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Manuskript zur Sendung   >>>  CSH_Manuskript_2025 2nd Nr 7   >>>

In dieser Folge der Serie „Analogien, Bilder, Symbole“ beleuchtet Christopher Kramp die Grundlagen der Prophetie anhand von Offenbarung Kapitel 4. Er zeigt auf, wie der himmlische Gottesdienst und die Anbetung Gottes als Schöpfer und Erlöser das Fundament für das Verständnis biblischer Prophezeiungen bilden. Die Elemente des Thronsaals – vom Regenbogen bis zu den lebendigen Wesen – symbolisieren Gottes Charakter und seinen Erlösungsplan, der sich in Jesus Christus widerspiegelt und die Gläubigen zur Nachahmung einlädt.


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Serie: Analogien Bilder Symbole - biblische Texte verstehen

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Transkript

[0:05] [Musik] [Applaus]

[0:35] Hallo und herzlich willkommen zur Christudy Hour hier auf www.yolmedia.de. Wie immer gilt ein herzliches Willkommen auch allen Zuschauern auf dem Sender.

[0:45] Das Wort zur mittlerweile siebten Folge unserer Serie über Analogien, Bilder und Symbole, biblische Texte verstehen. Es geht uns insbesondere in dieser Serie auch darum, prophetische Bücher der Bibel, insbesondere Daniel und Offenbarung, verstehen zu können. Es geht in dieser Serie weniger um eine konkrete Auslegung all dieser Kapitel, dieser Prophezeiungen, als vielmehr darum, die Techniken, die Herangehensweisen, die Prinzipien zu verstehen, mit denen wir die Symbolsprache und die Analogien der Bilder in der biblischen Prophetie verstehen können und die Analogien und die Bilder verstehen können, um dann tatsächlich biblisch richtig, biblisch sauber die Prophetie auslegen zu können.

[1:40] Heute soll es um einen weiteren Aspekt gehen. Wir werden uns ein wenig in einem Kapitel der Offenbarung aufhalten und dann schauen, aus welchen anderen Kapiteln und Abschnitten der Bibel dieses Offenbarungskapitel sich speist und womit das zu tun hat, und wollen damit Grundlagen der Prophetie weiter studieren. So heißt heute auch diese Lektion: „Grundlagen der Prophetie“. Wir bereiten uns damit vor auf das Bibelgespräch am 17. Mai.

[2:13] Bevor wir beginnen, möchten wir – und das ist diesmal in besonderer Weise ganz passend, denn es geht in diesem Abschnitt in Offenbarung 4 um die Anbetung Gottes. Und wir möchten das nicht nur lesen und intellektuell verstehen. Wir möchten in unserem ganzen Wesen begreifen, was es wirklich bedeutet, Gott im Geist anzubeten. Wir möchten ihn jetzt einladen, dass er uns das zeigt. Wollen wir gemeinsam beten?

[2:58] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir immer zu dir kommen können, dass du uns nie wegschickst, wenn wir aufrichtig nach dir und deiner Wahrheit fragen. Und Herr, wir kommen jetzt zu dir und wollen Bibelverse lesen. Wir möchten sie nicht einfach nur lesen, wir möchten dahinter und dadurch dich besser kennenlernen. Herr, wir möchten dich bitten, dass du direkt zu unseren Herzen sprichst. Wir möchten dich bitten, dass wir in deine Gegenwart treten dürfen in besonderer Weise. Möchten dich auch bitten, dass du uns reinigst von allem, was dich hindern könnte, uns zu segnen. Wir möchten dich bitten, dass dein Wort uns auferbaut und stärkt, uns ganz nahe zu dir zieht, Herr. Wir möchten uns vor dir beugen und dich bitten, dass du jetzt unser Lehrer bist im Namen Jesu.

[4:23] Amen. In Offenbarung Kapitel 4 finden wir ein relativ kurzes, aber enorm bedeutsames Kapitel der Offenbarung. Es ist ein Kapitel, das in vieler Hinsicht eine Grundlage darstellt, nicht nur für die Offenbarung, sondern für die gesamte biblische Lehre von Gott und der Anbetung.

[4:51] Wir lesen Offenbarung 4, Vers 1: „Nach diesem schaute ich, und siehe, eine Tür war geöffnet im Himmel, und die erste Stimme, die ich gleich einer Posaune mit mir reden gehört hatte.“ Das ist dieselbe Stimme, die in Offenbarung 1, Vers 10 und 11 Johannes auf Patmos begegnete, als Jesus sich seinem Jünger zu einem Besuch auf der Gefängnisinsel näherte. Wir lesen dort in Offenbarung 1, Vers 10 und 11: „Ich war im Geist am Tag des Herrn, am Sabbat, und ich hörte hinter mir eine gewaltige Stimme wie von einer Posaune, die sprach: Ich bin das A und das O, der Erste und der Letzte, und was du siehst, das schreibe in dein Buch und sende es den Gemeinden, die in Asia sind, nach Ephesus und nach Smyrna und nach Pergamon und nach Thyatira und nach Sardes und nach Philadelphia und nach Laodizea.“

[5:50] Diese Stimme, dieser Jesus, sein Freund, sein Erlöser, sein König Jesus, der hier zu Johannes spricht, spricht in Offenbarung 4 erneut und sagt: „Komm mit!“ Er, der ihn besucht auf Patmos, auf dieser einsamen Insel an einem Sabbat, als Johannes vermutlich sich gewünscht hätte, vielleicht in Ephesus zu sein, in seiner Heimatgemeinde, um dort den Chor zu hören, eine Predigt zu hören, die Bibel zu studieren, den Sabbat mit Geschwistern zu verbringen. Er, der Johannes, der so allein und einsam als letzter überlebender Apostel dort auf der Gefängnisinsel sitzt, der wird von Jesus besucht. Aber Jesus besucht ihn nicht nur, er lädt ihn ein, in einer Vision mitzukommen. Mitzukommen nicht nach Ephesus, nicht nach Rom oder Alexandria oder an irgendeinen anderen Ort, wo Gottesdienste abgehalten wurden, sondern zu dem Gottesdienst schlechthin, dem einzigen Gottesdienst.

[6:50] Der vollkommen fehlerlos, makellos ist: dem himmlischen Gottesdienst.

[7:07] Der Gottesdienst vor dem Thron Gottes. Er sagt: „Ich hörte diese und die erste Stimme, die ich gleich einer Posaune mit mir reden gehört hatte, sprach: Komm hier herauf und ich will dir zeigen, was nach diesem geschehen muss.“ Jesus sagt dem Johannes: „Komm herauf und ich will dir zeigen, was nach diesem geschehen muss.“ Er soll den Gottesdienst im Himmel sehen, um dann zu erfahren, was die Zukunft bringt. Jesus verknüpft in diesem einen Satz den himmlischen Gottesdienst mit der Prophetie.

[7:55] Und wenn wir die Prophetie studieren und den Gottesdienst im Himmel außen vorlassen, dann fehlt die Grundlage für die Prophetie. Jeder, der die Endzeitprophetie studiert, weiß, es geht um Anbetung. Offenbarung 14 und dort Vers 7: Der Engel, der hier durch den Himmel fliegt, das ewige Evangelium hat, das heißt in Vers 7, der sprach mit lauter Stimme: „Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichtes ist gekommen, und betet den an, der den Himmel und die Erde und das Meer und die Wasserquellen gemacht hat.“ Der Herr hat gerade gesagt, es gibt nur einen makellosen, sündlosen Gottesdienst im Himmel, aber Gott wünscht sich, dass auf dieser Erde Menschen ebenfalls einstimmen in diesen Gottesdienst. Das muss ich hier erweitern, dazu sagen: Er wünscht sich, dass der himmlische Gottesdienst auf die Erde abstrahlt, dass Himmel und Erde verbunden sind. Der Mensch selbst aus eigener Kraft, aus eigenem Bestreben kann nur befleckte Opfer bringen. Aber im himmlischen Gottesdienst werden keine menschlichen Opfer gebracht. Im himmlischen Gottesdienst werden keine menschlichen Bemühungen gemacht. Im himmlischen Gottesdienst wird Gott selbst und seine Bereitschaft, alles zu geben zur Erlösung, im Zentrum gefeiert. Gott wird angebetet, weil er der Schöpfer und der Erlöser ist. Und diese Anbetung, wie sie im himmlischen Heiligtum stattfindet, soll herunterstrahlen auf die Erde. Die Menschen, die Jesus folgen und annehmen, sind eingeladen, teilzuhaben an diesem himmlischen Gottesdienst. Sie sind eingeladen, sich mitzuverbinden mit dem, was im Himmel geschieht. Und dadurch werden sie auch befähigt, die Prophetie zu verstehen.

[9:54] Das heißt weiter in Offenbarung 14 und dort Vers 9: „Und ein dritter Engel folgte ihnen. Er sprach mit lauter Stimme: Wenn jemand das Tier und sein Bild anbetet und das Malzeichen auf seine Stirn – Verzeihung – oder seine Hand annimmt, so wird auch er von dem Glutwein Gottes trinken“, und so weiter und so fort. Es gibt eine wahre Anbetung, es gibt eine falsche Anbetung. Die dreifache Engelsbotschaft, die Endzeitbotschaft für diese Welt, dreht sich auch ganz besonders um das Thema Anbetung. Kein Wunder, dass Jesus schon in Offenbarung 4 deutlich macht: „Komm hier herauf, komm dorthin, ich zeige dir den himmlischen Gottesdienst und was danach geschieht.“ Und die ganze Offenbarung ist so aufgebaut, dass die Prophezeiungen, egal ob wir an die Siegel denken oder an die Posaunen denken oder auch an andere Dinge, die dann später kommen, die Plagen – es ist immer so aufgebaut, dass die Prophezeiungen, die dann in sei es in Siegeln oder den Posaunen oder in den Plagen dargeboten werden, direkt so dargeboten werden, dass sie mit dem himmlischen Heiligtum und der Anbetung dort verknüpft sind.

[10:59] Die Prophezeiungen der Offenbarung sind nicht einfach isoliert als Reihenfolge von Ereignissen. Sie sind immer eingebettet in den himmlischen Heiligtumsdienst, um deutlich zu machen, dass Anbetung, wie sie im himmlischen Heiligtum ihren Ursprung hat, ihr Vorbild hat und auch ihr Ziel hat, dass diese Anbetung das Fundament dessen ist, was wir Prophetie nennen. Und dass Anbetung im himmlischen Heiligtum von uns studiert werden muss, wenn wir die Prophetie so verstehen wollen, wie Gott sie gegeben hat, der sie in den Kontext der wahren Anbetung, wie sie im himmlischen Heiligtum geschieht, uns hat aufschreiben lassen. Jesus sagt: „Komm hier herauf und ich will dir zeigen, was nach diesem geschehen muss.“

[11:46] Vers 2. Johannes sagt: „Und sogleich war ich im Geist, und siehe!“ Ne? Und jetzt ist er in der Vision, ist natürlich nicht buchstäblich, aber in der Vision in den himmlischen Gottesdienst gebracht worden. Und das Erste, was er sieht – „Und sogleich war ich im Geist, und siehe!“ – das Erste, was er sieht, ist ein Thron. „Und siehe, ein Thron stand im Himmel, und auf dem Thron saß einer.“

[12:18] Wir werden sehen, in Offenbarung Kapitel 4 dreht sich der gesamte himmlische Gottesdienst mit all seinen unfassbar großen und beeindruckenden und herrlichen Elementen. All das dreht sich um den Thron Gottes. Ist der zentrale Punkt. Anbetung dreht sich um den Thron und damit um die Königsherrschaft.

[12:56] Wir wissen, dass der Thron Gottes auch etwas mit seinem Gesetz zu tun hat. Offenbarung 4. So wird es deutlich, wenn wir uns an das Heiligtum erinnern, das auch auf der Erde aufgebaut worden ist.

[13:12] In Offenbarung 4 und dort Vers 3 heißt es: „Und der darauf saß, war in seinem Aussehen einem Jaspis und einem Sarderstein gleich, und ein Regenbogen war rings um den Thron, der glich in seinem Aussehen einem Smaragd.“ Der gesamte Thron Gottes, Symbol seiner Königsherrschaft, ist umringt, buchstäblich, vom Regenbogen der Verheißung. Das Symbol, das wir aus 1. Mose 9 kennen, nach der Sintflut, Symbol des Bundes zwischen Gott und der Schöpfung. Vers 11: „Und meinen Bund mit euch aufrichten, dass künftig nie mehr alles Fleisch von dem Wasser der Sintflut ausgerottet wird, und dass auch keine Sintflut mehr kommen soll, um die Erde zu verderben.“ Vers 12: „Und Gott sprach: Dies ist das Zeichen des Bundes, den ich festsetze auf ewige Geschlechter hin zwischen mir und euch und allen lebendigen Wesen, die bei euch sind.“ Vers 13: „Meinen Bogen setze ich in die Wolken. Der soll mir ein Zeichen des Bundes sein zwischen mir und der Erde.“ Gott hat einen Bund. Und wenn wir den gesamten Erlösungsplan betrachten, dann erkennen wir diesen ewigen Bund. Die Bibel nennt ihn dann auch den neuen Bund. Gottes Plan, dass Menschen Vergebung ihrer Sünden erhalten können, dadurch wieder eine direkte Beziehung zu ihm haben können, sodass sein Gesetz, das die Grundlage seiner Königsregierung ist, auch in ihrem Herzen wieder ist. Das ist der Bund. Alles, was Gott tut, geschieht innerhalb dieses Bundes. Es gibt nichts, was Gott denkt, sagt oder tut, was mit diesem Bund nicht vereinbar wäre. Sein gesamtes Königshandeln wird durch diesen Bund bestimmt.

[15:18] Ein Regenbogen rings um den Thron. Vers 4: „Und rings um den Thron waren 24 Throne, und auf den Thronen sah ich 24 Älteste sitzen, die mit weißen Kleidern bekleidet waren und auf ihren Häuptern goldene Kronen hatten.“ 24 Älteste, die 24 Ältesten sitzen auf Thronen. Im Reich Gottes – und das haben wir ja schon an anderer Stelle gemeinsam studiert – gibt es nicht nur einen König. Das Reich Gottes ist ein Königreich, aber keine absolutistische Monarchie. Es gibt nicht nur einen König. Die Anbeter, die hier sich zum Gottesdienst einfinden, sind Mitkönige. Sie sitzen auf Thronen.

[16:10] Vers 5: „Und von dem Thron gingen Blitze und Donner und Stimmen aus, und sieben Feuerfackeln brannten vor dem Thron, welche die sieben Geister Gottes sind.“ Nach Jesaja 11, Vers 1 und 2 ist das ein Bild für den Heiligen Geist, der in engstem Zusammenhang steht, der Zusammenarbeit arbeitet mit der Gemeinde Gottes auf der Erde. Wir haben gerade vorhin gesagt, der Gottesdienst im Himmel soll herunterstrahlen auf die Erde. Himmel und Erde sollen durch den Gottesdienst verbunden, verknüpft werden. Und zwar ein Gottesdienst, der Gott anbetet und gleichzeitig ein Licht für die Welt ist. Denn auch die Gemeinde Gottes wird in Offenbarung 1 und dort Vers 20 als ein siebenarmiger Leuchter dargestellt. Es heißt dort in Kapitel 1, Vers 20: „Das Geheimnis der sieben Sterne, die du in meiner Rechten gesehen hast, und der sieben goldenen Leuchter. Die sieben Sterne sind Engel der sieben Gemeinden, und die sieben Leuchter, die du gesehen hast, sind die sieben Gemeinden.“ Der Heilige Geist wird dargestellt als sieben Feuerfackeln vor dem Thron Gottes. Die Gemeinde sind sieben Feuerfackeln sozusagen, sieben Leuchter, um deutlich zu machen, die Gemeinde Gottes ist vom Heiligen Geist abhängig. Durch den Heiligen Geist werden die Gemeinde auf Erden und die Gemeinde im Himmel miteinander verzahnt, miteinander verknüpft, miteinander verbunden. Ohne Heiligen Geist: keine Gemeinde. Der Heilige Geist verbindet die Anbetung auf der Erde mit der Anbetung im Himmel.

[17:58] Und es ist kein Zufall, dass es dieser Heilige Geist ist, der auch durch den Geist der Weissagung uns die Prophetie gibt.

[18:10] Noch mehr ist zu entdecken hier in Offenbarung 4 im himmlischen Gottesdienst. Wir haben den Thron, wir haben den Regenbogen um den Thron, wir haben die 24 Ältesten um den Thron, wir haben die sieben Feuerfackeln für den Heiligen Geist. Wir lesen weiter in Vers 6: „Und vor dem Thron war ein gläsernes Meer, gleich Kristall. Und in der Mitte des Thrones und rings um den Thron waren vier lebendige Wesen, voller Augen vorn und hinten.“ Wie das sich zuträgt physikalisch, kann ich nicht erklären, aber ich glaube, es steht hier: „In der Mitte des Thrones und rings um den Thron vier lebendige Wesen, voller Augen vorn und hinten.“ Wir lesen weiter in Vers 8: „Und jedes einzelne von den vier lebendigen Wesen hatte sechs Flügel.“ Und so scheint es mir, dass es sich hierbei um Seraphim handelt, die auch in Jesaja 6 – wir werden gleich noch dazu kommen – als sechsflügelig dargestellt werden. Vers 8: „Und jedes einzelne von den vier lebendigen Wesen hatte sechs Flügel rings herum und innenwendig waren sie voller Augen, und unaufhörlich rufen sie bei Tag und bei Nacht: Heilig, heilig, heilig ist der Herr, Gott, der Allmächtige, der war und der ist und der kommt.“ Die Engelwesen vor dem Thron Gottes beten Gott beständig an.

[19:49] Da gibt es eine wahre Anbetung vor dem wahren Thron, der einmal diese ganze Erde auch beherrschen wird. Wir haben gesehen, dass das Reich Gottes einmal auf dieser Erde die gesamte Weltherrschaft für alle Zeiten über alle Völker, Nationen, Stämme und Sprachen haben wird. Und wir sehen hier, dass es zu diesem Thron, dem wahrhaftigen Thron, der wahrhaftigen Weltherrschaft auch eine wahrhaftige Anbetung gibt, so wie es eine falsche Anbetung gibt, die sich mit gewaltsamer, unrechtmäßiger, ungesetzmäßiger Weltherrschaft verbunden hat. Wir denken an Matthäus 4, Vers 8 und 9, wo die falsche Anbetung, als der Satan sich anbeten lassen will, verknüpft mit dem Gedanken, dass man auf eine Art und Weise an die Weltherrschaft kommt, die nicht Gottes Planen entspricht. So wie falsche Anbetung sich mit falscher, ungesetzmäßiger und gewaltsamer Weltherrschaft verbindet, so ist wahre Anbetung mit der wahren Königsherrschaft Gottes verbunden. Und deswegen geht es in der dreifachen Engelsbotschaft auch um die Anbetung, denn es geht in der dreifachen Engelsbotschaft ja auch um das Reich Gottes, das Evangelium.

[21:09] Vier Symbole werden uns genannt in Offenbarung 4 und dort Vers 7: „Und das erste lebendige Wesen glich einem Löwen, und das zweite lebendige Wesen glich einem jungen Stier. Das dritte lebendige Wesen hatte ein Angesicht wie ein Mensch, und das vierte lebendige Wesen glich einem fliegenden Adler.“ Schauen wir uns kurz biblisch an, was das bedeutet. Der Löwe, glaube ich, kann man schon in diesem Abschnitt sehen, auch wenn dann wenige Verse weiter in Kapitel 5, in derselben Szene – das ist nur durch die Kapitelinteilung getrennt, das gehört zusammen – sehen wir Jesus in Kapitel 5 und dort Vers 5, es heißt: „Und einer von den Ältesten spricht zu mir: Weine nicht! Siehe, es hat überwunden der Löwe, der aus dem Stamm Juda ist, die Wurzel Davids, um das Buch zu öffnen und seine sieben Siegel zu brechen.“ Jesus ist der Löwe aus dem Stamm Juda. Der Löwe ist ein Symbol für den Sieger Jesus, für den König Jesus. Der Stier ist ebenfalls ein Symbol für Jesus. In 3. Mose Kapitel 16 und dort Vers 3: „Auf diese Weise soll Aaron in das Heiligtum hineingehen: mit einem jungen Stier als Sündopfer und einem Widder als Brandopfer.“ Stiere im Alten Testament sind Sündopfer. Jesus ist unser Sündopfer.

[22:50] Das dritte lebendige Wesen glich einem Menschen. Offenbarung – Verzeihung – Johannes 1, Vers 14 sagt: „Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, die Herrlichkeit eines Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“ Jesus ist Mensch geworden, ein Symbol für seine Erniedrigung, für seine Demut, für seine Liebe. Und dann haben wir noch einen Adler. Und wenn wir in 2. Mose 19 uns anschauen, was Jesus hier über sich sagt, dann lesen wir in 2. Mose 19 und dort Vers 4: „Ihr habt gesehen, was ich an den Ägyptern getan habe, und wie ich euch auf Adlers Flügeln getragen und euch zu mir gebracht habe.“ Der Löwe: ein Symbol für den Sieg und für das Königtum. Der Stier: ein Symbol für das Opfer für die Sünden. Der Mensch: ein Symbol für Jesu Bereitschaft, vom Thron der Herrlichkeit aufzustehen und sich zu erniedrigen und Mensch zu werden. Der Adler: ein Symbol dafür, wie Jesus seine Gemeinde führt.

[23:59] Aber in Offenbarung 4 wird ja gar nicht Jesus auf dem Thron angebetet, jedenfalls in Kapitel 4 erstmal nicht. Er kommt ja in Kapitel 5 dann in den Fokus, wenn dann auf das Lamm verwiesen wird und auch das genauso angebetet wird. In Kapitel 4 sitzt der Gott der Vater auf dem Thron. Und die Frage ist, warum finden wir dann Eigenschaften von Jesus bei diesen Anbetern? Die Sache ist einfach. Jesus selbst sagt in Johannes Kapitel 14 und dort Vers 9 und 10: „Jesus spricht zu ihm: So lange Zeit bin ich bei euch, und du hast mich noch nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen. Wie kannst du da sagen: Zeige uns den Vater? Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch rede, rede ich nicht aus mir selbst. Und der Vater, der in mir wohnt, der tut die Werke.“ Wer Jesus sieht, sieht den Vater. Die Eigenschaften Jesu sind, Achtung, eins zu eins die Eigenschaften von Gott, dem Vater. Auch Gott der Vater ist Sieger und König. Auch Gott der Vater ist bereit, Opfer zu bringen. Auch Gott der Vater hat diese Einstellung, demütig zu sein, die Bereitschaft, sich zu erniedrigen und uns zu lieben. Auch er liebt uns, und auch er führt uns durch die Wüsten unseres Lebens. Das, was wir über Jesus sagen können, können wir eins zu eins über Gott den Vater sagen. Und die Engel, die Seraphim, die hier ihn anbeten, die werden durch das Anschauen sozusagen, durch die Anbetung Gottes, besser gesagt, werden sie in sein Bild verwandelt.

[26:01] Sie reflektieren seine Charaktereigenschaften. Bei der Anbetung geht es nicht nur darum zu wissen, wer der Größte und der Beste und der Stärkste ist. Nein, nein, nein, nein. Es geht darum, anzuerkennen, was Gott für uns tun kann. Und durch die Anbetung werden wir in sein Bild verwandelt. Sein Charakter färbt dann immer mehr und immer mehr auf unseren Charakter ab, verwandelt unseren Charakter. 2. Korinther 3 und dort Vers 18: „Wir alle aber, indem wir mit unverhülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn anschauen, wie in einem Spiegel, werden verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, nämlich vom Geist des Herrn.“ Das macht der Heilige Geist.

[27:00] Schauen wir in Offenbarung 4, wie es weitergeht mit dieser Anbetung, oder wie diese Anbetung jetzt hier beschrieben wird. Die vier lebendigen Wesen, die wohl Seraphim sind, sie rufen unaufhörlich: „Heilig, heilig, heilig.“ Und das heißt jetzt in Vers 9: „Und jedes Mal“ – wir haben gerade gesehen in Vers 8, sie rufen unaufhörlich bei Tag und bei Nacht – „und das heißt in Vers 9: Und jedes Mal, wenn die lebendigen Wesen Herrlichkeit und Ehre und Dank darbringen, dem, der auf dem Thron sitzt,“

[27:28] bringen, dem, der auf dem Thron sitzt, der lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit. So fallen die 24 Ältesten nieder vor dem, der auf dem Thron sitzt und beten den an. Verzeihung, beten den an, der lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, und sie werfen ihre Kronen vor dem Thron nieder und sprechen: "Würdig bist du, oh Herr, zu empfangen den Ruhm und die Ehre und die Macht, denn du hast alle Dinge geschaffen und durch deinen Willen sind sie und wurden sie geschaffen." Wir sehen, dass die 24 Ältesten Könige sind. Sie sitzen auf Thronen und sie tragen Kronen. Aber in der Anbetung ist all das nicht wichtig. In der Anbetung nehmen sie ihre Kronen ab. Sie stehen auch vom Thron und werfen sich nieder. Hier haben wir es nicht mit einer Beziehung zu tun, wo der eine auf dem Thron sitzt, der andere auf dem Thron sitzt und man sich einfach unterhält. Nein, diese Mitkönige wissen ganz genau, sie sind nicht auf derselben Stufe mit Gott. Nein, nein, nein, nein, nein. Sie wissen ganz genau, sie verdanken ihre Existenz, ihre Identität physisch und geistlich und in allem verdanken sie absolut und uneingeschränkt und vollständig Gott. Und sie wissen, sie können überhaupt nur auf einem Thron sitzen, weil er auf einem Thron sitzt. Sie können nur eine Krone tragen, weil er ihnen diese Krone gegeben hat. Sie pochen nicht auf ihren Thron. Sie pochen nicht auf ihre Krone, nicht wie Luzifer alles für sich behalten wollte und glaubt, es sei sein angestammtes Recht. In der Anbetung sind die 24 Ältesten bereit, vom Thron aufzustehen und niederzufallen. In der Anbetung sind sie bereit, die Krone abzulegen. Und warum tun sie das?

[29:06] Weil ihr Herr und Meister Jesus zuerst vom Thron aufgestanden ist, weil er zuerst vom Thron aufgestanden ist und sich bis in den Staub erniedrigt hat. Und weil er zuerst die Krone der Herrlichkeit niedergelegt hat, denn er war für immer von Ewigkeit. Gott. Auch er hat zuerst die Kronen niedergelegt und eine Dornenkrone aufgesetzt. Deswegen beten sie ihn dann auch in Kapitel 5 genau dafür an.

[29:58] Halten wir fest: In der Anbetung Gottes pochen wir nicht auf Status und Rang und Einfluss und Ruhm. Sie sagen: "Würdig bist du, oh Herr, zu empfangen den Ruhm und die Ehre und die Macht. Es gehört dir. Es ist dein Geschenk, aber es gehört eigentlich alles dir, denn was Gott von den Anbetern so fundamental unterscheidet: Sie alle sind geschaffen. Sie alle leben nur, weil es Gott gibt. Gott ist ihr Schöpfer und deswegen beten sie ihn an."

[30:39] Dieses Kapitel ist ganz beeindruckend und wenn wir noch Zeit hätten, könnten wir weitergehen und Kapitel 5 noch studieren und dann sehen wir auch diese Elemente sich dann weiter verfolgen lassen durch die Offenbarung. Wir wollen heute gemäß unseres Grundsatzthemas ein bisschen schauen, wie aus anderen Textstellen in früheren Büchern der Bibel dieses Kapitel hier noch beleuchtet werden kann. Wir finden eine Reihe von Elementen, die wir hier finden, auch in Jesaja Kapitel 6. In Jesaja Kapitel 6 und dort ab Vers 1 heißt es: Jesaja sagt: "Im Todesjahr des Königs Usija sah ich den Herrn sitzen auf einem hohen und erhabenen Thron, und seine Säume erfüllten den Tempel." Seraphim standen über ihm, dort auch Seraphim. Jeder von ihnen hatte sechs Flügel. Mit zweien bedeckten sie ihr Angesicht. Mit zweien bedeckten sie ihre Füße und mit zweien flogen sie.

[31:35] In der Anbetung Gottes bedecken sogar die Seraphim, die direkt am Thron Gottes sind, ihr Angesicht, weil Gott so unfassbar heilig ist. Vers 3: "Und einer rief dem anderen zu und sprach: Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Heerscharen. Die ganze Erde ist erfüllt von seiner Herrlichkeit." Zweimal finden wir diesen dreifachen Ausruf: "Heilig, heilig, heilig ist der Herr." Einmal hier in Jesaja 6, wo die Seraphim das singen und Jesaja das in einer Vision im Tempel sieht, einmal in Offenbarung, als die Seraphim offensichtlich es singen und Johannes in einer Vision im himmlischen Heiligtum hört. Beide Visionen hängen also ganz offensichtlich eng miteinander zusammen. Das heißt hier in Vers 3: "Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Heerscharen." Und jetzt heißt es: "Die ganze Erde ist erfüllt von seiner Herrlichkeit."

[33:19] Das ist also nicht einfach nur ein allgemeiner Zustand, der immer da ist. Nein, es ist ein spezifischer Wunsch. Gott wünscht sich, dass die ganze Erde erfüllt wird mit der Herrlichkeit Gottes, dass sein Charakter auf der ganzen Welt gesehen wird. Und wir wissen aus der biblischen Prophetie, dass dies vor der Wiederkunft geschehen wird, denn in Offenbarung 18 und dort Vers 1 finden wir genau das. Offenbarung 18 und dort ab Vers 1: "Und nach diesem sah ich einen Engel aus dem Himmel herabsteigen, der hatte große Vollmacht und die Erde wurde erleuchtet von seiner Herrlichkeit."

[34:02] Das heißt, wenn wir hier in Jesaja 6 die Botschaft haben: "Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Heerscharen. Die ganze Erde ist erfüllt von seiner Herrlichkeit", dann muss die Botschaft aus Offenbarung 18 Vers 1 etwas mit der Heiligkeit Gottes zu tun haben und mit der wahren Anbetung, wie sie hier und diese in Offenbarung 4 beschrieben wird. Dann basiert dieser letzte Ruf in Offenbarung 18 auf den Grundlagen der wahren Anbetung. Dann ist die prophetische Botschaft verknüpft mit der Anbetung im himmlischen Heiligtum. Und deswegen haben wir schon gesehen, ist die dreifache Engelsbotschaft hier in Offenbarung 18 Vers 1, ja, nur noch einmal mit großer Herrlichkeit und verstärktem, mit großem Nachdruck gepredigt wird. Das ist ja die dreifache Engelsbotschaft, in der es unter anderem so stark um die Frage der Anbetung geht.

[34:58] Es heißt in Vers 4: "Da erbebten die Pfosten der Schwellen von der Stimme des Rufenden und das Haus wurde mit Rauch erfüllt." Das war eine beeindruckende Szene. Lieber Freund, liebe Freunde, die wahre Anbetung Gottes ist nichts Langweiliges. Wenn Gott sich in seiner Heiligkeit offenbart, ist das noch nie zum Einschlafen gewesen. Egal, ob es am Berg Sinai war, egal ob es hier in Jesaja 6 ist oder in Offenbarung 4, wann immer Gott in seiner Herrlichkeit erkannt wird, ist das immer etwas zutiefst existenziell Bewegendes. Auch Jesaja war davon schwer getroffen und mitgenommen. Er sagt in Vers 5: "Da sprach ich: Wehe mir, ich vergehe!" Da kommt ein Mann, der sogar schon prophetische Botschaften im Namen des Herrn weitergegeben hat, von Gott berufener Prophet, und als er sieht, wie im himmlischen Heiligtum – also in dem Fall ist es ja sozusagen der, das himmlische Heiligtum sozusagen in das irdische hinunter verlängert – als er sieht, wie Gott von den Seraphim angebetet wird, da erkennt er seine Unwürdigkeit.

[36:06] Wenn wir sehen, wie Gott wirklich ist, wenn wir Anbetung richtig verstehen, dann geht es nicht darum, dass wir uns gut fühlen, dass wir uns irgendwie entspannen können, dass wir chillen können, dass wir irgendwie ein tolles Gefühl haben. In der wahren Anbetung Gottes erkennen wir unsere Unwürdigkeit, den Schmutz, den Dreck unseres Lebens. Wir sehen den Kontrast zwischen Gott und uns so viel deutlicher. Anbetung ist nicht dazu gedacht, unser sündiges Leben irgendwie mit seinem Mäntelchen der Heiligkeit zu umhüllen. Nein, nein, nein, nein. Anbetung ist auch unter anderem dazu gedacht, um uns zu zeigen, wie Gott wirklich ist und warum wir ihn so dringend brauchen, um uns die Augen zu öffnen über unseren wahren Zustand. Wahre Anbetung wird Laodizea zeigen, dass es nackt, elend, erbärmlich, blind und bloß ist.

[37:13] Vers 5: "Da sprach ich: Wehe mir, ich vergehe, denn ich bin ein Mann mit unreinen Lippen und wohne unter einem Volk, das unreine Lippen hat, denn meine Augen haben den König, den Herrn der Heerscharen gesehen." Jesaja glaubt, dass aufgrund seiner Unwürdigkeit er in der Gegenwart der Heiligkeit Gottes nicht bestehen kann, denn er weiß, Gott hasst die Sünde, aber Jesaja vergeht nicht. Jesaja fällt nicht tot zu Boden, obwohl es Menschen gab, Nadab und Abihu, die in der Gegenwart Gottes tot zu Boden fielen. Jesaja fällt nicht. Er hat seine Unwürdigkeit erkannt. Er sagt: "Wehe mir!" Es heißt in Vers 6: "Da flog einer der Seraphim zu mir und er hielt eine glühende Kohle in seiner Hand, die er mit der Zange vom Altar genommen hatte. Und er berührte meinen Mund damit und sprach: Siehe, dies hat deine Lippen berührt. Deine Schuld ist von dir genommen und deine Sünde gesühnt." Gott bringt uns in der wahren Anbetung nicht zu einer Erkenntnis unserer eigenen Selbst, damit wir verzweifeln oder aufgeben, sondern damit wir endlich seine Erlösung komplett annehmen. Wenn wir unsere eigene Sündhaftigkeit erkennen, dann kann Gott uns vergeben und uns reinigen. Es heißt in 1. Johannes 1 Vers 9: "Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit." Wahre Anbetung führt zu einer wahren Erfahrung der Erlösung im Kontext des Heiligtums.

[38:57] Und dann kommt Vers 8: "Und ich hörte die Stimme des Herrn fragen: Wen soll ich senden? Und wer wird für uns gehen?" Da sprach ich: "Hier bin ich. Sende mich." Wahre Anbetung führt dazu, dass wir unseren eigenen unwürdigen Zustand erkennen, dass wir das, was Gott uns längst hat schenken wollen, die Erlösung wirklich für uns persönlich in Anspruch nehmen. Und das wird immer dazu führen, dass wir bereit sind, Gottes Botschaft in die Welt hinauszutragen.

[39:36] Wie kommt die Herrlichkeit Gottes, von der wir hier in Vers 3 gesprochen haben, gehört haben, besser gesagt, als es hier heißt in Vers 3: "Und einer rief dem anderen zu und sprach: Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Heerscharen. Die ganze Erde ist erfüllt von seiner Herrlichkeit." Wie kommt die Herrlichkeit dorthin? Offenbarung 18, Vers 1 sagt uns, durch Menschen diese Herrlichkeit dorthintragen. Und Jesaja 6 zeigt uns, wie das geht. Menschen, die mit dieser Heiligkeit, dieser Herrlichkeit sich konfrontiert worden sind, die den himmlischen Gottesdienst studiert haben, die deswegen Gottes Erlösung angenommen haben und dann hinausgehen, um Gottes Botschaft in der ganzen Welt zu verkündigen. So kann also Offenbarung 18 Vers 1, Verzeihung, Offenbarung 18 Vers 1 nur Realität werden. Dieser laute Ruf aus Offenbarung 18 Vers 1 wird nur Realität, wenn unsere Lippen, wenn meine Lippen und deine Lippen, lieber Freund, liebe Freundin, mit der Kohle vom Altar gereinigt worden sind. Nur dann wird das Realität.

[41:00] Übrigens bringt Jesaja – da haben wir heute nicht die Zeit, das zu lesen –, aber bringt in Kapitel 6 dann in den folgenden Versen wird ihm die Botschaft gegeben. Eine Botschaft des Gerichts, eine Botschaft, in der es auch um Übrige geht, die übrig bleiben werden. Ganz interessant auch im Kontext der Endzeit.

[41:22] Wenn wir noch mehr über die himmlischen Wesen und ihren Auftrag in der Bibel nachdenken, dann kommen wir auch zu 1. Mose 3 und dort ab Vers 21. In 1. Mose 3 und dort ab Vers 21 finden wir Ereignisse kurz nach dem Sündenfall und kurz nachdem Gott in seiner unendlichen Gnade Adam und Eva die Tür der Hoffnungen gezeigt hat, dass es einen Erlösungsplan gibt. Wir lesen in 1. Mose 3, Vers 21: "Und Gott der Herr machte Adam und seiner Frau Kleider aus Fell und bekleidete sie."

[42:01] Er hat ihnen damit illustriert, was Erlösung bedeutet. Sie hatten durch den Sündenfall, durch die Sünde ihre Lichtkleider verloren. Sie hatten erkannt, dass sie nackt waren. Vorher hatten sie ihre Nacktheit nicht sehen können, weil sie mit Licht bedeckt waren, im Bilde Gottes geschaffen. Er selbst kleidet sich, hüllt sich in Licht wie in ein Gewand, sagt Psalm 104, Vers 2. Sie hatten dieses Lichtkleid verloren. Sie waren nackt gewesen. Sie hatten die Nacktheit jetzt erkannt in 1. Mose 3, Vers 7. Gott gibt ihnen ein Fell. Er bekleidet sie. Das Fell wächst an keinem Baum. Ein Tier muss sterben. Ein Symbol für den Tod des unschuldigen Erlösers. Sie werden gekleidet in dieses Fell, sodass wenn man sie von außen betrachtet, man das Tierfell sieht, um ihnen deutlich zu machen, dass wenn sie die Erlösung annehmen, dann soll man auch von...

[43:25] In Jesaja 61 wird dieses Bild so wunderschön erklärt. Jesaja 61 und dort Vers 10: "Ich freue mich sehr in dem Herrn und meine Seele ist fröhlich in meinem Gott, denn er hat mir Kleider des Heils angezogen, mit dem Mantel der Gerechtigkeit mich bekleidet, wie ein Bräutigam sich den priesterlichen Kopfschmuck anlegt und wie eine Braut sich mit ihrem Geschmeide schmückt." Die Kleider des Heils. Gott gibt sie ihnen. Wir lesen weiter in Vers 22: "Und Gott der Herr sprach: Siehe, der Mensch ist geworden wie unser einer, indem er erkennt, was gut und böse ist. Nun aber, dass er nur nicht seine Hand ausstrecke und auch vom Baum des Lebens nehme und esse und ewig lebe."

[44:23] Nun kannte der Mensch auch aus eigener Erfahrung die vielen schlimmen Konsequenzen der Sünde: Trennung, Schmerz. Es würden weitere Erfahrungen kommen wie Tod, Krankheit. Jetzt war das nicht mehr aufzuhalten. Selbst der Erlösungsplan hat sie nicht davon abhalten können, Schmerzen, Trauer, Verlust, all das zu erleben. Gott selbst hatte das erlebt im Zuge der Rebellion im Himmel. Er hatte ein Drittel seiner geliebten Engel verloren, seinen Freund Luzifer vorneweg.

[45:10] Und Gott wollte nicht, dass die Menschen überhaupt diese emotionale Erfahrung machen. Er wollte sie vor dieser Erkenntnis. Wir denken an 1. Mose 4 Vers 1: "Und Adam erkannte seine Frau Eva und sie wurde schwanger und gebar den Sohn Kain." Er wollte sie vor dieser Erkenntnis, dieser Erfahrung mit dem Wesen und den Konsequenzen der Sünde bewahren. Sie haben nicht gehört. Er kann ihnen die Hoffnung auf das ewige Leben geben, aber er kann sie jetzt nicht mehr bewahren von den Folgen der Sünde. Und dann lesen wir, dass er nur, Verzeihung, dass er nur nicht seine Hand ausstrecke und auch vom Baum des Lebens nehme und ewig esse. Verzeihung, und auch vom Baum des Lebens nehme und esse und ewig lebe. Ein Sünder kann nicht gleichzeitig vom Baum des Lebens essen.

[45:57] Man kann nicht gleichzeitig in Sünde leben und vom Baum des Lebens essen. Deswegen sagt die Offenbarung in Offenbarung Kapitel 2 und dort Vers 7: "Wer überwindet? Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt. Wer überwindet, dem will ich zu essen geben von dem Baum des Lebens, der in der Mitte des Gartens Gottes ist." Durch echte Bekehrung bekommen wir wieder Zugang zum Baum des Lebens. Es heißt in Vers 14 von Offenbarung 22: "Glückselig sind, die seine Gebote tun." Andere Übersetzungen, aufgrund anderer Manuskripte, sagen: "Glückselig sind, die ihre Kleider waschen." Wir müssen unsere Kleider im Blut Jesu waschen. Offenbarung 7, Vers 14. Und das wird uns durch den Geist Gottes befähigen, seine Gebote zu tun, damit sie Anrecht haben an dem Baum des Lebens und durch die Tore in die Stadt gehen können.

[47:02] Die Sünde, so sagt es Jesaja 59 Vers 2, trennt uns von Gott. Es heißt hier Jesaja 59 Vers 2: "Sondern eure Missetaten trennen euch von eurem Gott und eure Sünden verbergen sein Angesicht vor euch, dass er nicht hört." Sie dürfen nicht mehr im Garten Eden sein. Sie dürfen nicht mehr zum Baum des Lebens, weil die Sünde sie von diesem ewigen Leben trennt. Vers 23: "So schickte ihn Gott der Herr aus dem Garten Eden, damit er den Erdboden bearbeite, von dem er genommen worden war."

[47:45] So wie im himmlischen Garten Eden Kerubim schützend anwesend waren. Es heißt ja in Hesekiel 28 und dort Vers 14: "Du warst ein gesalbter, schützender Kerub. Ja, ich hatte dich dazu eingesetzt. Du warst auf dem heiligen Berg Gottes und du wandeltest mitten unter den feurigen Steinen." Wovor sollen die Kerubim in 1. Mose 3, Vers 24 den Garten Eden und den Baum des Lebens beschützen, in Anführungsstrichen? Es heißt: "Und er vertrieb den Menschen und ließ östlich vom Garten Eden die Kerubim lagern und die Flamme des blitzenden Schwertes, um den Weg zum Baum des Lebens zu bewachen." Die Kerubim sollten dafür sorgen, dass kein Sünder zum Baum des Lebens kommt. Sie sollten sozusagen den Garten Eden und den Baum des Lebens vor der Sünde bewahren, sozusagen zeigen, dass man nur beim Baum des Lebens sein kann, wenn das Problem der Sünde gelöst ist.

[49:03] Kann es sein, eine der wichtigsten Aufgaben von Luzifer als dem sündlosen Engel, als schirmender, schützender Kerub am Thron Gottes, darin bestand, in besonderer Weise mitzuhelfen, dass so etwas wie Rebellion nie aufkommt? Ein schützender Kerub. Nun, es gab ja damals im Himmel keine tatsächliche Rebellion, keinen tatsächlichen Angriff. Es gab ja keine Bedrohung, aber es gab Freiheit. Denn wo Liebe regiert, da ist immer Freiheit. Wo der Geist Gottes ist, da ist Freiheit. Und Freiheit kann missbraucht werden. Kann es sein, ich möchte fragen, dass Luzifers Aufgabe nicht nur daran bestand, einen Chor zu dirigieren, sondern durch seine Nähe zu Gott, durch sein besonderes Wissen, durch seine Erkenntnis über den Charakter Gottes, auch anderen, auch anderen Engeln, die vielleicht nicht so nah am Thron Gottes stationiert waren, zu zeigen, warum es sich niemals, warum es niemals Sinn machen würde, gegen Gott zu rebellieren? Und ausgerechnet bei ihm... Sünde.

[50:43] Hier am Tor zum Garten Eden, so lesen wir im Geist der Weissagung, haben die ersten Menschen dann Gott angebetet, weil Anbetung schon immer damit zu tun hatte, zurück zum Garten Eden zu wollen. Anbetung hat immer eine Richtung zurück zum Baum des Lebens. Deswegen ist Anbetung immer mit dem Heiligtum verknüpft, dem Ort, an dem Gott sich zeigt. Das Heiligtum in Hesekiel 28 ist auch ein Garten, der Garten Eden. Deswegen geht Anbetung dorthin, wo Jesus im himmlischen Heiligtum jetzt für uns wirkt, mittlerweile im Allerheiligsten. Die Verheißung, die Prophetie eines kommenden Erlösers, der der Schlange den Kopf zertreten würde, das heißt, der sie entlarven würde, der am Kreuz von Golgatha den Sieg über sie erringen würde und dann später durch die Wiederkunft und schließlich durch die Zeit nach den 1000 Jahren, durch das letzte Gericht, sie auch physisch vernichten würde. Diese Prophezeiung wurde, nicht am Leben erhalten, das stimmt nicht. Sie wurde sozusagen im Gedächtnis gehalten, muss ich sagen, so muss ich sagen, im Gedächtnis gehalten durch die Anbetung an diesem Ort, wo die Kerubim waren. Und eine wahre Anbetung, wie sie in der Offenbarung, in Jesaja 6, in Offenbarung 4 beschrieben wird, wird uns helfen, die Prophezeiungen im Gedächtnis zu behalten. Dazu gab es die Anbetung hier im Garten Eden. Dazu gibt es die Anbetung in der Offenbarung. Und wenn heute, Verzeihung, wenn heute Anbetung und Worship getrennt wird von den Prophezeiungen der Bibel, verliert die Anbetung ein ganz wesentliches, ein ganz wesentliches Element.

[52:41] Denn die Anbetung in Jesaja 6 und die Anbetung hier am Garten Eden und die Anbetung in Offenbarung 4 ist immer untrennbar verknüpft mit der biblischen Prophetie, mit den prophetischen Aussagen über den kommenden Messias und über die Entwicklung des Evangeliums und den Fortgang der Heilsgeschichte. Wenn das voneinander getrennt wird, verliert die Anbetung das, was sie eigentlich beinhalten soll. Deswegen gibt es biblisch keine wahre biblische Anbetung, die sich für Prophetie nicht interessiert. Das gibt es biblisch nicht. Und das sollte uns vielleicht zu der Frage bringen, warum wir so gerne, so oft und so viel in unserer Worship-Erfahrung, unserem Lobpreis und unserer Anbetung von Gruppen und Institutionen uns inspirieren lassen und sie vielleicht sogar im großen Stile kopieren, wo die biblische Prophetie wenig bis gar nichts zu sagen hat.

[53:56] Eine Grundlage der biblischen Prophetie ist wahre Anbetung. Und wahre Anbetung findet ihren Kontext auch unter anderem in den prophetischen Aussagen der Bibel. Anbetung und Prophetie sind miteinander verkoppelt. Man darf nicht trennen, was Gott zusammensehen möchte. Zum Schluss wollen wir noch ganz kurz zu Hesekiel gehen. Wir können hier aus...

[54:24] Wir können hier aus Zeitgründen nicht so viel dazu sagen, aber auch hier finden wir Aussagen und Bilder, die uns aus Offenbarung 4 vertraut sind. In Hesekiel Kapitel 1, Verzeihung, Hesekiel Kapitel 1 und dort ab Vers 1 lesen wir: "Und es geschah im 30.

[54:44] Jahr am fünften Tag des vierten Monats, als ich unter den Weggeführten am Fluss Kebar war." Man geht davon aus, dass das 30. Jahr sich möglicherweise auf sein eigenes Lebensjahr bezieht, das von Hesekiel. Da öffnete sich der Himmel und ich sah Gesichte Gottes. Eine ganz ähnliche Formulierung, ein ganz ähnlicher Gedanke, wie auch in der Offenbarung. Der Himmel öffnet sich und Hesekiel sieht Visionen. Vers 2: "Am fünften Tag jenes Monats – es war das fünfte Jahr seit der Wegführung des Königs Jojachin, wir sind hier im Jahre 592 vor Christus – da erging das Wort des Herrn ausdrücklich an Hesekiel, den Sohn Busi, den Priester im Land der Chaldäer am Fluss Kebar. Und die Hand des Herrn kam dort auch über

[55:41] ihn. Die Vision, die Hesekiel sieht, die sieht er im Exil. Es ist eine schlimme Situation. Er ist mit vielen Tausenden anderen mit verschleppt worden aus Jerusalem in der zweiten Wegführung. Die erste war ja, als Daniel und einige andere weggenommen worden sind, aber das ist die erste große dann, in der auch Hesekiel mitgenommen worden ist. Seit fünf Jahren befindet er sich im Feindesland, in Babylon, und mitten dort erscheint ihm hier eine Vision Gottes.

[56:07] Er sagt in Vers 4: "Und ich schaute und siehe, ein Sturmwind kam von Norden her." Man kennt aus den Prophezeiungen aus Jesaja, Jeremia manchmal dieses Bild vom Sturmwind, und vor allem von Norden kommt eigentlich der Feind, aber hier kommt nicht der Feind. "Eine große Wolke und loderndes Feuer von einem strahlendem Glanz umgeben. Aus seiner Mitte aber glänzt es wie Goldschimmer mitten aus dem Feuer."

[56:34] Und mitten unter diesen erschien die Gestalt von vier lebendigen Wesen. Und dies war ihr Aussehen: Sie hatten Menschengestalt und jedes von ihnen hatte vier Gesichter und jedes von ihnen hatte vier Flügel. Ihre Füße standen gerade und ihre Fußsohlen glichen der Fußsohle eines Kalbes und sie funkelten wie der Schimmer von blankem Erz. Unter ihren Flügeln befanden sich Menschenhände an ihren vier Seiten. Und alle vier Seiten hatten ihre Gesichter und ihre Flügel. Ihre Flügel waren miteinander verbunden. Wenn sie gingen, wandten sie sich nicht um. Jedes ging gerade vor sich hin. Ihre Gesichter aber waren so gestaltet: Vorn das Gesicht eines Menschen, auf der rechten Seite bei allen Vieren das Gesicht eines Löwen, zur linken bei allen Vieren das Gesicht eines Stieres. Hinten aber hatten alle vier das Gesicht eines Adlers.

[57:18] Und spätestens jetzt erkennen wir, das sind doch genau die Symbole, die wir auch in Offenbarung 4 kennen. Übrigens, das nur hier am Rande als kleine Notiz: Mir scheint so, dass das Buch Offenbarung in manchem in seiner Grundstruktur auf dem Buch Hesekiel so als Basis aufbaut. Es gibt eine ganze Reihe von interessanten Parallelen. Wenn man zumindest ab Offenbarung 4 bis ans Ende geht, kann man quasi so ein bisschen das Buch Hesekiel auch nachvollziehen. Das ist, als ob das Buch Hesekiel so einen Grundriss gibt, aber das nur ein Gedanke zum Weiterstudieren.

[57:52] Das heißt, weiter in Vers 11: "Ihre Gesichter aber und ihre Flügel waren nach oben ausgebreitet. Je zwei Flügel waren miteinander verbunden und zwei bedeckten ihre Leiber. Und jedes ging gerade vor sich hin. Wo der Geist hingehen wollte, da gingen sie hin. Sie wandten sich nicht um, wenn sie gingen. Und dies war die Gestalt der lebendigen Wesen: Ihr Aussehen war wie brennende Feuerkohlen, wie das Aussehen von Fackeln. Und die Feuerkohle fuhr zwischen den lebendigen Wesen hin und her. Und das Feuer hatte einen strahlenden Glanz. Und von dem Feuer gingen Blitze aus. Die lebendigen Wesen aber liefen hin und her, so dass es aussah wie Blitze."

[58:28] Unser physikalischer Verstand steigt irgendwann aus. Hier wird der Thron Gottes beschrieben. Also, momentan sind wir nicht mal beim Thron Gottes, denn es sind nur die Cherubim beschrieben, die hier bei dem Thron Gottes sind. Und dann wird beschrieben, wie darüber auf einer Platte aus Saphir sich der Thron Gottes erhebt.

[58:42] Das heißt, weiter ab Vers 26: "Und oberhalb der Himmelsausdehnung, die über ihren Häuptern war, war das Gebilde eines Thrones anzusehen wie Saphirstein." Nein, die Ausdehnung ist nicht Saphir, der Thron ist aus Saphir, Verzeihung. "Oben auf dem Gebilde des Thrones aber saß eine Gestalt anzusehen wie ein Mensch. Ich sah auch etwas wie Gold, wie Goldschimmer, wie das Aussehen eines Feuers inwendig ringsum von der Erscheinung seiner Lenden nach oben hin und von der Erscheinung seiner Lenden nach unten hin sah ich wie das Aussehen eines Feuers und ein Glanz war rings um ihn her, wie der Bogen aussieht, der Regenbogen, der an einem Regentag in den Wolken erscheint. So war auch der Glanz ringsum anzusehen."

[59:30] "So war das Aussehen der Erscheinung der Herrlichkeit des Herrn." Das ist das, was die ganze Erde erleuchten soll. Das ist das, wovon die Seraphim in Jesaja 6 singen: "Heilig, heilig, heilig! Die ganze Erde ist erfüllt von der Herrlichkeit des Herrn." Und wir sehen, dass hier Jesaja 6 und Hesekiel 1 und Offenbarung 4 alle letztendlich miteinander verbunden sind. Und jeder beschreibt bestimmte Details.

[59:56] Für Hesekiel hatte das damals eine besondere Bedeutung. Hesekiel hat vielleicht geglaubt für einen Moment, dass jetzt, wo der Tempel zerstört ist in Jerusalem – nein, Verzeihung, der ist ja nicht zerstört, aber er nicht mehr beim Tempel sein kann, das muss ich sagen. Verzeihung, jetzt wo er getrennt ist vom Tempel. Der Tempel existiert ja noch. Er wurde erst bei der dritten Wegführung zerstört. Jetzt, wo er vom Tempel getrennt ist, wie soll er anbeten?

[1:00:21] Er sitzt in Babylon. Jerusalem ist viele, viele, viele, viele Kilometer entfernt. Kann es noch Anbetung geben? Aber er sieht hier, dass die Herrlichkeit Gottes nicht auf einen Tempel in Jerusalem begrenzt ist. Ja, Jesaja hat in diesem Tempel die Herrlichkeit Gottes gesehen, aber Hesekiel, der keine Möglichkeit hat, in den Tempel zu gehen, er sieht dieselbe Herrlichkeit Gottes mitten in Babylon.

[1:00:50] Gottes Herrlichkeit ist nicht an einen irdischen Ort gebunden. Die Anbetung, die Gott sich wünscht, hängt nicht von einem bestimmten Berg, von einem bestimmten Ort, von einer bestimmten Zeremonie oder von einem bestimmten Platz ab. Das ist das, was Jesus der Frau am Jakobsbrunnen sagen möchte, als sie eine Diskussion anfangen möchte, wo man jetzt anbeten soll, in Jerusalem oder dort, wo die Samariter anbeten. Jesus macht zwar deutlich, dass es der Tempel in Jerusalem ist, der der wahre Typus ist, aber auch er ist nur ein Typus.

[1:01:29] Was Gott sich wirklich wünscht, steht in Johannes Kapitel 4 und dort Vers 23 und 24: "Aber die Stunde kommt und ist schon da, wo die wahren Anbeter den Vater im Geist und in der Wahrheit anbeten werden." Hier sehen wir die Bedeutung des Heiligen Geistes für die Anbetung der siebenarmigen, die sieben Feuerfackeln vor dem Thron.

[1:01:56] Denn der Vater sucht solche Anbeter. Gott sucht Anbeter und er sucht Menschen, die bereit sind, für ihn zu gehen. Er fragt: "Wer will, wen sollen wir senden? Wer will für uns gehen?" Er sucht Menschen, die nach der Erfahrung der Anbetung die Herrlichkeit Gottes in die Welt hinaustragen. Denn der Vater sucht solche Anbeter. Gott ist Geist. Und die ihn anbeten, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten. Wahre Anbetung hängt nicht an einem Gebäude, an einem Ort oder einer Stadt, aber sie hängt immer an dem Geist und an der Wahrheit, wo immer Menschen nach der Wahrheit suchen und offen sind für Gottes Geist. Und wenn es mitten in Babylon ist, wie bei Hesekiel, dann offenbart sich Gott.

[1:02:56] Und führt Menschen aus Babylon wieder heraus. Und deswegen gibt es seine Botschaft an Gottes Volk in Babylon, dass die Herrlichkeit Gottes sich offenbart in einer Botschaft, die von der wahren Anbetung spricht, sodass die Kinder Gottes, die sich danach sehnen, aus Babylon herauskommen können. Das ist die Geschichte von Offenbarung 14, Offenbarung 18.

[1:03:33] Anbetung, die Anbetung Gottes im Kontext des himmlischen Heiligtums, ist eine wesentliche Grundlage der Prophetie im Allgemeinen und unserer prophetischen Botschaft im Besonderen. Lieber Freund, liebe Freundin, möchtest du mehr? Möchtest du dich mehr mit Gottes Thron, mit Gottes Herrlichkeit, mit der wahren Anbetung Gottes beschäftigen, damit du eine feste Grundlage hast für deinen Glauben und für das Verständnis der biblischen Prophetie? Ist das dein Wunsch? Wollen wir Gott anbeten?

[1:04:20] Lieber Vater im Himmel, Worte können nicht ausdrücken, wie dankbar wir dir sind, dass du durch dein Wort sprichst, dass du das Licht der Wahrheit auf die Seiten deines Buches fallen lässt, dass wir erkennen, was du eigentlich gesagt hast, was du eigentlich dir gewünscht hast. Herr, wir möchten dich bitten, möchten dir danken, dass du uns heute erneut gezeigt hast, vielleicht auch zum ersten Mal, wie eng Anbetung und unsere prophetische Botschaft zusammenhängen.

[1:05:05] Und Herr, wenn wir durch das Bewusstsein deiner Heiligkeit erkennen, wie unwürdig wir sind, wenn ich erkenne, wie schwach ich bin, Herr, dann wünschen wir uns alle, dass wir die Erfahrung von Jesaja machen, dass auch wenn wir unsere Unwürdigkeit erkennen, wir gleichzeitig sehen, wie würdig du bist, dass das Lamm würdig ist, das für uns gestorben ist und dass die Anbetung uns nicht nur zeigt, wie groß du bist, sondern auch wie sehr du uns liebst und wie sehr du alles gibst, um uns von aller Sünde zu erretten, dass du unsere Lippen salbst, dass du sie mit den Kohlen vom Altar berührst, dass wir nicht mehr unreine Lippen haben, dass wir von deiner Herrlichkeit erzählen können, dass einmal die ganze Erde von deiner Herrlichkeit erfüllt wird.

[1:06:07] Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:06:16] Nächste Woche geht es hier weiter. Wir werden weiter studieren: Bilder, Analogien, Symbole, Grundlagen biblischer Prophetie erforschen. Und ich freue mich, wenn du dann wieder dabei bist. Bis dann wünschen wir euch Gottes Segen beim Studium seines Wortes und eine tiefe Erfahrung mit unserem Gott in wahrer Anbetung. Amen.


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