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In dieser Cannstatt Study Hour-Episode, Folge 9, mit dem Titel „Anzeichen der Hoffnung“, taucht Lukas Hermann tief in das Buch Hiob ein, insbesondere in Kapitel 13. Er beleuchtet, wie Hiob mit Enttäuschung umgeht und sich im Angesicht Gottes verteidigt. Die Lektion betont die Wichtigkeit, nicht vorschnell zu urteilen, und vergleicht Hiobs Situation mit biblischen Beispielen, um die Kraft des unerschütterlichen Glaubens und Vertrauens in Gott hervorzuheben, selbst angesichts größter Widrigkeiten.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2016 Q4: Das Buch Hiob

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen hier zur Cannstatt Study Hour. Heute wieder mit dem Thema des Hiob, das Buch des Hiob und wir sind heute bei Folge neun und da geht es um das Thema Anzeichen der Hoffnung. Das Kapitel im Buch Hiob, das wir uns heute anschauen werden, ist das Kapitel 13 und das Kapitel 13 ist ja im Prinzip schon fast so in der Mitte, möchte ich nicht sagen, aber es ist schon fortgeschritten in der ganzen Diskussion mit seinen Freunden und wir gehen schon auf den Punkt zu, wo dann bald Elihu und dann auch Gott einschreiten wird. Aber noch sind wir mitten hier in dieser Diskussion und wir werden heute lernen, wie Hiob mit bitterer Enttäuschung umgeht in dem Sinne, wie seine Freunde mit ihm umgehen und was er daraus macht im Gottesangesicht und bevor wir jetzt in diese Lektion einsteigen, möchte ich einfach noch kurz zusammenbeten. Großer Gott im Himmel, Herr, was für ein Privileg es ist, dein Wort zu studieren und wir bitten dich, Herr, dass du dieses Studium segnest und uns hilfst, dein Wort tatsächlich zu verstehen und anzunehmen und es zu glauben. Amen.

[1:40] Genau, wie schon gesagt, es geht hier um Kapitel 13 und wir lesen einfach mal, wie in der Lektion auch vorgestellt, die ersten 14 Verse und stoppen einfach zwischendrin und gucken mal, was wird hier eigentlich gesagt. Denn bei Hiob ist ja auch so ein bisschen das Problem, ich möchte nicht Problem sagen, aber die Herausforderung, dass es in Reimform geschrieben wurde, in Hebräischen, in Deutsch natürlich geht die Reimform dann verloren, aber es ist dadurch etwas kompliziert oder nicht ganz intuitiv zu verstehen, deswegen ist es ganz gut, ein bisschen innezuhalten, hin und wieder und einfach mal zu überlegen, was würde da jetzt eigentlich gesagt. Fangen wir an, Hiob 13: „Siehe, dies alles hat mein Auge gesehen, mein Ohr hat’s gehört und sich gemerkt. Was ihr wisst, weiß auch ich, ich stehe nicht hinter euch zurück.“ Worüber spricht er, wenn er sagt, siehe, dies alles hat mein Auge gesehen? Ganz einfach, man liest im Kontext, liest die paar Verse davor, wo es darüber geht, dass also Gott die Geschicke der Welt, die Geschicke der Weltreiche in seiner Hand hat und dass Gott eben Strafen ausspricht über die Ungerechten. Und Hiob sagt, all das habe ich gesehen, all das weiß ich auch. Seine Freunde klagen ihn ja quasi an, sie sagen ihm, schau mal, dir geht es schlecht, Gott hat dich hier bestraft und dafür gibt es auch einen Grund, Gott bestraft dich, weil du offensichtlich gesündigt hast. Und Hiob antwortet und sagt, schaut, das weiß ich auch, ich weiß, dass Gott Menschen bestraft oder dass Gott Strafen ausspricht, wenn Leute ungerecht waren, wie im Fall von Sodom und Gomorra zum Beispiel. Und er sagt, schaut, ich bin ja nicht dumm, ich weiß genau das Gleiche.

[3:34] Und dann geht es weiter in Vers 3: „Ich aber will nun zu dem Allmächtigen reden. Mit Gott zu rechten, begehre ich.“ Mit Gott zu rechten, ist so wie mit Gott zu argumentieren, aber nicht im Sinne von gegen Gott, sondern sozusagen, schau mal, bin ich gerecht oder nicht, habe ich das Richtige gemacht? Wie in einer Gerichtsverhandlung, zu gucken, was ist die Wahrheit? „Mit Gott zu rechten, begehre ich. Ihr hingegen streicht ja nur Lügenpflaster und seid nichts als Quacksalber.“ Bei mir steht unten noch in der Fußnote: wertlose Ärzte, ihr alle. Das ist ein interessanter Vers, denn Hiob sagt, Hiob tritt im Prinzip so ein bisschen ins Angesicht Gottes und sagt, schau, ich möchte mich hier verteidigen gegen diese Anschuldigung, die ihr habt, indem ich sage, ich stehe in Gottes Angesicht und er soll mich prüfen, er soll mit mir rechten. Wenn man Sünde auf sich geladen hat und in Sünde lebt und weiß, dass man in Sünde lebt und einem das Gewissen ins Herz beißt, dann kann man nicht vor Gott kommen und sagen, Gott, richte mich einfach. Das funktioniert nicht, denn man hat eine natürliche Furcht im Herzen vor Gott, sobald man Ungerechtigkeit im Herzen hat. Weil vor Gott kann die Ungerechtigkeit nicht bestehen. Und deswegen einfach diese Aussage, dass Hiob hier sagt, schau, ich bin offen vor Gott und er soll mich hier richten, zeigt auch, dass er, gut, es zeigt nicht 100 Prozent, dass er nichts versteckt, natürlich kann es auch jemand einfach nur sagen, aber solch eine Herzenseinstellung kann man nur haben, wenn man wirklich weiß, man hat nichts verbrochen, man ist treu vor Gott.

[5:25] Und jetzt erzählt er uns ein bisschen, was seine Freunde falsch machen, wir haben es schon gelesen, sie verbreiten Lügen, sie sind Quacksalber, unnütze Ärzte, unnütze Helfer und Vers 5: „O, dass ihr doch schweigen könntet, das würde euch als Weisheit angerechnet.“ Ja, er beklagt sich, er sagt, schaut, ihr wollt mir helfen und dabei, alles, was aus eurem Mund rauskommt, klagt mich an, es sind Lügen über mich und es hilft überhaupt nicht. Und das ist was Interessantes, denn sowas passiert in der Bibel sehr häufig, oder in der Bibel möchte ich sagen, in der Geschichte der Menschheit, dass diejenigen, die Gott tatsächlich treu sind, mit Lügen überhäuft werden oder Lügen über sie verbreitet werden. Wir gehen kurz in unserer Bibel einen Anfang der Bergpredigt in Matthäus 5, in Matthäus Kapitel 5 und Matthäus Kapitel 5 hier, kurz die Verse angucken, das war Vers 11 und 12, also quasi direkt nach den Seligpreisungen oder in der letzten Seligpreisung sagt Jesus das folgende: „Glückselig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und lügnerisch jegliches böse Wort gegen euch reden um meinetwillen.“ Also glückselig seid ihr, wenn Leute falsche Sachen über euch erzählen und euch dadurch verfolgen. Warum? Warum? Vers 12: „Freut euch und jubelt, denn euer Lohn ist groß im Himmel, denn ebenso haben sie die Propheten verfolgt, die vor euch gewesen sind.“ Also was ist Satans Mittel, Satans Weg, Art und Weise, die treuen Diener Gottes und vor allem in dem Fall die Propheten zu verfolgen? Was ist die Art und Weise? Die Antwort nach Jesus, er erzählt einfach falsche und böse Lügen über diese Leute. Ja, das ist sein Weg und er sagt auch, schaut und wenn euch das passiert, wundert euch nicht, freut euch sogar, denn ihr wisst, Satan macht das mit allen treuen Männern Gottes oder treuen Nachfolgern Gottes. Und so haben wir das also auch mit Hiob, er steht in der gleichen Situation, er ist treu zu Gott und seine Freunde erzählen Lügen über ihn.

[7:55] Lesen wir weiter hier in den Versen 6 bis 8 im Hiob, Kapitel 13. „So hört nun meine Rechtfertigung und achtet auf die Verteidigung meiner Lippen. Wollt ihr Gott zuliebe Unrechtes reden und zu seinen Gunsten lügen?“ Interessant, lassen wir uns das mal auf der Zunge zergehen hier. Hiob sagt, schaut, was ihr macht, ihr drei, ist, dass ihr denkt, ihr würdet Gott verteidigen, also für Gott zu reden. Das heißt hier, kurz hier an die Textstelle, zu Gunsten Gottes zu lügen. Sie denken hier, sie reden eigentlich zu Gunsten Gottes, dabei weiß Hiob, sie lügen. Ja, und es kommt ganz oft vor, dass Menschen denken, wir erinnern uns ans Mittelalter, als die Nachfolger der römisch-katholischen Kirche gedacht haben, sie verteidigen den wahren Glauben, indem sie gegen die Reformatoren hetzen und wirklich alle Mittel verwenden, um irgendwie diese Reformatoren von ihrem Weg abzubringen, sei es Gewalt und Mord und Totschlag und Verbrennung und Verfolgung. Also es ist nicht ganz unüblich, dass selbst Menschen, die meinen, in Gottes Rat zu handeln, genau die sind, die Gottes wahre Kinder verfolgen. Wir waren jetzt bei Vers 6, Vers 7, Vers 8 noch. „Wollt ihr seine Partei ergreifen oder Gottes Anwalt spielen?“ Also die Freunde haben hier über Hiob gerichtet und gerichtet, dass er etwas Falsches tun muss, offensichtlich. Ansonsten würde ja nicht das ganze Schicksal mit ihm passieren.

[9:40] Was lernen wir daraus? Wir lernen eine ganz wichtige Sache, und zwar, dass wir ganz einfach nicht so schnell richten sollten. Die Lektionen der Bibel sind relativ einfach gestrickt. Wir denken manchmal, das ist so kompliziert, da muss man Theologie studiert haben, damit man da so rein sich denken kann. Nein, nein, die Bibel ist so ausgelegt, so designed, damit wir das ganz einfach verstehen. Und hier ist die einfache Botschaft, wir sollten schlicht und ergreifend nicht voreilig und nicht zu schnell richten. Und die Botschaft finden wir auch anderweitig in der Bibel, zum Beispiel im Römerbrief Kapitel 14. Wohin, Johannes 8, sind wir hier, Römer, Kapitel 14. Und hier sagt Paulus im Vers 13, Römer 14, Vers 13: „Darum lasst uns nicht mehr einander richten, sondern das richtet vielmehr dem Bruder, weder ein Anstoß noch ein Ärgernis in den Weg gestellt wird.“ Das heißt, Paulus sagt hier, schaut, anstelle einander zu richten, sollten wir vielmehr gucken, dass wir dem anderen keinen Stolperstein im Weg legen. Und interessant, wie kommt Paulus zu diesem Rückschluss, was leitet ihn zu dieser Schlussfolgerung? Und das schauen wir uns kurz an, gerade im Vers davor, im Vers 12. Hier sagt er ganz einfach: „So wird also jeder von uns für sich selbst Gott Rechenschaft geben oder Gott Rechenschaft ablegen.“ Paulus' Argumentation ist ganz einfach, schaut, jeder wird irgendwann mal vor Gott stehen. Jeder ganz allein vor Gottes Richterstuhl und wird für sich selbst Rechenschaft ablegen müssen. Also, warum sollen wir einander richten? Sollen wir nicht vielmehr helfen und dafür sorgen, dass uns gegenseitig keine Stolpersteine in den Weg gelegt werden? Ganz einfache und simple Botschaft hier auch im Buch Hiob zu finden, sollten nicht vor der Zeit richten, sondern wissen, dass jeder selbst vor Gott verantwortlich ist. Genauso wie Hiob, genauso wie seine drei Freunde. Und Hiob nimmt genau die gleiche Argumentation, um sich hier zu verteidigen.

[11:59] Wir lesen hier 13 wieder, Vers 9: „Wäre es gut für euch, wenn er euch erforsche, wenn ihr selbst vor Gott steht, wenn er in euer Herz schaut? Könntet ihr ihn täuschen, wie man Menschen täuschen kann?“ Denkt ihr etwa, wenn ihr vor Gott steht, dass ihr irgendwie nach außen hin was anderes darspiegeln könntet, als wirklich in euch ist? Nein, sagt er hier, strafen wird er euch, wenn ihr im Geheimen die Person anseht. Oder wenn ihr im Geheimen, ja, mit einer falschen Waagschale messt oder richtet. Also Hiob sagt hier, schaut, warum richtet er mich? Warum erzählt er diese Lügen über mich? Könnt ihr wirklich mit diesen Aussagen vor Gott selber stehen? Genauso wie ich vor Gott selber stehen muss? Und das ist auch das einfache Heilmittel gegen diese Krankheit. Zu wissen, ich stehe selber vor Gott und diese andere Person steht vor Gott und wir müssen uns einmal vor ihm rechtfertigen.

[13:04] Und dann geht es noch weiter. „Wird nicht seine Majestät euch in Furcht erst versetzen und Schrecken vor ihm euch überfallen? Eure Denksprüche sind Sprüche aus Asche und eure Schutzwehren sind Schutzwehren aus Lehm.“ „Schweigt vor mir und lasst mich reden, es komme über mich, was will.“ „Warum soll ich mein Fleisch in meine Zähne nehmen und mein Leben in meine Hand legen?“ Also Hiob sagt hier ganz klar, schaut mal, wenn ihr wirklich darüber nachdenkt, was ich hier sage, dann werdet ihr sehen, dass eure Argumente, die sind einfach nur wie so ein Wall aus Lehm. Da rennt man dagegen und schon fällt es in sich zusammen. Und auch wir als Christen, und das ist wirklich eine Herausforderung für uns, wir als Christen sollen gucken, sage ich, wenn ich meinen Mund aufmache, sage ich etwas, das wirklich bestehen kann in der Ewigkeit? Oder mache ich jetzt meinen Mund auf, nur um mich irgendwie selber zu verteidigen? Um vielleicht irgendwas zu sagen, was nicht schlimm ist? Wie oft, wenn wir in einer Situation sind, wir haben was falsch gemacht, versuchen wir irgendwie uns zu verteidigen. Ah, der Verkehr war es, Stau und sonstiges. Und wann können wir wirklich lernen hinzustehen und sagen, schau, ich bin einfach zu spät losgefahren. Schau, ich bin einfach zu spät gekommen, es tut mir leid. Und zu spät kommen ist auch eine einfache Sache, aber in schwierigen Sachen einfach hinzustehen. Wenn ich meinen Mund aufmache, nicht selbst verteidigen, sondern zu gucken, kann ich etwas sagen, das in der Ewigkeit Bestand hat? Das heißt, wenn ich vor Gott stehe, ich sagen kann, dieses Wort ist wahr und es war gut und es war nicht selbstsüchtig.

[14:40] Es erinnert mich immer so ein bisschen an die Geschichte mit Ellen White, die sie erzählt im ersten Band der Zeugnisse. Da kommt Gott zu ihr in einer Vision und weist sie an, diese Vision, die sie hat, über andere Menschen aufzuschreiben und diesen Menschen mitzuteilen. Und Ellen White stellt es sehr schwer, weil sie immer, wer die Zeugnisse schon mal gelesen hat, weiß, dass die Botschaften nicht einfach sind. Und sie hatte so die Tendenz, das war gerade am Anfang ihres Dienstes, diese Botschaft ein bisschen zu verschönigen oder vielleicht auch geheim zu halten vor diesen Menschen, die sie betrifft, weil sie wusste, wenn ich das diesem Menschen jetzt sage, der wird es nicht annehmen, der wird es einfach verwerfen. Die liebe Frau ist so nett, kann ich diese Botschaft nicht ein bisschen sanfter darbringen? Und sie hat dann eine Vision und ihr begegnet Jesus und schaut auf sie in einem missfallenden Blick und wendet sich von ihr ab. Und sie fühlt sich dann in ihrer Vision wie die Verlorenen in der letzten Zeit. Und sie sagt, sie stand vor Jesus und sie hat kein Wort rausgebracht. Und sie war einfach nur da und hat sich einfach nur gewünscht, die Akzeptanz von Jesus zu haben. Und dann kam der Engel und hat ihr gesagt, schau, so ist momentan noch nicht dein Status. Deine Situation ist nicht so, aber wenn du nicht Gott treu bist, dann wird es am Ende so enden. Und von da an hat sie sich entschieden, und wenn Gott mir eine schwere Botschaft gibt, ich werde sie genau so weitergeben. Und das ist das, was Gott auch von uns erwartet, dass wir mit unseren Worten und unseren Taten immer treu sind, damit Jesus nicht eines Tages uns abwenden muss und sagen, der hat immer nur falsche Sachen geredet.

[16:42] Und dann kommen wir zum Montag und diesem Vers, Hiob 13, Vers 15. Jetzt, dieser Vers ist etwas schade, denn er wurde im Deutschen, zumindest in einigen Fassungen, unter anderem in meiner und ich glaube auch in der Lutherbibel, nicht so schön übersetzt, wie er im Englischen zum Beispiel übersetzt wurde. Hier steht es in meiner Bibel, Hiob 13, Vers 15: „Siehe, er soll mich töten. Ich will auf ihn warten. Nur will ich meine Wege ihm ins Angesicht verteidigen.“ Jetzt im Englischen steht hier: „Though he slay me, yet will I trust him.“ Und das ist auch das, was hier in der Sabbat Schule steht. Wenn man mal guckt, da wurde quasi der Vers nochmal zitiert, und zwar so, wie es auch im Englischen verstanden wird. Selbst wenn Gott mich umbringt, werde ich ihm vertrauen. Das ist eine sehr gute wörtliche Übersetzung von dem, was da steht. Und es zeigt einfach auf, wie stark und wie kräftig Hiob hier in Gott vertraut.

[17:52] Wir haben hier eigentlich gerade so die Tiefen von Hiob erlebt. Wir haben gesehen, wie er vor Gott, vor seinen Freunden steht. Er wird hier verfolgt mit Worten, mit Lügen über ihn. Und er kommt aus dieser Misere heraus, fast noch im Glauben und sagt: „Schau, selbst wenn Gott mich umbringen würde, ich würde ihm doch treu sein.“ Und das ist so ein kraftvoller Vers in der Bibel, denn er zeigt uns einfach die Unerschütterlichkeit des Glaubens, eines starken und wahren Glaubens. Wie schnell heutzutage beklagen wir uns, wenn wir zu Gott etwas beten und er erfüllt unsere Gebete nicht. Oder wenn wir uns in schwierigen Situationen wiederfinden und sagen, Gott hat mich verlassen und alles ist schlecht. Warum soll ich überhaupt noch an Gott glauben, wenn er immer diese ganze Leid zulässt und die ganzen Schwierigkeiten. Warum haben wir nicht diesen Glauben wie Hiob, der schlicht und ergreifend dasteht und sagt: „Selbst wenn er mein Leben nimmt, ich werde trotzdem in Gott vertrauen.“

[19:05] Und das ist auch etwas, was wir immer wieder sehen in der Bibel, wenn es um die Glaubenshelden geht. Allen voran natürlich der Abraham, der Gott wirklich unter allen Umständen vertraute. Gott hat ihm den Auftrag gegeben, er soll seinen Sohn opfern als Schlachtopfer. Und Abraham hat sich ganz einfach gedacht, Gott hat versprochen, dass meine Nachkommen mal zu einem großen Volk werden. Und obwohl er jetzt diesen unverständlichen, mir nicht nachvollziehbaren Befehl gibt, möchte ich doch in Gott vertrauen und das tun, was er gesagt hat. Denn ich weiß, er kann nicht lügen. Und das ist so das, was in der Bibel verknüpft wird mit den Werken. Vielleicht hat es jemand schon mal gelesen in Jakobus Kapitel 2. Jakobus Kapitel 2, die Verse 20 und 21 und 22. Hier steht direkt über Abraham: „Wurde nicht Abraham, unser Vater, durch Werke gerechtfertigt, als er seinen Sohn Isaak auf dem Altar darbrachte? Siehst du, dass der Glaube zusammen mit seinen Werken wirksam war und dass der Glaube durch die Werke vollkommen wurde? Und so erfüllte sich die Schrift. Abraham aber glaubte Gott und es wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet.“ Vers 20 habe ich vergessen zu lesen, natürlich eigentlich der Vers, um den es geht: „Willst du aber erkennen, dass du nichtiger Mensch, dass der Glaube ohne die Werke tot ist?“ Dieser Vers kann man ganz einfach missbrauchen, indem er sagt: „Schau, Glaube ohne Werke ist tot, also müssen wir Werke tun, ja, gute Werke tun.“ Was der Vers eigentlich sagt, ist ganz relativ simpel und relativ tiefgreifend. Er sagt, schau auf das Beispiel von Abraham. Abraham hat von Gott ein Befehl gekriegt, seinen Sohn zu opfern. Abraham hat von Gottes Versprechen gekriegt, dass er einmal eine große Nation sein wird. Und er hat es einfach geglaubt. Er hat es einfach geglaubt. Das waren seine Werke. Er hat es quasi einfach geglaubt und das getan, was Gott gesagt hat. Und das erwartet, was Gott gesagt hat. Und das waren seine Werke. Dadurch wurde er gerechtfertigt.

[21:41] Das heißt, auch was der Hiob hier getan hat, indem er ausspricht und sagt: „Selbst wenn er mich umbringt, dieser Gott, werde ich doch an ihn glauben, in ihn vertrauen.“ Das ist diese Werke, die zusammen mit dem Glauben gehen müssen. Dass wir nicht nur an Gott glauben, wie wir daran glauben, dass es morgen regnet, sondern dass wir an Gott so glauben, dass wir ihm unter allen Umständen und voll und ganz vertrauen, dass wenn er ein Wort spricht, das sich erfüllen wird.

[22:20] In der Hinsicht, wie viele falschen Glauben gibt es heutzutage? Wie viele Leute glauben an Gott, glauben an Jesus, wie sie quasi einen Regenschirm mit sich herumtragen, ohne wirklich jemals ihre volle Last des Glaubens auf Gott vereint zu haben, auf Gott gestützt zu haben, auf Gott verlassen zu haben? Ja, wie oft sieht man gläubige Menschen und sobald die erste Schwierigkeit aufkommt, verlässt sie der Glaube und sie wissen nicht mehr, was sie damit anfangen sollen, sie sind voller Fragen, voller Zweifel in ihrer Beziehung zu Gott. Das, obwohl, ja, muss man leider sagen, das ist nicht wahrer Glaube. Wahrer Glaube ist unabhängig von der Situation, ob es stürmt, ob das Schiff voll Wasser läuft, der wahre Glaube weiß, Gott ist da und er kümmert sich und ich kann beruhigt sein. Wenn ich einfach nur das tue, was in meiner Macht steht, wird Gott den Rest beitragen.

[23:27] Jetzt geht es weiter in der Sabbatul-Aktion mit Anzeichen der Hoffnung. Wenn man weiterliest hier im Hiob und man kommt quasi zu diesem Vers, 15 haben wir gerade gelesen, zum Vers 16, da kommt ja hier dieser Ausruf der Hoffnung von Hiob. „Auch das schon wird mir zur Rettung dienen, denn kein Gottloser kommt vor sein Angesicht.“ Schade, wieder hier im Englischen ist der Ausruf von Hiob noch viel schöner, wo er sagt: „Gott ist mein Erlöser.“ Trotzdem allem, trotz all diesen Dingen, Gott ist mein Erlöser. Und Hiob gibt einfach, man könnte schon sagen, er weigert sich schlicht und ergreifend, die Hoffnung aufzunehmen, er weiß, Gott ist mein Erlöser. Was kann da schon passieren?

[24:18] Und es gibt einen anderen Vers in Hiob, der mir da immer in Erinnerung kommt, einen, den ich sehr mag, eigentlich mein Lieblingsvers in Hiob, oder meine Lieblingsverse, das ist im Kapitel 19, die Verse 15 bis 27. Und hier sagt Hiob, er gibt ja diesen Ausspruch des Glaubens, seiner Überzeugung. Er sagt: „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt. Und zuletzt wird er sich über den Staub erheben. Und nachdem diese meine Hülle zerbrochen ist, dann werde ich von meinem fleischlosen Gott schauen. Ja, ich selbst werde ihn schauen und meine Augen werden ihn sehen. Ihm fremd zu sein, fremd zu sein, danach sehnt sich mein Herz in mir.“ Ja, hier steht, in fremd zu sein, in der Fußzahl steht, und nicht als Fremden. Also er möchte nicht Gott sehen als Fremder, sondern er möchte Gott sehen, und zwar nicht als Fremder, sondern als Freund. Hier gibt es Hiob diesen starken Ausspruch, diesen starken Hoffnungsausspruch. Er sagt: „Schau, mein Erlöser, der lebt. Und irgendwann mal wird er sich erheben aus dem Staub. Er wird wieder auferstehen und er wird zurückkommen. Und ich werde ihn mit meinen eigenen Augen sehen und ich werde vor ihm stehen.“ Und das ist bombastisch, weil er blickt hier weit über seine Misere hinaus. Er blickt hier weit über seine momentanen Schwierigkeiten, irgendwas, was ihm momentan passiert, hinaus und sagt: „Schau, eins weiß ich. Eines Tages wird mein Erlöser kommen und ich werde ihn mit meinen eigenen Augen sehen.“ Punkt. Das ist meine Hoffnung. Was jetzt passiert, was soll's. Die paar Jahre macht nichts aus, denn ich weiß, mein Erlöser lebt.

[26:23] Und das ist die Sicherheit, die Kraft und dieser unerschütterliche Glaube, der schon seit Jahrzehnten und Generationen und Jahrhunderten den Christen und gläubigen Menschen der Welt die Kraft gibt, weiter voranzugehen, selbst wenn sie konstant unter den Attacken Satans stehen. Manchmal fragen wir uns, wie haben die Glaubenshelden das geschafft. Die Antwort ist so simpel. Sie haben einfach geglaubt. Sie haben einfach an Gott vertraut.

[26:59] Und so kann man hier auch diese interessante Verbindung machen mit 1. Korinther 15. Im 1. Korinther 15 spricht Gott zu den Korinthern über eine Begebenheit, dass einfach Leute gekommen sind zu den Korinthern, die gesagt haben, ja, diese ganze Sache mit der Auferstehung, das gibt's gar nicht oder das ist nicht richtig und haben das halt irgendwie umgedichtet, diese ganze Auferstehungsgeschichte von Jesus. Und Paulus in seinem Brief hat das mitgekriegt und stellt so eine Säule auf, so eine Säule des Glaubens stellt er hier mitten unter die Korinther und sagt: „Schaut mal, ich zeige euch mal, worauf unser Glaube eigentlich beruht.“ Wir lesen 1. Korinther 15, die Verse 11 bis 20. „Ob es nun aber ich sei oder jene, so verkündigen wir und so habt ihr geglaubt. Wenn aber Christus verkündigt wird, dass er aus den Toten auferstanden ist, wieso sagen dann etliche unter euch, es gebe keine Auferstehung der Toten? Wenn es wirklich keine Auferstehung der Toten gibt, so ist auch Christus nicht auferstanden.“ Paulus macht das ganz einfach. Er sagt, okay, jetzt geben wir mal diese logische Kette. Wenn es tatsächlich keine Auferstehung der Toten gäbe, was hätte das denn für Auswirkungen? Nummer 1, Christus war nicht auferstanden. „Wenn aber Christus nicht auferstanden ist, so ist unsere Verkündigung vergeblich und vergeblich auch euer Glaube.“ Wenn Christus nicht auferstanden ist, dann ist nicht nur die Verkündigung, sondern auch euer Glaube völlig nutzlos. Warum? „Wir werden aber auch als falsche Zeugen Gottes erfunden, weil wir von Gott bezeugt haben, dass er Christus auferweckt hat, während er ihn doch nicht auferweckt hat. Wenn wirklich Tote nicht auferweckt werden. Denn wenn Tote nicht auferweckt werden, so ist auch Christus nicht auferweckt worden. Ist aber Christus nicht auferweckt worden, so ist euer Glaube nichtig. So seid ihr noch in euren Sünden. Dann sind auch die in Christus entschlafenen verloren.“ Also selbst die, die mittlerweile schon tot sind, in Glauben gestorben, sind verloren. „Wenn wir nicht in diesem Leben auf Christus hoffen, so sind wir die elendsten unter allen Menschen.“

[33:33] Und es ist ja ein sehr interessanter Schluss, den Paulus erzielt. Er sagt, schau mal, wenn es die Auferstehung nicht gibt, und wenn Christus nicht auferstanden ist, dann sind wir ja noch in unseren Sünden. Wir haben Falsches erzählt, unsere Verkündigung ist nichtig und unser Glaube ist nichtig. Dann sind wir von allen Menschen die Elendsten. Oder wir sind die Elendsten unter allen Menschen. Dieser Vers, die Elendsten, oder dieses Wort, das kommt im Neuen Testament nur zweimal vor. Einmal hier und einmal in der Laodizea-Botschaft, die da steht, in der Offenbarung, Kapitel 3, Vers 18 vor allem, Vers 17, wo Gott spricht: „Denn du sprichst, ich bin reich, habe Überfluss und mir mangelt es an nichts. Und du erkennst nicht, dass du elend, unerbärmlich bist, arm, blind und bloß.“ Das Wort hier, elend, das Wort hier ist genau das gleiche wie das Wort hier, elend, in diesem Vers, wo es heißt, wenn wir an Gott glauben, aber es die Auferstehung nicht gäbe, dann wären wir die Elendsten unter allen Menschen. Ist nicht interessant? Denn hier in der Offenbarung geht es ja auch um Menschen, die sagen, wir sind reich, wir haben alles, wir haben den besten Glauben, wir werden gerettet, kein Problem. Aber über die Gott eigentlich offenbart, dass sie arm, bloß, blind, elend und ohne Glauben sind. Das heißt, Paulus möchte uns das sagen, und die Offenbarung möchte uns das sagen, wenn wir einen Glauben haben, an etwas, das sich am Ende falsch herausstellt oder als falscher Glaube herausstellt, wie in der Offenbarung, wo die Leute sagen, wir haben einen Glauben, wir werden gerettet und dabei haben sie gar keinen Glauben, gar keinen rettenden Glauben, sie brauchen den noch, sie brauchen diese Augensalbe, sie brauchen die Gerechtigkeit. Dann sind wir unter allen Menschen die Elendsten.

[31:49] Aber, und das ist die gute Botschaft, es gibt die Auferstehung, es gibt diese Hoffnung in Christus, es gibt den wahren Glauben, wo wir uns mit all unserem Gewicht auf Gott stützen können und wissen, komme was wolle, passiere was wolle, wir haben einen Erlöser und er wird uns retten.

[32:13] Am nächsten Tag dann haben wir hier gleich mal den Vers von den Epheser, Epheser 1, Vers 3 und 4, wo uns einer dieser Hoffnungsverse präsentiert wird, die es in der Bibel gibt, auf die wir uns verlassen können. Denn genau diese Versprechen von der Bibel, die sind ja so wertvoll für uns, denn auf die können wir uns verlassen. Jetzt worum können wir uns auf diese Verse verlassen, kommen wir gleich noch dazu, jetzt lesen wir dann erstmal hier Epheser 1, Vers 3 und 4. „Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns gesegnet hat mit jedem geistlichen Segen in den himmlischen Regionen Christus.“ Ich habe mich mal in Zeitlang gefragt, warum hat der Paulus so oft von dem Jesus geredet? Warum, und das ist ganz offensichtlich hier im Buch der Epheser, erwähnt Paulus diesen Jesus fast in jedem zweiten Vers? Warum mache ich das nicht? Oder was hat der Paulus an diesem Jesus gefunden, das anders ist als das, was ich gefunden habe? Warum ist für mich der Glaube so lasch und für den Paulus hier, der kann gar nicht aufhören von Jesus zu sprechen. Und der nächste Vers ist einer, der die Frage eigentlich beantwortet, wie auch viele andere Verse das beantworten. Wir uns, Moment, richtiger Vers, Vers 4 genau, „Wir uns in ihm aus der Welt hat, vor Grundlegung der Welt, damit wir heilig und tadellos vor ihm seien, in Liebe.“

[33:56] Das ist wieder einer dieser Verse, die man ganz gerne mal einfach liest, sagt, oh, schöner Vers, überliest und das war's. Was steht hier eigentlich? Hier steht, dass Jesus uns aus der Welt hat, damit wir eines Tages vor Gott stehen, und ich lese es hier nochmal aus der Bibel, einfach damit wir die Worte ganz wortgetreu hier rausholen, heilig und tadellos. Ja, heilig und tadellos ist ein sehr hoher Standard, und es gibt verschiedene Wege, wie wir mit dieser Information umgehen können. Es gibt den einen Weg, dass man sagt, Moment mal, ich soll bei der Wiederkunft heilig und tadellos sein, ich fühle mich überhaupt nicht heilig und tadellos, eigentlich fühle ich mich eher als Sünder, und die Bibel sagt, ich bin sowieso immer ein Sünder, also kann man das ja nicht so ernst nehmen. Option 1. Option 2, man sagt sich, gut, das ist ja das Idealbild in der Bibel, aber wir erreichen das sowieso nie, und Version 3 ist die Version des Glaubens, die einfach hergeht und sagt: „Schau mal, Gott sagt, eines Tages werden wir heilig und tadellos sein. Wir werden so sein, dass wir tatsächlich in den Himmel passen. Ich kann mir das vielleicht nicht vorstellen, wie das jemals Wirklichkeit sein soll in meinem Leben, aber eins weiß ich, wenn Gott es gesagt hat, dann wird es so sein.“ Wenn es sich so mit meinen Vorstellungen widerspricht, so wie Abraham, der seinen Sohn opfern sollte, gedacht hat, das macht ja gar keinen Sinn, ich soll meinen Sohn opfern, dabei wird aus mir eine große Nation, oder der Hiob, der sich gedacht hat, das macht doch gar keinen Sinn, warum habe ich dieses ganze Leid? Aber indem wir einfach hingehen und sagen: „Schau, ich vertraue auf Gott, wenn er das gesagt hat, dann wird er das auch tun.“

[35:44] Ein Vers, der mir da immer hilft, ist der Philipper 1, Vers 6, mein Lieblingsvers in der Bibel. Philipper 1, Vers 6, wir werden gleich sehen, warum das der Lieblingsvers ist. Hier steht folgendes: „Weil ich davon überzeugt bin“, schreibt Paulus, „dass der, welcher in euch ein gutes Werk angefangen hat.“ Jetzt, wenn ich in mein Leben schaue, dann weiß ich, dass Gott in mir ein gutes Werk angefangen hat, da bin ich hundertprozentig davon überzeugt, und ich hoffe, mein Freund, meine Freundin, dass du auch in deinem Leben es erlebt hast, dass Gott in deinem Leben ein gutes Werk angefangen hat. Und schauen wir, was Paulus uns hier durch den Heiligen Geist offenbart. Er sagt, Vers 6: „Wenn welcher in euch ein gutes Werk angefangen hat, es auch vollenden wird, bis auf den Tag Jesu Christi.“ Gott gibt uns ein ganz klares Versprechen. Wenn Gott ein Werk angefangen hat in dir und in mir, dann wird es auch vollenden. Und wenn diese Vollendung bedeutet, wir stehen einmal heilig und tadellos vor Gott, dann wird es so sein und wir können uns darauf verlassen.

[37:00] Und auch der Petrus war so ein Optimist wie der Paulus. Er hat auch immer ständig von Jesus geredet, ständig von der Hoffnung geredet. Wir lesen 1. Petrus 1, Vers 18. Und wir lesen hier, hier im 1. Petrus 1, Vers 18. Und hier steht: „Denn ihr wisst ja, dass ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold losgekauft worden seid aus eurem nichtigen, ja, aus eurem nichtigen von den Vätern überlieferten Wandel, sondern mit dem kostbaren Blut des Christus, als eines makellosen und unbefleckten Lammes.“ Der Petrus weiß, Gott möchte uns einmal erlösen, er möchte uns retten aus dieser Welt. Vielleicht wissen wir nicht, wie er uns jemals in unseren Charakter machen soll, damit wir in den Himmel passen. Aber er weiß, dass wir nicht erlöst wurden mit irgendwie Gold oder Silber und irgendwelchen Dingen, ja, die irgendwann wieder kaputt gehen. Sondern wir wurden erlöst durch etwas, das viel kräftiger ist, das Blut Jesu Christi. Und dass da so viel Kraft drin steckt, dass selbst wenn wir uns das nicht vorstellen können, es möglich ist. Denn mit Gott sind alle Dinge möglich.

[38:26] Und so hat diese biblischen Figuren einfach diese unerschütterliche Hoffnung in Gott, zu wissen, er wird mich retten, er wird mich leiten, er wird mich führen, komme, was wolle. Selbst wenn es unmöglich, furchtbar und, ja, katastrophal aussieht, die Zukunft. Brauche ich mir überhaupt keine Sorgen machen. Ich kann mich auf Gott verlassen.

[38:55] Und diese Hoffnung, jetzt gehen wir nochmal zurück zu Abraham, diese Hoffnung hat auch Abraham angestiftet, hier im 1. Mose 22, Vers 8, einer dieser Hoffnungsverse vom Donnerstag, diesen Ausbruch auszusagen, diesen Ausbruch, ja, zu geben. 2. Mose 22, Vers 8, hier steht, bei jedem, muss ich nochmal kurz gucken, 1. Mose 22, Vers 8, nicht 2. Mose, das passiert manchmal beim Reden und beim Bibelaufschlagen, dass man im falschen Kapitel landet. So, Vers 8: „Und Abraham antwortete: Mein Sohn, Gott wird für ein Lamm zum Brandopfer sorgen.“ Sie gingen beide miteinander. Ja, im Kopf von Abraham spielte sich dieser Widerspruch ab, er dachte sich, okay, jetzt muss ich meinen Sohn opfern, aber gleichzeitig soll aus mir eine große Nation werden. Wie ist das möglich? Es gibt nur eine Möglichkeit, ja, Gott kümmert sich drum, Gott kümmert sich drum. Und er hat gesagt, obwohl er keine Vision hatte davon, obwohl er nicht wusste, ob das wirklich so wird, er wusste einfach, Gott kümmert sich drum und er sagt zu seinem Sohn: „Gott kümmert sich um ein Lamm, auch wenn es nicht so aussieht, er wird sich drum kümmern.“

[40:16] Und das ist diese Kraft der Hoffnung und des Glaubens, die einfach sagt: Gott hat es gesagt, Gott wird es tun. Das lesen wir vom 1. Vers der Bibel, wir schlagen auf, 1. Mose 1, Vers 3, da steht: „Und Gott sprach: Es werde Licht!“ Und was passiert? Es wurde Licht. Das ist die Einfachheit des Glaubens.

[40:44] Jesaja 55, Vers 11, fasst es eigentlich mit am besten zusammen. Jesaja 55, Vers 11, jetzt bin ich in der Jeremia gelandet. 55, Vers 11, „Genau so soll auch mein Wort sein, spricht der Herr, das aus meinem Mund hervorgeht. Es wird nicht leer zu mir zurückkehren, sondern es wird ausrichten, was mir gefällt und durchführen, wozu ich es gesandt habe.“ Gott verspricht uns, wenn von mir ein Wort ausgeht, wenn ich etwas gesagt habe, dann können wir uns mit unserem ganzen Körpergewicht darauf lehnen und es wird standhalten, es wird das tun, was es sagt.

[41:37] Und das ist genau der gleiche Punkt, den Jesus hervorgehoben hat, als er gesagt hat: „Solch einen Glauben habe ich in ganz Israel nicht gefunden.“ Er sagt es hier in Matthäus 8, Vers 8, als er mit dem römischen Hauptmann spricht. Und der beweist seinen Glauben in Jesus, indem er sagt: „Der Hauptmann antwortet und sprach: Herr, ich bin nicht wert, dass du unter mein Dach kommst, sondern sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht gesund.“ Der Hauptmann hat ganz einfach darauf vertraut, wenn Jesus ein Wort spricht, dann wird es geschehen, ganz einfach, ganz simpel. Und Jesus sagt: „Was für ein Glaube! Nicht mal meine eigenen Landsmänner, nicht mal meine Jünger und die Israeliten haben solch einen Glauben in Gott, haben solch ein Vertrauen in Gottes Wort, damit sie hinstehen können und sagen: Wenn Gott es gesagt hat, dann wird es geschehen, ganz einfach.“

[42:34] Das ist der Glaube, der uns ermöglicht, eine Hoffnung zu haben, wie hier, eine Hoffnung zu haben, wie Abraham, damit es passiert, komme, was wolle.

[42:45] Wir enden mit dem Galater, Galater 2, Vers 16. Galater 2, Vers 16. Und hier heißt es: „Doch weil wir erkannt haben, dass der Mensch nicht aus Werken des Gesetzes gerechtfertigt wird.“ Nicht, was wir machen, kann Gott davon überzeugen, dass wir gute Christen sind, dass wir den Himmel verdient haben. Nicht, was wir zähneknirschend, also seinen Kraft vollbringen, bringt uns in den Himmel, rettet uns. Sondern, „durch den Glauben an Jesus Christus, so sind auch wir an Christus Jesus gläubig geworden, damit wir aus dem Glauben an Christus gerechtfertigt würden und nicht aus Werken des Gesetzes, weil aus Werken des Gesetzes kein Fleisch gerechtfertigt.“

[43:49] Ich hoffe, ihr habt verstanden, dass es nicht im Widerspruch steht zum Jakobus, der sagt, Glaube ohne Werke ist tot. Sondern, dass es eine Harmonie bildet und uns sagt, unsere eigenen Werke sind nutzlos. Aber, wenn wir an Gott mit ganzem Herzen, mit ganzer Kraft glauben, dann können wir nur das tun, was recht ist. Wir können nur vorangehen, im Vertrauen auf das Wort Gottes zu wissen, es wird geschehen. Und wenn ich mein Bestes gebe, dann wird Gott sein Vollbringen hinzufügen und es wird geschehen.

[44:26] Und so möchte ich uns alle aufrufen, mich heute und dich, der das zuschaust, bei dieser Sabbatschulbetrachtung, eine neue Entscheidung zu fassen, uns komplett auf Gott zu vertrauen, komme, was wolle. Und mit diesem Aufruf möchte ich ein Gebet sprechen. Lieber Vater im Himmel, Herr, wir bitten dich, dass du uns einen Glauben schenkst, wie du dem Abraham geschenkt hast, wie du dem Noah geschenkt hast, wie du dem Hiob geschenkt hast. Und dass du uns hilfst, damit wir nicht schnell den Glauben verlieren, sondern feststehen, in der Hoffnung darauf, dass dein Wort gerecht ist, dass dein Wort sich erfüllt. Und dass wir nicht zweifeln. Im Namen Jesu, Amen.

[45:17] Dann wünsche ich euch allen noch einen schönen Sabbat. Und nächste Woche geht es dann weiter mit der nächsten Lektion, Lektion 10, der Zorn Elihus. Bye, bye.


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