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Präsentation zur Sendung   >>>  CSH Q 3 2025 Nr. 5   <<<

In dieser fünften Folge der Spezialserie über das Buch Exodus beleuchtet Christopher Kramp die zehnte und letzte Plage in Ägypten sowie das Passah-Geschehen. Er erklärt, wie diese Ereignisse als bildgewaltiger Typus für die Erlösung durch Jesus Christus dienen und betont die Rolle des Heiligen Geistes. Der Sprecher warnt vor der Verstockung des Herzens, wie sie beim Pharao zu sehen war, und ermutigt dazu, Gottes Wirken anzunehmen, um Vergebung zu empfangen.


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Serie: CSH 2025 Q3 Spezial: Exodus

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Transkript

[0:34] Hallo und herzlich willkommen zur Christudy Hour hier auf www.joelmedia.de. Ein herzliches Willkommen auch allen Zuschauern auf dem Sender. Das Wort zur fünften Folge unserer Spezialserie über das Buch 2. Mose. Es geht um den Exodus. Es geht um den Weg hinaus aus der Knechtschaft der Sünde. Ein bildgewaltiger, beeindruckender Typus, eine Illustration für die Erlösung, die Gott jedem von uns anbietet. Nicht aus der Knechtschaft aus Ägypten, sondern aus der Knechtschaft der Sünde heraus.

[1:20] Wir können aus dieser Knechtschaft herauskommen, genau nach den Prinzipien, die wir heute in dieser fünften Folge studieren wollen, wenn wir uns 2. Mose Kapitel 11 und 12 anschauen werden: die letzte, die zehnte Plage, der Auszug aus Ägypten, das Passah. Und es wird uns Gelegenheit geben, Gottes mächtiges Wirken nicht nur in der Geschichte, sondern auch in unserem persönlichen Leben zu erkennen, anzunehmen, zu glauben und durch diesen Glauben zu leben.

[1:59] Wollen wir Gott einladen, dass er unser Studium heute segnet? Dass er uns hilft zu verstehen, wie die Prinzipien damals auch heute in unserem Leben greifen und gelten, dass wir dieselbe Erfahrung machen wie die Israeliten, dass das Blut des Lammes wirklich freimacht. Wollen wir gemeinsam beten? Lieber Vater im Himmel, danke für deine Gnade, für deine Liebe, für deine Güte, deine Geduld. Danke, dass du dein Volk erlöst. Danke, dass die Gnade stärker ist als die Sünde, dass deine Liebe stärker ist als die Knechtschaft und dass du uns den Weg hinausweist. Und Herr, heute wollen wir verstehen, nicht nur wie das damals bei den Israeliten gewesen ist, sondern auch wie du uns den Weg hinausweist und wie wir anderen erklären können, wie auch sie diesen Exodus, diesen Weg hinausfinden dürfen. Herr, wir möchten dich bitten, dass das Evangelium uns heute auf eine neue und frische Weise ganz klar wird, dass wir es gut verstehen, dass wir danach leben, dass wir es in Anspruch nehmen und dass deine Kraft und dein Wort uns stärken und erfrischen, Herr. Wir wünschen uns völlige Bekehrung, Wiederherstellung, Reinigung und Heiligung. Wir möchten dich bitten, dass du jetzt unser Lehrer bist und dass dein Wort uns ganz tief berührt und uns stärkt und wir dir vertrauen, nicht uns, sondern dir und deinem Wort. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[3:48] Im zweiten Buch Mose sind wir jetzt in Kapitel 11 und 12 angelangt. Wir wollen direkt hineingehen. In 2. Mose Kapitel 11 Vers 1 und 2 lesen wir: "Und der Herr sprach zu Mose: 'Ich will noch eine Plage über den Pharao, über Ägypten bringen.'" Sonst war es ja meistens so, dass Mose eine Plage angekündigt hat und Pharao vielleicht gesagt: "Ja, ich lass euch ziehen." Hat sich dann doch nicht ziehen lassen. Das ging immer so hin und her. Aber jetzt sagt Gott ganz deutlich, es kommen nicht noch ganz viele Plagen, sondern diese Plage, die jetzt kommt, ist die letzte. Das ist die finale Plage. Noch eine Plage, eine letzte Chance für Ägypten, für jeden, der glauben möchte. Das finale Gericht. "Ich will noch eine Plage über den Pharao und über Ägypten bringen. Danach wird er euch ziehen lassen und wenn er euch ziehen lässt, so wird er euch sogar ganz und gar fortjagen." Es wird also ein vollständiger Triumph für Israel. "So rede nun zu dem Volk, dass jeder Mann von seinem Nächsten und jede Frau von ihrer Nachbarin silberne und goldene Geräte fordern soll." Wir werden gleich noch mehr darüber hören, warum und wie das geschah.

[5:20] In Vers 3 finden wir diese kurze Bemerkung: "Und der Herr gab dem Volk Gunst bei den Ägyptern." Mittlerweile haben die vielen gewaltigen Wunder Gottes und der offensichtliche Schutz, den er seinem Volk während den letzten sechs Plagen insbesondere hat angedeihen lassen, so dass sie gar nichts mehr davon abbekommen haben, bei vielen in Ägypten die Überzeugung reifen lassen: Der Gott der Hebräer ist der wahre Gott. Und aus dem geknechteten Volk, das war jetzt immer noch technisch in Sklaverei sich befindet, ist bereits ein Volk geworden, das relativ geachtet ist. Wenn wir Gott treu sind und seinen Schutz in Anspruch nehmen, dann wird es zwar Zeiten der Verfolgung geben, Zeiten der Unterdrückung, es wird Zeiten geben, da Menschen auf uns herabschauen und uns verachten. Es wird auch Momente geben, in denen die Menschen sehen, dass wir anders sind, wo sie uns respektieren, wo sie uns achten, wo sie vielleicht auch zu uns hinaufschauen.

[6:37] Auch war Mose ein sehr großer Mann im Land Ägypten, in den Augen der Knechte des Pharao und in den Augen des Volkes. Wir haben bereits an anderer Stelle gesehen, dass viele, viele Jahrhunderte später, gegen Ende des ersten Jahrtausends vor Christus, der ägyptisch-griechische Geschichtsschreiber Manetho in seinem Werk über die ägyptische Geschichte auch die ziemlich verunstaltete und durcheinandergebrachte Geschichte des Exodus erwähnt. Und wir haben damals schon auch gesehen, dass er tatsächlich den Namen des Anführers korrekt wiedergibt. Nachdem er aber der Anführer des Auszugs geworden ist, wird sein Name in Mose geändert. Noch in hellenistischer Zeit, also nach Alexander dem Großen, weiß man in Ägypten von Mose. Man hat natürlich nach dem Exodus versucht, stillschweigend zu übergehen und dieses unfassbar demütigende Ereignis irgendwie mit Schweigen zu übergehen, weil die Ägypter diese Vorstellung hatten, alles, was aufgeschrieben ist, das kann sich dann noch mal wiederholen, ist dann so quasi real und was nicht aufgeschrieben ist, ist dann vielleicht gar nicht passiert. Aber die Erinnerung hat sich deutlich gehalten. Über die Jahrhunderte hinweg, über 1000 Jahre später, finden wir seinen Namen hier noch bei Manetho.

[8:16] In "Patriarchen und Propheten" lesen wir: "Sie beobachteten ihn mit ehrfürchtiger Scheu, den Mose. Der König wagte es nicht, ihn anzutasten, weil das Volk in ihm den einzigen sah, der die Macht besaß, die Plagen abzuwenden." Wir konzentrieren uns ja immer nur darauf, dass die Plagen kommen, aber alle neun Plagen waren dann auch wieder abgewendet worden. Das Wasser war zu Blut geworden, aber das Blut wurde auch wieder zu Wasser. Die Frösche waren gekommen, aber sie sind dann auch tot gewesen. Die Hundsfliegen kamen ins Land, aber irgendwann gab es keine Hundsfliegen mehr. Sie waren bis auf die letzte verschwunden. Die Heuschrecken hatten alles abgefressen, aber dann sind die Heuschrecken auch wieder ins Schilfmeer abgetrieben. Der Sturm kam, aber er hörte auch wieder auf. Und jedes Mal geschah das durch das Eingreifen Gottes auf Bitten Moses. Mose hatte den direkten Zugang zu Gott im Gebet und Mose konnte durch sein Gebet Gott veranlassen oder ihn darum bitten, dass diese Plagen aufhören würden. Die Menschen haben das realisiert. Sie haben realisiert, dass der Gott der Hebräer, der Gott des Buches 1. Mose, das Mose dort mitgebracht hatte, dass dieser Gott weit, weit überlegen ist all dem, was sie bisher an Göttern so sich vorgestellt hatten, und dass er nicht nur große Macht hat, sondern auch große Gnade hat.

[9:48] Sie wollten, dass man Israel erlaubte, Ägypten zu verlassen. Die Forderung dringt jetzt immer mehr. Wir haben das schon in den letzten Plagen gesehen, dass das auch bei den Höflingen, bei den Fürsten, bei den Obersten, den Eliten sich der Gedanke reifte: Wir müssen die Israeliten gehen lassen. Wir können uns das als Staat nicht mehr leisten. Wir sind irgendwann völlig ruiniert. Der König aber und interessanterweise und die Priester, also die Religiösen, widersetzen sich Moses Forderung bis zuletzt, während viele im Volk schon bereit waren, auf Gottes Forderung einzugehen. Während viele Politiker, also wirtschaftlich gesinnte Leute, pragmatisch genug waren, um zu sehen, dass es besser wäre, die Israeliten gehen zu lassen, waren es die Priester, die tief in der ägyptischen Magie und diesem Okkultismus verwoben waren, und der König, die bis zuletzt Gott die Stirn geboten haben.

[10:43] Es war Mose jetzt bei Todesstrafe verboten worden, jemals wieder vor Pharao zu erscheinen. Er hatte ja gesagt, wenn du noch einmal kommst, dann töte ich dich. Wir hatten das letzte Mal am Ende gesehen, nach dieser neunten Plage war alles auf diese letzte Krise zugespitzt worden. Aber obwohl es bei Todesstrafe verboten war, musste er dem aufsässigen Herrscher eine letzte göttliche Botschaft übermitteln. Mose, der jetzt ein und ausging in diesem Palast in den letzten Wochen und Monaten wahrscheinlich, der kommt jetzt noch einmal, obwohl er weiß, darauf steht die Todesstrafe.

[11:25] Und das vergisst man manchmal, dass Mose hier sein Leben aufs Spiel setzt, um die Botschaft Gottes dem Pharao zu geben. Bei der letzten Plage, die die Erlösung, die Befreiung brachte, hat der Bote sein Leben aufs Spiel gesetzt. Auch das ein typologischer Hinweis auf Jesus, der wie Mose aus der Knechtschaft herausführt, aber nicht aus der Knechtschaft Ägyptens, sondern aus der Knechtschaft der Sünde. Und nicht wie Mose, der sein Leben nur aufs Spiel setzte, sondern der tatsächlich bereit war, sein Leben zu geben und es gegeben hat und gestorben ist für uns. Aber dazu gleich noch mehr, denn hier in dieser letzten Plage, diesem Exodus-Geschehen, diesem Passah-Geschehen, da finden wir eine Reihe von Bildern und Typologien, die auf die Erlösung in Jesus Christus hinweisen.

[12:30] In 2. Mose 11 ab Vers 4 heißt es: "Und Mose sprach: So spricht der Herr: Um Mitternacht will ich mitten durch Ägypten gehen und alle Erstgeburt im Land Ägypten soll sterben." Halten wir fest: Gott sagt, ich will mitten durch Ägypten gehen. Gott selbst übernimmt die Verantwortung für diese letzte, zehnte Plage. Er wird durch Ägypten gehen. "Vom Erstgeborenen des Pharao, der auf seinem Thron sitzt, bis zum Erstgeborenen der Magd, die hinter der Handmühle sitzt, auch alle Erstgeburt unter dem Vieh." Vollkommen egal, in welcher sozialen Kategorie sich jemand befindet. "Und es wird ein großes Geschrei sein im ganzen Land Ägypten, wie es niemals gewesen ist noch sein wird." Diese Plage wird sogar noch den Hagel übertreffen und die Heuschrecken übertreffen. Es wird alles übertreffen, was es jemals gegeben hat. "Aber bei allen Kindern Israels soll kein Hund die Zunge regen, weder gegen Menschen noch gegen das Vieh, damit ihr erkennt, dass der Herr einen Unterschied macht zwischen Ägypten und Israel, zwischen denen, die sich ihm widersetzen und denen, die sein Volk sind. Dann werden alle diese deine Knechte herabkommen und mir zu Füßen fallen und sagen: 'Zieh aus, du und das ganze Volk hinter dir her!' Danach werde ich ausziehen."

[14:11] Mose setzt sein Leben aufs Spiel. Er weiß, eigentlich soll er sterben, wenn er noch einmal vor dem Pharao tritt, aber jetzt kündigt er diese Plage an, die alles in den Schatten stellt, was jemals gewesen ist. Und er sagt, du wirst erkennen, Gott macht einen Unterschied zwischen Israel und Ägypten und ihr werdet uns flehen, anflehen, bitten auszuziehen. Und er ging vom Pharao hinweg mit grimmigem Zorn, denn er weiß, Gott hat so viel versucht, um den Pharao zum Einlenken zu bringen, so viel versucht, um das Land zu retten. Und die Hartnäckigkeit dieses sündigen Pharaos. All das Leid, das jetzt kommt, hätte verhindert werden können. Liebe Freunde, liebe Freundin, wie viel Leid hätte verhindert werden können, wenn weniger gesündigt wird? Jede Sünde bringt Leid. Und der Prophet ist zornig, weil er weiß, es werden viele Menschen sterben, allein deswegen, weil dieser Pharao sich nicht bekehren will. Es hätte verhindert werden können.

[15:07] Unsere Hartnäckigkeit, die wir oft haben, erzeugt Leid, wenn Gottes Stimme zu uns redet und wir das nicht hören wollen.

[15:24] Gott hatte schon, das haben wir in einer anderen Folge besprochen, gesagt: "Israel ist mein erstgeborener Sohn." Und Pharao hat sich geweigert, den erstgeborenen Sohn Gottes freizugeben. Und deswegen sagt Gott: "Okay, dann werde ich deinen erstgeborenen Sohn nehmen." Die Rolle des Erstgeborenen ist, das ist im Alten Testament bekannt, sehr bedeutsam. Aber lange Zeit glaubte man, dass in Ägypten die Sache ganz anders sei. Man glaubte, und ich habe hier einen relativ neuen Artikel von der Doktorandin Steffie van Gompel, die sagt, man hat lange geglaubt, die Ägypter wären in ihrer Familienvorstellung von Familie der unserer heutigen sehr ähnlich, also anders als zum Beispiel in Israel oder in anderen Völkern des Nahen Ostens. Und sie hat dann noch mal sehr genau sich antike Texte aus Ägypten angeschaut auf die Frage der Beziehung der Geschwister untereinander und man hatte geglaubt, das funktioniert so ähnlich wie bei uns. Mann und Frau haben Kinder, die Kinder werden groß und ziehen aus. Ja. Und dann sagt sie aber, dass nach eingehender Analyse sie zu dem Punkt gekommen ist: Nein, tatsächlich war auch in Ägypten der älteste Sohn in einer besonderen, hierarchisch wichtigen Position. Er hat den Haushalt der Eltern übernommen. Es war viel mehr eine patriarchalische Struktur, als man in den vergangenen Jahrzehnten unter Ägyptologen angenommen hat. Der Erstgeborene hat eine besondere Rolle, eine besondere Verantwortung. Unter den Geschwistern war es nicht Jungs gegen Mädchen, es war der erstgeborene Sohn gegen den Rest. So vom Gefühl her. Der Älteste hatte eine ganz, ganz hohe Bedeutung für die Familie in Ägypten. Und das ist sehr interessant, dass wir das jetzt auch von der ägyptologischen Seite so bestätigt bekommen.

[17:18] 2. Mose 11, Vers 9: "Der Herr aber hatte zu Mose gesagt: 'Der Pharao wird nicht auf euch hören, damit meine Wunder zahlreich werden im Land Ägypten.'" Gott hat das alles gesehen und er hat diesen, wie wir letztes Mal gesehen haben, er hat diesen Pharao ausgewählt, weil er wusste, dieser Pharao wird aus freien Stücken sich immer dagegen entscheiden. An diesem Pharao kann er den gesamten Erlösungsplan deutlichst veranschaulichen. Vers 10: Wir lesen, "So hatten Mose und Aaron alle diese Wunder vor dem Pharao getan, aber der Herr verstockte das Herz des Pharao, sodass er die Kinder Israels nicht aus seinem Land ziehen ließ." Das ist schon wie eine letzte Zusammenfassung, weil man ja jetzt schon weiß, der Pharao wird auch die zehnte Prüfung nicht bestehen.

[18:06] Und es bringt uns die Gelegenheit, noch einmal über dieses Verstocken nachzudenken, das hier erwähnt wird. Dieses Verstocken des Herzens kann am besten erklärt werden mit dem, was Jesus selbst in Matthäus 12, Vers 31 und 32 sagt. Er sagte: "Darum sage ich euch, jede Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden." Jede Sünde, sagt er, egal wie schlimm sie ist, jede Lästerung, egal wie blasphemisch sie gemeint gewesen sein mag, wird den Menschen vergeben werden. "Aber die Lästerung des Geistes wird den Menschen nicht vergeben werden", denn der Geist Gottes überführt uns ja von jeder Sünde und von jeder Lästerung. Wenn wir aber das von uns weisen, wenn wir den Geist nicht wirken lassen, dann kann er uns die einzelnen Sünden auch nicht als Sünden präsentieren. Dann werden wir niemals um Vergebung bitten. Dann werden wir in unseren Sünden bleiben und verhärten und sterben. Und deswegen sagt Jesus: "Wer ein Wort redet gegen den Sohn des Menschen, dem wird vergeben werden." Warum? Weil der Heilige Geist den zu gegebener Zeit daran erinnern und sagen: "Du hast gegen den Sohn des Menschen gesprochen." Er wird ihn überführen von Sünde und von Gerechtigkeit. Und der Mensch wird das erkennen und wird es bereuen, weil Gott ihm Buße und Vergebung schenkt. Er wird Vergebung bekommen und diese Sünde, gegen den Sohn des Menschen geredet zu haben, das kann ihm vergeben werden, weil der Heilige Geist ihn zur Vergebung führt. Wer aber gegen den Heiligen Geist redet, der redet gegen das Mittel, das uns die Vergebung zeigt. Dem wird nicht vergeben werden, weder in dieser Weltzeit noch in der zukünftigen.

[19:57] Wir haben gesehen das letzte Mal, dass der Geist Gottes in den Evangelien als der Finger Gottes bezeichnet wird. Jesus hatte in Matthäus 12 gesagt, dass er die Dämonen durch den Geist Gottes austreibt und im parallelen Bericht in Lukas 11 Vers 20 in derselben Geschichte wird formuliert: "Wenn ich aber die Dämonen durch den Finger Gottes austreibe," der Finger Gottes, der auch die zehn Gebote auf die Steintafeln schrieb, um deutlich zu machen, dass der Geist Gottes die zehn Gebote in unser Herz schreibt.

[20:33] Es sind interessanterweise zehn Plagen gewesen, die der Finger Gottes über Ägypten brachte. Es sind zehn Gebote, die der Finger Gottes in unser Herz schreibt.

[20:50] Selbst die Zauberer des Pharao hatten zugegeben: "Das ist der Finger Gottes. Das ist Gottes Kraft. Gottes Wirken. Das ist der Heilige Geist." Auch wenn sie vielleicht nicht genau biblisch, theologisch das Wesen und Wirken des Heiligen Geistes hätten erklären können. Sie haben doch gemerkt, das ist etwas, das ist keine Zauberei, das ist keine Magie, das ist keine Illusion, keine Trickerei, kein Okkultismus. Das ist das reale Wirken des allmächtigen Gottes. Das ist der Heilige Geist.

[21:27] In den Plagen wirkte der Geist Gottes. Durch die Plagen wirkte der Geist Gottes am Herzen des Pharao, indem er jedes Mal ablehnte und ablehnte und ablehnte und nur zum Schein zugab und dann doch ablehnte und nur zur Hälfte zugeben wollte und dann doch ablehnte und Bedingungen machte und Abstriche machen wollte und am Ende doch alles ablehnte, hat er dem Wirken buchstäblich des Fingers Gottes widerstanden und damit dem Wirken des Heiligen Geistes. Lieber Freund, liebe Freundin, was immer du in deinem Leben getan hast, wo immer du dich vielleicht gerade auch befinden magst, glaube niemals, dass du so weit gegangen bist, dass es sich jetzt nicht mehr lohnt. Egal, wo du dich befindest, widerstrebe nicht dem Wirken Gottes, widerstrebe nicht der Stimme Gottes, die zu dir spricht, einer bestimmten Sache, einer bestimmten Angelegenheit, in Bezug auf bestimmte Worte, Dinge, Gedanken, Pläne, was auch immer es ist, wo der Geist Gottes an dir wirkt, widerstrebe nicht. Denn wenn du nicht widerstrebst, wenn du zuhörst und wirken lässt, wenn du es annimmst und dich zu Gott bekehrst, kann er dir alles vergeben. Wirklich alles. Es gibt absolut nichts, was er dir nicht vergeben kann. Aber wenn du nicht hinhörst, wenn du dich wehrst, dann kann selbst Gott dir nicht vergeben. Und das ist dem Pharao passiert. Wir wollen lernen, dass uns das nicht passiert, dass wenn der Finger Gottes in unser Leben kommt, wenn der Heilige Geist an meinem und deinem Herzen wirkt, dass wir einfach unser Herz öffnen und sagen: "Herr, überführe mich von Sünde, von Gerechtigkeit und von Gericht und schreibe dein Gesetz in mein Herz, weil ich verstanden habe, dass du mir alle meine Sünden vergibst und ich dein Kind sein darf und du mein Gott bist."

[23:24] Die beiden Brüder betraten da den Palast des Pharao als Gesandte des Königs der Könige und verkündigten in seinem Namen.

[23:35] Wir lesen weiter in 2. Mose 12, dort Vers 1 und 2: "Und der Herr redete zu Mose und Aaron im Land Ägypten und sprach: 'Dieser Monat soll euch der Anfang der Monate sein. Er soll für euch der erste Monat des Jahres sein.'" Was jetzt kommt, ist so einschneidend, dass es eine Kalenderreform im Volk Israel gibt. Ein Neuanfang. So ein kompletter Neuanfang, dass ab jetzt ein neuer Monat gezählt wird. Es gab in alttestamentlichen Zeiten bei den antiken Völkern verschiedene Kalendersysteme, die wir heute noch so weitestgehend rekonstruieren können. Die Ägypter hatten einen Sonnenkalender mit tatsächlich 365 Tagen, haben das also ziemlich gut beobachtet. Das Problem war, dass ein Jahr natürlich nicht 365 Tage hat, sondern 365 Tage und ungefähr ein Vierteltag. Das führt dazu, dass alle vier Jahre ungefähr der Jahresanfang um einen Tag verschoben ist. Das macht bei ein paar Jahren jetzt keinen großen, keine große Auswirkung, aber auf Jahrzehnte und Jahrhunderte bedeutet das, dass sich der Jahresbeginn dann ständig verschiebt und letztendlich

[24:48] ständig verschiebt und letztendlich durch das gesamte Jahreswandern, das im Laufe der Jahrhunderte also jeder Tag irgendwann mal Neujahr gewesen ist.
[24:54] Und irgendwann haben das die Ägypter natürlich bemerkt und festgestellt, dass das nicht so richtig funktioniert.
[25:00] Sie waren aber so konservativ, dass sie das nie geändert haben. Sie hatten zwar dazu noch extra kultische Kalender, aber das war der Hauptkalender, der ist immer so geblieben, bis erst später in römischen Zeiten dann ja sowieso durch Kaiser, also durch Caesar, durch Julius Caesar etwas ganz Neues geschaffen worden ist: der julianische Kalender.

[25:20] Die Babylonier hatten dagegen ein anderes System. Sie haben mehr auch sich auf den Mond konzentriert bei ihrer Berechnung und hatten deswegen ein Jahr von zwölf Monaten, die jeweils ungefähr 29 oder 30 Tage gingen, weswegen ihr Jahr nur ungefähr 354 oder 355 Tage hatte und man deswegen in jedem zweiten oder dritten Jahr dann so entweder den sechsten oder den zwölften Monat wiederholt hat. Das ist dann der sechste Monat 2 oder der zwölfte Monat 2, ja, der Adaru 2 zum Beispiel in Babylon.
[25:56] Und dieser Kalender begann dann aber immer im Frühjahr. Ja, man hat sozusagen dann die fehlenden Tage ausgeglichen, aber man hat dann immer letztlich im Frühjahr ungefähr den Kalender beginnen lassen können.

[26:05] Es gab daneben noch den Wirtschaftskalender, der auch so für juristische Fragen wichtig war, um so Zinsen zu berechnen. Ein Kalender, den wir heute noch im Bankenwesen verwenden, nämlich von genau 360 Tagen.
[26:17] Und den kennen wir deswegen, weil er dann auch in der Prophetie verwendet wird. Ist also kein Kalender, den jetzt die Hebräer verwendet hätten oder der so im Alltag eine Rolle spielte. Also das war ein spezieller Wirtschaftsrechtskalender für Berechnung von großen Zeiträumen. Da hat sich das halt angeboten, mit 360 Tagen zu rechnen. Deswegen haben auch dann die Propheten, also Daniel und darauf basierend auch Johannes, diesen Kalender ihren Prophezeiungen zugrunde gelegt.

[26:42] Die Babylonier begannen, wie gesagt, den Kalender eben früher. Das macht auch von der, ja, von der Natur eigentlich ganz großen, guten Sinn.
[26:54] Die Kanaaniter begannen ihren Kalender wohl im Herbst. Es gibt im Wesentlichen meistens so entweder den Herbstkalender oder den Frühjahrskalender. Mitten im Winter den Kalender zu beginnen, wie wir das heute tun, das ist also völlig abwegig eigentlich. Das kam erst durch die Römer, dann durch das Konsulwesen. Das haben wir von den Römern übernommen. Aber eigentlich macht es ja Sinn, entweder so zum Frühling oder zum Herbst nach dem Sommer ein neues Jahr beginnen zu lassen.

[27:19] Und die Hebräer haben tatsächlich in ihrer, in ihrer, in der Geschichte, in ihrer Geschichte zwei Kalender oft nebeneinander gehabt oder auch abwechselnd, manchmal dann Herbst zu Herbst oder auch Frühjahr zu Frühjahr.
[27:30] Es sieht so aus, dass der Frühjahr zu Frühjahr Kalender vor allem auch für religiöse Zwecke verwendet worden ist.
[27:37] Für die Prophetie ist dann später wichtig zu wissen, dass eben in der Zeit nach dem babylonischen Exil man dann auch wieder irgendwann den Herbst zu Herbstkalender verwendet hat. Aber das ist jetzt für unsere Zwecke hier nicht so entscheidend.

[27:51] Wichtig ist, dass sozusagen vor dem Exodus offensichtlich die Hebräer keinen Frühjahr zu Frühjahr Kalender gehabt haben, weil Gott ja sagt, das soll jetzt ab heute euer erster Monat sein.
[28:06] Ist also durchaus anzunehmen und durchaus realistisch, dass sie aufgrund der Tatsache, dass ja die Patriarchen auch in Kanaan gewesen sind, dass sie vielleicht auch erstmal diesen kananitischen Kalender gebraucht haben, der im Herbst begann, begonnen hat und dann vielleicht auch diese Ideen auch nebeneinander bestehen geblieben sind.
[28:26] Den ägyptischen Kalender hat man offensichtlich in Israel nie so wirklich verwendet. Das ist in der Bibel eigentlich nicht nachzuweisen.

[28:33] Wir haben also jetzt mit der zehnten Plage beginnt ein neuer Kalender, eine Kalenderreform. So weit, weitreichend, so tiefgreifend ist das, was Gott für sie tun will.
[28:45] Und das erinnert uns vielleicht auch daran, dass die Erlösung durch Jesus Christus auch zu einer weitreichenden Veränderung geführt hat, nämlich darin, dass man jetzt die gesamte Weltgeschichte in Jahre vor ihm und nach ihm berechnet, auch wenn natürlich die Rechnung nicht ganz genau stimmt, weil der Mönch Dionysius Exiguus im sechsten Jahrhundert sich da ein paar Jahre verrechnet hat, aber zumindestens vom Prinzip her sehen wir: Die Erlösung war so großartig, dass es die ganze Weltgeschichte auch in ihrem Kalendersystem für immer beeinflusst hat.

[29:21] Der erste Monat, das ist der Monat Abib oder Aviv, je nach Aussprache, Tradition. Das heißt "Ähren", weil dort natürlich die Ähren dann sichtbar sind.
[29:33] Später, nachdem die Israeliten im babylonischen Exil gewesen waren, nannte man diesen Monat Abib dann Nisan, weil die Babylonier diesen Monat Nisanu genannt haben. Man hat also dann die babylonischen Namen dann größtenteils übernommen.
[29:47] Dieser erste Monat, das ist so ungefähr Mitte März bis Mitte April. Das hängt dann immer auch ein bisschen von bestimmten Faktoren ab. Da gehen wir jetzt nicht in die Details, das würde zu weit führen. Aber das ist ungefähr so diese Zeit.
[29:58] Wir haben ja gesehen, wie eine der früheren Plagen da so in den Februar bis Anfang März datiert werden konnte mit dem Hagel. Und da sehen wir also, wie das zeitlich so ganz gut passt. Da sind wohl also so einige Tage, Wochen zwischen den einzelnen Plagen. Das passt zeitlich ganz gut zusammen.

[30:21] Aber das war nur der Anfang. Dieses Ereignis, was jetzt kommen sollte, sollte tiefgreifend sein. So tiefgreifend, dass ein neuer Kalender begonnen wird.
[30:30] Aber was war das Ereignis? Es heißt in 2. Mose 12, dass Gott zu Mose und zu Aaron sagt, redet zu der ganzen Gemeinde Israels und sprecht: "Am zehnten Tag dieses Monats nehme sich jeder Hausvater ein Lamm. Ein Lamm für jedes Haus."
[30:46] Es wurde nach Häusern berechnet. Wenn aber das Haus zu klein ist für ein Lamm, so nehme er es gemeinsam mit seinem Nachbarn, der am nächsten bei seinem Haus wohnt. Nach der Zahl der Seelen dabei sollt ihr die Anzahl für das Lamm berechnen, je nachdem jeder zu essen vermag.
[31:01] Man sollte das nicht in Isolation essen. Man sollte notfalls den Nachbarn einladen, wenn man nicht genügend Leute hat, mit denen man es teilen konnte. Da sollte ja nichts übrig bleiben, alle sollten von diesem Lamm essen.

[31:12] Dieses Lamm aber soll makellos sein, männlich und einjährig. Von den Schafen oder Ziegen sollt ihr es nehmen.

[31:22] Ungefähr anderthalb Jahrtausende später hat Johannes der Täufer, als er dort am Jordan stand und Jesus auf sich zukommen sah, laut ausgerufen: "Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt."
[31:36] Das ist die beste biblische Erklärung für das, was 2. Mose 12 ausdrücken möchte. Das Lamm, das die Israeliten nehmen sollten, war ein direktes Symbol für den Erlöser, der von der Knechtschaft der Sünde freimacht.
[31:54] Warum? Indem er die Sünde auf sich nimmt und so hinwegnimmt.

[32:00] In Hebräer 4, Vers 15 lesen wir über unseren Erlöser: "Denn wir haben nicht einen Hohen Priester, der kein Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten, sondern einen, der in allem versucht worden ist in ähnlicher Weise so wie wir, doch ohne Sünde."
[32:16] Jesus war körperlich ohne Gebrechen, aber vor allem war er ganz makellos, moralisch, geistlich. Er war komplett ohne Sünde.

[32:38] Wir lesen weiter in 2. Mose 12, Vers 6 und 7: "Und ihr sollt es aufbewahren bis zum 14. Tag dieses Monats."
[32:45] Am zehnten Tag sollten sie es nehmen. Man sollte nicht einfach nur ein Lamm nehmen und es gleich schlachten. Man sollte ein paar Tage mit diesem süßen, unschuldigen, makellosen Lamm verbringen. Man sollte es sozusagen ein bisschen kennenlernen. Der Tod des Lammes sollte einem schon auch etwas bedeuten.

[33:06] "Ihr sollt es aufbewahren bis zum 14. Tag dieses Monats und die ganze Versammlung der Kinder Israels soll es zur Abendzeit schächten."
[33:16] Das Hebräische sagt "zwischen den Abenden".
[33:22] Es kann sich möglicherweise auf den Nachmittag beziehen, weil man im hebräischen Denken den ersten Abend dann hat, wenn die Sonne beginnt zu fallen, vom Zenit ab, dann sich neigt, den zweiten Abend, wenn sie verschwunden ist. Und dazwischen wäre dann so am Nachmittag.
[33:44] Interessant, dass Jesus um diese Zeit dann auch gestorben ist.

[33:51] "Und sie sollen von dem Blut nehmen und damit beide Türpfosten und die Oberschwellen der Häuser bestreichen, in denen sie essen."
[34:00] Die Israeliten sollten nicht nur das Blut nehmen, sie sollten sich auch öffentlich dazu bekennen. Es reichte nicht einfach ein Lamm zu schlachten und das Blut irgendwo aufzubewahren, zu sagen: "Na, ich habe ja das Blut", sondern man sollte vor allen Menschen, die in der Nachbarschaft wohnten, zum Ausdruck bringen: "Ich glaube, dass das Gottes Wort ist, ich stelle mein Haus unter den Schutz des Blutes des Lammes."

[34:25] In der Offenbarung heißt es in Offenbarung 12, Vers 11: "Und sie haben ihn, den Satan, überwunden. Sie, die Gläubigen, haben ihn, den Satan, überwunden. Das heißt, sie haben eine Macht, sie haben über ihn gesiegt, um des Blutes des Lammes und um des Wortes ihres Zeugnisses willen."
[34:41] Weil Jesus für uns stirbt und wir das bekennen, uns dazu öffentlich bekennen, dadurch besiegen wir den Satan, nicht weil wir so stark sind, sondern weil Jesus so stark ist.

[34:55] Denn an dem Abend, als die Israeliten sich öffentlich zu dem Blut des Lammes bekannten, an dem Abend wurden sie frei. In der Nacht sind sie frei gewesen, was alle anderen Plagen nicht vollbrachten.
[35:10] Weder der Hagel, noch die Heuschrecken, noch die Finsternis mit all ihren verwüstenden Folgen.
[35:21] Es vollbrachte das Blut des Lammes an den Türpfosten.
[35:27] Das öffentliche Bekenntnis zum geschlachteten Lamm war der Sieg und die Freiheit, das Zeichen der Freiheit.

[35:35] Liebe Freunde, liebe Freundin, wenn wir uns öffentlich zu dem Blut unseres Erlösers Jesus Christus bekennen und sagen, er starb für mich, dann sind wir frei.
[35:47] Wen der Sohn frei macht, den macht er wirklich frei. Johannes 8. Sie haben ihr Leben nicht geliebt bis in den Tod, weil Jesus sein Leben nicht geliebt hat bis in den Tod.

[36:02] Ellen White kommentiert: "Es genügte nicht, das Passahlamm zu schlachten. Sein Blut musste an den Türpfosten gesprengt werden." Das war eine Notwendigkeit.
[36:11] Erlösung ist nicht nur durch das Blut. Erlösung ist dadurch, indem ich das Blut für mich, für mein Leben in Anspruch nehme und zwar öffentlich.
[36:19] "So müssen die Verdienste des Blutes Christi für den Menschen angewandt werden. Wir müssen glauben, dass er nicht nur für die Welt, sondern für uns ganz persönlich gestorben ist und die Wirksamkeit des versöhnenden Opfers für uns selbst in Anspruch nehmen."

[36:31] Lieber Freund, liebe Freundin, du kommst nicht in den Himmel, weil du glaubst, Jesus hat gelebt und er ist mal gestorben.
[36:41] Du kommst auch nicht in den Himmel, weil du denkst, ja, er ist bestimmt für alle Menschen gestorben. Du kommst in den Himmel, weil du glaubst, er ist für dich gestorben und dafür, dass deine Sünden dort am Kreuz von Golgatha hängen. Das ist Erlösung.

[36:55] Ist Jesus dein Erlöser? Hingen deine Sünden dort am Kreuz? Glaubst du das?
[37:01] Denn die Bibel sagt, dass alle unsere Sünden Gott auf ihn geworfen hat. Als er am Kreuz hing, hingen alle unsere Sünden dort.
[37:11] Die Israeliten, die später in der Wüste von den Schlangen heimgesucht worden sind, die mussten glauben, dass dort die Schlange, die dort hing, all ihre Probleme gelöst hat.

[37:28] Er nahm die Sünden auf sich. Und wenn wir das nicht nur als eine historische Tatsache, sondern eine persönliche Erfahrung glauben, dann glauben wir, dass er für mich gestorben ist. Das ist echte Erlösung.

[37:45] Wir lesen weiter: "Und sie sollen das Fleisch in derselben Nacht essen."
[37:52] Jetzt ist dann keine Verzögerung, nicht noch warten. In derselben Nacht soll es gegessen werden. Wenn es geschlachtet wird, soll es gegessen werden.
[37:57] "Am Feuer gebraten mit ungesäuertem Brot, mit bitteren Kräutern sollen sie es essen. Ihr sollt nichts davon roh essen, auch nicht mit im Wasser gekocht, sondern am Feuer gebraten, sein Haupt samt seinen Schenkeln und den inneren Teilen. Und ihr sollt nichts davon übrig lassen bis zum anderen Morgen. Wenn aber etwas davon übrig bleibt bis zum Morgen, sollte es mit Feuer verbrennen."
[38:20] Es sollte genutzt werden. Jesus starb für uns, damit es genutzt wird, damit sein Opfertod für uns tatsächlich auch Nutzen bringt.
[38:32] Wir sollen davon nichts übrig lassen.

[38:35] Jesus sagte einmal in Johannes 6: "Darum sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wenn ihr nicht das Fleisch des Menschensohnes esst und sein Blut trinkt, so habt ihr kein Leben in euch. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der hat ewiges Leben."
[38:46] Was bedeutet das? Natürlich bedeutet das nicht, dass wir Jesu buchstäbliches Fleisch essen, sondern es bedeutet, dass wir das, was Jesus für uns getan hat, persönlich in Anspruch nehmen, dass wir uns davon sozusagen geistlich ernähren.
[38:56] So wie wir am Morgen Frühstück essen und am Abend und vielleicht Mittagessen, weil wir gestärkt werden wollen, müssen wir uns für unser geistliches Leben ständig von diesem Gedanken stärken: Jesus starb für mich.

[39:11] Dass Jesus für uns gestorben ist, ist nicht nur eine Erkenntnis am Anfang des Glaubenslebens, wo man sagt, okay, jetzt bin ich Christ und jetzt kann ich mich mit anderen Dingen beschäftigen, sondern wir leben täglich davon, dass wir uns damit beschäftigen, dass Jesus für mich gestorben ist.
[39:24] Er sagt: "Denn mein Fleisch ist wahrhaftig Speise und mein Blut ist wahrhaftig Trank. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich in ihm."
[39:33] Hier ist das Geheimnis, wie wir in Jesus bleiben können. Geht's dir auch so wie mir manchmal? Man sich fragt, wie kann ich bei Jesus bleiben?
[39:45] Weil wir sehen, wie toll Gott uns gesegnet hat, wie er uns geholfen hat, wie er uns vergeben hat und wir dann doch wieder Dinge sagen, tun, machen, denken, wo wir denken, oh nein, warum habe ich das gemacht? Warum habe ich Gott enttäuscht?
[39:55] Und das Geheimnis, sagt Jesus, ist nicht, dass wir jetzt uns einfach anstrengen oder irgendwie versuchen, eine bestimmte Formel zu denken, sondern dass wir uns mit dem Kreuz Jesu beschäftigen.
[40:03] Er sagt: "Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir." Das Geheimnis der Versiegelung ist, dass wir über das Kreuz nachdenken, dass Jesus für uns gestorben ist und das in unser Leben persönlich annehmen.

[40:20] Er sagt: "Der Geist ist es, der lebendig macht. Das Fleisch nützt gar nichts. Die Worte, die ich zu euch rede, sind Geist und sind Leben."
[40:28] Der Paulus hat später sehr viel das ausführlich ausgebreitet und erklärt, der Geist und das Fleisch und wie der Geist die Taten des Fleisches tötet, wie die Worte, die Jesus durch den Heiligen Geist spricht, unser Leben verändern und Sünde und Versuchung in unserem Leben töten können, wenn wir ihm glauben, denn er macht uns lebendig.

[41:00] Die Israeliten mussten das Fleisch essen.
[41:07] "Das Fleisch durften die Hebräer essen", kommentiert Ellen White. "Es genügt nicht, an die Vergebung unserer Sünden durch Christus zu glauben. Wir müssen aus seinem Wort ständig von ihm geistliche Kraft und Nahrung empfangen durch den Glauben."
[41:21] Wir sind nicht einmal gerettet, immer gerettet. Wir müssen uns immer und immer wieder damit beschäftigen, so wie wir täglich essen.
[41:28] Sagt weiter: "Die Nachfolger Christi sollen an seiner Erfahrung teilhaben. Dazu müssen sie das Wort Gottes empfangen und in sich aufnehmen, damit es die Triebkraft ihres Lebens und Handelns wird. Dann wird die Kraft Christi sie in sein Bild verwandeln und sie werden göttliche Eigenschaften widerstrahlen. Ohne das Fleisch des Sohnes Gottes zu essen und sein Blut zu trinken, kann kein Leben in ihnen sein. Der Geist und das Werk Christi, die müssen auch Geist und Werk seiner Jünger werden."
[41:57] Davon muss es uns in Fleisch und Blut übergehen.
[42:01] Und das sollten die Israeliten verstehen, als sie nicht nur das Lamm schlachteten und das Blut an die Türpfosten strichen, sondern auch das Fleisch aßen. Zu sagen: "Das, was hier geschehen ist, das wollen wir für uns, für mich, das nehme ich für mich persönlich in Anspruch." Jeder sollte davon essen.

[42:33] Das heißt hier noch in der Mitte des Zitates: "Jesus machte sich seines Vaters Gesetz zu eigen, indem er dessen Grundsätze im Leben verwirklichte, seinen Geist offenbarte und auf seine wohltätige Kraft im Herzen hinwies."
[42:52] Gott hat eine Kraft, die er in unserem Herzen wirken lassen möchte. Und Jesus hat uns darauf hingewiesen, hat gesagt, Gott hat eine wohltätige Kraft, also eine Kraft, die Gutes tut in unserem Herzen. Er möchte sie in unserem Herzen wirken lassen.
[43:09] Dazu müssen wir sein Wort aufnehmen.

[43:12] Das Lamm sollte mit bitteren Kräutern gegessen werden, die an die Bitternis der ägyptischen Knechtschaft erinnerten.
[43:18] "Wenn wir Christus zu unserer Speise machen, sollte es uns, sollte es um unserer Sünde willen mit reuevollem Herzen geschehen."
[43:25] Wenn wir über Jesu Tod nachdenken, dann werden wir nicht sagen: "Ah, na ja, ich habe gesündigt, nicht so schlimm." Es wird uns wirklich wehtun. Es wird uns wehtun, dass wir Gott so sehr enttäuscht haben. Ein Zeichen, dass der Heilige Geist an und durch und in uns wirkt.

[43:40] Die nächste Anweisung: "Und so sollt ihr es aber essen. Eure Lenden umgürtet, eure Schuhe an euren Füßen und eure Stäbe in euren Händen. Sie sollten bereit sein, bereit zu gehen. Und in Eile sollt ihr es essen. Es ist das Passah des Herrn."
[43:57] Im Neuen Testament wird uns genau gesagt, was das bedeutet. Paulus sagt darum: "Fegt den alten Sauerteig aus, damit ihr ein neuer Teig seid, da ihr ungesäuert seid. Denn unser Passahlamm ist ja für uns geschlachtet worden: Christus."
[44:10] Die Israeliten sollten diese Erfahrung erleben, am eigenen Leib sozusagen, was Jesus für uns alle tut.
[44:19] Er ist unser Passahlamm. Hier ist das Evangelium in alttestamentlicher Sprache durch Symbole und Typologie uns kraftvoll vor Augen geführt.

[44:31] Und weiter in Vers 12: "Denn ich will in dieser Nacht durch das Land Ägypten gehen und alle Erstgeburt im Land Ägypten schlagen, von Menschen bis zum Vieh. Und ich will an allen Göttern der Ägypter ein Strafgericht vollziehen. Ich, der Herr."
[44:43] Man hat oft geglaubt, dass die zehn Plagen insgesamt, jede einzelne Plage, irgendwie einen anderen Gott bestraft, aber das macht eigentlich nicht so viel Sinn.
[44:50] Zum ersten gibt es unfassbar viele Götter in Ägypten und zum zweiten wird es explizit jetzt von der zehnten Plage gesagt.
[44:59] Natürlich haben, wie wir das letzte Mal gesehen haben, einige Plagen auch besonderen Bezug zu bestimmten Dingen, die die Ägypter geglaubt haben, wie die Finsternis, weil sie an den Sonnengott verehrt haben, oder die erste Plage mit dem Nil natürlich.
[45:13] Aber nicht alle Plagen haben so direkt einen direkten Bezug jetzt auf einen speziellen Gott oder so. Da wird das manchmal auch ein bisschen übertrieben in der Literatur, die darüber geschrieben wird.
[45:22] Denn explizit heißt es ja, dass das Strafgericht an den Göttern jetzt in der zehnten Plage kommt. Jetzt zeigt sich endgültig, was vorher schon immer klar gezeigt worden ist, aber jetzt wird das Strafgericht vollzogen.
[45:36] Warum? Nun zunächst einmal ist interessant festzuhalten, dass, wie gesagt, es also...

[45:40] festzuhalten, dass, wie gesagt, es also mindestens 1400 Götter Ägyptens sind, näher bekannt. Der Tübinger Ägyptologe Christian Leuth spricht buchstäblich von Tausenden ägyptischen Göttern. Viele sind nur vielleicht kaum richtig bekannt, was sie eigentlich so wirklich darstellen sollten. Diese Götter repräsentieren Natur oder soziale Phänomene und werden in diesen Dingen als in ihnen vorgestellt. Sie sind dann irgendwie gegenwärtig. Allerdings ein sehr komplexes System. Ich habe nicht die Zeit und auch nicht den Grund, das jetzt ausführlich darzustellen, wie das funktioniert. Ich bin ja auch kein Ägyptologe, aber haltet fest: Die Götterwelt ist allgegenwärtig, und Gott macht ganz deutlich, das ist nicht nur ein Strafgericht an dem Pharao, dem vermeintlichen Vermittler zwischen Göttern und Menschen, sondern ist auch ein Strafgericht an dem gesamten religiösen System Ägyptens.

[46:33] Denn die Erlösung, die Gott zeigt, macht deutlich, dass die gesamte Religion Ägyptens nutzlos ist. Denn das, was Gott jetzt im Passah, in der zehnten Plage, zeigt, wie er die Erlösung offenbart – denn das gilt ja für alle Menschen, das gilt auch für die Ägypter. Diese Erlösung ist so klar, so deutlich, so mächtig, dass sie alle andere Religion überflüssig macht. Und durch diese Offenbarung sozusagen des wahren Evangeliums wird die gesamte Religion Ägyptens gegenstandslos, denn keiner der Götter kann ewiges Leben durch den Glauben geben.

[47:21] Ein Strafgericht an den Göttern Ägyptens. Es heißt in Vers 13: „Und das Blut soll euch zum Zeichen dienen an euren Häusern.“ Mit anderen Worten, die sollten verstehen, das ist nicht das Blut selbst, nicht das Blut selbst ist so stark. Es ist ein Zeichen für die Kraft des Evangeliums. „Das Blut soll euch zum Zeichen dienen an euren Häusern, in denen ihr seid. Und wenn ich das Blut sehe, dann werde ich verschonend an euch vorübergehen.“

[47:40] Es gibt immer wieder Leute mittlerweile, die von dieser Irrlehre, dass Gott niemals jemanden umbringen, töten, niemals jemandem das Leben nehmen würde, so vernebelt sind, dass sie sogar glauben, dass Gott nicht hier die zehnte Plage zu verantworten hat und durchgeführt hat.

[48:03] Und die tatsächlich meinen, dass ein böser, ein satanischer Engel das durchgeführt hat. Aber es würde bedeuten, dass der satanische Engel dann verschonend vorübergegangen ist. Dann würde die Erlösung nicht von Gott kommen, sondern von Satan. Hütet euch, liebe Freunde, hütet euch. Hütet euch mit allem, was ihr habt, vor dieser Irrlehre, dass Gott niemals das Leben nimmt. Die Bibel sagt explizit, ausführlich, an vielen Stellen das Gegenteil. Und wer diese Lehre annimmt und bis zu Ende denkt, der untergräbt die gesamte Erlösung, denn Gott erlöst sein Volk. Er erlöst es, indem er diese zehnte Plage durchführt und indem er verschonend an den Israeliten vorübergeht, dort wo das Blut über den Türpfosten ist, an den Türpfosten und an der Oberschwelle. Und es wird euch keine Plage zu eurem Verderben treffen, wenn ich das Land Ägypten schlagen werde.

[48:56] Passah vorübergehen. Daher kommt das Passah, das Fest, das daran erinnert.

[49:04] Und dieser Tag, Vers 14 bis 16, soll euch zum Gedenken sein. Noch bevor es geschieht, sagt Gott, erinnert euch an das, was ihr heute Abend, heute Nacht erleben werdet. „Dieser Tag soll euch zum Gedenken sein. Ihr sollt ihn feiern als ein Fest des Herrn bei euren künftigen Geschlechtern und als ewige Ordnung sollt ihr ihn feiern.“ Das erste der sieben Feste, die in Mose beschrieben werden. „Sieben Tage lang sollt ihr ungesäuertes Brot essen. Darum solltet ihr am ersten Tag den Sauerteig aus euren Häusern hinwegtun, denn wer gesäuertes Brot isst vom ersten Tag an bis zum siebten Tag, dessen Seele soll ausgerottet werden aus Israel.“ So entscheidend und so wichtig war das. „Und ihr sollt am ersten Tag eine heilige Versammlung halten. Ebenso am siebten Tag eine heilige Versammlung. Keine Arbeit sollt ihr an diesen Tagen tun, nur was jeder zur Speise nötig hat. Das allein darf von euch zubereitet werden.“

[49:55] Und dann sagt er weiter: „Haltet das Fest der ungesäuerten Brote.“ Er sagt: „Haltet das wirklich ein, denn eben an diesem Tag habe ich eure Heerscharen aus dem Land Ägypten herausgeführt.“ Eine Erinnerung an diesen Exodus. Gott wollte, dass dieses Erlebnis im Denken bleibt, damit es das Denken beeinflusst, damit es die Erlösung erklärt. Darum sollte es das Fest geben. „Darum sollt ihr diesen Tag als ewige Ordnung einhalten bei euren künftigen Geschlechtern. Am 14. Tag des ersten Monats am Abend sollt ihr ungesäuertes Brot essen bis zum 21. Tag des Monats am Abend. Sieben Tage lang darf sich kein Sauerteig in euren Häusern finden. Denn wer gesäuertes Brot isst, dessen Seele soll ausgerottet werden aus der Gemeinde Israels. Er sei ein Fremdling oder ein Einheimischer im Land. So esst kein gesäuertes Brot. Überall, wo ihr wohnt, sollt ihr ungesäuertes Brot essen.“

[50:46] Und dann rief Mose alle Ältesten Israels zu sich und sprach zu ihnen: „Macht euch auf und nehmt euch Lämmer für eure Familien und schächtet das Passah.“ Mose erklärt das alles jetzt dem Volk. „Und nehmt ein Büschel Ysop.“ Interessanterweise, dazu kommen wir gleich. „Und taucht es in das Blut im Becken und bestreicht mit diesem Blut im Becken die Oberschwelle und die zwei Türpfosten. Und kein Mensch von euch soll zu seiner Haustür hinausgehen bis zum Morgen.“ Es war also wichtig, dass man wirklich im Haus blieb. Man konnte nicht die Türpfosten bestreichen und sagen: „Na ja, ich habe ja meine Tür bestrichen, ich gehe trotzdem mal jetzt die Ägypter noch mal besuchen, ein bisschen Party machen.“ Dann wäre man gestorben, „denn der Herr wird umhergehen und die Ägypter schlagen.“ Man kann es nicht deutlicher sagen. Es steht hier: „Der Herr wird umhergehen und die Ägypter schlagen, und wenn er das Blut sehen wird an der Oberschwelle und an den beiden Türpfosten, so wird er, der Herr“ – es wird betont, es ist Gott selbst, der das tut – „an der Tür verschonend vorübergehen und den Verderber nicht in eure Häuser kommen lassen, um zu schlagen.“ Ein Mensch konnte nur dann überleben, wenn er in einem Haus war, wo das Blut an den Türpfosten war. Wer sich draußen rumtrieb und dachte: „Ich habe ja zu Hause noch Blut an den Türpfosten, hoffentlich reicht das“, der war in Gefahr, wenn er ein Erstgeborener war.

[52:08] Damit ist wahrscheinlich nicht die Pflanze Hyssopus officinalis gemeint, die wir heute in Europa als Ysop bezeichnen, sondern vermutlich der Origanum syriacum, der syrische Oregano, auch als Majorana syriaca genannt, wie hier abgebildet ist. Und der hat eine besondere Bedeutung in der Bibel, dieser Ysop. Es ist kein Zufall, dass die Israeliten Ysop nehmen sollten, um damit die Türpfosten und die Oberschwelle zu bestreichen.

[52:37] Wir lesen in Patriarchen und Propheten: „Der zum Sprengen des Blutes verwendete Ysop war das Sinnbild der Reinigung. Im Hinblick darauf wurde er bei Aussätzigen benutzt und bei denen, die sich durch das Berühren von Toten verunreinigt hatten. Auch im Gebet des Psalmisten David erkennt man seine Bedeutung: Entsündige mich mit Ysop, dann werde ich rein werden. Wasche mich, dass ich schneeweiß werde.“ Indem sie diesen Ysop benutzten, sollte also schon auch dieser Gedanke angelegt werden, dass Erlösung nicht einfach nur ein Freispruch ist, sondern eine Reinigung.

[53:14] Gott reinigt uns. Er sagt nicht zum Aussätzigen: „Denk einfach, du bist nicht mehr aussätzig.“ Er reinigt den Aussätzigen.

[53:26] Und David hat damals erkannt: Die Sünde steckt so tief in mir wie Aussatz. Das kann man nicht einfach wegtherapieren und so ein bisschen mal mit ein bisschen Medizin versuchen. Das muss Gott komplett neu schaffen. „Entsündige mich mit Ysop, dass ich rein werde.“

[53:41] Befreiung ist auch Reinigung. Das lehrt uns die Verwendung des Ysop hier im Exodus.

[53:49] 2. Mose 12 Vers 24 und 25: „Und ihr sollt diese Verordnung einhalten als eine Satzung, die dir und deinen Kindern auf ewig gilt. Und nun, wenn ihr in das Land kommt, das euch der Herr gegeben wird, wie er geredet hat, so bewahrt diesen Dienst. Und wenn dann eure Kinder zu euch sagen: Was habt ihr da für einen Dienst?“ Wenn die nächste Generation fragt: „Warum machst du das?“

[54:13] Wenn unsere Kinder, unsere Jugendlichen fragen: „Warum machen wir das? Warum glauben wir das?“, sollen wir dann sagen: „Ja, das war schon immer so. Das musst du machen, sonst gehst du verloren. Frag nicht weiter.“ Nein, nein, nein, nein.

[54:28] „Wenn dann eure Kinder zu euch sagen: Was habt ihr da für einen Dienst? So sollt ihr sagen: Es ist das Passahopfer des Herrn, der an den Häusern Israels verschonend vorüberging, als er die Ägypter schlug und unsere Häuser errettete.“ Wenn unsere Kinder uns fragen: „Warum machst du das oder jenes und warum gehst du zum Gottesdienst und glaubst das und betest hier? Warum machst du das?“, dann sollen wir sagen: „Weil Gott mir vergeben hat. Ich bin erlöst worden. Ich habe erlebt, dass er an mir verschonend vorübergegangen ist. Ich habe die Kraft seines Evangeliums erlebt.“ Statt unseren Kindern nur zu sagen, was wir zu tun und zu lassen haben, sollen wir ihnen erzählen von dem, was Gott in unserem Leben gewirkt hat.

[55:08] Und ich glaube, nur so werden wir das Problem in den Griff bekommen, wenn Kinder und Jugendliche die Gemeinde verlassen. Das lässt sich nicht mit neuer Musik lösen und nicht mit irgendwelchen neuen Gottesdienstformen. Das lässt sich nur dann lösen, wenn die Kinder und Jugendlichen merken, das, was die Älteren erzählen, ist real, und sie können aus eigener Erfahrung berichten. Gottes Kraft ist in ihrem Leben sichtbar und nicht nur eine gut gelernte Theorie.

[55:36] Das Volk reagiert auf die Ankündigung der Erlösung. „So, dann neigte sich das Volk und betete an.“

[55:45] Die Botschaft des Evangeliums führt zur Anbetung. Wahre Anbetung Gottes basiert immer auf dem wahren, echten, kraftvollen, reinigenden Evangelium von der Gnade Gottes, dass wir eben Glauben auf uns selbst beziehen, annehmen und den Anweisungen dieses Evangeliums gehorsam sind, weil wir wissen, dass nur so Gott für uns wirken kann.

[56:13] „Und die Kinder Israels gingen hin und machten es so, wie der Herr es Mose und Aaron geboten hatte.“ Genauso machten sie es. Sie konnten sich nicht retten durch den Gehorsam der Details gegenüber, aber indem sie es so machten, konnte die Gnade Gottes in ihrem Leben wirksam werden.

[56:37] Wenn wir erlöst werden wollen, dann müssen wir auch die Anweisung Gottes zur Erlösung ernst nehmen. Dann müssen wir seine Anweisung, zu ihm zu kommen, auch ernst nehmen. Wir müssen seine Anweisung, unsere Sünden zu bekennen, auch ernst nehmen. Dann müssen wir seine Anweisung, die Bibel zu lesen und zu glauben, auch ernst nehmen. Nur dann kann die Kraft Gottes in uns wirken.

[56:55] „Da gingen Mose und Aaron hin und versammelten alle Ältesten der Kinder Israels.“ Und Mose und Aaron, Verzeihung, das natürlich in 2. Mose 4. Da sehen wir, als zum ersten Mal diese Botschaft kam von der Erlösung, da betete das Volk auch an. Da neigten sie sich und beteten an. Das hatten wir schon einmal gesehen. Das ist jetzt der Punkt hier.

[57:21] Die freudige Hoffnung auf Erlösung aus der Knechtschaft, das furchteinflößende Wissen um das nahe bevorstehende Gericht über ihre Bedrücker und die mit einem Aufbruch verbundenen Sorgen und Anstrengungen – das alles trat für den Augenblick zurück hinter der Dankbarkeit gegen ihren gnädigen Erretter.

[57:37] Vielleicht ist das Leben manchmal ungewiss. Vielleicht sind wir begeistert von Dingen, die auf uns warten, unsicher über die Dinge, die noch kommen werden. Aber niemals sollten wir das verpassen.

[57:50] Bei allen Sorgen und Anstrengungen, die waren und die kommen, dürfen wir niemals die Dankbarkeit für unseren gnädigen Erretter vergessen.

[58:00] Viele Ägypter waren dazu veranlasst worden, sich zu dem Gott der Hebräer als dem einzig wahren Gott zu bekennen. Sie suchten jetzt in den israelitischen Heimen Zuflucht vor dem Würgengel, der im Land umhergehen würde. Wir hatten schon gesehen bei der siebten Plage, dass Ägypter angefangen haben zu sagen: „Ich glaube, das stimmt, was Mose sagt. Wir müssen unser Vieh in Sicherheit bringen“, als der Hagel kam. Und hier sehen wir, dass obwohl der Pharao sich immer widersetzte und die Priester sich widersetzten, gab es Ägypter, die sich bekehrt haben.

[58:28] Es war nicht nur die Befreiung des Volkes Gottes, es war auch ein evangelistisches Ereignis, der Exodus. Sie suchen Zuflucht vor dem Würgengel in den israelitischen Heimen. Sie wurden mit Freuden aufgenommen. Es ist interessant, dass die unterdrückten Sklaven jetzt Unterdrücker aufnehmen, weil die sich zu ihrem Gott bekehren. „Denn sie gelobten fortan, dem Gott Jakobs zu dienen und mit seinem Volk Ägypten zu verlassen.“

[58:54] „Ehe sie die Unabhängigkeit gewannen, mussten die versklavten Israeliten ihren Glauben an die bevorstehende Rettung beweisen.“ Dies ist ein wichtiges Zitat. „Dazu gehörte das Bestreichen der Häuser mit dem Blut als ein Zeichen, die Absonderung von den Ägyptern mit ihrer ganzen Familie und die Zusammenkunft in der eigenen Wohnung. Hätten die Israeliten diese Anweisung auch nur im geringsten missachtet, wären sie nicht bewahrt geblieben.“ Wer gesagt hat: „Ich habe Blut an der Türpfosten, aber ich gehe trotzdem zu den Ägyptern rüber“, der hätte sich in Gefahr gebracht. „So z.B. wenn sie es versäumt hätten, ihre Kinder vor den Ägyptern zu trennen oder das Blut des getöteten Lammes an die Türpfosten zu streichen und auch dann, wenn einer von ihnen gar das Haus verlassen hätte. Bei allem aufrichtigen Glauben, das Notwendige getan zu haben, konnte ihre Überzeugung allein sie nicht retten. Jedem Säumigen, der die Anweisung des Herrn nicht befolgte, wäre der erstgeborene Sohn durch die Hand des Würgengels genommen worden.“

[59:47] Wir müssen Gottes Worten folgen. Uneingeschränkt.

[59:51] „Durch Gehorsam sollte das Volk seinen Glauben bezeugen. Wer auf die Erlösung durch die Verdienste des Blutes Christi hofft, muss sich vergegenwärtigen, dass er selbst auch etwas zu seiner Seligkeit mitzuwirken hat. Wohl kann nur Christus uns von der Strafe der Übertretung loskaufen, aber wir müssen uns zuvor von der Sünde zum Gehorsam kehren.“

[1:00:11] Der Mensch wird durch Glauben errettet, nicht durch Werke. Aber sein Glaube muss sich durch die Werke erweisen. Gott gab seinen Sohn, dass er als Sühnemittel für die Sünde stürbe. Er offenbarte das Licht der Wahrheit und den Weg des Lebens. Er schuf die Möglichkeiten und helfende Verordnungen. Nun liegt es am Menschen, sich dieser Gnadenerweise zu bedienen. Er muss die Mittel der göttlichen Vorsehung zu würdigen und anzuwenden wissen, indem er glaubt und Gottes Willen ohne Einschränkung vollbringt. Gott gibt die Kraft dazu. Wir müssen es tatsächlich auch in Anspruch nehmen und tun.

[1:00:48] Und so heißt es hier in Patriarchen und Propheten, Seite 255: „Die Israeliten gehorchten Gottes Anordnung rasch und insgeheim trafen sie ihre Vorbereitungen für den Aufbruch. Die Familien sammelten sich, schlachteten das Passahlamm, brieten das Fleisch über dem Feuer und bereiteten das ungesäuerte Brot samt den bitteren Kräutern vor. Der Vater und Priester des Hauses sprengte das Blut an die Türpfosten und ging dann zu seiner Familie ins Haus hinein. Eilends und schweigsam aßen sie das Passahmahl. In ehrfurchtsvoller Scheu wartete und betete das Volk. Die Herzen der Erstgeborenen, vom kraftvollen Mann bis zum kleinen Kind, klopften in ungewisser Furcht. Väter und Mütter hielten ihre geliebten Erstgeborenen im Arm, weil sie an den fürchterlichen Schlag dachten, der in dieser Nacht zu erwarten war.“

[1:01:34] „Aber der Todesengel suchte kein Haus Israels heim. Das Zeichen des Blutes, Sinnbild des schirmenden Retters, war an ihren Türpfosten, und der Würgengel trat nicht ein.“ Warum? Weil der Würgengel war gekommen, um überall den Erstgeborenen zu töten. Aber wenn er an die Häuser der Israeliten kam, sah er schon Blut.

[1:01:59] Und dieses Blut war zwar das Blut des Lammes, aber das Blut des Lammes war ein Symbol, denn das Lamm war ein Symbol für den Erstgeborenen Gottes.

[1:02:09] Sodass der Würgengel, der vorbeiging, um in jedem Haus den Erstgeborenen zu töten, wenn er an den Israeliten vorbeikam, wusste, dass für dieses Haus der Erstgeborene schon getötet war – sozusagen im Glauben.

[1:02:29] Gott hatte seinen Erstgeborenen gegeben, damit die Menschen nicht ihren Erstgeborenen geben müssen. Gott würde seinen Erstgeborenen geben. Als Gott den Würgengel hindurchziehen lässt und jeden Erstgeborenen tötet, lässt er die Israeliten aus, weil er für die Israeliten und für alle, die es ihm glauben, den Erstgeborenen gibt, sodass die Israeliten nicht ihren Erstgeborenen geben müssen. Ein Ersatz: Gottes Erstgeborener für unsere Erstgeborenen.

[1:03:01] Der Erstgeborene ist gestorben, und der Engel geht weiter, und durch das Blut des Lammes, durch das geschlachtete Lamm, geht der Glaube der Israeliten auf den kommenden Messias, der als der Erstgeborene Gottes für sie sterben wird.

[1:03:24] „Und es geschah um Mitternacht. Da schlug der Herr alle Erstgeburt im Land Ägypten, von dem erstgeborenen Sohn des Pharao, der auf seinem Thron saß, bis zum erstgeborenen Sohn des Gefangenen, der im Gefängnis war, auch alle Erstgeburt des Viehes. Da stand der Pharao auf in derselben Nacht, er und alle seine Knechte und alle Ägypter. Und es war ein großes Geschrei in Ägypten, denn es gab kein Haus, in dem nicht sein Toter war.“

[1:03:47] „Und er rief Mose und Aaron zu sich in der Nacht und sprach: Macht euch auf und zieht weg von meinem Volk.“ In der Nacht, in der das Blut an den Türpfosten war. In der Nacht sind sie frei. In der Nacht kommen sie raus. Sie brauchen nicht mehr, den nächsten Morgen abzuwarten. Sie sind jetzt frei.

[1:03:58] Liebe Freunde, liebe Freundin, wie sehr du dich auch abmühst: In dem Moment, wo du dich zum Blut des geschlachteten Lammes bekennst, in diesem Moment hast du die Freiheit, was immer vorher war.

[1:04:13] „Macht euch auf und zieht weg von meinem Volk, ihr und die Kinder Israels, und geht hin, dient dem Herrn, wie ihr gesagt habt. Nehmt auch eure Schafe und eure Rinder mit euch, wie ihr gesagt habt, und geht hin und segnet mich.“

[1:04:27] Der Pharao ist gebrochen, und um Mitternacht war ein Geschrei. Das heißt hier weiter unten: „In dem großen Königreich Ägypten war der Stolz jedes Hauses vernichtet. Das Geschrei und Wehklagen der Trauernden erfüllte die Luft. König und Höflinge standen bleich und bestürzt vor dem grauenvollen Geschehen. Keiner konnte es aufhalten.“

[1:04:48] „Und die Ägypter drängten das Volk sehr, um sie so schnell wie möglich aus dem Land zu treiben, denn sie sprachen: Wir sind alle des Todes. Und das Volk trug seinen Teig, ehe er gesäuert war.“ Das geht jetzt ganz schnell. Das ist das Bild auch von den ungesäuerten Broten. Ein Aspekt davon, zumindest, ist, dass es einfach so schnell ging. Erlösung geht dann tatsächlich schnell. Es ist kein langwieriger Evolutionsprozess, wo wir ein bisschen besser werden. Wenn wir uns zum Blut des Lammes bekehren, sind wir frei.

[1:05:14] „Und das Volk trug seinen Teig, ehe er gesäuert war, ihre Backschüsseln in ihren Mänteln gebunden auf ihren Schultern. Und die Kinder Israels handelten nach dem Wort Moses und forderten von den Ägyptern silberne und goldene Geräte und Kleider.“ Die wird man später in der Wüste für das Heiligtum auch noch brauchen. „Dazu gab der Herr dem Volk bei den Ägyptern Gunst, dass sie ihr Begehren erfüllten. Und so beraubten sie Ägypten, aber das bedeutet nicht, dass sie ihnen etwas“

[1:05:36] bedeutet nicht, dass sie ihnen etwas gestohlen haben. Ähm, hier sehen wir noch mal so silberne Gefäße und auch vergoldete Gefäße hier aus der Zeit von Tutmosis dem Dritten, also kurz äh oder vielleicht während des äh Exodus. Ähm, könnt ihr ja noch mal, wie ihr vielleicht im Spezial zur Einführung gesehen habt.

[1:05:58] Solche Gefäße haben sie mitgenommen, und es ist ganz klar, warum. Ehe nun das Volk Ägypten verließ, forderte es auf Moses Anweisung hin Entschädigung für die unbezahlte Arbeit. Sie haben lange, lange über Generationen hinweg sind sie unterdrückt worden, haben gearbeitet, ohne etwas zu bekommen. Und das ist jetzt letztlich ein kleiner Trost für das, was sie alles an Schweiß und Mühe dort in Ägypten auf sich genommen haben.

[1:06:17] Es heißt hier in Vers 37: "So zogen die Kinder Israels aus von Ramses nach Sukkot, etwa 600.000 Mann Fußvolk, ohne die Frauen und Kinder gerechnet." Das impliziert wohl mehr als 2 Millionen Menschen.

[1:06:32] Es zog aber auch viel Mischvolk mit ihnen und Schafe und Rinder und sehr viel Vieh. Ägypten dürfte nach einigen Schätzungen zu dieser Zeit bis zu 5 Millionen Menschen insgesamt umfasst haben. Es war so eine ziemlich, ziemlich große Menge, die die Israeliten mittlerweile ausmachten, und ein langer Zug von vielen, vielen Kilometern, der dort sich aus Ägypten langsam wegbewegte.

[1:06:56] Der Startpunkt Ramses ist natürlich dann der Name der Stadt, der später dem Bibeltext aktualisiert worden ist. Dann zur Zeit der Ramessiden hieß der Ort so. Er hieß ja früher Avaris zur Zeit der Hyksos und zur Zeit von Mose eigentlich Pi-Ramesse, dieselbe Stadt, die wir hier finden.

[1:07:14] Hier ist Avaris im östlichen Delta. Und dort ging die Reise los. Und wir werden uns dann in der nächsten Folge auch dieser viel diskutierten Frage stellen müssen, wo es denn jetzt eigentlich genau langgeht. Aber das wird dann auch sehr interessant und spannend werden. Dazu aber dann ein anderes Mal.

[1:07:31] Ehe noch der Morgen graute, waren sie auf dem Wege. Als die Plagen Gottes Allmacht offenbarten, wuchs das Vertrauen der Versklavten, während ihre Bedrücker in Schrecken versetzt wurden.

[1:07:40] Indessen hatten sich die Israeliten nach und nach in großen Scharen versammelt. Also, das sind offensichtlich auch Israeliten anderswo wohnhaft gewesen, kommen jetzt von überall, wo sie sind, in dieses Kernsiedlungsgebiet der Israeliten und versammeln sich dort.

[1:07:51] Obwohl der Aufbruch recht plötzlich kam, war doch für die notwendige Ordnung und Überwachung der ausziehenden Volksmenge vorgesorgt und diese in Abteilungen unter bestimmte Führer gestellt worden. Hier wird Mose sicherlich noch mal zurückgegriffen haben auf sein Wissen als ähm als Militärführer Ägyptens, wie man so große, große Massen in einzelne Kontingente einteilt und also das Ganze strukturiert und die Leitung strukturiert, damit alles auch geordnet vor sich geht.

[1:08:17] An jenem Tag erfüllte sich, was Abraham Jahrhunderte zuvor in einer Vision geoffenbart worden war. Und da spricht es von den 400 Jahren. Dann heißt es ja, die 400 Jahre waren abgelaufen.

[1:08:29] Nun, wie steht es mit diesem Mischvolk? Warum kommen die mit, die zum Teil also ja teils israelitisch, teils ägyptisch waren? Einige Ägypter sind doch tatsächlich dann auch erst in der Nacht vor dem Exodus zu den Israeliten zugestoßen.

[1:08:44] Da waren aber nicht nur solche, bei denen der Glaube an den Gott Israels die treibende Kraft war. Also das impliziert, es gab echte Bekehrte, wirklich echte Bekehrte. Die gab es, echte bekehrte Ägypter. Die meisten aber, also die Mehrzahl von denen, die jetzt mitgingen, wollten den Plagen entrinnen oder sie folgten der aufbrechenden Menge aus Sensationsbedürfnis oder Neugier und sind dann einfach so mitgekommen. Sie waren und blieben ein Hindernis und eine Ursache zur Verführung in Israel. Halten wir fest, es gab aber echte bekehrte Ägypter, und das ist auch eine interessante Erkenntnis.

[1:09:13] Die Herden, die sie mitgenommen hatten, waren das Eigentum der Israeliten. Die gehörten ihnen. Das geht schon auf die Zeit von Jakob zurück und seinen Söhnen, die mit Herden nach Ägypten gekommen waren und diese hier beträchtlich vermehrt hatten, wie wir hier lesen.

[1:09:30] Und natürlich auch wichtig und spannend: ein kostbares Vermächtnis. Aber die Israeliten nahmen bei ihrem Wegzug Josefs Gebeine mit, die bis zur Erfüllung der göttlichen Verheißung geruht hatten und in den Jahren der Knechtschaft ein Hinweis auf Israels spätere Befreiung gewesen waren.

[1:09:47] Josef hat ja gesagt: "Ich sterbe, aber Gott wird euch gewiss heimsuchen und euch aus diesem Land hinaufführen in das Land, das er Abraham, Isaak und Jakob zugeschworen hat." Und man hat ihn dann, als er gestorben ist, einbalsamiert und in einen Sarg gelegt.

[1:10:02] Wir wissen natürlich, dass die Mumifizierung im alten Ägypten sehr genau vorgenommen worden ist. Man Leichname über Jahrtausende konserviert hat, und so einen Leichnam, so eine Mumie, wird man jetzt auch von Josef mitgetragen haben. Ist ganz bewegend.

[1:10:14] Und dann heißt es hier: "Und sie machten aus dem Teig, den sie aus Ägypten gebracht hatten, ungesäuerte Brotfladen, denn er war nicht gesäuert, weil sie aus Ägypten vertrieben worden waren."

[1:10:22] Dieses ungesäuerte Brot ist nicht nur ein Hinweis, wie wir schon gesagt haben, auf die Schnelligkeit der ganzen Aktion, sondern natürlich auch geistlich, insbesondere ein Symbol für Lauterkeit und Wahrheit ohne den Sauerteig der Sünde.

[1:10:37] Ja, das heißt hier so in 1. Korinther 5: "So wollen wir denn nicht mit altem Sauerteig fest feiern, auch nicht mit Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit, sondern mit ungesäuerten Broten der Lauterkeit und Wahrheit."

[1:10:48] Echte Bekehrung führt auch zu einem Lebenswandel, einem Sinneswandel. Man macht nicht mehr so weiter wie zuvor.

[1:10:56] Die Zeit aber, welche die Kinder Israels in Ägypten gewohnt hatten, betrug 430 Jahre. Und es geschah, als diese 430 Jahre verflossen waren. Ja, es geschah an eben diesem Tag. Da zog das ganze Heer des Herrn aus dem Land Ägypten.

[1:11:15] Und ähm, ich habe das im Einführungsspezial ausführlich haben wir das diskutiert. Ich erinnere noch mal daran, es gibt zwei verschiedene Theorien, ob tatsächlich 430 Jahre eben im eigentlichen Ägypten gewesen sind oder die Hälfte davon schon die Patriarchen sich darauf bezieht. Da gibt's Argumente für und dagegen. Äh, wollen wir uns nicht drüber streiten, aber einfach nur, dass wir das im Hinterkopf haben. Ähm, erinnere ich hier noch mal daran, und wer das im Detail nachschauen möchte, kann doch mal das Spezial dazu als Einleitung sehen.

[1:11:43] Zum Schluss heißt es hier: "Es ist eine Nacht, die dem Herrn gewissenhaft eingehalten werden soll, weil er sie aus dem Land Ägypten herausgeführt hat. Das ist diese Nacht, die dem Herrn gewissenhaft eingehalten werden soll für alle Kinder Israels, für ihre künftige Geschichte." Noch einmal wird eingeschärft: Das ist wichtig, dieses Passahfest zu feiern.

[1:12:00] Und das heißt hier interessanterweise: "Und der Herr sprach zu Mose und Aaron: 'Dies ist die Ordnung des Passahs. Kein Fremdling darf davon essen. Jeder um Geld gekaufte Knecht eines Mannes aber kann davon essen, sobald du ihn beschnitten hast. Das heißt, sobald er Israelit geworden ist.' Ein Bewohner ohne Bürgerrecht und ein Mietling darf nicht davon essen." Das ist sehr interessant.

[1:12:18] Es klingt erstmal vielleicht etwas exklusiv, aber es hat eine tiefe Bedeutung, weil das bedeutet: Wer vom Passah isst, ist per Definition Volk Gottes.

[1:12:29] Denn jemand, der nicht zum Volk Gottes gehört, darf davon nicht essen. Wer vom Passah isst, ist per Definition Volk Gottes.

[1:12:37] Lieber Freund, liebe Freundin, wenn du das Blut Jesu für dich in Anspruch nimmst, wenn du die Worte Gottes über sein ewiges Evangelium in dich aufnimmst, wenn du sozusagen vom Passahlamm nimmst, bist du per Definition Volk Gottes.

[1:13:01] Das, was hier steht letztlich, der Gedanke, der dahinter steckt: Das Passahlamm ist für Gottes Volk. Und wenn es für dich ist und du es annehmen darfst, dann wirst du durch das Annehmen Teil des Volkes Gottes.

[1:13:20] "In einem Haus soll man es essen", heißt es über 2. Mose 12. "Ihr sollt von dem Fleisch nichts vor das Haus hinaustragen, und kein Knochen soll ihm zerbrochen werden. Die ganze Gemeinde Israel soll es feiern. Und wenn sich bei dir ein Fremdling aufhält und dem Herrn das Passah feiern will, so soll alles Männliche bei ihm beschnitten werden und dann erst darf er hinzutreten, um es zu feiern."

[1:13:44] Wir sehen also, man musste, um das Passah zu feiern, musste man sich auch formal dem Volk Gottes zugehörig zeigen. Und das bedeutet, dass jeder, der das Passah von Jesus in Anspruch nimmt, jeder, der tatsächlich Jesus glaubt, wird sich auch öffentlich zum Volk Gottes bekennen.

[1:14:05] Das ist auch der entscheidende Punkt, dass wir nicht nur geheim für uns so im Stillen vor uns her als Christ leben, sondern dass wir uns öffentlich dazu bekennen, es in unserem Alltag integrieren und uns auch öffentlich zum Volk Gottes bekennen.

[1:14:22] "Kein Knochen soll ihm gebrochen werden." Es heißt in Johannes 19 über die Kreuzigung Jesu: "Als sie aber zu Jesus kamen und sahen, dass er schon gestorben war, zerschlugen sie ihm die Beine nicht, sondern einer der Kriegsknechte stach mit einem Speer in seine Seite, und sogleich floss Blut und Wasser heraus, denn dies ist geschehen, damit die Schrift erfüllt würde: Kein Knochen soll ihm zerbrochen werden", bis in die Details.

[1:14:45] Dieses Passahfestes, dieses Passahgeschehens wird Jesus und sein Tod am Kreuz dargestellt.

[1:14:58] Damit wurde die Vollständigkeit des Opfers Christi bildlich dargestellt. Sein Opfer ist absolut umfassend.

[1:15:05] Und alle Kinder Israels machten es genauso, wie es der Herr dem Mose und Aaron geboten hatte. Genauso machten sie es.

[1:15:11] Und es geschah an eben diesem Tag. Das war der Tag des Heils. Das war der angenehme Tag. An diesem Tag führte der Herr die Kinder Israels nach ihren Heerscharen aus dem Land Ägypten, am Tag, als sie das Blut des Lammes an ihre Türpfosten strichen, als sie das Fleisch dieses Opfers aßen, als sie zusammen den Anweisungen Gottes für ihre Erlösung folgten. An diesem Tag hatten sie ihren Exodus, ihren Weg hinaus.

[1:15:40] Gott wirkt auf viele Weisen in unserem Leben. Aber dann, wenn wir uns auf sein Geschenk einlassen, wenn wir das Blut des Lammes, wenn wir das Blut Jesu für uns in Anspruch nehmen, uns öffentlich dazu bekennen, uns aus seinem Wort ernähren und uns zu seinem Volk bekennen.

[1:16:01] Wenn wir uns zum Blut des Lammes bekennen, dann sind wir frei. Frei von der Knechtschaft der Sünde.

[1:16:12] Lieber Freund, liebe Freundin, nimm diese Freiheit noch heute an. An diesem Tag kannst du heute frei sein, weil Jesus für dich gestorben ist. Glaubst du das?

[1:16:29] Lass uns beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten ihm glauben heute. Ich möchte ihm glauben heute. Ich glaube, viele Leute, viele Menschen, die heute dieses Video sehen oder später, ich glaube, dass wir dieses Geschenk zum ersten Mal oder erneut für uns in Anspruch nehmen wollen. Wir möchten glauben, dass Jesus für uns gestorben ist.

[1:16:51] Wir möchten unseren Erlöser als unseren Freund und Heiland anerkennen. Wir möchten den Weg, den er hinausweist, ihm nachfolgend gehen. Und Herr, wir danken dir, dass du zu uns gesprochen hast. Danke für die Erlösung. Wir können das niemals dir zurückzahlen, aber wir wollen dir folgen von unserem ganzen Herzen. Füll uns mit deinem Heiligen Geist und hab Dank für die Freiheit, die du schenkst.

[1:17:17] Wir wollen sie in Anspruch nehmen als dein Geschenk. Hab Dank dafür. Amen.

[1:17:25] Nächste Woche wollen wir uns dann mit der Frage beschäftigen, wie es nach dem Exodus weiterging. Wie führt Gott sein Volk? Wie geht es Richtung Kanaan? Wir werden interessante Dinge lesen, studieren. Bis dann wünsche ich euch Gottes reichen Segen im Studium seines Wortes und in der Erfahrung, ein Kind Gottes zu sein. Gott mit euch. Amen.


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