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Manuskript zur Sendung >>> 03_2017_Lektion_1

In dieser Lektion der Cannstatt Study Hour 2017 Q3 tauchen wir tief in den Galaterbrief ein und beleuchten die transformative Reise von Saulus zu Paulus. Wir verfolgen die dramatische Umwandlung des fanatischen Verfolgers der Christen zum leidenschaftlichen Apostel der Heidenvölker. Erlebe, wie ein einzelnes Ereignis das Leben eines Mannes für immer verändern kann und wie dieser Mann zum Eckpfeiler des frühen Christentums wurde.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2017 Q3: Der Galaterbrief

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour, dieses Mal im dritten Quartal des Jahres 2017. Wir fangen eine neue Lektion an und die neue Lektion heißt: „Das Evangelium im Galaterbrief“. Und heute soll es um Saulus gehen, um Saulus von Tarsus, wie er zu Paulus wurde, dem großen Evangelisten und Missionar.

[0:38] Bevor wir in die Texte hineinschauen, bevor wir in der Bibel studieren, lasst uns gemeinsam Gott bitten, dass er uns durch seinen Geist führt, damit wir genau seine Worte verstehen, wie er sie uns sagen will. Unser lieber Vater im Himmel, wir danken dir dafür, dass wir dieses hier gemeinsam studieren dürfen, dass wir deine Bibel aufschlagen können und dass wir in deinem Wort studieren dürfen. Bitte sende uns deinen Heiligen Geist, damit wir von dir geführt werden und über deine Wahrheiten staunen dürfen. Habt Dank dafür im Namen Jesu. Amen.

[1:07] Nun, unser Merkvers heißt: „Als sie aber das hörten, beruhigten sie sich und priesen Gott und sprachen: So hat denn Gott auch den Heiden die Buße zum Leben gegeben.“ Es spricht von dem ersten großen Konzil, als die Apostel bemerkt haben, dass Gott tatsächlich das Evangelium zu den Heiden gegeben hat und dann begann auch die große Missionsarbeit.

[1:35] Nun, wir wollen gemeinsam anfangen und schlagen den ersten Text auf in Apostelgeschichte 6, Apostelgeschichte 6, und hier lesen wir die Verse 8 bis 10. Apostelgeschichte 6, 8 bis 10. „Und Stephanus, voll Glauben und Kraft, tat Wunder und große Zeichen unter dem Volk. Aber etliche aus der sogenannten Synagoge der Libertiner und Kyrener und Alexandriner und derer von Sizilien und Asien standen auf und stritten mit Stephanus, und sie konnten der Weisheit und dem Geist, in dem er redete, nicht widerstehen.“

[2:15] Und Stephanus, einer der ersten großen Diakone, einer von den ersten Sieben, war nun in einem Konflikt, in einem Streitgespräch mit einigen Juden. Und diese Juden, die alle Griechisch sprachen, hatten nun seine Predigt wohl vernommen und waren in einem Streitgespräch mit ihm geraten und konnten aber dem Geist, in dem er sprach, nicht widerstehen. Also sie waren bereits überführt vom Heiligen Geist. Sie wussten genau, dass er eigentlich recht hatte, der Stephanus. Aber weil sie nicht gegen ihn kämpfen konnten mit Worten, versuchten sie jetzt, Hand an ihn zu legen, stellten falsche Zeugen gegen ihn auf und sie schleppten ihn vor den Hohen Rat.

[2:59] Und Stephanus nun bekannte vom Hohen Rat das Evangelium. Er erzählte von Jesus Christus, den sie gekreuzigt hatten, und Jesus Christus war der Mittelpunkt der Predigt des Stephanus. Wir können sie in Apostelgeschichte 7 lesen, aber wir wollen uns nur das Ende angucken, denn nachdem der Stephanus fertig gepredigt hatte, lesen wir in Vers 54 bis 56, also Apostelgeschichte 7, ab 54: „Als sie aber das hörten, schnitt es ihnen ins Herz und sie knirschten mit den Zähnen über ihn. Er aber, voll Heiligen Geistes, blickte zum Himmel empor und sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus zur Rechten Gottes stehen. Und er sprach: Siehe, ich sehe den Himmel offen und den Sohn des Menschen zur Rechten Gottes stehen.“

[3:44] Stephanus nun, er hatte gerade ein großes Zeugnis abgelegt und er hatte den Menschen das Evangelium gebracht. Vor dem Hohen Rat hatte er Christus bekannt und sie wussten ganz genau, dass er im Recht war, denn der Geist hatte sie überführt. In ihren Herzen wussten sie, dass es ungerecht wäre, Hand an diesen Mann zu legen und trotzdem knirschten sie mit den Zähnen über ihn. Sie hassten ihn, sie wollten ihn loswerden und dann, dann wollten sie ihn steinigen. Sie hatten keine Argumente und wollten ihn steinigen.

[4:18] Und dann lesen wir das allererste Mal von einer besonderen Person in Vers 58: „Und als sie ihn aus der Stadt hinausgestoßen hatten, steinigen sie ihn, und die Zeugen legten ihre Kleider zu den Füßen eines jungen Mannes nieder, der Saulus hieß.“

[4:41] Um diesen jungen Mann soll es nun gehen, dieser junge Mann, der bei dieser Steinigung des ersten großen Diakons Stephanus dabei stand. Man geht davon aus, dass er in der Nähe war, dass er sich auch dem Disput angehört hatte, dass er vielleicht sogar selber an diesem Streitgespräch beteiligt war. Aber er hat nicht die Steine geworfen, er hat scheinbar nur den Befehl gegeben und er hielt die Kleider der Leute, die ihn gesteinigt haben.

[5:06] Nun, Stephanus starb, aber dieser junge Mann hier, Saulus von Tarsus, wird uns hier in der Bibel das erste Mal vorgestellt und er wird noch als ein junger Mann beschrieben. Und er war nicht nur ein junger Mann, er war sogar, wenn wir alle Zeugnisse von ihm zusammenfassen, die wir haben, er war eigentlich die Hoffnung Israels, er war ein hochgelehrter junger Mann, er war ein Schüler Gamaliels und er war hoch angesehen im ganzen Volk.

[5:33] Nun, wir schauen mal, wie es weitergeht und lesen Apostelgeschichte 8, Vers 1: „Saulus aber hatte seiner Ermordung zugestimmt. Und an jenem Tag erhob sich eine große Verfolgung gegen die Gemeinde in Jerusalem, und alle zerstreuten sich in die Gebiete von Judäa und Samaria, ausgenommen die Apostel.“

[5:53] Paulus hatte seine Zustimmung gegeben, das heißt, er muss in irgendeinem Gremium oder in irgendeiner Autorität gewesen sein, dass es seine Zustimmung bedurfte, um den Stephanus zu steinigen. Nun, er stimmte zu, Stephanus starb und jetzt begann die große Verfolgung. Paulus war sozusagen oder der Saulus war sozusagen der Auslöser dieser ersten großen Verfolgung in Jerusalem. Die Christen wurden massiv bedrängt, massiv verfolgt und viele starben. Die Christen flohen nun in sämtliche andere Provinzen, ausgenommen die Apostel, die blieben nämlich zurück in Jerusalem.

[6:31] Wir wollen mal gemeinsam lesen von Ellen White aus „Das Leben Jesu“ Seite 189, Absatz 2. Hier heißt es: „Ich sah, dass Stephanus ein mächtiger Mann Gottes war, besonders dazu ausersehen, eine wichtige Stellung in der Gemeinde zu bekleiden. Satan frohlockte über seinen Tod, denn er wusste, dass die Jünger den Verlust schmerzlich empfinden würden. Aber der Triumph Satans war nur kurz, denn in jener Menge, die Zeuge von dem Tode des Stephanus war, befand sich einer, dem Jesus sich selbst offenbaren wollte. Saulus war ein begabter, talentvoller Mann. Durch seinen Eifer auf seine Studien war er bei den Juden hoch angesehen, während er von vielen der Jünger Christi gefürchtet wurde. Seine Gaben wurden vom Satan erfolgreich benutzt, seine Empörung gegen den Sohn Gottes und diejenigen, die an ihn glaubten, auszuführen. Aber Gott kann die Kraft des großen Feindes brechen und die von ihm Gefangenen befreien. Christus hatte Saulus als ein auserwähltes Rüstzeug erwählt, seinen Namen zu predigen, die Jünger in ihrer Arbeit zu stärken und den Platz des Stephanus völlig auszufüllen.“

[7:42] Stephanus war gestorben, er litt das Martyrium, aber Saulus von Tarsus sollte seinen Platz einnehmen. Doch wie war das möglich? Saulus von Tarsus war voller Hass auf die Gemeinde. Er war so motiviert und so strebsam darin, die Gemeinde auszurotten, dass die Gemeinde sich jetzt mittlerweile zerstreut hatte, sie ist geflohen aus Jerusalem. Und Saulus, er versuchte, jeden einzelnen Christen, also aus dieser Sekte des Nazareners, auszurotten, damit auch endlich das Volk Israel wieder als Volk seine eigene Herrschaft bekommen kann. Er wollte die Herrschaftsstellung, die Vormachtstellung Israels wieder aufbauen. Das war gar nicht so ein falscher, schlimmer Gedanke. Er hatte wirklich nach seinem Ermessen das Richtige getan, aber er kannte die Stimme Gottes noch nicht wirklich. Er hat es noch nicht verstanden, dass Gott Liebe ist.

[8:46] Nun, während die Gemeinde sich jetzt zerstreut und sich in den Provinzen verteilt und das erste Missionsfeld in Samaria beginnt, ist Saulus noch immer in Jerusalem und versucht, die Christen dort zu vernichten. Die erste Missionsarbeit beginnt jetzt im ganz kleinen Rahmen. Das sind die ersten Missionare, sind Philippus und Petrus und Johannes, die in Samaria das erste kleine Werk beginnen. Saulus ist immer noch in Jerusalem und versucht, die Christen zu verfolgen.

[9:22] Wir lesen, wie es weitergeht mit ihm in Apostelgeschichte 9, Verse 1 und 2: „Saulus aber, der noch Drohung und Mord schnaubte gegen die Jünger des Herrn, ging zum Hohenpriester und er bat sich von ihm Briefe nach Damaskus an die Synagogen, in der Absicht, wenn er irgendwelche Anhänger des Weges fände, ob Männer oder Frauen, sie gebunden nach Jerusalem zu führen.“

[9:47] Paulus wollte unbedingt diese Christen töten. Saulus schnaubte noch immer Mord gegen die Jünger des Herrn. Er wollte sie alle ausrotten. Keiner sollte übrig bleiben. Es war wie eine Sekte in Israel und er wollte sie loswerden und er dachte, er tut damit ein gutes Werk. Er tut dem Herrn damit einen Gefallen, wenn er dieses Sektierertum ausrottet. Um das auszuführen, ging nun Paulus zum Hohen Rat und ließ sich Briefe geben, die ihn dazu berechtigten und die Autorität gaben, all diese Jünger Christi gefangen nach Jerusalem zu bringen. Also, er begann sozusagen jetzt seinen ersten großen Kreuzzug.

[10:32] Ich möchte euch mal was zeigen, was wir später lesen können von Paulus im Philipperbrief. Schaut ich das mal an. Wir lesen Philipper 2, Vers 4 bis 6. Es ist nicht Philipper 2, es ist Philipper 3. Wir lesen Philipper 3, Vers 4 bis 6. Paulus gibt ein Selbstzeugnis, als er damals noch der Saulus war. Er sagt: „Obwohl auch ich mein Vertrauen auf Fleisch setzen könnte, wenn ein anderer meint, er könne auf Fleisch vertrauen, ich viel mehr. Beschnitten am achten Tag, aus dem Geschlecht Israel, vom Stamm Benjamin, ein Hebräer von Hebräern, im Hinblick auf das Gesetz ein Pharisäer, im Hinblick auf den Eifer ein Verfolger der Gemeinde, im Hinblick auf die Gerechtigkeit im Gesetz untadelig gewesen.“

[11:21] Also der Saulus, das war so ein richtiger Vorzeige-Israelit. Der war ein ganz, ganz Treuer im Gesetz. Er sagt, ich bin untadelig gewesen im Gesetz. Ich war ein Hebräer, dem Gesetz nach sogar ein Pharisäer. Er war sogar ein religiöser Führer. Er war hochgebildet und wenn einer auf Fleisch hätte vertrauen können, er am allermeisten. Denn sein Leben war nach israelitischer, jüdischer, pharisäischer Vorstellung komplett heilig. Er hat ein richtiges Vorzeige-Leben geführt und wollte jetzt natürlich diese Sektierer ausrotten, die scheinbar den Glauben der Israeliten zerstören.

[11:58] Und dann schaut man, was seine Apostelgeschichte 22 beschreibt, wie er vor seiner Bekehrung war, da schreibt der Arzt Lukas über ihn, Apostelgeschichte 22, Vers 3, 4 und 5: „Hier heißt es: Ich bin ein jüdischer Mann, geboren in Tarsus in Zizilien, aber erzogen in dieser Stadt zu den Füßen Gamaliels und erwiesen in der gewissenhaften Einhaltung des Gesetzes der Väter, und ich war ein Eiferer für Gott, wie ihr alles heute seid. Ich verfolge diesen Weg bis auf den Tod, indem ich Männer und Frauen bann und ins Gefängnis überlieferte, wie mir auch die Hohepriester und die ganze Ältestenschaft Zeugnis gibt. Von ihnen empfing ich sogar Briefe an die Brüder und zog nach Damaskus, um auch die, welche dort waren, gebunden nach Jerusalem zu führen, damit sie bestraft würden.“

[12:46] Der Saulus vor seiner Bekehrung, er war so ein Eiferer für den Herrn und er hat großes Ansehen gehabt auch im Hohen Rat und nun geben sie ihm Briefe, lässt sich Briefe geben und zieht nach Damaskus. Und in Damaskus möchte er die dortigen Christen, also die gerade Bekehrten, möchte er ausrotten, möchte sie vernichten, möchte sie zurück nach Jerusalem schicken und vor Gericht stellen.

[13:15] Nun, wir lesen die Geschichte in Apostelgeschichte 9, was dann passiert ist. Apostelgeschichte 9, ab Vers 3: „Als er da hinzog, begab es sich, dass er sich Damaskus näherte und plötzlich umstrahlte ihn ein Licht vom Himmel und er fiel auf die Erde und hörte eine Stimme, die zu ihm sprach: Saul, Saul, warum verfolgst du mich? Er aber sagte: Wer bist du, Herr? Der Herr aber sprach: Ich bin Jesus, den du verfolgst. Es wird dir schwer werden, gegen den Stachel auszuschlagen.“

[13:47] Saulus von Tarsus, der große Eiferer, jetzt auf dem Weg nach Damaskus und bevor er die Stadt erreicht, umstrahlt er ein helles Licht. Sogar seine Mitreisenden sind geblendet und er noch viel mehr. Und während er diese Vision hat, fragt er: „Wer bist du?“ Und es wird klar, er spricht mit Jesus Christus und Jesus sagt: „Ich bin der, den du verfolgst.“ Denn wenn jemand die Gemeinde Christi verfolgt, verfolgt er Christus damit selbst. Und dann sagt er sowas hochinteressantes. Er sagt: „Es wird dir schwer fallen, gegen den Stachel auszuschlagen.“ Das ist ein ganz interessanter Hinweis, den wir hier finden, der uns ein bisschen Einblick gibt in die Beziehung, die Saulus schon zu Gott hatte. Denn Saulus kannte wohl die Führung Gottes und er wusste, dass Gott mit uns sprechen kann. Er hatte Saulus angeleitet, die richtigen Dinge zu tun, aber Saulus hat sich jetzt scheinbar dagegen gestellt.

[14:51] Er sagt: „Es wird dir schwer fallen, gegen den Stachel auszuschlagen.“ Der Stachel war damals so ein Instrument, so ein Stock mit einer Spitze, mit dem man versucht hat, zum Beispiel Ochsen beim Pflügen, die ihrer Arbeit nicht nachkommen, die Richtung zu geben oder sie anzutreiben, doch zu arbeiten. Nun, so wie der Heilige Geist auch uns antreibt, damit wir im Weinberg Gottes arbeiten. Und Saulus war auch angetrieben zu arbeiten, doch jetzt sagt ihn der Treiber: „Es wird dir schwer fallen, gegen den Stachel auszuschlagen.“ Willst du wirklich die Gemeinde verfolgen? Dein Gewissen wird dir sagen, dass du falsch bist und du weißt genau, dass du falsch bist.

[15:31] Und Saulus muss sich hier im Klaren gewesen sein, dass er auf das falsche Pferd gesetzt hat. Sein Gewissen hat ihn ja längst überzeugt, er wusste ja, diese Menschen waren unschuldig. Blinder Eifer hat ihn dazu getrieben, das zu tun, was er tat, diese Menschen zu verfolgen. Und Saulus merkte jetzt, dass er Christus eigentlich gar nicht kannte. Er war ein Eiferer im Gesetz gewesen, aber er kannte Christus nicht. Er kannte das Wesen Christi nicht.

[16:05] Schaut mal, wie er selber später Zeugnis gibt in Römer 7. Sein Leben hat sich hier massiv geändert. Römer 7 und hier Vers 9. Paulus sagt: „Ich aber lebte, als ich noch ohne Gesetz war. Als aber das Gebot kam, lebte die Sünde auf und ich starb.“ Wenn man das hier in Römer, dieses Zeugnis von Paulus liest und fragt: „Wann warst du denn ohne Gesetz?“ Als du Saulus von Tarsus warst, da warst du ein Eiferer im Gesetz. Du kanntest das Gesetz seit deiner Kindheit, nicht erst seit deiner Jugend. Als Kind warst du schon im Gesetz unterwiesen. Du warst im Gesetz nach ein Pharisäer. Bis du zehn Jahre alt warst, kanntest du die ganzen fünf Bücher Mose auswendig. Bis 14 Jahre kanntest du das ganze Alte Testament auswendig. Wann warst du denn ohne Gesetz?

[16:52] Aber Paulus spricht hier von der Zeit seiner Bekehrung. Er dachte, er wäre im Gesetz gewesen und dann plötzlich auf dem Weg nach Damaskus begegnet ihm Jesus Christus und er sieht das lebendige Wort Gottes. Er sieht das Gesetz Gottes in Person in Jesus Christus und er erkennt, dass das Gesetz Gottes Liebe ist und Liebe fordert. Saulus erkennt, dass alles, was er gemacht hat, bisher ohne Liebe war und er sagt: „Ich war ohne Gesetz. Ich lebte, als ich noch ohne Gesetz war.“ Damals war ich Saulus von Tarsus. Als aber das Gebot kam, als Jesus Christus mir lebendig erschienen ist, lebte die Sünde auf und ich starb. Ich erkannte, wie sündig ich bin im Spiegel auf Jesus Christus. Jesus Christus, der vollkommen Sündlose, der Charakter Gottes, die Liebe Gottes und ich erkannte mich selbst. Ich sah, wie voller Sünde ich war und ich starb.

[17:47] Paulus ist hier wirklich gestorben. Der Saulus von Tarsus, der in diese Begegnung mit Christus kam, hat das Angesicht Jesu Christi gesehen. Und was sagt die Bibel? Gott sagt: „Wer mein Angesicht sieht, der stirbt.“ Saulus von Tarsus sieht das Angesicht Christi und der alte Mensch stirbt. Der alte Saulus geht zugrunde.

[18:19] Und dann geht es weiter. Wir lesen Apostelgeschichte 9, Vers 6. Ab Vers 6 bis 9. Apostelgeschichte 9, 6 bis 9: „Sprich mit Zittern und Schrecken: Herr, was willst du, dass ich tun soll? Und der Herr antwortete ihm: Steh auf und geh in die Stadt hinein. So wird man dir sagen, was du tun sollst. Die Männer aber, die mit ihm reisten, standen sprachlos da, denn sie hörten die Stimme nicht. Sie hörten die Stimme, sahen aber niemand. Da stand Saulus von der Erde auf, doch obgleich seine Augen geöffnet waren, sah er niemanden. Sie leiteten ihn aber an der Hand und führten ihn nach Damaskus. Und er konnte drei Tage nicht sehen und aß nicht und trank nicht.“

[19:04] Der überwältigte Saulus wird nun in den Dienst des lebendigen Gottes gestellt, für den er dachte, ohnehin schon bereit, seit Jahren zu arbeiten. Doch er war all die Jahre blind gewesen für den wahren Charakter Jesu. Er wusste nicht, dass das Gesetz Liebe ist. Die Blindheit, die er jetzt trägt, ist ein gutes Gleichnis auf den alten Charakter, den er hatte. Er war jahrelang blind gewesen. Er war blind vor Eifer. Er war blind im Gesetz. Er hat Christus in dem Gesetz gar nicht erkannt. Aber jetzt hat er die Liebe erkannt, die von jetzt an sein Leben bestimmen sollte.

[19:36] Und hätte der Stephanus das damals gewusst, was seinen Tod verursachen würde, ein Saatkorn in das Herz des Saulus hineinzusetzen, er hätte sich gefreut, dass er diesen Märtyrer-Tod sterben darf. Denn aus dem Saulus von Tarsus wird das einst das größte Werk erwachsen, das in der christlichen Geschichte beschrieben ist. Saulus von Tarsus wird die ganze Welt erreichen.

[20:04] Nun, wie geht es weiter? Apostelgeschichte 9. Wir lesen weiter in Vers 10: „Es war aber in Damaskus ein Jünger namens Ananias. Zu diesem sprach der Herr in einem Gesicht. Ananias, er sprach: Hier bin ich ja. Der Herr sprach zu ihm: Steh auf und geh in die Gasse, die man die Gerade nennt, und frage im Haus des Judas nach einem Mann namens Saulus von Tarsus, denn siehe, er betet. Und er hat in einem Gesicht einen Mann namens Ananias gesehen, der hereinkam und ihm die Hand auflegte, damit er wieder sehend werde.“

[20:39] Da antwortete Ananias: „Herr, ich habe von vielen über diesen Mann gehört, wie viel Böses er deinen Heiligen in Jerusalem zugefügt hat. Und hier hat er Vollmacht von den obersten Priestern, alle, die deinen Namen anrufen, gefangen zu nehmen.“ Ananias muss wirklich schockiert gewesen sein, als er das hörte. Doch der arme Saulus war nun in Damaskus angekommen. Saulus war gezeichnet von dem Kampf, den er gerade mit Christus geführt hatte. Erst hat er die Gemeinde verfolgt, doch dann begegnete ihm Christus selbst. Und diesen Kampf konnte Saulus nicht gewinnen, nicht mal der große Saulus von Tarsus. Als er aus dem Kampf herauskam, war er blind, hilflos und bestimmt voller Fragen.

[21:20] Saulus von Tarsus betete nun und fastete inständig, als er in Damaskus war. Sein Augenlicht hat er noch nicht wieder gewonnen. Und auch in einem Traum erscheint ihm ein gewisser Ananias. Und diesem nun gibt Gott den Auftrag, dorthin zu gehen, in das Haus des Judas, in der Straße, die man die Gerade nennt. Das ist auch ein interessantes, eine interessante Parallele hier. Denn der Weg, den Saulus von Tarsus gegangen war, war nicht gerade. Er hat die geraden Wege Gottes immer gekrümmt. Er hat den Charakter Gottes nie wirklich dargestellt. Er hat gedacht, für Gott zu eifern, Gottes Werk voranzubringen, aber er hat den geraden Weg Gottes immer krumm gemacht. Aber jetzt, nachdem Christus ihm begegnet ist, nachdem er die Liebe gesehen hat, ist er auf der geraden Straße, in einem Haus von einem gewissen Judas. Das ist hochinteressant, wie das zusammen konstatiert ist.

[22:15] Und jetzt kommt der Ananias. Der Ananias begegnet nun dem Paulus und er gibt ihm neues Augenlicht. Christus hätte Paulus auch sehend machen können, aber Christus hat das nicht getan. Er gab diesen Auftrag an seine Gemeinde. Die Gemeinde sollte dafür sorgen, dass der Saulus von Tarsus, der große Eiferer, jetzt das Licht des Lebens bekommt. Das Evangelium sollte von der Gemeinde zu Saulus von Tarsus gebracht werden. Und das wurde gemacht.

[22:58] Der große Eiferer würde jetzt in kurzer Zeit der große Missionar werden, sowas wie der Patriarch der ersten Christenheit. Erinnert euch an die Geschichte von Jakob, der am Jabbok mit dem Engel des Herrn gerungen hat. Da war Jakob, er ist krumme Wege gegangen. Gott hatte gerade Wege vorgesehen und Jakob ging krumme Wege. Er krümmte die Wege des Herrn. Er machte viel Schlechtes. Er übte Betrug und er war ein großer Sünder. Aber am Jabbok rang Gott mit ihm. Die beiden kämpfen miteinander. Und aus diesem Kampf ging Jakob hervor. Er konnte diesen Kampf nicht gewinnen, aber er ging aus diesem Kampf hervor als ein gebrochener Mann. Der Jakob, der alte Jakob, ist gestorben. Und ein neuer Mann namens Israel ist hervorgekommen und er wurde der Patriarch des ganzen Volkes, der Gründungsvater.

[24:03] Genau das Gleiche findet jetzt mit Paulus statt. Saulus von Tarsus geht in einen Kampf hinein, den er nicht gewinnen kann. Er sieht Christus von Angesicht zu Angesicht. Der alte Mensch wird gebrochen. Saulus von Tarsus sieht, dass er falsch war. Und aus diesem Ringkampf mit Christus kommt ein gebrochener Mann. Paulus kommt hervor. Ein Mann, der zukünftig der Patriarch der Christenheit sein sollte. Er wird derjenige sein, der das Evangelium in die Welt tragen wird. Er wird derjenige sein, der die ersten Gemeinden gründen wird. Er wird derjenige sein, der die Hälfte aller Bücher im Neuen Testament geschrieben hat, von denen wir heute so viel lesen. Er war damals ein großer Missionar und er ist noch heute durch seine Schriften für uns ein großer Missionar. Er zeigt uns, wer Christus wirklich ist. Die gleiche Geschichte bei Jakob wie auch bei Saulus von Tarsus und wahrscheinlich auch in deinem Leben. Denn jeder von uns muss diese Begegnung mit Christus haben und jeder von uns muss dieses Brechen im Herzen haben. Unser alter Mensch muss sterben, der neue Mensch soll hervorkommen.

[25:10] Nun, für Ananias war das bestimmt eine besondere Begebenheit, als er plötzlich hörte, dass der Saulus von Tarsus Christus angenommen hatte. Er hatte Angst, denn er wusste, wer das ist. Er kannte diesen Mann und sich ihm zu zeigen, wäre der sichere Tod. Und trotzdem wird er dorthin geschickt. Gehe zu ihm, Saulus von Tarsus. Er ist in seiner Kammer und er betet. Und Ananias folgt der Stimme und geht zu Saulus.

[25:41] Wir lesen Apostelgeschichte 26. Schau dir das mal an. Apostelgeschichte 26, Vers 9 bis 18. Das ist ein langer Text, wir wollen gemeinsam lesen. Apostelgeschichte 26, Vers 9 bis 18: „Ich habe zwar auch gemeint, ich müsste gegen den Namen Jesu des Nazareners viel Feindseliges verüben, was sie auch in Jerusalem tat und viele der Heiligen ließ sich ins Gefängnis schließen, wozu ich von den obersten Priestern die Vollmacht empfangen hatte, und wenn sie getötet werden sollten, gab ich die Stimme dazu. Und in allen Synagogen wollte ich sie oft durch Strafen zur Lästerung zwingen und über die Maßen wütend gegen sie verfolgte ich sie sogar bis in die auswärtigen Städte. Als ich dabei mit Vollmacht und Erlaubnis von den obersten Priestern auch nach Damaskus reiste, sah ich mitten am Tag auf dem Weg, oh König, vom Himmel her ein Licht, heller als der Glanz der Sonne, das mich und meine reisenden Gefährten umleuchtete. Als wir aber alle zur Erde fielen, hörte ich eine Stimme zu mir reden und in hebräischer Sprache sagen: Saul, Saul, warum verfolgst du mich? Es wird dir schwer werden, gegen den Stachel auszuschlagen. Ich aber sprach: Wer bist du, Herr? Er sprach: Ich bin Jesus, den du verfolgst. Aber stehe auf und stelle dich auf deine Füße, denn dazu bin ich dir erschienen, um dich zum Diener und Zeugen zu bestimmen für das, was du gesehen hast und für das, worin ich mich dir noch offenbaren werde. Und ich will dich erretten von dem Volk und von den Heiden, unter die ich dich jetzt sende, um ihnen die Augen zu öffnen, damit sie sich bekehren von der Finsternis zum Licht und von der Herrschaft des Satans zu Gott, damit sie Vergebung der Sünden empfangen und ein Erbteil unter denen, die durch den Glauben an mich geheiligt sind.“

[27:27] Jesus Christus gibt Saulus von Tarsus nun diesen riesigen Auftrag: Geh und verkündige das Evangelium. Ich werde dein Schutz sein in Jerusalem, in den Städten und unter den Heiden. Ich werde bei dir sein und ich werde dein Leben führen. Was muss in Saulus vorgegangen sein, als er das hörte? Er hatte gerade noch gegen die Christen gekämpft und jetzt gibt ihm Jesus Christus, Gott selber, den Auftrag: Ich möchte dich zu meinem obersten Missionar machen. Ich werde an deiner Seite stehen und ich werde mit dir zusammen dein Leben lang gehen und dein Leben wird sich ändern. Vorher warst du der große Saulus von Tarsus, die Hoffnung Israels, der hochgebildete Mann, aber von nun an wirst du Paulus sein, der Kleine, und ich werde mächtig sein in dir. Ich werde dich zum großen Missionar machen, ich werde dich zu einem Licht machen, damit alle Menschen in der Finsternis erreicht werden können. So wie Christus gerade eben den Saulus in seiner Finsternis erreicht hatte, so möchte Christus jetzt den Saulus zu einem Licht machen, um die Menschen an allen Orten in der Dunkelheit zu erreichen.

[28:39] Was für ein Gefühl für Saulus von Tarsus, der sich später selbst als den größten Sünder bezeichnet. Nun gehen wir gemeinsam mal in dieses Dienstagsthema hinein. Was ist eigentlich alles in Damaskus passiert? Wir gehen wieder in Apostelgeschichte 9 zurück und lesen ab Vers 17 bis 20. Hier heißt es: „Da ging Ananias hin und trat in das Haus und legte ihm die Hände auf und sprach: Bruder Saul, der Herr hat mich gesandt, Jesus, der dir erschienen ist auf der Straße, die du herkamst, damit du wieder sehend wirst und erfüllt wirst mit dem Heiligen Geist. Und sogleich fiel es wie Schuppen von seinen Augen und er konnte augenblicklich wieder sehen und stand auf und ließ sich taufen und er nahm Speise zu sich und kam zu Kräften.“

[29:28] Saulus von Tarsus wurde jetzt in Damaskus getauft. Er wurde wieder sehend, er bekam sein Augenlicht zurück. Das Licht, das er bekam, sollte er zukünftig in alle Welt tragen. Wir sehen hier die Taufe von Saulus von Tarsus und es heißt, der Heilige Geist kam über ihn. Er rüstete ihn jetzt auf für das große Werk, das er mit ihm vorhatte.

[29:52] Nun, was hat er gemacht nach seiner Taufe? Saulus von Tarsus war jetzt Mitglied dieser Sekte des Nazareners. Er gehörte jetzt zur ersten Christengemeinde. Wir lesen weiter in Vers 20: „Und sogleich verkündigte er in den Synagogen Christus, dass dieser der Sohn Gottes ist.“ Alle aber, die ihn hörten, staunten und sprachen: „Ist das nicht der, welcher in Jerusalem die verfolgte, die diesen Namen anrufen, und der dazu hierher gekommen war, um sie gebunden zu den obersten Priestern zu führen?“ Saulus aber wurde noch mehr gestärkt und beunruhigte die Juden, die in Damaskus wohnten, indem er bewies, dass dieser der Christus ist.

[30:39] Saulus ging nun von Synagoge zu Synagoge und die Juden, die staunten und sagten: „Moment mal, ist das nicht der, der hierher kommen sollte, um uns von dieser Sekte zu befreien, von denen die Christus verkündigen?“ Und jetzt verkündigt er selber Christus und zwar Jesus als Christus. Und er bewies anhand der Schriften mit Sicherheit, dass Jesus der Christus ist.

[31:07] Vor den Juden konnte er das beweisen. Nun, er war ein Hochgelehrter. Er kannte die Schriften in- und auswendig, wie auch die anderen Pharisäer. Aber er war vom Heiligen Geist gesegnet und er bewies, dass Christus in Jesus erschienen ist. Wir lesen weiter in Versen 23, 9 Vers 23 bis 25: „Als aber viele Tage vergangen waren, beschlossen die Juden miteinander, ihn umzubringen. Doch ihr Anschlag wurde dem Saulus bekannt und sie bewachten die Tore Tag und Nacht, um ihn umzubringen. Da nahmen ihn die Jünger bei Nacht und ließen ihn in einem Korb über die Mauer hinab.“

[31:41] Nun, Saulus von Tarsus hatte jetzt in Damaskus gewirkt. Er hatte das Evangelium in die Synagogen gebracht und die Juden konnten ihm nichts erwidern, denn auch sie waren überführt von der Wahrhaftigkeit des Evangeliums. Auch sie wussten jetzt, Jesus ist der Christus und sie wussten nichts weiter zu machen. Sie konnten nicht mit ihm argumentieren, also versuchten sie ihn umzubringen. Das wurde bekannt und so musste Saulus von Tarsus das erste Mal in seinem Leben fliehen. Später würde er öfter noch fliehen müssen. Sein Leben wird ein Leben in der Flucht sein. Sein Leben hat sich ja komplett geändert. Während er früher derjenige war, der verfolgte, ist er jetzt der Verfolgte. Aus einem Verfolger wird ein Verfolgter.

[32:35] Saulus von Tarsus hat sein Leben aufgegeben, hat sein Leben abgegeben, hat es Christus in die Hände gelegt und hat das Leben Jesu angenommen. Ein Leben als Knecht, ein Leben unter Verfolgung, ein Leben der Schmach, aber mit Freude im Herzen und Kraft aus dem Heiligen Geist. Ich glaube, auch heute gibt es Menschen, die wie Saulus von Tarsus Eiferer sind für das Wort Gottes, ohne Christus wirklich zu kennen. In allen Gemeinden gibt es diese Menschen. Sie möchten richtig für Christus arbeiten. Sie möchten das Richtige tun, ohne dass sie ihn wirklich kennen. Aber wenn wir diese Menschen erreichen, wenn wir für diese Menschen beten und ihnen Christus zeigen, seinen wahren Charakter, seine Liebe, können auch diese Menschen gewonnen werden und große, große Kämpfer im Werk Gottes werden.

[33:35] Wir lesen weiter und schauen uns mal an. Wir haben gerade festgestellt, Saulus hatte sein Leben Christus gegeben. Sein großes, herrliches, wundervolles Leben, das er hatte, hat er Christus zu Füßen gelegt. So sehr hat er Christus geliebt, dass er ihm alles gegeben hat. Und jetzt empfängt er das Leben Jesu. Das wird das ewige Leben sein. Später wird Christus ihm einmal die Krone des Lebens geben. Aber das Leben Jesu heißt auch, ein Leben in Entbehrung und Verfolgung zu leben. Ein Reinigungsprozess, der im Herzen stattfindet.

[34:04] Wir gehen jetzt mal in den Galaterbrief. Den Galaterbrief wollen wir gemeinsam studieren in diesem Quartal, auch wenn das heute unser einziger Vers im Galaterbrief sein wird, oder der einzige Abschnitt im Galaterbrief, den wir uns angucken wollen. Nämlich Galater 1, die Verse 15 bis 19. Hier gibt Saulus von Tarsus ein Zeugnis von sich selbst oder Paulus ein Zeugnis von sich. Und ab Vers 15 sagt er: „Als es aber Gott, der mich von Mutterleib an ausgesondert und durch seine Gnade berufen hat, wohlgefiel, seinen Sohn in mir zu offenbaren, damit ich ihn durch das Evangelium unter den Heiden verkündigte, ging ich sogleich nicht mit Fleisch und Blut zurate, zog auch nicht nach Jerusalem hinauf zu denen, die vor mir Apostel waren, sondern ging weg nach Arabien und kehrte wieder nach Damaskus zurück. Darauf, nach drei Jahren, zog ich nach Jerusalem hinauf, um Petrus kennenzulernen und blieb 15 Tage bei ihm. Ich sah aber keinen der anderen Apostel, nur Jakobus, den Bruder des Herrn.“

[35:04] Nachdem Saulus nun getauft wurde und in Damaskus lebte, wo er das Evangelium in den Synagogen verkündet hatte und sie ihn umbringen wollten, in einem Korb an der Mauer runterließen und er nachts fliehen musste, floh er nicht nach Jerusalem, sondern ging nach Arabien. Zu jenem Ort, wo auch der Berg Sinai steht, wo damals Gott seinem Volk das Gesetz gegeben hatte. Saulus von Tarsus, der eben gerade noch das lebendige Gesetz Gottes gesehen hatte, begibt sich nach Arabien. Wir wissen nicht genau, was er in Arabien gemacht hat, aber er war eine Weile da und kehrte dann von Arabien zurück nach Damaskus. In Damaskus lebte er einige Jahre, drei Jahre, und dann ging er erst nach Jerusalem. Dann hat er erst die anderen Apostel kennengelernt, wobei die anderen Apostel, er sah ja nur Petrus und Jakobus.

[36:08] Die Apostel und die Christen dort waren wohl einigermaßen erstaunt, selbst nach drei Jahren, als der Saulus von Tarsus plötzlich wieder auftaucht. Wir lesen mal Apostelgeschichte 9 Vers 26 bis 27, womit wir auch unseren Mittwochsabschnitt beginnen: „Das Evangelium erreicht die Heiden.“ Apostelgeschichte 9, Vers 26 und 27: „Als nun Saulus nach Jerusalem kam, versuchte er, sich den Jüngern anzuschließen, aber sie fürchteten ihn alle, weil sie nicht glaubten, dass er ein Jünger sei. Barnabas aber nahm ihn auf, führte ihn zu den Aposteln und erzählte ihnen, wie er auf dem Weg den Herrn gesehen und dass dieser zu ihm geredet habe und wie er Damaskus freimütig in dem Namen Jesu verkündigt habe.“

[36:54] Nach Jerusalem kommt, nun fürchten sich die Christen vor Saulus so sehr, dass er Schwierigkeiten hatte, sich der Gemeinde dort anzuschließen. Wie sehr wird er sich gefreut haben, dass sich der Barnabas plötzlich erbarmt über ihn und ihn aufnimmt, ihm Liebe gibt und sich um den Verfolgten kümmert. Denn Saulus war verfolgt. Er war verfolgt jetzt in Damaskus und auch in Jerusalem. Sein Leben wird ein Leben der Verfolgung sein und jetzt kommt jemand und nimmt ihn auf und er bringt ihn zu den Aposteln. Das erste Mal hat Saulus von Tarsus nun die Möglichkeit, wirklich mit den Aposteln zu sprechen. Er hatte ja vorher noch keinen gesehen, obwohl er schon eifrig verkündet hatte. Für ihn war alles neu. Er hatte ja eben gerade sein ganzes Lebenswerk aufgegeben. Er hatte seinen Lebensstandard aufgegeben. Seine alten Freunde hat er verlassen. Seinen Arbeitsplatz ist verloren gegangen und seine gesellschaftliche Akzeptanz war hinüber.

[38:04] Was ging wohl in seinem Herzen vor, als Saulus von Tarsus nach Jerusalem kam und keiner ihn aufgenommen hat? Denn jeder hatte Angst, es wäre immer noch der alte Saulus von Tarsus, der die Menschen, die Christen umbringen möchte.

[38:18] Nun, Apostelgeschichte 9, Vers 28: „Und er ging in Jerusalem mit ihnen aus und eine verkündete freimütig im Namen des Herrn Jesus. Er redete und stritt auch mit den Hellenisten. Sie aber machten sich daran, ihn umzubringen. Als das aber die Brüder erfuhren, brachten sie ihn nach Cäsarea und schickten ihn nach Tarsus.“

[38:36] So hatten nun die Gemeinden Frieden in ganz Judäa und Galiläa und Samaria und wurden auferbaut und wandelten in der Furcht des Herrn und wuchsen durch den Beistand des Heiligen Geistes. Nun, das große Lebenswerk des Saulus beginnt jetzt seine Kreise zu ziehen. Schon wieder wird er verfolgt. Er muss wieder fliehen. Diesmal nicht aus Damaskus. Kaum ist er in Jerusalem angekommen, kaum fängt er da an zu verkündigen und zwar mächtig zu verkündigen. Der Saulus wurde so ein großer Pfeiler in der ersten Kirche, so eine Stütze, dass die Gegner, die Juden, ihn sofort wieder umbringen wollen. Und wieder muss er fliehen. Er flieht aus Jerusalem, die Stadt, in der er einst so gerne ein- und ausgegangen ist, die Stadt seiner Väter, die Stadt, in der die Pharisäer, der Hohe Rat, saß. Und nun flieht er und er geht in die Heidenmission. Paulus, also der Saulus, wird jetzt zum großen Missionar.

[39:39] Aber noch ist es nicht ganz so weit. Noch flieht er erstmal. Man weiß nicht ganz genau, was jetzt in den nächsten Jahren sozusagen passiert. Man weiß nicht genau, wo er hin ist. Er flieht von Jerusalem und vielleicht flieht er nach Tarsus, denn später wird er aus Tarsus gerufen. Vielleicht ist er nach Tarsus gegangen, um seine Familie zu sehen. Vielleicht hat er noch was regeln müssen. Einige behaupten, er wurde damals enterbt und aus seiner Familie ausgeschlossen. Ob das wahr ist, weiß ich nicht. Ich habe dafür keine Zeugnisse, die das belegen. Aber es mag so sein. Denn später, wenn wir jetzt von Saulus weiterlesen, was passiert ist, stellen wir fest, er wurde aus Tarsus gerufen. Das heißt, er muss irgendwo in Tarsus gewesen sein.

[40:23] Wir lesen Apostelgeschichte 11 weiter, also nach der Missionsarbeit, nach der Geschichte von Cornelius. Apostelgeschichte 11 und wir lesen ab Vers 19: „Die nun, welche sich zerstreut hatten seit der Verfolgung, die sich wegen Stephanus erhoben hatte, zogen bis nach Phönizien und Zypern und Antiochia und redeten das Wort zu niemand als nur zu Juden. Unter ihnen gab es aber einige Männer aus Zypern und Kyrene, die, als sie nach Antiochia kamen, zu den Griechisch Sprechenden redeten und ihnen das Evangelium von dem Herrn Jesus verkündigten. Und die Hand des Herrn war mit ihnen, und eine große Zahl wurde gläubig und bekehrte sich zum Herrn.“

[41:05] Es kam aber die Kunde von ihnen zu den Ohren der Gemeinde in Jerusalem, und sie sandten Barnabas, dass er hingehe nach Antiochia. Und als er ankam und die Gnade Gottes sah, freute er sich und ermahnte alle, mit festen Herzen bei dem Herrn zu bleiben. Denn er war ein guter Mann und voll Heiligen Geistes und Glaubens, und es wurde dem Herrn eine beträchtliche Menge hinzugetan. Und Barnabas zog nach Tarsus, um Saulus aufzusuchen, und als er ihn gefunden hatte, brachte er ihn nach Antiochia. Es begab sich aber, dass sie ein ganzes Jahr zusammen in der Gemeinde blieben und eine beträchtliche Menge lernten, und in Antiochia wurden Jünger zuerst Christen genannt.

[41:42] Nun, als Stephanus gesteinigt wurde, zerstreute sich die ganze Gemeinde, und einige flohen auch in den Norden bis nach Antiochia. Und in Antiochia wurden nun, hatten sie immer das Evangelium, immer den Juden gebracht, damit Juden sich zu Christus bekehren. Jetzt fingen aber einige an, auch den Griechen das Evangelium zu bringen, was andere erstaunte. Aber der Erfolg gab ihnen recht, denn Gott segnete dieses Werk, und die Griechen wurden plötzlich Christen. Und das war ungewöhnlich. Griechen werden Christen. Und als das in Jerusalem die Runde macht, dass in Antiochia plötzlich Griechen das Evangelium annehmen, schicken sie Barnabas hin. Und Barnabas kommt an, sieht das und freut sich. Der Herr erreicht die Heiden. Die Griechen werden von Christus überzeugt. Das Licht scheint in die Finsternis. Er kann es kaum glauben, und er will die Arbeit dort weitermachen. Und sofort geht er nach Tarsus und holt den Saulus von Tarsus zurück. Und Saulus und Barnabas beginnen ein Riesenwerk in Antiochia und lehren die Gemeinde und bauen sie auf. Und viele, viele Seelen werden dort in Antiochia gewonnen. Und es ist das erste Mal nun, dass Menschen Christen genannt werden, hier in Antiochia.

[42:53] Saulus von Tarsus wurde nun sowas wie der Urvater der Christenheit. Und hier in Antiochia wird auch seine erste Missionsreise beginnen. Aus dem großen Pharisäer Saulus wird jetzt der Paulus. Das erste Mal wird dieser Namenswechsel in Apostelgeschichte 13, also kurz hier nacherwähnt, plötzlich heißt Saulus Paulus. Er führt ja den Namen Saulus nach dem großen König, dem ersten König Israels. Ein großer Name, den er trug. Und nun bekommt er den Namen Paulus. Das bedeutet das Gegenteil. Das bedeutet klein oder gering. Welch ein Kontrast. Aber welch eine Lehre steckt da für unser Leben drin? Saulus, König Israels, wird zu Paulus, dem Kleinen und Geringen. Aber sein Werk wird über die Maßen groß. Johannes der Täufer hatte gesagt: „Ich muss abnehmen, er aber muss zunehmen.“ Mein Ich muss immer kleiner werden und Christus in mir muss immer größer werden. Der Saulus von Tarsus musste immer kleiner werden und der Christus musste immer größer werden. Und das ist so schön, dass sein Name geändert wurde von Saulus zu Paulus.

[44:09] Und wir gucken uns noch den Donnerstag gemeinsam an und schauen, was dann passiert ist in der Gemeinde. Wir gehen Apostelgeschichte 15. Geht es weiter? Apostelgeschichte 15. Wir lesen die Verse 1 bis 6. Denn jetzt gab es ja diesen Konflikt, dass die Heiden hatten Christus angenommen. Jetzt sagten einige Juden: „Wenn sie aber das annehmen, dann müssen sie aber erst Juden werden, bevor sie Christen werden.“ Also sie müssen sich erst beschneiden lassen, das Gesetz annehmen und diese ganzen Dinge tun. Und dann erst können sie Christen werden. Und es gab einen Konflikt.

[44:44] Wir lesen mal in Apostelgeschichte 15 ab Vers 1: „Und aus Judäa kamen einige herab und lernten die Brüder: Wenn ihr euch nicht nach dem Gebrauch Moses beschneiden lasst, so könnt ihr nicht gerettet werden. Da nun Zwiespalt aufkam und Paulus und Barnabas eine nicht geringe Auseinandersetzung mit ihnen hatten, bestimmten sie, dass Paulus und Barnabas und einige andere von ihnen wegen dieser Streitfrage zu den Aposteln und Ältesten nach Jerusalem hinaufziehen sollten. So durchzogen sie nun als Abgeordnete der Gemeinde Phönizien und Samaria, indem sie von der Bekehrung der Heiden erzählten und allen Brüdern große Freude bereiteten. Als sie aber nach Jerusalem kamen, wurden sie von der Gemeinde, den Aposteln und den Ältesten empfangen und berichteten alles, was Gott mit ihnen gewirkt hatte. Aber einige von der Richtung der Pharisäer, die gläubig geworden waren, standen auf und sprachen: Man muss sie beschneiden und ihnen gebieten, das Gesetz Moses zu halten.“

[45:36] Da kamen die Apostel und die Ältesten zusammen, um diese Sache zu untersuchen. Nun, jetzt stand hier ein Disput. Pharisäer gegen Pharisäer. Saulus von Tarsus, der jetzt Paulus war, gegen andere Pharisäer, die ebenfalls Christen geworden sind. Hohe Gelehrte standen sich jetzt gegenüber und sprachen: „Was sollen wir tun? Die Heiden wären Christen, sollen wir sie beschneiden und im Gesetz Moses unterrichten oder nicht?“

[45:58] Nun, jetzt gab es diese große Auseinandersetzung und wir sehen hier, sie machen was Tolles, denn sie finden sich zu der ersten Generalkonferenz zusammen. Eine Synode entsteht und es gibt einen Austausch. Jetzt wird entschieden, wie wird weiter vorgegangen, was machen wir nun? Beschneiden wir diese Leute oder nicht?

[46:15] Ganz am Anfang, jetzt im Anfang vom Vers 7, sehen wir, dass Petrus jetzt was sagt. Nachdem aber eine große Auseinandersetzung stattgefunden hatte, stand Petrus auf und sprach zu ihm. Und jetzt gibt Petrus ein Zeugnis und sagt: „Moment mal, erinnert ihr euch, da war was mit Cornelius. Der Cornelius war auch ein Heide und hat das Evangelium angenommen.“ Petrus gibt nun ein Zeugnis und kurz nach ihm, nachdem Petrus jetzt sein Zeugnis vollendet hat und sagt: „Ich weiß genau, dass die Heiden die gleiche Gabe empfangen haben, wie auch wir.“ Also sie konnten in anderen Sprachen reden, wie auch wir das am Anfang getan haben. Jetzt als Nächster, der Nächste, der aufsteht, sind jetzt Paulus und Barnabas. Das heißt, jetzt hier im Vers 12, da schwieg die ganze Menge und hörte Barnabas und Paulus zu, die erzählten, wie viel Zeichen und Wunder Gott durch sie und den Heiden getan hatte.

[47:17] Der erste Sprecher damals auf der ersten Generalkonferenz war Petrus, der das Zeugnis gibt. Hier, da war Cornelius. Nach Petrus waren Sprecher Nummer zwei und drei waren Paulus und Barnabas, die auch ein Zeugnis gaben, was in Antiochia passiert ist. Und dann im Vers 13, nachdem sie aber zu reden aufgehört hatten, ergriff Jakobus das Wort und sagte: „Ihr Männer und Brüder, hört mir zu.“ Als dritter Sprecher nun tritt Jakobus auf, der damalige Gemeindeleiter in Jerusalem, und er verkündet nun seine Meinung, woraufhin eine Entscheidung gefasst wird. Also wir haben sozusagen drei große Blöcke. Block Nummer eins, Petrus spricht. Block Nummer zwei, Paulus und Barnabas sprechen. Und Block Nummer drei, Jakobus spricht.

[48:01] Wie gerne wäre ich damals auf dieser Generalkonferenz dabei gewesen, hätte mir sozusagen das erste Konzil, das Apostelkonzil angehört, diese erste Synode, die zusammengerufen wurde. Wie spannend muss das sein, diese Menschen sprechen zu hören, wenn sie von ihren Erfahrungen berichten. Und was für einen Gewinn könnten wir heute aus der Haltung dieser Gemeinde ziehen, wenn wir das heute auch zur Hand haben würden. Denn es heißt ja hier, sie kamen zusammen und als Paulus und Barnabas sprachen, schwiegen sie. Sie hörten zu, sie hörten die Argumente. Ich wünschte mir, dass es auf jeder unserer Generalkonferenzen auch so wäre, dass wir einander zuhören, einander ausreden lassen, dass wir für und wieder abwägen, dass wir miteinander ein harmonisches Gespräch haben, dass wir wirklich gemeinsam den Willen Gottes suchen, dass wir einander Zeugnisse geben. Wie sehr könnte das Werk Gottes dann gesegnet werden?

[48:47] Wir lesen noch Vers 22, was dann passiert. Daraufhin beschlossen die Apostel und die Ältesten zusammen mit der ganzen Gemeinde, Männer aus ihrer Mitte zu erwählen und mit Paulus und Barnabas nach Antiochia zu senden, nämlich Judas mit dem Beinamen Barnabas und Silas, führende Männer unter den Brüdern.

[49:08] Nun, nach dieser Abstimmung, nachdem sie überlegt haben, was sollen wir jetzt tun? Sie haben gesagt, ja, lasst uns das Evangelium für die Heiden öffnen und es einige Auflagen gab, was zu tun wäre. Die Beschneidung war nicht mehr drin, hatten sie nur Missionare ausgesandt und die erste Generalkonferenz sagte: „Wir brauchen Missionare.“ Und sie senden jetzt vier Missionare los: Barnabas, Judas, Silas und Paulus. Und diese vier nun offiziellen Missionare gehen nach Antiochia zurück, um dort das Werk Gottes zu verbreiten, vorzubereiten, aufzubauen, Menschen zu gewinnen und jeden Menschen, egal aus welcher Kultur, aus welcher gesellschaftlichen Schicht zu erreichen.

[49:52] Und unser Saulus von Tarsus, der Paulus geworden ist, wird zukünftig sogar vor Königen und Kaisern sprechen. Gott wird sein Leben führen, sein Missionswerk beginnt hier, offizieller Auftrag der Kirche. Und in gar nicht langer Zeit wird er von Stadt zu Stadt reisen, wird das Werk Gottes aufbauen, wird Leiden und Entbehrung in Kauf nehmen, aber wird innerlich immer größer und größer und größer werden. Christus wird in ihm Gestalt gewinnen und sein Charakter wird völlig verändert werden. Saulus von Tarsus wird immer mehr Paulus, er wird immer kleiner, bis Christus ganz aus ihm herausleuchtet und er wird ein Licht für die ganze Welt werden. Sein Werk, das er damals begonnen hat, hat sich ausgebreitet und hat heute die ganze Welt erfüllt.

[50:43] So wie die Gemeinde damals den Konflikt gelöst hat, so lasst uns auch Konflikte lösen. Lasst uns zusammenkommen in Liebe und Eintracht und lasst das Wort Gottes studieren. Lasst einander zuhören auf den Generalkonferenzen und wirklich den Willen Gottes suchen. Denn wenn wir in Eintracht zusammenkommen, dann kann das passieren, worauf wir warten. Der Spätregen kann endlich fallen und wieder können Missionare ausgesandt werden und wieder kann das Werk Gottes mächtig vorangehen. Und es wird diesmal nicht nur ausgebreitet das Werk, sondern es wird dann sogar beendet werden. Und ich wünsche mir, dass wir auch eine Generalkonferenz haben, wie dieses erste Konzil, mag es vielleicht das letzte Konzil sein. Eine Generalkonferenz, auf der wir noch einmal alle zusammenkommen, in der wir in Eintracht zusammen sind, in der wir das Werk Gottes besprechen, im Gebet und Liebe zueinander und dann ausziehen, unter der Kraft und dem Geist Gottes im Spätregen das Werk zu vollenden. So wie Paulus damals, so wie er auch heute.

[51:37] Lasst uns beten. Unser lieber Vater im Himmel, wir danken dir dafür, dass du uns in deiner Bibel das Zeugnis von Saulus von Tarsus gegeben hast. Was für einen Weg bist du mit diesem Menschen gegangen? Wie hast du ihn berufen? Was hat er alles erleiden müssen? Was hat er alles aufgegeben für dich? Doch wie sehr hast du ihn gesegnet? Und wie sehr wirst du ihn segnen, wenn er einst in dein Reich kommt und die Krone des Lebens empfängt? Lieber Vater, du wirst auch uns berufen, in deinem Werk zu arbeiten, als Missionare in dein Weinwerk hinauszugehen und Menschen zu berufen. Und du wirst auch bei uns sein, wie du es bei Paulus warst. Du wirst auch unser Leben führen, bis wir eines Tages dich von Angesicht zu Angesicht sehen und wir in dein Reich einziehen. Und darauf freuen wir uns. Bitte lass auch uns ein Licht sein, wie du ein Licht warst, als du unter uns wohntest. Wir danken dir dafür. Im Namen Jesu. Amen.

[52:29] Vielen Dank, dass wir gemeinsam studieren durften, dieses Thema. Und ich möchte euch einladen, auch nächste Woche wieder dabei zu sein, wenn wir unser zweites Kapitel in diesem Portal behandeln und uns den Galaterbrief näher angucken. Ein spannender Brief, auch von Paulus. Er erzählt, was er erlebt hat. Und wir können viel von ihm lernen, wie er mit Dingen umgegangen ist, wie er Situationen gemeistert hat. Lasst uns gemeinsam weiter studieren und vorankommen und wachsen in unserem Glauben. Ich wünsche euch Gottes Segen dabei. Amen.


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