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In dieser Folge der „Analogien, Bilder, Symbole“-Serie beleuchtet Christopher Kramp die überraschende prophetische Bedeutung der Psalmen. Er erklärt, wie Jesus als Hohepriester im himmlischen Heiligtum unser Gewissen durch sein Blut reinigt und den neuen Bund vermittelt. Der Vortrag verbindet die 144.000 aus Offenbarung 14 mit Psalm 15, um zu zeigen, welche Eigenschaften diejenigen haben, die auf Gottes heiligem Berg wohnen dürfen.


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Serie: Analogien Bilder Symbole - biblische Texte verstehen

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Transkript

[0:36] Hallo und herzlich willkommen zur Christudy Hour hier auf www.joelmedia.de. Wie immer gilt ein herzliches Willkommen allen Zuschauern auf dem Sender Das Wort.

[0:47] Wir sind mittendrin in einer Serie, in der wir die Grundlagen der biblischen Prophetieauslegung und die verschiedenen Quellen, aus denen prophetische Bücher zitieren und schöpfen, besser verstehen wollen. Das Thema dieser Serie ist ja "Analogien, Bilder, Symbole – biblische Texte verstehen", und es geht insbesondere dann auch immer wieder um prophetische Abschnitte, biblische Texte verstehen.

[1:18] Ich weiß nicht, wie es dir geht, lieber Freund, liebe Freundin. Wenn wir an biblische Prophetie denken, assoziieren wir meistens nicht unbedingt die biblischen Psalmen mit der Prophetie. Wir denken bei der Prophetie an Daniel, Offenbarung. Wir denken an Endzeitereignisse, an weltpolitische Geschehnisse. Die Psalmen, die erscheinen uns eher als persönliche Reflexionen, tiefe theologische Poesie.

[1:51] Und doch ist es so, dass viele Themen im Buch der Offenbarung sich zurückverfolgen lassen auf diese herrliche, ganz großartige Sammlung von 150 Liedern, eigentlich, ja, in fünf Büchern, die wir die Psalmen nennen. Wir haben ja vor nicht allzu langer Zeit hier auch eine Serie über die Psalmen gehabt.

[2:17] Diese Woche und in der nächsten Woche wollen wir uns mit den Psalmen beschäftigen als einem Buch, das auch Hinweise gibt, wie die Offenbarung auszulegen ist, wo es viele Parallelen zu den Texten der Prophetie gibt. Insofern heißt diese Lektion "In den Psalmen Teil 1" und natürlich kommt dann nächste Woche Teil 2. Wir wollen uns vorbereiten auf das Bibelgespräch am 24. Mai.

[2:51] Bevor wir in die Offenbarung, in die Prophetie und in die Psalmen jetzt gemeinsam blicken, möchten wir aber Gott einladen, dass er unser Studium segnet, dass das, was wir dort lesen, nicht einfach nur Worte sind, sondern dass diese Psalmen auch in unserem Herzen sozusagen eine Saite zum Klingen bringen.

[3:12] Lass uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du in deinem Wort dich uns offenbarst und dass wir in der Bibel verschiedene Zeugnisse haben von Menschen, die dir begegnet sind und die inspiriert vom Heiligen Geist beschrieben haben, was sie mit dir erlebt haben. Und Herr, wir alle haben schon aus den Psalmen viel Kraft und Trost geschöpft. Und wenn wir heute und das nächste Mal uns damit beschäftigen wollen, welche Rolle die Psalmen auch dabei spielen, wenn man die Endzeitprophetie besser verstehen möchte, dann möchten wir dich bitten, dass du mit deinem Heiligen Geist zu unseren Herzen sprichst, dass dein Wort uns anrührt und dass wir von ganzem Herzen dir folgen, Herr. Wir möchten unser Leben in deine Hand legen und dich bitten, dass du jetzt unser Lehrer bist nach deiner Verheißung im Namen Jesu. Amen.

[4:16] In Offenbarung 8 und dort Vers 3 und 4 finden wir Jesus als Hohepriester im himmlischen Heiligtum. Offenbarung 8 und dort Vers 3 und 4: "Und ein anderer Engel kam und stellte sich an den Altar. Der hatte ein goldenes Räucherfass und ihm wurde viel Räucherwerk gegeben, damit er es zusammen mit den Gebeten aller Heiligen auf dem goldenen Altar darbinge, der vor dem Thron ist. Und der Rauch des Räucherwerks stieg auf vor Gott zusammen mit den Gebeten der Heiligen aus der Hand des Engels."

[44:54] Die Offenbarung zeigt uns Jesus als Hohepriester hier in Vers 3 und 4 noch im Heiligen des himmlischen Heiligtums. Diese Idee, dass Jesus Hohepriester ist im himmlischen Heiligtum, die kommt natürlich auch aus anderen Büchern des Neuen Testaments ganz deutlich heraus. Am bekanntesten ist ja sicherlich der Hebräerbrief.

[5:22] Und wir wollen ganz kurz, bevor wir dann auch die Psalmen zu diesen Texten uns anschauen, wollen wir hier zunächst einmal in Hebräer 9 eine ganz bekannte Stelle anschauen, um zu verstehen, was der Paulus uns über den Heiligtumsdienst sagt. Und wir werden heute sehen, dass es immer wieder auch ein bisschen um die Psalmverse, die wir lesen, um das Thema Heiligtum und dann auch um die Frage der 144.000 gehen wird.

[5:53] Hebräer Kapitel 9 und dort ab Vers 11: "Als aber der Christus kam als ein Hohepriester – eigentlich könnte man das Griechische auch übersetzen: als aber der Christus hinzukam – es geht ja in den Versen davor um zunächst einmal das irdische Heiligtum mit seinen Speisen und Getränken und Waschungen und Verordnungen. Das heißt hier, die bis zur Zeit auferlegt sind in Vers 10, da eine bessere Ordnung eingeführt wird. Das irdische Heiligtum mit dem irdischen Heiligtumsdienst war nur temporär. Und dann kommt Christus hinzu."

[6:29] "Als aber der Christus kam als Hohepriester der zukünftigen Güter durch das größere und vollkommenere Zelt, das nicht mit Händen gemacht ist, das heißt nicht von dieser Schöpfung ist, auch nicht mit dem Blut von Böcken und Kelbern, sondern mit seinem eigenen Blut ein für alle Mal in das Heiligtum eingegangen und hat eine ewige Erlösung erlangt."

[7:10] Vielleicht ganz kurz etwas zu dieser Passage. Ist im Griechischen eine sehr interessante Stelle und sie wird immer wieder dafür verwendet, um den Eindruck zu erwecken, dass Jesus bei seiner Himmelfahrt direkt in das Allerheiligste gegangen sei. Das liegt daran, dass man oft das so versteht, wie es hier auch übersetzt ist, dass er durch das größere und vollkommenere Zelt gegangen sei, um dann in das Heiligtum eingegangen sei. Und man stellt sich das so vor: Er ist also durch ein Zelt hindurch in das Heiligtum und dann vermutet man, dass dieses vollkommene Zelt das Heilige sei und er direkt in das Allerheiligste gegangen sei.

[7:54] Nun, da gibt es eine Reihe von Problemen damit. Ich möchte die ganz kurz hier ansprechen, auch wenn das näher eine Randnotiz für unser Thema der Psalmen ist. Aber weil dieser Text immer wieder auch diskutiert wird, ganz kurz dazu eine Erklärung.

[8:14] Zunächst einmal ist es ja interessant, dass hier steht: "durch das größere und vollkommenere Zelt" und dann "nicht mit dem Blut von Böcken, sondern mit seinem eigenen Blut". Im Griechischen steht da jedes Mal dieselbe Präposition, also "durch das größere vollkommene Zelt, durch das Blut von Böcken und Kelbern, durch sein eigenes Blut". Und da wird ganz deutlich im zweiten und dritten Fall nicht durch das Blut von Böcken und durch sein eigenes Blut, da geht es nicht um ein räumliches Hindurch, sondern man fragt, wodurch? Also, was war sozusagen das Mittel? Er ist also, wodurch ist das so gewesen?

[9:01] Dann ist es interessant, dass natürlich, wenn man das so versteht, wie es hier geschrieben ist, dass man den Eindruck bekommt, dass das größere und vollkommenere Zelt nur das Heilige bedeutet. Im Kontext aber geht es ja nicht um die Frage, was ist das Heilige, was ist das Allerheiligste im irdischen, im himmlischen Heiligtum, sondern es geht um den Kontrast zwischen dem irdischen Heiligtum und dem himmlischen Heiligtum.

[9:25] Und nun ist es so, dass das Griechische eigentlich absolut auch so übersetzt werden kann, wie ich es jetzt versuche im Deutschen wiederzugeben: "Als aber der Christus hinzukam als ein Hohepriester der zukünftigen Güter durch das größere und vollkommenere Zelt und nicht durch das Blut von Böcken und Kelbern, sondern durch sein eigenes Blut."

[9:51] Das heißt, all das, was hier steht ab dem "durch das größere und vollkommenere Zelt", all das bezieht sich nicht auf das Hineingehen, sondern auf sein hohepriesterliches Amt. Man kann also all diese Dinge, die hier stehen in Vers 11 und 12, darauf beziehen: Er ist Hohepriester, und zwar wodurch? Dadurch, dass es ein himmlisches Heiligtum gibt. Und dadurch, und es ist nicht durch das Blut von Böcken und Stieren, sondern durch sein eigenes Blut. Das sind alles sozusagen die Mittel, die erklären, warum er Hohepriester der zukünftigen Heilsgüter ist. Das heißt, all das bezieht sich nicht auf das Hineingehen, sondern auf sein hohepriesterliches Sein. Er ist Hohepriester. Und wenn wir die Frage stellen, wodurch? Durch das himmlische Zelt.

[10:38] Das himmlische Zelt, das vollkommene Zelt, das aus Heiligem und Allerheiligstem besteht in seiner Gesamtheit, macht ihn zu einem Hohepriester, der der Heilsgüte, der besseren, der des neuen Bundes, der größeren, der zukünftigen Heilsgüter. Nicht das Blut von Böcken und Kälbern, sondern sein eigenes Blut. Das heißt, das himmlische Heiligtum und sein vergossenes Blut machen ihn zum Priester. Er ist also Priester. Wir fragen: Wodurch? Durch das himmlische Heiligtum und durch sein Blut.

[11:02] Und in dieser Funktion ist er, und jetzt kommt das eigentlich dann erst, das Verb: "eingegangen in das Heiligtum". Macht also keine Aussage darüber, dass Jesus gleich ins Allerheiligste gegangen wäre. Das steht hier im Text nicht. Er ist also ein für alle Mal in das Heiligtum eingegangen und hat eine ewige Erlösung erlangt, erst einmal eingegangen, weil er einmal für uns gestorben ist.

[11:33] Vers 13: "Denn wenn das Blut von Stieren und Böcken und die Besprengung mit der Asche der jungen Kuh, die Verunreinigten heiligt zur Reinheit des Fleisches, wie viel mehr wird das Blut des Christus, der sich selbst durch den ewigen Geist als ein makelloses Opfer Gott dargebracht hat, euer Gewissen reinigen von Totenwerken, damit ihr dem lebendigen Gott dienen könnt."

[11:59] Lieber Freund, liebe Freundin, das ist nicht nur Theologie, was wir hier betrachten, sondern das ist das, was das Heiligtum für uns im Alltag tun kann durch das Blut Jesu, dass er jetzt im himmlischen Heiligtum, früher im Heiligen, jetzt im Allerheiligsten für uns anwendet, kann mein und dein Gewissen gereinigt werden.

[12:20] Und wenn unser Gewissen gereinigt wird, dann werden wir nicht sagen: "Ja, ja, ich weiß, Jesus ist für mich gestorben, aber ich fühle mich trotzdem irgendwie immer noch als Sünder und ich fühle mich Gott so fern." Wenn Gott durch Jesus, durch sein Blut unser Gewissen reinigt, ist unser Gewissen rein. Ein reines Gewissen, nicht durch ein Opfer, das wir bringen, nicht durch Blut von Stieren und Böcken und die Besprengung mit der Asche der jungen Kuh, sondern durch das Blut des Christus.

[12:49] Und deswegen ist er der Hohepriester der besseren Heilsgüter, sozusagen das, wie wir in Kapitel 8 Vers 6 lesen. Er hat einen erhabenen Dienst, weil er der Mittler eines besseren Bundes ist, der aufgrund von besseren Verheißungen festgesetzt wurde. Das wäre ein eigenes Thema für sich.

[13:05] Das Blut Jesu hat eine große Kraft und es ist in der Lage, dein und mein Gewissen zu reinigen von der Sünde, von den Totenwerken, so dass wir tatsächlich dem wahren biblischen, dem lebendigen Gott dienen können.

[13:30] Vers 15: "Darum ist er auch der Mittler eines neuen Bundes." Hier haben wir diese Idee erneut: Der neue Bund. Er ist der Mittler eines neuen Bundes, damit da sein Tod geschehen ist zur Erlösung von den unter dem ersten Bund begangenen Übertretungen, die Berufenen das verheißene ewige Erbe empfangen. Jesus, der Mittler des neuen Bundes, und wie wir in Kapitel 8 Vers 6 sehen, ist der neue Bund verbunden mit dem himmlischen Heiligtum.

[14:07] Hast du Freude daran, dich mit dem Heiligtum zu beschäftigen? Ist die biblische Botschaft vom Heiligtum und insbesondere hier im Hebräerbrief oder auch in der Offenbarung vom himmlischen Heiligtum etwas, was dir Freude macht, wo du gerne dich mit beschäftigst? Vielleicht denkst du, das ist eine theologische Notwendigkeit. Man muss da ein bisschen drüber Bescheid wissen, um die Adventbotschaft richtig verstehen zu können. Aber hast du Freude an der Heiligtumsbotschaft? Warum stelle ich die Frage?

[14:46] Weil in den Psalmen, in denen ein anderes literarisches Genre sozusagen vorherrscht – es ist nicht eine theologische Abhandlung wie der Hebräerbrief, es sind Gedichte, es sind Liedtexte, es sind Emotionen – dort wird auf genau diesen Punkt besonders eingegangen.

[15:05] In Psalm 122, Vers 1. Psalm 122 ist einer von diesen Wallfahrtsliedern, die gesungen worden sind auf dem Weg zum Heiligtum, auf dem Weg nach Jerusalem, auf dem Weg zum Tempel. Und da sangen Menschen Texte wie diesen Psalm 122, Vers 1, ein Wallfahrtslied von David. Und jetzt kommt es: "Ich freue mich an denen, die zu mir sagen: Lasst uns zum Haus des Herrn gehen."

[15:32] Wie groß ist deine Freude, wenn in der Predigt jemand die Bibel aufschlägt und sagt: "Lasst uns gedanklich heute im Bibelstudium zum Heiligtum gehen. Lasst uns den Tempel, den die Offenbarung beschreibt, in Offenbarung 4 und 5 studieren. Lasst uns genauer anschauen, was der Paulus im Hebräerbrief sagt." Wie sehr freuen wir uns, wenn Menschen über das himmlische Heiligtum sprechen? Wie sehr freuen wir uns, wenn Menschen uns aus dem Alten Testament, aus dem alten Bund, dem Heiligtumsdienst auf der Erde wertvolle typologische Lektionen zeigen, Details, die uns zeigen, was Jesus für uns bedeutet und was im Neuen Testament sich dann erfüllt hat.

[16:16] Freust du dich an denen, die sich mit dem Haus des Herrn, mit dem Tempel, mit dem Heiligtum beschäftigen? Ich glaube, wahrscheinlich ist die entscheidende Frage nicht, wie viel weiß ich von der Heiligtumslehre, sondern wie groß ist meine Freude, sich mit ihr zu beschäftigen. Ich möchte für mich heute neu diesen Entschluss fassen: Mehr Zeit für das Heiligtum, mehr Zeit, die Wohnung Gottes auf dieser Erde zu studieren, um zu verstehen, wie Gott auch in meinem Herzen Wohnung nehmen möchte und zu verstehen, was dort im himmlischen Heiligtum für dich und für mich geschieht.

[17:01] Wie genau das Blut Jesu, das jetzt im himmlischen Heiligtum für uns angewandt wird, das, was vor ungefähr 2000 Jahren vergossen wurde, aber das jetzt angewandt wird, wie es jetzt mein Gewissen reinigen kann von toten Werken. Freuen wir uns über das Heiligtum und über die Heiligtumsbotschaft.

[17:22] Offenbarung 14. Ich habe es schon angedeutet. Es geht heute auch insbesondere um diese Passage hier in Offenbarung 14 Vers 1 bis 5: "Und ich sah und siehe, das Lamm stand auf dem Berg Zion und mit ihm 144.000, die den Namen seines Vaters auf ihren Stirnen geschrieben trugen. Und ich hörte eine Stimme aus dem Himmel wie die Stimme vieler Wasser und wie die Stimme eines starken Donners. Und ich hörte die Stimme von Harfenspielern, die auf ihren Harfen spielten. Und sie sangen wie ein neues Lied vor dem Thron und vor den vier lebendigen Wesen und den Ältesten. Und niemand konnte das Lied lernen als nur die 144.000, die erkauft worden sind von der Erde. Diese sind es, die sich mit Frauen nicht befleckt haben, denn sie sind jungfräulich rein. Diese sind es, die dem Lamm nachfolgen, wohin es auch geht. Diese sind aus den Menschen erkauft worden als Erstlinge für Gott und das Lamm und in ihrem Mund ist kein Betrug gefunden worden, denn sie sind untadelig vor dem Thron Gottes."

[18:31] Hast du dir schon mal die Frage gestellt: Werde ich bei den 144.000 dabei sein? Was muss ich tun? Was muss Gott tun in meinem Leben, damit ich dort auf dem symbolischen Berg Zion bei dem Lamm stehen kann? Wir haben hier einige Hinweise in den Versen gelesen. Wir wollen zurück in das Buch der Psalmen gehen, um zu sehen, dass dort genau diese Frage sogar so gestellt wird und die Antwort, die gegeben wird, hilft uns zu verstehen, wie wir durch Gottes Hilfe allein und die Kraft seines Geistes Teil der 144.000 sein können.

[19:21] In Psalm 15 und dort Vers 1, ein Psalm Davids. Dort wird diese Frage gestellt: "Herr, wer darf weilen in deinem Zelt? Wer darf wohnen auf deinem heiligen Berg?" Der heilige Berg, auf dem der Tempel stand, das war der Berg Zion.

[19:49] Die 144.000, die stehen auf dem Berg Zion. Sie sind im Heiligtum. Natürlich sind sie nicht auf dem buchstäblichen Berg Zion heute in Palästina, weil dort steht kein Heiligtum mehr, in dem Gott sich offenbart. Hebräer, Kapitel 12, offenbart uns, worum es hier wirklich geht. Der Paulus sagt in Hebräer 12 und dort Vers 22: "Sondern ihr seid gekommen zu dem Berg Zion und zu der Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem und zu zehntausenden von Engeln zu der Festversammlung und zu der Gemeinde der Erstgeborenen, die im Himmel angeschrieben sind und zu Gott, dem Richter über alle und zu den Geistern der vollendeten Gerechten und zu Jesus, dem Mittler des neuen Bundes. Und zu dem Blut der Besprengung, das Besseres redet als das Blut Abels, das Blut der Besprengung, das unsere Gewissen reinigt von Toten Werken."

[20:47] Er sagt, ihr seid gekommen zur Stadt des lebendigen Gottes, dem neuen Jerusalem, zum Berg Zion. Wer darf auf dem Berg Zion wohnen? Wer darf weilen in seinem Zelt? Fragt David. Und damals war der Tempel auf dem Berg Zion in Jerusalem ein Typus für das, was im himmlischen Heiligtum wirklich ist.

[21:14] Man könnte es so formulieren: Die, die im Glauben dort im himmlischen Heiligtum wohnen, die im Glauben neben Jesus auf dem Berg Zion stehen, die werden einmal auch buchstäblich auf dem himmlischen Berg Zion stehen können. Die werden einmal buchstäblich in Neu-Jerusalem leben können, auch auf dieser Erde für alle Ewigkeiten. Wer darf also dort weilen? Wer darf wohnen auf dem heiligen Berg? Wer darf Teil der 144.000 am Ende sein?

[21:46] Vers 2. Hier kommt eine Reihe von Antworten, die direkt zu unserem Herzen sprechen möchte: "Wer in Unschuld wandelt und Gerechtigkeit übt und die Wahrheit redet von Herzen." Nicht, weil er muss oder weil er dadurch sich politische, gesellschaftliche Vorteile erhofft, sondern weil er von Herzen gerne die Wahrheit sagt. "Wer keine Verleumdungen herumträgt auf seiner Zunge. Wer seinem Nächsten nichts Böses tut und seinen Nachbarn nicht schmäht. Wer den Verworfenen als verächtlich ansieht, aber die ehrt, die den Herrn fürchten. Wer, wenn er etwas zu seinem Schaden geschworen hat, es dennoch hält. Wer sein Geld nicht um Wucherzinsen gibt und keine Bestechung annimmt gegen den Unschuldigen. Wer dies tut, wird ewiglich nicht wanken."

[22:43] Wenn wir Offenbarung 14 lesen im Kontext von Offenbarung 13, wo das zweite Tier gemeinsam mit dem ersten Tier all die schlimmen Dinge durchdrückt und den Todesbefehl und das Verbot zu kaufen und zu verkaufen für alle, die das Malzeichen nicht annehmen, und dann in Offenbarung 14 die 144.000 beschrieben werden, die dort bei Jesus auf dem Lamm stehen als Überwinder über das Tier und über das Malzeichen und so weiter, und wir uns die Frage stellen, wie können wir Teil dieser Gruppe sein am Ende der Zeit?

[23:12] Dann kommt Psalm 15 als eine Hilfe, als eine Grundlage dieses Kapitels in Offenbarung 14 und zeigt uns, worauf es ankommt. "Wer in Unschuld wandelt." Kannst du, kann ich, können wir von uns sagen, dass wir in Unschuld wandeln? Ohne Jesus ist es unmöglich. Nur wenn wir die Gerechtigkeit Jesu, wenn wir sein unschuldiges Leben für uns spricht, wenn wir seine Gerechtigkeit, wenn seine Gerechtigkeit uns zugerechnet und verliehen wird, dann können wir in Unschuld wandeln. Dann können wir seine Gerechtigkeit, die uns gegeben wird, die uns angerechnet wird und verliehen wird, dann können wir sie auch ausüben.

[24:02] Wenn seine Wahrheit, wenn er, der gesagt hat: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben", wenn er in unserem Herzen wohnt, dann werden wir die Wahrheit von Herzen reden. Dann werden wir Gottes Gebote halten, werden nicht mehr Verleumdung herumtragen, weil wir die Wahrheit lieben. Wir werden dem Nächsten nichts Böses tun, weil wir den Nächsten lieben wie uns selbst. Wir werden einen deutlichen Unterschied machen zwischen Sünde und Gerechtigkeit. Wir werden nicht die Rebellen und Sünder entschuldigen, sondern die ehren, die Gott von Herzen nachfolgen wollen. Und wenn wir merken, dass wir mit unserem Wort etwas versprochen haben, aber jetzt dadurch in eine...

[24:52] haben, aber jetzt dadurch in eine unvorteilhafte Situation geraten, dann werden wir nicht um unseres eigenen Vorteilswillen unser Wort brechen, weil jemand, der das hier im Herzen trägt, nicht mehr zuerst fragt, was ist das Beste für mich? Sondern lieber bereit ist, einen Nachteil in Kauf zu nehmen, damit der andere nicht durch seinen Wortbruch einen Nachteil erhält. Wer dies tut, sagt David, sagt der Heilige Geist durch David zu uns: Wer dies tut, wird ewiglich nicht wanken. Selbst das Malzeichen und das Tier aus der Offenbarung 13 und das Bild des Tieres und all das können einen solchen Menschen nicht zu Fall bringen, die mit dem Lamm auf dem Berg Zion stehen.

[25:46] Im Psalm 24 finden wir eine ganz ähnlich gelagerte Situation.

[25:53] Es heißt hier ab Vers 3, Psalm 24, ab Vers 3: „Wer darf auf den Berg des Herrn steigen und wer darf an seiner heiligen Stätte stehen?“ Wieder dieselbe Idee. Wer darf auf dem Berg wohnen? Wer darf dort hinaufkommen? Denn um auf dem Berg zu sein, muss man erstmal hinaufgehen. Wieder haben wir die heilige Stätte, wieder eine Anspielung auch auf das Heiligtum dort. Wer darf dort sein? Diese Frage hat David beschäftigt.

[26:23] Beschäftigt uns die Frage, wie wir Teil der letzten Gemeinde Gottes sein können und bleiben können, wie wir in der letzten Krise bestehen bleiben können, dass wir ewiglich nicht wanken in Ewigkeit? Beschäftigt uns das?

[26:43] Stellen wir uns diese Frage: Wer darf dort sein? Wer aufsteigen? Wer wird einmal bei Jesus bleiben? Wer kann sagen: Hier ist das standhafte Ausharren der Heiligen?

[26:55] Die Frage wird hier gestellt von David: Wer darf auf den Berg des Herrn steigen und wer darf an seiner heiligen Stätte stehen?

[27:01] Und die Antwort klingt wieder ganz ähnlich. Mit anderen Worten wird dasselbe wieder ausgesagt.

[27:11] „Wer unschuldige Hände hat und ein reines Herz.“

[27:13] Woher kommen die unschuldigen Hände? Pontius Pilatus wollte unschuldige Hände haben. Er hatte dieses Gefühl, das Gewissen hat zu ihm gesprochen. Es war der Heilige Geist, der versucht hat, vor dieser schlimmen Sünde zu warnen. Er hat das Gefühl, dass er dreckig ist. Er wollte irgendwie seine Hände in Unschuld waschen, um irgendwie die Verantwortung davon loszuwerden. Aber all das Wasser, das er benutzte, auch diese öffentliche Handlung, konnten ihn nicht reinwaschen.

[27:41] Lieber Freund, liebe Freundin, die Hände, die sich beschmutzt haben mit Sünde und Schuld, die werden nicht durch Wasser rein, sie werden auch nicht durch Seife rein, wenn wir Jeremia 2 lesen, wenn wir viel Seife nehmen und Lauge. Das Einzige, was sie reinmacht, ist Blut.

[28:09] Das Blut Jesu macht Hände wieder unschuldig. Das Blut Jesu macht dein Herz rein. David betet: Erschaffe mir ein reines Herz.

[28:20] Die 144.000 sind nicht die, die weitestgehend gut aufgepasst haben, sich eine weitestgehend weiße Weste bewahrt haben, die es vermieden haben, die schlimmeren Sünden zu begehen und einigermaßen die besten waren. Nein, nein, nein, nein, nein. Die 144.000 sind die am Ende, die wie Menschen zu allen Zeitaltern das Blut des Erlösers für sich in Anspruch genommen haben und er sie zu einem neuen Menschen machen durfte.

[28:50] Ein neues Herz, ein reines Herz. Wer unschuldige Hände hat, sagt David, sagt der Heilige Geist durch David, wer unschuldige Hände hat und ein reines Herz, wer seine Seele nicht auf Trug richtet und nicht falsch schwört, mit anderen Worten, wer nicht andere betrügen möchte, wer die Wahrheit im Herzen hat, wer nicht falsch schwört, wer die Gebote Gottes hält, dann heißt es in Vers 5: „Segen empfangen von dem Herrn und Gerechtigkeit von dem Gott seines Heils.“

[29:23] Wir empfangen Segen und Gerechtigkeit. Und dann heißt es hier in Vers 6: „Dies ist das Geschlecht derer, die nach ihm fragen, die sein Angesicht suchen, das ist Jakob.“

[29:37] Als ob David die Frage beantworten möchte: Wer ist eigentlich wirklich Israel? Wer ist wirklich Jakob? Und er sagt, die das tun, die unschuldige Hände haben, die ein reines Herz haben, die ihre Seele nicht auf Trug richten, die nicht falsch schwören, die vom Herrn dann Segen empfangen und Gerechtigkeit, das ist das wahre Volk Gottes. Das ist Jakob, das ist Israel mit anderen Worten.

[30:06] Und jetzt ist es interessant, dass genau diese Gruppe in Offenbarung 14 dann am Ende der Zeit im Kontext der Endzeit, die 144.000 genannt, in Offenbarung 7 ebenfalls erwähnt werden, als die 144.000, die versiegelt werden. Und dort werden sie beschrieben als Angehörige der zwölf Stämme Israels. Aber nicht, weil die 144.000 alle ethnisch, genetisch von irgendwelchen Vorfahren der, also von irgendwelchen Israeliten abstammen, sondern weil sie das hier sind, weil sie das hier in ihrem Leben durch Gottes Gnade angenommen haben und erleben und ausleben. Dadurch sind sie das geistliche Israel der Bibel, das es eigentlich von Anfang bis Ende der Bibel gibt.

[30:55] Psalm 15 und Psalm 24 sind die Grundlage, um zu verstehen, wer und was die 144.000 am Ende der Zeit sind und was sie ausmacht.

[31:14] Schauen wir noch einmal zu Offenbarung 14. Dort gibt es ja auch ein interessantes Detail, das wir schon gelesen haben, aber hier noch heute nichts drüber gesagt haben. In Offenbarung 14, Vers 1 heißt es: „Und ich sah und siehe, das Lamm stand auf dem Berg Zion und mit ihm 144.000, die trugen den Namen seines Vaters auf ihren Stirnen geschrieben.“

[31:45] Was genau bedeutet es, dass dort der Name Gottes auf ihren Stirnen steht?

[31:49] Fragen wir zunächst einmal 2. Mose Kapitel 34.

[31:59] Nach der Geschichte des goldenen Kalbes offenbart Gott dem Mose, der um Vergebung für sein Volk bittet, etwas ganz Wertvolles und Großartiges über sich selbst, über seinen Charakter in Kapitel 33 und 34. Und wir lesen heute jetzt hier nur 2. Mose 34, Vers 5 bis 7: „Da kam der Herr in einer Wolke herab und trat dort zu ihm und rief den Namen des Herrn aus. Und der Herr ging vor seinem Angesicht vorüber und rief: Der Herr, der Herr, der starke Gott, der barmherzig und gnädig ist, langsam zum Zorn und von großer Gnade und Treue, der Tausenden Gnade bewahrt und Schuld, Übertretung und Sünde vergibt.“

[32:47] Es geht dann weiter: „keineswegs ungestraft lässt und dann die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern und Kindeskindern bis in das dritte und vierte Glied.“

[33:03] Gott beschreibt hier seinen Namen. Es heißt in Vers 5: Gott selbst rief den Namen des Herrn aus.

[33:09] Aber es ist nicht einfach nur ein Ausspruch seines Rufnamens, sondern eine Beschreibung seines Charakters: stark, barmherzig, gnädig, langsam zum Zorn, von großer Gnade und Treue. Er bewahrt die Gnade für Tausenden. Er vergibt Schuld, er vergibt Übertretung, er vergibt Sünde. Aber nicht so, dass er einfach seine Augen zumacht und sagt: „Na ja, lassen wir alles durchlaufen.“ Nein, nein, nein. Er lässt nicht ungestraft.

[33:37] Wie kann er dann also Sünde, Schuld, Übertretung vergeben?

[33:46] Die Antwort, die liegt dann im Römerbrief, in Römer Kapitel 3, in Römer 3 und dort Vers 25 und 26: „Ihn, Jesus Christus, ihn hat Gott zum Sühnopfer bestimmt, das wirksam wird durch den Glauben an sein Blut, um seine Gerechtigkeit zu erweisen, weil er die Sünden ungestraft ließ, die zuvorgeschehen waren, als Gott Zurückhaltung übte, um seine Gerechtigkeit in der jetzigen Zeit zu erweisen, damit er selbst gerecht sei und zugleich den rechtfertige, der aus dem Glauben an Jesus ist.“

[34:21] Gott vergibt uns nicht, weil er einfach alle Hühneraugen zudrückt, sondern weil er durch den Tod Jesu für Gerechtigkeit gesorgt hat und uns vergeben kann.

[34:39] Gott hat die Strafe nicht einfach weggepustet. Jesus hat die Strafe auf sich selbst genommen und uns dadurch Vergebung ermöglicht.

[34:54] Und das ist sein Name. Sein Name ist sein Charakter, der sowohl gnädig als auch gerecht ist. Liebe und Wahrheit, Gnade und Gerechtigkeit treffen sich. Na, sie treffen sich. Sie sind untrennbar miteinander verbunden, muss ich besser sagen, im Wesen und Charakter Gottes. Und die 144.000, die tragen diesen Namen an ihrer Stirn.

[35:27] Psalm 119. Wir sind ja heute in den Psalmen. In Psalm 119 muss ich sagen. Psalm 119 und dort Vers 55 heißt es: „Bei Nacht denke ich an deinen Namen, oh Herr, und ich bewahre dein Gesetz.“

[35:50] Hier wird in diesem Vers durch den Psalmen ja so innewohnenden Parallelismus, das Zusammendenken von ähnlichen Ideen in einem Vers, der Name Gottes mit seinem Gesetz in Verbindung gebracht.

[36:07] Und es ist kein Zufall, denn das Gesetz Gottes beschreibt ja ebenfalls seinen Charakter, so wie auch sein Name eine Repräsentation seines Charakters ist.

[36:16] Und wir finden in der Bibel, in der berühmten Stelle in 5. Mose 6, dass auch das Gesetz Gottes an unserer Stirn sein soll. In 5. Mose Kapitel 6 und dort ab Vers 4: „Höre Israel, der Herr ist unser Gott, der Herr allein und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele, mit deiner ganzen Kraft. Und diese Worte, die ich dir heute gebiete“ – wenn man das Kapitel direkt vorher liest, stellt man fest, es geht um die Gebote in Kapitel 5, um die zehn Gebote natürlich – „diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du auf dem Herzen tragen und du sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Haus sitzt oder auf dem Weg gehst, wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst und du sollst sie zum Zeichen auf deine Hand binden und sie sollen dir zum Erinnerungszeichen über den Augen sein. Du sollst sie auf die Pfosten deines Hauses und an deine Tore schreiben.“

[37:11] Das Gesetz Gottes soll unter anderem an unserer Hand, an unserer Stirn sein und natürlich auch über unserer Wohnung.

[37:21] Der Gedanke hier ist, dass in Offenbarung 14 die 144.000 den Namen Gottes an ihrer Stirn tragen.

[37:35] In 5. Mose Kapitel 6 wird deutlich, dass Menschen, die Gott von ganzem Herzen lieben – was das größte Gebot ist, nach der Aussage von Jesus selbst – dass sie Gottes Gesetz, die zehn Gebote, an ihrer Stirn haben. Und der Psalmtext, den wir gerade gelesen haben, Psalm 119 Vers 55, verbindet diese beiden Ideen: den Namen und das Gesetz. Der Psalmist sagt: „Ich denke in der Nacht an deinen Namen und ich bewahre dein Gesetz.“

[38:07] Und so hilft uns der Psalmtext, diese beiden Gedanken miteinander zu verknüpfen, um damit den ganzen Reichtum dessen zu sehen, was die Bibel eigentlich meint, wenn sie sagt, sie haben den Namen Gottes an der Stirn.

[38:17] Das heißt nicht nur, dass sie wussten, wer Gott ist, sondern sein Gesetz als Ausdruck seines Charakters prägt ihr Denken und damit auch ihre Entscheidungen.

[38:32] Es gibt noch andere Texte, die uns das deutlich machen, wenn wir zum Beispiel Matthäus Kapitel 12 lesen. Matthäus Kapitel 12 und dort Vers 21. Da heißt es hier: „Und die Heiden werden auf seinen Namen hoffen.“ Es geht um Jesus. „Auf seinen Namen werden die Heiden hoffen.“ Das ganze, mehrere Verse hier in Matthäus 12, sind ein Zitat aus dem Propheten Jesaja, wie Vers 17 sagt.

[39:00] Und wenn man in Jesaja nachschlägt, was dort ursprünglich stand, ist das sehr interessant, denn in Jesaja Kapitel 42 steht in Vers 4 Folgendes: „Er, der Messias, wird nicht ermatten und nicht zusammenbrechen, bis er auf Erden das Recht gegründet hat und die Inseln werden, Achtung, auf seine Lehre warten.“

[39:26] Und das hebräische Wort Torah – Lehre ist eigentlich auch die Weisung, wird manchmal auch als das Gesetz übersetzt.

[39:37] Das Gesetz und die Propheten ist eine wiederkehrende Wendung in der Bibel.

[39:47] In Jesaja heißt es also, die Heiden, die Inseln, die werden auf sein Gesetz, auf seine Tora warten. Und Matthäus 12 hier wird das uns wiedergegeben, dass sie werden auf seinen Namen warten. Wir sehen hier diese Idee, die wir in Psalm 119 Vers 55 gesehen haben. Die enge Verbindung von Gottes Namen und seinem Gesetz, die findet sich auch an anderen Stellen der Bibel. So können wir sehen, wie die Psalmen uns hier auch auf ein Konzept hinweisen, auf eine Idee hinweisen, die wir an vielen anderen Stellen finden und durch die andere Bibelstellen in eine tolle und tiefe Harmonie gebracht werden.

[40:23] Was bedeutet es konkret? Dass Gottes Gesetz an unserer Stirn, in unserem Herzen ist.

[40:30] Auch hier hilft uns ein Psalm, diese Idee besser zu begreifen. Psalm 40 und dort ab Vers 8 lesen wir seinen Psalm Davids, aber beim Lesen werden wir sehen, das ist eine Typologie. Der Heilige Geist hat hier David inspiriert, Dinge zu sagen, die weit über ihn selbst, über David hinausgingen. Das heißt in Vers 8: „Da sprach ich: Siehe, ich komme. In der Buchrolle steht von mir geschrieben: Deinen Willen zu tun, mein Gott, begehre ich und dein Gesetz ist in meinem Herzen. Ich habe Gerechtigkeit als frohe Botschaft verkündigt in der großen Gemeinde. Siehe, ich will meine Lippen nicht verschließen, Herr.“

[41:13] Weißt du, Jesus hat uns auf dieser Erde gezeigt, was es bedeutet, das Gesetz Gottes im Herzen zu haben.

[41:30] Wenn wir uns die Frage stellen, was genau bedeutet es im Alltag, den Namen des Vaters an der Stirn zu haben, dann schauen wir zu Jesus, der auf diese Welt kam, nicht nur um uns zu erlösen, sondern uns auch zu zeigen, wie ein Mensch in dieser sündkranken Welt durch Glauben und Abhängigkeit von unserem himmlischen Vater so leben kann, dass Gottes Gesetz der Liebe sein gesamtes Handeln und Denken und Sprechen prägt.

[42:07] Und deswegen heißt es von den 144.000, die den Namen des Vaters in ihrer Stirn tragen, dass sie dem Lamm nachfolgen, also Jesus nachfolgen, wohin es auch geht. Sie haben gelernt, so zu leben, wie Jesus gelebt hat.

[42:26] Das ist das, was wir Tag für Tag erbitten, dass wir sagen: Herr, hilf mir, dir immer ähnlicher zu werden.

[42:45] Dass Gottes Gesetz in meinem Herzen so wirkt und so verankert ist, wie es auch in deinem Herzen verankert gewesen ist.

[43:00] Als Jesus auf die Welt kam, hat er nicht das Gesetz abgeschafft. Er hat es nicht relativiert. Er hat es im Herzen gehabt, nicht als eine äußere Regel, die er mit fleischlicher menschlicher Kraft versucht hat einzuhalten, sondern hat das Gesetz in seinem Herzen gehabt. Und die 144.000, die im neuen Bund des himmlischen Heiligtums leben, die werden Gottes Gesetz im Herzen haben.

[43:30] So wie in Hebräer, Kapitel 8, Vers 10 steht: „Sondern das ist der neue Bund, den ich mit dem Haus Israel schließen werde nach jenen Tagen“, spricht der Herr. „Ich will ihnen meine Gesetze in den Sinn geben und sie in ihre Herzen schreiben und ich will ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein.“

[43:52] Vers 11 heißt es: „Und es wird keiner mehr seinen Nächsten und keiner mehr seinen Bruder lehren und sagen, er kenne den Herrn, denn es werden mich alle kennen vom Kleinsten bis zum Größten unter ihnen.“

[44:02] Jesus brauchte auf Erden keinen Guru, keinen Rabbi, der ihm sagte, was er zu tun und zu lassen hatte. Schon als Kind kannte er die Bibel so gut, dass er einen direkten Draht zu seinem Vater hatte. Er kannte die Bibel und er liebte Gott von ganzem Herzen. Hier steht: „Denn es werden mich alle kennen vom Kleinsten bis zum Größten unter ihnen.“

[44:23] Egal, wer du bist, egal wie alt du bist, egal wie viel Erfahrung du hast, wenn du Jesus von Herzen liebst, wenn du den neuen Bund für dich in Anspruch nimmst, kannst du Gott kennen, so wie er ist, direkt.

[44:35] Jesus hat uns vorgemacht, was es bedeutet, das Gesetz Gottes im Herzen zu haben. Hat uns vorgemacht, was es bedeutet, den Herrn zu kennen, den Vater zu kennen.

[44:55] Und dann hat er etwas möglich gemacht für uns. Das heißt ja in Vers 12: „Denn ich werde gnädig sein gegen ihre Ungerechtigkeiten und an ihre Sünden und ihre Gesetzlosigkeiten werde ich nicht mehr gedenken.“

[45:07] Jesus brauchte keine Vergebung.

[45:12] Aber Jesus hat deine und meine Sünden auf sich genommen, damit wir diese Vergebung haben können, damit Gott uns anschaut, so wie er eigentlich Jesus hätte anschauen sollen.

[45:27] Und wir auch im Laufe seines Lebens eigentlich Jesus immer angeschaut hat, bis zu dem Punkt, wo die Sünden der Welt auf ihn so vollständig gelegt worden sind, dass der Vater sich abwenden musste.

[45:49] Im neuen Bund haben wir das Gesetz Gottes im Herzen und eine direkte Beziehung zu unserem himmlischen Vater, weil durch Jesus uns alles vergeben worden ist.

[46:04] Und die Kraft der Vergebung, glaube ich, wird von uns zu wenig geschätzt. Die 144.000 auf dem Berg Zion, sie haben völlige Vergebung der Sünde angenommen, geglaubt, angenommen und erlebt.

[46:20] Und hier ist ein wichtiger Punkt, lieber Freund, liebe Freundin: Nichts schützt uns vor der Sünde, außer eine echte Erfahrung der Vergebung.

[46:33] Ich möchte das einmal illustrieren. Stell dir vor, du bist unterwegs und du gehst über ein Feld. Vielleicht ist da eine Wiese, wie auch immer, vielleicht ein Waldstück und da ist ein Moorstück, mindestens eine große Pfütze und du weißt, da kannst du nicht rüber springen, es ist dreckig und wenn du da rüber gehst, dann wirst du dich beschmutzen. Und dann sind da 100 Meter weiter ein paar Holzbohlen, wo du sicher drüber gehen könntest. Du kommst von einem Arbeitseinsatz irgendwo auf dem Feld. Du bist sowieso schon dreckig und schmutzig. Du kommst an die Stelle, was machst du?

[47:23] Natürlich gehst du durch oder du denkst dir, das bisschen macht jetzt auch nicht mehr viel aus. Ich bin eh schon dreckig oder muss es eh alles irgendwann noch mal waschen.

[47:36] Aber stell dir vor, du kommst mit deinen besten Gottesdienstsachen, vielleicht mit deiner Hochzeitskleidung. Wie denkst du jetzt? Du würdest noch 300 Meter gehen, um dort einen sicheren Weg zu gehen?

[47:52] Das Bewusstsein unserer eigenen Reinheit hat einen Einfluss darauf, wie sehr wir eine neue Befleckung fürchten.

[48:09] Und wenn uns bewusst ist, was Jesus uns alles vergeben hat und vergibt, dann werden wir uns viel mehr vor der Sünde fürchten.

[48:20] Und so hängen die Vergebung und das Gesetz Gottes im Herzen ganz eng miteinander zusammen. Weil wir Vergebungsgewissheit haben, haben wir eine direkte Beziehung zu Gott und können sein Gesetz im Herzen haben durch den Heiligen Geist.

[48:41] Wir haben ja gesehen, wie in der Offenbarung es, oder wir wissen aus Offenbarung, gibt es zwei Gruppen. Es gibt am Ende die Verlorenen und es gibt die Geretteten.

[48:51] Und wir finden in den Psalmen immer wieder diese Gegenüberstellung. Hier soll einmal beispielhaft Psalm 5 uns dieses Gegenüber der beiden Gruppen demonstrieren.

[49:03] Psalm 5 und dort Vers 1: „Dem Vorsänger mit Flötenspiel. Ein Psalm Davids. Vernimm, oh Herr, meine Worte. Achte auf mein Seufzen, höre auf die Stimme meines Schreis.“ Man hört so dieses Crescendo, dieses immer stärker werden, dieses Bitten des betenden David: „Mein König und mein Gott, denn zu dir will ich beten, Herr.“

[49:30] „In der Frühe wirst du meine Stimme hören. In der Frühe werde ich dir zu Befehl sein und Ausschau halten.“

[49:36] David wusste, dass die morgendliche Zeit mit Gott unersetzbar ist. Und ich hoffe, dass auch du in deinem Leben so eine Zeit mit Gott hast, am besten morgens, so wie es David auch erlebt hat, wie es hier in der Bibel steht, in der Frühe, damit die Dinge, die wir im Tag erleben, wir mit Gott zusammen erleben und nicht versuchen, aus eigener Kraft zu kämpfen.

[49:56] „Denn du bist nicht ein Gott, dem Gesetzlosigkeit gefällt. Wer böse ist, darf nicht bei dir wohnen.“

[50:01] Wir haben ja die Frage in Psalm 15 und Psalm 24 gesehen: Wer darf bei dir wohnen? Wer darf auf den heiligen Berg hinaufsteigen? Wer darf an der heiligen Stätte sein? Wer böse ist, darf nicht bei dir wohnen.

[50:14] Weiter heißt es: „Die Prahler bestehen nicht vor deinen Augen. Du hasst alle Übeltäter. Du vertilgst die Lügner, den Blutgierigen und Falschen verabscheut der Herr.“

[50:22] David weiß ganz genau, wenn ich in meinem Herzen Böses vorhabe und jetzt versuche, einfach ein Gebet zu sprechen aus Tradition, aus Routine oder weil andere es hören wollen, dann wird das nicht funktionieren.

[50:35] Wer böse ist, kann nicht bei den 144.000 sein. Der Prahler, der Übeltäter, der Lügner, der Blutgierige, der Falsche kann nicht dabei sein.

[50:44] Lieber Freund, liebe Freundin, es kommt

[50:44] Lieber Freund, liebe Freundin, es kommt nicht darauf an, dass wir ein äußerliches Bekenntnis auf unseren Lippen tragen. Es kommt darauf an, dass wir wirklich im Herzen das Gesetz haben. Und David weiß, dass er zum Volk Gottes gehört, dass er einer der Erlösten ist, hat nichts mit seiner eigenen Kraft zu tun. Er sagt in Vers 8: "Ich aber darf durch deine große Gnade eingehen in dein Haus." Und wo steht das Haus? Nun, zur Zeit von David stand das Haus ja noch gar nicht. David schreibt ja viele dieser Psalmen für das noch zu bauende Haus. David spricht also nicht einfach nur buchstäblich von einem Tempel, sondern obwohl es noch gar keinen buchstäblichen Tempel gab – es gab natürlich die Stiftshütte – schreibt David hier von dieser geistlichen Erfahrung, Gott in der Anbetung nahezukommen.

[51:42] Wir können mit Freimut und Verzeihung, mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade, wie es Hebräer Kapitel 4, Vers 16 ja so wunderschön formuliert. Das heißt hier in Hebräer 4, nicht Vers 12, Entschuldigung, Vers 16 natürlich. Hebräer 4, Vers 16, da sagt Paulus so: "Lasst uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit erlangen und Gnade finden zu rechtzeitiger Hilfe."

[52:13] Wir dürfen zum Thron der Gnade kommen. Aber warum? Durch Gottes große Gnade ruft uns David im Psalm 5 zu, weil er uns begnadigt hat. Deswegen haben wir überhaupt Zugang. Deswegen können wir hineingehen in das Heiligtum. Deswegen können wir Morgenandacht halten. Lieber Freund, liebe Freundin, wir halten nicht Morgenandacht, um Gott zu besänftigen. Wir halten nicht Morgenandacht, um ihn einzuladen. Und wir alle, ich selbst, wir müssen das immer wieder sagen: Wir tun nichts, um ihn irgendwie zu beeindrucken, sondern wir haben die Gelegenheit, wir haben das Privileg, Morgenandacht zu halten, weil er uns begnadigt hat, weil er uns seine Gnade schenken möchte.

[52:52] Deswegen dürfen wir auch mit unserem Seufzen und Schreien, mit unseren Gebeten zu ihm kommen. Vers 8 im Psalm 5: "Ich aber darf durch deine große Gnade eingehen in dein Haus. Ich will anbeten zu deinem heiligen Tempel gewandt." Und wir wollen auch anbeten zum Tempel Gottes gewandt, wie wir gerade gelesen haben. Lasst uns hinzutreten zum Thron der Gnade. Der findet sich nicht mehr auf der Erde, auf keinem Kontinent, sondern er findet sich dort im himmlischen Heiligtum. Wenn wir dorthin beten, dann dürfen wir wissen, dass Gott uns antwortet. Er sagt hier: "Ich will anbeten zu deinem heiligen Tempel gewandt in Ehrfurcht vor dir." Und hier spricht es von der Furcht Gottes.

[53:45] Vers 9: "Herr, leite mich in deiner Gerechtigkeit, um meiner Feinde willen." Die 144.000, die sind quasi umzingelt. Das sieht man Offenbarung 14 deswegen nicht so richtig, weil da zwischen 13 und 14 eine Kapiteleinteilung kommt, die aber eigentlich da gar nicht reinpasst. Denn Offenbarung 13 beschreibt uns die letzten beiden großen oder die diese großen beiden Tiere der Endzeit. Offenbarung 13, das erste und das zweite Tier, die beschreibt uns, wie dort die Verfolgung und mit dem Malzeichen und mit dem Bild des Tieres, wie das alles über Gottes Volk reinbricht. Und dann sehen wir die 144.000 als Antwort sozusagen, die dann auf dem Berg Zion stehen bleiben, weil sie bei Jesus sind. Und David sagt: "Leite mich in deiner Gerechtigkeit um meiner Feinde willen." Das sind Feinde. Und die 144.000, aber sie folgen dem Lamm nach, wohin es auch geht. Und das Lamm leitet sie in der Gerechtigkeit.

[54:41] Können wir sehen, wie die Grundprinzipien der Prophetie sich hier in den Psalmen schon zeigen. Und wenn wir die Psalmen richtig lesen und biblisch verstehen im Geist Jesu, dann werden sie uns viel Licht auch für das Verständnis von Daniel und Offenbarung bringen.

[54:58] David sagt: "Herr, leite mich in deiner Gerechtigkeit um meiner Feinde willen. Ebne deinen Weg vor mir, denn in ihrem Mund ist nichts Zuverlässiges. Ihr Inneres ist voll Bosheit. Ihr Rachen, ein offenes Grab. Mit ihren Zungen heucheln sie."

[55:13] Interessante Beschreibung, die uns auch an Offenbarung 13 erinnert, wenn wir an die Gotteslästerung denken, wenn wir an die vielen Dinge denken, die dort beschrieben werden, wenn wir daran denken, dass dort ein Tier aussieht wie ein Lamm und doch redet wie ein Drache. Mächte, die sich zum Evangelium bekennen und trotzdem gegen das wahre Evangelium kämpfen.

[55:38] Vers 11: "Sprich sie schuldig, oh Gott, lass sie fallen durch ihre Anschläge." Da gibt's also offensichtlich geheime Pläne, diese Feinde sich ausdenken. "Verstoße sie um ihrer vielen Übertretung willen, denn sie haben sich gegen dich empört." Es geht um Rebellion gegen Gott.

[55:53] Vers 12: "Aber alle werden sich freuen, die auf dich vertrauen. Ewig werden sie jubeln, denn du wirst sie beschirmen und fröhlich sein werden und fröhlich werden sein dir, die deinen Namen lieben. Denn du, Herr, segnest den Gerechten und du umgibst ihn mit Gnade wie mit einem Schild."

[56:15] In der letzten Schlacht brauchen wir einen Schild. Und dieses Schild, sagt die Bibel, ist Gottes Gnade. Gott segnet den Gerechten, der durch Gottes Gnade die Gerechtigkeit im Glauben angenommen hat. Und Gottes Gnade ist wie ein Schild vor den Feinden. Die Feinde werden verurteilt werden, die Feinde werden fallen. Sie werden durch ihre Anschläge selbst fallen. Und die Offenbarung zeigt uns vieles davon. Und wir können heute hier aus Zeitgründen das nicht alles ausführen.

[56:40] Und wir finden all diese Prinzipien, all diese Gedanken finden wir dort wieder und wir finden den Jubel der Gläubigen. Wir finden die in Offenbarung 15, wo die überwinden über das Tier und das Malzeichen und so weiter, das Lied des Mose und das Lied des Lammes singen. Wir finden in Offenbarung 19 den Lobpreis aller, die dann diese Erlösung erleben. Und wir haben in Offenbarung 14 den Gesang, das neue Lied der 144.000 gelesen. Wir haben davon gelesen, als es heißt hier in Vers 3: "Und die sangen wie ein neues Lied vor dem Thron und vor den vier lebendigen Wesen und den Ältesten und niemand konnte das Lied lernen." Also, die 144.000, die gekauft worden sind von der Erde. Wird das ein trauriges Lied sein oder wird das ein fröhliches Lied sein? David sagt: "Und fröhlich werden sein in dir, die deinen Namen lieben."

[57:34] Sie tragen sogar den Namen Gottes an ihrer Stirn, weil sie das Gesetz Gottes in ihrem Herzen haben, weil sie Gott von ganzem Herzen und von ganzer Seele und von allem, was sie haben, lieben mit all ihrer Kraft.

[57:49] Und deswegen sagt Hoheslied 8, Vers 6: "Setze mich wie ein Siegel an dein Herz, wie ein Siegel an deinen Arm, denn die Liebe ist stark wie der Tod und der Eifer unbezwinglich wie das Totenreich. Ihre Glut ist Feuersglut, Feuerglut, eine Flamme des Herrn." Da kommen all diese Ideen zusammen. Wenn Menschen Gott von ganzem Herzen lieben, dann tragen sie seinen Namen und sein Gesetz im Herzen und werden fröhlich sein.

[58:25] Ein letzter Gedanke für heute. In den Psalmen finden wir auch die Idee, was passiert, wenn Menschen die Erlösung, die Gnade Gottes trotz schwerer Sünde in ihrem Leben angenommen haben. Wir lesen in Psalm 51 ab Vers 9, der berühmte Psalm Davids nach all dem, was mit Bathseba passiert war und mit Uria und Natan zu ihm kam. David singt hier von seiner Reue und Buße und seiner Bitte um Wiederherstellung.

[58:58] Wir lesen ab Vers 9: "Entsündige mich mit Ysop, so werde ich rein. Wasche mich, so werde ich weißer als Schnee." Gott sagt in Jesaja 1, Vers 18: "Kommt, wir wollen miteinander rechten. Wenn eure Sünden rot sind wie Scharlach, sollen sie weiß werden wie der Schnee." Vers 10: "Lass mich Freude und Wonne hören, damit die Gebeine frohlocken, die du zerschlagen hast."

[59:22] "Verbirg dein Angesicht." Also hier geht's um Wiederherstellung nach der Katastrophe der Sünde. "Verbirg dein Angesicht vor meinen Sünden und tilge alle meine Missetaten." Und David weiß, hier geht es nicht darum, um ein bisschen das Verhalten zu verändern. Hier geht es um Neuschöpfung.

[59:39] Vers 12: "Erschaffe mir, oh Gott, ein reines Herz und gib mir von Neuem einen festen Geist in meinem Innern. Verwirf mich nicht von deinem Angesicht und nimm deinen Heiligen Geist nicht von mir. Gib mir wieder die Freude – da ist sie, die Freude – an deinem Heil und stärke mich mit einem willigen Geist."

[1:00:01] "Ich will die Abtrünnigen deine Wege lehren, dass sich die Sünder zu dir bekehren." David weiß ganz genau, wenn die Erlösung mein Herz durchfließt und durchforstet und wenn Gottes Gnade mich neu schafft und wiederherstellt, dann möchte ich, dann werde ich anderen davon erzählen, was Gottes große Kraft, das Evangelium, in meinem Leben getan hat.

[1:00:25] "Gib mir wieder die Freude." Verzeihung, Vers 15: "Ich will die Abtrünnigen deine Wege lehren, dass sich die Sünder zu dir bekehren." Vers 16: "Errette mich von Blutschuld, oh Gott, du Gott meines Heils. So wird meine Zunge deine Gerechtigkeit jubeln." Es ist Gottes Gerechtigkeit, die uns durch den Glauben zugerechnet und verliehen wird.

[1:00:47] Vers 17: "Herr, tue meine Lippen auf, damit mein Mund dein Lob verkündige." Wir finden in Offenbarung 14 und dort ab Vers 6 eine Gruppe von Menschen, die Sünder zu Gott bekehren möchte, die Abtrünnigen – Stichwort: "Kommt aus ihr heraus, mein Volk", Warnung vor Babylon und all die Dinge, die dort auch eine Rolle spielen – die Abtrünnigen wieder die Wege Gottes lehren möchte. Eine Gruppe, die das Lob Gottes verkündigt: "Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre." Offenbarung 14, Vers 6 zeigt uns diese Gruppe.

[1:01:28] Wer sind das? Was sind das für Menschen? Sind das Menschen, die nie gesündigt haben? Sind es Menschen, die alles richtig gemacht haben? Nein, es sind Menschen, die wie David die Vergebung erlebt haben und deswegen voller Freude genau das tun, was in Psalm 51 steht. Das heißt in Vers 6, Offenbarung 14, Vers 6: "Und ich sah einen anderen Engel inmitten des Himmels fliegen, der hatte ein ewiges Evangelium zu verkündigen, denen, die auf der Erde wohnen, und zwar jeder Nation und jedem Volk und jeder Sprache und jedem Volk."

[1:02:00] Lieber Freund, liebe Freundin, möchten wir, möchtest du, möchte ich, möchten wir die Psalmen nehmen als Dokumente von Menschen, die das Evangelium erlebt und verstanden haben? Wünschen wir uns diese Erfahrung zu machen, die in Psalm 15 und Psalm 24 steht? Haben wir Freude an dem Heiligtum und seiner Botschaft? Wollen wir anderen Menschen, nachdem wir es erlebt haben, das Evangelium, wollen wir anderen Menschen weitergeben, was wir erfahren haben? Lieber Freund, liebe Freundin, ich möchte dir heute diese Frage stellen: Möchtest du zu denen gehören, die mit Jesus auf dem Berg Zion von Offenbarung 14 stehen?

[1:02:59] Und die seinen Namen, seinen Charakter, sein Gesetz auf den Stirnen tragen, weil sie ihn über alles lieben? Ist das dein Wunsch? Gott segne deine Entscheidung.

[1:03:15] Wollen wir noch mit einem Gebet enden? Lieber Vater im Himmel, hab Dank, dass du zu uns gesprochen hast. Hab Dank, dass dein Wort so viel und so großartiges, so viel Schönes über dich sagt. Danke, dass wir es immer besser verstehen dürfen und Herr, wir wünschen uns, dass wir zu denen gehören werden, die Psalm 15 und Psalm 24 und Offenbarung 14 beschreiben. Herr, wir wollen uns einfach an dich klammern, Herr Jesus, bei dir bleiben, dass du uns so sehr veränderst, dass wir einmal bis in alle Ewigkeit bei dir leben können. Das bitten wir in deinem Namen. Amen.

[1:04:06] Nächste Woche gibt es mehr aus den Psalmen über das, was wir dann in der Prophetie verstehen können. Wir werden uns dann weiter mit den Psalmen beschäftigen und damit, wie sie uns helfen, das prophetische Wort zu verstehen. Bis dann wünsche euch Gottes reichen Segen und viel Freude im Studium seines Wortes. Gott mit euch. Amen.


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