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In dieser achten Folge der CSH Exodus-Spezialserie widmet sich Christopher Kramp dem zentralen Thema der Zehn Gebote in 2. Mose 19-20. Er untersucht die umstrittene Frage nach dem genauen Standort des Berges Sinai und widerlegt gängige Theorien, insbesondere die des „verbrannten Berges“ in Saudi-Arabien. Kramp präsentiert eine biblisch fundierte Argumentation für die Lage auf der Sinai-Halbinsel und betont, dass das Ereignis der Gesetzgebung ein gesamtes Gebirge umfasste, um dem riesigen Lager der Israeliten gerecht zu werden.


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Serie: CSH 2025 Q3 Spezial: Exodus

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Transkript

[0:35] Hallo und herzlich willkommen zur Christ Study Hour hier auf www.joelmedia.de. Ein herzliches Willkommen gilt wie immer auch natürlich allen Zuschauern auf dem Sender Das Wort.

[0:49] Zur mittlerweile achten Folge unserer Exodus-Serie, unserer Spezialserie über dieses faszinierende, beeindruckende Buch 2. Mose, und heute mit vielleicht dem zentralen Thema, auf jeden Fall einem der absolut wichtigsten Themen der gesamten Bibel: 2. Mose 19 und 20. Die Zehn Gebote am Sinai, Gottes besonderes Treffen mit seinem Volk.

[1:24] Und wir wollen unter Gottes Führung uns hineinversetzen, wie das damals gewesen ist und vor allem seine Stimme zu unserem Herzen hören. Der Gott, der damals unbedingt wollte, dass nicht nur durch Mose das übermittelt wird, was in den Zehn Geboten steht, sondern jeder, der dort stand, es hören sollte. Er möchte, dass auch heute jeder von uns direkt Gottes Stimme hört durch den Heiligen Geist.

[1:56] Und so möchten wir Gott einladen, dass er unser Studium segnet, dass wir fasziniert und begeistert werden, vor allem aber überführt und auch korrigiert, wenn wir über die Zehn Gebote nachdenken und unser Leben mit ihnen vergleichen, und ermutigt und gestärkt im Glauben, weil wir wissen, dass der, der diese Zehn Gebote gegeben hat, auch alles für unsere Erlösung vorgesehen hat, sodass wir mit diesen Geboten in Einklang leben können.

[2:28] Wollen wir gemeinsam zu Gott beten, dass er unser Studium segnet? Lasst uns beten.

[2:35] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir so sehr danke sagen, dass wir in deinem Wort lesen dürfen, dass du uns offenbarst, wie du bist, dass wir studieren können, forschen können, nach Wahrheiten suchen dürfen und dass du uns auch finden lässt, dass du dich finden lässt. Und Herr, wir möchten dich bitten, dass du jetzt unser Lehrer bist, dass du durch dein Wort direkt zu uns sprichst und dass die Dinge, die wir lesen, wirklich in unserem Leben einen entscheidenden Unterschied machen, dass sie uns dazu bringen, unser ganzes Herz dir zu geben, auf deine Stimme zu hören und näher zu dir zu kommen, uns nicht abzuwenden, sondern dich von ganzem Herzen zu lieben. Herr, das ist dein größter Wunsch und das wünschen wir uns, dass wir dich mit einer solchen Liebe lieben, dass wir ganz fest bei dir bleiben im Namen Jesu. Amen.

[3:42] 2. Mose Kapitel 19 und 20.

[3:48] Wir legen los in 2. Mose 19, Vers 1 und 2: "Im dritten Monat nach dem Auszug der Kinder Israels aus dem Land Ägypten kamen sie an eben diesem Tag in die Wüste Sinai." Vom 14. zum 15. des ersten Monats waren sie ausgezogen und jetzt anderthalb Monate später kommen sie in die Wüste Sinai.

[4:32] Halten wir schon einmal fest, dass der Name Sinai einer ganzen Wüste gegeben ist. Sie waren von Refidim ausgezogen und in die Wüste Sinai gekommen. Sie waren ja in die Wüste Sin schon gewesen und jetzt kommen sie von Refidim in die Wüste Sinai. Und sie lagerten sich in der Wüste und Israel lagerte sich dort dem Berg gegenüber.

[5:00] Halten wir fest, der Text sagt nicht, dass sie in irgendeiner Schlucht zwischen vielen Bergen lagen, sondern in der Wüste vor dem Berg. Das bringt uns nämlich jetzt alles zunächst einmal zu einer wirklich interessanten und überaus heiß diskutierten Frage, nämlich: Wo liegt der Sinai?

[5:21] Wir haben diese Frage schon in Folge 7 ein wenig mit behandelt, als wir uns die Frage gestellt haben, wo sind die Israeliten durch das Rote Meer gegangen? Als wir festgestellt haben, sie sind auf jeden Fall nicht durch diese Seen dort im Ostdelta gegangen, sondern wirklich durch das Rote Meer. Aber, und das haben wir uns auch deutlich angeschaut, und wer das nicht gesehen hat, den würde ich herzlich bitten, sich das in Folge 7 anzuschauen, weil das die Grundlage für die heutige Folge ist.

[5:52] Sie sind sicherlich nicht durch den Golf von Akaba gegangen, das haben wir gesehen. Das ist aufgrund der enormen Tiefe, selbst am höchsten Punkt sozusagen über 700 m unterhalb der Wasseroberfläche, ausgeschlossen, dass sie dort hindurchgegangen sind. Und der Sinai muss also dementsprechend auf der Sinai-Halbinsel gelegen haben, nachdem die Israeliten durch den Golf von Sues gegangen sind.

[6:21] Wir haben uns da ja auch schon die Stelle angeschaut, die besonders wahrscheinlich zu gelten hat, wenn man die ganzen inspirierten Aussagen zu diesem Ereignis zugrunde legt. Es hat in den Jahrhunderten zahlreiche Identifikationsversuche gegeben. Natürlich immer wieder auf der Sinai-Halbinsel, aber auch in Nordwest-Saudi-Arabien, aufgrund dieser Theorie vom Durchzug im Golf von Akaba.

[6:51] Auch wenn wir den jetzt im Prinzip schon ausgeschlossen haben, möchte ich trotzdem kurz auf diese Theorie bezüglich des Sinai eingehen. Einer der Berge, der immer wieder genannt wird, oder besser gesagt, es gibt dort zwei Berge in unmittelbarer Nachbarschaft. Das ist einmal der Jabal Maqla und dann auch der etwas höhere Jabal al-Lawz. Also die genaue Wiedergabe des Arabischen ist unterschiedlich gehandhabt, aber ungefähr so heißen sie.

[7:23] In Nordwest-Saudi-Arabien genannt wird vor allem dieser Berg hier, der Maqla. Manchmal werden die auch miteinander verwechselt in den einschlägigen Dokumentationen und Websites. Aber der Grund, warum dieser Berg, dieser Jabal Maqla, genannt wird, ist, man nennt ihn dann in solchem Zusammenhang als den sogenannten verbrannten Berg, weil dort ganz auf der Spitze oben ganz deutlich sichtbar sich schwarzes Gestein befindet, was sich deutlich von dem Gestein darunter abhebt. Und das Argument ist, das könnte doch der Berg Sinai sein, weil doch Gott im Feuer auf den Berg Sinai herabgekommen ist. Und dann wäre das doch ein interessantes Übrigbleibsel davon.

[8:11] Was diese Theorie allerdings nicht bedenkt, ist, dass die Bibel ja explizit in 2. Mose 3 und dort den ersten Versen über das Feuer Gottes spricht, als sich Gott dort an derselben Stelle am Berg Sinai Mose offenbart hat, dass dort das Feuer gerade nichts von dem getan hat, was man normalerweise erwarten würde, also Verbrennungsrückstände. Der Busch verbrannte eben gerade nicht, weil es ein übernatürliches Feuer gewesen ist. Und deswegen sollten wir gerade nicht erwarten, dass das Feuer Gottes irgendwelche Brandrückstände jetzt zurücklassen würde. Wenn nicht mal ein Busch verbrennt, dann auch keine Steine.

[9:01] Und im Übrigen ist es so, ich bin selbst kein Geologe, aber Geologen sagen, ein Feuer von außen würde diese Steine nicht so verändern, wie sie sind, denn es handelt sich ganz deutlich hier oben auf der Spitze um magmatische Gesteine, also Steine vulkanischen Ursprungs. Und die befinden sich übrigens nicht nur an diesem Berg, sondern im gesamten Gebirge. Wenn man sich auf den großen Karten dann anschaut, dann findet man das überall. Das ist also an dieser Stelle kein Argument für diesen Berg.

[9:31] Es scheint auch so zu sein, dass man aufgrund der Identifikation dann überhaupt erst auf die Idee gekommen ist, man müsste vielleicht das Rote Meer beim Golf von Akaba vermuten, um diese Theorie stützen zu können. Aber letztlich hat das letztlich nicht Hand und Fuß. Es wird immer noch angeführt, dass, vielleicht noch kurz am Rande, dass es dort in der Nähe so Zeichnungen gibt, auch von tierähnlichen Tieren. Dazu muss man sagen, dass es solche Zeichnungen im gesamten arabischen Raum, in der gesamten, also in der ganzen süd-saudi-arabischen Wüste überall gibt. Diese Steinkunst, Felsenkunst, die gibt es auch auf der Sinai-Halbinsel an bestimmten Stellen. Also auch das ist kein Argument, warum diese Gegend jetzt ausgerechnet die Stelle des Exodus, der Sinai-Gesetzgebung, gewesen sein sollte.

[10:26] Ein Argument, das immer wieder angebracht wird für die Theorie, der Sinai liege doch in Arabien, ist, dass man immer sagt, der Name Sinai sei sowieso erst viel später der Halbinsel zugewiesen worden. Mit anderen Worten, irgendjemand habe mal nach dem Berg Sinai gesucht, habe dann gedacht, es könnte doch hier auf der Halbinsel gewesen sein und deswegen hat man dann die Halbinsel Sinai genannt. Das ist auch lange so akzeptiert gewesen.

[11:00] Mittlerweile gibt es neueste Forschung, die das in Frage stellt, und es sieht so aus, dass schon in der Dynastie, also lange vor Mose, es hier einen ägyptischen Text gibt, in dem die Gegend der südlichen, also die südliche Gegend der Halbinsel, mit dem ägyptischen Namen Jenhed bezeichnet ist. Hier haben wir den Text. Dann in der Nähe ist dann das Bi'ah. Und wenn man sich auf der Karte anschaut, Bi'ah, das ist so der zentrale Bereich der Halbinsel, und nach diesem Text befindet sich dahinter das sogenannte Jenhed.

[11:37] Und Jenhed klingt jetzt erstmal nicht so direkt wie Sinai, aber ist ein sehr merkwürdiger Name. Ägyptisch lässt er sich nicht erklären. Er muss auf einen semitischen Namen zurückgehen, denn diese Halbinsel ist schon immer von Semiten bewohnt worden. Und da es im Semitischen aber kein J gibt, muss da ein anderer Buchstabe am Anfang gewesen sein. Und dieser Forscher hier, sein Name ist Julian Cooper, vermutet, dass es ein Samen gewesen ist, also ein S, das früher in ältester Zeit bei den Semiten als Z ausgesprochen worden ist, also ein Zini sozusagen, aus dem dann die Ägypter ein J gemacht haben. Die haben nämlich dieses T mit D wiedergegeben, und so könnte also, wenn man dazu noch weiß, dass das Jenhed nur so ein Suffix ist, dann kommt man schon auf die Idee, dass hier vielleicht tatsächlich das Jenhed verwandt ist mit Sinai, und diese Gegend also schon vor Mose so hieß. Also Mose konnte beim Schreiben des Berichtes voraussetzen, dass die Leute, die das lesen, wussten ungefähr, wo das gewesen ist, und diese Gegend wird jedenfalls hier im Süden der Halbinsel angegeben.

[12:58] Eine Frage, die meiner Meinung nach oft nicht bis ins letzte wirklich durchdacht wird bei der Suche nach dem richtigen Berg Sinai, wo man sich oft dann fragt, also wie groß ist er gewesen, wie sah er vielleicht aus, wie gut sichtbar ist diese Bergspitze? Eine Sache, die manchmal etwas zu kurz kommt, aber die eigentlich entscheidend ist, ist die Frage, wo haben die Israeliten sich gelagert?

[13:21] Denn ganz egal, wo man den Sinai verortet, es muss ja eine ausreichend große Fläche für in etwa plus minus 2 Millionen Israeliten gegeben haben. Und zwar wissen wir aus der Bibel, dass die dort nicht nur für ein paar Nächte übernachtet haben, vielleicht irgendwo zusammengepfercht, sondern die haben dort 11 Monate, fast ein ganzes Jahr, ungefähr vor dem Sinai verbracht. Das muss also einigermaßen komfortabel groß gewesen sein.

[13:49] Und wir können aus der Bibel auch in etwa ableiten, aus 4. Mose 2, dass dieses Lager auch, wenn nicht exakt mathematisch, aber doch in etwa quadratisch gewesen sein muss, weil wir dort finden, dass das Heiligtum, die Stiftshütte, in der Mitte war und dann letztlich die 12 Stämme jeweils so geordnet, dass drei Stämme auf einer Seite gewesen sind. Das bringt uns dann schon in etwa so zu einem quadratischen Grundriss, und wenn man das ein bisschen ausrechnet – das hängt ja damit zusammen, wie viel Menschen pro Zelt man jetzt annimmt – dann und wenn man das so ein bisschen versucht zu überschlagen, dann kann man schon auf ungefähr so eine Fläche kommen von ca. 36 km², also ungefähr etwas so bei 6 km in der Länge und 6 km in der Breite. Ein wirklich gigantisches Lager.

[14:40] Und dann muss man sich die Frage stellen, gibt es auf der Sinai-Halbinsel überhaupt solch einen Platz? Man kann also nicht einfach ins Gebirge da hinein und dann irgendeinen Berg ausgucken und dann hoffen, dass die Menschen da irgendwie alle in den Wadis Platz finden. Das funktioniert nicht.

[14:55] Und wir haben das letzte Mal diese Route kurz angeschaut von Mara aus. Diese Mara ist der Mara wahrscheinlich eventuell die blaue Route hier, das ist so der Weg, der oft gezeichnet wird, dann so ein bisschen ins Gebirge rein. Ich habe das letzte Mal auch angedeutet mit diesem roten Pfeil, dass man vielleicht auch die Israeliten dort lang gegangen sind, weil es dort breit genug ist auch für diese große Masse.

[15:24] Wenn man sich jetzt das Gebirge anschaut, dann gibt es eigentlich zwei Stellen, die ins Auge springen. Ist einmal westlich von den ganzen Bergen da bei El Tor diese Fläche, ja, die ist sehr flach, ist sehr breit, und da haben die auf jeden Fall genügend Platz. Und dann noch so diese Gegend so ein bisschen nordöstlich von den Bergen, die da, wenn man diesem roten Pfeil folgend da ankommt. Das ist zwar ein bisschen, gibt's auch kleine Hügel, aber doch im Wesentlichen ist es eine Ebene, die dafür durchaus in Frage kommen könnte und wo man so eine Ebene suchen könnte.

[16:00] Jetzt, wenn man die Frage entscheiden möchte, welche von den beiden Optionen ist sinnvoller, dann kann man sich an 5. Mose wenden. Dort heißt es im Kapitel 1, und dort sagt Gott, der Herr unser Gott, redete zu uns am Berg – es ist Mose-Bericht – redete zu uns am Berg Horeb und sprach: "Ihr seid lange genug an diesem Berg gewesen, also am Sinai." Vers 6 und dann Vers 7: "Wendet euch nun und zieht weiter, dass ihr zu dem Bergland der Amoriter kommt."

[16:26] Also quasi sollen sie eine Wendung machen und dann Richtung dem Bergland der Amoriter ziehen. Dort, wo der Pfeil endet, dort ist dieses Bergland. Dort ist auch dieses Tafelland, wo dann wohl diese Schlacht bei Kadesch-Barnea stattfand, die die erste Generation so brutal verloren hat, weil sie dann ohne Gott gezogen sind, aber ist eine andere Geschichte, aber das ist ungefähr dieser Weg.

[17:03] Und tatsächlich ist auch die Länge des Weges ungefähr so, dass das durchaus mit der Aussage in 5. Mose 1, Vers 2 übereinstimmt, dass es ungefähr 11 Tage Reise sind. Das würde also auch sehr gut dazu passen. Wenn man dagegen die südliche Variante nimmt, dort bei El Tor, dann müsste man ja annehmen, dass die Israeliten erst dann noch durchs Gebirge sind oder weiträumig drumherum. Das würde den Weg sehr verlängern.

[17:30] Die Variante so an der Südspitze entlang und dann am Golf von Akaba entlang ist auch sehr unwahrscheinlich, weil es dort sehr eng ist, und dass dort die in großer Zahl so vorbeigekommen wären, ist auch nicht so wahrscheinlich. Wir hören auch nichts von einem Weg am Meer entlang, sondern wir hören etwas in 5. Mose, dass sie durch eine schreckliche Wüste gegangen sind. Das würde eigentlich ganz gut hier zu dieser Gegend westlich von New Waar passen.

[17:55] Also, das wäre aus meiner Sicht, wenn man den biblischen Bericht sich anschaut, eigentlich die naheliegendste Route etwas so in dieser Form. Das würde bedeuten, dass wir tatsächlich das Lager der Israeliten, als sie die Zehn Gebote bekommen, dort in dieser Gegend vermuten können. Und wenn man sich das genauer anzeichnet, habe ich jetzt einfach mal so aus reinem Interesse so eine mögliche Lagergröße eingezeichnet, die in etwa so diese 36 km² abbilden könnte. Das passt da ziemlich gut hinein.

[18:28] Ja, man könnte natürlich etwas nord-nordöstlich noch gehen, aber dann ist man weiter weg von den Bergen. Aber das scheint mir fast, wenn man tatsächlich die Zahlen in der Bibel ernst nimmt, das sinnvollste Lager zu sein, auch relativ gut geschützt dort in diesem von dem Gebirge drumherum.

[18:50] Und hier haben wir einen Blick auf diese Fläche. Man sieht, das sind so kleine Hügel dazwischen, aber wie gesagt, da müssten 2 Millionen Menschen in Zelten unterkommen, und ich habe den Eindruck, das könnte eigentlich ganz gut funktionieren. Das ist jetzt hier von einem der umliegenden Berge aus fotografiert. Ist einfach von Google Maps ein entsprechendes Foto.

[19:11] Und dann dürfen wir nicht vergessen, wenn wir jetzt die Frage stellen, okay, welches ist der Berg, dass die Bibel schreibt, dass nicht nur Gott selbst auf den Sinai kam, sondern dass heilige Zehntausende mit ihm dabei waren. Das war also nicht einfach nur Gott auf einer einzelnen Spitze, sondern das war eine gewaltige Offenbarung der Macht des Himmels mit, wie es hier heißt, Tausenden von Engeln. Das heißt ja auch in der Apostelgeschichte, Stephanus sagt das explizit, dass Engel daran beteiligt waren an dem Geben des Gesetzes.

[19:50] Und wenn das eine so große Form gehabt hat, ja, das heißt, der Herr kam vom Sinai und er leuchtete ihn auf von Seir her. Leuchtend erschien er vom Bergland Paran. Das natürlich auch poetische Formulierung, und kam von heiligen Zehntausenden her, aus seiner Rechten ging ein feuriges Gesetz für sie. Ja, er liebt das Volk. Alle seine Heiligen sind in deiner Hand, und sie lagern zu deinen Füßen. Ein jeder empfängt von deinen Worten.

[20:23] Haben wir das Bild also, dass bei diesem Sinai-Ereignis das ganze Volk quasi so zu den Füßen Gottes lagert, der auf den Berg herabkommt. Und ich würde an dieser Stelle tatsächlich mal die Variante ins Spiel bringen, darüber nachzudenken, statt einen einzigen Hügel zu suchen – es gibt ja dann Leute, die sagen, ah, das ist der Jabal Musa oder Jabal Katherina oder der Jabal Sirbal, und da gibt's so verschiedene Varianten – ob wir nicht eher davon ausgehen können, dass vielleicht in einem größeren Gebiet, vielleicht nicht ganz so groß wie eingezeichnet, aber ungefähr hier diese Berge betreffend, dass wir statt von einer einzelnen Bergspitze einfach von dem gesamten Gebirge ausgehen, dass die Israeliten dort in diesem Rechteck lagerten und dort von diesen Bergen, die vielleicht auch im Zentrum mindestens mal diese Ellipse eingezeichnet sind, dass diese von diesen Bergen aus sie die Zehn Gebote empfangen haben, dort das Feuer gesehen haben, statt dass man jetzt eine einzelne Spitze aufsucht und dann überlegt, wie dann alle das hätten sehen können.

[21:25] Möglicherweise ist das Ereignis viel größer, und wir erinnern uns ja auch beim Ararat ist es nicht die eine Bergspitze, sondern das Gebirge, und möglicherweise können wir hier auch von dem Gebirge Sinai ausgehen, zu dem halt die Wüste Sinai, die nördlich davon liegt, passt. Das würde jedenfalls mehr dafür sprechen, als jetzt eine einzelne Bergspitze herauszugreifen, weil dann stellt sich die Frage, wenn eine einzelne Bergspitze den Namen Sinai trägt, warum dann die gesamte Wüste davor Sinai heißt? Ja, und deswegen würde ich dafür plädieren, persönlich, nach meinem bisherigen Kenntnisstand, eher davon auszugehen, dass dieses Ereignis auf einer ganzen Reihe von Hügeln und Bergspitzen auf dem ganzen Gebirgskomplex und massiv stattgefunden hat. Das würde auch mehr zu dem Drama der

[22:16] Das würde auch mehr zu der dramatischen Beschreibung passen, die die Bibel uns präsentiert. Und dann hätten auch alle Israeliten, egal wo sie in diesem großen Lager gewesen sind, das alles gut mitbekommen.

[22:30] Nun gehen wir aber noch ein bisschen zum Inhalt, nachdem wir uns dieser Lokalisierungsfrage gestellt haben. In 2. Mose 19 und dort Vers 3 heißt es: „Mose aber stieg hinauf zu Gott, denn der Herr rief ihm vom Berg aus zu und sprach: ‚So sollst du zum Haus Jakobs sagen und den Kindern Israels verkündigen.‘“ Gott ruft Mose zu sich. Mose kennt die Gegend. Er ist ja dort an dieser Stelle, dort in der Nähe berufen worden, als er dort die Herden, so hat es ja 2. Mose 3, Vers 1 ausgedrückt, die Herden über die Wüste hinaus bis an den Berg Gottes getrieben hatte.

[23:13] Was war das Ziel? Was sollte jetzt geschehen? Der Grund, warum Gott sie hierher bringt, ist ein ganz entscheidender. In „Patriarchen und Propheten“ heißt es, Israel sollte nun in eine enge und besondere Beziehung zu dem Allerhöchsten gebracht werden. Es sollte als eine Gemeinde und als eine Nation unter der Regierung Gottes gegründet werden. Israel war schon befreit, war schon erlöst, aber jetzt sollte es tatsächlich eine organisierte Gemeinde werden. Es sollte eine organisierte Nation werden, nicht unter einem König, sondern unter der Regierung Gottes.

[23:53] Deswegen haben wir jetzt in den folgenden Kapiteln Texte, die die Gemeinde gründen und auch Texte, die sozusagen diesen nationalen Charakter haben, die über ja auch die praktischen, ähm ja, rechtlichen Dinge dann uns Auskunft geben, aber dazu dann auch nächste Woche noch mehr.

[24:16] Und dann kommt ein Text, der aus meiner Sicht vielleicht der fundamentale Text ist, um zu verstehen, was am Sinai passiert.

[24:26] Gott sagt, was seine Absicht ist. Er sagt: „Ihr habt gesehen, was ich an den Ägyptern getan habe und wie ich euch auf Adlersflügeln getragen und euch zu mir gebracht habe.“ Die Grundlage von allem ist, dass Gott sie erlöst hat. Das, was hier geschieht, ist nicht die Vorbereitung, nicht die Qualifikation oder das Training für eine zukünftige Erlösung, sondern weil Gott sie freigemacht hat, weil er sie getragen hat, weil er sie zu sich gebracht hat.

[24:54] Deswegen passiert, was jetzt passiert. Und das heißt auch, dass Erlösung, die wahre Erlösung, die Gott bringt und uns gibt, dass sie immer auch zu dem führt, was jetzt beschrieben wird.

[25:08] Gott hat erlöst und sie haben es gesehen, sie sind Augenzeugen, sie haben es erlebt. Und deswegen sagt Gott, wenn ihr nun – jetzt kommt die Bedingung – wenn ihr nun wirklich meiner Stimme Gehör schenken und gehorchen werdet, das Entscheidende ist also auf Gottes Stimme zu hören und seinen Bund bewahrt.

[25:29] Gott möchte mit seinem Volk einen Bund schließen. Er möchte sich mit ihnen verbinden.

[25:37] Wenn sie also gehorsam sind, wenn sie auf seine Stimme hören – wir werden sehen, oder wir werden das an dieser Stelle dann nicht mehr sehen, aber es ist in 5. Mose ein großes Thema, dass Mose immer wieder versucht, dem Volk dann auch am Ende seines Lebens deutlich zu machen: Höre Israel, höre auf die Stimme Gottes.

[25:55] Wenn sie das tun, er sagt: „So sollt ihr vor allen Völkern mein besonderes Eigentum sein.“

[26:02] In einem gewissen Sinne sind alle Völker Gottes Eigentum, denn er hat sie gemacht. Er hat die Hethiter gemacht, er hat die Amalekiter gemacht, er hat die Ägypter gemacht, die Babylonier, die Sumerer, alle auch die heutigen Völker, die wir heute kennen, alle sind sein Eigentum, aber die allermeisten kennen ihn nicht und verehren ihn nicht. Sie dienen ihm nicht, weil sie seine Erlösung nie für sich in Anspruch genommen haben.

[26:20] Die Israeliten kennen Gott und die sollen ein besonderes Eigentum sein. Er sagt: „Denn die ganze Erde gehört mir, ihr aber sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein, eine geistliche Nation.“

[26:33] Königreiche gab es genügend. Es gab das Königreich in Ägypten, es gab das Königreich in Mittani, es gab das Königreich in Babylon, es gab überall Königreiche.

[26:45] Aber Gott sagt, ich wollte, ich möchte ein anderes Königreich, ein Königreich von Priestern, ein heiliges Volk. So wie in 1. Mose 10 die verschiedenen Sippen und Völker sich aus der Stammtafel Noachs entwickeln und dann in 1. Mose 12 Gott ein besonderes Volk hervorkommen lässt durch den Ruf Abrahams, das ein Segen sein soll für alle Völker.

[27:16] Ein geistliches Volk hier, ein geistliches Königreich. Priester haben die Aufgabe, Menschen mit Gott zu verbinden. Der Priester repräsentiert die Menschen vor Gott und Gott vor den Menschen sozusagen.

[27:27] Und Gott sagt, obwohl wir später wissen, es wird dann einzelne Priester geben, die auch tatsächlich im realen Gottesdienst des Volkes eine priesterliche Rolle ausgeführt haben, sollten im eigentlichen, geistlichen Sinne alle Priester sein.

[27:43] Ein Königreich von Priestern. Die Idee von dem allgemeinen Priestertum ist nicht neutestamentlich.

[27:48] Es ist eine zutiefst biblische Idee, die als die Gemeinde Gottes hier gegründet wird, die Gemeinde des Alten, also die im Sinne des Volkes Israel als Gemeinde Gottes.

[28:00] Da war das von Anfang an klar. Sie alle sollten Priester sein. Sie alle sollten Könige sein, geistliche Könige.

[28:07] Das Reich Gottes, das ist Gottes Anliegen. Das sind die Worte, die du den Kindern Israels sagen sollst.

[28:18] Und im Übrigen, vielleicht können wir das hier kurz noch ergänzen: Wenn wir 1. Petrus aufschlagen, dann stellen wir fest, dass genau das gleiche Anliegen bis heute unverändert auch in neutestamentlicher Zeit bestehen bleibt.

[28:35] 1. Petrus Kapitel 2 und dort Vers 9 heißt es: „Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk des Eigentums, damit ihr die Tugenden dessen verkündet, der euch aus der Finsternis berufen hat zu seinem wunderbaren Licht.“

[28:53] Mit anderen Worten, so wie jetzt auch wir berufen sind als das besondere Volk Gottes, als das königliche Priestertum, die die Charaktereigenschaften Gottes zu verkündigen, er, der uns erlöst hat, so sollten auch die Israeliten von ihrer Erfahrung der Erlösung weitergeben.

[29:10] Sie sollten ein Licht sein für die ganze Welt.

[29:13] Die Reaktion des Volkes ist interessant. Und Mose kam und rief die Ältesten des Volkes zu sich und legte ihnen alle diese Worte vor, die der Herr ihm geboten hatte.

[29:22] Da antwortete das ganze Volk miteinander und sprach: „Alles, was der Herr gesagt hat, das wollen wir tun.“ Und Mose überbrachte dem Herrn die Antwort des Volkes.

[29:33] Wir sind begeistert, sind einverstanden. Sie sagen: „Alles, was der Herr gesagt hat, wollen wir tun.“ Sie versprechen den Gehorsam.

[29:46] Sie realisieren noch nicht, dass sie das aus eigener Kraft gar nicht können. Deswegen heißt es später im Hebräerbrief so berühmt in Hebräer Kapitel 8, dass

[30:03] der neue Bund auf besseren Verheißungen basiert.

[30:08] Hebräer Kapitel 8 und dort Vers 6: „Nun aber hat er einen umso erhabeneren Dienst erlangt, als auch der Mittler eines besseren Bundes ist, der aufgrund von besseren Verheißungen festgesetzt wurde.“

[30:16] Die Israeliten glauben, wenn sie Gott versprechen, alles einzuhalten, dann ist das eine sichere Grundlage.

[30:22] Aber die besseren Verheißungen sind Gottes Verheißungen, das, was er verspricht.

[30:30] Aber dazu vielleicht am Ende noch mehr.

[30:32] Es heißt hier, sie gingen einen feierlichen Bund mit Gott ein und gelobten, ihn als ihren Herrn und König anzunehmen.

[30:38] Es geht also um das Königreich Gottes, indem sie in besonderem Sinne dienstbar wurden.

[30:47] Und dann heißt es weiter, da sprach der Herr zu Mose: „Siehe, ich will in einer dichten Wolke zu dir kommen, damit das Volk meine Worte hört.“

[30:53] Gott möchte nicht nur einen Bund mit ihnen schließen, wo Mose der Mittler ist, sondern er möchte, dass das Volk die Bedingung, die Grundlage des Bundes selbst hört.

[31:04] Er möchte, dass sie seine Stimme auch einmal buchstäblich hören, damit sie auch dir für alle Zeit glauben, damit diese Idee, dass Mose das Volk durch die Wüste führt und ins gelobte Land, ein für alle Mal ausgehärtet wird.

[31:19] Und Mose verkündete dem Herrn die Worte des Volkes.

[31:23] Da sprach der Herr zu Mose: „Geh zum Volk und heilige sie heute und morgen.“ Sie sollen ihre Kleider waschen und sie sollen bereit sein für den dritten Tag, denn am dritten Tag wird der Herr vor den Augen des ganzen Volkes herabsteigen auf den Berg Sinai. Und ziehe dem Volk eine Grenze ringsum und sprich zu ihnen: „Hütet euch davor, auf den Berg zu steigen und seinen Fuß anzurühren, denn jeder, der den Berg anrührt, muss unbedingt sterben.“

[31:53] Ich weiß nicht, wie es dir gehen würde, wenn du wüsstest, dass du in drei Tagen Gott buchstäblich begegnest, seine Stimme hören wirst.

[32:08] Was hier deutlich wird, ist, dass eine Begegnung mit Gott keine Nebensächlichkeit ist, wo man einfach nebenbei noch Gott begegnet, sondern dass es auch gründliche Vorbereitung braucht und ein Bewusstsein für die Heiligkeit Gottes.

[32:28] Hier hat Neugier keinen Platz. Vielleicht darf ich anfügen, nicht nur keine Neugier im herkömmlichen Sinne, auch keine theologische Neugier, wo wir uns in Dinge reinmischen wollen und erklären wollen, die Gott uns nie offenbart hat.

[32:44] Niemandes Hand soll ihn anrühren, sonst soll derjenige unbedingt gesteinigt oder erschossen werden.

[32:48] Es sei ein Tier oder ein Mensch. Er soll nicht am Leben bleiben. Wenn aber das Horn anhaltend ertönt, dann sollen sie zum Berg kommen.

[32:57] Seinem erhabenen Wesen entsprechend wollte Gott die Verkündigung seines Gesetzes zu einem ehrfurchtgebietenden Hoheitsakt machen.

[33:06] Es sollte sich dem Volk tief einprägen, dass alles, was zum Gottesdienst gehörte, größte Ehrerbietung verlangte.

[33:20] Gottesdienst ist nicht einfach nur Kumpel treffen. Gottesdienst ist nicht einfach nur, ich will mal eine tolle Zeit haben. Gottesdienst bedeutet, Gott zu begegnen mit all dem, was das bedeutet.

[33:38] Und obwohl wir keinen steifen Formalismus wollen, keine Besserwisserei und keine Kälte, wollen wir bei aller Warmherzigkeit und liebevollen Güte, die unsere Gottesdienste ausstrahlen sollten, auch die tiefe Ehrfurcht nicht vermissen lassen.

[34:01] Für Gott war das eine ernste Sache. So ernst, dass es sogar heißt, da stieg Mose vom Berg herab zum Volk und heiligte das Volk. Und sie wuschen ihre Kleider. Und er sprach zum Volk: „Seid bereit für den dritten Tag. Keiner nahe sich seiner Frau.“

[34:18] Offensichtlich gibt es sogar einen überschaubaren Zeitraum, in dem sexuelle Enthaltsamkeit selbst in der Ehe für die geistliche Vorbereitung sinnvoll und angezeigt ist.

[34:40] Interessanterweise, und es geschah, als der dritte Tag kam und es noch früh am Morgen war, da hob sich ein Donnern und Blitzen und eine dichte Wolke lag auf dem Berg und es ertönte ein sehr lauter Schall von Schofarhörnern.

[34:51] Da schrak das ganze Volk, das im Lager war.

[34:53] Und Mose führte das Volk aus dem Lager. Mir gefällt dieser Satz so besonders: Und Mose führte das Volk aus dem Lager Gott entgegen und sie stellten sich unten am Berg auf.

[35:07] Aber der ganze Berg Sinai rauchte, weil der Herr im Feuer auf ihn herabstieg. Und sein Rauch stieg auf wie der Rauch eines Schmelzofens und der ganze Berg erbebte heftig.

[35:18] Und der Hörnerschall wurde immer stärker. Mose redete und Gott antwortete ihm mit lauter Stimme.

[35:28] Das war so beeindruckend, dass selbst Mose das nicht kalt ließ. Im Hebräerbrief heißt es dann: „So erschrecklich, so schrecklich war die Erscheinung, dass Mose sprach: Ich bin erschrocken und zittere.“

[35:41] Das hat niemanden kalt gelassen. Das hat alle zutiefst existenziell berührt.

[35:47] Gott offenbart sich den Menschen sichtbar, also zumindest im Feuer hörbar.

[36:01] Als nun der Herr auf den Berg Sinai oben auf den Gipfel des Berges herabgekommen war, rief er Mose hinauf auf den Gipfel des Berges. Und Mose stieg hinauf.

[36:11] Da sprach der Herr zu Mose: „Steige hinab und ermahne das Volk, dass sie nicht zum Herrn durchbrechen.“

[36:17] Das wird wiederholt, weil Gott es deutlich machen möchte. Es ist so wichtig, wenn Gott sich offenbart, dürfen wir nicht einfach aus Neugier die Grenzen übertreten, die Gott gesetzt hat.

[36:35] „Steige hinab und ermahne das Volk, dass sie nicht zum Herrn durchbrechen, um zu schauen und viele von ihnen fallen.“

[36:39] Auch die Priester, die dem Herrn nahen, sollen sich heiligen, dass der Herr nicht einen Riss unter ihnen macht.

[36:44] Hier haben wir interessanterweise einen Hinweis darauf, dass es schon vor dem Heiligtumsdienst oder vor der Aufrichtung der Stiftshütte, besser gesagt, auch schon Priester gab.

[37:04] Offenbar, wahrscheinlich wird nicht viel in der Bibel dazu gesagt, hat sich dann das geändert, indem dann Aaron allein und seine Familie als Priester eingesetzt worden sind.

[37:13] Aber es muss vorher auch schon solche Priester gegeben haben. Und Gott hat dann im Laufe dieses Exodus nach und nach die Reformen so gebracht, bis irgendwann der ganze Gottesdienst und die ganze Religion des Volkes Israel dem entsprach, was Gott ihnen zeigen wollte.

[37:31] Mose aber sprach zum Herrn: „Das Volk kann nicht auf den Berg steigen. Auf den Berg Sinai steigen, denn du hast uns bezeugt und gesagt: Ziehe eine Grenze um den Berg und heilige ihn.“

[37:40] Der Herr sprach zu ihm: „Geh hin, steige hinab. Danach sollst du hinaufsteigen und Aaron mit dir.“

[37:46] Aber die Priester und das Volk sollen nicht durchbrechen.

[37:47] Obwohl Mose sagt: „Gott, das ist alles, das ist uns klar.“ Sagt Gott: „Geh noch mal hinab und sag es noch mal deutlich.“ Gott betont das so sehr: Hier ist eine Grenze und die dürft ihr nicht überschreiten.

[38:01] Ich komme euch jetzt so nah. Es ist auch wichtig, dass ihr euch bewusst seid, was das bedeutet.

[38:14] Und Mose stieg zum Volk hinunter und sagte es ihnen.

[38:21] Diesen Vers haben wir schon gelesen. Er beschreibt in poetischer Form, was hier passiert: „Der Herr kam vom Sinai und er leuchtete ihnen auf von Seïr her. Leuchtend erschien er vom Bergland Paran und kam von heiligen Zehntausenden her.“

[38:31] „In der Rechten ging ein feuriges Gesetz für sie.“

[38:36] Das Feuer in der Bibel, das haben wir schon im Zusammenhang mit dem brennenden Dornbusch in 2. Mose 3 gesehen, ist immer ein Symbol für die Liebe Gottes, indem das Feuer vom Himmel auf die Erde kommt, möchte Gott ihnen zeigen, in diesem Bund möchte die Liebe Gottes Himmel und Erde verbinden.

[38:58] Das Gesetz Gottes beschreibt seine Liebe.

[38:59] Deswegen ist es ein feuriges Gesetz, weil Gottes Liebe gesetzmäßig immer dieselbe ist.

[39:06] Und dann heißt es in 2. Mose 20, Vers 1: „Und Gott redete alle diese Worte und sprach.“ Es scheint ein bisschen redundant zu sein, mehrmals diese Idee vom Sprechen hier auszudrücken, aber es ist nicht redundant, es ist eine Betonung.

[39:19] Es soll uns sagen, das, was wir die Zehn Gebote nennen, waren Gottes Worte.

[39:24] Warum ist das so wichtig? Weil Gott sprach: „Es werde Licht!“ und es wurde Licht.

[39:28] Und Jesaja 55 sagt in Vers 11: „Genauso soll auch mein Wort sein, sagt Gott, das aus meinem Mund hervorgeht. Es wird nicht leer zu mir zurückkehren, sondern es wird ausrichten, was mir gefällt und durchführen, wozu ich es gesandt habe.“

[39:40] Mit anderen Worten, wenn Gott sagt, du sollst nicht töten, ist das nicht nur eine Regel, die dort steht und ich versuche jetzt aus eigener Kraft das irgendwie zu machen. Nein, wenn Gott sagt, du sollst nicht töten, ist das wie „Es werde Licht!“ Und das Wort kam und machte das, was dort stand.

[39:58] Es wurde Licht. Das Wort Gottes hat die Kraft, weil Jesus das Wort Gottes ist, dass wir dann auch nicht lästern müssen, dass wir die Lästerung überwinden können.

[40:11] Und das Gebot, du sollst nicht Ehebrechen, war ein Wort Gottes, der gesagt hat: „Es werde Licht!“ und es wurde Licht.

[40:22] Und wenn wir das Gefühl haben, wenn wir diese Gebote lesen, aber da ist nichts in uns, was dem entspricht, dann dürfen wir mit Paulus sagen von Gott, dem er glaubte – das ist Abraham –, der die Toten lebendig macht und dem ruft, was nicht ist, als wäre es da, auch wenn da keine Treue oder keine Liebe zu den Eltern bei uns ist, keine Bereitschaft den Sabbat zu halten.

[40:53] Wenn wir uns dem Wort Gottes aussetzen und dem Wort Gottes Glauben, hat das Wort durch die Kraft Jesu die Kraft, das, was es sagt, auch durchzuführen.

[41:09] Deswegen bringt der Heilige Geist das Gesetz Gottes in unsere Herzen. Solange es nur Regeln sind, die außerhalb von uns sind, die wir versuchen selbst zu halten, werden wir immer scheitern.

[41:21] Zehn Gebote sind nicht einfach geschriebene Regeln, sie sind das gesprochene Wort Gottes.

[41:33] Und deswegen sind sie auch Verheißung, weil Gott das tut, was er sagt, wenn wir ihm glauben.

[41:43] In Vers 2 lesen wir jetzt die Grundlage all dessen, was wir dann die Zehn Gebote nennen. Gott sagt: „Ich bin der Herr, dein Gott, der ich dich aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Knechtschaft herausgeführt habe.“

[41:57] Es ist übrigens interessant, dass im Hebräischen man übersetzen könnte: „Ich bin der Herr, dein Gott.“ Man könnte aber auch übersetzen: „Ich, der Herr, bin dein Gott.“

[42:10] Man könnte sich also die Frage stellen, wollte Gott sich noch einmal vorstellen: „Ich bin der Herr, dein Gott“, oder wollte er, der bereits – die Israeliten kannten ihn ja schon – wollte er ihnen sagen: „Ich möchte gern dein Gott sein.“ Denn diese Idee: „Ich bin dein Kind, du bist mein Vater, du bist mein Mann, du bist meine Frau.“ Das sind die typischen Worte, mit denen im alten Orient Ehen, Adoptionen durchgeführt wurden oder auch wieder aufgelöst wurden, wenn man gesagt hat: „Du bist nicht mein Mann, du bist nicht meine Frau, du bist nicht mein Kind, du bist nicht mein Vater.“

[42:54] Und wenn wir in Hosea lesen, wie das Volk Gottes sich mit Gott neu verlobt, dann heißt es hier in Vers 25 in Hosea 2: „Und ich will sie mir im Land ansehen und mich über die Unbegnadigte erbarmen und zu nicht mein Volk sagen: ‚Du bist mein Volk‘ und es wird sagen: ‚Du bist mein Gott.‘“

[43:15] Und so denke ich, ist es vielleicht gar nicht verkehrt, wenn man diesen Satz auch übersetzt: „Ich, der Herr, bin dein Gott.“ Ich schließe jetzt einen Bund mit dir. Ich möchte mich mit dir verloben.

[43:30] Wir lesen später in Jeremia 31, dass Gott sozusagen einen Ehebund mit Israel am Sinai geschlossen hat. Das heißt hier in Vers 32: „Nicht wie der Bund, den ich mit ihren Vätern schloss an dem Tag, da ich sie bei der Hand ergriff, um sie aus dem Land Ägypten herauszuführen, denn sie haben meinen Bund gebrochen, obwohl ich doch ihr Eheherr war“, spricht der Herr. Jeremia 31, Vers 32.

[43:58] Gott macht einen Bund. Er möchte sozusagen sein Volk in gewisser Weise heiraten, wenn man so möchte. Er möchte sich mit ihm verloben.

[44:03] „Ich bin der Herr, dein Gott“ oder „Ich, der Herr, bin dein Gott, der ich dich aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Knechtschaft herausgeführt habe.“

[44:11] Weil Gott uns befreit aus der Knechtschaft, macht er den Bund.

[44:17] Er offenbart sich als der mitleidsvolle Hüter seines Volkes. Sie kannten ihn schon als ihren Führer und Befreier, der sie aus Ägypten geleitet und ihnen den Weg durch das Meer gebahnt, der Pharao und seine Heerscharen besiegt hatte.

[44:31] Und nun verkündet er sein Gesetz.

[44:33] Sie kannten ihn schon, aber er vertieft die Beziehung.

[44:37] Er schließt einen Bund und deswegen glaube ich, die Übersetzung „Ich, der Herr, bin dein Gott“, das glaube ich, trifft einen ganz entscheidenden Punkt hier.

[44:46] Diese Zehn Gebote waren nicht nur für die Hebräer.

[44:47] Gebote waren nicht nur für die Hebräer. Es sollte dieses Gesetz ein heiliges Vermächtnis für die ganze Welt sein. Und deswegen müssen auch wir uns damit auseinandersetzen, beschäftigen, es studieren, weil es für uns genauso gilt. Die in den Zehn Geboten aufgestellten Forderungen sind Menschen zur Unterweisung und Lebensführung gegeben. Es sind zehn Regeln, die kurz, umfassend, aber gebieterisch die Pflichten gegen Gott und den Nächsten enthalten und deren wesentliche Grundlage die Liebe ist.

[45:12] Deswegen im Feuer verkündet. So wie Mose im brennenden Dornbusch verstanden hat: Gott liebt sein Volk so sehr, dass er sie retten möchte. Versteht das Volk jetzt am brennenden Berg: Gott liebt uns so sehr, dass er uns dieses Gebot gibt, denn diese Gebote beschreiben seine Liebe. Hier werden diese Grundsätze von der Liebe zu Gott und der Liebe zum Nächsten einzeln aufgeführt und auf die jeweilige Beschaffenheit und Lage des Menschen angewandt, was es bedeutet, Gott von Herzen zu lieben, was es bedeutet, den Nächsten zu lieben wie sich selbst. So wie Jesus das dann später auch zusammenfasst, das wird in den Zehn Geboten praktisch ausbuchstabiert.

[45:54] Jesus hat deutlich gemacht in Johannes 8: „Jeder, der die Sünde tut, ist ein Knecht der Sünde. Aber wen der Sohn frei machen wird, wenn euch nun der Sohn frei machen wird, so seid ihr wirklich frei.“ Deswegen ist die Beschäftigung mit den Zehn Geboten so wichtig, denn sie beginnt mit der Idee: Gott hat uns freigemacht von der Knechtschaft.

[46:17] Und deswegen nennt die Bibel dieses Gesetz auch das Gesetz der Freiheit. Es macht uns nicht frei, es beschreibt die Freiheit. Wenn wir dieses Gesetz verlassen, verlassen wir die Freiheit. Wir können aber durch das Gesetz nicht wieder frei werden. Wir werden durch das Blut Jesu frei. Aber das Blut Jesu führt uns immer zu diesem Gesetz. Das wahre Evangelium von Jesus Christus führt immer zu den Zehn Geboten, nicht weg von ihnen.

[46:50] Jedes Evangelium, das die Zehn Gebote ignoriert, verändert oder unwichtig erachtet, ist nicht das wahre Evangelium.

[46:57] Schauen wir uns die einzelnen Gebote ein klein wenig an. 2. Mose 20, Vers 3: „Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.“

[47:11] Vielleicht eine kurze Ergänzung hier.

[47:19] Uns wird gesagt, dass niemand Gott den Vater gesehen hat. Das wird uns gesagt in Johannes 1, Vers 18. Und Ellen White geht so weit, dass sie sagt, dass bei der Taufe Jesu die Stimme des Vaters zum ersten Mal gehört wurde seit den Tagen Adams.

[47:38] Wenn also die Stimme vom Sinai nicht die Stimme von Gott dem Vater war, sondern von Jesus, der das Volk durch die Wüste führte in der Wolken- und Feuersäule, dann sind diese Worte bedeutsam: „Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.“

[48:00] Dann kann man dieses Gebot nicht dazu verwenden, zu behaupten, Jesus sei nicht Gott. Ganz im Gegenteil, es bestätigt genau die biblische Lehre, dass Jesus Gott ist. Wir sollen keine anderen Götter neben ihm haben,

[48:19] denn Jesus repräsentiert im Alten Testament den Vater, der dort nicht aktiv eingreift, weil Jesus der Mittler zwischen den Menschen und Gott dem Vater ist.

[48:38] Aber da könnte man viel dazu sagen. Das können wir aus Zeitgründen hier nicht anschauen, aber es lohnt sich, diesen Gedanken mal weiter zu durchdenken.

[48:45] Hier kommt die praktische Anwendung für uns. Was auch immer wir schätzen mögen: Sobald es unsere Liebe zu Gott mindert oder den ihm gebührenden Dienst beeinträchtigt, machen wir uns einen Gott daraus.

[49:00] Die Frage, die wir uns stellen müssen heute ist: Gibt es etwas, das meine Liebe zu Gott mindert und den Dienst für ihn beeinträchtigt? So einen Gott dürfen wir nicht, also so einen falschen Gott dürfen wir nicht haben.

[49:14] Das heißt weiter: „Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was in den Wassern unter der Erde ist. Bete sie nicht an und diene ihnen nicht, denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott, der die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied derer, die mich hassen, der Gnade erweist dann vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten.“

[49:43] Auf den ersten Blick scheint es irgendwie doppelt, ähm, redundant zu sein, aber wenn man genau hinschaut, merkt man, hier gibt es einen neuen Aspekt. Wäre das erste Gebot, das die Anbetung falscher Götter verbietet, verbietet das zweite Gebot die Anbetung des wahren Gottes in Nachbildung.

[50:03] Viele heidische Völker machten geltend: Ihre Bilder seien nur Darstellung oder Sinnbilder, in denen sie die Gottheit anbeten. Mit anderen Worten, das ist alles. In Wirklichkeit gibt es einen großen Gott, und wir tun ihn halt in diesen kleinen, äh, Tierdarstellungen, Kälbern, was auch immer man dann gehabt hat. Äh, das ist alles nur sozusagen Metaphern dafür für den einen wahren Gott. Und tatsächlich findet man immer wieder auch im alten Orient, auch in Ägypten, immer zu bestimmten Phasen so ein etwas stärkeres Bewusstsein für so eine allgemeine Gottheit, die sich dann in den verschiedenen sogenannten Göttern manifestiert.

[50:34] Aber Gott hat solche Verehrung als Sünde bezeichnet. Der Versuch, den Ewigen gegenständlich darzustellen, schwächt die Gottesvorstellung des Menschen.

[50:47] Warum nennt Gott sich selbst eifersüchtig? Und es wird gesagt, Götzendienst ist geistlicher Ehebruch und Gottes Missfallen. Darüber wird berechtigt Eifersucht genannt. Es gibt zwar eine krankhafte Eifersucht, mit der hat Gott nichts zu tun. Es gibt eine echte Eifersucht, eine reale, eine gesunde Eifersucht, wenn sie nämlich begründet ist.

[51:07] Dann bezeugt Eifersucht die Echtheit der Liebe. Deswegen ist Gott tatsächlich eifersüchtig, ist wirklich eifersüchtig, wenn wir sündigen.

[51:19] Was hat es mit diesem berühmten Satz zu tun: „bis in das dritte und vierte Glied“? Es ist unvermeidlich, dass Kinder unter den Folgen elterlichen Fehlverhaltens leiden müssen, aber sie werden für die Schuld der Eltern nicht zur Rechenschaft gezogen, es sei denn, sie hätten auch daran Anteil gehabt. Gewöhnlich treten aber die Kinder in die Fußstapfen ihrer Eltern. Durch Vererbung und Beispiel machen sie sich der gleichen Sünden wie ihre Eltern schuldig. Die Anlage zu schlechten Neigungen und niedrigen Gewohnheiten wird genauso wie körperliche Krankheit und Entartung vom Vater auf den Sohn bis ins dritte und vierte Glied vererbt. Es heißt also nicht, dass die Strafe für die Sünde jetzt an die nächste Generation weitergegeben wird, sondern nur, dass das Verhalten eines Menschen sich oft, äh, durch Vererbung und durch Vorbild, äh, ja, oft negativ auch die dritte und vierte Generation noch beeinflussen kann. Das muss aber nicht so sein, wenn in der dritten und vierten Generation sich jemand bekehrt und diesen ganzen Einfluss Jesus übergibt.

[52:16] Das heißt, diese schreckliche Warnung sollte ernstliche Kraft dazu verleihen, den Menschen von einem sündigen Lebenswandel abzuhalten, weil wir auch noch unsere nachkommenden Generationen in die Richtung dann verleiten können. Aber, und das ist sehr wichtig, niemand trägt die Sünde von jemand anderem. Der Sohn soll nicht die Missetat des Vaters mittragen und der Vater soll nicht die Missetat des Sohnes mittragen. Niemand wird dafür bestraft, dass dein Vater oder Großvater gesündigt hat, auch nicht mit okkulten Sachen. Ganz wichtig. Bibel ist hier ganz deutlich und der Geist der Weissagung auch.

[52:51] Und dann lesen wir das zweite Gebot. Verbietet die Anbetung falscher Götter, schließt aber als stillschweigende Folgerung die Anbetung des wahren Gottes ein. Und denen, die ihm aufrichtig dienen, wird Barmherzigkeit verheißen. Nicht nur bis ins dritte oder vierte Glied wie der angedrohte Zorn für die, die ihn hassen, sondern bis in tausende von Geschlechtern. Gottes Gnade übertrifft alles, was wir uns vorstellen können.

[53:14] Das dritte Gebot: „Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes nicht missbrauchen, denn der Herr wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht.“ Es verbietet unter anderem auch den Namen Gottes leichtfertig oder unbekümmert und ohne Rücksicht auf seine erhabene Bedeutung zu gebrauchen. Das bedeutet praktisch, Gottes heiliger Name sollte deshalb nur ehrfurchtsvoll und ernsthaft ausgesprochen werden. Nicht einfach so dahergeredet. Auch das eine Übertretung des Gebotes, wenn man das tut.

[53:43] Und dann kommt das berühmte vierte Gebot: „Gedenke an den Sabbattag und heilige ihn. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun, aber am siebten Tag ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes. Da sollst du kein Werk tun. Weder du noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Vieh, noch dein Fremdling, der innerhalb deiner Tore ist.“ Denn jetzt kommt die Begründung: „In sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darin ist und er ruht am siebten Tag. Darum hat der Herr den Sabbattag gesegnet und geheiligt.“

[54:10] Und wir haben das schon an anderer Stelle im Zusammenhang mit 2. Mose 16 uns angeschaut. Hier noch einmal die Erinnerung. Es wird genau das als Grund gegeben, was auch in 1. Mose 2, Vers 3 steht: „Und Gott segnet den siebten Tag und heiligt ihn, denn an ihm ruht er von seinem ganzen Werk, das Gott schuf, als er es machte.“ Gott hat an dem siebten Tag geruht und dann, nachdem er an diesem Tag geruht hat, diesen Tag für alle Ewigkeit als den siebten Tag geheiligt und gesegnet und ihn beiseitegesetzt für eine besondere Zeit, die wir mit Gott verbringen dürfen.

[54:43] Und wie gesagt, in 2. Mose 16 haben wir schon den Sabbat des Herrn kennengelernt und deswegen ist es umso verständlicher, warum Gott in den Zehn Geboten sagt: „Gedenke des Sabbattages“, er hat ihn dort nicht neu eingeführt.

[54:58] Die Israeliten kannten ihn schon. Er wird nicht als eine neue Anordnung eingeführt. Wer den siebten Tag hält, gibt damit zu erkennen, dass er der Anbeter des Herrn ist. Ja, das vierte Gebot ist das einzige unter den zehn, das sowohl den Namen als auch den Anspruch des Gesetzgebers nennt und zeigt, durch wessen Vollmacht das Gesetz gegeben wurde. Dadurch enthält es Gottes Siegel, das seinem Gesetz als Beweis der Echtheit und bindenden Kraft hinzugefügt wurde. Durch das vierte Gebot wissen wir, wer dieser Gott ist. Diese Gebote gibt er, der Schöpfer von Himmel und Erde ist.

[55:37] Nun, was können wir am Sabbat dann tun? Unumgänglich notwendige und Liebeswerke sind am Sabbat erlaubt. Kranke und Leidende müssen jederzeit versorgt werden, aber überflüssige Arbeit ist unbedingt zu vermeiden. Und das bedeutet nicht nur das Arbeiten, sondern auch das Planen. Wer am Sabbat berufliche Angelegenheiten oder Planungen erörtert, der hat sich in Gottes Augen tatsächlich mit Geschäftlichem abgegeben.

[55:58] Also, es reicht nicht einfach nur nicht zur Arbeit zu gehen, aber dann den ganzen Sabbat über die Arbeit zu reden. Lass uns einfach gar nicht weltliche Dinge planen. Um den Sabbat zu heiligen, sollten wir nicht einmal mit unseren Gedanken bei weltlichen Dingen sein. Ich denke, hier gibt es für uns alle viel Wachstumsbedarf, den Sabbat so zu heiligen, wie Gott es sich vorstellt.

[56:20] Das fünfte Gebot: „Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, damit du lange lebst in dem Land, das der Herr, dein Gott, dir gibt.“ Das erste Gebot mit einer Verheißung, wie Paulus schon festgestellt hat.

[56:31] Natürlich wollten Israeliten in das gelobte Land Kanaan, aber wir wollen auf die neue Erde. Ihm verheißt es ewiges Leben auf einer Erde, nachdem sie vom Fluch der Sünde befreit ist. Das fünfte Gebot hat einen besonderen Hinweis auf dieses ewige Leben. Die Eltern haben in einem Maße Anspruch auf Liebe und Achtung, wie es keinem anderen zusteht. Und auch hier müssen wir vielleicht uns alle an der Nase fassen. Wer also die rechtmäßige Autorität seiner Eltern ablehnt, verwirft die Autorität Gottes.

[57:02] Und jetzt kommt ein interessanter Punkt. Das Gebot schließt aber auch Achtung vor Predigern, vor der Obrigkeit (ich übersetze: vor dem Staat) und allen anderen, denen Gott Autorität übertragen hat. Und hier verstehen wir jetzt, was das bedeutet. Man soll die Eltern immer achten, auch wenn sie mal Dinge sagen, die man nicht tun kann, weil das Wort Gottes es verbietet. Dann soll man die Eltern immer noch achten, immer noch ihnen Ehrfurcht, also Ehre erweisen, auch wenn man diese konkrete Forderung dann nicht umsetzt, weil Gottes Wort immer höher ist. Und trotzdem wird man, wenn die Eltern etwas verlangen, was gegen Gottes Gebot ist, sie trotzdem noch liebevoll und mit Achtung behandeln. Und so möchte Gott, dass wir auch mit Predigern umgehen, die Dinge sagen, von denen wir sagen können, die Bibel sagt etwas anderes. Und so möchte Gott, dass wir auch mit dem Staat umgehen, wenn der Staat uns Dinge fordert, die wir nach der Bibel nicht tun können. Es geht nicht darum, immer alles dem Staat zu folgen. Es geht darum, in welcher Geisteshaltung man dem Staat gegenüber sich benimmt.

[58:13] Das ist Teil des fünften Gebotes.

[58:15] „Du sollst nicht töten.“ Und Jesus hat deutlich gemacht, dass schon ohne Ursache zu zürnen, eine Übertretung dieses Gebotes. Es geht schon viel früher los. Vernachlässigung der Bedürftigen oder Leidenden aus selbstsüchtigen Gründen. Zügellose Genusssucht, weil sie ja dem eigenen Tod Vorschub leistet, unnötige Entbehrung, wenn man sich quasi wie ein Mönch dann kasteit und damit selbst das eigene Leben in Gefahr bringt. Übertriebene Arbeitsleistung.

[58:48] Jetzt muss ich es auf mich selbst wirken lassen. Vielleicht doch übertriebene Arbeitsleistung, die zur Schädigung der Gesundheit führt, ist eine Übertretung des sechsten Gebotes: „Du sollst nicht töten.“ Wow.

[59:02] Nicht nur Hass auf andere.

[59:03] Und dann das siebte Gebot: „Du sollst nicht ehebrechen.“ Jesus hatte deutlich gemacht, das ist schon in den Gedanken, da geht es schon los. Wer eine Frau ansieht, um sie zu begehren, der hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen.

[59:17] Deswegen lesen wir hier, dieses Gebot verbietet nicht nur unreine Handlungen, sondern auch sinnliche Vorstellungen und Begierden oder jede Gewohnheit, durch die sie erregt werden könnten.

[59:27] Also schon in den Gedanken ist es eine Übertretung der Zehn Gebote.

[59:34] „Du sollst nicht stehlen.“ Und hier haben wir auch eine interessante Auflistung. Das verdammt Diebstahl und Raub und fordert unbedingte Redlichkeit in den kleinsten Dingen des Lebens. Natürlich sind auch Menschenraub, Sklavenhandel und Eroberungskriege verboten, aber die meisten von uns haben wahrscheinlich gar nicht die Möglichkeit, einen Eroberungskrieg zu führen. Aber es gibt auch viele kleine Dinge, die darunter fallen. Es verbietet das Übervorteilen im Geschäftsleben und verlangt gerechte Bezahlung bei Verpflichtung oder Arbeitslöhnen. Es erklärt jeden Versuch, sich durch die Unwissenheit, die Schwäche oder das Missgeschick eines anderen Vorteil zu verschaffen, für Betrug.

[1:00:14] schaffen uns manchmal Vorteil, indem wir die Unwissenheit anderer ausnutzen. Ach, das ist eine Übertretung des achten Gebotes.

[1:00:21] Dann das neunte Gebot: „Du sollst kein falsches Zeugnis reden gegen deinen Nächsten.“ Manchmal hört man, ja, das heißt ja nicht, du sollst nicht lügen, aber es steht auch in 3. Mose 19,11: „Du sollst nicht lügen.“ Also ist auf jeden Fall verboten.

[1:00:34] Jede absichtliche Übertreibung oder jede Anspielung, die darauf berechnet ist, einen falschen Eindruck zu erwecken, ja sogar Berichterstattung im Sinne einer Unterstellung ist Lüge. Wenn wir also Videos weiterleiten, wo Menschen etwas unterstellt wird, was man nicht beweisen kann, wo über den Tatbestand noch Motive unterstellt werden und Verbrechen unterstellt werden, die nicht bewiesen sind, ist das eine Übertretung des neunten Gebotes.

[1:01:02] Dieses Gebot verbietet jeden Versuch, dem guten Ruf des Nächsten durch falsche Darstellung und schlimme Verdächtigung, Verleumdungen und Tratscherei zu schaden. Selbst das vorsätzliche Vertuschen der Wahrheit, woraus anderen Schaden erwachsen kann, ist Übertretung des neunten Gebotes.

[1:01:19] Und dann das zehnte Gebot, die Wurzel, so das Fundament von allem: „Du sollst nicht begehren das Haus deines Nächsten. Du sollst nicht begehren die Frau deines Nächsten, noch seinen Knecht, noch seine Magd, noch sein Rind, noch sein Esel, noch irgendetwas, das dein Nächster hat.“

[1:01:33] Damit fing es an.

[1:01:36] Luzifer im Himmel hat angefangen, sich Dinge haben zu wollen, die ihm nicht gehörten.

[1:01:41] Von daher ist das sozusagen die Wurzel der Sünde in gewisser Weise. Das heißt, das zehnte Gebot rührt unmittelbar an die Wurzel aller Sünden, wenn es selbstsüchtiges Verlangen verbietet, dem die sündige Tat entspringt.

[1:01:56] Es geht nicht nur um die Eingrenzung von bösen Taten, es geht in den Zehn Geboten darum, dass unser Herz erreicht wird. Und deswegen können die Zehn Gebote nur gehalten werden, wenn sie im Herzen sind, denn nur dann werden wir auch die Begierde überwinden. Nur dann werden wir auch nicht einmal auf die Frau blicken. Nur dann werden wir auch nicht einmal ohne Ursache zürnen, wenn es im Herzen ist.

[1:02:22] Man kann also die Zehn Gebote eigentlich nur halten, wenn sie im Herzen sind, weil sie zum Teil von ihrem Prinzip her bis in das Herz hineinreichen.

[1:02:32] Das ganze Volk nahm das Donnern und die Flammen wahr und den Schall der Schofarhörner und den rauchenden Berg. Als nun das Volk dies wahrnahm, zitterte es und stand von Ferne. Und es sprach zu Mose: „Rede du mit uns und wir wollen hören, aber Gott soll nicht mit uns reden, sonst müssen wir sterben.“

[1:02:50] Interessante Beobachtung. Sie hatten den Eindruck, dass das Wort Gottes so nahe kam, dass ihr Leben auf dem Spiel stand.

[1:02:59] 5. Mose 5 hat es etwas ausführlicher berichtet.

[1:03:02] Wir lesen ja eine sehr interessante Passage und sie sprachen: „Siehe, der Herr, unser Gott, hat uns seine Herrlichkeit und seine Größe sehen lassen und wir haben seine Stimme mitten aus dem Feuer gehört. Heute haben wir gesehen, Achtung, dass Gott mit den Menschen redet und sie am Leben bleiben.“ Mit anderen Worten, wir haben es erlebt: Gott redet und wir bleiben am Leben. Und jetzt sagen sie in Vers 25: „Und nun, warum sollen wir sterben?“

[1:03:23] Sie haben doch gerade gesagt, wir haben gesehen, dass Gott mit den Menschen redet und wir am Leben bleiben. Und jetzt haben sie trotzdem Angst um ihr Leben, denn sie sagen weiter: „Dies große Feuer wird uns verzehren. Wenn wir die Stimme des Herrn, unseres Gottes, noch weiterhören, so müssen wir sterben.“

[1:03:37] Haben sie nicht gerade gesagt, wir haben gesehen, dass Gott mit den Menschen redet und wir am Leben bleiben?

[1:03:46] Und jetzt kommt eine interessante rhetorische Frage: „Denn wer von allem Fleisch könnte die Stimme des lebendigen Gottes mitten aus dem Feuer reden hören und am Leben bleiben? Wer kann das ertragen?“ Und jetzt kommt Vers 27: „Tritt du hinzu und höre alles, was der Herr, unser Gott, reden wird.“

[1:04:04] Sie wussten intuitiv, Mose kann Gottes Stimme hören und stirbt nicht. Denn Mose hat sein Leben Gott ganz übergeben, hat sein Herz ihm ganz gegeben und die Stimme Gottes tötet den Mose nicht. Aber das Feuer, das Sünde vernichten möchte, das Feuer der Liebe, denn Liebe tötet Sünde.

[1:04:24] Dieses Feuer kam so nah an sich heran, dass sie merkten, wenn wir jetzt nicht unsere Sünden aufgeben, können wir hier in dieser Nähe des Feuers gar nicht bleiben.

[1:04:36] Die Offenbarung der Herrlichkeit Gottes führt jeden Menschen dazu, sich zu entscheiden: Will ich die Sünden aufgeben oder will ich mich zurückziehen? Man kann nicht in der Nähe Gottes leben und gleichzeitig an Sünde festhalten. Das geht nicht. Die Nähe Gottes fordert einen zur Entscheidung heraus.

[1:04:59] Das Volk war vom Schrecken überwältigt. Die ehrfurchtgebietende Sprache Gottes

[1:05:00] Die ehrfurchtgebietende Sprache Gottes erschien ihm fast untragbar. Denn als ihm Gottes erhabene Rechtsordnung dargelegt wurde, begriff er wie nie zuvor das widerwärtige Wesen der Sünde und seine eigene Schuld in den Augen des großen Gottes. Furchtsam und in heiliger Scheu wichen die Hebräer vom Berg zurück.

[1:05:14] Jetzt kommt eine interessante Aussage. 2. Mose 20, Vers 20: Mose aber sprach zum Volk: "Fürchtet euch nicht, denn Gott ist gekommen, um euch zu prüfen und damit die Furcht vor ihm euch vor Augen sei. Gott will euch keine Angst machen, sondern damit ihr nicht sündigt." Das ist das Ziel der Erlösung. Gott hat sie aus Ägypten rausgeführt, aus der Knechtschaft, um ihnen die Gebote zu geben, damit sie Gott fürchten. Was ist der Anfang des ewigen Evangeliums? Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, damit ihr nicht sündigt.

[1:05:50] Wenn man diesen Vers liest, "um euch zu prüfen, damit die Furcht vor ihm euch vor Augen sei", dann erinnert man sich an eine Geschichte, die Israeliten auch kannten, denn Mose hatte sie ihnen mitgebracht, als er nach Ägypten kam. 1. Mose 22, Vers 1: "Und es geschah nach diesen Begebenheiten, da prüfte Gott den Abraham." Und als der die Prüfung besteht, heißt es in Vers 12 – wir kennen die Geschichte – er sprach: "Leg deine Hand nicht an den Knaben und tu ihm gar nichts, denn nun weiß ich, dass du Gott fürchtest, weil du deinen einzigen Sohn nicht verschont hast um meinetwillen." Die Prüfung bei Abraham zeigt, dass er wirklich Gott fürchtet, weil er alles auf den Altar gelegt hat. Und so sagt Mose zu den Israeliten: "Gott will euch nicht töten. Er will nur euch prüfen, um zu sehen, ob ihr auch bereit seid, so wie unser Stammvater Abraham, ob wir bereit sind, alles auf den Altar zu legen. Denn wer alles auf den Altar legt, der muss Gottes Stimme nicht fürchten. Wer Sünde zurückhält, der wird die Gegenwart Gottes immer fürchten."

[1:07:00] Aber anders als Abraham möchte das Volk jetzt erstmal Gottes Stimme nicht hören und lieber mit einem Mittler kommunizieren.

[1:07:12] Das Volk stand von Ferne. Mose aber nahte sich zu dem Dunkel, in dem Gott war. Und der Herr sprach zu Mose: "So sollst du zu den Kindern Israels sprechen: Ihr habt gesehen, dass ich vom Himmel her zu euch geredet habe. Darum sollt ihr neben mir keine Götter aus Silber machen. Auch Götter aus Gold sollt ihr euch nicht machen."

[1:07:33] Einen Altar aus Erde sollst du mir machen und darauf deine Brandopfer und deine Friedensopfer, deine Schafe und deine Rinder darbringen. Ein Gesetz über den Altar: An jedem Ort, wo ich meines Namens gedenken lasse, dort will ich zu dir kommen und dich segnen. Denn meistens wird über dieses Gesetz nicht so viel gesagt, aber es ist interessant.

[1:07:51] Gott sagt, dort, wo ich meines Namens gedenken werde, dort soll er angebetet werden. Dort, wo sein Name ist. Übrigens, in Offenbarung 14 ist bei den 144.000 der Name Gottes an der Stirn. Sie beten ihn im Geist und in der Wahrheit an. Dort will ich zu dir kommen und dich segnen. Und wenn du mir einen steinernen Altar machen willst, sollst du ihn nicht aus behauenen Steinen bauen. Denn wenn du deinen Meißel darüber schwingen würdest, so würdest du ihn entweihen.

[1:08:24] Wenn die Menschen Gott anbeten, sollen sie nicht eigene Werke, die sie selbst gemacht haben, mitbringen, sondern das, was Gott vorgesehen hat: die Erde, die unbehauenen Steine. Wir können mit unseren eigenen Werken Gott nicht anbeten.

[1:08:40] Du sollst auch nicht auf Stufen zu meinem Altar hinaufsteigen, damit deine Blöße nicht aufgedeckt wird vor ihm. Der Altar, an dem das symbolische, typologische Opfer gebracht wird, ist nicht der Ort, wo Menschen sich erhöhen. Es ist der Ort, an dem wir uns erniedrigen, weil Jesus sich für uns erniedrigt hat. Es lohnt sich, über diese Verse noch weiter nachzudenken.

[1:09:06] Bei allem wollen wir eins nicht vergessen: Gott gibt diese zehn Gebote und all das, was er hier sagt, um nicht nur mit dem Volk Israel, sondern mit dir und mir einen Bund zu machen. Liebst du Jesus so sehr, dass diese Gebote in deinem Herzen, in dein Herz hineingeschrieben werden dürfen?

[1:09:28] Wollen wir Gott darum bitten, dass er das tut? Lass uns gemeinsam noch beten. Lieber Vater im Himmel, wir haben heute einiges über die zehn Gebote gesagt und gelernt. Es gäbe noch so viel, was man studieren kann, aber du hast nicht vorgehabt, dass wir alles in ein paar Minuten lernen. Herr, ich möchte dich darum bitten, dass jeder von uns, jeder der dieses Video sieht, anfängt, sich Zeit zu nehmen, über deine Gebote nachzudenken. Das bitte ich dich für mich und für jeden, dass wir die vielen tiefen Gedanken, die in deinen zehn Geboten zusammengefasst sind, dass wir sie immer besser verstehen, dadurch dich besser kennenlernen und unser Bund immer fester wird. Herr, schreibe du dein Gesetz in unser Herz, denn nur dafür ist es gedacht, um in unserem Herzen zu sein. Herr, wir wollen dir folgen und alles auf den Altar legen, damit du uns echte Gottesfurcht geben kannst im Namen Jesu. Amen.

[1:10:36] Gott hat den Israeliten nicht nur die zehn Gebote gegeben, sondern eine Reihe von anderen Rechtsbestimmungen. Wir werden das in der nächsten Woche uns genauer anschauen, wenn wir dann die Kapitel 21 bis 23 uns anschauen werden und vergleichen werden auch mit Parallelen aus umliegenden Ländern. Das wird sehr interessant werden. Bis dahin wünschen wir euch Gottes reichen Segen im Studium seines Wortes und im Nachdenken über sein Gesetz. Gott mit euch. Amen.


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