In dieser Predigtserie über das Buch Joel taucht Christopher Kramp in das vierte Kapitel ein und beleuchtet das Thema „Ins Tal Josaphat“. Er erklärt, wie Gott das Schicksal seines Volkes wendet, die Bedeutung der Umkehr und die Ausgießung des Heiligen Geistes. Die Botschaft betont Gottes Treue, selbst wenn wir uns weit entfernt fühlen, und die Hoffnung auf Sammlung und Wiederherstellung.
Das Buch Joel: 5. Ins Tal Josaphat
Christopher Kramp · Das Buch Joel (Predigtserie) ·Themen: Altes Testament, Bibel, Bibelstudium, JoelWeitere Aufnahmen
Serie: Das Buch Joel (Predigtserie)
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Transkript
[1:04] Sabbat, ich hoffe, ihr wart auch gerne an der Frontlinie gestanden. Diese Armee, unser Leben ist nicht ohne Kämpfe, aber unser Leben kann voller Siege sein, wenn wir uns entscheiden, nicht mit Schwert und nicht mit Pfeil und Bogen und nicht mit Steinschleudern, sondern mit Gottes Lob zu kämpfen.
[1:30] Heute soll es auch ein bisschen um den Krieg gehen. Wir sind ja immer noch im Buch Joel und wir haben letzte Woche ja quasi ein bisschen kurzfristig das dritte Kapitel studiert. Wir wollen uns heute dem vierten Kapitel zuwenden, allerdings nicht das ganze Kapitel machen, das wäre zu viel. Meine, die Sonne scheint, wir wollen ja nicht ewig heute hier verbringen. Wir wollen heute die erste Hälfte von Joel 4 machen und dann irgendwann noch mal das weiter verfolgen.
[2:07] Unser Thema heute ist: Ins Tal Josaphat. Und ihr wisst schon, was jetzt kommt, oder? Bevor wir beten, machen wir eine kurze Wiederholung und dazu wieder ein kleines Quiz. Die Hälfte der Fragen kennt ihr schon, wenn ihr letzte Woche da gewesen seid.
[2:24] Das Buch ist immer dasselbe, nicht wahr? Weiß jemand von euch noch, welcher Vers bildet das Zentrum, genau das den Mittelpunkt vom Buch Joel? Joel 2, Vers 17. Nicht wahr, wir haben ausgerechnet und wir haben festgestellt, das ist nicht nur mathematisch so, sondern das ist sogar ganz real so. Der Vers ist der Dreh- und Angelpunkt, nach dem Vers verändert sich alles. Joel 2, Vers 17. Könnt ihr euch noch erinnern, was wird vor Joel 2, Vers 17 geschildert? Was wird dort beschrieben? Heuschreckenplage und Vernichtung, Leid, Klage, Hunger, Trauer. Ein deprimierendes Bild, der Tag des Herrn als eine Bedrohung.
[3:22] Und dann kommt Joel 2, Vers 17. Was wird danach geschildert? Was kommt nach Joel 2, Vers 17? Segen, eine reiche Ernte, eine Wiederherstellung dessen, was die Heuschrecken vorher zerfressen haben, die Ausgießung des Heiligen Geistes, der frühigen, der spätrigen. Gott spricht die ganze Zeit nach Joel 2, Vers 17. Wir haben gelernt, es gibt zwei Welten. Das Buch ist ganz einfach und doch so interessant. Erst ist der Fluch, alles geht schief, es ist sozusagen zum Verzweifeln. Und dann beten sie gemeinsam und zwar nicht einmal lange, sondern ganz simpel und von Herzen: "Herr, sei uns gnädig, habe Mitleid." Und Gott beginnt zu sprechen und durch das Wort Gottes, durch die Verheißung, verwandelt sich der Fluch in Segen, die Vernichtung in Ernte. Und plötzlich wird alles gut.
[4:26] Kurze Wiederholung, was wir letzte Woche gemacht haben. Was spricht Gott in Joel 3, Vers 1? Wisst ihr das noch aus dem Kopf, was dort Gott verspricht, dass wenn sie das tun, wenn sie gemeinsam zusammenkommen, um zu beten, was verspricht er ihnen? Er wird seinen Geist ausgießen auf wen? Auf ein paar Auserwählte, auf die Klügsten, die Schönsten, die Ältesten? Nein, auf alles Fleisch, die Männer und die Frauen, die Jungen und die Alten, die Freien, die Sklaven. Alle können vom Heiligen Geist erfüllt sein.
[5:07] Das wünscht sich Gott. Wer von euch weiß noch, in Anlehnung an Joel Kapitel 3, was wir letzte Woche studiert haben, fast komplett zitiert wird? Wer zitiert Joel 3 fast komplett im Neuen Testament? H, in der Apostelgeschichte. Wer ist das, der Joel 3 fast vollständig zitiert? Das ist Petrus, genau. Petrus zitiert und zwar zu Pfingsten, weil genau dort das passiert ist, was wir heute in der Sabbatschule auch studiert haben. Die Jünger waren einmütig beieinander. Was haben sie dort gemacht? Sie haben gebetet, ihre Sünden bekannt, Buße getan und als Verheißung, als Erfüllung der Verheißung Joels, wenn das Volk zusammenkommt, wenn sie gemeinsam Buße tun, dann sendet Gott seinen Heiligen Geist. So sandte er zu Pfingsten seinen Heiligen Geist. Die Christenheit wurde gegründet, die Urgemeinde vom Geist Gottes erfüllt. Und Petrus sagt: "Hey, das ist nichts anderes als was bei Joel steht. Wir haben nur das gemacht, was bei Joel steht, was wir tun sollen."
[6:13] Und wir haben jetzt erlebt, was Joel verheißt. Und dann am Ende von Joel 3 haben wir gelernt, dass auf einem bestimmten Berg Rettung ist. Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird errettet werden, ganz egal, ob er jung oder alt, Mann oder Frau, frei oder Sklave ist. Jeder kann gerettet werden. Aber die Rettung ist bei den übrig gebliebenen, bei den Übrigen, die noch fest im Evangelium sind. Und die stehen in Joel 3 auf welchem Werk Zion? Und wir haben gelernt, damals zur Zeit von Joel, da gab es den buchstäblichen Berg Zion im buchstäblichen Israel, weil dort das Volk Israel noch das buchstäbliche Volk Israel war, das Volk Gottes. Aber heutzutage ist unser Blick nicht mehr auf den Berg Zion mit dem irdischen Tempel gerichtet. Unser Blick ist heute gerichtet auf den Berg Zion im himmlischen Berg Zion mit dem himmlischen Heiligtum, dem himmlischen Jerusalem. Denn dort ist die Rettung im himmlischen Heiligtum, dort, wo Jesus für uns dient.
[7:19] Damit wollen wir jetzt uns dem vierten Kapitel zuwenden. Das Thema, wie gesagt, ist: Ins Tal Josaphat. Und bevor wir beginnen, wollen wir, guter Gewohnheit, noch einmal kurz niederknien für ein Anfangsgebet.
[7:41] Lieber Vater im Himmel, hab herzlichen Dank für diesen wunderschönen Sabbattag. Hab Dank, dass die Sonne scheint und dass wir immer wieder uns daran erinnern dürfen, dass die Sonne der Gerechtigkeit Heilung mitbringt und dass wir alle heil werden können in unserem Leben, in unseren Gedanken, unserer Seele. Dass wir erleben dürfen, dass du veränderst, dass du aus Verzweiflung Freude machen kannst, aus Niederlagen Siege und aus Zerstörung eine reiche Ernte. All das tust du durch deinen Heiligen Geist. Und um den bitten wir, dass du auch heute durch den Heiligen Geist zu uns sprichst, dass wir erfüllt werden mit deinem Heiligen Geist und dass wir die Frucht des Geistes hervorbringen in unserem persönlichen Leben. Im Namen Jesu. Amen.
[8:34] Amen. Ins Tal Josaphat. Schlagt mit mir auf Joel Kapitel 4. Von allen Kapiteln ist Joel 4 vielleicht das am wenigsten bekannte. Joel 4 gehört zu den Kapiteln, die vielleicht am wenigsten studiert werden. Vor allem sind natürlich Joel 3 und auch Teile von Joel 2 gut bekannt. Das sind so die berühmten, aber trotzdem hält Joel 4 eine ganze Reihe von Dingen dann, wenn wir auch im nächsten Mal gegen das Ende von Joel 4 kommen, die für unsere Zeit des Endes von größter Bedeutung sind.
[9:16] Schauen wir mal gemeinsam in Joel 4 und dort Vers 1. Denn sie in jenen Tagen und zu jener Zeit, wenn ich das Judas und Jerusalems wende. Noch einmal, bezieht sich Joel oder Gott viel... Ah, danke schön, danke schön. Ja, verzeih, ich hätte selbstverständlich darauf hinweisen müssen, dass das Buch Joel nicht in allen Übersetzungen drei Kapitel hat. Die Sache ist ganz simpel: In den meisten englischsprachigen Übersetzungen ist das... Hätte aber jemandem auch letzte Woche schon auffallen können. Joel 3, Vers 1 bis 5, noch Joel 2, Vers 28 bis Ende. Ja, also in den, in vielen englischsprachigen Übersetzungen ist das, was wir als Joel 3, 1 bis 5 haben, in Wirklichkeit Joel 2 ab Vers 28. Und dann das, was wir Joel 4 haben im Deutschen, ist im Englischen oft Joel 3. Das heißt, ihr könnt also immer da, wo Joel 4, Vers 1 steht, einfach Joel 3, Vers 1 lesen und seid genau im gleichen Vers.
[10:37] Woran liegt das? Es liegt daran, dass Joel gar nicht in Kapiteln gedacht hat. Ja, Joel hat ja nur Buchstaben aufgeschrieben und später hat man noch, also so Vokale dazu gemacht und dann hat irgendjemand später gesagt: "Na ja, wir müssen schon die Sachen finden." Hat Verse dazu geschrieben und irgendwann hat auch Kapitel dazu geschrieben. Aber die dienen ja nur zur Erleichterung oder in dem Fall zur Konfusion. Gut, jetzt sind wir, wissen wir alle, wo wir sind, oder? Also Joel 4, Vers 1 für alle mit einer deutschen Bibel und Joel 3, Vers 1 für alle mit einer englischen Bibel. Oder ich weiß nicht, was die anderen Sprachen...
[11:12] Machen 3, Vers 6. Welche Bibel hast du denn? Luther 1545. Das ist aber ziemlich speziell. Okay, das wusste ich nicht, dass L 1545 3, Vers 6 hat. Okay. Hat noch jemand 3, Vers 6 für den Vers? Nein. Okay, gut. Wird immer komplizierter. Na ja, also bei Joel war noch ganz einfach, nicht wahr? Da ging es einfach von vorne nach hinten durch.
[11:29] Wenn Joel, jetzt habe ich eine Frage an euch: Wenn Joel Kapiteleinteilung gemacht hätte, wie viel Kapitel er gemacht? Zwei, eins bis 217 und eins nach 217? Oder das wäre viel einfacher gewesen. Na ja, kann nichts dafür, das ist noch keinem damals aufgefallen.
[11:51] Denn siehe, in jenen Tagen und zu jener Zeit, wenn ich das Geschick Judas und Jerusalems wende. Noch einmal, zieht sich Joel hier darauf, dass das Schicksal des Volkes gewendet wird und zwar durch das Eingreifen Gottes. Es geht genau um das, was wir letzte Woche in Joel 3 gesehen haben, nämlich die Ausgießung des Heiligen Geistes. Genau um das, was wir in Joel 2, auf Vers 18 gesehen haben, dass Gott eingreift für sein Volk. Gott hatte das schon immer verheißen. Schon in den Büchern Mose hat er gesagt, dass wenn sie umkehren, wird er ihr Geschick, das heißt ihr Schicksal, ihr Lohn, das, was sie erleben, ändern. 5. Mose 30, Vers 2 und 3: "Und wenn du, was das nächste Wort, wenn du umkehrst zu dem Herrn, deinem Gott, und seiner Stimme gehorchst in allem, was ich dir heute gebiete, du und deine Kinder..." Und zwar, wie sollen sie umkehren? Sie sollen umkehren von ganzem Herzen und von ganzer Seele. "So wird der Herr, dein Gott, dein Geschick wenden."
[12:57] Als wenn hier in Joel davon steht, dass Gott das Geschick wenden wird, dass Gott für Israel eingreifen wird, dann deswegen, weil sie von ganzem Herzen und von ganzer Seele umgekehrt sind. Und ihr werdet... Ihr merkt schon, es ist eigentlich im Grunde genommen immer dasselbe. Es geht immer um die Umkehr. In allen biblischen Büchern, in allen Prophezeiungen, in allen Evangelien, es geht darum, Menschen zur Umkehr zu bewegen. Warum? Weil Menschen halt eben nicht so leicht einsehen, dass sie auf dem falschen Weg sind. Immer und immer wieder muss Gott den Menschen einschärfen: "Ihr müsst von ganzem Herzen umkehren, dann ändert sich euer Schicksal, dann kann Gott euer Geschick wenden."
[13:38] Er wird euch wieder sammeln aus allen Völkern, wohin nicht der Herr, dein Gott, zerstreut hat. Die Idee ist ganz simpel: Wenn das Volk im Abfall war, wurde es zerstreut. Wenn das Volk umkehrte und Gott als Erlöser annahm, dann wurde es gesammelt. Und durch die ganze Bibel, im Alten Testament, im Neuen Testament, in der Kirchengeschichte, in der Adventgeschichte, findet man Phasen der Zerstreuung, wo alles auseinander zu brechen scheint, und Phasen der Sammlung, wo alle zusammenkommen im Geist. Zerstreuung, Sammlung. Wenn Gott das Geschick einer Gemeinde wendet, dann wird aus der Zeit der Zerstreuung eine Zeit der Sammlung.
[14:30] Dabei spielt es vollkommen gar keine Rolle, wohin du zerstreut worden bist. Denn in 5. Mose 30, Vers 4 steht: "Und wenn du auch wohin bis ans Ende des Himmels verstoßen wirst..." Mit anderen Worten, wenn der Fluch so groß gewesen ist, wenn deine Sünde so stark gewesen ist, dass du nicht nur ein bisschen vom Weg abgekommen bist, sondern dass du verstoßen worden bist, nicht nur bis ans Ende der Erde, sondern bis ans Ende des Himmels. Wo ist denn eigentlich das Ende des Himmels? Das ist so weit weg, weiter weg kann man nicht sein. Das ist der äußerste Punkt der Ferne. Und was Gott sagt, ist: Es spielt keine Rolle, wie weit weg du von Gott bist. Es spielt keine Rolle, wie extrem weit die Distanz ist zwischen dir und dem Willen Gottes. Wenn du möchtest, wenn du umkehrst, wenn du bereit bist, spielt die Distanz keine Rolle.
[15:37] Und wenn du bis an das Ende des Himmels verstoßen wärst... Hast du dich mal so gefühlt, als ob du bis ans Ende des Himmels verstoßen wirst? Als ob du so weit von Gott weg bist? Es geht keinen Schritt mehr weiter. Manchmal denkt man: "Vielleicht bin ich jetzt so weit weg von ihm, hat eh keinen Sinn mehr." Dann schreib dir diesen Vers ab und hefte ihn dir an den Kühlschrank, irgendwo, wo du ihn immer und immer siehst. Und wenn du bis an das Ende des Himmels verstoßen wärst, du kannst zurück. Gott kann dich, so wird dich doch der Herr, dein Gott, von dort sammeln und von dort holen. Mit anderen Worten, du musst nicht mal zu ihm, sondern wenn du möchtest, kommt er zu dir. Gott geht bis ans Ende des Himmels für dich. Gott macht jede extra Meile, die muss... Gott sagt nicht: "Du bist zu weit weg, komm mir ein bisschen entgegen." Gott geht bis zum Äußersten, um dich zu holen.
[16:44] So auch in Jeremia 29, den kennt ihr ganz gut, ja? "Ihr werdet mich suchen und finden, wenn ihr von ganzem Herzen nach mir verlangen werdet, und ich werde mich von euch finden lassen, spricht der Herr." Und ich werde euer Geschick wenden. Mit anderen Worten, er dreht das Schicksal. Das Schicksal scheint, wenn man in der Zerstreuung ist, dann scheint es so zu sein, dass ein Problem das andere jagt, dass man von einer Lüge in die nächste sich verstrickt, dass man das eine Sünde die nächste nach sich zieht. Und man hat das Gefühl, es geht immer bergab und bergab und bergab und man kommt dann nicht raus. Und Gott sagt: "Ich will diesen Trend, dieses Schicksal, diese Richtung deines Lebens wenden."
[17:27] "Und ich werde euer Geschick wenden und euch aus allen Völkern und von allen Orten, zu denen ich euch verstoßen habe, spricht der Herr, und ich werde euch wieder an den Ort zurückbringen, von dem ich euch weggeführt habe." Hast du in deinem Leben erlebt, wie Gott dein Schicksal gewendet hat? Die plötzlich dein Leben anders verlaufen ist, weil Gott eingegriffen hat? Ich glaube, jeder Mensch, der am Ende im Himmel sein wird, jeder Mensch, der am Ende auf der neuen Erde wandeln wird, der wird sagen können: "Mein Leben ging in die Richtung, und ich habe gewusst, es kann nicht so weitergehen, und ich wollte umkehren, und Gott hat eingegriffen und hat mein Lebensschicksal gewendet, in die andere Richtung gelenkt."
[18:18] Und dann gibt es wieder Segen. Amos 9, Vers 14: "Und ich will das Geschick meines Volkes Israel wenden, und sie werden die verwüsteten Städte wieder aufbauen und bewohnen, Weinberge pflanzen und den Wein trinken, Gärten anlegen und deren Früchte genießen." Übrigens, schaut ihr, wenn Gott das Schicksal wendet, fallen die Trauben vom Himmel? Ja oder Nein? Regnet es dann Weintrauben und stehen die Städte plötzlich wie vor einem? Nein. Wenn Gott das Schicksal wendet, muss man immer noch mit ihm zusammenarbeiten. Man muss die verwüsteten Städte auch selbst mit aufbauen. Man muss den Weinberg anlegen. Man muss mit ihm zusammenarbeiten.
[18:56] Das Schicksalswenden ist keine... Gott ist keine Zauberfee, die einfach sagt: "Jetzt wird alles anders." Aber Gott ist derjenige, der der Richtung unseres Lebens eine entscheidende Wendung geben kann, so dass das, was wir tun, wieder Segen bringt, uns zum Segen wird.
[19:15] Hesekiel 39: "Daran sollen sie erkennen, dass ich der Herr, ihr Gott, bin, weil ich sie unter die Heidenvölker in die Gefangenschaft geführt habe und sie nun wieder in ihr Land versammle und keinen von ihnen mehr dort zurücklasse." Gibt es irgendjemand, der in der Zerstreuung gelebt hat? Irgendjemand, der verstoßen worden ist? Irgendjemand, der Fluch erlebt hat, der zurückkehren will? Und Gott sagt: "Weißt du, für dich ist kein Platz mehr? Wir haben schon so viele wieder aufgenommen im Reich Gottes, dich müssen wir an der Grenze abweisen?" Nein! Im Reich Gottes ist Platz für jeden Flüchtling, der aus dem Reich Satans fliehen will. Da gibt's keine Transit-Zentren, keine Obergrenze. Gott lässt keinen zurück.
[20:01] "Und ich will künftig mein Angesicht nicht mehr vor ihnen verbergen, weil ich meinen Geist über das Haus Israel ausgegossen habe." Was macht den Unterschied? Was ändert das Leben? Was wendet das Geschick? Jesus sagt, oder Gott sagt hier in Hesekiel: Es ist die Ausgießung des Heiligen Geistes. Genau das war ja in Joel passiert, oder? Angekündigt haben wir in Joel 3 gelesen. "Und nach diesem wird es geschehen, dass ich meinen Geist ausgieße über alles Fleisch." Dann ändert sich das Leben.
[20:35] Lass mich hier schon an dieser Stelle einen kleinen Mini-Ruf machen: Lieber Freund, liebe Freundin, lieber Bruder, liebe Schwester, betest du jeden Tag darum: "Herr, erfülle mich mit deinem Geist"? Es reicht nicht im Gottesdienst zu hören, dass wir mit dem Geist erfüllt werden müssen. Von Zeit zu Zeit zu singen: "Oh, komm, du Geist der Wahrheit." Betest du jeden Tag darum: "Herr, ich brauche heute deinen Heiligen Geist"? Uns wird nicht viel abverlangt, nur das eine, dass wir danach suchen, vom Geist erfüllt zu werden. Und dann habe ich die besten optimistischen Aussichten, dass es uns persönlich, unserer Gemeinde, überhaupt sehr gut gehen wird. Denn Gott hat verheißen, wenn wir um den Geist bitten, täglich, als ob wir es wirklich brauchen, weil wir es brauchen, dann wird er das tun.
[21:29] Ich wünsche mir, dass jeder Einzelne von uns es sich zu einer täglichen Gewohnheit macht, um die Ausgießung des Geistes zu bitten. Dann ändert sich unser Leben, dann wendet sich unser Schicksal und zwar um 180 Grad.
[21:47] Nun, in Joel heißt es zu dieser Zeit, wenn, sagt Gott, wenn ich das Geschick meines Volkes wende, wird noch etwas anderes passieren. Und das ist der eigentliche Inhalt dieses Kapitels in Joel 4, Vers 2 und 3. Oder in der englischen Bibel in Joel 3, Vers 2 und 3. Oder in der Luther 1545 in Joel 3, Vers 7 und 8. Richtig wunderbar. Da lesen wir da also: "Zu jener Zeit, wenn es für Gottes Volk wieder gut geht, wenn Gottes Volk das Schicksal gewendet bekommt, da werde ich, ja, alle Heidenvölker versammeln und sie ins Tal Josaphat hinabführen, und ich werde dort mit ihnen ins Gericht gehen wegen meines Volkes und meines Erbteils Israel, weil sie es unter die Heidenvölker zerstreut und mein Land verteilt haben und weil sie über mein Volk das Los geworfen haben und den Knaben für eine hingegeben und das Mädchen um Wein verkauft und vertrunken haben."
[22:43] Könnt ihr euch daran erinnern, dass wir gesagt haben, in Joel 1 und am Anfang von Joel 2, da wird diese Heuschreckenplage genommen als Symbol für den Tag des Herrn. Und in Joel 1, da ist der Tag des Herrn keine Freude, oder der Tag des Herrn ist eine Bedrohung, dunkel, finster, wolkig. Aber nachdem echte Bekehrung stattfindet, ist der Tag des Herrn, der jetzt beschrieben wird, plötzlich keine Gefahr mehr, keine Bedrohung, keine Angst mehr. In Wirklichkeit ist der Tag des Herrn jetzt etwas, was man willkommen heißt, denn Gott hält Gericht über die Feinde des Evangeliums und die Feinde des Volkes Gottes. Darum geht es jetzt hier in Joel 4, Vers 2 und 3. Gott bringt die Heidenvölker, er versammelt sie an einen Ort.
[23:30] Warum tut er das? Schauen wir mal andere Texte an. Warum versammelt Gott die Heidenvölker am Ende, kurz vor der Wiederkunft? In Zefanja 3 heißt es: "Darum wartet auf mich, spricht der Herr, bis zu dem Tag, da ich mich aufmache, um Beute zu machen, denn mein Ratschluss ist es, Heidenvölker zu versammeln, Königreiche zusammenzubringen, um über sie was zu tun? Meinen Grimm auszugießen, die ganze Glut meines Zornes." Gott wird die Völker versammeln, er wird die Heidenvölker versammeln, heißt es hier, um seinen Zorn-Gericht auszugießen.
[24:11] In Sacharja 14, Vers 3 heißt es: "Aber der Herr wird ausziehen und gegen jene Heidenvölker kämpfen, wie am...
[24:17] gegen jene Heidenvölker kämpfen, wie am Tag seines Kampfes, am Tag der Schlacht.
[24:20] Tag seines Kampfes, am Tag der Schlacht. Es wird die letzte Schlacht auf dieser Welt, und von dieser letzten Schlacht spricht auch die Offenbarung. Vielleicht habt ihr das im Hinterkopf, vielleicht auch nicht. In Offenbarung 16, im Kontext der sieben letzten Plagen, wenn der Zorn Gottes ausgegossen wird über alle Gottlosigkeit, über alle Ungerechtigkeit, über alle Bosheit dieser Welt, wenn Gott gerechtes Gericht halten wird, dann heißt es hier in Offenbarung 16, Vers 14: „Um sie zum Kampf zu versammeln an jenem großen Tag Gottes, des Allmächtigen.“ Das ist der Tag des Herrn. Und er versammelt sie an einen Ort, der auf Hebräisch wie heißt? Hamagedon. Der Begriff ist heutzutage nicht unbekannt. Es gab sogar Kinofilme, die so hießen: „Armageddon – die Vernichtung der Welt“, vermeintlich. Aber bei Hamagedon geht es um etwas ganz Besonderes.
[25:17] Interessant ist, dass die Offenbarung diesen Ort, wo die Heiden versammelt werden, Hamagedon nennt. Aber in Joel heißt er wie? Tal Josaphat. Und das ist interessant. Weiß jemand von euch, was Hamagedon bedeutet? „Har“ ist hebräisch für Berg, und „Magedon“ ist eine Form von Megiddo. Also Hamagedon ist ein Berg in der Nähe von Megiddo. Und das ist eigentlich, wenn man das geografisch anschaut, der Berg Karmel. Ein Berg. Also in der Offenbarung lesen wir, dass am Tag des Herrn die Heidenvölker versammelt werden auf einem Berg. Was sagt Joel? Wo werden sie versammelt? Auf dem Berg Josaphat, im Tal Josaphat. Also Offenbarung sagt auf einem Berg und Joel sagt in einem Tal.
[26:14] Können wir ziemlich sicher sagen, es wird kein tatsächlich buchstäblicher Berg sein, weil es kann nicht gleichzeitig Berg und Tal sein. Oder es geht also um eine symbolische Bedeutung. Wir hatten ja vor wenigen Wochen in der Sabbatschule das Thema Hamagedon. Das will ich jetzt nicht so weit ausführen, aber ihr wisst, die Schlacht von Hamagedon ist nicht ein buchstäblicher Krieg von zwei Armeen irgendwo im Nahen Osten um das Öl. Es geht um die letzte geistliche Auseinandersetzung zwischen Gut und Böse. Und das wird deutlich, wenn man versteht, dass Hamagedon eine Parallele ist zu Josaphat. Die meisten Christen, wenn überhaupt, und auch die meisten Adventisten wissen eigentlich nur von der Schlacht von Hamagedon. Aber nur wenigen ist bekannt, dass diese Schlacht noch einmal beschrieben wird im Buch Joel, in Joel 4, eine echte Endzeitprophezeiung. Aber nicht als die Schlacht von Hamagedon, sondern die Schlacht von Josaphat im Tal Josaphat.
[27:08] Jetzt, was heißt Josaphat? Was heißt Josaphat? Da steht „Jo“ drin. Josua und „Jo“ ist ganz oft, nicht wahr, „Jo“ steht für „Jah“ und „Jah“ steht für Jahwe. Das heißt, der Herr. Josaphat heißt übersetzt: „Der Herr führt eine gerichtliche eine Auseinandersetzung.“ Die Idee ist: Gott hält Gericht. Und genau das ist die Idee dieser letzten Auseinandersetzung. Gott wird die Heidenvölker versammeln, um Gericht zu halten. Eine letzte Auseinandersetzung, ein letzter Kampf, eine letzte Kontroverse sozusagen, ein Gericht. Und genauso wird es dann später im Buch Joel, in Vers 12, auch gesagt: „Die Heidenvölker sollen sich aufmachen und in das Tal Josaphat hinaufziehen. Dort will ich zu Gericht sitzen über alle Heidenvölker ringsum.“
[28:04] Nun, genauso wie bei dem Berg Hamagedon, haben Leute gesucht, wo könnte der sein? Wo könnte das Tal Josaphat sein? Einige haben so ein paar Ideen, wo vielleicht in der Nähe von Jerusalem so ein Tal ist. Das wäre ganz toll. Ich war für Joel, weil das der Berg Zion und das Tal Josaphat wäre, möglich. Aber möglicherweise ist mit dem Tal Josaphat überhaupt gar kein echtes, reales Tal gemeint, sondern der Name Josaphat erinnert uns – woran? Ich frag mal die Kinder: Woran erinnert uns der Name Josaphat?
[28:47] Oh, vor lauter Schwertern und vor lauter Steinschleudern. Die Moral der Geschichte: Josaphat war der König, unser Kindergeschichte, der König Josaphat. Jetzt wisst ihr, Kinder, erzählt hab... Nicht, Josaphat war der König, der sich entschied, eine Armee auszurüsten gegen die Feinde, bei dem die vorderste Front die Sänger waren, die Gott gelobt haben. Die Geschichte von Josaphat ist sehr interessant. Wir zählen jetzt nicht alles auf, nicht alle Details, aber ihr könnt sie lesen in 2. Chronik 20. Gehen wir jetzt da nicht hin, weil es dauert zu lange. Ich erzähle kurz die Geschichte nach. Ihr kennt sie wahrscheinlich auch.
[29:31] Der König Josaphat war in großer Bedrängnis. Verschiedene Völker hatten sich zusammengerottet, ganz ähnlich wie in Joel, wenn die Heidenvölker zusammenkommen, die Stadt Jerusalem, den Berg Zion bedrohen. So war auch zur Zeit von Josaphat, der ja auch in Jerusalem regierte, das Volk in Bedrängnis. Die Heiden waren gekommen. Was bedeutet sie haben sich versammelt? Sie wollten alle Krieg führen gegen die Gläubigen. Was hat man gemacht? Ratet mal, was hat der König zuerst gemacht, bevor er die Armee aufgestellt hat? Wenn ihr Joel kennt, habt ihr schon eine Idee, was er wohl gemacht haben könnte.
[30:10] Gebetet. Und ja, gefastet und gebetet. „Zerreißt eure Kleider und nicht eure Herzen, nicht eure Kleider, klagt Gott mit Fasten und mit Weinen und mit Klagen.“ Sie haben gefastet und gebetet. Und wisst ihr, was dann passiert ist? Das braucht ihr nicht mal 2. Chronik 20 kennen. Ihr ist jetzt mittlerweile... Was passiert, wenn ein Volk gemeinsam zusammenkommt? Die werden alle zusammengerufen unter Josaphat. Die kommen zusammen und beten und bitten um Vergebung ihrer Sünden. Was wird wohl passieren? Der Heilige Geist kommt, oder?
[30:40] Und in dem Fall kommt der Heilige Geist in Form des Geistes der Weissagung. Einer unter ihnen, Jehasiel, bekommt eine Weissagung und sagt: „Seid mutig, vertraut auf den Herrn und so weiter und so fort.“ Der Geist Gottes ermutigt das Volk, vorwärts zu gehen. Sie glauben daran, und sie stellen eine Armee auf, wie sie es vorher nie gegeben hat: die Steinschleuderer und die Schwertkämpfer und die, was haben wir noch gehabt? Die Bogenschützen, alle hinten. Und vorne, in der vordersten Front, singt man und lobt Gott und dankt für seine Güte.
[31:17] Und was ist passiert? Wie wir gelernt haben in der Kindergeschichte, Gott hat eingegriffen und die Feinde haben sich alle miteinander selbst umgebracht. Und interessanterweise in einem Tal, in einem Tal, das man danach nannte: das Lobetal. Weil durch das Lob Gottes, durch die durch den Gesang und die Gebete und das feste Vertrauen, dass Gott alles richtig macht, wurde der Feind besiegt. So nannte man das Tal Lobetal. Man könnte auch sagen, es war das Tal Josaphat, das Tal, wo Josaphat gesiegt hat.
[31:57] Also, was ist also die Idee, wenn am Ende bei der Schlacht von Hamagedon alle Völker sich zusammenrotten. Schaut, Joel 2, Vers 17: „Ist der Tag des Herrn eine Bedrohung der Ungläubigen, der Unbekehrten, der nicht vom Heiligen Geist erfüllten?“ Wenn er an den Tag des Herrn denkt, dann sieht er nur Vernichtung. Er hat Angst. Wenn Jesus wiederkommt, werde ich dabei sein? Was wird passieren? Werde ich für jeden, der den Geist nicht hat, ist die Botschaft vom Ende eine Botschaft des Angst. Man will davon am liebsten nichts hören, man will das ausblenden, weil es sieht dunkel und wolkig und gefährlich aus.
[32:39] Aber wer durch Joel 2, Vers 17 durch ist, wer den Heiligen Geist empfangen hat, wer Buße getan hat, für den ist plötzlich der Tag des Herrn kein Problem. Weil der Tag des Herrn richtet sich ja an die Ungläubigen. Plötzlich ist man dankbar. Aber was machen die Ungläubigen am Ende mit den Gläubigen? Sie verfolgen die Gläubigen. Nicht wahr? Das heißt, als Unbekannter habe ich Angst vor dem Tag des Herrn. Als Bekehrter habe ich plötzlich ein Problem, weil alle meine früheren Freunde, die Unbekehrten, werden sich am Ende gegen mich versammeln. Aber Gott greift ein, um sie zu vertilgen.
[33:21] Was muss ich tun? Mit Schwertern kämpfen? Mit Steinschleudern? Mit Pfeil und Bogen auf sie schießen? Oder was soll ich tun? Was soll ich tun, um damit am Ende der Sieg kommt? Ja, beten und singen. Genau. Das Volk Gottes wird am Ende in der Schlacht von Hamagedon, in der Schlacht im Tal Josaphat, siegen, weil sie beten und singen und Gott loben. In der Mitte, größte Anfechtung, die letzte Schlacht. Alle Heidenvölker der Erde werden sich gegen es versammeln. Das ist Jerusalem, das der Berg Zion. Im Alten Testament heißt es immer: Ganz am Ende werden alle Völker kommen und Jerusalem belagern. Und die Übrigen, die übrig gebliebenen, die auf dem Berg Zion noch ausharren und an Gott glauben.
[34:04] Aber wenn im Neuen Testament es kein buchstäbliches Israel mehr gibt, wenn es keinen buchstäblichen Berg Zion mehr gibt, der eine Rolle spielt, wo sind dann die Übrigen, die umzingelt werden am Ende? Die sind auf dem Berg Z. Sie sind im Glauben, im himmlischen Heiligtum. Und so wie die alttestamentlichen Propheten sagten, die Heiden werden das buchstäbliche Israel, das in Zion ist, umzingeln. So werden am Ende all die umzingelt werden und eingekreist werden und verfolgt werden, die festhalten an dem himmlischen Heiligtum, an dem Dienst von Jesus Christus, die an die zehn Gebote festhalten, die zu den Übrigen gehören. Die Gebote Gottes, den Glauben Jesu, den Geist der Weissagung, das Zeugnis Jesu. All diese Übrigen werden versammelt werden, werden umringt werden von den Heidenvölkern, die gegen sie kämpfen.
[34:56] In Vers 3 haben wir gelesen, dass sie über das Volk, das losgeworfen haben. Das ist auch im Alten Testament immer wieder passiert. Hier z.B. in Obadja, z.B. Vers 11: „An jenem Tag, als du dabei standest, an dem Tag, da Fremde sein Hab und Gut wegführten und Ausländer zu seinen Toren einzogen und das Los über Jerusalem warfen, da warst du auch wie einer von ihnen, die als Israel vernichtet wurde.“ Immer wieder, also als Jerusalem eingenommen wurde, wurden Menschen in die Sklaverei verkauft. Interessanterweise sagt die Bibel, dass auch am Ende, Endzeit-Babylon, Menschenseelen kauft und verkauft. Offenbarung 18, Vers 13: Da wird in der langen Liste der Dinge, mit denen Endzeit-Babylon handelt, auch Menschenseelen genannt. Das hatten wir schon.
[35:48] Nun gehen wir weiter, Vers 4 bis 6. Joel 4, Verse 4 bis 6: „Und was habt ihr mit mir zu tun, Tyrus und Sidon und sämtliche Bezirke der Philister? Wollt ihr mir etwa vergelten, was ich getan habe? Wenn ihr mir vergelten wollt, so bringe ich schnell und unverzüglich euer Tun auf euren Kopf. Ihr habt mir mein Silber und mein Gold genommen und meine besten Kleinodien eure Tempel gebracht und ihr habt die Söhne Judas und die Söhne Jerusalems an die Söhne der Griechen verkauft, um sie von ihrer Heimat zu entfernen.“
[36:17] Also, an wen wendet sich der Prophet? An wen wendet sich Gott hier? Wen spricht er an? Wen spricht er an? In Vers 4, ihr konkret, wer wird angesprochen? Tyrus und Sidon. Und die Philister. Okay, kleiner Geographiekurs. Wo ist Tyrus? Tyrus ist hier. Und wo ist Sidon? Hoch oder runter? Hoch. Das ist Sidon. Und wo sind die Philister? Hoch oder runter? Ja, genau hier. Da ist die Philister an der Küste. Jetzt, wer an der Küste lebt, macht wahrscheinlich was? Was machen Leute, die an der Küste leben damals? Die handeln. Nicht wahr? Die handeln und verkaufen Dinge nach fern, fern, irgendwo.
[37:14] Tyrus und Sidon gehörten zu welchem Volk? Weiß das jemand von euch? Tyrus und Sidon waren Städte welchen Volkes? Ein bisschen Bibelkunde. Klammer auf: Das waren die Phönizier. Von den Phöniziern gehört... Phönizier. Phönizier waren ehemalige Kanaaniter. Das waren also die, die noch übrig geblieben sind, die man hätte eigentlich zerstören sollen. Nicht wahr? Kanaaniter und Philister. Und die werden jetzt beschuldigt, dass sie als Feinde Israels, wenn es Israel schlecht ging, Israeliten genommen haben und verkauft haben ins Ausland.
[37:55] Übrigens, diese Formulierung in Vers 4: „Was habt ihr mit mir zu tun?“ Die wird ganz interessanterweise erklärt in Richter 11. Da spricht der Jeftah zu den Ammonitern: „Was hast du mit mir zu tun, dass du mit mir kommst, um gegen mein Land zu kämpfen?“ Also, wenn Gott sagt zu den Heiden: „Was habt ihr mit mir zu tun?“, dann sieht es so aus, als ob tatsächlich die Heiden hier versuchen, Gottes Volk anzugreifen, so wie wir gerade gesagt haben. Und Gott kümmert sich darum. Schaut mal, 5. Mose, und dort Vers 35: Gott sagt: „Mein ist die Rache und die Vergeltung.“
[38:33] Ihr Lieben, lass uns kurz hier Pause machen und drüber nachdenken. Im Evangelium wird nicht gelehrt, dass es niemals Vergeltung gibt. Das Evangelium sagt auch nicht, dass irgendwelche Dinge ungestraft bleiben. Das Evangelium sagt nur, dass Gott Vergeltung übt und Gott straft. Warum? Weil Gott der Einzige ist, der völlig heilig und sündlos strafen kann, ohne persönliche Rachgefühle, ohne Bosheit, ohne irgendwelche Ungerechtigkeit. Nur Gott ist so heilig, dass er Unrecht bestrafen kann. Und am Ende können alle sagen: Das war gerecht.
[39:07] Hast du schon mal Unrecht erlitten? Bist du schon mal ungerecht behandelt worden? Hast du schon mal gedacht: „Jetzt muss ich aber mal auf den Tisch hauen! Ich muss mal Vergeltung üben!“ Dann höre das Wort des Herrn: Gott sagt: „Mein ist die Rache.“ Wenn wir Gott glauben, dürfen wir wissen, er wird jedes Unrecht begradigen. Er wird für jede Schuld die straf... die angemessene Strafe geben. Entweder, weil er sie auf sich selbst genommen hat und der Mensch sich bekehrt. Oder aber, der, der dieses Angebot nicht annimmt, wird sie selbst tragen.
[39:48] Lasst uns nicht dazu hinreißen, unsere eigene Gerechtigkeit in die Hand zu nehmen. Lasst uns nicht dazu hinreißen, uns selbst verteidigen zu wollen. Gott zu glauben bedeutet auch, ihm zu glauben, dass er für mich kämpfen wird. Es bedeutet auch zu glauben, dass er für meine Gerechtigkeit sorgt, dass er all das erlittene Unrecht wiedergutmachen wird und dass ich das nicht selbst machen muss. Und wie oft versuchen wir doch irgendwie, uns selbst zu helfen. Gott sagt: „Mein ist die Rache und mein ist die Vergeltung.“
[40:29] In Jeremia 51 lesen wir: „Flieht hinaus aus Babel und rettet jeder seine Seele, damit ihr nicht umkommt in seiner Missetat. Denn dies ist die Zeit der Rache des Herrn. Er bezahlt ihm, was es verdient.“ In der Bibel gibt es nur zwei Gruppen: die ohne Heiligen Geist und die mit Heiligen Geist. Und die Botschaft an die ohne Heiligen Geist, die in Joel 1 zwar zum Volk Gottes gehören, aber noch nicht ganz dem Geist sich gegeben haben, ist: Tu Buße, bekehre dich, damit du nicht mitzerstört wirst.
[41:12] Diejenigen, die in Babylon sind, sollen hinauskommen. Es gibt viele im Volk, es gibt viele, die zum Volk Gottes gehören, die noch in Babylon sind und die unbedingt Babylon verlassen müssen, weil Babylon gerichtet wird. In 2. Thessalonicher 1, Vers 6, sagt Gott: „Wie ist denn gerechtes vor Gott, dass er denen, die euch bedrängen, mit Bedrängnis vergilt.“ Wenn am Ende der Zeit, und wir glauben, dass das schon sehr bald geschehen kann und wird, wenn am Ende der Zeit wir bedrängt werden, müssen wir nicht zurückschlagen. Wir dürfen Gott loben, wenn uns Dinge weggenommen werden, wenn wir verleumdet werden, wenn wir angeklagt werden, dürfen wir Gott loben. Er wird kämpfen und mit Bedrängnis zurück bedrängen.
[42:02] Habt ihr gelesen in Vers 5, wie es hier heißt: „Ihr habt ja mein Silber und mein Gold genommen und meine besten Kleinodien.“ Immer wieder ist Israel beraubt worden. Immer wieder ist das Gold und Silber weggenommen worden. Kennt jemand von euch eine Geschichte, ein König im Alten Testament, der Gold und Silber aus Israel, aus Jerusalem, aus dem Tempel mitgenommen hat? Fällt eine Geschichte ein? Ein König, der Gold und Silber mitgenommen hat? Nebuchadnezzar, ja. Ich habe ein paar aufgezählt, ist nicht vollständig. Hasaël hat zur Zeit von Joas Gold und Silber aus dem Tempel geraubt. Tiglat-Pileser, der Assyrer, hat zur Zeit von Ahas Gold und Silber geraubt. Sanherib zur Zeit von König Hiskia, ein Assyrer, hat auch Gold und Silber geraubt. Nebukadnezzar, der König Babylons, zur Zeit von Jojakim, dann zur Zeit von König Jojachin und dann noch mal zur Zeit von König Zedekia.
[42:49] Also, ihr seht, die Heiden hatten es immer auf das Gold abgesehen. Sie kamen zum Tempel nach Jerusalem, nicht weil sie unbedingt auf den Berg Zion steigen wollten, sondern sie kamen zum Tempel nach Zion. Sie haben das immer wieder umlagert und belagert und umzingelt, weil sie wussten, da gibt es etwas Kostbares zu holen, nämlich Glauben, nämlich Gold.
[43:14] Jetzt habe ich schneller gedacht, als ich wollte. Beim Ausarbeiten ist mir folgender Gedanke gekommen zum Nachdenken: 1. Korinther 6, Vers 19: „Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des in euch wohnenden Heiligen Geistes ist?“ So wie im alten Israel es einen Tempel gab, und dem gab es Gold, und die Feinde hatten es immer darauf abgesehen, das Gold zu rauben, das Silber wegzunehmen. So haben auch wir einen Tempel. Wir sind ein Tempel des Heiligen Geistes. Und gibt es da in uns etwas, was der Feind gerne rauben möchte? Ein Gold, das unseren Tempel eigentlich wertvoll macht?
[43:57] 1. Petrus 1, Vers 7: „Damit die Bewährung eures Glaubens, der viel kostbarer ist als das vergängliche Gold.“ So wie das Gold innerlich den Tempel verschönerte, so soll echter Glaube unser Leben verschönern. Etwas Innerliches. Was will der Feind, wenn er kommt in unser Leben? Was will der Feind, wenn er uns umzingelt, so dass wir denken, wir haben keinen Ausweg mehr? Wenn er uns bedrängt und anklagt und versucht, was will er nehmen? Was will er aus unserem Tempel reißen? Er will uns den Glauben rauben.
[44:32] Könnte es sein, dass so oft wie in der Geschichte Israels, wir es dem Feind erlaubt haben, dass er uns den Glauben raubt? Denn wenn uns den Glauben raubt, raubt er uns das, was wir eigentlich brauchen, um das Evangelium annehmen zu können, um mit Gott zu leben, vom Heiligen Geist erfüllt zu sein. Ist dir schon mal passiert, dass du plötzlich gemerkt hast: Mir fehlt es an Glauben, den ich früher gehabt habe? Mir geht es so, als ob jemand, als ob eine Armee quasi meinen Tempel erobert hat und das Gold, das ich hatte, den Glauben, die feste Zuversicht, die Freude, den Enthusiasmus, der irgendwie weggeraubt worden ist?
[45:15] Heute werden wir nicht mehr umzingelt von Tiglat-Pileser und Nebukadnezzar, aber vielleicht sind es tägliche Gewohnheiten, Unterhaltung im Fernsehen, Internet, mit der wir uns beschäftigen, die aber wie ein Seelenräuber den Glauben aus unserem Tempel hinausrauben. Und Gott merkt sich das. Und Gott möchte das ändern. Er möchte das Geschick seines Volkes wenden. Der geraubte Tempel soll wieder aufgebaut werden. Die zerstörte Stadt soll wieder hergestellt werden. Die verlorene Ernte soll wieder hergestellt werden.
[45:46] Habt ihr gesehen in Vers 6, dass das Volk verkauft worden ist? An wen? An wen haben die Philister und die Phönizier die Israeliten verkauft? Das ist jetzt ganz, ganz interessant. An wen haben sie den verkauft? An die Griechen. Nun, ich habe euch ja in der ersten Predigt gesagt, man weiß nicht, wann Joel gelebt hat. Und in der zweiten habe ich euch gesagt, ich habe es doch rausgefunden, wenn ihr euch erinnern könnt, weil eindeutig einen Hinweis darauf gibt, dass Joel doch wahrscheinlich um die Zeit 700 vor Christus gelebt hat. Und jetzt dachte ich mir, ich schau mal auf die Karte, wie sah die Welt um 700 vor Christus aus. Da habt ihr hier, ich war Palästina, ja, da ist Ägypten, da ist Babylon. All das ist hier so der Bereich.
[46:23] Babylon, das ist hier so der Bereich der Bibel, sozusagen, ja, so, wo die biblischen Länder sind. Wo sind die Griechen?
[46:29] Wenn jemand ein Israelit war, dann kannte er hier Amon, Moab, Edom, Philister, nicht wahr? Das war so seine Lebenswelt. Und Babylon war schon weit weg, Ägypten war weit weg. Aber Griechenland, das war ja schon fast am Ende der Welt. Also die Idee ist, sie waren weit weg verkauft.
[46:50] Und das ist jetzt nur da, wo die Griechen eigenes Territorium hatten. Schaut mal, was die Griechen waren für etwas bekannt. Wisst ihr, wofür die Griechen bekannt waren? Die Griechen waren dafür bekannt, dass sie überall hin gereist sind und kleine Handelsposten und kleine Städte gegründet haben. Schaut mal hier, alles was rot ist, alles griechisch bis hier nach Südfrankreich, Spanien, Schwarzes Meer, überall griechische Städte. Und immer an der Küste, nicht wahr? Die haben sich keine Mühe gemacht, das Land zu erobern, immer nur an der Küste. Und dort haben sie Handel getrieben, die klugen Händler.
[47:23] Das heißt, wenn zur Zeit von Joel und davor Israel an die Griechen verkauft worden sind, wisst ihr, was das bedeutet? Da hat vielleicht Israeliten gegeben, die sind hier ins Schwarze Meer gekommen, Israeliten, die waren hier irgendwo im heutigen Kroatien, Israeliten, die waren hier in Süditalien, Israeliten, die waren in Frankreich, in Spanien, überall hin verkauft, in die äußerste Ferne, ans Ende der Welt.
[47:41] Und das ist richtig spannend. Vielleicht interessiert euch nicht Geschichte, dann dürft ihr zwei Minuten schlafen. Aber wenn ihr Interesse an Geschichte habt, dann passt jetzt gut auf. Wisst ihr, ab wann man von der griechischen Kultur beginnt zu sprechen? Ihr wisst, die griechische Kultur ist ganz, ganz wichtig in der europäischen Geschichte. Ich meine, die Griechen ja mit ihrer Demokratie, mit ihrer Kunst, mit ihrem Olympia, mit all dem, das die Griechen waren, die Griechen so mit ihrer Kultur, so alt wie die Ägypter und Babylonier? Nein, die waren viel später. Wann, wann beginnt man so von der griechischen Kultur, der griechischen Philosophie, der griechischen Wissenschaft, den griechischen Literatur? Ab wann geht das los? Weiß jemand von euch das zufällig?
[48:21] Haltet euch fest, ungefähr ab 700 vor Christus. Also genau in der Zeit von Joel, als er sagt, dass da jetzt plötzlich die Israeliten verkauft werden. Ab der Zeit, die Geschichtshistoriker sagen, vorher waren die Griechen im sogenannten dunklen Zeitalter. Die hatten also das, war quasi keine Schrift, keine Sprache, also Sprache schon, nicht keine Schrift, keine große Kultur. Und seit der Zeit fangen die an, plötzlich Dinge aufzuschreiben. Kennt ihr einen gewissen Homer? Von Homer gehört? Der lebt in der Zeit, oder da fangen sie plötzlich an, Gesetze aufzuschreiben, sie fangen an, plötzlich eine große Kultur zu entwickeln, Kunst zu entwickeln.
[49:01] Und schaut mal, ihr habt vielleicht alle schon mal von diesen berühmten ionischen Säulen gehört und dorischen Säulen und so weiter. Rechts habt ihr ein ionisches Kapitell. Schaut mal, wie in Israel drei Jahrhunderte vorher, oder fünf Jahrhunderte vorher schon die Kapitelle aussahen. Es gibt heute sehr umstritten, aber manche Archäologen gehen davon aus, dass die Griechen ihre Baukunst abgekupfert haben und weiterentwickelt haben von dem, was sie in, also was in Jerusalem schon längst bekannt war.
[49:29] Mit anderen Worten, dass selbst diese diese diese Schmach, verkauft zu werden, zu den Griechen, möglicherweise die griechische Kultur er richtig ins Laufen gebracht hat. Es gibt eine Aussage bei Josephus. Die Historiker, die streiten sich darüber, aber schaut mal, was der Josephus sagt. Denn Herodot fügt nach diesem noch folgendes hinzu: Und Pythagoras, den kennt ihr alle, oder? Pythagoras hat diese Dinge getan und gesagt, indem er die Meinung der Juden und Thraker imitiert und übernommen hat. Von diesem Mann wird tatsächlich gesagt, dass er viele Sitten der Juden in seine eigene Philosophie übernommen habe.
[50:07] Viele, viele Rabbiner und und und und und und Juden dann der späteren Zeit haben gesagt, das, was die Griechen glauben und gesagt haben, haben sie zum Teil, nicht vollständig natürlich, aber zum Teil, haben die die ersten Impulse von Mose und den fünf Büchern Mose entnommen.
[50:21] Das heißt, selbst in der Ferne waren die Israeliten ein Segen. So, Klammer zu. Wenn ihr kein Interesse an Geschichte hattet, dürft ihr jetzt wieder aufwachen. Ja, zum Schluss nur noch zwei Verse, die wir angucken wollen, Vers 7 und 8. Und dann sind wir am Ende in Joel 4, Vers 8. Übrigens, ganz kurz, wie nennt, wusstet ihr, dass die Griechen auch das Alphabet? Also, wisst ihr, warum es Alphabet Alphabet nennen? Wenn das Alphabet nach den Griechen, wisst ihr, woher die Griechen die Idee hatten, dass man das Alphabet Alphabet nennt? Alef-Bet sind die beiden hebräischen ersten Buchstaben. Die haben das von den Phöniziern und den Hebräern übernommen.
[51:06] Okay, jetzt aber genug Geschichte. Joel 4, Vers 7 und 8. Gleich am Ende angelangt. "Siehe, ich erwecke euch, ich wecke sie auf an dem Ort, wohin ihr sie verkauft habt, und ich werde euer Tun auf euren Kopf zurückfallen lassen. Und eure Söhne und eure Töchter werde ich in die Hand der Kinder Judas verkaufen, und diese werden sie den Sabäern verkaufen, einem weit weg wohnenden Volk, denn der Herr hat es gesagt."
[51:25] Also, was sagt Gott? Anderen Worten, er sagt, was ihr gemacht habt, wird auf euren Kopf zurückfallen. Ja, eure Sünde wird sozusagen so bestraft werden, dass das, was ihr getan habt, euch selbst geschehen wird. Und ihr habt die Israeliten nach Griechenland verkauft. So werdet ihr wohin verkauft werden? Nach nach Saba. Kommen wir gleich zu.
[51:46] Auf euren Kopf. In der Bibel, und das ist nur eine kleine Aufzählung, gibt es viele Geschichten, die illustrieren, dass wenn ein Mensch sich nicht bekehrt und nicht den Geist in sein Leben lässt, werden seine Sünden ihn wieder her finden. Vielleicht kennt ihr die Geschichte von Adonibesek, der 70 Königen die Daumen abgeschnitten hat. Was mit ihm passiert ist? Ihm wurden die Daumen abgeschnitten. Die Geschichte von Agag, der viele Menschen umgebracht hat, selbst umgebracht wurde. Haman, der einen Galgen bauen ließ für wen? Für Mordechai und am Ende selbst an dem Galgen auf, also er fiel quasi in die Grube, die er selbst gegraben hat, oder in dem Fall, er hing an dem Galgen, den er selbst gebaut hat.
[52:29] Das ist diese Idee. Interessanterweise kommt das in Offenbarung vor. Offenbarung 13: Wer in die Gefangenschaft zieht, oder wer andere die Gefangenschaft führt, soll in Gefangenschaft ziehen. Das Papsttum, das mit dem Schwert andere getötet hat, bekommt selbst eine tödliche Wunde. In den sieben letzten Plagen wird das ganz deutlich gesagt. Hier z.B. in Offenbarung 16: "Und ich hörte den Engel der Gewässer sagen: Gerecht bist du, oh Herr, der du bist und warst und der Heilige bist, dass du so gerichtet hast. Denn das Blut der Heiligen und Propheten haben sie vergossen, und Blut hast du ihnen zu trinken gegeben."
[52:59] Mit anderen Worten, sie haben Blut vergossen, sie bekommen Blut zu trinken. In der Bibel entspricht die Strafe Gottes immer den eigenen Sünden. Man wird nicht einfach willkürlich gestraft, wenn man das Gnadenangebot Jesu ablehnt, wenn man nicht sich retten möchte vom äußersten Ende der Welt, wenn man den Heiligen Geist nicht haben möchte, dann wird man am Ende das erleiden, was man anderen zugefügt hat. Das ist das einfache Prinzip der Gerechtigkeit. Und so ist es durch die ganze Bibel hindurch. Und so wird es auch am Ende sein.
[53:29] Schaut mal, was Joel schreibt, ist wirklich interessant. Ihr habt die Karte schon hier gesehen, nicht wahr? Hier sind die Griechen, ja, da ist Israel, und wo ist Saba? Da, Südwestarabien. Also, mit anderen Worten, Israeliten wurden dahin verkauft. Und genau in die andere Richtung sollen jetzt die die die Phönizier und die die Türer verkauft werden. Also Gott sagt sozusagen, es, ihr habt die Israeliten schon weit weg verkauft, ich werde euch noch weiter weg verkaufen. Sozusagen, das ist sozusagen die die Idee.
[53:59] Habt das alte Saba, das lag sehr weit in der Wüste, mitten in Arabien. Sehr interessant, aber haben wir keine Zeit dafür. In Jesaja 11, Vers 12 heißt es: "Und er wird für die Heidenvölker einen Banner aufrichten und die verjagten Israels sammeln, die zerstreuten Judas zusammenbringen von den vier Enden der Erde." Gott möchte niemanden vernichten. Er möchte, dass sie, jeder, der gesündigt hat, gerettet wird.
[54:29] Und deswegen hat er für jeden Menschen einen Banner aufgerichtet. Wisst ihr, was wer dieses Banner ist? Dieses Banner ist Jesus Christus, die Botschaft vom Kreuz. Und jeder, der möchte, egal in welcher Ecke der Welt er ist, ob bei den Griechen, oder bei den Sabäern, oder bei den Phöniziern, oder in China, oder bei den Majas, egal wo er ist, jeder, der zu Christus kommt, der sozusagen im übertragenen Sinne zum Berg Zion kommt, der dort versammelt wird, der wird gerettet werden.
[55:04] Von den vier Enden der Erde, alle zerstreuten. Das ist die Aufgabe übrigens, für die es die Adventbewegung überhaupt gibt. Nicht nur den Leuten zu sagen, wir haben einen besseren Ruhetag als ihr, wir wissen, was die Toten wirklich machen, und wir leben 10 Jahre länger als ihr. Das ist nicht die Aufgabe der Adventbewegung. Die Aufgabe der Adventbewegung ist es, der Motor zu sein für diese Sammlung. Gott möchte aus allen Völkern, Nationen, Stämmen und Sprachen die zerstreuten sammeln, alle, die Buße tun wollen, zum Heiligen Geist sich erfüllen lassen wollen. Er möchte sie sammeln. Dazu braucht eine Bewegung, die der Motor ist, um zu sammeln, um zu rufen, um sie alle zu versammeln.
[55:45] Dort, wo die Übrigen sind. Jesaja 14: "Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir." Kennt Jesaja 43: "Ich habe dich erlöst, fürchte dich nicht, nicht wahr, weil du teuer bist und wertgeachtet und kostbar bist in meinen Augen." Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir. Ich will deinen Samen von Osten anführen und nicht vom Westen versammeln. Ich will zum Norden sagen: Gib heraus! Und vom Süden: Halte nicht zurück! Bringe meine Söhne aus der Ferne herbei und meine Töchter vom Ende der Welt.
[56:12] An diesem berühmten Kapitel, wo Gott sagt, ich habe dich lieb, sagt er, egal wo du bist, Norden, Süden, Osten, Westen, ich werde nichts scheuen, um dich zurückzuholen, um dass du dort bist, wo die Übrigen sind, dass du auf dem Berg Zion bist, dass du zu den Geretteten gehörst, dass du vom Heiligen Geist erfüllt bist und die Wiederkunft als Freude leben kannst und nicht als dramatisches, schlimmes Ereignis.
[56:35] Jeremia 31, Vers 8: "Siehe, ich bringe sie herbei aus dem Land des Nordens und sammle sie von den Enden der Erde, unter ihnen sind Blinde und Lahme, Schwangere und Gebärende miteinander." Gott sammelt nicht nur die Starken, er sammelt nicht nur die Erfahrenen, er sammelt nicht nur die Klugen. Er sammelt alle, alle, die wollen.
[56:54] Übrigens, werden wahrscheinlich viele große und starke und kluge nicht dabei sein, weil sie zu groß und zu stark und zu klug waren, um sich zu demütigen und ihre Herzen zu zerreißen. Aber alle, die blind sind und lahm sind, die schwach sind, die sammelt er. Und was wird es sein? Ein kleiner, erbärmlicher Haufen? Eine große Gemeinde. Ihr Lieben, danach sehne ich mich. Ich sehne mich danach, dass noch viele Menschen gesammelt werden.
[57:33] Und wenn wir wirklich glauben, dass Jesus wiederkommt, und wenn wir wirklich wollen, dass so viele wie möglich gesammelt werden, sollte dann nicht die oberste Priorität unserem Leben sein, dass wir selbst vom Heiligen Geist geleitet und erfüllt sind, um ein Sammlung-Beschleuniger zu sein, statt selbst auf die Bremse zu treten und sagen: "Ich fühle mich gerade nicht wohl, kümmert euch erstmal um mich." Nein, ihr Lieben, lasst uns die Sammlung unterstützen.
[58:06] Wer wird sammeln? Wie ein Hirte seine Herde zusammensucht, an dem Tag, da er mitten unter seinen zerstreuten Schafen ist, so will ich mich meiner Schafe annehmen. Rettet aus allen Orten. Jesus ist der gute Hirte, und er sucht sein Schäflein, bis er es gefunden hat. Er zieht das Schäflein freilich nicht an der Eisenkette mit sich, aber er sucht.
[58:36] Wer sammelt die Gemeinde? Wer treibt uns dazu, Menschen zu suchen, die verloren sind? Ist kein menschliches Programm, es ist der Heilige, es ist Jesus selbst. Jesus sucht Menschen. Jesus will so viele wie möglich versammeln auf diesem rettenden Berg. Denn jeder, der den Namen des Herrn ruft, wird gerettet werden. Jeder kann erfüllt werden, egal wer wir sind, egal wie weit weg wir sind. Aber ist Jesus dein Hirte? Kannst du sagen mit David: "Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln."
[59:17] Erinnert euch am Ende dieser Predigt immer: Jesus ist mein Hirte. Jesus will mich sammeln, und er möchte, dass all die Gläubigen, egal wo sie sind, aus ihrem Zustand der Angst vor dem Ende, aus ihrem Zustand des Fluches, aus ihrem Zustand, "es wird immer schlimmer mit meinem Leben, ich komme immer weiter weg von Jesus, ich weiß nicht, was passiert", herauskommen. Er möchte, dass ihr Geschick sich wendet. Er möchte, dass es nicht so weitergeht wie bisher.
[59:51] Es geht ganz einfach, den wir täglich darum bitten: Herr, vergib mir meine Schuld, reinige mich von meiner Sünde und erfülle mich mit deinem Heiligen Geist. Heute und dann morgen. Und dann ist es egal, wo du bist. Dann ist es vollkommen egal, wie weit du weg bist. Denn es ist vollkommen egal, wie viel du getan hast, ganz egal, wie sehr du gezweifelt hast. Und wenn du auch bis ans Ende des Himmels verstoßen wärst, so wird dich doch der Herr, dein Gott, von dort sammeln.
[1:00:25] Und von dort, lieber Freund, möchtest du heute, liebe Freunde, möchtest du heute dich entscheiden, täglich um Vergebung deiner Sünden und Erfüllung mit dem Heiligen Geist zu bitten? Dann wird Gott mein Schicksal, dein Schicksal und unser Schicksal wenden. Und wir werden gesammelt werden und werden noch viele andere hinzusammeln. Ist das dein Wunsch?
[1:00:50] Lass uns beten. Lieber Vater im Himmel, du wirst die Völker versammeln. In der Offenbarung steht ganz eindeutig geschrieben, am Ende alles zu einer großen Krise, einem großen Drama sich zuspitzen wird, dass am Ende es zwei Gruppen geben wird: diejenigen, die auf Menschen vertraut haben, die gedacht haben, dass mit ihnen schon alles im Wesentlichen okay ist, die sich besser gesehen haben, als sie waren, und die dein Gnadenangebot abgelehnt haben. Und dann auf der anderen Seite, diejenigen, die auf das Wirken deines Geistes reagiert haben, die eingesehen haben, dass sie Hilfe brauchen, ganz egal, was ihr Zustand vorher gewesen ist, welches Wissen, welchen Hintergrund sie hatten, die bereit waren, alles auf den Altar zu legen, und die täglich um Vergebung der Sünden und Erfüllung mit dem Heiligen Geist gebetet haben.
[1:01:49] Und Herr, wir möchten zu der zweiten Gruppe gehören. Wir wissen, dass man dazu keine unglaublich schwierigen Dinge tun muss, man muss keine theologischen Sprünge machen, man muss dir vertrauen und täglich erfüllt sein mit dem Heiligen Geist. Bitten, das Herz zerreißen und nicht einfach bloß die Kleider umkehren von dem bisherigen Weg. Und ich bitten, dass du unser Schicksal wendest. Und so bitten wir dich, Herr, dass du das heute tust, dass du das morgen tust und uns jeden Tag daran erinnerst, dass wir auf dem richtigen Weg bleiben müssen. Und wir danken dir, dass wir wissen dürfen, dass dann plötzlich all das, was in der Bibel über den großen Tag des Herrn, die Wiederkunft, die Plagen, Hammergeron geschrieben ist, plötzlich keine Angst uns zu machen wird, weil wir wissen, es geht nur gegen die, die an der Sünde festhalten. Und betrifft uns dann gar nicht.
[1:02:55] Hab Dank, dass du uns aufrüttelst und dass du uns zu dir ziehst und dass deine Gnade größer ist als alles, was wir uns vorstellen können, und dass du uns holst und sammelst, selbst von dem entlegsten Ort in diesem Universum. Hab Dank dafür, Jesus. Amen.
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