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In dieser Predigtserie über das Buch Joel spricht Christopher Kramp über die Bedeutung von Frühregen und Spätregen. Er erklärt, wie das Buch Joel in zwei Hälften geteilt ist, wobei Joel 2, Vers 17 den Wendepunkt darstellt. Die Predigt beleuchtet, wie ein gemeinsames Gebet und die Zerknirschung des Herzens alles verändern können, und führt von einer Welt der Düsternis und Plagen zu einer Welt des Segens und der Wiederherstellung.

In dieser Predigt über das Buch Joel, Teil 3, spricht Christopher Kramp über die Bedeutung des Frühregens und Spätregens. Er erklärt, wie das Buch Joel in zwei Hälften geteilt ist, wobei Joel 2, Vers 17 als entscheidender Wendepunkt dient. Die Predigt beleuchtet, wie ein gemeinsames, herzzerreißendes Gebet die Tür vom Fluch zum Segen öffnet und Gottes Verheißungen von Wiederherstellung und Fülle freisetzt.


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Serie: Das Buch Joel (Predigtserie)

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Transkript

[1:01] Wir haben heute schon wieder die Gelegenheit, im Buch Joel weiter zu studieren. Könnt ihr euch noch an letzte Woche erinnern? Oder habt ihr schon alles wieder vergessen? Das werden wir jetzt testen. Wir wollen heute über den Frühregen und den Spätregen sprechen, in Joel 2, Vers 18 bis 27. Aber vorher nochmal eine kurze Wiederholung machen. Und wieder ein kleines Quiz, dass wir alle noch wissen, ob wir das im Hinterkopf haben, was wir in der ersten und zweiten Predigt gelernt haben.

[1:33] Wie oft fallen im Buch Joel die Heuschrecken in das Land ein? Viermal, genau. Viermal kommen sie. Hier ist auch noch eine Heuschrecke, die wir einfangen müssen. Viermal fallen die Heuschrecken ins Land ein und zerstören alles. Mit welchem Tag hat Joel denn diese Plage verglichen? Als diese Heuschreckenplage kommt, sagt er, das ist wie der Tag des Herrn. Er vergleicht das, was lokal an seinem Ort passiert ist, zu seinem Volk, dem Volk Israel in Judäa, vergleicht er mit der Endzeit, mit dem Tag des Herrn.

[2:23] Nun, welches Instrument sollte denn alle warnen vor dem Tag des Herrn? Genau, das Schofar-Horn, nicht wahr? Das Schofar-Horn sollte alle warnen. Und wo sollte das Schofar-Horn geblasen werden? Wo sollte es geblasen werden? Weiß es jemand noch? Auf dem Heiligen Berg, auf Zion, genau. Auf dem Berg Zion. Und als es dann geblasen wurde, wer sollte alles zusammenkommen? Wer sollte alles zusammenkommen? Das ganze Volk, nicht wahr? Alle Menschen sollten zusammenkommen. Die Alten und die Jungen, die Säuglinge, die Ältesten, sogar diejenigen, die geheiratet haben, sollten als oberste Priorität das gemeinsame Gebet haben.

[3:28] Und was sollten sie zerreißen? Ihre Herzen, die Herzen zerreißen und nicht die Kleider. Das Herzen zerreißen war ein Symbol für oder soll darstellen, was soll eigentlich zerrissen werden? Die Gedanken, unsere falschen Gedanken, die wir den ganzen Tag so überdenken, über andere, über Dinge, über uns selbst, die sollen wir zerreißen und zu Gott kommen. Ganz genau, sie sollten die Herzen zerreißen und nicht die Kleider.

[4:00] Und letzte Frage, wo sollten die Priester weinen und beten? Wo sollten sie weinen und beten? Zwischen der Halle und dem Altar. Ganz genau, zwischen der Halle und dem Altar, da sollten sie beten. Nun, bevor wir heute weitermachen, würde ich euch einladen, dass wir genau das auch tun, dass wir beten um den Heiligen Geist, damit wir den zweiten Teil dieses unglaublich interessanten Kapitels wirklich gut verstehen können. Lasst uns die Decken dazu.

[4:56] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, dass wir heute so einen schönen Sabbattag haben. Und wir danken dir, dass wir zu dir kommen können, wie wir sind, mit all unseren Anliegen, mit all unseren Nöten. Und Herr, wir haben heute eine Gefährdung vor uns, die so wichtig für uns ist. Wir haben in der letzten Woche gesehen, wie entscheidend es ist, dass wir als ganze Gemeinde zusammenkommen und beten. Dass wir unseren Zustand erkennen, dass wir nicht auf andere schauen, sondern auf uns. Und dass wir gemeinschaftlich um deine Gnade bitten, um die Erweckung, die du dir allein schenken kannst. Dass wir darum bitten, dass dein Geist in unserem Herzen das bewirkt, was wir alleine niemals bewirken können. Dass wir nicht die Fehler und die Probleme der Gemeinde breittreten, weil jedes Mal, wenn die Gemeinde verliert, dann freut sich der Teufel. Das haben wir letztes Mal gesehen und wir wollen heute lernen, was du tust. Wir möchten dein Wort studieren, um zu sehen, wie du in unserem Leben wirken wirst. Herr, komm durch deinen heiligen Geist jetzt in unsere Mitte. Halte du alles unter deiner Kontrolle und gib, dass jeder, der heute hier ist, dein Wort so versteht, so wie du es gemeint hast. Im Namen Jesu. Amen.

[6:24] Ich habe noch eine Frage an euch, obwohl wir die noch nicht behandelt haben. Wie viele Verse hat eigentlich das Buch Joel? Ratet mal, was würdet ihr sagen? Das ist viel zu viel. 150? Hat jemand einen anderen Vorschlag? Noch nicht rechnen? Wir rechnen gleich. Was würdet ihr denken? 120, 130? 80? 200?

[6:58] Okay, lasst uns mal rechnen. Wir haben das Buch Joel aufgeschlagen, wir wollen ja mal mitlesen. Die Parallelverse sind an der Leinwand, die Bilder an der Leinwand, aber Joel ist bei uns auf der Bibel aufgeschlagen. Also das erste Kapitel hat wie viel? 20. Dazu kommen im zweiten Kapitel? 27 macht? 47 plus wie viel im dritten? 5 macht? 52 plus im vierten? 21 macht? 73, okay. Normalerweise ist es ja nicht so entscheidend, wie viele Verse ein Buch hat. Aber das ist ganz interessant hier. Von 73 Versen, der wievielte Vers ist dann in der Mitte? Also welche Zahl ist genau in der Mitte, wenn man 73 hat? Es ist ja eine ungerade Zahl, das heißt es gibt einen Vers, der genau in der Mitte ist und gleich viel auf beiden Seiten. Der 37. Vers ist in der Mitte, oder? Dann sind 36 davor und 36 danach. Macht das Sinn?

[8:03] Welches ist der 37., welches ist der Mittelfers, der zentrale Vers im Buch Joel? Joel 2, Vers 17. 20 Verse in Kapitel 1 und dann der 37. Vers ist Joel 2, Vers 17. Und das ist kein Zufall. Mit dem Vers haben wir letzte Woche aufgehört. In dem Vers heißt es, die Priester, die Diener des Herrn sollen zwischen der Halle und dem Altar weinen und sagen: Herr, habe Mitleid mit deinem Volk und gib dein Erbteil nicht der Beschimpfung preis, dass die Heidenvölker über sie spotten. Warum soll man unter den Völkern sagen: Wo ist nun ihr Gott?

[8:44] Es ist der einzige Vers im ganzen Buch, wo wir das eigentliche Gebet der zusammengekommenen Gemeinde finden, oder? Weil vorher in Joel 1 und 2 wird die Heuschreckenplage beschrieben, dann wird der Aufruf gegeben, kommt zusammen und dann wird beschrieben, wer alles zusammenkommt. Und in Vers 17 wird beschrieben, was die zusammengekommene Gemeinde bietet. Und dieser Vers ändert alles.

[9:15] Das Buch Joel ist genau in zwei Hälften gespalten. Es hat genau zwei völlig unterschiedliche Hälften. Und ihr ratet schon, der Wendepunkt ist genau in der Mitte im 37. Vers. Es gibt ein Buch Joel vor Joel 2, Vers 17 und es gibt ein Buch Joel nach 2, Vers 17. Es sind zwei völlig verschiedene Welten.

[9:38] Vor Joel 2, Vers 17 ist alles düster. Vielleicht habt ihr in den beiden letzten Predigten gemerkt, der Joel ist wirklich düster. Dunkel, finster, Angriff, Krieg, Endzeit, Verwüstung. All diese Dinge. Es ist fast schon deprimierend, das zu lesen. Da wird getrauert, dass die Heuschreckenplage alles vernichtet. Katastrophe. Die Leute klagen, sie weinen, sie trauern. Der Tag des Herrn als eine Bedrohung, die die Existenz angeht. Man fragt sich, wird man überhaupt überleben? Wer kann bestehen? Das Volk soll flehen, es muss um Mitleid flehen. All das ist vor Joel 2, Vers 17.

[10:20] Dann kommt Joel 2, Vers 17. Und wisst ihr, was danach kommt? Gute Nachrichten. Nur noch Positives. Nur noch Evangelium. Ende der Plage. Wiederherstellung. Freude, Jubel, Frohlocken, Fülle, Ernte, Übermaß. Der Tag des Herrn ist plötzlich keine Bedrohung mehr, sondern eine Rettung, ein Sieg. Ich verrate euch jetzt schon, wie das Buch Joel ausgeht. Das tut mir leid. Dann wissen wir, warum Joel 2, Vers 17 so wichtig ist.

[10:51] Und das Entscheidende, ab Joel 2, Vers 17, wenn ihr das dann lesen werdet, fast alle Verse danach sind direkte Rede Gottes. Vor Joel 2, Vers 17, da beschreibt der Prophet sein Land. Er fragt seine Leute. Er ruft seine Leute auf. Lasst uns beten. Was ist los? Ich werde heuschrecken. Er beschreibt es verzweifelt. Nach Joel 2, Vers 17, nach diesem einen Gebet, redet nur noch Gott. Ich will tun. Ich will das. Ich werde euch segnen. Ich werde das tun. Ich werde das tun. Ich werde das tun.

[11:18] Zwei Welten. Eine dunkel und finster und wüst. Heuschrecken und Plagen. Und eine Welt, in der Gott spricht und in der alles gut ist, in der wiederhergestellt wird, in der gewonnen wird, in der gesiegt wird, in der das Evangelium dargestellt wird. Und alles hängt an einem Vers.

[11:39] Vor Joel 2, Vers 17, vor dem Gebet, die Heuschrecken. Ernte vernichtet. Nach dem Gebet, plötzlich ist die Ernte wieder da. Das heißt, das Buch Joel, kompliziert, wie es auf den ersten Blick erscheint, ist eigentlich ganz simpel. Es hat eine ganz einfache Grundbotschaft.

[12:04] Könnt ihr euch noch erinnern, wie wir von den Heuschrecken gelesen haben? Wo die Heuschrecken sind, vorher war es der Garten Eden. Und wenn sie gekommen sind, sah es danach wie aus? Wüste, nicht wahr? Dieses Bild, das ist der Garten Eden. Dann kommen die Heuschrecken. Und vor den Heuschrecken ist der Garten Eden. Nach den Heuschrecken ist die Wüste.

[12:23] Das Buch Joel zeigt genau das Umgekehrte. Stellt euch ein Gebet vor, das durch die Welt zieht. Vor dem Gebet ist Wüste, nach dem Gebet der Garten Eden. Das Buch Joel zeigt, wenn Gottes Volk betet, so wie wir letzte Woche das studiert haben. Ich habe euch ja gesagt, diese Predigt ist die Fortführung von letzter Woche. Wenn Gottes Volk so betet, wie wir letzte Woche das angedeutet haben, dann geschieht nicht nur etwas, dann ändert sich alles komplett. Das Buch Joel wird nicht ein bisschen fröhlicher, ein bisschen schöner, ein bisschen optimistischer, es dreht sich 180 Grad auf den Kopf.

[13:07] Und das nicht wegen einem langen Gebet, einer langen Zeremonie mit viel Mühe. Ein kurzes Gebet in einem Vers. Aber die ganze Gemeinde mit zerrissenen Herzen zusammengekommen, ändert alles. Lasst uns das lesen in Joel 2, und dort Vers 18.

[13:32] Wie geht Joel 2, Vers 18 los? Dann, mit anderen Worten, wenn etwas geschehen ist. Und dieses dann bezieht sich natürlich auf welchen Vers? Auf Vers 17. Wenn Vers 17 geschieht, wenn die Priester zwischen Halle und Altar weinen, wenn sie klagen, wenn sie beten: Habe Mitleid mit unserem Volk. Warum sollen die Heiden sagen, wo ist ihr Gott? Mit anderen Worten, wenn das Volk betet, nicht nur für sich selbst, sondern für die Ehre Gottes, dann gerät der Herr in Eifer für sein Land und hat Mitleid mit seinem Volk.

[14:16] Schaut noch mal hier genau, was sie gebetet haben in Vers 17. In Vers 17 beten sie: Herr, habe Mitleid mit deinem Volk. Was macht der Herr? Der Herr hat Mitleid mit seinem Volk. Er hört präzise ihr Gebet. Manchmal denken wir, wenn wir um Vergebung beten, dass wir gebetet haben, und dann müssen wir warten und ein bisschen uns bewähren, damit Gott uns auch endgültig vergibt, oder? Aber wenn wir um Mitleid beten, dann hat Gott Mitleid. Und wenn wir um Sündenvergebung beten, dann vergibt Gott Sünden. Und wenn wir um Hilfe bitten, dann gibt Gott Hilfe. Und wenn wir darum bitten, gemeinschaftlich, ernsthaft, dass Gott uns Einheit schenkt, dann schenkt er uns Einheit. Nicht erst später, nicht erst irgendwann, sondern dann.

[15:09] Gottes Erbarmen ist so unglaublich. Schaut mal hier einige wunderbare Verse. Denn der Herr wird sein Volk richten, und er wird sich über seine Knechte erbarmen. Wann? Wenn er sieht, dass jeder Halt entschwunden ist. Fühlst du dich vielleicht auch manchmal so, dass jeder Halt entschwunden ist? Dass du dich auf nichts mehr verlassen kannst? Weder in deiner Familie noch in deiner Arbeit. Dass du dich auf nichts verlassen kannst in der Gemeinde? Jeder Halt scheint entschwunden. Gott hat Erbarmen genau dann.

[15:43] Wie sich ein Vater über ein Kind erbarmt. So erbarmt sich der Herr über die, welche ihn fürchten. Bei all ihrer Bedrängnis war er auch bedrängend, und der Engel seines Angesichts rettete sie. In seiner Liebe und seinem Erbarmen hat er sie erlöst. Er nahm sie auf und trug sie alle Tage der Vorzeit.

[16:07] Während man in den Versen vorher diese Idee hat, der Tag des Herrn kommt, wer kann ihn ertragen? Ein unbekehrter Mensch, der seine Sünden nicht bekehrt hat, für den ist die Vorstellung, dass Gott kommt, die Vorstellung, dass Endzeit ist, schreckenerregend. Und wir haben gelernt, das soll sie auch sein. Denn der Mensch soll aufwachen aus seinem Schlaf. Stoß in das Schofar-Horn, damit alle erzittern.

[16:33] Aber der Mensch, der gebetet hat, der Mensch, der gesagt hat: Herr, habe Mitleid, der sieht plötzlich in Gott denjenigen, der Gott wirklich ist. Ein Gott, der wie ein Vater seine Kinder trägt.

[16:50] Eine wunderbare Verheißung in Jeremia 31, Vers 20. Ist mir Ephraim ein teurer Sohn? Ist er mein Lieblingskind? Denn so viel ich auch gegen ihn geredet habe. Ephraim, das steht für das Nordreich. Er hat gegen das Nordreich, Israel, manches reden müssen. Ja oder nein? Die waren ständig nur im Abfall. Jahrhundertelang. Ein Prophet nach dem anderen bringt Gerichtsbotschaften an das Nordreich. Und Gott sagt: So viel ich auch gegen ihn geredet habe, muss ich doch immer wieder an ihn denken.

[17:27] Lieber Freund, liebe Freundin, wenn du gegen Gott rebellierst, wird Gott dich tadeln. Er wird Botschaften der Warnung senden, aber er wird die ganze Zeit an dich denken. Darum ist mein Herz entbrannt für ihn. Ich muss mich über ihn erbarmen, spricht der Herr. Gott redet über sein Volk und sagt: Mensch, ich muss es ja eigentlich tadeln. Ich muss es eigentlich warnen. Ich muss es strafen. Aber innerlich habe ich es so gern. Gott hat Erbarmen.

[18:06] Schaut mal hier in Klagelieder 3, Vers 22 und 23. Gnadenbeweise des Herrn sind, dass wir nicht gänzlich aufgerieben wurden. Denn seine Barmherzigkeit ist Nichtsende. Sie ist wie oft neu. Lieber Freund, liebe Freundin, hast du heute Morgen die Barmherzigkeit Gottes getroffen? Hast du heute Morgen die Barmherzigkeit Gottes getroffen? Jeden Morgen neu ist die Barmherzigkeit Gottes da. Jeden Morgen. Nicht die von gestern. Nicht die von letztem Sabbat. Jeden Morgen ist da genügend Barmherzigkeit, die auf sich wartet.

[18:56] Ihr alle kennt die Geschichte von dem verlorenen Sohn, der irgendwann so unzufrieden war mit seinem erbärmlichen Schweineleben. Kann man schon so sagen, so recht buchstäblich. Und es heißt hier: Und er machte sich auf und ging zu seinem Vater. So wie das Volk in Joel, das sich aufmacht, auf den Schofar-Horn-Klang hin und zum Heiligtum geht und bittet. Er hat Mitleid. Als er aber noch fern war, sah ihn sein Vater und hatte Erbarmen. Und er lief, fiel ihm um den Hals und küsste ihn.

[19:36] Lieber Bruder, liebe Schwester, hast du erlebt, dass Gott auf dich zugelaufen ist? Hast du erlebt, wie es war, als Gott auf dich zugerannt ist? Wir haben ja oft die Vorstellung in unserem Kopf, dass wir irgendwie zu Gott kriechen müssen, oder? Ihn bitten müssen. Hast du erlebt, wie Gott auf dich zugerannt ist? Dass er Erbarmen mit dir hatte, lange, bevor du überhaupt aussprechen konntest: Hab Mitleid mit mir. Er fiel ihm um den Hals und küsste ihn.

[20:17] Und von diesem Erbarmen Gottes, das hier der Joel anspricht, gibt es mehr als genug. Denn die Bibel sagt uns: Denn der Herr ist voll Mitleid und Erbarmen.

[20:28] Gott greift also ein. Was macht er? Schauen wir in Joel 2 und dort Vers 19 und 20. Und der Herr wird antworten und zu seinem Volk sprechen, und ab dem Doppelpunkt, bis zum Ende des Buches, hört Gott nicht mehr auf zu reden. Der ganze Rest, die ganze zweite Hälfte ist nur noch Gottes, also im buchstäblichsten Sinne, Gott, also Gottes Wort, also Gott redet. Alles Gottes Wort, aber Gott redet jetzt in direkter Rede von hier an.

[20:58] Siehe, ich sende euch Korn, Most und Öl, dass ihr davon satt werden sollt. Und ich will euch nicht mehr der Beschimpfung preisgeben unter den heidnischen Völkern, sondern ich will den von Norden kommenden von euch entfernen, den Verstoßenen in ein dürres und wüstes Land, seine Vorhut ins östliche Meer und seine Nachhut ins westliche Meer. Und sein Gestank soll aufsteigen und sein Verwesungsgeruch sich erheben, denn er hat Großes getan.

[21:26] Korn, Most und Öl will er wiedergeben. Genau daran hat es ja gemangelt, oder? In Joel 1 hat es geheißen: Das Feld ist verheert, der Acker trauert, denn das Korn ist verwüstet, das Obst ist verdorrt, die Ölbäume sind verwelkt. Ja, Korn, Obst, Most, Öl, alles war verloren. Und Gott sagt: Das, was euch fehlt, das, was verloren gegangen ist, will ich euch wiedergeben.

[21:51] Wir haben beim ersten Mal darüber gesprochen, wie diese Ernte ein Bild ist auch für das, was in unserem geistlichen Leben zu Hause passiert. Kann ich daran erinnern? Dass die Ernte, die wir einbringen, ja etwas damit zu tun hat, mit dem Heiligtum, wo wir es dann hinbringen. Und wenn in unserem Leben das geistliche Wachstum brach gelegen hat, verspricht Gott, wenn wir beten, wird er uns Korn, Most, Öl, er wird die Ernte zum Reifen bringen.

[22:21] So sagt Amos 9, Vers 13, 14: Siehe, es kommen Tage, spricht er, da der Pflüger den Schnitter und der Traubenkältere den Seemann ablösen wird. Da werden die Berge von Most triefen und alle Hügel überfließen. Ich will das Geschick meines Volkes wenden. Und sie werden die verwüstete Stadt wieder aufbauen und bewohnen, Weinberge pflanzen, deren Wein trinken, Gärten anlegen und deren Früchte genießen.

[22:45] Jesus sagt in der Bergpredigt: Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und seiner Gerechtigkeit. So wird euch dies alles zugefügt werden. Das Volk in Joel trachtet zuerst nach der Gerechtigkeit. Sie beten und sie bitten Gott um seine Ehre und um seine Gerechtigkeit. Und plötzlich wird ihnen alles zuteil.

[23:08] Und Gott hat eine Lösung für das Heuschreckenproblem. Wisst ihr noch, wie die Menschen versucht haben, diese Heuschreckenplage abzuwenden? Was haben die versucht? Haben wir letzte Woche studiert. Mit welchen Mitteln haben sie versucht, die Heuschrecken aufzuhalten? Mit Wurfgeschossen, nicht wahr? Wir haben versucht, mit Wurfgeschossen drauf zu... Was hat das geholfen? Gar nichts, nicht wahr? Wenn man mit militärischen Wurfgeschossen, mit so Steinschleudern, auf einen Heuschreckenschwarm schlägt, das nützt gar nichts. Und es war ein Symbol dafür, dass die Schrecken des Tages des Herrn von menschlicher Strategie und mit menschlichen Mitteln unaufhaltsam sind.

[23:47] Aber es gibt eine Lösung. Was ist die Lösung? Gottes Lösung ist ganz einfach. Denn Gott hat Macht über den Wind. Wie wir gelesen haben, verspricht Gott, er wird den Wind bringen und mit dem Wind die Heuschrecken einfach vertreiben. Denn Heuschrecken mögen zwar den Steinschleudern ausweichen, aber wenn ein starker Wind kommt, so eine Heuschrecke wiegt nicht viel, nicht wahr? Die wird einfach weggeweht, nicht wahr? Und hat Gott Kontrolle über den Wind? Selbstverständlich haben Menschen Kontrolle über den Wind. Es ist eine Lösung, die Menschen nicht handeln können, aber die für Gott kein Problem ist.

[24:24] Und Gott sagt: Weißt du was, es dauert mich ein Fingerschnips. Der Wind kommt von Norden oder Osten oder Süden, wo auch immer, und dann nehme ich die ganzen Heuschrecken, und zwar alle auf einmal, die ganzen Schwärme mit dem Wind und die eine Hälfte in das Meer und die andere Hälfte in das Meer und dann liegen die da alle tot im Meer. Wie heutzutage das Plastik im Pazifik, nicht wahr? So eine Riesenansammlung von Heuschrecken, nur mit dem Vorteil, dass die Heuschrecken biologisch abbaubar sind.

[24:50] Eine einfache Lösung für ein scheinbar unlösbares Problem. Und das Bild soll uns suggerieren, es gibt Dinge, die sind absolut unlösbar für Menschen, denen sind wir hilflos ausgeliefert. Aber wenn wir beten, wenn wir zusammenkommen als Gemeinde und zusammen beten, hat Gott eine einfache Lösung und es dauert nicht mal lange. Es dauert nicht mal lange, diese Heuschrecken zu vernichten.

[25:16] Übrigens hatte Gott genau dasselbe schon getan in Ägypten. Da wendete der Herr den Wind um, dass er sehr stark aus dem Westen wehte und die Heuschrecken aufhob und sie ins Schilfmeer warf. Genauso hatte er die achte Plage beendet. Und in die beiden Meere werden die Heuschrecken jetzt hinabgeworfen. Das eine ist das östliche Meer, das ist das Tote Meer, und das westliche ist das Mittelmeer. Also hier ist Jerusalem, hier ist der Tempelberg, hier ist Zion, hier sind die Heuschrecken überall. Wir haben das alles vernichtet und jetzt sagt Gott: Kein Problem, ich sende einen Wind und die eine Hälfte hier rein, die andere Hälfte da rein, Land ist befreit.

[25:58] Gott hat tausend Wege, von denen wir nichts wissen. Und die Menschen hätten sich tot studieren können, vor dem Gebet überlegen können, wie müssen wir die Wurfgeschosse anders machen, dass wir die Heuschrecken vernichten. Welche Strategie können wir entwickeln? Sie hätten alles investieren können und hätten doch nichts gewonnen. Aber ein Gebet verändert alles.

[26:24] Hast du Gott gebeten für dein Problem, hast du dein Herz zerrissen in deinem Problem, dann wird Gott sofort helfen, auf eine Art und Weise, mit der du nicht gerechnet hast.

[26:41] Interessant übrigens, das ist nur eine kleine Fußnote, für alle, die sich für Prophetie interessieren, die Heuschrecken werden hier bezeichnet als den von Norden kommenden, der Feind, der aus Norden kommt. Und da heißt es hier: Denn er hat Großes getan in Joel 2,20, oder? Das klingt ganz interessant, so ähnlich wie das kleine Horn, das tat auch außerordentlich groß, oder? Wer ist das kleine Horn? In Daniel 8? Kleines Horn, kleines Horn? Papsttum, genau. Gibt es auch Stellen der Bibel, die das Papsttum als von Norden her kommend bezeichnen? König des Nordens, in Daniel 11. Und das Papsttum wird ohne Zutun von Menschenhand vernichtet, so die Heuschrecken, die ohne Zutun von Menschenhand vernichtet werden durch den Wind. Ganz interessante Parallelen kann jemand weiter studieren, wer möchte.

[27:39] Gehen wir weiter in Joel 2,21. Gott löst das Problem, er schafft die Heuschrecken aus dem Weg, aber nicht nur das, er nimmt nicht nur den Fresser weg, er nimmt nicht nur den Angreifer weg, sondern er tut viel mehr.

[27:55] Joel 2,21 und 22. Fürchte dich nicht, o Land, sondern frohlocke und freue dich, denn der Herr hat Großes getan. Fürchtet euch nicht, ihr Tiere des Feldes, denn die Auen der Steppe sollen grünen und die Bäume sollen ihre Früchte tragen, der Weinstock und der Feigenbaum, so viel sie nur können.

[28:20] Wow, fürchte dich nicht. Kommt der Satz öfter in der Bibel vor, fürchte dich nicht? Oh, ganz oft, nicht wahr?

[28:39] Was sagt er?

[28:46] Meinst du Lukas I? Ja, genau, Lukas I, genau.

[28:50] Fürchte dich nicht, ganz genau, sehr gut. Schau mal mit mir hier ein paar Verse an. Abraham zum Beispiel. Nach diesen Begebenheiten geschah es, dass das Wort des Herrn an Abraham in der Offenbarung erging: Fürchte dich nicht, Abraham. Ich bin dein Schild und dein sehr großer Lohn. Oder hier Jesaja 41, Vers 10: Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir. Sei nicht ängstlich, denn ich bin dein Gott. Ich stärke dich, ich helfe dir auch. Ja, ich erhalte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit.

[29:22] Immer wieder finden wir diesen Ausdruck bei Gott hier: Fürchte dich nicht. In jenen Tagen wird man zu Jerusalem sagen lassen: Fürchte dich nicht. Zion, lass deine Hände nicht sinken. Der Herr, dein Gott, ist in deiner Mitte. Ein Held, der rettet. Oder auch weiter unten: So habe ich mich jetzt in diesen Tagen vorgenommen, Jerusalem und im Haus Juda Gutes zu tun. Fürchtet euch nicht.

[29:51] Mehrmals sagt Gott hier in Joel, immer wieder in der Bibel: Fürchte dich nicht, fürchte dich nicht. Bevor sie gebetet haben, ist die Botschaft: Blast in das Schofar-Horn, damit die Bevölkerung sich zittert, damit die Bevölkerung des Landes erzittert. Nachdem sie gebetet haben, nachdem sie ihre Herzen ausgeschüttet haben, nachdem sie zu Gott gekommen sind, sagt Gott: Fürchte dich nicht.

[30:17] Möchtest du ein Leben ohne Furcht führen? Komm zu Gott, so wie du bist. Zerreiß deine Herzen und bete zu ihm.

[30:27] Interessant ist, dass Gott hier nicht nur zu den Menschen spricht, sondern auch zu dem Land. Er sagt hier in Vers 21: Fürchte dich nicht, o Land. Und da gibt es viele Bibelfersen, die das ähnlich ausdrücken. Zum Beispiel Psalm 96: Himmel, Erde, Meer, Feld und Wälder sollen sich freuen. Flüsse und Berge sollen jubeln. Wüste, Einöde sollen sich freuen. Die Steppe soll blühen. Himmel, Erde, Berge, Wälder sollen frohlocken. Berge und Hügel jubeln. Die Bäume sollen in die Hände klatschen.

[30:56] Jetzt ist das offensichtlich poetisch, oder? Ein Bild dafür, dass wenn Gott rettet, dann verändert er alles. Ein völlig neues Bild. Die ganze Natur freut sich angesichts Gottes Gnade und Barmherzigkeit.

[31:18] Und wie wir gelesen haben in Vers 21: Denn der Herr hat Großes getan. Schaut mal, wie interessant das ist. Von den Heuschrecken heißt, oder von diesem Angreifer, heißt es, er hat Großes getan, nicht wahr? Und wo liegt der jetzt? Wo liegt der Heuschreckenangreifer jetzt? Als stinkende Lache irgendwo im Mittelmeer. Oder im Toten Meer, nicht wahr? Er hat Großes getan, und jetzt liegen diese Heuschrecken, alle stinken da, verfault in dem Meer. Aber Gott hat Großes getan.

[31:50] Die einen haben Großes getan, haben sich erhoben und haben gedacht, dass sie sich selbst erhöht haben, aber Gott hat Großes getan.

[32:03] Lieber Bruder, liebe Schwester, was hat Gott Großes getan in deinem Leben? Kannst auch du sagen: Gott hat Großes getan in meinem Leben?

[32:18] Wenn ihr an die Bibel denkt, welche großen Taten Gottes fallen euch ein? Jetzt sind ja so große Taten gesagt, da kann man wirklich sagen, Gott hat Großes getan. Befreiung aus Ägypten, der Exodus, Gott befreit das Volk, nicht wahr? Vernichte den Pharao und seine Armee, durchdrücke das Rote Meer, Befreiung aus Ägypten, okay.

[32:38] Was würdet ihr noch als die großen Taten Gottes bezeichnen? Der Fall von Jericho, sehr gut, da war die eines Geistes. Als Jericho durch den Klang der Schofar-Hörner zusammenbricht. Okay, was noch? Was gibt es noch für große Taten Gottes? Die Auferstehung in Jesu, ja. Die Rechnung gegen den Feuerofen. Die Kreuzigung. Das Ende der Löwengrube. Ja, die Begegnung mit Gott auf dem Sinai, genau. Die Schöpfung, wenn man die Bibel liest, es wimmelt vor großen Taten Gottes, oder?

[33:31] Ich meine, ich habe sie gar nicht alle aufgezählt, ich habe nur ein paar. Die Befreiung des Ozeans, die Befreiung der Tischen, die Befreiung der Auferstehung, die Sintflut, die Befreiung Israels, Gottes Stimme am Sinai, solche Dinge wie Gewitter in der Trockenzeit, Feuer vom Himmel usw. Die ganze Bibel ist voll von unfassbar großen Dingen, die Gott getan hat, oder?

[33:54] Es ist eigentlich merkwürdig, dass trotzdem wir oft zu kleinen Glauben haben. Es ist ja nicht so, dass man lange forschen muss, um irgendwann mal was zu finden, wo Gott was getan hat, bzw. was Großes getan hat. Die Bibel quillt über vor außergewöhnlichen, großen Taten, die er für Alte und Junge, Männer und Frauen, Neubekehrte und Älteste gemacht hat, oder? Für Einzelne und ganze Völker. Für jeden Fall ist was dabei.

[34:25] Und was Joel uns hiermit sagen möchte, ist: Kommt zu Gott, das ist nicht nur eine Bitte, sondern das ist eine Chance. Denn wenn ihr zu Gott kommt, wenn die Gemeinde zusammenkommt und betet, kann Gott Großes tun. Glauben wir das? Glaubst du das? Dass Gott Großes tun kann? Gewaltiges?

[34:47] Jeremia 33, Vers 3: Rufe mich an, so will ich dir antworten und dir große und unbegreifliche Dinge verkünden, die du nicht weißt. Gott hat tausend Wege, von denen wir nichts wissen.

[35:02] Was ist die Bedingung? Was ist der Weg dahin? Was ist die Tür, die aus 36 Versen Düsterkeit und Heuschreckenplage zu 36 Versen Große Taten Gottes führt? Was ist die Tür? Das Gebet. Rufe mich an.

[35:20] 36 Verse lang beschreibt Joel und er nimmt die finstersten und tiefschwarzsten Farben, die er finden kann, den Tag des Herrn. Aber Joel 2, Vers 17, das Gebet, ist die Tür zu dem, was Gott sagt und tut.

[35:39] Das Besondere ist, wenn man in der ersten Welt von Joel ist, in der Welt vor Joel 2, Vers 17, ahnt man nicht, was Gott tun kann, oder? In Joel vor 2, Vers 17 steht nicht: Ich werde den Wind senden, ich werde das tun, ich werde jenes tun. Da sagt Gott nur: Kommt und betet. Erst nachdem man gebetet hat, erlebt man plötzlich, was er alles kann. Und deswegen wäre es töricht, bevor ich gebetet habe, schon zu entscheiden, ob es funktioniert oder nicht. Es wäre töricht, vor dem gemeinsamen Gebet schon bestimmen zu wollen, was er kann und was er nicht kann.

[36:24] Große und unbegreifliche Dinge, die du nicht weißt. Das Gebet ist der Schlüssel. Und es ist eine sehr einfache Botschaft. Das Buch Joel ist zwar ein bisschen, ja, vielleicht interessant geschrieben und nicht immer so einfach zu verstehen auf den ersten Blick, aber die Grundbotschaft ist ganz simpel. Wenn wir beten, wenn wir gemeinsam beten, ändert sich alles.

[36:51] Nicht nur das Land als solches, sondern auch die Tiere des Feldes. Wir hatten gesehen, die Ernte war zerstört, die Tiere hatten gelitten. Könnt ihr euch daran erinnern? Hier in Joel 1, wie seufzt das Vieh? Wie sind die Rinderherden verstört? Oder die Tiere des Feldes lechzen nach dir. Die Sünde des Volkes hatte auch die Tiere mit Leidenschaft gezogen, oder? Wir hatten gelernt, wenn wir in unserem Leben die Ernte nicht zur Reife bringen, wenn wir die Heuschrecken erlauben, dann leiden auch unschuldige andere.

[37:24] Und jetzt wird das umgekehrt. In Joel haben wir gelesen: Ihr fürchtet euch nicht, ihr Tiere des Feldes. Die Bibel sagt uns: Du, o Herr, rettest Menschen und Tiere. Für alle, die sich gefragt haben, ob Gott ein Herz für Tiere hat. Gott liebt die Tiere. Und ich sollte kein Mitleid haben mit der großen Stadt. Und dann zählte die auf, die 120.000 Menschen in Ninive und das ganze Vieh. Ist dir das bewusst, dass wenn Gott auf Ninive geschaut hat, er nicht nur Mitleid hatte mit den 120.000 Menschen, sondern sogar mit den Ochsen und mit den Schafen, sogar mit den Hunden von Ninive?

[38:13] Wenn Gott Mitleid hat mit den Tieren, woher kommt die Idee, er könnte vielleicht kein Mitleid haben mit mir? Wohl nicht aus dem Wort Gottes. Woher kommt dann diese Idee, vielleicht hat er kein Mitleid mit mir, vielleicht will er mir nicht vergeben? Das ist eine Folge der Sünde, eine Einflüsterung Satans, die genauso wenig wahr ist wie seine Verlockung zur Sünde. Der Satan lügt uns an, wenn wir sündigen wollen. Er sagt, es wird nichts passieren. Und wenn wir gesündigt haben, lügt er uns wieder an und sagt, jetzt ist es zu spät. Alles verbunden mit der Sünde ist eine Lüge. Die Attraktion zu der Sünde ist eine Lüge. Und dann die Gefühle, wenn man in der Sünde lebt, sind auch eine Lüge. Gott hat Erbarmen.

[39:12] Und Gott sendet eine neue Ernte. In 3. Mose 26 lesen wir: So will ich, wenn ihr nun meinen Satzungen wandelt und meine Gebote befolgt und sie tut, so will ich euch Regen geben zu seiner Zeit, und das Land soll seinen Ertrag geben, und die Bäume auf dem Feld sollen ihre Früchte bringen. Wir hatten gesehen, die Heuschreckenplage war ein Fluch, und Fluch ist die Folge von Ungehorsam. 3. Mose 26 ist das Kapitel über Segen und Fluch. Und hier finden wir, dass der Segen eine Folge ist des Gehorsams, eine Folge des Sich-zu-Gott-Wenden. Und wenn dort Segen ist, gibt es wieder Ernte.

[39:54] Mit anderen Worten, das Buch Joel hat zwei Hälften. 36 Verse Fluch. Und 36 Verse Segen. Und einen Vers dazwischen. Eine Tür, die vom Fluch in den Segen führt. Und dieser Vers ist, das wir nicht vergessen, Joel 2, Vers 17, als das Volk zusammenkommt und tatsächlich betet. Das Gebet des zusammengekommenen Volkes ist die Tür vom Fluch in den Segen.

[40:24] Die Früchte. Ihr aber, ihr Berge Israels, lasst eure Zweige sprossen und tragt eure Frucht für mein Volk Israel, denn sie sollen ja heimkehren. Oder hier: Dann wird man sagen: Dieses verwüstete Land ist wie der Garten Eden geworden. Erinnert ihr euch an die Heuschrecken? Vor ihnen war der Garten Eden, hinter ihnen war die Wüste.

[40:51] Wenn Gott segnet, dann ist es egal, ob dein Leben eine Wüste ist, trocken, zerrissen, ohne Schönheit, ohne Pflanzen, ohne Ernte. Wenn da nichts ist, wenn Gott segnet, dann wird es wie der Garten Eden.

[41:07] Dazu gibt es eine der schönsten Verheißungen, der schönsten Prophezeiungen, eine meiner absoluten Lieblingsabschnitte der Bibel. Hosea 14, das lesen wir mal gemeinsam. Kennt ihr Hosea 14? Hat jemand von euch Hosea 14 gelesen? Unglaublich schön. Schaut mal Hosea 14 an.

[41:29] Mit anderen Worten, hier geht es um Buße, um Umkehr. Das Volk soll umkehren, weil sie was getan haben? Sie haben gesündigt. Wenn wir erkennen, wir haben gesündigt, sollen wir umkehren. Wir sollen anders denken, wir sollen politischer sein. Wir sollen politischer sein.

[42:00] Wenn wir erkennen, wir haben gesündigt, sollen wir umkehren. Wir sollen Herzen zerreißen, nicht unsere Gewänder. Sie sollen nicht Opfer der Schlacht bringen, sie sollen ein Lippenopfer bringen. Sie sollen das Werk unserer Hände nicht unsere Götter nennen. Denn bei dir findet der Verwaiste was? Barmherzigkeit.

[42:27] Und dann kommt die Antwort Gottes. Schaut mal hier. Ich will ihre Abtrünnigkeit heilen. Gerne will ich sie lieben. Denn mein Zorn hat sich von ihnen abgewandt. Ich will für Israel sein wie der Tau. Es soll blühen wie eine Lilie und Wurzeln schlagen wie der Libanon.

[42:56] Blüht dein Leben wie eine Lilie? Schön anzusehen. Sind deine geistlichen Wurzeln so stark wie eine Zeder vom Libanon? Das ist, was Gott verspricht, wenn wir zu ihm kommen und unsere Schuld bekennen. Dein Leben wird so schön sein wie eine Lilie. Und so fest gegründet wie eine Zeder. Das ist, was er verspricht. Und vielleicht liegt es daran, dass wir unsere Schuld ihm nicht wirklich bekannt haben.

[43:39] Und dann geht es weiter. Die, die unter seinem Schatten wohnen, sollen wiederum Getreide hervorbringen. Und blühen wie der Weinstock. Und so berühmt werden wie der Wein vom Libanon. Was soll ich künftig noch mit den Götzen zu schaffen haben? Wie sich das Herz verändert plötzlich. Die Israeliten werden dann nicht mehr sagen, dass sie nicht mehr Götzen anbeten. Wie schade. Sie werden sagen: Was soll ich noch mit meinen Götzen?

[44:14] Nimm mal deinen persönlichen Götzen, den du in deinem Leben schon so gehabt hast. Und sag ja nicht, du hast keinen gehabt. Natürlich keine Wahlstatue. Aber was immer es war, nicht wahr? Die Dinge, mit denen wir kämpfen, mit denen wir kämpfen, kann uns so verändern, dass wir sagen werden: Was soll ich noch mit diesen Götzen? Was soll ich damit? So wie Josef gesagt hat: Wie könnte ich sündigen?

[44:59] Und Gott antwortet: Es soll sich zeigen, dass deine Frucht von mir kommt. Gott verspricht, wenn wir zusammenkommen und beten, wird es sichtbar sein, dass er in unserem Leben wirkt. Die Frucht wird sich zeigen. Und es wird nicht länger so sein, dass unser Leben ein braches Ackerfeld ist.

[45:26] Und dann stellt er eine Frage, der Prophet. Wer ist so klug? Wer ist so weise, dass er das einsehe und so klug, dass er das verstehe? Der Prophet spricht ja nicht zu Heiden, oder? Er spricht zum Volk Gottes. Möchtest du so schön aussehen wie eine Lilie und so fest gegründet sein geistlich wie eine Zeder vom Libanon? Ich kann nicht sagen, ich möchte das. Immer wenn ich diesen Vers lese, immer wenn ich diesen Abschnitt lese, dann sage ich zu Gott: Herr, mach das in meinem Leben. Mach das in meinem Leben. Ich wünsche mir, dass Gottes Frucht in meinem Leben sichtbar wird.

[46:24] Wir haben gesehen, Gottes Segen ist für das Land in Vers 21. Gottes Segen ist für die Tiere und Pflanzen in Vers 22. Ratet mal, was in Vers 23 kommen wird. Erst das Land, dann die Tiere und Pflanzen, dann die Menschen, ganz genau. Der Joel macht das ganz mit System, ganz systematisch.

[46:45] Schaut mal in Vers 23. Die Kinder Zions. Und ihr Kinder Zions. Verlockt und freut euch über den Herrn, euren Gott. Denn er gibt euch den Frühregen im rechten Maß. Und er lässt euch am ersten Tag Regengüsse herabkommen. Frühregen und Spätregen. Die Kinder Zions. Das sind die Israeliten. Das ist das Volk Gottes. Und wir wissen, wir alle sind Israeliten. Das Volk Gottes ist frei. Das Opel Jerusalem ist frei. Und dieses ist die Mutter von uns allen. Freut euch.

[47:27] Psalm 28, Vers 7: Der Herr ist meine Stärke und mein Schild. Auf ihn hat mein Herz vertraut und mir wurde geholfen. Darum verlockt mein Herz, und ich will ihm danken mit meinem Lied. Er hat mir Kleider des Heils angezogen, mit dem Mantel der Gerechtigkeit.

[47:48] Wenn ein Mensch wirkliche Bekehrung erlebt. Wenn er von seinen Sünden befreit ist. Dann wird er fröhlich sein. Das Kuriose ist, wir reden so viel von der Erlösung. Aber wir sind so selten richtig fröhlich. Oder? Wir sind so selten richtig fröhlich. Aber der Punkt ist, ein Mensch, der wirklich seine Sünden bei Gott vergeben bekommen hat, wird eine Freude haben, die allen Verstand übersteigt. Das sieht man nicht vor dem Gebet. Das sieht man erst nach dem Gebet.

[48:33] Ich freue mich sehr an dem Herrn. Er hat mir das Wort Frühregen gesagt. Das ist ein Wort für Regen. Der Frühregen kann auch anders übersetzt werden. Das Wort für Frühregen. Wozu braucht man den Regen? Einfache Frage in der Landwirtschaft. Zum Wachstum. Aber der Regen kann auch anders übersetzt werden. Als ein Lehrer. Das ist ein Wort, das auch als Regen-Bogenschütze und Lehrer genannt wird. Das Wort kann auch Lehrer oder Bogenschütze genannt werden.

[49:18] Es ist interessant, weil biblische Lehre oft als Regen dargestellt wird. Schaut mal mit mir. Was macht der Regen, wenn er kommt und trifft? Er lässt etwas wachsen. So soll das Wort Gottes sein. Wenn wir unsere Sünden bekannt haben, ist das Wort Gottes wie ein Regen, der uns wachsen lässt. Bevor wir unsere Sünden bekannt haben, ist das Wort Gottes ein lautes Schofar-Horn, das uns Schrecken einjagt. Das muss es auch, damit wir unsere Sünden erkennen. Aber wenn wir unsere Sünden bekannt haben, trifft sein Wort wie Regen.

[50:18] Nicht nur das Wort ist wie Regen, sogar der Messias selbst wird bezeichnet. Es ist wie eine Aue, wie Regenschauer, die das Land bewässern. Es ist fruchtbar, saftig und grün. Das Bild von dem Messias kommt. Wenn der Messias in dein Leben kommt, nicht nur auf dem Papier, sondern in deinem Herzen, wird er in deinen Augen blühen. In seinen Tagen wird er gerechte blühen. Und voll von Frieden wird es sein, bis der Mond nicht mehr ist.

[51:03] Darum wartet der Herr, damit er euch begnadigen kann. Und darum ist er hoch erhoben, damit er sich über euch erbarmen kann. Denn der Herr ist ein Gott des Rechts, der euch alles erweist. Wenn du um Hilfe rufst, sobald er es hört, antwortet er dir.

[51:27] Der Herr hat euch Brot und Wasser gegeben, aber dein Lehrer wird dich nicht länger verborgen halten. Deine Augen werden deinen Lehrer sehen. Deine Ohren werden das Wort hören, das hinter dir Herr so spricht, dass du dir in deinem Leben das Wort von Gott sagen kannst. Gott verspricht uns, ein Lehrer zu sein. Wenn wir uns fragen, soll ich rechts abbiegen oder links? Wo soll es lang gehen? Dann möchte Gott uns die Stimme sagen: Das ist der Weg, den es geht. Er sehnt sich nach Gläubigen, die sich führen lassen. Denen er sagen kann: Das ist der Weg, den es geht.

[52:24] Und er heißt es weiter: Und ihr werdet den Überzug eurer silbernen Götzen und die goldene Bekleidung eurer gegossenen Bilder entweihen. Du wirst sie wegwerfen, und zu ihnen sagen: Hinaus! Denn der Lehrer, der dich in deinem Leben als Lehrer erlebt, kann nicht gleichzeitig an seinen Götzen festhalten. Er wird seine Götzen hinausschmeißen. Was immer das ist. Sind da noch Götzen in deinem Haus? Götzen in deinem Hirn? In deinem Herzen?

[53:06] Und dann heißt es hier: Dein Vieh wird zu jener Zeit auf weiter Aue weiden. Gott schenkt eine reiche Ernte durch seinen Regen. Und zwar in rechtem Maß. Oder wie man auch übersetzen könnte: nach der Gerechtigkeit. In anderen Worten, Gott sendet einen Regen, der Gerechtigkeit bringt. Er sendet einen Regen, der uns gerecht machen möchte.

[53:36] Jetzt habe ich eine Frage an euch. Kennt ihr eine Bibelstelle, wo irgendetwas wie ein Regen vom Himmel herabkam, und gleichzeitig wurde das Wort Gottes gelehrt? Und man könnte auch davon sprechen, dass jemand wie ein Bogenschütze geschossen hat. Wir haben ja gesagt, diese Idee ist gleichzeitig ein Regen und ein Lehrer und ein Bogenschütze. Regen, Lehrer und Bogenschütze. Gibt es irgendeine Geschichte, wo die drei Elemente gleichzeitig sichtbar werden? In der Bibel.

[54:15] Zu Pfingsten heißt es nämlich: Als sie aber das hörten, was haben sie gehört? Das Wort Gottes. Die Lehre. Aber die Lehre kam nicht trocken rüber. Es wurde lebendig erzählt. Es hat Wachstum bewirkt. Es hat die Menschen aufgerüttelt. Es kam vom Himmel, wie ein Regen. Der Geist Gottes kam herab. Als der Geist Gottes im Frühregen herabkam, wurde das Wort Gottes gelehrt.

[54:55] Als sie aber das hörten, drang es ihnen durchs Herz. Worauf zielt ein Bogenschütze, wenn er schießt? Wenn ein Bogenschütze im Krieg... Worauf zielt er? Zielt er auf die Knie? Nee, aufs Herz. Das Wort Gottes, das wie ein Regen herabkam, das gelehrt wurde, drang ihnen wie ins Herz. Der Heilige Geist ist nicht nur ein Regen, der den trockenen Boden benetzt. Der Heilige Geist ist nicht nur ein Lehrer, der uns sagt, wie links ab oder rechts ab. Der Heilige Geist ist ein Bogenschütze, der es auf unser Herz abgesehen hat. Der mit einer unfassbaren Genauigkeit unser Herz abschießt. Sie waren getroffen im Herzen. Wenn sie vorher gedacht haben, der und jener sind schuld, als der Heilige Geist kam, wussten sie, wo es in ihrem Leben verkehrt lief.

[56:02] Das bewirkt gemeinsames Gebet. Wenn die Gemeinde zusammenkommt, wenn sie betet, kann der Geist so wirken. Er kann neue Frucht bringen. Er kann uns belehren. Er kann uns im Herzen treffen, wie ein Bogenschütze.

[56:23] Frühregen und Spätregen. Damals gab es den Frühregen und den Spätregen. Man hat ausgesät. Der Frühregen war dazu da, dass die Pflanzen aufgegangen sind. Dann hat man die Pflanzen kultiviert. Dann hat man die Pflanzen gesät. Dann hat man die Pflanzen kultiviert. Dann kam der Spätregen. Welche Aufgabe hatte der Spätregen? Der sollte die Frucht zum Reifen bringen. Dann kam die Ernte. Der Joel bringt diese beiden Ideen hinein. Den Frühregen und den Spätregen. Die kommen aus 5. Mose. Er sagt, dass er den Herrn liebt. Er dient ihm mit seinem Herzen. Er will den Regen zu seiner Zeit geben. Frühregen und Spätregen. Frühregen und Spätregen sind dazu da, dass wir ernten können.

[57:26] Was wollen wir ernten? Das sagt Ellen White dazu. Unter dem Bild des Früh- und Spätregens, sagten die hebräischen Propheten, die Verleihung geistlicher Gnade an die Gemeinde Gottes voraus. Die Ausgießung des Geistes in den Tagen der Apostel war der Beginn des Frühregens. Bis zum Ende der Zeit wird der Geist bei der wahren Gemeinde verbleiben. Gegen Ende der Ernte der Erde ist eine besondere Verleihung geistlicher Gnade versprochen, um die Erde für das Kommen des Menschensohnes vorzubereiten. Diese Ausgießung des Heiligen Geistes wird verglichen mit dem Fallen des Spätregens. Für diese zusätzliche Kraft sollen Christen ihre Bitten zum Herrn der Ernte in der Zeit des Spätregens senden.

[58:20] Ellen White sagt, am Ende der Zeit brauchen wir zusätzliche Kraft. Der Geist ist seit Pfingsten da. Wir brauchen eine zusätzliche Kraft. Und für die sollen wir bitten, so wie Zacharias sagt, er bittet vom Herrn Regen zur Zeit des Spätregens. Glaubt ihr, wir leben in der Zeit des Spätregens? Unbedingt.

[58:47] Wir zitieren oft Spätregen und Frühregen, aber haben oft nicht die Idee, wo das herkommt. Aus dem Buch Joel, wir brauchen diesen Regen. Wenn die Glieder des Leibes Christi, sich der Zeit ihres letzten Konfliktes, der Zeit der Angst in Jakob, nähern, werden sie in Christus hineinwachsen und reichlich an seinem Geist Anteil haben. Wenn die dritte Botschaft zu einem Lautenruf anstellt und wenn große Macht und Herrlichkeit das abschließende Werk begleitet, dann wird es ein Spätregen, der sie wiederbelebt und stärkt. Um durch die Zeit der Trübsal zu gehen, ihre Angesichter werden mit der Herrlichkeit des Lichts leuchten, das den dritten Engel begleitet.

[59:35] Aber dann sagt sie, es gab einige Menschen, und vielleicht gibt es immer noch, die sagen: Na ja, dann hoffen wir mal, dass bald der Spätregen fällt. Dann warten wir mal, dass der Spätregen uns fertig macht. Und dann sagt sie, es gab viele, die so notwendige Vorbereitung vernachlässigten und auf die Zeit der Erquickung und des Spätregens warteten, die sie befähigen sollte, am Tag des Herrn zu stehen und vor seinem Angesicht zu leben. Und jetzt Achtung. Oh, wie viele sah ich in der Zeit der Trübsal ohne Schutz. Menschen, die auf den Spätregen gewartet haben, sie hatten die notwendige Vorbereitung vernachlässigt. Deswegen konnten sie die Erquickung nicht erhalten, die alle haben müssen, um befähigt zu werden, vor dem Angesicht eines heiligen Gottes zu leben. Es wird Menschen geben in der Gemeinde, die werden ihr Leben lang auf den Spätregen warten und werden am Ende verloren gehen.

[1:00:40] Und mit Joel verstehen wir jetzt auch, warum. Wir wissen, dass die Menschen, die auf den Spätregen warten, sie haben die Vorbereitung nicht erhalten. Und mit Joel verstehen wir jetzt auch, warum. Wann sendet Gott seinen Spätregen? Der Spätregen ist welcher Vers? Welcher Vers in Joel? Welcher Vers? Vers 23 in Joel 2. Ist das vor oder nach 2 Vers 17? Wenn die Gemeinde zusammengekommen ist zum gemeinsamen Sündenbekenntnis. Das ist der Punkt. Und wenn das nicht geschieht, kann man auf den Spätregen warten und warten. Zur Welt des Spätregens kommt man nur durch die Tür von Joel 2. Das gemeinsame Gebet. Das Gebet vor Gott. Das Gebet um Sündenvergebung.

[1:01:43] Es gibt übrigens eine Wolke des Spätregens. Wusstet ihr, dass der Spätregen eine Wolke hat? Wenn das Angesicht des Königs leuchtet, bedeutet es Leben. Und seine Gunst ist wie eine Wolke des Spätregens. Wenn unser König Jesus voller Freude auf uns blicken kann, dann ist der Spätregen nicht mehr weit.

[1:02:07] Ich war mal vor ein paar Jahren in Kalifornien. Wisst ihr, wie man Kalifornien nennt? Wie nennt man Kalifornien? Sunshine State. Da scheint die Sonne. Und die 7 Tage, wo wir da waren, haben wir, wenn ich mich recht entsinne, keine einzige Wolke gesehen. 7 Tage lang blauer Himmel. Ich bin kein Prophet, aber ich konnte am Morgen aufstehen und sagen: Heute wird es nicht regnen. Warum? Ohne Wolke, kein Regen. Der Spätregen fällt erst, wenn die Spätregenwolke da ist. Macht das Sinn? Erst eine Spätregenwolke kann den Spätregen abregen. Wenn da keine Spätregenwolke ist, gibt es keinen Spätregen.

[1:03:05] Was ist die Spätregenwolke? Dass der König, dessen Angesicht leuchtet. Wessen Königs Angesicht leuchtet wohl? Jesu Angesicht, oder? Wenn Jesus mit Gunst, ein anderes Wort für Gunst. Was heißt Gunst? Wenn Jesus mit Gunst auf uns blickt. Was ist der Sinn des Laodizeers? Mit dem, mit dem Jesus auf den Laodizeer blicken muss, ist der Himmel blau. Nicht im Sinne von schön, sondern im Sinne von keine Wolke.

[1:03:44] Das ist der Ruf von Joel. Damit die Ernte eingefahren werden kann, brauchen wir die Gunst Jesu. Das Hindernis zur Gunst Jesu, das ist die Sünde, die uns von ihm trennt. Wir müssen unsere Sünden ihm bekennen. Es reicht nicht, in den Gottesdienst zu kommen. Es reicht nicht, die Lieder mit zu singen. Es reicht nicht, sich festlich anzuziehen. Wir müssen unsere Fehler bekennen. Wir müssen umkehren, anders denken, aufhören, uns Gott anzuvertrauen. Dann kann er den Spätregen senden.

[1:04:23] Du hattest die Stirn eines Hurenweibes und wolltest dich nicht schämen. Vielleicht habt ihr es vergessen. Was ist der Unterschied zwischen einer Hure und einer Ehebrecherin? Was ist der Unterschied zwischen einer Hure und einer Ehebrecherin? Beide tun dieselbe Sünde, oder? Aber die Ehebrecherin schämt sich, wenn sie zu Jesus gebracht wird. Jemand, der die Ehe bricht, schämt sich, wenn es aufgedeckt wird. Aber was ist der Unterschied zu einer Hure? Die schämt sich nicht. Für sie ist es normal, sie rationalisiert. Sie sagt, ich brauche das Geld.

[1:05:11] Wenn wir unsere Sünde, unser Fehlverhalten, unsere schlechten Angewohnheiten rationalisieren und sagen, das passt schon so und uns daran gewöhnen, damit leben, kann der Spätregen in unserem Leben nicht fallen. Und er wird nicht fallen.

[1:05:32] Das ist die Botschaft von Jeremia. Worum geht es beim Spätregen? Im Osten fällt der Frühling zur Zeit der Aussaat. Er ist notwendig, damit der Samen aufgehen kann. Unter dem Einfluss der fruchtbaren Regenschauer wächst das Pflänzchen heran. Der Spätregen, der gegen Ende der Erntesaison fällt, lässt das Korn reifen und bereitet es für die Sichel vor. Der Herr verwendet dieses Naturphänomen, um das Werk des Heiligen Geistes zu illustrieren. So wie der Tau und der Regen zuerst gegeben werden, um den Samen aufgehen zu lassen und das Werk des Heiligen Geistes zu illustrieren. Das Reifen des Korns repräsentiert die Vollendung des Werkes der Gnade Gottes in der Seele. Durch die Kraft des Heiligen Geistes muss das moralische Bild Gottes vervollkommnet werden. Wir müssen völlig in das Ebenbild Christi verwandelt werden. Der Spätregen bringt die Frucht zur Vollendung. Die Vollendung der Frucht bedeutet ein vollendeter Charakter. Ein Charakter, der fertig ist für die Ernte, fertig ist für die Wiederkunft. Dazu braucht es den Spätregen.

[1:06:47] Und in der Zeit des Endes ruft Gott durch dieses Schofar-Horn, durch Joel, das Volk auf und sagt: Wenn ihr geerntet werden wollt, wenn ihr eine reife Frucht haben wollt, müsst ihr zusammenkommen. Ihr müsst eure Sünden bekennen. Ihr müsst eure Herzen zerreißen, damit der Spätregen fallen kann. Und nur dann kann eine Ernte eingefahren werden.

[1:07:17] Und glaubt ja nicht, dass der Spätregen auf alle gleichzeitig fällt. Ohne Unterschied. Gott sagt, ich kann es auf eine Stadt regnen lassen, auf die anderen nicht. Das andere vielleicht den Spätregen erleben werden, ist kein Beweis, dass du ihn auch erleben wirst, nur weil du im selben Gebäude sitzt.

[1:07:41] Die nächsten Folien überspringen wir der Zeit. Könnt ihr selbst zu Hause lesen. Großer Kampf, Seite 611 bis 613. Ganz interessant, aber haben wir die Zeit jetzt leider nicht.

[1:07:53] Erinnert euch vielleicht das letzte Mal, haben wir aufgehört mit diesem Aufruf von Hosea. Er hat uns zerrissen, er will uns heilen. Im selben Abschnitt heißt es dann: Lasst uns ihn erkennen. Ja, eifrig nach der Erkenntnis des Herrn trachten. Sein Hervorgehen ist so sicher wie das Licht des Morgens. Er wird zu uns kommen wie ein Regenguss, wie ein Spätregen, der das Land benetzt. Da haben wir die gleiche Reihenfolge. Das Bekenntnis der Sünde, das Zusammenkommen, das Umkehren zu Gott, Rechtfertigung, Buße. Das ist das, was wir brauchen. Das führt dazu, dass er in unser Leben kommt, dass der Messias wie ein Regen unser Leben benetzt. Dass wir plötzlich anfangen, schön zu werden. Charakterlich schön. Dass wir blühen, starke Wurzeln bekommen. Und eine Frucht an guten Taten sich einbringen lässt.

[1:08:50] Deswegen müssen wir warten. Auf die köstliche Frucht gehen wir zu Joel 2, Vers 24. Er sagt, Gott verspricht nicht eine schmale Ernte, sondern eine reiche, eine überfließende Ernte. So sehr, dass Gott sagt: Ihr werdet von dem feuerigen Essen und das feuerige Werden wegen des Neuen wegtun müssen. Sprüche 3, Vers 10: So werden sich deine Scheune mit Überfluss füllen, deine Keltern von Most und Öl überfließen.

[1:09:20] Gott verspricht nicht eine schmale Ernte, sondern eine reiche, eine überfließende Ernte. So werden sich deine Scheune mit Überfluss füllen, deine Keltern von Most überlaufen. Geht es euch so, dass ihr das Gefühl habt, an geistliche Ernte, an guten Taten, an guten Werken, da ist ein Überfluss, das quillt überall über? Wir sind froh, wenn es schon ein paar rote Früchte gibt. Aber hier spricht es von einer überquellenden Ernte, die man kaum fassen kann. Die wird uns die Fenster des Himmels öffnen und Segen über reicher Fülle herabschütten.

[1:09:56] Wenn wir zu Gott kommen, zu seinem Heiligtum, in Maleachi geht es darum, dass man den Zehnten in sein Heiligtum bringt. Wenn wir zu Gott kommen, zu seinem Heiligtum, wenn wir unseren Part beitragen, wird Gott uns reich segnen. Das ist mehr als nur ein Neuanfang.

[1:10:14] Schaut mal in Vers 25. Das ist die schönste Verheißung des Buches. Joel sagt: Ich werde nicht nur euch vergeben. Ich werde euch nicht nur eine neue Ernte geben. Geht es euch so, dass ihr dankbar seid, dass Gott euch vergeben hat, aber euch doch ärgert über das, was ihr getan habt? Über die Zeit, die verloren gegangen ist? Über das Geld, das ihr verschwendet habt? Oder?

[1:10:53] Und Gott sagt: Ich mache nicht nur einen Neuanfang mit euch. Ich will euch so sehr wiederherstellen. Ich will euch alles zurückerstatten, was die Heuschrecken gefressen haben. Sahaja drückt das so aus: Sie sollen sein, als hätte ich sie niemals verstoßen. Ich stelle dir das mal vor. Ich stelle dir das mal vor, dass Gott nicht als eine vergebene Sünde, sondern als jemand, der vor Gott in alle Ewigkeit lebt, als hätte er nie gesündigt. Er verspricht uns, dass Gott am Ende der Zeit unser Gedächtnis reinigen wird, dass wir uns nicht erinnern können und dass wir uns immer wiederherstellen moralisch und geistlich. Wenn wir dieses Angebot annehmen.

[1:11:48] Zum Abschluss die letzten beiden Verse. Vers 26 und 27. Und ihr sollt genug zu essen haben und satt werden und den Namen des Herrn eures Gottes loben, der wunderbar an euch gehandelt hat. Und mein Volk soll nie mehr zu Schanden werden. Und ihr sollt erkennen, dass ich in Israels Mitte bin und mein Volk soll nie mehr zu Schanden werden.

[1:12:12] Wir sollen satt werden. Jesus sagt: Glücklich sind die, die nach der Gerechtigkeit hungern und dürsten, denn sie sollen satt werden. Jemand, der am Dienstagabend da war, weiß, das Wort satt wird verwendet für Mastvieh, das gemästet wird. Habt ihr mal gesehen, wie Mastvieh gemästet wird? Er hat so viel Liebe, so viel Barmherzigkeit, dass er uns förmlich damit mästen kann, wenn wir wollen. Und immer wieder hat man diese Idee: Gott hat mir wohlgetan, denn Gott hat mich begnadigt. Und ich bin mit allem versehen, sagt Jakob. Der Psalmist sagt: Ich will dem Herrn singen, weil er mir wohlgetan hat. Denn der Herr hat mir wohlgetan, in Psalm 116. Der Herr hat mir wohlgetan.

[1:13:09] Wenn wir zusammenkommen und beten, wird Gott durch seinen Geist so sehr uns verändern, dass wir das Zeugnis geben können: Der Herr ist gut. Der Herr hat allen meinen Mangel abgetan. Der Herr hat mich erfüllt. Der Herr hat mich begnadigt. Und Gott ist in Israels Mitte. Ich will in eurer Mitte wandeln und euer Gott sein. Und ihr sollt mein Volk sein.

[1:13:39] Immer wieder kommt die Idee, wie stimmt der Tempel Gottes mit Götzenbildern überein? Denn ihr seid ein Tempel des lebendigen Gottes, die Gott gesagt hat: Ich will in ihnen wohnen. Und unter ihnen wandeln und ihr Gott sein. Und sie sollen mein Volk sein. Und die teuerste Wendung in unserer Zeit, dadurch dass der Heilige Geist in unserem Leben aktiv ist.

[1:14:04] Das sind zwei Welten im Buch Joel. Und wenn wir verstehen, dass die einzige Tür in diese wunderbare Welt, in der es Frieden, Freude, Frühregen, Ernte, Überfluss, alles gibt. Sogar für das Land, für die Tiere. Sogar mehr für das Volk Gottes. Vollkommenheit des Charakters. All das in dieser zweiten Welt. Wenn wir verstehen, dass der einzige Weg in diese Welt hinein, Joel 2, Vers 17 ist. Zusammenkommen und unsere Sünden bekennen.

[1:14:43] Dann wird es geschehen. Nicht in 30 Jahren oder in 70 Jahren. Sondern die Bibel sagt, dann gerät Gott in Eifer. Dann wird der Heilige Geist in unserem Herzen sichtbar regieren. Dann können wir wissen, dass es uns nichts zu Schanden machen lässt. Denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist. Dieser Geist, der uns dann erfüllt, der lässt uns nicht zu Schanden werden. Der Geist, der uns nicht zu Schanden macht, der lässt uns nicht zu Schanden werden. Das steht zweimal in Joel 2. Mein Volk soll nicht mehr zu Schanden werden. Gott möchte uns so sehr verändern, dass wir nicht mehr bewegt werden können. Dass die Sünde irgendwann an uns abprallt. Das ist Gottes Ziel. Das ist Gottes Wunsch.

[1:15:46] Wenn wir auf ihn vertrauen, der Eckstein. Darum spricht auch in der Schrift: Siehe, ich lege in Zion einen kostbaren Eckstein. Und wer an ihn glaubt, soll nicht zu Schanden werden. Wer zu ihm kommt, wenn er sein Herz zerreißt und sagt: Ich bin hilflos, dann werden wir nie mehr zu Schanden werden. Und Gott wird bei uns wohnen.

[1:16:19] Ich höre eine laute Stimme aus dem Himmel, sagen: Siehe, Gottes Zelt ist bei den Menschen. Und er wird bei ihnen wohnen. Und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein. Ihr Gott.

[1:16:37] Das Buch Joel hat eine einfache Botschaft. Es geht darum, ob wir bereit sind, ernst zu machen damit. Zusammen zu kommen und zu beten. Es muss kein langes Gebet sein. Aber wir müssen es machen. Nicht aus Form, sondern aus innerer Überzeugung. Bist du innerlich überzeugt, dass du dein Herz zerreißen musst? Bist du innerlich überzeugt, dass es Gedanken gibt, die du zerreißen musst? Einstellungen, Ideen, Theorien, Vorstellungen. Bist du innerlich überzeugt, dass du Sündenvergebung bei Jesus brauchst? Dann lasst uns bitte, bitte, bitte gemeinsam beten. Amen.

[1:17:35] Lieber Vater im Himmel. Wir haben heute gesehen, was du alles tun kannst. Was du alles tun willst. Und was unsere Gemeinde erleben kann. Wenn wir diese eine Bedingung, diese eine Bedingung erfüllen. Unsere Herzen zerreißen vor dir. Und unsere Schuld, unsere Schwachheit, unsere Sünde eingestehen. Und unsere Hilfsbedürftigkeit vor dich bringen. Herr, du wirst sofort antworten. Du wirst nicht auf dich warten lassen. Du wirst deinen Geist ausgießen in einem unvorstellbaren Maße. Herr, hier sind wir.

[1:18:31] Wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass du uns diesen Gebetsgeist schenkst und diese Erkenntnis unserer eigenen selbst. Und ein festes Vertrauen, ein festes Glauben daran, dass du auch in unserem persönlichen Fall, auch in unserer Gemeinde, deine Verheißung wahrmachen wirst. Darauf vertrauen wir, weil wir wissen, dass du immer derselbe bist und dass man sich auf dich verlassen kann. Und dafür danken wir dir von ganzem Herzen. Amen.


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