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Manuskript zu Sendung >>> CSH_Manuskript_2015-1st-Nr-10

In dieser Cannstatt Study Hour-Ausgabe mit Dominique Quinger tauchen wir tief in das Thema „Hinter der Maske“ ein, basierend auf den Kapiteln 25-27 des Buches der Sprüche. Die Lektion beleuchtet die Bedeutung von Ehrlichkeit, Authentizität und dem Ablegen von Fassaden im christlichen Leben. Es wird die Parallele zwischen biblischen Königen, die Gottes Wort erforschen müssen, und unserer eigenen Verantwortung gezogen. Die Sprecherin ermutigt dazu, sich nicht von äußeren Scheinmerkmalen leiten zu lassen, sondern eine innere Erneuerung durch Gottes Gnade anzustreben.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2015 Q1: Das Buch der Sprüche

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe der Cannstatt Study Hour. Wir sind froh, vor oder hinter der Kamera, dass ihr euch wieder zugeschaltet habt. Sei es über joelmedia.de oder über Amazing Discoveries. Wir sind froh, dass ihr mit uns zusammen dieses Thema studieren wollt. Es war überschrieben mit dem Namen "Hinter der Maske" und es reiht sich ein in unser Studium des Buches der Sprüche. Und die Kapitel, die diesmal zugrunde lagen, die wir diese Woche zusammen studiert haben, waren Kapitel 25, 26 und 27.

[1:00] Und ich bin mir sicher, ihr habt auch wieder festgestellt, es gibt so viele Aspekte. Und es gab sicherlich auch Aspekte, die vielleicht nicht direkt mit dem Thema verknüpft waren. Aber ich habe mir gedacht, es macht Sinn, wirklich auch diesem Thema der Sabbatschule zu folgen. Weil wir konnten in allen bisherigen Lektionen sehen, wie wir auch andere Aspekte haben. Aber es macht Sinn, ein Thema nach dem anderen zu bearbeiten. Sonst könnten wir uns in jedem Lektionsteil über Erziehung unterhalten und dann wieder über ein anderes Thema. Aber diesmal wollen wir uns speziell den Fokus legen auf dieses Thema "Hinter der Maske". Und da es ein wichtiges Thema ist, glaube ich, und wir auch wie immer beim Bibelstudium Gott erkennen möchten, wie es in Psalm 46 heißt, so möchten wir jetzt auch Stille werden, damit wir Gott erkennen möchten und können. Und dazu möchten wir beten.

[2:02] Vater im Himmel, wir danken dir, dass wir gesegnet sind. Wir gesegnet durch dein Wort, das du uns gegeben hast. Dass wir studieren dürfen, dass wir verstehen dürfen und dass wir erkennen dürfen, wie wir das auch umsetzen. Dass es nicht nur leere Theorien sind, sondern dass es wirklich einen Einfluss auf unser Leben hat. Und so wollen wir uns unter deine Führung stellen und um deinen Heiligen Geist bitten, dass er uns in alle Wahrheit leitet. Und dass wir wirklich verstehen und gestärkt daraus gehen können und gut vorbereitet sind auch für das Gespräch am Sabbat. Wir danken dir und bitten dich in deinem Namen. Amen.

[2:53] Und der Leitvers, der diese Woche zugrunde lag, der stand diesmal nicht am Anfang des Kapitels. Und deswegen möchte ich ihn auch noch für einen kurzen Moment zurückstellen, weil ich glaube, dass der Anfang des Kapitels 25 ein sehr interessanter ist, den wir in den Sprüchen nicht so oft gefunden haben. Weil da lesen wir in Kapitel 25 Vers 1: "Auch dies sind Sprüche Salomos." Und ich habe mal nachgeschaut, wie oft sehen wir den Namen Salomo im Buch der Sprüche. Und wir können feststellen, dass es genau dreimal ist. Also nur dreimal sehen wir, dass Salomo der Autor dieses Buches genannt wird. Und das erste Mal ist verständlicherweise am Anfang des Buches. Da lesen wir in Sprüche Kapitel 1 Vers 1: "Dies sind die Sprüche Salomos, des Sohnes Davids, des Königs von Israel." Der Autor stellt sich vor, und wir haben das oft in der Bibel, und ich denke, es ist wichtig, dass wir auch dem Beachtung schenken. Wer hat dieses Buch eigentlich geschrieben? Und es wird uns weitere Aufschlüsse geben, wenn wir dieses Buch dann studieren. Das zweite Mal lesen wir in Sprüche 10, wieder im ersten Vers, da heißt es: "Dies sind die Sprüche Salomos." Und das letzte Mal, das dritte Mal, finden wir in dem genannten Vers in Kapitel 25. Und kann es sein, dass uns jemand hier erinnern möchte? In regelmäßigen Abständen sehen wir, dass genannt wird, dass Salomo der Autor dieser Sprüche ist. Und es wird sogar betont, dass auch diese Sprüche von Salomo sind. Und wenn jetzt jemand sagt, ja, die Verszählung oder die Kapiteleinteilung ist vielleicht nicht immer so gut gelungen, wir können trotzdem sehen, dass es in gleichmäßigen Abständen ist: Kapitel 1, Kapitel 10 und Kapitel 25.

[5:09] Aber der Vers sagt noch viel mehr aus als das. Da heißt es nämlich weiter: "Die Männer Hiskias, des Königs von Juda, haben sie gesammelt." Diese Männer haben die Sprüche gesammelt. Und wenn wir uns überlegen, wann ist Hiskia in Erscheinung getreten? Das war über 200 Jahre später als Salomo. Und es wird uns gesagt, dass er König war von Juda. Das heißt, wir haben zweimal Könige genannt: Einmal ist es Salomo und einmal ist es Hiskia. Und seine Männer suchen diese Sprüche und sammeln sie 200 Jahre, nachdem sie niedergeschrieben wurden von Salomo. Und ich denke, das ist interessant zu sehen, wenn man sich das überlegt, welchen Wert sie in diesen Sprüchen sehen mussten. Und wie ist es bei uns, wenn wir die Bibel studieren? Sagen wir, es ist ein altes Buch. Es ist schon weit über 200 Jahre aus unserer Sicht alt. Aber schenken wir dem die gleiche Beachtung, dass wir wirklich sammeln wollen. Und wann sammeln wir etwas? Wir sammeln etwas, wenn wir es bewahren wollen für uns selber, weil es uns vielleicht wichtig gewordene Sprüche sind. Und wir sammeln etwas, damit wir es bewahren wollen für die nachfolgenden Generationen. Und ich fand es sehr interessant, dass dies im Kapitel 25 hier so betont wird. Und auch die Männer Hiskias mussten ja nicht irgendwelche Leute sein. Es waren wirklich Männer von Hiskia, also Menschen, die direkt unter ihm angestellt waren, die eben auch eine verantwortungsvolle Position innehatten, wie wir in Salomo, der genannt ist, sehen, der König war, wie wir in Hiskia sehen, der König war. Und auch diese Männer hatten wohl eine verantwortungsvolle Aufgabe. Und deswegen glaube ich, dass diese Sprüche, die dann auch folgen, eine besondere Beachtung zugrunde liegen soll, für die, die auch eine verantwortungsvolle Aufgabe haben, die eine Verantwortung aufgetragen bekommen haben, oder die dabei sind, eine verantwortungsvolle Position einzunehmen. Weil wir haben durch das Kapitel dann, lesen wir von Königen.

[7:36] Und in Vers 5 lesen wir zum Beispiel, oder ein Aspekt, den ich noch herausgreifen möchte aus diesem Vers 1 und auch Vers 2, da heißt es in Vers 2: "Es ist Gottes Ehre, eine Sache zu verbergen, aber der Könige Ehre ist es, eine Sache zu erforschen." Das heißt, wir sehen, wie gesammelt wird, wie Sprüche gesammelt werden, wie Gottes Wort gesammelt wird. Und dann lesen wir in Vers 2: Gott verbirgt. Und das macht seine Größe aus, nicht wahr? Wir können Gott nicht komplett verstehen, bei weitem nicht. Aber es gibt Geheimnisse, die legt er in sein Wort. Und wir können sie erfahren, wir können sie verstehen, wenn wir darin forschen, wie es dort heißt. Und diese Begebenheit hat mich erinnert an ein Kapitel. Da geht es auch um einen König, der König wird. Und da geht es auch um ein geheimnisvolles Buch. Und ich möchte mit euch einen kurzen Blick in Offenbarung Kapitel 5 werfen. Und eigentlich, wir wissen es, in Offenbarung Kapitel 4 und 5 hängen miteinander zusammen. Und sie beschreiben diese Szene im Himmel, genauer gesagt im Tempel. Wir lesen von einem Thron. Und da lesen wir in Kapitel 5 und dort in Vers 5. Da heißt es: "Und einer von den Ältesten spricht zu mir: Weine nicht, siehe, es hat überwunden der Löwe aus dem Stamm Juda, die Wurzel Davids, aufzutun das Buch und seine sieben Siegel." Interessant, dass hier auch der Stamm Juda genannt wird. Und dann heißt es in Vers 6: "Und ich sah mitten zwischen dem Thron und den vier Gestalten und mitten unter den Ältesten ein Lamm stehen, wie geschlachtet; es hatte sieben Hörner und sieben Augen, das sind die sieben Geiste Gottes, gesandt in alle Lande." Und in Vers 7 heißt es: "Und es kam und nahm das Buch aus der rechten Hand dessen, der auf dem Thron saß."

[10:01] Bei diesem Ereignis, und wir wissen, das ist Jesus, das Lamm, das einzig würdig ist, weil es geschlachtet wurde, dieses Buch zu nehmen, und es ist parallel damit, dass es den Thron einnimmt. Da heißt es, es nahm aus der rechten Hand dessen, der auf dem Thron saß. Und es wird hier beschrieben, wie Jesus den Thron besteigt. Und das ist eine Erfüllung eines Bildes, das wir aus dem Alten Testament kennen. Und wir wissen ja, dass Gott nie geplant hatte, im Sinn, dass wir einen menschlichen König haben. Aber das Volk Israel hat danach verlangt und Gott hat ihnen einen König gegeben, einen menschlichen König. Er wollte eigentlich ihr direkter König sein, aber er hat ihnen einen menschlichen König gegeben, aber mit einer Voraussetzung. Und das ist interessant zu sehen, wie diese Situation in Offenbarung 5 parallel ist zu dem Ereignis, wenn Könige eingesetzt wurden. Und ich möchte mit euch folgenden Text lesen, der steht im 5. Buch Mose, Kapitel 17. Und da Vers 18 bis 20. 5. Buch Mose, Kapitel 17, Vers 18 bis 20, da heißt es: "Und wenn er nun sitzen wird auf dem Thron seines Königreiches, soll er eine Abschrift dieses Gesetzes, wie es den levitischen Priestern vorliegt, in ein Buch schreiben lassen. Das soll bei ihm sein und er soll darin lesen sein Leben lang, damit er den Herrn, seinen Gott, fürchten lernt, dass er halte alle Worte dieses Gesetzes und diese Rechte und danach tue. Sein Herz soll sich nicht erheben über seine Brüder und soll nicht weichen von dem Gebot, weder zu Rechten noch zur Linken, auf dass er verlängere die Tage seiner Herrschaft, er und seine Söhne in Israel."

[12:21] Der König hatte eine besondere Verantwortung und es heißt, sein Herz sollte nicht über seinen Brüdern sein und er sollte diese demütvolle Handlung haben und begehen, das Wort Gottes eifrig zu studieren, vor allen Dingen, wie es heißt, die Worte dieses Gesetzes, weil er war der Repräsentant und er musste diverse Sachen entscheiden, er musste Recht sprechen. Und im Gegensatz zu anderen Königen hat er das nicht auf seinen eigenen Verstand, auf seinem eigenen Gutdünken gemacht, sondern er sollte das Wort Gottes studieren, damit er weiß, wie er zu entscheiden hat. Und ich fand diese Begebenheit sehr parallel zu dem, was wir in Sprüche lesen, dass wir, wenn wir ja auch in verantwortungsvollen Positionen gegenüber unseren Mitmenschen stehen, dass wir uns nicht auf unseren eigenen Verstand verlassen, sondern dass wir uns auf das Gesetz Gottes verlassen. Und es hieß in dem Text, sein Leben lang sollte es ihn begleiten. Und ich denke, es ist interessant, das zu erwähnen am Anfang des Kapitels.

[13:44] Und dann, wenn wir weiterlesen in Sprüche 25, da heißt es in Vers 4: "Man tue die Schlacken vom Silber, so gelingt dem Goldschmied das Gefäß wieder." Dieser Reinigungsprozess, den wir oft gesehen haben im Buch der Sprüche. In Vers 5 heißt es: "Man tue den Gottlosen hinweg vom König, so wird sein Thron durch Gerechtigkeit gefestigt." Er soll sich nicht mit schlechten Beratern umgeben. Der beste Berater, den wir haben können, ist Jesus Christus, und wir finden ihn in seinem Wort. Und wenn wir mit diesem Vorverständnis in den Leitvers gehen, in Vers 6, dann denke ich, werden wir verstehen, was hier gemeint ist. Da heißt es: "Prange nicht vor dem Könige und stelle dich nicht zu den Großen." Manchmal denken wir vielleicht, ach ja, der König, der hat es ja gut. Der hat so viel Reichtum, der kann das machen, der kann das machen, der hat viele Freiheiten. Aber wenn wir uns mit dem Bewusstsein annähern, dass der König eigentlich in dieser sehr verantwortungsvollen Position war, dass er wirklich das Wort Gottes in- und auswendig kennen musste, um wirklich Recht sprechen zu können, so verschwindet vielleicht das Verlangen, sich gleichzustellen oder den Wunsch zu haben, sich gleichzustellen mit dem König.

[15:06] Und das war auch Teil dieses Themas, dass wir eine Maske aufziehen, dass wir vielleicht manchmal vorgeben, etwas zu sein, was wir eigentlich nicht sind, um Anerkennung zu bekommen, um groß zu sein, um auch mal König spielen zu dürfen. Aber wir sollten das nicht tun. Und in Vers 7 sehen wir, wieso. Da heißt es: "Denn es ist besser, dass man zu dir sage: Tritt hier herauf, als dass du erniedrigt wirst vor einem Edlen, den deine Augen gesehen haben." Anstatt dass wir sagen, wir möchten auf diese Stufe und wir möchten auf diese Stufe und wir möchten das, sollte es Gott sein, der uns ruft, der sagt: Tritt hier herauf. Und Positionen, die vielleicht groß oder klein erscheinen in den Augen der Menschen, wenn Gott uns diese Position gibt, meine Lieben, es wird die größte Position sein, die wir überhaupt innehaben können. Und wir sollten uns nicht auf andere Positionen stellen, auch nicht auf welche, die vielleicht vermeintlich höher aussehen, weil wie beschämend ist es, wenn dann jemand sagt: "Eigentlich gehörst du doch gar nicht dazu. Moment mal, was machst du denn hier?" Das sehen wir auch im Gleichnis von einem Hochzeitsmahl, wo sich einer einschleicht und er fällt vielleicht gar nicht auf, aber der Herr sagt: "Moment mal, der hat gar kein Kleid an." Und genauso sollte das auch nicht mit uns sein.

[15:57] In Vers 9 lesen wir: "Trage deine Sache mit deinem Nächsten aus, aber verrate nicht eines anderen Geheimnis." Manchmal plaudern wir Sachen aus und manchmal machen wir das auch, um eigentlich unser Bild, unser gutes Bild aufrechtzuerhalten. Wenn wir im Angriff selber stehen, dann verweisen wir vielleicht auf jemand anderen, der vielleicht noch viel schlechter ist oder von dem wir wissen, was er gemacht hat vielleicht. Aber wir sollen das nicht tun, weil in Vers 10 lesen wir: "damit von dir nicht übel spricht, wer es hört, und dann das böse Rede über dich nicht aufhört."

[17:51] In Vers 12 lesen wir, was echte Ermahnung bedeutet. "Ein Weißer, der mahnt, und ein Ohr, das auf ihn hört, das ist wie ein goldener Ring und ein goldenes Halsband." Wenn wir manchmal vorgeben, etwas zu sein, was wir nicht sind, dann kann auch unser Bruder, der uns eigentlich helfen möchte, nicht sehen, was in uns vorgeht, wenn wir einfach nur etwas vorspielen. Ja, mir geht es heute wunderbar und so weiter. Aber er kann ermahnen, wenn er weiß, wie es uns geht. Und das ist auch ein Grund, wieso wir unsere Maske ablegen sollten, wieso wir ablegen sollten von dem, was wir sein wollen und lieber ehrliche Menschen, authentische Menschen sein.

[18:31] In Vers 14 lesen wir: "Wer Geschenke verspricht und hält es nicht, der ist wie Wolken und Wind ohne Regen." Wir sollen keine falschen Versprechungen machen. Und es hat mich erinnert an Matthäus 21. Schlagen wir das kurz auf, Matthäus 21, in Bezug auf falsche Versprechungen und auch in Bezug auf unser Thema, wenn wir Masken aufsetzen, wenn wir vorgeben, etwas zu sein oder zu tun, was wir eigentlich gar nicht sind. Matthäus Kapitel 21, Vers 28, da heißt es: "Was meint ihr aber? Es hatte ein Mann zwei Söhne und ging zu dem ersten und sprach: Mein Sohn, geh hin und arbeite heute im Weinberg. Er antwortete aber und sprach: Nein, ich will nicht. Danach reute es ihn und er ging hin. Und der Vater ging zum zweiten Sohn und sagte dasselbe. Der aber antwortete und sprach: Ja, Herr, und ging nicht hin." Manchmal, wenn wir gefragt werden, etwas zu tun und dann sagen wir: "Ja, ja, das mache ich", weil wir müssen es ja machen. Es ist ja als guter Christ müssen wir das machen, müssen wir das machen. Aber eigentlich wollen wir es gar nicht. Und Gott sagt uns hier: Sei lieber der Erste. Sei der, der sagt, der ehrlich ist: "Eigentlich habe ich keine Lust." Aber dann, wenn er sich zurückzieht und merkt: "Eigentlich möchte ich doch für Gott arbeiten und gehe dann hin." Der sollen wir sein. Und am besten ist es, wenn wir sagen: "Ja, Herr, ich mache es" und gehen wirklich hin. Lasst uns keine falschen Versprechungen machen.

[20:20] In Vers 15 lesen wir: "Durch Geduld wird ein Fürst überredet, und eine lindezunge zerbricht Knochen." Das ist ein super Vers, oder? Die Kraft der Geduld hat sogar die Möglichkeit, Fürsten zu überreden.

[20:36] In Vers 16 lesen wir: "Findest du Honig, so iss davon nur so viel du bedarfst, dass du nicht zu satt werdest und spei ihn aus." Manchmal können wir sogar gute Dinge übertreiben. Und Gott hält uns da auch zur Mäßigkeit an in vielen Dingen.

[21:01] In Vers 17, das war auch noch ein interessanter Vers, vielleicht können wir ihn noch kurz behandeln. Da heißt es: "Halte deinen Fuß zurück vom Haus deines Nächsten. Er könnte dich satt bekommen und dir kram werden." Was bedeutet eigentlich dieser Vers? Und wenn man sich mal überlegt, okay, ich habe einen Nachbarn oder irgendjemanden, der mir nah ist, und er klingelt an meiner Tür und sagt: "Hey, wie geht's?" Und du lädst ihn ein und sagst: "Ja, komm, iss mit uns und iss mit euch." Und am nächsten Tag klingelt er wieder und isst wieder mit. Und dann die darauffolgenden Tage isst er immer wieder mit. Und irgendwann denkst du dir: "Ja, Moment mal, dann verlieren wir auch unsere Maske, nicht wahr? Und wir werden ihm kramen." Die Bibel sagt uns hier, wenn wir uns das auf uns beziehen: Wir sollten unseren Nächsten nicht ausnutzen. Wir sollten ehrlich sein, dass wenn jemand in Not ist, dann sollen wir ihm helfen. Aber wir sollten nicht hingehen und sagen: "Ja, heute gehe ich mal zu dem, dann kriege ich das und dann kann der mir noch ein bisschen gut zureden und dann gehe ich zum Nächsten." Wir sollen unseren Nächsten nicht ausnutzen.

[22:13] In Vers 21 und 22 von Sprüche Kapitel 25 lesen wir: "Hungert dein Feind, so speise ihn mit Brot, dürstet ihn, so tränke ihn mit Wasser. Denn du wirst feurige Kohlen auf sein Haupt häufen, und der Herr wird dir es vergelten." Hier werden wir konfrontiert mit einer Situation. Jemand, der uns kram ist, ein Feind, der uns nichts Gutes will, der in einer Situation ist von Not. Und jetzt gibt es verschiedene Möglichkeiten. Nützen wir das aus oder sagen wir: Er braucht Hilfe. Und wir möchten ihm das geben, was er braucht. Wenn er Brot braucht, geben wir ihm Brot. Genauso können wir das natürlich geistlich direkt übertragen. Wir sollten Acht darauf geben, auch auf unsere Feinde, dass wir ihnen zu essen geben. Nicht mit dem Ziel, ja, dann tun wir feurige Kohlen auf seinem Haupt sammeln. Das ist wirklich die größte Schmach. Wenn es ihm schlecht geht, dann helfe ich ihm. Er mag mich eigentlich nicht und dann wird er sich richtig schlecht fühlen. Ich glaube nicht, dass das hier gemeint ist. Und wir können einen Text lesen, der den Paulus benutzt, in Römer 12, Vers 20. Und da benutzt er genau diesen Text, um etwas deutlich zu machen.

[23:53] In Römer 12 lesen wir folgenden Text in Vers 20: "Vielmehr, wenn dein Feind Hunger hat, gib ihm zu essen, dürstet ihn, gib ihm zu trinken. Wenn du das tust, so wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln." Und dann heißt es in Vers 21: "Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem." Wenn wir Kohlen auf dem Haupt unseres Feindes sammeln, dann heißt das, dass wir das Böse mit Gutem überwinden. Und er kann es nicht ignorieren, ja. Das ist hiermit gemeint. Wenn feurige Kohlen auf dem Haupt sind, dann merke ich das. Und dann werde ich das nicht ignorieren. Und die Frage ist dann, wie er dem begegnet. Aber wir wollen nicht den Feind zerstören, sondern wir wollen das Böse zerstören, die Feindschaft, indem wir gute Saat sehen. Und selbst wenn der Feind es ignoriert, heißt es hier: "Der Herr wird es dir vergelten" in Vers 22 von Sprüche Kapitel 25.

[25:10] In Vers 23 lesen wir, dass wir auch keine heimlichen Reden führen sollen. "Der Wind mit dunklen Wolken bringt Regen und heimliches Geschwätz schafft saure Gesichter."

[25:24] Und in Vers 25 haben wir eine wunderbare Verheißung. Da heißt es: "Eine gute Botschaft aus fernen Landen ist wie ein kühles Wasser für eine durstige Kehle." Was für ein Bild. Nicht mal, wenn es wirklich nach Wasser drängt und wir wirklich Wasser brauchen, dann bekommen wir dieses kühle Wasser. Und das ist die gute Botschaft. Und es ist eine messianische Verheißung, nicht wahr? Jesus, der aus dem fernsten Land überhaupt kam, der vom Himmel kam und Wasser gebracht hat auf die durstigen Kehlen.

[26:02] Und in Vers 27 lesen wir auch wieder vom Honig. Da heißt es: "Zu viel Honig essen ist nicht gut, aber wer nach schweren Dingen forscht, dem bringt es Ehre." Suchen wir nur nach Süßem? Suchen wir nach Anerkennung? Oder suchen wir nach den schweren Dingen? Das ist auch mit dem Bibelstudium so. Lasst uns wirklich nach den schweren Dingen forschen. Und Gott wird sie uns zeigen. Die Geheimnisse, wie wir gesehen haben, die er in sein Wort legt, sollen keine Geheimnisse bleiben, sondern sie wollen erforscht sein.

[26:38] In Vers 28 lesen wir: "Ein Mann, der seinen Zorn nicht zurückhalten kann, ist wie eine offene Stadt ohne Mauern." Es ist ein Prinzip, dass wir Disziplin üben sollen, dass wir dem Zorn Rückhalt gebieten.

[26:54] Kapitel 26, Vers 1 beginnt mit dem Vers: "Wie Schnee zum Sommer und Regen zur Ernte, so reimt sich Ehre zum Toren." Es reimt sich nicht, natürlich. Und wie wir oft gelesen haben, dieses Thema von dem Läuterungsprozess, Ehre hat nichts zu tun mit Torheit.

[27:20] In Vers 4 und 5 lesen wir eine ganz interessante Passage. Da lesen wir: "Antworte den Toren nicht nach seiner Torheit, dass du ihm nicht gleich werdest. Antworte aber den Toren nach seiner Torheit, dass es sich nicht weise dünke." Was sollen wir jetzt machen? Wie sollen wir antworten? Sollen wir nicht antworten? Wie sollen wir antworten? Es ist interessant. Zum einen sollen wir dem Toren nicht antworten, um uns auf sein Level zu begeben, das Level der Torheit, und sollen ihm nicht da begegnen, weil sonst werden wir ihm gleich. Aber auf der anderen Seite sollen wir ihm antworten, damit er sich nicht weise dünke. Und das ist auch wichtig, wie wir in unseren Gemeindestunden umgehen, wie wir unser Bibelgespräch führen sollten. Weil manchmal ist ein Schweigen eine Zustimmung zur Torheit. Und manchmal ist Schweigen Gold, nicht wahr? Und wir sollten uns leiten lassen von dem Heiligen Geist, wann wir zu schweigen haben und wann nicht. Aber wenn Torheit gepredigt wird, oder Torheit gut geheißen wird, und wir stillschweigend dem zustimmen, weil damit stimmen wir zu, schaden wir dem, der die Torheit predigt, wir schaden uns selber, und wir schaden denen, die zuschauen. Weil sie denken: "Ja, ist ja alles richtig, nicht wahr?" Aber manchmal sollten wir das Schweigen brechen, und vor allen Dingen, wenn Torheit im Raum steht.

[28:57] In Vers 6 lesen wir auch wieder von einer Torheit. "Wer eine Sache durch einen törichten Boten ausrichtet, der ist wie einer, der sich selbst die Füße abhaut und Schaden leitet." Wir brauchen uns nicht wundern, wenn wir einen schlechten, einen törichten, einen untreuen Boten wegschicken, und er uns nicht richtig repräsentiert. Was für ein Bild ist das nicht auch, wenn wir uns abhauen? Was für ein Bild ist das nicht auch, wenn wir uns als diese Boten von Gott sehen? Und welches Bild geben wir von Gott ab? Tragen wir eine Maske, oder sind wir ehrliche und treue Boten?

[29:49] In Vers 11 lesen wir einen interessanten Vers, da heißt es: "Wie ein Hund wieder frisst, was er gespieen hat, so ist der Tor, der seine Torheit immer wieder treibt." Der Tor wiederholt seine Torheit. Ist das nicht manchmal auch ein Bild, das wir erleben, dass wir wirklich erleben, dass wir immer wieder in dieselbe Torheit, in dieselbe Verfehlung fallen? Ist eigentlich ein groteskes Bild von einem Hund, der isst und es wieder ausspeit und dann läuft er zwei Runden und nimmt es wieder auf. Aber Satan, der Widersacher, ist ein Meister darin, dass er uns diese Verfehlungen so verkauft, dass wir denken, es ist super süß, es ist einfach fantastisch. Aber eigentlich ist es das überhaupt nicht. Und wir sollten uns dafür hüten.

[30:50] In Vers 12 lesen wir: "Wenn du einen siehst, der sich weise dünkt, da ist für einen Toren mehr Hoffnung als für ihn." Selbstüberheblichkeit ist schlimmer, wie zuzugeben, dass ich vielleicht nicht alles weiß, dass ich vielleicht dort und dort nicht das Verständnis habe. Aber dann lasst uns nicht so tun, als ob wir es verstehen, sondern lasst uns ehrlich sagen: "Ich verstehe es nicht." Für diese Menschen ist Hoffnung, sagt uns die Bibel.

[31:23] In Vers 13 lesen wir einen interessanten Text, der uns auch schon mal früher begegnet im Studium der Sprüche, da heißt es: "Der Faule spricht: Es ist ein Löwe auf dem Wege, ein Löwe auf den Gassen." Und ein Bruder hat vor zwei Wochen oder drei Wochen mich auch auf diesen Text aufmerksam gemacht. Vielleicht können wir uns noch an den Text erinnern, der in Sprüche 22, Vers 13 war, da heißt es: "Der Faule spricht: Es ist ein Löwe draußen, ich könnte getötet werden auf der Gasse." Wir bekommen hier ein Bild von einem Faulen, aber der Faule geht ja nicht rum und sagt: "Ja, ich bin faul." Der läuft ja nicht rum und posaunt es raus, sondern was er macht, er schiebt etwas vor, er bringt eine faule Ausrede, und er sagt: "Es ist ein Löwe auf dem Weg, auf der Gasse, wenn ich jetzt rausgehe, dann könnt ihr mich umbringen." Und was wir sehen, ist eigentlich, dass Faulheit eng verknüpft ist mit Feigheit. Dass wir auf einmal vielleicht Dinge erfinden, die überhaupt nicht wahr sind. Das ist zu groß, das kannst du wirklich nicht machen. Der Löwe ist wirklich auf dem Weg, da hast du recht, das kannst du nicht machen. Wir sollen aber nicht diese Ausreden finden.

[32:56] Ein Beispiel, was ich gesehen habe, ist David, der eben nicht faul war. Die Bibel sagt, er ist frühmorgens losgezogen, um zu suchen. Und als er seine Brüder findet, da erlebt er, wie das Heer Gottes, die Masken tragen, Helme, Rüstungen, und alles still ist, dass sie Angst haben vor einem Riesen. Und jetzt könnte man sagen, das ist ja keine faule Ausrede, dass sie nicht kämpfen, da ist ja wirklich ein Riese da. Und die Frage ist, wem vertrauen wir? David hatte keine Maske getragen. Als er gesehen hat, dass dieser Riese Gott frevelt, hatte er den Glauben, dass er ihn bezwingen kann. Und er hat ihm seine Rüstung angeboten. Mit der Rüstung schaffst du es vielleicht noch ein paar Sekunden länger. Und David da die ersten Schritte geht und sagt: "Nein, was ich brauche, ist Gottvertrauen." Und er bezwingt diesen Riesen, und das Heer Gottes war eigentlich machtlos, weil sie etwas vorgeschoben hatten, weil dort ein Riese war. Und ich glaube, so kann das auch ein Bild für uns sein, wenn wir erleben, wie Menschen sagen: "Ja, diese Aufgabe ist zu groß für uns." Und dass wir in aller Welt die gute Botschaft bringen, und dann können wir sagen: "Das ist wirklich zu groß für uns." Aber Gott gibt uns die Möglichkeit. Gott gibt uns die Kraft. Er rüstet uns aus, was unsere eigenen Rüstungen nicht bewirken können. Damit richtet er und rüstet er uns aus.

[35:12] Und einen Text, den wir dazu auch lesen können, dass es wirklich auch in der Gemeinde Gottes passiert, lesen wir in Jeremia 7. Ja. Jeremia 7, Verse 8 bis 10. Da heißt es aber: "Nun verlasst ihr euch auf Lügenworte, die zu nichts nützlich sind." Das sind Masken, nicht wahr? "Ihr seid Diebe, Mörder, Ehebrecher und Meineidige und opfert dem Baal und lauft Fremdengöttern nach, die ihr nicht kennt." Von wem ist hier die Rede? In Vers 10 heißt es: "Und dann kommt ihr und tretet vor mich in diesem Hause, das nach meinem Namen genannt ist, und dann kommt ihr und tretet vor mir in diesem Haus, das nach meinem Namen genannt ist." Das macht nicht halt vor der Gemeinde.

[36:28] In 2. Timotheus 3, Vers 5 lesen wir eine ähnliche Beschreibung. Zweite Timotheus 3, Vers 5 lesen wir auch von Menschen, die eigentlich eine Maske tragen. Da heißt es, man kann das ganze Kapitel andahmen. Vers 1: "Das sollst du aber wissen, dass in den letzten Tagen schlimme Zeiten kommen werden, denn die Menschen werden viel von sich halten, geldgierig sein, prahlerisch, hochmütig, lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, gottlos, lieblos, unversöhnlich, verleumdnerisch, zuchtlos, wild, dem guten Feind verräter, unbedacht." Und wir bekommen dieses Bild, die letzte Zeit, und wir wissen, dass die letzte Zeit wird sein wie in den Tagen Noahs, wo wir auch alle diese Dinge lesen. Und wir sollten aber keine Trugschlüsse ziehen.

[37:47] In Vers 5 lesen wir, um wen es hier geht. Da heißt es: "Sie haben den Schein der Frömmigkeit, aber deren Kraft verleugnen sie." Solche Menschen meine ich. Wenn wir eine Maske tragen, wenn wir so tun, als ob wir Gott nachfolgen, dann sagt uns die Bibel hier, wir verleugnen eigentlich seine Kraft, weil wir es nicht von Herzen tun, weil unser Herz nicht geändert wurde. Wir kommen dazu später nochmal. Und das sind krasse Beispiele, aber sie dienen uns als Warnung.

[38:27] In Sprüche Kapitel 26 zurück. In Sprüche Kapitel 26 lesen wir dann, was das Faulsein ausmacht. Da heißt es: "Der Faule wendet sich im Bett wie die Tür im Angel." Das heißt, er bewegt sich eigentlich gar nicht, nur vor und zurück. Und in Vers 15 lesen wir: "Er steckt die Schüssel in die Hand, aber bringt sie nicht zum Munde." Also der Faule hört zu früh auf. Er denkt selber sogar, er ist weise, wenn wir eine Maske tragen und so tun, als ob irgendwann werden wir sogar selber daran glauben, dass wir weise sind.

[39:15] In Vers 22 lesen wir: "Die Worte des Verleugners sind wie ein Leckerbissen und gehen einem glatt ein." Das ist das gleiche Bild, wenn wir uns in der Verleugnung üben, dann geht es ein wie ein Leckerbissen. Es geht sogar in uns selber hinein.

[39:36] Und in Vers 24 lesen wir auch von einer Verstellung: "Der Hasser verstellt sich mit seiner Rede, aber im Herzen ist er falsch." Das ist das Kernproblem. Der Hasser redet nur, aber in seinem Herzen ist nach wie vor das Böse. Und er kann sogar seine Stimme verstehen.

[39:54] Vers 25 lesen wir: "Wenn er seine Stimme holzselig macht, so glaube ihm nicht, denn es sind sieben Gräuel in seinem Herzen." Wir haben ein steinerndes Herz, sagt uns Hesekiel. Und es nützt nichts, wenn wir anfangen, dieses steinernde Herz mit Farbe zu bepinseln. Wir können pinseln, wir können die erste Lackschicht auftragen, wir können die zweite Lackschicht auftragen, wir können pinseln, bis wir schwarz werden, aber es ändert nichts daran, dass es ein Stein ist. Und Gott sagt, er möchte uns dieses Herz neu geben. Er möchte das alte rausnehmen und uns das neue geben.

[40:46] Gott hilft nicht nur, unsere Symptome zu behandeln, sondern er geht der Kern der Ursache nach. Weil im Endeffekt, wenn wir in Vers 26 lesen: "Wer den Hass trügerisch verbirgt, dessen Bosheit wird doch vor der Gemeinde offenbar werden." Wenn wir uns üben darin, diese Maske aufrechtzuerhalten, was eigentlich in uns los ist, und es verbergen wollen, unsere Bosheit, dann sagt Gott, irgendwann wird es zum Vorschein kommen. Und deswegen lasst uns dieses neue Herz nehmen.

[41:37] In Kapitel 27, Vers 1 lesen wir: "Rühme dich nicht des morgigen Tages, denn du weißt nicht, was der Tag bringt." Heißt es jetzt nach dem Motto "Carpe Diem", fasse den Tag, lebe dein Leben, oder ist hier etwas anderes gemeint? Es ist sehr interessant, dass Salomon hier sagt, wir sollten dankbar sein über den Tag, den Gott uns heute schenkt. Er hat den Tag gemacht, und er hat uns den Tag geschenkt. Und wir können sicherlich viel tun, durch Ernährung oder andere Dinge, wo wir denken, ja, so können wir unser Leben länger machen. Aber wenn wir uns das Newstart-Programm anschauen, dann ist unser letzter Punkt: Vertrauen in Gott. Wir wissen nicht, was morgen ist. Selbst wenn wir all diesen Gesetzen und Gesundheitsratschlägen und was auch immer folgen, wenn wir ihm nicht vertrauen, dann wird das Auswirkungen haben.

[42:55] Interessant ist auch, wenn man sich überlegt, wer hat sein Leben verlängern wollen? Es war genau dieser König Hiskia, und wir lesen davon in 2. Könige 20. Den Zeithaber wollen wir den Text nicht anschauen, aber wir können das zu Hause studieren. Und Hiskia war todkrank, und das ist wirklich ein Sonderfall, weil da kommt der Prophet Jesaja zu ihm und sagt ihm: "Du bist todkrank und du wirst sterben, bestell dein Haus", also bring alles in Ordnung. Also Hiskia wusste, dass er stirbt, und dann bittet er Gott darum, dass er sein Leben verlängert. Und dann sehen wir, dass Gott auch die Macht hat, nicht wir selber, sondern Hiskia bittet darum, dass sein Leben verlängert wird, und Gott gibt ihm diese Verlängerung. Um 14 Jahre wird sein Leben verlängert, aber so wirklich geholfen hat es ihm auch nicht, wenn wir dann weiterlesen in dem Kapitel. Aber wir sollten uns selber nicht rühmen des morgigen Tages. Seid dankbar über den Tag, den Gott dir schenkt, und frag ihn, was er mit dir am nächsten Tag vorhat.

[44:22] In Vers 2 lesen wir: "Lass dich von einem anderen loben und nicht von deinem Mund, von einem Fremden und nicht von deinen eigenen Lippen." Lass uns nicht nach Lob suchen, nach Anerkennung, sondern wenn wir ehrlich Gott nachfolgen und wir die Notwendigkeit haben, dass wir ermuntert werden, dann wissen wir, dass es andere Menschen geben wird, die uns ermuntern werden und die uns auch loben werden. Aber suche nicht selber nach dem Lob, suche nicht nach der Anerkennung.

[45:04] In Vers 6 lesen wir auch über eine Maske, da heißt es: "Die Schläge des Freundes meinen es gut, aber die Küsse des Hässers sind trügerisch." Manchmal kommen sie im Gewand des Freundes und Liebkosungen vielleicht, Küsse, aber lieber die Schläge eines Freundes, der wirklich will, dass es uns besser geht, anstatt jemanden, der uns versucht, einfach zu bestärken in der Situation, wo wir uns gerade befinden.

[45:43] In Vers 7 heißt es: "Ein satter Tritt Honig sei mit Füßen, aber einem Hungrigen ist alles bitter süß." Wenn wir zu viel von etwas hatten, dann verlieren wir auch die Fähigkeit, dankbar zu sein, wo ein anderer Mensch so dankbar wäre, wenn er das hat, was wir haben. Aber wir sind es eigentlich gar nicht, weil wir zu viel hatten, und deswegen sollten wir uns auch davor hüten. Und Gott gibt uns manchmal, wie wir sagen, so einen Schuss vor den Bug, wo wir erkennen, dass es nicht selbstverständlich ist, das, was wir haben.

[46:32] Wie ein Vogel in Vers 8, der aus seinem Nest flüchtet, so ist ein Mann, der aus seiner Heimat flieht. Auch wichtig, dass wir uns nicht der Verantwortung entziehen, nicht sagen: "Ja, ich gehe raus in die Welt und schaue mir das an, und ich muss mich selbst verwirklichen und all diese Dinge", aber unsere Verantwortungen zu Hause vernachlässigen.

[47:06] In Vers 11 lesen wir: "Sei weise, mein Sohn, und erfreue mein Herz, so kann ich antworten dem, der mich schmäht." Wenn wir uns eine Erziehung anschauen, dann heißt es nicht: "Ja, Sohn, schau zu, dass du keine Schande bringst über unser Haus." Aber wir sollten uns bewusst sein, dass wir nicht nur uns selbst repräsentieren, wenn wir unser Leben leben, sondern dass wir eine Familie repräsentieren und dass wir auch Gott repräsentieren.

[47:39] In Vers 12 lesen wir: "Ein Kluger sieht das Unglück kommen und verbirgt sich, aber die Unverständigen laufen weiter und leiden Schaden." Halte die Augen offen, und wenn du Unglück kommen siehst, flieh rechtzeitig und befass dich damit, einfach schnurstracks geradeaus reinzugehen.

[48:05] Und Vers 17 war ein sehr interessanter Vers, der für mich auch gewissermaßen der Kern ist der Sabbatschule, nicht wahr? Da heißt es: "Ein Messer wetzt das Andere und ein Mann den Anderen." Wie wunderbar ist es, wenn Menschen zusammenkommen, um Gottes Wort zu studieren, um den Heiligen Geist zu bitten und sie in der Gemeinschaft zu Erkenntnissen kommen, wenn sie sich gegenseitig schärfen. Diese Verheißung haben wir. Ich bin mir sicher, dass jeder von uns viele wunderbare Erkenntnisse gewonnen hat aus dem Gespräch miteinander. Gott hat die Gemeinde und die Gemeinschaft erfunden. Dementsprechend sollten wir sie auch schätzen. Das Bibelgespräch ist wirklich eine wunderbare Möglichkeit.

[49:00] In Vers 20 lesen wir: "Unterwelt und Abgrund werden niemals satt und der Menschen Augen sind unersättlich." Wenn wir immer nur schauen auf das, was noch kommt, das brauche ich noch oder das brauche ich noch, dann wird es mir gut gehen. Es wird uns nie gut gehen. Es heißt, der Menschen Augen sind unersättlich. Wir werden nie zufrieden sein, selbst wenn wir diese Sachen dann bekommen, die wir so lange verfolgen. Sei zufrieden mit dem, was du hast.

[49:46] Vers 23 bis 27 gehören eigentlich zusammen, da lesen wir: "Auf deine Schafe hab acht und nimm dich deiner Herden an, denn Vorräte wären nicht ewig und auch eine Krone wert nicht für und für. Ist das Gras abgeweidet und wiederum Grünes nachgewachsen und ist das Futter auf den Bergen gesammelt, dann gleiten dich die Lämmer und die Böcke geben dir das Geld, ein Acker zu kaufen. Du hast Ziegenmilch genug zur Speise deines Hauses oder deiner Märkte." Wir können uns nicht von der Krone ernähren, wir können uns nicht von materiellen Dingen ernähren. Und so ist es, wenn wir Acht geben auf das, was wir haben, auf das, was unseren Lebensunterhalt ausmacht. Und wenn wir das aufs Geistliche beziehen, sollten wir wirklich schauen, dass unsere Schafe genügend Futter haben und all diese Dinge, dass wir später davon zehren können, weil Gott möchte, dass sich die Arbeit lohnt.

[50:56] Und was uns schützen wird, ist nicht eine Maske, die wir aufziehen, die wir pflegen und hegen, sondern die einzige Maske, die ich gefunden habe in der Bibel, die Gott möchte, dass wir sie aufziehen, lesen wir in Epheser 6.

[51:25] Da heißt es in Epheser 6 und wir kennen die Texte gut, von 10 bis 17: "Zuletzt seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke. Ergreift die Waffenrüstung Gottes, damit ihr bestehen könnt gegen die listigen Anschläge des Teufels. Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in dieser Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel. Deshalb ergreift die Waffenrüstung Gottes, und angetan mit dem Panzer der Gerechtigkeit und an den Beinen gestiefelt, bereit einzutreten für das Evangelium des Friedens. Vor allen Dingen aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr auslöschen könnt alle feurigen Pfeile des Bösen und nehmt den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes."

[52:35] Den Helm des Heils, nicht unsere eigenen Werke. In 2. Timotheus 1,9. Er hat uns heil gemacht und berufen mit einem heiligen Ruf nicht nach unseren Werken, sondern mit einem Ratschluss und nach der Gnade, die uns gegeben ist, in Christus Jesus vor der Zeit der Welt. Gott möchte nicht, dass wir uns mit unseren Werken schmücken, mit unserer Maske, mit unseren Taten, sondern er möchte uns den Helm des Heils geben. Die Gewissheit, dass wir nicht durch unsere eigenen Taten, sondern durch das, was er für uns getan hat, heil sind und gerettet sind und nicht durch oberflächliches Dienen, sondern durch eine Umwandlung im Herzen.

[53:39] Möchtest du Gott dienen? Möchtest du diesen Helm nehmen, den er dir anbietet? Nicht den Helm, nicht die Maske, nicht deine eigenen Taten, nicht oberflächliches Tun, sondern möchtest du das Herz von ihm nehmen und deins weggeben, das steinerne Herz austauschen durch das fleischerne Herz? Wenn du das möchtest, dann darf ich dich einladen, mit mir ins Gebet zu gehen.

[54:18] Vater im Himmel, du bist ein Gott der Ordnung und du hast eine Ordnung gegeben. Und wir, die das königliche Geschlecht sind und in großer Verantwortung stehen, wollen diese Ordnung aufnehmen. Sie sollen uns unser Leben lang begleiten, damit wir erkennen, dass wir nicht durch unsere eigenen Werke gerettet sind und dass wir nicht mehr durch unsere eigenen Taten gerettet sind und dass wir nicht meinen müssen, dass wir vorspielen müssen, um Anerkennung zu bekommen oder andere Dinge zu erwerben, sondern dass wir deinen Helm nehmen, deine Maske, dein Helm des Heils, dass wir erkennen, dass wir nur durch dich, nur durch deine Taten und dein Tod am Kreuz gerettet sind. Und so möchte ich dir alle ans Herz legen, die wir jetzt uns befasst haben mit diesem Thema, dass es uns nachgeht, dass wir diese Erneuerung jeden Tag erleben dürfen des Herzens und dass wir jeden Tag dankbar sein können, dass du ihn uns schenkst. Und deswegen möchten wir in deinem Namen darum bitten und danken dir, dass du tun wirst, was du verheißen hast, dass wir fest daran glauben können wie ein David. Und so beten wir in deinem Namen. Amen.

[56:00] Ich bedanke mich, dass ihr wieder zugeschaltet habt und ich wünsche euch für den kommenden Sabbat anregende, interessante, aber auch heilsame Gespräche. Amen.


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