[0:05] [Musik] [Applaus]
[0:35] Hallo und herzlich willkommen zur Christ Study Hour hier auf www.joelmedia.de. Wie immer möchten wir auch alle Zuschauer auf dem Sender Das Wort ganz herzlich begrüßen zur mittlerweile zehnten Folge unserer Spezialserie über den Exodus, über das Buch 2. Mose. Wir haben schon so viele interessante Dinge und vor allem so viel bewegende theologische, geistliche Wahrheiten studieren dürfen, indem wir diesem Buch jetzt so folgen, Abschnitt für Abschnitt. Und wir haben heute einen großen Abschnitt vor uns. Acht Kapitel sind es an der Zahl. Wir werden natürlich nicht alle Vers für Vers lesen, sondern in größeren Abschnitten dann behandeln. Wir werden heute 2. Mose 24 bis 31 uns anschauen und damit uns auch sowohl mit dem Bundesschluss am Sinai als auch mit dem Plan für das Heiligtum beschäftigen. Die Israeliten sind noch immer in der Wüste Sinai, vor dem Sinai haben die zehn Gebote gehört.
[1:47] Und Mose hat jetzt diese Satzungen, diese Rechtsordnungen, diese Rechtsbestimmungen erhalten, die wir das letzte Mal in Kapitel 21 bis 23 studiert haben. Jetzt geht es also mit dem Bundesschluss in Kapitel 24 weiter. Bevor wir allerdings in das Thema hineinsteigen, wollen wir Gott bitten wie immer, dass er unser Studium segnet, dass er uns gute Gedanken schenkt und dass wir durch das Studium seines Wortes ihn persönlich besser kennenlernen. Wollen wir gemeinsam beten?
[2:24] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du uns immer wieder die Gelegenheit gibst, dass wir über dich nachdenken können, dass wir dein Wort lesen können, dass du uns zu dir ziehst. Hab Dank für deine Gnade und für deine Güte. Hab Dank, dass du uns so unendlich lieb hast und danke für all das, was du in meinem Leben, in unserem Leben tust. Wir möchten dich jetzt bitten, dass wenn wir in den nächsten Minuten uns deinem Wort widmen, dass du mit deinem Heiligen Geist zu uns sprichst und dass wir gestärkt werden, ermutigt werden, dass auch unsere Neugier auf dein Wort geweckt und gestärkt wird, dass wir dich kennenlernen. Das bitten wir alles im Namen Jesu. Amen.
[3:10] Wir beginnen in 2. Mose 24 und dort in Vers 1 und 2. Und er sprach zu Mose: "Steige herauf zum Herrn, du und Aaron, Nadab und Abihu und 70 von den Ältesten Israels und betet an von Ferne." Aber Mose allein soll sich zu dem Herrn nahen. Jene sollen sich nicht nahen und das Volk soll nicht mit ihnen heraufkommen. Wir haben jetzt eine gewisse Dreiteilung. Das Volk bleibt unten in der Ebene, in der Wüste Sinai. 70 von den Ältesten Israels und Aaron und Nadab und Abihu, sie kommen mit auf den Berg, bleiben aber auf Distanz. Mose allein kommt nahe zu Gott.
[4:10] Vers 3 heißt es: "Und Mose kam und verkündigte dem Volk alle Worte des Herrn und alle Verordnungen", all das, was wir das letzte Mal in Kapitel 21 bis 23 studiert haben. Das verkündigt Mose jetzt dem Volk. Das Volk hat ja gesagt, Gott soll aufhören, nach den zehn Geboten. Er soll alles weitere Mose sagen und Mose soll es dann ihnen verkündigen. Und genau das geschieht jetzt.
[4:37] Als sie diese Worte hören, reagieren sie wie das Volk. Da antwortete das Volk einstimmig und sprach: "Alle Worte, die der Herr geredet hat, wollen wir tun." Sie hören 2. Mose 21, 22 und 23 und sagen, das wollen wir alles genauso tun. Das erinnert uns an das, was sie schon gleich am Anfang, als sie in die Wüste Sinai gekommen waren, am Berg Sinai gesagt hatten, noch bevor die zehn Gebote zu ihnen gesprochen worden sind durch Gottes Stimme, da hatten sie gesagt, alles, was der Herr gesagt hat, das wollen wir tun.
[5:15] Er hatte ja sie gebeten in dem, in diesem Kapitel 19, Vers 4 bis 6, dass sie auf seine Stimme hören und seinen Bund bewahren werden. Schon in 2. Mose 19 und dort Vers 8 hatte das Volk, als es an den Berg Sinai gekommen war und Gott ihnen gesagt hatte, dass er sich wünscht, dass wenn sie sein Volk sein wollen, sie auf seine Stimme hören und ihm gehorchen sollen, da hatten sie gesagt, alles, was der Herr gesagt hat, das wollen wir tun. Wir hätten damals im Zusammenhang mit diesem Vers auch verstanden, dass obwohl das so toll klingt, letztlich der Bund mit Gott niemals auf dem basieren kann, was wir Gott versprechen, sondern letztlich das Fundament immer das ist, was Gott uns verspricht. Und deswegen heißt es im Hebräer Kapitel 8
[6:21] und dort Vers 6, dass der neue Bund, den Jesus mit seinem hohepriesterlichen Dienst im Himmel verkörpert. Das heißt hier, dass dieser neue Bund, aber er hat einen umso erhabeneren Dienst erlangt, als er auch der Mittler eines besseren Bundes ist, der aufgrund von besseren Verheißungen festgesetzt wurde. Wir lesen, wir lernen, der neue Bund basiert auf besseren Verheißungen. Der alte Bund basierte auf dem Versprechen des Volkes: Wir wollen alles halten, was Gott gesagt hat.
[6:56] Der neue Bund basiert auf dem Versprechen Gottes, wie es z.B. in Hesekiel 36 und dort Vers 26 und 27 zum Ausdruck kommt: "Und ich will euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euer Inneres legen. Ich will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben. Ja, ich will meinen Geist in euer Inneres legen und werde bewirken, dass ihr in meinen Satzungen wandelt und meine Rechtsbestimmungen befolgt und tut." Ist ein Unterschied, ob wir Regeln sehen und versprechen, wir halten die Regeln, oder ob wir Gottes Liebe verstehen und glauben, dass er uns nicht nur die Sünde vergibt, sondern dass er von ganzem Herzen, von ganzer Seele uns befähigen möchte, dass er in uns bewirken möchte, dass wir gehorsam sind.
[7:52] Ein großer Unterschied auch in unserem praktischen christlichen Leben. Ob wir glauben, dass wir bestimmte Dinge der Bibel erfüllen müssen oder ob wir glauben, dass Gott, indem er durch den Heiligen Geist in uns wohnt, sie in uns erfüllt. Ob wir mit Gott zusammenarbeiten oder ob wir versuchen, Gott etwas zu beweisen, ein großer, gewaltiger Unterschied. Lasst uns auf die Verheißung Gottes bauen.
[8:21] Wir lesen weiter in 2. Mose 24 ab Vers 4. "Da schrieb Mose alle Worte des Herrn nieder und er stand früh am Morgen auf und errichtete einen Altar unten am Berg und zwölf Gedenksteine für die zwölf Stämme Israels. Und Mose sandte junge israelitische Männer, damit sie Brandopfer darbrachten und Jungstiere opferten als Friedensopfer für den Herrn." Das erinnert uns ein wenig an die Geschichte von Elia, der auch zwölf Steine nahm nach der Zahl der Stämme der Söhne Jakobs, um einen Altar zu bauen in einer großen Notsituation, einer geistlichen Krise damals auf dem Berg Karmel.
[9:02] Und jetzt kommt es zu dem Bundesschluss. Mose hat die Bestimmungen des Bundes vorgelesen. Das Volk hat gesagt: "Ja, das wollen wir." Sie hatten schon in Kapitel 19 gesagt, wir wollen einen Bund mit Gott. Gott hat zu ihnen gesprochen, das war ihnen zu heiß. Aber sie wollten zumindest in der Theorie diesen Bund haben. Gott sollte durch Mose sagen, was er wollte und sie wollten es halten. Und jetzt wird dieser Bund geschlossen. "Und Mose nahm die Hälfte des Blutes und goss es in Schalen. Aber die andere Hälfte des Blutes sprengte er auf den Altar. Darauf nahm er das Buch des Bundes und las es vor den Ohren des Volkes. Und sie sprachen: 'Alles, was der Herr gesagt hat, das wollen wir tun und darauf hören.'" Dann nahm Mose das Blut und sprengte es auf das Volk und sprach: "Seht, das ist das Blut des Bundes. Dieser Bund wird nicht nur geschlossen durch eine intellektuelle Zustimmung zur Wahrheit, sondern durch Blut von einem Opfertier." "Das ist das Blut des Bundes, den der Herr mit euch geschlossen hat." Aufgrund aller dieser Worte sind die Worte die Grundlage, doch der Bund wird geschlossen mit Blut.
[10:08] Und es erinnert uns an Worte, die ungefähr anderthalb Jahrtausende später gesagt worden sind, als Jesus beim letzten Abendmahl mit seinen Jüngern. Matthäus 26, Vers 28 sagt, als er symbolisch den Traubensaft weiterreicht, er sagt: "Denn das ist mein Blut, das des neuen Bundes."
[10:32] Nicht das Blut von Opfertieren, das am Sinai den Bund repräsentierte, sondern das Blut Jesu, das Blut des neuen Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden. Blut damals war nur ein Typus, ein Hinweis auf dieses Blut. Denn nur das Blut von Jesus kann wirklich Sünden vergeben. Das Blut von Stieren und Böcken kann das nur illustrieren, aber selbst kann es keine Sünden vergeben. Und wenn es keine Sünden vergeben kann, kann es in sich alleine auch keine Wiederherstellung der Beziehung zwischen Gott und Menschen bewirken und auch nicht, dass das Gesetz Gottes im Herzen ist. Das geht nur nach dem neuen Bund, wie in Jeremia 31 beschrieben wird und auch in Hebräer 12. Das geht nur, wenn die Sünden wirklich vergeben sind.
[11:26] Es heißt in Hebräer Kapitel 8 ab Vers 10: "Sondern das ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel schließen werde. Nach jenen Tagen spricht der Herr: 'Ich will ihnen meine Gesetze in den Sinn geben und sie in ihre Herzen schreiben und ich will ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein und es wird keiner mehr seinen Nächsten und keiner mehr seinen Bruder lehren und sagen: Er kenne den Herrn, denn es werden mich alle kennen vom kleinsten bis zum größten unter ihnen. Denn ich werde gnädig sein gegen ihre Ungerechtigkeiten und an ihre Sünden und ihre Gesetzlosigkeiten werde ich nicht mehr gedenken.'" Nur das Blut von Jesus, das wirklich Vergebung bringt, kann auch eine echte Beziehung zu Gott ermöglichen und kann ermöglichen, dass die zehn Gebote wirklich in unser Herz kommen und gehalten werden. Das Blut damals, das auf sie gesprengt wurde, sollte sie daran erinnern an den kommenden Erlöser, denn nicht das Opferlamm konnte diesen Bund aufrechterhalten, sondern nur der kommende Erlöser, der durch seine Vergebung am Kreuz ihre Sünden vergeben würde. Nur auf dieser Grundlage war es möglich, mit Gott zusammenzuleben und sein Volk zu sein.
[12:34] Und jetzt lesen wir, dass genau das passiert, was Gott angeordnet hatte, dass tatsächlich Mose, Aaron, Nadab und Abihu und die 70 von den Ältesten Israels auf den Berg Sinai steigen. Wir lesen dann in Worten, die einem ja regelrecht Gänsehaut geben: "Und sie sahen den Gott Israels und unter seinen Füßen war es wie ein Gebilde von Saphirplatten und so klar wie der Himmel selbst. Und er legte seine Hand nicht an die Auserwählten der Kinder Israels. Und sie schauten Gott und aßen und tranken."
[13:12] Jahrhunderte später hat Hesekiel in seiner ersten Vision im babylonischen Exil den Thron Gottes gesehen, oberhalb der Himmelsausdehnung, die über ihren Häuptern, also von den Cherubim, gewesen ist. "Das Gebilde eines Thrones anzusehen wie ein Saphirstein. Oben auf dem Gebilde des Thrones aber saß eine Gestalt anzusehen wie ein Mensch." Das muss Jesus gewesen sein.
[13:46] Sie sahen den Gott Israels. Nein, sie haben nicht den Vater gesehen. Und sicherlich haben sie auch nicht im Einzelnen die Göttlichkeit Jesu sehen können. Das hätte sie physisch überfordert. Aber sie sahen, dass dort Gott ist und sie aßen und tranken. Was für ein Vers!
[14:10] Und dann heißt es: "Und der Herr sprach zu Mose: 'Steige zu mir herauf auf den Berg und bleibe dort. So will ich dir die steinernen Tafeln geben und das Gesetz und das Gebot, das ich geschrieben habe, um sie zu unterweisen.'" Ich muss selbst sagen, ich habe lange Zeit immer gesagt, na ja, die zehn Gebote werden eigentlich so gut wie nie Gesetz genannt in der Bibel. Es werden immer die Gebote genannt, das Zeugnis, die zehn Worte. Aber es ist mir beim Studium neu aufgegangen, hier in 2. Mose 24 nennt Gott selbst die zehn Gebote Gesetz. Er nennt sie so. Er sagt, er spricht davon den Geboten, die er selbst aufschreibt. Und das sind nicht die Rechtsbestimmungen aus 2. Mose 21 bis 23, das sind die zehn Gebote. Er nennt sie selbst Gesetz. Und ich glaube, das allein genügt schon. Wenn Gott seine zehn Gebote Gesetz nennt, dann dürfen wir das auch tun.
[14:59] "Da machte sich Mose auf samt seinem Diener Josua." Verzeiht, das wollte ich noch sagen: Das Gesetz ist da, um sie zu unterweisen. Und ich glaube, wenn ich an mich selbst denke, wir denken zu wenig über die zehn Gebote nach, was sie uns alles beibringen wollen. Die zehn Gebote sind ja nicht einfach nur so eine Grundlage, die man mal im Hinterkopf haben sollte. Man soll darüber nachdenken, weil die zehn Gebote einen quasi unterrichten. Sie unterweisen einen. Deswegen das Wort Gesetz, der Tora, auch die Unterweisung, die Lehre. Was lernen wir aus den zehn Geboten? Alles. Wir haben das letzte Mal gesehen, wie weitreichend die und auch die Folge davor, wie weitreichend die zehn Gebote eigentlich sind, wenn man sie im Alltag wirklich konsequent anwendet. Gott hat das selbst persönlich aufgeschrieben, nicht durch Mose, noch nicht mal durch Engel, sondern er selbst hat diese zehn Gebote aufgeschrieben.
[15:55] "Da machte sich Mose auf samt seinem Diener Josua und Mose stieg auf den Berg Gottes. Zu den Ältesten aber hat er gesagt: 'Erwartet uns hier, bis wir wieder zu euch kommen. Seht, Aaron und Hur sind bei euch. Wer eine Angelegenheit hat, der wende sich an sie.'" Nun, wir denken meistens vor allem an Aaron wegen der Geschichte, wie sie dann weitergeht. Aber interessant ist, dass zwei Männer, Aaron und Hur, die Verantwortung hatten jetzt für das Volk während dieser Zeit, während der Mose für längere Zeit auf dem Berg Sinai sein sollte.
[16:31] Und wir erinnern uns, dass die beiden Aaron und Hur die waren, die als Josua die Schlacht gegen die Amalekiter geschlagen hatte in 2. Mose 17 in Refidim, dass Aaron und Hur die beiden waren, die Moses Hände gestützt hatten, damit er bis zum Untergang der Sonne beten konnte, bis Josua den vollständigen Sieg über Amalek errungen hatte. Nun, wer ist dieser Hur? Wir wissen nicht allzu viel über ihn außer diesen beiden Stellen. Ähm, selbst die Bedeutung des Namens Hur ist unklar. Eventuell ist es ein ägyptischer Name von Horus. Ähm, das könnte sein. Es gibt aber auch ein hurritisches Wort im Akkadischen. Das heißt hurru, äh, also Sohn. Die hebräische Wortwurzel, die dem zugrunde liegen könnte, heißt eigentlich weiß. Also, man weiß gar nicht genau, was dieser Name genau bedeutet.
[17:25] Interessanterweise sagt Josephus in seinen jüdischen Altertümern, und das ist natürlich jetzt unklar, ob das auf einer vertrauenswürdigen Tradition basiert, die weiter überliefert worden ist oder ob er sich das auch ausdenkt. Er sagt, dass Hur angeblich der Ehemann von Miriam gewesen ist. Das ist natürlich insofern interessant, weil man dann sozusagen die Idee hatte, also, dass Aaron und Miriams Mann sozusagen die Verantwortung jetzt hatten für das gesamte Volk, solange Mose nicht da ist, dass es quasi in der Familie dann geblieben ist. Das lässt sich sicherlich nicht widerlegen. Wirklich beweisen lässt es sich hier auch nicht, aber es lohnt sich zumindest mal das gehört zu haben. Und an der Stelle nur der kurze Hinweis, dass auch der Name von Miriam sehr umstritten ist. Es gibt ganz verschiedene Überlegungen, woher der Name kommt. Ich habe ein paar hier aufgeschrieben. Eins ist sicher, der Name ist dann später griechisch Maria. Und wer heute Maria heißt, der trägt letztlich genau denselben Namen.
[18:26] Als nun Mose auf den Berg stieg, wir lesen weiter, Vers 15: "Als nun Mose auf den Berg stieg, bedeckte eine Wolke den Berg und die Herrlichkeit des Herrn ruhte auf dem Berg Sinai." Merken wir uns: Das ist die Herrlichkeit des Herrn, die hier sich offenbart. Die Wolke bedeckte ihn sechs Tage lang. Am siebten Tag aber rief er Mose von der Wolke aus zu und die Herrlichkeit des Herrn war vor den Augen der Kinder Israels wie ein verzehrendes Feuer. Wir haben schon drüber gesprochen über die Bedeutung des Feuers, die symbolische Bedeutung in der Bibel, ein Symbol für die Liebe, die Sünde verzehrt. Das ist die Herrlichkeit Gottes. Sie ist ein verzehrendes Feuer oben auf dem Gipfel des Berges.
[19:19] Mose aber ging mitten in die Wolke hinein, als er den Berg bestieg und Mose blieb 40 Tage und 40 Nächte auf dem Berg. Und das ist natürlich eine interessante Parallele zur Sintflut, denn die war auch 40 Tage und 40 Nächte und Mose wusste davon, der hatte sie ja selbst aufgeschrieben als Bericht in dem Buch 1. Mose.
[20:18] Nach der Sintflut ging alles von vorne aus. Die Sintflut war in gewisser Weise auch ein absoluter Neuanfang. Könnte es sein, dass Gottes Plan war, dass durch die Erfahrung des Hörens der zehn Gebote und den feierlichen Bundesschluss, sein Wunsch war, dass das Volk jetzt einen absoluten Neuanfang hat, dass das, was an Sünde und an Götzendienst gewesen ist, weggewischt wird, so wie die Sintflut die Sünde wegwischte und einen Neuanfang ermöglichte? Zumindest eine Überlegung, die man mal vielleicht gedanklich weiter verfolgen kann. Es muss ja ein Grund haben, warum immer wieder diese 40 Tage in der Bibel eine Rolle spielen. Ich glaube, es geht dann, man muss sich die ersten Vorkommen anschauen und dann sehen, wie das immer wieder sich darauf zurückbezieht.
[21:20] Und während dieser 40 Tage zeigt Gott Mose etwas sehr Beeindruckendes und das wollen wir uns jetzt etwas genauer anschauen.
[21:30] Wir müssen uns letztlich vorstellen, dass das, was wir jetzt in wenigen Minuten kurz zusammenfassen werden, Mose für einige Wochen in Anspruch genommen hat, das zu studieren, zu sehen, zu verstehen, damit es dann auch im Lager der Israeliten umgesetzt wird.
[21:47] Wir lesen in 2. Mose 25 ab Vers 1. "Und der Herr redete zu Mose und sprach: 'Sage den Kindern Israels, dass sie mir freiwillige Gaben bringen und von jedem, den sein Herz dazu treibt, sollt ihr die freiwillige Gabe für mich annehmen.'" Das gesamte Heiligtum sollte auf freiwilligen Gaben basieren.
[22:08] Gottesdienst, wahrer Gottesdienst ist niemals erzwungen. Gott möchte niemals, dass Leute gegen ihren Willen ihn anbeten. Und eines der wichtigsten Prinzipien, die wir sehen können, die wahre Liebe wächst auf dem Boden echter Freiheit. Freiwillige Gaben. Was sollten sie bringen? Gold, Silber, Erz, blauen und roten Purpur und Karmesin, weißes Leinen und Ziegenhaar, rötliche Widderfelle, Seekuhfelle oder Akazienholz, Öl für den Leuchterbereich, für das Salböl und für wohlriechendes Räucherwerk, Onyxsteine und Steine zum Besatz für das Efod und für das Brustschild. Und dann sagt Gott: "Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, damit ich in ihrer Mitte wohne." Ein Heiligtum. Und wir wissen, dieses Heiligtum war zunächst kein großer Steinbau, wie später der Tempel, sondern ein mobiles, transportables Zelt. Und wenn man die Kapitel liest, stellt man fest, wie klug das alles konzipiert ist. Leicht, ähm, nicht zu massiv, teilweise im einfachen Stecksystem mit Tragstangen, sodass man es leicht transportieren konnte. Eine wirklich durchdachte Sache. Wie kam Gott auf die Idee, ein Heiligtum als Zelt zu haben? Nun, zunächst einmal der offensichtlichste Grund ist, die Israeliten leben alle in
[23:28] Grund ist, die Israeliten leben alle in Zelten. Gott möchte ihnen sagen, ich möchte mitten bei euch sein. Er wollte nicht, dass sie denken, dass Gott nur oben auf dem Berg ist und sie sind da ganz weit weg. Ja, er hatte durch diese scharfe Regel, dass sie den Berg nicht besteigen durften, ihnen deutlich gemacht, wie heilig er ist und wie unübertretbar die Grenzen sind, die er setzt.
[23:52] Aber Gott hat kein Interesse daran, einfach der Distante, der ferne, der unerreichbare Gott zu sein. Er möchte mitten unter uns sein. Er möchte sein Zelt aufschlagen mitten unter uns. Derselbe Gott, der gesagt hat: „Mach eine Grenze, damit niemand den Berg berührt, wenn ich die zehn Gebote euch sage“, ist derselbe Gott, der sagt: „Ich würde gern in eurer Mitte wohnen.“
[24:18] Macht mir ein Heiligtum.
[24:25] Transportable Zelte für kultische, also für gottesdienstliche und auch für königliche Angelegenheiten sind damals schon bekannt gewesen. In Mari kennen wir das schon aus dem 18. und 17. vor Christus, Jahrhunderte vor, also einige Generationen vor Mose.
[24:40] Später haben wir dann in Ugarit im 13. Jahrhundert, allerdings in einer ziemlich archaischen, in einem archaischen Ugaritisch, wo man davon ausgehen kann, dass das schon auf ältere Tradition sich zurückführen lässt.
[24:54] Diese Idee, dass der oberste Himmelsgott, der El – das ist ja auch ein Name Gottes im Alten Testament, El oder Elohim –, dass El in einem Zelt wohnt. Dort ist auch die Idee, dass der König seine Opfer in einem Zelt bringt und dass auch die Götter – da haben wir natürlich die Abweichung vom Original – in ihre Zelte gehen. Das ist also diese Idee, Gottesdienst an ein Zelt zu binden, noch sehr lebendig. Und Gott wohnt dort auch, der oberste Gott wohnt dort in einem Zelt. Also ist nichts, also nichts komplett Außergewöhnliches, was wir jetzt hier in 2. Mose finden.
[25:30] Was besonders interessant ist, ist, dass knapp 200 Jahre später in der berühmten Schlacht von Kadesch zwischen den Hetitern und den Ägyptern – das ist dann die Zeit von Ramses II., dem berühmten Pharao, der diese Schlacht dort geschlagen hat – ist die am besten rekonstruierbare Schlacht der Antike, also zumindest was so den Alten Orient betrifft. Und es spricht nicht für unsere Quellenlage, dass wir trotzdem nicht mal genau wissen, wer gewonnen hat. Wahrscheinlich hat es eine Art Unentschieden gegeben. Jedenfalls haben beide Seiten den Sieg für sich in Anspruch genommen, aber so ist das ja fast immer in der Geschichte gewesen.
[26:12] Was für unsere Zwecke interessant ist: Es gibt eine Abbildung, ja, im ägyptischen Bereich gibt es eine Abbildung davon und da sieht man Folgendes: Ramses II. stellt am Vorabend der Schlacht sein Kriegszelt auf. Und dieses Kriegszelt ist rechteckig und hat zwei Abteilungen: der innere Raum und der äußere Raum. Und der äußere Raum ist doppelt so lang wie der innere. Also, das Zelt des Pharao hat zwei Abteilungen, einen länglichen sozusagen und einen mehr, ja, einen kleineren Raum. Der innere Raum ist der eigentliche Raum für den König. Der König ist im inneren Raum dieses Zeltes.
[26:55] Aber es geht noch weiter. Im inneren Raum gibt es – so haben sie das Ägypter vorgestellt – göttliche Falken, die zueinander schauen und mit ihren Flügeln den Namen des Königs bedecken. Also so quasi in dem Bild dann so eine Kartusche, ja, mit dem Namen. Also Falken, die sich anschauen und quasi den Namen bedecken, beschützen.
[27:21] Also, wenn man das liest, dann kann man gar nicht anders, als zu denken an das Heiligtum mit den zwei Abteilungen, dem Heiligen, dem Allerheiligsten, wo Gott seinen Thron im Allerheiligsten hat, wo die Kerubim aufeinander schauen und dort diesen Thron, diesen, ja, diesen Gnadenthron letztlich und auch die Bundeslade und alles, was damit zusammenhängt, bedecken.
[27:45] Und wir haben ja diese Idee immer: Dort, wo Gott auch gegenwärtig ist, dort ist sein Name. Dort lässt er seinen Namen wohnen. Und dazu kommt auch noch, es wird noch krasser, ist noch interessanter: Um das Zelt gibt es einen rechteckigen Vorhof. Nicht wie später bei den Assyrern dann irgendwie rund oder so, sondern rechteckig aus Palisaden, genau wie auch im israelitischen Heiligtum.
[28:09] Und dann ist es so, dass die ägyptische Armee – das hatten wir schon anderweitig erwähnt – vier Divisionen hatte und diese vier Divisionen gruppieren sich jetzt um das Zelt. Also eine Division dort, eine dort, eine dort, eine dort. Und wer jetzt noch nicht an das Heiligtum der Israeliten denkt, dem ist das dann auch so offensichtlich, denn auch dort haben wir quasi die zwölf Stämme, jeweils drei auf allen Seiten des Heiligtums. Auch dort haben wir einen rechteckigen Vorhof, zwar nicht aus Palisaden, aber ganz ähnlich letztlich. Auch dort haben wir dieses Zelt mit zwei Abteilungen, einem länglichen äußeren, einem kleineren Inneren, wo dann der König ist. Und wir haben diese bedeckenden Kerubim.
[28:49] Die einzige Frage, die sich jetzt stellt, ist: Hat der Ramses Moses' Buch gelesen und das kopiert, was zeitlich absolut möglich wäre, oder ist das vielleicht sowieso grundsätzlich so die Angewohnheit der Pharaonen gewesen, so Kriegszelte aufzubauen?
[29:13] Wir haben es jetzt gerade mal von Ramses, weil wir dort dann diese Bilder haben. Es wäre möglich, dass nicht Ramses es erfunden hat, sondern dass das grundsätzlich die Art und Weise gewesen ist, wie ägyptische Armeen in den Krieg gezogen sind.
[29:26] Wenn das der Fall ist – das können wir letztlich nicht beweisen –, dann könnte es sein, dass Gott mit dem Heiligtum auch etwas noch ganz anderes sagen wollte, nämlich, dass er in Anführungsstrichen der wahre Pharao ist.
[29:41] Die Israeliten kannten ja den Pharao und seine Armee. Sie kannten all das. Aber Gott sagt jetzt: „Schaut mal, wir sind die wahre Armee, die geistliche Armee.“
[29:52] Und so wie der Pharao behauptet, ein Mittler zwischen Gott und den Göttern und den Menschen zu sein, so gibt es ja auch in dem Heiligtum diese Mittler, die aber alle hinweisen eigentlich auf den Engel des Herrn Jesus, der dann als Mittler zwischen Gott und Menschen unser aller Erlöser ist, der wahre König und seine Divisionen, seine vier Divisionen, jeweils drei Stämme um ihn herum.
[30:18] Das Volk Israel, also tatsächlich als eine echte geistliche, ein Königreich von Priestern, das den Pharao besiegt hat, die ägyptische Armee, und jetzt so wie eigentlich sonst die Ägypter, aber eben geistlich durch das Land zieht.
[30:35] Ein ganz interessanter Gedanke. Vor allem, weil es nicht das einzige Mal ist, dass Gott in der Geschichte in 2. Mose sozusagen Ausdrucksweisen des Pharao, die bekannt waren aus Ägypten, genommen hat und auf sich angewandt hat, um zu zeigen, dass er in Anführungsstrichen der eigentliche, der wahre Pharao, also der wahre König ist.
[30:58] Zum Beispiel, wenn in 2. Mose 6, Vers 6, Gott sagt: „Ich bin der Herr und ich will euch aus den Lasten Ägyptens herausführen und ich will euch aus ihrer Knechtschaft erretten und ich will euch erlösen durch einen ausgestreckten Arm und durch große Gerichte.“
[31:11] Das ist ja ein Gedanke, den wir immer wieder gelesen haben in den letzten Folgen, in den Kapiteln.
[31:17] Ausgestreckter Arm durch eine starke Hand.
[31:18] Ja, das meint aber nicht einfach nur, dass Gott sozusagen die Hand ausstreckt, um uns herauszuziehen, sondern das meint, dass er durch große Gerichte, durch einen ausgestreckten Arm, den Feind besiegt, um uns freizumachen.
[31:32] Und das geht zurück auf eine alte ägyptische Redewendung, nämlich der Pharao galt als der Herr des starken Armes, der Nebesch.
[31:39] Und wir sehen es auf Bildern, wie der Pharao dann immer seinen Arm ausstreckt, um deutlich zu machen, dass er alle anderen besiegen kann.
[31:49] Der ausgestreckte Arm.
[31:50] Wir sehen dann zum Beispiel in den späteren Amarna-Briefen, wie ein Vasall in der ägyptischen Staatskorrespondenz dem Pharao schreibt: „Sieh, was mich betrifft, weder mein Vater noch meine Mutter haben mich in diese Position gebracht. Der starke Arm des Königs.“
[32:04] Er sagt also: „Ich bin König geworden, weil du so stark bist durch deinen starken Arm.“
[32:14] Die Ägypter meinten, der Pharao habe den starken Arm. Und Gott sagt im gesamten Buch Exodus immer wieder: „Durch einen starken Arm, durch einen ausgestreckten Arm, durch eine starke Hand werde ich Israel befreien und den Pharao besiegen.“
[32:32] Und das muss natürlich den Ägyptern am Anfang wie Blasphemie vorgekommen sein, dass jemand einen stärkeren Arm haben kann als ihr Pharao.
[32:41] Aber der ganze Exodus beweist: Gott hat den mit Abstand stärkeren Arm. Er ist der wahre, echte Pharao. Er ist der wahre König.
[32:49] Und in diesem Sinne ist es vielleicht nicht undenkbar, dass auch die gesamte Aufstellung des Heiligtums den Israeliten, die durchaus Erfahrung hatten auch mit der ägyptischen Armee, signalisieren sollte: Die ägyptische Armee ist im Roten Meer ertrunken. Wir sind die wahre Armee Gottes. Und zwar nicht einfach auf einem Kriegszug nur, sondern mit den zehn Geboten, dem Gesetz des Universums.
[33:21] Ein königliches Priestertum, ein Volk des Eigentums.
[33:27] Gott sagt: „Ich will mitten unter euch wohnen.“ Diese Idee finden wir in der Bibel immer wieder. Es heißt von Jesus: „Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns.“ Das Griechische heißt eigentlich wörtlich: „Er zeltete unter uns.“ Genau die Idee, die wir in 2. Mose 25 finden. Gott sagt: „Baut mir ein Zelt, ich möchte unter euch zelten.“
[33:48] Es ist ja Jesus, der das sozusagen dort versinnbildlicht, was er dann später, knapp 1500 Jahre später, buchstäblich macht. Er wird einer von uns. Er wird Mensch.
[33:59] Und das heißt dann: „Und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“
[34:04] Das ist ja die Idee in 2. Mose 24 und 25. Mose steigt auf den Berg, geht zur Herrlichkeit Gottes und als er in die Herrlichkeit Gottes hineingeht, dort wo die Wolke ist und er von der Wolke umgeben wird sozusagen, lernt er, wie Gott zelten möchte bei den Israeliten.
[34:30] Wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit, die gesamte Fülle der Gottheit.
[34:40] Der ganze herrliche Charakter, die Gnade und die Wahrheit Gottes werden sichtbar in Jesus Christus, der Mensch geworden ist.
[34:50] Deswegen sagt die Bibel, dass in ihm sich die Prophezeiung erfüllt: „Siehe, die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn gebären und man wird ihm den Namen Immanuel geben.“ Das heißt, übersetzt: Gott mit uns.
[34:58] „Ich will mitten unter euch wohnen.“ Lieber Freund, liebe Freundin, Gott möchte nicht einfach nur der ferne Gott im Himmel sein. Er möchte in deinem Leben durch den Heiligen Geist gegenwärtig sein, mitten unter uns, mit uns.
[35:17] Jesus sagt: „Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ Matthäus 28, Vers 20.
[35:23] Ihm ist alle Macht im Himmel und auf Erden gegeben. Und dann auf der neuen Erde hören wir diese Aussage, eine laute Stimme aus dem Himmel sagen: „Siehe, das Zelt Gottes bei den Menschen.“
[35:35] Sinai ist nicht nur ein Typus auf die Erlösung, die sich dann im ersten Jahrhundert durch das Leben und Wirken und Leiden und Sterben und Auferstehen Jesu erfüllt hat, es zeigt, was Gott letztlich für die ganze Ewigkeit geplant hat.
[35:51] Der mächtige Gott, der so unfassbar groß ist, dass selbst Mose zitterte, sagte: „Ich will mitten unter euch wohnen. Ich, der hier auf diesem Berg bin, ich komme herab und schlage mein Zelt auf unter euch.“
[36:02] Und das ist geschehen, als Jesus Mensch wurde. Aber es wird für alle Ewigkeit Realität werden, wenn Gott hier auf dieser Erde, die gegen ihn rebellierte und die er durch das größte vorstellbare Opfer wieder zurückgekauft hat.
[36:21] Wenn er auf dieser Erde für immer bei uns wohnt, wenn er den Himmel mitbringt, das neue Jerusalem auf dieser Erde: „Siehe, das Zelt Gottes bei den Menschen und er wird bei ihnen wohnen und sie werden seine Völker sein und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott.“
[36:36] Wir sehen also in diesem Plan Gottes, ein Zelt mitten in dieser Wüste Sinai aufzurichten, einen Plan, der bis in die Unendlichkeit geht.
[36:52] Und das Ganze hat eine praktische, transportable Lösung, damit die Israeliten es auch fassen können, was hier an unergründlicher Theologie und Heilsgeschichte zusammengefasst wird.
[37:11] Das Heiligtum werden wir niemals vollständig ergründet haben. Und trotzdem ist es so einfach strukturiert, dass jedes Kind die Grundidee versteht.
[37:24] Das ist Gottes genialer Erlösungsplan. Das muss man wirklich sagen.
[37:29] Und Gott sagt Mose: „Genauso wie ich dir das Vorbild der Wohnung und das Vorbild aller ihrer Geräte zeigen werde, so sollt ihr es machen.“
[37:41] Und das wird immer wieder betont in den Texten, gerade weil so viel an diesem Zelt hängt. Es war nicht einfach nur irgendein Zelt, sondern wir haben gerade gesehen, welche tiefe geistliche Bedeutung dahinter steckte, dass Gott jetzt hier ein Zelt mitten im Lager haben wollte. Es musste genauso gemacht werden, damit auch alles, was Gott damit vermitteln wollte, sichtbar und erlebbar wird.
[38:06] Dieses Zelt war ein Abbild. Es heißt in Hebräer 8, Vers 1 und 2: „Die Hauptsache aber dessen, was wir sagen – also Paulus sagt das, mein Hauptargument hier in diesem Hebräerbrief, in diesem Argument, was ich gerade mache, ist: Wir haben einen solchen Hohenpriester, der sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones der Majestät im Himmel, einen Diener des Heiligtums und der wahrhaftigen Stiftshütte, die der Herr errichtet hat und nicht ein Mensch.“
[38:29] Was die Israeliten in der Wüste Sinai dann aufgerichtet haben, war nur ein Abbild von einer ewigen, von einer himmlischen Realität, die bis in alle Ewigkeit uns beschäftigen wird.
[38:43] Und deswegen müssen wir beim Studium des Heiligtums immer diesen großen Rahmen mit dabei denken.
[38:47] Wir haben das große Vorrecht, dass wir in dieser Serie zweimal das Heiligtum behandeln: einmal heute und dann noch mal in der letzten Folge, wenn noch einmal in 2. Mose das alles noch mal wiederholt wird.
[38:59] Deswegen habe ich mich entschieden, dass wir heute sozusagen einfach einen Überblick geben und vor allem erstmal so die Grundlagen legen, was die Werkstoffe und die Materialien betreffen und die theologische Bedeutung des Heiligtums dann vertiefend in der letzten Folge uns anschauen werden.
[39:20] Jetzt also ein bisschen einfach so einen Überblick zu bekommen, was es dort gibt und wie das funktioniert hat.
[39:26] Zunächst und das Allerwichtigste haben wir die Lade aus Akazienholz, die dann mit reinem Gold überzogen wird.
[39:32] Also, wir haben ja auch die Längen angegeben, das kann man alles nachlesen, wenn wir jetzt im Detail nicht alles besprechen, das würde zu weit führen, aber wir haben dort in dieser Lade natürlich das Zeugnis, also die zehn Gebote, die dort hineingelegt werden und darüber soll ein Sühnedeckel nicht aus Akazienholz, sondern aus reinem Gold angefertigt werden.
[39:52] Die Akazie, da ist gemeint der ägyptische Schotendorn, Akazie Nilotica, auch Mimosa oder Vachellia Nilotica genannt.
[40:01] Eine interessanterweise sehr anspruchslose Pflanze, die auch in größter Trockenheit gut gedeihen kann und die ist auf der Sinai-Halbinsel.
[40:09] Vielleicht hat man sich gefragt: „Ja, wo kriegen die Bäume her, ne? Wo soll das dann hergezimmert werden?“ Aber tatsächlich gibt es auf der Halbinsel Sinai tatsächlich diesen ägyptischen Schotendorn.
[40:20] Vor allem an den Randgebieten der Wüste und im Übergang zum Gebirge kann man sie finden. Und das Holz ist interessanterweise sehr hart und sehr beständig. Das sind so die Holzeigenschaften dieser Akazie.
[40:34] Und dann haben wir die beiden Kerubim aus Gold, die aus einem Stück mit dem Sühnedeckel gemacht worden sind und die den Sühnedeckel beschirmen und die aufeinander zueinander schauen und dabei dann ihre Angesichter auf den Sühnedeckel sehen.
[40:51] Also da sieht man, wie sehr diese Kerubim eigentlich mit dem Sühnedeckel zusammengedacht waren. Das werden wir dann, wenn wir das dann in drei Wochen uns anschauen, noch mal genau bedenken, was das bedeutet, dass die Kerubim so direkt mit dem Sühnedeckel verbunden waren und also die Kerubim gibt es eigentlich nicht ohne den Sühnedeckel und das ist eine
[41:15] interessante Idee, weil wir natürlich schon wissen, dass auch 2. Mose hier etwas uns erklärt, was schon im Himmel gewesen ist.
[41:26] Nämlich zunächst einmal haben wir natürlich die Kerubim, wir kennen sie schon aus dem Garten Eden, wo sie vor dem Garten Eden dann lagerten, um den Weg zum Baum des Lebens zu bewachen.
[41:37] Aber wir wissen natürlich aus Hesekiel 28, dass der Luzifer ein gesalbter, schützender Kerub gewesen ist.
[41:42] Und es lohnt sich vielleicht jetzt schon mal drüber nachzudenken, was es bedeutet, dass dieser Kerub im Himmel auf den Sühnedeckel geschaut hat.
[41:51] Es gab ja keine Sünde, aber was war der Sühnedeckel? Was bedeutet das, dass schon im Himmel die Kerubim, die dort standen am Thron Gottes, so untrennbar eigentlich verbunden waren mit dem Sühnedeckel?
[42:06] Wir wissen aus der Bibel: Der Sühnedeckel und alles, was damit zusammenhängt, hängt mit Jesus zusammen und mit der Erlösung, mit der Liebe, die sich in der Erlösung zeigt.
[42:19] Es gibt uns eine Idee schon einmal, wie sehr eigentlich Luzifers Position darauf abgestimmt war, die Liebe Gottes zu repräsentieren.
[42:30] Aber dazu, wie gesagt, dann mehr. Wir werden uns noch mal dieser Sache dann ausführlich in der letzten Folge widmen.
[42:36] An dieser Stelle wollte ich noch ganz kurz darauf hinweisen, dass es das Wort oder dass das Wort Kerubim auch außerhalb der Bibel gibt.
[42:42] Es gibt es im Akkadischen, dieses Wort Karibu. Hat nichts mit den Tieren zu tun, sondern kommt von dem akkadischen Verb.
[42:53] Das muss Karabu heißen, mein Fehler hier an dieser Stelle. Das heißt: segnen, beten oder weihen. Ein Karibu ist also ein Segnender.
[43:05] Und es gibt so einzelne Vorkommen auch im akkadischen Textkorpus, wo also Wesen dann als Karibu genannt werden. Wo man also deutlich den Eindruck hat, dass sozusagen da so eine entfernte Idee von Engeln da ist, die allerdings natürlich jetzt durch die ganze falsche Religion verwirrt ist und ja dann komische Ausmaße annimmt.
[43:26] Weil die Grundidee da irgendwo ganz tief im Hinterkopf noch da gewesen.
[43:31] Und das Interessante ist dieses Karabu, also diese drei Buchstaben KRB, aus denen halt Kerubim oder Karibu kommt, die ist dann später im Westsemitischen quasi umgedreht worden in BRK und das heißt dann auch segnen oder beten.
[43:46] Also wir denken an Barack Obama zum Beispiel: „Gesegneter.“
[43:52] Das ist dieser Name, der dann im, also im Ägyptischen, im Israelitischen, also Hebräischen und im Aramäischen dann ausgedrückt wird.
[44:03] Wir schauen weiter in 2. Mose 25 und finden dort einen Tisch, ebenfalls aus Akazienholz, ebenfalls mit reinem Gold überzogen und dort liegen die Schaubrote.
[44:12] Ich habe mich immer gefragt: „Was heißt Schaubrote?“ Die sind ja nicht zur Schau ausgestellt, weil niemand sieht sie ja dort, sondern es sind eigentlich wörtlich „Brote des Angesichts“. Und was diese bedeuten, dazu dann auch in drei Wochen mehr.
[44:25] Dann haben wir den Leuchter aus reinem Gold, nicht aus Akazienholz, sondern aus reinem Gold und zwar alles aus einem Stück.
[44:33] Zwar alles aus einem Stück wird genau beschrieben. Diese sieben Arme, die oder die die sieben Leuchten letztlich, da gibt's diese Mandelblüten, die da zu sehen sind, alles aus getriebener Arbeit gemacht. Und dann sollen die sieben Lampen so sein, dass sie aufsteigend angeordnet sind, damit das, was vor ihm liegt, erleuchtet wird. Also, der Leuchter hat natürlich die Aufgabe zu leuchten. Und hier sehen wir auch, wie das dann mehrmals zu lesen ist, dass Mose ganz genau auf die Details achten soll. Es soll genauso gemacht werden, wie es auf dem Berg gesehen hat.
[45:04] Dann werden ausführlich die Zeltbahnen beschrieben, das lesen wir nicht alles. Es wird genau beschrieben, wie eigentlich zehn Zeltbahnen gemacht. Die werden dann zu zwei großen Komplexen miteinander verbunden, und dann werden die beiden durch ein ausgeklügeltes System von Klammern und Schleifen miteinander verbunden. Da wird auch diese Idee von Einheit symbolisiert.
[45:30] Und dann gibt es über diesen Zeltbahnen noch ein Zeltdach mit rötlichen Widderfellen und eine Decke, so sagt es die Schlachter 2000, mit Seekuhfellen. Jetzt, wenn man sich fragt, okay, was, also wo kommen die Seekühe her? Dann ist es so, dass man nicht genau weiß, was dieses Wort eigentlich heißt. Das ist das hebräische Taasch. Und man kann es nicht genau bestimmen. Im Arabischen gibt es das Wort Tchasch für den großen Tümmler, also den Delfin, den es auch im Roten Meer gibt. Also, das ist durchaus möglich, dass es auch Delfinhaut sozusagen gewesen ist. Es gibt aber auch in anderen Sprachen, arabischen, hurritischen, Parallelen, die manchmal deutlicher, manchmal weniger deutlich sind, wo das dann eher so um Pferdedecken geht, um Sattel, Rohleder, Gürtel, also etwas auf jeden Fall sehr Wasserabweisendes. In der Form müssen wir uns das auf jeden Fall vorstellen, auch wenn wir nicht genau sagen können, woraus sie das gemacht haben.
[46:26] Dann haben wir die Bretter der Wohnung, ebenfalls aus Akazienholz, und diese Bretter sind mit Gold überzogen. Es ist eine ähnliche Bauweise sozusagen bei all den Gegenständen, die wir hier finden. Und dann haben wir den Vorhang aus blauem und rotem Purpur und Karmesin aus gezwirntem Leinen, und dann die Cherubim, die dort auch hineingewirkt sind. Also, es war auch eine große künstlerische Arbeit. Dann die Säulen aus Akazienholz mit Gold und mit goldenen Haken und silbernen Füßen. Und dann auch die Anweisung, wo die Bundeslade stehen soll, nämlich hinter dem Vorhang. Gemeint ist hier der Vorhang zum Allerheiligsten, ja, der das Heilige und Allerheiligste scheidet. Und dann einen zweiten Vorhang, der dann den Eingang zum Heiligen bildet, auch aus denselben Materialien. Allerdings sind hier die ebenfalls aus Akazienholz mit Gold überzogenen Säulen nicht auf silbernen, sondern auf ehernen Füßen. Ganz interessant. Sind so kleine Details, die aber schon auch eine gewisse Abstufung zeigen, die man durchaus bedenken sollte beim Studium.
[47:26] Jetzt, wenn man sich fragt, was sind das für Stoffe, blauer Purpur, Karmesin und so weiter, können wir zumindestens mal für den blauen Purpur sagen, dass er aus dem Sekret verschiedener Stachelschneckenarten gewonnen wird und auch wurde. Das ist im Kontext der Antike, vor allem sind das zwei Arten aus dem Mittelmeer: die sogenannte Herkuleskeule. Ich weiß, kann mir nicht vorstellen, weiß nicht, warum man Schnecken, die am Meeresboden leben, Herkuleskeule nennt. Wird sich jemand was dabei gedacht haben. Und dann die stumpfe Stachelschnecke. Es gibt allerdings auch immer wieder die nordische Purpurschnecke aus dem Nordatlantik. Die Phönizier haben damit gehandelt, und die Phönizier sind ja eigentlich nur Kanaaniter gewesen, ein Teil der Kanaaniter. Aber weil diese Kanaaniter in Tyrus und Sidon so berühmt waren für diesen Purpurhandel, die haben ja quasi die Schnecken aus dem Meer geholt, dann hat man sie dann im Griechischen, *Phönix* ist dann sozusagen das Wort dafür, *Phönizia* genannt nach diesen Purpurschnecken.
[48:26] Beim Karmesin handelt es sich auch um ein Färbemittel. Es wird gewonnen aus dem Chitinpanzer von weiblichen Schildläusen, die auf der sogenannten Kermeseiche als Schmarotzer leben. Man spricht heute von dem unechten Karmesin, weil man im 16. Jahrhundert dann in Mittel- und Südamerika noch intensiveren Farbstoff entdeckt hat, der als der echte Karmesin heute gilt. Aber schon die Ägypter haben dieses Karmesin verwendet zum Färben von Stoffen. War ein bisschen billiger zu haben als das doch sehr teure Purpur. Und ja, das sind also die Dinge, das werden die Ägypter – Verzeihung, Israeliten – sicherlich aus Ägypten auch mitgebracht haben, weil da ist das alles schon bekannt gewesen. Das wissen wir auch aus den Texten, dass man das alles in Ägypten schon hatte.
[49:17] Und dann haben wir in Kapitel 27, Vers 1, den Altar aus Akazienholz mit seinen Hörnern, die aus einem Stück mit ihm sind und der mit Erz überzogen wird, also nicht mit Gold, sondern mit Erz, das ist mit Bronze. Und das ist jetzt dann der Brandopferaltar. Er ist sogar innen hohl, was beim Tragen dieses großen Altars sicherlich auch von Vorteil gewesen ist, also auch eine sehr, sehr praktisch gedachte. Ja, also nicht nur eine große Schönheit und Wucht, sondern auch sehr praktisch in der Art und Weise, wie es dann auch transportabel gewesen ist.
[49:56] Und dann wird in den nächsten Versen der Vorhof besprochen. Die ganzen Maße werden angegeben, und auch für den Vorhof gibt es noch einen Vorhang als Eingang. Und da wird auch über die ganzen Pflöcke gesprochen und die ganzen Geräte der Wohnung, die da aus Bronze sind. Da gibt es also Dinge, die sind vergoldet. Es gibt Dinge, die sind Silber. Es gibt Dinge, die sind aus Bronze, und dann gibt es Dinge, die sind aus reinem Gold. Ja, da gibt es so eine interessante Dynamik. Ja, und je weiter außen, desto weniger Gold sozusagen. Ganz außen ist Bronze, dann Silber, vergoldet, und dann findet man den Leuchter und den Sühnedeckel. Die sind aus reinem Gold.
[50:40] Und dann lesen wir weiter, Vers 20: „Und du sollst den Kindern Israels gebieten, dass sie dir reines Öl aus zerstoßenen Oliven für den Leuchter bringen, damit beständig Licht unterhalten werden kann.“ Olivenöl für den Leuchter, der sollte ständig brennen. Und du sollst deinen Bruder Aaron und seine Söhne mit ihm zu dir herantreten lassen aus der Mitte der Kinder Israels, damit er mir als Priester diene: Aaron und Nadab, Abihu, Eleasar und Itamar, die Söhne Aarons.
[51:05] Wir hatten ja im Zusammenhang mit 2. Mose 19 gesehen, dass es ja schon dort Priester im Volk gab. Es sieht zumindest für mich so aus, dass Gott hier auch eine Reform der Gottesdienstordnung und auch des Priesterwesens initiiert und jetzt quasi nur noch aus dieser Familie Aaron, Nadab, Abihu, Eleasar und Itamar die Priester bestellt werden. Und sie bekommen heilige Kleider zur Ehre und zur Zierde.
[51:35] Und dann heißt es: „Du sollst mit allen reden, die ein weises Herz haben, die ich mit dem Geist der Weisheit erfüllt habe.“ Da kommen wir gleich noch zu, dass sie dem Aaron Kleider anfertigen, um ihn zu heiligen, damit er mir als Priester diene. Da sollen also ganz spezielle Leute diese Kleider anfertigen, weil die so wichtig sind, weil durch die Kleider wird der Aaron geheiligt, um als Priester zu dienen.
[51:54] Nun, alle Israeliten sollten ein Königreich von Priestern sein, und sie werden sich bei dem Hören und Sehen dieser Dinge später gefragt haben, okay, wenn wir als Priester dienen, müssen wir dann auch geheiligt werden und welches Kleid sollen wir anziehen und wer macht dieses Kleid? Ich glaube, das sind Ideen, wenn man die weiterdenkt, dann sieht man, wie der Heiligtumsdienst wirklich das Evangelium vermittelt hat.
[52:17] Und das sind die Dinge, die sie tragen sollten: ein Brustschild und ein Efod. Efod ist so ein Schulterkleid sozusagen. Das ist Prachtkleid des Priesters, ein Oberkleid und einen Leibrock aus gemustertem Stoff, einen Kopfbund und einen Gürtel. Und dazu sollen sie Gold nehmen und wieder blauen und roten Purpur und Karmesin und Leinen. Also zum Teil sind wirklich sehr wertvolle Dinge, die eigentlich sozusagen auch nur Menschen mit ganz viel hoher Position und Vermögen sich leisten konnten in dieser Form.
[52:53] Das Efod sollen sie aus Gold herstellen, aus Garnen von blauem und rotem Purpur und Karmesin und gezwirntem Leinen, kunstvolle Arbeit. Und dann wird über diese zwei Onyxsteine gesprochen, auf denen die Namen der Söhne Israels eingraviert werden, und die sollen auf den Schultern sein. Sechs ihrer Namen auf den einen Stein und die übrigen sechs auf dem anderen Stein, und zwar als Steinschneiderarbeit wie Siegelgravierung. Die Namen werden eingesiegelt, sozusagen eingraviert wie Siegel, und der Priester soll sie auf der Schulter tragen und sozusagen symbolisch das Volk, quasi die Last des Volkes, tragen. Ein Bild natürlich für unseren Hohen Priester, der die Last des ganzen Volkes Gottes auf seinen Schultern trägt zum Gedenken vor dem Herrn.
[53:38] Übrigens, wenn es hier von einem Onyxstein spricht, wissen wir nicht genau, was das ist, ob es ein Karneol, ein Onyx oder ein Smaragd ist oder so etwas Ähnliches. Auf jeden Fall ist er wohl rötlich gewesen. Das Hebräische spricht von einem Schoham-Stein, und wir wissen nicht genau immer, wie die – da darf man sich von den deutschen Übersetzungen nicht irritieren lassen. Das ist oft dann manchmal mehr geraten oder mehr vermutet als gewusst, welcher Stein jetzt welchem heutigen Edelstein entspricht. Das ist dann nicht immer genauso zu rekonstruieren.
[54:12] Das Brustschild des Rechtsspruchs, das kam ja dann auf das Efod in der gleichen Arbeit wie das Efod. Und übrigens, eine kleine Bemerkung noch: Die priesterliche Kleidung hat genau dieselben Stoffe wie die Wohnung selbst, wie das Heiligtum selbst. Was auch wieder so ein interessanter Gedanke ist, dass nicht nur das Zelt eine Wohnung Gottes ist, sondern auch der Priester selbst, sozusagen der heilige Priester, der heilige Mensch. Ja, wir denken dann, alle sollten ja ein Königreich von Priestern sein in einem geistlichen Sinne. Auch sie werden zur Wohnung Gottes.
[54:52] Und auf diesem Brustschild, das dann auch noch besonders festgebunden wird durch so eine blaue Schnur, sollen dann ebenfalls die zwölf Namen Israels sein, der Stämme, und zwar auf zwölf Steinen, ebenfalls eingraviert in Siegelgravur hier auf der Brust. Und die einzelnen Edelsteine werden hier genannt. Und dann sehen wir hier, dass dieses Brustschild nicht einfach nur so lose dran hängt, sondern es wird dann von hinten auch mit einem blauen Purpur festgeknüpft. Das heißt hier, dass es sich nicht von dem Efod löst. Ja, also das, was hier an der Brust getragen wird, soll nicht ablösen. Das bleibt ganz fest am Herzen des Priesters sozusagen. Auch ein interessantes Bild, ja, dass Gott, dass diese Verbindung zu seinem Volk für Jesus nie irgendwie locker wird, sondern die bleibt fest.
[55:39] Und dann finden wir hier die Urim und die Tummim, die auch noch dazugehörten in dem Brustschild, wo dann Gott Rechtsentscheide geben konnte, je nachdem, wenn man ihn befragt hat zu bestimmten Dingen.
[55:53] Und dann das Obergewand aus ganz blauem Purpur, und dann Schellen und Granatäpfel am Saum, sodass dann, wenn der Priester sich bewegt, man es hören kann. Ja, der Klang soll gehört werden, wenn er in das Heiligtum hineingeht, wenn er hinausgeht, damit er nicht stirbt. Und dann an der Stirn dieses Stirnblatt, wo eingraviert ist in Siegelgravur: „Heilig dem Herrn“. Ein ganz tiefer Gedanke. Da werden wir dann in drei Wochen noch mehr dazu zu sagen haben, aber da sehen wir, wie sehr dieses Prinzip der Heiligkeit mit unserem Denken zu tun hat.
[56:34] Und dann haben wir den Leibrock, den Kopfbund, den Gürtel, Bundwebarbeit, alles zur Ehre und Zierde. Und sie sollten dann gesalbt werden und ihre Hände gefüllt werden. Das heißt, sie sollten eingesetzt werden in den priesterlichen Dienst. Und das geschieht in 2. Mose 29. Dort werden sie geheiligt, sie werden zur Stiftshütte gebracht zum Eingang. Sie werden gewaschen mit Wasser. Aaron wird bekleidet mit all den Dingen, die wir gerade gelesen und zur Kenntnis genommen haben und die wir uns dann noch genau anschauen werden in drei Wochen. Und er wird mit Salböl gesalbt und dann gegürtet mit Gürteln, und dann kommt die Kopfbedeckung. Und ihm werden die Hände gefüllt, und das hat zu tun mit Opfern.
[57:10] Es wird erst ein Jungstier geopfert. Es soll ein Jungstier geopfert werden. Das Blut soll auf die Hörner des Altars gebracht werden. Es ist ein Sündopfer, um sozusagen erst einmal Aaron symbolisch, kultisch sozusagen, rein vor Gott zu machen. Danach gibt es einen Widder als Brandopfer, als Ganzopfer, das sozusagen die ganze Hingabe bedeutet. Und dann ein zweiter Widder, das ist der Widder der Einsetzung, dessen Blut kommt jetzt an das rechte Ohrläppchen, auf den rechten Daumen und auf den rechten großen Zeh. Und das ist auch eine interessante Symbolik. Es gibt also verschiedene Opfer, die verschiedene Dinge erfüllen bei dieser Einsetzung.
[57:55] Ihm wird dann auch noch ein Leib Brot und Ölbrotkuchen und ein Fladen aus dem Korb der ungesäuerten Brote gegeben. Das wird dann gewoben, und da gibt es einen Anteil, den er von diesem Widder der Einsetzung essen darf. Und nachdem Aaron eingesetzt wird, werden auch seine Söhne mit diesen heiligen Kleidern jeweils eingesetzt. Auch ihre Hände werden gefüllt, sie werden gesalbt. Und von diesem Widder der Einsetzung darf niemand anders essen als nur sie. Sieben Tage lang soll das gehen. So sagt es, also ist ja alles noch sozusagen der Plan. So soll es alles geschehen. Dürfen nicht vergessen, was das – das werden wir dann ja nächste Woche sehen – was wären diese 40 Tage dann passiert. Aaron wird, es wird gerade Gott erklärt, was er, wie er Aaron einsetzen möchte in den priesterlichen Dienst. Ganz, ganz, ganz bewegend eigentlich. Sieben Tage soll diese Einsetzung gehen.
[58:56] Und der Altar soll entsündigt werden. Der Altar soll hochheilig sein. Alles, was mit dem Altar in Berührung kommt, das wird heilig werden. Und dann wird gesagt, was dann im Heiligtumsdienst geschehen soll: jeden Morgen und jeden Abend soll jeweils ein einjähriges Lamm geopfert werden, täglich, beständig. Gott sagt: „Ich will in der Mitte der Kinder Israels wohnen.“ Tag und Nacht sollten die Israeliten daran erinnert werden, dass allein durch das Blut des Lammes sie frei geworden sind und frei bleiben. Ja, dieses Lamm ist nicht einmal – also dieses Lamm ist nicht nur einmal wichtig, sondern es ist jeden Abend und jeden Morgen wichtig, so wie wir uns nicht einmal für Jesus entscheiden, sondern jeden Morgen, jeden Abend immer neu diese Entscheidung fällen, an Jesus zu glauben und sein Opfertod für uns.
[59:42] Und sie sollen erkennen, dass ich der Herr bin, der sie aus dem Land Ägypten geführt hat, dass ich der Herr, ihr Gott, bin, Verzeihung. Und das spricht natürlich für diese Idee, die ich letztes Mal im Zusammenhang mit 2. Mose 20 erklärt habe, dass es auch in der Einführung, in der Präambel zu den zehn Geboten heißen kann: „Ich bin der Herr, dein Gott.“ Ja, weil wir genau hier auch diese Formulierung haben. Und sie sollen erkennen, dass ich der Herr, ihr Gott, bin, der ich sie aus dem Land Ägypten geführt hat, damit ich in ihrer Mitte wohne. Ich, der Herr, ihr Gott. Gott wünscht sich, dass wir erkennen, dass er unser Gott ist, dass er uns erlöst hat, dass er in unserer Mitte wohnen kann.
[1:00:35] Und dann haben wir noch in 2. Mose 30 den Altar, den Räucheraltar, ebenfalls aus Akazienholz. Und auch hier soll morgens und abends jeweils geräuchert werden. Und es darf kein anderes Räucherwerk dort gebracht werden als das, was Gott vorsieht. Und es darf auch nichts anderes dort geopfert werden als nur Räucherwerk. Einmal im Jahr soll Aaron dann allerdings das Blut des Sündopfers dorthinbringen, um ihn zu entsündigen. Das natürlich dann am großen Versöhnungstag.
[1:01:02] Und dann gibt es die Anordnung, dass, wenn die Kinder Israels gezählt werden, jeder einen halben Schekel, das heißt ungefähr sechs Gramm, und zwar unabhängig, ob er reich oder arm ist, damit nicht eine Plage über sie kommt, wenn sie gezählt werden. Gott wollte, dass jeder weiß, er ist nur deswegen am Leben, weil für ihn ein Erlösungspreis, ein Freikaufopfer sozusagen, bezahlt worden, ein Preis bezahlt worden, ein Lösegeld. Unabhängig davon, ob wir dann die Erlösung annehmen oder nicht. Wir alle sind am Leben, weil jemand für uns gestorben ist. Und wenn wir das in Anspruch nehmen, werden wir ewiges Leben haben. Und diese Idee des Lösegeldes, dass jemand für uns etwas bezahlt hat, das sollten die Israeliten wirklich gut verstehen. Und sie waren alle gleich viel wert, egal ob sie reich – es hatte nichts mit ihrem Reichtum zu tun, mit ihrem Rang, sondern weil sie Menschen waren, sollten sie alle sechs Gramm abwiegen.
[1:02:09] Und dann sollte als letzter Gegenstand hier noch ein ehernes, ein bronzenes Becken gemacht werden auf einem Gestell zum Waschen. Die Priester sollten Hände und Füße darin waschen, weil ansonsten würden sie sterben, wenn sie mit ungewaschenen Händen oder Füßen in das Heiligtum gehen würden. Auch eine interessante Tatsache.
[1:02:28] Und dann wird noch genau beschrieben, wie das heilige Salböl, mit dem dann zum Beispiel Aaron gesalbt werden soll, aber auch das Heiligtum, eine Mischung von Gewürzsalbe, wie das dann bereitet werden soll in der Kunst des Salbenbereiters. Und was damit alles gesalbt werden soll, und alles, was damit in Berührung kommt, wird dann heilig sein. Also die hochheiligen Geräte. Und dann wird deutlich, dass dieses Öl auch auf niemanden sonst gegossen werden soll. Es soll auch nicht imitiert werden. Es soll also keine Nachahmung geben. Es soll heilig sein.
[1:03:00] Und dann wird auch das Räucherwerk beschrieben, das auf dem Räucheraltar dargebracht werden soll. Ebenfalls nach der Kunst des Salbenbereiters gemischt, gesalzen, rein und heilig. Und dann soll es ganz fein etwas davon vor die zehn Gebote gelegt werden in die Stiftshütte. Das soll euch hochheilig sein.
[1:03:18] Jetzt kommt eine noch interessante Stelle, die wir am Ende auf jeden Fall nicht verpassen wollen. Es heißt jetzt in 2. Mose 31, Mose ist immer noch auf dem Berg, und es heißt hier: „Und der Herr redete mit Mose und sprach: ‚Siehe, ich habe Bezaleel mit Namen berufen, den Sohn Uris, des Sohnes Hur vom Stamm Juda. Und ich habe ihn mit dem Geist Gottes erfüllt, mit Weisheit und Verstand und Erkenntnis und mit Geschicklichkeit für jede Arbeit.‘ Und er hat noch einen Assistenten für ihn vorgesehen: Oholiab, den Sohn Ahisamachs vom Stamm Dan. ‚Ich habe allen, die ein weises Herz haben, die Weisheit ins Herz gegeben, dass sie alles, was ich dir geboten habe, ausführen sollen.‘ Wir haben also Bezaleel als den Hauptwerkmeister, seinen Assistenten Oholiab, und dann noch eine ganze Reihe von Leuten, die nicht mit Namen genannt werden. Sie alle bekommen Gottes Weisheit. Sie bekommen Gottes Geist für handwerkliche Arbeit. Und das zeigt uns, dass Gottes Geist nicht nur mit theologischen Erkenntnissen in...“
[1:04:12] mit theologischen Erkenntnissen in Verbindung steht oder mit intellektuellen, genialen Erkenntnissen oder so, sondern Gottes Geist befähigt für praktische Arbeit.
[1:04:22] Wir brauchen Gottes Geist nicht nur, wenn wir die Bibel lesen. Wir brauchen Gottes Geist nicht nur, wenn wir eine Hausarbeit im Studium schreiben oder eine Hausaufgabe. Wir brauchen Gottes Geist, wenn wir praktische Dinge im Alltag tun. Egal, was dein Beruf ist, egal, ob du mehr mit dem Kopf oder mit den Händen arbeitest, Gottes Geist schenkt dir Weisheit und Verstand und Erkenntnis und Geschicklichkeit, damit du deine Aufgabe erfüllen kannst.
[1:04:45] Nun, wer ist dieser Bezalel? Ähm, ganz interessante Sache. Wenn wir nämlich in 1. Chronik 2, Vers 19 und 20 lesen, da finden wir diesen Bezalel, den Sohn des Uri, den des Sohnes des Hu, und stellen fest, dass Kaleb, der ja zur gleichen Zeit lebt und der auch noch 40 Jahre später leben wird, sein Urgroßvater ist. Tja, ihr habt richtig gehört. Sein Urgroßvater, denn Kaleb hat einen Sohn mit seiner mit der Frau Ephrath, die er genommen hat, nachdem Azubah, seine erste Frau, gestorben war. Und das ist ein Hu, das ist, ich vermute, nicht derselbe Hu, wie wir ihn mit Aaron zusammen haben, aber das ist in der jüdischen Tradition doch derselbe.
[1:05:31] Das hängt davon ab, ob man jetzt glaubt, dass Hu, der andere Hu oder der Hu, den wir vorhin hatten, der Ehemann von Miriam ist oder nicht, weil das ist natürlich hier nicht der Fall. Aber wie dem auch sei, Kaleb hat einen Sohn namens Hu. Dessen Sohn namens Uri. Das heißt, das ist der Enkel von Kaleb und Bezalel ist jetzt der Urenkel von Kaleb.
[1:05:52] Jetzt wir wissen nicht, wie alt Kaleb ist zu dem Zeitpunkt, aber wir müssen uns davon verabschieden, dass Kaleb ein junger Mann war, als er als Kundschafter hinausging. Wir wissen nur, dass er noch 40 Jahre später lebte, aber Mose war ja auch 120 Jahre alt am Ende der Wüstenwanderung. Wenn wir jetzt mal so ganz grob einfach überschätzen, um mal so ein Gefühl zu bekommen, der Kaleb ist vielleicht mit 120 gestorben oder so, dann könnte es also vielleicht sein, dass der Kaleb hier so um die 80 oder 75 ist, dann ist vielleicht der Hu so 60, 55. Sagen wir, der Uri ist dann so 40, 35. Bezalel ist dann vielleicht höchstens 20.
[1:06:37] Also, wir können die Zahl natürlich jetzt nicht genau festlegen, das ist nur ein bisschen Spielerei, aber natürlich müssen da gewisse Altersspannen dazwischen sein. Fakt ist, der Bezalel muss sehr jung gewesen sein. Das war jetzt kein großer erhabener Meister, der auf Jahrzehnte von Erfahrung zurückblicken konnte. Es muss offensichtlich fast eher ein Jugendlicher gewesen sein.
[1:07:00] Und das bedeutet, dass Gott für den Chefbaumeister seines eigenen seiner eigenen Wohnung einen Jugendlichen, einen jungen Mann auserwählt hat. Es gab ja 600.000 Männer, die zur Verfügung standen, einen ausgewählt, keinen Alten, einen Jungen.
[1:07:32] Ich glaube, es ist eine gute Ermutigung für junge Menschen. Das kommt tatsächlich aus einem der scheinbar langweiligsten Kapitel der Bibel. 1. Chronik 2, ein Geschlechtsregister. Wenn man es genau liest, stellt man fest, hier ist eine tolle Wahrheit verborgen. Ein richtig junger Mann, der die Verantwortung bekommt, jetzt den gesamten Bau des Heiligtums zu koordinieren für das gesamte Volk Gottes von 2 Millionen Menschen.
[1:07:56] Was für eine Geschichte.
[1:07:59] Wir enden in 2. Mose 31, Vers 12 bis 17. Mose hat all das gehört, verstanden, sich angeschaut. Der hat die Stiftshütte jetzt geistig vor Augen. Er weiß genau, wie das aussehen soll. Er weiß, was gebraucht wird. Er weiß, wer es auch machen soll. Und bevor er vom Berg geht, sagt Gott jetzt noch eine Sache, so als ob er das noch einmal bekräftigen möchte: "Haltet nur ja meine Sabbate, denn das ist ein Zeichen zwischen mir und euch für alle eure künftigen Geschlechter, damit ihr erkennt, dass ich der Herr bin, der euch heiligt."
[1:08:31] Hier geht's jetzt nicht mehr nur um die Heiligung von Aaron, hier geht's um die Heiligung des ganzen Volkes. Der Sabbat ist das Zeichen dafür. Jeder, der am Sabbattag eine Arbeit verrichtet, der soll unbedingt sterben. So wichtig ist der Sabbat und noch einmal wird er begründet mit der Schöpfung, denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht, aber am siebten Tag ruhte er und erquickte sich.
[1:08:51] Bevor, und jetzt Achtung, gut zu hören, bevor Mose vom Berg hinabgeht mit den Zehn Geboten, erinnert ihn Gott am Ende dieser riesigen 40 Tage über den Erlösungsplan.
[1:09:11] Als letztes erinnert ihn an den Sabbat als Zeichen der Heiligung, der wahren Anbetung.
[1:09:22] Ich glaube, ihr wisst schon, was die nächsten Verse bringen, was im Gegensatz dazu direkt danach kommt.
[1:09:30] Unfassbar traurige Geschichte. Aber dazu kommen wir nächste Woche. In Vers 18 ist die Welt scheinbar noch in Ordnung. Und als er mit Mose auf dem Berg Sinai zu Ende geredet hatte, gab er ihm die beiden Tafeln des Zeugnisses. Tafeln aus Stein, beschrieben mit dem Finger Gottes.
[1:09:53] Nicht Mose, kein Engel, sondern Gott selbst schreibt seine Zehn Gebote, sein Gesetz auf die Tafeln und gibt sie Mose mit. Und wir sehen, wie Mose nach 40 Tagen des Studiums, der Herrlichkeit Gottes, des Erlösungsplanes, wie Gott zelten möchte unter uns, bis in alle Details er jetzt auf dem Weg hinunter noch einmal den Sabbat als das entscheidende Zeichen der Heiligung mitbekommt und jetzt die Zehn Gebote mit sich nimmt, beschrieben mit dem Finger Gottes. Sie haben gesehen, der Finger Gottes, das haben die Zauberer gesagt, als sie merken, sie kommen nicht mehr weiter mit ihren okkulten Künsten. Der Finger Gottes steht für das, was Gott kann, was niemand anderes kann. Die Kraft, die weiter stärker ist als alles Übernatürliche, das von Satan kommt. Der Finger Gottes treibt diese Dämonen aus. Der Finger Gottes, der Geist Gottes besiegt das Böse.
[1:10:51] Mit dem Finger Gottes sind die Zehn Gebote geschrieben. Die Macht, wo die ägyptischen Zauberer sagten, hier können wir nichts machen. Alle Verführung des Satans ist hier sozusagen an ein Ende gekommen. Diese Macht schreibt die Zehn Gebote und zwar nicht nur auf Stein. Diese Macht, der Heilige Geist, schreibt diese Zehn Gebote in dein und mein Herz, wenn du es dir wünschst. Ist das heute dein Wunsch?
[1:11:37] Lasst uns mit einem Gebet enden.
[1:11:40] Lieber Vater im Himmel, wir haben gesehen, was du für einen wunderbaren Plan hast. Du möchtest mitten unter uns wohnen. Du, der so groß, so heilig, so überwältigend bist, möchtest in unserem Herzen wohnen. Und Herr, wir haben heute verstanden, das ist keine Nebensächlichkeit. Dass wir sehr genau aufpassen müssen, was du sagst, sehr genau zuhören, damit wir dir wirklich eine Wohnung bereiten können.
[1:12:16] So wie die Israeliten genau dem folgen sollten, was Mose gesehen hat auf dem Berg, so wollen auch wir genau dem folgen, was du uns zeigst. Wir möchten dich bitten, dass so wie das Heiligtum damals eine Wohnung für dich und dein Gesetz gewesen ist, so möchten wir dich bitten, dass unser Leben eine Wohnung für dich und dein Gesetz wird, dass durch den Heiligen Geist dein Gesetz in unser Herz geschrieben wird und du in unserem Leben im Alltag gegenwärtig sein kannst.
[1:12:53] Unser Denken, Fühlen und Handeln bestimmen kannst. Das Beste, was uns passieren kann. Hab Dank dafür im Namen Jesu. Amen.
[1:13:03] Nächste Woche werden wir sehen, wie diese Geschichte weitergeht. Und es wird wichtig sein, dass wir nicht nur nächste Woche studieren, sondern auch die Wochen danach, weil auf den Tiefpunkt folgt eine umso schönere Offenbarung der Herrlichkeit Gottes. Gott mit euch und viel Freude im Studium seines wunderbaren Wortes.