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In dieser Cannstatt Study Hour-Folge mit Chiara Castoro geht es um das Thema „Leben durch den Heiligen Geist“ aus dem Galaterbrief. Die Predigt beleuchtet den Aufruf, im Geist zu wandeln, den inneren Kampf zwischen Geist und Fleisch sowie die Ergebnisse eines Lebens, das vom Heiligen Geist geleitet wird. Es wird erklärt, wie die Frucht des Geistes unser Leben verändert und uns hilft, Gottes Prinzipien zu leben.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2017 Q3: Der Galaterbrief

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Transkript

[0:20] Hallo und herzlich willkommen bei Joel Media TV. Wir werden in dieser Serie, das Evangelium im Galaterbrief, das zwölfte Thema durchnehmen. Und das Thema heißt: Leben durch den Heiligen Geist. Aber bevor wir beginnen, möchte ich gerne mit euch reden. Herr, ich möchte dir danken für den Galaterbrief und was wir daraus auch in den letzten Wochen lernen durften. Und ich möchte dich bitten, dass wir auch jetzt durch das zwölfte Thema bereichert werden, Herr, von deinem Wort. Und dass du uns durch deinen Heiligen Geist führst, in aller Wahrheit. Ich danke dir dafür. Amen.

[1:08] Das Thema, wie bereits erwähnt, ist das Leben durch den Heiligen Geist. Und wir werden hauptsächlich die Verse durchnehmen im Galaterbrief, Kapitel 5, und dort ab Vers 16. Wir wollen das einmal, den Vers 16 lesen. Und darin lesen wir: "Ich sage aber, wandelt im Geist, so werdet ihr die Lust des Fleisches nicht vollbringen." Also in diesen Versen werden wir als erstes darüber reden, was Paulus Aufruf ist, und zwar mit dem Heiligen Geist zu wandeln oder im Geist zu wandeln. Dann als zweites werden wir auch über das Problem, was diese Thematik betrifft, sprechen: den Kampf zwischen dem Geist und dem Fleisch. Und dann aber auch werden wir sehen, was das Ergebnis ist, wenn wir im Geist wandeln. Und Galater 5 schildert uns dann auch die Werke des Fleisches und die Frucht des Geistes. Und das werden wir uns auch kurz anschauen, bis wir dann zu dem Fazit gelangen.

[2:37] Also im Vers 16 lesen wir: "Wandelt im Geist." Das ist der Aufruf, den Paulus hier im Galaterbrief macht, der Gemeinde in Galatien, aber auch für uns heute. Und ja, wenn wir das so lesen, im Geist zu wandeln, dann können wir uns verschiedene Fragen stellen, wie zum Beispiel: Was genau bedeutet das? Oder wie sieht das Ganze aus? Es ist sehr interessant, dass in diesem Vers steht: "Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lust des Fleisches nicht vollbringen." Es scheint so, dass das Wandeln im Geist im Gegensatz steht zu den Werken des Fleisches zu vollbringen. Und es ist interessant, dass hier auch zwei verschiedene Verben stehen: einmal das Wort "wandeln" und einmal das Wort "vollbringen". Und wenn wir uns überlegen, was es bedeutet, die Lust des Fleisches zu vollbringen, dann fällt es uns vielleicht leichter, es zu erklären. Es ist einfach das, was unser Ich, was unsere Wünsche, Lüste sind. Alles, was mit unserem Ich zu tun hat, dass wir das, was wir uns wünschen, tun. Und die Bibel sagt, dass aus dem Menschen nichts Gutes kommt und dass wir eine sündhafte Natur haben. Und dementsprechend sind dann auch die Taten. Und über die Werke des Fleisches werden wir danach nochmal eingehen. Aber was das Wandeln im Geist betrifft, da benutzt eben Paulus einen anderen Verb: "wandeln". Und es ist interessant, was das zu bedeuten mag. Vielleicht, so wie auch Paulus es selbst beschreibt in einem anderen Brief, ist es, dass Christus in mir lebt. Nicht mehr das Fleisch lebt oder sagt aus, was es für Werke vollbringt, sondern es ist der Heilige Geist, es ist Jesus in mir, der Früchte bringt.

[5:27] Und wie funktioniert das? Es geht hier im Vers 16 nicht hauptsächlich nur um das, was der Geist bewirkt, sondern als erstes und als Hauptthema ist wirklich im Geist zu wandeln. Und dazu wollen wir aber nochmal einen Vers lesen, aber wir lesen in Römer, wir gehen zu dem Römerbrief. Und dort Kapitel 13, Römer Kapitel 13 und dort Vers 13 und 14. Und hier steht: "Lasst uns anständig wandeln wie am Tag, nicht in Schlimmereien und Trinkgelagen, nicht in Unzucht und Ausschweifungen, nicht in Streit und Neid, sondern zieht den Herrn Jesus Christus an und pflegt das Fleisch nicht bis zur Erregung von Begierden." So wie wir im Galaterbrief diese Gegenüberstellung hatten von Wandeln im Geist und die Werke des Fleisches zu vollbringen, so haben wir hier auch einen Gegensatz. Wir haben wieder die Werke des Fleisches, aber im Gegensatz dazu ist es Jesus Christus anzuziehen. Das heißt auch, wie bereits erwähnt, es ist nicht mehr ich, der lebe, sondern es ist Jesus in mir, der lebt.

[7:23] Und wir wissen, dass diese Theorie vom Wandeln im Geist, das erscheint uns als ideal, weil wir kennen unser Leben, wir kennen unser Leben als Christen und wir wissen, dass das Leben als Christ Höhen und Tiefen hat und es oftmals nicht so einfach ist, wie es hier in Worten beschrieben wird. Aber zu diesem Problem werden wir auch nochmal kommen. In Römer 8, Vers 14 steht: "Denn alle, die durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind Söhne Gottes." Warum ist es wichtig, dass wir auch über dieses Thema studieren? Wir alle als Christen möchten Kinder Gottes sein oder unser Wunsch ist, Söhne und Kinder Gottes zu sein. Aber das sind wir nur, wenn wir uns vom Geist Gottes auch leiten lassen nach diesem Vers. Und das bedeutet gleichzeitig, wir sind Söhne Gottes oder Kinder Gottes, wenn wir im Geist wandeln. Deswegen ist dieses Thema ein sehr wichtiges Thema, weil es bedeutet oder sagt aus die Zugehörigkeit zu Gott.

[9:04] Wenn wir in Galater, Kapitel 5, Vers 17 gehen, also wieder zurück zu Galater und dort Kapitel 5 und Vers 17, dort merken wir wieder, dass es ein Problem gibt. Vers 17 sagt: "Denn das Fleisch gelüstet gegen den Geist und der Geist gegen das Fleisch, und diese widerstreben einander, sodass ihr nicht das tut, was ihr wollt." Dem Paulus war es bekannt, denn er hat es selber in seinem Leben erlebt, dass das, was das Fleisch, so wie er es beschreibt, gelüstet hat, also was das Fleisch für Wünsche hat und was das Geist für Eigenschaften hat, das sind zwei verschiedene Dinge. Und ein Christ, wenn er entscheidet oder wenn ein Mensch sich entscheidet, Christ zu werden, dann kann er nichts anderes, als sich in diesem Kampf zu befinden zwischen Fleisch und Geist. Paulus selbst beschreibt es auch anderswo, wieder in Römer, beschreibt wieder diesen Gedanken in Römer, Kapitel 7 und man kann, ihr könnt für euch selbst auch Vers 14 bis Vers 25 lesen, aber wir lesen jetzt erstmal Vers 19. "Denn ich tue nicht das Gute, das ich will, sondern das Böse, das ich nicht will, das verübe ich." Und das ist der innere Kampf eines Christen.

[11:04] Warum ist es so schwierig oder warum streitet Geist und Fleisch? Wenn wir uns die Verse weiter anschauen, ab Vers bis Vers 25 in Römer 7, werden wir erkennen, dass das Gesetz beschrieben wird und auch das Fleisch. Und es sind zwei komplette Unterschiede da. Das Gesetz beschreibt Paulus als geistlich. Wir Menschen aber sind fleischlich. Und warum sind wir fleischlich? Das bewirkt die Sünde in uns. Das Gesetz ist gut. In Vers 16 in Römer, Kapitel 7, Vers 16 lesen wir: "Wenn ich aber das tue, was ich nicht will, so stimme ich dem Gesetz zu, dass es gut ist." Das heißt, das Gesetz ist gut, aber später lesen wir, dass der Mensch, das Fleisch, böse ist. Und warum ist es böse? Wiederum ist die Sünde daran schuld. Und es gibt laut dem, was hier steht, zwei verschiedene Gesetze. Es gibt das Gesetz Gottes, aber es gibt auch das Gesetz der Glieder, so wie das hier beschrieben wird. Und unsere Natur, und das müssen wir zugeben, ist einfach sündhaft. Und so wie die Bibel beschreibt, nichts Gutes kommt aus diesen. Und der Heilige Geist aber, der in uns arbeitet, hat eine ganz andere Natur. Es hat eine reine, eine heilige und eine sehr gute Natur. Und die Werke oder die Frucht des Geistes, die wir dann später noch lesen werden, sind ganz unterschiedlich wie die Werke des Fleisches, die wir in uns tragen.

[13:23] Lesen wir in Römer 7, noch Vers 22-24: "Denn ich habe Lust an dem Gesetz Gottes nach dem inneren Menschen. Ich sehe aber ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das gegen das Gesetz meiner Gesinnung streitet und mich gefangen nimmt unter das Gesetz der Sünde, das in meinen Gliedern ist. Ich elender Mensch, wer wird mich erlösen von diesem Todesleib? Ich danke Gott durch Jesus Christus, unserem Herrn." Und die Frage, die sich stellt, da wir Menschen sind und aus sündhafter Natur, also fleischlich sind und denken und handeln, ob wir eigentlich vor Gott, so wie wir sind, treten können.

[14:22] Wenn wir in Jeremia 7 aufschlagen und dort Vers 9 und 10 lesen wir: "Meint ihr denn, nachdem ihr gestohlen, gemordet, die Ehe gebrochen, falsch geschworen, dem Baal geräuchert habt und anderen Göttern nachgelaufen seid, die ihr nicht kennt, dass ihr dann kommen und vor mein Angesicht treten könnt in diesem Haus, das nach meinem Namen genannt ist und sprechen: Wir sind errettet, nur um dann alle diese Gräuel weiter zu verüben?" Dieser Vers zählt erstmal Sünden auf, die gegen das Gesetz, die 10 Gebote treten und hier ist Gott, der die Frage stellt, ob wir, wenn wir vor Gott kommen, weiter dann diese ganzen Sünden tun können vor ihm. Und natürlich möchte das Gott nicht. Wir können vor Gott mit unseren Sünden, können wir nicht vor ihn treten. Es heißt nicht, dass er uns nicht liebt, aber er hasst die Sünde.

[15:45] Und deswegen ist es ein Wunsch, damit es auch uns besser geht in unserem Leben, dass wir uns von der Sünde entfernen. Aber wie funktioniert das? Wir haben gesehen, Paulus ruft uns auf, im Geist zu wandeln, aber wir haben gemerkt, es gibt eben dieses Problem. Denn solange wir auf dieser Erde leben und je näher wir uns auch am Ende der Zeit oder jetzt, wo wir in der Zeit auch leben, desto mehr Versuchungen gibt es und desto größer sind die Kämpfe, die ein Christ hat. Und wir dürfen das zugeben, dass es schwierig ist, denn nur so können wir dann auch zu Gott kommen und ihm um Hilfe bitten, dass er uns die Kraft gibt und vor allem den Heiligen Geist.

[16:44] Und wir gehen wieder zurück in Galater 5, denn in Galater 5 wird es beschrieben, was denn das Ergebnis ist, wenn wir im Geist Gottes wandeln. Und dort Vers 18: "Wenn ihr aber vom Geist geleitet werdet, so seid ihr nicht unter dem Gesetz." Wenn wir uns diesen Vers lesen, können wir uns andere Fragen stellen, wie zum Beispiel: Was bedeutet es, vom Geist geleitet zu werden? Wie funktioniert das? Aber vor allem: Was bedeutet es, nicht mehr unter dem Gesetz zu sein? Es ist wichtig zu verstehen, ein richtiges Verständnis zu haben, was dieser Satz bedeutet. Was bedeutet es, unter dem Gesetz zu sein?

[17:53] Warum brauchen wir den Heiligen Geist? Wir brauchen den Heiligen Geist, denn dass er uns leitet, weil wir von alleine können wir die Gebote Gottes nicht halten. Es ist nicht schwierig, es ist unmöglich. Und die Gesetze Gottes zu halten, sind nicht nur Äußerlichkeiten, nicht Lügen, nicht Stehlen, nicht Morden, sondern es ist eine innerliche Veränderung. Und diese Veränderung kann nur vom Geist bewirkt werden. Und wir haben vorhin gesagt, dass das Gesetz und das Fleisch von zwei verschiedenen Naturen sind. Das Gesetz ist geistlich, aber wir Menschen sind fleischlich. Und all das Böses, was aus uns rauskommt, ist die Sünde in uns.

[19:04] Wir müssen aber diese Sünde ersetzen, erstmal entfernen durch die Vergebung, aber ersetzen durch Christus. Es soll Christus sein, der in uns lebt und nicht mehr die Sünde. Und dann wird es auch möglich sein, so zu leben, wie er gelebt hat und wie er geboten hat. Wir möchten wieder zurück in Römer Kapitel 7 und 8 versuchen, uns ein besseres Verständnis zu geben von Galater 5. Römer Kapitel 8 und da lesen wir Vers 1 bis Vers 4. "So gibt es jetzt keine Verdammnis mehr für die, welche in Christus Jesus sind, die nicht gemäß dem Fleisch wandeln, sondern gemäß dem Geist. Denn das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus Jesus hat mich freigemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes. Denn was dem Gesetz unmöglich war, weil es durch das Fleisch kraftlos war, das tat Gott, indem er seinen Sohn sandte in der gleichen Gestalt wie das Fleisch der Sünde und um der Sünde willen und die Sünde im Fleisch verurteilte, damit die vom Gesetz geforderte Gerechtigkeit in uns erfüllt würde, die wir nicht gemäß dem Fleisch wandeln, sondern gemäß dem Geist."

[20:30] Wir haben gelesen im Vers in Kapitel 7, dass Paulus diesen Kampf beschreibt zwischen Fleisch und Geist und er sich die Frage stellt: Wer wird mich erlösen? Und wir haben in Galater 5 gelesen, dass wenn wir vom Geist geleitet werden, nicht mehr unter das Gesetz sind. Und Römer 8 sagt uns, was unter diesem Gesetz gemeint ist. Wir sind nicht mehr unter dem Gesetz der Sünde und des Todes, weil wenn wir die Gerechtigkeit Gottes tun durch den Heiligen Geist, dann gibt es kein Gesetz mehr, das uns verurteilen kann.

[21:14] Und wie hat das eigentlich Gott gemacht? Wir werden nicht durch das Gesetz allein gerecht, sondern das Einzige, was uns vor Gott gerecht macht, ist das Blut Jesu Christi. Und das ist genau das, was Gott für uns gemacht hat, diesen großen Geschenk. Er hat seinen Sohn gegeben, damit er für unsere Sünden stirbt und er die Strafe auf sich nimmt, die eigentlich wir hätten tragen sollen. Aber er gibt uns ein weiteres Geschenk durch seinen Tod am Kreuz. Er schenkt uns, dass wir die Sünde überwinden können. Und wie? Indem er uns verwandelt, unser Herz verwandelt durch den Geist.

[22:08] Ich möchte euch ein Zitat von Ellen White vorlesen. Und in dem Buch "Biblische Heilung" steht: "Wenn wir in den göttlichen Spiegel schauen, dann erkennen wir unsere maßlose Sündhaftigkeit und unsere Verlorenheit als Übertreter. Aber durch Buße und Glaube werden wir vor Gott gerechtfertigt. Und Kraft der göttlichen Gnade befähigt Gottes Geboten, gehorsam zu sein." Was das Gesetz tut für uns, ist eigentlich nur uns zu zeigen, dass wir Sünder sind. Wenn wir im Gesetz schauen, dann ist es wie ein Spiegel, der uns sagt, welcher der Charakter Gottes ist. Und wenn wir uns daran spiegeln, sehen wir, dass wir genau das Gegenteil sind von dem. Aber das Gesetz kann uns nicht von der Sünde befreien. Das ist nicht seine Aufgabe, sondern die Aufgabe ist nur zu zeigen, wo unsere Schuld liegt.

[23:32] Und wenn wir das merken, will uns Gott aber dann befreien. Und wir haben das schon gesagt, das geht nur, wenn wir um Vergebung bitten. Und durch das Blut Jesu Christi können wir von den Sünden vergeben werden und befreit werden. Und auch durch diese Kraft können wir befähigt werden, von Gott selbst die Gebote Gottes zu halten.

[24:07] Nun gehen wir wieder in Galater 5 zurück. Und ab Vers 19 lesen wir die Werke des Fleisches. Von Vers 19 bis Vers 21 lesen wir. Und danach lesen wir von der Frucht des Geistes. Aber das tun wir gleich später. Paulus sagt: "Wandelt im Geist und seid vom Geist geleitet, damit ihr nicht mehr unter dem Gesetz der Sünde und des Todes seid." Und dann beschreibt er, was die Werke des Fleisches sind. Was wichtig ist, ist in Galater, dass er die Werke des Geistes mit etwas anderem gegenüberstellt: und zwar die Frucht des Geistes. Und auch hier benutzt Paulus zwei verschiedene Wörter. Er sagt nicht die Früchte des Fleisches, die Früchte des Geistes oder die Werke des Fleisches, die Werke des Geistes, sondern er benutzt für das Fleisch die "Werke" und für den Geist die "Frucht". Und da ist es eine interessante Frage, warum es überhaupt so ist, dass Paulus diese zwei Wörter benutzt, die so verschieden sind.

[26:11] Vielleicht kann es sein, dass wir tun die Werke des Fleisches oder ein Mensch tut die Werke des Fleisches nicht unbedingt, wenn er alle 14, 15 Werke, die hier dargestellt sind, tut, sondern es reicht nur eins davon. Es reicht nur zum Beispiel Ehebruch und schon haben wir ein Werk des Fleisches getan. Und so wie beim Gesetz: Wir brechen das Gesetz nicht, wenn wir alle 10 Gebote gebrochen haben auf einmal, sondern wenn wir eins davon brechen. Schon da haben wir Sünde getan, haben wir das Gesetz gebrochen. Und so ist es mit dem Werk des Fleisches.

[27:03] Und danach wird die Frucht des Geistes beschrieben und das können wir auch schon jetzt lesen, ab Vers 22. "Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung. Gegen solche Dinge gibt es kein Gesetz." Und ja, wie bereits erwähnt, steht hier nicht Werke des Geistes, sondern Frucht des Geistes. Das heißt, wer den Geist Gottes hat oder in ihm wandelt, wird eine Frucht haben und diese Frucht hat diese Eigenschaften. Das heißt, ein Christ wird alle diese Eigenschaften haben. Und fehlt eine davon, schon ist es nicht mehr der Heilige Geist, der in uns wirkt. Haben wir zum Beispiel keine Liebe mehr in uns, so ist es klar, dass es nicht mehr in uns der Heilige Geist wirkt. Weil Liebe zum Beispiel auch hier bestimmt nicht aus Zufall als erstes genannt wird, weil es genau diese 10 Gebote umfasst: die Liebe zu Gott und Liebe zu den Nächsten.

[28:54] Und wenn wir merken, dass was bei den Werken des Fleisches aufgezählt wird, das können wir bei den 10 Geboten schön zuordnen und zeigen, was es bedeutet, in einem Leben das Gesetz Gottes zu brechen. Aber andererseits, die Frucht des Geistes zeigt uns, was es bedeutet, die 10 Gebote zu halten. Wie lebt sich das praktisch aus? Wir haben im Vers 21 einmal etwas ganz Wichtiges, was wir nicht überlesen dürfen.

[29:25] Darin steht: "Die, die solche Dinge tun, also die Werke des Fleisches, werden das Reich Gottes nicht erben." Deswegen ist es sehr wichtig, dass wir auch diese Dinge, also diesen Kapiteln im Galater studieren und auch uns fragen, was fehlt uns oder was tun wir noch, was vor Gottes Augen nicht richtig ist. Denn wir möchten im Himmelreich kommen und das geht aber nicht, wenn wir an einem dieser Dinge festhalten.

[30:02] Und wir lesen aber weiter in dem Galaterbrief, Vers 24 und 25, da steht: "Die aber Christus angehören, die haben das Fleisch gekreuzigt, samt den Leidenschaften und Lüsten. Wenn wir im Geist leben, so lasst uns auch im Geist wandeln." Und auch hier möchte ich euch ein Zitat von Ann White lesen. Sie schreibt: "Die christlichen Gnadengaben sind nichts anderes als die in das Leben umgesetzten Grundsätze des Gesetzes Gottes." Also genau das, was ich vorhin erwähnt habe, diese Eigenschaften des Geistes sind die Grundsätze, die Prinzipien Gottes in unserem Leben.

[30:56] Wir wissen, wir haben das bereits studiert, es ist schwierig für uns alleine diese Grundsätze auszuleben, aber wir haben den Heiligen Geist, der uns da unterstützt und diese Prinzipien in uns vollbringen möchte. In diesem vorletzten Vers von Galater steht: "Wenn wir im Geist leben, so lasst uns auch im Geist wandeln." Und die Frage, die wir uns stellen können, nachdem wir diese Verse studiert haben, Galater 5, ist, ob wir diese Prinzipien Gottes in unserem Leben ausleben möchten. Wenn wir das möchten, dann geht es nur, indem wir es zulassen, dass Jesus in uns wohnt und nicht mehr die Sünde. Und dass wir es zulassen, dass es der Heilige Geist ist, der uns leitet und der uns dann auch mal zeigt, wo es Bedarf gibt an Vergebung, an Veränderung.

[32:17] Wir müssen offen sein für den Heiligen Geist, damit er in uns wirken kann und damit wir, wenn es für euch auch dieser Wunsch ist, dass wir Gottes Prinzipien in unserem Leben ausleben und uns von dem Heiligen Geist leiten lassen, dann möchte ich euch einladen, gemeinsam dafür zu beten. Herr, ich möchte dir danken für diesen Galaterbrief und ich möchte dir danken für die Worte, die du uns geschenkt hast. Danke für deine Gebote, die uns zeigen, wie dein Charakter ist und wie du uns auch haben möchtest, Herr. Ich möchte dich bitten, mach uns bereit, den Heiligen Geist zu empfangen, damit er uns in allen Dingen leitet und führt und gebe uns die Kraft, Tag für Tag dahin zu wandern, Herr. Ich danke dir dafür. Amen.

[33:23] Ich möchte mich bedanken, dass ihr zugeschaltet habt und dass ihr euch auch diese Folge angeschaut habt. Ich möchte euch dazu einladen, für das nächste Mal wieder dabei zu sein mit dem 13. Thema: Das Evangelium und die Gemeinde. Gottes Segen. Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!


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