Veröffentlicht am
936 Klicks

Manuskript zur Sendung >>> CSH_Manuskript_2015-1st-Nr-7

In dieser Cannstatt Study Hour mit Dominique Quinger wird das Thema „Mit Streit umgehen“ anhand des Buches der Sprüche beleuchtet. Es werden praktische Ratschläge aus Sprüche Kapitel 17, 18 und 19 gegeben, die helfen, Konflikte friedlich zu lösen und die Gemeinschaft zu stärken. Der Vortrag betont die Bedeutung von Weisheit, Demut und der Ausrichtung auf Christus als Schlüssel zur Einigkeit.


Weitere Aufnahmen

Serie: Cannstatt Study Hour 2015 Q1: Das Buch der Sprüche

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe der Cannstatt Study Hour. Wie ihr schon gemerkt habt, der Begrüßungsspruch ist derselbe wie immer, aber das Gesicht ist ein neues. Mein Name ist Dominique Quinger und ich habe heute das Vorrecht, durch die Sabbatschule zu leiten, das Thema der Sabbatschule zu leiten, das ja war, mit Streit umgehen. Und ich darf alle begrüßen, die sich zugeschaltet haben, wieder auf Joelmedia TV, aber auch unsere Besucher durch Amazing Discoveries TV. Und wir werden sicherlich ein spannendes Studium erleben und ich bin mir sicher, dass ihr auch schon in dem Studium der vergangenen Woche zu wunderbaren Gedanken gekommen seid. Und wir bereiten uns mit diesem Thema auf den 14.2., das Bibelgespräch am 14.2. vor, aber natürlich auch auf unseren Alltag, auf unser Leben, auf unser persönliches Leben, wo wir diese sehr praktischen, ja in den Sprüchen haben wir sehr praktische Beispiele bekommen, Ratschläge und die wollen wir natürlich auch mit einarbeiten. Und deswegen ist es, glaube ich, umso wichtiger, dass wir uns ja bewusst sind, dass es diese Ratschläge, dass sie von Gott kommen und dass wir deswegen auch Gott darum bitten möchten, dass er jetzt in der folgenden Stunde mit uns sein wird.

[1:38] Und ich lade euch ein zum Gebet. Vater im Himmel, von Herzen möchte ich dir danken, dass du uns dein Wort gegeben hast, dass wir verstehen können, was du Wunderbares für uns tust und vor allen Dingen auch in den Sprüchen, wo wir so viele praktische Ratschläge bekommen, dass wir, dass wir sie verstehen, wenn wir darüber lesen, aber dass du uns auch die Kraft gibst, dass wir, dass wir diese umsetzen. Und so bitte ich dich darum, dass du jetzt in der kommenden Zeit mit uns bist, mit deinem heiligen Geist und segnest, dass wir nicht aus uns selber reden, dass es nicht unsere Weisheit ist, sondern dass es ja, dass es deine Weisheit ist, die wir erfahren dürfen und die Kraft, die von dir kommt, um nach dieser Weisheit auch zu handeln. Und in deinem Namen möchten wir darum bitten. Amen.

[2:29] Das Thema mit Streit umgehen hat ja drei Kapitel zugrunde gehabt in der vergangenen Woche. Das war einmal Sprüche Kapitel 17, Kapitel 18 und Kapitel 19. Und der Merkvers, der dieses ganze Thema sehr gut umspannt, den lesen wir in Sprüche Kapitel 17 Vers 1. Da heißt es: „Besser ein trockener Bissen mit Frieden, als ein Haus voll Geschlachtetem mit Streit.“ Salomo sagt uns hier, es ist besser, wenn wir ein Brot, ein Stück Brot haben, aber nicht mal irgendein Stück Brot, sondern ein richtig trockenes Brot, was wahrscheinlich da schon für Tage gelegen hat, wo es wirklich Überwindung kostet, dieses Brot zu essen. Aber er sagt uns hier, es ist viel besser, wie ein Haus voller Streit, was trotzdem vielleicht ein Festessen sein kann. Und zu einem haben wir hier deutlich die Referenz zu Materialismus, könnte man sagen. Es ist besser, wenn man vielleicht weniger hat als mehr. Aber ich denke, wenn es davon redet, von dem Geschlachteten, dass hier auch deutlich eine Referenz zu erkennen ist zum Opfer, zum Sündopfer, was sehr nötig war im alten Israel, wo wenn man eine Sünde begangen hat, wenn man Gottes Gesetz übertreten hat, dass man etwas schlachten musste, ein Tier. Und ich glaube, das ist auch ein wichtiger Punkt in Betrachtung dieser gesamten Lektionen, dass der Unfriede vor allen Dingen kommt, wenn wir Sünde begehen und Gott eigentlich einen Plan hat, einen Plan A, der da heißt, dass wir das Brot essen, das was auch oft als, die Bibel bezeichnet sich ja selber, sein Wort bezeichnet sich als Brot, als Nahrung. Und auch wenn es manchmal vielleicht trocken ist, wenn es Überwindung kostet, gehorsam im Herrn zu sein, so ist dies doch, was uns den Frieden geben wird.

[4:37] Und wenn wir weitergehen im Text, da lesen wir in Vers 3 von Kapitel 17, wie der Tiegel das Silber und der Ofen das Gold, so prüft der Herr die Herzen. Und wir können da auch einen Zusammenhang sehen zu einem Text, den wir sicherlich alle kennen, der steht in den Psalmen 12 und dort in Vers 6, wo auch von einem Läuterungsprozess die Rede ist. Da heißt es in Psalmen 12 Vers 7: „Die Worte des Herrn sind lauter wie Silber, im Tiegel geschmolzen, geläutert siebenmal.“ Wenn Gott diesen Läuterungsprozess durchführt, dann läutert er, und es heißt sie siebenmal, die Zahl der Vollkommenheit. Und sein Wort wurde so geläutert und es hat Bestand. Die Frage ist, was passiert, wenn wir durch diesen Läuterungsprozess gehen, wenn wir, wenn die Herzen geprüft werden, können wir dann auch bestehen? Und ein anderer Text, der auch davon redet, den finden wir in Jesaja 66, oh nein, Entschuldigung, Psalm 66, Vers 10, da heißt es auch: „Denn Gott, du hast uns geprüft und geläutert, wie das Silber geläutert wird.“ Gott möchte uns reinigen. Und ich weiß nicht, ob ihr euch noch an eine Betrachtung erinnern konntet, da ging es auch um diesen Läuterungsprozess und er brachte diesen Vergleich mit dem Schmied, der das Silber so oft läutert, bis das Silber, das eigene Antlitz, das eigene, die eigene Gestalt des Schmiedes zum Vorschein kommt. Und ich bin mir sicher, dass wir das auch erleben dürfen.

[7:06] Weiterhin in Sprüche, Kapitel 17 heißt es in Vers 4: „Ein Böser achtet auf böse Mäuler und ein Falscher hört gern auf schändliche Zungen.“ Es gibt Leute, die geben sich nur ab mit Menschen, die Böses reden, die versuchen, die Schande in den Menschen zu sehen und immer nur auf das Böse achtgeben. Und eng verknüpft damit ist der Stolz. In Vers 5 lesen wir: „Wer den Armen verspottet, verhöhnt dessen Schöpfer. Und wer sich über eines anderen Unglück freut, wird nicht ungestraft bleiben.“ Es gibt Menschen, die einfach nur darauf warten und froh sind, wenn Gott straft und wenn es ihnen schlecht geht. Man nennt es Schadensfreude. Kann das auch manchmal sein, dass wir diese Menschen sind, dass wir, wie das Volk Israel, als die umliegenden Nationen des Volkes Israel, gestraft wurden vom Gericht Gottes und Israel selber sich darüber gefreut hat, was ist passiert? Gott selber hat die Strafe auf das Volk Israel gelenkt. Und genauso auch hat die Erfahrung Jona gemacht, der gepredigt hat in Ninive, dass sie umkehren sollen und sich dann auf diesen Hügel gesetzt hat und gewartet hat und sich schon gefreut hat, ach bald wird Ninive richtig eins auf den Deckel bekommen und sich aber dafür geärgert hat, als es nicht eingetroffen ist. Und ich denke, genauso sollten wir eben nicht handeln, sondern wir sollten uns freuen, wenn wir sehen, dass Gott jemand anderem zur Erkenntnis hilft und dass er diesen Weg der Buße durchgeht.

[8:55] In Vers 6 in Kapitel 17 lesen wir auch, was es bedeutet, wenn nicht Streit in der Familie herrscht, sondern wenn ein Segen in der Familie zu sehen ist. Da heißt es: „Der Alten Krone sind Kindeskinder und der Kinderehre sind ihre Väter.“ Viel wertvoller, wenn ein Mann, der schon viel erreicht hat im Leben, zurückschaut auf sein eigenes Leben, viel wertvoller als die Reichtümer, als die, was auch immer er erreicht hat, ist, wenn die Kinder und die Kinder seiner Kinder dem Weg des Herrn folgen. Weil es spricht hier von der Krone. Und die Bibel legt sich selber aus und wir müssen nicht weit schauen. Da lesen wir in Kapitel 16, Vers 31 im Buch der Sprüche: „Graue Haare sind eine Krone der Ehre. Auf dem Weg der Gerechtigkeit wird sie gefunden.“ Wenn wir unsere Kinder erziehen im Weg der Gerechtigkeit. Und wenn wir nicht nur diese Gerechtigkeit ihnen vermitteln, sondern wenn wir ihnen auch zeigen, wie sie selbst ihre Kinder in dem Weg der Gerechtigkeit erziehen, dann wird es uns auf dem Haupt wie eine Krone sein. Es wird so viel wertvoller sein als als jegliche andere Reichtümer oder sonstiges. Und ich denke, das ist auch ein Beispiel für Jesus und Gott, der uns nicht nur diesen hohen Maßstab gezeigt hat, sein Gesetz, sondern der uns auch gezeigt hat, wie wir sein Gesetz halten können. Als Jesus auf diese Erde gekommen ist, da hat er nicht nur gezeigt, dass es möglich ist, Gottes Gesetz zu erhalten, sondern auch, wie es möglich ist, Gottes Gesetz zu halten.

[10:44] In Vers 7 lesen wir, es steht einem Thoren nicht wohl an, von hohen Dingen zu reden, viel weniger einem Edlen, dass er mit Lügen umgeht. Wir brauchen nicht erwarten, dass von einem Thoren etwas sehr Kluges herauskommt. Aber ich denke, viel wichtiger ist der zweite Teil des Verses, wo es heißt: „viel weniger einem Edlen, dass er mit Lügen umgeht.“ Das Edle soll mit den Lügen nichts zu tun haben. Menschen, die vermeintlich edel sind, die vielleicht vorgeben, weise zu sein, auch im Wort Gottes, aber mit Lügen umgehen, sind viel gefährlicher für auch die Mitmenschen. Das ist, so glaube ich, auch die Botschaft an Laodizea, die denkt, dass sie reich ist, aber dennoch ist sie arm und blind und bloß. Und was sie braucht, ist dieses weise Kleid und die Augensalbe und das geläuterte Gold.

[11:49] Und wenn wir diesem Ratschlag nachfolgen, uns von Gott läutern zu lassen, dann können wir auch sehen, wie in Vers 9, was die Folge davon ist. Da heißt es in Sprüche Kapitel 17, Vers 9: „Wer Verfehlung zudeckt, stiftet Freundschaft. Wer aber eine Sache aufrührt, der macht Freunde uneins.“ In der King James steht anstatt stiftet Freundschaft auch sucht Liebe. Wenn wir Verfehlung zudecken, dann stiften wir Freundschaft. Und damit ist nicht gemeint, dass wir Sünde nicht beim Namen nennen. Hier wird auch eindeutig gesagt, dass es sich um eine Verfehlung handelt. Und wir können die Sünde auch nicht wegnehmen, aber was wir machen können, ist, wir können sie zudecken im Sinne davon, dass wir sie nicht aufdecken, wie es heißt. Wir rühren nicht die Sache auf. Und ich denke, das ist sehr wichtig, dass wir uns dessen bewusst sind, dass wir Menschen auch die Möglichkeit geben müssen, wenn wir sehen, dass sie Verfehlungen, dass sie das Gesetz Gottes übertreten, dass wir ihnen den Raum geben müssen für Versöhnung, dass wir nicht mit dem Megafon hinausschreien und sagen, was haben sie nicht gemacht und was sie gemacht haben. Und ein Beispiel in der Bibel ist auch Josef, der wohl allen Grund hatte, seine Brüder wirklich scharf dafür zu verurteilen, was sie ihm angetan haben. Aber als die Möglichkeit in dieser hohen Stellung war in Ägypten, da hat er diese Möglichkeit, die er vielleicht gehabt hätte, nicht genutzt, um seine Brüder wirklich scharf zu verurteilen, sondern er hat die Liebe gesucht und er hat den Brüdern die Möglichkeit gegeben für Versöhnung. Und ich glaube, das ist auch ein wichtiger Aspekt, den wir lernen können, wenn wir uns mit diesem Thema der Auseinandersetzung und Streitigkeiten beschäftigen.

[13:50] In weiteren Vers 10 lesen wir: „Ein Scheltwort dringt tiefer bei dem Verständigen als 100 Schläge bei den Toren.“ Die Bibel sagt uns auch, dass wir ermahnen sollen. Und es ist ja zu sehen, dass man einen Verständigen nicht schlagen muss. Das ist das Wunderbare, wenn man auch jemanden hat, der gegenüber ist, der der Weise ist, der vielleicht in dem Moment etwas Falsches getan hat, aber der gerne den Ratschlag annimmt. Wir brauchen nicht mit der Brechstange anzugehen und es wird ihm zu segen werden, wenn er dem folgt.

[14:23] In Vers 13 lesen wir: „Wer Gutes mit Bösem vergleicht, von dessen Haus wird das Böse nicht weichen.“ Die Menschen merken, wenn sie Gutes geben und sie bekommen Böses von uns zurück, nicht wahr? Wir sollten das vermeiden. Und in Vers 14, das ist ein sehr interessanter Text, da heißt es: „Wer Streit anfängt, gleicht dem, der dem Wasser den Damm aufreißt. Lass ab von dem Streit, ehe er losbricht.“ Wie oft haben wir es schon erlebt, dass kleine Kämpfe sich hochschaukeln können und zu riesigen Kämpfen werden können, zu großen Streiten führen können. Die Bibel sagt uns hier ganz klar, und sie vergleicht es mit der Gewalt von Wasser. Und wir wissen, welche zerstörerische Kraft Wasser anrichten kann, wenn es erst einmal in Bewegung ist. Und wir sollten schon Acht darauf geben, dass so früh wie möglich, wenn wir erkennen, dass ein Riss im Damm ist, dass Wasser austritt, dass wir dem vorbeugen und dass wir nicht noch, ja, dem nicht Bedeutung beimessen. Und das Beste ist, wenn wir sogar, so heißt es, davon ablassen vom Streit, bevor er losbricht. Das ist Gottes ursprünglicher Plan, dass der Streit gar nicht erst losbricht.

[15:42] In Vers 16 lesen wir: „Was soll dem Thron Geld in der Hand, Weisheit zu kaufen, wo er doch ohne Verstand ist?“ Und wir brauchen nicht glauben, dass Weisheit von heute auf morgen kommt. Wir brauchen nicht glauben, dass Weisheit einfach etwas ist, was wir kaufen können, sondern es ist eben nicht käuflich.

[16:19] In Vers 17, und das ist ein besonders schöner Text, wie ich fand in dieser Betrachtung, in diesem Kapitel 17, da heißt es: „Ein Freund lebt allezeit und ein Bruder wird für die Not geboren.“ Gott möchte nicht, dass wir als einzelne Menschen hier auf dieser Welt umhergehen. Er hat uns die Gemeinschaft gegeben und er möchte, dass wir die frohen Momente erleben dürfen, aber dass, wenn wir auch sehen, dass wenn einer unserer Freunde in Not gerät in irgendeiner Weise, dass wir ihm da auch beistehen und zum Bruder werden. Und was für eine wunderbare messianische Verheißung haben wir auch hier. Jesus, der der Menschheit, die in der größten Not war, die es gibt, geboren wurde. Und in Hebräer 2 Vers 11 ist es, glaube ich, wo wir lesen, dass er sich nicht schämt, uns Brüder zu nennen. Jesus ist unser Bruder geworden.

[17:09] In Vers 19 heißt es: „Wer Zank liebt, der liebt die Sünde. Zank ist Sünde.“ Und ich denke, das ist auch wichtig festzuhalten, dass wir uns nicht dem Zank hingeben.

[17:26] In Vers 20 heißt es: „Ein verkehrtes Herz findet nichts Gutes und wer falsche Zunge ist, wird in Unglück fallen.“ Hier wird auch ganz deutlich herausgestellt, diese Verbindung von dem Herz und von der Zunge, wie Jesus auch in Matthäus 12 sagt: „Wenn das Herz voll ist, geht der Mund über.“ Die Worte, die aus uns herauskommen, sind eng verbunden mit dem, was in unserem Herzen ist.

[17:59] Und ein weiterer Vers, in Vers 24 Kapitel 17, was für mich ein Schlüsselvers bedeutet in dieser Frage, wie wir mit Streit umgehen, da heißt es: „Ein Verständiger hat die Weisheit vor Augen, aber ein Tor wirft die Augen hin und her.“ Der Tor steht morgens auf und richtet seine Augen auf das und dann richtet er seine Augen auf das. Er hat keinen Fokus, aber der Weise hat den Fokus auf der Weisheit. Der Verständige hat den Fokus auf der Weisheit und wie wir in den vergangenen Betrachtungen auch schon gesehen haben, die Weisheit nach 1. Korinther 1, Vers 30 sagt uns, dass Weisheit eigentlich Jesus ist. Jesus ist unsere Lösung, er ist unsere Gerechtigkeit und er ist unsere Weisheit. Und wenn wir Christus im Fokus haben, wenn wir nicht links und rechts davon schauen, sondern wenn wir ihn im Fokus haben, dann werden wir viele Streite bewältigen können, lösen können, aber auch vor allen Dingen gar nicht erst aufkommen lassen können.

[19:12] Und ein gutes Beispiel dafür ist auch die Urgemeinde in der Apostelgeschichte, die diese Verheißung bekommen hat, dass sie den Heiligen Geist empfangen werden. Und dann heißt es in Apostelgeschichte 1, Vers 14, dass sie einmütig waren, stets einmütig im Gebet. Sie hatten diese vereinende Kraft und die Folge lesen wir in den Pfingstwundern, welche wunderbare Erfahrungen wir gemacht haben. Und in Apostelgeschichte 2, Vers 43, 44 heißt es auch, sie blieben beständig in der Lehre der Apostel. Welche ist die Lehre Jesu? Und sie blieben beständig im Brotbrechen, sie blieben beständig in der Gemeinschaft und sie blieben beständig im Gebet, dass die Lehre Jesu ist eng verknüpft mit der Gemeinschaft. Und das zeigt uns auch, dass es nicht nur ein hoher Standard ist, der nicht erreicht werden kann. Diese Menschen, die aus den unterschiedlichen Gruppen kamen, waren vereint, in einer Sache von Gott Zeugnis zu geben. Und wenn Satan etwas benutzen will, um seine Gemeinde, nicht seine Gemeinde, wenn Satan etwas benutzen will, um Gottes Gemeinde und Gottes Werk auch zu hindern, dann ist es mit Sicherheit, dass er etwas bewirken wird in der zwischenmenschlichen Beziehung in der Gemeinde, dass er Streit aufkommen lässt, dass wir Streit erleben und unsere Energie für diese ganzen Streite aufgenutzt werden, aber sie doch eigentlich gar nicht, dass wir die Energie nicht benutzen können, um die Mission zu betreiben, um die Aufgabe zu betreiben, die Gott für uns vorgesehen hat.

[20:50] Und ein interessantes Zitat, über das ich gestoßen bin in der Vorbereitung, ich habe es leider nur im Englischen gefunden, deswegen werde ich es im Englischen vorlesen und dann übersetzen für die, die dem Englischen vielleicht nicht so mächtig sind, da heißt es in Selected Messages in Band 1 auf der Seite 259: „The secret of unity is found in the equality of believers in Christ. The reason for all division, discord and difference is found in separation from Christ. Christ is the center to which all should be attracted. For the nearer we approach the center, the closer we shall come together in feeling, in sympathy, in love, growing into the character and image of Jesus.“ Zu Deutsch: „Das Geheimnis von Einigkeit liegt in der Gleichheit der gläubigen Christi. Der Grund für alle Trennung, für alle Uneinigkeit, für alle Verschiedenheiten liegt in der Trennung von Christus. Christus ist das Zentrum, zu dem alle hingezogen werden sollen. Denn desto näher wir zu Christus kommen, desto näher kommen wir uns selbst. Und wir werden zusammenkommen im Mitgefühl, in der Sympathie, in der Liebe, im Wachstum hin zu seinem Charakter und seinem Bild.“ Und ich glaube, dass, wenn wir dem Beachtung schenken, wenn wir dem folgen, dann werden wir erleben, wie, wenn wir an Christus dranbleiben, wir Einigkeit eigentlich bekommen in der Gemeinde. Wir müssen gar nicht speziell nach Einigkeit suchen. Wir müssen nicht zu dieser Person sagen und ich brauche Einigkeit mit dir und dann zu dieser Person. Ich brauche Einigkeit mit dir. Sondern was wir erleben werden, wenn wir alle zur Mitte gehen, zu Christus, werden wir eine Einigkeit bekommen, die wir nicht auf anderem Wege erhalten werden, die uns nur Christus schenkt.

[22:49] Da heißt es weiterhin Vers 27: „Ein Vernünftiger mäßigt seine Rede und ein Verständiger Mann wird nicht hitzig.“ Nicht in dem Moment der Situation, in den Emotionen lässt er sich hinreißen, sondern er hat den Verstand, wie in Vers 24 geschrieben, der Verständige hat die Weisheit vor Augen.

[23:12] Und in 18 Vers 1 lesen wir: „Wer sich absondert, der sucht, was ihm gelüstet und gegen alles, was gut ist, geht er an.“ Wenn wir uns von dieser Weisheit, die Gott schenken möchte, entfernen, wenn es da vielleicht, ja vielleicht folgen wir in vielen Dingen Jesus nach, aber da gibt es noch diese eine Sache, wo wir Gott nicht in unser Leben lassen, wo wir uns absondern von ihm. Und das kann dazu führen und das wird dazu führen, dass wir im Endeffekt sogar gegen ihn angehen, dass wir, ja wie es heißt, weil wir selber daran gefallen haben, ihn es nicht zulassen und dann gegen alles, was gut ist, angehen.

[23:51] Ein Tor hat nicht gefallen, heißt es in Vers 2, an Einsicht, sondern will kundtun, was in seinem Herzen steckt. Eigentlich will er nur aus sich selber reden und den anderen davon mitteilen lassen. Das Gegenteil lesen wir in Vers 4, da heißt es: „Die Worte eines Mannes Mund sind wie tiefe Wasser und die Quelle der Weisheit ist ein sprudelnder Bach.“ Heißt es, dass jeder Mann wie ein tiefes Wasser ist, wenn er spricht. Auch hier dürfen wir einen weiteren Text zur Hilfe nehmen, um das zu verstehen. Der steht in Sprüche 10, Vers 11, da heißt es: „Das gerechte Mund ist ein Brunnen des Lebens, aber auf die Gottlosen wird ihr Frevel fallen.“ Das heißt, das gerechte Mund ist ein Brunnen des Lebens. Und ja, ich denke, wir haben das alles schon erlebt, wenn wir Menschen erleben, die schon lange mit Gott auf dem Weg sind, die Erfahrung mit ihm gemacht haben. Und wenn wir mit ihm reden, dann merken wir, dass das Wasser nur so raussprudelt, nicht weil es aus ihnen kommt, sondern weil Gott ihnen das gegeben hat. In Johannes lesen wir auch 7, Vers 38: „Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.“ Welche Worte kommen aus deinem Mund? Ist es das Wasser, das lebendige Wasser, das du von Gott bekommen hast? Es wird viele, viele Gedanken, böse Gedanken wegspülen. In dem tiefen Wasser werden viele Streitigkeiten untergehen.

[25:28] In Vers 6 und 7 lesen wir von Kapitel 18: „Die Lippen des Thoren bringen Zank und sein Mund ruft nach Schlägen. Der Mund des Thoren bringt ihn ins Verderben und seine Lippen bringen ihn zum Fall.“ Wenn wir Zank anstiften, schaden wir nicht nur dem Gegenüber, sondern im Endeffekt bringt es uns auch selber Verderben. Und wir müssen damit zurechtkommen.

[26:04] In Vers 10 haben wir gelesen: „Der Name des Herrn ist eine feste Burg. Der Gerechte läuft dorthin und wird beschirmt.“ Der Name des Herrn in Apostelgeschichte 4, Vers 12 lesen wir, dass es allein der Name Gottes ist, Jesus, der Seligkeit bringt. Und wenn wir uns gründen auf dieser festen Burg, dann werden wir diesen Schutz empfangen. Aber was wir machen müssen, ist, wie der Text sagt, wir müssen dorthin laufen.

[26:35] Und in Vers 11 lesen wir auch von einer Burg, eine Burg, die nicht gegründet ist auf dem Namen des Herrn. Da heißt es: „Das Reichenhabe ist ihm wie eine feste Stadt und dünkt ihn eine hohe Mauer.“ Der Reiche, der Tor, der Unweise baut nicht auf Christus. Er baut auf seinen eigenen Reichtum, an Dinge, die er angesammelt hat, ob es materiell ist oder ob es Weisheit ist. Er möchte seine eigenen Mauern bauen und ist sich nicht dessen bewusst, dass es eigentlich auf dem falschen Fundament gebaut ist.

[27:04] In Vers 12, eng damit verknüpft, lesen wir: „Wenn einer zugrunde gehen soll, wird sein Herz vor Stolz und ehe man zu Ehren kommt, muss man demütig werden.“ Der Stolz führt zum Fall, Demut führt zur Ehre. Kann uns das auch etwas darüber zeigen, wie wir Streit lösen können?

[27:35] In Vers 13 lesen wir, was es bedeutet, demütig zu sein. Da heißt es: „Wer antwortet, ehe er erhört, dem ist Torheit und Schande.“ Wir sehen, was es bedeutet, nicht demütig zu sein. Wenn wir demütig sind, dann lassen wir die Menschen ausreden. Wir identifizieren uns mit ihnen. Wir versuchen, sie zu verstehen und antworten dann erst, wenn wir voreilig Schlüsse und voreilig gute Ratschläge geben. Sie sind vielleicht gut gemeint, aber dennoch werden sie nicht den Segen bringen, wenn wir nicht auf den Menschen hören.

[28:14] Und in Vers 17 lesen wir: „Ein jeder hat zuerst in seiner Sache Recht, kommt aber der andere zu Wort, so findet sich's.“ Wenn wir zwei Parteien haben und wir vielleicht als Schlichter eingesetzt werden, dann lasst nicht zu, dass nur einer zu Wort kommt, weil in seiner Rede ist es vielleicht alles, macht alles wunderbar Sinn und man ist geneigt schon ein Urteil zu fällen wieder zuvor. Aber wichtig ist, dass man beide Seiten sich anhört, um keine voreiligen Schlüsse zu ziehen.

[28:41] In Vers 19 lesen wir: „Ein gekränkter Bruder ist abweisender als eine feste Stadt und Streitigkeiten sind hart wie der Riegel einer Burg.“ Wenn wir unseren Bruder kränken, dann kann es sogar soweit führen, dass es abweisender ist als eine feste Stadt, weil Gebäude gebaut werden, weil Schutzwälle gebaut werden, die es sehr schwierig sind, wieder einzureißen. Und vor allen Dingen, wenn Menschen uns verletzen, die uns sehr nahe stehen, dann geht es uns immer besonders an den Leib. Und ich denke, deswegen ist es auch wichtig, dass wir uns dessen bewusst sind, uns nicht gegeneinander zu kränken.

[29:31] Und wir haben die Wahl. In Vers 21 heißt es: „Tod und Leben stehen in der Zunge Gewalt. Wer sie liebt, wird ihre Frucht essen.“ In Sprüchen haben wir oft diese zwei Wege und wir können uns entscheiden, führen unsere Worte zum Tod oder zum Leben? Jesus hat ganz klar gesagt in der Bergpredigt, dass Worte töten können, aber genauso können sie auch Leben geben. Es liegt an uns, wie wir mit den Menschen umgehen, auch in Streitfragen und auch in diesen Momenten Erbauliches zu reden.

[30:03] In Sprüche Kapitel 19 lesen wir: „Ein Armer, der in Unschuld wandelt, ist besser als einer, der Verkehrtes spricht und dabei reich ist.“ Den besten Weg, den wir einschlagen können, ist Ehrlichkeit. Selbst wenn es bedeutet, dass wir vielleicht nach Ansichten der Welt vielleicht ärmer sind. Wir bewahren den Frieden, wie es eingangs in dem Text hieß, dass wir lieber den trockenen Bissen Brot essen als ein Festessen, um so den Frieden zu bewahren.

[30:41] Vers 2 heißt: „Wo man nicht mit Vernunft handelt, da ist auch Eifer nichts nütze. Und wer hastig läuft, der tritt fehl.“ Lass dich nicht hinreißen, sammle erst Informationen, sammle erst alles, um deren Urteil zu bilden und überstürze nichts. Vor allen Dingen, wenn es darum geht, mit anderen Menschen in Kontakt zu stehen.

[31:06] In Vers 3 lesen wir: „Dass Menschentrohheit führt ihn in die Irre und doch tobt sein Herz wider den Herrn.“ Manchmal ist es sogar so, wenn wir selber Gottesgesetz übertreten, dass wir die Sünde von uns weisen. Nein, das haben wir nicht gemacht. Das ist der Ursprung, den wir schon im Garten Eden gesehen haben, wo Adam sagt, die Frau, die du mir gegeben hast, er weist die Sünde von sich zur Frau und zu Gott. Und man meint, okay, wenn man das macht, dann hat man ja Frieden im Herzen. Aber der Text sagt uns, dass das Herz tobt. Es ist nicht in Frieden, es ist im Unfrieden und es tobt sogar wieder den Herrn.

[31:52] In Vers 11 lesen wir auch zu dem Gedanken, den wir schon besprochen hatten. Da ist es: „Klugheit macht den Mann langsam zum Zorn. Und es ist seine Ehre, dass er Verfehlung übersehen kann.“ Lasst uns über die Verfehlungen anderer, lasst sie uns zudecken und lasst sie übersehen. Nicht, dass wir sie vertuschen möchten, sondern im Sinne, dass wir sie nicht öffentlich machen wollen und einzeln zu dem Bruder hingehen und ihm die Möglichkeit geben, die Vergebung zu suchen und auch die Versöhnung zu suchen.

[32:38] In Vers 16 heißt es: „Wer das Gebot bewahrt, der bewahrt sein Leben. Wer aber auf seinen Weg nicht achtet, wird sterben.“ Das Beste, was wir machen können, ist von vorne herein das Gebot Gottes zu halten.

[32:51] In Vers 20 heißt es: „Hör auf Rat und nimm Zucht an, dass du hernach weise seist.“ Und in Vers 21: „In eines Mannes Herzen sind viele Pläne, aber zustande kommt der Ratschluss des Herrn.“ Nimm den Rat an, der uns gegeben wird in der Bibel und alle die Pläne, die du machst, leg sie Gott vor und sei nicht betrübt, wenn er die Pläne ändert oder wenn er die Pläne sogar komplett über den Haufen wirft. In Jesaja lesen wir, dass seine Pläne so viel höher sind als die Pläne der Menschen und wir können darauf vertrauen und wir können auf den Namen des Herrn trauen, der eine feste Burg ist.

[33:30] In Vers 27 lesen wir: „Lässt du ab, mein Sohn, auf Ermahnungen zu hören, so irrst du ab von vernünftiger Lehre.“ Lasst uns die Ermahnung annehmen, lasst uns die vernünftige Lehre behalten.

[33:48] Und ich möchte noch mal den Text in Erinnerung lesen von Sprüche Kapitel 17 Vers 24. Da ist es: „Ein Verständiger hat die Weisheit vor Augen.“ Möchtest du die Weisheit, die von Gott kommt, vor Augen haben, willst du die Vernunft bewahren, auch in hitzigen Situationen, in Situationen, wo man leicht die Vernunft verlieren kann. Und auch wenn es manchmal Überwindung kostet, wenn es ist wie dieses trockene Brot, aber im Endeffekt wird es doch zu dem Frieden im Herzen führen. Frieden im Herzen, Frieden mit unseren Mitmenschen und auch Frieden mit Gott. Und dann kann ich dich nur dazu einladen, dass du diese Weisheit aufnimmst, dass du dir bewusst machst, dass diese Weisheit nicht von von uns heraus kommt oder auch von anderen Menschen, den Ratschlägen anderer Menschen, dass sie doch im Endeffekt von Gott kommt und dass wir uns diese Weisheit schenken lassen können. Und wenn diese Weisheit in unserem Herzen ist, dann wird sie auch aus unserem Mund gehen. Es werden lebendige Ströme aus deinem Leib fließen. Und wenn das dein Wille ist, dann möchte ich dich einladen mit mir zum Gebet vor dem Bildschirm, um Gott ihm diese Bitte vorzulegen.

[35:17] Vater im Himmel, ich möchte dir danken, dass du uns dein Wort gegeben hast, dass wir so viele praktische Ratschläge bekommen haben in deinem Wort, vor allen Dingen in den Sprüchen und dass wir uns immer bewusst sind, dass wir deine Weisheit vor Augen haben möchten, dass wir täglich diese Entscheidungen treffen, beständig in dieser Weisheit zu wandeln, dass wenn auch Streitigkeiten aufkommen, dass wir die Ruhe bewahren können, dass wir auch demütig sein können, wenn wir angegriffen werden, dass wir unseren Bruder nicht verletzen, sondern dass es erbauliche Worte, das ist lebendige Worte aus unserem Mund sprudelt, wie wir gelesen haben. Und darum möchte ich dich bitten, dass du uns diese Weisheit schenken möchtest. In deinem Namen beten wir. Amen.

[36:16] Ja, an dieser Stelle darf ich mich bedanken, dass ihr eingeschaltet habt und auch euch ermutigen, beim nächsten Mal wieder zur Cannstatt Study Hour euch einzuschalten. Bis dahin wünsche ich euch Gottes Segen. Amen.


Lizenz

Copyright ©2015 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.