[0:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour. Wir sind in Lektion 12 und wollen uns heute mit dem Kapitel 11 des Buches Daniel beschäftigen: "Von Norden und Süden zum wunderbaren Land". Unser Merkvers, den finden wir in Daniel 11, Vers 35: "Auch von den Verständigen werden etliche unterliegen, damit unter ihnen eine Läuterung geschehe, eine Sichtung und Reinigung, bis zur Zeit des Endes, denn es währt bis zur bestimmten Zeit."
[0:44] Nun, wir haben uns schon ziemlich weit in das Buch Daniel vorgedrungen, in Daniel 11, Vers 35. Wir gucken uns gleich mal an, wo wir dahin kommen. Wir wollen eigentlich Stück für Stück, Vers für Vers durch das Kapitel 11 von Daniel gehen. Allerdings ist das so umfangreich und so groß, dass ich euch bitten möchte, dass ihr das unten im Sendemanuskript nachlest. Ob ihr das am besten parallel mit öffnet oder auch ausdruckt, dann könnt ihr sozusagen Vers für Vers mitgehen. Das werden wir jetzt hier nicht schaffen, jeden Vers zu machen. Wir werden ein paar Sprünge machen, aber wir werden uns so ganz grob mal angucken, worum es dort geht.
[1:24] Nun, bevor wir anfangen, bevor wir gleich in den ersten Vers des 11. Kapitels hineingehen, noch eine kleine Anmerkung. Bei Daniel 11 ist es so, das wurde in den letzten Jahren wenig studiert, dieses Kapitel. Und so gibt es zahlreiche Auslegungen über die einzelnen Verse. Und wir haben versucht, für euch was zusammenzustellen und auch zusammenzuschreiben, chronologisch fortlaufend. Denn wir sind davon überzeugt, dass dieses Buch chronologisch durchgeht und keine Sprünge macht, nicht wieder zurückspringt, vorspringt, sondern dass es sozusagen eine gerade Linie ist.
[1:57] Nun, es muss noch viel studiert werden in diesem Buch, aber sozusagen als kleine Hilfe haben wir euch das Sendemanuskript gemacht. Es ist ziemlich groß geworden diesmal, es ging auch nicht kürzer. Wir haben es so weit eingedampft, wie wir konnten. Nun, wir wollen gleich mal loslegen, fangen gleich in Vers 1 an und vorher bitten wir noch Gott, dass er uns seinen Geist gibt, damit wir es in rechter Weise verstehen.
[2:18] Unser lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danken dafür, dass wir jetzt gemeinsam studieren dürfen. Herr, wir möchten dich bitten, dass du deinen Heiligen Geist sendest, damit er uns in dein Wort hineinführt, damit wir das verstehen können, Herr, was du uns sagen möchtest. Und dafür danken wir dir jetzt schon. Im Namen Jesu, Amen.
[2:38] Nun schauen wir einmal in Vers 1, Daniel 11, Vers 1. Da heißt es: "Auch ich stand ihm im ersten Jahr Darius des Medas bei, um ihn zu stärken und ihm zu helfen." Und wie wir noch aus Daniel 10 wissen, spricht das hier der Engel Gabriel. Und das erste Jahr von Darius dem Meder, das ist das Jahr 35. Da sind wir schon durch, aber er sagt, ich stand ihm bei in diesem Jahr. Wir sind jetzt nicht im Jahr 35, wir sind schon darüber hinaus, aber das erste Jahr von Darius dem Meder war das Jahr 35 vor Christus.
[3:17] In Vers 2 heißt es dann: "Und nun will ich dir die Wahrheit verkünden: Siehe, es werden noch drei Könige in Persien aufstehen, und der Vierte wird größeren Reichtum erwerben als alle anderen. Und wenn er sich in seinem Reichtum stark fühlt, wird er alles gegen das griechische Reich aufbieten." Also jetzt kündigt er, Gabriel, an, jetzt will er dem Daniel die Zukunft vorhersagen, er will ihm jetzt offenbaren, was noch kommt. Und er sagt, es werden noch vier Könige aufstehen, und der Vierte wird größeren Reichtum haben als alle anderen.
[3:54] Nun, geschichtlich wissen wir, wer das ist. Könnt ihr ins Sendemanuskript mit reingucken. Da war zunächst Kambyses der Zweite, der aufkam, dann Bardiya, dann Darius der Erste und schließlich Xerxes der Erste. Das war der Vierte, der den größten Reichtum hatte. Es war der Ehemann von Esther und tatsächlich Xerxes der Erste war ein sehr, sehr reicher König. Laut Herodot soll er zu einem Zeitpunkt so eine riesige Armee gehabt haben von 5.283.200 Mann. Sowas hat es vorher nie gegeben und nachher auch nicht wieder. Die größte Armee, die wir heute haben, die chinesische Volksbefreiungsarmee, sind glaube ich 2,2 Millionen Mann, also nicht einmal die Hälfte.
[4:34] Xerxes hat jedenfalls im Jahre 483 vor Christus Griechenland angegriffen, damals unter dem König Leonidas. Da hat er alles aufgeboten, was er hatte, um zu kämpfen, und er war auch erst relativ erfolgreich, aber hat nachher eine entscheidende Seeschlacht verloren und so kam es zu einer Niederlage. Aber er war nicht der letzte König aus Persien, der Griechenland angriff. Nach ihm, also nach diesem biblischen Bericht, wir haben jetzt hier drei Könige und der Vierte wird reicher, mehr Reichtum haben als alle davor. Danach kamen noch, die sind hier nicht benannt in der Bibel, noch acht weitere Könige, die in Medo-Persien aufgestanden sind, bis zum Ende Darius der Dritte. Und der hat ja auch gegen Griechenland gekämpft.
[5:20] Und so ein geschichtlicher Abschnitt, so ein bisschen das, was hier in der Bibel schon vorhergesagt war, so entdecken wir es auch tatsächlich in der Geschichte. Und wenn wir jetzt ein bisschen Ordnung schaffen hier, wenn wir weitergehen, in Vers 3 heißt es:
[5:36] "Es wird aber ein tapferer König auftreten und eine große Herrschaft gründen und tun, was ihm gefällt." Nun, wer ist dieser tapfere König, der jetzt auftritt und tut, was ihm gefällt? Wir wissen, es kam Alexander der Große auf in Griechenland und tatsächlich, er hat das Medo-Persische Reich damals besiegt und er hat in neun Jahren die ganze damals bekannte Welt erobert und hat das gesamte Reich von Darius dem Dritten übernommen.
[6:09] Aber Vers 4 sagt dann: "Aber wie sein Reich aufgekommen ist, so wird es auch zerbrechen und nach den vier Himmelsrichtungen zerteilt werden, aber nicht unter seinen Nachkommen und nicht mit gleicher Macht, wie er sie ausgeübt hat, denn sein Reich wird ausgerissen und anderen zuteil als jenen." Und hier wird schon vorhergesagt, dass Alexander nicht lange regieren wird. Sein Reich wird ausgerissen, es wird anderen gegeben, genau genommen wird es verteilt nach den vier Himmelsrichtungen hin. Und wir wissen ja schon aus unserem Studium vorher, aus dem Buch Daniel, dass das Reich von Alexander aufging in seine Nachfahren, also nicht zu seinem eigenen Nachkommen, zu seinem eigenen Erbe, sondern zu seinen Generälen. Also damals waren das Kassander, Lysimachus, Ptolemäus und Seleukos, vier seiner Generäle. Er hatte noch mehr, aber am Ende kamen diese vier sozusagen auf und die haben nachher ihre inneren Kämpfe gehabt und haben dann versucht, sein Reich sozusagen, jeder wollte Alleinherrscher irgendwann sein, haben sich gegenseitig bekriegt und bekämpft.
[7:13] Alexanders Nachkommen, er hatte ja einen Sohn, oder sein Sohn wurde postum geboren von seiner Frau Roxana, der wurde später umgebracht unter Kassander. Und so hatte Alexander tatsächlich keinen leiblichen Erben mehr. Und so ist genau das erfüllt worden, was hier in Vers 4 steht, dass es nicht an seinen Nachkommen geht, sein Reich wird ausgerissen werden, es geht an andere über. Und die vier Diadochen, also die Nachfolger Alexanders, die haben das Reich unter sich aufgeteilt.
[7:45] Nun, im Folgenden wird jetzt gesprochen werden über zwei dieser Diadochen. Wir werden sie kennen unter dem König des Nordens und dem König des Südens. Also der König des Nordens, das sind die Seleukiden, also alle, die unter Seleukos sozusagen hervorkamen. Und der König des Südens, das sind die Ptolemäer, alle, die unter Ptolemäus hervorgekommen sind, unten in Ägypten. Jetzt die beiden nennen sich König des Nordens und König des Südens, weil die Seleukiden, die kommen immer aus dem Norden, wenn sie Israel angegriffen haben. Da, wo Babylon ist, von da aus direkt nach Israel rüber, würde heißen, man müsste durch die Wüste gehen. Deshalb geht man sozusagen einmal im Norden rum, kommt über Syrien und geht dann nach Israel hinein. Deswegen kommt dieser König immer aus dem Norden, sowohl damals schon Nebukadnezar, als auch seine Nachfahren dann später bis hin zu den Medern und Persern und sogar bis zu den Griechen. Die Seleukiden, die kamen auch von Norden, die sind jetzt Daniel 11 benannt als König des Nordens. König des Südens, natürlich Ägypten, sie kamen immer von Süden in das Reich hinein.
[8:54] Um die soll es gehen in den nächsten Versen, um die Ptolemäer und die Seleukiden. Dazu ist eine Hilfe im Sendemanuskript drin, wenn ihr Seite 3 und 4 euch anguckt, da sind die Abstammungslinien drin von den Seleukiden und dem Ptolemäer, das hilft ein bisschen, wenn man es studiert. Was uns betrifft, wir springen gleich ein bisschen weiter, denn jetzt kommt sozusagen in den nächsten Versen, wird jetzt genau aufgeschrieben, was ist wann passiert. Es werden Kriege aufgeschrieben, es werden sozusagen Intrigen sind da beschrieben und exakt geschichtlich sehr, sehr genau große Schlachten werden aufgeschrieben.
[9:29] Wir haben euch das im Sendemanuskript mit reingelegt, was da passiert. Das ist beeindruckend, wenn man es liest. Nicht verwirren lassen von den Namen: Ptolemäus I., Ptolemäus II., Ptolemäus III. und so weiter. Das Gleiche bei Antiochos beziehungsweise Seleukos. Auch da gibt es Seleukos I., II., III., Antiochos I., II., III., das ist die Linie der Seleukiden. Geschichtlich hochinteressant, was da passiert, aber zeitlich leider nicht in unserem Rahmen drin. Deswegen einfach der Verweis auf das Sendemanuskript, da haben wir euch das zusammengestellt und da könnt ihr es nochmal durchlesen.
[10:00] Es geht, wenn wir das lesen bis zu Vers 16 hin. Ab Vers 16 merken wir, da kommt eine neue Macht auf und diese Macht ist dann das römische Reich. Denn wir wissen, nach den Griechen kommen die Römer. Und ab Vers 16, da kommt nun jemand, der wieder tut, was ihm beliebt. Das war ja so ähnlich wie in Daniel 11 Vers 3, als das griechische Reich aufkam, da kommt auch jemand, der tut, was ihm beliebt, was ihm gefällt, und das war ein Weltreich, das gegründet wurde. Das Gleiche finden wir in Vers 16, da kommt auch wieder jemand, der tut, was ihm beliebt, das nächste große Weltreich wird gegründet. Hier ist es Rom und die folgenden Verse werden auch über Rom sprechen.
[10:43] Wir sehen dann zum Beispiel Vers 17: "Er wird aber sein Augenmerk darauf richten, sein ganzes Königreich in die Gewalt zu bekommen und sich dazu mit ihm zu vertragen und wird es durchführen und wird ihm eine Tochter von seinen Frauen geben, um es zu verderben, aber sie wird nicht bestehen und wird für ihn nichts ausrichten." Nun, hier wird gesprochen sozusagen von der römischen Macht. Wird versuchen, jetzt das ganze griechische Reich zu übernehmen. Und Rom hatte zu dem Zeitpunkt bereits alles außer Ägypten. Und um Ägypten zu bekommen, wird er versuchen, sich sozusagen mit einer Tochter, mit einer Frau da zu vermählen und irgendwie da was zu veranstalten.
[11:25] Und tatsächlich, wir kennen die Geschichte, es war damals Gaius Julius Cäsar geboren, 100 vor Christus, der sich damals zusammentat mit Kleopatra der Siebten, also der damaligen Pharaonin von Ägypten. Aber sie konnte nichts ausrichten für ihn. Letztendlich hat sie es nicht geschafft, ihr Reich wieder aufzubauen und sie starb dann später an Suizid.
[11:50] Wir wollen jetzt etwas springen und zwar in Vers 20. Also in Vers 18, 19 sozusagen wird darauf hingewiesen, wie Cäsar, wie ein Komplott gegen ihn gemacht wurde und wie Cäsar dann auch gestorben ist, wie er im Senat sozusagen in dem großen Theater des Pompejus an der letzten Senatssitzung, wie sie ihn dann erdolcht haben, wie sie ihn umgebracht haben. Und dann heißt es in Vers 20:
[12:16] "Und an seiner Stelle wird einer auftreten, der einen Steuereintreiber durch die Herrlichkeit des Reiches ziehen lässt, aber nach einigen Tagen wird er zerschmettert werden und zwar weder durch Zorn noch im Krieg." Also in Vers 20 kommt jetzt sozusagen der Nachfolger von Gaius Julius Cäsar. Nun, als Cäsar umgebracht wurde, gab es erst einige Nachfolger. Es gab ja einen riesen Streit zwischen Oktavian, Marc Anton, Lepidus und Kleopatra der Siebten. Sie alle erhoben irgendwie Anspruch auf den Thron, auf die Nachfolge von Gaius Julius Cäsar. Aber tatsächlich war es Oktavian, der sich durchsetzte. Das war der Großneffe und der Haupterbe von Gaius Julius Cäsar. Und er gewann diese Machtkämpfe und tatsächlich 31 vor Christus bis 14 nach Christus sollte er Alleinherrscher sein.
[13:03] Oktavian gab sich dann einen neuen Namen und wir kennen ihn heute unter Kaiser Augustus. So hat er sich genannt. Und die Bibel sagt hier, er wird ein Steuereintreiber durch die Herrlichkeit des Reiches ziehen lassen. Nun, in der Tat, irgendwie kennen wir das, wenn wir in der Bibel schauen, welche Zeit war das wohl nach Gaius Julius Cäsar, zur Zeit von Augustus? Wir wissen 31 vor Christus bis 14 nach Christus. Die Zeit müssen wir im Neuen Testament finden und da finden wir sie auch. Und wir gehen in Lukas 2 und hier die Verse 1 bis 3. Lukas 2, die Verse 1 bis 3.
[13:44] Und wir lesen genau davon. Hier heißt es: "Es begab sich aber in jenen Tagen, dass ein Befehl ausging von dem Kaiser Augustus, dass der ganze Erdkreis sich erfassen lassen sollte. Diese Erfassung war die erste und geschah, als Quirinius Stadthalter in Syrien war." Und es zogen alle aus, um sich erfassen zu lassen, jeder in seine eigene Stadt. Tatsächlich hat Kaiser Augustus, der hier direkt benannt ist im Lukas-Evangelium, Steuereintreiber durch die Länder geschickt. Er hat eine große Zählung, eine Volkszählung veranlasst, dass jeder sollte sich registrieren lassen, damit er Steuern erheben kann. Das war damals so die Blütezeit des römischen Reiches und genau in der Zeit ist auch Christus geboren. Und hier wird von ihm geschrieben, von Kaiser Augustus, der damals diese Steuerzählung hat machen lassen.
[14:33] In Daniel 11 wurde er beschrieben, also nach Julius Cäsar sozusagen kommt einer auf, der einen Steuereintreiber durch die Länder ziehen lässt. Dann heißt es aber in Vers 21 im nächsten: "An seiner Stelle..." Ach so, vielleicht Vers 20, das Ende noch. Es heißt hier: "Aber nach einigen Tagen wird er zerschmettert werden und zwar weder durch Zorn noch im Krieg." Tatsächlich, Kaiser Augustus ist nicht im Krieg und nicht irgendwie durch Gewalttat oder irgendwas gestorben, sondern Kaiser Augustus tatsächlich friedlich in seinem Bett eingeschlafen. Er starb, glaube ich, mit 78 Jahren.
[15:12] Und dann heißt es hier weiter in Vers 21: "An seiner Stelle wird ein Verachteter aufkommen, dem die königliche Würde nicht zugedacht war, aber er wird unversehens kommen und sich durch Schmeicheleien des Königtums bemächtigen." Also nach Augustus kam jetzt irgendjemand auf, dem eigentlich die Königswürde nicht zugedacht war, aber er wird sich so ein bisschen durch Schmeicheleien diese Königswürde aneignen. Wer kam denn auf? Nun, eigentlich sollte damals Gaius Cäsar, der älteste Sohn von Marcus Vipsanius Agrippa und der Julia, der Tochter von Augustus, dieses Amt übernehmen. Aber dem war nicht so. Es gab so ein paar Intrigen, da steht so ein bisschen, könnt ihr im Sendemanuskript nachlesen, was passiert war. Und tatsächlich kommt jemand auf, dem die Kaiserwürde nicht zugedacht war. Es war Tiberius, ein Mensch mit einem furchtbaren Charakter. Das römische Volk selbst hat ihn verachtet, den Tiberius. Er sollte eigentlich Kaiser werden. Er hat sich selber auch zurückgezogen und hat sich sozusagen vom Senat bitten lassen, dass er doch diese Königswürde übernimmt und dann hat er sie genommen.
[16:29] Und wenn wir lesen, was so die antiken Schriftsteller über ihn schreiben, da heißt es zum Beispiel Seneca, der schreibt über Tiberius, er sagt: "Tiberius war in seinem Leben nur einmal betrunken, von dem Zeitpunkt an, der er Kaiser wurde, bis zu seinem Tod." Nun, das Volk selbst hasste diesen Kaiser. Er hat sich irgendwann zurückgezogen, er hat die Regierungsgeschäfte in Rom nicht mehr weiter verfolgt, sondern er zog sich auf die Insel Capri zurück. Und das war ein liederliches Leben geführt haben, sexuelle Ausschweifung, ständig betrunken. Und er hat unglaublich viele Leute auch um ihn rum, Minister, umbringen lassen zu der Zeit. Und die Leute haben ihn gehasst. Anstatt sich ums römische Reich zu kümmern, hat er da seinen privaten Lüsten da gefrönt auf Capri und hat das Reich verkommen lassen.
[17:17] Und so kam es tatsächlich, dass die Menschen damals, nachdem er dann gestorben war, wollten sie seinen Leichnam haben und sie wollten seinen Leichnam in den Tiber werfen, die Bürger. Aber dazu kam es nicht. Also eigentlich wollten sie ihn erst anbrennen und dann in den Tiber schmeißen, wie man so Verbrecher behandelt, aber dazu kam es nicht. Er wurde nachher tatsächlich in einer richtigen, echten Zeremonie beigesetzt. Aber Tiberius war ein furchtbarer Regent.
[17:47] Dennoch, wir wissen über ihn, zu seiner Regierungszeit passierte einiges, nämlich Vers 22. Hier heißt es: "Und die Streitkräfte, die wie eine Flut daherfahren, werden von ihm weggeschwemmt und zerbrochen werden, dazu auch ein Fürst des Bundes." Nun, damals Tiberius, der Kaiser, selbst bevor er Kaiser wurde, da war er Feldherr, Befehlshaber einer Armee, einer Meerelegion. Und er hat tatsächlich ganz viele Feldzüge geführt, damals gegen die Nordstämme, die germanischen Stämme, und hat unglaublich viele Siege geführt. Tatsächlich, sie kamen wie eine Flut daher, diese ganzen barbarischen Stämme, aber er hat sie weggeschwemmt.
[18:30] Ich habe im Sendemanuskript, könnt ihr reingucken, da sind viele, viele von seinen Kriegszügen sozusagen nacheinander aufgelistet, was er alles gemacht hat, wie viele Kriege er gewonnen hat. Er war sehr, sehr fleißig in seinen jungen Jahren, bis dass er Kaiser wurde. In dem Moment ging alles bergab. Aber es heißt in Vers 22 auch: "Viele Streitkräfte werden weggeschwemmt und zerbrochen werden, aber dazu auch ein Fürst des Bundes." Man muss sich überlegen, wer ist dieser Fürst des Bundes? Wir fallen ja zeitlich, also nach der Regierungszeit von Augustus, also nach 14 nach Christus, in die Zeit von Tiberius. Also wir kommen genau in die Zeit von Jesus Christus.
[19:06] Und tatsächlich, er war der Bote des Bundes. Wir gucken mal in Maleachi 3, Vers 1. Maleachi 3, Vers 1. Hier wird schon von ihm gesprochen. Hier heißt es: "Siehe, ich sende meinen Boten, der vor mir her den Weg bereiten soll, und plötzlich wird zu seinem Tempel kommen, der Herr, den ihr sucht, und der Bote des Bundes, den ihr begehrt. Siehe, er kommt, spricht der Herr, der Herrscher." Hier spricht es über Jesus Christus, der kommt, und er wird hier der Bote des Bundes genannt.
[19:46] Oder in Markus 14, Vers 24, dort heißt es: Jesus Christus sprach zu ihm: "Das ist mein Blut, das des neuen Bundes, welches für viele vergossen wird." Also Christus selbst ist derjenige, der den Bund macht mit seinem Volk, diesen neuen Bund schließt er. Auch Paulus später sagt in Hebräer 9, Vers 15: "Darum ist er auch der Mittler eines neuen Bundes, damit, da sein Tod geschehen ist, zur Erlösung von der unter dem ersten Bund begangenen Übertretung, die Berufenen das verheißene ewige Erbe empfangen." Auch Paulus, der spricht von Christus und nennt ihn hier den Mittler eines neuen Bundes oder auch den Boten des Bundes.
[20:39] Wenn wir jetzt weiterschauen, was damals noch passiert. Nun, also das war die Regierungszeit von Tiberius, als damals Christus gekreuzigt worden ist, der Bote des Bundes. Interessanterweise vielleicht noch zu wissen, die Stadt Tiberias, von der wir manchmal lesen an der Westküste vom See Genezareth, wurde tatsächlich nach eben diesem Kaiser genannt. Herodes Antipas hatte die Stadt Tiberias taufen lassen, nach dem Kaiser.
[21:11] Warum gehe ich mit euch genau da hin? Im Buch Daniel 11, weil wir hier etwas Besonderes sehen. Genau hier kommen wir jetzt über diese Zeit, von der wir schon vorher in Daniel 9 gelesen hatten, dass da die Zeit für Israel, die Gnadenzeit für Israel abläuft, diese 70 Jahrwochen. Wir sind also nach 34 nach Christus. Und 34 nach Christus ist also das Volk oder das herrliche Land, das gute Land, muss jetzt also anders gedeutet werden, denn Israel als Staat gibt es nicht mehr.
[21:44] In Vers 22 lesen wir von diesem Fürst des Bundes. Christus wird dann gekreuzigt und jetzt immer, also ab Vers 23, wann immer wir jetzt lesen, das herrliche Land, also Israel oder der König des Nordens oder der König des Südens, die ganzen Dinge müssen jetzt geistlich verstanden werden, denn Israel wurde sozusagen von da an auch geistlich verstanden. Und das müssen wir im Hinterkopf behalten, wenn wir jetzt über die nächsten Verse sprechen, also von 23 bis 45.
[22:17] In dem ganzen Ende sozusagen, alles was da steht, ist jetzt geistlich zu verstehen, während es vorher noch buchstäblich war. Also ich sprach von dem König des Nordens, das waren die Syrokiniden, dem König des Südens, das waren die Ptolemäer, das herrliche Land, das war das Land Israel. Wird jetzt sozusagen alles geistlich verstanden: König des Nordens, König des Südens und eben auch das herrliche Land. Also wir sprechen jetzt vom geistlichen Israel, vom geistlichen Ägypten und vom geistlichen Babylon. Und so müssen wir die nächsten Verse uns weiter angucken. Das machen wir mal eben. Wir gehen noch ein paar Verse weiter, bevor wir wieder einen Sprung machen.
[22:49] Wir schauen uns Vers 23 an. Es heißt jetzt: "Denn nachdem er sich mit ihm verbündet hat, wird er Betrug verüben und hinaufziehen und nur wenig Volksmacht gewinnen." Also, was ist hier passiert? Gerade eben blasen wir davon, dass er den Fürst des Bundes wegnimmt und wir wissen, Christus wurde gekreuzigt. Aber dann heißt es, nachdem er, oder obwohl, je nach Übersetzung, er sich mit ihm verbündet hat, wird er Betrug verüben und wird mit wenig Volksmacht gewinnen.
[23:22] Nun, wenn wir uns angucken, wann war das? 34 nach Christus, die Gnadenzeit für Israel war abgelaufen. Dort sind wir in Apostelgeschichte 7, Steinigung des Stephanus. Jetzt weiter geht's in Apostelgeschichte 8. In Apostelgeschichte 8, da sehen wir, dass die erste Missionsreise auszog. Die erste Missionsreise ging nach Samaria und das war damals der Diakon Philippus, der dort Mission betrieb in Samaria. Und während er da ist, begegnet ihm ein interessanter Mann, nämlich Simon Magus. So nennen wir ihn, Simon der Zauberer, der dort damals schon viel Volk verführt hat. Und wenn wir uns die Geschichte in Apostelgeschichte 8 angucken von Simon Magus, ist interessant, welche Charaktereigenschaften er aufweist. Ich habe euch das im Sendemanuskript mal zusammengestellt, da könnt ihr reingucken, wie Simon Magus sozusagen beschrieben wird.
[24:11] Damals hatte ja schon Paulus und Johannes und die alle hatten schon gewarnt zu ihrer Zeit. Im ersten Johannes 4, Vers 3, da sagt Johannes: "Und das ist der Geist des Antichristen, von dem ihr gehört habt, dass er kommt, und jetzt schon ist er in der Welt." Also dieses Wort Antichrist finden wir nur bei Johannes in den Briefen. Und er sagt, ihr habt gehört, dass der Geist des Antichristen kommt, also Zukunft, aber jetzt ist er schon da. Und auch Paulus im zweiten Thessalonicher 2, Vers 3 und 4, sagt Paulus: "Lasst euch von niemandem in irgendeiner Weise verführen, denn es muss unbedingt zuerst der Abfall kommen und der Mensch der Sünde geoffenbart werden, der Sohn des Verderbens, der sich widersetzt und sich über alles erhebt, was Gott oder Gegenstand der Verehrung heißt, so dass er sich in den Tempel Gottes setzt als ein Gott und sich selbst für Gott ausgibt." Also Paulus warnte davor, auch Johannes warnte davor, auch Judas warnte davor.
[25:18] Wenn wir jetzt die Auslegung zu dem zweiten Thessalonicher 2 von Ellen White lesen, dann schaut mal, wer der Mensch der Bosheit ist. Sie schreibt: "Der Mensch der Bosheit aus 2. Thessalonicher 2, Vers 3 gemeint ist, das Papsttum ist das Werkzeug Satans. Er benutzt seine erfinderischen Fähigkeiten, dann müssen sich die Nachfolger Jesu auf einen Kampf auf Leben und Tod einstellen. Die kirchlichen Autoritäten, verbunden mit den staatlichen Behörden, machten sich an die Arbeit, das Gewissen zu verkrüppeln, um selbst für jeden das Gewissen sein zu können." Also Ellen White legt diesen Text aus 2. Thessalonicher 2 dahingehend aus, dass sie sagt, dieser Mensch der Sünde oder Mensch der Bosheit, das ist das Papsttum.
[26:02] Johannes sagt, ihr habt gehört, dass der Antichrist kommt und er ist schon da. Man wird sagen: Moment mal, der Antichrist, der kommt, dieser Mensch der Sünde oder Mensch der Bosheit kommt, und wir wissen von Ellen White, das ist das Papsttum, das da aufkommt. Aber zur Zeit der ersten Gemeinde war es noch gar nicht da. Das stimmt. Aber zur Zeit der ersten Missionsreise, also genau nach 34 nach Christus, als die Gnadenzeit für Israel ablief, danach in der ersten Missionsreise taucht plötzlich eine Person in der Bibel auf, in Apostelgeschichte 8, die wir unter dem Namen Simon Magus kennen. Und er hat furchtbare Dinge getan. Er verführte das Volk mit Zauberei, und das Volk hat ihm geglaubt, hat gesagt, das ist die große Macht Gottes. Und viele seltsame Dinge sind dort passiert.
[26:47] Und seine Charaktereigenschaften können wir mit dem Charakter des Papsttums direkt vergleichen. Dazu der Hinweis auf das Sendemanuskript, weil wir es zeitlich jetzt nicht schaffen. Aber vielleicht noch ein Zitat von Schwester White, was sie über diesen Simon Magus schreibt. Sie sagt in "Sketches from the Life of Paul" auf Seite 328, Absatz 2. Ich habe es ins Deutsche übersetzt: "Um die Zeit der zweiten Verhaftung des Paulus wurde Petrus ebenfalls verhaftet und ins Gefängnis geworfen. Er hatte sich bei den Machthabern besonders dadurch unbeliebt gemacht, dass er erfolgreich die Täuschung und die Machenschaften von Simon Magus, dem Zauberer, aufdeckte, der ihm nach Rom gefolgt war, um die Arbeit des Evangeliums zu behindern und zu zerstören. Nero glaubte an Magie und hatte Simon gefördert. Er war daher sehr empört über den Apostel und ordnete seine Verhaftung an."
[27:37] Also Petrus ging damals nach Rom und wer folgte ihm? Dieser Simon Magus, diese ominöse Gestalt aus Apostelgeschichte 8. Und mit welchem Grund? Schwester White sagt, er wollte das Evangelium behindern. Petrus deckt die Machenschaften auf und zeigt, dass er ein Mensch der Sünde ist, ein Mensch der Bosheit. Aber Nero, Kaiser Nero, der damalige amtierende Kaiser, der hatte Gefallen an diesen Zaubertricks von Simon Magus und er mochte Magie. Und Nero veranlasste dann die Verhaftung von Petrus. Petrus wurde ins Gefängnis geworfen und später hingerichtet. Das Papsttum behauptet ja, sie sind auf Simon Petrus gegründet, aber nach der Bibel sieht alles so aus, als wären sie auf Simon Magus gegründet.
[28:22] Es heißt hier noch in dem Vers, den wir in Daniel 11 gelesen hatten, Vers 23: "Er wird hinaufziehen und mit wenig Volksmacht gewinnen." Tatsächlich zog Simon Magus nach Rom und hat dort seine Arbeit gemacht und hat versucht, Macht zu gewinnen. Und er hat mit wenig Volk begonnen. Wie hat er das gemacht? Was war seine Absicht? Was hatte er eigentlich vor, dieser Simon Magus?
[28:49] Vers 24 in Daniel lesen wir: "Mitten im Frieden wird er in die fruchtbarsten Gegenden eindringen und tun, was weder seine Väter noch seine Vorväter getan haben. Beute, Raub und Reichtum wird er unter sie verschleudern und gegen die Festung wird er Pläne schmieden, und dies wird eine Zeit lang dauern." Also dieser Simon Magus sozusagen, wo sich die Päpste darauf berufen, sie sind auf Simon Petrus aufgebaut, aber eigentlich auf Simon Magus. Was wird er machen? Er kommt jetzt in die fruchtbarsten Gegenden. Welche sind die fruchtbarsten Gegenden? Das sind die Gegenden, wo viel Frucht hervorkommt. Das geistlich deuten, was wir machen müssen hier nach Vers 22, also ab 23, geistliche Deutung der fruchtbaren Gegenden, das ist da, wo viel Frucht hervorkommt, also viel Geistesfrucht, das sind die Gemeinden.
[29:39] Er kommt also in die Gemeinden hinein, wird die Gemeinden unterwandern. Davor hatte Judas schon gewarnt. Sie kommen unter uns wie Wölfe unter die Schafe. Und tatsächlich, er hat jetzt angefangen, eine Gemeindenunterwanderung zu machen. Und was wird er machen? Er wird Beute, Raub und Reichtum unter sie verteilen. Geistlich verstanden, was ist das? Was verteilt er dort? Er unterwandert jetzt also die Gemeinden und bringt dort irgendwas hinein.
[30:08] Wir lesen dazu Jeremia 17, Vers 2 und 3. Und dort heißt es: "Wie sie an ihre Kinder gedenken, so auch an ihre Altäre und ihre Astarte bei den grünen Bäumen auf den hohen Hügeln. Du, mein Berg in der Landschaft, deine Habe und alle deine Schätze will ich zur Beute preisgeben. Deine Höhen um der Sünde willen in deinem ganzen Gebiet." Hier hatten sie ihren Schmuck und den Astarte geopfert, und Gott will diese Schätze preisgeben. Hesekiel 7, Vers 21 sagt: "Seinen zierlichen Schmuck haben sie für ihren Hochmut verwendet und sie haben ihre gräulichen und scheußlichen Bilder daraus gemacht. Darum habe ich es ihnen Unrat verwandelt und ich will es den Fremden zum Raub und den Gottlosen auf Erden zur Beute geben, dass sie es entweihen."
[31:04] Was ist hier die Beute, der Raub und die Schätze? Das sind Götzenbilder. Also was wurde hier verteilt? Heidnische Lehren wurden in die Gemeinden hineingebracht. Also sozusagen die Nachkommenschaft von Simon Magus, die sich ja später als Papsttum entpuppen werden, haben damals ganz früh schon angefangen, die Gemeinden zu unterwandern und brachten jetzt Heidentum dort hinein, also heidnische Lehren. Und die Gemeinden wurden dadurch zerstört.
[31:33] Aber er trachtete ja, er hatte ja was vor, denn Daniel 11 sagt, er wollte die Festung übernehmen. Er strebte nach politischer Macht. Und interessant ist, es heißt hier in Daniel 11, Vers 24: "Und gegen die Festung wird er Pläne schmieden, und dies wird eine Zeit lang dauern." Tatsächlich wollte das Papsttum, weil das Papsttum gab es noch nicht, der Bischof von Rom, die Nachkommen von Simon Magus, jetzt politischen Einfluss gewinnen.
[32:00] Und was ist passiert? Im Jahr 178 nach Christus, da übernimmt ein Bischof Irenäus von Lyon die Gemeinden in Gallien und strebt die Ausbreitung der römischen Macht in Europa an. Er möchte jetzt, dass die römische Kirche eine Machtentfaltung in Europa hat. Und er schreibt, das kann man nachlesen im Sendemanuskript, mit der römischen Kirche nämlich muss wegen ihres besonderen Vorrangs jede Kirche übereinstimmen, das heißt, die Gläubigen von allen Orten, denn in ihr ist von denen, die von allen Orten kommen, immer die apostolische Tradition bewahrt worden. Also jetzt kommt hier ein Bischof Irenäus und fängt jetzt an, den ganzen Norden, also Gallien, damals Frankreich, dort oben zu missionieren und sagt, wir müssen dafür sorgen, dass die römische Kirche in Vormachtstellung vor allen anderen kommt.
[32:50] Und es heißt, es sollte eine Zeit lang dauern. Und tatsächlich, es dauerte eine Zeit lang. Irenäus war 178 nach Christus eingesetzt. Jetzt eine Zeit lang, wenn wir das prophetisch auslegen, also eine Zeit ist ein Jahr, das wären 360 Tage, beziehungsweise 360 Jahre. Wir rechnen 178 plus 360 und dann kommen wir auf das Jahr 538. Und genau in dem Jahr tatsächlich hat der Papst seine Vormachtstellung behauptet, da hatte er diese Macht, die er anstrebte. Aber dazu später.
[33:17] Wir lesen noch Vers 25: "Dann wird er seine Kraft und seinen Mut gegen den König des Südens aufbieten mit großer Heeresmacht. Der König des Südens aber wird sich gleichfalls mit großer und sehr starker Heeresmacht zum Krieg rüsten, aber doch nicht standhalten, denn man wird Anschläge gegen ihn planen." Nun, was passiert hier? Der geistliche König des Nordens greift jetzt den geistlichen König des Südens an. Der geistliche König des Nordens, das ist die abgefallene Religion, der Bischof von Rom, das Papsttum, die Nachkommen von Simon Magus. Und das geistliche Ägypten, das ist die Welt, also die weltliche Macht dazu. Das könnt ihr im Sendemanuskript nachlesen.
[34:06] Im 2. Mose 5, 1 und 2, da heißt es: "Danach gingen Mose und Aaron hinein und sagten zu dem Pharao: So spricht der Herr, der Gott Israels: Lass mein Volk ziehen, damit es mir in der Wüste einen Festhalt." Der Pharao antwortete: "Wer ist der Herr, dass ich auf seine Stimme hören sollte, um Israel ziehen zu lassen? Ich kenne den Herrn nicht und ich will Israel auch nicht ziehen lassen." Der Pharao sagt, ich kenne den Herrn nicht. Atheismus. Die Welt. Auch Ellen White schreibt im Großen Kampf, Satz 269, Vers 2, wenn sie von Ägypten spricht, sagt sie: "Ägypten ist ein Symbol für den Atheismus."
[34:41] Für uns daher sehr leicht auszulegen. Wir wissen also, das eine ist ein Symbol für das Papsttum oder für die Nachfolgen, Nachkommen von Simon Magus und das andere ist ein Symbol für den Atheismus. Also jetzt gibt es hier einen Konflikt. König des Nordens versucht also den König des Südens zu übernehmen. Und tatsächlich, er hat es versucht. Der Bischof in Rom hat was versucht. Er hat versucht, damals das Kaiserreich zu nehmen. Und das Problem war, der Kaiser konnte ihm nicht wirklich standhalten, denn er musste sich zurückziehen. Er musste nach Konstantinopel ausweichen, also dem heutigen Istanbul.
[35:17] Denn was war passiert? Warum konnte er ihn überrennen? Warum konnte er seine Macht behaupten, während der Kaiser sich zurückziehen musste und Rom sozusagen freigegeben hat? Es heißt hier in Vers 26: "Die seine Tafelkost essen, werden seinen Untergang herbeiführen und sein Heer wird sich zerstreuen und viele Erschlagene werden fallen." Tatsächlich, damals der Kaiser war in Nöten, denn im Jahre 375, 376 nach Christus begann ja die große Völkerwanderung. Die Hunnen kamen noch nach Europa und die Stämme bewegten sich. Und so kam es, dass die, die eigentlich seine Untergebenen waren, also die seine Tafelkost aßen, seinen Untergang herbeiführten. Der Kaiser musste fliehen und Rom war sozusagen frei für den Papst, für den aufkommenden Papst.
[36:00] Die Macht ging jetzt also von dem kaiserlichen Rom über auf die zehn Hörner, also auf die zehn Stämme, auf die zehn Könige. Und es heißt in Vers 27: "Die beiden Könige aber haben Böses im Sinn. Sie sitzen am gleichen Tisch und reden Lügen, aber es wird nicht gelingen, denn das Ende kommt erst zur bestimmten Zeit."
[36:27] Was wird hier beschrieben? Die beiden Könige, also der König des Nordens und der König des Südens. König des Nordens, Symbol für das Papsttum, König des Südens, Symbol für den Atheismus oder die weltliche Macht der Kaiser. Diese beiden Könige sitzen am gleichen Tisch und sie reden Lügen. Und was sind Lügen? Lügen ist etwas gegen die Wahrheit. Und was sagt die Bibel? Dein Wort ist Wahrheit. Gegen die Bibel. Sie sitzen am gleichen Tisch, sie machen irgendwie einen Bund, eine Vereinbarung und reden Lügen miteinander.
[36:54] Was ist denn damals passiert? Tatsächlich, es war damals Konstantin, der hatte einen Bund gemacht, damals mit dem Bischof von Rom. Und sie beschlossen sozusagen, dass das römische Reich, dass die Religion des römischen Reiches Christentum wird. Und dafür mussten sie einen Kompromiss machen, sie mussten eine Lüge machen, nämlich sie änderten den Sabbat auf den Sonntag. Fortan jetzt sozusagen durch diese Änderung, dass sie den Sabbat auf den Sonntag gelegt haben, also den Ruhetag geändert haben, das Gesetz Gottes geändert haben, den Bund zerbrochen haben, fortan wird der Bischof von Rom jetzt eine Allianz haben mit dem Kaiser. Also jetzt gibt es sozusagen ein Bündnis, das hier gezeigt wird, zwischen dem König des Nordens und dem König des Südens. Sie sitzen am gleichen Tisch und reden Lügen.
[37:46] Und was danach passierte? Vers 28, Daniel 11: "Und er wird mit großem Reichtum in sein Land zurückkehren und er wird das, was er sich gegen den Heiligen Bund vorgenommen hat, ausführen und wieder in sein Land zurückkehren." Er kam in sein Land zurück mit großem Reichtum. Natürlich, der König des Nordens hat den König des Südens, sie saßen am gleichen Tisch und haben ein Bündnis gemacht. Als sie zurückkamen, war sozusagen das Oberhaupt aller Kirchen und das ganze römische Reich war christlich. Tempel wurden zu Kirchen umfunktioniert, das Heer des Kaisers ging durch den Tiber und wurde getauft und sie nannten sich jetzt Christen. Er hatte plötzlich ein Riesenvolk. Er hatte erst mit wenig Leuten Macht gewonnen und jetzt plötzlich hatte er ein Riesenvolk hinter sich, denn alle sind sozusagen Christen geworden.
[38:35] Und das heißt, er wird das, was er sich gegen den Heiligen Bund vorgenommen hat, ausführen und wieder in sein Land zurückkehren. Tatsächlich, er hat den neuen Ruhetag, diesen neuen Sonntag, den hat er jetzt propagiert in der Christenheit. Und das, was er sich vorgenommen hatte, als sie Lügen geredet haben, diese neue Übereinkunft zu haben, Staat und Kirche zusammen, das verbreitet er jetzt und proklamiert den Sonntag in der Christenheit.
[39:04] Aber es hat nicht gleich geklappt, denn es heißt in Vers 29: "Zur bestimmten Zeit wird er wieder gegen den Süden ziehen, aber es wird das zweite Mal nicht mehr gehen, wie das vorherige Mal." Also jetzt gab es sozusagen ein Bündnis zwischen Kirche und Staat und jetzt versucht er wieder, den König des Südens zu ziehen, also wieder gegen das Kaiserreich die Macht zu übernehmen, die Herrschermacht. Aber es wird nicht klappen, heißt es hier. Es wird das erste Mal nicht sein, oder das zweite Mal nicht gehen, wie das vorherige Mal. Also was mit Konstantin funktionierte, diese Übereinkunft, die geht jetzt nicht mehr.
[39:40] Denn was ist passiert? Vers 30 sagt: "Sondern es werden ihn Kithäa-Schiffe angreifen, so dass er entmutigt umkehrt, um seinen Zorn an dem Heiligen Bund auszulassen. Das wird er auch tun, und bei seiner Rückkehr sich diejenigen merken, welche den Heiligen Bund verlassen."
[40:01] Was wird hier beschrieben? Kithäa-Schiffe greifen ihn an und deswegen kann er das nicht machen, was er sich vorgenommen hat. Er kann also die Weltmacht nicht übernehmen, er kann den König des Südens nicht übernehmen, denn Kithäa-Schiffe greifen ihn an. Was sind das, Kithäa-Schiffe? Wir lesen dazu Jesaja 23, Vers 12: "Du sollst dich künftig nicht mehr freuen, du geständete Jungfrau, Tochter Zion. Nach Kittim mache dich auf, fahre hinüber. Auch dort wird man dir keine Ruhe lassen." Nun, Kittim, daher kommen die Kithäa-Schiffe. Was ist es hier? Auch dort wird man dir keine Ruhe lassen. Das heißt, hier ist ein Symbol verbunden mit Kittim oder mit den Kithäa-Schiffen, dass keine Ruhe gelassen wird.
[40:46] Interessanterweise stehen Schiffe auch für Handel. Und wir wissen, dass auch der Teufel im Himmel gehandelt hatte. Mit seinen Handelsgeschäften hat er Frevel auf sich geladen, er hat den Engeln Lügen verkauft. Und hier kommen die Kithäa-Schiffe und sie lassen ihm keine Ruhe, dem König des Nordens. Tatsächlich, die Expansionsbestrebungen des Papsttums wurden stark unterbunden, dadurch, dass die Heruler, Ostgoten und Vandalen zu dem Zeitpunkt sich gegen ihn versammelten und seine Ansichten nicht unterstützen, sondern sie unterstützen damals in dem arianischen Streit die Frage von Arius, dem Bischof von Alexandrien. Und so konnte der Bischof von Rom seine Machtstellung nicht ausbauen. Er konnte keine Staatsgewalt übernehmen, denn er hatte von den zehn Stämmen drei gegen sich.
[41:30] Aber er musste sich also zunächst um innerkirchliche Angelegenheiten kümmern. Da gibt es so viele Konzilien, was da passiert ist, dazu vielleicht gleich noch kurz mehr. Das heißt dann, er wird seinen Zorn am Heiligen Bund auslassen. Und was ist da passiert in dieser Zeit? Es kam im Christentum zu vielen Unruhen. Verschiedene Richtungen kämpften um das Recht der Verständnis und die Auslegung der Bibel. Auch viele falschen Lehren kamen so durch Kompromisse in der Kirche auf.
[42:03] Zum Beispiel im Jahre 431 wurde das Konzil zu Ephesus eingerufen. Auf diesem Konzil gab es nun die unterschiedlichen Meinungen, was nun richtig ist, was nicht. Und tatsächlich fand man am Ende so ein Kompromiss. Und es führte im Jahr 433 dazu, dass Maria als Gottesgebärerin bezeichnet wurde. Jetzt wurden wieder falsche Botschaften reingebracht ins Christentum. Also erst hatten wir diesen Sonntag und viele andere Dinge. Und jetzt wird wieder der Heilige Bund sozusagen gebrochen. Jetzt kommt das nächste hinein: Marienverehrung.
[42:34] Aber es heißt auch im Vers 30, nach seiner Rückkehr wird er sich diejenigen merken, die den Heiligen Bund verlassen. Tatsächlich, das aufstrebende Papsttum, der Bischof von Rom hat, nachdem er jetzt wieder den Heiligen Bund zertreten hat, nachdem er wieder Lügen hineingebracht hat, sich diejenigen gemerkt, die den Bund verlassen haben, heißt es hier, diejenigen, die sich gegen ihn gestellt haben. Und tatsächlich hat er sie dann überfallen. Zusammen mit dem Kaiser, dieses Bündnis, Staat und Kirche, haben dann in den folgenden Jahren zwischen 493 und 538 dafür gesorgt, dass die drei Stämme ausgerottet wurden. Also die Ostgoten, die Vandalen und die Heruler sind dann gefallen. Und damit sind die drei von den zehn Stämmen ausgerottet, die gegen das Papsttum waren.
[43:21] Jetzt sind nur diese sieben da und plötzlich hat der Papst Macht. Wir sind im Jahre 538. Was wird er tun? Jetzt kann er ja frei agieren. Die drei Stämme sind jetzt ausgerottet, die ihm keine Ruhe gelassen haben. Die sind überwunden und der Kaiser und der Papst, die können jetzt sozusagen zusammen was machen, beziehungsweise der Papst hat seine Macht schon weitestgehend verloren. Der Bischof in Rom hat es übernommen, der sich mittlerweile Papst nennt. Und was wird er tun, in dem Moment, wo er keine Widersacher mehr hat, wo er sozusagen jetzt politische Macht übernommen hat?
[43:47] Und das lesen wir in Vers 31. Es heißt: "Es werden auch von seinen Truppen zurückbleiben und das Heidentum, die Zuflucht entweihen, das Beständige abschaffen und den Gräuel der Verwüstung aufstellen." Tatsächlich im Jahre 496, damals hat sich der König Chlodwig, der König der Franken, taufen lassen und hat im Jahre 508 dem Papst sein Schwert gegeben und gesagt: "Du bist der Herr über meine Armee, ich unterstehe dir." Und ohne diese drei Stämme, die gegen den Papst waren, hatte er erst natürlich politische Macht und jetzt sogar eine Armee.
[44:23] Und was hat er dann gemacht? Es heißt, Heidentum und Burg wurden entweiht. Nun, das Heidentum ist ein Symbol für die Gemeinde Gottes, während die Burg ein Symbol für die Festung ist, also für die politische Macht. Und er hat tatsächlich das Gräuelbild der Verwüstung aufgestellt. Er hat jetzt die Gemeinde, die Kirche, zusammen mit dem Staat vereint. Das Heidentum in die Kirche hinein, das war jetzt ein, das was er sich vorgenommen hat zu erreichen, hat er jetzt erreicht. Das Gräuelbild der Verwüstung wurde aufgebaut, eine Staatskirche entstand.
[44:55] Und es wurde schon vorher gesagt von Paulus zum Beispiel im zweiten Thessalonicher 2, Vers 7: "Das Geheimnis der Gesetzlosigkeit ist schon am Wirken, nur muss der, welcher jetzt zurückhält, erst aus dem Weg sein." Also er sagt ja, der, der jetzt noch zurückhält, also die Staatsmacht ist immer noch sozusagen beim Staat. Aber wenn das aus dem Weg ist, also wenn der Kaiser sozusagen beziehungsweise die zehn Stämme ihre Machtstellung verlieren, dann geht die Herrschermacht auf das Papsttum über und dann ist plötzlich der Antichrist in seiner Vollmachtstellung. Das kleine Horn, also das Papsttum übernahm jetzt also die Macht und wird fortan seine Terrorherrschaft aufbauen.
[45:31] Was wird er machen? Vers 32: "Oder wird die, welche gegen den Bund freveln, durch Schmeicheleien zum Abfallen verleiten. Die Leute aber, die ihren Gott kennen, werden festbleiben und handeln." Im Folgenden wurde sozusagen jetzt, gab es Intrigen, also die neuen Ideen der Kirche mussten jetzt ja irgendwie hineingebracht werden in die Christenheit. Viele Christen haben dem widerstanden, haben gesagt, wir machen da nicht mit. Wir machen weder, werden wir den Sonntag halten, noch werden wir Maria anbeten oder was auch immer machen. Viele wurden sozusagen, sind jetzt ins Verderben gekommen, weil durch die neuen Staatsgesetze sind viele ins Wanken gekommen und umgekehrt und haben gesagt, okay, wir folgen dann eben der Kirche. Ist halt vom Staat angeordnet, ist halt eine Staatskirche, müssen wir halt tun.
[46:20] Viele, die gegen diesen Bund, den Gott den Menschen angeboten hat, den neuen Bund gefrevelt haben und diese falschen päpstlichen Lehren angenommen haben, die sind gefallen. Aber andere, die sind festgeblieben und es heißt auch, sie handeln. Nun, was ist da passiert? Damals wurde im Jahre 538, also genau in dem Jahr, wo wir gerade angekommen sind, im Jahre 538 das Konzil von Orléans einberufen und es wurde per Gesetz sozusagen beschlossen, es war eine Synode, wurde per Gesetz beschlossen, es ist sozusagen, der Sabbat darf nicht mehr heilig gehalten werden, es muss jetzt der Sonntag geachtet werden. Wer noch weiterhin den Sabbat hält, der soll bestraft werden, entsprechend dem, was die Kirche bestimmt.
[46:58] Nun, viele Menschen sind jetzt geflohen und unter anderem diejenigen, also es heißt ja hier, diejenigen, die ihren Gott kennen, werden festbleiben und handeln. Viele sind geflohen damals aus Italien und sind in die Berge geflohen, zum Beispiel die Waldenser unter anderem. Und sie sind treu geblieben, festgeblieben und sie handeln jetzt tatsächlich, waren sie damals die großen Missionare in Europa. Ellen White schreibt über sie, das könnt ihr nachlesen im Sendemanuskript auf Seite 30, wie sie die Waldenser beschreibt. Wir machen der Zeit wegen ein bisschen weiter.
[47:45] Es heißt dann hier im Vers 33: "Und die Verständigen im Volk werden die vielen unterweisen, sie werden aber eine Zeit lang dem Schwert, dem Feuer, der Gefangenschaft und der Plünderung unterliegen." Die Verständigen im Volk, das waren die, die Gott treu geblieben sind und sie werden jetzt die vielen unterweisen. Es waren ja nur noch wenige, die dem entkommen sind. Viele sind ja durch Schmeicheleien sozusagen zum Abfall verleitet worden von der Papstkirche. Aber die paar, die es treu geblieben sind, die jetzt vielleicht irgendwo in den Bergen, in den Alpen sich zurückgezogen haben, sie werden jetzt viele unterweisen. Und so war es damals. Die paar wenigen, Waldenser zum Beispiel, haben damals ganz Europa Missionsarbeit gemacht und Europa missioniert.
[48:23] Dann gab es ein furchtbares Edikt. Es heißt ja im Vers 33: "Die Verständigen im Volk werden die vielen unterweisen, sie werden aber eine Zeit lang dem Schwert, dem Feuer, der Gefangenschaft und der Plünderung unterliegen." Interessant ist, dass wenn man das hier macht, wenn man auch hier die prophetische Annahme trifft, es wurde ja damals sozusagen die Waldenser flohen und viele andere auch und sie waren jetzt unterdrückt und jahrelang wurden sie verfolgt. Und dann gab es im Jahre 1184, erstmals in dem von Papst Lucius III. nach dem Konzil von Verona verfassten Edikt "ad abolendam", sie wurden als Häretiker aufgeführt, die Waldenser und mit dauernder Exkommunikation belegt und mit schweren Strafsanktionen bedroht.
[49:17] Also jetzt werden sie massiv sozusagen, sie werden direkt erwähnt und das heißt, gegen diese Waldenser müssen wir vorgehen, die müssen massiv bestraft werden. Das war 1184. Das heißt es hier, sie werden eine Zeit lang dem Schwert, dem Feuer, der Gefangenschaft unterliegen. Wenn wir jetzt also eine Zeit lang von 1184 rechnen, eine Zeit lang waren ja prophetisch 360 Tage, also von 1184, als dieses furchtbare Dekret rauskam, 360 Jahre, dann kommen wir in das Jahr 1544. Das ist mitten in der Zeit der Reformation in Europa. Und übrigens 1544 war auch genau das Jahr, in dem die erste protestantische evangelische Kirche gebaut wurde.
[49:57] Vers 35 heißt dann: "Auch von den Verständigen werden etliche unterliegen, damit unter ihnen eine Läuterung geschehe, eine Sichtung und Reinigung bis zur Zeit des Endes, denn es währt bis zur bestimmten Zeit." Vers 34 ausgelassen. Vers 34: "Unterliegen werden sie ein wenig Hilfe erlangen, und es werden sich viele heuchlerisch an sie hängen." Tatsächlich, es kam die Zeit der Reformation, also sie waren im Unterliegen, sie wurden fast ausgerottet, die Waldenser. Aber dann kam die Reformation auf und sie hatten Hilfe erlangt. Aber es heißt ja auch, viele werden sich nun heuchlerisch an sie hängen. Während der Fokus von den Waldensern, also der katholischen Kirche, guckt jetzt nicht mehr auf die Waldenser, sondern auf die aufkommende Reformation, diese für sie große Häresie hier in Europa. Und so waren die Waldenser ziemlich sicher jetzt in der Zeit, denn es wurde sozusagen der Fokus auf die Reformatoren gelegt und da wurde versucht gegenzuarbeiten.
[50:54] Und so heißt es, es werden sich viele heuchlerisch an sie hängen. Tatsächlich hat die Reformation, also dieses Feuer der Reformation brannte ja durch ganz Europa und es hat viele Anhänger gefunden, viele Menschen, die wirklich einen ehrlichen, guten, treuen Glauben hatten, aber eben auch Menschen, die das nicht waren, die haben sich heuchlerisch rangehängt. Viele Leute, die einfach nur befreit werden wollten von dieser Route des Papsttums, von dieser Knechtschaft, von der Unterdrückung, und sie haben natürlich Kriege verursacht, Zerstörung verursacht, sie haben ganz viel kaputt gemacht. Also sie hatten, es gab viele Mitläufer der Reformation, die dankbar waren, dass endlich jemand gegen den Papst aufsteht, haben sie alle mit rangehangen. Und es gab unglaublich viel Strömung, extremistische, fanatische Strömung in dieser Zeit. Aber es heißt auch, es werden sich viele heuchlerisch an sie hängen.
[51:41] Es gab tatsächlich damals am 15. August 1534 Bestrebungen zur Gegenreformation, also die Reformation niederzuschlagen. Und so wurde damals ein Orden gegründet, er nannte sich der Jesuitenorden. Und der Jesuitenorden war eigens dafür eingesetzt, um die Reformation niederzuschlagen. Und diese Jesuiten hatten sich mit einem Schwur vereidigt, eben genau das zu machen, die Macht zum Papst zurückzubringen. Und in den folgenden Versen wird es eben genau darum gehen.
[52:06] Und wir gehen mal weiter in Vers 35, da heißt es: "Auch von den Verständigen werden etliche unterliegen, damit unter ihnen eine Läuterung geschehe, eine Sichtung und Reinigung bis zur Zeit des Endes, denn es währt bis zur bestimmten Zeit." Nun, die folgenden Jahre, also nach der Reformation war es wirklich eine Läuterung, eine Sichtung. Es gab unglaublich viel Krieg und in dieser Zeit gab es auch unglaublich viele Abspaltungen von der protestantischen Gemeinde, also die Baptisten entstanden, die Methodisten entstanden, die Erweckungsbewegung unter Zinzendorf zum Beispiel fällt in diese Zeit. Und es soll dauern noch bis zur Zeit des Endes.
[52:50] Nun, wie lange wird das Papsttum denn die Protestanten verfolgen? So lange, bis die katholische Kirche im Jahr 1798 von Napoleon entmachtet und abgesetzt wurde. Bis dahin soll es dauern. Und wir lesen mal weiter, Vers 36:
[53:04] "Und der König wird tun, was ihm beliebt, und wird sich erheben und groß tun gegen jeglichen Gott, und er wird gegen den Gott der Götter unerhörte Worte ausstoßen, und es wird ihm gelingen, bis der Zorn vorüber ist, denn was beschlossen ist, wird ausgeführt werden." Also im nächsten, sozusagen jetzt in Jahren nach der Zerschlagung oder kurz vor der Zerschlagung des Vatikans, muss man sagen, da waren die Jesuiten ganz fleißig und haben versucht, neue Systeme zu etablieren. Sie haben versucht, irgendwas zu machen, Systeme, politische Systeme aufzubauen, die vom Papst leichter beherrscht werden konnten. Und so organisierten sich zum Beispiel damals in Frankreich die sogenannten Jakobiner, eine politische Gruppierung, die also gegen Adel und Klerus war. Und was daraus entstanden ist, die französische Revolution, kann man nachlesen im Sendemanuskript.
[53:53] Eine besondere Person, die das vorangetrieben hat, war damals Robespierre. Und Robespierre war eben ausgebildet auf einem Jesuiten-College. Und wir werden noch weiter sehen, dass es immer wieder vorkam, die Jesuiten haben Schulen gebaut und haben versucht, ihre Vormachtstellung in Europa auszubauen, haben versucht, die Kinder der Adeligen zu unterrichten. Und das wurde weitestgehend hingenommen, was dazu führte, dass plötzlich die Machtapparate umstürzten. Dazu gleich mehr.
[54:25] Vers 37 heißt: "Er wird sich auch nicht um den Gott seiner Väter kümmern, noch um die Sehnsucht der Frauen, überhaupt um gar keinen Gott, sondern gegen alle wird er groß tun." Der Gott seiner Väter, naja, er kommt aus dem katholischen System. Aber wer ist denn der Lieblingsgott der Frauen? 1. Mose 3, Vers 16 heißt: "Und zur Frau sprach er: Ich will die Mühen deiner Schwangerschaft sehr groß machen, mit Schmerzen sollst du Kinder gebären, und dein Verlangen wird auf deinen Mann gerichtet sein, er aber soll über dich herrschen." Das Verlangen der Frau ist auf ihren Mann gerichtet. Okay, muss geistlich verstehen. Heißt es Epheser 5, Vers 24: "Wenn nun die Gemeinde sich dem Christus unterordnet, so auch die Frauen ihren eigenen Männern in allem." Also es geht hier um Christus. Paulus sagt im 2. Korinther 11, Vers 2: "Denn ich eifere um euch mit göttlichem Eifer, denn ich habe euch einem Mann verlobt, um euch als eine keusche junge Frau Christus zuzuführen." Also die Sehnsucht der Frauen, das ist Christus, die Sehnsucht der Gemeinde. Und das andere, der Glaube der Väter, das ist der Katholizismus. Und Jesuiten haben beides sozusagen öffentlich abgelehnt, wenn es denn ihren Zielen diente, und sie haben neue Dinge gemacht.
[55:36] Was haben sie denn getan? Es heißt in Vers 38: "Stattdessen wird er den Gott der Festung verehren. Diesen Gott, den seine Väter nicht kannten, wird er verehren mit Gold und Silber, mit Edelstein und Kleinodien." Also jetzt wurde der Gott der Festung verehrt. Es wurden politische Systeme versucht aufzubauen oder sozusagen zu unterstützen, hineinzukommen in die politischen Systeme. Der Gott der Festung, das ist genau das gleiche, was wir in Vers 24 gelesen haben. Er wird wieder mit Kleinodien, mit Schätzen und sowas versucht, das zu unterstützen. In Vers 24 damals waren es heidnische Lehren, die hineinkamen, die damals schon der Simon Magus in die ersten Gemeinden hineingebracht hat. Und hier passiert das Gleiche wieder. Er wird wieder nach den Festungen streben, Gott der Festung verehren und wird wieder seine Schätze, seine Götzenbilder, seine falschen Lehren dort hineinbringen.
[56:25] Es war genau die Zeit, als der Humanismus und die Aufklärung geprägt wurden, und sie kamen hinein, haben damals die französische Revolution geprägt und auch alles danach. So entstanden zum Beispiel Ideologien wie die Menschenrechte oder der Kommunismus. Verschiedene politische Systeme sollten ja ersetzt werden. Und tatsächlich, es kam soweit. Es kam aus diesen Jesuiten-Schulen, die überall europaweit waren, kamen so Personen hervor, wie zum Beispiel auch Voltaire und andere.
[57:02] Allerdings konnten die wahren Bestrebungen dieses Jesuitenordens nicht verborgen bleiben. Die Jesuiten breiteten sich ja überall aus und versuchten sozusagen die Gemeinden zu unterwandern und die politischen Systeme zu unterwandern. Und so kam es, dass sie verboten wurden. Zum Beispiel in Deutschland, Frankreich, Spanien, Portugal, Niederlande, Schweiz, Österreich und vielen anderen Staaten wurden die Jesuiten damals verboten. Aber wir wissen, im 18. Jahrhundert prägten die Jesuiten sogar in erheblichem Maße das kulturelle Leben am chinesischen Kaiserhof. Das heißt, die Jesuiten waren schon überall drin. Und zum Beispiel Russland hat sie damals nicht verboten. Russland hat die Jesuiten auch verboten, aber sie hat ihnen gestattet, die Bildungseinrichtungen doch dazulassen, weil die Schulen so gut waren.
[57:42] Und es heißt in Vers 39: "Und er wird gegen die starken Festungen vorgehen mit einem fremden Gott. Wer diesen anerkennt, dem wird er große Ehre erweisen und er wird ihnen Gewalt geben, über viele zur Belohnung Ländereien unter sie verteilen." Eben gerade in Vers 38 lesen wir noch, er wird den Gott der Festung verehren. Und jetzt heißt es hier, er wird gegen die starken Festungen vorgehen. Was ist jetzt passiert? Eben gerade hat er noch seine ganzen heidnischen Ideen da reingepackt, hat mit Kleinodien und Schätzen diese Systeme verehrt und jetzt heißt es, er wird gegen sie vorgehen.
[58:06] Was sind diese starken politischen Systeme, die es damals gab? Es ist geschichtlich was hochinteressantes passiert, was den Menschen kaum auffällt, aber in so ziemlich der gleichen Zeitspanne damals sind sämtliche Kaiserreiche gefallen. 1870 wurde das französische Kaiserreich aufgelöst, 1912 wurde das chinesische Kaiserreich aufgelöst, 1917 wurde das russische Kaiserreich aufgelöst, das Zarenreich in der Februarrevolution, 1918 wurde das österreichische Kaiserreich aufgelöst, 1918 ebenso, das kennen wir in der Novemberrevolution, das deutsche Kaiserreich. Sämtliche Kaiserreiche sind zeitgleich gefallen und alle durch innere Unruhen, so wie zum Beispiel die Jakobiner oder später waren es die Bolschewiki im Zarenreich. Dinge kamen auf und die verbreiteten nun eine Art Humanismus, eine neue Lehre und Systeme sind gestürzt.
[59:44] Wenn wir uns angucken, zum Beispiel, also der Jesuitenorden, der wurde schon seit 1820, war das schon verboten in Russland und doch waren die Jesuiten da drin, denn die Schulen wurden geschätzt und die Schulen durften weiter unterrichten. Und auf einer von diesen Schulen zum Beispiel ist damals auch Stalin hervorgekommen. Stalin hat damals, wurde ausgebildet auf einer Jesuitenschule, hat sich später den Bolschewiki angeschlossen und hat so später das Kaiserreich, das Zarenreich gestürzt. Die Zarenfamilie wurde komplett ermordet und dann wurde sozusagen ein neues System aufgebaut unter Vormachtstellung von Stalin. Dazu mehr eben im Sendemanuskript. Und auf die Art und Weise sind mehrere Reiche gefallen in den Revolutionen dieser Zeit. Eine neue humanistische Idee kam auf, also neue Lehren und durch diese Lehren sind die Kaiserreiche gestürzt worden, bis hin zum chinesischen Kaiserreich. Es waren immer irgendwelche Kriege und Revolutionen, die das verursacht haben.
[1:00:01] Lesen wir Vers 40: "Zu der Zeit des Endes aber wird der König des Südens mit ihm zusammenstoßen, da wird der König des Nordens mit Wagen, Reitern und vielen Schiffen auf ihn losstürmen und in die Länder eindringen und sie überschwemmen und überfluten." Das heißt, zur Zeit des Endes nun wird was ähnliches passieren, also jetzt gibt es wieder einen Konflikt, nämlich der König des Nordens und der König des Südens. Und der König des Nordens wird jetzt auf ihn einstürmen und wird versuchen, ihn zu übernehmen mit Wagen, Reitern und Schiffen.
[1:00:36] Was sind das? Könnt ihr mal ins Sendemanuskript reingucken, da haben wir ein paar Texte, die das auslegen. Also Wagen ist militärische Stärke, Reiter stehen für Boote, Medien, also Sender und Schiffe stehen für Wirtschaft und Handel. Und so gab es jetzt sozusagen einen Krieg, nämlich einen Krieg zwischen militärischer und wirtschaftlicher Macht und medialer Macht.
[1:01:01] Nach Daniel 11 Vers 40 hatten wir also in der Zeit des Endes. Wir sollen also in der Zeit des Endes sein, da sehen wir jetzt, dass der König des Südens, der Atheismus, also diese Welt, mit dem König des Nordens, der falschen Religion, dem Papst zusammenstößt. Aber der König des Nordens wird durch diese, durch Militär, Medien und Wirtschaft die Oberhand behalten.
[1:01:22] Nun, nachdem die vier verschiedenen Kaiserreiche gefallen sind, gab es viele Allianzen, Dinge wurden gegründet, also es gab zum Beispiel die Vereinten Nationen und und und Warschauer Pakt und viele andere Organisationen. Und jetzt wurden die Ideologien des Papsttums und der sie vertretenden Jesuiten durch die Medien in der ganzen Welt verbreitet. Es kamen humanistische, aufgeklärte Weltanschauungen, wurden jetzt propagiert und in die Länder infiltriert. Nach Offenbarung 13 wissen wir schon, dass das Papsttum durch die USA
[1:01:53] wirkt und deren Bündnispartner ist. Heute führt tatsächlich keine Nation so viele Kriege wie dieser Staat, wie die USA. Der Welthandel wird heute an der Wall Street kontrolliert und die Medien, Hollywood, beherrschen die ganze Welt. Nun, Jesus hatte schon bereits davor gewarnt, am Ende, dass es so kommen wird, es wird Kriege geben, Kriegsgerüchte und solche Dinge.
[1:02:12] Schauen wir mal, was Ellen White dazu schreibt. Christus sagt ja, am Ende wird es Krieg geben. Wer bringt diesen Krieg eigentlich hervor? Ellen White schreibt in "The Review and Herald", 6. Februar 1900: "Krieg und Blutvergießen wird von den Nationen vorangetragen, die behaupten, christlich zu sein." Das ist genau das, was wir heute sehen. USA, ein urprotestantischer Staat würden wir sagen, aber sie tragen die Kriege voran.
[1:02:39] Dann schreibt sie in "Der Dienst für Christus" auf Seite 65: "Die Gesetzesübertretung hat ihre Grenzen fast erreicht. Chaos herrscht in der Welt und weltweiter Terror bedroht bald die gesamte Menschheit. Das Ende ist nah." Der Terrorismus ebnet ja heute die Wege für alle Kriege. Und tatsächlich, wir sehen das Chaos in der Welt, also verschiedene Dinge, die heute hervorkommen. Wir sehen die Flüchtlingswellen, den sogenannten Klimawandel, wir sehen die Gender-Ideologie und und und. Also Dinge, die hervorkommen, um irgendwann jetzt die neue Weltordnung zu bewirken, die wir in Offenbarung 13 und Offenbarung 17 finden.
[1:03:15] Jetzt kommen wir zu den letzten Versen. Ab Vers 41 lesen wir weiter: "Er wird auch, also der König des Nordens, er wird auch in das herrliche Land kommen und viele werden unterliegen, diese aber werden seiner Hand entfliehen: Edom, Moab und die vornehmsten der Ammoniter." Wer ist das? Also er wird, der König des Nordens, das Papsttum, wird in das herrliche Land kommen. Das herrliche Land, das herrliche Land, was war das? Dann vor Vers 23 war es Israel, danach war es das geistliche Israel, das ist die Gemeinde. Also die Gemeinde wird angegriffen werden, das Volk Gottes und viele werden unterliegen. Er wird also Bestrebungen machen, zu versuchen, irgendwie die Gemeinden unter sich zu vereinen und viele werden unterliegen. Es ist also eine Art ökumenische Bewegung, von der wir hier lesen.
[1:04:05] Aber es heißt, diese werden seiner Hand entfliehen: Edom, Moab und die vornehmsten der Ammoniter. Wer waren das? Edom, Moab und die vornehmsten der Ammoniter. Nun, alle drei sind Nachkommen oder Verwandte von Abraham und Abrahams Volk. Auch wir sind Abrahams Same, wenn wir zu Christus gehören. Und das hier, es ist nicht Israel, aber es sind direkte Nachbarvölker. Und von denen werden viele entkommen. Und so ist es heute auch. In vielen Kirchen gibt es treue, gute Christen und sie werden die Bestrebungen des Papsttums sehen, alle Gemeinden zu schlucken, sie alle unter der Ökumene zu vereinen, aber sie werden entfliehen. Einige werden entkommen.
[1:04:37] Und dann heißt es hier in Vers 42: "Er wird auch seine Hand nach den Ländern ausstrecken und das Land Ägypten wird nicht entfliehen." Jetzt versucht er also Ägypten und die Länder der Welt zu vereinnahmen. Was passiert jetzt? Guck mal weiter. Der König des Nordens, also das Papsttum, wird seine Hand nach den Ländern ausstrecken. Wenn das herrliche Land also Israel ist, was sind dann die Länder? Das sind auch irgendwelche Religionen oder Weltanschauungen und die werden jetzt geschluckt werden vom Papsttum. Also ihm wird es gelingen, die Weltanschauung und die Religion unter sich zu vereinen und das ist das, was er vorhat. Das wird die neue Weltreligion, die neue Weltordnung. Das, was wir in Kürze sehen, was hervorkommen wird. Es wird der Hure tatsächlich gelingen, Töchter zu haben, wie es in Offenbarung 17 steht.
[1:05:40] Gucken wir den nächsten Vers. 43 heißt es: "sondern er wird sich der Gold- und Silberschätze und aller Kostbarkeiten Ägyptens bemächtigen, auch wenn Lubim und Kuschiten zu seinem Gefolge gehören." Was wird er jetzt tun? Hier lesen wir wieder von Gold-, Silberschätzen und Kostbarkeiten. Wir hatten ja bereits vorher gesehen, was das sind. Das sind Lehren, in dem Fall heidnische Lehren. Derer wird er sich bemächtigen und so wird er sie alle schlucken. Also er wird alle Lehren, alle heidnischen Ideen sozusagen in seiner neuen Weltreligion vereinen und so werden sie ihm folgen. Das ist die Art und Weise, wie er Ägypten besiegt, wie er die Welt übernimmt.
[1:06:24] Und es heißt ja auch, werden Lubim und Kuschiten zu seinem Gefolge gehören. Nun, wer sind Lubim und Kuschiten? Wir hatten gesehen, dass Edom, Moab und die Söhne Ammon, die vornehmsten von Ammon, das sind die Nachbarvölker Israels gewesen. Wer sind die Lubim und Kuschiten? Das sind die Nachbarvölker von Ägypten. Also sie sind nicht direkt der Atheismus, aber sie sind sowas wie der Atheismus. Sie sind direkt mit ihm verwandt oder verbandelt. Jedenfalls auch die wird er übernehmen. Und wenn er das macht, wenn er seine neue Weltordnung, seine neue Weltreligion aufrichtet, was passiert denn dann?
[1:06:59] Dann lesen wir Vers 44. Vielleicht lesen wir vorher, bevor wir diese letzten beiden Verse noch machen, ganz kurz noch mal, was Ellen White dazu sagt. "Christus kommt bald", Seite 93. Da sagt sie: "Die in Offenbarung 13 durch das Tier mit Hörnern gleich wie ein Lamm dargestellte Macht wird ihren Einfluss dahingehend ausüben, dass die Erde und die darauf wohnen, das Papsttum anbeten. Diese Weissagung wird sich erfüllen, wenn die Vereinigten Staaten die Sonntagsheiligung, die Rom als die besondere Anerkennung seiner Oberherrschaft beansprucht, erzwingen werden." Und in "Maranatha", Seite 179 heißt es: "Die Protestanten werden ihren ganzen Einfluss und ihre Macht auf die Seite des Papsttums stellen. Durch einen landesweiten Akt, der den falschen Ruhetag erzwingt, werden sie ihr Leben und ihre Kraft dem verfälschten Glauben der römisch-katholischen Kirche unterstellen und damit die Tyrannei und Unterdrückung des Gewissens wiederbeleben." Dann werden andere Länder folgen und in der ganzen Welt wird es sozusagen eine gemeinsame Bewegung geben.
[1:08:10] Lesen wir Vers 44, vorletzten Vers: "Aber Gerüchte aus Osten und Norden werden ihn erschrecken. Daher wird er in großer Wut aufbrechen, um viele zu verderben und zu vertilgen." Was sind das? Also der König des Nordens, das Papsttum, ist dabei, sozusagen die Gemeinden zu unterwandern. Er wird sogar in Gottes Gemeinden hineinkommen. Viele werden unterliegen, aber die vornehmsten aller Kirchen sozusagen werden entkommen. Dann wird er versuchen, Ägypten zu übernehmen und er wird seine falschen Lehren benutzen, die er ja schon eingebracht hat, schon hatten wir gesehen, schon lange vorher. Jetzt wird er die Ernte einsammeln. Das, was lange über die Medien verbreitet wurde, wird jetzt eingesammelt und eine neue Weltordnung wird gemacht. Dann werden ihm alle folgen, heißt es, und dann werden Gerüchte aus Osten und Norden ihn erschrecken und dann wird er aufbrechen, um viele zu verderben.
[1:08:55] Welche Gerüchte kommen denn hier aus Osten und aus Norden? Nun, wir wissen, aus Osten, zum Beispiel Matthäus 24 Vers 27 sagt Jesus: "Denn wie ein Blitz von Osten ausfährt und bis zum Westen scheint, so wird auch die Wiederkunft des Menschensohnes sein." Also Christus sagt, er kommt von Osten. Das ist die Nachricht der Wiederkunft. Während also diese neue Weltordnung aufgebaut wird, die neue Weltreligion, wird jetzt plötzlich die Nachricht von der Wiederkunft verkündet werden. Und aus Norden kommen ja auch Gerüchte. Was ist im Norden? Wenn wir Jesaja 14 Vers 12 und 13 lesen, heißt es da: "Wie bist du vom Himmel herabgefallen, du Glanzstern, Sohn der Morgenröte! Wie bist du zu Boden geschmettert, der Überwältiger der Nationen! Und doch hattest du dir in deinem Herzen vorgenommen: Ich will zum Himmel emporsteigen und meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen und mich niederlassen auf dem Versammlungsberg im äußersten Norden." Das ist der Platz, der Thron Gottes ist genau da, wo Gericht gehalten wird. Also wo werden diese Gerüchte herkommen? Was sind das für Botschaften aus Norden und aus Osten?
[1:10:03] Aus Osten ist die Botschaft der Wiederkunft von Jesu und aus Norden, das ist die Botschaft des Gerichts. Das ist genau die dreifache Engelsbotschaft und die wird noch mal verkündet werden. Und wir wissen es, in Offenbarung 18 heißt, dass kurz vor Ende der Weltgeschichte noch einmal dieser laute Ruf um die Welt geht, der im Spätregen erfolgt und einmal die dreifache Engelsbotschaft in die Welt noch einmal bringt, damit viele Menschen umkehren. Dazu könnt ihr noch mehr im Sendemanuskript lesen.
[1:10:28] Was passiert dann? Es heißt hier: "Daher wird ein großer Wut aufbrechen, um viele zu verderben und zu vertilgen." Tatsächlich, so ist es geschrieben. Schon Ellen White schreibt in "Für die Gemeinde geschrieben", Band 2, Seite 390: "Wer sich weigert, den biblischen Sabbat zugunsten der staatlich und kirchlich verordneten falschen Ruhetags aufzugeben, wird die volle Macht der Papstkirche und der Unterstützenden im protestantischen Welt zu spüren bekommen." Oder "Maranatha", 194: "Die Verfolgung der Protestanten durch die römische Kirche, durch die der Glaube an Jesus Christus beinahe ausgelöscht wurde, wird noch übertroffen werden, wenn der Protestantismus mit dem Katholizismus sich verbündet." "Christus kommt bald", Seite 107: "Viele werden ins Gefängnis kommen, viele aus Städten und Großstädten um ihr Leben fliehen und viele werden Märtyrer für Christus sein, weil sie die Wahrheit verteidigen." Also es gibt noch mal eine riesige Christenverfolgung und die wird hier in Vers 44 beschrieben, kurz vor Ende.
[1:11:25] Danach gucken wir uns noch den letzten Vers an, Vers 45: "Und er wird sein Prachtzelt zwischen dem Meer und dem herrlichen Berg des Heiligtums aufschlagen; der wird sein Ende finden und niemand wird ihm helfen." Der König des Nordens wird jetzt was Besonderes machen, er wird sein Prachtzelt aufschlagen, auf der einen Seite zwischen dem herrlichen Berg Gottes und auf der anderen Seite zwischen dem Meer. Nun, was ist das? Der herrliche Berg Gottes, das ist Zion, das ist sein Volk. Und das Meer, das kennen wir aus Offenbarung 17, Vers 15, es ist das Völkermeer, es ist ein Symbol für die Massen, für die Völker.
[1:12:09] Es gibt also eine Trennung, der Papst wird also jetzt eine Trennung bewirken, wird sein Prachtzelt aufschlagen zwischen der Gruppe und der Gruppe. Es gibt am Ende der Zeiten, es sind noch zwei Gruppen. Die Sonntagsgesetze sind raus und man gehört entweder zum Volk Gottes oder zum Völkermeer. Es ist genau die Zeit, in der auch das Malzeichen des Tieres verteilt wird, Sonntag, oder das Siegel Gottes, das Zeichen seines Tabats auf seinem Volk. Diese Zeichen werden jetzt ausgegeben werden und dann, wenn diese Trennung vollzogen ist, wenn jetzt jeder Fall sozusagen im himmlischen Gericht entschieden ist und jeder Mensch entweder das Malzeichen des Tieres trägt oder aber das Siegel Gottes, es gibt nichts anderes mehr. Der König des Nordens hat eine Trennung bewirkt, es gibt nur noch den heiligen Berg Gottes und das Völkermeer. Und wenn das getrennt ist, was passiert als nächstes?
[1:12:59] Jetzt müssten wir nicht weiterlesen Daniel 12 Vers 1, das machen wir aber nicht, das sehen wir nächste Woche. Das wird der Christoph auch mit euch machen, wie es dann weitergeht, aber wir wissen, bis hierhin sind wir zu einem Zeitpunkt der Weltgeschichte gekommen, der noch in der Zukunft liegt und wo wir wissen, es gibt nur noch zwei Gruppen auf der Welt, es gibt nichts mehr dazwischen. Man gehört entweder zum Volk Gottes oder man gehört zur Welt oder zum Papsttum, man hält entweder den Sabbat oder man hält den Sonntag, es gibt nichts mehr dazwischen.
[1:13:30] Wie es dann weitergeht, in Offenbarung 12, die nächsten drei Verse, die chronologisch noch dazugehören, die gucken wir uns erst nächste Woche an. Dieses Studium aus Daniel 11 ist ein gewaltiges Studium, weil es unglaublich viel Zeitgeschichte zusammenpackt und das zu studieren, das ist dafür eine Empfehlung, eine herzliche Einladung, im Sendemanuskript mal das durchzulesen. Wir haben versucht, das so zu schreiben, dass man es wirklich durchlesen kann und so Vers für Vers durchgeführt wird. Wir haben jetzt gerade eben so einen ganz kleinen Abschnitt, so einen kleinen Abriss gemacht und das war schon sehr lang und wir haben viele Verse übersprungen und vieles kaum behandelt, aber man sieht sozusagen, wie genau Gott die Weltgeschichte geschrieben hat und er hat das vorher schon aufgeschrieben.
[1:14:06] Von der Zeit 600 vor Christus bis in die Zukunft ist hier alles aufgeschrieben, was passiert und es ist so gut für uns, das zu studieren, denn da können wir sehen, dass Gott die Geschichte wirklich in der Hand hält und wenn er die Geschichte in der Hand hält, dann hält er auch sein Volk in der Hand und wir wissen, am Ende der Zeiten wird es Volk Gottes geben, dass diese große Botschaft des Evangeliums in die Welt verkünden wird und da müssen wir unbedingt dabei sein, dass wir den Menschen noch den Plan des Heils zeigen, den Weg, auf dem sie errettet werden können.
[1:14:37] Lass uns noch zum Abschluss ein Gebet sprechen und Gott dafür danken, dass er die Geschichte und uns in seiner Hand hält. Unser lieber Vater im Himmel, wir sind dir so dankbar dafür, dass wenn wir die Prophetie in der Bibel studieren, dass wir sehen können, dass du doch die Fäden ziehst und dass nichts passiert auf dieser Welt, von dem du nichts weißt. Du hast uns schon alles vorhergesagt, damit wir keine Angst haben müssen in die Zukunft, in die wir blicken. Lieber Vater, wir sind dir so dankbar, dass du bei deinem Volk bist, dass du uns in der Hand hältst und dass du gesagt hast, Herr, dass am Ende da Menschen sind, die treu zu dir stehen. Dein heiliger Berg, dein heiliges Volk, dein Jerusalem und wir möchten dich bitten, dass wir, die wir heute zu deinem Volk gehören, dass wir deine Botschaft in die Welt hinausbringen und die Menschen warnen und ihnen zeigen, was auf uns zukommen wird. Bitte, Herr, segne uns darin, damit wir noch viel Frucht bringen, bis du wiederkommst und dafür danken wir dir. Im Namen Jesu, Amen.
[1:15:35] Lieben, vielen Dank für dieses große Studium, das wir ganz kurz anreißen durften. Euch Gottes Segen beim Nachstudieren im Sendemanuskript und bis zum nächsten Mal, wenn wir dann Daniel 12 mit dem Christopher zusammen behandeln. Gottes Segen euch.