In dieser Cannstatt Study Hour-Lektion mit Frank Schleipfenbauer tauchen wir tief in das Buch der Sprüche ein, insbesondere in das Thema „Worte der Wahrheit“. Die Lektion beleuchtet die Bedeutung von Wahrheit in einer relativistischen Welt und wie wir Gottes Wort als absoluten Maßstab für unser Leben annehmen können. Es werden praktische Anwendungen für den Alltag aufgezeigt, von der inneren Bewahrung der Weisheit bis hin zur Verantwortung, die wir als Gläubige tragen.
Das Buch der Sprüche (CSH 2015/Q1): 9. Worte der Wahrheit
Frank Schleipfenbauer · Cannstatt Study Hour 2015 Q1: Das Buch der Sprüche ·Themen: Altes Testament, Bibel, Bibelstudium, SprücheWeitere Aufnahmen
Serie: Cannstatt Study Hour 2015 Q1: Das Buch der Sprüche
-
0:0
-
0:0
-
0:0
Transkript
[0:00] Hallo und herzlich willkommen hier bei Joelmedia TV und auch ein herzliches Willkommen an alle, die uns jetzt hören und sehen über Amazing Discoveries. Wir haben eine weitere Lektionswoche vor uns mit dem Titel Worte der Wahrheit und wir werden uns auch dazu wieder einiges, was Gott uns durch Salomo, den er als den weisesten Menschen aller Zeiten bezeichnet hat, in seinem Wort, werden wir uns Worte anschauen und durchdenken. Wir werden sehen, was das für uns bedeutet, für uns Einzelnen, als Familie, für die Gemeinde und für alle Menschen. Ich würde gern zuvor den Heiligen Geist einladen und Gott bitten, dass er uns führt dabei. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, dass wir wieder von dir lernen dürfen. Wir danken dir, dass wir wissen, dass du alles weißt, auch über uns, noch bevor wir es denken, sprechen oder tun. Wir bitten dich jetzt, dass du uns deine Weisheit schenkst und alles so verstehen lässt, wie du es auch wirklich gemeint hast, nämlich deine Worte der Wahrheit und wir danken dir, dass du uns dadurch veränderst. In Jesu Namen, Amen.
[1:39] Ich möchte gleich einsteigen mit dem Merkvers der Woche, den wir finden in Sprüche Kapitel 22, Vers 20 und 21. Sprüche 22, Vers 20 und 21. Habe ich dir nicht 30 Sprüche aufgeschrieben, mit Ratschlägen und Erkenntnis, um dich zu lehren, die Wahrheit zuverlässiger Worte, sodass du denen, die dich gesandt haben, zuverlässige Antwort geben kannst? Wir werden uns an fortgeschrittener Stelle noch sehr intensiv mit diesen zwei Versen befassen, aber zunächst mal im Einstieg kamen mir in Verbindung mit dem Titel der Woche, Worte der Wahrheit, Fragen auf. Was ist Wahrheit? Wenn ich heute Menschen so höre, wenn ich Zeitungen lese, wenn ich im Internet oder in anderen Medien Nachrichten verfolge oder Kommentare und Reportagen und was es alles für Äußerungen von Menschen gibt, über ein und denselben Sachverhalt, dann gibt es unterschiedliche Einstellungen zu ein und demselben Thema und dann frage ich mich manchmal, was ist jetzt die Wahrheit und woran messen wir Wahrheit? Was ist der Maßstab? Wie viele Wahrheiten kann es denn geben? Unter dem Stichwort Relativismus, auch im Alltag, rutscht uns schnell mal heraus, ja, das ist alles relativ oder Gedanken und Aussagen wie, ja, das kommt auf die Position an, von der du aus das siehst oder Gedanken wie, naja, das galt früher einmal, aber heute sind die Zeiten anders. Viele Dinge, die im Alltag so auf uns zukommen in Bezug auf die Frage, was ist Wahrheit? Und dann frage ich mich, bin ich davon abhängig von meinem Standpunkt? Bin ich abhängig von der Meinung anderer Menschen oder gibt es einen absoluten Standard, einen absoluten Maßstab für Wahrheit? Und anscheinend gibt es den, wenn wir glauben, dass das hier nicht nur Gottes Wort enthält, sondern dass die Heilige Schrift Gottes lebendiges Wort ist. Deswegen Worte der Wahrheit.
[4:15] Und wenn wir kurz ganz nach vorne in die Heilige Schrift gehen, fast an den Anfang, in 5. Mose 28, auch da kommen wir nachher nochmal darauf zurück, in 5. Mose 28, überschrieben mit Segen und Fluch. Die erste Hälfte dieses Kapitels ist für mich persönlich einer der motivierendsten Teile, standhaft zu bleiben in Gottes Wort überhaupt. Und wenn wir alleine den Vers 10 nehmen, in 5. Mose 28, alle Völker der Erde werden sehen, dass der Name des Herrn über dir ausgerufen ist und sie werden sich vor dir fürchten. Also sie werden Respekt haben. Dann gibt es dort eine Bedingung für dieses Ergebnis, das Gott in seinem Volk bewirkt, dass alle Völker sehen, dass sein Name über uns ausgerufen ist. Und die Bedingungen finden wir schon gleich zu Beginn des Kapitels, am Anfang des ersten Verses. Wenn du der Stimme des Herrn, deines Gottes, genau gehorchst, möchten wir der Wahrheit folgen oder der Lüge? Ich denke, es ist motivierender und einfacher von der Einstellung her, immer den Dingen zu folgen, von denen wir überzeugt sein können, dass sie wahr sind.
[5:42] Und das führt zu dem Schluss zwischen 5. Mose 28 zur Offenbarung 14 Vers 12. Hier sind die, die ausharren im Halten der Gebote und haben den Glauben wie Jesus. Und den Glauben wie Jesus zu haben bedeutet, die Wahrheit so hoch zu halten, wie er sie hoch gehalten hat. Und er ist die Wahrheit. Gott ist Wahrheit und hat sich durch Christus offenbart. Das vorangestellte als Überschrift mit dem Merkvers gibt schon eine gute Grundlage. Wenn wir dann in die einzelnen Verse hineingehen, am Sonntag in der Überschrift Wissenschaft, die Wissenschaft der Wahrheit, in Sprüche 22, die Verse 17 und 18. Neige dein Ohr und höre die Worte von Weisen und richte dein Herz auf meine Erkenntnis. Denn lieblich ist es, wenn du sie in deinem Innern bewahrst. Sie mögen sich alle miteinander auf deinen Lippen bereithalten.
[6:59] Ich habe zur Zeit im geschäftlichen Bereich zu tun mit einem System, das für ambulante Operationsräume die Raumluft desinfiziert. Und dort gibt es ein biologisches Desinfektionsmittel, das eingebracht wird hinter den Einlass dieses Systems, den Lufteinlass, in einem komplexen Filtersystem, mitten im System und dann wiederum am Auslass der Luft, wenn die gereinigte und desinfizierte Luft in den Raum zurückströmt, also in den Luftkreislauf. Da, wo Menschen es einatmen, dort, wo offene Wunden sind, die nach Möglichkeit keine Keime abbekommen sollen. Und mir kam dieses Bild, als ich diese Verse gelesen habe und drüber nachgedacht habe, vor allen Dingen über den Aspekt, richte dein Herz auf meine Erkenntnis in Vers 17. Denn lieblich ist es, wenn du sie in deinem Innern bewahrst. Und sie, alle Worte, alle Worte des Weisen Gottes, mögen sich miteinander auf deinen Lippen bereithalten. Wenn wir durch die Nase einatmen, wenn wir durch den Gehörgang Worte von Weisen aufnehmen, Worte Gottes, und wenn wir die in unserem Inneren bewahren, andere Übersetzungen sprechen von Steigerungen vom Innersten, gemeint damit ist, dass wir Worte aufnehmen und sie verdauen. Und wir kennen alle den Unterschied zwischen Hörer des Wortes zu sein und Täter des Wortes zu sein. Erkenntnis, Erkenntnis Gottes, Erkenntnis von dem, was er mir über mich selbst, über ihn, über die Welt, in der wir leben, zeigt und auch über das, was er uns bringen möchte, werde ich nur haben, wenn ich Worte, die ich lese oder höre, auch durchdenke, wenn ich mich vom Geist führen lasse, wenn ich sie verdaue. Und wenn ich dann diese innere Einstellung, diese zu meiner inneren Einstellung mache, diese annehme, weil ich mich dafür entscheide, diese Worte sind Wahrheit. Ich glaube das. Dann hat Gott versprochen, dass wir erleben werden, was er uns verheißen hat. Dann wird gehörte Wahrheit und durchdachte Wahrheit zur erlebten Wahrheit, zur Glaubenserfahrung und zum Zeugnis. Denn Erfahrungen kann man nicht wegdiskutieren.
[9:35] Was ich gehört habe, mag vielleicht zu korrigieren oder zu verändern sein. Was ich gedacht habe auch, doch was ich wirklich erlebt habe, das kann niemand wegdiskutieren, wegreden oder wegschreiben. So Worte von Weisen und Erkenntnis im Gedächtnis machen wir zu Werten unserer Entscheidungen. In Sprüche 4, Vers 23, also in einer Lektion, die wir schon hinter uns haben, heißt es, mehr als alles, was du hast, behüte dein Herz, denn daraus quillt das Leben. Also das, was durch unsere Eingänge, insbesondere durch lesende Augen und hörende Ohren in unser Herz, in unser Denkzentrum, da, wo unsere Entscheidungskriterien geprägt werden, was dort hineinkommt, das bestimmt diese Kriterien. Danach werde ich mich verhalten, so werde ich reden, so werde ich überzeugt sein und so werde ich auch selbst Entscheidungen treffen. Und so werden mich andere erleben, denen ich von Gott erzähle. Wahr oder Unwahr? Also konzentrieren wir uns auf das, was Gott uns hier sagt.
[10:40] Und ich möchte in 1. Thessaloniker Kapitel 5 noch ein Wort lesen in Verbindung mit dem, was Gott uns hier in den Sprüchen sagt, dass wir sein Wort bis ins Innerste aufnehmen sollen, damit es etwas bewirkt. 1. Thessaloniker Kapitel 5, Vers 23, er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch völlig. In der Luther-Übersetzung heißt es, heilige euch durch und durch und vollständig möge euer Geist und Seele und Leib untadelig bewahrt werden bei der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus. Treu ist der euch beruft, der wird es auch tun. Also wahre Worte, Worte der wahren Weisheit, die nur von Gott kommt, wird uns verändern, wenn wir sie ins Innerste aufnehmen und uns zum Glauben entscheiden.
[11:48] Johannes 14, Vers 6, Johannes 14, Vers 6, gibt uns noch einen weiteren Gedanken dazu. Wir haben es schon erwähnt, in dem Jesus sich selbst die Wahrheit nennt. Er sagt, ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Für einen Weg muss ich mich entscheiden, wenn ich an einer Wegegabelung, an einer Kreuzung, an einem Entscheidungspunkt stehe. Wenn ich mich für Gottes Wort entscheide und die Worte aufnehme, in meinem Innersten, zu meinen eigenen Kriterien mache, befinde ich mich auf dem Weg der Wahrheit und werde letztendlich das ewige Leben behalten. Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, sagt Christus. Vieles steckt dort dahinter.
[13:00] Den Merkvers, den wir zu Beginn gelesen haben, der sich jetzt an diesen Vers 17 und 18 anschließt, möchte ich nochmals verbinden mit Fünfter Mose 28, nämlich einem weiteren Gedanken, den wir dort finden. Wenn wir uns auf dem Weg der Wahrheit befinden, dann werden wir zwangsläufig konfrontiert werden oder auch vielleicht auch als jemand angesehen werden, der andere konfrontiert, wenn jemand eine andere Meinung hat als das, wovon wir als Wahrheit überzeugt sind. Um es einfach zu sagen, das Kopf-Schwanz-Prinzip. In Fünfter Mose 28, Vers 12, heißt es zu Gottes Volke, Richte zu jedem Einzelnen von uns, du wirst vielen Nationen ausleihen, du selbst aber wirst dir nichts leihen. Und der Herr wird dich zum Haupt machen und nicht zum Schwanz. Und du wirst immer nur aufwärts steigen und nicht hinuntersinken. Und jetzt wieder die Bedingung, wenn du den Geboten des Herrn deines Gottes gehorchst.
[14:17] Als Mose von Sinai kam und die Begebenheit mit dem goldenen Kalb dort aufkam, also ein unwahrer Weg, hat er gerufen, Herr zu mir, wer für den Herrn ist. Und dort haben sich die Leviten dann für den Weg der Wahrheit entschieden und sich auf Moses Seite, also auf Gottes Seite gestellt. Wenn wir Worte der Wahrheit annehmen und in einer Welt, die voll ist von falscher Toleranz und von Relativismus und von Individualität, wo Standardwerte völlig aufgeweicht sind und kaum noch zu finden sind, dann werden wir auch automatisch auf Widerstand stoßen. Und dann zeigt unser Verhalten in diesen Prüfungssituationen, wie stark wir die Worte der Wahrheit wirklich zu unserem Inneren gemacht haben.
[15:17] In Vers 19, Vers 21 im 22. Kapitel der Sprüche können wir die Gedanken in etwa so aufgliedern. Es kommt an auf den Glauben. Es kommt dann auf die Stärke und die Tiefe meiner inneren Überzeugung von dem, was ich glaube. Und das führt mich in eine besondere Verantwortung. Eine besondere Verantwortung, die wir als das Volk Gottes tragen, wenn wir uns die Verkündigung der Drei-Engels-Botschaft auf die Fahne geschrieben haben, seit Beginn unserer Bewegung. Und dann verbinden wir Offenbarung 14 mit Offenbarung 18, indem wir ganz klar uns und anderen sagen, betet nichts und niemand an als den Schöpfer dieses Universums und den, den er gesandt hat, Jesus Christus. Trennt euch von allen, die irgendetwas oder irgendjemand anderes anbeten und sei es, dass sie sich selbst anbeten mit ihrem Leben und davon nicht lassen wollen. Sonst werdet ihr die gleichen Folgen tragen, wie diejenigen, die diesen Götzendienst betreiben. Und auch das gehört zu diesem Weg von Glaube über Überzeugung zu dieser Verantwortung zu kommen. Denn wenn ich gemeinsame Sache mache mit denen, die auf dem unwahren Weg sind und diese keinen Unterschied zwischen mir und ihnen feststellen können, wie sollen sie dann den Weg zur Wahrheit finden? Aber dazu später noch mehr.
[16:56] Es gibt also viele kraftvolle logische Argumente für unseren Glauben. Gehen wir einen Schritt weiter im Kapitel 22 der Sprüche und lesen die Verse 22 und 23. Beraube nicht den Geringen, weil er gering ist und zertritt nicht den Elenden im Tor. Denn der Herr führt ihren Rechtsstreit und raubt ihren Räubern das Leben. Es gehört zu guten menschlichen Werten, die auch der Humanismus kennt, auch der atheistische Humanismus kennt, dass nicht das Recht des Stärkeren allein gilt. Aber wie weit geht es? War es nicht damals schon so, bei dem zusammengeschlagenen Menschen, der Hilfe fand bei dem barmherzigen Samariter, den die Juden für ungläubig gehalten haben? Ist es nicht heute noch viel schlimmer, dass nicht nur Männer, sondern auch Frauen und Kinder, dass ihnen Gewalt angetan wird auf offener Straße oder nach einem Verkehrsunfall Verletzte im oder am Auto liegen und viele Leute vorbeigehen und niemand eingreift und hilft? Also viele kräftige, gesunde, erwachsene Menschen schauen zu und aus welchen Gründen auch immer helfen sie nicht, wenn Kinder, Arme, Alte, Schwache, Kranke Hilfe brauchen in den unterschiedlichsten Situationen. Und es geht noch weiter. Es gibt Menschen, die nutzen die Schwäche anderer aus. Das ist immer falsch, zu stehlen, zu betrügen, die Unwahrheit zu sagen, sich damit zu bereichern auf Kosten anderer. Und Sünde ist Sünde. Aber Gott sagt in seinem Wort ganz klar, der Herr kämpft besonders für die Schwachen. In altbiblischen Zeiten oft unter dem Stichwort Witwen und Waisen, weil das damals die besonders Schwachen waren, neben den Kranken und Aussätzigen.
[19:09] Und wie geht es diesen Schwachen, wenn sie das erleben? Wie geht es dir, wie geht es mir, wenn wir von anderen schlecht behandelt werden? Wenn andere Menschen unsere Schwäche ausnutzen, sei es im Streit, sei es für materielle Vorteile. Wir können uns darauf verlassen. Der Herr kämpft für unser Recht und er wird uns schützen und versorgen. Das hat er versprochen. Hier in diesem Vers, in 2. Chronik 20. Der Kampf ist Gottes Sache, nicht eure, was nicht nur für diese Kriegssituation bei den Midianitern damals galt, sondern auch prinzipiell in unserem Alltagsleben. Welchen Trost und welche Sicherheit können wir finden, wenn wir auf der Seite der Schwachen stehen? Hiob, Kapitel 19, Vers 25. Ich weiß, dass mein Erlöser lebt und deswegen brauche ich Böses nicht mit Bösem vergelten, sondern ich kann sogar Gutes, Entschuldigung, ich kann sogar Böses mit Gutem vergelten, weil Gott mir versprochen hat, dass er mich dafür segnen wird, dass er dem Anderen, der mir Böses getan hat, dadurch die Möglichkeit gibt, aufzuwachen, sich korrigieren zu lassen und auch auf den Weg der Wahrheit zu gehen, Worte von Weisen anzunehmen.
[20:29] Was passiert, wenn ich Böses mit Bösem vergelte? Stelle ich mich dann nicht genau auf die Seite des Bösen mit seinen Werten? Bin ich dann noch bei Gott? Kann ich mich dann noch auf seine Verheißungen berufen, die er denen versprochen hat, die ihm glauben? Also in schwäche Situationen, wenn wir angegriffen werden, wenn wir beleidigt werden, wenn wir übervorteilt worden sind vielleicht, wenn wir durch einen Menschen, der uns besonders nahesteht, verletzt worden sind, wir können vergeben und dem Gottvertrauen aushalten, ohne uns mit Arroganz und Stolz über den Sünder zu stellen, denn von unserer Natur her sind wir nicht besser. Das, was uns besser macht, ist, dass wir auf dem Weg der Wahrheit bleiben und Böses mit Gutem vergelten und dazu brauchen wir die Kraft Gottes.
[21:32] Sprüche 23, Vers 17 bringt uns zur nächsten Teilüberschrift, die eigentlich sehr eng zusammenhängt mit dem Empfinden in schwäche Situationen, wenn wir benachteiligt und angegriffen werden von anderen Menschen, nämlich die Eifersucht auf die Sündhaften, die Eifersucht auf die Menschen, die gar nicht interessiert sind an dem Weg der Wahrheit und an den weisen Worten, sondern einfach nur ihren Vorteil und ihr Vergnügen suchen, gegebenenfalls auch auf Kosten anderer und teilweise sogar gezielt und geplant auf Kosten anderer. Und ich persönlich kenne aus dem atheistischen Teil meines Lebens diese innere Einstellung, wir haben 80 Jahre, vielleicht 90 auf dieser Erde, auch Salomo schreibt ja darüber im Buch Prediger. Also müssen wir das Leben nutzen, wir müssen uns so viele Vorteile nutzen, weltlichen Reichtum und Vergnügen schaffen, wie es nur geht, denn das Leben ist kurz und davon will ich etwas haben, nach den Maßstäben. Wenn ich nach diesen Maßstäben entscheide, führe ich auch ein entsprechendes Leben.
[23:01] Und wenn wir, die wir auf berufliche und geschäftliche Möglichkeiten, die nicht im Sinne Gottes sind, verzichten, wenn wir diese meiden, den schnellen Profit, den Profit, den leichten Profit auf Kosten anderer gegebenenfalls, die Steuerersparnis durch Unwahrheit und viele andere Dinge, die es heute in der Welt gibt und auch damals schon gab, zur Zeit der Zöllner, wir können ganz ruhig sein. Wir brauchen weder neidisch noch eifersüchtig sein, denn Jakobus 4 Vers 4 sagt, Freundschaft mit der Welt ist Feindschaft gegen Gott. Wohin führt mich Feindschaft gegen Gott? Sicher nicht ins ewige Leben, sondern genau dahin, wohin diese Menschen gehen, die den schnellen Reichtum auch auf Kosten anderer und nur das Vergnügen im Leben suchen, nach ihren Maßstäben. Und wenn wir heute sehen, was für Vergnügen gehalten wird in vielen Dingen, wenn ich zurzeit auf Kinoplakate schaue und andere Dinge, dann wissen wir sehr genau, was die Uhr geschlagen hat und wie sich das Bild des Tieres immer mehr in der Menschheit aufrichtet und verwirklicht, anstatt des Bild Gottes.
[24:12] Sprüche 23 Vers 17. Dein Herz eifere nicht gegen die Sünder, sondern um die Furcht des Herrn jeden Tag. Nehmen wir dazu Kapitel 24, die ersten zwei Verse. Sei nicht neidisch auf böse Menschen und nicht begierig bei ihnen zu sein, denn ihr Herz plant Gewalttat und Unheil reden ihre Lippen. Das ist dritte Engelsbotschaft. Sei nicht begierig, bei den bösen Menschen zu sein. Geht aus aus ihr, mein Volk. Verlasst Babylon, verlasst das ganze antigöttliche System. Auch wenn ihr körperlich darin noch anwesend seid, dass ihr im Geschäft, am Arbeitsplatz, in der Ausbildung und in sonstigen Aufgaben, die wir in Gottes Sinne ausführen können, dort Zeugnis geben. Wir dürfen geistlich, innerlich mit unserem Denken, Reden und Tun selber nicht bei ihnen sein, sondern wir müssen durch unser Denken, Entscheiden, Reden und Tun ganz klar zeigen, zu wem wir gehören. Und dann wird automatisch jeder den großen Unterschied sehen, die scharfe Trennungslinie. Und auch in Deutschland geht die Zeit voran, dass wir mehr und mehr dem Sabbat Gottes treu bleiben können, nur durch seine Kraft und durch tägliche Entscheidung ganz klar den Weg Gottes weiter zu beschreiten, den Weg der Wahrheit.
[25:56] Also das Gericht und der Kampf gehört Gott. Das Ende ist entscheidend. Trennung von der Welt im Sinne der dritten Engelsbotschaft, das sind die Mahnungen und Warnungen, die uns hier ausgesprochen werden. Wir sollten Sünde hassen, weil es Sünde ist, also Übertretung des Gesetzes Gottes, wie sein Wort sagt. Und wenn das nicht reicht und in manchen Versuchungssituationen reicht es vielleicht nicht, dann sollte es helfen, immer dorthin zu schauen, in Gedanken, wo der Preis für die Sünde auch für meine Sünde bezahlt wurde, nämlich ans Kreuz. Denn jede einzelne Sünde und auch eine für sich alleine hat genau diesen Preis verlangt. Wir wären alle verloren, wenn er den Preis nicht bezahlt hätte. Und jede erneute Sünde verlangt diesen Preis aufs Neue und ist quasi der negative Gegenwert dazu, wenn man so will.
[27:04] Ja, wenn wir uns fragen, ob wir jemals neidisch, eifersüchtig waren auf jemand anders, dann fällt es so leicht in die Versuchung zu sagen, nein, ich bin nicht neidisch. Ich gönne es jedem, es ist seine Entscheidung. Ich habe ja keinen Nachteil dadurch, dass jemand etwas anderes etwas hat, was ich nicht habe. Also was soll das? Aber viele Menschen haben offensichtlich Probleme damit. Und wenn sie es dem anderen nicht neiden, dann leiden sie zumindest darunter, dass sie es selbst nicht haben. Und es gibt ein göttliches Gegenmittel in Epheser 5, Vers 20, in dem Gott uns durch Paulus sagt, fangen wir an im Vers 15, seht nun genau zu, wie er wandelt, nicht als unweise, sondern als weise. Kauft die Zeit raus, denn die Tage sind böse, also nutzt die Zeit für das Gute. Darum seid nicht töricht, sondern versteht, was der Wille des Herrn ist und berauscht euch nicht mit Weinen, worin Ausschweifung ist, sondern werdet voller Geist, indem ihr zueinander im Psalmen und Lobliedern und geistlichen Liedern redet und dem Herrn mit eurem Herzen singt und spielt. Also dass wir Gott loben auch durch jede Entscheidung unserer Gedanken im Herzen. Und jetzt kommt es, sagt alle Zeit für alles dem Gott und Vater Dank im Namen unseres Herrn Jesus Christus. Sagt alle Zeit Dank für alles.
[29:02] Wenn ich, um an den Beginn dieser Lektionswoche zu gehen, wenn ich auf den wahren Wegen wandle, wenn ich Worte der Weisheit von Gott annehme und ich komme durch das tiefe Tal, das Tal des Todes, wie David es in dem Psalmen beschreibt, dann tröstet mich der Stab und Stecken des Herrn, gegebenenfalls mit dem er mich führt. Er lässt keine Prüfung, keine Versuchung zu, von der er nicht weiß in seiner Allwissenheit, dass wir sie nicht bestehen können an seiner Hand. Er hat unsere Haare gezählt. Er kannte uns, bevor wir überhaupt gezeugt waren. Er hat uns im Mutterleib gebildet. Das sind wahre, weise Worte, die er uns in der Heiligen Schrift hinterlassen hat. Und der gleiche Gott sollte auch wissen, warum ich jetzt diese schwere Situation habe, in der ich mich befinde. Emotional, materiell oder beides. Und ich kann da durchgehen dankbar in der Gewissheit, auch wenn ich jetzt die Gefühle nicht danach habe. Ich werde gestärkt und weiterentwickelt aus dieser schwierigen Phase herausgehen. Und Gott will mich vorbereiten auf die letzten Dinge, von denen wir wissen, dass sie schwer und schwerer sein werden und dass wir sie ohne ihn gar nicht bestehen wollen und auch nicht können. Wir sind im Trainingslager, aber es geht jetzt schon um jeden Punkt.
[30:46] Was wir in uns hineinlassen, durch unseren Mund, was wir in uns aufnehmen, in der Atemluft, in der Nahrung. Insbesondere hier finden wir Aussagen, die uns vor falschen Speisen und Getränken warnen. Und wir haben das Beispiel des Noah. Noah, der rechtschaffen war und von Gott auserwählt wurde, die Arche zu bauen, weil Gott durch ihn und seine Familie andere Menschen retten wollte. Und nur Noah mit seiner Familie blieb im starken Glauben, in der Überzeugung bei Gott. Er hat seine Verantwortung wahrgenommen als einer der ersten Adventisten. Er hat gesagt, kommt in die Arche. Und niemand ist gefolgt. Er hat starken Glauben bewiesen, so wie Hiob am letzten Ende auch. Aber selbst dieser Noah hat irgendwann alkoholisierten Wein getrunken. Und so, wie wir das der Situation entnehmen können, nicht so wenig in 1. Mose Kapitel 9 können wir das nachlesen. Und es hat auch in der Familie von Noah zu entsprechenden Folgen geführt, dass die Söhne dadurch versucht waren, sich ihrem Vater sehr respektlos gegenüber zu benehmen und seine Position als der beauftragte Führer Gottes seiner Familie dort großer Schaden zugefügt wurde.
[32:08] Lesen wir mal, was weise Worte, die Gott uns durch Salomo gegeben hat, dazu sagen. In Sprüche 23, Abvers 29. Sprüche 23, Abvers 29. Wer hat Acht, wer hat Weh? Wer Zänkereien, also Streit, wer Klage, wer Wunden ohne Ursache, wer trübe Augen? Die Antwort, die spät beim Wein noch sitzen, die einkehren, um den Mischkrug zu erforschen. Und jetzt kommt die Warnung und Mahnung. Sieh den Wein nicht an, wenn er so rötlich schimmert, wenn er im Becher funkelt und leicht hinunter gleitet. Zuletzt beißt er wie eine Schlange und speit Gift wie eine Otter. Deine Augen sehen Seltsames und dein Herz redet Verworrenes. Und du bist wie einer, der im Herzen des Meeres liegt und wie einer, der da liegt im Ausguck am Mast. Man hat mich geschlagen, es schmerzte mich nicht. Man hat mich geprügelt, ich merkte es nicht. Wann werde ich aufwachen? Ich will ihn noch einmal aufsuchen, den Wein. In diesen Versen steckt eine Alkoholiker-Karriere.
[33:37] Und es hilft uns nicht weiter, wenn wir diskutieren, wie viel alkoholisierter Wein oder überhaupt alkoholische Getränke, die wir zu uns nehmen, wie viel davon der Einzelne verkraftet, ohne dabei in seiner Denk- und Entscheidungsfähigkeit beeinflusst zu werden. Wenn Gott uns verbietet, zu unserem Besten Alkohol zu uns zu nehmen, dann hat er seinen Grund dazu und der ist hier nachhaltig erklärt. Wie kann ich dann sagen, ein Gläschen in Ehren kann niemand verwehren oder andere Sprichwörter, die sehr beliebt sind, auch als Rechtfertigung. Wie kann es sein, dass ich Argumentenfolge von studierten Medizinern vielleicht sogar, die der Bibel nicht folgen wollen und sagen, naja, ein Glas Rotwein am Tag, da steckt viel Vitaminen und Nährstoff drin und Antioxidantien aus den Traubenkernen, muss ich ihn denn dann alkoholisiert zu mir nehmen? Dann kann ich diesen Saft doch auch unvergoren trinken oder die Trauben essen, dann habe ich die schädigende Wirkung des Alkohols nicht. Also seien wir ehrlich, Herr zu mir, wer für den Herrn ist. Wenn Gott mich davor warnt, dass ich letztendlich vom Gegner Gottes immer mehr in die falsche Richtung gezogen werde, wenn ich Dinge zu mir nehme, die für mich nicht gut sind, körperlich, geistig und beim Alkohol ganz besonders geistig und geistlich, dann habe ich die Entscheidung, meinem Schöpfer zu glauben oder es besser zu wissen als er. Und im zweiten Fall begebe ich mich selbst in Gefahr. Und Gott warnt hier ganz klar, wenn ich dann den Rausch ausgeschlafen habe, der hier in Bildern beschrieben ist, dann will ich es noch mal versuchen. Und so entstehen Alkoholikerkarrieren, wie man so schön sagt.
[35:38] Wozu ist das gut? Aus welcher Motivation brauche ich das? Was steht bei mir an erster Stelle? Streben nach meinem persönlichen Genuss. Ich habe in meinem früheren Leben Erfahrungen mit Alkohol gemacht und seitdem ich im Glauben bin, seit 16 Jahren, jetzt trinke ich keinen Alkohol mehr. Ich brauche nur an einem Glas mit Alkohol riechen und merke schon die verändernde Wirkung im Gehirn. Nur unser Körper adaptiert sich und passt sich an und auch unser Geist bis zu einem Punkt, wo es nicht mehr geht. Aber das Bewusstsein wird verändert und was viele unterschätzen ist, dass das geistliche Tor aufgemacht wird für den Gegner und seine Helfer. Weil wir nicht mehr Herr unseres Willens sind und nicht Herr unseres Geistes, den Gott durch seinen Geist führen möchte. Und das Gleiche gilt nicht weniger für falsches Essen, weshalb wir unseren Appetit kontrollieren sollen.
[36:34] Sprüche 23 Abvers 1. Wenn du dich hinsetzt, um mit einem Herrscher zu speisen, so achte ja auf das, was du vor dir hast und setze ein Messer an deine Kehle, wenn du heißhungrig bist. Sei nicht begierig auf seine Leckerbissen, also auf die Leckerbissen deines Herrschers, denn das ist eine trügerische Speise. Mühe dich nicht ab, es zu Reichtum zu bringen, da verzichte auf deine Klugheit. Wenn du deine Augen darauf richtest, ist es nicht mehr da. Vers 6. Isst nicht das Brot des Missgünstigen und sei nicht begierig auf seine Leckerbissen, denn wie ein Haar in der Kehle, so ist es. Isst und trinkt, sagt er zu dir, aber sein Herz ist nicht mit dir. Deinen Bissen, den du gegessen hast, den musst du ausspucken und vergeudet hast du freundliche Worte. Es gibt Menschen, die uns bewusst und manche auch unbewusst in ihre Richtung ziehen möchten, damit sie sich selber nicht verändern müssen.
[37:50] Denken wir zurück, haben wir nicht in den vergangenen Jahren immer wieder Bekanntschaften gemacht und sind eingeladen worden zu Dingen, von denen wir durch Gottes Wort wissen, dass sie diesen Menschen schaden und auch uns schaden würden. Und wie stark wollen andere uns dann zu motivieren, zu rauchen, die falsche Musik zu hören, das Falsche zu essen, in die falschen Lokale zu gehen oder auch in falsche Gemeinschaft zu gehen. Ah, die ist eine Mahl, es wird ihr bestimmt gefallen. Ach, komm noch mit und dann kommt die zweite Stufe. Du bist ein Spielverderber. Ohne dich möchte ich auch nicht gehen. Ich habe gedacht, wir haben dort gemeinsam Vergnügen. Du legst offensichtlich keinen Wert auf die Gemeinschaft mit mir. Und so geht es weiter. Womit helfen wir dann uns und dem Anderen? Indem wir unseren Glauben aufweichen oder an die Seite legen und, wie man so schön sagt, alle Fünfe gerade sein lassen. Fünfe sind nicht gerade, sie werden auch nie gerade. Fünf bleibt immer eine ungerade Zahl, die können wir nicht gerade werden lassen. Und Unwahrheit bleibt Unwahrheit, Sünde bleibt Sünde und schädlich bleibt schädlich. Egal ob einmal oder hundertmal. Und wir helfen dem Anderen damit, indem wir standhaft bleiben und machen damit Mut. Und dass wir keine falschen Speisen, Getränke und falsche Umgebung, falsche Musik brauchen, um Freude zu haben, um schöne Gemeinschaft miteinander zu haben. Spaß am Leben, auch auf dieser Erde.
[39:37] Unsere Verantwortung, wir sind genau mitten im Punkt. Und als Voraussetzung, andere glaubwürdig zu warnen, muss es natürlich sein, dass wir auf der richtigen Seite stehen. Lass uns ins Buch Hesekiel gehen. Hesekiel, Kapitel 30, 33, Vers 8. Wenn ich zu dem Gottlosen sage, du Gottloser, du musst sterben, du aber redest nicht, um den Gottlosen vor seinem Weg zu warnen. So wird er, der Gottlose, um seiner Schuld willen sterben, aber sein Blut werde ich von deiner Hand fordern. Wenn du jedoch den Gottlosen vor seinem Weg warnst, damit er von ihm umkehrt, er aber von seinem Weg nicht umkehrt, so wird er um seiner Schuld willen sterben. Du aber hast deine Seele gerettet.
[40:41] Wie stark ist die Versuchung, am Sabbat Nachmittag, nach dem Gottesdienst, nach einem gemeinsamen Essen unter Geschwistern, über dieses und jenes und über diesen und jenen zu reden? Auch über manchen Menschen, der sich gemessen am Wort Gottes auf dem Abweg befindet. Und wie denken und reden wir dann von diesen Menschen? Der wird die Folgen schon bekommen. Und wie sprechen wir solche Menschen an? Du wirst schon sehen. Oder zeigen wir nach Matthäus 18, dass wir diesen Menschen lieben, dass unsere ganze Motivation ist, nicht die Genugtuung an Strafe für die Sünde, sondern das Bestreben und auch die Bürde innen drin, die Motivation zu spüren, diesen Menschen doch mit allem, was man tun kann, vom falschen Weg abzubringen. Weil man aus eigener Erfahrung und aus Gottes Wort weiß, wo dieser Weg hinführt. Also auf die Motivation kommt es an.
[41:46] Denn Jesus selbst wurde von anderen stark kritisiert, beschimpft und verhöhnt, weil er mit Zöllnern und Sündern aß. Nur warum tat er das? Um sie von ihrem Weg wegzuholen, um sie auf den Weg der Wahrheit zu bringen. Und in Matthäus 18 heißt es, wenn du mit deinem Bruder, mit deiner Schwester gesprochen hast unter vier Augen und sie trifft die richtige Entscheidung zur Korrektur, zur Buße oder eher, dann hast du deinen Bruder, dann hast du deine Schwester gerettet. Und das ist der Punkt, der hier gemeint ist, auch in Ezekiel 33. Sonst wird Gott unser Blut fordern. Wenn wir die Motivation, die richtige Motivation haben und auch die Konsequenz und der andere bleibt auf seinem sündhaften Weg, dann ist es traurig genug. Aber dann ist es allein seine Verantwortung.
[42:44] Sprüche 24 Vers 26 zur Ergänzung noch. Die Lippen küsst, wer eine richtige Antwort gibt. Und hiermit ist nicht nur richtig im Sinne von 100 Punkte gemeint, sondern wer eine wahre Antwort gibt. Und auch in der Ansprache von Menschen, die offensichtlich auf dem falschen Weg sind, kommt es darauf an. Wahrheit muss ich reden. Denn durch Wahrheit repräsentiere ich Christus. Dann kann der Heilige Geist wirken und die Menschen empfinden genau. Sie sind sehr sensibel, ob wir ihnen etwas vorspielen oder ob wir Worte der Wahrheit haben.
[43:34] Es gibt heute viele verlorene Söhne. Und ich möchte noch im Buch Ezekiel bleiben. Vier Kapitel weiter, Kapitel 37. Und viele von euch kennen dort den Bericht, wo Gott in Ezekiel in einer Vision auf ein großes Feld führt, auf dem viele menschliche Skelette liegen. Und die Skelette sind tot. Und Ezekiel ist bestürzt. Und er weiß aus seiner menschlichen Erfahrung heraus, da ist ja keine einzige Muskelfaser, geschweige denn Gehirn, Hormone, Blut oder sonst irgendetwas dran, was man zum Leben und zum Bewegen braucht. Und Gott spricht zu Ezekiel und behauptet, dass er diese Gebeine wieder zum Leben erwecken kann. Und lasst es uns mal lesen.
[44:38] In Ezekiel, Kapitel 37, Vers 3. Der Geist Gottes spricht zu Ezekiel, Menschensohn, werden diese Gebeine wieder lebendig? Und ich sagte, Herr, Herr, du weißt es. Da sprach er zu mir Weissage über diese Gebeine und sage zu ihnen, ihr vertrockneten Gebeine, hört das Wort des Herrn. So spricht der Herr, Herr zu diesen Gebeinen. Siehe, ich bringe Odem, also den Lebensatem Gottes, mit dem er auch Adam zum Leben erweckt hat, Odem in euch, dass ihr wieder lebendig werdet. Und ich lege Seelen an euch und lasse Fleisch über euch wachsen und überziehe euch mit Haut und ich gebe Odem in euch, dass ihr wieder lebendig werdet. Und ihr werdet erkennen, dass ich der Herr bin. Und so ist es geschehen.
[45:25] Wenn ich an meinem Arbeitsplatz, in meiner Schulklasse, unter meinen Studienkollegen, in der Gemeinde, vielleicht in der Familie, ein totes Skelett habe, jemand der geistlich tot ist in seinen Sünden, dann hat Gott diesen Weg gewählt, ihn wieder lebendig zu machen, lebendig zum ewigen Leben. Und wenn ich mich wie Ezekiel benutzen lasse von Gott, indem ich erstens selber auf Gottes Seite stehe und nicht auf der gleichen Seite wie das Skelett, sonst bin ich ja auch eins, wenn ich auf der richtigen Seite stehe und ich den Geruch zum Leben ausstrahle auf dieses geistliche Skelett, wenn ich durch mein Verhalten, meine Liebe, meine Rücksichtnahme, meine Ausdauer, meine Standhaftigkeit, die alle von Gott kommen müssen, weil meine sündhafte Natur das alles gar nicht hat und auch gar nicht tun möchte. Wenn ich so Gottes Lebensatem weitergebe, dann kann nur der stolze, sture Gegenwille des Skeletts verhindern, dass das ewige Leben möglich wird und dass das Skelett lebendig wird und blühend zum Leben erwacht, auch noch auf dieser Erde.
[46:57] Lesen wir dazu 2. Korinther Kapitel 2 und dort die Verse 14 bis 17. 2. Korinther 2 Vers 14 bis 17. Gott aber sei Dank, der uns alle Zeit im Triumphzug umherführt in Christus und den Geruch seiner Erkenntnis an jedem Ort durch uns offenbart. Gott führt uns im Triumphzug über diese Erde durch die Menschen, die uns wahrnehmen. Er möchte zeigen, dass wir gegen die Sünde gesiegt haben und dass wir nicht auf ihrer, auf der falschen Seite stehen, aber nicht, um uns über sie zu erheben und ihnen die fürchterliche Strafe anzudrohen und daran Genugtuung zu haben, sondern dass wir die Motivation Gottes haben, die Motivation Jesu, den anderen von der falschen Seite wegzureißen und oft die richtige zu ziehen, indem wir Gottes Geruch zum ewigen Leben ausstrahlen.
[48:03] Vers 15. Denn wir sind ein Wohlgeruch Christi für Gott unter denen, die gerettet werden und unter denen, die verloren gehen. Wir bringen den Geruch Gottes unter die Menschen und sie entscheiden sich dafür oder dagegen. Den einen ein Geruch vom Tode zum Tode, den anderen aber ein Geruch vom Leben zum Leben. Und wer ist dazu tüchtig? Fragezeichen. Denn wir treiben keinen Handel mit dem Wort Gottes, wie die meisten, sondern wie aus Lauterkeit und wie aus Gott reden wir vor Gott in Christus. Also wir benutzen und missbrauchen das Wort Gottes nicht, um uns zu erheben, um uns etwas zu erkaufen und um uns für etwas Besseres zu machen, sondern Voraussetzung für jede gesegnete und damit erfolgreiche Mission an einzelnen Menschen, beginnend in der Familie oder auch in großen Gruppen, Outreach, Vorträgen oder was auch immer. Die erste Voraussetzung ist, dass ich die Worte der Wahrheit, die Worte der Weisen Gottes in mich aufnehme, verdaue, zu meinem Wesen mache und dann auf der Seite Gottes bleibe, damit ich den richtigen Geruch, den Geruch des ewigen Lebens ausstrahle, den ich durch den Lebensatem Gottes habe.
[49:32] Und wenn andere sehen und wenn ich noch materiell noch so arm bin und keinen Einfluss in menschlichen Hierarchien habe, aber andere sehen, wie souverän Gott mich macht und wie freudig ich unter diesen Umständen hier leben kann, in meinem Glauben, in meiner Zuversicht und durch die Dankbarkeit für Christi Opfer, dann fühlen sich andere dorthin gezogen und dann bin ich ihnen ein Geruch des Lebens. Wollen wir das tun? Wollen wir Gott glauben, auch gegen unsere bisherige Erfahrungen und unsere Gefühle vielleicht, dass wir dann wahren Frieden haben, schon auf dieser Erde und wahres Glück empfinden? Glück an jedem einzelnen Menschen, der sich für die richtige Richtung entscheidet, begonnen bei unseren Ehepartnern und Kindern. Lasst es uns tun. Lasst uns die Wiederkunft Christi beschleunigen dadurch.
[50:20] Und zum Abschluss beten wir auch. Herr Jesus, wir danken dir, dass du das mit uns tust und auch weiter tun willst, dass diese Verheißungen, die wir jetzt studiert haben und die Wahrheiten, dass sie Wahrheit sind und dass wir sie erleben können, jeden Tag im Großen und im Kleinen, wenn wir dir glauben. Und wenn aus unserem Glauben fest die Überzeugung wird und wir daraus eine Verantwortung spüren, ein Drängen von dir in uns für andere Menschen auch auf deine Seite zu holen. Dass wir ihren Willen gewinnen, indem wir Zeugnis sind für das, was du mit uns getan hast und weiter tust. Wir danken dir dafür. In Jesu Namen. Amen.
Lizenz
Copyright ©2015 Joel Media Ministry e.V.Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.