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Diese Lektion aus der Cannstatt Study Hour 2016 Q2 über das Evangelium nach Matthäus beleuchtet die zentrale Bedeutung von Jesu Tod und Auferstehung für den christlichen Glauben. Sie thematisiert die menschliche Angst vor dem Tod und vergleicht sie mit der Hoffnung, die die Auferstehung Jesu schenkt. Die Predigt analysiert die Ereignisse rund um die Kreuzigung und die Bedeutung des zerrissenen Vorhangs im Tempel. Abschließend wird der Missionsauftrag Jesu und die damit verbundene Hoffnung auf ewiges Leben durch seine Auferstehung hervorgehoben.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2016 Q2: Das Evangelium nach Matthäus

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Transkript

[0:00] Herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour. Schön, dass du dich zugeschaltet hast, dass du diese Woche mit uns die Lektion studieren möchtest. Das Thema dieser Woche ist ein ganz schönes Thema. Es ist die Grundlage unseres Glaubens, unseres christlichen Glaubens. Es geht um den Tod und beziehungsweise um die Auferstehung Jesu Christi. Nun, die Bibel lehrt uns, dass es keinen anderen Weg zur Erlösung gibt, als durch Jesus. Jesus selbst sagt in Johannes 14 Vers 6: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater, denn durch mich.“ Er ist nicht einer von vielen Wegen, er ist der einzigste Weg.

[1:01] Und dennoch beschäftigen sich immer mehr Menschen mit diesem Thema Tod, Auferstehung, beziehungsweise was passiert denn nach dem Tod. Für viele Menschen ist das Thema Tod eine schwarze Box. Sie können damit nichts anfangen. Es ist ein unangenehmes Thema. Es versetzt vielen Menschen Angst. Vielleicht geht es dir ja auch so. Der Tod ist etwas, was man nicht mehr greifen kann. Es ist sozusagen das Ende eines Lebens, das Ende eines Weges. Zumindest denken das die meisten. Wir werden aber diese Woche erfahren, was der Tod wirklich ist und was es mit der Auferstehung Jesu Christi zu tun hat und warum die Auferstehung Jesu so wichtig ist.

[1:49] Ich las vor einigen Tagen, beziehungsweise vor einigen Wochen, einen Artikel. Ich musste ein wenig schmunzeln, denn es ist wirklich so, dass die Menschen sich immer mehr Gedanken darüber machen, wie es weitergehen wird. Sie versuchen das Leben zu verlängern oder sie versuchen ein anderes Leben oder Lebensraum zu schaffen, weil sie sehen, dass diese Erde auseinander bröckelt. Und wie gesagt, ich las diesen Artikel und da hieß es, dass es schätzungsweise 2000 Menschen gibt, die sich zu wissenschaftlichen Zwecken nach dem Tod bei minus 196 Grad Celsius einfrieren lassen, solange bis die Medizin einen Weg gefunden hat, sie wiederzubeleben. Und der Titel dieser Zeitschrift war: „Durch Einfrieren für manche einen Weg, um ewiges Leben zu erlangen.“

[2:52] Kryoniker glauben, dass die Wissenschaft irgendwann den Tod überlistet. Bis dahin lassen sie sich einfrieren vom Traum des Menschen, unsterblich zu sein. Das klang so interessant und als ich weiter gelesen hatte, musste ich wirklich schmunzeln, denn es ist schon sehr, sehr absurd der Gedanke, dass man sich einfrieren lässt, damit man hofft, dass die Medizin irgendwann mal den Code knackt und diesen Tod überlistet, so wie es in diesem Artikel stand. Also wir hatten festgestellt, dass schätzungsweise 2000 Menschen sich diesen Kryonikern – Kryonik kommt aus dem Begriff „Krios“ aus dem Griechischen und bedeutet Eiseskälte – und diese Kryoniker, die haben einen Sitz in Amerika und zwar nennt sich das Ganze Kryonik Foundation. Und es gibt tatsächlich Leute, die sich auf die Warteliste gesetzt haben und die darauf hoffen, also die gestorben sind und sich haben dann einfrieren lassen und die dann hoffen, dass in der Zeit, in der sie tot sind, die Medizin so weit ist, dass sie sie wieder zum Leben erwecken. Und es ist interessant, dass dann jeden Tag eine Security vorbeiläuft und dann schaut, dass dieser Stickstoff, also der Füllstand des Stickstoffs dann auch jedes Mal, wenn er leer ist, wieder nachgefüllt wird.

[4:28] Die Frage nach einem Leben oder nach dem Leben nach dem Tod ist nichts Neues. Denn schon vor Tausenden von Jahren haben sich die Menschen dieselbe Frage gestellt. Hiob sagte zum Beispiel in Hiob Kapitel 14 und dort Vers 14: „Aber wird denn der Mensch, wenn er stirbt, wieder leben?“ Ich habe nach der Schlacht der Übersetzung gelesen. Und genau darum geht es in dieser Woche. Es geht darum, welche unerschöpflichen Wahrheiten wir erkennen werden, anhand unseres Themas Tod und Auferstehung unseres Heilandes, sowie die Hoffnung, die uns diese beiden Ereignisse eigentlich geben. Denn Tod ist in der Bibel nicht Tod, Mausetod, Ende Gelände, wie man sagt, sondern es gibt etwas, was wir diese Woche und was wir heute betrachten werden.

[5:24] Wenn wir uns den Sonntagsabschnitt anschauen, wir kennen alle die Geschichte Jesu, wir wissen alle, wie Jesus gekreuzigt wurde und wir wissen alle, was Jesus hat erdulden müssen. Ich möchte euch zurückversetzen in die Szene, als Jesus vor Pilatus stand und vielleicht können wir diesen Abschnitt miteinander lesen und dann hinterher miteinander betrachten. Ich lese aus Matthäus Kapitel 27 und dort die Verse 11 bis 26.

[6:05] „Jesus aber stand vor dem Stadthalter, und der Stadthalter fragte ihn und sprach: Bist du der König der Juden? Jesus sprach zu ihm: Du sagst es. Und als er vor den obersten Priestern und den Ältesten verklagt wurde, antwortete er nichts. Da sprach Pilatus zu ihm: Hörst du nicht, was sie alle gegen dich aussagen? Und er antwortete ihm auch nicht auf ein einziges Wort, sodass der Stadthalter sich sehr verwunderte. Aber anlässlich des Festes pflegte der Stadthalter der Volksmenge einen Gefangenen freizugeben, welchen sie wollten. Sie hatten aber damals einen berüchtigten Gefangenen namens Barabbas. Als sie nun versammelt waren, sprach Pilatus zu ihnen: Welchen wollt ihr, dass ich euch freilasse? Barabbas oder Jesus, den man Christus nennt? Denn er wusste, dass sie ihn aus Neid ausgeliefert hatten. Als er aber auf dem Richterstuhl saß, sandte seine Frau zu ihm und ließ ihm sagen: Habe du nichts zu schaffen mit diesem Gerechten, denn ich habe heute im Traum seinetwegen viel gelitten. Aber die obersten Priester und die Ältesten überredeten die Volksmenge, den Barabbas zu erbitten, Jesus aber umbringen zu lassen. Der Stadthalter aber antwortete und sprach zu ihnen: Welchen von diesen beiden wollt ihr, dass ich euch freilasse? Sie sprachen: Den Barabbas. Pilatus spricht zu ihnen: Was soll ich denn mit Jesus tun, den man Christus nennt? Sie sprachen alle zu ihm: Kreuzige ihn! Da sagte der Stadthalter: Was hat er denn Böses getan? Sie aber schrien noch viel mehr und sprachen: Kreuzige ihn! Als nun Pilatus sah, dass er nichts ausrichtete, sondern dass vielmehr ein Aufruhr entstand, nahm er Wasser und wusch sich vor der Volksmenge die Hände und sprach: Ich bin unschuldig an dem Blut dieses Gerechten, seht ihr zu.“

[8:07] Spätestens an Ostern, wenn wir diese Filme sehen oder wenn wir die Passionsgeschichte in der Kirche hören, erinnern wir uns wieder an dieses Szenarium. Aber wir sollten öfter darüber nachdenken, was eigentlich Jesus am Kreuz für uns erlitten hat. Die Situation ist folgende: Jesus steht vor Pilatus. Pilatus, der zuvor von seiner Frau schon die Nachricht bekommen hatte, dass er sich an Jesus nicht verschulden lassen sollte, er sollte ihn freigeben, weil dieser Mann unschuldig war. Und spätestens als dieses Verhör stattgefunden hat zwischen Jesus und Herodes und Pilatus wieder, müsste eigentlich dem Pilatus ganz klar werden, dass er eigentlich einen Mann vor sich hat, der unschuldig ist. Aber Pilatus, ihm war seine Stellung wichtiger, ihm war sein Ansehen wichtiger, als Jesus Christus freizulassen.

[9:19] Deshalb wusch er sich die Hände, um damit zu vermitteln, dass er an seinem Tod sich nichts hat verschulden lassen kommen. Aber ist das so richtig? Hat sich Pilatus wirklich nichts zu verschulden kommen lassen? Pilatus lag falsch. Pilatus hat auch falsche Entscheidungen getroffen, während der ganzen Situation, die Jesus betraf. Hat ihn auspeitschen lassen, weil er gedacht hat, er hätte, er könnte vielleicht die Juden besänftigen. Und er war sich sicher, dass man vielleicht durch das Auspeitschen den Juden etwas entgegenkommt. Aber er hat sich eigentlich in den eigenen Finger geschnitten. Er hat sich einen Strich durch die eigene Rechnung gemacht, denn die hohen Priester, wie es der Geist der Weissagung sagt, hatten die Pläne Pilatus, des Pilatus durchschaut. Und daraufhin waren sie noch aufgeheizter und waren noch fixierter, Jesus umbringen zu lassen.

[10:24] Pilatus hatte sich selbst in eine Zweckmühle manövriert. Indem er Jesus auspeitschen ließ, hoffte er, wie wir gesagt haben, dass die Masse und deren Anführer zu besänftigen. Und somit wollte er Zeit gewinnen, Jesus dann letztendlich freizusprechen. Sein Vorhaben ging nicht auf. Pilatus wollte Jesus freisprechen, aber er konnte es nicht tun, ohne seine Position zu verlieren. Wie viele Menschen opfern heute ihre Prinzipien, weil sie ihren Status oder ihre Position nicht aufs Spiel setzen wollen? Ich meine, wir brauchen uns nur die Politik anzuschauen oder vielleicht in anderen Sektoren, in anderen Bereichen des Lebens, wo Menschen Macht haben oder wo Menschen gewisse Positionen haben. Wie viele opfern ihre Prinzipien und ihr Gewissen, damit sie ja nicht verlieren, was sie gerade besitzen. Das Gewissen und die Erkenntnis führen in eine Richtung, während die persönlichen Interessen des Pilatus in eine andere führten. Ich bin mir sicher, dass er nicht wollte, dass Jesus stirbt. Aber er hat entscheiden müssen zwischen Jesus Christus oder seiner Position. Und die Entscheidung, die er getroffen hatte, war ganz klar. Indem er sich die Hände wusch, hat ein ganz klares Zeichen gegeben dafür, dass er eigentlich, dass ihm sein eigenes Leben wichtiger war und dass er Jesus Christus verleugnet hatte. Er hatte erkannt, dass in diesem Menschen etwas war, was göttlich war. Und er hatte auch erkannt, dass dieser Mensch anders war als die anderen. Er hatte in den Augen Jesu einen Mann gesehen, der unschuldig war und dennoch hat er seinen sturen Kopf oder hat beziehungsweise den sturen Köpfen der jüdischen Nation nachgegeben. Angst, seine Position, seinen Ruhm zu verlieren, überließ er Jesus in die Hände der Juden.

[12:44] Und das, was Pilatus am meisten eigentlich befürchtet hatte, traf zu. Denn welche Ängste hatte denn Pilatus? Er sah die aufgeheizte Menge und fürchtete sich davor, dass man ihn aus seiner Position daraus nehmen könnte. Er fürchtete diesen Mob, den Pöbel der Leute. Und all die Ängste, die ihn eigentlich verfolgten, sind alle nach Jesu Tod eingetroffen. Denn wir wissen, dass Pilatus nach dem Tod Jesu seine Position verloren hatte. Wir wissen, dass er, dass der Pilatus kurz nach dem Tod von Jesus selber gestorben ist. Also er hat eigentlich kein gutes Ende genommen. Auf dieselbe Weise werden alle, die Kompromisse mit der Sünde machen, denselben Schmerz und denselben Verlust erleben.

[13:33] In Sprüche 14, Vers 12 steht ein interessanter Vers: „Mancher Weg erscheint dem Menschen richtig, aber zuletzt führt er ihn doch zum Tod.“ Ich glaube sehr, was dieser Vers aussagt. Und ich glaube, dass manch einer von uns heute in der gleichen Herausforderung steht, seinen Prinzipien treu zu sein. Ein jeder von uns weiß, wo seine Schwächen liegen. Und ein jeder von uns weiß, womit er kämpft oder womit er zu kämpfen hat. Aber das Beste ist und das Schönste ist, dass es Jesus auch weiß. Und dass Jesus nie ein Opfer verlangen würde, das dich alles kostet. Jesus verlangt nur so viel, wie er weiß, dass es am besten ist für dich und für mich. Und das hatte Pilatus nicht erkannt.

[14:31] Warum neigen wir, stellt sich natürlich dann die Frage, warum neigen wir Menschen dann dazu, die Dunkelheit dem Licht vorzuziehen? Satan arbeitet, und das ist sehr interessant, immer im Dunkeln, im Okkulten würden wir sagen, im Versteckten. So tat er schon bei den ersten Menschen im Garten Eden. Denn hätte sich Eva nicht auf ein Gespräch mit dem Verführer eingelassen, dann wäre sie außer Gefahr gewesen. Doch sie ließ sich aufs Neue, auf eine Unterhaltung mit ihm ein und wurde ein Opfer seiner List. Und genau so werden wir heute, wir Menschen, bezwungen. Die Menschen werden genau so durch Satan bezwungen. Satan argumentiert so, dass wir zweifeln, dass Gottes Forderungen, die er an uns stellt, viel zu schwer sind, unerreichbar sind und uns doch irgendwo einengen. Das heißt, wir Menschen, wir nehmen eher menschliche Theorien an, in denen sich Satan verschleiert, als Gottes Geboten zu gehorchen.

[15:40] Und das war das Problem, das Pilatus hatte und das ist das Problem, was wir Menschen heute haben. Wir sind sehr kurzsichtig in unserem Denken, denn wir sehen nicht, was Gott für die Zukunft für uns vorbereitet hat. Unsere momentane Situation ist nicht der entscheidende oder ausschlaggebende Punkt, denn wenn wir uns auf Jesus Seite stellen, werden wir nie einen Verlust erleben. Selbst wenn wir in dieser Welt Menschen verlieren, die wir lieben, sind sie dennoch kein Verlust, wenn wir unsere Hoffnung auf Jesus Christus setzen. Und das gibt Hoffnung in einer Welt, die nach Möglichkeiten sucht, wie dieses Leben weitergehen soll.

[16:26] Wenn wir weiterschauen in dem Montagsabschnitt, da geht es darum, dass unser gekreuzigter Stellvertreter – wer ist dieser gekreuzigte Stellvertreter? Wir wissen, dass dieser gekreuzigte Stellvertreter Jesus Christus selber ist. Und wenn wir in Matthäus 27, dort die Verse 45 bis 46 lesen, da finden wir eine Begebenheit, beziehungsweise einen Schrei. Die Theologen nennen diesen Schrei den letzten Schrei. Wir wollen sehen, was dieser Schrei auf sich hat.

[17:00] In Matthäus Kapitel 27 und dort die Verse 45 bis 46. Und da heißt es: „Aber von der sechsten Stunde an kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde. Und um die neunte Stunde rief Jesus mit lauter Stimme: Eli, Eli, lama sabachthani? Das heißt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Etliche der Anwesenden sprachen, als sie es hörten: „Der ruft den Elia.“ Und sogleich lief einer von ihnen, nahm einen Schwamm, füllte ihn mit Essig, steckte ihn auf ein Rohr und gab ihm zu trinken. Die übrigen aber sprachen: „Halt, lasst uns sehen, ob Elia kommt, um ihn zu retten.“ Also wir sehen, dass die Menschen damals über ihn gespottet haben. Dieser Satz, diese sieben Worte, die Jesus genannt hat: „Eli, Eli, lama sabachthani, mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ sind eigentlich in die Geschichte gegangen. Wenn es eine Zitatensammlung geben würde in der Bibel, dann wäre das eines der Zitate, die Jesus gesprochen hat.

[18:14] Aber wie war es wirklich? War dieser Schrei ein Schrei, weil Jesus dachte, dass sein Vater ihn wirklich verlassen hat? War es ein Schrei der Verzweiflung oder war es ein Schrei, ein Stoßgebet zu Gott, um Erlösung, um Befreiung dieser Schmerzen, dieser Last? Christus, unser Stellvertreter und unsere Rettung, nahm die Sünde der ganzen Menschheit auf sich, um uns, Achtung, vor dem Gesetz der Verdammnis zu retten. Die Sünde der gesamten Menschheit von Adam bis zu uns heute lastete schwerst auf sein Herz. Wir wissen, dass Jesus an einem gebrochenen Herzen gestorben ist. Wir kennen alle diesen Begriff „gebrochenes Herz“. Wann hat man denn ein gebrochenes Herz? Wenn man einen solchen Verlust in seinem Leben erlebt, dass es einem das Herz ausreißt. Vielleicht hat einer von euch oder manch einer diesen einen Verlust erlebt, einen lieben Menschen durch Tod verloren oder durch Trennung oder durch irgendwelche Hindernisse, dass dieser Schmerz so pochend, so stark ist, dass man am liebsten nur sterben möchte. Und genau so ging es Jesus Christus.

[19:41] Denn nicht nur die Sünde lastete schwerst auf Jesus' Herz. Gottes Zorn gegenüber der Sünde lastete auch auf sein Herz. Denn wir wissen, dass Sünde bedeutet was? Die Trennung von Gott. Und die Sünde bedeutet nach biblischer Definition die Übertretung des Gesetzes. Gott kann mit der Sünde nichts zu tun haben. Also musste er sich in diesem Moment, und das ist ganz wichtig dieser Gedanke, musste er sich von seinem Sohn trennen. Und das ist eine Erfahrung, die Jesus Christus nie in seinem Leben gemacht hat, seit es ihn gab. Er war nie von seinem Vater getrennt und jetzt macht er diese Erfahrung. Und ich kann mir vorstellen, es muss furchtbar gewesen sein, nicht nur die ganze Last der Sünde zu tragen, aber auch die Trennung von seinem Vater zu erleben.

[20:34] Wenn ihr einen Menschen sehr liebt, oder ein Mensch euch sehr ans Herz gewachsen ist, oder euch sehr nahe steht, es kann ein Lebenspartner sein, es können die eigenen Eltern sein, es können die Freunde sein, es kann alles sein. Wenn wir es so sehr lieben und wenn wir nichts anderes kennen und immer nur zusammen waren und jetzt dieser Teil weg ist, das ist eine unheimliche Lehre.

[21:05] Vielleicht noch so parallel, das kann man wunderbar betrachten, wenn man gerade in der Palliativmedizin arbeitet. Palliativ, dieser Begriff, ist vielleicht neu. Palliativ bedeutet eigentlich, das ist so die letzte Station im Leben eines Menschen im Krankenhaus. Auf einer Palliativstation erlebt man Menschen, die Krebs haben, erlebt man Menschen, die im Sterben liegen, erleben, da sind Menschen, für denen es keine Hoffnung, medizinische Hoffnung mehr gibt. Das ist die Endstation. Und wer Krankenschwester oder Krankenpfleger ist und der schon mal in der Palliativ oder auf der Palliativstation war, der weiß ganz genau, dass manchmal jedes Wort, was man sagt, einem Hoffnung schenken kann oder einem die Hoffnung zunichte machen kann.

[22:03] Ich habe selbst in der Palliativ gearbeitet, habe selber Menschen begleitet, die kurz vorm Sterben lagen. Und es ist interessant, Menschen, die im Vertrauen sterben, dass es nach dem Tod ein Leben gibt, die sterben friedlich. Man kann auf ihren Gesichtern ein Lachen, ein Lächeln, ein fades Lächeln erkennen. Während man aber dann Menschen betrachtet oder beobachtet bzw. begleitet, die nicht loslassen können an ihrem Leben, weil sie keine Hoffnung haben, das sind die Menschen, die am bittersten sterben. Und das sieht man den Menschen an. Und das kann man wirklich so beobachten.

[22:50] Ihr könnt Studien lesen oder ihr könnt selber auf Palliativ, auf der Palliativstation arbeiten und könnt Statistiken ausarbeiten. Es ist wirklich so, wenn ein Mensch eine Hoffnung hat, dann kann er sein Leben loslassen, weil er weiß, das Leben geht weiter. Gott hat alles in seiner Hand. Während Menschen, die nicht am Leben loslassen können, weil sie eben diese Hoffnung nicht haben, die bittersten Menschen sind.

[23:18] Und Jesus, um nochmal zurück zu unserem Erlöser zu kommen, Jesus hatte die Erfahrung, dass er die ganze Last auf sich trug. Jesus hatte die Erfahrung gemacht, was es bedeutet, getrennt zu sein von seinem Vater, der ihm das Leben gespendet hat, der ihm die Kraft gegeben hat. Denn Jesus hat den ganzen Tag gebetet, immer. Jesus war immer in inniger Verbindung mit seinem Vater. Und Jesus hat nur Kraft, so viel Kraft geschöpft, wie er gebetet hat und wie er mit seinem Vater in Verbindung stand. Und genau dieser Zorn Gottes, diese Trennung von seinem Vater zerriss sein Herz. Ich glaube, dass kein Mensch auf dieser Welt diesen Schmerz nachvollziehen kann. Nicht einmal, wenn man einen Menschen so sehr geliebt hat und er von einem gegangen ist.

[24:18] Jesus wusste nur zu genau, dass Gott die Sünde verabscheute, er hasste. Er wusste, dass die Sünde, wie wir gesagt haben, die Trennung von Gott bedeutet. Und er befürchtete, dass zwischen ihm und seinem Vater diese Trennung für immer sei. Jesus war bis zum Schluss, es war noch ungewiss, ob er es geschafft hatte oder nicht. Ob er den Tod besiegt hatte oder nicht. Ob er gegen Satan gewonnen hatte oder nicht. Ob dieses Opfer, er selber als Opfer, ob Gott dieses Opfer wohl angenommen hätte oder nicht. Jesus wusste es bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Und diese Ungewissheit hat Jesus den letzten Atem geraubt, Lebensatem genommen.

[25:15] Was ganz interessant ist, wenn man dieses Thema der Auferstehung oder des Todes von Jesus studiert, dann wird einem bewusst, dass Gott und die heiligen Engel bei Jesus am Kreuz waren. Gott hatte seinen Sohn nicht verlassen und das ist ganz wichtig für uns. Ob wir im dunkelsten, im dunkelsten Verlies uns befinden, im tiefsten Loch, ob wir kurz vorm Tod stehen oder in einer Depression stecken. Kein Ort ist zu finster für Jesus Christus. Und Gott stand bei seinem Sohn. Aber er konnte sich seinem Sohn nicht zeigen. Und das ist der Unterschied. Er konnte sich seinem Sohn deshalb nicht zeigen, weil Gott und die Sünde, wie wir gesagt haben, nichts miteinander zu tun haben. Als Jesus diese Last getragen hat, voller Sünde, konnte Gott nicht dort sein. Konnte sich Gott nicht zeigen. Er musste sein Angesicht verbergen.

[26:20] Die Bibel spricht von einer Finsternis, die das Kreuz umgab. Diese Finsternis lesen wir in Lukas 23, Vers 44. In Lukas 23 und dort Vers 44. Lukas 23, dort Vers 44, da heißt es: „Und er war in ringendem Kampf und betete inbrünstiger. Sein Schweiß wurde aber wie Blutstropfen, die auf die Erde fielen.“

[27:03] Also wir sehen, dass es kein einfaches Joch war. Es war nicht einfach nur eine ganz anstrengende Situation, wie wir manchmal ans äußerste Limit geraten. Es war nicht auszuhalten. Was Jesus erlebt hat, hätte kein Mensch, keiner von uns ausgehalten. Und wie wir festgehalten haben, hat Jesus Christus die ganzen Sünden, Sündenlast, den ganzen Zorn Gottes auf sich genommen, damit er für dich und für mich stirbt, wieder aufersteht und Leben schenkt.

[27:47] In 1. Petrus 3, Verse 12 und 13 heißt es: „Niemand ist ohne Gebet auch nur einen Tag oder eine Stunde sicher. Wir sollten den Herrn besonders um Weisheit bitten, sein Wort zu verstehen.“ Ich glaube, Jesus hat es nur deshalb geschafft, nicht nur, weil er Sohn Gottes war, aber weil Jesus eine Verbindung zu seinem Vater hatte. Wir haben vorhin gesagt, dass Jesus ständig im Gebet war und in ständiger Verbindung mit seinem Vater. Ich glaube, das ist die einzigste Waffe, die wir heute als Menschen auch tragen sollten. Denn wenn wir Menschen nicht beten, dann sind wir schwach. Wenn wir Menschen nicht beten, dann können wir den Herausforderungen, diese Prinzipien, die wir vorhin gesehen haben mit dem Pilatus, können wir nicht treu werden, treu bleiben.

[28:39] Und genauso war es mit Jesus. Jesus hat es erduldet, weil er dich und mich liebt, weil er die vergangenen Generationen liebte, aber weil seine Verbindung zu seinem Vater jeden Tag gefestigt war. Er kannte seinen Vater und ich und du, wir brauchen keine Angst zu haben, wenn wir wissen, der Gott ist und wenn wir wissen, was Jesus Christus für ein Opfer gebracht hat, damit wir Leben haben dürfen.

[29:11] Jesus ist der Sündenträger dieser Welt, dessen Blut von aller Sünde reinigt, in 1. Johannes 1, Vers 9. Es ist ganz wichtig, dass wir diesen Punkt ganz klar sehen. Jesus ist der himmlische Hohepriester, der freiwillig sein Leben für die Sünden der ganzen Welt gab. Wenn wir in 1. Johannes 1, Vers 9 lesen, die Funktion Jesu Christi war nicht nur das Opfer, denn Jesus Christus ist Hohepriester zugleich und das werden wir gleich sehen.

[29:47] In 1. Johannes und dort Vers 9. 1. Johannes 1, Vers 9: „Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns all die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.“ Wer hat uns denn gereinigt von aller Ungerechtigkeit, wenn nicht Jesus Christus, der am Kreuz für uns starb?

[30:10] Was wir ganz wichtig verstehen, was wir verstehen sollten, ist, dass Jesus Christus nicht nur Sohn Gottes und Opfer zugleich war, er war nicht nur Sündenträger, der uns von der Strafe der Sünde befreit hat, aber er ist auch der Hohepriester.

[30:28] In Offenbarung 20 und dort die Verse 10 und dann 15 lesen wir, Offenbarung Kapitel 20. „Und der Teufel, der sie verführt hatte, wurde in den Feuer- und Schwefelsee geworfen, wo das Tier und der falsche Prophet, und sie werden gepeinigt werden Tag und Nacht von Ewigkeit zu Ewigkeit.“ Und dort Vers 15: „Wenn jemand nicht im Buch des Lebens eingeschrieben gefunden wurde, so wurde er in den Feuersee geworfen.“

[31:05] Also es ist ganz wichtig, dass wir verstehen, Jesus Christus ist der Hohepriester. Er hat die ganzen Sünden der Welt getragen. Er hat gelitten, damit wir befreit sind von der Sünde. Und somit wird von Anfang an bis zum Ende die Gerechtigkeit Gottes bestätigt. Wir wissen, dass Satan spätestens am Kreuz besiegt worden ist. Er hat ja noch gehofft, dass er Jesus überlisten kann, dass es nie so weit kommen wird, dass Jesus Christus diesen Schritt wagt und für uns Menschen stirbt.

[31:44] Weil Jesus Christus das getan hat, war die Botschaft ganz klar: Jesus Christus ist Sieger dieser Welt. Gott ist ein gerechter Gott. Wir wissen, Satan hat Gott angeklagt, ungerecht zu sein. Aber durch das Opfer Jesu Christi wurde ein für alle Mal im ganzen Universum bestätigt und anerkannt, dass Jesus Christus gerecht ist.

[32:09] Jesus Christus erfuhr und kostete es tiefer aus, als je ein Mensch es auskosten kann, was es bedeutet, durch die Sünde von Gott getrennt zu sein. Darum ist es so wichtig, dass wir das Kreuz studieren. Deshalb ist es so wichtig, dass wir uns Gedanken machen, was Jesus Christus eigentlich für uns Menschen getan hat. Und deshalb ist es so wichtig, dass wir Menschen erkennen, was Sünde tut. Die Sünde bedeutet immer Trennung von Gott. Und wenn wir uns ein Leben ohne Gott vorstellen oder ein Leben ohne Gott führen, führt es zwangsläufig immer zum Tod. Das können wir in der Geschichte sehen, in der Weltgeschichte. Das können wir heute sehen, das werden wir auch in der Zukunft sehen, wenn wir die Prophetie studieren. Trennung von Gott bedeutet ewiger Tod. Ein Leben mit Gott bedeutet eine lebendvolle Hoffnung, ein ewiges Leben.

[33:12] Wenn wir uns den Dienstagsabschnitt anschauen, da geht es um einen zerrissenen Vorhang und um die Auferstehung Jesu Christi. Die Auferstehung Christi ist das Fundament des Evangeliums. Es ist die Garantie, dass wir das ewige Leben haben werden. Es ist die Garantie, den Himmel zu sehen. Wenn wir die Auferstehung verleugnen, dann schaffen wir sozusagen das Christentum ab. Denn worauf gründet sich denn unser Glaube? Die Christen gründen sich doch auf den Tod und die Auferstehung Jesu Christi, diese Hoffnung. Wenn wir diese verleugnen, verleugnen wir Jesus selbst.

[33:58] Aber in der Geschichte dieser Menschheit, in der Geschichte, die wir dann hinterher sehen, als Jesus auferstanden ist, sehen wir, dass es Menschen gab, Zeugen gab, die die Auferstehung verleugnet haben und vertuschen wollten. Ohne diesen Glauben an einen auferstandenen Jesus Christus wäre unser Dasein, das was wir heute tun, Evangelium bringen, verkündigen, Menschen zu Jesus führen, das wäre alles sinnlos. Wir haben festgehalten, dass die Auferstehung Jesu Christi das Fundament des Evangeliums ist.

[34:44] Wenn wir in Matthäus 27 lesen, Matthäus Kapitel 27 und dort die Verse 49 bis 54. „Die Erde erbebte und die Felsen spalteten sich und die Gräber öffneten sich und viele Leiber der entschlafenen Heiligen wurden auferweckt und gingen aus den Gräbern hervor nach seiner Auferstehung und kamen in die heilige Stadt und erschienen vielen. Als aber der Hauptmann und die, welche mit ihm Jesus bewachten, das Erdbeben sahen und was da geschah, fürchteten sie sich sehr und sprachen: Wahrlich, dieser war Gottes Sohn. Es waren aber dort viele Frauen, die von Ferne zusahen, welche Jesus von Galiläa her gefolgt waren und ihm gedient hatten. Unter ihnen waren Maria Magdalena und Maria, die Mutter des Jakobus und Josefs, und die Mutter der Söhne des Zebedeus. Als es nun aber Abend geworden war, kam ein reicher Mann von Arimathea namens Josef, der auch ein Jünger Jesu geworden war. Dieser ging zu Pilatus und bat um den Leib Jesu. Da befahl Pilatus, dass ihm der Leib gegeben worden war. Und Josef nahm den Leib, wickelte ihn in reine Leinwand und legte ihn in ein neues Grab, das er in Felsen hatte aushauen lassen, und er wälzte einen großen Stein vor dem Eingang des Grabes und ging davon. Es waren aber dort Maria Magdalena und die andere Maria, die saßen dem Grab gegenüber.“

[36:36] Jesus war gestorben, sein Leichnam wurde abgehängt und er wurde in einen Grab gelegt, in einen Grabstein, eine Grabhöhle gelegt. Was aber ganz interessant ist in dieser Szene, die wir hier sehen, bevor Jesus entschlief, bevor Jesus am Kreuz starb, geschah etwas ganz, ganz Wichtiges. Und dieses Verständnis des Vorhangs, wie er von oben nach unten, und die Bibel detailliert das, sie schreibt, dass er von oben nach unten in zwei sich zerrissen wurde, ist eine ganz wichtige Bedeutung für uns Christen heute.

[37:23] Der Paulus erklärt ganz deutlich, dass der Vorhang, den wir hier gesehen haben, der zerrissen ist, das Leib Jesu war. Wenn wir zum Beispiel jetzt in Hebräer 10 lesen, und das möchte ich mit euch lesen, Hebräer Kapitel 10, weil dieses Verständnis über diesen Vorhang sehr wichtig ist, denn es ist nicht nur ein normaler Vorhang kaputt gegangen, entrissen, sondern es ist etwas passiert, was dein und mein Leben ganz enorm beeinflusst und die Geschichte dieser Welt.

[37:52] In Hebräer 10, und dort die Verse 19 bis 22, da heißt es: „Da wir nun, ihr Brüder, Kraft des Blutes Jesu Freimütigkeit haben zum Eingang in das Heiligtum, den er uns eingeweiht hat als neuen und lebendigen Weg durch den Vorhang hindurch, das heißt durch sein Fleisch, und da wir einen großen Priester über das Haus Gottes haben, so lasst uns hinzutreten mit wahrhaftigem Herzen in völliger Gewissheit des Glaubens, durch Besprengung der Herzen, los vom bösen Gewissen und am Leib gewaschen mit reinem Wasser. Lasst uns festhalten am Bekenntnis der Hoffnung ohne zu wandern, denn er ist treu, der die Verheißung gegeben hat.“

[38:34] Die Bibel beschreibt hier in Hebräer durch den Paulus, dass dieser Vorhang, der zerrissen worden ist, ein Symbol war für den Leib Christi. Das ist ganz entscheidend, denn wenn wir beten, was passiert mit unseren Gebeten? Früher war das Opfersystem da, das irdische Heiligtum, und in diesem irdischen Heiligtum hat der Hohepriester die Aufgabe gehabt, die Funktion gehabt, die Sünden auf ein Tier zu legen, dieses Tier Gott zu opfern, und das Blut hat die Sünde praktisch dann gewaschen, reingemacht.

[39:13] Durch den Tod Jesu Christi, durch diesen Vorhang, der zerrissen worden ist, der Geist der Weissagung beschreibt dieses Szenarium wunderbar. Deswegen lohnt es sich, das Heiligtum zu studieren. Es ist fundamental, um wirklich zu verstehen, warum ist Jesus gestorben, auferstanden, den ganzen Erlösungsplan, dein Leben, mein Leben, die Zukunft. Das Heiligtum ist fundamental.

[39:35] Als Jesus Christus starb, zerriss dieser Vorhang von oben nach unten in zwei, hatten wir gesagt, und der Geist der Weissagung beschreibt, dass als das passiert ist, in dieser Zeit war der Hohepriester, und der hat in dieser Zeit ein Opfer gebracht, denn wir wissen, es war zur Zeit des Passafestes, es war Passa. Und als Jesus Christus starb, wurde dieses Opfersystem ein für allemal abgeschafft. Denn das Opfer Jesus Christus war ein ewiges Opfer für alle Generationen. Wir brauchen keine Opfer mehr bringen, wir brauchen keine Tiere mehr zu opfern, denn Jesus Christus ist das ewige Opfer.

[40:25] Somit hatte Jesus Christus Eintritt ins Heiligtum. Es ist etwas passiert im himmlischen Heiligtum. Jesus ist einen Schritt gegangen vom Heiligtum ins Allerheiligste. Und das ist ganz wichtig, denn was Jesus heute tut, ist für dich und für mich ein Morgen- und ein Abendopfer bringen. Für deine Sünden, für meine Sünden. Unsere Gebete sammeln sich und werden ins Heiligtum gebracht. Und genau deshalb ist diese Auferstehung so fundamental und auch die Heiligtumslehre. Wir können das jetzt nicht ins Detail gehen, sonst würde das den Rahmen sprengen. Aber ich kann euch nur ins Herz legen, studiert das Heiligtum, denn die Symboliken, die da drin stehen, sind sehr, sehr wichtig. Wir können Gottes Charakter besser verstehen, wenn wir das Heiligtum lernen, wenn wir aus dem Heiligtum lernen.

[41:23] Als Jesus am Kreuz starb, wurde der Vorhang zerrissen, wie wir gesagt haben, von der Hand Gottes selbst. Matthäus 27, und dort Vers 51, vielleicht können wir das nochmal kurz lesen. Matthäus 27, und dort Vers 51 heißt es: „Also der zerrissene Vorhang repräsentiert Jesu geschundenes Fleisch. Das war ein Zeichen, dass das Opfer und die Opfergabe eingestellt werden soll. Denn wir haben kein vergängliches Opfer, wir haben ein unschuldiges Opfer, ein unbeflecktes, ewiges Opfer, Jesus Christus.“

[42:08] Der heilige Dienst im irdischen Heiligtum war zu Ende. Und das ist ganz wichtig, denn von diesem Zeitpunkt an war Jesus selbst oben im Himmel unser Heiligtum. Während Jesu Erdenleben hat er weder das Heilige noch das Allerheiligste betreten. Es gibt keine Passage in der Bibel, wo wir finden, dass Jesus Christus im Heiligtum war oder im Allerheiligsten war. Das hätte er tun können, er war Gottes Sohn. Aber er war demütig und bescheiden. Er hat gewartet, bis er wieder aufsteht. Er hat gewartet bis am Kreuz, bis das besiegelt wird. Und dann erst hat er die Kleider des Hohen Priesters zu sich genommen. Er blieb, wie jeder Israelit, wo stehen? Am Vorhof. Dort standen die Israeliten. Denn nur der Hohepriester konnte in das Heiligtum und dann in das Allerheiligtum. Er blieb, wie jeder Israelit, stehen.

[43:07] Aber erst 1844, als die Gerichtszeit begann, und das ist ganz entscheidend, dass wir dieses Heiligtum mit der Offenbarung und Daniel noch einmal studieren. Erst 1844 betrat Jesus Christus das Allerheiligste im himmlischen Heiligtum, wo er heute für dich und mich Opfer bringt. Das Heiligtum, ein Pass in das Allerheiligste. Denn nur wenn wir ins Heiligtum gelangen, können wir ins Allerheiligste.

[43:46] Was bedeutet es, ins Heiligtum zu kommen? Wenn wir beten, begeben wir uns ins Heiligtum. Und unsere Gebete werden ins Allerheiligste gebracht.

[44:00] In 1. Petrus 1, Vers 16 steht geschrieben: „Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig.“ In 3. Mose 19, Vers 2: „Rede mit der ganzen Gemeinde der Kinder Israel und sprich zu ihnen: Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig, der Herr, euer Gott.“ Hebräer 12, Vers 14: „Jaget nach dem Frieden gegen jedermann und der Heiligung, ohne welche wird niemand den Herrn sehen.“

[44:27] Es ist wichtig, dass wir uns nicht nur als Heilige sehen, ihr Lieben, sondern dass wir im Heiligen Leben, also im Heiligsein leben. Und es gibt bestimmt Herausforderungen, so zu leben. Aber mit Gott ist nichts unmöglich. Und das hat Jesus Christus am Kreuz bezeugt und uns gezeigt. Er hat uns ein Beispiel gegeben, das wir folgen können.

[44:56] Und wie man Rechtfertigung im Gericht erhält, ist auch wichtig. Wir erhalten Rechtfertigung im Gericht, so wie wir heilig in Christus waren. Aber solange die Heiligung des Christen nicht bis zum Ende seines irdischen Lebens vollendet oder unsere Bewährungszeit abgelaufen ist, betritt Christus das Allerheiligste, um zu beurteilen, nicht die Person, sondern das, was im Endeffekt aufgezeichnet worden ist, über unser Leben in den himmlischen Büchern.

[45:34] Seit dem Beginn des Gerichts im Jahr 1844 sind alle, und das ist ganz wichtig, die Lebenden und die Toten, deren Namen im Lebensbuch verzeichnet sind, im Gericht, dem Gericht am Hause Gottes, laut 1. Petrus 4, 4, 17. Das heißt, die Menschen, die von 1844 bis jetzt, es werden Bücher geführt, wenn dein Name und mein Name da drin stehen, dann darfst du dir sicher sein, dass auch der Tod dich nicht halten wird. Denn spätestens, wenn Jesus wiederkommen wird, werden wir zum ewigen Leben erweckt.

[46:15] Jesus Christus, und das wollen wir festhalten, ist das wahre Passalam. Er ist der Sündenträger dieser Welt. In Johannes 1, Vers 29 heißt es, dass er in der 6. Stunde des 14. Nisan gekreuzigt und starb, in der 9. Stunde, so ungefähr um 3 Uhr am Nachmittag. Und das war genau die perfekte Erfüllung, nicht nur hinsichtlich des Geschehens, sondern auch hinsichtlich der Zeit, als das Passalam zwischen 3 Uhr nachmittags und Sonnenuntergang erschlagen wurde. Also wir sehen, dass Gott in jedem Detail perfekt ist, das Timing immer gestimmt hat bei Gott. Das Lamm, das Jesus darstellte, wurde zum Töten gebracht. Die Erde zitterte und bebte mit einem Geräusch, wurde der innere Vorhang von oben bis nach unten zerrissen, hatten wir gesagt. Und Jesus ist ins Allerheiligste. Das Abbild traf mit dem Vorbild zusammen durch den Tod des Sohnes Gottes.

[47:19] Mit seinem Blut unterzeichnete Jesus die Befreiungspapiere der Menschheit. Und dieser Satz ist sehr wichtig, denn Jesus Christus hat mit seinem Blut alles verbürgt. Und du darfst heute ewiges Leben haben aufgrund dessen, dass Jesus sein Leben gab für dich und für mich. Die Frage ist immer nur: Sehe ich das wirklich so, dass Jesus das lebendige Opfer ist? Realisiere ich wirklich, was Sünde mit meinem Leben tut? Und sehe ich das ein, dass Gott und die Sünde nichts miteinander zu tun haben?

[48:00] Im Mittwochsabschnitt geht es um die Auferstehung Christi, um den Auferstandenen. Wenn wir da Matthäus 28 lesen, dort die Verse 1 bis 15, da heißt es: „Nach dem Sabbat aber, als der erste Tag der Woche anbrach, kamen Maria Magdalena und die andere Maria, um das Grab zu besehen. Und siehe, es geschah ein großes Erdbeben, denn ein Engel des Herrn stieg vom Himmel herab, trat herzu, wälzte den Stein vor dem Eingang hinweg und setzte sich darauf. Sein Aussehen war wie der Blitz und sein Gewand weiß wie der Schnee. Vor seinem furchtbaren Anblick aber erbebten die Wächter und wurden wie tot. Der Engel aber wandte sich zu den Frauen und sprach: Fürchtet ihr euch nicht? Ich weiß wohl, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht. Er ist nicht hier, denn er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her, seht, denn dort, der Ort, wo der Herr gelegen hat, ist nicht mehr. Und geht schnell hin und sagt seinen Jüngern, dass er von den Toten auferstanden ist. Und siehe, er geht euch voran nach Galiläa, dort werdet ihr ihn sehen. Siehe, ich habe es euch gesagt.“

[49:08] „Und sie gingen schnell zum Grab hinaus mit Furcht und großer Freude und liefen, um es seinen Jüngern zu verkünden. Und als sie gingen, um es seinen Jüngern zu verkünden, siehe, da begegnete ihnen Jesus und sprach: Seid gegrüßt. Sie aber traten herzu und umfassten seine Füße und beteten ihn an. Da sprach Jesus zu ihnen: Fürchtet euch nicht. Geht hin, verkündet meinen Brüdern, dass sie nach Galiläa gehen sollen. Dort werden sie mich sehen.“

[49:33] „Während sie aber hingingen, siehe, da kamen etliche von der Wache in die Stadt und verkündeten den obersten Priestern alles, was geschehen war. Diese versammelten sich samt den Ältesten und nachdem sie Rat gehalten hatten, gaben sie den Kriegsknechten Geld genug und sprachen: Sagt, seine Jünger sind bei Nacht gekommen und haben ihn gestohlen, während wir schliefen. Und wenn dies vor dem Stadthalter kommt, so wollen wir ihn besänftigen und machen, dass sie ohne Sorge sein können. Sie aber nahmen das Geld und machten es so, wie sie belehrt worden waren. Und so wurde dieses Wort unter den Juden verbreitet bis zum heutigen Tag.“

[50:13] Interessant, wie grausam Menschen sein können oder wie manipulativ Menschen sein können, wenn sie die Wahrheit verstecken wollen. Jetzt hatten die Soldaten mit eigenen Augen gesehen, dass Jesus Christus auferstanden war. Spätestens dann, zu diesem Zeitpunkt, hätten sie anerkennen können, dass es Gottes Sohn war und dass da eine höhere Macht ist, dass Jesus Christus Gott selbst ist. Aber was tun sie und was tun sie mit den Juden? Sie schließen ein Komplott und sie sollten das vertuschen, verheimlichen. Und es ist interessant, dass die Bibel schreibt, dass es bis zum heutigen Tag so geblieben ist. Denn die Juden glauben ja heute immer noch, dass Jesus Christus, der Messias, noch kommen soll.

[51:01] Wie fatal kann es sein, wenn man von der Wahrheit abweicht? Aber die Konsequenz werden alle später einmal erst sehen. Das Kreuz hatten wir festgehalten, ist fundamental, aber auch die Auferstehung. Denn nur weil Jesus Christus auferstanden ist, haben wir die Hoffnung aufzuerstehen, wenn Jesus wiederkommen wird.

[51:24] Bei der Auferstehung Jesu haben die römischen Soldaten eher den Befehlen des Kaisers gehorcht, als ihren eigenen Augen zu trauen und selber eine Entscheidung für Jesus zu treffen und anzuerkennen, dass dieser Jesus, der gestorben und auferstanden ist, wirklich der Herrscher dieser Welt ist.

[51:46] In Johannes 11, Vers 25 ist ein ganz bekannter Text, da heißt es: „Ich bin die Auferstehung.“ Für jeden Gläubigen ist Christus die Auferstehung und das Leben. Für den gläubigen Christen ist der Tod eine Erfahrung. Christus spricht über den Tod nicht als ein anhaltender Zustand, wenn wir in Johannes 8, 51 lesen. Für jeden Christen ist der Tod ein Schlaf, ein Sich-Ausruhen.

[52:17] Als Jesus am Kreuz schrie: „Es ist vollbracht!“, wurde auch von den Toten diese Stimme wahrgenommen. Es ist interessant, das überliest man manchmal. Denn in Matthäus' Evangelium heißt es, als Jesus verschied, gab es dieses Erdbeben, sind Tote auferstanden. Und die Bibel beschreibt, dass diese Menschen dann bis zu ihrem Tod noch einmal gelebt haben. Das heißt, sie haben noch einige Jahre auf dieser Welt gehabt. Und wie schön wird das sein, wenn wir zur Auferstehung gerufen werden, wenn Jesus wiederkommt, aber dann zu einer ewigen Auferstehung. Jesus sagt von sich: „Ich bin die Auferstehung.“ Glaubst du das auch?

[52:58] Es ist immer wieder interessant, an Friedhöfen vorbeizulaufen und zu sehen, was so an diesen steinernden Tafeln steht. Bei manchen kann man lesen: „Unsere geliebte Mutter“, oder „Wir werden dich vermissen“, oder „Wir werden dich in meinem Herzen tragen.“ Selten steht ein „Auf Wiedersehen“. Es ist interessant. Als ich letztens einen Spaziergang gemacht habe und am Friedhof vorbeigelaufen bin, ich gucke mir das immer gerne an. Mir ist immer interessant, die Zahlen zu lesen. 1876 bis 1930, ein Beispiel, wie lange die Menschen gelebt haben und wie weit das schon zurückliegt. Stand an einem Kreuz, an einer Kreuzestafel stand folgender Satz: „Im Kreuz ist das Heil.“ Und dazu kann ich nur Amen sagen. Denn das ist die Wahrheit.

[53:54] Am Kreuz ist nicht etwas beendet worden, sondern es ist etwas weiter gegangen. Jesus Christus hat den Tod besiegt. Das, was Kryoniker heute versuchen oder andere Wissenschaftler, sie versuchen den Tod, diesen Code zu knacken, das ewige Leben. Sie wollen diesen Tod, sie wollen das nicht zulassen, diesen Zustand. Jesus aber sagt: „Ich bin die Auferstehung.“ Es gibt keine Auferstehung ohne Jesus Christus. Es gibt kein ewiges Leben ohne Jesus. Da können sie noch so forschen. Jesus ist die einzigste Auferstehung. Und Jesus sagt in Johannes: „Ich bin der Weg, ich bin die Wahrheit, ich bin das Leben. Keiner kommt zum Vater als nur durch mich.“

[54:46] Wir haben den Fahrplan von Gott bekommen. Es ist ja nicht so, dass Gott uns im Dunkeln gelassen hat. Aber es ist wichtig zu verstehen, warum die Auferstehung und der Tod Jesu Christi so bedeutend sind für uns. Die Bibel beschreibt den Tod als einen Schlaf. Ist das nicht beruhigend? Ist das keine selige Hoffnung, dass wir schlafen dürfen, bis Jesus wiederkommt?

[55:13] Im Donnerstagabschnitt geht es um den Missionsauftrag. Der Missionsauftrag, der ist uns sehr bekannt, gilt all denen, die die Erkenntnis gewonnen haben, dass sie Jesus Christus angenommen haben. Denn wenn ich Jesus Christus angenommen habe, dann kann ich nicht anders, als von Jesus Christus zu sprechen. Denn als Jesus Christus gesalbt, das himmlische Heiligtum geweiht war und der Heilige Geist die Jünger überflutet hatte, in der Apostelgeschichte, erging das Versprechen an die frühe Christenheit: „Tu Buße und lass dich taufen, und du wirst die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.“ Apostelgeschichte 2, 19-28. Und diese Verheißung galt nicht nur den früheren Gläubigen damals, sondern diese Verheißung gilt einem jeden, der bekehrt ist und der Jesus Christus in seinem Leben angenommen hat und der im Namen Jesu leben möchte.

[56:11] Als Jesus Christus in den Himmel aufgenommen wurde, waren seine letzten Worte zu seinen Jüngern: „Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem, in Judäa und auf der ganzen Welt.“

[56:28] In Epheser 4, 12-15 lesen wir, dass dieser Auftrag eine Verantwortung ist, die jeder Mensch trägt, der Jesus Christus erkannt hat. Denn wir wollen ja nicht, dass die Menschen verloren gehen, sondern dass sie ewiges Leben haben. Aber wie kann ich das ewige Leben erlangen? Was muss ich tun? Wir haben gesehen, dass Jesus uns einen Fahrplan gegeben hat. Wir finden das in Matthäus, wir finden das in der Offenbarung. Es gibt drei wichtige Werkzeuge, die wir brauchen: Das Bibelstudium, das Gebet und den Dienst, diesen Auftrag, Menschenfischer zu werden. Diese drei Werkzeuge sind unerlässlich, sie sind wichtig, denn nur mit diesen können wir arbeiten, nur mit diesen können wir greifen, die Hoffnung haben, Menschen für Jesus zu gewinnen, unser eigenes Leben.

[57:28] Es ist immer wieder interessant, wenn man so ein bisschen in der Welt schaut, nicht nur die Wissenschaftler machen sich darüber Gedanken, sondern auch die Musikindustrie. Wir wissen, dass die Musikindustrie sich viele Gedanken macht, oder die Filmindustrie, wie kommt das Ende der Welt, wie wird es nachher aussehen? Und die Menschen lassen sich oft auf dieser Gefühlsebene leiten. Wichtig ist, dass wir erkennen, dass es keinen anderen Weg, das hatten wir vorhin gesagt, gibt. Nur durch Jesus Christus.

[58:03] Ich fand ein ganz schönes Lied, wenn man so sagt. Viele von euch kennen das Lied vielleicht. Dieses Lied wurde 1985 von Bella Fonte geschrieben. Es nennt sich „USA for Africa“. Ich glaube, das kennen wir alle. Es ist ein Lied, wo mehrere Künstler mitgewirkt haben. Und wenn man dieses Lied hört, dann hört sich das sehr schön an. Die Botschaft ist super. Es geht darum, dass wir die Welt sind. Vielleicht können wir eine Strophe davon lesen: „Wir sind die Welt, wir sind die Kinder, wir sind diejenigen, die einen helleren Tag machen. Also fangen wir an zu glauben, da ist eine Wahl zu treffen. Wir retten unser eigenes Leben. Es ist wahr, wir werden einen besseren Tag machen. Nur du und ich.“

[59:04] Wenn man dieses Lied hört, dann neigt man dazu, damit einzustimmen. Damals, als dieses Lied geschrieben wurde, war es von der UNICEF ein Projekt gewesen, um Menschen aus Eritrea, die Hungersnot gelitten hatten, zu helfen. Dieses Lied war, ich weiß nicht wie viele Wochen, auf den Top-Charts. Es war der Hit. Aber es fühlt sich gut an, diese Worte zu lesen, nicht wahr? „Wir sind die Welt, wir retten unser eigenes Leben. Es ist wahr, wir werden einen besseren Tag machen. Nur du und ich.“ Aber es ist nicht so. Es ist ein Trugschluss. Denn wir können unser eigenes Leben nicht retten. Unser Leben kann nur Jesus Christus retten. Er sagt in Johannes: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Keiner kommt zum Vater als nur durch mich.“

[59:49] Wenn wir Jesus Christus nicht anerkennen in unserem Leben, dann bringen auch diese wunderschönen Worte nichts. Und vor allem, was ganz wichtig ist, wir können noch so ehrenamtlich engagiert sein. Das ist alles wunderbar. Wir können Organisationen gründen. Wir können Menschen, wir können humanitäre Hilfe leisten. Wir können gute Menschen sein. Aber was bringt es, wenn dein und mein Name nicht im Lebensbuch steht? Es war alles vergänglich und vergeblich. Und auch dieses Lied hört sich sehr schön an. Aber es sagt nicht die Wahrheit. Denn das ewige Leben führt nur durch einen. Und das ist Jesus.

[1:00:35] Wir wollen nochmal zusammenfassen, warum die Auferstehung so wichtig ist. Und warum Jesus Christus hat sterben müssen. Die Auferstehung Jesu ist aus mehreren Gründen wichtig, hatten wir vorhin gesagt. Erstens bezeugt sie die unermessliche Macht Gottes selbst. An die Auferstehung zu glauben heißt, an Gott zu glauben. Wenn es Gott gibt und wenn er das Universum erschuf und die Macht darüber hat, hat er die Macht auch zur Auferweckung der Toten. Wenn er keine solche Macht hätte, wäre er kein Gott, der unseres Glaubens und unserer Anbetung würdig wäre. Ist es nicht so? Nur er, der das Leben schuf, kann es nach dem Tod auch wieder erwecken. Nur er kann die Grausamkeit, welche der Tod selbst ist, verwandeln. Und nur er kann den Stachel wegnehmen, welcher der Tod ist, und den Sieg davon tragen, der aus dem Grab gehört.

[1:01:37] Wenn wir in 1. Korinther die Verse 15, 54 und 55 lesen: „Durch die Auferstehung Jesu aus dem Grab erinnert uns Gott an die absolute Herrschergewalt über Leben und Tod.“ Und das ist der Punkt. Jesus musste auferstehen, um zu beweisen, dass er das Leben ist. Er ist die Auferstehung. Er hat das letzte Wort und nicht Satan.

[1:02:04] Zweitens ist die Auferstehung wichtig, weil es ein Beweis Jesu ist, an die Menschen ein grundlegender Lehrsatz des christlichen Glaubens ist. Im Gegensatz zu den Religionen, und wir haben viele Religionen, gibt es im Christentum nur einen Gottmenschen, der den Tod überwindet und verspricht, dass seine Nachfolger das gleiche tun werden. Die Religionen wurden von Menschen und von Propheten gegründet, deren Ende das Grab war. Aber die Christen dürfen sich trösten mit der Tatsache, und ich glaube, das ist so der entscheidende Punkt, dass unser Gott ein Mensch wurde, für unsere Sünden starb und am dritten Tag auferstand. Das Grab konnte Jesus nicht halten. Er lebt und er sitzt heute im Himmel, im himmlischen Heiligtum an der rechten Seite Gottes.

[1:02:59] Wenn wir in 1. Korinther 15 lesen und da erklärt uns der Paulus ausführlich die Bedeutung der Auferstehung. Einige in Korinther glaubten nicht an die Auferstehung der Toten, und dann sehen wir auch, wie der Paulus ihnen dann auch erklärt oder ihnen die Konsequenzen aufzeigt, welche dann kommen, wenn wir nicht an eine Auferstehung glauben.

[1:03:27] Das inspirierte Wort Gottes, und daran glaube ich, und vielleicht du auch, sonst wärst du jetzt nicht zugeschaltet, aber das inspirierte Wort Gottes garantiert den Gläubigen ihre Auferstehung beim Kommen Jesu Christi. Und darin unterscheiden wir uns grundlegend von den Menschen heute, die ohne Hoffnung leben. Jesus Christus hat uns die Garantie gegeben, dass wir ewiges Leben haben werden, wenn, haben wir festgehalten, wenn wir Jesus Christus annehmen. Und spätestens, wenn Jesus wiederkommen wird, werden alle Toten, die in Jesus Christus gestorben sind, auferstehen. Solche Hoffnung und Gewissheit hat einen großen Triumphsgang zur Folge.

[1:04:10] Und der Paulus, der sagt in den ersten Korinther 15, 55, schreibt da: „Wo ist der Tod, wo ist Tod dein Sieg, und wo ist Tod dein Stachel?“ Jesus hat Grenzen und Barrieren überwunden, die die Menschheit immer noch dran hadert. Aber Jesus hat alle Barrieren aufgehoben. Jesus hat den Tod besiegt. Die Auferstehung ist der triumphierende und herrliche Sieg für jeden Gläubigen. Nicht nur für einen, für uns alle. Jesus Christus starb, wurde begraben und stand nach der Schrift am dritten Tag auf. Und er kommt wieder. Die Toten in Christus werden auferweckt. Und die, welche bei seinem Wiederkommen übrig geblieben und am Leben sind, werden verwandelt. In einem Augenblick heißt es in der Offenbarung.

[1:05:03] Warum ist die Auferstehung Jesu Christi für die Errettung wichtig? Und diese Frage ist gar nicht mal so doof. Warum ist die Auferstehung Jesu so wichtig? Sie hat bewiesen, dass Gott die Macht hat, um uns von den Toten aufzuerwecken. Sie garantiert uns, dass die an Christus Gläubigen nicht im Tod bleiben, sondern zum ewigen Leben auferweckt werden. Das ist, ihr Lieben, unsere gesegnete Hoffnung. Und diese Hoffnung hat nicht jeder. Nicht jeder hat diese Hoffnung.

[1:05:42] Und es gibt viele Menschen, die heute mit dem Tod hadern, die am Ende ihrer Tage sind und zweifeln, dass es einen Gott gibt, der sie wirklich liebt. Aber wir haben jetzt ganz viele Beweise gesehen und wir haben ganz viele Argumentationen gebracht und Argumente, die uns aufzeigen, dass das, was wir glauben, nicht nur eine Hoffnung ist, es ist der grundlegende Baustein unseres Glaubens. Denn unsere Glaubensgemeinschaft fundiert auch auf die Auferstehung Jesu Christi. Wir glauben nicht an einen toten Jesus, wir glauben an den lebendigen Jesus, an einen Jesus, der jetzt ein Mittler ist, der für dich und für mich eintritt. Das ist die selige Hoffnung.

[1:06:30] Gilbert Holland war ein Schriftsteller, ein ganz Bekannter in der Christenheit. Er sagte es mit folgenden Worten: „Der Himmel wird nicht mit einem einzigen Spruch erreicht. Christus ist die Leiter, die in den Himmel reicht, auf der wir aufsteigen, bergauf bis zum Gipfel hinauf, Schritt für Schritt.“ Es ist ein Prozess. Es ist ein Wachsen in Jesus, aber ein Wachsen in Jesus täglich. Die Verbindung zum Vater, zum Sohn und zum Heiligen Geist ist notwendig. Wir sind nicht von heute auf morgen die Menschen, die wir gern sein wollen. Und vor allem sind wir nicht von heute auf morgen die Menschen, die diese selige Hoffnung haben.

[1:07:17] Ich weiß nicht, wie es dir geht und welche Gedanken du über den Tod hast oder hattest. Ich hoffe, dass du durch diese Lektion, die wir miteinander betrachtet haben, dass du jetzt diese Hoffnung in dir trägst, dass Jesus Christus die Auferstehung ist und dass alles einen Sinn hat. Denn mancher Christ mag sich wohl fragen: Welchen Sinn hat das Leid und Tod und die Sünde in dieser Welt? Es hätte doch alles anders kommen können, mit Sicherheit. Aber wisst ihr, Jesus kann aus etwas Schlechtem immer was Gutes machen. Und wenn ich und du heute hier sind im Jahr 2016, dann heißt es, Gott hat einen Plan für mich und für dich.

[1:07:58] Und egal, welchen Widerständen wir heute ausgesetzt sind, schließe nie Kompromisse und geh nie gegen deine Prinzipien. Denn Jesus hat Segen verheißen auf die Menschen, die seine Gebote beachten und die nach seinem Willen leben. Er hat uns eine Hoffnung geschenkt. Das Leben endet nicht hier. Das Leben ist hier nur für uns, wie es die Bibel schreibt. Wir sind nur Pilger und wir dürfen Gäste sein in dieser Welt. Wir dürfen etwas bewegen, aber dann dürfen wir die Ewigkeit genießen. Und all die unerfüllten Sehnsüchte in unserem Leben hier auf Erden werden eines Tages von Jesus Christus komplett ausgefüllt. Und ich wünsche dir Gottes Segen und schön, dass du zugeschaltet hast.


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