metall. Ton steht in der Bibel für Religiosität. Das finden wir z.B. in Jesaja 29, Vers 16 oder 64, Vers 7. Vers 7, Entschuldigung, oder auch in dem Propheten Jeremia, Kapitel 18, Vers 6, wo immer die Deutung gemacht wird zwischen Gott und seinem Volk, wo er sagt, er ist der Töpfer und ihr seid der Ton. Es ist eine Beziehung zu einem, man kann sagen, Übernatürlichen, nichts Menschlichen.

[10:38] Man kann auch sagen, dass dann auch Eisen und Ton ein Symbol für eine staatlich-religiöse Verbindung ist, wie wir dann auch z.B. in Daniel Kapitel 7 genauer sehen, durch das kleine Horn Rom, das Papsttum.

[10:56] Man kann auch sagen, es ist eine politische Macht mit einer menschengemachten Religion ohne Gottes Geist, das nur den Anschein hat, es hätte Gottes Geist.

[11:10] Wenn man es auch genauer anschaut, könnte man auch denken, es ist ein Rückgriff auf Babel, das selbst einen Namen machen wollte, wie wir auch in 1. Mose 11, die Verse 1 bis 9, unabhängig von Gott. Man versucht, Babylon wieder zum Leben zu erwecken.

[11:30] Kommen wir zum Stein.

[11:33] Vers 45: Ohne Menschenhand losgelöst, ein übernatürliches Eingreifen. Es ist Gottes Reich. Wir wissen, dass das Ende durch die Wiederkunft Jesu eingeleitet wird, dass dadurch, nachdem Jesus wiedergekommen ist, er sein Reich hier auf Erden aufrichten wird für ewig, das nie wieder vergehen wird.

[11:55] Wir haben hier auch in diesem Kapitel eine tiefere symbolische Bedeutung.

[12:01] Erstens haben wir hier einen abnehmenden Wert der Metalle, wie wir auch gesehen haben: Gold, Silber, Bronze, Eisen. Ton gehört natürlich nicht dazu. Hier sieht man auch einen, ja, einen abnehmenden Wert.

[12:17] Je weiter die Geschichte voranschreitet, desto mehr könnte man auch sagen, hat es auch einen abnehmenden Wert. Desto mehr entfernt sich nämlich die Menschheit vom göttlichen Ideal. Es zeigt einen moralischen und geistlichen Verfall.

[12:30] Matthäus 24, Vers 12, da sagt Jesus: "Und weil die Gesetzlosigkeit überhandnehmen wird, wird die Liebe in vielen erkalten."

[12:40] Wenn die Liebe zum Gesetz abnimmt, dann nimmt etwas anderes zu."

[12:51] Und genau das haben wir auch in Daniel 2. Man hat hier eine zunehmende Härte von Gold zu Eisen.

[13:00] Die Reiche werden brutaler, autoritärer, auch ein Symbol für die Verstockung der Herzen. Das ist ein Vergleich, wie wir in 2. Mose, die Kapitel 7 bis 11, bei einem Pharao sehen mit den zehn Plagen. Als man immer wieder versucht hat und gesagt hat: "Lass mein Volk ziehen", heißt es immer am Ende: "Das Herz des Pharaos wurde verstockt."

[13:22] Dies passiert immer, wenn Menschen Gottes Wahrheit widerstehen.

[13:27] Bis hierher könnte man meinen, Gott würde schweigen, wie man das am Anfang bei der Geschichte von Eli Wiesel gehört hat. Doch Gott weiß, wann er eingreifen muss, und zwar der Stein. Ein Bild für Christus ist kein Teil des Bildes. Es ist auch sehr interessant: Es kommt von außen, übernatürlich.

[13:48] Es steht für Jesus Christus. Da gibt es viele Belege in der Bibel. Z.B. heißt es im Psalm 118, Vers 22 und Matthäus 21, Vers 42. Da wird er der Eckstein genannt, von den Bauleuten verworfen, doch von Gott erwählt. Der Fels des Heils, so nennt ihn Paulus in 1. Korinther 10, Vers 4. Ist Christus selbst der Stein, der alles zerschlägt. Seine Wiederkunft, Jesu Wiederkunft, bringt nicht Reformation, sondern vollständige Ersetzung der irdischen Reiche durch das Reich Gottes.

[14:23] Vers 44 heißt es: "Zu der Zeit dieser Könige wird der Gott des Himmels ein Reich aufrichten, das in Ewigkeit nicht zerstört wird." Hier sieht man, dass auch, wie man jetzt immer mehr hört oder auch dafür arbeitet, dass auch z.B. wie die EU nicht bestehen bleibt, sondern zerfallen wird, auch wenn man sich darum bemüht, dass man immer mehr eine Gemeinschaft bildet mit vielen Ländern.

[14:51] Doch eine Frage, die wir uns jetzt stellen müssen, ist: Wann kommt eigentlich dieser Stein und was löst sein Kommen aus? Das ist eine Frage, die wir uns heute stellen müssen, denn wir leben ja in dieser Zeit. Die Bibel gibt darauf eine Antwort.

[15:10] Und zwar in Matthäus 24, Vers 14, da heißt es, das sagt Jesus: "Und dieses Evangelium vom Reich wird auf dem ganzen Erdkreis verkündet werden, allen Nationen zum Zeugnis, und dann wird das Ende kommen."

[15:25] Hier ist auch interessant: Jesus sagt hier: "Und dieses Evangelium wird verkündet werden." Warum nimmt Jesus das Wort "dieses"? Warum sagt man nicht einfach: "Und es wird verkündet werden" oder "Das Evangelium wird verkündet werden"? Warum unbedingt dieses Evangelium? Gibt es etwa noch ein anderes Evangelium?

[15:44] Paulus warnt davor, dass es andere Evangelien gibt. Galater 1, die Verse 6 bis 9, da spricht er von einem anderen Evangelium. 2. Korinther 11, Vers 4, da spricht er nicht nur von einem anderen Evangelium, sondern auch von einem anderen Jesus, einem anderen Christus, einem anderen Geist.

[16:03] Wir sehen es auch heute immer mehr, dass es verschiedene Evangelien gibt. In der einen Richtung sieht man den Fanatismus, wo man sagt, man muss durch Werke gerechtfertigt werden. "Nur durch Werke wirst du erlöst." Die andere Seite sagt: "Leb, tu, was du möchtest. Jesus hat das Gesetz aufgehoben. Wir leben unter der Gnade. Lebe in dieser Liebe." Das ist das andere Extrem. Doch Jesus sagt keins von beiden.

[16:38] Der Stein kommt auch nicht plötzlich ohne Vorbereitung.

[16:42] Die Verkündigung des Evangeliums ist die Voraussetzung seines Kommens. Jesus selbst sagt, das Ende, also das Reich Gottes, der Stein in Daniel 2, dass es erst kommt, wenn das Evangelium alle erreicht hat. Daniel 2 ist also kein oder nicht nur ein historisches, sondern auch ein missionarisches Kapitel. Es fordert zur Verkündigung auf, denn nur durch das Zeugnis des Evangeliums wird offenbar, wer Gott annimmt und wer ihn bewusst ablehnt. Der Stein zerschlägt nicht einfach politische Systeme. Er steht für das Endgericht Gottes, das nach der Verkündigung zur Entscheidung erfolgt.

[17:27] Denn Gott kann nicht einfach kommen, ohne dass wir uns vorher entschieden haben. Das wäre kein liebender und gerechter Gott.

[17:36] Ich möchte eine Parallele schlagen zu Apostelgeschichte 7.

[17:43] Auch da geschieht etwas Prophetisches. Da geht es um die Predigt von Stephanus und wie er danach gesteinigt wird.

[17:50] Stephanus hält eine tiefe biblische Zusammenfassung des Alten Testamentes. Er spricht zu einem religiösen Volk, man könnte sagen Ton, das unter der Herrschaft Roms, Eisen, steht. Am Ende, was gibt es? Es gibt Ablehnung, Zorn, Verstockung. Es heißt sogar in Apostelgeschichte 7: "Sie hielten sich die Ohren zu und töteten ihn."

[18:17] Dies zeigt: Je klarer das Evangelium gepredigt wird, desto stärker wird der Widerstand, vor allem in Systemen, die Religion mit Macht verbinden.

[18:25] Hier aber auch kurz eine wichtige Erklärung zur Deutung von Eisen und Ton in Apostelgeschichte 7. An dieser Stelle ist es wichtig, eine begriffliche Unterscheidung zu treffen. Wir sprechen hier nicht von der Endzeitphase, von den Füßen aus Eisen und Ton, wie es in Daniel 2 steht. Zur Zeit von Stephanus herrschte Rom, das römische Reich. Es herrschte nur Eisen tatsächlich über Israel, aber Israel war kein gleichwertiger Partner, sondern ein besiegtes und unterworfenes Volk. Es war eine Zwangskoexistenz, keine Mischung im Sinne einer echten Allianz.

[19:09] Und dennoch ist es bemerkenswert, dass in dieser Situation beide Elemente bereits vorhanden waren: Eisen, politische staatliche Gewalt von Rom, und Ton, das religiöse System Israels, das zwar nach außen hin fromm war, aber den Geist Gottes ablehnte.

[19:33] Diese frühe Konstellation ist ein geistliches Vorspiel zu dem, was Daniel 2 prophetisch als das Endzeitgemisch aus Eisen und Ton beschreibt. Ein fragiles Bündnis zwischen politischer Macht und religiösem Anspruch, jedoch ohne echte Einheit und ohne den Geist Gottes.

[19:57] Die Ereignisse rund um Stephanus zeigen auch ein geistliches Muster.

[20:03] Erstens: Verkündigung des Evangeliums, dann weiter die Verstockung der Herzen, darauf folgt die Verfolgung und dann kommt Gottes Eingreifen. Später dann Gericht über Israel, die Zerstörung Jerusalems.

[20:18] Jesus hat es auch schon vorausgesagt, dass kein Stein auf dem anderen bleiben wird.

[20:22] Dieses Muster ist identisch mit dem prophetischen Ablauf in Daniel Kapitel 2: Erst das Zeugnis, dann der Stein.

[20:30] Jesus sagt es auch deutlich in Matthäus 28, die Verse 18 bis 20, den wir alle als den großen Missionsauftrag kennen.

[20:38] "Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum geht hin, macht zu Jüngern alle Völker und tauft sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie halten, alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch bis an das Ende der Weltzeit und bis ans Ende der Tage, je nach Übersetzung."

[20:59] Das Evangelium ist also die Voraussetzung und der Maßstab für das Kommen Christi.

[21:07] Die Frage, die ich mir stelle und die ich auch dir gerne stelle, ist: Bin ich bereit, das Evangelium zu verkündigen, auch wenn Ablehnung oder Widerstand kommt wie bei Stephanus?

[21:18] Was bedeutet es für mich persönlich, dass der Stein erst kommt, nachdem das Evangelium ein Zeugnis für alle war?

[21:27] Lasst uns jetzt einen weiteren Punkt anschauen in dem selben Prophetenbuch, doch Kapitel 3.

[21:36] Da lesen wir die Texte in Daniel 3, 1 bis 12. Da heißt es: "Der König Nebukadnezar ließ ein goldenes Standbild anfertigen, 60 Ellen hoch, sechs Ellen breit. Das stellte er in der Ebene Dura in der Provinz Babel auf. Und der König Nebukadnezar ließ die Satrapen, Vorsteher, Statthalter versammeln, die Räte, Hofschatzmeister, Richter und Gerichtsbeamten samt allen Provinzvorstehern, damit sie zur Einweihung des Bildes kämen, das der König Nebukadnezar aufgestellt hatte. Sobald nun die Satrapen, Vorsteher und Statthalter, die Räte, Hofschatzmeister, Richter und Gerichtsbeamten samt allen Provinzvorstehern zur Einweihung des Bildes versammelt waren, das der König Nebukadnezar aufgestellt hatte, und vor dem Bild standen, das Nebukadnezar aufgestellt hatte, da rief der Herold mit gewaltiger Stimme: "Das lasst euch gesagt sein, ihr Völker, Stämme und Sprachen: Sobald ihr den Klang der Hörner, Flöten, Zithern, Lauten, Harfen, Sackpfeifen und alle Arten von Musik hören werdet, sollt ihr niederfallen und das goldene Bild anbeten, das der König Nebukadnezar aufgestellt hat. Wer aber nicht niederfällt und anbetet, der soll augenblicklich in den glühenden Feuerofen geworfen werden." Darum fielen zur selben Stunde, als alle Völker den Klang der Hörner, Flöten, Zithern, Lauten, Harfen und alle Arten von Musik hörten, alle Völker, Stämme und Sprachen nieder und beteten das goldene Bild an, das der König Nebukadnezar aufgestellt hatte. Deswegen traten zur selben Stunde etliche chaldäische Männer herzu und verklagten die Juden. Sie ergriffen das Wort und sprachen zum König Nebukadnezar: "Oh König, mögest du ewig leben! Du hast, oh König, Befehl gegeben, dass jeder Mann, der den Klang der Hörner, Flöten, Zithern, Lauten, Harfen und Sackpfeifen und alle Arten von Musik hört, niederfallen und das goldene Bild anbeten soll. Wer aber nicht niederfällt und anbetet, der soll in den glühenden Feuerofen geworfen werden. Nun sind da jüdische Männer, die du über die Verwaltung der Provinz Babel bestellt hast: Schadrach, Meschach und Abed-Nego. Diese Männer, oh König, achten nicht auf dich, dienen deinen Göttern nicht und beten das goldene Bild nicht an, das du aufgestellt hast."

[23:54] Hier sieht man kurz zusammengefasst: Nachdem der König den Traum hatte, geht es in Kapitel 3 weiter. Da baut er nicht ein Bild auf, wie er es im Traum hatte, sondern komplett aus Gold. Dann wird ein Befehl erlassen, bzw. davor versammeln sich alle. Es wird ein Befehl erlassen, dass man das Bild anbeten soll. Und die drei Freunde von Daniel haben es nicht getan und standen jetzt vor dem König.

[24:26] Hier kommt jetzt die Antwort der drei Freunde. Da heißt es ab Vers 17, lese ich jetzt weiter: "Wenn es so sein soll, unser Gott, dem wir dienen – Entschuldigung – unser Gott, dem wir dienen, kann uns aus dem glühenden Feuerofen erretten. Und er wird uns bestimmt aus deiner Hand erretten, oh König. Und auch wenn es nicht so sein..."

[24:44] König. Und auch wenn es nicht so sein soll, so wisse, o König, dass wir deinen Göttern nicht dienen und auch das goldene Bild nicht anbeten werden, das du aufgestellt hast.

[24:56] Hier sehen wir als allererst die Reaktion auch auf Gottes Prophetie. In Daniel 2 offenbarte Gott durch den Traum: "Nebukadnezars Reich wird vergehen, ein anderes Reich wird kommen." Und die Reaktion des Königs sehen wir in Kapitel 3. Anstatt sich Gottes Plan zu beugen, widersetzt sich Nebukadnezar. Er lässt ein goldenes Bild errichten.

[25:18] Daniel 3, Vers 1, haben wir vorher gelesen, ganz aus Gold, statt einer Abfolge von Metallen wie im Traum – ein Symbol für den Anspruch: "Mein Reich soll ewig bestehen." Hier sieht man auch wieder die Rebellion und die Überhebung gegen Gott.

[25:35] Das goldene Standbild steht auch für verabsolutierten Machtanspruch und Selbstvergötterung. Religiöse Kontrolle durch Zwang zur Anbetung. Auch ein Vorschatten auf Offenbarung, Kapitel 13. Rebellion gegen Gottes Plan, menschliche Systeme, die Gottes Herrschaft ablehnen.

[26:00] Interessant ist auch, das Bild allein war zunächst keine Bedrohung. Erst das Gesetz macht Anbetung verpflichtend und tödlich. Auch eine Parallele zur Offenbarung, Kapitel 13. Das Bild des Tieres wird erst durch ein Gesetz gefährlich. Wir kommen später noch drauf.

[26:20] Was man auch bemerkt ist, nicht gewöhnliche Menschen werden eingeladen, sondern Nebukadnezar ruft alle führenden Persönlichkeiten auf. Politische, wirtschaftliche, religiöse, juristische, alle zusammen. Daniel Kapitel 3, Vers 2, kann man das lesen. Ein Zusammenspiel von Macht und Religion beginnt. Durch ein Gesetz wird die Anbetung des Bildes verpflichtend gemacht. Erst das Gesetz, nicht das bloße Bild, macht den Glauben lebensgefährlich.

[26:47] Und das ist sehr wichtig. Nicht das Bild allein, sondern das Gesetz macht den Glauben lebensgefährlich. Dasselbe sehen wir auch in Offenbarung, Kapitel 13. Auch dort wird Anbetung des Bildes per Gesetz erzwungen. Offenbarung 13, Vers 15.

[27:08] Ein weiterer Punkt ist auch, das Bild wurde sehr wahrscheinlich nicht an einem einzigen Tag gebaut. Das Bild entstand langsam. Menschen, auch Gläubige, gehe ich mal stark davon aus, sahen es bauen, sahen es wachsen und sie protestierten nicht und trafen keine Vorbereitung. Es wird nichts berichtet. Ich möchte jetzt auch nicht spekulieren, aber es ist interessant, wenn es denn so wäre. Erst als die Musik ertönte und das Gesetz verkündet wurde, mussten sie eine Entscheidung treffen. Und hier ist auch eine Warnung drin: Wenn wir heute stillschweigen, zuschauen, wie Kompromisse wachsen, können wir im entscheidenden Moment nicht mehr standhalten.

[27:52] Wir haben es auch gerade von Musik gehabt und das ist auch ein weiterer Punkt, den ich persönlich sehr wichtig finde. Wir haben hier Musik, man könnte auch sagen Medien. Als die Musik ertönt, sollen alle niederfallen. Daniel 3, Verse 4 bis 7, liest man das. Musik als emotionaler Auslöser. Warum Musik? Emotionale Manipulation. Musik löst Anbetung aus, nicht Argumente, sondern Emotionen. Die Masse wird beeinflusst, nicht gezwungen, sondern manipuliert. Verbindung von Kultur, Unterhaltung und Gehorsam.

[28:35] Auch das sehen wir heute in den modernen Medien, könnte man sagen: TV, Social Media, Werbung, egal was, sind heute die Musik, die Meinungen und Werte beeinflusst.

[28:48] Wir haben hier auch einen Dreiklang der Manipulation. Erstens, wir haben das Bild, die Ideologie. Zweitens haben wir die Musik, emotionale Einstimmung und drittens haben wir das Gesetz, staatliche Durchsetzung.

[29:04] Medien beeinflussen moralische Maßstäbe subtil. Erstens, was früher Sünde war, wird heute gefeiert. Das sehen wir heute mehr als denn je. Früher wurde Homosexualität unter Strafe gesetzt. Heute, wenn man sagt, man ist Mann und Frau, wird man dafür schon verurteilt. Zweitens, Wahrheit wird als Fanatismus dargestellt.

[29:33] Ein Beispiel haben wir auch in Jesaja 5,20. Da sagt der Prophet folgendes: Finsternis wird zu Licht erklärt und Licht zur Finsternis. Und das sehen wir heute mehr als denn je. Nicht jede Harmonie ist göttlich. Musik und Medien können geistlich betäuben. Wer auch jetzt über das Thema Medien und Musik mehr wissen möchte, dem empfehle ich auch gerne die Vortragsreihe "Macht und Medien" von Thomas Kastenik. Dort wird natürlich viel ausführlicher berichtet.

[30:05] Kommen wir zu der Glaubensprüfung der drei Freunde vor dem König. Die entscheidende Szene. Lesen wir noch mal Daniel 3, Vers 15: "Wenn ihr bereit seid, das Bild anzubeten, ist es gut. Wenn ihr aber nicht anbetet, sollt ihr sofort in den glühenden Ofen geworfen werden." Hier habt ihr eine Entscheidung. Hier haben die drei Freunde eine Entscheidung. Ihr habt die Wahl: Anbeten, ihr seid frei. Nicht anbeten, ihr werdet in den Feuerofen geworfen werden.

[30:31] Natürlich hätten es die drei Freunde sagen können: "Komm, lasst uns niederfallen. Gott weiß ja, wie wir es meinen. Im Inneren glauben wir an Gott und er wird uns bestimmt danach vergeben." Und vielleicht könnten sie sich auch gesagt haben oder könnte man auch sagen: "Oh, mein Schuhriemen ist offen, ich muss mich kurz bücken und ihn zumachen." Doch die drei Freunde waren nicht käuflich, könnte man sagen. Sie standen fest und sie hätten sogar mit ihrem Leben bezahlt. Sie liebten Gott mehr als ihr eigenes Leben.

[31:03] Die drei Freunde Schadrach, Meschach und Abednego antworteten mutig: "Wenn es so sein soll, unser Gott, dem wir dienen, kann uns aus dem glühenden Feuerofen erretten und er wird uns bestimmt aus deiner Hand erretten, o König." Und auch wenn es nicht so sein soll, hier sagen sie ganz klar: "Wenn es so ist, super, er wird uns retten. Wenn nicht, dann wisse, o König, dass wir deinen Göttern nicht dienen und auch das goldene Bild nicht anbeten werden, das du aufgestellt hast."

[31:33] Bemerkenswert ist hier auch zu sehen, dass nur diese drei Männer stehen. Daniel 3, Verse 17 bis 18. Daniel wird hier nicht erwähnt, aber anscheinend wird hier nur von drei Männern berichtet. Alle anderen Juden oder sogenannte Gläubige, könnte man sagen, knicken offenbar ein und fallen vor diesem Bild nieder.

[32:00] Wir haben hier auch ein wesentliches Prinzip: Vertrauen auf Gottes Macht, aber auch Bereitschaft für Gott zu sterben, anstatt zu sündigen. Ihr Glaube basiert nicht auf dem Ausgang, sondern auf Gottes Wesen. Und Treue ist wichtiger als die irdische Rettung.

[32:26] Unser Glaube darf sich nicht auf andere Menschen stützen, nur auf Christus allein. Das ist die Lektion, die wir heute lernen und uns ein Beispiel gegeben worden ist für unsere heutige Zeit. Und deswegen ist es umso wichtiger, eine feste Beziehung zu Jesus zu haben, auf dass wir dann, wenn es soweit ist, nicht fallen werden. Möge Gott uns dabei helfen.

[32:50] Kommen wir zu einem weiteren Punkt: Der vierte Mann im Feuerofen. Die drei Freunde werden in den Feuerofen geworfen, doch der König sieht plötzlich einen vierten Mann, der aussieht wie ein Sohn der Götter. Daniel 3, Vers 25. Jesus Christus selbst ist mitten im Feuer bei ihnen. Gott verlässt die Seinen nicht in der Prüfung. Es ist ein sehr schönes Bild, wenn es später um die Verfolgung geht. Gott ist mit uns. Er bewahrt uns nicht vor der Versuchung beziehungsweise er bewahrt uns nicht vor der Trübsal, er bewahrt uns in der Trübsal.

[33:34] Und die Verfolgung wird auch zum Schauplatz der Evangeliumsverkündigung. Es gibt auch einen Vergleich in der Apostelgeschichte 8, Verse 1 bis 4. Ich fasse es kurz zusammen: Durch die Verfolgung wurde das Evangelium verbreitet. Da heißt es: "Die Zerstreuten gingen umher und verkündeten das Wort durch ihr Handeln." Und der König ruft aus: "Gepriesen sei der Gott Schadrachs, Meschachs und Abednegos!" Wie wir es jetzt in Daniel Kapitel 3, Vers 28, lesen. Durch die Treue in der Verfolgung wird Gottes Ruhm und Herrlichkeit offenbart. Das ist, was die drei Freunde machen wollten. Die wollten lieber sterben und Gott die Ehre geben, als an sich zu denken und zu sündigen.

[34:35] Auch ein Gedanke, über den wir heute nachdenken sollten: Gebe ich Gott die Ehre, auch wenn ich dafür entlassen werde, beleidigt werde, geschlagen werde, ins Gefängnis komme? Oder sündige ich lieber, weil ich davon freikomme und denke, mir passiert dann nichts, ich kann ja danach um Vergebung bitten? Doch wenn es so ist, dann können wir Gott nicht die Ehre geben. Wenn wir Gott die Ehre geben, dann wird er verherrlicht, indem wir auf unser Ich verzichten und sein Name gepriesen wird.

[35:08] Es ist auch eine Verbindung zur Endzeit. Was in Daniel 3 geschah, ist ein prophetischer Vorschatten. Es wird ein Bild aufgerichtet, Anbetung gefordert, Todesandrohung bei Weigerung. Offenbarung 13, Vers 15. Heute sehen wir auch ähnliche Entwicklungen. Man könnte sagen, die kulturelle Prägung, die zu gesetzlicher Durchsetzung führt.

[35:37] Es gibt auch eine Verbindung zu Daniel, Kapitel 2, der Stein und das Reich Gottes. In Daniel 2 sah Nebukadnezar einen Stein ohne Hände losbrechen und alle Reiche der Welt zerschmettern. In Daniel 3 wird der Sohn Gottes im Feuer offenbar. Beides zeigt: Nicht menschliche Macht wird am Ende siegen, sondern Gottes Reich kommt durch Christus, den Stein, der alles zerschmettert. Eine wunderbare Verheißung, auf die wir hoffen und glauben dürfen.

[36:19] Welche goldenen Bilder fordern heute deine und meine Anbetung? Würde mein Glaube, würde dein Glaube standhalten, auch ohne Happy End hier auf Erden? Erkenne ich frühzeitig Bilder des Kompromisses oder erst wenn das Gesetz kommt? Welche Musik beeinflusst mich tatsächlich oder sozusagen auch täglich, wenn man es geistlich betrachtet? Die Musik spielt bereits. Die Systeme dieser Welt formen sich. Jetzt ist die Zeit, geistlich wach zu sein, treu zu bleiben und den wahren König anzubeten: Jesus Christus, der bald kommen wird mit seinen Engeln in der Wolke des Himmels.

[37:09] Kommen wir zum dritten Punkt. Wir lesen Apostelgeschichte 12, Verse 1 bis 17. Ich lese die Verse 1 bis 3 und da heißt es: "Um jene Zeit legt der König Herodes Hand an und einige aus der Gemeinde zu misshandeln. Und er tötete Jakobus, den Bruder des Johannes mit dem Schwert. Und als er sah, dass es den Juden gefiel, fuhr er fort und ließ auch Petrus festnehmen." Hier haben wir folgende Ereignisse: Jakobus wird hingerichtet. Ein Apostel als Märtyrer stirbt. Petrus wird gefangen genommen. Er soll ebenfalls getötet werden. Die Gemeinde betet unaufhörlich für Petrus und das Eingreifen Gottes. Gott greift durch einen Engel ein. Petrus wird auf wunderbare Weise aus dem Gefängnis befreit. Herodes stirbt auf dramatische Weise. Man könnte auch sagen, es ist ein Zeichen von Gottes Gericht.

[38:07] Hier sehen wir auch Parallelen wieder zur Frühkirche und der letzten Zeit der Endzeit, in der wir heute leben. Verfolgung durch weltliche Macht in der frühen Kirche oder in der frühen Gemeinde, besser gesagt. Verfolgung durch religiös-politisches Bündnis in Offenbarung 13 durch das Bild des Tieres. Märtyrertod von Jakobus. Es gibt auch Märtyrer, berichtet auch die Offenbarung in Kapitel 6, Verse 9 bis 11, und 20, Vers 4. Unaufhörliches Gebet der Gemeinde, ein Ausharren, könnte man auch sagen. Das haben wir auch in Offenbarung 14, Vers 12. Dort ist auch ein Ausharren der Gläubigen, der Heiligen, die Gottes Gebote halten und den Glauben Jesu haben. Wunderbare Befreiung von Petrus. In der letzten Zeit wird es auch ein Eingreifen zur rechten Zeit geben von Gott. Gericht über Herodes und es wird auch am Ende ein Gericht über das Tier, wie in Offenbarung 19, Vers 20, steht, aber auch ein Gericht über Satan geben.

[39:10] Und dem Tier wurde Macht gegeben, mit den Heiligen Krieg zu führen und sie zu überwinden. Steht in Offenbarung 13, Vers 7. Es wird so aussehen, als hätte das Böse gewonnen, wie bei Jakobus' Tod und Petrus' Gefangenschaft. Aber das dürfen wir nie vergessen: Gott hat das letzte Wort.

[39:35] Es gibt einen Aufruf an Petrus von Jesus in Johannes 21, Verse 18 bis 19. Da sagt Jesus: "Folge mir nach." In Vers 18 bis 19 kündigte Jesus Petrus seinen zukünftigen Märtyrertod an und forderte ihn dennoch auf: "Folge mir nach." Kein romantischer Aufruf, sondern Einladung zur radikalen Hingabe bis in den Tod. Diese Einladung gilt auch heute noch für dich und für mich. Jesus ruft dich heute und ruft auch mich heute noch auf: "Folge du mir nach." Nicht nur 50%, nicht nur 70%. Folge mir nach – komplett nachfolgen, egal was es kostet, auch wenn es den Tod kosten wird. Gedenkt dabei: Wenn es uns den Tod kosten würde, wenn es mich den Tod kostet, weiß ich, mein Tod wird dafür dienen, Jesus zu verherrlichen. Dafür bin ich gerne bereit. Möge Gott mir helfen, dass ich auch in dieser Zeit, sollte es so sein, auch standhalte.

[40:40] Hier gibt es auch drei tiefe Fragen zum Nachdenken. Erstens: Vertrauen. Bin ich bereit, Gott auch dann zu vertrauen, wenn seine Wege unverständlich erscheinen, wie beim Tod des Jakobus zum Beispiel? Zweitens: Das Gebet. Was bedeutet es für mich, unaufhörlich zu beten, wie die damalige Gemeinde? Ist Gebet meine erste Reaktion oder der letzte Ausweg? Drittens: Die Nachfolge. Würde ich Jesus auch dann folgen, wenn ich wüsste, dass der Weg Leid und Tod bedeutet, wie bei Petrus? Das sind wichtige Fragen, die wir uns heute stellen müssen.

[41:22] Die Verfolgung ist auch ein Prüfstein echter Nachfolger. Verfolgung trennt wahren Glauben von Kompromissglauben. Sie zeigt, was Menschen mehr lieben: Sicherheit oder Wahrheit. Sie offenbart: Gott kann Gefangene befreien oder Märtyrer zu Helden machen. Die Gemeinde wuchs nicht trotz Verfolgung, sondern oft durch sie. Das ist auch ein wichtiger, zentraler Gedanke, den wir hier haben.

[41:51] Hier auch wieder Fragen an uns selbst: Wenn ich leide, bin ich im Zentrum von Gottes Plan oder laufe ich davon? Wenn ich bete, glaube ich, dass Gott auch heute noch Engel senden kann? Wenn ich auf den Druck der Welt sehe, höre ich Jesus' Ruf noch und höre ich ihn auch noch rufen: "Folge du mir nach, egal was es kostet."

[42:21] Noch ein ergänzender Gedanke zur Gemeinde der Verfolgten damals: Warum ließ Herodes Jakobus töten und nahm Petrus gefangen? Wegen der Verkündigung des Evangeliums trotz Widerstand. Die Gemeinde lebte nicht nur vom Wort, sondern bezeugte durch ihr Leben die Auferstehung Jesu. Hier sind auch wieder zwei zentrale Punkte: Die Gemeinde betete nicht, um dem Leiden zu entkommen, sondern um im Evangelium treu zu bleiben. Petrus' Befreiung, könnte man auch sagen, ist ein Symbol: Das Evangelium kann nicht gefesselt werden.

[43:07] Schlafen oder ruhen noch etwas die Mächte der Welt, könnte man sagen. Sie bauen zwar immer mehr auf, aber würde das Evangelium in Kraft und Wahrheit gepredigt werden, wird die Gemeinde sichtbar und der Feind würde sehr schnell reagieren.

[43:31] Kommen wir nun zur Offenbarung 13. Wir lesen dort die Verse 11 bis 17. Ich mache eine Zusammenfassung: Hier geht es um das zweite Tier, das erscheint. Es kommt aus der Erde, hat zwei Hörner wie ein Lamm, redet aber wie ein Drache. Es übt die Macht des ersten Tieres, also das Tier aus dem Meer, das Papsttum, aus und bringt die Menschen dazu, es anzubeten. Es tut große Zeichen wie Feuer vom Himmel. Es verführt die Menschheit und errichtet ein Bild des Tieres, das verehrt werden soll. Alle, die das Bild nicht anbeten, sollen getötet werden. Es führt das Zeichen des Tieres, also das Malzeichen des Tieres, ein. Ohne dieses Zeichen an der Hand oder Stirn kann niemand kaufen oder verkaufen. Es hört sich fast an wie in Daniel Kapitel 3.

[44:18] Das zweite Tier, heißt es in Offenbarung 13, Vers 11: "Und ich sah ein anderes Tier aufsteigen und es redete wie ein Drache." Heißt es dann weiter: "Es sah aus wie ein Lamm und redet wie ein Drache."

[44:31] Es ist zusammengefasst, kann man sagen. Wer natürlich darüber ausführlich mehr wissen möchte, darf gern hier auf julmedia.de sich umschauen. Da gibt es auch diverse Vorträge darüber. Das sparen wir uns jetzt einfach, um Zeit zu sparen. Es ist ein religiös-christlich aussehendes System, lammartig, redet aber plötzlich wie ein Drache, eine satanische Autorität. Dieses Tier, wissen wir, ist die USA. Die USA errichtet ein Bild, lässt es anbeten, gibt ihm Macht zu reden, sorgt dafür, dass alle mitmachen und erlässt Gesetze, die zum Tod führen, wenn man sich weigert. Das ist eigentlich, wenn man so sagen darf, Daniel Kapitel 3 in globaler Wiederholung, weltweit und auf einem geistlichen Niveau.

[45:22] Viele, wenn sie das hören, möchten es nicht glauben oder können es nicht glauben, weil es einfach unvorstellbar ist. Doch wir wissen, anhand der biblischen Prophetie, wird auch dies geschehen.

[45:36] Hier sieht man auch eine Verbindung zu Daniel 2 und 3. In Daniel 2 sah Nebukadnezar das Standbild. In Daniel 3 baute er sein eigenes Bild. In Offenbarung 13 wird ein globales System, ein Bild, errichtet. Die Parallelen sind nicht zufällig, ihr Lieben. Sie sind prophetisch. Wie in Daniel wird auch hier durch eine religiös-politische Macht gesteuert, kulturell vorbereitet durch Medien, Ideologien, gesetzlich durchgesetzt und führt zur Glaubensprobe. Zum Schluss.

[46:13] Lesen wir Offenbarung 14, Verse 9 bis 12. Da heißt es, da gibt es ein Evangelium, eine gute Nachricht. Wir lesen aber jetzt Vers 9. Da heißt es: "Und ein dritter Engel folgte ihnen, der sprach mit lauter Stimme: Wenn jemand das Tier und sein Bild anbetet und das Malzeichen auf seiner Stirn oder auf seiner Hand annimmt, so wird auch er von dem Glutwein Gottes trinken, der unvermischt eingeschenkt ist in dem Kelch seines Zornes. Und er wird mit Feuer und Schwefel gepeinigt werden vor den Heiligen Engeln und vor dem Lamm. Und der Rauch ihrer Qual steigt auf von Ewigkeit zu Ewigkeit. Und das Tier und sein Bild und die das Tier und sein Bild anbeten, haben keine Ruhe Tag und Nacht. Und wer das Malzeichen seines Namens annimmt – hier ist das standhafte Ausharren der Heiligen. Hier sind die, welche die Gebote Gottes und den Glauben Jesu bewahren."

[47:18] Durch die Errichtung des Bildes und die gesetzlichen Zwangsmaßnahmen wird es eine Zeit massiver Verfolgung sein. Sie wird beginnen. Offenbarung 13, Vers 15, spricht vom Töten derer, die das Bild nicht anbeten. Offenbarung 14, Verse 9 bis 11, was wir gerade gelesen haben, wird von einem ewigen Evangelium berichtet. Interessant ist, was Jesus mit diesem Evangelium meint in Matthäus 24, Vers 14. Hier wird es gesprochen und eindringlich davor gewarnt, das Tier und das Bild anzubeten.

[47:58] Aber genau diese Zeit der Bedrängnis wird die Bühne für die mächtigste Verkündigung des Evangeliums bereiten. Offenbarung 14, Vers 6, zeigt, dass ein ewiges Evangelium weltweit verkündet wird allen Nationen, Stämmen und Sprachen und Völkern. So ähnlich wie vorher bei Daniel 3. Nur da war das von Nebukadnezar aus. Auch ein Gegensatz zu Daniel 3 und Offenbarung 13: Dort wurde die Anbetung des Bildes verkündet.

[48:42] Gerade die Glaubenstreue der Verfolgten wird ein kraftvolles Zeugnis sein. Offenbarung 14, Vers 12, haben wir es vorher gehört: Das standhafte Ausharren der Heiligen, die die Gebote Gottes und den Glauben Jesu bewahren. Die Personen, die, wie Jesus sagt, dieses Evangelium verkündigen, haben zwei Merkmale: Sie halten die Gebote Gottes und haben den Glauben Jesu. Ihre Weigerung, Kompromisse einzugehen, wird das Evangelium durch ihr Leben und ihr Leiden sichtbar machen. Offenbarung 12, Vers 11: "Sie haben ihn überwunden durch das Blut des Lammes und durch das Wort ihres Zeugnisses." Die Verfolgung ist keine Niederlage, meine Lieben. Sondern eine göttliche Strategie, damit die letzte Warnung und die rettende Botschaft wirklich die ganze Welt erreicht. Und wir dürfen dabei sein, sofern Gott uns nicht vorher zu sich nimmt. Ihr Lieben, was für eine Ehre ist das, diese Botschaft für den König der Könige, der die Welt hier in sechs Tagen erschaffen hat, diese Botschaft für ihn zu verkündigen! Was für eine Ehre ist das, ihr Lieben. Schaut mit diesen Augen, freut euch darüber, dass ihr das machen dürft und habt keine Angst davor, dass irgendetwas geschieht. "Wie werde ich leiden? Oder werde ich das überleben? Oder es wird mir Schmerzen zubereiten? Oder ich habe Angst davor?" Nein, das redet euch der Satan ein. Schaut auf Jesus. Ihr dürft seine Botschaft verkündigen. Freut euch darüber! Noch einmal sage ich: Freut euch, ihr Lieben, die frohe Botschaft verkündigen zu dürfen. Vor allem jetzt noch in dieser letzten Zeit. Und lasst sie uns bitte rasch verkündigen.

[50:30] Zusammenfassend kann man sagen, das Bild des Tieres fordert blinden Gehorsam.

[50:34] des Tieres fordert blinden Gehorsam. Bei Gott ist es ein freiwilliger Gehorsam. Entweder möchtest du gehorchen oder du möchtest nicht gehorchen. Die Weigerung wird zur Glaubensprobe. Die Verfolgung trennt wahre von falschen Gläubigen. In dieser Stunde leuchtet das Evangelium am hellsten. Gottes Treue wird durch seine Heiligen bezeugt bis in den Tod hinein.

[50:58] Der finale Kampf führt zur größten Ernte der Erlösten. Offenbarung 14, 14 bis 16. Da lesen wir das. Der finale Kampf, ihr Lieben, und dieser Kampf wird bald richtig beginnen und er wird auch danach zu Ende gehen. Schaut nicht auf das, was uns noch Angst machen könnte, wie ich auch vorher gesagt habe. Schaut auch dahinter, was uns erwartet, wenn wir das alles überwunden haben: die neue Erde. Kurz nebenbei, habt ihr euch schon überlegt, was ihr alles dort machen werdet? Dort habt ihr viel Zeit und keinen Stress.

[51:35] Kommen wir zum fünften Punkt: Mahlzeichen des Tieres. Man könnte es auch sagen, ich habe es noch überschrieben, mit Sterben wegen eines Gebotes Gottes.

[51:52] Lesen wir Matthäus 12, 9 bis 14. Da geht es um die Heilung eines Mannes mit einer verdorrten Hand am Sabbat. Ich fasse es zusammen: Jesus geht in die Synagoge und sieht dort einen Mann mit einer verdorrten Hand. Die Pharisäer fragten ihn: "Ist es erlaubt, am Sabbat zu heilen?" Sie wollen ihn damit anklagen und in Versuchung führen. Jesus antwortete ihm mit einem Vergleich: "Wenn jemand ein Schaf hat, das am Sabbat in eine Grube fällt, würde er es herausholen. Und ein Mensch ist doch viel mehr wert als ein Schaf."

[52:27] Interessant, wie Jesus da antwortet. Jesus heilt dann diesen Mann, und die Pharisäer reagierten – ich würde gerne sagen, reagierten mit Freude, aber das taten sie nicht. Sie reagierten nicht mit Freude, sondern beschlossen sogar, Jesus umzubringen, da Jesus den Sabbat in seiner ursprünglichen Form gezeigt hat, weil er von den Menschen verändert wurde.

[53:07] Einen weiteren Text finden wir auch in Johannes 5, die Verse 1 bis 16. Dort geht es auch um eine Heilung eines Gelähmten am Teich Bethesda. Ebenfalls auch am Sabbat. Jesus kommt zu einem Fest nach Jerusalem und besucht den Teich Bethesda, wo viele Kranke liegen. Dort liegt ein Mann, der seit 38 Jahren gelähmt ist. Stellt euch das mal vor, ihr Lieben: 38 Jahre. Eine lange Zeit, wenn ich so überlege, ich bin gerade mal 37 Jahre, noch ein Jahr, dann sind 38. So lange müsste man gelähmt sein. Was für eine grausame Qual muss das sein?

[53:45] Jesus fragte diesen Mann, ob er gesund werden will, und dann heilte er ihn. Er sagt: "Steh auf, nimm deine Matte und geh. Es ist Sabbat." Und die jüdischen Führer sagten: "Es ist nicht erlaubt, am Sabbat die Matte zu tragen." Das war nämlich eine Regel von den Pharisäern, ein menschengemachtes Gebot, nicht ein Gebot Gottes. Sie haben diesen Sabbat so schwer mit Lasten, mit so vielen Geboten gemacht, dass man eigentlich gar keine Lust mehr hatte, am Sabbat irgendetwas zu machen. Der Sabbat war nur noch eine Qual für die Menschen. Und Jesus kommt und zeigt den wahren Sabbat.

[54:24] Das könnte man heute eins zu eins übertragen. Die Menschen feiern heute auch einen Sabbat, einen menschengemachten Sabbat. Und dann gibt es eine Nachricht: Dann kommen die Menschen, die an Jesus glauben und verkündigen durch Gottes Geist den wahren Sabbat.

[54:47] Der Geheilte weiß zunächst nicht, wer ihn geheilt hat. Später trifft Jesus ihn im Tempel und sagt: "Sündige nicht mehr, damit dir nicht etwas Schlimmeres widerfährt." Hier ist auch interessant, wie Jesus reagiert. Kurz nebenbei: Er sagt: "Sündige nicht mehr." Wie oft hören wir heute die Sätze: "Ha, ja, wenn du was Schlimmes machst, ist nicht schlimm. Gott vergibt dir." Jesus möchte das nicht. Jesus möchte, dass wir vollkommen werden, so wie der Vater im Himmel. Er möchte, dass wir nicht mehr sündigen. Und ich bin davon überzeugt, dass wir durch Christus in uns – er in uns – dies bewirken kann, auf dass wir hier auf Erden nicht mehr sündigen müssen, indem er in uns lebt.

[55:26] Der Mann sagte zu den Juden, dass es Jesus war, und dann heißt es wieder: "Die Juden verfolgten Jesus, weil er am Sabbat heilte." Jesus schenkte am Sabbat Heilung. In Matthäus 12 sowie auch Johannes 5 wurde Jesus nicht wegen Mord oder Ehebruch oder einem falschen Zeugnis verfolgt, sondern weil er am Sabbat heilte aus Liebe und göttlicher Vollmacht.

[55:55] Die Streitfrage war das vierte Gebot: "Gedenke des Sabbattags, dass du ihn heiligst." Die religiösen Führer hassten ihn, weil Jesus Gottes wahres Gesetz offenbarte, nicht als System menschlicher Kontrolle, sondern als Ausdruck göttlicher Barmherzigkeit.

[56:18] In der letzten Zeit wird auch die Frage des Gehorsams gegenüber dem vierten Gebot zum zentralen Prüfstein werden. Das Mahlzeichen des Tieres ist kein Barcode oder irgendeine Tätowierung, sondern ein Symbol für falsche Anbetung. Die Bibel zeigt: Die wahre Entscheidung wird zwischen zwei Tagen fallen. Wir haben hier das Siegel Gottes, den Sabbat, den siebten Tag, den Gott gesegnet und geheiligt hat. An ihm hat er geruht. Er selbst sagt, es ist sein Tag.

[56:50] Und dann haben wir das Mahlzeichen des Tieres, einen anderen Tag, den ersten Tag der Woche, den Tag der Sonne, auch Sonntag genannt. Dies ist keine menschliche Tradition, sondern ein klarer biblischer Gegensatz, den wir hier sehen. Dies ist keine Erfindung von Menschen, sondern wir sehen hier wirklich einen Gegensatz zwischen dem Siegel Gottes und dem Mahlzeichen des Tieres, den Sabbat und den Sonntag.

[57:15] Sabbat zur Erinnerung an den Schöpfer. 2. Mose Kapitel 20, dort die Verse 8 bis 10, wo das vierte Gebot zitiert wird. Sonntag: menschliche Ersatzordnung, Rebellion gegen Gott, eingeführt durch religiöse, politische Macht. Man kann auch heute – da möchte ich mich jetzt nicht überheben oder mit dem Finger auf diese Menschen zeigen – sie geben es selber zu. Ja, sogar die katholische Kirche gibt es selbst zu, den Sabbat zum Sonntag verändert zu haben. Es gibt viele Zitate im Internet, und jede Kirche, jeder Priester, den ihr persönlich fragt, wird dies bestätigen.

[57:57] Der entscheidende Konflikt: Wem bezeuge ich durch meinen Gehorsam Ehre und Anbetung? Gott, den Schöpfer, durch das Halten seines Sabbats oder dem Antichristen durch das Halten des Sonntags? Offenbarung 14, Vers 7 ruft auf: "Bete den an, der Himmel und Erde gemacht hat." Das ist ein direktes Zitat aus dem Sabbatgebot. Es geht um die Anbetung des Schöpfers.

[58:23] Darum ist das Mahlzeichen des Tieres auch kein äußerliches Zeichen, wie vorher gesagt, sondern auch ein geistliches Siegel. Im Griechischen ist Zeichen und Siegel dasselbe Wort. Entweder auf der Stirn (Überzeugung zum Nachdenken) oder auf der Hand (äußerlicher Gehorsam). Man könnte es auch sagen: äußerlicher Gehorsam aus Bequemlichkeit.

[58:48] Jesus heilte am Sabbat und wurde dafür verfolgt. Seine Endzeitgemeinde hält den Sabbat und wird dafür auch verfolgt. Offenbarung 14, Vers 12. Das letzte große Thema ist nicht nur Moral, sondern Anbetung und Loyalität.

[59:10] Nochmal: Das letzte große Thema ist nicht nur Moral, sondern Anbetung und Loyalität. Wer ist mein Herr? Wem gehorche ich, wenn es gegen den Strom geht?

[59:25] Bin ich bereit, Gott als Schöpfer zu ehren? Erkenne ich, dass der Sabbat ein Zeichen der Zugehörigkeit ist, nicht aus Gesetzlichkeit, um erlöst zu werden, sondern aus Liebe und Treue? Wie 1. Johannes 5, Vers 3 sagt: "Das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten, und seine Gebote sind nicht schwer", sagt Johannes auch noch dazu.

[59:59] Habe ich den Mut, gegen eine weltweite falsche Anbetung zu stehen, wie einst Daniel und seine Freunde?

[1:00:08] Jesus wurde verfolgt, weil er den Sabbat richtig hielt im Geist des Schöpfers. Seine Nachfolger werden verfolgt, weil sie trotz Druck und Drohung am Sabbat als Zeichen der wahren Anbetung festhalten. Wenn Jesus für das Gesetz starb, kann ich dann den Sabbat aufheben, nur weil es unbequem wird?

[1:00:35] Ihr Lieben, wir könnten noch tiefer hineingehen, und es ist auch wirklich spannend, wie die Bibel durch Daniel 2, Daniel Kapitel 3, auch Offenbarung Kapitel 13 und 14 schon zeigen, was auch bald geschehen wird und was auch damals geschah: Daniel 2 und 3.

[1:00:53] Wir haben heute gesehen, was die Bibel damals schon vorausgesagt hat und wie sich heute immer mehr erfüllt. Jesus kommt bald wieder. Bin ich bereit, Gott zu vertrauen und ihm treu zu bleiben, auch wenn sein Eingreifen noch aussteht, und mich mutig zu ihm zu bekennen, wenn die Musik dieser Welt spielt?

[1:01:19] Was zeigen mir diese Symbole, Bilder und Prophetien der Bibel und das, was wir jetzt als Vorläufer studiert haben, über Gottes Charakter? Und welche Entscheidung fordert dieser Gott heute von mir und von dir? Ich wünsche dir Gottes Segen und dass du dich richtig entscheidest und dass du auch zu seiner Endzeitgemeinde gehörst, auf dass du dann auch bald sagen kannst: "Es ist der, auf den wir gehofft haben."

[1:01:48] Ich wünsche dir Gottes Segen, auf dass du dich richtig entscheidest, dass du mit Gott ernst machst und wahrer Verkündiger des ewigen Evangeliums wirst, auf dass Jesus, der Stein aus Daniel Kapitel 2, kommen kann. Gott segne dich dabei. Lasst uns noch zum Schluss gemeinsam beten.

[1:02:18] Herr Jesus Christus, wir loben und preisen dich und danken dir von Herzen für die Zeit, die wir jetzt haben durften in diesem Studium. Wir haben jetzt nur an der Oberfläche gekratzt, Herr, aber das kann man noch so tief studieren, um deinen Charakter und dich noch besser kennenzulernen. Ich möchte dich bitten, dass wir über das, was wir jetzt gehört haben, nachdenken, dass wir weiter studieren, aber auch, dass wir wahre Verkündiger deines Wortes werden, dass wir nicht die ganze Zeit warten, was der Feind macht und sagen: "Ja, dies erfüllt sich und das erfüllt sich", sondern dass wir selbst es in die Hand nehmen, das ewige Evangelium verkündigen, auf dass du, Herr, bald kommen kannst. Du hast gesagt, wenn das Evangelium in der ganzen Welt verkündet wird, wird das Ende kommen. Hilf uns, dass wir dies tun, dass wir treue und wahrhaftige Nachfolger werden, auf dass du Freude hast, Herr, wenn du auf uns herabblickst und sagst: "Ja, das ist ein treuer Nachfolger." Ich möchte dich bitten für jeden einzelnen, der dies jetzt gehört und gesehen hat, dass du ihn segnest, dass du bei ihm bist, Herr. Ihm das Richtige gibst, ihm hilfst bei der richtigen Entscheidung. Vielleicht steht er noch vor der Entscheidung, ja zu dir zu sagen. Vielleicht steht da eine Entscheidung, dir in der Vollzeit zu dienen. Ich weiß es nicht. Bitte segne diese Person und hilf uns alle dabei, auf dass du wirklich bald wiederkommen kannst, denn du sehnst dich danach, zu uns zu kommen, uns abzuholen, auf dass wir sind, Herr, wo du bist und wir in der Ewigkeit, Herr, mit dir leben dürfen. Wir danken es dir, Herr, in deinem heiligen Namen. Amen.


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