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Manuskript zur Sendung >>> CSH_03_2017_Lektion_5

In dieser Lektion der Cannstatt Study Hour über den Galaterbrief, beleuchtet Ronny Schreiber das Thema „Der Glaube im Alten Testament“. Er erklärt, wie die Galater das Evangelium missverstanden und versucht haben, Erlösung durch Werke zu erlangen. Anhand biblischer Beispiele wie Abraham wird gezeigt, dass Gerechtigkeit schon im Alten Testament durch Glauben erlangt wurde und wie der neue Bund bereits damals angelegt war. Die Lektion betont die Bedeutung des Heiligen Geistes als Unterpfand und treibende Kraft für Heiligung und Erlösung.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2017 Q3: Der Galaterbrief

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zu unserer Cannstatt Study Hour. Wir sind immer noch im Galaterbrief.

[0:24] Das Evangelium im Galaterbrief heißt unsere Lektion und wir sind jetzt in Lektion Nummer 5, nämlich der Glaube im Alten Testament. Und unser Merkvers diese Woche, den finden wir in Galater 3 Vers 13 und der heißt: „Christus hat uns losgekauft von dem Fluch des Gesetzes, indem er ein Fluch wurde um unsere Willen, denn es steht geschrieben: Verflucht ist jeder, der am Holz hängt.“ Bevor wir jetzt in die Bibel aufsteigen und gemeinsam studieren, lasst uns beten. Unser lieber Vater im Himmel, wir sind so dankbar dafür, dass wir diese Woche wieder zusammenkommen können, dass wir gemeinsam studieren dürfen. Wir möchten dich bitten, Herr, dass dein Heiliger Geist unser Lehrer ist und uns in alle Wahrheit leitet. Und wir danken dir schon jetzt dafür. Im Namen Jesu, Amen.

[1:13] Nun, unser erster Tag ist ja überschrieben am Sonntag mit „Die törichten Galater“ und jetzt wollen wir uns mal angucken, warum Paulus die Galater töricht oder unverständlich schimpft. Nun, wir schauen in Galater Kapitel 3 Vers 1. Wir lesen gleich die ersten fünf Verse. Galater 3 Vers 1 bis 5. Paulus sagt hier: „O ihr unverständigen Galater, wer hat euch verzaubert, dass ihr der Wahrheit nicht gehorcht? Euch, den Jesus Christus, als unter euch gekreuzigt vor die Augen gemalt worden ist. Das allein will ich von euch erfahren: Habt ihr den Geist durch Werke des Gesetzes empfangen oder durch die Verkündigung vom Glauben? Seid ihr so unverständlich? Im Geist habt ihr angefangen und wollt es nun im Fleisch vollenden? So viel habt ihr umsonst erlitten, wenn es wirklich umsonst ist. Der euch nun den Geist darreicht und Kräfte in euch wirken lässt, tut er es durch Werke des Gesetzes oder durch die Verkündigung von dem Glauben?“

[2:14] Nun, wir hatten in diese Texte letzte Woche schon hineingeguckt, aber jetzt ist es interessant. Paulus beginnt und er schimpft die Brüder in Galatien unverständlich. Nun, warum unverständlich? Naja, weil sie das Evangelium nicht verstanden haben. Also sie denken ja scheinbar, man könnte eine Erlösung durch gute Werke erreichen. Und schon letzte Woche haben wir gesehen, dass das nicht möglich ist. Wir werden durch Glauben gerechtfertigt. Und die Galater hatten scheinbar das angenommen, die Rechtfertigung aus dem Glauben, und sind jetzt irgendwie wieder zurückgefallen in so eine Art Werksgerechtigkeit. Also Paulus sagt: „Euch, denen der gekreuzigte Christus vor Augen gemalt worden ist.“ Also ganz plakativ. Also es ist so, als wenn sie bei der Szene dabei gewesen wären, Jesus Christus am Kreuz zu sehen. Und als sie das gesehen haben im Geiste, wussten sie genau, wir sind aus Glauben an den Sohn Gottes gerechtfertigt. Und jetzt einige Zeit später versteht Paulus hier die Welt nicht mehr. Was denn passiert, dass ihr davon weggeht und zurück in die Werksgerechtigkeit fallt? Ihr wollt, obwohl ihr gesehen habt, wie Gottes Sohn am Kreuz gestorben ist und was das gekostet hat, euch zu erlösen, wollt ihr jetzt versuchen, diesen Preis selber zu zahlen? Wie wollt ihr das machen? Sogar der Sohn Gottes ist dafür gestorben. Wie willst du und ich diesen Preis selber zahlen? Gott hat das Kostbarste gegeben, was er hatte. Wir werden diesen Preis nicht durch eigene Werke erreichen. Und die Galater scheinen irgendwie wieder reingerutscht zu sein, dass sie irgendwie angenommen haben: Oh, vielleicht können wir es doch tun.

[3:56] Nun, geht es uns nicht auch manchmal so in unserem Leben, dass wir versuchen, Gottes Segen durch Werke zu erlangen? Also wir versuchen, Gott um seinen Segen für etwas zu bitten und dann sind wir darauf aus, jetzt gute Werke dafür zu tun. Ich werde das ändern, ich werde das ändern. Oder wir schlagen Gott so einen Deal vor: Herr, wenn du das und das tust, werde ich das und das machen. Ich versuche, Gott gnädig zu stimmen, indem ich vielleicht konsequenter in meinem Lebenswandel bin. Nun, funktioniert das? Können diese guten Taten Gott dazu bewegen, mich zu segnen?

[4:41] Nun, warum ist diese Haltung falsch? Warum verurteilt Paulus das so scharf und nennt die Galater hier töricht oder unverständlich? Nun, wir schauen mal gemeinsam in Johannes 14, Vers 23. Johannes 14, Vers 23. Jesus antwortete und sprach zu ihm: „Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort befolgen.“ Und dann wird Gott ihn lieben und Christus wird Wohnung in ihm machen. Nun, Christus sagt: „Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort befolgen, und dann wird Gott ihn lieben und Christus wird Wohnung in ihm machen.“ Nun, die Reihenfolge hier ist wichtig. Es ist nicht so: „Wenn jemand meine Gesetze befolgt, dann wird er mich lieben und dann werde ich zu ihm kommen“, sondern die Reihenfolge ist: „Wenn jemand mich liebt, dann wird er meine Gesetze befolgen, dann werde ich zu ihm kommen. Ich werde Wohnung bei ihm machen, wir werden verschmelzen, wir werden eins sein.“ Durch die Liebe zu Jesus Christus wird es passieren, dass mein Leben geheiligt wird. Das hatten wir in der letzten Lektion behandelt. Also durch den Glauben, der Glaube an Christus wirkt sich auf mein Herz aus und mein Herz fängt an Christus zu lieben und durch diese Liebe werden gute Taten hervorkommen. Diese guten Taten, das sind die Dinge, über die sich Gott ja auch freut. Er sieht das gerne, wenn das in uns passiert. Wir sind sündige Menschen, die böse Taten tun. Wir wollen das Gute tun, aber das Gute können wir nicht aus eigener Kraft tun. Wir müssen Jesus lieben und dann zieht das Gute, nämlich Christus, in unser Herz ein und plötzlich machen wir gute Taten und Gott liebt es, diese Taten auch zu sehen. Aber die Veränderung in seinen Kindern, es ist so, als wenn Eltern sehen, wie ihr Kind die ersten Schritte macht oder die ersten Worte spricht. So sehr freut sich Gott auch darüber, wenn wir plötzlich die schlechten Taten ablegen und gute Taten tun. Plötzlich geschieht was Neues in uns.

[6:55] Nun, schaut mal in 1. Johannes 2, Vers 3. 1. Johannes 2, Vers 3. Johannes sagt hier: „Und daran erkennen wir, dass wir ihn erkannt haben, wenn wir seine Gebote halten.“ Woher wissen du und ich, dass wir Gottes Kinder sind und dass wir nicht nur behaupten, Christen zu sein? Nur wenn sich in unserem Leben was verändert hat. Wenn wir behaupten, wir gehören zu Jesus Christus, dann heißt das, wir lieben Christus. Wenn wir aber Christus lieben, führt das dazu, dass Christus in unser Herz einzieht. Wenn Christus aber in unserem Herzen ist, werden wir gute Taten vollbringen, aus Christus heraus. Und daran erkennen wir, dass wir Christus lieben, indem wir die guten Werke haben. Nun, wir können also anhand unserer Werke erkennen, wie weit unsere Beziehung zu Christus schon ist. Also wie sehr hat Christus uns schon verwandelt. Und wenn du merkst, dass du vielleicht schon eine schöne Zahl guter Taten und gute Veränderungen in deinem Leben erreicht hast, aus der Gnade Christi, und du siehst aber auch noch Flecken in deinem Leben, die du noch nicht überwunden hast, dann wird Christus das in dir noch vollbringen. Du musst nur mit ihm verbunden sein. Christus kennt diese blinden Flecken in deinem Herzen. Und er möchte diese Dinge auch ändern. Er möchte die Sünde auch da herausnehmen. So wie Eltern ihrem Kind das Laufen beibringen, Schritt für Schritt, dann vielleicht das Fahrrad fahren, Stück für Stück, so möchte Gott auch unser Leben verändern. Er zieht unser Herz ein und dann fängt er an, die Sünde rauszunehmen, das Gute zu tun. Und wir können sozusagen an unseren Werken erkennen, wie weit er schon fortgeschritten ist, die Heiligung. Am Halten seiner Gebote können wir erkennen, wie weit wir sind. Und das ist etwas Wunderbares, denn Gott tut es in uns.

[8:50] Wir müssen uns auch ganz auf Gott verlassen. Versuche nicht selber mit diesen Sünden zu kämpfen. Du wirst verzweifeln daran. Du wirst irgendwann aufgeben und du wirst traurig sein. Du wirst vielleicht denken, Gott hat mich verlassen. Aber hast du Gott überhaupt gefragt? Wenn du Sünden in deinem Leben siehst, dann komm erst recht zu Gott. Schäm dich dann nicht, sondern komm erst recht zu Gott. Sag bitte: „Zieh in mein Herz ein. Und bitte, und ich glaube daran, du bist allmächtig, du hast die Planeten geschaffen. Du kannst auch mein Herz neu schaffen. Bitte, bitte verändere mich. Denn ich bin doch dein Kind. Ich bin doch um deines Namens willen genannt. Ich möchte mich ganz auf deine Gnade und deine Größe und deine Allmacht verlassen, dass du das in meinem Herzen tun kannst.“ Das ist der Weg des Heils.

[9:31] Schau mal in Sprüche 3, Vers 5 und 6. Sprüche 3, Vers 5 und 6. Hier heißt es: „Vertraue auf den Herrn von ganzem Herzen und verlasse dich nicht auf deinen Verstand. Erkenne ihn auf all deinen Wegen, so wird er deine Pfade ebnen.“ Vertraue auf den Herrn von ganzem Herzen und verlasse dich nicht auf deinen eigenen Verstand. Er wird dann deine Pfade ebnen.

[10:04] Die Lösung für das Problem der Sünde in dir ist Christus. Verlasse dich auf ihn von ganzem Herzen. Vertraue nicht darauf, was du kannst. Vertraue nicht darauf, wie du mit der Sünde kämpfen kannst. Vor allem vertraue auch nicht auf die Wege in deiner Zukunft, auf deinen eigenen Verstand. Denn Gott hat schon Wege für dich vorbereitet, Wege, die dich in die Heiligung führen. Verlasse dich auf Gott von ganzem Herzen, in all deinen Bereichen. „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, dann wird euch alles andere zufallen.“

[10:42] Wir schauen also zuerst im Glauben auf Christus und sagen: „Bitte komm in mein Leben und bitte wirke du in mir. Ich möchte den ganzen Tag das Richtige tun. Ich möchte, wenn ich vor Entscheidungen gestellt werde, die richtigen Entscheidungen treffen. Ich möchte, wenn die Sünde zu mir kommt, der Sünde widerstehen können. Ich möchte, wenn ich ein Segen sein kann, auch ein Segen werden. Aber das kann ich nicht aus eigener Kraft her. Also bitte lass dein Geist heute bei mir sein.“ Und so kann Gott handeln. Und während er das tut, während er deine Wege dann hier und da hin führt, wird er Wege legen und Wege ebnen, auf denen du gehen kannst, damit du vorankommst in deinem Leben, in der Heiligung. Gottes Wege sind immer die richtigen Wege für dein Leben. Wir selbst, wenn wir versuchen aus eigenem Verstand Wege zu gehen, werden wir entweder Wege versuchen, die wir nicht gehen können, oder wir werden ständig Umwege laufen. Gott führt uns den sicheren und besten Weg für unser Leben. Wir müssen jeden Tag in unser Leben einladen. Denn Gott möchte dich zu größeren Dingen berufen, als er dich schon gerufen hat. So wie er Josef in Ägypten zu hohen Dingen berufen hat, dazu muss er aber erst sein Herz ändern. Und genauso möchte Christus auch erst auf bestimmten Wegen, die er mit uns geht, unsere Herzen ändern, um uns dann zu hohen Zielen zu berufen. Wir sollen das hohe anstreben, aber wir sollen klein anfangen. Schritt für Schritt und Tag für Tag. Gott wird sein Werk in uns vervollkommnen.

[12:18] Nun, was ist dieses Werk, das Gott in uns vervollkommnet? Wir finden es in Jeremia 31, die berühmte Stelle, Vers 33 und 34, wo er seinen Bund beschreibt. Jeremia 31, Vers 33 und 34. „Sondern das ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel nach jenen Tagen schließen werde, spricht der Herr: Ich will mein Gesetz in ihr Innerstes hineinlegen und es auf ihre Herzen schreiben. Und ich will ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein. Und es wird keiner mehr seinen Nächsten und keiner mehr seinen Bruder lehren und sagen: Erkenne den Herrn, denn sie werden mich alle kennen, vom Kleinsten bis zum Größten unter ihnen, spricht der Herr. Denn ich werde ihre Missetat vergeben und an ihre Sünde nicht mehr gedenken.“

[13:03] Nun, der Bund besteht unter anderem darin, dass Gott sein Gebot in unser Herz hineinschreibt. Und es ist auch interessant, dass dieser Bund von Gott kommt. Also es ist sein Werk, das zu tun. Er schreibt das Gesetz in mein Herz. Wie oft habe ich in meinem Leben versucht, das selber zu tun? Ich habe das Gebot gesehen, ich habe es als richtig und gut empfunden und ich wollte danach leben. Aber ich habe aus eigener Kraft versucht, dem Gebot zu folgen. Und ich bin so oft daran gescheitert, bis ich erkannt habe, dass der richtige Weg ist, Gott danach zu fragen, dieses Gebot in mein Herz hineinzuschreiben. Denn das ist der Bund. Er wird es tun. Er schließt so einen Bund mit dir und mir, weil er genau weiß, dass wir zu schwach sind, das zu tun. Deswegen ist dieser ganze Bund auf das Handeln Gottes ausgerichtet und nicht auf das Handeln von dir und mir. Gott wird es tun.

[13:59] Nun, wir gehen mal weiter in unserem Galaterbrief, Galater 3, und lesen Vers 6 und 7. Galater 3, Vers 6 und 7. Paulus sucht jetzt hier ein Beispiel und nimmt Abraham. „Gleich wie Abraham Gott geglaubt hat und es ihm zur Gerechtigkeit angerechnet wurde, so erkennt auch, die aus Glauben sind, diese sind Abrahams Kinder.“ Und Abrahams Gerechtigkeit damals bestand darin, Gott zu glauben. Und dieser Glaube an Gott, dafür ist Abraham von dem Apostel Paulus ernannt worden oder bekannt worden oder identifiziert worden mit dem Glauben. Während das oft bei den Juden war: Abraham, das ist der mit den guten Werken, aber das ist nicht ganz richtig. Abraham ist der, der Gott geglaubt hat. Und die Kinder Abrahams erkennt man darin, dass sie auch Gott glauben. Also das Kind Abrahams ist nicht derjenige, der versucht aus Werken gerecht zu werden, denn das hat auch nicht Abraham versucht. Abraham hat dem Herrn geglaubt und das ist ihm zur Gerechtigkeit angerechnet worden.

[15:27] Und schau mal, wie das da weiterging. Wir lesen mal die Geschichte vom Abraham. Paulus spricht in vielen Briefen von ihm. Und wir gehen mal in Römer 4, 8 bis 11. Also wir merken uns: Die Kinder Abrahams sind deswegen Kinder Abrahams, weil sie Gott glauben. Römer 4, Vers 8 bis 11. Hier heißt es: „Glückselig ist der Mann, dem der Herr die Sünde nicht anrechnet. Gilt nun diese Seligpreisung den Beschnittenen oder auch den Unbeschnittenen? Wir sagen ja, dass dem Abraham der Glaube als Gerechtigkeit angerechnet worden ist. Wie wurde er ihm nun angerechnet? Als er beschnitten oder als er noch unbeschnitten war? Nicht als er beschnitten, sondern als er noch unbeschnitten war. Und er empfing das Zeichen der Beschneidung als Siegel der Gerechtigkeit des Glaubens, den er schon im unbeschnittenen Zustand hatte, damit er ein Vater aller unbeschnittenen Gläubigen sei, damit auch ihnen die Gerechtigkeit angerechnet werde.“

[16:30] Nun, Abraham wurde aus Glauben gerecht. Und daraufhin, sagt Paulus hier, empfing er das Siegel Gottes. Nun, das Siegel Gottes wird hier von Paulus ausgedrückt, als er empfing die Beschneidung. Also, er glaubte Gott, bevor er beschnitten war. Die Beschneidung kam danach, das ist wichtig. Denn sonst hätte Abraham sich ja nicht beschneiden lassen oder sich nicht beschnitten. Erst hat er Gott geglaubt, das ist der Weg, und dann kam die Beschneidung. Und damit soll er ein Vorbild sein für alle anderen Gläubigen.

[17:14] Nun, nachdem Abraham geglaubt hatte, kam die Beschneidung. Und das ist ein Symbol. Denn diese Beschneidung ist der Bund. Also, es heißt ja, er wurde sozusagen durch irgendetwas versiegelt. Nun, wodurch wurde er versiegelt? Was da in der Beschneidung ausgedrückt wurde. Damit hatten scheinbar jetzt die Christen, gerade in Galatien, in dieser Beschneidung hatten sie Probleme. Denn wir hatten schon in den vorigen Lektionen gesehen, dass es eine große Frage war über die Beschneidung in der Gemeinde in Galatien.

[17:49] Nun, Abraham wurde beschnitten und empfing das Siegel Gottes. Nun, was ist das? Epheser 4, Vers 30. Paulus sagt: „Und betrübt nicht den Heiligen Geist Gottes, mit dem ihr versiegelt worden seid für den Tag der Erlösung.“ Betrübt nicht den Heiligen Geist, mit dem ihr versiegelt worden seid.

[18:31] Nun, Abraham wurde, nachdem er geglaubt hat, auch versiegelt. Er empfing das Siegel für das, was er getan hat. Nun, der Glaube war zuerst da und dann kam die Versiegelung. Und so ist es auch bei uns. Der Glaube an Jesus Christus war zuerst da und dann empfangen wir das Siegel. Womit sind wir versiegelt? Mit dem Heiligen Geist. Der Heilige Geist zieht ein. Nun, was wurde denn bei Abraham daraufhin gemacht? Er wurde versiegelt und das Zeichen dafür war die Beschneidung. Nun, auch wir müssen im geistigen Sinn beschnitten werden. Wir glauben an Jesus Christus. Als Siegel dafür empfangen wir den Heiligen Geist und werden beschnitten am Herzen. Also, die Sünde wird aus dem Herzen rausgeschnitten. Wir werden verwandelt. Eine Herzenserneuerung findet statt. Es ist also nicht die äußere Beschneidung, die rettet, sondern die innere Beschneidung. Das Siegel des Geistes in uns. Die Beschneidung am Herzen. Und jeder, der Gott glaubt, ist ein Kind Abrahams. Er hatte Gott geglaubt und empfing das Zeichen dieser Beschneidung. Gerecht aus Glauben.

[19:49] Nun, diese Beschneidung, die damals im Alten Testament noch sozusagen das äußerliche Zeichen war, wurde auch übertragen ins Neue Testament, aber es war die Beschneidung am Herzen. Daran erkennen wir Gottes Gemeinde.

[20:01] Nun, wir gehen gemeinsam mal in 2. Korinther 1 und lesen hier Vers 21 und 22. 2. Korinther 1, 21 und 22. „Gott aber, der uns zusammen mit euch in Christus fest gegründet und uns gesalbt hat, er hat uns auch versiegelt und das Unterpfand des Geistes in unsere Herzen gegeben.“ Das Unterpfand des Geistes in unsere Herzen gegeben.

[20:39] Nun, Christus hat uns ja erlöst. Er hat uns versprochen, uns vom Tode zu erlösen und uns in sein ewiges Reich zu retten. Dass wir sein Reich eines Tages erben werden. Nun, dazu hat er dir das Unterpfand gegeben. Also, man gibt ein Unterpfand sozusagen. Ich gebe dir etwas, dass du weißt, dass ich mein Versprechen halten werde. Also, wenn ich jemandem eine Versprechung mache und ich verspreche ihm sozusagen ein Stück Land und jetzt gebe ich ihm etwas, was mir selbst teuer und wichtig ist. Sag: „Das hast du so lange, bis ich dir das gebe.“ Dieses Unterpfand gibt er mir irgendwann zurück, wenn er das Land bekommt. Nun, jetzt heißt es hier: „Uns wurde das Unterpfand des Geistes gegeben.“ Die neue Welt, das neue Reich sollen wir ererben. Das wurde versprochen von Gott selber. Aber damit wir das tun können und damit wir wissen, dass er treu ist und gerecht, wurde uns das Unterpfand des Geistes gegeben. Nun, dieser Geist überzeugt uns natürlich von Gerechtigkeit, aber dieser Geist tut auch etwas. Denn er bewirkt in uns diese Heiligung. Der Geist wird uns von schlechten Werken reinigen. Er wird unser Herz verändern, bis wir eines Tages das sind, was die Bibel vollkommen nennt. Christus sagt: „Ihr sollt vollkommen sein, weil euer Vater im Himmel vollkommen ist.“ Das bewirkt der Geist in uns, dieses Unterpfand, das Gott uns gegeben hat. Ohne dieses Unterpfand würden wir zum einen nicht glauben, dass wir das Reich wirklich empfangen können und zum anderen würden keine Herzenserneuerungen stattfinden.

[22:20] Dieses Unterpfand des Geistes, das ist so wertvoll, das ist eine so gewaltige Gabe, dass sogar Christus sein Johann gesagt hat: „Ich gehe in den Himmel und es ist gut so, dass ich gehe, denn ansonsten kommt der Tröster nicht zu euch, der Heilige Geist.“ Dieses Unterpfand, dass wir wirklich das Reich erben werden, das schafft der Geist Gottes in uns. Dieses Unterpfand ist ein so teures Gut, das Gott uns gegeben hat.

[22:44] Wir gehen wieder zurück in unseren Galater hinein. Galater 5, schaut euch mal Vers 16 bis 18 an. Paulus sagt hier: Galater 5, 16 bis 18: „Ich sage aber: Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lust des Fleisches nicht vollbringen. Denn das Fleisch gelüstet gegen den Geist und der Geist gegen das Fleisch, und diese widerstreben einander, so dass ihr nicht das tut, was ihr wollt. Wenn ihr aber vom Geist geleitet werdet, so seid ihr nicht unter dem Gesetz.“

[23:18] Der Geist bewirkt in uns also einen neuen Wandel. Er, also der Geist, kämpft mit unserer alten Natur und deswegen müssen wir auch täglich den Geist auf das Schlachtfeld unseres Lebens lassen. Wir kämpfen ja täglich mit uns selbst. Wir sind ja täglich im Kampf. Wir geraten in Situationen, in denen wir kämpfen. Ständig findet so eine Art großer Kampf in unserem Leben statt. Da wir diesen Kampf aber nicht gewinnen können aus eigener Kraft, laden wir täglich den Geist Gottes ein, dass er in uns etwas bewirkt. Denn, es heißt hier: „Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lust des Fleisches nicht vollbringen.“ Wenn mein fleischlicher Körper mich in die Lust der Sünde führt, macht der Geist mich frei davon. Ich kann dem nicht widerstehen, aber der Geist Gottes befreit mich davon, dass ich nicht mehr dem Fleisch nachlaufe, dass ich nicht mehr auf das Irdische, auf das Weltliche blicke, sondern dass ich frei davon werde.

[24:24] Nun, wenn wir jetzt gemeinsam mal Zacharja aufschlagen. Zacharja 4, wir müssen uns hier Vers 6 anschauen. Da antwortete er und sprach zu mir: „Das ist das Wort des Herrn an Serubbabel: Nicht durch Macht und nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist, spricht der Herr der Herrscher.“ Das sind oft die Kämpfe in unserem Leben. Nicht durch Macht und nicht durch Kraft werden wir sie bestehen und werden wir überwinden. Wir werden Überwinder nicht aus eigener Kraft und nicht aus eigener Macht. Wir wollen alle Überwinder werden, aber manchmal machen wir einen Fehler, wir verlassen uns auf uns. Das heißt, nicht in eigener Kraft werden sie es schaffen. Egal wie fromm jemand ist, wenn er Überwinder wird, wenn er wirklich überwindet, dann kann er das nur durch den Geist Gottes. Wenn du also ein Überwinder werden willst, wie Paulus, wie Petrus, wie Johannes, dann brauchst auch du dazu den Geist Gottes. Denn nicht aus eigener Kraft oder aus eigener Macht werden sie es schaffen, sondern durch den Geist. Sein Geist wird es vollbringen.

[25:37] Und das ist das, was Gott uns anbietet, diesen Unterpfand. Er gibt uns etwas, das in uns diesen Kampf gewinnen wird. Und es ist ein heiliger Geist. Und dadurch, dass es hier in Zacharias steht, wissen wir, dass schon das Alte Testament von diesem Geist Gottes spricht, dieser Geist Gottes, der etwas tun wird, der etwas bewirken wird.

[25:59] Nun, der Bund, den Gott mit den Menschen schließt, ist ein Bund aufgrund des Glaubens, schon im Alten Testament. Im Alten Testament war es schon der Bund aufgrund des Glaubens. Wir kennen ja immer noch diesen alten Bund, nicht wahr, im Alten Testament, wo man dann glaubt, durch Werke Gerechtigkeit zu erlangen. Aber das ist der Bund, der mal eingeführt wurde und nie der wirkliche Bund war, durch den jemand gerettet wurde. Denn auch schon im Alten Testament bestand der neue Bund. Also, dass Christus das Herz eines Menschen verändert und seine Sünde hinwegnimmt. Denn dieser ganze alte Bund, den wir alten Bund nennen, das war ja ein Bund, der sozusagen auf diese Opfer, auf diese Lämmer blickte und daran ausgerichtet war, das Gesetz Gottes, das auf Steintafeln geschrieben steht, zu halten. Aber das war nur so ein Abglanz von dem eigentlichen Bund, also den, den die Bibel den neuen Bund nennt. Es ist gut zu wissen, dass der neue Bund eigentlich älter ist als der alte Bund. Denn durch den alten Bund konnten keine Menschen gerettet werden. Menschen im alten Bund wurden auch dort durch den neuen gerettet.

[27:20] Nun, wir gehen mal gemeinsam in Römer 4, 18-22. Da sehen wir ein praktisches Beispiel dazu. Römer 4, 18-22. Paulus spricht hier von Abraham. „Und Abraham, der die Verheißung empfangen hat, dass er ein Vater vieler Völker wird. Wir lesen das mal 18-22. Er, also Abraham, hat da, wo nichts zu hoffen war, auf Hoffnung hingeglaubt, dass er ein Vater vieler Völker werde, gemäß der Zusage: So soll dein Same sein. Und er wurde nicht schwach im Glauben und zog nicht seinen Leib in Betracht, der schon erstorben war, weil er fast hundertjährig war, auch nicht den erstorbenen Mutterleib der Sarah. Er zweifelte nicht an der Verheißung Gottes durch Unglauben, sondern wurde stark durch den Glauben, indem er Gott die Ehre gab und völlig überzeugt war, dass er das, was er verheißen hat, auch zu tun vermag. Darum wurde es ihm als Gerechtigkeit angerechnet.“

[28:14] Nun, Abraham wurde als Gerechtigkeit angerechnet, dass er auf Gott vertraut hat, obwohl alles so aussieht, als wenn es unmöglich wäre. Abraham hatte die Verheißung bekommen von Gott: Du wirst der Vater vieler Völker werden. Und Abraham, er war ja nun schon fast hundert Jahre alt und auch die Sarah war schon fast 90. Zu dem Zeitpunkt sagt Gott: Ihr werdet Völker als Nachkommen hervorbringen. Nun, Abraham hätte jetzt sagen können: Es ist unmöglich, muss jemand anderes suchen. Oder hätte denken können: Naja, Gott hat das zwar gesagt, aber ich glaube nicht, dass er das in mir umsetzen kann. Das geht nicht. Es ist biologisch gar nicht möglich. Aber Abraham hat Gott geglaubt, dass das doch geht. Und das wurde seine Gerechtigkeit.

[29:07] Nun, glauben du und ich, dass Gott uns erlösen kann, dass diesen Leib der Sünde, dass er den verändern kann, dass er dein und mein sündiges Herz und sündiges Wesen, unsere bösen Gedanken, bösen Worte und bösen Taten verändern kann, dass wir in sein Himmelreich hineinpassen. Glaube daran, dass er das kann, denn er hat dich berufen. Glaube daran, dass der Heilige Geist in der Lage ist, dein Leben so zu verändern, dass du ins Himmelreich passt. Denn Gott hat es gesagt. Gott kann das in dir tun. Und dieser Glaube an die Allmacht Gottes wird dein Herz verändern. Es wird dir als Gerechtigkeit angerechnet werden. Der Glaube zählt wie die Gerechtigkeit.

[29:52] Denn der Glaube an Jesus Christus bekleidet dich, der du ein sündiger Mensch bist, mit dem Gewand seiner Gerechtigkeit. Meine schmutzigen Kleider werden abgelegt und das Gewand seiner Gerechtigkeit wird gesehen.

[30:06] Nun, wir schauen uns das gleich mal genauer an mit diesem Gewand, wie wir es bekommen. Nun, in diesem Mittwochsabschnitt in unserer Lektion, da geht es hier um das Evangelium im Alten Testament. Und ich möchte euch da nochmal was zeigen in 1. Mose 12, Vers 1 bis 3. 1. Mose 12, Vers 1 bis 3. Hier heißt es: „Der Herr hatte zu Abraham gesprochen: Geh hinaus aus deinem Land und aus deiner Verwandtschaft und aus dem Haus deines Vaters in das Land, das ich dir zeigen werde. Und ich will dich zu einem großen Volk machen und dich segnen und deinen Namen groß machen. Und du sollst ein Segen sein. Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen. Und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf der Erde.“

[30:59] Nun, hier ist es interessant, dass dieser ganze Bund, den Gott hier mit Abraham macht, einseitig ist. Also ihn zu erfüllen, liegt zu 100 Prozent in Gottes Hand. Abraham kann nichts dafür tun, außer Gott zu vertrauen. Und da ist auch das Geheimnis dieses Bundes drin. Wäre dieser Bund so gemacht, dass wir dazu etwas tun müssten, würde aufgrund unserer Schwachheit dieser Bund kaputt sein, von Anfang an. Aber Gott hat einen Bund so geschlossen, dass wir nichts tun und er alles macht. Das Einzige, was wir machen: Wir vertrauen Gott. Wir vertrauen Gott. Und dann tritt dieser Bund in Kraft und Gott setzt diesen Bund in uns um. Also er wird segnen, er wird uns in das Land bringen, er wird uns zum Segen machen, er wird fluchen, die uns fluchen. Also er wird unser Gott sein und unser Leben in seine Hand nehmen. Und das war im Alten Testament schon das Symbol des neuen Bundes, den wir aus dem Neuen Testament so gut schon kennen. Dieser neue Bund, dieser neue Bund, der von Adam sozusagen bis zu unserer Zeit heute bereits Bestand hat. Dieser neue Bund, der wird nicht nur hier, sondern auch an vielen anderen Stellen jetzt im Alten Testament erklärt.

[32:16] Wir wollen zuerst uns mal eine Stelle angucken, in Zacharja 3, 1 bis 4. Das Alte Testament kennt diesen Bund sehr, sehr gut. Zacharja 3, 1 bis 4. Und Zacharja schreibt hier: „Und er ließ mich den Hohepriester Jeschua sehen, wie er vor dem Engel des Herrn stand. Der Satan aber stand zu seiner Rechten, um ihn anzuklagen. Da sprach der Herr zum Satan: Der Herr schelte dich, du Satan! Ja, der Herr schelte dich. Er, der Jerusalem erwählt hat. Ist dieser nicht ein Brandscheit, das aus dem Feuer herausgerissen ist? Jeschua aber hatte unreine Kleider an und stand doch vor dem Engel. Und er begann und sprach zu denen, die vor ihm standen: Nehmt die unreinen Kleider von ihm weg. Und zu ihm sprach er: Siehe, ich habe deine Sünde von dir genommen und lasse dir fest Kleider anziehen.“

[33:09] Nun, hier sehen wir eine Szene, wie ein Hohepriester, der Hohepriester Jeschua, also auf Griechisch wäre das Jesus, und dieser Hohepriester, der Hohepriester war immer ein Symbol für sein Volk. Und dieser Hohepriester steht jetzt vor dem Throne Gottes, einen Engel an der Seite, und der Satan klagt ihn an. Und jetzt heißt es, dass der Herr aber sprach: „Der Herr schelte dich.“ Jesus Christus tritt für sein Volk ein. Satan klagt uns an. Jesus Christus sagt: „Der Herr schelte dich.“ Man sagt: „Ist er nicht wie ein Brandscheit, der herausgerettet wurde? Haben wir ihn nicht gerettet aus dem Verderben?“ Und jetzt müsste man eigentlich denken: Moment mal, dieser Jeschua, ist er denn gerecht oder ist er ungerecht? Ist der, der dafür das Volk Gottes symbolisiert, ist das ein gerechter oder ein ungerechter?

[34:11] Nun, jetzt heißt es ja hier in Vers 3: „Jeschua aber hatte unreine Kleider an und stand doch vor dem Engel.“ Er war ungerecht. Er hatte unreine Kleider an, er stand doch vor dem Engel. Eigentlich müsste er doch jetzt sterben vor dem Throne Gottes und unreinen Kleidern. Und dann heißt es in Vers 4: „Und er begann und sprach zu denen, die vor ihm standen: Nehmt die unreinen Kleider von ihm weg. Und zu ihm sprach er: Siehe, ich habe deine Sünde von dir genommen und lasse dir fest Kleider anziehen.“

[34:41] Nun, wie ist das möglich? Ich kann doch nicht einfach jemandem die Sünde wegnehmen und ihm Gerechtigkeit geben, oder kann ich das doch? Jesus kann. Denn Jesus hat die Sünde bezahlt. Die Sünde kann er wegnehmen. Und er gibt ihm die Kleider seiner Gerechtigkeit. Hier im Alten Testament wurde vorausgesagt, was Christus später tun würde. Am Kreuz, dann in dem Gericht sozusagen, wo er selbst die Sünde zum Vater bringt, dann im Untersuchungsgericht, wo sein Volk vor ihm steht in unreinen Kleidern. Und Jesus Christus für sein Volk aufsteht und sagt: „Ich bin für ihn gestorben.“ Nimmt die unreinen Kleider weg und zieht ihm fest Kleid an, also das Gewand der Gerechtigkeit. Jesus Christus, sein Wirken im Untersuchungsgericht schon hier beschrieben. Das ist das Evangelium, das wir schon im Alten Testament finden.

[35:36] Nun, wir können, das Alte Testament ist voll davon. Vom Anfang bis Ende, das Alte Testament, eigentlich jeder Vers, jedes Kapitel spricht vom Evangelium. Wir können mal ganz kurz reingucken. Wir kommen ganz vorne an Erster Mose, gehen mal ins zweite Kapitel und wir überfliegen das nur ganz kurz. Aber zum Beispiel Erster Mose 2, Vers 21 bis 25. Hier heißt es: „Da ließ Gott, der Herr, einen tiefen Schlaf auf den Menschen fallen und während er schlief, nahm er eine seiner Rippen und verschloss ihre Stelle mit Fleisch. Und Gott, der Herr, bildete die Rippe, die er von den Menschen genommen hatte, zu einer Frau und brachte sie zu ihm. Sprach der Mensch: Das ist endlich Gebein von meinem Gebein und Fleisch von meinem Fleisch. Sie soll Männin heißen, denn vom Mann ist sie genommen. Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen und sie werden ein Fleisch sein. Und sie waren beide nackt, der Mensch und seine Frau, und sie schämten sich nicht.“

[36:32] Und hier ganz am Anfang wird die Erschaffung der Frau beschrieben. Wie wurde die Frau gemacht? Nun, Adam sehnte sich nach einer Frau. Um diese Frau zu erhalten, wurde Adam in einen tiefen Schlaf gelegt und als er schlief, wurde seine Seite geöffnet. Gott nahm etwas heraus. Davon bildete er dann die Frau, die zu ihm gebracht wurde.

[37:04] Schon darin sehen wir das ganze Evangelium. Denn Adam ist hier ein Symbol für Jesus Christus. Jesus Christus sehnte sich nach einer Frau. Und die Frau ist seine Gemeinde. Nun, was musste geschehen, damit Jesus Christus diese Frau bekommt? Wir gucken also genau in die Geschichte von Adam. Adam wurde zur Ruhe gelegt. Dann wurde seine Seite geöffnet und aus dem, was da herausgenommen wurde, wurde seine Frau gemacht. Jesus Christus wurde auch zur Ruhe gelegt, als er am Kreuz starb. Er hing am Kreuz und er wurde zur Ruhe gelegt.

[37:42] Als er nachdem er zur Ruhe gelegt wurde, wurde da seine Seite geöffnet? Gewiss. Seine Seite wurde geöffnet und es kam etwas heraus. Heraus kam Blut und Wasser. Und genau daraus ist seine Gemeinde gemacht. Das Blut, der Vergebung, Jesus Christus und das Wasser, der Heilige Geist, das lebendige Wasser. Das beides beschreibt den Neuen Bund. Die Gemeinde Gottes ist darin gemacht worden. Das ist seine Gemeinde. Sie ist gerechtfertigt durch den Glauben an Christus und der Heilige Geist ist ihr als Unterpfand gegeben. Ihr Charakter wird geheiligt. Das Unterpfand des Glaubens, der Heilige Geist und das Blut.

[38:35] Nun, wir können ins nächste Kapitel gehen. Ich möchte euch nur ein paar Stellen zeigen, wo man das Evangelium sieht. Man könnte viel mehr machen, aber wir schauen mal in 1. Mose 3 und hier Vers 6. Nun, eben gerade hatten wir gesehen, dass diese Symbolik zwischen Eva, Symbol für die Gemeinde, und Adam ein Symbol für Christus. Nun, Adam und Eva waren glücklich im Himmelreich zusammen, aber dann wurde Eva verführt. Es ist wichtig, dass Paulus sagt, Eva wurde verführt, Adam wurde nicht verführt. Eva wurde verführt und sie nahm diese Frucht. Nun ging sie damit zu ihrem Mann. Wenn wir Ellen White studieren, sie hat Adam diese Frucht gegeben und Adam wusste genau, was passiert, wenn er diese Frucht isst. Er wusste, sie würden beide sterben. Er würde in den Tod gehen, wenn er davon isst.

[39:55] Nun, Adam wurde nicht verführt. Er wusste genau, was er tat, aber er entschied sich, er aß diese Frucht, um bei seiner Frau zu bleiben und dafür ging er in den Tod. Nun, es war ein Fehler, den Adam gemacht hatte, aber wir erkennen hier drin etwas. Wir erkennen darin die Liebe zu seiner Frau. Der Ehemann geht aus, um seine Frau nicht zu verlieren, geht er sogar für sie bis in den Tod. Und das hat Jesus Christus auch gemacht. Er war mit seiner Frau zusammen, seiner Gemeinde. Dann kam der Sündenfall. Die Menschheit wurde verführt und die Menschheit musste sterben. Christus aber wollte nicht von seiner Gemeinde getrennt sein und entschied sich deshalb, auch in den Tod zu gehen und damit seine Gemeinde zu retten. Deswegen nennt Paulus ihn später den zweiten Adam. Der erste Adam hatte gesündigt und falsch gehandelt, der zweite Adam hatte richtig gehandelt. Christus hatte nicht gesündigt. Er hat seinen Thron aufgegeben und ging zu seiner Gemeinde, um für sie zu sterben.

[41:12] Nun, und so können wir Stück für Stück durch die Bibel gehen, wenn wir zum Beispiel Vers 21 hier lesen. „Und Gott, der Herr, machte Adam und seiner Frau Kleider aus Fell und bekleidete sie.“ Das Vers 21. Nun, natürlich, Adam und Eva hatten die Gerechtigkeit verloren, die sie vor Gott haben sollten. Aber nicht sie machten sich jetzt Kleider. Sie hatten ja schon welche versucht, aus Feigenblättern sich zu bekleiden. Aber Gott macht hier eindeutig, sagt die Bibel, er machte ihnen Kleider. Das heißt, sie mussten bekleidet werden von Gott. Und das sollte schon worauf hindeuten. Denn wenn er sie mit Fell bekleidet hatte, ist ein Tier gestorben. Nun, das Tier starb und das Fell kleidete nun Adam und Eva. Ein Symbol auf das Opferlamm Gottes, welches ist Jesus Christus. Er starb und durch seinen Tod bekam wir das Gewand der Gerechtigkeit Christi. Das Fell des Tieres, des Lammes, bekleidet uns. Und in jedem Kapitel im Alten Testament, sogar in den Geschlechtsregistern, können wir das Evangelium finden. Das ist eine ganz, ganz interessante Suche. Ich möchte jeden dazu motivieren, das mal zu tun. In der Andacht, Stück für Stück, Kapitel für Kapitel durch die Bibel durchzugehen und Christus zu suchen. Wo ist das Evangelium? Es ist so erfüllend und so schön, das zu erleben, das zu sehen.

[42:35] Lasst uns noch mal in Galater zurückgehen. Galater 3 und hier Vers 9 bis 14 lesen. Galater 3, 9 bis 14. Paulus sagt: „So werden nun die, welche aus Glauben sind, gesegnet mit dem Gläubigen Abraham. Denn alle, die aus Werken des Gesetzes sind, die sind unter dem Fluch. Denn es steht geschrieben: Verflucht ist jeder, der nicht bleibt in allem, was im Buch des Gesetzes geschrieben steht, um es zu tun. Dass aber durch das Gesetz niemand vor Gott gerechtfertigt wird, ist offenbar. Denn der Gerechte wird aus Glauben leben. Das Gesetz aber ist nicht aus Glauben, sondern der Mensch, der diese Dinge tut, wird durch sie leben. Christus hat uns losgekauft von dem Fluch des Gesetzes, indem ein Fluch wurde um unsere Willen. Denn es steht geschrieben: Verflucht ist jeder, der am Holz hängt. Damit der Segen Abrahams zu den Heiden komme in Christus Jesus, damit wir durch den Glauben den Geist empfingen, der verheißen worden war.“

[43:49] Nun, hier wird auf Abraham hingedeutet, wie er sozusagen durch den Glauben die Rechtfertigung empfangen hat. Und hier werden interessante Sachen beschrieben, zum Beispiel der Fluch des Gesetzes. Und dass wir nicht unter dem Gesetz sind, sondern im Glauben stehen. Nun, sehr oft machen wir uns das Leben dadurch schwer, dass wir versuchen, das Gesetz aus eigener Kraft zu halten, um Gott zu gefallen und dadurch Segen zu bekommen. Aber dies ist nicht möglich. Denn das Gesetz verurteilt uns nur. Also das Gesetz zeigt uns immer dann an, wenn wir falsch handeln, was für sündige Menschen wir sind. Das Gesetz zeigt den Charakter Gottes. Und immer, wenn ich sündige, weiß ich, ich gucke einen Blick ins Gesetz, ich bin weit weg von dem Ziel, das zu erreichen gilt. Das Gesetz verurteilt mich also ständig, also zeigt mir ständig: Du bist nicht so wie das Gesetz, du hast nicht den Charakter Gottes. Das ist der Fluch des Gesetzes.

[44:49] Also das Gesetz kann uns nicht erlösen, obwohl das Gesetz heilig, gut und gerecht ist, hat es nicht die Kraft uns zu retten. Das Gesetz ist ein gutes Gesetz, aber es kann uns nicht erlösen. Und unsere Rettung besteht nun darin, dass wir durch den Geist Gottes vom Fluch des Gesetzes befreit werden. Der Geist Gottes kommt in uns und verwandelt unser Herz zum Charakter Christi hin. Das Gesetz kann uns jetzt nicht mehr anzeigen, dass wir falsch sind. Denn unser Herz ist in das Gesetz verwandelt worden. Also das, was da stand, in dem Gesetz, steht jetzt da drin, wenn die Heiligung vollkommen ist. Das Gesetz verurteilt uns nicht mehr und damit stehen wir nicht mehr unter dem Fluch des Gesetzes, sondern wir werden verwandelt in das Gesetz. Das meinte auch Paulus, wenn er sagt: „Wir bestätigen das Gesetz durch den Glauben.“ Denn das passiert in uns, wenn der Geist Gottes in unser Herz hineinkommt. Wir werden erlöst von dem Fluch.

[45:57] Und das möchte Gott in dir und in mir tun und er hat das Werk in uns schon begonnen. Er wird es auch abschließen. Lass uns dafür beten. Unser lieber Vater im Himmel, wir danken dir von ganzem Herzen dafür, dass dein Geist in uns den Fluch des Gesetzes überwinden wird. Dass wir nicht mehr aus eigener Kraft versuchen müssen, dem Gebot zu folgen, sondern dass durch dein Heiligen Geist unser Herz so verändert wird, dass dein Gesetz in unserem Herz drin steht. Und das Gesetz uns dann nicht mehr verflucht, sondern wir mit dem Gesetz eins sind. Lieber Vater, wir möchten unsere Herzen in deine Hand legen und möchten dich bitten, dass du, der du das Werk in uns angefangen hast, es auch abschließen mögest. Und wir danken dir dafür im Namen unseres Herrn Jesus. Amen.

[46:45] Vielen Dank, dass wir gemeinsam studieren durften und ich lade euch ein für dich herzlich gerne auch zur nächsten Cannstatt Study Hour wieder dabei zu sein und das nächste Kapitel gemeinsam zu betrachten. Gottes Segen euch.


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