In dieser Lektion der Cannstatt Study Hour wird das Verhältnis zwischen dem Evangelium und dem Gesetz im Galaterbrief beleuchtet. Es wird erklärt, warum das Gesetz uns keine Erlösung bringen kann, sondern uns vielmehr die Erkenntnis der Sünde vermittelt und uns so zu Christus führt. Die Sprecherin erläutert die Funktion des Gesetzes als Lehrmeister und wie es uns hilft, die Vergebung durch Jesus anzunehmen.
Das Evangelium im Galaterbrief (CSH 2017 Q3): 7. Der Weg zum Glauben
Liz Hermann · Cannstatt Study Hour 2017 Q3: Der GalaterbriefWeitere Aufnahmen
Serie: Cannstatt Study Hour 2017 Q3: Der Galaterbrief
-
0:0
-
0:0
-
0:0
Transkript
[0:00] Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge der Cannstatt Study Hour hier auf joelmedia.de.
[0:28] Und wir sind bei Lektion Nummer 7 mit dem Namen „Der Weg zum Glauben“. Und sie bereitet uns vor auf das Sabbatschulgespräch am 12. August. Und die Sabbatschule werde nicht ich halten, sondern meine Frau, die mittlerweile sehr gut Deutsch kann, aber noch nicht ganz so gut, damit sie hier ganz ohne Probleme die Sabbatschule leiten kann. Deswegen werde ich nochmal übersetzen, vielleicht das letzte Mal. Genau. Und übergebe gleich das Wort. So, ja, ich hoffe, das nächste Mal ich schon auf Deutsch machen kann. Aber ja, dieses Mal mache ich immer noch auf Englisch.
[1:10] So, we pray together then and we'll start. Dann beten wir zusammen und fangen an. Dear Heavenly Father. Lieber Vater im Himmel. Thank you for the opportunity to once again open your word. Danke für die Möglichkeit, wieder einmal dein Wort zu öffnen. And this is a topic that many Christians have a problem with. Das ist ein Thema, mit dem viele Christen Schwierigkeiten haben. And there is a lot of misconceptions. Und es gibt viele Missverständnisse. But still we trust you to give us the understanding that we need. Doch immer noch vertrauen wir auf dich, dass du uns das Verständnis gibst, das wir brauchen. Thank you for sending your Holy Spirit to be with us. Danke, dass du deinen Heiligen Geist schickst, damit er mit uns ist. In Jesus' Name, Amen. Im Namen Jesu, Amen.
[1:58] So, we have for this week something that is building on what we studied until now. Also diese Woche baut darauf auf, was wir bis jetzt studiert haben. But we actually come to a point in the Galater Brief, in the letter to the Galatians. Aber wir kommen zu einem Punkt, ja, im Galaterbrief. That actually addresses something that many Christians have a problem with. Wo es um eine Sache geht, mit der viele Christen Schwierigkeiten haben. We know that when we tell them that we keep the Sabbath because it's in the law. Wenn wir anderen Christen mitteilen, dass wir den Sabbat halten, weil es im Gesetz steht. Then they say, well, but we don't have to keep the law anymore. Dann kommt oft die Gegenantwort, ja, wir müssen das Gesetz doch gar nicht mehr halten. Because then they say, now we are under grace and we don't need that anymore. Denn es heißt ja dann, wir sind doch jetzt unter der Gnade und wir brauchen das nicht mehr. And that's a very common comment that we receive, right? Und das ist eine sehr gewöhnliche Antwort.
[3:07] So that's why today we are going to take a look at the relationship between the gospel and the law. Deswegen schauen wir uns ja heute dieses Verhältnis an zwischen dem Evangelium und dem Gesetz. What is the actual relationship between the two? Was ist das tatsächliche Verhältnis zwischen den beiden?
[3:38] Und wir fangen hier direkt an im dritten Kapitel vom Galaterbrief. Wir haben da ja jetzt schon ein paar Wochen dran gearbeitet. Also in den ganzen Konzepten, die jetzt quasi dieser Studie vorhergehen. Aber wie ich schon gesagt habe, wir fokussieren uns jetzt auf etwas sehr Wichtiges.
[4:05] So let's start with verse 20 and 21. Okay, wir lesen Vers 20 vom dritten Kapitel des Galaterbriefs und 21 und ich lese aus der Schlachter Bibel.
[4:35] Also hier kommt der erste Punkt, den Paulus adressieren möchte. Und das ist: Ist das Gesetz wirklich gegen das Versprechen Gottes? So that's exactly the point that usually people address. They say, no, we don't need the law anymore because now Jesus came already and he abolished the law. But then comes the point here that is very important on verse 21, on the second part of verse 21. Denn wenn ein Gesetz gegeben wäre, das lebendig machen könnte, so käme die Gerechtigkeit wirklich aus dem Gesetz.
[5:35] Wir wissen, dass es kein Gesetz gibt, das Leben geben kann. Also das Gesetz, das Wort an sich bedeutet ja, dass man etwas reguliert. Und nicht, dass man irgendwie ein Leben hervorbringt in irgendeiner Form.
[6:00] Aber warum haben die Juden gedacht, dass wenn sie das Gesetz halten, sie das ewige Leben haben? In der Sabbatschulektion haben wir hier zwei Verse, die uns zeigen, warum sie so gedacht haben. Also wir öffnen unsere Bibel im dritten Mose. Levitikus ist dritte Mose.
[6:36] Dritter Mose, Kapitel 18, Vers 5. Hier steht: „Darum sollt ihr meine Satzungen und meine Rechtsbestimmungen halten, denn der Mensch, der sie tut, wird durch sie leben. Ich bin der Herr.“ Es steht hier ja sogar, wenn man es tut, dadurch lebt. Ja, es hört sich fast schon an, als ob das Gesetz uns Leben gibt.
[7:10] Und jetzt schauen wir uns fünfter Mose, Kapitel 6, Vers 24 an. Und der Herr hat uns geboten, alle diese Satzungen zu halten, dass wir den Herrn, unseren Gott, fürchten und es uns gut geht alle Tage und er uns am Leben erhält, wie es heute der Fall ist. Und es scheint hier, als ob das Gesetz uns Leben bringt. Und wenn wir es hier vorsichtig lesen, dann sehen wir, dass es uns nicht das Leben bringt, sondern uns das Leben erhält.
[8:02] Denn das Gesetz erhält uns nur am Leben. Und das sehen wir auch an den Gesetzen, die wir in dieser Welt haben. Also es ist ja kein Widerspruch, was im dritten Mose, fünfter Mose und im Galaterbrief steht.
[8:30] Denn es ist, wie Paulus ja sagt, man kann nicht durch das Gesetz gerettet werden. Für was ist dann das Gesetz? Lass uns nachschauen in der Bibel. Wenn wir in den Römerbrief gehen. Im dritten Kapitel. Im Vers 20, da steht: „Weil aus Werken des Gesetzes kein Fleisch vor ihm gerechtfertigt werden kann, denn durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde.“
[9:06] Nicht nur haben wir hier die Bestätigung, dass niemand durch das Gesetz gerettet werden kann. Aber wir sehen auch, für was das Gesetz ist. Denn es sagt hier im zweiten Teil des Verses: „Denn durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde.“ Also genau das ist der Punkt. Das Gesetz ist da, um uns die Erkenntnis der Sünde zu bringen.
[9:43] Genau, damit wir wissen, dass wir Sünde begangen haben. Das ist die ganze Rolle des Gesetzes.
[9:56] Es ist sehr einfach zu verstehen, wenn wir über das Leben nachdenken, wie es in unserer Welt ist. Sehen wir, dass das Gesetz uns nur am Leben erhält. Aber uns kein Leben gibt. Wenn wir zum Beispiel über die Straßenverkehrsordnung nachdenken. Dann sehe ich, wie mich die Straßenverkehrsordnung am Leben erhält, weil sie garantiert, dass nicht irgendjemand quasi zufällig über mich drüber fährt. Aber gleichzeitig, wenn jemand etwas falsch macht, gemäß der Ordnung, dann ist ein Bußgeld fällig. Also so können die Verordnungen auf der Straße mir zwar kein Leben geben, aber mich am Leben erhalten.
[11:15] Und wir sehen auch hier im Römer, dass das Gesetz die Sünde uns zeigt. Und wir können das im fünften Kapitel vom Römer, im Vers 13 nochmal bestätigen. Hier steht: „Denn schon vor dem Gesetz war die Sünde in der Welt. Wo aber kein Gesetz ist, da wird die Sünde nicht in Rechnung gestellt.“ Wie es hier nochmal sagt, wenn es kein Gesetz gäbe, dann wüssten wir nicht, was Sünde ist. Also brauchen wir das Gesetz, um zu wissen, was Sünde ist.
[12:05] Aber dann im Englischen steht oder im Deutschen übersetzt, hat das Gesetz einen Zeugen. Nein, eine Schwäche. Schauen wir uns Römer 8, Vers 3 an: „wegen der Schwäche des Gesetzes.“ Aber warum war das Gesetz schwach oder kraftlos?
[12:58] Und wir haben das ja schon geklärt und gesehen, auch im Galaterbrief, dass das Gesetz schwach ist, weil es kein Leben geben kann. Das heißt, das Versprechen quasi steigt jetzt in die Lücke und füllt diese Schwäche aus.
[13:27] Also gut, das Gesetz kann kein Leben geben und so, für was ist jetzt das Gesetz, nebst dem Aufzeigen der Sünde? Und wir schauen uns das später nochmal genauer an. Aber lasst uns nochmal zurückgehen zum Galaterbrief.
[13:50] Und jetzt gehen wir zum Vers 22 und 23. „Bevor aber der Glaube kam, wurden wir unter dem Gesetz verwahrt und verschlossen auf den Glauben hin, der offenbart werden sollte.“ Also hier haben wir einige wichtige Dinge.
[14:18] In Vers 22 sehen wir, dass die Bibel uns zusammengeschlossen hat. Ja, also wir sehen hier, ganz wichtig, im Vers 22, dass die Bibel uns zusammengeschlossen hat. Ja, also im Englischen, in einer Version, heißt es hier nicht zusammengeschlossen, sondern deklariert oder kundgetan. Genau. Und ich lerne das von einem Missionar, den wir sehr mögen, das ist Georg Müller. Und er hat gesagt: Wenn du über etwas nicht ganz sicher bist in der Bibel, dann schau dir verschiedene Versionen der Bibel an und dann wirst du besser verstehen. Das heißt, hier steht, dass die Bibel quasi kundtut, dass wir alle Sünde begangen haben. Und nur durch den Glauben in Jesus können wir hier das Versprechen oder die Verheißung in Anspruch nehmen.
[15:48] Also das macht Sinn, das verstehen wir. Und dieser Punkt ist eigentlich auch verstanden von anderen christlichen Denominationen und macht Sinn im Allgemeinen. Aber dann kommt Vers 23. Genau. Nochmal lesen: „Bevor aber der Glaube kam, wurden wir unter dem Gesetz verwahrt und verschlossen auf den Glauben hin, der geoffenbart werden sollte.“
[16:23] Jetzt ist die Frage: Was bedeutet es hier, unter dem Gesetz verschlossen oder verwahrt zu sein? Und genau das ist das Argument, das dann aufgebracht wird: Wir sind nicht mehr unter dem Glauben, wir sind nicht mehr verwahrt unter dem Glauben. Wir sind nicht mehr verwahrt unter dem Gesetz. Das ist der Punkt. Aber was bedeutet es denn, unter dem Gesetz zu sein? Um hier überhaupt den Kontext zu verstehen, müssen wir ja genau verstehen, was bedeutet es, unter dem Gesetz zu sein.
[17:16] Also ein anderer Vers, der das jetzt ganz gut erklärt, ist im Römerbrief. Und ihr seht schon, dass wir sehr viele Verbindungen haben zwischen dem Galater und dem Römer. Und wenn ich hier meine Bibel öffne, wo ich alle meine Notizen mache, dann habe ich lauter Verbindungen zwischen Römer und Galater. Also wir schauen uns Römer 6, Vers 14 an.
[17:46] Und hier steht: „Denn die Sünde wird nicht herrschen über euch, weil ihr nicht unter dem Gesetz seid, sondern unter der Gnade.“ Und schaut, wie interessant, die Leute lesen den zweiten Teil des Verses sehr oft. So they say, weil ihr nicht unter dem Gesetz seid, sondern unter der Gnade. Und die sagen ja, wir sind unter der Gnade. Wir müssen über das Gesetz gar nicht mehr nachdenken. Aber schauen wir uns mal den ersten Teil des Verses an. Hier steht: „Denn die Sünde wird nicht herrschen über euch, weil ihr nicht unter dem Gesetz seid.“
[18:34] Das bedeutet, wenn wir nicht mehr unter dem Gesetz sind, dann sind wir eigentlich nicht unter der Gnade. Die Gnade ist nicht der Herr unseres Lebens. Das ist genau der Punkt. Es bedeutet nicht, dass wir das Gesetz nicht mehr haben, sondern, dass wir hier nicht mehr unter der Verurteilung sind, weil wir keine Sünde mehr tun.
[18:59] Sondern, dass wir hier nicht mehr unter der Verurteilung sind, weil wir keine Sünde mehr tun. Genau. Also jetzt muss ich das nochmal rekonstruieren. Also es heißt natürlich nicht, dass wir kein Sünden überhaupt mehr haben, sondern, dass wir hier nicht mehr unter der Verurteilung sind, weil wir keine Sünde mehr tun.
[19:27] Genau. Also jetzt muss ich das nochmal rekonstruieren. Also es heißt natürlich nicht, dass wir kein Sünden überhaupt mehr haben, aber es bedeutet, dass Jesus die Verurteilung unserer vergangenen Sünden von uns genommen hat und etwas mit uns tut, das wir uns später noch genauer anschauen.
[19:50] Das heißt, jetzt ist nicht mehr Sünde der Herr unseres Lebens, sondern Jesus ist es. Es heißt ja also nicht, dass Gnade das Gesetz ersetzt.
[20:14] Aber genau das ist der Punkt. Es geht nicht darum, dass eins das andere ersetzt, aber schau, wenn man unter der Gnade ist, dann sind wir nicht mehr unter der Herrschaft der Gnade.
[20:41] Okay, lass uns etwas darüber nachdenken, weil ja hier liegt genau der Punkt, warum viele sich irren. Wir reden hauptsächlich über Glaube und Obedience ist Gehorsam. Genau, weil wir hier schon sehr klar sehen, dass es keine solche Sache gibt, die den anderen verwendet. Aber die Wahrheit ist, dass schon von Anfang an Obedience und Glaube immer zusammen gelaufen sind. Das sind der Gehorsam und der Glaube zusammen gelaufen.
[21:35] Obwohl dann die Juden diese Idee entwickelt haben, dass durch mein Gehorsam ich das ewige Leben erhalte. Erstens, als sie Sünde getan haben in der Vergangenheit, dann mussten sie ja ein Opfer darbringen, was ja im Prinzip ein Tier war, das dann halt getötet wurde, geopfert wurde. Und dieses Tier hat ja nicht wirklich Vergebung gebracht, der Sünde. Sie wussten ja, dass es nur ein Symbol war, das auf den Erlöser zeigt, der in der Zukunft kommt. Selbst in der Vergangenheit, als man gesündigt hat, musste man daran glauben, dass der Erretter kommt, der einen erlöst.
[22:52] Und nochmal, der Gehorsam war eine Anfrage von Gott, damit wir das Leben erhalten und nicht damit es Leben gibt.
[23:10] Also um nochmal zusammenzufassen, wir sehen, dass unter dem Gesetz zu sein, bedeutet nicht, dass wir unter der Herrschaft des Gesetzes sind, sondern dass wir unter der Verurteilung des Gesetzes sind. Und jetzt, wenn wir Jesus akzeptieren, sind wir nicht unter der Verurteilung des Gesetzes.
[23:43] Aber warum ist es wichtig am Ende? Was ist die tatsächliche Funktion des Gesetzes? Da gehen wir zurück zum Galaterbrief, im dritten Kapitel, und lesen jetzt den Vers 25.
[24:06] „Nach dem aber, so ist also das Gesetz unser Lehrmeister geworden auf Christus hin, damit wir aus Glauben gerechtfertigt würden.“
[24:23] Also hier wird das Gesetz anders genannt. Es heißt ja der Lehrmeister. Und dann sagt er, dass dieser Lehrmeister etwas ganz Spezifisches tut. Und das ist, dass das Gesetz uns zu Christus hinführt.
[24:51] Aber was bedeutet es, dass das Gesetz uns zu Christus hinführt? Wir müssen nicht viel darüber nachdenken, wenn wir all diese Verse lesen, die wir bisher gelesen haben. Es kommt ganz zusammen. Denn wenn wir denken, dass das Gesetz uns kein Leben geben kann, aber nur unsere Sünden zeigen kann, wenn wir darüber nachdenken und uns in Erinnerung rufen, dass das Gesetz uns kein Leben geben kann, aber uns nur unsere Sünden zeigen kann.
[25:39] Genau, also das ist ja klar, genau das habe ich übersetzt. Dass das Gesetz uns kein Leben geben kann, sondern uns nur Sünden zeigt. Und dann ist es ja klar, dass ich mir denken muss: Okay, was kann ich jetzt tun an dem Punkt? Und die einzige Antwort ist: Ich kann nur zu Jesus kommen, der mir dann Vergebung schenkt.
[26:04] Da gibt es eine Analogie, ein Gleichnis, das ich sehr mag über das Gesetz. Und das ist diese Idee, dass das Gesetz wie ein Spiegel ist. Wenn man zum Beispiel ein Problem an der Haut hat, dann sieht man es nicht direkt selbst. Vielleicht ist es im Gesicht, vielleicht ist es am Rücken. Wenn man sich aber dann im Spiegel anschaut, dann sieht man dieses Problem. Aber der Spiegel selbst kann ja nichts tun, um uns da zu helfen mit dem Problem. Er kann es uns nur zeigen. Also müssen wir nach der Hilfe suchen, die uns helfen kann.
[27:07] Und das ist genau das, was mit dem Gesetz und Jesus hier passiert. Das Gesetz zeigt uns, dass wir die Sünde begangen haben. Und jetzt gehen wir zu Jesus, der uns helfen kann mit Vergebung.
[27:28] Wir sehen, dass das Gesetz diese zweifache Rolle hat. Es zeigt uns, dass wir in der Sünde sind. Das ist natürlich nicht so komfortabel. Es ist nicht einfach, unseren Sünden, unseren Schwierigkeiten ins Auge zu sehen.
[28:01] Und deswegen sehen wir, dass oft Paulus über das Gesetz als etwas Negatives spricht. Als ob es uns in einer verurteilenden, schwierigen Lage hält. Und wenn du weißt, wie es ist, eine Sünde zu begehen, zu wissen, dass man gesündigt hat, dann weißt du auch, dass es nicht einfach ist, in dieser Lage zu sein. Es ist ein schlechtes Gefühl.
[28:37] Und es ist der zweite Teil der Funktion des Gesetzes, das uns hier Hoffnung gibt. Und zwar die Funktion, uns zu Jesus hinzuführen.
[28:56] In der Sabbatulektion hier im 5. Mose 12, 5. Mose 7, Vers 12 bis 24. Und hier im Vers 12 bis 24 ist eine ganze Liste von den Vorteilen, die wir haben, wenn wir das Gesetz halten. Und es ist interessant, weil es uns zeigt, wie sie keine Krankheiten haben werden, wie sie viele Kinder haben werden. Aber dann im 3. Mose 18, von 20 bis 30, haben wir gesehen, dass wenn wir die schlechten Dinge nicht tun, dass wir dann unser Leben behalten.
[30:10] Aber das Konzept hier, dass das Gesetz uns tatsächlich das Leben gibt, ist nicht hier. Und wir schauen uns mal an, was sehr interessant ist, hier auch im 5. Mose. Und zwar im Kapitel 7, Vers 7 und 8. Ich mag diesen Vers sehr, denn er zeigt uns, dass Gott das nicht getan hat, weil wir gut genug waren oder weil die Israeliten gut genug waren.
[31:21] Denn es ist schön zu sehen, dass selbst vom Alten Testament her, die Rettung nicht wegen uns kommt. Nicht wegen etwas, das wir tun können. Sondern wegen Gott und wegen seiner Liebe. Schauen wir uns mal Kapitel 9 an. Vers 4 und 5.
[32:15] Ich finde es sehr interessant hier, weil es sehr klar ist, dass Gott das für seinen eigenen Zweck getan hat. Und Gott hält dieses Versprechen wegen sich selbst. Und das ist im Alten Testament. Und das sind nicht die einzigen zwei Verse, wo Gott so etwas sagt. Und es ist immer und immer wieder, sagt Gott seinen Israeliten: Ich mache das nicht wegen eurer Gerechtigkeit, sondern wegen meiner Gnade.
[33:27] Ja, es ist auffällig hier. Und es ist ja auch sehr interessant, wie die Juden daher denken konnten, dass sie etwas tun können, um gerettet zu werden. Denn selbst in den ersten fünf Büchern Mose haben wir schon so viele Beweise dafür, dass alles von der Gnade Gottes abhängt. Und nicht wegen ihrer Gerechtigkeit oder weil sie besser waren als andere. Wir haben das gerade in Kapitel 6 und Kapitel 9 gelesen.
[34:20] Aber was ich interessant finde, ist, dass es kommt nicht darauf an, wie viele Beweise wir hier in der Bibel haben. Quasi nichtsdestotrotz. Bis heute finden Menschen ihre eigenen falschen Verständnisse, weil sie etwas anderes glauben möchten. Und das ist sehr oft der Fall. Und wir müssen sehr vorsichtig sein, denn selbst unter uns gibt es viele Missverstehungen, und es gibt viele Missverstehungen, basierend auf den Meinungen, die man hat. Die kommen aus Ideen, die die Leute selbst haben, nicht aus der Bibel. Oder manche nehmen sich ein, zwei Verse raus, legen da das komplette Gewicht drauf und lassen die anderen beiseite.
[35:48] Und speziell, wenn wir da mit Menschen reden, die bis heute nicht die Rolle des Gesetzes verstanden haben in der Bibel, dann müssen wir sehr nett und höflich sein, wenn wir das erklären. Denn es ist schwierig für sie zu verstehen, wenn ihre Ansichten von Anfang an falsch waren. Denn wenn sie sich einfach nur hier diese Idee angucken: Wir sind nicht unter dem Gesetz, sondern jetzt unter der Gnade, dann verstehen sie gar nicht, was das eigentlich bedeutet. Wenn man sie fragen würde, würden sie natürlich sagen, es ist nicht okay, zu töten oder zu stehlen. Warum sind sie dann so stark gegen das Gesetz? Denn ihnen wurde gesagt, der Sabbat ist nicht mehr wichtig. Oder Götzen in der Kirche zu haben, Bilder in der Kirche zu haben, ist kein Problem.
[37:17] Aber ihr wisst vielleicht, dass es eigentlich häufiger auftritt, dass wir diese Gesetzesdiskussion wegen dem Sabbat haben. Und hier ist ein sehr interessanter Punkt. Und natürlich können wir versuchen zu argumentieren, zu sagen: Ja, schau mal, wenn wir das Gesetz halten, dann bewahren wir Leben. Und das ist natürlich richtig, wir haben das gerade in der Bibel gelesen.
[38:01] Aber dann gibt es auch andere Leute, die das Argument bringen: Ja, wir müssen den Sabbat halten, denn wir brauchen eine Pause in unserer täglichen Routine. Und dann sagt man: Ja, es ist ja wichtig, dass wir für einen Tag unterbrechen. Selbst die Wissenschaft hat es schon festgestellt. Und dann fokussieren wir uns auf die Vorteile, die wir vom Gesetz erhalten. Das ist natürlich nicht falsch. Aber wir müssen hier vorsichtig sein. Denn wir wissen, dass es hier genau der Teil des Gesetzes, das Gebot, die nicht wirklich mit Vorteilen zu tun haben, ist eigentlich das spezifische Gebot, das unseren Gehorsam testet.
[39:11] Und das ist genau die Situation, die von Anfang an im Garten Eden passiert ist. Ein Test der Treue. Und Satan hat immer Gott kritisiert mit dem Argument: Die Menschen können dir nicht gehorchen. Deswegen kämpft er immer gegen den Sabbat, denn er möchte zeigen: Ja, wir können den Sabbat nicht halten, es ist nicht praktisch.
[39:52] Das Gesetz ist daher sehr vielschichtig, sehr komplett. Wir sehen, dass es unsere Sünden zeigt. Es führt uns zu Jesus. Und es testet unser Gehorsam.
[40:15] Wenn wir also jetzt Jesus akzeptiert haben und nicht mehr unter dem Urteil des Gesetzes sind, was ist das Verhältnis, das wir jetzt mit dem Gesetz haben? Und um das zu verstehen, schauen wir nochmal rein in Galater 3, Vers 25.
[40:45] Und hier lesen wir, ein bisschen weiter noch. Und hier natürlich argumentiert, ja, schaut doch, wir haben nichts mehr mit dem Gesetz zu tun, wir sind fertig mit dem Gesetz. Ist das wirklich der Fall? Ja, wir haben schon gesehen, dass nicht mehr unter dem Gesetz zu sein bedeutet, nicht mehr unter der Herrschaft der Sünde zu sein.
[41:33] Und wieder müssen wir zurück zu Versen in Römer. Verses 1-3. Das tat Gott, indem er seinen Sohn sandte, in der gleichen Gestalt wie das Fleisch der Sünde, und um der Sünde willen und die Sünde im Fleisch verurteilte. Dieser Vers macht es ja klar, dass wir nicht unter der Verdammnis der Sünde sind, denn Jesus hat für uns bezahlt.
[42:42] Aber schauen wir uns mal Kapitel 6 an. Verse 11-14. „Gebt nicht eure Glieder der Sünde hin, als Werkzeug der Ungerechtigkeit, sondern gebt euch selbst Gott hin, als solche, die lebendig geworden sind aus den Toten, und euren Gliedern Gott als Werkzeug der Ungerechtigkeit. Denn die Sünde wird nicht herrschen über euch, weil ihr nicht unter dem Gesetz seid, sondern unter der Gnade.“
[43:36] Wir haben also hier den Vers 14 schon gelesen. Aber hier lesen wir den Kontext, der uns zeigt, dass wir tot gegenüber der Sünde sind. Das heißt es hier, wenn es in Galater darüber spricht, dass wir nicht mehr unter dem Gesetz sind. Wir sind nicht mehr unter der Verurteilung des Gesetzes. Wir sind jetzt tot gegenüber der Sünde.
[44:17] Was bedeutet es wirklich? Es ist ein Missverständnis, dass Jesus kam, um das Gesetz wegzunehmen. Aber wenn wir logisch nachdenken, dann macht es auch keinen Sinn. Denken wir nochmal über die Straßenverkehrsordnung nach. Sagen wir mal, ich fahre hier nach Bad Cannstatt und ich fahre hier auf der B10. Und da steht 80 Stundenkilometer. Und ich fahre aber 120. Dann kommt die Polizei und sie gibt mir einen Strafzettel. Dann kommt mein Freund und er bezahlt meinen Strafzettel. Und jetzt ist das Gesetz abgeschafft, nicht wahr? Also jetzt muss ich ja gar nicht mehr 80 fahren. Macht es Sinn? Das macht natürlich keinen Sinn.
[45:31] Also hat mein Freund hier die Strafe bezahlt. Er hat an meiner Stelle bezahlt. Ich hätte eigentlich bezahlen sollen. Aber er hat für mich bezahlt. Aber das verändert die Gesetze nicht. Das Gesetz ist nach wie vor da. Aber ich kann dir garantieren, aber ich kann dir garantieren, dass wenn mein Freund für mich zahlt, dann würde er mir vielleicht Folgendes sagen. Dann würde er mir sagen: Liz, mach das nicht nochmal.
[46:23] Aber Jesus macht noch viel mehr, als nur uns zu sagen: Liz, mach das nicht nochmal. Er macht etwas ganz anderes in unserem Leben. Und ich gebe euch einen Tipp: Immer wenn wir in Schwierigkeiten sind, etwas in der Bibel zu erklären, schaut euch immer den größeren Kontext an.
[46:46] Gehen wir zurück zum Römer. Im Kapitel 8. Und wir haben Vers 1 bis 3 schon gelesen. Aber jetzt lesen wir Vers 4.
[47:01] Vers 4 sagt, dass wenn wir nicht mehr unter der Verurteilung der Sünde sind, die vom Gesetz geforderte Gerechtigkeit in uns erfüllt würde, die wir nicht gemäß dem Fleisch wandeln, sondern gemäß dem Geist. Das sagt hier ganz deutlich, dass wenn wir nicht mehr unter der Verurteilung der Sünde sind, was in Vers 1 steht, wir gehen im Geist.
[47:36] Das bedeutet, dass wir alles zusammennehmen, wie wir es in Römer 6, 11 gelesen haben, dass wir tot gegenüber der Sünde sind. Dann verstehen wir jetzt, dass wir ein ganz anderes Verhältnis mit dem Gesetz haben. Das Gesetz ist immer noch 80 km/h. Aber mit dem Respekt gegenüber der Person, die für mich die Strafe gezahlt hat, werde ich das nicht nochmal tun.
[48:15] Und du kennst in deinem Leben Dinge, die du wirklich struggelst, zu verändern, aber du wolltest das nicht mehr tun. Aber du weißt, dass es einfach nicht einfach ist, es selbst loszuwerden. Und da hilft uns ein Vers, der für mich sehr wichtig ist. Das ist Jeremia 31,33.
[48:42] Und da steht: „Sondern das ist der Bund, der das Gesetz in ihre Herzen legt.“ Und da steht, dass er derjenige sein möchte, der uns hilft, das Gesetz zu halten. Denn er kam im Fleisch auf die Erde und er hat das Gesetz gehalten, er hat es geschafft, das Gesetz zu halten. Deswegen hilft er uns auch dabei. Und das finde ich den wundervollen Punkt in der Bibel.
[49:59] Wenn wir uns wirklich die Zeit nehmen, können wir wirklich jedes Thema der Bibel verstehen. Gott gab unseren Pionieren Weisheit, die Wahrheit in der Bibel zu finden. Und er ist der gleiche Gott, der uns auch heute Verständnis geben möchte. Wir müssen nur, genau wie unsere Pioniere, Zeit mit der Bibel verbringen. Und dann können wir auch verstehen und anderen die Wahrheiten der Bibel beibringen.
[50:47] Ich glaube nicht, dass es gerade vielleicht der Punkt ist, mit dem du zu kämpfen hast, zu glauben, dass man das Gesetz nicht mehr halten muss. Aber hoffentlich wurdest du nochmal daran erinnert, dass Gott derjenige ist, der es in unserem Leben schafft. Aber wir wissen auch, dass wir die Verantwortung haben, diese Wahrheit mit anderen zu teilen.
[51:19] Und wenn es jetzt zu schnell ging, dann nimm dir Zeit und schreib Vers für Vers in deine Bibel. Oder in ein Heft. So dass du anderen helfen kannst, diese Wahrheit zu verstehen.
[51:39] Der wundervolle Plan Gottes für unser Leben, der beides, das Gesetz und das Versprechen beinhaltet. Lass uns beten.
[51:55] Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir wieder dein Wort öffnen durften. Hilfe uns nicht nur zu verstehen und es in die Tat umzusetzen, sondern auch unser Leben dir zu übergeben, damit du übernehmen kannst. Bitte hilf uns, uns zu benutzen als Werkzeuge, um anderen diese Wahrheiten beibringen zu können. Nicht nur heute, nicht nur in den Wochen, die folgen, sondern durch unser komplettes Leben hinweg. Amen.
[52:45] Das war die CanStatStudyHour, Kapitel 7, Lektion 7. Einen gesegneten Sabbat. Wir freuen uns, wenn ihr wieder einschaltet zur nächsten CanStatStudyHour. Bis dahin, Gottes Segen. Bis dann.
Lizenz
Copyright ©2017 Joel Media Ministry e.V.Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.