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In dieser ersten Lektion der Cannstatt Study Hour 2015 Q1 über das Buch der Sprüche, „Der Ruf der Weisheit“, taucht Lukas Hermann tief in die Bedeutung von Weisheit ein. Er beleuchtet die Rolle Salomos als Schreiber, die göttliche Quelle der Weisheit und wie sie sich im Leben eines Gläubigen manifestiert. Die Lektion betont die enge Verbindung zwischen der Furcht des Herrn und wahrer Weisheit, sowie die praktische Anwendung dieser Prinzipien im Alltag, insbesondere im Hinblick auf das Gesetz von Saat und Ernte und die Bedeutung von Zurechtweisung in Liebe.

In dieser Lektion der Cannstatt Study Hour 2015 Q1 taucht Lukas Hermann tief in das Buch der Sprüche ein, beginnend mit dem Thema „Der Ruf der Weisheit“. Er beleuchtet die Bedeutung von Weisheit, die Furcht des Herrn als Anfang der Erkenntnis und die Rolle von Salomon als Schreiber. Die Lektion erklärt, wie Weisheit von Gott kommt, wie sie sich auf unseren Lebensstil auswirkt und warum das Streben nach ihr entscheidend ist. Anhand von biblischen Beispielen wird die universelle Wahrheit des Prinzips von Saat und Ernte verdeutlicht und wie Weisheit uns hilft, dem Bösen zu entkommen und Gottes Wege zu gehen.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2015 Q1: Das Buch der Sprüche

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen hier zu joelmedia.de und auch an alle Zuschauer von ad-tv.de.
Wir sind heute wieder zurück mit einer neuen Ausgabe der Cannstatt Study Hour und mit einem neuen Lektionsheft. Das Lektionsheft ist so neu, dass es noch nicht mal hier steht, wie es eigentlich sein sollte, denn wir haben noch kein Star und haben uns die Lektion aus dem Inneren geholt. Wir nehmen die Aufnahmen ein bisschen vorher auf, aber ich hoffe, dass ihr das Lektionsheft zur Hand habt und entsprechend mit nachfolgen könnt. Die neue Lektion, das müsst ihr jetzt im Glauben annehmen, geht über das Buch der Sprüche und die erste Lektion heißt der Ruf der Weisheit und wir schauen uns heute so die ersten drei Kapitel vom Buch Sprüche an und bevor wir weiter in die Materie einsteigen, möchte ich ganz kurz mit euch beten. Großer Vater im Himmel, wenn wir jetzt die Bibel öffnen, das Buch der Sprüche, das Buch der Weisheit, dann bitte ich dich, dass du uns Weisheit schenkst und dass du uns hilfst zu verstehen, was wir lesen. Amen.

[1:45] Ich möchte kurz anfangen und eine kleine Einführung über den Schreiber oder über den hauptsächlichen Schreiber des Buchs der Sprüche zu geben und zwar ist das, wie allgemein bekannt, Salomon. Sagt es übrigens auch im ersten Vers, hier steht, dies sind die Sprüche Salomos. Und ein Salomo ist ein interessanter Charakter. Wir werden nicht zu tief reingehen, aber zumindest die Basics, sage ich mal in Neudeutsch, kurz abdecken und zwar möchte ich mit euch aufschlagen das Buch erster Könige. Und zwar befinden wir uns in der Zeit, wo der König David gerade ins Alter kommt, wo er auch stirbt und sein Nachfolger ist der König Salomon. Da gibt es diverse Geplänkel noch im Vorhinein und ein anderer Sohn beziehungsweise mehrere andere Söhne von David versuchen den Thron an sich zu reißen, aber Gottes Wege sind immer in seiner Hand und er weiß genau, was er tut und er kann jegliche Situation wenden und somit endet Salomon auf dem Thron.

[3:03] Und Salomon, als er auf den Thron kommt, ist relativ jung und was er macht ganz am Anfang ist sehr schlau, sehr weise. Interessanterweise und wir lesen das in Kapitel 3, also erster König Kapitel 3 und wir lesen mal kurz den Vers 3 und hier steht Salomon aber liebte den Herrn, so dass er in den Ordnungen seines Vaters Davids wandelte. Wir lesen also, dass Salomon ein Kind war. Übrigens Salomon ist das Kind von der Frau von Uriah. Jetzt ist mir der Name entfallen, aber wir kennen die Geschichte, wo David zündigt und Uriah umbringen lässt und seine Frau dann heiratet. Salomon ist ein Kind von den beiden und wird von der Frau von Uriah aufgezogen und es heißt hier offensichtlich hat er eine sehr gute Erziehung genossen, denn er liebte den Herrn und wandelte den Ordnungen von David.

[4:05] Und da heißt es in Vers 9, so gibt du deinem Knecht doch ein verständiges Herz, dass er dein Volk zu richten versteht und unterscheiden kann, was gut und böse ist. Denn wer kann dieses, dein großes Volk richten. Nun Salomon betet diese Worte zu Gott. Gott erscheint Salomon im Traum und Salomon, das Gebet ist länger und er sagt, ich weiß nicht, wie ich dieses Volk richten soll. Diese unzählbare Anzahl an Menschen, ich bin doch so jung und mir fehlt diese Weisheit. Und er tut etwas Schlaues und Gott lobt ihn dafür sogar. Er bittet nicht für langes Leben und für Reichtum und für Größe und Macht, sondern er bittet darum für Weisheit, wie er dieses Volk richtig führen kann und recht richten kann. Und wir lernen, dass Gott, das gefällt, er akzeptiert dieses Gebet, gibt Salomon Weisheit. So viel Weisheit, dass selbst die Könige der anderen Länder zu ihm kommen, nur um in seiner Gegenwart zu sein, um von ihm ein bisschen was zu hören und von dieser Weisheit zu hören. Das können wir in den nächsten Kapiteln lesen. Wir lesen dann auch, wie er den Tempel baut, den Tempel in Jerusalem, den David übrigens nicht bauen durfte von Gottes Gebot aus. Und wie er noch andere Gebäude und andere Dinge einrichtet, wird alles im Detail beschrieben. Er weiht dann auch den Tempel ein mit einem Gebet und Gott akzeptiert das Gebet und lässt quasi eine sichtbare Manifestation vom Himmel herabkommen.

[6:02] Aber leider, gegen Ende des Lebens, ist Salomon nicht ganz so treu, wie er hätte sein sollen. Wir lesen das im Kapitel 11. Und da steht aber der König, Salomon liebte viele fremde Frauen, neben der Tochter des Pharao. Und die Tochter des Pharao, das war seine erste Frau. Und er liebte viele fremde Frauen. Nun, jemand hat mir gesagt, dass die zwei größten Versuchungen der Welt Geld und Frauen sind. Und das sind die Versuchungen, wo die meisten Menschen fallen. Entweder das Geld oder die Frauen. Und bei Salomon war es nicht das Geld, sondern die Frauen. Und in Vers 4 heißt es, und es geschah zu der Zeit, als Salomon alt geworden war, da wandten seine Frauen, sein Herz, anderen Göttern zu, sodass sein Herz nicht mehr ungeteilt mit dem Herrn, seinem Gott war, wie das Herz seines Vaters David. Salomon im Alter wendet sich also ab. Er erliegt der Versuchung der Frauen, sich abzuwenden von seinem Gott oder vielmehr hinzuwenden zu anderen Göttern, damit sein Gott, der Gott des Himmels, ihm nicht mehr so wichtig ist. Und die Geschichte ist sehr traurig, weil er dann vom weißen und gerechtesten Herrscher aller Zeiten zum Turan wird und all seine Weisheit und all seine Reichtümer verwendet, sein Volk zu unterdrücken, um seine 700 Frauen und 300 Nebenfrauen ein schönes Leben zu gewähren. Das ist im Alter entstanden, aber wir können versichert sein, dass Gott seine Bücher schreiben lässt, wenn es als Salomon noch treu zu ihm war.

[7:55] Gut, das war eine kleine Einführung zu Salomon. Jetzt gehen wir ins Buch Sprüche, denn darum geht es ja eigentlich. Und wir fangen an mit den ersten Versen. Ich lese gerade mal die ersten Verse. Die Sprüche Salomos, des Sohnes Davids, des Königs von Israel, die dazu dienen, dass man Weisheit und Unterweisung erkenne und verständige Reden verstehe, dass man Unterweisung empfange, die einsichtig macht, Gerechtigkeit, Recht und Aufrichtigkeit, damit den Unverständigen Klugheit verliehen werde, den jungen Männern Erkenntnis und Besonnenheit. Wer weise ist, der höre darauf und vermehrt seine Kenntnisse. Und wer verständig ist, eignet sich weise Lebensführung an, damit er den Spruch und die bildliche Rede verstehe. Die Worte der Weisen und ihre Rätsel. Es wird so ein bisschen der Zweck des Buches hier vorgestellt. Der Zweck ist Unterweisung, damit wir, die wir lesen, weise werden. Das ist ein guter Zweck und darum geht es auch.

[8:59] Und hier ist Vers 7. Vers 7 ist sehr interessant und da wollen wir ein bisschen Zeit verbringen mit dem, denn Vers 7 sagt folgendes. Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Erkenntnis. Nur Toren verachten Weisheit und Sucht. Nun sagt es eigentlich zwei Dinge. Und zwar sagt es einmal, die Furcht des Herrn ist der Anfang der Erkenntnis oder der Anfang der Weisheit. Und dann sagt es noch, dass Toren die Weisheit verschmähen oder ablehnen. Das ist sehr töricht, das zu tun. Deswegen werden sie auch Toren genannt. Aber wir sehen, dass Weisheit nicht immer willkommen ist. Und das liegt nicht daran, dass Weisheit schlecht ist, sondern daran, dass diejenigen, die die Weisheit ablehnen, vom Charakter her schlecht sind. Aber wir wollen uns mit dem ersten Satz ein bisschen beschäftigen. Die Furcht des Herrn ist der Beginn der Weisheit. Das ist ein Satz, der öfter in der Bibel vorkommt. Zuerst im Buch Hiob, dann einige Male im Psalmen und dann einige Male im Buch Sprüche. Und wir wollen ein kleines Wortstudium machen. Und wer das Sendemanuskript heruntergeladen hat, der sieht ein Wortstudium zu beiden Aussprachen. Einmal zum Furcht des Herrn und zum anderen Mal zur Weisheit. Ich habe da ein bisschen rein studiert und es ist sehr interessant, was man da findet.

[10:24] Und zwar die Furcht des Herrn. Was ist die Furcht des Herrn? Das Argument oder die Redensweise, die man oft hört, ist die Furcht des Herrn. Es ist nicht Angst zu haben vor Gott, sondern es geht hier vielmehr um Ehrfurcht. Also ehrfürchtig zu sein vor Gott. Aber das ist uns natürlich nicht genug. Wir wollen ein bisschen gucken, was sagt die Bibel darüber? Und ich werde nicht alle Vers vorlesen, die da im Sendemanuskript stehen, aber ein paar möchte ich gerne erwähnen. Und wir fangen kurz an im Buch Hiob. Denn im Buch Hiob steht was Interessantes zur Furcht des Herrn. Ganz am Anfang im ersten Vers, im ersten Kapitel und ersten Vers steht, wenn ich es denn finde endlich in meiner Bibel, da steht nämlich, es war ein Mann im Land Us, der hieß Hiob. Der war ein untadeliger und rechtschaffender Mann, der Gott fürchtete und das Böse mied. Das heißt, wir lernen über Hiob, dass er Gott fürchtet und das Böse meidet. Das steht also in direkter Korrelation. Wer Gott fürchtet, der meidet das Böse.

[11:50] Ganz am Ende vom Buch Prediger steht eigentlich so eine relativ gute Definition vom Gott fürchten oder von der Furcht des Herrn, die wir uns kurz durchlesen. Jetzt Prediger ist direkt nach Sprüche. Ganz am Ende, das ist Kapitel 12, zwar Vers 13, das ist der vorletzte Vers. Jetzt bin ich richtig. Ich bin nicht richtig, ich bin nämlich im hohen Lied, deswegen. Im Prediger, Vers 13, da steht, lasst uns die Summe aller Lehren hören. Also quasi die Zusammenfassung von allem, was ich gesagt habe im ganzen Buch Prediger. Fürchte Gott und halte seine Gebote, denn das macht den ganzen Menschen aus. Also Gott zu fürchten steht im direkten Zusammenhang damit, die Gebote Gottes zu halten. Und wir sehen im zweiten Mose zum Beispiel, dass Gott sagt, ihr sollt mich fürchten und ihr sollt die Furcht des Herrn vor euren Augen halten, vor euch halten, damit ihr nicht sündigt.

[13:01] Und die schönste Erklärung eigentlich, finde ich, für die Furcht des Herrn steht im Psalm 34. Im Psalm 34 steht nämlich folgendes zur Furcht des Herrn. Kommt ihr Kinder, hört auf mich. Das ist Vers 12. Ich will euch die Furcht des Herrn lehren. Und was lernen wir über die Furcht des Herrn? Vers 14. Behüte deine Zunge vor Bösem und deine Lippen, dass du nicht betrügst. Weiche vom Bösen und tue Gutes. Suche nach Frieden und jage ihm nach. Das ist also die Furcht des Herrn, Frieden zu suchen und ihm nachzujagen und von dem Bösen zu weichen, was genau das Gleiche ist, wie die Gebote Gottes zu halten.

[13:46] Und jetzt gehen wir kurz zum Wortstudium in die Weisheit. Denn erinnert euch, es heißt, die Furcht des Herrn ist der Anfang der Weisheit oder der Anfang der Erkenntnis. Aber wenn wir alle all die Parallelfersen mitnehmen, die auch so ähnlich lauten, dann erkennen wir relativ schnell, dass Erkenntnis und Weisheit wirklich ein anderes Wort für die gleiche Sache ist. Und wir lesen jetzt, welchen Vers nehme ich hier raus. Und zwar, ganz interessant, lesen wir kurz in Daniel zur Weisheit. Nun, die Weisheit ist ein sehr wichtiges Gut in der Bibel. Und über die Weisheit geht es im Buch Sprüche hauptsächlich.

[14:37] Und hier im Buch Daniel im ersten Kapitel im 20. Vers steht folgendes. Da steht und in allen Angelegenheiten die Weisheit und Einsicht erforderten, nach denen der König sie fragte, fand er sie zehnmal besser als alle Traumdeuter und Wahrsager, die er in seinem ganzen Reich hatte. Ich erzähle kurz den Kontext. Und zwar geht es hier um die Daniel und seine drei Freunde, die in den Palast gebracht wurden von König Nebukadnezar. Und sie wurden also an diesen Tisch gesetzt mit all den guten Gaben, mit dem Essen des Königs, mit dem ganzen Fleisch und dem Wein und den ganzen Völlerei-Geschichten. Und sie haben gesagt, nee, nee, wir möchten all dieses Fleisch und den Alkohol nicht anfassen. Gib uns bitte Gemüse zu essen. Gib uns also eigentlich eine fleischlose Kost, wenn man es so zusammenfasst. Es geht nicht nur um Gemüse, obwohl es so übersetzt wird, sondern eine fleischlose Kost, eine nicht tierische Kost.

[15:45] Und nachdem sie also diese Kost zu sich genommen haben, für einen gewissen Zeitraum werden sie getestet und der König findet raus, sie sind zehnmal klüger und weiser und stärker als all die anderen, die als weise anerkannt werden im Volk. Und wir sehen was Interessantes, denn unser Lebensstil kann Weisheit steigern oder schmälern, je nachdem, wie er aussieht. Das ist übrigens ein kleiner Zaunpfahl zu unserer anderen Serie auf www.joelmedia.de, die Seroim genannt wird. Seroim, das ist genau dieses Wort, das als nicht tierische Kost übersetzt wird. Und es ist eine kleine Kochdemonstration darüber, wie wir Essen zubereiten können, damit wir zehnmal klüger, schöner, stärker und weiser sind. In dieser Welt.

[16:36] Gut, zu Ende mit der kleinen Schleichwerbung. Daniel sagt noch was Interessantes über die Weisheit und zwar im zweiten Kapitel im Vers 20. Da heißt es nämlich, Daniel begann und sprach, gepriesen sei der Name Gottes von Ewigkeit zu Ewigkeit. Okay, das war der falsche Vers, muss ich jetzt zugeben. Den wollte ich eigentlich gar nicht zitieren. Habe ich mir den falschen Vers aufgeschrieben. Das tut mir leid. Den richtigen finde ich jetzt auch nicht auf die Stelle. Ich werde das korrigieren im Sendemanuskript und dann könnt ihr euch das durchlesen. Denn Daniel spricht darüber, dass Weisheit von Gott kommt. Ich paraphrasiere das jetzt einfach und ihr könnt den richtigen Vers nachlesen. Als der Königin fragt, woher kannst du diesen Traum? Wie kannst du diesen Traum deuten? Sagt Daniel, es ist nicht meine Weisheit, mit der ich den Traum deuten kann, sondern die Weisheit, die ich von Gott habe. Und Daniel macht es ganz klar, dass alle Weisheit von Gott kommt. Und das wird noch interessanter später in unserer Studie. Wir merken es einfach nur, alle Weisheit kommt von Gott. Und es ist interessant, noch in der Apostelgeschichte ist Weisheit übrigens eine der zwei Bedingungen für einen Diakon. Also eine der zwei Ausfallkriterien für einen Diakon.

[18:06] Wir haben also gelernt, dass Weisheit von Gott kommt. Und Weisheit auch damit zu tun hat, wie unser Lebensstil aussieht. Aber im Buch Sprüche, und zwar direkt im zweiten Kapitel. Wir waren im ersten, jetzt können wir ins zweite. Kurz. Direkt im zweiten Kapitel sagt es etwas ganz interessantes. Ich lese es kurz vor. Und zwar, wir fangen an. Erster Vers, zweites Kapitel. Mein Sohn, wenn du meine Worte annimmst und meine Gebote bei dir bewahrst, sodass du der Weisheit ein Ohr leist und ein Herz der Einsicht zuwendest, wenn du um Verstand betest und um Einsicht flehst, wenn du sie suchst wie Silber und nach ihr forschst wie nach Schätzen, dann wirst du die Furcht des Herrn verstehen. Ist das nicht interessant? Der Vers sagt im Prinzip, wenn du wirklich nach Weisheit suchst, wenn du danach strebst, wenn du es wirklich willst, dann wirst du was verstehen. Dann wirst du die Furcht des Herrn verstehen. Ist nicht interessant? Im ersten Kapitel heißt es, die Furcht des Herrn ist der Anfang der Weisheit und im zweiten Kapitel heißt es, wenn man nach Weisheit sucht, dann wird man, dann versteht man, jetzt zitiere ich, dass ich es richtig habe, dann versteht man die Furcht des Herrn. Das ist fast schon wie so ein Kreisel, wie so ein Zirkelschluss. Wenn ich die Furcht des Herrn habe, dann habe ich Weisheit, wenn ich Weisheit habe, dann habe ich die Furcht des Herrn.

[19:37] Das ist interessant, denn es ist auch mit anderen Dingen in der Bibel so. Zum Beispiel, und wir haben das gerade letzte Woche gehört, mit dem Thema Glaube und Werke. Wer Glaube hat, der hat die Werke und wer, da darf ich nichts Falsches sagen, wer die Werke tut, der hat den Glauben, dass es nicht immer war. Aber es ist so ein Zusammenspiel von Glaube und Werke. Was ich ganz interessant finde, das Zusammenspiel ist zum Beispiel auch der Fall bei Erweckung und Mission. Wenn eine Gemeinde erweckt wird, dann fängt sie an zu missionieren. Und wenn eine Gemeinde anfängt zu missionieren, dann wird sie gleichzeitig auch erweckt. Also es gibt keine Erweckung ohne Mission, genauso gibt es keine wirkliche, richtige Mission ohne Erweckung. Genauso wie es keine richtigen göttlichen Werke gibt ohne einen rechten Glauben.

[20:35] Und jetzt haben wir also, das wird richtig gestellt. Wir sehen also, dass die Furcht des Herrn und die Weisheit sehr eng miteinander verbunden sind. Und wir werden sehen, wenn wir jetzt weiterlesen, was wir jetzt gleich tun werden. Ich nehme es einfach vorweg, wir werden sehen, dass die Weisheit vor allem ein Ziel hat. Und das Ziel ist, dass wir die Gebote Gottes befolgen können, dass wir in den Wegen Gottes wandeln. Und das ist ja im Zentrum die Furcht des Herrn. Also so ist die Verbindung relativ nah.

[21:14] Wir lesen im Kapitel 1 einfach weiter, wir lesen kurz Vers 8 bis 19, wobei ich wahrscheinlich ein bisschen überspringen werde, weil durchlesen kann sich das jeder dann selbst. Hier steht nämlich, höre mein Sohn auf die Unterweisung deines Vaters und verwirf nicht die Lehre deiner Mutter, denn sie sind ein schöner Kranz für dein Haupt und ein Schmuck um deinen Hals. Ich finde es interessant, die Sabbatschuh-Lektion machte den Vergleich, dass früher hat man den Kindern teuren Schmuck mitgegeben, wenn sie ihr eigenes Leben angefangen haben. Und hier sagt die Bibel, greift quasi dieses Bild auf und sagt, nicht das Geld, man würde heute sagen, nicht die Nummer auf eurem Kontostand ist, was ihr als Schatz von euren Eltern mitnehmt, sondern die Unterweisung. Und wie die Bibel so ist, sie macht immer einen Kontrast und sie sagt also, die Unterweisung, die ihr von deiner Mutter, von deinem Vater, von deiner Mutter, von deinem Vater mitnimmst, die ist gut, auf die höre. Aber welche Unterweisung sollen wir nicht mitnehmen? Das wird direkt in den nächsten Versen gesagt, mein Sohn, wenn dich Sünder überreden wollen, so willige nicht ein.

[22:35] Und die Bibel geht weiter und beschreibt diesen Prozess, dass die Sünder sagen, komm, komm mit uns, wir überfallen, wir überfallen andere, wir werden schnell reich, eignen uns Geld an, ohne zu arbeiten. Und wir wissen natürlich als gekonnte Bibelleser, dass das alles gegen das Gesetz Gottes verstößt. Und die Bibel uns wieder und wieder und wieder den guten Rat gibt, halte dich an die Gebote Gottes. Das fünfte Gebot sagt, du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren. Das achte Gebot, wenn ich nicht ganz falsch liege, sagt, du sollst nicht stehlen. Und wir sehen, dass die Bibel immer, immer wieder auf die Gebote zurückkommt und es sagt, die Weisheit ist es, wenn du dich an Gottes Gebote hältst.

[23:26] Nun im Vers 20 und die darauf folgenden Verse, die sagen etwas sehr Interessantes und ich lese da gerade mal kurz rein. Und zwar steht da, die Weisheit ruft draußen laut, öffentlich lässt sie ihre Stimme hören, auf den Plätzen, in den im engsten, im ärgsten Straßenlärm schreit sie. Nun das ist sehr modern, denn wir haben sehr viel Straßenlärm heutzutage, an den Pforten der Stadttore hält sie ihre Rede. Wie lange wollt ihr Unverständigen den Unverstand leben und ihr Spötterlust am Spotten haben und ihr Toren Erkenntnis hassen. Ist es nicht interessant, dass Toren oder dass die meisten Menschen die Weisheit auszuschließen scheinen. Das ist ja eigentlich fast schon wie mit der Erlösung. Die Erlösung ruft aus, die Weisheit ist hier quasi personifiziert, die Erlösung ruft aus, kommt zu Jesus. Hier ruft die Weisheit, werdet weise. Und die Menschen sagen, nee, wir wollen nichts davon wissen.

[24:34] Und es geht weiter, kehrt um zu meiner Zurechtweisung. Siehe, ich will euch meinen Geist hervorströmen lassen. Ich will euch meine Worte verkündigen. Das geht so weit, dass sogar die Weisheit schon fast genau das gleiche ausruft wie Jesus. Ich will euch meinen Geist geben, wenn ihr meine Zurechtweisung annimmt. Darum, weil ich rufe und ihr mich abweist, weil ich meine Hand ausstrecke und niemand darauf achtet, weil ihr vielmehr alle meinen Rat verwerft und meine Zurechtweisung nicht begehrt, so werde ich über euer Unglück lachen und über euch spotten, wenn das kommt, was ihr fürchtet. Wenn das, was ihr fürchtet, als Verwüstung über euch kommt und euer Unheil euch überraschen wird wie ein Sturm, wenn euch Angst und Not überfällt, dann werden sie mich anrufen. Aber ich werde nicht antworten.

[25:37] Bevor wir hier in den Vers gehen, kurz, wir haben beobachtet, es scheint schon so, als ob sich die Bibel hier ein bisschen lustig drüber macht. Haha, wenn dieses Unheil über euch kommt, dann werde ich da stehen und ich werde über euch lachen und spotten. Aber Freunde, wir müssen die Bibel hier richtig verstehen, denn die Bibel hat ein sehr weit umfassendes Thema, das hier aufgegriffen wird. Und zwar ist es das Thema der Saat und Ernte. Lesen wir kurz zusammen durch im Galaterbrief. Galater Kapitel 6.

[26:10] Galater Kapitel 6. Und ihr seht schon, bei drei Kapiteln ist natürlich nicht möglich, auf jeden Vers einzugehen. Aber ich versuche, relativ die Ideen oder das Konzept rauszugreifen. Und wir sind in Galater, ich habe viel zu weit geblättert. Galater Kapitel 6. Und hier die Verse 7 und 8. Und hier steht folgendes. Irrt euch nicht. Gott lässt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er auch ernten. Denn wer auf sein Fleisch sät, der wird vom Fleischverderben ernten. Wer aber auf den Geist sät, der wird vom Geist ewiges Leben ernten. Die Idee hier ist, du erntest genau das, was du sätst. Wenn du also zum Geist sätst, dann erntest du das ewige Leben. Wenn du aber zum Fleisch sätst, also den Versuch nachgibst, wenn du zur Sünde sätst, dann wirst du auch Sünde ernten. Dann wirst du auch das Verderben ernten. Und dieses Prinzip ist sichtbar durch die komplette und ganze Bibel. Das Prinzip, das was du sätst, das wirst du auch ernten.

[27:27] Und so können wir nämlich hier diese Konzepte im ersten Kapitel der Sprüche zusammenfassen. Ich lese kurz Vers 18 und 19. Hier steht nämlich, sie aber lauerten auf ihr eigenes Blut. Ich muss kurz ein bisschen zurückspulen, jetzt bin ich ein bisschen zu schnell. Wir bleiben bei dem Gedanken. Wir erinnern uns, es ging darum, hört auf eure Eltern, hört nicht auf die Sünder, die euch zur Gewalt und zu Überfällen, zur Sünde hinbringen möchten. Und dann heißt es hier über diese Menschengruppe, über diese Sünder steht, sie aber lauern auf ihr eigenes Blut und stellen ihrem eigenen Leben nach. So geht es allen, die nach Gewinn trachten, nach ungerechtem Gewinn trachten. Es kostet seinen Besitzern das Leben. Also Gott sagt eindeutig, wer das Böse sucht, wird das Böse haben. Das ist genau das Prinzip von Saat und Ernte hier. Wer das Böse sät, der wird das Böse ernten.

[28:31] Und im Vers, im nächsten Textabschnitt, den wir gerade gelesen haben, am Ende geht es genau um das gleiche Prinzip. Hier steht im Vers 30, weil sie meinen Rat nicht begehrt und all meine Zurechtweisung verschmäht haben, darum sollen sie von der Frucht ihres eigenen Weges essen und von ihren eigenen Ratschlägen genug bekommen. Also ihr seht das Prinzip hier. Gott sagt, die Weisheit ruft aus, bittet den Menschen an, kommt zu mir, nehmt mich an, nehmt meine Züchtigung an, verlasst eure Wege, eure unweisen Wege, eure törichten Wege. Aber die Menschen tun es nicht. Und weil sie zur Torheit gesät haben, werden sie auch Torheit ernten. Und Gott sagt, was kann ich da machen? Das ist das Gesetz der Saat und Ernte und das Gesetz der Welt basiert auf dem Gesetz der Saat und Ernte. Nein, das war jetzt ein bisschen zu weit gegriffen, aber ein Gesetz in dieser Welt ist das Gesetz der Saat und Ernte. So ist es richtig. Und wenn jemand das Schlechte sät, dann wird er auch das Schlechte ernten.

[29:35] Jetzt bin ich kurz am gucken, jetzt mache ich das ja erst. Wir sehen dieses Prinzip übrigens sehr deutlich an anderen Stellen. Das möchte ich kurz erwähnen. Wer sich im Buch Esther auskennt, und zwar ist es im Kapitel 7, da gibt es diesen Hammann, diesen Feind vom Onkel von Esther, das ist der, jetzt ist mir doch gleich der Name entfangen, Mordecai. Mordecai ist also der Onkel von Esther und sein Feind sozusagen, der ihn an den Galgen bringen will, das ist der Hammann, der Böses im Schilde führt. Und es ist sehr interessant, es ist fast schon eine witzige, eine lustige Geschichte in der Bibel, was hier passiert.

[30:26] Denn im Buch Esther in Kapitel 7, Verse 9 und 10 steht folgendes. Und Harbona, einer der Kämmerer, die vor dem König standen, sprach, siehe der Holstamm oder der Galgen, in anderen Übersetzungen, den Hammann für Mordecai zubereitet hat, der Gutes für den König getan hat, steht schon beim Haus Hammanns 50 Ellen hoch und der König sprach, hängt ihn daran. So hängte man Hammann an den Holstamm oder an den Galgen, den er für Mordecai zubereitet hatte. Da legte sich der Zorn des Königs. Ist es nicht interessant, Mordecai bereitet hier diesen Galgen schon mal vor, ah nee, falsch, Hammann bereitet den Galgen schon mal vor für Mordecai und am Ende wird er selbst dran gehängt. Und so sieht man das Gesetz von Zart und Ernte.

[31:21] Man sieht es auch ganz interessant, ich erwähne das, weil ich Ihnen die Offenbarung gleich will, wir sehen das bei den Plagen Ägyptens. Denn die Ägypter, und wer will, kann das nachlesen im zweiten Buch Mose, die Kapitel 7 bis 12. Die erste Plage ist nämlich, dass das Wasser im Nil zu Blut wird. Und wer ein bisschen über die ägyptische Geschichte und die Lebensweise sich auskennt, weiß, dass die Ägypter den Fluss Nil als Lebensstrom angebetet haben. Und was Gott hier tut, ist sehr interessant. Er sagt nämlich, ihr vertraut also auf diesen Nil, dann zeige ich euch mal, wie viel euch das Vertrauen auf diesen Nil bringt. Und er lässt das Wasser zu Blut werden, genauso wie man damals Frösche angebetet hat und Frösche am Ende eine Plage werden in Ägypten. Genauso dann, wie die Stiere und die anderen Tiere sterben. Und Gott verwendet quasi genau diese Symbolik und sagt, ihr vertraut also auf das, schaut mal, wie viel euch das bringt. Ihr säht zum Fleisch, ihr säht an diese Götter, schaut mal, was ihr von diesen Göttern erntet.

[32:35] Und das haben wir jetzt verstanden und jetzt gehen wir kurz ins Buch Offenbarung. Hier gibt es nämlich diese sieben Zornesschalen und die Schalen, die dann ausgegossen werden über die Erde. Das hört sich relativ furchtbar an, aber schaut mal, was hier steht. Im Vers 2, Offenbarung 16, Vers 2. Und der Erste ging hin und goss seine Schale aus auf die Erde. Da entstand ein böses und schmerzhaftes Geschwür an den Menschen, die das Mahlzeichen des Tieres hatten und die sein Bild angebetet hatten. Wir wissen, dass am Ende ein Todesbefehl ausgehen wird. Und die Offenbarung beschreibt, wie diese Macht Babylon, diese Macht des Tieres, einen Befehl herausgibt. Alle, die das Tier nicht anbeten, müssen sterben. Aber es ist sehr interessant, denn wir sehen hier, dass am Ende, wenn Gott diese Zornesschalen ausgießt, wer unter diesen Krankheiten leidet. Nicht diejenigen, die unter dem Todesbefehl stehen, sondern diejenigen, die den Todesbefehl gesät haben und jetzt die Krankheit ernten.

[33:54] Wir sehen also, dass dieser Vers in Offenbarung 16 bzw. diese Plagen, die wir da sehen mit den Zornesschalen, eine Botschaft der Hoffnung an uns sind, uns zu sagen, wenn ihr auf Gott vertraut, dann sät ihr auf dem richtigen Boden. Es wird zwar ein Todesbefehl ausgehen, aber wenn ihr auf Gott vertraut, dann werdet ihr von dieser Krankheit nicht betroffen. Sondern all die, die auf ihre Doktoren und ihr Menschen gemachte Weisheit vertrauen, die werden am Ende Säen auf den schlechten Boden. Die werden am Ende ernten von dem schlechten Boden, auf den sie gesät haben. Und Gott gibt uns die Zuversicht, wenn du auf mich vertraust, dann führe ich dich sicher durch diese Welt. Wenn du mich fürchtest, wenn du auf meinen Wegen gehst, wenn du das tust, was ich dir sage. Und das bezieht sich nicht nur daran, an Gottes Gebote zu glauben, sondern es bezieht sich auch daran, das zu tun, wovon wir in der Bibel lesen. Das geht auch in den Lebensstil hinein. Wir haben schon gelesen, Weisheit betrifft Lebensstil. Was wir essen, auch was wir anziehen, wie wir uns benehmen. Und Gott sagt, Gott verspricht uns, wenn du dich daran hältst, dann führe ich dich hindurch. Dann wirst du den guten Samen ernten, auch wenn alle anderen den schlechten Samen ernten.

[35:34] Und nachdem wir also dieses Prinzip von Saat und Ernte gesehen haben, wollen wir noch kurz eine Sache im Kapitel 1 angucken. Und zwar im Vers 28 hier. Und zwar steht hier, dann werden sie mich anrufen, aber ich werde nicht antworten. Sie werden mich eifrig suchen und nicht finden, weil sie die Erkenntnis gehasst und die Furcht des Herrn nicht erwählt haben. Wir sehen hier eindeutig, dass es gibt eine gewisse Zeit, wo Gott sagt, jetzt ist Schluss. Es gibt keine Umkehr mehr. Es ist das Ende der Gnadenzeit ist erreicht. Ihr habt das Böse getan. Ich habe euch konstant zu mir gerufen, aber ihr habt mich konstant abgelehnt. Und jetzt ist es zu spät.

[36:18] Aber, liebe Freund, liebe Freundin, die Bibel lässt uns niemals ohne Versprechen. Im Vers 33 heißt es, wer aber auf mich hört, der wird sicher wohnen. Er kann ohne Sorge sein und muss kein Unheil fürchten. Mein Freund, meine Freundin, lasst uns auf Gott hören, solange Zeit ist. Nicht hinauszögern. Nicht sagen, ja, ja, irgendwann, wenn ich alt bin, dann kann ich mich bekehren. Dann kann ich die Sünde lassen. Sondern lasst uns jetzt, wenn wir Zeit haben, wenn wir es können, uns zu Gott umkehren, umkehren, umkehren. Und wie es hier im Vers steht, nach der Weisheit und Sehnen wie nach einem Schatz.

[37:04] Jetzt gehen wir weiter in Kapitel 2. Wir haben schon am Anfang gelesen, werde ich nicht nochmal wiederholen. Und ich möchte kurz Vers 12 lesen. Denn hier steht folgendes. Um dich zu erretten von deinem Weg des Bösen, von dem Menschen, der Verkehrtes spricht. Ihr könnt quasi den Kapitel einfach weiterlesen. Ich kürze es ein bisschen ab. Die Idee ist, dass hier beschrieben wird, welche Vorteile darin bestehen, wenn wir der Weisheit nachfolgen, wenn wir die Weisheit annehmen. Und einer dieser Vorteile ist, damit wir errettet werden vom Weg des Bösen.

[37:51] Und wir können nachlesen im Matthäus Kapitel 4. Und zwar, Jesus wird dort von Satan verführt. Und wir lesen, dass er dreimal verführt wird. Und dreimal, Matthäus Kapitel 4, dreimal wird antwortet, Jesus aufliefert diese Versuchung mit dem Wort Gottes. Dreimal verwendet Jesus die Weisheit aus Gottes Wort, um vom Weg des Bösen errettet zu werden. Das also als kleines Beispiel hier, wie Jesus genau das gleiche Prinzip anwendet. Und wir sehen, dass die Weisheit uns helfen möchte. Das Ziel der Weisheit hier ist, damit wir vom Weg des Bösen gerettet werden.

[38:33] Genauso im Vers 16 heißt es, damit du errettet wirst von der Verführerin, von der fremden Frau, die glatte Worte spricht. Nun, wer immer die Verführerin ist, andere Übersetzungen übersetzen das ein bisschen anders, aber wir werden auch errettet von der Verführung. Und das ist eine gute Botschaft. Und das ist, warum wir der Weisheit folgen sollten.

[38:59] Jetzt gehen wir noch ganz schnell, bevor unsere Zeit zu Ende ist, ins dritte Kapitel. Und zwar in den Vers 7. Und da steht folgendes, halte dich nicht selbst für weise. Fürchte den Herrn und weiche vom Bösen. Nun, das ist sehr interessant. Hier steht nämlich, halte dich nicht selbst für weise. Ist es nicht interessant, dass es ständig sagt, nimm die Weisheit des Herrn an. Und wir lesen, dass die Weisheit explizit eine Sache ist, die von Gott kommt. Und wenn wir das beachten, dann sehen wir, wie törich das eigentlich ist, wenn wir uns selbst für weise halten. Denn das bedeutet, dass wir gerade nicht die Weisheit von Gott annehmen. Das ist ungefähr so wie die Geschichte von einem Bürgermeister, der den dämlichsten Menschen der Stadt auszeichnen möchte. Und am nächsten Tag nach der Auszeichnung sieht man den dämlichsten Menschen ganz stolz mit der Auszeichnung auf der Brust herumlaufen. Also, wenn wir uns selbst für weise halten, geben wir schon das Zeugnis ab, dass wir die Weisheit von Gott nicht haben.

[40:16] Denn, und jetzt gehen wir noch ganz schnell ins Kapitel 3. Und da schauen wir uns kurz den Vers 7 an. Denn hier steht, halte dich nicht selbst für weise. Fürchte den Herrn und weiche vom Bösen. Nochmals, fürchte den Herrn und weiche vom Bösen. Und es ist interessant, es warnt uns hier, halte dich nicht für weise. Es ist sehr töricht, sich selbst für weise zu halten. Vor allem, wenn wir wissen, dass Weisheit von Gott kommt. Denn sobald wir uns selbst für weise halten, lehnen wir quasi die Weisheit von Gott ab. Das ist, wie wir uns, wenn wir denken, wir sind erlöst durch Werke, dann weisen wir die Erlösung von Jesus Christus ab.

[41:02] Und ich möchte abschließen mit einem sehr interessanten Konzept, das uns am Ende, nicht am Ende, in der Mitte eigentlich, von Vers 3 gesagt wird. Und zwar die Verse 11 und 12. Ich lese die Verse 11 und 12 vom Kapitel 3. Mein Sohn, verwirf nicht die Züchtigung des Herrn und sei nicht unwillig über seine Zurechtweisung. Denn wen der Herr liebt, den züchtigt er, wie ein Vater den Sohn und dem er wohlgefallen hat. Das ist sehr interessant und sehr wichtig für uns. Denn es spiegelt sich direkt wieder in der Botschaft an Laodicea, an die Übrigen in der letzten Zeit, in der wir leben.

[41:45] Und ich lese das ganz kurz, lasse das ganz kurz zusammenlesen. Offenbarung, Kapitel 3, Vers 19. Hier steht folgendes. Im Sendschreiben an Laodicea steht, alle die ich lieb habe, spricht Jesus, die überführe und züchtige ich. So sei nun eifrig und tu Buße. Und das hört sich sehr, sehr streng an und sehr, sehr, sehr stark. Und man denkt daran, an solche Christen, die oftmals den Bogen etwas überspannen und die Liebe ganz außer Acht lassen und nur noch auf die Züchtigung des Herrn schauen, dass wir alles richtig machen. Und sobald man was falsch macht, kommt die Rute raus und die Bibel wird einem um die Ohren gehauen. Aber die Züchtigung des Herrn ist so wichtig, denn Gott sagt, wem er liebt, den züchtigt er. Das ist zu vergleichen mit dem Kind, das auf die Topfplatte langen will und wir die Hand nehmen und sagen nicht, denn es ist heiß.

[42:54] Und ich möchte mit uns kurz was anschauen, und zwar ein Prinzip der Liebe, das darin verbunden ist. Wir erinnern uns, Jesus sagt, den, den ich lieb habe, den züchtige ich. Und zwar gehen wir als letzten Vers ins dritte Buch Mose und schauen uns im Kapitel 19, den Vers 17 an. Das dritte Buch Mose, Kapitel 19, Vers 17. Und das ist unser letzter Bissen Weisheit, den wir heute vom Wort Gottes nehmen. Und ich finde, ein sehr wertvoller Bissen Weisheit. Dritter Mose, Kapitel 17, Kapitel 19, Vers 17. Hier steht folgendes. Du sollst deinen Bruder nicht hassen in deinem Herzen, sondern du sollst deinen Bruder, deinen Nächsten ernstlich zurecht weisen, dass du nicht seineswegen, seinetwegen Schuld tragen musst.

[43:55] Warum ist dieser Vers so interessant? Der Vers sagt uns, du sollst deinen Bruder nicht hassen, du sollst deinen Bruder lieben in deinem Herzen. Und wie liebe ich meinen Bruder in meinem Herzen? Indem ich ihn zurecht weise, indem ich ihn ernstlich zurecht weise. Und wir sehen hier folgendes, dass Zurechtweisung ohne Liebe im Herzen nicht richtig ist. Wenn wir jemanden zurecht weisen und im Herzen hassen, ist das nicht das Gebot des Herrn, ist das nicht die Weisheit des Herrn. Aber wenn wir jemanden lieben und alles tolerieren, ist es auch nicht die Weisheit des Herrn, sondern der Mittelweg.

[44:39] Freunde, der Mittelweg ist nicht immer leicht zu finden. Er ist relativ schwierig zu finden, aber uns wird versprochen, wenn wir in den Wegen, wenn wir die Furcht des Herrn annehmen, in den Wegen Gottes wandeln, dann wird er uns die Weisheit schenken, unseren Nächsten zu lieben und zurecht zu weisen.

[45:01] Und so möchte ich am Ende sagen, ist es falsch, wenn wir hingehen, nur auf die Sünden der anderen schauen und sie zurechtweisen, wo sie etwas falsch tun, ohne dabei und im Herzen dabei eine Abneigung empfinden. Genauso ist es falsch, alle Sünden unserer Brüder und Schwestern durch einfach zu übersehen und durchlassen zu gehen und nicht diese zurechtzuweisen. Und das ist, wie ausgeglichen das Wort Gottes uns die Weisheit beibringt. Und das ist, wie ausgeglichen wir im Buch der Sprüche lesen sollten, wenn es manchmal scheint nur ins Positive und manchmal nur ins Negative zu gehen, den Ausgleich zu finden und zu wissen, welche Weisheit Gott uns beibringen möchte.

[45:54] Und die Frage ist, möchtest du die Weisheit von Gott lernen? Möchtest du nach der Weisheit suchen, wie nach einem Schatz? Ich möchte es tun und ich bitte Gott täglich darum, dass er mir die Weisheit schenkt, mich richtig zu verhalten, die Weisheit ein Segen zu sein für meine Mitmenschen. Nicht einfach nur eine gute Launestimmung zu verbreiten, aber auch nicht Bitterkeit im Herzen zu haben, sondern meine Nächsten richtig anzuleiten, richtig zurechtzuweisen und richtig lieben zu können und selbst in den Wegen Gottes zu wandeln.

[46:36] Lass uns noch miteinander beten. Lieber Gott im Himmel, alles wurde gesagt und so möchte ich am Ende dich bitten, für all die, die jetzt zuschauen, genauso wie für mich, dass du uns wie Salomon Weisheit schenkst, uns recht zu verhalten, rechte Christen zu sein in diesen Tagen, die so schwierig sind, die so viele Versuchungen bereithalten. Gib uns Kraft und gib uns Weisheit. Im Namen Jesu. Amen.

[47:05] Somit verabschiede ich mich von euch allen. Nächste Woche wieder die Cannstatt Study Hour mit der zweiten Lektion von unserem neuen Lektionsheft über das Buch der Sprüche. Bis dahin einen schönen Sabbat bzw. eine schöne Woche.


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